Bauer Willi
Kommentare 160

#Februdairy – der Monat der Milch!

Endlich ist der Januar vorbei. Und was kommt nach dem January? Richtig, der Februdairy. (Dairy ist englisch und bedeutet eigentlich Molkerei oder Milchgeschäft)

Zu “Dairy” gehören Kühe, Milch und alle Milchprodukte. Alle, denen die Landwirtschaft am Herzen liegt, werden hiermit aufgefordert, ab dem 1. Februdairy Artikel und Meldungen rund um Kühe, Milch, Käse, Joghurt, Kefir usw. zu posten und mit dem Hashtag #Februdairy zu versehen. Dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Diese Bitte und Aufforderung gilt auch für Ackerbauer, Schweinehalter, Hühnerhalter, Bio und Konventionall, gross oder klein, Nord, Süd, Ost oder West. Sie gilt für DBV, LSV, Abl, BDM und andere Interessenvertreter, für Firmen des vor- und nachgelagerten Bereiches und und und…

Wir wollen unseren Mitbürgern und Marktpartner mit unseren Post erzählen, wie gesund Milch und Milchprodukte sind. Milchtrinker sind Second-Hand-Veganer, weil wir Menschen kein Gras verdauen können, das rund 70% der landwirtschaftlichen Nutzfläche weltweit ausmacht. Statt Soja- oder Mandeldrink sollten unsere Mitbürger besser Heumilch trinken.

Und nach dem #Februdairy folgt der #BauernMärz.  Dazu könnt ihr euch auch schon Gedanken machen…

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160 Kommentare

  1. Katharina sagt

    ich verstehe worauf du hinauswillst und das erzähle ich auch jedem der denkt vegan bedeutet gar kein Tierleid. Ich arbeite bei einer Solawi, biologisch nicht zertifiziert ich halte Bio nicht für das einzig wahre 🙂 ich unterscheide beim Umgang mit Lebewesen nicht wie viele hier schlicht zwischen Mensch und Tier sondern vermute mal dass bei Schnecken oder Insekten Schmerzempfinden, Mitgefühl, Soziale inteligenz uvm. weniger stark ausgeprägt sind als bei z.b. uns Säugetieren. Deshalb wäge ich da ab ob es mein Ziel wert ist ihnen zu schaden. Dazu gibt es ja auch einiges an Forschung auch wenn das natürlich schwer festzustellen ist und ich wünschte wir wüssten viel mehr.
    Bei der Milchproduktion schätze ich mit meinen Erfahrungen das Leid/Nutzen Verhältnis als sehr schlecht ein.

    Zu den Anbau Fragen grob zusammengefasst: Kompost aus Schaf und Pferdemist und Grünschnitt, Schnecken gingen bisher es war hier sehr trocken (außer 2021 aber da war ich im Mutterschutz), Nützlinge und Netze gegen Insekten und Milben…Katzen, Marder und Greifvögel halten die Mäuse einigermaßen in Schach, gegen Rehe und Kaninchen Zäune.

  2. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    “Kannst du denn ein bisschen verstehen dass ich eine scheiß Angst vor Klimawandel und Artensterben hab?”

    Katharina,Angst essen Seele auf!
    Es gibt sehr viele Menschen auf dieser Erde,die nicht so verschwenderisch leben wie wir,die sich täglich um ihr Essen abmühen müssen,die haben überhaupt keine Zeit philosophische Gedanken zu äussern,bei denen gehts um die Existenz,täglich.

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    • Katharina sagt

      ich finde halt die wissenschaftlichen dazu erkenntnisse ziemlich überzeugend. Und ich es scheint mir mehr Menschen zu geben die ein Motiv haben das alles runterzuspiele als es zu übertreiben. Ich hoffe ihr behaltet recht aber ich sehe keinen Grund mich darauf zu verlassen.

  3. evo.... sagt

    Der Katharina empfehle ich, sich von der grün-biologischen Szene fern zu halten. Die haben die ängstlichen und kranken Menschen angezogen und dann kopiert und verstärkt man die Probleme noch gegenseitig.

    Ich verachte auch unsere Politik und Presse, weil sin den jungen Leuten nur Angst machen. Die Erde wird grüner:

    https://www.focus.de/wissen/klima/flaeche-in-amazonas-groesse-ueberraschende-nasa-studie-zum-klimawandel-die-welt-ist-gruener-als-vor-20-jahren_id_11401420.html

    Warum tauchen solche Nachrichten nicht in unserer Presse auf? Bei uns wird der Klimawandel falsch wahrgenommen.

    Wenn Du auf Gemüse setzt, dann konzentriere Dich auch Kartoffeln, Mais und Kraut. Damit kann viel Energie für die Leuts erzeugen. Mit Radieschen, Salat ,… kann man weniger Energie und Eiweiß erzeugen als mit Milch.

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  4. Jasmin R. sagt

    Wo ist mein Kommentar? Er sei in der redaktionellen Prüfung und jetzt ist er nicht zu sehen?

    • Bauer Willi sagt

      @Jasmin, ich mache das hier freiwillig und alleine. Ich schaue auch nicht jede Minute auf mein Handy, weil ich auch noch arbeiten muss. Das hat Vorrang.

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  5. firedragon sagt

    Katharina,
    Du hast in der LW gelernt?
    Dann hast Du im Unterricht nicht aufgepasst – weil Du behauptest, Tiere werden unter Zwang besamt.
    Biologisch nicht möglich!

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    • Inga sagt

      Sie hat insofern recht ,
      dass die Kühe nicht jedes besamt werden wollen und nicht jedes Jahr ein Kälbchen gebären wollen.
      Denn das ist auch Tierquälerei.

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      • Katharina sagt

        Danke 🙂 leider wird es ja überall so gemacht. vielleicht ist es mit Ziegen besser, hab gehört die geben 4 Jahre Milch nach der Geburt. Ich weiß letztendlich auch nicht was die Kühe wollen. Ich weiß nur aus eigener Erfahrung wie erfüllend es sein kann als Säugetier das eigene Kind zu umsorgen und nah bei sich und lieb zu haben und deshalb tut es mir leid wenn ich sehe was den Kühen zugemutet wird ohne dass sie dieses Bedürfnis ausleben dürfen.

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        • Reinhard Seevers sagt

          …”wenn ich sehe was den Kühen zugemutet wird ohne dass sie dieses Bedürfnis ausleben dürfen…”

          Fressen, Saufen, Vermehren…..ist wie bei den meisten Menschen. Bei vielen Menschen kommt noch Kreuzfahrten, Skifahren, Handtaschenkauf oder Autofahren hinzu. Ob das jetzt Bedürfnisse sind, die der Mensch unbedingt ausleben muss, keine Ahnung. Der Kuh ist das Bedürfnis jedenfalls fremd, oder hat man schon mal eine Kuh Skifahren sehen? 😀
          Liebe Katharina, gib doch bitte diese elenden Mensch-Tiervergleiche auf, das nervt.

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        • Ferkelhebamme sagt

          Projektion eines heile-Welt Sehnens auf Kühe? Nur 34% der Säuglinge in D werden gestillt, und wieviele werden mit einem halben Jahr in die Kita abgeschoben? Dein Empfinden ist offensichtlich nicht der Maßstab, Kühe so zu vermenschlichen nicht angemessen

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          • Thorsten sagt

            Puh, das “abschieben” von Kindern in die Kita mit der Wegnahme der Kälber zu vergleichen ist schon ganz großes Kino !

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          • Inga sagt

            Das ganze Remmie-Demmi ist doch nur, dass die geistig unausgegleichenen und zurückgeblieben bespaßt werden.

            Wer fordert denn so etwas hier in diesem aufgeklärten Land ohne größere Recherche von der Öffentlichkeit?
            Die wollen sich doch nur wichtig tun, weil sie meinten sie hätten Rechte.
            Die können mit dfe3nRechten noch nicht mal umgehen.

        • Inga sagt

          Ja Katharina,
          das kann man nicht machen,
          wir Menschen dürfen lt. Bibel Tiere nutzen
          und
          Haus- bzw. Nutztiere bezahlen mit ihrer Nutzung ihren Lebensunterhalt incl. Futter im Stall.
          Also bezahlen Kühe ihren Lebensunterhalt mit Milch, dazu müssen sie jedes Jahr ein Kälbchen gebären.
          Ja,
          dann haben es Ziegen besser.

          • Inga sagt

            Was?
            Die bei Twitter finden alle dumm, bösartg und zynisch,
            die ihre Meinung nicht sind?
            Bei Min. 42 und später.
            Wie gefährlich ist das denn? Besonderes für Polöitiker.

            Ist das Trumpniveau?
            Oder echt amerikanisch?
            Oder echt dörfisch, wo alles auf andere projeziert wird, Schuldzuweisung und glelichzeitig Beleidigung, damit der Gegener sich nicht wehren kann.

            Hat das auf unsere Medien abgefärbt?

        • Sabine sagt

          Also, nein Ziegen haben es nicht besser. Die bekommen auch im normalen Betrieb jedes Jahr ein Zicklein.
          Was das ausleben von Bedürfnissen rund um die Fortpflanzung angeht, sei mir nicht böse, aber da sind wir von der Evolution wirklich verwöhnt worden. Für die meisten Tiere ist die Paarungszeit unglaublich stressig und unsagbar gewalttätig. Das ist nicht die Zeit für große Gefühle, sondern große Kämpfe. Im Wald verliebt sich im Herbst nicht Hirschkuh in den Hirsch. Die entdecken nicht bei eine romantischen Date, dass sie beide eine Vorliebe für Sokoku und asiatische Küche haben. Das selbe gilt für die meisten unserer Nutztiere. An einer rauschigen Sau, wild oder zahm, gibt es nichts romanisches. Die wird vom Eber getrieben und mit heftigen Kopfstößen in die Flanken auf ihre Bereitschaft zum Deckakt getestet, das ist nicht lustig. Für keinen der Beteidigten. Im Natursprung erfahrende Bullen können sehr behutsam mit Kühen sein, aber auch meist nur weil sie sich vor dem Schützen wollen, was ein bekannter Country-Sänger mal als “fit of bovine rage” recht gut beschrieben hat. Wildlebende Pferdeherden mit ihren unerbittlichen Hierarchien haben nichts, aber auch gar nichts mit dem zutun, was man sich unter freier Liebe so als Mensch vorstellt. Die von Narben übersäten Hälse von alten, erfolgreichen Band-Stallions sprechen Bände darüber wie hart die Kämpfe um die Stuten sind und wenn die Stuten einem Hengst das erste Mal begegnen, bekommt der sein Fortpflanzungsrecht auch nicht auf dem Silberteller. Da wird gejagt und getreten und gebissen. Der Vater ihrer Fohlen muss ein guter Kämpfer sein, sonst ist die Gefahr, dass sie von guten Futtergründen von anderen Herden vertrieben werden zu groß. Eine Lichterkette für den Frieden wirst Du von Wildpferden nicht zu sehen bekommen.
          Es gibt einen guten Grund, warum wir unsere Haustiere steril halten. Das was Katzen im Frühling veranstalten, hat was von Fight Club. Die Dame lockt mit Geruch und Gesang die Herren an, die sich dann in stundenlangen Kämpfen gegenseitig fertig machen, nur um dann von Madame so richtig eins auf die Fresse zu bekommen. Der Penis des Katers hat eine Art Dorn, der beim Rausziehen aus der Vagina der Katze sehr wehtut, dieser Schmerzreiz löst allerdings erst den Eisprung aus, ist also notwendiges Übel, was die Katze nicht davon abhält den Kater im Anschluss dafür zu bestrafen. Deshalb versucht der Kater den Kopf der Katz beim Akt so fest wie möglich auf den Boden zu drücken. Eine Katze, die es schafft sich auf den Rücken dreht, hat ihre Krallen direkt an der empfindlichen Körperstelle des Katers. Das gilt es zu verhindern. Einen potenten Kater erkennt man nicht nur an dem dicken Katerkopf, sondern auch an den gezackten Ohren.
          Ich könnte noch stundenlang weiter über Gangbangs bei Enten und Delfinen reden, über Wombats, die ihre Frauen schlagen und darüber warum Hähne kämpfen, aber ich lass das mal. Und ja, es muss in der Natur jedes Jahr ein Kalb oder Lamm oder Zicklein sein und kein Hengst der Welt lässt eine rossige Stute in Ruhe, auch wenn sie ein erst 10-tagealtes Fohlen bei Fuß hat und ihm versucht die Zähne auszuschlagen.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Inga, die Wiederkäuer-Kuh in der Freien Natur sucht sich aus, ob der Bulle sie bespringt oder nicht? Ok, sie lässt nicht jeden ran, aber am Ende des Tages hat sie jedes Jahr ein Kälbchen….das hat der Liebe Gott so eingerichtet, wegen der Natur….😎

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        • Inga sagt

          Die sucht sich den Bullen aus?

          Da wo ich groß geworden bin gab es keine Besamungstation, und der Tierarzt wurde deswegen auch nicht angerufen.
          unsere Kühe hatten noch das Vergnügen mit dem Natursprung.

          Mein Vater hat die Kuh aus demBe4stand auf den Hof geholt, mit eine4mStrick an der Türe festgebunden und den Bullen auch ausgeholt.
          Die Kuh hat sich nicht gewehrt.
          Die hätte sich höchstens gewehrt, wenn sie nicht richtig öchsig gewesen wäre, also den Termin Eisprungs zu ungenau wäre.
          In der freien Wildbahn gibt es da nicht ein Oberguru einem männlichen Wesen?
          Bei Hirschen und auch beim Auerochs?

          Da müssen die weiblichen Wesen nehmen was die Männer oder die Rangordnung vorschriebt, oder?

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          • Reinhard Seevers sagt

            …”unsere Kühe hatten noch das Vergnügen mit dem Natursprung….”

            Woher weißt du, dass es für sie ein Vergnügen ist/war? Hast du sie gefragt, hat sie sich irgendwie dazu geäußert? Schon mal gesehen, was ein 1000kg Deckbulle mit einer 400kg Färse veranstalten kann? Ok, Natursprung ist natürlich, deshalb natürlich auch natürlicher….oh Mann….

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            • firedragon sagt

              Herr Seevers,
              ich bin zur Erkenntnis gekommen, dass hier manche Damen den Paarungsakt und Aufzucht mit verklärtem Blick betrachten …

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              • Reinhard Seevers sagt

                Tja, früher, also in der “guten” alten Zeit der Naturburschen, da ging es anders zu. Ob sich alle Damen diese gute alte Zeit wirklich zurückwünschen würden? Aber diese Verklärung der Natur ist wirklich unglaublich…sie gilt komischerweise auch nur für den Bereich der Landwirtschaft und deren Tierhaltung….und der Forstwirtschaft. Alle anderen Handlungen dürfen sich am Zeitgeist orientieren, da ist dann die Freiheit des Individuums plötzlich der Maßstab.
                Früher gab es auch keine LGQBTXYZ, sondern nur zwei Geschlechter. So ändern sich die Zeiten. 😎
                Soll ja sogar schwule Tiere geben…hoffentlich müssen wir demnächst nicht auch noch die Diversität der Tiergeschlechter abbilden! 😮

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              • Sabine sagt

                Ähm, also, ich glaube nicht nur, dass die Frauen hier ein sehr verschobenes Bild von Sexualität im Tier- und Pflanzenreich haben. Sondern auch Männer. Frauen neigen zum romantisieren, Männer phantasieren sich eine Erotik zusammen, die es außerhalb der feuchten Träume unserer Art nicht gibt.
                Ihr wollt alle keine Löwen, Hengste, Bullen sein, glaubt mir. Versucht einfach mal mit der Leistung eines unscheinbaren Damhirschs mitzuhalten. Trainiert – egal welchen Sport- zwei Monate so hart, dass ihr 30% eures Körpergewichts in dem Zeitraum verliert. Genau das passiert während der Rotte, die Tiere drehen so auf, dass sie fast alle Reserven verbrennen, die sie sich im Sommer angefressen haben und müssen dann noch wenn es blöd läuft 3 Monate hungern. Ich glaube, dass würdet ihr nicht freiwillig zwei Mal machen ohne den Zölibat für ne gute Idee zu halten.

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                • firedragon sagt

                  “… Frauen neigen zum romantisieren, Männer phantasieren sich eine Erotik zusammen. …”

                  Sabine,
                  in landwirtschaftlichen Kreisen ist mir das unter Tierhaltern, in Bezug zur Tierhaltung, noch nicht untergekommen.

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                • Peter sagt

                  @Sabine: „Ihr wollt alle keine Löwen, Hengste, Bullen sein, glaubt mir.“ Wir sind es noch, zum Glück…aber im übetragenen Sinn, den ich mir für alle anderen Versuche der Gleichstellung von Mensch und Tier tunlichst verbitte. Bei nachfolgenden Generationen bin ich mir da leider nicht mehr so sicher. Deine Gedankengänge sind aber gut für unsere „Art“…vielleicht ist doch nicht alles verloren. Also passt auf, dass es weiter Männer gibt…mit all` ihren „Gewohnheiten“. Meine Buchempfehlung zum Thema: https://www.buecher.de/shop/usa/die-geschuetzten-maenner/merle-robert/products_products/detail/prod_id/10657688/

                  Über den Tip mit der Freizeitgestaltung zur 30%igen Gewichtsreduzierung muss ich erstmal nachdenken…klinkt verlockend (;-))

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Gestern war der Tag der “männlichen Körperpflege”. Löwe, Hengst und Bulle werden gezähmt und unter den Händen der Visagistin für die Gendergesellschaft zurechtgeputzt. 👍🤗

                • Inga sagt

                  @Reinhard,
                  das war in meinem urgroß-elterlichen Betrieb, die Urgeroßeltern hatten Simmentaler in unser Dorf mitgebracht und meine Eltern züchteten da weiter. Sonst hatten alle im Dorf Schwarzbunte und so war auch der Gemeindebulle imDorf, der auch einen Natursprung ermöglichte. Nur bei unseren Kühen nicht.

                  Und in diesem Betrieb hier, meinem Schwiegerelterlichen, da gab es keine Bullen zur Zucht höchstens welche zur Mast.
                  Da kam immer der Besamungstechniker aus der Besamungsstation , den man angerufen hat, wenn es soweit war, wenn die Kuh bullsch oder öchsig war, bzw. stand, und besamte sie, wie das heutzutage überall üblich ist, wenn ich mich nicht irre.
                  Eine Tante meines Mannes meinte mal:
                  noch nicht mal “dieses Vergnügen” wird heutzutage den Kühen noch gelassen,
                  deswegen habe ich das Wort oben benutzt.

                  Wenn eine Kuh bullsch ist dann”steht” sie, wenn sie nicht” steht” ist es zu früh oder zu spät zum besamen. Dann ist sie nicht bullsch der Eisprung noch nicht da oder schon gewesen.
                  Und der Bulle hat auch keine Chance bei ihr. Also sie bleibt nur freiwillig stehen, wenn der Wille hormonreguliert vom Einsprung her da ist.
                  Das probiert der Besamungstechniker bei den Sauen ja auch aus, wenn er ihnen auf dem Buckel drückt.

                  Also sie wird weder gegen ihren Willen besamt noch gedeckt. Das funktioniert gar nicht, denn dann nimmt sie gar nicht auf. (Ich habe mal gehört, ihn der DDR auf den LBGn war das Praxis, aber ich verstehe das nicht)

                  So geht es beiden Wildtieren auch, die machen nur Natursprung und der gelingt nur, wenn das Weibchen, zB. Hirschkuh steht.

                  Das ist bei denen wohl nur einmal im Jahr und diese Zeit nennt man Brunftzeit, dann rufen und röhren die Hirsche im Wald ihre Weibchen, Hirschkühe zusammen, denn sie haben gute Chancen bei ihnen, weil die ja “stehen”.

                  Ähnlich machen es andere Wildtiere auch. Jedes nach seinen Gegebenheiten.

                  Und der Tierzüchter muß jede Eigenart in der Beziehung von den verschiedenen Tieren kennen, wenn er Erfolg haben will.

                  Bei Pferden, Ziegen,Schafen und Schweinen ist es eben anders als bei Rindern. Bei Hunden und Katzen auch.

                  Das will gelernt oder studiert sein.

                  Und wenn die Städter und NGO-Mitglieder glauben, die dummen Bauern wären nicht in der Lage dazu, dann glauben die, diese tun den Tieren Gewalt an, damit sie trächtig werden. Aber leider hat man so keinen Erfolg!

                  Man muß halt die Natur verstehen um mit ihr umgehen zu können, wenn man mit ihr erfolgreich arbeiten will!

                  ach unser Nachbar hatte die jumgen Färsen auf der Weide.
                  Im Herbst heimgeholt und merkte dass eine trächitg war.

                  Das war eine sehr schwere Geburt, ich glaube der Tierarzt mußte geholt werden.
                  Warum? DasKalbwar fürdiejungeerstgebärende vielzu groß.
                  Warum?
                  Weil die sich von einem schweren Mastbullen (große schwere Rasse für die Mast, gegenüber der Schwarzbunten Rasse mit kanadischne Vater) von der Nachbarweide hat decken lassen.

                  Der war ihr wohl nicht zu schwer, oder können Rinder auch vergewaltigen?

              • Sabine sagt

                @Inga. Ja, gibt im Tierreich auch Sachen, die sogar noch härter sind als Vergewaltigungen. Männliche Walrösser, die keinen Harem ergattern konnten und sich an Jungtieren vergreifen, die das nicht überleben. Enten, die aus Versehen im Junggesellenteil des Teichs landen und von den Halbstarken, die sich ihnen aufzwingen, ertränkt werden und noch mehr.
                Das ist nicht schön. Wichtig bei fast allen Huftieren ist, dass es sowas wie eine doppelte Hierarchie gibt. Es gibt die weiblichen Tiere, denen meiste eine erfahrene, ältere Matrone vorsteht. Die gerade bei Kühen ihren Rang vor allem dadurch erhält, dass sie sich um das Wohlbefinden der anderen Kühe kümmert. Sie ist war auch in Rangkämpfen überlegen, zieht aber sehr viel mehr Status aus den positiven Sozialkontakten. Bei größeren Herden wird sie von einer Art Fan-Club unterstützt, denen man als Rang niedrige Kuh besser nicht blöd kommt. Diese Tiere kann man recht einfach identifizieren, wenn man Kontakt-Statistiken führt. Die hängen einfach immer miteinander rum und betüddeln sich gegenseitig und können auch echt fies zu anderen Kühen sein und ihnen zum Beispiel den Zugang zum Wasser oder Futter versperren etc. Auch außerhalb dieser Führungsclique gibt es Freundschaften unter Herdenmitgliedern, aber wer als Kalb z.B. in diesen Zirkel hinein geboren wird, hat es oft einfacher in der Herde. In einer naturnahen Herdenstruktur laufen oft mehrere Bullen in und neben der Herde. Diese Bullen haben unter einander auch Freundschaften und Animositäten, die nicht nur auf der reinen körperlichen Überlegenheit beruhen. Der Leitbulle der Herde toleriert oft auch, wenn ein “Adjutant” Kühe mit niedrigem Rang deckt. Vertrieben werden jedoch gerade die eigenen männlichen Nachkommen, die oft richtige Jungesellenclubs gründen und untereinander dort ebenfalls Freundschaften und Rangstrukturen bilden. In der naturnahen Herde verhindern die erwachsenen Kühe, dass Bullen zu zudringlich bei den Färsen werden und ein schlauer Leitbulle verdirbt es sich nicht mit den Matronen. Und ein schlauer Leitbulle vermeidet auch, den Versuch eine Kuh zu decken, die nicht 100%ig steht, denn beim Abrutschen von einer Kuh kann sich der Bulle mehr als nur sein Ego verletzen.
                Ich finde, man unterschätzt die Sozialstruktur bei Rindern häufig, obwohl man sehr genau weiß, dass z.B. beim Melken es nicht ganz unerheblich ist, welche Kühe miteinander in den Melkstand einlaufen und die Anbindehaltung ja nicht zuletzt daher entstanden ist, dass man verhindern wollte, dass Kühe mit guter Leistung aber niedrigem Rang von anderen Kühen belästigt oder sogar gemobbt werden.
                Das heißt nicht, dass man da direkt das Verhalten von Kühen mit menschlichen Emotionen aufladen soll, nur, dass eben doch etwas facettenreicher ist als man ihnen oft zugesteht. Wobei die meisten Viehhalter schon sehr genau wissen, wer im Stall das Mauerblümchen, der soziale Schmetterling und die Schreckschaube ist, welche Kuh eher verschmust, abenteuerlustig oder wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank hat. Nur wird halt mehr die Gesundheit und Leistung gemonitort, wie das soziale Miteinander.

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                • Smarti sagt

                  Danke, Sabine, hier haben Sie das Sozialverhalten der Kühe wunderbar erklärt. Wenn eine Herde genug Platz und Ausweichmöglichkeiten im Stall hat, dann können sich solche Unterfamilien gut aus dem Weg gehen und die Tiere haben keinen Stress. Deshalb ist für die einzelne Kuh das Leben in einem Stall mit 60 bis 200 Tieren oft tiergerechter, als das Leben im einem superschicken Zoostall mit 2 bis 8 Kühen.
                  Ab etwa 200 Kühen wird der Stall wieder unterteilt, deshalb ist es der einzelnen Kuh wohl egal, ob sie 50 oder 1500 Kolleginnen auf dem Betrieb hat.
                  Man denkt eben, die grosse Herde sei “Massentierhaltung” – aber für die Kühe bedeutet die grosse Herde Sicherheit. Die Rangniedrigste ( das Mobbingopfer ) hat so auch jederzeit die Möglichkeit, sich einer anderen Untergruppe anzuschließen. Neu hinzugekommenen Tiere haben es in einem grossen Stall mit einer grossen Gruppe ebenfalls viel leichter.
                  Ich habe den direkten Vergleich bei uns auch bei den Pferden, da ist es etwa gleich, nur dass da die Jungs manchmal noch etwas um die Mädels streiten und es noch ein wenig komplizierter machen. Aber auch für die Pferde gibt es “Unterfamilien” ( die müssen nicht verwandt sein ) die es aber immer zum Schutz zur grossen Gruppe zieht.

                  Bei der Kuh ist dieser Drang zur Gruppe so gross, dass die allermeisten Milchkühe ihr Kalb nach der Geburt noch trocken lecken, und danach trotzdem freiwillig zurück in den Stall zu ihren Freundinnen gehen und nicht mehr nach dem Kalb rufen.
                  Bei Pferden ist das ganz anders, da ist es ein Drama für die Mutterstute, wenn das Fohlen ein paar Stunden nach der Geburt stirbt.

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                • Inga sagt

                  Vielen Dank Sabine!
                  Dass Männchen von ihren Weibchen die Jungen töten, die nicht von ihm stammen, habe ich schon mal gelesen. Und die Herdenordnung der Kühe kenne ich,
                  aber nur fast!

                • Ingeborg Krausbauer sagt

                  Dann haben wir Menschen ja sehr viel aus dem Tierreich geerbt, sogar das Mobbing, oder andere Unarten.

                  Aber auch das Sozialleben!

      • Matthias Zahn sagt

        Wenn das was sie sagen stimmen würde, dann dürften ja Kühe in Mutterkuhherden nicht trächtig werden. Denn dort hätten sie ja die Möglichkeit dem Bullen aus den Weg zu gehen. Tun sie aber nicht. Warum? Weil jedes Lebewesen auf dieser Welt nur aus einem Grund lebt. Um sich zu vermehren und fortzupflanzen. Nur der Mensch hat dies unterbrochen. Vielleicht sollten sie mal die rosarote Brille abnehmen und den Blick für natürliche Vorgänge schärfen.

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    • Katharina sagt

      Jein, und nicht im Schwerpunkt auf Milchvieh also erklär das gerne genauer 🙂 Wenn ich sehe dass die Tiere im Fressgitter fixiert werde müssen weil sie sonst wegrennen würden, und wenn sie dabei Zeichen von Stress und Angst zeigen und es eine ganze Weile dauert bis der Besamer es schafft seine Arbeit zu machen, dann sieht das für mich und wahrscheinlich die meisten nach Zwang aus.

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      • firedragon sagt

        Katharina und Inga,
        wenn Tiere brünftig sind und das weibliche Tier empfängnisbereit ist, dann bleibt es stehen.
        Tiere paaren sich in menschlicher Obhut, als auch in freier Wildbahn und das im Zyklus.

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        • Brötchen sagt

          yes zudem, wenn mir jemand den Enddarm ausräumt, würde ich auch etwas skeptisch gucken minimal.

          Nennt sich übrigens große Hafenrundfahrt.

          Lebe is eben kein Einhornparadies.

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          • firedragon sagt

            Der Unterschied zwischen Mensch und Tier, im Falle von Eingriffen in Körperöffnungen ist der – der Mensch weiß, Unangenehmes oder Schmerz hört irgendwann (nach erster Panik) auf oder wird ‘weggeatmet’, das Tier weiß das nicht und bleibt in seiner Panik für diesen Moment und entspannt sich erstmal nicht. Wobei hier auch ein Unterschied von Tier zu Tier auftritt, weil jedes Individuum anders reagiert.

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      • Matthias Zahn sagt

        Wenn man die Tiere zum richtigen Zeitpunkt im Stall erwischt, dann bleiben die genauso stehen. Wir haben nur nicht soviel Zeit wie ein Bulle in freier Wildbahn, der den ganzen Tag hinterher rennt und wartet bis die Kuh steht. Ein großes Problem in der Diskussion liegt oftmals darin, dass Menschen sich über die Tierhaltung eine Meinung bilden, aber praktisch keine Kentnisse darüber haben.

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    • Bauer Willi sagt

      @Katharina, ja Sie täuschen sich. Die Tiere nutzen(!) 83% der Fläche. Es ist wie mit dem Wasserverbrauch: das Wasser wird nicht verbraucht! Aber kein Wunder: der Weltagrarbericht ist ja kein wissenschaftliches Medium…

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      • Katharina sagt

        da hast du recht, nutzen ist ein besseres Wort dafür. Die Daten stammen allerdings nicht aus dem Weltagrarbericht, diese Quelle bezog sich tatsächlich auf die 60% Nutztiere.

        Der Oxfort Studie zufolge hat ein Verzicht auf Fleisch und Milch großen Einfluss auf unseren ökologischen Fußabdruck. Fleisch- und Milchprodukte lieferten nur 18 Prozent aller Kalorien und 37 Prozent der Proteine – benötigten für die Produktion aber den meisten Platz, nämlich 83 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen. Ihre Produktion macht außerdem mehr als die Hälfte (60 Prozent) der Treibhausgas-Emissionen in der Landwirtschaft aus.

        Kannst du dem zustimmen oder hast du ein gutes Argument dagegen? Für mich wirkt es einfach immer noch als würden viel weniger Nutztiere sehr viel Sinn ergeben.

        Zudem ergibt es für mich wenig Sinn dass hier scheinbar viele denken die ÖkoVeganUmweltlobby oder was immer auch hätte tatsächlich mehr Macht irgendwelche Studien und Artikel zu manipulieren als die Tierindustrielobby. Vielleicht schätze ich das falsch ein, aber schlüssig erklären konnte mir das noch keiner :/

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        • Peter sagt

          Du bist ein gutes Beispiel, wie man Leute völlig in ihrem Denken umdreht. Einfach nur ein paar Schlagwörter wie: Tierindustrie / Treibhausgas-Emissionen / ökologischen Fußabdruck…als Begründung eine Oxfort Studie und viele Prozentzahlen ohne Bezug …und schwups die nächste Panikattacke ist da. Schau dir mal die Filmchen von Militärnews an: https://www.youtube.com/watch?v=QtQybXt7I-Q …und das ist so ziemlich das Gegenteil von Lebensmittel.

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          • Brötchen sagt

            Die Gründe sind kurz zusammengefasst:

            1. verwertbares Produkt von der Fläche
            absolutes Grünland lässt sich nur durch Wiederkäuer nutzen

            2. anbautechnische Gründe
            Fruchtfolge
            und siege Punkt 1. Kleegras lässt sich nur durch Wiederkäuer nutzen
            Bodenfruchtbarkeit

            3. verwertungstechnische Gründe
            Tierhaltung war historisch “Abfallverwertung” der Mühlenwirtschaft, Nahrungsmittelherstellung

            4. ernährungsphsysiologische Gründe
            z.B. Verdaulichkeit des Proteins pflanzlich 60 % tierisch 80 % und höher
            Protein in der idealen Zusammensetzung

            5. Einkommenstechnisch

            Wertschöpfung pro ha liegt ackerbau bei 1500 bis 3000 ha

            tier. wesentlich höher

            6. historisch kulturelles Wissen

            In Wüsten und Halbwüsten können Menschen nur autark durch Nutzung von Tieren überleben.
            Kamele, Yaks, Ziegen, Schafe, Rinder
            Tiere sind auch kostenloser Nahrungsmittel und Wertspeicher

            Die ganzen Studien erfolgen meist von Organisationen, die praktisch keine Verbindung mit der Landwirtschaft haben.
            Technisch kann man heute alles möglich machen, ist alles eine Frage des Aufwandes Energie und Personal.

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            • Brötchen sagt

              Punkt 7.
              strategische Gründe

              Tierbestände aufzubauen, bei Wiederkäuern ist durch die geringe Vermehrungsrate sehr langfristig zu sehen mind. 5 Jahre und länger!
              Bodenfruchtbarkeit zu mehren und zu erhalten kann Generationen dauern!

              Deshalb können die Landwirte nicht jedem Jahr irgendeiner Flitzidee von Leuten hinterher laufen, die ihr Geld von der Sparkasse abheben.

              Wenn die Idee nicht tragfähig ist, war alle Arbeit umsonst und man ist pleite.
              Das ist die Angst der Landwirte!

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              • Katharina sagt

                danke für die ausführliche Erklärung, wobei du scheinbar teilweise Strohmannargumente aufführst denn ich bin ja nicht dafür Nutztierhaltung generell abzuschaffen, schon gar nicht extensive Weidehaltung.
                Wie stehst du denn so dazu wenn Kühe hauptsächlich mit Maissilage gefüttert werden?

                Dass die Landwirte da wenig Spielraum haben ist mir bewusst, weshalb ich hier auch über niemanden Urteilen möchte 🙂

                • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

                  “Wie stehst du denn so dazu wenn Kühe hauptsächlich mit Maissilage gefüttert werden?”

                  Kühe werden mit TMR gefüttert.
                  TOTALEMISCHRATION.

                  Katharina und Jasmin,ich bin davon überzeugt,dass ihr im Auftrag einer NGO hier schreibt und dafür bezahlt werdet.

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                • Thorens sagt

                  “Wie stehst du denn so dazu wenn Kühe hauptsächlich mit Maissilage gefüttert werden? ”

                  Kühe werden nicht hauptsächlich mit Maissilage gefüttert. Das lernt man schon recht früh, wenn man sich einer landwirtschaftlichen Ausbildung hingibt. Das verträgt deren Organismus, vor allem die Pansenbiologie nicht. Mais ist immer eine Ergänzung in der Futterration, um deren Energiegehalt zu erhöhen, was mit Heu, Gras oder Grassilage nicht immer geht. Eine Kuh mit auf diese Weise übersäuertem Pansen leidet und fällt in der Leistung ab. Das ist, abseits von Gesundheit und Tierwohl, schon rein wirtschaftlich nicht zu verteten.

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                • Smarti sagt

                  “Ich bin überzeugt, dass Ihr im Auftrag einer NGO hier sind und dafür bezahlt werdet”… Herr Gresshöner, bei bestimmten YT – Kommentaren lade ich die Schreiber jeweils hier zu Bauer Willi ein, in der Hoffnung dass sie sich informieren oder wenigstens mal eins aufs Maul kriegen 🙂 .
                  Vor Allem bei “endlich wieder ein Betrieb der zu macht…”.
                  Aber wenn es Prostituerte ( bezahlte ) sind, dann werden ihre Gefühle sich bald einmal auf Bali ausruhen.
                  Also wenn ich es mir recht überlege ? Wo kann man sich nochmal anmelden für Bali ?

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            • Brötchen sagt

              Noch eine Ergänzung:

              Früher waren für die einzelnen Laien die Punkte die ich oben angesprochen habe noch sichtbarer und damit nachvollziehbarer.

              Z,B. gab es in jedem Dorf noch Sauen und Mastschweine, einen Dorfeber und Dorfbullen.
              Eine Mühle oder Kartoffelanbau mit entsprechenden Dämpfanlagen.
              Es standen Milchkannen auf der Rampe und es kam ein Milchauto.
              Kohlefahrer luden Kohle ab.
              Heute passiert das alles im Verborgenen, sodass es selbst Fachleuten schwerfällt die richtigen wertmäßigen Einschätzungen vornehmen und mit eigenen Erfahrungen abgleichen zu können.
              Selbst für Pflanzenschutz gibt es in Großbetrieben nur noch einen Spezialisten.
              Selbst zu Ostzeiten war der AK besatz in einem 3000 ha LPG Pflanzenprduktion nur 1,5 AK/100 ha.

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    • Matthias Zahn sagt

      98 % der Biomasse dieses Planeten sind Pflanzen. Nur zwei % sind Menschen und Tiere. Wenn wir die Tierhaltung reduzieren, dann sind das 0,00irgendwas %. Und das rettet uns dann? Vielleicht ist bei manchem die Angst vor der Zukunft dem Umstand geschuldet, dass das Wissen um die Natur immer mehr abhanden kommt und stattdessen ein romantisches, rosarotes Bild der Natur nach eigenem Wunschdenken generiert wird.

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    • Inga sagt

      Hat er mit der MWST. Recht?

      Aber der Jäger hat auch gemeint, dass er das nur tut, um Werbung für sein Buch gzu tun!

      Aber interessant war, dann doch,
      dass das individuelle gehaltene und getötete Rind oder Bulle auf der Weide, subventioniert werden müßte!
      Damitdas Fleisch für den Sonntagsbraten billiger wird.

      Dann werden aber die Verkäufer der großen Fleischabteilungen in den Kaufhäuser alle arbeitslos, oder?
      Und die Döner-und Würstchenbuden?

      Von welchem Futter wächst das Fleisch in der Petrischale?

  6. Katharina sagt

    ich hab ein Jahr auf einem Milchviehbetrieb gearbeitet und genug gesehen um stattdessen Hafermilch zu nutzen und allen dazu zu raten. Und nein, der Hof war kein schwarzes Schaf sondern ein kleiner Biobetrieb und ich hab von anderen Lehrlingen und Gesellen von anderen Höfen noch traurigere Geschichten gehört. Außerdem habe ich selbst ein Kind gestillt und es tut mir so leid dass die Kühe das nicht dürfen, dass sie unter Zwang Besamt werden, teilweise mit Schlägen in den Melkstand getrieben werden, fixiert wenn sie das Melkzeug weg treten wollen, zitternd vor Angst zum schlachten gehen, die Kälber ohne Mutterbindung aufwachsen. Ich weiß ihr werdet sagen ich vermenschliche die Tiere. letztendlich kann keiner von uns wissen was in den Tieren vorgeht aber wenn man schonmal eine Kuh tagelang noch ihrem Kalb rufen gehört hat und auch eine Mutterkuh die sich um ihr Kalb kümmern darf gesehen hat und besonders wenn man schonmal selbst den schmerz beim ersten stillen erlebt hat und den Anblick des kleinen Wesens für das man es gern aushält, dann gibt es für mich nur eine Erklärung warum man den Milchkonsum noch so verteidigt… nun, ich verdiene meinen Lebensunterhalt inzwischen mit Gemüseanbau und bin somit nicht mehr befangen 🙂

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    • Bauer Willi sagt

      @Katharina
      Wenn es auf dem Milchviehbetrieb so zuging, wie Du das schilderst, ist das schlimm. Ich war schon auf vielen Milchviehbetrieben und kann Deine Erfahrungen nicht bestätigen.

      Ich trinke jeden Morgen Milch und bin froh, dass es Wesen auf diesem Planeten gibt, die das Gras verwerten können, da rund 70% der landwirtschaftlichen Flächen Grünland sind.

      Wenn Du für Dich entschieden hast, vegan zu leben, so ist das in Ordnung. Auch schön, dass Du uns das mitteilst…

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      • Katharina Vogt sagt

        Wie gesagt, ich denke nicht dass der Hof eine Ausnahme war… oder was machen andere Landwirte wenn eine Kuh nicht in den Melkstand will, nicht auf den Hänger geht oder in den Klauenstand. Auf welchem Hof bleiben die Kühe und Färsen zum besamen freiwillig stehen? Welcher Landwirt macht sich bewusst wie es sich anfühlen mag jedes Jahr ein Kalb auf die Welt zu bringen das dann immer weggebracht wird. Ich hab großen Respekt vor der Landwirtschaft und hab mich selbst in den Beruf verliebt, deshalb verstehe ich auch gut warum man solche Standards verdrängt oder beschönigt weil man sich schon so daran gewöhnt hat. Aber ich denke dass es viel bessere Wege gibt all das Grünland zu nutzen, dass die meisten Milchkühe leider eh kaum sehen. Mutterkühe oder Schafe, Grünschnitt als Mulch verwerten , Obst, Nussbäume oder Kastanien pflanzen, weniger Essen wegwerfen und dafür Grünland zu naturschutzfläche machen … ich will nicht sagen dass das alles wirtschaftlich jetzt easy zu machen oder alleinige verantwortung der Landwirte ist, aber dass ist eine Entwicklung die ich viel lieber unterstütze als einen Februdairy 🙂

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      • Jasmin R. sagt

        Leider werden insbesondere in den alpinen Regionen viele tausend Tiere in (ganzjähriger) Anbindehaltung gehalten. Allein in Südtirol sind es rd. 70 Prozent, auch Bayern ist trauriger Spitzenreiter. Ein grausames System, dass die Kuh zur Maschine degradiert, selbst wenn sie einen Namen trägt. Die Werbung gaukelt dem Verbraucher in diesem Bereich viel vor. Die Ställe sind oft nicht tiergerecht, auf Beton liegend oder stehend, mehr geht nicht, zu kurze Stände, zu wenig Platz zum gleichzeitigen Ablegen. Keine Weide oder Laufhof, selbst nicht in der Trockenstehphase. Und nein, das sind keine bedauerlichen Ausnahmen. Biobauern bestätigen es, trauen sich aber in der Branche nicht zu offener Kritik. Die betroffenen Regionen wehren sich seit langem gegen eine entsprechende Änderung der Nutztierhaltungsverordnung. Da werden alle möglichen menschlichen Gründe genannt, um das System zu rechtfertigen. Mit Tierwohl hat das nichts zu tun. Heraus kommt eine Überproduktion von Milch, Nachteile für Halter die in Tierwohl investieren und jede Menge grausame Tiertransporte, weil man nicht weiß, wohin mit dem Abfallprodukt Kalb. Und als solches wird es oft behandelt, jeder Tag mehr m Betrieb kostet Geld. Solange nicht der Berufsstand selbst gegen diese Missstände angeht, sondern die Verantwortlichen in Interessenvertretungen nur seit Jahren drauf hoffen, dass die (ganzjährige) Anbindehaltung sich durch mangelnde Wirtschaftlichkeit selbst abschafft, macht man sich unglaubwürdig nach allen Seiten.

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        • Thorens sagt

          “…drauf hoffen, dass die (ganzjährige) Anbindehaltung sich durch mangelnde…”

          In wie vielen Jahren landwirtschaftlicher Praxis hast du selbst eine ganzjährige Anbindehaltung von Milchkühen in wie vielen Betrieben selbst erlebt?
          Oder hast du etwa nur davon gehört?

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          • Jasmin R. sagt

            Ca. 40 Kostenstrukturen dieser Betriebsform analysiert. Die Landwirte, meist Nebenerwerb, mehrere Kleinstzweige ohne Vollkostenrechnung wundern sich oft selbst wie unrebtabel alles läuft. Aber darum geht es mir hier nicht, sondern um das Tierleid und die Behauptung der Verbände, das seien Auslaufmodelle, da geht man ungern ran.

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            • Brötchen sagt

              Das kann ich im Kopp überschlagen, das sich das nicht rechnet.
              Dafür muss ich keine Kostenstrukturen analysieren.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Tja, wer das Tier im Vordergrund sieht, der vergisst eben den Menschen, den Bauern, der mit Mitte 50 oder Anfang 60 nur noch den Betrieb auslaufen lassen möchte. Da kommt dann das kluge Stadtmädchen daher und stellt Tierwohl vor Menschenwohl. vielleicht mal die eigene Sicht auf den Mitmenschen richten, dann gibt es mehr Frieden auf Erden.

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              • Jasmin R. sagt

                “das kluge Stadtmädchen”… jetzt wird es dümmlich, sorry. Da braucht man sich über mangelnden Respekt und Dialog nicht zu wundern.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Das war eine verallgemeinernde Bezeichnung für die Mehrheit der unwissenden Diskutant*innen…..man muss sich nicht angesprochen fühlen.

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            • Thorens sagt

              Man geht auch deswegen ungern da ran, weil, wenn die Anbindehaltung verboten ist, verschwinden vielfach die Kühe aus den alpinen Regionen. Gerade Klein- und Nebenerwerbsbetriebe, mit so vielleicht 10 – 30 Milchkühen, können sich einen teuren neuen Stall kaum leisten. Dafür reichen die Einnahmen aus diesem Sektor nicht. Verschwindet in diesen Grenzertragsregionen dann die Milchviehhaltung, verschwinden auch die Almen, falls nicht Schaf- oder Ziegenhalter sich dort etablieren und dem Wolf trotzen möchten. Verschwinden die Almen, sinkt der Freizeitwert solcher Areale, die dann verbuschen. Sinkt der Freizeitwert, ist das für den Tourismus schlecht, der in vielen alpinen Regionen die Haupteinkunftsquelle ist. Und spätestens dann ist das in dieser Region kaum noch zu vermitteln. Dann fehlt das Geld plötzlich nicht nur in der Landwirtschaft. Alles hängt mit Allem zusammen.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Thorens, das ist eben das Problem, wenn ausschließlich und bedingungslos das Tierwohl vor Menschenwohl geht und wieder einmal keine Folgenabschätzung vorgenommen wird…dieses Thema wiederholt sich im ganzen Land, überall, täglich. Wenn diese Menschen wenigstens den Anstand hätten zu sagen: Menschen interessieren mich nicht, es geht ausschließlich um das Wohl der Tiere, dann könnte man ihnen ungeniert eins in die Fre..e geben. So muss man immer noch weiter argumentieren, sachlich bleiben und nicht ausrasten.

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                • Stadtmensch sagt

                  Wir wissen doch wo die Tierwohl-vor-Menschenwohl Stimmen her kommen. Entweder sind es Berufsaktivisten oder Menschen aus “guten sozialen Millieus”. Bauerhans hatte es erwähnt, welchen sozialen Hintergrund O. Nick hat.

                  In dieser Welt gibt es nur den Kampf des “Guten” gegen “Fleischprolls” und “Tierquäler”.

                  Mir wäre eine konstruktive Debatte um tier- und menschenleidfrei LW in Grenzertragsstandorten auch lieber, aber ich könnte auch akzeptieren, dass es keine Lösung ohne Ungerechtigkeit gibt.

                  Wichtig ist meiner Meinung nach immer der Erhalt der Kulturlandschaft, so dass möglichst viele ortsansässige Menschen nachhaltig einen guten Nutzen aus einer Region ziehen können. Aber ist halt nur meine Meinung. Bin mir sicher, dass es eine Menge anderer überzeugender Meinungen gibt.

                  Vielleicht muss man vor solchen Debatten immer erstmal klären, welches Ziel welche Priorität hat und das jeweils gut begründen. Danach kann man über Wege dahin diskutieren.

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                • Ferkelhebamme sagt

                  Vor 30 Jahren kannte ich das auch noch in der Verwandschaft. Kühe und Rinder im Sommer draußen, im Winter angebunden, Bullen ganzjährig angebunden. Wurde damals schon diskutiert und gibt es hier schon lange nicht mehr. Darum die Frage: um konkret wieviele Betriebe geht es ? Gibt es überhaupt noch welche?

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                • sonnenblume sagt

                  Wir haben doch zigtausende Mitglieder in den entspr. Organisationen. Alle zusammen genommen könnten sich übers Jahr mit Almenputz beschäftigen. Dann würden sie was für`s Geld tun. Die ganzen Spenden hätten so wenigtens ein sichtbares Gegenüber. Dort könnte man auch die Bewohner einbeziehen. Sie bekämen geregelte Arbeit, Urlaub usw. Leider gäbe es keine regionale Lebensmittelproduktion mehr. Aber das steht eh nicht zur Debatte.

              • Jasmin R. sagt

                Danke für Ihre sachliche Antwort, weil sie inhaltliche Aussagen enthält. Die Zusammenhänge sind mir bekannt. Es gibt hierfür Lösungsansätze, die sind in der Branche ebenfalls bekannt, jedoch werden einzelne Betriebsschließungen unumgänglich sein, genauso wie in anderen Branchen, wenn Betriebe eine Umstellung nicht schaffen. Verbraucherverklärung und – verdummung führen niemanden weiter. Genau die, die Konsumenten Unwissenheit vorwerfen, generieren diese selbst durch Werbung mit. Aber nochmals, es geht mir hier um Tiere, die keinerlei Normalverhalten ausüben können, die sich nicht bewegen können und den ganzen Tag das ganze Jahr fixiert sind. Da muss es Grenzen geben, nicht jede Tierqual kann mit Wirtschaftlichkeit gerechtfertigt werden. Ohne Kompromiss wird es nicht gehen.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  “Ohne Kompromiss wird es nicht gehen.”

                  Genau, aber dieser Kompromiss muss auch von anderer Seite gemacht und anerkannt werden, so dass es eine Übergangszeit geben muss, sonst ist es kein Kompromiss, sondern eine dem Menschen schadende Forderung. Und ich wiederhole mich: Wenn das Tierwohl über dem des Menschen steht, dann ist diese Forderung nicht wirksam. Jetzt wüsste ich gerne, wie man diesen Zielkonflikt bewältigt.

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                • Brötchen sagt

                  Reinhard gibt es bei Euch in NS noch ganzjährige Anbindehaltung?

                • Ferkelhebamme sagt

                  „Aber nochmals, es geht mir hier um Tiere, die keinerlei Normalverhalten ausüben können, die sich nicht bewegen können und den ganzen Tag das ganze Jahr fixiert sind.“
                  Wieviele Halter mit wievielen Tieren gibt es mit ganzjähriger Anbindung in D?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Es gibt hier und da noch welche. Meistens kleine Betriebe, die auslaufen. Die DMK hat ja angeblich noch 15 Lieferanten in ihrem Bestand.
                  Aber es ist auch müßig sich darüber aufzuregen, denn nach der Anbindung kommt die Laufstallhaltung auch dran. Da finden sie dann neue nicht Tierwohlgerechte Dinge, die sie als neue Sau durchs Dorf treiben. Das hört nicht auf, das haben wir doch schon so oft diskutiert.

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                • Brötchen sagt

                  Danke Reinhard, ahne schon, wer dahinter steckt. Da geht es nur darum ein Ziel durchzusetzen. Danach kommt das nächste.
                  Erinnere mich, mein Onkel hatte zu Ostzeiten Bullen angebunden gehalten. Damals gab es da viel Geld für.
                  Sowas gibt es hier denke überhaupt nicht mehr, deswegen frage ich.
                  Weil die Kühe in Bayern sind ja ab Frühjahr auf der Weide.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Laut Landwirtschaftszählung des Statistischen Bundesamts wurden im Jahr 2020 in Deutschland 11,5 Millionen Rinder gehalten, circa zehn Prozent davon in Anbindehaltung, wovon knapp die Hälfte (48 Prozent) ganzjährig angebunden war.
                  In Bayern stehen ca. 50% der Kühe in Anbindehaltung…ca. 26% der Kühe in ganzjähriger anbindehaltung.

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                • Thorens sagt

                  “…um Tiere, die keinerlei Normalverhalten ausüben können, die sich nicht bewegen können und den ganzen Tag das ganze Jahr fixiert sind.”

                  Welches ist denn das Normalverhalten des domestizierten Rindes? Die Änderungen in Bezug auf Anbindehaltung sind doch beschlossen. Wem hilft es, jetzt da noch in den Krümeln zu suchen?

                  “…nicht jede Tierqual kann mit Wirtschaftlichkeit gerechtfertigt werden…”

                  D’accord.
                  Andererseits ist nicht jede temopräre Anbindehaltung auch Tierquälerei. Es wird mal wieder mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

                  Leider hat sich eine öffentliche Darstellung zur Landwirtschaft etabliert, die häufig nicht der Realität entspricht. Fakten werden oft bewusst verschwiegen, wenn diese auch eine andere Sichtweise des Außenstehenden ermöglichen könnten. Es sind diese Dinge, die die hier Anwesenden gründlich satt haben. Und eine solche Darstellung hat die Landwirtschaft definitiv nicht verdient. Für ein objektives Urteil müsste man da schon etwas tiefer gehen. Aber das würde wohl die Aufmerksamkeitsspanne von Vielen übersteigen. Plötzlich sind wir ein Volk von 80 Mio Landwirten und jeder Einzelne weiß besser, wie es zu funktionieren hat. Bildzeitungsniveau.

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                • Jasmin R. sagt

                  Ich hatte vorausgesetzt, dass man in diesem Forum unter “Normalverhalten des Rinds” die wissenschaftlich etablierten Funktionskreise kennt und versteht. Obwohl es eigentlich keiner Wissenschaft bedarf, um festzustellen, dass langfristig fixierte Säugetiere Qual ausgesetzt sind. Leider ist das Fachwissen im landwirtschaftlichen Betrieb, insbesondere im Nebenerwerb, nicht so groß wie Außenstehende es teilweise vermuten. Da habe ich mich von den Kollegen der agrarwissenschaftlichen Fachschaft “Tierzucht” und engagierten Landwirten selbst gerne belehren lassen. Letztere sind es, die ihrem Berufsstand durch ihr fortschrittliches Verhalten und Empathie dem Tier gegenüber den größten Dienst erweisen. Leider werden sie in den eigenen Reihen teils als Nestbeschmutzter bekämpft-noch. Es gibt nicht “die” Landwirtschaft. Ja, auch die Konsumenten haben es satt, dass Dinge bewusst verschwiegen und geschönt werden. Wer Lebewesen mit Schmerzempfinden und Emotionen als Ware produziert, muss damit rechnen, dass andere Menschen die Art und Weise ethisch hinterfragen. Verantwortung tragen alle, die am System beteiligt sind, auch die Verbraucher, aber dazu braucht es Transparenz und Ehrlichkeit auf allen Seiten. Alles Gute!

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Sie will es nicht verstehen, sie versteht es nicht und sie ist eben nicht zu einem Kompromiss bereit….eben Menschenfeindlich. Schade…und tschüss!

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                • Stadtmensch sagt

                  “Sie will es nicht verstehen”

                  Genau. Da helfen auch keine Fakten die hier gebracht werden. Jedenfalls wenn es stimmt, dass wir hier von knapp 5% der gehaltenen Rinder sprechen, die noch ganzjährig in Anbindehaltung vegetieren. Man könnte ja auch mal andersrum fragen, für wie viele Rinder sich das Leben entscheidend verbessert hat durch die modernen Haltungssysteme.

                  Ich meine, wenn ich jeden Tag aufstehe um eine goldene Spur in der Welt zu hinterlassen, frag ich mich doch ob es reicht, irgendwas zu erzählen. Also von Empathie und Verantwortung…
                  Da mache ich mir erstmal die Mühe zu schauen, was Sache ist.

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                • Thorens sagt

                  “Da mache ich mir erstmal die Mühe zu schauen, was Sache ist.”

                  Ja, nicht wahr?
                  Pragmatische Menschen würden es so machen.

                  Und wer bei kritischen Anmerkungen lieber beleidigt das Weite sucht, dem kann eigentlich nicht wirklich an Diskussion liegen. Hatten wir schon öfter hier.

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                • Ferkelhebamme sagt

                  „die wissenschaftlich etablierten Funktionskreise“ des Rindes. Bitte um Aufklärung

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        • Ferkelhebamme sagt

          Wenn die Kühe dann endlich gegangen und glücklich im Himmel sind, was ist dann mit den Almen?
          Wer fordert muss auch Lösungen unterbreiten. Die sehen wie aus?

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    • Ferkelhebamme sagt

      „ich hab ein Jahr auf einem Milchviehbetrieb gearbeitet“ Wer‘s glaubt wird selig

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    • Reinhard Seevers sagt

      ….”sondern ein kleiner Biobetrieb….”

      aber wenn man schonmal eine Kuh tagelang noch ihrem Kalb rufen gehört hat…..”

      Schon komisch, dass die Kausalität mich nicht wundert. Solche Betrieben sollte es eigentlich nicht mehr geben. Ich empfehle den Besuch in einem kombinierten Abkalbe-und Kälberstall in einem 1200er Kuhbetrieb wo 200 Kälber und dutzende Kühe in einem Raum zusammen leben und man keinen klitzekleinen Leidenston hört.
      Aber wem sagt man das….die einseitige Sicht ist ja eh schon fix.

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      • Katharina sagt

        keine Sorge, bei mir ist nichts fix 🙂 z.b. Pestizide und Grüne Gentechtik sehe ich inzwischen viel diferenzierter als noch vor ein paar Jahren. Wie heist denn der Betrieb den du meinst? Hab halt so 20 Betriebe mit Milchkühen wärend meiner Ausbildung besichtigt und da war es fast immer so dass ich das Gefühl hatte die Tiere werden stark ausgenutzt.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Die Einschränkung “fast” zeigt ja anscheinend, dass es wohl an der Art der Produktionsführung gelegen hat, also Management, und nicht grundlegend das “System” betrifft.
          Ich habe in 30 Jahren Tausende Betriebe gesehen und kennen gelernt…..und nun?

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          • Katharina sagt

            Ich stelle nicht in Frage dass du mehr Erfahrung und Ahnung hast als ich. Falls du von der Milchviehhaltung lebst/provitierst bist du wahrscheinlich nur nicht die neutralste Quelle was die Beurteilung angeht. Wenn du mir so einen Abkalbe-Kälberstall Betrieb nennen kannst, versuche ich mich darüber zu informieren. Werden die Überschuss und Bullenkälber dann auch dort aufgezogen oder nur die Nachzucht? Unterm Strich hab ich noch keinen Betrieb gesehen oder davon gehört wo ich dachte ” ja, von hier kann ich guten Gewissens Milchprodukte kaufen”. Ich hab zwei Höfe gesehen die mit Muttergebundener Kälberaufzucht experimentieren… aber dass ist natürlich teuer und kompliziert und das waren Demeterhöfe wo mir dann wieder die Esoterik gegen den Strich geht 😀

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            • Bauer Willi sagt

              Ein guter Freund von mir führt einen Demeter-Betrieb. Entscheidend ist – so verrückt sich das anhört – dass man die Kälber möglichst sofort von der Mutter trennt, damit keine Bindung aufgebaut wird. Erst wenn nach ein paar Tagen die Kuh-Kalb-Beziehung aufgebaut ist, kommt es zum genannten Trennungsschmerz.
              Bei reiner Mutterkuhhaltung besteht das Problem natürlich nicht, aber dann gibt es auch keine Milch.

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            • Smarti sagt

              Hallo Katharina
              Sie ernähren sich ohne Milchprodukte und deshalb bestimmt auch ohne Fleisch ?
              Sie haben ein Kind, wird es vegan ernährt ? Oder sind Sie einfach nur unzufrieden mit der Nutztierhaltung in Deutschland aber konsumieren trotzdem regelmässig Milchprodukte und Fleisch ?
              Denken Sie, dass importierte Produkte tierfreundlicher hergestellt wurden. Denn diese braucht es bald, wenn “Ihre Einflüsterer” weiterhin so erfolgreich Hirnwäsche betreiben.

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              • Katharina sagt

                wenn sie es so genau wissen wollen 😀 wobei das nicht viel zur sache tut… Stichwort argument ad hominem
                ich meide Tierprodukte mache aber Ausnahmen z.b. beim containern oder wenn die Tierhaltung sehr klein ist und ich sie gut kenne, ich halte auch selbst ca. 10 Hühner deren Männliche Nachkommen ich nach ca. 7 Monaten selbst schlachte. Funfact: mein Neffe dachte Jahrelang dass unser Hahn Volker “Vollkorn” heißt 😀 Unsere Kinder dürfen essen was sie möchten, wir reden viel darüber wo Nahrungsmittel herkommen und was dahinter steht und sie haben meistens Verständnis dass ich vieles nicht kaufen was für andere normal ist. Tut mir leid falls mein frisch gewaschenes Gehirn sich nicht so gut zusammenlegen und in eine deiner Schubladen packen lässt 😛

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    • Inga sagt

      Muß nicht ein eingetragener Biobetrieb die Kälber eine zeit lang bei den Kühen lassen, Katarina?
      Bekommt man das nicht auch mit, wenn man da für eine Jahr Praktikum oder Ausbildung macht?

      Darf die Wiese oder Weide, worauf das Gras wächst wie gedüngt werden?

      • Katharina Vogt sagt

        Nein, steht nicht in den Richtlinien. Ich war 2017 dort in der Ausbildung und auf anderen Biobetriebe lief es auch so. Auch dass die meisten Kälber mit zwei Wochen den Hof verlassen haben.

        Kommt drauf an was man will, ein paar mehr magere Wiesen täten der Artenvielfalt sicher gut oder? Ich bin auch gar nicht generell gegen Tierhaltung, denke nur dass es gerade viel zu viel ist und dass das nichts mehr mit einem Gesunden Kreislauf zu tun hat. Ansonsten gibt es ja noch andere Wege zu düngen z.b. Leguminosen, Kompost, Brennesseljauche.
        Kannst du denn ein bisschen verstehen dass ich eine scheiß Angst vor Klimawandel und Artensterben hab? Das ist halt auch so ein Aspekt weshalb ich die Tierhaltung in dem Maß wie wir sie betreiben kritisch sehe.

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        • Reinhard Seevers sagt

          “Kannst du denn ein bisschen verstehen dass ich eine scheiß Angst vor Klimawandel und Artensterben hab? Das ist halt auch so ein Aspekt weshalb ich die Tierhaltung in dem Maß wie wir sie betreiben kritisch sehe.”

          Wenn das der Fall ist, warum projezierst du die Angst auf die Nahrungserzeugung? Warum nicht auf die mathematisch nachweisbaren Verursacher? Warum immer auf den kleinsten Faktor, dessen Einfluss max. auf der Anzahl Menschen auf dem Planeten beruht? Warum?

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          • Brötchen sagt

            Reinhard in der Zeitung war eine Kolumne einer jungen Redakteurin, die war völlig verängstigt, bezogen auf die Aufhebung der Maskenpflicht.
            Gestern auch eine Umfrage im Radio, auch alle der Meinung man muss eine Maske aufsetzen die hilft.

            Mein Schwiegersohn, um die 20, diskutiert mit mir was Wetteränderung betrifft, dabei hat er ja nur höchstens 10 Jahre Wetter erlebt.
            Im Garten hat er sicher noch nie umgegraben, denke er weiss überhaupt nicht, ob da was trocken ist oder nicht!

            Oder Journalisten sagen Wetter an, was hinten und vorne nicht stimmt, dabei müssten die die Nase nur mal aus dem Fenster halten.

            Ich frage mich immer, wenn denn die Leute so an die Unvermeidlichkeit des Untergangs glauben, wieso lassen die dann das Reisen nicht sein oder schränken ihren Konsum nicht radikal ein?!

            Nur mal so am Rande, die Alpen versinken gerade wieder im Schnee und Hannibal ist mit Elefanten über die Alpen gewandert und die hatten nur Bronzeschwerter und Holzräder……die Alpen waren schon oft eisfrei und es gab auch überall Menschen.

            Zwei Kamele und man kann überleben…..Esel leben auch fast von Zeitungspapier…

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            • Reinhard Seevers sagt

              Brötchen, die Entfernung der jungen Menschen von der Lebenswirklichkeit ist es, die mir wirklich Angst macht.

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              • Brötchen sagt

                Mir auch Reinhard, aber es sind nicht alle so!

                Ich sehe das hier auf Arbeit, die Alten halten den ganzen Laden am laufen.

                Wenn die Schneeflocken uns versorgen müssen, wird mir Angst und Bange….
                Stell mich sowieso darauf ein, das ich irgendwie allein klar kommen muss.

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                • Brötchen sagt

                  mir fällt noch ein praktisches Bsp. ein was Dürrejahre betrifft.

                  Wenn man dann keinen Tierbestand hat und nicht woanders was zukaufen kann, ist man erschossen.

                  Wir hatten im Betrieb in dem Dürrejahr die höchsten Zunahmen bei den Schafen.
                  Ich weiss das Betriebe den Straßengraben mit eingekoppelt haben, wegen Futter.
                  Zu Not kann man auch nur Maisstroh füttern, irgendwas geht immer. Aber wehe man hat keine Tiere……

                  Bei den Gemüseanabauern gilt ja umgekehrt…..wehe man hat zum rechten Zeitpunkt kein Wasser, dann ist man erschossen…wenn denn dann es heißt….ein Schiff wird kommen…

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Brötchen, die Mehrheit der Bürger kann die Lage weder nachvollziehen, noch einschätzen. Die gehen zum LIDL und fordern einfach Essen….wenn es keins gibt, wird rumgeheult, protestiert und Schuldige gesucht…..hätte, hätte Fahrradkette kann man dann nur sagen.

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                • Brötchen sagt

                  Du Reinhard im Prinzip müsste ich hier nix schreiben…..

                  Dummheit muss eben bestraft werden!

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        • Thorens sagt

          “Kannst du denn ein bisschen verstehen dass ich eine scheiß Angst vor Klimawandel und Artensterben hab? ”

          Angst ist immer ein schlechter Berater für den, der sie hat.
          Mit Angst machen jedoch lässt sich die Masse ganz gut lenken.
          Das ist bekannt, spätestens seit die Kirche vor der Hölle warnt und damit die Schäfchen gefügig macht. Zur Not lässt sich eine Verfehlung per Beichte – damit ist dann der Pfarrer über die Zustände in der Gemeinde informiert – oder per Ablasszahlung ausgleichen.

          Abgesehen von deinen Nächsten dürfte niemandem daran gelegen sein, dass du keine Angst haben musst. Ganz im Gegenteil. Denn nur durch diese Angst handelst du so, wie der Angstmacher es sich von dir wünscht.

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          • Katharina sagt

            heißt das du glaubst die Wissenschaft ist sowieso manipuliert um uns alle zu lenken?
            Ist vielleicht nich unmöglich aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich. Bist du evtl in einem Alter in dem du dir diese Sichtweise leisten kannst da du es wohl nicht mehr so lange erleben wirst und sich einzugestehen dass es echt nicht gut aussieht? Ich hab nicht nur sorgen, unterm Strich bin ich zufrieden im Leben. ich wünsche mir nur so sehr dass mein Sohn dass in meinem oder deinen Alter auch noch sein kann :/

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            • Thorens sagt

              Wer oder was ist denn “die Wissenschaft”?

              Ist es die Wissenschaft, die uns weismachen wollte, dass Rindviecher aufgrund ihrer Verdauung ein Klimaproblem sind? Seit der Weltklimakonferenz in Glasgow 2021 ist davon nicht mehr die Rede, weil man inzwischen erkannt hat, dass diese Story nicht mehr haltbar ist.

              Oder ist es die Wissenschaft, überwiegend finanziert von öffentlichen Geldern, die von irgendeiner öffentlichen Institution bewilligt werden müssen, und die damit wirtschaftlich-existenziell vom Wohlwollen derer abhängt, die die Mittel zuweisen? Wie viel mehr unabhängig ist diese Wissenschaft im Vergleich zur Wissenschaft, die von Unternehmen betrieben wird mit dem Zweck, die Unternehmensprofite über Neuentwicklungen zu verbessern?

              Wissenschaftler mit dem Anspruch, nur sich selbst und der Wahrheit verpflichtet zu sein, nehmen indes nicht teil an der großen Geldvermehrung. Angesichts dessen kann man sich getrost verabschieden von der romatischen Vorstellung, dass schon alles korrekt sein wird, wenn es nur die meisten sind, die es verlauten lassen. Andererseits: Wer sägt schon selbst am Ast, auf dem er sitzt? Da liefert man doch lieber die “Erkenntnisse”, die zum politischen Ziel passen, damit der Rubel weiter rollt.

              Selbst bin ich vor allem in einem Alter, in dem man aufgrund der gesammelten Lebenserfahrung nicht mehr über jedes Stöckchen springt und sich gern auch mal die andere Seite der Medaille anschaut, bevor man mit der Masse läuft. Selbst halte ich ein solches Vorgehen für reflektiert. Danach wird aber nicht mehr gefragt, wenn die Apokalyptiker die Meinungshoheit haben.

              In einem Punkt aber muss ich mir keine Sorgen machen. Als unfreiwillig kinderlos Gebliebener brauche ich mir über die Zukunft meines Nachwuchses keine Gedanken zu machen und darf mir sagen, selbst zum Hauptproblem dieses Planeten, nämlich der dramatischen Überbevölkerung, nicht beigetragen zu haben. Leider weiß ich nicht, wie weit dies meinen persönlichen ökologischen Fußabdruck verbessert.

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      • Smarti sagt

        Inga, ich glaube gehört zu haben, dass Demeter das mit der kuhgebundenen Aufzucht verbindlich in der Milchkuhhaltung einführen will. Ob es kommt weiss ich nicht. Jedenfalls kenne ich einen Demeter – Milchziegenbetrieb, der die Zicklein nicht bei der Ziege lässt.

      • Brötchen sagt

        Christian, die Kollegin ist ja noch etwas im Stoff, die große Masse der Bevölkerung siehst Du hier nicht.

        Eventuell auch noch fachl. Argumente oder Bsp. ?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Maßstab ihrer Denke ist die Angst vor Allem. Das ist die Folge medialer Überversorgung und Angstgetriebener Jungend-Orgas wie FFF oder “die letzte Generation” oder was auch immer.
          In dem Moment, wo Menschen Handeln können und mit ihrem Handeln etwas bewegen, ändern, schaffen, helfen….da ändert sich die Denke. Die Leute müssen einfach beschäftigt werden und sinnvolle Handlungen vollbringen, nicht influencen, bloggen, gamen oder was auch immer. Raus in die Welt und Menschen helfen, Nahrung produzieren, Müll sammeln, how ever… aber raus aus der Angstblase. Aber die sind ja sogar inzwischen so verblendet, dass sie den Menschen auch das Kinderkriegen abgewöhnen wollen, damit der Planet gerettet wird. Kannst dir nicht ausdenken.

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        • firedragon sagt

          Brötchen,
          “… Kollegin ist ja noch etwas im Stoff, …” und genau das verblüfft mich dann doch.

          • Peter sagt

            Die Frage sollte lauten, unter welchem Stoff sie steht. Für mich hört sich dass an, wie in der Landwirtschaft gelernt und was gesehen, womit nur sie nicht klar kommt. Nach der Ausbildung lieber (selbst) nicht mehr mit Tieren arbeiten, aber irgendwie darauf aufbauen. Ich würde sagen: perfekt für Bürosachbearbeitung zu landwirtschaftlichen Fragen auf Kreisebene. Was fehlt ist das Erfahrungswissen, also wird der ganze übliche Sch… nachgeplappert und damit die Abkehr vom “selbst arbeiten” gerechtfertigt.

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    • firedragon sagt

      Katharina,
      so ” … Mutterkuh die sich um ihr Kalb kümmern darf gesehen hat und besonders wenn man schonmal selbst den schmerz beim ersten stillen erlebt hat und den Anblick des kleinen Wesens für das man es gern aushält, …” denkt die Kuh nicht! So denkt der Mensch. Warum verklärst Du die Mutterkuhhaltung?
      Hast Du schon einmal gesehen, wie ein Kalb vom Euter weggetreten wird? Kommt bei Erstlingen öfter mal vor. Da wird das Muttertier fixiert, zum Schutz des Kalbes, bis es irgendwann funktioniert.
      Also nichts anderes, als wenn die Kuh das Melkzeug wegtritt.

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      • Katharina sagt

        das können wir beide nicht wissen wie eine Kuh denkt. Es gibt Forschung dazu aber zu wenig und es ist schwer festzustellen. Mein einziger Anhaltspunkt ist dass ich weiß wie ich mich als Säugetier fühle. Ich will das empfinden von Kühen nicht mit dem von Menschen gleichsetzen, ich sehe schon auch die unterschiede von Mensch zu Kuh oder von Kuh zu Spitzmaus. Aber das ist mein bester Anhaltspunkt und ich habe keinen Finanziellen Anreiz der meine Einschätzung beeinflusst.

        • Reinhard Seevers sagt

          “Aber das ist mein bester Anhaltspunkt und ich habe keinen Finanziellen Anreiz der meine Einschätzung beeinflusst.”

          Das ist auch der Grund, warum sich so viele Menschen als kompetent einschätzen. Man ist weder abhängig von der Erzeugung, noch in der Lage einen Beitrag zur Ernährung von Millionen von Mitbürgern zu leisten. Man fühlt, fordert und konsumiert. Und wenn dann die feminine Gefühlswelt im Argumentationspool liegt, hat Mann oder man eh keine Chance mehr. Es ist das Totschlagargument schlechthin.
          Ich könnte auch sagen: Was für Weicheier und Heulsusen….sag ich aber nicht, bin ja nicht blöd.🤗

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        • Smarti sagt

          Gut, Katharina. Mal angenommen, alle Landwirte von Europa richten sich nach Ihren Gefühlen…. das Kälbchen darf bei Mama bleiben, ein Leben lang. Ganz Europa ein einziger Lebenshof… wunderschön.
          Fische gehören dem Otter, das Wild dem Wolf, wenn der Wald ausgeräumt ist kriegt er glückliche Schafe serviert.
          Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten… ! Aldi” hat noch Kartoffeln, Sonnenblumenöl und etwas Obst und Gemüse zur Auswahl. Getreide wird der europäische Landwirt nicht mehr anbauen, wenn er nicht lebensmitteltaugliche Partien nicht mehr als Futter günstiger abgeben kann. ( Und die paar Mehlwürmchen…- keine Chance ).
          Oder “Aldi” sieht auch wie heute. Können Sie es mit Ihrem Gefühl als Mutter vereinbaren, wenn rund um Europa kleine Kinder (ver)hungern, weil wir zwar nichts mehr zur Ernährung beitragen, aber den Armen das Essen vor dem Mund wegkaufen ?
          Jetzt hätte ich gerne Ihre Lösung !

        • firedragon sagt

          Katharina,
          von Alter kann keine Rede sein.
          Um es in Deiner Gefühlswelt auszudrücken – das Rind ist eine Erstgebärende und ihr Baby wenige Stunden jung. Es kann sich gerade so auf den wackeligen Beinchen halten und wenn es an das Euter kommt, wird es von der Mutter weggetreten, das es nur so klatscht.

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          • Reinhard Seevers sagt

            …..und die führsorgliche Muttersau frisst ihre eigenen Kinder….na sowas.
            Die Verklärung der Natur hat inzwischen religiöse Maßstäbe angenommen.

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            • Inga sagt

              Wir hatten mal eine, die hat das gemacht, sofort nach der Geburt hat die die gefressen.
              Den Tierarzt angerufen und der hat ihr eine Art Antistressspritze gegeben .
              Haben wir das bei unseren Freunden erzählt lachte einer und meinte, da hole ich dich keinen Tierarzt, da stelle ich eine Schale Schnaps hin.
              Ob das hilft?
              Jedenfalls muss die Geburt der Sau Stress oder Schmerzen verursacht haben, dass die das macht.

          • Inga sagt

            Ich kann mich noch erinnern wie Schwer die Rinder nach der Erstgeburt an die Maschine zu gewöhnen sind, wie oft wird das Melkzeug abgetreten.
            So wird es auch mit ersten Kalbsaugen sein.
            Sollte es deswegen nicht nur unter Aufsicht geschehen?

    • Smarti sagt

      Katharina, Sie schreiben, Sie verdienen Ihr Geld mit Gemüseanbau. Mit was düngen Sie den Garten ? Mit Knochenmehl, wie es noch viele Gärtner machen ? Oder mit Mist ?
      Wie verfahren Sie mit den Schnecken ? Bei Regenwetter müssten es jeden Arbeitstag Tausende sein, die Sie abschlachten oder langsam vergiften. Auch Drahtwürmer, Läuse und Abertausende andere Insekten müssen Sie jeden Tag mit Gift entfernen, um etwas ernten zu können. Es hat mich als erfahrene Grosstierhalterin und Neu-Solawi-Gärtnerin ( Geschichte ) echt erschreckt, wie viele Tiere – von der Schmetterlingsraupe bis zur Maus – ich jeden Tag töten musste. Andere Tiere “musste” man nur verjagen, vom Reh bis zum Raben… Ohne diesen täglichen Kampf ist keine Ernte möglich. Wie leben Sie mit dieser Schuld, so als empfindsames Wesen, dass kein Kälbchen ohne seine Mutter aufwachsen lassen will ?
      Darf dann das Kalb Ihrer Meinung nach mit zwei Jahren geschlachtet werden, damit eine Mutterkuhhaltung für Fleisch “erlaubt” bleibt ?
      Oder möchten Sie lieber gar keine Nutztiere mehr sehen, damit auch niemand mehr leidet ?

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  7. Christian Bothe sagt

    Andreas: mein Kommentar in Top Agrar heute zum Thema Öko um einer unsinnigen Studie der TU München! Passt irgendwie zur Ihrer fachlichen Falscheinschätzung von Bio! „Was soll das nun wieder sein? Fakt ist, das der nicht effektive ökologische Landbau ( Vergleich von 7500 Konvis zu 400 Ökos im 11jährigen Mittel ) nur 46% Ertragsniveau bei Getreide (beispielsweise) eines konventionellen Betriebes erreicht ( BMELV). Das heißt also, das man diese ganze Umweltverträglichkeit nur mit Verzicht auf Produktivität erreicht! Das sollte uns in der heutigen Zeit ( Hunger in der Welt) zu denken geben, und solche Untersuchungen in München bringen rein gar nichts, verwirren die Bevölkerung nur unsinnigerweise noch mehr! Das Ganze kann man noch auf den Bodenschutz, die Nitratauswaschung, Energiebilanz und THG erweitern, und zeigt die waren Eigenschaften des von Özdemir und Lemke forcierten grünen ökologischen Landbaus auf! Der Hunger in der Welt ist vorprogrammiert…“

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    • evo.... sagt

      Das Problem beginnt schon, wenn man einem Bio-Professor eine Studie zur biologischen LW machen lässt. Weiß der überhaupt genau was bei Konvi läuft? Da müsste parallel jemand von Monsanto…. eine Studie machen. Der Urs Niggli hat ja mal einen Ideal-Biohof mit Tierhaltung mit einem viehlosen Konvi verglichen.

      Ist die Studie im Detail öffentlich zugänglich?

      Mal die Verwendung konventioneller Ware bei Bio verbieten. Erst dann kann man die System realistisch vergleichen. Auf Kunstdünger und Pestizide schimpfen und dann gespritztes Kunstdüngerstroh von Glyphosat-Äckern zum Einstreuen bei den Bio-Tieren zukaufen. Unser Staat subventioniert mafiotische Strukturen.

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  8. Christian Bothe sagt

    Nur mal so! War ja schon öfters in Wisconsin/USA. Der Staat selber wird ja Dairy-Land genannt, und hat das sogar auf den Nummernschild der Fahrzeuge! Das nenne ich Engagement für die Farmer vor Ort! Bekannt ist ja auch die Käseproduktion dort! Will aber nicht klugscheissern, fällt mir gerade so ein…

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  9. Andreas sagt

    Zum Glück hält sich die Bayerische Saatsregierung streng
    an die wissenschaftlichen Fakten und hat die Förderung für den
    Ökologischen Landbau im neuen KULAP wieder erhöht.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/studie-oeko-landbau-spart-milliarden-an-folgekosten-a-a36ceb98-c098-4fd0-b657-0c3f7c64d944
    Smarti, was sollen deine unqualifizierten Hetztiraden gegen den Ökolandbau,
    schliesslich wirtschaftet dein Mann auch so,
    oder hat bis vor kurzen so gewirtschaftet

    • Smarti sagt

      Andreas, ich bin weder für noch gegen eine bestimmte Form der Landwirtschaft.
      Mich entsetzt dieses Kämpfen mit Lügen gegen was auch immer ! Da machen Wissenschaftler, Politiker, NGOs und gefühlt Alle ! mit. Es ist ein Hochschrauben von Problemen, die eigentlich gar keine sind – nur für Geld, Marktanteile, Ruhm, was weiss ich.
      Warum können wir (Menschen) nicht einfach wieder normal miteinander Reden, anstatt alles kaputt zu schlagen ? Oder Anstatt mit Häme (so wie Du heute) zu reagieren.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Die sog. Folgekosten sind völliger bullshit, weil nicht fassbar und schon gar nicht zuzuordnen. Das wird dem dummen Bürger nur immer so verkauft, damit sein Gewissen beruhigt wird und er weiter Kreuzfahrten und Flugreisen machen kann, die gar keine Folgekosten haben. Man, wie blöd kann man sein?

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    • Reinhard Seevers sagt

      Zitat aus dem angeblichen Gutachten:
      “Einsparung fossiler Energie und Erhöhung der Energieeffizienz: Durch den Verzicht auf Mineraldüngerstickstoff und chemische Pflanzenschutzmittel halbiere sich der Energieeinsatz von 14 auf sieben Gigajoule je Hektar.”

      Ja, nee iss klar, 50% weniger ergeben auch 50% weniger Nahrungsmittel…am Besten gleich 100% weniger, dann stirbt man an Unterernährung und die Klimabilanz ist überragend!
      Aber nur in Deutschland, und dafür müssen die Grenzen dicht, damit keiner raus kann, rein darf jeder…gestorben wird gefälligst zu Hause.

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      • Reinhard Seevers sagt

        ….komisch ist doch, dass die Schlaumeier alle Hoffnungen zur Weltrettung auf nur 30% Bio verteilen können…die übrigen 70% konventionellen müssen wohl dafür herhalten, dass das Schwurbelkonzept auch funktioniert oder wie?

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        • Jürgen Donhauser sagt

          Vor allem weil eben nicht bilanziert wird. Kann sein, dass weniger Energie-Input im Ökolandbau notwendig ist – dafür ist aber auch deutlich weniger Energie-Output durch fehlende Pflanzenmasse das Resultat. Die Energiebilanz für Dünger und Pflanzenschutzmittel ist aber deutlich positiv!!!!!

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      • ReinerStoff sagt

        Dazu kommt ja noch, dass wir im grünen Taka-Tuka-Land bald unendlich erneuerbare Energie haben werden, also wird auch dann der böse Mineraldünger/Chem. Pflanzenschutz aus dieser Energie ein Guter! 😉

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        • Smarti sagt

          ReinerStoff, darauf muss man erst mal kommen. Super !
          Jetzt nur noch die Landwirtschaft zum Hobby erklären ( siehe Klimakleber ) und alles wird gut 🙂 .

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    • Pälzer Buh sagt

      Wer der den “Spiegel” als Wahrheitsjournalismus für richtig hält, kann auch gleich Gebrüder Grimm’s Märchen als Wahr darstellen oder besser noch Baron Münchhausen.

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  10. Ludwig sagt

    Das Wissen über das Nahrungsmittel Milch ist in der Breite der Jüngeren ungenügend.Milch enthält eine Bandbreite an wichtigen Nährstoffen. Wichtig dabei ist natürlich das Eiweiß , Fett usw. .Es ist ein wichtiger Baustein in der Ernährung , speziell für Kinder und Jugendliche. Auch hilft es dem Körper in der Immunität stabiler zu werden. Die Breite der Milchprodukte bietet so fast Allen eine reichhaltige Auswahl und beugt einseitiger Ernährung vor.

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Die Massai sind als Krieger (Moran) und Rinderhirten berühmt. Durch die zunehmende Zersiedelung Kenias wird die nomadische Lebensweise der Massai immer stärker behindert. Die Naturreservate Massai Mara, Tsavo, Serengeti und Amboseli schränken diese Bewegungsfreiheit ebenfalls ein.

      Ihre Kultur dreht sich um das Rind. Ein „guter“ Massai hat nicht weniger als 50 Rinder. Das Trinken von Rinderblut, teilweise vermischt mit Milch, gehört zum Leben und den Zeremonien dazu.[4] Dabei wird dem Rind der Kopf festgehalten und mit einem Pfeil die zum Anschwellen gebrachte Halsvene angeritzt – jedoch nicht durchtrennt. Nach dem Auffangen von bis zu zwei Litern wird das Rind verbunden und lebt weiter. Nach Zugabe der Milch wird das Gefäß lange geschüttelt, um einen „Blutkuchen“ zu verhindern. Es wird frisch – aber auch nach einer Reifephase von zwei Tagen – getrunken und ist das Hauptnahrungsmittel der Massai. Es wird saroi genannt.

      Um die Hütten, in denen auch Kleintiere schlafen, wird eine Dornenhecke gezogen. Nachts kommen die Rinder, Schafe und Ziegen in diesen Schutzbereich.

      Die Massai jagen so gut wie gar nicht. Sie ernähren sich hauptsächlich von dem Fleisch ihrer Schafe und Ziegen.[4] Manchmal jagen jedoch Massaikrieger Löwen und Elefanten, um die eigene Stärke zu zeigen.”
      Quelle: Wikipedia

      Man, wie können diese poc nur so umweltzerstörend und Tierquälerisch unterwegs sein….
      Da muss der deutsche Gutmensch schleunigst eingreifen und fordern, dass diese Menschen eine kulturelle Bildung erfahren, damit sie vegan und ohne Tierleid zu erzeugen, zur Seßhaftigkeit kommen…wo kommen wir denn da hin, wenn jeder poc macht was er will. 😎

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      • Inga sagt

        Das Blutabzapfen ist auch kulturell, wie das Kühe Melken.

        Also ergibt Milch und Rinderblut nach dem schütteln und 4 Tagen Ruhezeit ein Kuchen?
        Weil das Eiweiß in der Mischunng gerinnt?

    • Inga sagt

      Ganz richtig.
      Warum wollte meine Oma den Katzen und den Igel immer Milch geben?

      Weil die Mäuse fessen und Weil sie dachte die Mäuse wären giftig.
      Also ist Milch ein gutes Mittel gegen Gift?

  11. Andreas sagt

    Die Milchbauern haben ihre Produktion seit Januar 2022 um 4 % gesteigert.
    Das ist die beste Voraussetzung, damit der Milchpreis wieder um 40 % fällt.
    Ein tolles Geschäftsmodell ???

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      • Smarti sagt

        Ich warte ja nur darauf, dass irgendeinem Dödel auffällt, dass Bio die Welt doch nicht rettet und daraufhin die Bioprämien gestrichen werden.
        Jetzt sollen ja Steuervergünstigungen für Landwirtschaftliche Maschinen gestrichen werden, da diese “umweltschädlich” seien… dann nimmt es seinen natürlichen Lauf…
        Auch Agrarprämien werden ja umgewidmet ( ein netteres Wort für zusammengestrichen ).
        Nun, wahrscheinlich ist das die Chance. Vorausgesetzt, es wird nicht bald auch noch das Arbeiten verboten.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Wir hatten mal einen Nachbarn, der war auch so schlau wie Andreas. Der meinte, dass er die Kosten für das teure Milchleistungsfutter sparen könne und hat es weggelassen….der produziert seit 20 Jahren nicht mehr, der hat Andreas Rat schon vorweggenommen.😀

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      • Smarti sagt

        Wer Biodiesel verbieten kann, kann auch Milchleistungsfutter deckeln…
        Ötzi träumt bestimmt schon davon.

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Im mit Abstand größten Biomilchland Bayern – wo etwa die Hälfte der gesamten deutschen Biomilch erzeugt wird, bekommen die Bauern nur 58,28 Cent ausgezahlt und damit 6,6 Cent bzw. rund 10 % weniger als in die Bio-Kollegen im Norden.

      Außerdem sind die Biomilchpreise im Süden sogar niedriger als die konventionellen Preise im Norden – die in Schleswig-Holstein bei 59,71 Cent liegen und in Niedersachsen bei 59,22 Cent.

      Das hat es zuvor noch nie gegeben und ist im wesentlich der Preis- und Nachfrageentwicklung an den Verbrauchermärkten geschuldet. Also eine unmittelbare Folge der sehr hohen Inflation und des veränderten Verbraucherverhaltens.”

      Zitat aus agrarheute aus 10/22.
      Man, wie blöd oder Andreas? Da hätten die Biomelker eigentlich gleich aufhören müssen, wenn man Andreas Empfehlungen folgen würde.
      Aber Gott sei dank ist ja bereits verkündet, dass die Inflation sinken wird und damit wieder mehr Geld in die Taschen der Biokonsumenten verbleiben wird….es wird wieder aufwärts gehen! Glaubste dran Andreas? Oder sollten die Biomelker einfach weniger produzieren, damit der Preis steigt? Na, wie schaut die Glaskugel-Empfehlung aus?

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  12. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Nachdem die Milchbauern im letzten Jahr sehr auskömmliche Preise erzielt hatten,ist der LEH jetzt wieder dran die Preise zu deckeln,weil ihre Margen zu gering sind.

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    • Inga sagt

      Ach, jetzt nimmt der LEH den mit Händen arbeitenden Bauern wieder was weg?
      Schämen die sich nicht!
      Da steckt auch ein Teil Kinderarbeit drin,

      Echt unsozial!

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