Bauer Willi
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Frohe Ostern?? Frohe Ostern!!

Es ist eine unwirkliche Situation: Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich auf der Veranda, es sind 24 Grad im Schatten (wir haben frühen April!) und der Himmel ist wolkenlos und strahlend blau. (bis auf 2 Kondensstreifen!)

Und es ist unglaublich ruhig, bis auf die Vögel, die man nun, ohne die “normalen” Umweltgeräusche viel besser hören kann. Bienen und Hummeln scheinen in den letzten Tagen auch besonders viel unterwegs zu sein. Oder täuscht das nur, weil man bisher nicht so drauf geachtet hat? Weil man so viel zu erledigen hatte? Jetzt ist man irgendwie ausgebremst, die Tage kommen einem so vor, als wäre immer Sonntag.

  • Familie und Zeit

Unsere Familie ist jetzt näher beisammen. Unser Sohn arbeitet im Home Office, die Schwiegertochter (Zahnärztin) arbeitet halbwegs “normal”. Wir haben irgendwie mehr Zeit füreinander und natürlich auch für den Enkel, das sonnige Kerlchen. Die Uroma darf den Hof nicht verlassen, was ihr schwerfällt. Aber sie hält sich dran. Ich war vor vier Wochen zuletzt auf einer großen Veranstaltung mit 350 Landfrauen. Seitdem bin ich auch nicht weiter als 30 km gefahren. Und auch nur einmal, zur Zuckerfabrik, um das Saatgut abzuholen, ansonsten nur ins Feld und zurück.

  • Kirche und Religion

Jede Woche wird darüber berichtet, dass der Papst einen Segen erteilt hat, einen Gottesdienst alleine im Petersdom feiert und viele Kirchengemeinden jetzt einen Youtube-Kanal eingerichtet haben, auf dem sie Gottesdienste oder Andachten anbieten. Irgendwie ist Religion wieder ein öffentliches Thema. Es liegt wohl daran, dass die Menschen Angst haben. Da besinnt man sich darauf, dass es wohl einen Herrgott geben könnte. Und ein Gebet (kann ja auch heimlich sein) ist dann so verkehrt auch nicht. Unser Wegekreuz habe ich übrigens fertig gestrichen. Es hatte es mal wieder nötig.

 

  • Landwirtschaft und Ernährung

Jede Woche wird jetzt mindestens einmal darüber berichtet, wie die Arbeit auf dem Feld erledigt werden kann. Und wie der Stand der Erntehelfer aus dem In- und Ausland ist. Es liegt wohl daran, dass die Menschen spüren, dass es mit der Versorgung an Lebensmitteln so ganz sicher doch nicht zu werden scheint. Und haben vielleicht auch ein wenig Angst, dass es knapp werden könnte. Jetzt werden Statistiken mit Prozentzahlen von Selbstversorgung gezeigt. Das hat noch vor drei Monaten sprichwörtlich “keine Sau” interessiert. “Wir sind reich, wir können den anderen alles wegkaufen”. Aber wenn die Logistik nicht funktioniert, dann wird Hefe mit Gold aufgewogen.

Noch funktionieren die Warenströme ganz gut, aber bei Obst und Gemüse, dass ganz vorwiegend aus Spanien und Italien kommt, könnte es schon bald knapp werden. Mal sehen, was dann noch exportiert wird. Und wer bei uns die Pflanzen in die Erde bringt, ist so klar auch noch nicht.

  • Frohe Ostern??

Es gibt ein paar Dinge, die mir Sorgen machen. Die erste Sorge: wann regnet es endlich wieder? Die Rüben sind gesät, aber werden sie auch alle keimen? Der Weizen hat es warm, will aber nicht wachsen und Dünger hat er genug. Aber ohne Wasser bringt das auch nichts. (Nein, wir können nicht beregnen) Der Raps kann es noch eine Weile aushalten, aber da der gerade blüht, wäre Regen jetzt gerade recht.

Sorge mache ich mir auch um Länder wie Indien oder den Kontinent Afrika. Davon redet zwar keiner, aber gerade in Indien spitzt sich die Lage immer mehr zu, weil auch dort die Landarbeiter nicht dort sind, wo sie sein müssten. Und dort steht gerade die Ernte an. Und wenn die Nahrungsmittelvorräte in Indien mit 1.3 Milliarden Menschen knapp werden…

Sorgen mache ich mir auch um die vielen Arbeitslosen, die wir in zwei oder drei Monaten zählen werden. Wer bezahlt deren Arbeitslosengeld? Und was werden die sich davon noch kaufen können? Werden dann unsere Felder geplündert? In der Nachbarschaft hat jemand vor ein paar Tagen Kartoffeln und Honig aus einer Milchtankstelle geklaut… Übertrieben? Warten wir ab…

  • Frohe Ostern!!

Auch wenn wir nicht in den Gottesdienst gehen können (wie wahrscheinlich alle gläubigen Menschen weltweit, egal ob Christen, Juden, Muslime) können wir dennoch auf andere Weise unserem Glauben Ausdruck verleihen. Wir sind damit ja nicht alleine. Was wäre, wenn wir “zur Feier des Tages” etwas an “Die Tafeln” spenden? Damit es auch für unsere Mitmenschen ein Frohes Ostern gibt.

Wir sind gesund und hoffen, dass es so bleibt. Die Herdenimmunität muss ich nicht unbedingt haben und “den Löffel abgeben” ist auch noch nicht geplant. Aber das habe ich nicht selbst in der Hand.

  • Wohl-habend

Wir haben das Wohl, gesund zu sein, also sind wir wohl-habend. Und damit meine ich jetzt nicht das Finanzielle. Wir bekommen gerade vorgeführt, auf welche Annehmlichkeiten wird verzichten können. Kein Restaurant, kein Kino, keine Urlaubsreise, kein Konzert. Das alles nicht zu nutzen haben wir nicht für möglich gehalten. Und wir tun das jetzt schon seit Wochen und wir finden es sogar vernünftig!

Also beschweren wir uns nicht! Nehmen wir die Situation so hin, wie sie ist und erfreuen uns an den Dingen, die wir jetzt jeden Tag positiv erleben dürfen. In der Zeit “Nach-Corona” wird es noch verrückt genug.

Frohe Ostern wünscht euch Bauer Willi

Je nachdem, wie meine Laune ist, werde ich ein wenig Pause machen. Oder auch nicht, man wird sehen. 

 

 

 

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117 Kommentare

  1. firedragon sagt

    Weiß nicht, wie’s bei Euch ist.
    Ich beobachte gerade meine ganz persönliche Osterüberraschung, hier bei uns im Stall : das erste Schwalbenpaar ist heute angereist und richtet sich häuslich ein. 🐦🏡

    • Bauer Willi sagt

      Ohne Vieh ist es mit Schwalben mau. Hab es aber schon von anderen Berufskollegen gehört. Was mir auffällt: viele unterschiedliche Insekten. Hab gelesen, dass das trockene und warme Frühjahr dafür günstig ist. Ist ja jetzt schon das dritte Jahr mit Frühjahrstrockenheit.

      Da muss sich NABU und BUND bald was anderes einfallen lassen…

      Ach so, die Zahl der Feldhasen hat auch zugenommen…

      • firedragon sagt

        Feldhasen konnte ich auch einige beobachten.
        Ich hoffe ja sehr (hatte ja schon geschrieben, daß unsere Flur eher einem Park gleicht, wg. der vielen Menschen), daß die Leute ihre Hunde an den Leinen lassen.

      • sonnenblume sagt

        Pünktlich zum Osterfest sind auch hier die Schwalben eingetroffen.
        Das sich die Feldhasen gut vermehrt haben wurde auch in unserer Tageszeitung geschrieben. Am nächsten Tag kam dann der Artikel über die Bedrohung des Feldhasen durch die moderne Landwirtschaft. Gute Nachrichten können so ja nicht stehen bleiben.
        Was den Naturschutz angeht, er geht nur nach Lehrbuch, aber nicht aus der Praxis der Landwirtschaft heraus. So unsere Erfahrung. Alles was nicht im Lehrbuch steht, wird nicht diskutiert und ist auch keinen Versuch wert, obwohl eindeutig gute Ergebnisse zu sehen sind. Man mag der kov. Landwirtschaft einen Tunnelblick vorwerfen, aber NABU und Co. sind mindestens ebenso unbelehrbar. Wenn nicht noch schlimmer.

      • Dorfmensch sagt

        Nabu und BUND wird schon etwas einfallen, was gerade fehlt oder welche Art gerade jetzt geschützt werden muss. Hoffentlich sind das dann Informationen aus der Natur (da draußen, vor Ort und nicht am Computer gewonnen).
        Da Feldlerchen eingestorben sein sollen, freue ich mich jeden Tag über die hier anzutreffenden Atrappen. Die sehen so aus wie echte Feldlerchen und singen auch so. Meisterwerke der Technik eben.

      • Berthold Lauer sagt

        Im alten Kuhstall meiner Eltern hält sich bis heute ein bewohntes Schwalbennest, obwohl dort vor 20 Jahren die Kühe ausgezogen sind! Wichtig nur, dass Vater im Frühjahr die Fenster öffnete!!
        Auch bei uns sind die ersten am vergangenen Montag zurückgekommen und wir freuen uns jedes Jahr über mehr als 20 bewohnte Nester! Problem in den trockenen Frühjahrswochen: Sie finden keine Lehmpfützen zum Nestbau und müssen auf Kuhfladen im Stall ausweichen! Und dann haben sie dann in vielen Dörfern mittlerweile wirklich ein Problem.

        • Inga sagt

          Findet man im Kuhfladen Nistmaterial?
          Im Lehm sond doch eher Stöckchen und Zweige, oder?

          • Berthold Lauer sagt

            Die Kuhsch…. ersetzt den Schlamm als Mörtel. Kleine Heu- oder Strohteile finden sie bei uns mehr als genug. Die sorgen für die Stabilität. Wie bei Wänden in Lehmbauweise. Stöckchen und Zweige benutzen Schwalben nicht. Nur noch was weiches zum auspolstern wie firedragon’s Schafwolle. Das mit seiner feuchten Lehmecke ist zum Nachahmen sehr empfohlen.

        • firedragon sagt

          Herr Lauer,
          das mit der Trockenheit und dem Schlamm, der zum Nestbau benötigt wird, hatte ich die letzten zwei Jahre (dieses Jahr wohl wieder) gelöst, in dem ich im Hof (gepflastert mit Erdzwischenräumen) eine Ecke feucht gehalten hatte. Ausserdem habe ich einen Schafwollehaufen (vom Scheren) liegen lassen. Das “halbe Schaf” hing dann aus einem Nest raus.

    • Ostbauer sagt

      Unsere ersten Schwalben waren am Donnerstag da. Sind im Moment damit beschäftigt, die Spatzen aus ihren Nestern zu vertreiben.
      Ganz schön was los im Kälberstall 🙂

      • Brötchen sagt

        Bei mir sind sie jetzt auch!🔭🐦🦅🦇 Hurra ich liebe Schwalben!

        Störche seit Ende März!

        • sonnenblume sagt

          Das Beste an den Schwalben sind ihre Gespräche. Einfach interessant und lustig.
          Man kann immer wieder zuhören.

          • firedragon sagt

            Ja, Sonnenblume
            die unterhalten sich mitunter ziemlich laut, zusammen mit der Sperlingsbande, direkt vor’m Schlafzimmerfenster und lauter, als es unsere fünf Hähne vermögen – den Wecker benötigen wir ab jetzt nicht mehr 😉 .

            • Ferkelhebamme sagt

              Hier auch so, ohne Hähne (Gott sei Dank 😉). Und auf der naheliegenden Landstraße nur noch wenig Verkehr. Ich lausche und liebe das 😊

            • Brötchen sagt

              War gerade unterwegs, die Lerchen sind auch wie verrückt unterwegs. Richtig schön, die zu beobachten.

      • Mark sagt

        Auch bei uns sind die ersten Schwalbenpaare schon da, Willi´s Beobachtungen in Sachen Insekten kann ich auch bestätigen, Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und sonstiges zu Hauf!

  2. fingerphilosoph sagt

    Ostern ist zusammen mit Weihnachten das höchste Fest der Christenheit. Wenn der Papst am Ostersonntag allein im Petersdom eine Messe feiert, ist das für mich keine
    Wiederbelebung des Glaubens, sondern der Abgesang auf die christliche Religion.
    Wenn sogar der Papst lieber denen glaubt, die derzeit einen Massenwahn und Hysterie anzeizen, dann hat Nietsche Recht und der Gott der Christen ist tot.

    Wenn ein Virus, das in seiner Wirkung einer schweren Grippewelle vergleichbar ist, die Gläubigen davon abhält, am höchsten Fest der Christenheit in die Kirche zu gehen, dann hat der christliche Glaube ausgedient. Man stelle sich das mal vor: Da ist also dieser Gottessohn qualvoll für die gläubigen Christen gestorben, um sie zu retten, während diese Christen umgekehrt für diesen Gottessohn gerade mal den kleinen Finger rühren, um den Fernseher einzuschalten. Und das tun sie auch nicht dem zuliebe, der für sie gestorben ist, sondern um sich selbst zu bespaßen oder zu trösten. Was für ein ungeheuerlicher Egoismus spricht denn aus diesem Verhalten?

    Damit ist kein Aufruf an die Gläubigen, das Versammlungsverbot der Regierenden zu missachten, sondern dazu, mal zu überlegen, welche Rolle der christliche Glaube heutzutage denn noch tatsächlich spielt.

      • Thomas Apfel sagt

        Danke, der Artikel ist wirklich umfassend und interessant, heißt demnach aber auch, dass das Problem auch so schnell nicht unter Kontrolle zu bringen ist. Schön auch, dass mal Jemand die Europäische Arroganz gegenüber Asien, Russland u.A. so klar als Übel herausstellt. Mein Fazit, der totale “Shut Down” wäre vermeidbar gewesen, wenn man an den richtigen Stellen entschlossener gehandelt hätte.

        • Brötchen sagt

          Thomas muss man sehen. Sind auch eine Menge vermutungen dabei.
          Nur Mal ein Fakt, die Chinesen haben mit nichten die afrikanische Schweinepest unter Kontrolle bekommen. Man sprach von der Hälfte des Bestandes. Das ist jetzt kein Jahr her.

          Gerade kam auf Welt ein Dank von Boris Johnson an seine Ärzte, sie haben ihm das Leben gerettet.

    • Reinhard Seevers sagt

      Religion ist Opium fürs Volk…..nimm weniger davon!
      Die orthodoxen Juden denken übrigens genauso, wie du….insofern ist es kein Privileg der von dir favorisierten Religion, die Vernunft zu missachten.

        • Brötchen sagt

          War mir schon klar…..aus seinen Zeilen entnehme ich, er hat das mit Jesus nicht verstanden. Weil die Prüfungen hören nicht auf.
          Jesus bzw. Die das ganze in ein Buch geschrieben haben, waren verdammt schlau!

          Das hatte ich gestern noch vor dem zu Bett gehen gesehen und passt genau…..Das Heilige Grab Jesu Christi – Ein ewiger Streit https://www.arte.tv/de/videos/087397-000-A/das-heilige-grab-jesu-christi/

          Was ich an dem philosoph schätze ist, mit dem kann man gepflegt diskutieren.

          Muss noch Hühner füttern fahren.

          • fingerphilosoph sagt

            @Brötchen
            Solltest Du noch gar nicht gemerkt haben, dass das BUCH, von dem Du redest, gar kein Buch ist, sondern eine bunte Sammlung von Geschichten, Episteln und schließlich Briefen, von denen übrigens die meisten gefälscht sind, was inzwischen sogar die hochheilige Kirche zugibt?

            Solltest Du womöglich noch gar nicht gemerkt haben, dass die Gottesvorstellungen im Alten und Neuen Testament unvereinbar miteinander sind, dahingehend, dass der richtende Gott im AT nicht der erbarmende Gott im NT ist? Was sich dadurch erklärt, dass in das NT vor allem gnostische Gottesvorstellungen mit eingeflossen sind, die im alten Jahwe den Demiurgen sehen, den unwissenden Gott, den Pfuscher, der eine misslungene Welt erschaffen hat, von der der erbarmende Gott des NT die Menschen erlösen will?

            Hast Du womöglich noch gar nicht gemerkt, dass Paulus genau das Gegenteil von dem tut, wofür sich Jesus eingesetzt hat? Also nicht der Paulus hier im Blog, sondern jener Paulus, der zunächst mal blind geworden ist, als er Jesus gesehen hat, während Jesus die Blinden doch sehend gemacht hat?

            Mach erst mal Deine Hausaufgaben und lies das Buch, deren Verfasser Du so schlau findest, bevor Du mir unterstellst, ich hätte Jesus nicht verstanden.

            • Reinhard Seevers sagt

              Jetzt wird hier bereits über die richtige oder falsche Interpretation eines Buches gestritten….erinnert irgendwie an den Streit der Orden mit der Kirche, darüber ob Jesus einen Geldbeutel besaß oder nicht…..ist irgendwie bigott, oder?

            • Brötchen sagt

              Ja das ist mir bekannt. Ist ziemlich kompliziert mit der Geschichte und so. Trotzdem ist es interessant.
              Aber gut, ich hatte vergessen wie du auch sein kannst.

              Schöne Ostern!

            • Paulus sagt

              @ Fi-phil, AT und NT sind Märchengeschichten, die zustande kamen indem irgendwelche Schriften im Sinne der Kleriker interpretiert wurden. Das ist ja nichts Neues. Es gibt aber noch einen anderen Aspekt den du außer Acht lässt. Das mit dem glauben an irgendeine imaginäre Gottheit ist die eine Sache, die man durchaus kritisieren kann.
              Das zutiefst menschliche Bedürfnis nach einer gewissen Spiritualität ist davon allerdings gar nicht so weit entfernt. Es betrifft selbst mich als Atheist und, zumindest eingebildet, als rational und nüchtern denkenden Mensch und gleichzeitig großer Kritiker der katholischen Kirche. Ohne spirituellen Ausgleich, der nach meiner Auffassung gar nicht so weit von religiösem Getue entfernt ist, hätte ich z.B. manchen Herausforderungen meines Berufslebens niemals standgehalten.

              Es mag sich lächerlich anhören, aber wenn ich mich mal für zwei Tage zur Jagd verabschiedet hatte, um keinen Menschen mehr zu sehen, die Nächte auf einem Hochsitz verbrachte um nur die Natur und den Sternenhimmel zu erleben, war ich anschließend ausgeglichen und wie neugeboren. Ganz abgesehen davon schärfte es die Sinne. In einer klösterlichen Kirche im Nachbarort werden mitunter wunderschöne Chorgesänge und Gregorianik angeboten. Ob du es glaubst oder nicht, da schöpfen auch Atheisten Kraft. Und nicht zuletzt dienen Orte, egal ob es der Garten hinter dem Musée Rodin in Paris oder die Museumsinsel Hombroich bei Neuss ist der Spiritualität. Ich sitze dort gerne mal und gucke für eine oder zwei Stunden nicht nur Löcher in die Luft. Dabei geht mir alles andere gerademal am Arsch vorbei.
              Ich kenne Klöster in denen sich zuweilen mehr gestresste und ungläubige Industrieheinis als Mönche befinden. Ich ahne schon was jetzt (berechtigterweise) von deiner Seite jetzt kommt.
              Ist aber zugegeben kein Thema was die Bauern betrifft.

              • Ostbauer sagt

                Man sollte Religion und Kirche nicht in einen Topf werfen.
                Wenn sich jeder Einzelne “nur bemühen” würde, nur so für sich, die 10 Gebote zu befolgen, wäre für die Meschheit schon viel erreicht. Wie gesagt, nur so für sich.
                Das die Realität anders aussieht, ist eine andere Sache.
                Und mit dem, was Du über die Jagd,von wegen Kopf frei kriegen und so gesagt hast, kann ich nur bestätigen.
                Nichts ist schöner ,als mogens um halb drei beim Morgengrauen vom Vogelgezwitscher geweckt zu werden und dann voller Hoffnung auf die Dinge zu warten, die da kommen könnten. Hoffendlich ne Sau. 🙂

                • Ferkelhebamme sagt

                  Hier haben die Jäger gerade Probleme, ihre Jagdscheine zu verlängern, weil die Ämter nicht besetzt sind. ASP, Schwarzwild kurz halten? z.Zt. leider auch kein Thema mehr, dabei ist sie so nah wie nie zuvor.

      • fingerphilosoph sagt

        @ Reinhard Seevers

        Hören wir endlich auf damit, so zu tun, als wären wir eine vernunftbegabte Spezies.
        Wir sind es nicht!

        • Reinhard Seevers sagt

          @ filosof: Fehlende Vernunftbegabung, mit Religion zu kompensieren, ist auch keine Lösung.
          Was bringt denn ein Streit in den so heiligen Zeiten, wenn nicht Hass und weiteren Streit?

          • fingerphilosoph sagt

            Fehlende Vernunftbegabung mit Religion zu kompensieren, ist keine Lösung. Eben. Und das muss man auch in so heiligen Zeiten sagen dürfen.

            Streiten (können) ist eine wesentliche Vorbedingung für gegenseitiges Verständnis und ggf. Freundschaft. Wenn daraus Hass entsteht, hat derjenige, der hasst, ein Problem, nicht derjenige, der streitet.

            Schweigen angesichts eines laut und öffentlich geäußerten Standpunkts, den man nach bestem Wissen und Gewissen nun mal nicht teilen kann, wie der von Bauer Willi im Artikel, signalisiert Gleichgültigkeit, Teilnahmslosigkeit, Desinteresse, Lethargie, wie auch immer. Wäre das besser?

            • Reinhard Seevers sagt

              Filosof,, wie man mit solchen Sätzen gegenseitiges Verständnis und Freundschaften schaffen möchte, kann ich beim besten Willen nicht erkennen:
              “Wenn sogar der Papst lieber denen glaubt, die derzeit einen Massenwahn und Hysterie anzeizen, dann hat Nietsche Recht und der Gott der Christen ist tot.”

              Wann endlich gehen Sie in die betroffenen Krankenhäuser dieser Welt und stellen den Menschen dort diese These vor? Es ist einfach unglaublich…..

              • Bauer Willi sagt

                @Reinhard und @fingerphilosph

                Ich bin gläubiger Christ und stehe dazu. Habe mir heute auch die Ostermesse in Rom angesehen, was mir aber nicht viel gebracht hat. Es hat mich eher erschreckt, die leere Kirche zu sehen.
                Wenn der Papst der Wissenschaft, in diesem Fall der Medizin, glaubt, ist es für mich kein Versagen sondern ein Zeichen der Offenheit.
                Die katholische Kirche hat ja auch anerkannt, dass die Erde eine Kugel ist und sich um die Sonne dreht. Sie erkennt an, dass ein Virus ein Krankheitserreger ist auf den man halt so reagieren sollte.

                Man kann aber auch Nietsche glauben…Nicht mein Ding…

                • fingerphilosoph sagt

                  Kopernikus, Galilei, Kepler und Newton haben ja nicht mit dem Glauben gebrochen, sondern Gott in den Naturgesetzen erkannt. Mathematik war ihnen die Sprache Gottes. Galilei wurde nicht unter Hausarrest gestellt, weil er das heliozentrische Weltbild verteidigt hat, sondern weil er die Naturwissenschaften über die Exegese gestellt hat und sich anmaßte, die Bibel wissenschaftlich zu interpretieren und damit die Autorität des Papstes unterlief. Die genannten Wissenschaftler waren alle aber selber tiefgläubig.

                  Der Bruch zwischen Religion und Wissenschaften kam erst mit Charles Darwin, dafür aber gründlich. Von diesem Zeitpunkt an beschäftigten sich die Wissenschaftler vornehmlich damit, alles, was Glauben wesentlich ausmacht, zu demontieren. Natürlich gibt es noch Wissenschaftler, die zaghaft ihre Stimme erheben, dass Religion und Wissenschaft keine Gegensätze sind, aber kein anerkannter Wissenschaftler kann heute noch mit seinem Gottesglauben punkten.

                  Die Frage, die heute im Raum steht, ist: Wenn ein Virus ein Krankheitserreger ist, auf das auch der Papst rein wissenschaftlich reagieren sollte, welche Bedeutung hat Gott dann in der heutigen Welt überhaupt noch für den Menschen? Das sind Fragen von dem Kaliber, wie sie sich Nietzsche gestellt hat. Ostern ist kein schlechter Zeitpunkt, um sich das mal selber zu fragen.

                • Karl Timme sagt

                  Hallo alle zusammen, ich habe lange gezögert mich zu diesem Heiklem Thema zu äußern. Gerade weil im Namen des Glaubens die heftigsten Kriege geführt wurden. Ein Beispiel aus der der Geschichte: 30 zig jähriger Krieg; aus der Neuzeit: Nordirland und immer noch, der nahe Osten.
                  Ich als geborener Protestant und Anhänger der Naturgesetze und der Wissenschaft habe für mich entschieden, es gibt eine höhere Gewalt, als ich vor der Frage stand „ wo beginnt das Leben“. Viren die sich nicht eigenständig vermehren können, sondern sich vermehren lassen. Die Phagen, noch eine Stufe tiefer mit einer RNA, die einfach gestrickt ist und sich heute leicht nachbauen lässt. Dringt dieses Phagen RNA in eine Zelle wird es vermehrt; aber nur die natürliche nicht die künstliche.
                  Hier ist eine noch unerklärliche „übernatürliche Schwelle“. Das ist nicht Kirche oder Kirchliche Institution. Dieser gehöre ich an, weil sie sehr viel Sozialleistung bringt ähnlich dem DRK. Da diese Institutionen weltlicher Natur sind, haben sie auch alle deren Laster ( kann ich gerne weiter ausführen).
                  Selbst die eingefleischten Atheisten brauchen Ihre Rituale. Wie war das in der ehemaligen DDR mit dem Konfirmandenersatz?

                • fingerphilosoph sagt

                  @ Karl Timme
                  Die Biochemie hat für Ihre “übernatürliche Schwelle” eine ganz natürliche Erklärung: nämlich einen Phasenübergang im Rahmen der Selbstorganisation von Systemen. Viele chemische (unlebendige) Reaktionen bleiben automatisch in stabilen Zuständen hängen und bilden Ordnungen, bspw. Salz- oder Eiskristalle. Sie folgen bestimmten Regeln, genauso wie Zellen. Diese Regeln sind jedoch im Stofflichen selbst enthalten, die Hypothese “Gott” ist also überflüssig.

                  Je komplexer ein System, desto mehr katalysieren oder blockieren sich die verschiedenen Elemente untereinander. Ein Phasenübergang kommt dann zustande, wenn so viele Moleküle interagieren, dass auf jedes Molekül Reaktionen kommen, die von anderen Stoffen katalysiert werden.

                  Dieses Modell mit Phasenübergängen erklärt gerade das Vorhandensein von Viren, die weder lebendig noch unlebendig sind, besser als ein Schöpfergott, der bei seinem Schaffen eben gerade nicht auf solche Zwischenstufen angewiesen wäre.

                  Auch die krummen Zahlen der Naturkonstanten sprechen für Selbstorganisation und nicht für einen Schöpfergott, von dem man annehmen müsste, dass er als “reiner Geist” Vollkommenheit bevorzugen würde, was die Naturkonstanten ja eben gerade nicht sind.

                  So gesehen, müssten wir eigentlich die Materie, das Stoffliche, das Diesseits, unseren wunderbaren Planeten lieben, weil das Wunderbare im Stofflichen selbst liegt. Der Gott des Christentums wie auch der meisten anderen Religionen zwingt uns jedoch dazu, alles Materielle zutiefst zu verachten und dafür etwas Immaterielles anzubeten, das offenbar jedoch nur in menschlichen Köpfen wuchert in Form von Mythen, Religionen, Theorien usw.

                  Aus dieser grundsätzlichen Missachtung des Materiellen inklusive anderer Lebensformen resultiert letztendlich das von Menschen verursachte Artensterben, die Umweltzerstörung, das sog. Anthropozän. Dank seiner Götter glaubt der Mensch, dass alle Materie nur für ihn da ist und er mit ihr machen kann, was er gerade will.

                  Das ist einer der Gründe, warum ich den Glauben an Gott, Götter und andere transzendente Entitäten ablehne. Die nicht überprüfbaren Versprechungen der Gottheiten wie Auferstehung, Unsterblichkeit und dergleichen sind es m.E. nicht wert, dass man dafür eine an sich wunderbare Welt zerstört und in einen Haufen Abfall verwandelt.

                • Mark sagt

                  @f..ph
                  Christentum zwingt zur Verachtung des Materiellen?? Das stimmt so wohl nicht, man schaue sich nur die Reichtümer der Kirchen, die Prunktbauten sowie die Verehrung der Reliquien an. Auch der Ablasshandel ist etwas sehr Materielles. Auch das “kleine Rätsel” (Augsburger Bekenntniss) von T..A hier eingestellt beinhaltet eine sehr materialische Denkweise.

                • fingerphilosoph sagt

                  In den Prunkbauten, Reliquien und Reichtümern wird nicht Materie als Materie geachtet, denn als Materie betrachtet sind Prunkbauten nichts anderes als aufeinandergeschichtete Steine, Reliquien nichts anderes als Knochen und Reichtümer nichts anderes als Tinte auf Papier. Bei Geld geht es nicht um den materiellen Aspekt von Kaurimuscheln, Gold, Silber, Papier und Tinte, sondern um die ideelle Bewertung von Materie, die dadurch als Rohstoffe, Güter etc. zu bloßen Gegenständen des Handels und der Wirtschaft werden. Gegenstände des Handels erfahren nicht Wertschätzung um ihrer selbst willen, sondern gewinnen ihren Wert dadurch, wieviel einer dafür zahlen will. Geld, Handel und das Anhäufen von Reichtümern hat mit Wertschätzung von Materie nichts zu tun. Wie die meisten Institutionen oder Menschen, die Reichtümer anhäufen, dienen diese Reichtümer aussschließlich der Selbstdarstellung, und das ist gleichbedeutend mit der Missachtung der Dinge an sich.

                • Karl Timme sagt

                  fingerphilosoph,
                  “Die Biochemie hat für Ihre „übernatürliche Schwelle“ eine ganz natürliche Erklärung: nämlich einen Phasenübergang im Rahmen der Selbstorganisation von Systemen. Viele chemische (unlebendige) Reaktionen bleiben automatisch in stabilen Zuständen hängen und bilden Ordnungen, bspw. Salz- oder Eiskristalle. Sie folgen bestimmten Regeln, genauso wie Zellen. Diese Regeln sind jedoch im Stofflichen selbst enthalten, die Hypothese „Gott“ ist also überflüssig.”
                  Ähnliche Erklärungen gab es schon vor Galliläo u.a., und es ließ sich vortrefflich damit rechnen. Deshalb war es ja soschwer die “Wahrheit zu erkennen”
                  Allem nicht Erklärbaren (davon gibt es reichlich, findet mann eine Lösung, tun sich zwei weitere Fragen auf) hängt etwas Mystischem an. Der Fehler vieler Religionen ist der Apsolutismus, das Fanatische und Ideologisch Verblendeten.

                • firedragon sagt

                  Herr Dr. Kremer-Schillings,
                  es ist ähnlich, wie mit der Landwirtschaft.
                  Es gibt verschiedene “Modelle” und jeder Betrieb arbeitet so, wie er es vom Grundsatz her für sich richtig hält. Als Konvi will ich mir nicht von einem Bio dessen Ansichten überstülpen lassen – man kann sich drüber unterhalten und gut ist.
                  So sehe ich es auch mit dem Glauben/der Religion – man kann sich drüber unterhalten.
                  Sie gehen bspw. in die Kirche und sind enttäuscht, wenn diese leer ist. Ich nehme an, Sie gehen an diesen Ort, um Ruhe zu finden, zu beten oder was weiß ich, was Sie dort suchen und finden.
                  Ich gehe in Kirchen, gerade wenn sie leer sind, beschaue mir die Architektur, die Beschaffenheit (in den “armen” Kirchen) und den überbordenden Prunk und Protz (in den “reichen” Kirchen – die stoßen mich aber eher ab).
                  Meine Ruhe finde ich nicht dort, finde ich nicht in den Worten, die da irgendjemand spricht.
                  Meine Ruhe, Ausgeglichenheit oder Zuversicht finde ich draußen, im Naturschauspiel.
                  So und normalerweise spreche ich nicht über Religion oder Glaube, deshalb hatte mich interessiert, warum fingerphilosph so erpicht darauf ist, sich mit, wie er es nennt, Christen zu streiten. Und seine Aussage ist okay, betrifft aber eigentlich jedes Thema.

                • Ostbauer sagt

                  Als Brandenburger halte ich es da eher mit dem”Alten Fritz”.
                  Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden!

              • Reinhard Seevers sagt

                @fingerfilosoph
                Man muss ja nicht an einen Gott glauben, das ist sowieso eine Doktrin monotheistischer Religionen. Götterglaube oder Naturreligionen haben andere Vorstellungen. Sie werden/wurden aber von den “Gottgläubigen” nicht anerkannt…..das ist ja der Grund fast aller Kriege und Unterdrückungen. Mehr Demut gegenüber anderen wäre ein guter Maßstab.

                • Thomas Apfel sagt

                  Der Grund nicht, meist der Anlass!
                  “Als die Weißen zu uns kamen, hatten sie die Bibel und wir das Land. Sie sagten, schließt die Augen und betet. Als wir die Augen wiederöffneten, hatten wir die Bibel und sie das Land.”
                  Das war die “friedliche Variante” der Missionierung. Aber egal welche Methode, es ging immer nur um Inbesitznahme von Land und Ressourcen.
                  “Krieg, Handel und Piraterie, dreieinig sind sie, nicht zu trennen” (J.W. v. Goethe)

              • Lady sagt

                “Okay, klingt vernünftig (normal), was Du geschrieben hast fingerphilosoph. ”

                Für deine Ohren vielleicht, Drachen, für meine nicht.
                Und ich bin im Vergleich zu Willi sicher nur eine “Schmalspur-Christin”.
                Aber fehlende Religion ersetzt auch nicht fehlende Vernunftbegabung und fehlende Demut schon gar nicht.

                Frohe Ostern wünsche ich euch alle!
                Hier sind die Schwalben auch zurück, die Feldhasen allerdings sind etwas heimlich. Gesehen habe ich noch keine bisher. Und die Eier bringen hier auch jetzt die Hühner und Niederegger.

                • firedragon sagt

                  Oh, was Süßes – dachte es wäre eine regionale Bezeichnung für irgendein Geflügel… schwer daneben.

                • Lady sagt

                  Drachen, kennst du nicht das Marzipan aus Lübeck, im Original von der Firma Niederegger?
                  Ich liebe es zweimal im Jahr, zu Ostern und zu Weihnachten. Landet direkt auf den Hüften, aber es bleiben ja genug Tage, um dagegen was zu unternehmen. Aber ihr Kerle seid da eh entspannt. Bin ich durchaus neidisch.

                • firedragon sagt

                  Lady,
                  ne hatte ich nicht auf’m Schirm. Marzipan gibt es nur an Weihnachten bei uns.
                  Mozartkugel (Hersteller keine Ahnung) und bei einer kleinen Manufaktur bestellen wir ab und an mal Königsberger Marzipan.

                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Lady,
                  ein Mann ohne Bauch ist ein halber Krüppel. 😉

                • Paulus sagt

                  Ehemaliger, du bist ein alter Quatschkopp! Über 60 Jahre war ich ein Krüppel und ganz zufrieden damit. Heute bemühe ich mich mit großer Willenskraft und unter enormen Entbehrungen wieder einer zu werden. Nix mehr mit Niederegger und so.
                  Tut mir allerdings Leid für eine kleine Manufaktur, bestehend aus Mutter und Tochter, die wohl die besten belgischen Pralinen zaubern. Die Damen haben seitdem nennenswert an Umsatz verloren.
                  Und bildet euch bloß nichts ein auf eure lächerlich kurze Fastenzeit, die herrscht bei mir das ganze Jahr über. 🙂

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Selbst wenn man kein gläubiger Christ ist,
      sollte man mal erkennen, wie viele im nahmen der Kirche gutes tun.

      Gerade jetzt im Zeichen von Carona haben viele alte Menschen, die einsam in ihren Wohnungen verharren müssen, noch einen Halt beim cristlichen Glauben.

      Wer weiß schon, was in dern Köpfen vorgeht, wenn sie im TV die Horrormeldungen sehen, wo die Patienten an 20 Schläuchen, auf dem Bauch liegend angeschlossen und anschließend die noch leeren Betten (die sind leer, weil die alle verstorben sind) sehen.

      Kein Besuch, keine Enkel, sofern die überhaupt mal zu besuch waren.

      Gäbe es einen Gott, oder hätte Jesus die Macht die man ihm zutraut, dann wäre die Pandemie nicht vorhanden, genau so hätte er die Befruchtung einiger Menschen verhindert.

      • Reinhard Seevers sagt

        Das hat nichts mit dem christlichen Glauben zu tun, das geht allen Menschen wohl so.

    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Nehmen Sie es mir übel oder auch nicht: Sie sind ein grandioser Realitätsverweigerer, nicht mehr aber auch nicht weniger.

      Ist Ihnen vielleicht bereits zu Ohren gekommen, dass bereits die ersten indigenen Völker mit Covid-19 konfrontiert sind ohne Kontakt zur sonstigen Zivilisation zu haben!? Wie viele dieser Erdenbürger werden wohl damit endgültig ausgerottet!? – Für Sie nicht einmal ein “Pünktchen”, das man auf unserem Planeten überhaupt wahrnehmen würde!?

      Wen trifft dieses von Ihnen zur banalen “Grippe” verharmloste Virus wohl am allerhärtesten!?

      Es mutet schon als absolut abgehoben, dekadent irrwitzig an, wenn man sich jetzt in der von Ihnen zelebrierten Art und Weise am Christentum verbal abarbeiten möchte. – Schämen Sie sich und übernehmen Sie Ihrerseits Verantwortung in dieser Krisensituation anstatt die Arbeit all derjenigen auch noch zu torpedieren, die diese Pandemie in den Griff bekommen möchten.

      Ihnen ein schönes verlängertes Wochenende noch!

      • fingerphilosoph sagt

        Um den 15. März herum wurde Europa lahm gelegt und den Bürgern massive Einschränkungen auferlegt. Am 15. März gab es in Deutschland 1214 neue Fälle und 4 Tote.

        Am 11. April gab es in Deutschland 3.280 neue Fälle und 135 Tote, aber man spricht bereits von Lockerungen der Beschränkungen, obwohl, wenn’s hoch kommt, erst 14% der Bevölkerung immunisiert sind. Von Herdenimmunität sind wir also kilometerweit entfernt.

        Das zeigt, dass auch die Regierenden die Pandemie nicht sonderlich ernst nehmen können.

        • Reinhard Seevers sagt

          Informieren, informieren, informieren…..alles andere sind Laienhafte Unterstellungen.

          • Thomas Apfel sagt

            Wer, wen, über was und mit welchem Anspruch? Informierender oder Informierter – was sind außerhalb medizinischer wissenschaftlicher Untersuchungen laienhafte Vorstellungen und was nicht? Hilfreich wäre eine Positionierung.

        • Inga sagt

          Durch diese Maßnahmen wird diese Heteroimmunität hinausgezögert, aber auch die Anzahl der Neuerkrankten und der Toten.
          Warum?
          Weil man erst die Klinikbetten dafür herrichten will und genügend Atemmasken haben will.
          Hätten wir welche, bräuchten wir diese Maßnahmen nicht, denn dann wäre nur Pflicht diese zu benutzen, damit man die Ansteckung eindämmt.
          Das wären dann bequemere Maßnahmen.

          So geht man mit dem Virus um, denn er hat auch sein eigenes Naturgesetz, dass wir einhalten müssen!
          Der kann genau so tyrannisch sein wie Hitler,
          aber unsere Naturwissenschaft weiß damit umzugehen!

    • Inga sagt

      Aber aus dem Vorbild Jesu, sind
      Krankenhäuser, Kinder- und Altenheime udn Koindergärten usw. entstanden, Fingerphilosph.
      Durch die Macht der Kirche war er auch an Regierungen beteiligt!
      Es prägt unsere Kultur.
      Wir hätten sonst eine andere.

      “Und das tun sie auch nicht dem zuliebe, der für sie gestorben ist, sondern um sich selbst zu bespaßen oder zu trösten. Was für ein ungeheuerlicher Egoismus spricht denn aus diesem Verhalten?”
      Bespaßen verstehe ich nicht, aber trösten!

      Ja, die Religion soll trösten.
      Und wer das nicht versteht, der beachtet sie nicht, oder leugnet sie gar!

      Sie dürfen egoistischs ein, denn er ist für sie gestorben. Er hat es ihnen geschenkt,
      Warum sieht er gerne wenn wir Unkraut auf dem Acker haben?

      Der Papst hat sich ja der jetzigen Situation angeasst und auch von Corona gesprochen.
      Er fährt auch im Auto.
      Vielleicht erlaubt er inzischen die Pille!

    • Sabine sagt

      Also, da muss ich echt zwei Mal tief atmen, damit ich nicht im Vorgarten detoniere.
      Könnten wir mal bitte festhalten, dass die “ganz normale Grippewelle” schon ein recht fieser Geselle ist und sie bei uns nur nicht zu dem Monster-Killer wird, der sie sein kann, weil ganze Heerscharen an Medizinern und Biologen … und unser recht luxuriöses Leben das verhindern? Eine ganz “normale Grippe” in einer Hütte in den Slams von Irgendwo zu erwischen und dann ziemlich sicher eine sek. Lungenentzündung zu bekommen, ist ziemlich lebensgefährlich. Dass die Welt bisher bei einer “ganz normalen Grippewelle” nicht angehalten wurde, lag einfach daran, dass bis auf zwei Ausreißer im letzten Jahrhundert, die Bevölkerung im reichen Westen nie wirklich gefährdet war.
      Wir hatten bisher unglaubliches Glück. Wir wussten das es wieder eine große Infektionswelle kommen würde und jetzt ist sie da und Leute sterben und das nicht nur in der Statistik, sondern ganz echt und eben nicht wie bei einer” ganz normalen Grippewelle”. Ich weiß, dass Philosophen echt oft keine Freunde von Zahlen sind, aber selbst dir sollte auffallen, dass über 700 Tote an einem Tag selbst in einer Stadt wie New York oder über 300 Tote in einer Stadt wie Bergamo jetzt nicht ganz der Normalfall ist. Nur weil wir bisher, auch durch die getroffenen Maßnahmen, noch nicht an den Zahlen der Spanischen Grippe sind, heißt das nicht, dass das nicht doch noch kommen kann. Wir sind erst am Anfang der ersten Welle. Die Spanische Grippe hat schätzungsweise 50 Millionen Menschen getötet, nach konservativer Schätzung wohl gemerkt.
      Das muss dich jetzt nicht beunruhigen, wenigstens nicht so lange du noch Luft bekommst.
      Dann finde ich es doch sehr merkwürdig, wer alles Papst ist. Immer wieder erstaunlich. Je weniger die Katechese sitzt, um so päpstlicher werden die Leut. Ganz großes Kino.
      Nur zur Info jede Messe, die alte, die neue, die mit und die ohne Volk ist war immer, ist immer und wird immer das selbe sein und das ganz egal an welchem f…. freudigen Tag auch immer. Sie ist nämlich immer die Re-Präsentation der in der Zeit einmaligen, aber immer währenden Erlösungstat. Bei jeder Messe, auch bei der in Rekortzeit gelesenen Messe zwischen zwei Terminen im Hotelzimmer ohne Volk und mit Reisealtar, bleibt sie das und es ist völlig unerheblich, ob die jemand irgendwie mitfeiert oder ernst nimmt oder sonstwas. Denn diese Tat ist ein Handeln Gottes an uns Menschen aus seiner Gnade heraus und nicht aus unserem – in was auch immer bestehenden – Verdienst heraus. und alleine das der Besuch einer Messe, sowas wie ein sich revanchieren für die Heilstat sein könnte, ist echt der Knaller. Und alleine die Tatsache, dass jemand in unserem Kulturkreis lebt und das nicht weiß, halte ich eher für ein deutliches Zeichen der Marginalisierung des christlichen Glaubens als eine ohne Volk gelesene Karfreitag- oder Ostermesse. Mit anständigen Ketzern konnte man sich wenigstens darüber Streiten, was man denn nun genau unter dieser Re-Präsentation zu verstehen hat, in wiefern man denn jetzt das Messopfer als Wiederholung des Opfers verstehen sollte, und ob und wie denn die Wandlung genau dieses Opfers denn nun geschieden. Aber inzwischen sind selbst Filosofen so weit weg vom Fundament des Abendlands, dass die nicht mals ne zünftige Ketzerei zustande bringen. Das ist jetzt ne echte Enttäuschung für mich. Wirklich. Ich fasse es nicht.

      • Thomas Apfel sagt

        Nicht für alle Menschen ist es gegebene “Tatsache” dass der Mensch nur durch die Erlösungstat eines Messias seine “Sünden” vergeben bekommen kann.
        Nur wenn ich tief in die Auffassungen von der “Gnade Gottes” und ihrer Notwendigkeit verwurzelt bin, sehe ich “den Menschen” als “böse von Jugend an”.
        Die entscheidende Abkehr von der christlichen Dogmatik ist der Schritt, das Leben auf der Erde nicht als Erbsünde und Sünde belastete unzulängliche “Zwischenwelt” zu betrachten nach deren Durchleben einem die “Gnade des ewigen Lebens” in einer dann vollkommenen Welt durch einen Gott, der in den wüsten Verwerfungen der Geschichte der Menschen durch Abwesenheit glänzt, verheißen wird. Ketzerisch und Gefahr für den Bestand der Institution Kirche ist der Satz: “Es muss doch endlich Frieden werden, nicht erst im Himmel, sondern hier auf Erden”, sowie die Ansicht es bedürfe keiner “Erlösung” (die ich teile).

        “Weil also die kirchliche Gewalt ewige Dinge darbietet und nur ausgeübt werden kann durch den Dienst des Wortes, behindert sie die politische Verwaltung nicht; sowenig wie Sangeskunst die politische Verwaltung behindert. Denn die politische Verwaltung hat es mit anderen Dingen zu tun als das Evangelium. Die Obrigkeit schütz nicht die Seelen, sondern die Leiber und leibliche Angelegenheiten gegen offenkundiges Unrecht und regiert die Menschen mit dem Schwert und körperlichen Strafen. Das Evangelium aber schützt die Seelen gegen gottlose Lehren, den Teufel und den ewigen Tod. Darum dürfen die kirchliche und die politische Gewalt nicht vermengt werden……
        Auf solche Weise machen die Unsrigen einen Unterschied zwischen den Pflichten beider Gewalten, fordern aber, jede von beiden zu ehren und anzuerkennen, daß jede Gottes Geschenk und Wohltat ist.”
        (aus Artikel 28 der Konfessio Augustana (Augsburger Bekenntnis) von 1530)

        Mehr Bigotterie und nützliche Verlogenheit geht kaum. So ist die Kirche wie bei der Hexenverfolgung (bei der sie sich sehr wohl auch aktiv beteiligt hat) immer fein raus, ist aber in Wahrheit engstens mit der politischen Verwaltung verbunden. Bis Heute hat die schon 1530 geforderte Trennung von Staat und Kirche nicht stattgefunden. Dass eine solche tatsächliche Trennung von Staat und Kirche nicht das Ende der Christenheit bedeutet, zeigt der geschichtliche Abschnitt von “Kirche im Sozialismus” und eben nicht “Kirche gegen den Sozialismus” (wie es heute von der Kirche gern kolportiert wird) zu DDR Zeiten.

        Es wäre für alle Menschen segensreich, wenn alle Religionen ihre Finger aus den Machtspielen der politischen Verwaltung per Edikt tatsächlich heraushalten müssten. Nur dann kann auch tatsächlich “Jeder nach seiner Fasson” glücklich werden.

        • Sabine sagt

          Thomas, das ist auch völlig in Ordnung. Niemand muss die Lehren irgendeiner Religion ernst nehmen. Nur finde ich in den letzten Jahren gehäuft Leute, die den Untergang des christlichen Abendlandes in irgendeiner Form diagnostizieren, den modernen Hedonismus betrauern und das unter anderem daran festmachen, dass der Bischof von Rom oder irgendwer sonst in der katholischen Kirche nicht mehr jedem Deppen seine Sündenstrafen vorrechnet und die Allgemeinheit mit wüsten Drohungen zum Wohlverhalten drängen.
          Als hätte das jemals wirklich geklappt.
          Dass der Protestantismus am Ende nicht schafft den Menschen in ein politisches und ein religiöses Wesen zu spalten, ist geschenkt. Schließlich waren am Ende die Fürsten die Mini-Päpste ihrer protestantischen Landeskirchen.
          Besonders daneben empfinde ich, wenn Leute, die tatsächlich bis auf die wirklich großen Feiertage nicht im Traum daran denken irgendeine Art von Gottesdienst aufzusuchen, sich jetzt um die Macht der Kirche sorgen. So ein Mist, da will man ein oder zwei Mal im Jahr die große Show mit Glöckchen und Weihrauch und der Pope sagt Nein. Die Messpflicht für das Volk ist seit Wochen aufgehoben, hat bisher aber nur die Hard-Core-Katholiken interessiert, die schon länger mit gestreamten Messen und Festen (man mag es kaum glauben, es gibt noch mehr wie Weihnachten und Ostern) ihr religiöses Leben organisieren.
          Nur weil der Massen-Mess-Tourismus an Ostern ausbleibt, geht die Welt nicht unter und die Kirche schon gar nicht. Dass der Großteil der Bevölkerung von den kirchlichen Lehren wenig Notiz nimmt und Moral eher zu einem Selbstbedienungsbuffet geworden ist, mag nur die stören, denen als Kirchenkritiker bisher mediale Aufmerksamkeiten und Umsätze an im Umfeld der Feiertage sicher waren. Selbst der Spiegel kann dieses Jahr wohl nicht mit der “neusten, wissenschaftlichen Widerlegung des Glaubens” sein Heftchen verkaufen und fragt dieses Jahr, wie man denn in so einer Krise Hoffnung schöpfen könnte. Schade, ich hatte mich so darauf gefreut, mal wieder tiefe Einblicke in die religiöse Verwirrung des investigativen Journalismus zu erhalten. Gibt nichts woran man sich als Sau so schön scheuern kann, wie an einer 2000 Jahre alten Eiche.

          • firedragon sagt

            Guten Morgen Sabine,
            weiß Du, was mich “ankotzt” – Menschen, die jeden Sonntag in die Kirche rennen und unter der Woche ansonsten den “Sauhund” rauslassen und einem das Leben schwer machen.
            Ich gehe weder sonntags, noch an Feiertagen in die Kirche. Ich bin vor und nach der kirchlichen Weihnachtszeit in der Kirche, um beim Stellen und Schmücken der Weihnachtsbäume und deren Abbau zu helfen. Ich habe keine Ahnung, ob die wissen, was ich nicht bin bzw das dann eben geduldet wird. Das “Schrägste” was mir passiert war, der zuständige Bischof (es war irgendein Fest, frag mich nicht welches, wir waren für die Getränke zuständig) hat sich nach dem gemeinsamen Essen bei allen bedankt und sich verabschiedet, mit kurzem Händeschütteln. Meine Hand war als letzte dran, Du, er wollte mir die gar nicht mehr zurück geben und eine Person hat sich vor grinsen verstecken müssen.
            Es kommt darauf an, wie man durchs Leben geht, dass man andere achtet und nicht immer nur seinem eigenen Vorteil hinterherrennt, das Leben ist Werte voll (wertvoll) und keiner hat das Recht, es einem anderen zu nehmen (egal in welcher Form).
            Um dem zu entsprechen bedarf es (für mich) keine, von Menschen gemachten, Gotteshäuser oder Kult/Ritual oder ähnliches.

        • Reinhard Seevers sagt

          Glauben und Kirche sind ja nun zwei unterschiedliche Dinge, die es zu unterscheiden gilt. Die Abgrenzung und das damit gleichzeitig verbundene Zusammengehörigkeitsgefühl einer Glaubensgemeinschaft, in diesem Fall der Christenheit führt und führte immer dazu, dass es ein “wir” und eine “die” gibt und gegeben hat. Mir würde es reichen, wenn die Glaubensgemeinschaften es schaffen, “die” in Ruhe zu lassen, und den Anspruch und die Inanspruchnahme der einzigen “Wahrheit” aufzugeben.
          Dann wäre viel erreicht, und evtl. eine wirkliche Toleranz gegenüber anderen Glaubensrichtungen und Werten geschaffen.
          Die Glaubensgemeinschaft der Christen schafft es ja nicht einmal, innerhalb ihresgleichen Frieden und Anerkennung zu erreichen. Wenn man sich den Streit der christlichen Brüder in Jerusalem anschaut, wo sich sogar Kopten, Orthodoxe, Äthiopier, Katholiken, etc. an die Gurgel gehen, um den Wahrheitsanspruch ihrer Weltsicht durchzusetzen….traurig.

  3. James Taylor sagt

    Hallo Willi,
    das Inne halten, ohne Tempo und Laerm darauf schauen was wird, ist doch sogar sehr passend zu Ostern, schliesslich bedeutet Ostern auf lateinisch albae und gibt einen Hinweis auf die weissen Taufkleider der Neugeborenen. Nur in Deutschland (altdeutsch: Oesteren) und UK (Easter) findet man einen Wortstamm, der vom sonst ueblichen abweicht. Es gibt uebrigens noch eine Gemeinsamkeit zwischen uns: in Deutschland sucht man Eier, wir rollen sie einen Hang hinunter. Es sind aber immer Eier, diesseits und jenseits des Kanals. Was ist noch zu Ostern? Klar, es sind jetzt noch 50 Tage bis Pfingsten, … und bis dahin werden einige Einschraenkungen abgemildert, aber eben nicht abgestellt sein, denn der Tanz mit dem Virus wird mindestens noch zwei Jahre weitergehen.
    Deine Sorgen um die Welt teile ich, denn allein die USA erwarten etwa 40 Millionen Arbeitslose und eine sechsstellige Zahl an Toten, Indien und Afrika, aber auch die dicht besiedelten Regionen Asiens wie Indonesien werden hart getroffen werden, die Weltwirtschaft wird nachhaltig an einem Nachfrageschock leiden, die Preise, insbesondere fuer Lebensmittel werden steigen, und ja, die mittelbar an der Auswirkungen der Pandemie sterbenden Menschen werden die der daran unmittelbar sterbenden um das Mehrfache uebersteigen. Wir erleben einen Umbruch und jeder, der einen Vergleich sucht, sollte sich Il Decamerone (Das Dekameron) von Boccaccio durchlesen. Es spielt zwar 1348, ist aber in seiner Wirkung auf die Gesellschaft (damals war es die Pest) auf heute uebertragbar.
    In Deutschland gibt es fuer Ostern doch auch die Interpretation, dass dieses Fest etwas mit der Morgenroete zu tun hat. Also schauen wir uns an, was der Tag/die Zeit bringt, der/die der Morgenroete folgt. Wenn etwas anders wird, und das wird es, muss es am Ende nicht schlecht sein, nur weil wir noch nicht wissen, was es wird. Am Ende liegt es doch allein in unserer Verantwortung und haengt an unserem Tun, damit es gut wird. Menschen formen diese Welt, das Schlechte an dieser Welt, aber eben auch das Gute an dieser Welt.

    • Mark sagt

      Genau, inne halten ohne Tempo und Lärm drauf schauen was wird, das passt zu Ostern.
      Sich apokalyptische Szenarien ausdenken oder zu verbreiten und daraus jedwede noch so hirnrissige Transformation als alternativlos zu rechtfertigen, ob das zu Ostern passt, wage ich zu bezweifeln.

      • James Taylor sagt

        Hallo Mark,
        unter hirnrissigen Transformationen meinen Sie doch bestimmt die Wiederauferstehung vom Kreuz oder meinen Sie die Neuorganisation des ADAC?
        Ansonsten sind Ihre zwei Saetze gelungene Beispiele transzendenten Schweigens, nein besser stiller Intensitaet. Seit Hurz! hat mich Wortkunst nicht mehr derart gefesselt.

  4. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin,ein sehr aktueller und besonders nachdenklicher Blog heute von Willi. Danke.
    Allen hier ein besinnliches und besonders gesundes Ostern.
    Viele Landwirte in Deutschland richten jetzt besonders öfter ihre Augen gen Himmel.
    Kommt ausgiebig bald Regen oder erleben wir das dritte Trockenjahr hintereinander?

  5. Paulus sagt

    Sorgen mache ich mir eher nicht und ich glaube schon gar nicht daran, dass uns die Apokalypse bevorsteht. Ich bin im Gegenteil fest davon überzeugt, um es ganz einfach mit den Worten unserer Kanzlerin zu sagen: Wir schaffen das!
    Ich denke, das Heraufbeschwören irgendwelcher dunklen Szenarien ist gerade in der jetzigen Situation nicht angebracht. Krisensituationen meistert man nicht mit Schwarzseherei, Jammern oder gar Beten, sondern mit mutigen in die Zukunft gerichteten Entscheidungen. Ist jedenfalls das was ich im Laufe meines Berufslebenslebens als Verantwortlicher gelernt habe.
    Jede Krise birgt auch Chancen. Und wenn Bauer Willi schon die religiöse Seite ins Spiel bringt, gerade im Christentum ist doch von Zuversicht die Rede. Oder sollte ich bei der vollen Dröhnung die ich von der Seite empfangen habe etwas falsch verstanden haben?
    Wenn er darum besorgt ist, dass seine Felder mit Weizen, Zuckerrüben und Raps geplündert werden, scheint er nicht mehr richtig zu ticken. Das meine ich bei aller Freundschaft und Achtung die ihm entgegenbringe ernst.

    Ich kann mich noch daran erinnern als der gute Friedrich hier, dessen Beiträge ich schätze, nach dem Dürresommer von einem gewaltigen Defizit an Brotweizen und nicht vorhandener Logistik sprach. Die Menge entsprach den Ladungen von gerade mal 40 Seeschiffen der Panamax-Klasse die nicht nur in Brake, sondern auch in Rotterdam und Antwerpen schneller umgeschlagen wurden als sie die Großmühlen vermahlen konnten.

    Nein liebe Leute, meine leider unmaßgebliche Osterbotschaft ist völlig eine andere als die von Bauer Willi.

    • Reinhard Seevers sagt

      Paulus, ich glaube, die jeweiligen Einstellung sind auch Altersbedingt…..je näher am Ende, umso apokalyptischer die Weltsicht.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ich persönlich glaube nicht an eine Unterversorgung von Grundnahrungsmittel, Weizen, Zuckerrüben und Raps, was will der Bürger damit anfangen?

      Ob das immer so bleibt, dass man weltweit billige Lebensmittel kaufen kann,wie bisher, glaube ich auch nicht.

      Dass in Selbstbedienungshofläden geklaut wir, ist nichts neues, die wo mit dem Mittelklassewagen vorfahren und 30 cent in die Kasse werfen, un das nicht aus Armut.

      Sollte es aber bei Obst und Gemüse zu einer Unterversorgung kommen, werden sich viele an den Gemüse und Obstplantagen bedienen, selbst wenn die über genug Geld verfügen.

      • Reinhard Seevers sagt

        Zitat Ehemaliger:” Sollte es aber bei Obst und Gemüse zu einer Unterversorgung kommen, werden sich viele an den Gemüse und Obstplantagen bedienen, selbst wenn die über genug Geld verfügen.”

        Nee, da kommen Schilder dran: Vorsicht Lebensgefahr, ist mit Glyphosat behandelt….oder “Vorsicht Gentechnik, denken Sie an ihre Leibesfrucht!” ….da greift dann keiner zu. 🙂

        • Ostbauer sagt

          🙂 stimmt ,das wirkt.
          Hatte mal Erbsen an einer viel befahrenen Straße und dem entsprechend viele “Erntehelfer”. Reden half nicht, also Schild hin. “Mit Pestiziden behandelt”
          Ab sofort war Ruhe.

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Hatte mal einen jungen Kirschbaum, den haben sie mir jedes Jahr abgeräumt.

          Aus lauter Wut habe den Baum mit Gushation und einem anderen Mittel gespritzt, dass die Kirschen richtig verschmiert waren, natürlich ein Schild “Vorsicht Gift” an den Baum gehängt.

          Trotzdem waren die Kirschen weg.

      • Mark sagt

        @Willi

        Die Medien- und Presseleute sind scheinbar zu 100% von Hysterie- und Panikvirus (HPV 20) durchseucht. Auch in dem von Dir verlinkten Aritkel wimmelt es von wenn, falls, vermutlich, Schätzungen etc. pp. Es ist zwar naheliegend, dass in einem Land wie Indien eine Pandemie wesentlich schlimmere Auswirkungen haben kann als in einem “wohlhabenden” Staat wie Deutschland, aber auch hier wird nicht zwingend der worst case eintreten. Daie Auswirkungen auf uns werden sich in Grenzen halten. Welche hirnrissigen Pressemeldungen mittlerweile rausgehauen werden sieht man z.B. hier:
        “So oder so stellt der US-amerikanische Uni-Professor Scott Galloway (55) den Schutz von Fledermäusen infrage, geht noch weiter und spricht sogar eine Begrenzung der Zahl der Säugetiere an. ….“

      • Ferkelhebamme sagt

        Scheint alles weit weg und uns nicht zu betreffen. Doch es wird uns treffen und zwar an einer sehr empfindlichen Stelle: der Medikamentenversorgung, vor allem Antibiotika und Antimykotika. Aber irgendwie scheint das noch niemand auf dem Schirm zu haben. Oder habe ich was verpasst?

    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Wenn Sie als der etwas andere „Mesias“ schon das diesjährige, für alle Christen im Ablauf sehr ungewohnte Osterfest ignorieren -jedem Tierchen sein Pläsierchen- so lassen Sie sich bitte gesagt sein, dass „Mundraub“ längst vor der aktuellen Pandemie-Krisenzeit bereits ein geradezu dreister Freizeitsport von einigen „Wanderern“ in unseren Fluren sehr unschön abbildete; gerade jene, die es am wenigsten nötig gehabt hätten, griffen umso beherzter zu. Und mit Verlaub, wer mich freundlich fragte, dem war ich immer gerne bereit, auch etwas zu schenken. Das sollte gerade jetzt vollkommen anders werden!? – Ja nun, träumen Sie mal ruhig weiter.

      Sofern es Ihnen noch nicht entgangen sein sollte, Covid-19 wütet nicht nur hier bei uns in Europa. Es gibt kaum mehr Länder, die nicht betroffen wären. Hoffen wir also, dass Sie fernerhin nur mit den Fingerchen schnippsen müssen, und Ihre Schiffchen, voll beladen, eilen in Ihre Häfen.

      Und vielleicht, vielleicht nur ganz randständig darum gebeten, betätigen Sie sich zuerst einmal sehr bald als Regenmacher, den wenn das erfrischende Nass von oben für unsere Pflanzen weiterhin so beharrlich ausbleiben sollte, wird‘s sehr eng mit der monumentalen Superernte, die unser DRV noch Mitte März, der IGC oder welche anderen glückseligen Glaskugel-Träumer auch immer, den Verbrauchern euphorisch prophezeien.

      Ihre alten „vergreisten“, ganz im Ostergebet versunkenen Bäuerlein mögen mit ihren derzeitigen Sorgen dahingehend hoffentlich nicht Recht bekommen…!

      Genießen auch Sie Ihre freien Tage bei herrlichem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel in vollen Zügen!

    • Ferkelhebamme sagt

      Paulus, du glaubst garnicht, was diese Gesellschaft für eine Selbstbedienungsmentalität hat. Vllt. nicht gerade für Raps, Weizen und Zuckerrüben, da weiß ja niemand was mit anzufangen, aber die ersten Maisreihen am Fahrradweg sind grundsätzlich geplündert und unsere Sonnenblumen werden dermaßen geräubert, das ist schon dreist! Vorzugsweise von schick gekleideten Damen im nagelneuen Cabriolet, die auch noch pampig werden, wenn man sie auf ihr seltsames Eigentum-Verständnis anspricht.
      Blühende Rapsflächen werden gerne anderweitig mißbraucht: für Insta-Fotoshootings auf blankem Pferderücken im Wallakleidchen, da walzt der fette Haflinger dann auch schon mal einiges platt.

      • firedragon sagt

        Ferkelhebamme,
        das sind schon ärgerliche Dinge, aber Du hast das echt “nett” geschrieben 😀.
        Wir haben vor einigen Tagen, seit ewigen Zeiten mal wieder, Sonnenblumen gesät. Wir werden Schilder aufstellen und auffordern zu “klauen”, gegen Bezahlung – bin mal gespannt, wie ehrlich die Menschen sein werden.
        Hm, vielleicht drücken wir auch noch ein bisschen auf die Tränendrüse, so was wie Bienen und Nahrung oder so….

    • Inga sagt

      “Wenn er darum besorgt ist, dass seine Felder mit Weizen, Zuckerrüben und Raps geplündert werden, ”

      was wollen denn die Leute mit diesen Früchten, denn die kann ein einzelner gar nicht verarbeiten, höchstens verkaufen? Zu Geld machen, wenn die Ware knapp ist, Pulus?

      Die klauen dann eher Kartoffeln, Steckrüben, Obst und Gemüse!
      Vielleicht auch wegen Geld, aber eher um sie in den Kochtopf zu tun.

  6. Friedrich sagt

    Frohe Osterfeiertage an euch Alle hier. — Seit dem 15.3. hatten wir nur einmal 2 mm Regen.
    Schönes Wetter für Urlauber , aber für die Bauern wird es langsam kritisch. Alle sitzen z. Zt.
    im warsten Sinne des Wortes fest. Eine nie dagewesene Situation. Unsere Rüben , am 27.3. und 2.4. gedrillt, kommen aus der Erde. Das Getreide fängt nach den Nachtfrösten sich wieder zu erholen. Heute , die Gerste ist im Stadium 31 , werden wir die Kurzspritz-und Fungidzidspritzung durchführen. Auch die vorhandenen Läuse bekommen was drauf. Der Dünger könnte jetzt für die Wirkung mal 10 mm Regen gebrauchen. Durch die Coronakrise hat man den Hof nur selten verlassen , denn Verwandtschafts-Nachbarschafts- Ehrenamtstermine usw. fallen ja aus. So hat man neben der lfd. Hofarbeit plötzlich Zeit für Dinge , die man sonst lieber verschiebt . Erstmals seit 1986 habe ich keinen Stalldienst über die Ostertage. Der jungen Generation sei Dank.

  7. Altbauer Jochen sagt

    Ja Bauer Willi,
    in deinen Zeilen sprichst du so viele Dinge an
    die den meisten von uns noch ganz ferne liegen.
    Man hat ja eigene Sorgen und muss sich selbst helfen .
    Das ist auch nicht falsch, unser Land kann NOCH vieles mit Geld regeln,
    aber wir sehen wie unsere europäischen Nachbarn um Unterstützung ringen
    und andere Kontinente werden noch mehr leiden und um Hilfe
    rufen. Ich befürchte die Zeit nach Corona wird noch für viele bitter !
    Auf dem Hof brummt es grad zur Zeit und ich unterstütze wo ich kann
    in der Hoffnung das es nach der Bestellung auch wieder eine Ernte gibt.
    Das muss aber für alle Bereiche gelten, nicht nur in der Landwirtschaft
    sonst wird es hart für alle. Vielleicht gewinnen die Menschen etwas an
    Einsicht im Umgang miteinander. Respekt für die “kleinen” Leute
    die unser Land am laufen halten. Ob Systemrelevant oder nicht
    jeder sollte Wertschätzung erfahren wenn er rechtschaffen
    arbeitet.

  8. firedragon sagt

    gefunden:
    Die Henne Maria findet ein Nest mit bunten Eiern, sie setzt sich drauf, um sie auszubrüten.
    Da kommt Gert der Hahn vorbei und sieht sie bunten Eier.
    Er rennt zum Pfau und verhaut ihn.

    In diesem Sinne, es lohnt nicht, sich sich wegen “Eiern” zu prügeln.

    Ich wünsche Euch allen eine schöne Osterzeit, genießt die Ruhe im/mit dem engsten Familienkreis (für den ein oder anderen vielleicht auch mal ganz entspannend 😉 ).

  9. Christian Bothe sagt

    Keine schlechte Präambel von Bauer Willi und einiges Wichtige zur gegenwärtigen Situation wurde geschrieben.Die Trockenheit ist auch in Ostthüringen ein Problem und hoffentlich regnet’s mal.Der Raps kann es gebrauchen,fängt an zu Blühen. Noch etwas Kurioses oder doch nicht? Zum Stichwort “Herdenimmunität” fällt mir immer wieder die Vergangenheit ein. Ich war ja viele Jahre Manager einer 10000er Schweinemastanlage. Im Falle einer Krankheit im Bestand,in diesem Falle war es Dysenterie, sprach er immer davon, das alle Schweine des Bestandes so schnell wie möglich “durchseuchen” sollten, um wieder normal agieren zu können.Das funktionierte,aber der Betriebsschäferhund mußte dran glauben.Da wir Menschen ja viel mit dem Schwein gemeinsam haben,kommt mir das immer in den Sinn,wenn Wissenschaftler von Herdenimmunität sprechen…Ich wünsche allen Bloggern trotz der Widrigkeiten draußen,ein frohes Osterfest!

    • bauerhans sagt

      anekdote am rande:
      dezember 1986 hatte ich massiv Dysenterie durch den assistenten des tierarztes in den stall bekommen.
      der neue,junge tierarzt hatte keinerlei erfahrung damit und meinte,ich solle alle über die flüssigfütterung anstecken,dann behandeln.
      das war ein sehr sehr teurer fehler,es hätte genau andersrum sein müssen!!

      • Christian Bothe sagt

        @bauerhans,hat aber funktioniert, haben dann den Bestand mit Ursomed behandelt und konnten schnell wieder exportieren…

  10. Mark sagt

    Ein kleiner Scherz am Rande:
    Bei einer Quizsendung fragt Günter Jauch: ” Herr Hofreiter, was ist ein Vakuum?” Hofreiter: “Hmmmmmm, ich habs im Kopf, aber ich komm nicht drauf”.

    In diesem Sinne allen ein frohes und gesundes Osterfest!

    • Obstbäuerin sagt

      Da hab ich auch noch einen. Ich komme zum Teich, wo unsere Wasserpumpenanlage steht und einige Bauern bemühen sich, den Fehler zu finden, der sie außer Kraft gesetzt hat. Auf meine Frage, was den los ist, sagt einer: »Das Vakuum ist weg.«
      Das Wetter will uns Ostern für die Entbehrungen entschädigen aber leider hat es den Regen in der Nacht vergessen. Trotzdem wünsche ich allen ein schönes Osterfest.
      Wir dürfen sogar individuelle Osterfeuer (bis 1m hoch) im Garten machen.

  11. Thomas Apfel sagt

    Ein kleines Rätsel.

    “Die weltlichen Werke”

    “Auf dem Felde arbeiten wollen, essen und trinken wollen, einen Freund haben wollen, Kleider haben wollen, ein Haus bauen wollen, ein Weib heiraten wollen, Viehzucht treiben, etwas Tüchtiges lernen in den ehrbaren Berufen; und was sonst Gutes zum gegenwärtigen Leben gehört. Das alles hat ja nicht Bestand ohne die Weltregierung ……………”

    Wer kann den Text zuordnen?

      • Thomas Apfel sagt

        Nix, außer der Erkenntnis, was die evangelischen Stände “gutes Leben” nennen.
        Der Text entstammt dem “Augsburger Bekenntnis” von 1530, dem Leben zugewandt, aber bitte unter der Weltherrschaft der jeweiligen Religion. Passt ganz gut in die heutige widersprüchliche Zeit, denn “gutes Leben” macht auch heute genau diese Dinge aus, denen “der einfache Bürger” gern in Frieden nachgehen möchte, andererseits versucht jeder seiner “Religion” zur Weltherrschaft zu verhelfen.

  12. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Der bewegend innige Wunsch eines Kleinkindes im Gedankenaustausch mit Gott:

    „Lieber Gott, du musst dringend ein Update machen, die Welt hat sich nämlich ein Virus eingefangen.“

    Ja, Kinder sind noch so herzerfrischend grundehrlich, bringen das Wesentliche mit eigenen ungeschminkten Worten sofort auf den Punkt. Daher sollte sich jeder Erwachsene etwas Kindlichkeit auch im Erwachsenenalter bewahren, machte sehr viele von uns empathisch alltagstauglicher im gegenseitigen Für- und Miteinander.

    Beantwortet das, lieber Herr Niemann, Ihre für Sie noch immer im Raum stehende Frage, warum Glaube – Hoffnung – Liebe gerade jetzt so überaus wichtig sind -als Stabilitätsanker quasi für jeden Einzelnen von uns- weil wir uns auch forthin den jeweiligen persönlichen kleinen und großen Herausforderungen stellen sollen/müssen.

    Ein hoffnungsfrohes Ostern euch allen!

    • Reinhard Seevers sagt

      Ich glaube nicht, dass der Spruch aus dem Mund eines Kleinkindes stammt…..eher aus dem eines fundamental religiösen, der schwer Erklärbares einer übersinnlichen Instanz überantwortet.

      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Werter Herr Seevers,

        gerade unsere Kleinsten brauchen von frühester Kindheit an Rituale für ihr Wohlfühlumfeld; ich gestehe unumwunden gerne ein, dass da schon bei unseren Kindern das allabendliche Nachtgebet dazugehörte, oft und gerne auch das ganz freie, wo die Kleinsten herzig offen ihre ganz persönlichen Anliegen ohne Scheu zu formulieren wissen. Auch unsere Tochter genießt diese innigen Kuschelmomente mit unserem Enkelkind jeden Abend vor dem Einschlafen, wenn ihr das möglich ist.

        Da Sie als Ärztin in einer Klinik mittlerweile auch wieder Nachdienste zu leisten hat, übernimmt diese Rolle dann gerne ebenso einfühlsam der Papa. Anfangs war es für unseren kleinen Sonnenschein etwas schwierig zu akzeptieren, dass die Mama, die ansonsten rund um die Uhr vefügbar ist, nachts bisweilen nicht da ist.

        Ein knapp zweijähriges Kind erklärt heute mit der Vernunft, die man von einem solchen Menschlein überhaupt schon erwarten kann, dass er jetzt mit dem Papa alleine schläft, weil die Mama „Leute gesund machen muss“,…zwar oft mit einem Tränchen im Auge, aber er schläft dann mit dem Papa dennoch seelenruhig ein.

        …Ein Beispiel von vielen, werter Herr Seevers, zu wie viel Vernunft schon ein so kleines Kindlein imstande ist, wenn man sich mit ihm intensiv auseinandersetzt und sich dieses in seinem familiären Umfeld geborgen weiß und dieses deshalb auch gerne komplett wissen möchte.

        Nicht von ungefähr kommt die Aussage: „Kindermund tut Wahrheit kund.“ – Kindern fällt im übrigen das Flunkern zunächst einmal schwer, das müssen sie erst „lernen“. 😉

        …Um Ihrer Frage zuvorzukommen, von unserem Enkel kam die obige Aussage nicht u. eine Altersangabe kann ich Ihnen auch nicht mitliefern. – Ihnen, als dem begabten Architekten für alle Fälle, gestehe ich natürlich zu, sich ihr ganz eigenes Seelengerüst um das Osterfest herum errichten zu können; auch da bin ich hoffnungsfroh, dass Ihnen das gelingt.

    • Ferkelhebamme sagt

      Den Kindern gebührt ein besonders Lob finde ich: während sich für uns auf dem Hof am Alltag außer Mehrarbeit nicht allzu viel geändert hat, wurden sie komplett aus ihrem gewohnten Alltag gerissen. Sie treffen ihre Freunde nicht mehr, dürfen nicht mal eben mit dem Fahrrad zu den geliebten Omi und Opi fahren, die Geburtstage, die in diese Zeit fallen, fallen spartanisch ohne Freunde und Familie aus. Sie erledigen erstaunlich gewissenhaft ihre Schulaufgaben und beschweren sich nicht. Ich persönlich genieße diese enge Familienzeit und freue mich, dass wir viel mehr Zeit miteinander haben und das Interesse für die Hof- und Feldarbeit seitens der Mädels steigt. Wenn sie sonst nach einem langen Tag um 16 Uhr aus der Schule kommen, ist da verständlicherweise nicht viel von da. Inzwischen fahren sie besser Trecker als ich und wissen, im Gegensatz zu mir, wofür die ganzen Knöpfe und Bedienteile da sind. Auch wollten wir z.B. immer mal ein Hochbeet bauen, jetzt haben wir es endlich umgesetzt.
      Ich weiß, dass wir hier im Outback gerade ein großes Privileg haben und bin sehr dankbar dafür. Das hilft die Sorgen etwas in den Hintergrund zu drängen.
      Frohe Ostertage mit Glaube (woran auch immer), Hoffnung und Liebe wünsche ich euch allen!

      • Bauer Willi sagt

        So oft, wie wir in den letzten vier Wochen mit vier Generationen (die alle auf dem Hof, aber unter verschiedenen Dächern leben) zusammengesessen und lange erzählt haben, haben wir eigentlich noch nie. Auf einmal haben alle Zeit und ob eine bestimmte Arbeit heute nachmittag oder morgen früh erledigt wird, spielt auf einmal keine Rolle mehr. Und wir haben ja die Uroma noch, und der gilt unsere ganze Vorsicht.

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