Bauer Willi
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Europas “Green Deal” schadet anderen

Die Zeitschrift Nature war mir bisher nicht dadurch bekannt, dass sie sich in aktuelle politische Diskussionen einmischt. Sie hat aktuell einen Text veröffentlicht, in dem die drei Autoren – alle in deutschen wissenschaftlichen Instituten (KIT) tätig – hart mit dem Green Deal ins Gericht  gehen. Hier der Originaltext in Englisch.

https://www.nature.com/articles/d41586-020-02991-1

Hier die deutsche Übersetzung. Punkte, die mir wichtig erschienen, habe ich fett markiert und meine Kommentare kursiv eingefügt.

“Europas Green Deal verlagert Umweltschäden in andere Länder

Die Einfuhr von Millionen Tonnen Getreide und Fleisch pro Jahr untergräbt die landwirtschaftlichen Standards in der Europäischen Union und zerstört die Tropenwälder.

Der Green Deal der Europäischen Union droht ein schlechtes Geschäft für den Planeten zu werden. Dieses ehrgeizige Politikpaket, das im Dezember 2019 angekündigt wurde, zielt darauf ab, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen. Es enthält Ziele zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen und zur Förderung von Wäldern, Landwirtschaft, umweltfreundlichem Verkehr, Recycling und erneuerbaren Energien. Die EU will “dem Rest der Welt zeigen, wie man nachhaltig und wettbewerbsfähig sein kann”, wie Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, sagte.

Hinter der Rhetorik verbergen sich Probleme. Erstens ist die EU stark von Agrareinfuhren abhängig; nur China importiert mehr. Im vergangenen Jahr kaufte die Region ein Fünftel der Feldfrüchte und drei Fünftel der Fleisch- und Milchprodukte ein, die innerhalb ihrer Grenzen verbraucht werden (118 Megatonnen (Mt) bzw. 45 Mt). Dies ermöglicht es den Europäern, weniger intensiv zu wirtschaften. Dennoch kommen die Importe aus Ländern, deren Umweltgesetze weniger streng sind als die in Europa. Und die EU-Handelsabkommen verlangen nicht, dass die Importe nachhaltig produziert werden.

In den letzten 18 Monaten hat die EU Abkommen (von denen einige noch ratifiziert werden müssen) unterzeichnet, die fast die Hälfte ihrer Importe von Feldfrüchten abdecken – mit den Vereinigten Staaten, Indonesien, Malaysia und dem Mercosur, dem südamerikanischen Handelsblock, der Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay umfasst. Pakte mit Australien und Neuseeland liegen auf dem Tisch. Jede Nation definiert und durchsetzt Nachhaltigkeit anders. Viele verwenden Pestizide, Herbizide und genetisch veränderte (GVO) Organismen, die in der EU streng begrenzt oder verboten sind. (Tabelle im Original)

  • Das Nettoergebnis?

Die EU-Mitgliedstaaten lagern Umweltschäden in andere Länder aus, während sie gleichzeitig die Lorbeeren für die grüne Politik im eigenen Land einheimsen. Obwohl die EU anerkennt, dass einige neue Gesetze rund um den Handel erforderlich sein werden, wird sich kurzfristig unter dem Green Deal nichts ändern.

Zum Beispiel zwischen 1990 und 2014 wuchsen die europäischen Wälder um 9%, eine Fläche, die ungefähr der Größe Griechenlands (13 Millionen Hektar; Mha) entspricht. Anderswo wurden rund 11 Millionen Hektar abgeholzt, um Nutzpflanzen anzubauen, die innerhalb der EU verbraucht wurden. Drei Viertel dieser Entwaldung standen im Zusammenhang mit der Ölsaatenproduktion in Brasilien und Indonesien – Regionen mit einer beispiellosen Artenvielfalt und Heimat einiger der weltweit größten Kohlenstoffsenken, die für die Eindämmung des Klimawandels von entscheidender Bedeutung sind. Solche Auswirkungen müssen vermieden werden, wenn der Green Deal die globale Nachhaltigkeit fördern soll. Hier skizzieren wir, wie.

Der Green Deal wird die europäische Landwirtschaft im nächsten Jahrzehnt verändern. Eine Initiative “vom Erzeuger zum Verbraucher” (gemeint ist die Strategie “From Farm to Fork) zielt darauf ab, den Düngemitteleinsatz in Europa um 20% und den Einsatz von Pestiziden um 50% zu reduzieren, wobei bis 2030 ein Viertel der Fläche ökologisch bewirtschaftet werden soll. Die EU plant, 3 Milliarden Bäume zu pflanzen, 25.000 Kilometer Flüsse wiederherzustellen und den Rückgang der Bestäuber umzukehren.

Es wurden keine parallelen Ziele für den Außenhandel festgelegt. Ein Flickenteppich von Regeln, von denen einige obligatorisch und andere freiwillig sind, wird auch weiterhin die Nachhaltigkeit der Agrarimporte in die EU bestimmen. Alle müssen sich an eine übergreifende Politik halten, die 2018 überarbeitete Richtlinie über erneuerbare Energien. Sie schreibt zum Beispiel vor, dass Ölsaaten wie Sojabohnen nicht von kürzlich abgeholzten Flächen stammen dürfen. Solche Anforderungen sind lückenhaft und schlecht durchgesetzt.

Die Zollbehörden verfügen nicht über die Mechanismen, das Geld oder das Personal, um zu überprüfen, ob die Waren bei ihrer Ankunft in europäischen Häfen den Nachhaltigkeitskriterien entsprechen. Die EU-Handelsabkommen schweigen darüber, welche spezifischen Normen Importe erfüllen müssen oder ob Exportländer über angemessene Umweltgesetze oder eine angemessene Überwachung verfügen sollten. So verpflichten sich die Unterzeichner des EU-Mercosur-Pakts beispielsweise lediglich, sich um eine Verbesserung ihrer Umwelt- und Arbeitsschutzgesetze zu “bemühen”.

Freiwillige Zertifizierungssysteme füllen die Lücke. Diese werden von Vertretern der Landwirtschaft und der Industrie entwickelt und von der EU akkreditiert. Ein weit verbreitetes System, das vom Europäischen Verband der Mischfutterhersteller (FEFAC) in Belgien betrieben wird, berät die Mitglieder darüber, welche Nachhaltigkeitsregeln sie bei der Produktion oder dem Kauf von Futtermitteln beachten müssen. Diese Richtlinien betreffen die Einhaltung von Gesetzen, Arbeitsbedingungen, Umweltverantwortung (Vermeidung von Abholzung und Schutz von Naturschutzgebieten), landwirtschaftliche Praktiken und die Achtung von Land- und Gemeinschaftsrechten.

Einige Unternehmen definieren ihre eigenen Benchmarks nach ähnlichen Grundsätzen. Der US-Konglomerat Cargill zum Beispiel – das mit Agrarrohstoffen handelt, sie einkauft und vertreibt – wirbt für seinen “Triple S”-Standard (nachhaltig beschafft und geliefert). Amaggi, der weltgrößte Sojabohnenproduzent, verfolgt für seine Aktivitäten in Brasilien Nachhaltigkeitsprogramme wie ProTerra. Die Berichterstattung der Unternehmen zur Nachhaltigkeit bleibt jedoch freiwillig. Viele Unternehmen, darunter auch Cargill, berichten nicht umfassend und beanspruchen Vertraulichkeit.

Die Zertifizierungsraten sind daher niedrig. Beispielsweise entsprachen 2017 nur 22% des in Europa verwendeten Sojas den FEFAC-Richtlinien. Nur 13% wurden als entwaldungsfrei zertifiziert. Die EU importiert jährlich Rindfleisch im Wert von 500 Millionen US-Dollar aus Brasilien, das größtenteils von Unternehmen geliefert wird, die Fleisch aus neu abgeholzten Gebieten beziehen. Die Agrarimporte der EU sind mit mehr als einem Drittel der gesamten Entwaldung verbunden, die seit 1990 im weltweiten Handel mit Nutzpflanzen stattgefunden hat.

Dieses Regelwerk wird auch unter dem Green Deal unverändert bleiben und seine Versäumnisse fortsetzen. Beispielsweise ignoriert die Richtlinie über erneuerbare Energien frühere Entwaldungen, insbesondere Flächen, die vor 2008 gerodet wurden, dem Jahr, in dem die Richtlinie für eine zweite Periode erneuert wurde. Bauernhöfe, die auf den Flächen ehemaliger Wälder geschaffen wurden, können daher jetzt als “nachhaltig” gelten.

Dazu gehören 9 Mio. Hektar Land, vor allem im brasilianischen Amazonasgebiet und im Cerrado, das zwischen 1990 und 2008 abgeholzt wurde. Dies geschah, um die steigende Nachfrage der EU nach Ölsaaten für Tierfutter und Biodiesel zu decken, die sich zwischen 1986 und 2016 verdoppelt hat (siehe “EU-Importtreiber”). Die EU baut selbst nur wenige Ölsaaten an: Raps, Sonnenblumen und Oliven machen nur 7% aller Kulturen auf dem Kontinent aus. Der Großteil ihrer Importe (90%) kommt aus 8 Ländern, hauptsächlich aus Brasilien. Die Mehrheit sind Sojabohnen und Palmöl, die die Hälfte der Pflanzenimporte der EU ausmachen.

Geopolitische Spannungen verschlimmern die Lage. Dank des gegenwärtigen Handelskrieges zwischen den USA und China kauft China beispielsweise mehr Sojabohnen aus den Mercosur-Ländern als aus den Vereinigten Staaten. Das erhöht den Druck auf die Landnutzung und erhöht die Wahrscheinlichkeit der Entwaldung. Das Handelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur (das noch ratifiziert werden muss) wurde im Prinzip 2019 vereinbart, genau wie der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro Umweltvorschriften und die Landrechte der indigenen Völker zurücknahm. Dies führte zu einer Reihe absichtlicher Waldbrände im gesamten Amazonasgebiet – heute brennen noch mehr.

  • Doppelte Standards

Landwirtschaftliche Praktiken, die in Europa eingeschränkt sind, sind bei Importen ausdrücklich erlaubt und werden nicht einfach übersehen. Beispielsweise sind gentechnisch veränderte Organismen in der EU-Landwirtschaft seit 1999 stark eingeschränkt. Dennoch importiert Europa GV-Sojabohnen und GV-Mais (Mais) aus Brasilien, Argentinien, den Vereinigten Staaten und Kanada.

Viele GV-Nutzpflanzen sind gegen Herbizide resistent. Beispielsweise sind 80 % der Sojabohnen in den Vereinigten Staaten und Brasilien von Glyphosat, einem Herbizid, das in der EU Beschränkungen unterliegt, nicht betroffen. Die Ausbringungsraten von Herbiziden, einschließlich Glyphosat, haben sich bei einigen Kulturen in den Vereinigten Staaten in den letzten 10 Jahren verdoppelt. Die Handelspartner Europas verwenden im Durchschnitt mehr als doppelt so viel Düngemittel für Sojabohnen (34 kg pro Tonne Sojabohne gegenüber 13 kg in der EU). Brasiliens Verbrauch hat sich seit 1990 auf 60 kg pro Tonne im Jahr 2014 verdoppelt.

Auch der Pestizideinsatz hat in acht der zehn wichtigsten Handelspartner der EU zugenommen, zum Nachteil der Bestäuber. Brasiliens zunehmender Einsatz von Pestiziden (seit 2016 wurden 193 in der EU verbotene Pestizide zugelassen) wurde mit dem Rückgang der Bienenpopulationen in Verbindung gebracht. Aus diesem Grund hat die EU viele der gleichen Pestizide (wie z.B. Neonicotinoide) eingeschränkt.

  • Vom Mythos zur Realität

Die EU muss die folgenden Schritte unternehmen, um sicherzustellen, dass der Green Deal seinem Namen gerecht wird.

Nachhaltigkeitsstandards harmonisieren. Der Block sollte die Umweltstandards für Importe und einheimische Produkte straffen und angleichen. Er sollte sie mit Zollkontrollen durchsetzen und ein klares Zertifizierungs- und Kennzeichnungssystem entwickeln und fördern. Obwohl die EU die Standards anderswo nicht durchsetzen kann, kann sie verlangen, dass Waren, die auf den europäischen Markt kommen, ihren Vorschriften entsprechen. Dies kann externe Produzenten ermutigen, ihre Standards auf EU-Niveau anzuheben; einige Landwirte in Brasilien tun dies bereits.

Abschätzung der globalen Auswirkungen. Die EU evaluiert einige ihrer Auswirkungen des Agrarhandels auf die Nachhaltigkeit, einschließlich der eingebetteten Entwaldung. Aber es gibt keinen spezifischen Maßstab für diesen Handel. Der Green Deal sollte einen Standard definieren, der auf den aktuellen Auswirkungen beruht, und Ziele festlegen, die darüber hinausgehen – etwa die Gewährleistung einer starken Reduzierung des Einsatzes von Düngemitteln und Pestiziden und die Vermeidung von Entwaldung und damit verbundenen Emissionen.

Die Produktion von Bioenergie zurückfahren. Die Ziele der EU im Bereich der erneuerbaren Energien, wie die Einbeziehung von 10% Biokraftstoff in Dieselkraftstoff bis Ende dieses Jahres (auf dem richtigen Weg), waren die wichtigsten Triebkräfte für einen Anstieg der Sojaimporte aus Brasilien, allein um 2% im Jahr 2019 (siehe go.nature.com/34k6gbt). Eine Studie8 hebt die negativen Auswirkungen großer Gebiete der Bioenergieproduktion hervor, darunter die Verdrängung von Flächen, die für die Nahrungsmittelproduktion oder die Erhaltung der biologischen Vielfalt genutzt werden könnten. Die Verringerung oder sogar das Verbot von Importen von Bioenergie-Rohstoffen würde die Nachhaltigkeitsziele unterstützen.
Rinder stehen hinter einem Stacheldrahtzaun, während sie auf einer Farm in Saint Santin, Frankreich, mit Sojabohnenpellets aus einem Eimer gefüttert werden.

Den Kohlenstoff-Fußabdruck Europas weltweit bewerten. Die Kohlenstoffbilanzierung nach dem Pariser Abkommen erfasst nur Emissionen, die innerhalb einer Nation produziert werden, nicht diejenigen, die in den dort verbrauchten Gütern enthalten sind, sondern die anderswo produziert werden. Jeder EU-Bürger “importiert” derzeit etwa 1 Tonne Kohlendioxid pro Jahr in Waren, die in die EU gelangen. Mit dem Green Deal besteht die Gefahr, dass sich dieser Fehltritt fortsetzt. Stattdessen sollte die EU ihren globalen Kohlenstoff-Fußabdruck bewerten, veröffentlichen und versuchen, ihn zu verringern.

Verringern Sie den Verbrauch. Die Europäer zu ermutigen, weniger Fleisch und Milchprodukte zu essen, würde den Bedarf an Agrarimporten verringern. Solche Reduzierungen sind politisch schwierig, wie die Lobbyarbeit für und gegen “Fleischsteuern” zeigt. Sie werfen moralische und ethische Fragen im Zusammenhang mit internationaler Entwicklung, Ernährungssicherheit, Zugang und Ernährung auf. Aufklärungsprogramme würden das Bewusstsein schärfen und den Zusammenhang zwischen Konsumentscheidungen und Umweltzerstörung aufzeigen (siehe www.glopan.org/foresight2). Einige Kosten von Umweltschäden könnten in die Nahrungsmittelpreise einfließen, vorausgesetzt, diese tragen nicht zu Ernährungsunsicherheit und ungleichem Zugang zu Nahrung bei.

Erhöhung der einheimischen Produktion. Die Abhängigkeit der EU von Agrarimporten ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Politik und von Ereignissen, die die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringert haben. So wurden beispielsweise in den 1990er Jahren nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die nicht wettbewerbsfähigen Agrounternehmen in Osteuropa aufgegeben. Im darauf folgenden Jahrzehnt legten die Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU Subventionen auf der Grundlage der Fläche und nicht der Produktion fest, mit dem ausdrücklichen Ziel, die Nahrungsmittelproduktion insgesamt zu reduzieren. Ein Teil der aufgegebenen Flächen – z.B. Gebiete mit geringerer Artenvielfalt oder nichtlandwirtschaftlicher Nutzung – sollten nun wieder der Landwirtschaft zugeführt werden, um den Druck in den Tropen zu verringern.

Die Steigerung der einheimischen Produktion wird politisch brisant sein. Sie könnte die Kohlenstoffvorräte in den Wäldern verringern, die Artenvielfalt verringern und die landwirtschaftliche Verschmutzung in Europa erhöhen. In der Tat sind Aktualisierungen der GAP, die im nächsten Jahr kommen sollen, kritisiert worden, weil sie genau diese Auswirkungen verstärken und nicht weit genug gehen, um den Umweltzielen des Green Deal zu entsprechen. Nichtsdestotrotz sind die Lebensmittelproduktionssysteme der EU hochtechnologisch und effizient. Wir schlagen vor, dass Sojabohnen in Europa auch ohne genetische Veränderung mit weniger Dünger und auf weniger Land produktiver angebaut werden könnten als anderswo. Die EU ist jedoch nicht in der Lage, ihren Bürgern die derzeitigen Kompromisse zwischen Importen, inländischer Produktion und Konsum zu erklären, ohne eine klare Strategie, um die Auswirkungen in Zukunft zu minimieren.

Unserer Ansicht nach sollte sich die EU zu Praktiken der “nachhaltigen Intensivierung” bekennen, bei denen neue Technologien zur Steigerung der Ernteerträge eingesetzt werden. Beispielsweise können Geneditierungstechniken (wie CRISPR-Cas) die genießbare Masse, die Höhe und die Schädlingsresistenz von Pflanzen verbessern, ohne Gene einer anderen Art zu verwenden9. Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten und China behandelt die EU CRISPR derzeit als konventionelle GV-Technologie und hinkt sowohl bei den CRISPR-Patenten für die landwirtschaftliche Nutzung (18 in Europa, 61 in den Vereinigten Staaten und 259 in China) als auch bei den Investitionen in diese Forschung hinterher10.

Auch Indoor-Landwirtschaftstechnologien, wie der vertikale Anbau von Lebensmitteln, sind entwicklungsreif. Obwohl diese Methoden noch nicht in der Lage sind, Grundnahrungsmittel wie Sojabohnen energieeffizient zu produzieren, werden sie für Gemüse, Obst und Knollen, die etwa 18% der Pflanzenproduktion der EU ausmachen, immer rentabler. Gewinne bei Solarenergie und Beleuchtung würden es ermöglichen, mehr Arten von Nutzpflanzen in Innenräumen anzubauen. Die EU sollte ähnliche Forschungsinitiativen wie in den Vereinigten Staaten, Kanada, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Japan, China und Singapur verfolgen und die vertikale Landwirtschaft im Rahmen der GAP in Betracht ziehen.

Eine Neuausrichtung der landwirtschaftlichen Produktion wird dazu beitragen, Europas Nahrungsmittelpflanzen gegen globale Marktschwankungen, Störungen in der Versorgungskette und einige der Auswirkungen des Klimawandels zu isolieren. Da die Räumung von Lebensräumen die Wahrscheinlichkeit erhöhen kann, dass neue Infektionskrankheiten vom Tier auf den Menschen überspringen, könnte eine solche Politik auch dazu beitragen, künftige Pandemien zu vermeiden.”

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90 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Ja , Ja die Wissenschaft. Von Freiheit der Wissenschaft ist in unserem Lande nicht mehr viel übrig. Wer nicht dem Mainstream und der Regierung folgt , bekommt weniger oder keine Forschungsgelder mehr zugeteilt. Statt Ergebnisoffen forschen zu lassen , lassen unsere Regierenden das Ergebnis der Forschung in vielen Fällen schon vorher feststellen. Das führt uns in eine gefährliche Sackgasse. Unsere Regierenden sind halt die “Besseren” Forscher und Unternehmer !

  2. Bauer Willi sagt

    Bin von (Prof.) Sebastian Lakner bei Twitter heute morgen blockiert worden. Habe kritisiert, dass die Forschung an den Erfordernissen der Praxis vorbeigehen.

    • Brötchen sagt

      Willi das kannst Du alles ignorieren, was die da verzapft haben.
      Ist eigentlich zu viel Mühe sich mit dem Quark auseinanderzusetzen, eigentlich eine Blamage.

      Ich würde sowas niemandem anbieten wollen.

    • Thomas Apfel sagt

      Hallo Herr Dr. Kremer-Schillings,
      von der Struktur her finde ich die Lakner/Oppermann Variante gar nicht so schlecht. Sie ist überschaubar, zeigt fairerweise die Konsequenzen für die einzelnen Betriebstypen in den verschiedenen Bundesländer auf. Wenn man die unterlegten NABU Wünsche nach mind. 10. besser 20 % Stilllegung mal weglässt und den Rahmen von den Zahlen und Maßnahmen in ein Punktesystem wandelt (siehe BfN Insel Vilm), könnte man was Sinnvolles draus machen. In einem Punkt stimme ich mit denen nämlich überein: “Wir brauchen ein ausreichend großes Netz gut gemangter (Kombinationen) Stilllegungen und Landschaftsstrukturelementen”. Das Problem ist eher, wenn die Struktur schon da ist, wie wird das bewertet ? Es ist nämlich ziemlich sinnfrei nur die “leeren” Nettoackerflächen für die Bewertung heranzuziehen, Es müssen schon die Bruttokatasterflächen und die natürlich gegebene Struktur außerhalb der Nutzflächen mit herangezogen werden. Wenn zum Bespiel Jemand neben seinen Ackerflächen Streuobst bewirtschaftet, muss er nicht noch zusätzlich guten Ackerboden stilllegen. Das was der Prof. Feindt von der HUB sagt: “Das Wichtigste ist, dass wir eine Transformationsnotwendigkeit durch gemeinsame Analyse integrierter und gut aufbereiteter Daten erarbeiten, damit wir Konsens darüber haben, dass überhaupt eine Transformation notwendig ist.” wäre m. E. mit Herrn Lakner gut zu realisieren. Er erscheint mir zu mindestens nicht so “verframet” wie andere Kollegen seiner Zunft.

    • Weiß denn der Herr Prof., nicht, dass das Fast in allen Fachbereichen mehr oder weniger so ist?

      Deswegen muß man darüber diskutieren!!!

  3. Reinhard Seevers sagt

    Hier eine kurze Zusammenfassung der DAF- Tagung und die Sicht der einzelnen Wissenschaftler zum Thema der Ökologisierung der (deutschen ?) Landwirtschaft.
    Die unterschiedlichen Sichtweisen zeigen schön, dass sogar “Fachleute” Probleme im finden von Lösungen haben. Und wenn dann von Nichtfachleuten immer irgendwelche Luftschlösser gefordert werden, dann fragt man sich, was das bringen soll…..der Weg ist ein langer, wenn er gegangen werden soll, dann geht das nicht ohne die Akteuere, die Erzeuger, die Landwirte….das erkennen die klugen Köpfe dann aber auch schon.

    DAF-Tagung 2020: Führende Agrarforscherinnen und Forscher diskutieren über die Ökologisierung der Landwirtschaft

    DAF-Tagung 2020 im digitalen Format – 11 Wissenschaftler*innen präsentierten den Stand der Forschung und Lösungsmöglichkeiten zu einer gesellschaftlich anerkannten Landwirtschaft

    (DAF). Der Dachverband wissenschaftlicher Gesellschaften der Agrar-, Forst-, Ernährungs-, Veterinär- und Umweltforschung (DAF) hatte seine diesjährige Jahrestagung unter das Thema: „Ökologisierung der Landwirtschaft“ gestellt und für den 15. Oktober 2020 erstmals zu einer digitalen Veranstaltung eingeladen. Mit über 300 Anmeldungen aus den Bereichen Wissenschaft und Forschung, landwirtschaftlicher Praxis, Wirtschaft, Verwaltung und Politik sowie von NGOs und Medien erreichte die Videokonferenz mit dem hochaktuellen Thema überdurchschnittlich viele Teilnehmer.

    Prof. Dr. Karl H. Mühling von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Präsident des DAF, ging in seinem Schlusswort auf einige Aspekte aus den Vorträgen näher ein:

    Die Spezialisierung der Betriebe in Ackerbau-, Futterbau- und Veredlungsbetriebe hätte zwar die Arbeitsproduktivität erhöht, die Ausbildung viehintensiver Regionen sei jedoch ein schwerer organisatorischer Fehler gewesen.
    Die politische Förderung der vielen Biogasanlagen, besonders in Futterbaugebieten, hätten durch die anfallenden Gärrückstände dazu beigetragen, dass sich die Nährstoffbilanzen nicht positiv entwickeln konnten.
    Ein Verbund aus Veredlungs-, Futterbau- und Ackerbaubetriebe, wie schon etliche positive Beispiele zeigten, könne ein neuer Weg sein. Mehr Nährstoffkooperationen müssten geschlossen werden.
    Fruchtfolgen sollten erweitert und insbesondere durch mehr Leguminosen ergänzt werden. Körnerleguminosen könnten interessante Marktfrüchte werden (z.B. Ackerbohnen in Norddeutschland, Soja in Süddeutschland).
    Aus naturwissenschaftlicher Sicht könne man aus dem Biolandbau lernen, indem Klee und Luzerne in Fruchtfolgen einbaut werden oder der konventionelle Landbau auch mehrjähriges Kleegras nutze. Betriebswirtschaftlich sei dies unter den gegenwärtigen Bedingungen nur schwer vorstellbar. Dann müssten weitere Nebenbedingungen formuliert werden wie ordnungsrechtliche Vorgaben, veränderte Förderinstrumente u.ä..

    „Die Herausforderung ist eine ökologische Intensivierung ohne signifikanten Ertragsrückgang und gleichzeitiger Honorierung der Ökosystemleistungen“, fasste Prof. Mühling zusammen. „Auf der einen Seite brauchen wir eine hohe Produktivität auf Gunststandorten, um die Welternährung sicher zu stellen. Auf der anderen Seite brauchen wir auf jeden Fall eine höhere Stickstoff- und Phosphor-Effizienz bei gleichzeitig verringerten Überschüssen. Es geht um Ertragssicherheit bei dem anstehenden Klimawandel und um Ertragssteigerungen auf marginalen Böden in anderen Teilen der Welt, z. B. Afrika. Wir brauchen mehr Biodiversität, mehr Ökosystemleistungen, aber bei gleichbleibendem oder nur geringfügig reduziertem Ertragsniveau.“ In diesem Zusammenhang sei es sinnvoll, die Ökologisierung der Landwirtschaft kollektiv zu betrachten, so der Professor für Pflanzenernährung.

    Zitate aus den Vorträgen:
    Prof. Dr. Alexander Wezel, ISARA, Lyon: „Regierungen und Politik sollten bei der Leistungsbewertung von Produktions- und Nahrungsmittelsystemen relevante Parameter berücksichtigen, inklusive deren Auswirkungen auf Umwelt und soziales Gefüge (z.B. ökologischer Fußabdruck). Viele agrarökologische Praktiken basieren auf der Nutzung der Biodiversität, und viele Landwirte nutzen diese auch schon in vielfältiger Art und Weise. Ökonomische Verbesserungen für Landwirte sind nachweisbar.“

    Prof. Dr. Friedhelm Taube, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel: „Wenn gleichermaßen hohe – nicht höchste – Produktionsleistungen und Umweltziele erreicht werden sollen, dann ist ein Paradigmenwechsel hin zur ‘ökologischen Intensivierung’ notwendig. ‘Landwirtschaft 4.0’ kann ein taktisches Werkzeug auf diesem Pfad sein, es ist nicht die strategische Lösung. Da wir am Beginn eines Transformationsprozesses stehen und nicht am Ende, ist es besser, ein nachhaltiges Wachstum im Ökolandbau und zusätzlich eine ökologische Intensivierung in sogenannten konventionellen Systemen anzustreben und beide Bewirtschaftungssysteme einander anzunähern.

    Prof. Dr. Henning Kage, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel: „Durch Fruchtfolgegestaltung können Nährstoffverluste insbesondere durch Nitratauswaschung wesentlich gemindert werden und/oder der Düngebedarf innerhalb der Fruchtfolge durch die Integration von Körnerleguminosen oder Zwischenfrüchten gesenkt werden.
    In der Praxis stehen jedoch häufig vergleichsweise niedrigere Erträge und schlechte Vermarktungsmöglichkeiten der zusätzlichen in die Fruchtfolgen zu integrierenden Kulturen sowie ein höherer Aufwand (Zwischenfrüchte) der Erweiterung der Fruchtfolgen aus betriebswirtschaftlicher Sicht entgegen.“

    Prof. Dr. Bärbel Gerowitt, Universität Rostock: „Um entstehenden Lücken durch weniger chemischen Pflanzenschutz zu begegnen, muss auf allen Ebenen viel mehr Wissen zur Ökologisierung der Anbausysteme in die Entscheidungsprozesse einfließen. Die erforderlichen Anbausystemänderungen sind fundamental. Die Veränderungen müssen von allen Akteuren (Landwirtschaft, Pflanzenschutzmittel-Industrie, Forschung, Handel, Gesellschaft und Öffentliche Hand) gewollt und getragen werden.“

    Prof. Dr. Johannes Isselstein, Universität Göttingen: „Bei der Benennung der Ziele einer agrarökologischen Forschung für einen Transformationsprozess sollten alle Akteure im Agrar- und Ernährungsbereich mit einbezogen werden, insbesondere die Praxis. Die Ziele müssen präzise zusammen mit der Praxis formuliert werden, für alle Stakeholder verständlich. Alle Beteiligten sollten auf die Einhaltung der Ziele verpflichtet werden und die Politik und die Gesellschaft sollten der Forschung Rückendeckung geben. Die Art der Forschung kann nur inter- und transdisziplinär sein, wenn es um die Transformation von ganzen Systemen geht.“

    Prof. Dr. Emily A. Poppenborg Martin, Leibniz Universität Hannover: „Es gibt einen Mutualismus zwischen Biodiversität und Agrarproduktion. Wir wollen Biodiversität, weil diese auch für die Produktion nützlich ist. Diversifikationsmaßnahmen auf Feld- und Landschaftsebene erhöhen die Biodiversität und verbessern die Ökosystemleistungen. Strategien auf Landschaftsebene erfordern jedoch eine kollektive Betrachtung der Ökologisierung der Landwirtschaft, weil einzelne Maßnahmen nicht ausreichen. Die Fragen nach den langfristigen Effekten von Diversifikationsmaßnahmen, nach ihren ökonomischen Opportunitätskosten und wie Maßnahmen individuell an lokale Bedingungen angepasst werden müssten, bleiben derzeit noch offen.“

    Prof. Dr. Urs Niggli, FiBL Europe, Brüssel: „Wir müssen eigentlich eine Ökologisierung der ‚Mainstream Landwirtschaft‘ machen und hier ist die Frage, „Ist das die Agrarökologie? Wir haben in einer UBA-Studie eine ‚Integrierte Produktion plus‘ betrachtet, das ist eine mit Standards und mit Zertifizierung verbundene sehr weitgehende integrierte Produktion mit hohen Anforderungen. Man könnte auch eine auf Nachhaltigkeit optimierte konventionelle Landwirtschaft etablieren, wo wir mit bestehenden Nachhaltigkeitstools die Betriebe laufend optimieren, das ist heute machbar. Weil ich noch nicht so genau weiß, was agrarökologische Praktiken sind – und das noch schwammig definiert ist – spreche ich lieber von einem kompletten ‚Redesign‘ von Farming Systemen. Wir sollten das heutige Wissen von Zusammenhängen nutzen, um neue Systeme zu finden.“

    Prof. Dr. Karl-Heinz Südekum, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn: „Eine zukunftsfähige Nutztierfütterung mit einer deutlich verminderten Lebensmittelkonkurrenz zum Menschen wird es nur geben, wenn es gelingt, weltweit Koppelprodukte der Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung systematischer zu erfassen, zu charakterisieren und zu nutzen. Um das Ziel einer verminderten Lebensmittelkonkurrenz zu erreichen, müssen die Koppelprodukte stärker als bisher an Nichtwiederkäuerspezies (Schwein, Geflügel) verfüttert werden und die Ernährung der Wiederkäuer verstärkt vom Grünland erfolgen. Bei einer Nutzung der Aufwüchse von absolutem Grünland liegt keine Lebensmittelkonkurrenz zum Menschen vor. Hochwertige Grünlandaufwüchse können auch – ohne Lebensmittelkonkurrenz – zu hochwertigen, proteinreichen Konzentraten für Schwein und Geflügel veredelt werden.“

    Prof. Dr. Ute Knierim, Universität Kassel: „Generell gilt, dass sehr große Potentiale für die Verminderung einiger Zielkonflikte in betriebsindividuellen Optimierungsmaßnahmen liegen. Die konkurrenzlos effizienteste Minderungsmaßnahmen ist eine Reduktion der Tierbestände bei gleichzeitiger Reduktion des Konsums. So werden bei der Erzeugung tierischer Lebensmittel im Durchschnitt pro Kalorie bzw. Gramm Protein mehr produktspezifische Treibhausgase emittiert als bei pflanzlichen. Die noch offene Frage ist, auf welche Weise und mit welchem Zeithorizont eine Verminderung des Konsums tierischer Lebensmittel erreicht werden kann, und da sind natürlich auch gute Ideen gefragt.“

    Prof. Dr. Sebastian Lakner, Universität Rostock: „Wie müssen die Diskussion führen, in welchem Ausmaß wir Gemeinwohl und Nachhaltigkeit wollen. Es gibt auch eine unterschiedliche Bedeutung der Einkommensdimension, denn letztendlich ist es ein Unterschied, ob ich einen Reformvorschlag in Deutschland oder in Osteuropa einbringe. Insofern wäre auch es ganz dringend notwendig, dass wir die so genannte Bedürftigkeit, wie landwirtschaftliche Haushalte aufgestellt sind, besser in den Griff kriegen. Die strukturelle Implikation ist ein wichtiger Forschungsbedarf, das heißt, wir müssen uns genauer darum kümmern, welche Betriebe aussteigen, welche Betriebe auch ohne Förderungsänderung große Probleme haben. Wir haben ja heute schon einige Betriebszweige, die im Moment starke ökonomische Probleme haben.
    Der Ökolandbau kann eine wichtige Rolle spielen, aber er kann nicht das einzige Instrument sein, denn auch er wird sich bewegen müssen. Wir brauchen alle verfügbaren Mittel, um in allen Bereichen besser zu werden.“

    Prof. Dr. Peter Feindt, Humboldt-Universität zu Berlin: „Das Wichtigste ist, dass wir eine Transformationsnotwendigkeit durch eine gemeinsame Analyse integrierter und gut aufbereiteter Daten erarbeiten, damit wir Konsens darüber haben, dass überhaupt eine Transformation notwendig ist. Dann muss man Koalitionspartner im Sektor finden oder eben auch einen schaffen und wir müssen künstliche Anreize zur Beibehaltung des Status Quo abschaffen. Hier fällt mein Blick immer auf die flächenbezogenen Direktzahlungen, mit denen man sehr viel stärker Veränderungsprozesse unterstützen könnte. Wir müssen langfristige Visionen mit konkreten Zielen und Meilensteinen entwickeln und daraus dann die Transformationspfade ableiten. Es ist wichtig, dass die Akteure bei der Transformation unterstützt werden, etwa durch Investitionshilfen, Beratung usw. Die Politik muss sich glaubwürdig langfristig selbst binden, damit die Leute nicht denken, bei einer anderen Regierung in vier Jahren ist das wieder vorbei. Und schließlich muss die Politik adaptiv und lernend sein, so wie wir das gerade in der Corona-Krise feststellen und sehen, dass die Politik auf laufende Daten ständig reagiert und dann auch neue Maßnahmen ergreift.“

    • Thomas Apfel sagt

      Hallo Herr Seevers,
      habe ich Gestern auch bekommen. Aus meiner Sicht viel geschwätzige Ratlosigkeit hinter einem Wulst allgemeiner Formulierungen versteckt. Diese “Rezension” der DLG wird der unterschiedlichen Wertigkeit der Vorträge auch nicht gerecht.

      • Reinhard Seevers sagt

        Sehe ich auch so…der Einzige, der meines Erachtens der Realität am Nächsten kommt ist Südekum.

      • Stadtmensch sagt

        Geschwätzige Ratlosigkeit? (beim Urs vielleicht – ok).

        Aber Einige haben doch den Finger drauf:

        Mühling:
        “höhere Stickstoff- und Phosphor-Effizienz” (Wie? Rückgewinnung Düngesalze aus Schwemmkanalisation, Vor-Ort-Aufbereitung von Siedlungsabwässern bzw. Mini-BGAs), also interdisziplinäre Forschung, Prio “Chefsache”)

        Knierim:
        “So werden bei der Erzeugung tierischer Lebensmittel im Durchschnitt pro Kalorie bzw. Gramm Protein mehr produktspezifische Treibhausgase emittiert als bei pflanzlichen.”

        (wegen “Umwandlungsverlust” von bestenfalls 3 : 1 und dann noch proteinreiches Kraftutter, das auch Menschen verdauen könnten)

        Südekum:
        “Eine zukunftsfähige Nutztierfütterung mit einer deutlich verminderten Lebensmittelkonkurrenz zum Menschen ”

        Feindt:
        “Transformationsnotwendigkeit durch eine gemeinsame Analyse integrierter und gut aufbereiteter Daten erarbeiten” (damit sollte man wohl beginnen. Viele sehen ja keinen Handlungsbedarf)

        • Thomas Apfel sagt

          Ich war zu der Veranstaltung angemeldet und habe mir die Vorträge alle life angetan.
          Besonders lustig finde ich, dass Frau Knierim von der Öko-Fraktion der Kasseler Uni in Witzenhausen davon spricht: “Die Abstockung der Tierbestände zusammen mit einer Senkung des Fleischkonsums, sei die wirksamste Maßnahme zur Absenkung der Klimaauswirkungen der Landwirtschaft.” Das blendet vollkommen aus, dass die Öko-Landwirtschaft zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit mindestens die 0,8 GVE/ ha (also den heutigen Tierbestand in voller Höhe, nur anders verteilt) braucht,. um dann die halben Erträge der modernen Landwirtschaft zu erreichen, da man ja zur Marktabgrenzung weiter dem Dogma des Verbotes des “bösen Kunstdüngers”folgen muss.
          Da sind dann tatsächlich ordentlich Flächen in anderen Ländern nötig um unseren Bedarf zu decken und “klimatechnisch” ist NICHTS gewonnen.
          Herrn Feindt habe ich im Grundtenor eher so verstanden, dass man die Landwirtschaft mit “intergrierten Daten” von der Notwendigkeit einer Transformation überzeugen muss. Das “gemeinsam” ist eher wie eine Schulstunde mit klarer Aufteilung Lehrer und Schüler zu sehen.
          “Künstliche Anreize zur Beibehaltung des Status quo” abschaffen, meint auch hier genau das, was das Konzept “Fit, fair und nachhaltig” von Prof. Lakner meint: “Flächenzahlungen nur noch für Gemeinwohlleistungen”, so als ob die Landwirtschaft bisher nur “gemeine Unwohlleistungen” erbringt.
          Für eine gleichberechtigte Diskussion auf wissenschaftlicher Datenbasis bin ich immer zu haben, nur müssen die Daten und die Empirie aus den real wirtschaftenden Betrieben dann auch einfließen.

          • Reinhard Seevers sagt

            Die Knierim tickt ungefähr so, wie ich gestern in einem anderen Zusammenhang in einer Wohn-Wohlfühl- Zeitschrift gelesen habe. Dort war ein Artikel veröffentlicht, der sich mit Möglichkeiten zur Verringerung von Flächenverbräuche und Energieeinsparung beim Wohnen/Bauen beschäftigte. Dicke Schlagzeile: Wenn jeder seinen Wohnraum um 10,1% verringert, können 4 Millionen neue Wohnungen geschaffen werden….”
            Geil oder, wie denken solche Menschen? Ich würde noch einen drauf setzen: Wenn man in Berlin keine Wohnung findet, kann man doch nach Chemnitz ziehen, oder nicht?

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Wenn jeder die Ansprüche zurückstecken würde, könnte man die Wohnungen kleiner bauen.
              Ein in Berlin wohnende Bekannte – deren Ehe scheiterte -, wäre mit weniger Fläche zufrieden, sie meinte nur, die neue Wohnung wäre dann teurer, als die Jetzige, die habe eine Preisbindung.
              Das ist doch Irre.

    • Interessantester Satz aus dem Wissenschaftlergeschwurbel so auf die Schnelle:
      “Das Wichtigste ist, dass wir eine Transformationsnotwendigkeit durch eine gemeinsame Analyse integrierter und gut aufbereiteter Daten erarbeiten, damit wir Konsens darüber haben, dass überhaupt eine Transformation notwendig ist.”

      D.h. ins Deutsche übersetzt:

      Nur mit Hilfe ideologisch manipulierter Daten (Nitrat, Insekten, etc.) kann man die Notwendigkeit einer an sich völlig überflüssigen “Transformation” begründen.

    • Stadtmensch sagt

      “Die Spezialisierung der Betriebe in Ackerbau-, Futterbau- und Veredlungsbetriebe hätte zwar die Arbeitsproduktivität erhöht, die Ausbildung viehintensiver Regionen sei jedoch ein schwerer organisatorischer Fehler gewesen.”

      Genau so! Gier frisst Hirn! Die Böden in den 0,3 GV Regionen (Ostdeutschland) werden davon nicht besser.

      • Reinhard Seevers sagt

        ….”ein organisatorischer Fehler”…als wenn das jemand organisiert habe. Das ergibt sich aus den Regeln des Marktes in Verbindung mit politischen Vorgaben. Wer sollte denn was organisiert haben? Der große Guru, der Gottvater, der große Unbekannte?

        Gleicher Prof. schreibt: “Mehr Nährstoffkooperationen müssten geschlossen werden.”

        Achnee, nun die Empfehlung (etwa Organisation?) organischer Düngerverteilung? Will man doch nicht, ist ideologisch verpönt, lieber Tierställe an Ort A schließen und Menschen an Ort B zwingen, Tiere aufzustallen….”erlöse uns von den Blöden!”

        • Brötchen sagt

          Reinhard das gleiche habe ich auch gedacht!

          Mal ne Frage, zum Südekum welche Koppelprodukte liegen denn noch brach, das würde mich mal interessieren? Meines Wissens wird so gut wie alles verfüttert und unsere holländ. Freunde sind Meister darin.
          Ich kenne auch einen Betrieb im Osten, der hat eine eigene Abteilung , mit mehreren LKW’s die transportieren nur Nebenprodukte aus allen Himmelsrichtungen, das ist nicht gerade klein.

          Ich kann mich noch an die Kopfstände erinnern, Schlempeneinsatz aus der Biospritherstellung, wurde ganz doll vom Staat gefördert und Druck gemacht.
          Funktionierte ja auch, aber hatte sich dann von selbst erledigt. Auch große Eiweißquelle.

          Ich kann ja auch wegen jedem Pups Aufwand treiben, war ja auch zu Ostzeiten so, da hat keiner Kosten hinterfragt. Wie z.b. Kartoffeln nachsammeln. Hauptsache die Leute waren beschäftigt.

          Und wo frisst den ein Tier einem Menschen Nahrungsmittel weg, was in D. erzeugt wurde. Das würde mich auch näher interessieren.

          • Stadtmensch sagt

            “Und wo frisst den ein Tier einem Menschen Nahrungsmittel weg, was in D. erzeugt wurde”

            Feinste Kartoffeln? Köstlicher Mais? Mittelprächtiges Getreide?

            • Reinhard Seevers sagt

              Alles, was aussortiert werden muss, weil der Kunde die Qualitäten nicht annimmt, wo soll das hin? Auf den Müll, oder am Besten nach Afrika schicken, damit die da was zu beißen haben?
              Einmal Stadtmensch, nur einmal eine Woche auf einem Hof mithelfen und Kartoffel für die Direktvermarktung sortieren….und dann wieder hier auufschlagen und schlau schnacken…
              Kannst ja mal versuchen die Kunden zu belehren, warum sie anders handeln sollen….pass aber auf, dass du dir nicht unmittelbar eine fängst.:-)

              • Stadtmensch sagt

                Ist doch schon mal ein Fortschritt, wenn der “Faktor Mensch” als Problem erkannt wurde. Die Lebensmittelindustrie hilft uns doch sowieso nur noch Kartoffelstärke unter. Da spielt doch die Kartoffelform keine Rolle mehr.
                Ansonsten ja, kann ich nur mit @brötchen antworten: darfst immer auf mir rumtrampeln.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Stadtmensch, sei nicht beleidigt, die Dummheit kam von dir.
                  Die Antwort deinerseits hilft leider nicht, weil du nie anerkennst, dass der Bauer nur das in der Qualität produziert, was der Kunde, die Kunden verlangen…sonst würde er nichts verkaufen.
                  Wer soll die Menschen umerziehen? Sag!

          • Stadtmensch sagt

            “Schlempeneinsatz aus der Biospritherstellung,”

            Wer Biospritherstellung immer noch für eine gute Idee hält ist entweder Zyniker oder doof. Eine Pflanze fixiert Kohlenstoff aus CO2 mit einen Wirkungsgrad von max. 5%. Und da darf es auch nicht zu warm und zu trocken sein, sonst kehrt sich der Effekt um. Also wenn ich es richtig verstanden habe, kann ein Pflanzenanabolismus nur 5% der Lichtenergie nutzen um CO2 zu reduzieren. Danach kann man den gebundenen Kohlenstoff wieder mit vielen Verlusten in (was weiß ich) mechanische Energie umwandeln.

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            “Und wo frisst den ein Tier einem Menschen Nahrungsmittel weg, was in D. erzeugt wurde. Das würde mich auch näher interessieren.”

            Mäuse, Ratten und Mehlwürmer.

  4. Es ist doch ein Grundproblem der europäischen Wirtschaftsweise:

    Rohstoffe abgreifen. veredeln, veredelte Produkte verticken.
    Einfach mal Afrika fragen (mit den EPAs bekommen wir deren Krempel jetzt hinterhergeworfen und können ohne Zölle unseren Krempel dort auch deutlich günstiger auf den Markt werfen).

    Der Preis für Lebensmittel ist immer hoch. Die Frage ist nur: Wer bezahlt es am Ende?

    Und was wir nicht alles importieren: Palmfett, Soja, Kaffee, Avocados, Kakao, exotische Früchte usw.

    Ist die Produktion zu teuer, dürfen Textilien von Inder-Kindern gefertigt werden. Zu viel E-Schrott: Hallo, Afrika! Ein bißchen Lithium für E-Mobilität, tschüß, Wasser in Südamerika!

    Aber … wer verzichtet schon gern auf den täglichen Morgenkaffee … bei sich selbst anfangen ist schon eine Herausforderung, so scheint es.

    Von Landgrabbing etc. im globalen Süden mal ganz zu schweigen. Nachher regt sich noch jemand über Nestles Trinkwasserrechte in Afrika auf, Pure Life läßt grüßen.

    • Reinhard Seevers sagt

      Suhr schrieb:”Aber … wer verzichtet schon gern auf den täglichen Morgenkaffee … bei sich selbst anfangen ist schon eine Herausforderung, so scheint es.”

      Genau, trinken wir doch Milch von Klimakillenden Kühen! (Achtung Ironie)
      Verzicht auf jeglichen Welthandel ist auch eine geile Linke Lösung.
      Sonst noch einen guten Vorschlag Herr Suhr?

  5. Thomas Apfel sagt

    Ich hab mir mal die 2019 Statistik gegriffen. Die Außenhandelsdaten der EU beziehen sich dabei auf 2017. Fazit: ganz kann das nicht stimmen, was in dem Artikel ausgeführt ist.
    Erstmal ist die Außenhandelsbilanz der EU mit Drittstaaten tendenziell ausgeglichen: Während wir nach Rest-Europa und Asien für 33 Mrd € mehr exportieren als von dort importieren, ist das in Bezug auf Amerika und Afrika genau umgekehrt. von dort importieren wir für fast 30 Mrd € mehr landwirtsch. Waren, als wir dorthin exportieren.
    Ansonsten muss man den Handel innerhalb der EU – Staaten in der Gesamtbilanz als ausgeglichen betrachten. Bei der Betrachtungsweise des obigen Artikels sind die Ein- und Ausfuhren landwirtschaftlicher Erzeugnisse mit Drittländern einzig relevant.
    Bei Getreide haben wir einen leichten Exportüberschuss von rund 14 mio t , das sind 5 % der innereuropäischen Erzeugung. Interessanter ist das Verhältnis von Futtermittelexporten und -Importen (ohne Getreide). Hier importiert die EU aus Drittländern 25 mio to mehr als sie exportiert. Der Importüberschuss entspricht ziemlich genau der Gesamtmenge an importierten Ölkuchen und -Schrote. Dem steht ein Exportüberschuß an Fleisch in Drittländer von rund 8 mio t gegenüber. Das entspricht fast genau der Umsetzungsquote von Pflanze zu Tier über die Importüberschüsse an Futtermitteln. Also in gewisser Hinsicht kann man der Ansicht in Bezug auf ganz Europa, “wir importieren Futter um Fleisch zu exportieren und die Hinterlassenschaften bleiben hier” … schon folgen.
    Man kann aber genau so gut argumentieren “Ist halt Arbeitsteilung – bei uns kann man gut Tiere halten und woanders wächst Obst und Gemüse besser”.
    Obst, Gemüse, Pflanzenfette (für die Ernährung) und Fisch summieren sich nämlich zu einem Einfuhr- Überschuss von 36 mio to.
    Was mir noch aufgefallen ist: sechs EU Länder importieren jeweils sehr viel mehr Ölkuchen und -Schrote als Deutschland (Niederlande 2,5 mal soviel, Spanien 1,5 mal soviel und auch Frankreich, Italien, Polen und UK jeweils 700.000 to mehr als Deutschland) Und trotzdem sollen ausgerechnet bei uns das “Nitratproblem und die UBA bilanzierten Stickstoffüberschüsse vorrangig durch Futtermittel und Viehhaltung entstehen ???

    • “Erstmal ist die Außenhandelsbilanz der EU mit Drittstaaten tendenziell ausgeglichen: ”

      Nun ja, Thomas, der Artikel will uns aber etwas ganz anderes unterjubeln. Es gibt überhaupt keine Angabe zu den Exporten, nur von den Importen ist die Rede. Schon die Wortwahl zeigt , wo es hingehen soll. Brennende Tropenwälder ziehen immer!
      Die EU sei stark abhängig von Agrarimporten. Ja , viele von uns sind abhängig von Tee und Kaffee 😉 Und nein, bitte versucht euch nicht an dem Anbau. Schon schlimm genug, dass die Autoren die EU zu dem Anbau von Soja verdonnern wollen. Ja auf der Ebene des Einzelbetriebes kann das eine Option sein Aber gesamtwirtschaftlich ist das Unsinn. Wir können anderes relativ besser und dann sollten wir das auch machen.
      Brötchen hat rausgesucht, was die Autoren so machen, Und genau das merkt man dem Artikel an.
      Da ist zwar eine Kritik am Green Deal aber ganz sicher keine Hilfestellung für die europäischen Landwirte. Und unter ökonomischen Aspekte ist mir danach, mit Pferdeäppel zu schmeißen . Da stimmt herzlich wenig…
      Lobbyarbeit für und gegen Fleischsteuer, pffff. Man kann mit einer Steuer nicht die Menge konkret steuern. Punkt! Da brauche ich keine Lobbyarbeit, Verstand reicht völlig aus.

      • Stadtmensch sagt

        @Lady, kannst ruhig mal bissel konkret werden, statt wieder von deiner Eigenwahrnehmung (trinke gern Kaffee, mag keine Fleischsteuer) aufs Große Ganze zu schließen. Thomas hat doch ziemlich gut rausgesucht, wie die Stoffströme sind und dass es danach gar nicht stimmen kann, was die Herren Professoren suggerieren wollen, nämlich dass die EU jetzt schon eine sehr unausgeglichene Handelsbilanz bei Nahrungsmitteln mit der “Restwelt” hat.
        Ich als Verbraucher wünsche mir, dass die Kapazität zur ausreichenden Nahrungsmittelerzeugung hier in der EU erhalten bleibt. Also Netto-Selbsversorger. Man muss ja nicht unbedingt alles in Geld umrechnen, man kann (oder sollte) in GE (Getreideeinheiten) rechnen. Und aus ökonomischer Sicht ist es immer gut, auch bei Eiweißträgern mehr auf hiesige Wertschöpfung zu setzen. Kann mir nicht vorstellen, dass da schon alle züchterischen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass wir bei der Biotechnologie momentan etwa da stehen, wo wir im 19 Jhdt. im Maschinenbau waren. Also da geht noch was, wie man auch bei den GVO-Patenten der Mitbewerber sieht.

          • Stadtmensch sagt

            Ja, du musst googeln. Ich ruf einfach meinen Studienkumpel an (der am KIT lehrt) und frag ihn, ob das “gute Leute” sind (Scherz).

    • Thomas Apfel sagt

      Eine Auswahl der Länder mit Exportüberschüssen (innerhalb der EU + gegenüber Drittstaaten) wirft schon die Frage auf, warum die Klagen der EU und die Aktivitäten von z.B. dem Niederländer Timmermans so auf Deutschland fokussiert sind. Ich habe den Eindruck, viele Politiker aus anderen EU Ländern nutzen hier die antilandwirtschaftliche Stimmung, die von der ÖKO-Seite zum Zwecke des Gewinnens von Marktanteilen in Deutschland besonders effektiv geschürt wurde, um von Problemen ihrer Länder abzulenken und sich für den eigenen Nationalstaat Vorteile zu verschaffen.
      Die Exportüberschüsse bei Fleisch haben folgende Rangfolge:

      1. Spanien mit + 3,4 mio t (Schwein innereuropäisch und Drittländer)
      2. Niederlande mit + 3,3 mio t (Schwein + Geflügel in alle Richtungen)
      3. Polen mit 2,8 mio t (Geflügel innereuropäisch)
      4. Dänemark mit 2,4 mio t ( überwiegend Schwein innereuropäisch)
      5. Belgien mit 2,1 mio t (Schwein und Geflügel in alle Richtungen)
      6.Deutschland mit 2,0 mio t (Schwein überwiegend in Drittländer)
      (Statistisches Jahrbuch Landwirtschaft 2019)

      • sonnenblume sagt

        Diese Länder sind doch auch eher auf landwirtschaftliche Exporte angewiesen, während bei uns der Schwerpunkt beim Industrieexport liegt. Ein Niederländer sagte mir mal, wir kaufen eure Autos und ihr unser Gemüse. Diese Sicht wird es auch heute noch geben. Somit erklärt sich die Handlung der Staaten. Andererseits wird man von D. in D. der Wirtschaft den Rücken freihalten wollen. Nicht noch mehr Handelsüberschuss und keine Arbeitsplätze gefährden.

  6. Friedrich sagt

    Wenn das da lese und sehe , was die EU und speziell hier unsere Regierung betreiben , dann ist das nichts anderes als moralische , verlogene Ideologie. Einen richtigen Plan gibt es überhaupt nicht. Da stellen sich einige Städter was tolles vor , haben aber noch nicht selbst dabei gearbeitet oder wurden darin geschult. Wie gut diese Leute sind, können wir gerade mit dem neuen Lockdown erleben. Das ganze hat doch auch keine Substanz, geschweige denn ist es logisch nachvollziehbar. Was sich diese Leute ausdenken und das in der Coronakrise gleicht einem Zug in dem noch kräftig gefeiert wird und keiner merkt , daß der Zug auf die schon stehende Betonwand zurast. Fachleute werden auch nicht befragt . Man sucht sich die Leute mit gleichlautender Meinung aus. So einfach ist das und so geht unser Gemeinwesen den Bach runter. Schade , daß zuviele Leute schlafen und erst aufwachen wenn der Zug gegen die Wand gefahren ist , aber dann ist es Marktversagen und die bösen Kapitalisten. Das wir aber von sozialistischen Leuten regiert werden , will hier keiner sehen. Bezahlte Kurzarbeit , Entlohnung ohne Arbeit oder vollen Umsatzausgleich bei geschlossenen Geschäft ist deren Politik. Das Erwachen wird fürchterlich werden.

  7. Brötchen sagt

    @FP hmm bei Milch liegt der über 100 % SVG in der EU…..kann irgendwie nicht stimmen.

    Das ganze Ding ist sowieso schwer lesbar.

    Danke für den Hinweis!

  8. Bröt sagt

    @FP hmm bei Milch liegt der über 100 % SVG in der EU…..kann irgendwie nicht stimmen.

    Das ganze Ding ist sowieso schwer lesbar.

    Danke für den Hinweis!

  9. fingerphilosoph sagt

    “… und drei Fünftel der Fleisch- und Milchprodukte ein, die innerhalb ihrer Grenzen verbraucht werden (118 Megatonnen (Mt) bzw. 45 Mt). Dies ermöglicht es den Europäern, weniger intensiv zu wirtschaften.”

    Der Selbstversorgungsgrad an Fleisch- und Milchprodukten in der EU wäre dann gerade mal 50%? Kommt mir reichlich merkwürdig vor. Und das bei all der Überproduktivität? Was innerhalb der EU von einem Land ins andere gekarrt wird, gehört ja nicht hierher. Kann irgendjemand diese 3/5 bestätigen?

    • Fiphi, nach einem Wissen hat die EU gegenüber Drittländern einen positiven Außenhandelsbeitrag bei Agrarprodukten/Ernährungswirtschaft.
      Das scheinen die Autoren auszublenden, die Aussage müsste sonst wohl eine andere sein….

      • Brötchen sagt

        Lady

        hier habe ich die Autoren rausgezogen:

        Calum Brown ist Senior Research Fellow am Institut für Meteorologie und Klimaforschung, Atmosphärische Umweltforschung (IMK-IFU), Karlsruher Institut für Technologie, Garmisch-Partenkirchen.

        Mark Rounsevell ist Professor für Landnutzungsänderungen in der Helmholtz-Rekrutierungsinitiative am IMK-IFU und am Institut für Geoökologie (IFGG) des Karlsruher Instituts für Technologie in Garmisch-Partenkirchen. und Professor für ländliche Wirtschaft und Nachhaltigkeit an der School of Geosciences der University of Edinburgh, UK.

        Richard Fuchs ist Senior Research Fellow am Institut für Meteorologie und Klimaforschung, Atmosphärische Umweltforschung (IMK-IFU), Karlsruher Institut für Technologie, Garmisch-Partenkirchen

  10. Karl Timme sagt

    „Die Abhängigkeit der EU von Agrarimporten ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Politik und von Ereignissen, die die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringert haben.“

    Ldw. genutzte Flächen wurden sehr stark durch die Ausgleichsflächen infolge von Versiegelungen verringert. Diese Ausgleichsflächen erfahren nach Ihrer Schaffung keine Pflege weil größtenteils das Geld dafür fehlt. Die Politik ist aber auch nicht bereit einen Fond, zur Pflege, zu schaffen als Alternative zu neuen Ausgleichsflächen. So vegetieren viele Flächen vor sich hin oder brechen gar zusammen.

    „Die EU ist jedoch nicht in der Lage, ihren Bürgern die derzeitigen Kompromisse zwischen Importen, inländischer Produktion und Konsum zu erklären, ohne eine klare Strategie, um die Auswirkungen in Zukunft zu minimieren.“

    Die EU ist auch gar nicht daran interessiert. Sie müßte sonst erklären warum dieses „Bauernopfer“ gebracht wird, zum Schutz der heimischen Industrie.
    Daher wird der niedrigere Standard importierter Nahrungsmittel auch nicht Thematisiert.

  11. brouss sagt

    Wichtiger für Europa – statt populistischer Sozi- und Gender- Gründenke- wäre eine Leistungskultur. Im Endeffekt wird dann doch die Leistung entscheiden.
    Momentan kann Europa nicht mithalten. Der Trump will die Chinesen bremsen, damit sie nicht Amerika ausspionieren können. Der hat wenigstens noch heimische Firmen , aber Europa muss entweder die Amis oder die Chinesen rein lassen.

  12. “Da die Räumung von Lebensräumen die Wahrscheinlichkeit erhöhen kann, dass neue Infektionskrankheiten vom Tier auf den Menschen überspringen, könnte eine solche Politik auch dazu beitragen, künftige Pandemien zu vermeiden.”
    Hä? Kapier ich nicht. Kann mir das jemand erklären…

    • Gebhard sagt

      Die Theorie ist, dass je mehr die Menschen in Lebensräume von Wildtieren eindringen die Gefahr besteht, dass Viren von den Wildtieren auf den Menschen übertragen werden. Diese Annahme führte zu der Aussage von Renate Künast, dass die Art Landwirtschaft, wie wir sie betreiben schuld sei an Corona.

        • Künast hat Recht,

          denn weltweit

          gesehen könnte die Landwirtschaft Schuld an der Verbreitung dieses und andere Viren sein, denn wenn die Landwirtschaft immer weiter in die Urwälder dringt, um sie zu roden und immer mehr und immer seltenere Tiere mit immer selteneren Vieren und Batkterien aufscheucht und wir Menschen damit in Verbindung kommen, dann müssen wir uns auf immer mehr und seltene Pandemien einstellen und gefasst machen.

          Oder war es die böse Medizin, die an den Fledermäusen in China wissenschaftlche Versuche machte und so sich das Personal der Versuchsreihe an dem Virus ansteckte und verbreitete?

          • Obstbäuerin sagt

            Da das in Europa und anderen Regionen der Welt schon flächendeckend passiert ist, müsste zumindest dort die Menschheit an entsprechenden Viren und Bakterien dahingerafft sein. Scheint jedoch nicht der Fall. Warum dann jetzt???

            • In Europa hatten sich die Menschen an ihre Umwelt evolutionär angepasst,
              vielleicht hat es auch viel Leute weggerafft, denn warum war bis in die 60iger Jahre des 20igsten Jhd. die Natur ein Feind.
              Wieviel Krankheiten mussten überstanden werden, bis Impfstoffe dagegen erfunden wurden.
              Kann man bestimmt auf der Seite des RKI lesen.
              Das waren unsere Krankheiten hier,
              aber wo anders in der Welt gibt es an der Tiere Pflanzen, Bakterien und Viren. Ob wir daran gewöhnt sind. Die sind so fremd für uns wie das Chinesische Corona.
              Und die wohnen vielleicht in deren Urwälder.

              • Spanische Grippe (Subtyp A/H1N1), Vermutung liegt nahe, daß diese über Wildvögel eingebracht wurde, dann über die Soldaten nach Europa kam.

                Asiatische (A/H2N2) und Hong Kong Grippe (H3N2).

                Dann gab es noch:
                Schwarze Pest
                Pocken
                Tuberkulose
                Cholera
                Usw.

                Und heute hat man das Gefühl, es wäre alles Neuland. Und wirklich reagieren wollen manche anscheinend erst, wenn jemand in deren Umfeld daran gestorben ist …

                Manchmal wirkt es so, als wären wir die Außerirdischen aus Krieg der Welten … die gehen am Ende auch an einem Infekt durch ein fremdes Ökosystem zugrunde in ihren Tripods …

                Daß vor allem die Tierwelt zu sogenannten Vektoren gezählt werden kann, sollte eigentlich jedem bewußt sein. Wir leben doch nicht in einem sterilen Labor. Je mehr wir rumholzen – im wahrsten Sinne – desto höher die Wahrscheinlichkeit, daß da wieder irgendwas zu Tage befördert wird, worauf wir nicht vorbereitet sind.

                • Paulus sagt

                  Also, die Pocken habe ich hautnah miterlebt, in Meschede im Sauerland. Da ich mit dem Bruder des ursprünglich infizierten Kontakt hatte wurde ich nebst anderen aus dem Unterricht geholt und in eine Quarantänestaion in Einzelhaft nach Wimbern verbracht. Das waren alte Holzbaracken und dort versorgten uns irgendwelche Ordensschwestern durch eine Klappe in der Tür und außer einem kratzigen Nachthemd hatten wir nichts.
                  Eine Tuberkulose habe ich mir auch schon mal eingefangen, wahrscheinlich in Afrika, und stand 10 Jahre lang unter Beobachtung des Gesundheitsamtes. Dank Antibiotika in Volldröhnung durfte ich mich nach 4 Wochen Isolation wieder unter Menschen bewegen.
                  Insofern bin ich äußerst sensibel was Corona betrifft und habe kein Verständnis für den z.T. leichtfertigen Umgang damit. Das hat aber alles nichts mit dem von Tier zu Mensch zu tun, eher mit eiserner Disziplin. Genau das ist heute nicht mehr angesagt.

                • Und die Pest wurde auch von Ratten übertragen.

                  Und die Menschen stecken auch Tiere an:
                  Corona durch Tiere
                  https://www.3sat.de/wissen/nano/201104-tiere-nano-104.html

                  In Dänemark breitet sich das Coronavirus rasant in Nerzfarmen aus. Die Regierung ließ bereits vier Millionen Tiere töten – aus Angst vor einem Ansteckungsrisiko für den Menschen.
                  Datum: 04.11.2020

                  Und welche Tiere sind mit involviert?

      • Also hat sie nicht nur uns Bauern gemeint,

        sondern die Politik und wie sie mit Landwirtschaft, Erährung und Umwelt (sie reagiert ja weltweit) umgeht, oder?

        Da brauchen wir Bauern uns gar nicht angesprochen fühlen.
        Denn an der Politik konnten wir ja selten was machen.

        Wie wird sie darauf reagieren?

    • firedragon sagt

      Mark,
      diese Aussage verstehe ich so – die Nahrungsmittelproduktion soll zukünftig nicht mehr draußen auf den Äckern stattfinden, sprich Indoorfarming…

      • Was wird das denn für “gesunde” Pflanzen geben?

        Die Steigerung der einheimischen Landwirtschaft wird politisch brisant sein!

        Gucke da

    • Lies das was ich unter Bauerhans unter der Überschrift

      Künast hat Recht

      geschrieben habe, Mark!

      • Wildtiere sind zuerst einmal eine grosse Quelle von Biodiversität: Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Tieren, und innerhalb dieser Arten leben auch sehr viele verschiedene Viren ­– und natürlich auch Bakterien und andere Krankheitserreger. Krankheitserreger und Viren sind eben Teil der Biodiversität. Je mehr Biodiversität, desto mehr Krankeitserreger/Viren. Wer also die Zahl der Krankheitserreger/ Viren und damit die Gefahr von Zoonosen senken will müsste als erstes die globale Biodiversität vermindern, was genau das Gegenteil von dem bedeutet, was Künast und ihre grüne, wissenschaftliche Gefolgschaft behaupten.

        • Nein nicht die Biodiversität, die ja in China anders ist als hier,

          sondern die Flugreisen und der Agraranbau da für uns.
          Wir müssen unsere Äcker fruchtbar halten, damit wir nicht von da so exotische Sachen mit Exotischen Erregern einführen müssen,

          lieber selber anbauen und weniger wegschmeißen als ein Virus einfangen.

  13. Piet van Veghel sagt

    “…Dies geschah, um die steigende Nachfrage der EU nach Ölsaaten für Tierfutter und Biodiesel zu decken.” Ölsaaten werden in erster Stelle angebaut als alternative grüne “Energie vom Acker”. Für den gesetzlich verpflichtete Beimischung in Deutsche “Biosprit”. ÖlPalmen werden im ehemaligen Regenwald angepflanzt: Für SojaÖl brennt man Savannen ab. Ein klein Bisschen was aus dem SojaÖl-Gewinnung anfällt (Sojamehl oder Soja-Expeller) wird an unsere Tiere verfuttert.

  14. Sehr interessanter Artikel, wie erwartet von Nature (bekomme seit 10 Jahren wöchtlich eine Zeitschrift).

    Dennoch verstehe ich nicht, wie die Kohlenstoffvorräte in Wäldern verringert werden, sollte man in Europa wieder mehr Ackerbau betreiben? :-/ Ist es da nicht effizienter, die Fleischproduktion soweit zurück zu fahren, dass die europäischen Flächen für den Futtermittelanbau für den Anbau von Nahrungsmitteln genutzt werden können? Ich hätte als Langstreckenwanderer ja nichts gegen eine “De-mais-ierung” der Landschaft 😀 …

    • Brötchen sagt

      “Ist es da nicht effizienter, die Fleischproduktion soweit zurück zu fahren, dass die europäischen Flächen für den Futtermittelanbau für den Anbau von Nahrungsmitteln genutzt werden können? ”

      Guten Morgen Herr Paul,

      Mal ein Gedankenspiel, sie haben 1000 ha 30 Bodenzahl und 400 ha Grünland und 5 – 10 Leute so um die 50 bis 60.

      Tierbestand ca. 400 Mutterkühe.

      Sie bauen an Sonnenblumen, Gerste, Roggen, Titicale, Kartoffeln, Raps, Weizen, Mais, Heu, Grassilage.

      Davon gehen die Kartoffeln, der Raps in die menschl. Ernährung.

      Wie wollen Sie das umstrukturieren?

    • Reinhard Seevers sagt

      Nöö, man muß lediglich die Ernährungsgewohnheiten der Just in Time und togo- Gesellschaft umsteuern. Weniger Geflügel, mehr Rindfleisch, dann bräuchte man gar nicht mehr Futterpflanzen. Weidemast wäre doch kein Problem, muss nur bezahlt werden und der Verbraucher muss lediglich Zubereiten lernen….OK, letzteres wird schwierig…..dann doch weiter Chicken -Nuggets.

      • Brötchen sagt

        Reinhard lass doch mal, er will weniger Tierhaltung!?

        Also 200 Mutterkühe, müßte dann einer was anders machen.

        Und Weiden würden stillgelegt, oder Schafe.

        Oder Futter wird verkauft, Heu an die Pferde.

        Er soll doch mal Vorschläge machen.

        Von den 7 Leuten sind 2 im Büro, 2 bei den Kühen, 2 als Techniker in der Werstatt und der Rest Traktoristen.

        • Brötchen sagt

          Gut ich mach mal einen Vorschlag, so wie es auch hier gemacht wird von manchen Betrieben.

          5 ha Spargel
          3 ha Erdbeeren
          mehr Kartoffeln
          Vielleicht noch ein kleines Kürbisfeld
          was zum Selbstpflücke/schneiden Blumen

          5 ha Öllein

          zwei Hühnermobile mit 500 Legehennen, auch schit ist ja Tierhaltung

          Was würde sich dann grundlegend ändern, wenn man sich das alles im Laden denkt.

          • Brötchen sagt

            Sonnenblume richtig, eigentlich können wir das streichen.

            Also liegt noch mehr auf einem Haufen, was irgend jemand verwerten müßte.

            Man müßte wirklich mit Leuten die keine Vorstellung haben, mal Feldbegehungen zu bestimmten Jahreszeiten machen. Eventuell vielleicht nach was Möhren oder Kohl anbauen.

            Und sich dann im Herbst die Haufen ansehen und dann diskutieren, wer was in welcher Form als Essen mitnehmen will.

            Auch mit dem Eindruck wie der Acker zu bestimmten Jahreszeiten ausgesehen hat.

    • bauerhans sagt

      “Ich hätte als Langstreckenwanderer ja nichts gegen eine „De-mais-ierung“ der Landschaft 😀”

      mais wird auf 21,5% der ackerflächen angebaut und ist eine der ertragreichsten früchte,der relativ wenig pflanzenschutz braucht und als C4-pflanze nährstoffe sehr effektiv in ertrag umsetzt

    • firedragon sagt

      Paul,
      ich habe da mal ‘ne blöde Frage – Fleisch ist kein Nahrungsmittel?
      Es gibt Gemeinden, die brüsten sich damit, die Haushalte mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen zu können – dazu zählt auch Strom aus Biogasanlagen, bekanntlich wird zur Betreibung dieser, Mais genutzt.
      Und der Verweis auf den “Langstreckenwanderer” stört mich sowas von, nur weil Dein Augenpaar die Anwesenheit von Mais nicht erträgt, heißt das noch lange nicht, dass diese Kultur keine Berechtigung hat.

      • Reinhard Seevers sagt

        Feuerdrache, man muss, um den ideologischen Strömungen ständig folgen zu können, Sprinter sein, Dauerläufer sind nicht gefragt.
        Einst war das Bioenergiedorf Jühnde das Ökovorzeigeprojekt, heute schimpft man gegen Mais und die Anlage gehört dem regionalen Energieversorger….
        Man muss flexibel sein, bei der Bestimmung von Feindbildern….heute Mais, morgen Windräder, übermorgen E-Autos….😎

      • Wenn sich Gemeinden brüsten, das ganze Dorf von der überflüssigen Hitze von der Gärung des Maises, damit er Mentangas abgibt,
        für die Bewohner zu verwenden, hat das seine Berechtigung. Denn zum Verströmen braucht man nur Mentan.
        Vielleicht gehört die Biogasanlage ja auch der Gemeinde.

        Ich kenne auch eine Biogasanlage, die beheizt ein Krankenhaus.
        Wie die das verrechnen weiss ich nicht.

    • Ich verstehe das auch nicht, Paul.
      Wird mehr Ackerbau betrieben, in dem man ihn intensiviert oder expantiert und Wald rodet?

      Den Fleischkonsum kann man zurück fahren, aber auch die gesamte Nahrungsmittelvernichtung, finde ich.

      • Reinhard Seevers sagt

        Nahrungsmittelvernichtung durch Nahrungsaufnahme gehört verboten! Entweder aufhören zu essen, oder die Anzahl der Vernichter reduzieren, ganz simpel Inga.
        🙋
        …..erzähl das schon Mal 2,5 Milliarden Chinesen und Inder….wenn die Folgen, dann folgt der Rest bestimmt freiwillig…☝️
        Meinst du, du kannst sie vom gruppendynamischen Suizid überzeugen?

        • Reinhard,

          es war eine Antwort auf Pauls Frage:

          “Dennoch verstehe ich nicht, wie die Kohlenstoffvorräte in Wäldern verringert werden, sollte man in Europa wieder mehr Ackerbau betreiben? :-/ Ist es da nicht effizienter, die Fleischproduktion soweit zurück zu fahren, dass die europäischen Flächen für den Futtermittelanbau für den Anbau von Nahrungsmitteln genutzt werden können? Ich hätte als Langstreckenwanderer ja nichts gegen eine „De-mais-ierung“ der Landschaft 😀 …”

          Wenn man in Europa mehr Nahrungsmittel anbauen will, muß man Wald roden, dann verringern die die Kohlenstoffvorräte oder man muß mehr intensivieren und da ist wieder high-Tech gefragt. von wegen 20% weniger Düngen usw.
          Oder weniger Futtermittel anbauen, damit es für Flächen für uns Menschen reichen!?! (diese Frage kann nur ein Städer stellen!)
          Und Nahrungsmittelvernichtung durch Wegwerfen müßte stark reduziert werden.

          So wie es jetzt ist, verursachen die jetzt gesparten Umweltschäden ins Ausland.

          Weil:
          “Die Einfuhr von Millionen Tonnen Getreide und Fleisch pro Jahr untergräbt die landwirtschaftlichen Standards in der Europäischen Union und zerstört die Tropenwälder.”

          So, wollen wir diese Nachteile anderen überlassen oder hier selber kontrolliert zulassen?
          Aus den fremden Tropenwälder holen wir uns so vielleicht noch einen fremden Virus.
          Kann sein!
          Wollen wir das?

  15. Reinhard Seevers sagt

    Find ich alles in allem korrekt dargestellt……fehlt nur der Lösungsschlüssel: Wie bringt man die Bevölkerung dazu, mehr Geld für hiesige Grundnahrungsmittel auszugeben, wenn man bisher die Erzeuger als Ursache allen Übels verortet hatte?
    Rolle rückwärts? Verbrüderung der heimischen Landwirtschaft mit den bisherigen “Gegnern”?

        • Reinhard Seevers sagt

          Die apokalyptischen Reiter sind immer gut fürs Geschäft der Schreiberlinge….seit Jahrhunderten. Wenn ich schon lese, dass die Bauern “früher” ja auch ohne Gift die Menschen mit ausreichend Nahrung versorgen konnten, dann weiß man bereits: Ein neues Märchenbuch ist erschienen.

            • sonnenblume sagt

              Die beiden Damen können sich doch selber betätigen. Jörg Altmann im Klützer Winkel macht es vor. Aber bitte keine zusätzlichen Einnahmen aus einem Gutsbetrieb und kein Abgeordnetengehalt. So können sie alle Erkenntnisse umsetzen.

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Hätte die Sarah sich gesund mit Fleisch ernährt, wäre sie nicht an Carona erkrankt. 👍

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Da darf der Totenkopf auf der Sprühflaschen nicht fehlen,
          Aber beim Pflanzenschutz nehme ich keine Sprühflasche und einen Totenkopf befindet sich auf keinem der Mittelchen.

    • Aufklären und umweltbewußte Nahrung zur Mode machen.
      Wie auch das Tierwohl usw.

      oder das Problem mit Kinderarbeit.

      und laufend in den Massenmedien darüber publizieren!

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