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Feldbegang am 6. August 2016

6. August und der erste trockene Tag seit langem. Die Weizenernte geht vielleicht morgen weiter. Daher säen wir heute Zwischenfrucht, in Vorbereitung für die nächste Ernte 2017. Hier kommt Ölrettich in die Erde, der als Fangpflanze für Nematoden dient. Das nennt man biologische Bekämpfung.
Wir machen das in unserem Betrieb seit Jahrzehnten. Wir Bauern haben quasi das „Greening“ erfunden. Lange bevor ein paar superschlaue Politiker auf die Idee gekommen sind…
Und wir werden das auch weiterhin machen, auch wenn die jetzigen Politiker in Rente sind. Oder eine andere Partei mal wieder das Rad neu erfindet. 😉

(Aufrufe 308 gesamt, 1 heute)

12 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Hier in Südhannover steht noch mehr als 50% Weizen auf dem Halm. Auch Rapsfelder sind noch zu sehen. Wir haben am Freitag unseren Raps mit 8,0 – 10,5 % H2O gemäht. Auch 7 ha Weizen sind es bis zum nächsten Regenschauer mit 16,8% H20 noch geworden. Den Raps hatten wir vor der Ernte schon für 36 Euro/dt verkauft. Der Weizen liegt im Hoflager und wird auf 14,5% H2O heruntergetrocknet. Heute , am Sonntag um 19 Uhr hat der Weizen nach 12 mm Regen immer noch 18 % H20 . Wenn es nicht mehr regnet werden wir morgen
    am Montag ab 17% anfangen mit Mähen. Ein Drittel unseres Weizens ist noch nicht reif. Für
    die Feuchtigkeitsbestimmung haben wir zwei Geräte. Eins in der Getreideannahme, wo auch von jedem gemähten Anhänger eine Probe gezogen wird und das zweite Gerät im Auto zur Entscheidungsfindung. Wir messen immer Mittags und Abends , um immer dran zu bleiben. Die Zwischfrüchte drillen wir schon über 40 Jahre. Da wir mulchen , drillen wir immer erst zum Ende August, damit die Zwischenfrucht nicht zu hoch wird.
    In meiner über 40 jährigen Berufstätigkeit habe ich eine solange Weizenernte selten erlebt. Gut , daß wir sehr früh angefangen haben. Alles , was wir jetzt noch mähen müßen , kommt in die Lagerbelüftungstrocknung, sodaß wir ruhig feucht mähen können, um die Qualität zu erhalten. Verkaufen würde ich den Weizen am Liebsten an die Futtermühlen, weil die Brotweizenmühlen , wie die Supermärkte (ALDI, Lidl und Co.) nur Preisdrücker sind. Ansonsten sind die Mittelmeerländer dankbare Abnehmer. Der Export geht dann über Brake oder Hamburg. Habe auch schon per Spedition in den Duisburger Hafen geliefert. Jedes Jahr läuft anders. Da kommt es auf Marktbeobachtung und Handelskontakte an. Eine schlagkräftige LKW-Verladung (max. 40 Minuten) ist Pflicht.

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