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Andreas Kieling erklärt Glyphosat

Andreas Kieling ist eine Person, der man vertraut.
Wir kennen ihn alle aus seinen Wildtier-Beobachtungen und finden ihn sympathisch. In diesem Video erklärt er uns und unseren Mitbürgern den Einsatz von Glyphosat und warum deshalb über diesem Weizenfeld keine Vögel mehr fliegen. Sehr emotionales und ruhiges Video, allerdings mit fachlichen Schwächen. Ob das aber jemanden interessiert?

Wer kommt mit seiner Meinung in der Öffentlichkeit durch? Der, der sympathisch und emotional ist? Oder der nüchterne Wissenschaftler mit seinen Fakten? Wie denkt ihr?

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107 Kommentare

  1. Bauer Willi sagt

    Das Video von Andreas Kieling ist nicht mehr verfügbar. Er hat es entfernen lassen.
    Bauer Willi

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  2. Michael sagt

    Herr Kieling.
    Wenn sie von Landwitschaft keine Ahnung haben,
    Dann sollten sie sich besser informieren.
    Ausserdem, mit einen Kanister für Mororsägensprit ihre Propaganda zu verbreiten ist geradezu lachhaft.
    Da Sie ja anscheinend keinen Sachkundenachweis für Pflanzenschutzmittel haben dürfte es Ihnen recht schwer fallen einen richtigen Glyphosatkanister zu besorgen.
    Aber bei jedem Landhandel können Sie sich die Verarbeitungsanleitung geben lassen, Welche übrigens an jedem einzelnen Kanister angebracht ist.
    Leute wie Sie eröffnen den Menschen nicht den Blick auf die moderne Landwirtschaft, sondern sie schüren eine blinde Hassküche.
    Und des Weiteren sollten sie auch bedenken, dass heutzutage ein Landwirt den Nahrungsbedarf von einer viehlzahl derer decken muss, als noch vor 30 oder 50 Jahren.

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  3. Johannes Zieringer sagt

    Hallo eins muss man feststellen wenn die ganzen Lebensmittel von America importiert werden, wo es niemanden interessiert wie gedüngt und gespritzt wird. Nur kleine Info in America wird nicht wie bei uns mit ganz feinen Düsen und viel T echnik gespritzt da wird teilweise mit dem Flugzeug gespritzt. Des weiteren finde ich es armselig wenn man nicht mal einen richtigen Kanister auftreiben kann.

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  4. Robbie sagt

    Herr Kieling bereist die ganze Welt, ist ein Naturforscher und Globetrotter und spricht in diesem Bericht nicht nur über die deutsche Landwirtschaft sondern generell über die industrielle Landwirtschaft in der Glyphosat auch für die sogenannte Sikkation eingesetzt wird. Aber auch in Deutschland ist das Sprühen von Glyphosat kurz vor der Ernte erlaubt, z.B. bei nasser Witterung und bei Gefahr des Ernteverlusts, die bei der aktuellen Wetterlage und nassen Sommern ja auch immer häufiger auftritt, so dass die Ausnahmen zur Regel werden.

http://www.agrarheute.com/news/spaetanwendung-glyphosat-getreide-regeln

    Und wenn man weiß, dass die deutschen Behörden jedes Jahr 5 Mio. Lebensmittel auf Pestizidrückstände untersuchen, aber nur 1200 davon auf Glyphosat, obwohl es auf 40% der deutschen Äcker eingesetzt wird, ist das Ausmaß von Glyphosat in unseren Lebensmitteln noch gar nicht komplett erfasst, wie in diesem ZDF WISO Bericht erklärt wird:
    Erklärt in diesem ZDF Bericht, ab 4:20:

    http://www.zdf.de/wiso/glyphosat-im-honig-44206590.html

    Und wenn 40% der aktuell 260.000 konventionellen Landwirte Glyphosat einsetzen, welche Behörde soll denn dann jedes Jahr mehrmals die 104.000 Felder kontrollieren?

    Und was die Glyphosatrückstände in unserem Organismus für gefährliche Folgen haben, also bei Schwangeren, Kindern, bei Alten, bei Kranken, bei Allergikern ist noch gar nicht untersucht worden, obwohl Glyphosat schon seit 40 Jahren eingesetzt wird, und obwohl die Studien Alarm schlagen und obwohl die Zahl der Krebserkrankungen und Allergien bei jungen Menschen ständig steigen.

    Denn wenn man den nüchternen Wissenschaftlern mit ihren Fakten glaubt, dann müsste Glyphosat schon längst verboten sein, denn es gibt hunderte internationale Studien von unabhängigen Wissenschaftlern, die die Schädlichkeit von Glyphosat für Mensch, Tier, das Ökosystem, Biodiversität, Bienen etc bewiesen haben.
    Die Interessierten können hier beim Umweltinstitut München eine deutsche Zusammenfassung der zahlreichen Studien auf 12 PDF Seiten einsehen.
http://www.umweltinstitut.org/images/gen/aktionen/Roundup/Studien-Glyphosat.pdf

    Die Experten hingegen können hier gerne auch diese über 750 englischen Originalstudien und Publikationen lesen, die peer-reviewed sind und belegen, dass Glyphosat hormonschädigend ist, wichtige Darmbakterien abtötet bzw. schwächt, die Plazenta bei Ungeborenen durchbricht und es zu Schädigungen von menschlichen und tierischen Föten kommt, massiv in das Ökosystem eingreift… etc.
    http://www.gmofreeusa.org/research/glyphosate/glyphosate-studies/

    Und wenn man weiß, dass allein 3 der 13 Experten vom BfR, die Glyphosat als harmlos einstufen, bei den Glyphosatherstellern BAYER und BASF arbeiten, wie man hier nachlesen kann:


    http://www.bfr.bund.de/de/mitglieder_der_bfr_kommission_fuer_pflanzenschutzmittel_und_ihre_rueckstaende-189320.html

    dann ist das ungefähr so wissenschaftlich objektiv, als ob die Ingenieure von PORSCHE und AUDI den Abgasskandal von VW untersuchen würden.

    Und auch die anderen 10 Glyphosat Experten vom BfR werden ebenfalls direkt oder indirekt von den Chemiekonzernen über Projekte und Aufträge finanziert und sind daher in keiner Weise wissenschaftlich unabhängig, wie schon der SPIEGEL 2012 aufgeklärt hat:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/genfood-lobby-beraet-bundesforschungsinstitute-a-835211.html
    Aber auch die neuen BfR Glyphosat Experten werden ebenfalls von der Industrie bezahlt.


    Und genau diese Interessenskonflikte, sind auch die  Gründe, warum die BfR „Experten“ einfach die Studienergebnisse von 850 der insgesamt 1200 geheimen Studien von Monsanto & Co ohne eigene Überprüfung für ihre Empfehlung übernommen haben, wie der Gentechnik-Experte Harald Ebner von den Grünen hier erklärt: 


    http://de.euronews.com/2016/06/30/mdb-ebner-zu-glyphosat-risiko-der-krebsgefahr/

    

Zudem haben die BfR  Experten Leserbriefe von RoundUp Anwendern und Monsanto Mitarbeitern als “Studien“ ausgewertet haben, wie die Süddeutsche aufgedeckt hat: 


    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kampf-um-glyphosat-wenn-leserbriefe-von-monsanto-als-studien-gelten-1.2570374

    Das ist so wissenschaftlich, wie wenn ich im VW Abgasskandal Kundenbefragungen als Studien vorlege, um zu belegen, dass meine Abgaswerte harmlos sind.

    Und es kommt noch schlimmer, denn gleichzeitig haben diese BfR Experten alle kritischen Glyphosatstudien von unabhängigen Wissenschaftlern aussortiert, wie in diesem Beitrag zusammengefasst:

    
https://www.youtube.com/watch?v=y_fn7IJvhjM

    Dies sind nur drei Gründe warum aktuell sechs europäische Umweltorganisationen gegen das BfR, die Efsa und Monsanto vor dem EU Gerichtshof wegen Fälschung und Vertuschung von Studien verklagen:

    
http://www.ackergifte-nein-danke.de/news/247-anzeige-gegen-monsanto-bfr-efsa.html

    Und das ist auch kein Einzelfall, denn Monsanto macht das schon seit Jahrzehnten erfolgreich in den USA, wo die Experten des amerikanischen BfR Pendants, die U.S. Food and Drug Administration (FDA), ebenfalls lauter Mitarbeiter des Glyphosatherstellers Monsanto sitzen:

    http://www.globalresearch.ca/monsanto-controls-both-the-white-house-and-the-us-congress/5336422
    genauso wie in der wichtigen U.S. Environmental Protection Agency (EPA), die die Pflanzengifte freigegeben muss:
    https://www.metabunk.org/partially-debunked-list-of-monsanto-employees-in-government.t3664/

    Ach so, und wussten die Experten hier, dass bereits 1985 in US Studien ebenfalls belegt wurde, dass Glyphosat krebserregend ist, und von der EPA auch so eingestuft wurde:

    http://sustainablepulse.com/2015/03/26/who-glyphosate-report-ends-thirty-year-cancer-cover-up/#.V4LosFfnKyh

    Und dann hat die EPA 1991, die Gefahr von Glyphosat einfach wieder auf nicht-krebserregend herabgestuft, denn ab da saßen ja mit der neuen konservativen Regierung die Monsanto Mitarbeiter bei der EPA /FDA im Experten Gremium.


    Und wussten sie auch, dass Monsanto eine ganze Abteilung mit PR Mitarbeitern unterhält, die nichts anderes machen, als kritische Wissenschaftler zu diskreditieren, wie dieser hochrangige Monsanto Mitarbeiter 2015 bei einem Vortrag öffentlich bestätigt hat:
http://www.globalresearch.ca/monsanto-has-a-discredit-bureau/5440296

    Und wer die Geschichte von Monsanto kennt, weiß auch, dass der Chemiekonzern mindestens schon 3mal wegen Vertuschung von Studien erfolgreich verklagt wurde, und Strafen in Höhe von über 1 Mrd Dollar bezahlt hat. Im Fall der PCBs, des Rinderhormons Posiliac und bei Agent Orange hatten sie Studien gefälscht, die belegten, wie gefährlich die Produkte für Mensch und Tier sind. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Epstein_(Mediziner)
https://de.wikipedia.org/wiki/Monsanto,_mit_Gift_und_Genen

    Und wer behauptet, dass Glyphosat kein Einfluss auf Insekten hat, sollte mal die Studienlage sichten, was Glyphosat mit Bienen anstellt:
Zum Beispiel in dieser österreichischen Studie:
    https://www.mellifera.de/ueber-uns/presse/mitteilungen/glyphosat-beeintraechtigt-das-orientierungsverhalten-der-bienen.html
oder hier:
http://gmwatch.org/index.php/news/archive/2014/15710-new-study-shows-honeybees-harmed-by-herbicide-used-on-gmo-crops
    Und hier, unter „Honey Bee“ sind weitere 7 Studien, die belegen, wie Glyphosat die Honigbiene schädigt:
    http://www.gmofreeusa.org/research/glyphosate/glyphosate-studies/

    Oder die Experten hier wissen wahrscheinlich auch, warum Wissenschaftler in sämtlichen Organen von missgebildeten und tot geborenen Ferkeln bereits Glyphosat gefunden haben, obwohl die Schweine nie selber gefressen haben? Und warum die Ferkel über die Plazenta ihrer Sau mit Glyphosat kontaminiert wurden, obwohl doch Glyphosat nur in Pflanzen wirkt? 
http://www.ackergifte-nein-danke.de/news/68-glyphosatwerte-in-den-organen/view.html

    Oder die aktuellen Berichte von Förstern von kranken und toten Rehen, Fasanen und Feldhasen in der Nähe von Äckern, die mit Glyphosat behandelt werden:

    https://www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuv/natur/fjw/pdf/wildgesundheit/RWJ_Warum_Rehe_krank_werden_Mai_15.pdf


    Und wenn man von bekannten Halbwertzeiten spricht, die Monsanto als 14 Tage bezeichnet, dann sollte man sich auch mal die aktuellen unabhängigen Studien anschauen: Denn die nicht von Monsanto finanzierten europäischen Feldstudien mit Glyphosat hatten hingegen eine Halbwertzeit auf dem Acker von 1,2 und 197 Tagen, und im Durchschnitt von 32 Tagen gezeigt.

    Und die konventionellen Landwirt, die nicht mehr wissen, wie die Blumen im Weizenfeld eines Bio-Landwirtes aussehen, die zwischen dem Weizen wachsen und blühen, können das hier nachholen.

    http://www.landbrot.de/backstube/bauern/wulkower-hof/2014.html
http://www.glaeserne-meierei.de/presse/pressemitteilungen/
    Und das sieht nicht nur schön natürlich aus, sondern ist auch wichtig für die Biodiversität, denn die Blüten dienen auch als Nahrung für Insekten, die nicht nur Herr Kieling vermisst.

    Also, in Anbetracht dieser Informationen, frage ich mich, was sie mit wissenschaftlichen Fakten meinen, wenn es hier im Grunde um Industrielobbyismus der milliardenschweren Chemiekonzerne geht, die mit Glyphosatprodukten jedes Jahr hunderte Millionen in Deutschland umsetzen. Aber das ist alles nicht neu und auch keine Erfindung aus den USA, denn der Glyphosathersteller BAYER kann ebenfalls auf eine über 100 Jahre lange Tradition von Kartellbildung und Lobbyarbeit in Deutschland zurückblicken.

    Daher frage ich mich, ob wir auf die emotionale und wissenschaftlich belegte Botschaft von Herrn Kiesling hören wollen, und nun die Wende – wie bei der Kernenergie – zu einer nachhaltigen und ökologischen Landwirtschaft einläuten sollen, damit die Verbraucher, unsere Kinder und Enkelkinder, unser Ökosystem und die Landwirte gewinnen, oder sollen wir weiterhin unsere Lebensmittel, unseren Boden, unsere Tiere, unser Wasser mit Chemie bespritzen, damit die Chemiekonzerne auch weiterhin jedes Jahr hunderte Millionen Euro Gewinn machen auf Kosten unserer Gesundheit?

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      • Robbie sagt

        BAYER produziert und verkauft u.a. folgende glyphosathaltige Produkte:
        „Pistol® Total Herbicide“
        das „Bayer Garden Super Strength Glyphosate“,
        den „Bayer Garden Rootkill Weedkiller“,
        das „Bayer Long-Killer Permaclean“ oder auch
        den „BAYER Advanced DuraZone® Weed & Grass Killer“.

        Und BASF stellt u.a. die chemischen Zwischenstoffe MIPA her, die für die Herstellung von Glyphosat, Atrazin und anderen auf Triazin basierenden Herbiziden von den Glyphosatherstellern genutzt werden.

        BASF hat ebenfalls in Zusammenarbeit mit Monsanto das Herbizid RoundUp XTend entwickelt.

        Und das BASF Herbizid Kixor® enthält zwar kein Glyphosat, ist aber für die Anwendung mit Glyphosat optimiert.
        BASF hat auch Patente auf Glyphosat resistente Saaten wie Amezon Pro und profitiert so indirekt von der Glyphosatanwendung.

        Natürlich gibt es bei einem Verbot von Glyphosat immer Wettbewerber, die davon profitieren und bereits Konkurrenzprodukte in der Pipeline haben, wie z.B. Pestizide mit dem Inhaltsstoff Dicamba.

        Aber auch das ist nur eine mediale oder inszenierte Scheinkonkurrenz, denn auch Dicamba haben Monsanto und BASF gemeinsam entwickelt.
        Und auch das von BAYER CropScience entwicklete Konkurrenz „Produkt“ DiFlexx ist ebenfalls „nur“ eine Verbindung aus Dicamba und CSI.

        Ich hoffe, dass mit dem Glyphosat „Skandal” und dem Aufdecken der Lobbyarbeit der Chemiekonzeren in den EU Behörden – wie auch schon bei VW – , ein Umdenken in der Politik, bei den Verbrauchern und bei den Landwirten stattfindet, denn alle Infos die belegen, wie die Chemiekonzerne die Verbraucher betrügen, sind für alle aufgeklärte Menschen frei verfügbar, es muss nun dementsprechend gehandelt werden.

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    • Stadtmensch sagt

      Danke – so siehts aus, wenn man sich bemüht den Dingen auf den Grund zu gehen.
      Ich lese hier ständig nur von irgendwelchen Vergleichen mit Kochsalzlösung…

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    • bauerhans sagt

      „über die industrielle Landwirtschaft“

      das ist ein erfundener begriff,um stimmung zu machen.
      gibts gar nicht!

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    • bauerhans sagt

      „obwohl Glyphosat schon seit 40 Jahren eingesetzt wird“

      werden jetzt plötzlich negative folgen öffentlich publiziert,vorher ist nie etwas aufgefallen,sehr merkwürdig.

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    • Philip sagt

      Respekt! Das sieht mal nicht nach copy/paste aus.

      Ich fange einfach mal oben an 🙂
      „Aber auch in Deutschland ist das Sprühen von Glyphosat kurz vor der Ernte erlaubt, z.B. bei nasser Witterung und bei Gefahr des Ernteverlusts, die bei der aktuellen Wetterlage und nassen Sommern ja auch immer häufiger auftritt, so dass die Ausnahmen zur Regel werden.

“
      Man soll also lieber auf die Ernte verzichten? In Zukunft dann immer häufiger. Na, schönen Dank auch. Es gibt ja auch genug Lebensmittel im Laden…

      Das zweite Argument auch noch:
      „Und wenn man weiß, dass die deutschen Behörden jedes Jahr 5 Mio. Lebensmittel auf Pestizidrückstände untersuchen, aber nur 1200 davon auf Glyphosat, obwohl es auf 40% der deutschen Äcker eingesetzt wird“
      Sie wissen schon, dass Glyphosat verglichen mit anderen Stoffen ein eher günstiges Tox-Profil hat? Vielleicht machen die Behörden auch einfach nur ihren Job richtig indem sie eher auf giftigere Substanzen fokussieren.

      Nur Nr. 3 noch:
      „Und was die Glyphosatrückstände in unserem Organismus für gefährliche Folgen haben, also bei Schwangeren, Kindern, bei Alten, bei Kranken, bei Allergikern ist noch gar nicht untersucht worden, obwohl Glyphosat schon seit 40 Jahren eingesetzt wird, und obwohl die Studien Alarm schlagen“
      Die Studien schlagen Alarm und es ist noch dar nicht untersucht worden. Ok …?
      Sie wollen also Krebs und Allergien Glyphosat anhängen, ernsthaft?
      Hier haben Sie übrigens vergessen die links zu setzen, können Sie das noch nachholen?

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      • Robbie sagt

        Natürlich sollen die Landwirte durch chaotisches Wetter nicht ihre Ernte verlieren. Das Beispiel mit der Sikkation in Deutschland habe ich genannt, weil die Landwirte, die Glyphosat einsetzen, oft behaupten, dass die Sikkation in Deutschland kaum vorkommt und wenn, dann nur im Notfall. Aber dass der Notfall durch die Wetterkapriolen immer häufiger eintritt, wird dabei von den Anwendern verschwiegen.

        Das Beste wäre, wenn die konventionelle Landwirte, genau wie die Bio-Bauern, gar kein Glyphosat mehr einsetzen würden, denn es gibt ja erfolgreiche Alternativen, wie z.B. das Schwaddruschverfahren.

        Und wenn es mehr Bio-Ackerfläche geben würde, könnten auch die Wassermassen bei Unwetter besser versickern und würden nicht mehr so lange auf dem Acker stehen.
        Denn durch Öko-Landwirtschaft wird die Infiltrationskapazität der Böden ja auch stark erhöht:
        https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/themen/wasser/0711_Beitrag_Schnug.pdf

        Aber sie haben ja nach Quellen zum Zusammenhang von Glyphosatrückständen in Lebensmitteln und Allergien gefragt, die sie z.B. hier finden, von der MIT Wissenschaftlerin Stephanie Seneff und Dr Anthony Samsel:
        http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3945755/

        Diese beiden Wissenschaftler waren übrigens auch die ersten unabhängigen Wissenschaftler, die Monsanto erfolgreich auf Veröffentlichung ihrer geheimen Glyphosatstudien beim US Senat verklagt haben. Und auch diese Studien von Monsanto haben gezeigt, dass Glyphosat vermehrt Krebs verursacht:

        http://sustainablepulse.com/2015/11/06/first-review-of-secret-monsanto-studies-shows-glyphosate-cancer-cover-up/#.V6pOuGXnKyg

        http://www.gmwatch.org/news/latest-news/16515-monsanto-s-secret-studies-reveal-glyphosate-link-to-cancer

        Und aufgrund der Manipulation der Studien, die die Krebsgefahr von Glyphosat vertuscht haben, wird Monsanto nun auch in den USA verklagt:


        https://www.levinlaw.com/monsanto-roundup-litigation

        Aber sie haben ja nach den Allergiestudien gefragt:

        Nancy L. Swanson und andere Wissenschaftler haben ebenfalls einen Zusammenhang von steigendem Glyphosatverbrauch und dem Auftreten von Allergien beim Menschen gefunden:

        http://www.organic-systems.org/journal/92/JOS_Volume-9_Number-2_Nov_2014-Swanson-et-al.pdf

        Und wie man aus Studien weiß, z.B. von Dr. Krüger, werden Glyphosatrückstände bei Tier und Mensch über den Darm abgebaut.

        http://www.zivilcourage.ro/pdf/Risiko-Glyphosat.pdf

        Im Darm werden jedoch durch die Glyphosatrückstände wichtige Bakterien geschwächt beziehungsweise getötet, was zu verschiedenen Allergien, also Autoimmunkrankheiten, führt, denn diese beginnen vor allem im Darm, wo Millionen von Bakterien unser Immunsystem stärken oder schwächen.

        
http://www.pnas.org/content/111/36/13145.abstract


        Und vor allem bei Babys, deren Darmflora noch nicht voll ausgeprägt ist.
 Das Erschreckende war ja, wie gesagt, das selbst bei ungeborenen toten und missgebildeten Ferkeln bereits Glyphosat gefunden wurde, da die Föten die Glyphosatrückstände über die Plazenta von der Sau abbekommen haben. Und daher müssen die Folgen von Glyphosatrückständen in Lebensmitteln auf Babys wissenschaftlich untersucht werden.

        Deshalb sind also nicht nur die Studien über den direkten Einfluss von Glyphosat auf Allergien beim Menschen relevant, sondern auch die Studien, die die negativen Folgen von Glyphosat auf die menschlichen Darmflora untersuchen, wie diese hier von der Biologin Prof Jeanne D’Brant

        http://www.americanherbalistsguild.com/sites/default/files/the_shikimate_pathway_gut_flora_and_0.pdf

        Und daher ist es wichtig, dass ein Pflanzengiftstoff, wie Glyphosat, der menschliche und tierische Zellen, Hormone und Bakterien beeinflusst und bereits in den Organen bei einem Großteil der Bevölkerung zu finden ist, und dessen zahlreichen Folgen für Mensch, Natur und Tier noch nicht langfristig und unabhängig untersucht wurde, aus dem Verkehr zu ziehen.

        Und wenn sie glauben, dass ein Stoff „sicher und harmlos ist“ nur weil er schon seit 40 Jahren verkauft ist, schauen sie doch doch mal in die Geschichte von Monsanto:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Monsanto#Juristische_Auseinandersetzungen

        Dann erinnern sie sich vielleicht noch an die krebserregenden Polychlorierte Biphenyle, auch bekannt als PCB, von dem BAYER zwischen 1930-1970 über 160.000 Tonnen produziert und Milliarden Gewinne gemacht hat.

        Dann wissen sie auch, wer für die tausenden Toten, Erkrankten und Berufsunfähigen in den 40 Jahren aufkommen musste und immer noch aufkommen muss? Die Krankenkassen und die Steuerzahler.

        Denn wer zahlt die Milliarden für die Sanierungen der Schulen, Universitäten und Bürogebäude? Der Steuerzahler.

        Und während der eigentliche Erfinder der PCBs, nämlich Monsanto, der zwischen 1930 bis 1980 ca. 1,3 Millionen Tonnen PCB verkauft hatte, in den USA eine Gesamtstrafe in Höhe von 700 Millionen Dollar zahlen musste, weil sie auch schon damals, in den 30er Jahren, Studien zur Gefährlichkeit der PCBs gefälscht hatten.

        
https://de.wikipedia.org/wiki/Monsanto,_mit_Gift_und_Genen

        Und wissen sie, warum BAYER in Deutschland keine Entschädigungen zahlen musste, weil in Deutschland das Vorsorgeprinzip gilt und die Behörden ja die PCBs als harmlos eingestuft hatten – auf Grundlage der Herstellerstudien.

        Ach so, und kennen sie noch Asbest, DDT, Agent Orange und Atrazin.
        Denn Syngenta’s Herbizid Atrazin wurde ebenfalls jahrelang in Deutschland verspritzt, bis es dann in den 90er Jahren aufgrund der Gefährlichkeit für Mensch und Ökosystem eingestellt wurde. Und ja, selbst über 20 Jahre nach dem Verbot ist Atrazin noch in unserem Grundwasser und Oberflächengewässer nachweisbar.

        
http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/mit-diesen-strittigen-methoden-arbeitet-syngenta-620646

        Bei Asbest wusste man schon in den 40er Jahren, dass es Lungenkrebs hervorruft und trotzdem wurde es erst 30 Jahre später, in den 70er Jahren verboten.

        Denn wie sie in meinem ersten Kommentar nachlesen können, bestehen die Verflechtungen der Chemiekonzerne mit den Behörden, die die Stoffe freigeben, seit Jahrzehnten, denn es geht um Milliardenumsätze.

        Und jetzt, mit dem Internet und den Sozialen Medien haben wir, die Verbraucher und Landwirte, endlich die Möglichkeiten, diese Verflechtungen zu durchschauen, denn am Ende muss der Verbraucher die Produkte kaufen. Und im schlimmsten Fall, wie bei Glyphosat und anderen billigen Chemikalien, danach noch die große Rechnung bezahlen, wenn Trinkwasser teuerer wird, Schulen von Asbest und PCB gereinigt werden müssen und wir von den Pestiziden Allergien bekommen.

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      • Philip sagt

        Also das Schwaddruschverfahren ist keine Alternative für Notfallanwendungen mit Glyphosat bezüglich Sikkation.
        Beim Schwaddruschverfahren wird das Getreide im noch unreifen Zustand abgemäht und auf dem Feld zum Trocknen liegengelassen. Sie müssen quasi Wochen vorher wissen, dass ein Notfall eintritt. Zumal unbeständige, regenerische Witterung Gift für dieses Verfahren ist, aus offensichtlichen Gründen. Ausserdem bin ich immer dagegen Glyphosat durch was auch immer für physikalische Methoden zu ersetzen; Zeit und Kostenersparniss will ich hier gar nicht anführen, in ihrem Fall scheinen mir vielleicht der Verzicht auf Öl/Diesel und damit auf (nachgewiesenermaßen) krebserrgende Dieselabgase (sie erwähnten ja VW…) das Schlüsselargument zu sein.

        In punkto Hochwasserschutz ist mir klar, das Felder die z.B. völlig mit Kleegras bedeckt sind im Vergleich zu Maisfeldern Vorteile bei Starkregen haben. Die Tatsache, dass die Biolandwirtschaft mit völlig anderen Fruchtwechseln agieren muss, macht den Vergleich unmöglich. Würden ähnliche Fruchtwechsel in der konventionellen Landwirtschaft gefahren, was man in ihrer verlinkten Studie als Vergleich hätte machen müssen, wäre das Ergebnis bei Starkregen ähnlich.

        Die „Studie“ von Samsell und Seneffe ist ein Review und enthält nicht ein praktisches Laborexperiment. Die Autoren „schlagen vor“, Beweise gibt es nicht.
        Wen interessieren denn heute die Beweise die Monsanto angeblich vor 30-40 Jahren vertuscht haben soll? Heute, mit dem heutigen Wissensstand über Krebs, mit den heutigen modernen Labormethoden muss es doch möglich sein zu beweisen, dass Glyphosat Krebs erzeugt! Solange dies nicht geschieht, ist Glyphosat nicht krebserregend. Und wird es bewiesen, muss es verboten werden. Vorher nicht.

        Oh Mann, Atrazin, DDT, PCB usw usf. Ihnen ist schon klar, das auch in Anwesenheit sämtlicher von Ihnen genannten Stoffe die Weltbevölkerung ständig wächst und die Lebenserwartung ständig steigt (sogar auch noch nach der Einführung von GENTECHNIK!).
        Als es nicht anderes gab als DDT war DDT ein Segen, jawohl obwohl es giftig war und jawohl obwohl es sich in der Nahrungskette anreicherte.
        Sobald es was besseres gab, wurde es verboten. Früher hiess dieses Konzept „Fortschritt“. Glyphosat aufgrund von unbeweisbaren Vermutungen zu verbieten, ist das Gegenteil.

        Ich habe jetzt keine Zeit mehr mir noch ihre Links in punkto Allergie anzuschauen. Ich machs aber noch die nächsten Tage und schreibe dann noch was dazu. Ich habe mal von der Theorie gehört, dass Kinder zu weit weg vom Land aufwachsen und deshalb Allergien entwickeln, weil ihr Immunsystem nichts zu tun hat. Könnte sein… Ich suche Ihnen die Studie mal raus.

        @Stadtmensch, Gruß zurück.
        Stimmt, der/die Robbie ist ein anderes Kaliber als Sie

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        • Stadtmensch sagt

          Mag sein, dass ich ein intellektueller Flachschwimmer bin. Ich käme aber nicht auf den Gedanken, eine bis ins Mark moralisch verrottete Firma und korrumpierte Behörden mit der Idee von Fortschritt zu verteidigen. Was soll das für ein Fortschritt sein, mehr Menschen ein Leben in Krankheit und Siechtum zu ermöglichen und nebenbei noch die Umwelt zu versauen? Auf sowas kommen nur Zyniker, die Menschen wie Versuchsratten betrachten. Eine bestimmte Sorte Wissenschaftler eben. Lesen sie mal „Kampf gegen die Natur“ von Konrad Adam (nein ich bin kein AfD Fan). Dann sehen sie, was alles möglich ist. Oder „Kritik der zynischen Vernunft“ vom ollen Sloterdijk.
          Aberja Eulen nach Athen…

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          • Sabine sagt

            Ups, was issn hier passiert? Also Risiken abwägen ist nie einfach. Was macht man z.B. in den Gegenden wo stechende Insekten tödliche Krankheiten übertragen? Schwierig. Ich möchte nicht in der Haut der Behörden dort stecken und ich kann verstehen, wenn sie die Nebeltrucks durch die Straßen schicken.
            Auf der anderen Seite weiß auch jede Labormaus, dass man im Modell nicht immer alles so darstellen kann, wie es dann am Ende in der Natur auch wirklich abläuft. Auch Tiermodelle haben ihre Tücken. Contergan ist da das Paradebeispiel dafür. Falsches Tiermodell gewählt, tausende Menschen mit schweren Schäden. Trotzdem ist der Contergan Wirkstoff ein Segen für tausende Leprakranke, da das einzige Mittel, was diese Krankheit heilt.
            Wie hoch darf das Risiko also für den einzelnen sein?

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            • Stadtmensch sagt

              >>Risiken abwägen ist nie einfach
              Man könnte damit anfangen, unliebsame Studien nicht zurückzuhalten.
              Oder man könnte die Mittel, die man in die Diskreditierung „unfolgsamer“ Wissenschaftler steckt, den Zielen widmen, denen man sich offiziell verpflichtet fühlt. Alles gut – habe nur meinen alten Kumpel Philip wiedergetroffen…

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          • Philip sagt

            Jetzt kapern Sie mal nicht die interessante Debatte mit Ihrem Stuss:)

            Allerdings, freue ich mich auch Sie wieder zu lesen. Ihr Zitat „mehr Menschen ein Leben in Krankheit und Siechtum zu ermöglichen und nebenbei noch die Umwelt zu versauen“ ist klassisch für Sie. Wollen Sie etwa behaupten früher ging es den Menschen besser als heute?:)

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            • Stadtmensch sagt

              Ich warte immer noch auf ihre Relativierung der genannten Studien, die einen Zusammenhang zwischen Autoimmunkrankheiten, Allergien und sonst. Siechtum und der Verwendung von chem. Pflanzenschutzmitteln nahelegen. Das mit dem Boden und den Ökosystemen ist ja wurscht, denn der moderne Mensch glaubt an den Fortschritt und wird auch dieses Problem lösen. So wie er jetzt Mangan extra auf die Felder kippt, weils die Pflanzen unter natürlichen Bedingungen nicht mehr aufnehmen können. Habe leider keine Zeit, für sie den Kasper zu spielen, an einer ernsthaften Debatte bin ich trotzdem interessiert.

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            • Philip sagt

              Ja, warten Sie darauf, bis Ihnen wieder jemand was vorkaut. Versuchen Sie doch selbst mal was zu verstehen.

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        • Robbie sagt

          „Wen interessieren denn heute die Beweise die Monsanto angeblich vor 30-40 Jahren vertuscht haben soll? Heute, mit dem heutigen Wissensstand über Krebs, mit den heutigen modernen Labormethoden muss es doch möglich sein zu beweisen, dass Glyphosat Krebs erzeugt!”

          Wen das interessiert, dass Monsanto schon seit 80 Jahren seine Studien zu der Gefährlichkeit seiner Produkt fälscht?

          Als Monsanto seine Studien in den 1930er Jahren gefälscht hat, um die Gefährlichkeit von PCB für den Menschen zu verheimlichen und in den 80er Jahren dafür auf Schadensersatz von insgesamt 700 Mio Dollar verklagt wird, interessiert das die Opfer und die Regierung, die für die Sanierungen seit den 80er bis heute und in Zukunft Milliarden bezahlen müssen: 

          http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/pcb-102.html

          Ach so, und zufälligerweise verdiente BAYER nicht nur an der Produktion von PCB sondern wird jetzt auch nochmal mit Steuergeldern dafür bezahlt, um das PCB zu entsorgen, was mich als Steuerzahler interessiert, wenn für die privatwirtschaftlichen Schäden, die Allgemeinnheit aufkommen muss.

          Aber sie fragen sich, was das mit heute zu tun hat? Weil das kein Einzelfall ist, sondern Methode von Monsanto, BAYER und Co:


          Monsanto machte auch Falschaussagen über die Gefährlichkeit der Herbizids Agent Orange, das sie zusammen mit BAYER produziert haben und wovon die US Arme 45 Mio Liter zwischen in den Jahren 1965-1970 auf Vietnam versprüht hat. Monsanto wird angeklagt und zahlt den 2,6 Mio, kranken US Soldaten Schadensersatz in Höhe von 180 Millionen Dollar, während in Vietnam mindestens 150.000 Kinder mit schwersten Behinderungen geboren wurden und immer noch werden – selbst 40 Jahre später noch aufgrund der Agent Orange Rückstände im Boden, Pflanzen und Wasser.

          Aber auch die anderen Millionen vietnamesischen Opfer werden von einen US Gericht nicht anerkannt, da das US Militär keinen chemischen Krieg gegen Menschen geführt hat, wie die US Richter sagen, sondern nur ein Herbizid genutzt hat, um den Regenwald zu entlauben.

          
http://www.welt.de/vermischtes/article139913254/Agent-Orange-Bis-heute-eine-toedliche-Waffe.html

          Hier gibt es die ganze Agent Orange Dokumentation, für die Menschen, die das interessiert wenn Chemiekonzerne Falschaussagen über ihre Produkte machen.

          http://www.agentorange-vietnam.org

          Monsanto vertuscht in seinen geheimen Studien die Gefahren Rinderwachstumshormons Posilac (rBGH) wie der US Umweltmediziner Samuel Epstein 1989 aufdecken konnte: https://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Epstein_(Mediziner)
          Das interessierte zum Beispiel die Milchbauern und ihre kranken und toten Rinder.

          
http://www.ejnet.org/bgh/nogood.html

          In den 80er Jahren belegen US Studien, dass Glyphosat krebserregend ist, und Glyphosat wird daraufhin von der FDA / EPA als krebserregend eingestuft. Bis es dann wieder als nicht-krebserregend eingestuft wurde, als die Monsanto Mitarbeiter in der Regierungsbehörde, die zur Lebensmittelsicherheit von 300 US Mio Bürgern zuständig ist, eingesetzt wurden.


          http://www.globalresearch.ca/monsanto-controls-both-the-white-house-and-the-us-congress/5336422

          Monsanto wird 2016 von den US Anwälten wegen Fälschung von Glyphosat Studien angeklagt, die die Wissenschaftler Samel und Seneff aufgrund der Klage über den US Senat nach dem Monsanto die geheimen Studien und Rohdaten offenlegen mussten.

          Monsanto fälscht sein 80 Jahren in regelmäßigen Abständen Studien, um die Gefährlichkeit ihrer Produkte zu verharmlosen und wird in den USA auch dafür verklagt. Denn dort zählt das Nachsorgeprinzip, das heißt, dass Pflanzengifte so lange angewendet werden dürfen, bis sie als giftig eingestuft werden, so dass der Verbraucher zum Versuchskaninchen wird. D.h. wenn etwas passiert, müssen die Firmen auch Milliarden Strafen zahlen, wie bei Monsanto.

          In der EU haben wir das Vorsorgeprinzip, d.h. wenn die Behörden auf Grundlage der geheimen Studien der Hersteller, die, wie bei Monsanto, nicht von anderen Wissenschaftlern eingesehen werden dürfen, sagen, dass das Herbizid harmlos ist, müssen die Hersteller selbst Jahrzehnte später kein Schadensersatz bezahlen. So wie BAYER nicht für die Schäden durch die PCBs aufkommen muss, mit denen sie 40 Jahre lang Milliarden verdient haben, während Monsanto insgesamt 700 Mio Dollar Wiedergutmachung bezahlen musste.

          „Atrazin, DDT, PCB usw usf. Ihnen ist schon klar, das auch in Anwesenheit sämtlicher von Ihnen genannten Stoffe die Weltbevölkerung ständig wächst und die Lebenserwartung ständig steigt“

          Als es nicht anderes gab als DDT war DDT ein Segen, jawohl obwohl es giftig war und jawohl obwohl es sich in der Nahrungskette anreicherte.

          Bei solchen Aussagen, brauchen sich die Bauern nicht über ihr schlechtes Image in der Öffentlichkeit zu wundern, wenn sie die chemischen Pflanzengifte als Segen bezeichnen, die sich nun in unserem Körper, Nahrungskette und Ökosystem ablagern und ein gefährliches Erbe für unsere Kinder und Enkelkinder sind.
          Und wenn sie solche Behauptungen anstellen, sollten sie auch wissen, dass die ältesten und gesündesten Menschen in ländlichen Regionen wie Italien, Japan oder Ecuador leben, in denen keine Pestizide oder chemische Zusatzstoffe eingesetzt werden.

          http://www.wissen.de/video/lang-lebe-italien-campodimele-das-dorf-der-100jaehrigen

          Denn BAYER, MONSANTO und Co haben nichts mit Landwirtschaft oder Lebensmitteln zu tun, denn sie sind gewinnmaximierende chemische Unternehmen, die KEIN Interesse daran haben, dass wir gesund bleiben oder natürliche Lebensmittel zu uns nehmen. Denn wenn der Mensch gesund bleibt, können die Chemiekonzerne ihre Nahrungsergänzungsmittel, Allergie-, Krebs- und Diabetes-Medikamente nicht verkaufen. Und wenn wir alle nur noch Bio kaufen, können BAYER, MONSANTO und Co kein Umsatz mehr mit ihren chemischen Pestiziden machen.
          D.h. das Geschäftsmodel von Monsanto, BAYER und Co beruht darauf, dass die Menschen ungesund leben, denn BAYER macht Milliardengewinne allein mit Anti-Allergie, Krebs und Diabetes Produkten.

          Jeder aufgeklärte Bürger kann sich die Geschichte von BAYER mal anschauen, denn schon vor 100 Jahren hat Friedrich Bayer von den US Amerikanern gelernt, wie man in Deutschland und Europa mit Industriekartellen die Preise für Medikamente und chemische Substanzen künstlich hochhält. Und der Interessierte lernt auch hier, wie BAYER und andere Chemiekonzerne mit Industrielobbyismus bei Ärzten, einen milliardenschweren Bedarf an Nahrungsergänzungsmitteln künstlich und mit Bestechung und PR entwickelt haben.
          Nachzuschauen, in dieser BAYER Doku oder in dieser ARD Reportage:


          https://www.youtube.com/watch?v=kLoZ1ruCy-c

          „Sobald es was besseres gab, wurde es verboten. Früher hiess dieses Konzept „Fortschritt“. Glyphosat aufgrund von unbeweisbaren Vermutungen zu verbieten, ist das Gegenteil.“

          Giftstoffe werden verboten, wenn sich die Wissenschaft einig ist, dass es schädigend ist. Wie wir bei dem Tabak, bei den Aspartam, beim Klimawandel … etc immer wieder erleben können, ist das keine wissenschaftliche Debatte, sondern Industrielobbyismus, da zu viele Wissenschaftler von der Industrie finanziert werden. Und jeder wissenschaftliche Zweifel nur zur Forderung einer neuen Studie führt, die den Konzernen weitere profitable Jahre gibt, um ihre Produkte mit Milliardengewinnen zu verkaufen.

          Und was sie als Fortschritt bezeichnen ist in Wirklichkeit unwissenschaftlich und kriminelle Vertuschung von wissenschaftlichen Erkenntnissen, so wie die „sauberen Diesel“ von VW und Co ein Lüge der Autolobby ist. Und das ist genau das Gegenteil von fortschrittlich, nämlich innovationsfeindlich, wie man bei TESLA sieht, die nämlich mit ihren Innovationen und einem lächerlichen Budget von 3-4 Mrd Dollar den etablierten milliardenschweren Marken, wie BMW, Mercedes, AUDI und VW zeigen wie mobiler und nachhaltiger Fortschritt geht.

          Es ist auch kein Fortschritt wenn man Kernenergie erfindet, und den radioaktiven Müll dann in unsere Meere kippt, wo die Energiekosten einfach verlagert werden.

          Es ist auch kein Fortschritt, wenn man wie die RAG jahrzehntelang Milliarden mit Kohle verdient, und dann ihre 600.000 Tonnen Dioxinabfälle in den Bergbauschächten verrotten lasse, wo sie auch noch in den nächsten hundert Jahren das Grundwasser verseuchen.

          Und es ist auch kein Fortschritt, wenn laut Sigmar Gabriel die „modernsten“ Kohlekraftwerke Europas, jährlich 4 Tonnen Quecksilber über Deutschland regnen lassen, so dass sich das Quecksilber schon in Babygehirnen nachweisen lässt, und es dort zu verzögerten Entwicklung kommt und zu anderen irreversiblen gesundheitsschädlichen Effekten.
          Solaranlagen sind fortschrittlich, und dort kann auch noch viel Fortschritt betrieben werden, um sie effizienter zu machen und nachhaltiger herzustellen.

          Aber zurück zu Landwirtschaft: Denn es ist auch nicht fortschrittlich, wenn in Deutschland nur noch 5 Apfelsorten 80% des Verbrauchs ausmachen, und die Sorten sogar teilweise aus Neuseeland importiert werden müssen, während die über 800 Sorten in Deutschland aussterben.

          Es ist innovativ, wenn man die über 3000 Tomatensorten, die in der ARCHE in Österreich als Samen gelagert werden, wieder kultivieren würde, und die Landwirte diese wieder handwerklich kennenlernen.

          Es ist innovationsfeindlich wenn man die 5 Retorten-Tomatensorten, die es momentan hauptsächlich in Deutschland zu kaufen gibt mit Pestiziden vollspritzt und mit Monsanto darum kämpft, dass sie endlich ihre patentierte und genetisch veränderte Tomate in der EU anbauen dürfen, um den Landwirten jedes Jahr neue Patentjäger auf den Hals zu hetzten, um das Geld für Samen vom letzten Jahr, die die Bauern weiter nutzen wollen erneut einzutreiben.
          Denn die patentierte Tomate und alle ihre Nachfahren sind ja Eigentum der GMO Hersteller sind.
          Und wenn es die Umweltaktivisten nicht gäbe, wären schon viel mehr privatisierte Nutzungsrechte von Pflanzen in der Hand von 3-5 Chemiekonzernen.


          http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/patent-auf-tomaten-100.html

          „Ich habe mal von der Theorie gehört, dass Kinder zu weit weg vom Land aufwachsen und deshalb Allergien entwickeln, weil ihr Immunsystem nichts zu tun hat“
          Ja natürlich auch, wie oben erklärt, ist der Darm wichtiger Teil unseres Immunsystems und wenn der Darm, vor allem bei Kindern oder Babys, gestört oder geschwächt ist oder nicht genügend mit ‘Natur’ stimuliert wird, kann sich das Immunsystem nicht richtig ausbilden und der Mensch entwickelt immer mehr Allergien gegen Gräser, gegen Tierhaare und gegen Nahrungsmittel.
Und wie ebenfalls oben zitiert, stört das Glyphosat auch unsere Darmbakterien!
          Denn Natur, sowohl der Mensch als auch das Ökosystem, ist ein komplexes System, das sich lange selbst regulieren kann, aber sobald ein Faktor zu viel ausfällt, fällt das ganze System zusammen und wird krank oder stirbt. Denn nicht alle Kettenraucher bekommen Krebs, nicht alle Stadtmenschen Heuallergie, nicht alle Glyphosatkonsumenten entwickeln Tumore oder Allergien, trotzdem ist das weder ein Freispruch für Zigaretten, Sonnenbrand noch für Glyphosat.

          Und jeder Giftmischer, egal ob Monsanto, Syngenta, Dow Chemical, BASF oder BASF schieben, wie beim Tabak, den Schwarzen Peter den anderen 150 Pestiziden zu, denn so gewinnen die Konzerne wieder ein wichtiges Jahr in dem sie hunderte Millionen mit den Giftstoffen verdienen können.
Ganz einfach und nachhaltig, aber nur für die Industrie.

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          • Bauer Willi sagt

            Lieber Robbie
            bitte die Spielregeln bezüglich Länge und Anzahl der Links beachten. Wir löschen nur ungern Kommentare. Dieser Kommentar geht noch durch, aber bitte in Zukunft kürzer fassen. Danke.
            Bauer Willi

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    • Friedrich K. sagt

      Hallo Robbie,
      da hast du dir aber richtig viel Mühe gegeben. So viele Links zu Quellen, die deine Meinung bestätigen sollen. Leider bist du in die selbe Falle getappt, wie AfDler oder andere Verschwörungstheoretiker:
      Du beziehst dich auf Quellen, die ich nicht unbedingt als die glaubwürdigsten einstufen würde: Viele sind von NGOs, und diese haben ein wirtschaftliches Eigeninteresse (natürlich genauso wie Monsanto) und betreiben Panikmache, um laufend Spenden zu generieren.
      Und leider sind die Medienbeiträge, die du aufführst sehr einseitig recherchiert und entsprechen nicht der geforderten journalistischen Sorgfaltspflicht. Aus NGO-Quellen und Pressebeiträgen entstehen dann selbstreferenzierende „Quellen“, die leider nicht immer die ganze Wahrheit beschreiben.

      Und warum sprichst du Mitarbeitern des BfR die Glaubwürdigkeit ab? Das BfR wurde durch Renate Künast gegründet, und auch sie hatte damals eingesehen, dass manche Fachleute nun mal nicht nur in der staatlichen Forschung, sondern auch in der Industrie zu finden sind. Warum diskreditierst du diese Menschen? Nur wer nicht mehr mit Sachargumenten kommen kann, greift die Glaubwürdigkeit von Personen an. Das ist schäbig!

      Sicherlich gibt es noch viel zu forschen, um mehr über viele Zusammenhänge in der Natur zu lernen. Auch ich sehe bei Glyphosat Forschungsbedarf – aber kein Grund zur Hexenjagd. Denn was die Kampagne der GRÜNEN gegen Glyphosat den Bauernfamilien angetan hat (auch Kinder werden in der Schule gemobbt!) schlägt dem Fass den Boden aus: Hier haben Moralisten sich verhalten wie Extremisten, denen kein Menschenleben heilig ist. Und immer die Begründung: „Wir meinen es doch nur gut! – Wir sind ja die Guten!“
      Gut gemeint ist ja oft das Gegenteil von gut gemacht.

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      • Robbie sagt

        „Du beziehst dich auf Quellen, die ich nicht unbedingt als die glaubwürdigsten einstufen würde: Viele sind von NGOs, und diese haben ein wirtschaftliches Eigeninteresse (natürlich genauso wie Monsanto) und betreiben Panikmache, um laufend Spenden zu generieren.“

        Wenn sie meinen, dass einige meiner Quellen zu NGO mäßig sind, können sie diese Informationen auch alternativ, auf nicht-NGO Quellen lesen, wie dem FOCUS:

        http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/vorbeugung/geheime-studien-aufgetaucht-us-forscher-erzwingen-herausgabe-geheimer-studien_id_5140118.html

        Die Studienergebnisse von Frau Dr Krüger von der Universität Leipzig können sie auch beim Umweltministerium des Landes Niedersachens nachlesen:


        http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:VtBWZIn7yqEJ:www.umwelt.niedersachsen.de/download/100387+&cd=14&hl=de&ct=clnk&gl=de&client=safari

        Dann hoffe ich mal, dass ihnen diese Quellen besser gefallen, als die von den NGOs.
        „warum sprichst du Mitarbeitern des BfR die Glaubwürdigkeit ab“

        Ich belege alle meine Aussagen und kann das in diesem Fall auch nochmal gerne ausführlicher machen:
        3 der 13 Experten in der BfR Kommission arbeiten für die Glyphosathproduzenten, BAYER und BASF, wie man auf der BfR Seite sehen kann:

        http://www.bfr.bund.de/de/mitglieder_der_bfr_kommission_fuer_pflanzenschutzmittel_und_ihre_rueckstaende-189320.html

        Das ist so vertrauensvoll, als ob die Ingenieure von AUDI und PORSCHE den VW Abgasskandal aufklären würden.

        Und auch die anderen 10 Mitglieder der Kommission werden von den Glyphosatherstellern über Aufträge, Kooperationen und Spenden indirekt finanziert.

        Fangen wir mit Dr. Martin Hommes und Dirk Rautmann an, die für das deutsche Julius Kühn-Institut (JKI) arbeiten. Dieses Institut kooperiert wiederum mit Bayer CropScience, Syngenta, Monsanto, BASF und Co, die auch die Projekte finanzieren:

        
Syngenta: http://www.jki.bund.de/index.php?id=1075&q=Syngenta


        BASF: http://www.jki.bund.de/index.php?id=1075&q=BASF
Monsanto: http://www.jki.bund.de/index.php?id=1075&q=Monsanto
        Bayer Cropscience: http://www.jki.bund.de/index.php?id=1075&q=Bayer%20cropscience

        Das BfR Kommissionsmitglied Dr. Michael Klein arbeitet für das deutsche Fraunhofer-Institut. Und im wissenschaftlichen Beirat des Frauenhofer Institutes sitzen Dr. Gerhard Görlitz von Bayer CropScience, Dr. Harald Seulberger von BASF und Dr. Terry Clark von Syngenta – alle drei verdienen jedes Jahr Millionen Euro mit Glyphosatprodukten.

        
http://www.ime.fraunhofer.de/content/dam/ime/de/documents/Publikationen/Fraunhofer_IME_Jahresbericht_2013_2014.pdf

        Und auch Monsanto ist im Fraunhofer-Institut aktiv, denn Dr. Carl Bulich, vertritt dort die industriellen Interessen des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter e. V., deren zahlende Mitglieder: Monsanto, Bayer, Syngenta und Co sind:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesverband_Deutscher_Pflanzenzüchter

        Der BfR Experte Jochen Riehle arbeitet für Eurofins Dr. Specht Laboratorien GmbH, in
        Hamburg, die z.B. von Syngenta und BAYER beauftragt wurden zu beweisen, dass ihre Neonicotinoide gar nicht giftig sind für die Honigbienen, obwohl alle anderen Studien dies belegen

        http://corporateeurope.org/agribusiness/2013/04/pesticides-against-pollinators

        
https://www.ceh.ac.uk/sites/default/files/Site%20Selection%20Criteria%20Neonicotinoid%20Field%20Trial.pdf

        
Auch das ist nicht verwunderlich, denn der Direktor des Eurofins Dr. Specht Laboratorien GmbH ist Dr. Marco Candolfi, der vorher bei Syngenta and BASF gearbeitet hat:

        http://www.eurofins.com/agroscience-services/about-us/latest-news/new-md-bu-head-for-ecotoxicology-eas-germany/


        Das heißt, dass 7 der 13 Experten der BfR Glyphosat Kommission von den Glyphosat Produzenten finanziert werden.
        Dann gibt es noch den Dr. Albert Bergmann, der für die österreichische Agentur für Lebensmittlesicherheit, AGES, arbeitet, die u.a. von BAYER und Syngenta 100.000€ erhalten haben, um eine Studie zu erstellen, die beweisen sollte, dass die Neonicotinoide für Bienen nicht giftig sind.

        
http://www.neopresse.com/umwelt/bienensterben-syngenta-zahlt-unbedenklichkeits-studien-selbst/
        was aber bereits zahlreiche andere Studien bewiesen hatten.

        https://www.mellifera.de/blog/mellifera-blog/effekte-neonicotinoide-solitaerbienen-honigbienen-freiland.html

        
Und wie jeder hier beim Österreichischen Rundfunk nachlesen kann, hatte die Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖ), den Imkern sogar Schweigegeld angeboten, wenn sie in der Öffentlichkeit nicht über das Bienensterben aufgrund der Neonicotinoide sprechen:


        http://www.orf.at/stories/2182223/2181992/


        Ein weiterer Experte ist der Schweizer, Dr. Jürg Zarn, der für das BfR arbeitet und gleichzeitig in der FAO/WHO Expertengruppe, um die Ergebnisse des BfR, die er selbst erstellt hat, zu überprüfen.

        Dr Jürg Zarn hat auch schon oft mit dem Briten Alan Boobis, für das Schweizer Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) gearbeitet, die ebenfalls für ihre industriefreundlichen Entscheidungen öffentlich angeklagt
        wurden.
        
http://www.infosperber.ch/Umwelt/Gewasserschutz
        https://www.schweizerbauer.ch/pflanzen/forschung/kritik-an-gentech-fachtagung-29263.html

        Daher ist es auch kein Wunder, dass die BfR Experten Kommission einfach die Ergebnisse von 850 geheimen Studienergebnisse der Glyphosathersteller, also Mosanto und Co, übernommen haben, ohne sie selber zu prüfen.


        http://de.euronews.com/2016/06/30/mdb-ebner-zu-glyphosat-risiko-der-krebsgefahr/

        Zudem hat das BfR Leserbriefe von Glyphosatanwendern als Studien ausgewertet:

        http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kampf-um-glyphosat-wenn-leserbriefe-von-monsanto-als-studien-gelten-1.2570374

        Das ist so, als ob VW Leserbriefe von Autofahrern als Beweise dafür vorlegen würde, dass ihre Abgaswerte total harmlos für die Umwelt und die Menschen sind.


        Und falls sie noch einen Grund brauchen, warum ich dem BfR nicht vertraue, ist, dass seit 2013 einen EU Gerichtsbeschluss gibt, aufgrund einer Klage von Greenpeace, der besagt, dass Monsanto im Fall von Glyphosat seine Studien offenlegen muss, und dass Geschäftsgeheimnisse nicht über der Gesundheit von 600 Mio. EU Bürgern stehen dürfen:

        
http://curia.europa.eu/juris/liste.jsf?num=T-545/11

        
Und das BfR, das wie gesagt von Frau Künast zum Schutz der Bürger initiiert wurde, fordert nicht die Offenlegung der Studien, sondern im Gegenteil, es verteidigt Monsanto auch noch, dass sie ein Recht darauf hätten, ihre Studien geheim zu halten.

        Und wenn der Präsident des BfR Prof Dr Hensel die Gefährlichkeit von Glyphosat mit Salz vergleicht, sollte er eigentlich wissen, dass Monsanto bereits in 1996 für diesen Vergleich von einer US Behörde in New York verklagt wurde und diese Falschaussage, wie zahlreiche andere verharmlosenden Aussagen über Glyphosat, nicht mehr tätigen darf.

        http://big.assets.huffingtonpost.com/fraud.pdf

        Aber selbst 20 Jahre später wiederholt BfR Präsident Prof Dr Hensel diese PR Lügen von Monsanto, was ebenso gefährlich wie dumm ist.

        Und ich bin nicht alleine mit meiner Meinung, sondern auch diese 96 Wissenschaftler haben in einem offenen Brief an die WHO dem BfR vorgeworfen Studien falsch und intransparent beurteilt zu haben:

        http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2015-11/glyphosat-pflanzenschutzmittel-krebs-risiko

        Und das sind nur einige Gründe warum 6 Umweltorganisationen momentan das BfR, die Efsa und Monsanto vor dem EU Gericht, u.a. wegen Fälschung von Studien, verklagen:


        http://www.ackergifte-nein-danke.de/news/247-anzeige-gegen-monsanto-bfr-efsa.html

        „Sicherlich gibt es noch viel zu forschen, um mehr über viele Zusammenhänge in der Natur zu lernen. Auch ich sehe bei Glyphosat Forschungsbedarf – aber kein Grund zur Hexenjagd. Denn was die Kampagne der GRÜNEN gegen Glyphosat den Bauernfamilien angetan hat (auch Kinder werden in der Schule gemobbt!)“

        Wenn sie glauben, dass es bei Glyphosat und den über 70 auf dem Markt befindlichen Glyphosatrezepturen mit dutzenden weiteren geheimen Zusatzstoffen noch Forschungsbedarf gibt, lesen sie einfach mal diese bereits veröffentlichten wissenschaftlichen 750 Publikationen, die die Gefährlichkeit von dem reinen Stoff Glyhosat auf Mensch und Ökosystem belegen.

        http://www.gmofreeusa.org/research/glyphosate/glyphosate-studies/

        Und da in der EU das Vorsorgeprinzip gilt, muss Glyphosat in der EU verboten werden, bis die in der EU zugelassenen Rezepturen und ihre Wechselwirkungen untersucht wurden.

        Es tut mir Leid, wenn Kinder in Schulen gemobbt werden, und die Kinder für die Taten ihrer Eltern zur Rechenschaft gezogen werden.

        Leider übernehmen die Landwirte mit ihren Pestiziden aber auch keine Rücksicht auf die Gesundheit der Verbraucher oder die beschädigten Öko Felder der Nachbarn, sondern lassen sich von Chemiekonzernen auf Ausflügen und in Workshops kostenlos unterhalten und verblenden, damit sie weiterhin ihr Gift auf unsere Lebensmittel und in unsere Natur versprühen. Dazu lassen sich die Landwirte noch von dem Preisdruck der Discounter ausbeuten, statt den aufrechten Weg vieler Bio-Landwirte zu gehen, wieder hochwertige gesunde Lebensmittel zu produzieren, die direkt und fair vermarktet werden.

        Denn wie gesagt, mit ihren Anbaumethoden, die auf den Einsatz der Chemieindustrie setzten, schaden sie langfristig sich, den Verbrauchern und der Umwelt – nur die Chemiekonzerne verdienen jedes Jahr Milliarden damit.

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  5. Sabine sagt

    Okay und jetzt bitte mal ein Erklärbär-Video in dem die Fakten stimmen.
    So nur zum Vergleich für mich.

    0
    • Stadtmensch sagt

      Das hier hatte ich ja schonmal rumgeschickt:
      http://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2010/Mertens.pdf
      Kommentar war: Kritischer Agrarbericht ist kritisch zu lesen 😉
      Für mich sind es jedenfalls eindeutige Indizien, dass Chemie bei Freilandkulturen immer mit unkalkulierbaren Langzeitwirkungen einher geht (Humusverlust durch Störung des Bodenlebens). Solange mich niemand vom Gegenteil überzeugt, bleibe ich dabei. Überreden\beschwichtigen lasse ich mich nicht so gern, obwohl ich aber eigentlich auch nichts zu melden habe…

      Glyphosat kann länger als erwartet im Boden verbleiben
      und in Gewässer gelangen.
      Die Stickstoffbindung bei Leguminosen wird behindert
      wie auch die Aufnahme von Mikronährstoffen durch
      Pflanzen.
      Pathogene Pilze wie beispielsweise Fusarien werden hin-
      gegen gefördert, was zu vermehrten Pilzkrankheiten
      führt, zumal gleichzeitig die Abwehrkraft der Pflanzen
      geschwächt wird. Nützliche Pilze können beeinträchtigt
      werden.
      Da Glyphosat auch über den Boden auf andere Pflanzen
      übergehen kann, werden deren Gesundheit und Ertrags-
      stärke negativ beeinflusst.
      Es gibt Hinweise darauf, dass Roundup toxischer sein
      kann als der Wirkstoff Glyphosat allein; Tests, die nur mit
      Glyphosat durchgeführt werden, erbringen in diesem Fall
      geschönte Angaben über die Toxizität des Herbizids.

      …rasch in die Wurzeln gelangt und an-
      schließend in die Rhizosphäre abgegeben wird. Hier
      wird es offenbar ausreichend lange stabilisiert, um eine
      indirekte Wirkung auf benachbarte Nichtziel-Pflanzen
      ausüben zu können,…Berichte
      über Probleme mit der Gesundheit und Produktivität
      von Dauerkulturen (z. B. im Obstbau) nach langjähriger
      Anwendung von Glyphosat bestätigen dies

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      • Sabine sagt

        Danke, mein etwas unformulierter Ansatz war, dass man solche Videos auch anders herum in Szene setzen kann.
        Es ist fast schade, dass hier niemand mal ein Feld für ein Jahr so richtig verwildern lässt.
        Ich denke, es wäre sehr eindrucksvoll für die Zuschauer mal zu sehen, wie soetwas ausschaut. Es würde erklären, warum man eben entweder mit regelmäßiger Bodenbearbeitung oder Chemie die Felder behandelt.
        Chemie ansich finde ich jetzt nicht tragisch. Pflanzen sind kleine Chemiefabriken. Neu chemische Verbindungen muss man allerdings über lange Zeit kritisch beobachten, da bin ich bei Dir, Stadtmensch.
        Was wir seit Jahrtausenden machen, ist, das ist auch wahr, nicht natürlich. Man wird in der Natur man niemals ein Feld finden, wie wir es herstellen. Die Natur hat herzlich wenig Interesse daran eine Pflanzenart derartig zu vermehren, die sät immer eine wilde Mischung und irgendwas wird schon wachsen. Wer sich davon dann ernähren kann, hat halt Glück, alle anderen Lebewesen müssen weiter ziehen oder der Bestand reduziert sich durch verhungern. Etwas, was wir ja für uns als Art ausschließen möchten.
        Über sehr, sehr lange Zeit haben wir- nicht nur durch Landwirtschaft – in die natürlichen Abläufe eingegriffen, ohne genau zu verstehen, was wir da machen. Wie viel wir dabei Falsch gemacht haben, darüber geben uns teilweise die Geschichtsbücher Aufschluss.
        Daher denke ich, dass wir heute in einer einmaligen Situation sind. Wir können im Moment so viel produzieren, dass alle satt werden – wenigstens theoretisch- und wir können, Dank hoch entwickelter Technik und gut ausgebildeter Wissenschaftler, eben auch die natürlichen Prozesse und Zusammenhänge durchleuchten und Landwirtschaft – aber nicht nur die- besser anpassen und in diese Abläufe einbetten.
        Das ist eine phantastische Chance. Die sollten wir uns auf gar keinen Fall entgehen lassen.
        Allerdings hab ich die Befürchtung, dass wir gerade in der Landwirtschaft aus Vermutungen Dogmen gebastelt haben, gegen die die kopernikanische Wende oder die französische Revolution ein Kindergeburtstag war.
        Irgendwie haben wir alle ein Mauer im Kopf und Videos wie diese schmeißen noch anständig Beton dran.
        Mein größter Einwand gegen Glyphosat bleibt, das Pflanzen, gerade Unkräuter, eine sehr andere Art von Intelligenz haben, sie sind Überlebenskünstler und passen sich selbst den unwirklichsten Standorten an und für manche ist selbst Glyphosat kein Hindernis mehr.

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        • bauerhans sagt

          „Es ist fast schade, dass hier niemand mal ein Feld für ein Jahr so richtig verwildern lässt.“

          doch,mein nachbar hier!
          man sieht dinkel und jede menge beikräuter,der arme mähdrescherfahrer.

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        • Stadtmensch sagt

          >>dass man solche Videos auch anders herum in Szene setzen kann.
          Ja – hab ich gesehen: Zukunft pflanzen Bio für 9 Milliarden:

          Nix Dogma – andere Wirtschaftsweise, andere Profiteure (geht ja gar ne)

          Es weiß doch mittlerweile jeder, dass eine TV Sendung erst dann richtig „interessant“ ist, wenn ganz viel „Gefühl“ transportiert wird. Quote lässt sich beim „Endverbraucher“ eben nur erzielen, wenn man sein Empörungspotential anzapft. Hier zum Beispiel gegen Windkraft:
          googel mal: eiskalter-windkraft-thriller-mit-gaensehaut-garantie

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  6. bauerhans sagt

    der allerletzte versuch von monsanto,das zeugs doch noch verbieten zu lassen.

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