Bauer Willi
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EU-Geld für Mineraldünger – eine gute Idee?

Wenn es „Geld vom Staat“ gibt, freuen sich diejenigen, die es bekommen. Alle anderen fragen sich, ob ihr Steuergeld vernünftig ausgegeben wird. Und genau an dieser Stelle bin ich zwiegespalten. Warum?

In der Presse war zu lesen, dass die EU den Kauf von Mineraldünger („Kunstdünger“) finanziell bezuschussen will.

https://www.agrarheute.com/politik/duengerpreise-landwirte-erhalten-zuschuss-duengerkosten-eu-641721

Nun könnte ich mich als Landwirt ja freuen. Ich habe vor ein paar Tagen Stickstoffdünger für die Ernte 2027 vorgekauft. Je nach Marktlage machen wir das oft im Herbst für die nächste Düngesaison. In den letzten Jahren war es eher ein Glücksspiel, denn „günstige“ Preise gab es eigentlich nie. Durch die diversen Krisen und Kriege schwankte und schwankt der Preis sehr. Ob wir in diesem Jahr mit dem Vorkauf richtig liegen, wird sich zeigen. Wie lautet der „schlaue“ Spruch: „Prognosen sind immer dann schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen.“

  • Um welche Beträge geht es?

Deutschland soll aus der Agrarreserve 60 Mio. € bekommen. Deutschland hat 11 Mio. Hektar Ackerland und 5 Mio. Hektar Grünland. Teilt man 60 Mio. € durch 16 Mio. Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche kommt ein sehr kleiner Betrag heraus. Nun kann  jeder Staat diesen Betrag aus eigenem Etat aufstocken. Wer glaubt, dass Deutschland dies tun wird, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Und so hat es Minister Rainer auch schon angekündigt.

  • Wie das Geld verteilen?

Erst einmal muss gesagt werden, dass ich nie auf die Idee gekommen wäre, dass ich für den Düngerkauf vom Staat Geld bekommen soll. Und danach gerufen habe ich auch nicht. Nun bekommt Deutschland aber die 60 Mio. und die müssen jetzt verteilt werden. Vordergründig teurer geworden ist vor allem der Stickstoffdünger, der durch die Haber-Bosch-Synthese hergestellt wird. Dafür benötigt man fossile Energie und die ist teurer geworden. Aber wie es immer so ist, wenn der Staat etwas bezuschusst: wie durch ein Wunder steigen jetzt die Preise um ziemlich genau den Betrag, den der Zuschuss ausmacht. Das kann man an Wärmepumpen sehen, an Elektroautos und Photovoltaik-Anlagen, die dort, wo nicht bezuschusst wird, meist preiswerter verkauft werden. Und so ist es auch mit anderen Dünge-Arten. Wir düngen unsere Felder überwiegend mit organischem Dünger wie Gülle oder Gärrest, den wir vom Niederrhein beziehen. Und siehe da: Gülle und Gärrest sind auch teurer geworden, weil sich die Preise für die Nährstoffe anpassen. Wird Mineraldünger teurer, wird auch organischer Dünger teurer.  Diejenigen, die es verkaufen, wären ja auch blöd, wenn sie es nicht tun würden. Schließlich brauchen wir den Dünger ja.

Und genau beginnt das Problem. Bezuschusst werden soll nur Mineraldünger, nicht aber organischer Dünger. Der obigen Logik folgend müsste ich jetzt eigentlich mehr Mineraldünger kaufen, weil der ja durch den Zuschuss billiger wird. Oder man subventioniert auch den organischen Dünger, was ich persönlich für ausgeschlossen halte, weil nicht umsetzbar. Der Handel findet meist zwischen Landwirten statt und es gibt keinen „Flaschenhalt“ wie die Düngemittelfabrik, bei der man den Verkauf kontrollieren kann.

Die französischen Bauern sollen pro Tonne Dünger 70 € bekommen, für Deutschland ist von 50 € die Rede. Unberücksichtigt bleibt dabei, dass die verschiedenen Düngerformen unterschiedliche Stickstoffgehalte haben und deshalb auch unterschiedlich teuer sind. Noch so ein Problem. Dann ist die Rede davon, dass der Zuschuss vor allem für den Vorkauf gelten soll (gut für mich!) und im Verlauf des Jahres immer weniger werden soll. Wenn das kein Bürokratiemonster ist!

Und überhaupt: Wenn es so käme, dass es für Mineraldünger 50 € pro Tonne gäbe, wäre das für unseren Betrieb ein Betrag so um die 300 €. Nicht mehr, weil wir ja überwiegend organisch düngen und es dafür keinen Zuschuss gibt. Was auch nicht vergessen werden darf: dieser Betrag ist ja eine Einnahme und muss versteuert werden. So bleiben von den geschätzten 300 € nur noch 200 € übrig.

Warum ich das schreibe? Ich wollte euch die Situation nur einmal für meinen Fall schildern und zeigen, wo die Haken und Ösen sind. Ich möchte jetzt nicht Landwirtschaftsminister sein und das Geld gerecht verteilen müssen. Denn das wird sehr schwierig.

Eine Möglichkeit für eine einigermaßen gerechte Verteilung gäbe es meiner Meinung nach: die 60 Mio. aus Brüssel nehmen und in einen Nothilfefonds stecken, der dazu dient, landwirtschaftliche Betriebe – unbürokratisch – zu unterstützen, die ohne eigenes Verschulden in eine existentielle Krise gekommen sind. Ist nur so eine Idee…

 

 

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27 Kommentare

  1. Promberger Konrad sagt

    Das ist alles bitter und verrückt. Man kann den Ackerbauern nicht einmal Grünbrache mit
    Leguminosen empfehlen, da der Kleesamen den halben Deckungsbeitrag besten Wezens
    auffrißt.

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  2. sonnenblume sagt

    Ein ergiebiger Landregen wäre im Moment wichtiger für uns. Wir sitzen hier seit zwei Monaten buchstäblich auf dem Trockenen, mit anhaltendem warmen Winden und hohen Temperaturen. Die Maisbestände sehen einfach nur traurig aus. Beregnungsanlagen für Kartoffel und Zuckerrüben laufen schon seit geraumer Zeit und es bleibt abzuwarten, wann die ersten Hauswasserversorgungen trocken fallen. Alles vor einigen Jahren schon mal geschehen. Da denkt kein Kollege über zwei Euro für Mineraldünger nach zumal, wenn es denn so etwas geben sollte, das Geld eh zum Produzenten durchgereicht wird.

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  3. Pälzer Buh sagt

    „Ich möchte jetzt nicht Landwirtschaftsminister sein….“
    Brauchen wir überhaupt einen Landwirtschaftsminister???
    So nun zum eigentlichen Thema und zur politischen Doppelmoral: Auf der einen Seite stehen die Roten Gebiete, das Russen Gas (Haber Bosch) und die Einfuhr durch Drittstaaten und auf der anderen Seite der Zuschuss pro Tonne.

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    • Hans Schön sagt

      Nein, wir brauchen den Landwirtschaftsminister nicht. Was tut er denn schon FÜR UNSERE Landwirtschaft? Der Metzgermeister ist ja auch Heimatminister. Was tut er denn schon FÜR UNSERE Heimat?

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  4. Georg Johann Brand sagt

    Zur Begrenzung der Düngekosten kann auch die Senkung des Bedarfs durch effektivere Düngung beitragen. Denn wir düngen immer noch über Entzug und entlassen einen Teil des Stickstoffs, den wir düngen, ins Grundwasser oder als klimaschädliches Lachgas in die Atmosphäre.

    Reine Kreislaufwirtschaft, also rein organische Düngung, funktioniert dagegen nur in Teilen, nie vollständig, da die Rückführung aus den Kläranlagen wegen Belastungen der Abfälle sehr eingeschränkt bzw. nicht möglich ist.

    Wir brauchen daher weiter die Nährstoffzufuhr von außen.

    Beim Stickstoff ist dies kein Problem begrenzter Verfügbarkeit, denn die Atmosphäre hat genug.
    Zukünftig könnte es aber ein Problem des „Einfangens“ werden, denn Haber Bosch funktioniert derzeit weitgehend fossil, also verbunden mit CO2 Emissionen, aus der eingesetzten Energie und auch stofflich. Und das wird enden müssen.

    Die „pflanzlichen Einfänger“ (Leguminosen) sind leider auch nur eine Teil-Lösung, da ihre Erträge zu gering sind (einfangen kostet Energie) und u. a. auch die Fruchtfolge Grenzen setzt. Vielleicht können da die NGT’s Verbesserungen voranbringen, auch bzgl. der Inhaltsstoffe, die bei vielen Leguminosen auch ein Problem darstellen.

    M.E. sollten die 60 Mio. lieber in F&E in diesem Bereich investiert werden. Denn erforderlich sind nachhaltige Lösungen für die Zukunft,
    Umsatzsteigernde Subventionen der Mineraldüngerindustirie werden dagegen verpuffen, so wie schon 2-mal der Tankrabatt.

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    • Reinhard Seevers sagt

      „Beim Stickstoff ist dies kein Problem begrenzter Verfügbarkeit, denn die Atmosphäre hat genug.
      Zukünftig könnte es aber ein Problem des „Einfangens“ werden, denn Haber Bosch funktioniert derzeit weitgehend fossil, also verbunden mit CO2 Emissionen, aus der eingesetzten Energie und auch stofflich. Und das wird enden müssen.“

      Da Wind und Sonne keine Rechnungen schicken, ist das doch gar kein Problem und die Wasserelektrolyse kann kostenlos vonstatten gehen…wir schaffen das!

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  5. Martin Aupperle sagt

    Moin liebe Kollegen,
    das beste wäre wenn die ganze Sache dem Zoll, vorzugsweise nach Leipzig (die machen ja auch Diesel) übergeben wird. Vorteil: die haben schon alle Adressen. Dann wird vermutlich die Antragsfrist auf den 14.08.2026 gelegt, die Rechnungen des Düngerbezugs der letzten 5 Jahre müssen vorliegen, die Bearbeitungsgebühr auf 200 € festgesetzt, wenn die Zuschußhöhe 1800 € nach Abzug der Bearbeitungsgebühr nicht überschreitet wird gar nichts ausgezahlt.
    Fazit:
    Es bleiben etwa 1000 zuschussberechtigte Betriebe übrig und die bekommen dann ihren Anteil von den 60 Mio´s € und vermutlich Ende des Jahres wird überwiesen (freilich ohne Anspruch auf Zinsvergütung für die Wartezeit). Im Jahresabschlußbericht steht dann dass die Gelder zu 100% an die Landwirtschaft gezahlt wurde was auch bedeutet dass 100% der Antragsteller den Zuschuß erhalten haben.
    Achtung: Ironie kann versteckt im Text sein.

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  6. Kemetbauer sagt

    Wie @BW es schon beschrieben hat, reichen wir alle einkommenssteuerwirksamen Förderungen zu fast 100% an diverse Institutionen durch. Wir stehen als Empfänger am Pranger und die final Begünstigten lachen sich schlapp. So werden wir zu indirekten Subventionsverteilern. Dazu kommt, dass all diese Fördermaßnahmen mit erheblichem bürokratischen Aufwand versehen sind. Angestellte der Landwirtschaft, wenn man es so sehen will, kontrollieren und gängeln uns. Die Politik rühmt sich dann auch noch, uns geholfen zu haben. Fast könnte man sagen, ein perverses Spiel.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ein wichtiger Grund für Fehlentwicklungen war auch die Flächenbindung und die damit verbundene Privilegierung. Was spricht dagegen, dass ein reiner Viehhaltender Betrieb keine oder wenig Flächen bewirtschaftet, wenn der Nachbarbetrieb keine Tierhaltung hat und haben will, und dessen Flächen ohne Probleme die organischen Dünger nutzen können? Stattdessen gängelt man den Viehhaltenden Betrieb dahin, dass er 50% Hauptfutterfläche nachweisen muss, was er sich nur unter horrenden Pacht- oder Kaufpreisen in der Nachbarschaft zusammenklauben kann und muss.
      Hier hat die Ideologie voll zugeschlagen….

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      • Arnold Krämer sagt

        Das Problem ist, das man vor Jahrzehnten nicht auf die Auswirkungen geschaut und vieles „durchgewunken“ hat. Jetzt verfällt man ins andere Extrem, aber das ist typisch deutsch. Kein Gespür für Maß und Mitte.

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    • Arnold Krämer sagt

      @KB
      Die in Niedersachsen scheinbar besonders großzügig verteilten Coronahilfen für den Mittelstand (alle vollständig einkommensteuerwirksam) werden jetzt sehr oft wieder vollständig von der N-Bank einkassiert. Da geht es im Einzelfall um Zig- oder Hunderttausende von Euro.

      Der Staat hat seinerzeit „saumäßige“ Richtlinien gemacht, die Steuerberater (und nur die waren als Dienstleister zugelassen) haben „anständig“ Gebühren berechnet und jetzt kommen noch die Rechtsanwälte ins Spiel, die auch ihre Hände aufhalten.

      Es ist wirklich extrem fragwürdig, was der Staat mittlerweile leistet in der Umverteilung von Steuergeld und Bankengeld (Staatskredite) und das angeblich alles zum Wohl der Landwirte oder anderer Subventionsempfängern. Profitieren tun aber immer die „Mitesser“ in den installierten Systemen.

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  7. Ludwig sagt

    Subventionen sind immer mit Reparaturbetrieb und Staatsversagen zu sehen, weil die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Nur die „Soziale Marktwirtschaft“ puffert evtl. Härten ab. Seit zwanzig Jahren WIRD HIER wirtschaftsfeindliche Politik betrieben. Der letzte Realkanzler war Schröder und danach kam grüne Ideologie und Ahnungslosigkeit in der Politik . Steuern , Abgaben und Gesetze haben die Einen arbeiten lassen bis zum geht nicht mehr und andere ohne Arbeit gut leben lassen. Hier steckt der Sprengstoff drin und man kann davon ausgehen , daß das nicht mehr lange gut geht. — Wir haben unseren Dünger komplett vorgekauft, nur geliefert muß er noch werden. AHL-Tanks stehen bereit und der noch auszubringende Tripelphosphatdünger schon auf dem Hof. Haben ist angesagt , sowohl bei Dünger, Diesel , usw. , denn ein Händler hatte schon gar keinen Grunddünger mehr eingelagert. Alle in der Kette sind sehr vorsichtig und planen vorsichtig, denn die Nachfrage von Seiten der Bauern ist wegen Liquiditätsproblemen übersichtlich. Wir verlieren ein Drittel unserer Betriebe – so ein Ringberater – . Hierfür muß man Berlin und Brüssel verantwortlich machen. Ständig neue Importabkommen mit dem Ausland abmachen , aber die eigenen Bauern dem Untergang überlassen. Außenschutz war einmal , genauso wie unsere „offenen Grenzen“. Diese Politik stürtzt ein Gemeinwesen in den Untergang, aber ob die Politik das erkennt und sich weiter in Staatsschulden suhlt , ist fraglich. Diese Politik wird auf kurz oder lang zu sozialen Aufständen , Staatsegoismus und zum Verfall der EU führen.
    Dabei ist aus Sicht von Volkswirtschaftlern mit Rückrat unser Gemeinwesen relativ wieder schnell in die prosperierende Spur zu bringen , aber dafür muß es noch weiter „weh tun“, denn ohne Schmerzen keine Gesundung.

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    • Arnold Krämer sagt

      „Der letzte Realkanzler war Schröder…. “
      Der hat dann seinen Real-Landwirtschaftsminister Funke wegen frauenfeindlicher Sprüche („Oldenburger Butter hilft dir auf die M…..“) rausgeworfen und Renate Künast (und den Grünen) den Zugang zu Macht und Einfluß verschafft.
      Von da an gings bergab….., sagen viele in diesem Lande.

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    • Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

      zu offene Grenzen: Die EU unterschrieb den Mercosurvertrag zum Wohle hauptsächlich der Autoindustrie. Was spielt sich aber jetzt gerade in Südamerika ab- China überschwemmt den südamerikanischen Markt mit einer Riesenlawine an E-Autos und und gräbt der europäischen Autoindustrie das Wasser ab. Die EU hat keinen Mehrwert geschaffen nur die Bauern auf dem Altar der Industrielobby geopfert.

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  8. Limes sagt

    EU Gelder aus Agrarreserve 540 Mio davon D 60 Mio =11%
    landwirtschaftliche Nutzfläche EU 157 Mio ha davon D 16 Mio ha =10%

    Giesskannen Prinzip alle werden gleichgestellt. Bei den Geldmengen die in anderen Bereichen (großzügig) auch in D teilweise auch für Nichtleistung verteilt werden eher Peanuts und nicht wettwerbsrelevant innerhalb EU. Geht wohl eher um Beruhigung durch Politiker nach der Devise wir haben ja etwas gemacht.
    Aber!! Jedes Land kann um 200% aufstocken sofern es dies aus eigenem Landeshaushalt finanziert. Sofern Länder dies nutzen und Extrawürste verteilen dann wird es wettbewerbsrelevant innerhalb der EU.
    Ein Schimpfen auf die EU Bürokraten, aus meiner Sicht unberechtigt wird folgen aber kein Land insbesondere Landespolitik wird sich an die eigene Nase fassen.

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  9. Arnold Krämer sagt

    Für die Verteilung der EU-Gelder müsste man für eine gewisse Wirksamkeit den Kreis der zu berücksichtigenden Landwirte deutlich eingrenzen. Die Informationen dafür liegen mit den GAP- Anträgen grundsätzlich vor:
    1. viehlos wirtschaftende Betriebe
    2. Berücksichtigung nur halbwegs marktrelevanter Antragsteller, z. B. ab 5, 10 oder mehr ha bei gleichzeitiger Betrachtung der Kulturen
    3. Verbund mit Nutztierhaltung
    4. Alles auf Grundlage historischer Informationen, nicht der Anträge 2027.

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    • Kemetbauer sagt

      @AK
      „Viehlose Wirtschaft“ bedeutet nicht ohne Wirtschaftsdünger.
      Na endlich, „marktrelevante Antragsteller“! Und der Rest? Landschaftspflege?
      Verbund mit Nutztierhaltung soll Kooperationslandwirtschaft bedeuten? Scheisse großflächig durch die Gegend kutschieren?
      Was sind historische Antragsinformationen? Überholte Informationen? Upps, ich habe schon seit 10 Jahren keine Tierhaltung mehr und werde immer noch nach dem alten Stand beurteilt?
      btw: Hier ist eine Mehrheit klar gegen jegliche Förderung: denke ich. Oder gilt das nur, wenn ich selbst nicht an der Förderung partizipieren kann?

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      • Reinhard Seevers sagt

        „Scheisse großflächig durch die Gegend kutschieren?“

        Kemet, warum immer gleich die Keule rausholen. Ist denn das großflächig Wasser durch die Gegend kutschieren etwas anderes, sprich Tomaten und Gurken aus Spanien?

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        • Kemetbauer sagt

          @RS
          Für mich ist der vierte Aggregatzustand beim Gemüse/Obst schon noch eine andere Sache als die Fracht von Tierexkrementen. Ihr Transport dürfte nur im Güternahverkehr erfolgen. Die Tierhaltung gehört dort hin, wo das Futter wächst. Die Schlachtstätten gehören wieder dezentralisiert.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Ich kann folgen….aber wird denn Gülle aus Vechta nach Bamberg transportiert? Eher nicht…wohl aber Mineralwasser aus Italien nach Dänemark usw.
            Die Rückverlegung von Schlachthöfen ist ein schöner Gedanke, aber nicht möglich, weil weder finanzierbar, noch gewollt.
            Hier hat in der Nachbargemeinde eine Biobäuerin den Versuch unternommen, einen regionalen genossenschaftlichen Schlachthof zu installieren.
            https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/bruchhausen-vilsen-ort52437/schwarme-kein-schlachthof-in-92512623.html
            Es scheiterte wie zu erwarten war am GELD.

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            • Kemetbauer sagt

              @RS
              Es ist doch die gerade von Ihnen immer wieder hochgelobte persönliche Freiheit, die zur erfolgreichen Nachfrage von z.B. italienischem Mineralwasser führt.
              Nein, für den Transport über größeren Strecken, wird der Gülle vorher Flüssigkeit entzogen.
              Ja, die Konzentration bei den Schlachthöfen wird weitergehen. Hier in Perleberg ist zum letzten Jahresende der einzige Schweinschlachthof in der Region geschlossen worden. Initiativen von genossenschaftlich organisierten Schweinehaltern, den Schlachtbetrieb wieder aufzunehmen, sind bisher erfolglos geblieben. Dabei muss man wissen, dass, ohne Investitionen, der Betrieb jederzeit wieder aufgenommen werden kann; zumindest bis jetzt. Ein Großer der Szene aus NRW, möchte das nicht.

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              • Kemetbauer sagt

                @AK
                Haben Sie sich den von Ihnen verlinkten Text eigentlich durchgelesen? Was dort steht, ist eine ganz eindeutige Bestätigung des Inhaltes meines Kommentars. Danke dafür!

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  10. Arnold Krämer sagt

    Der Staat hat sich in der Vergangenheit in vielerlei Hinsicht übernommen, entsprechend auch überzogene Erwartungen “ herangezüchtet“ und jetzt geht ihm das Geld aus. Was macht das mit dem Wähler? Was macht das mit den Politikern? Wo soll das enden?

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    • Reinhard Seevers sagt

      Drei große Fragen Herr Krämer.
      Die Fragen weisen meines Erachtens auf eine grundlegende Frage hin, die die Existenz unserer Gesellschaften generell anspricht. Globalisierung bei gleichzeitigem Wohlstandsversprechen für alle Menschen führt wahrscheinlich dazu, dass der Wettlauf zu Wohlstand, Sicherheit und Freiheit von denen gewonnen werden wird, die es am meisten wollen und bereit sind, dafür zu kämpfen, alles zu geben.
      Da spielen dann auch Weltanschauungen und religiöse Ambitionen eine Rolle…..und zunehmend eine Kapitalakkumulierung bei ganz wenigen Personen.

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  11. Rößle Rudolf sagt

    Hallo Willi
    Ich denke wir müssen erstmal die Preisentwicklung der landwirtschaftliche Erzeugnisse abwarten. So zögerlich wie zur Zeit die Preise steigen oder auch sinken sollen die Kurse für die verarbeitende Industrie bezahlbar bleiben. Keine Reaktion wie beim Rohöl. Für mich sehr unverständlich
    Die Produktion des Weizens soll ja unter dem Verbrauch liegen und kaum Bewegung im Raum
    Unsere Zwischenfrucht ist schon Leguminosen basiert ausgelegt und ein Landwirt vom Dorf hat ganz geschwärmt von einem Produkt das Stickstoff bindet und tatsächlich ein Großteil seines Getreides ging auch ins Lager. Vielleicht brauchen wir in Zukunft nur noch sehr wenig industriell hergestellten Stickstoff

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