Bauer Willi
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Es wird ernst…die Trockenheit nimmt kritische Ausmaße an

Ich notiere seit Jahren die Niederschläge bei uns auf dem Hof. Seit dem 19. Juni hat es bei uns  das erste Mal wieder am 3. und 4.8. geregnet. Insgesamt waren es 10 mm in Form von Gewittern.

Wie sieht es aktuell in unserer Region im Feld aus? Nur darüber kann ich berichten, ich weiß aber, dass es in Nord- und Ostdeutschland besser aussieht.

Die Zuckerrüben-Blätter hängen über Tag, kommen aber mittlerweile auch morgens nicht mehr hoch. Der untere Blattapparat ist abgestorben, die welken Blätter liegen am Boden. Die Rüben sind etwas geschrumpft, so dass rund um den Rübenkörper ein kleiner Spalt entstanden ist und die Rüben bei Berührung darin wackeln.

Der Mais ist, je nach Bodengüte, zwischen 1,2 und   2 m hoch. Die Rispe ist geschoben, viele Pflanzen haben keine Kolben gebildet. Aus anderen Regionen höre ich, dass dort in Kürze mit dem Häckseln begonnen wird. Dies ist notwendig, weil noch Feuchtigkeit eine Silierung möglich macht. Wenn die Blätter noch trockener werden, ist eine Silierung nicht mehr möglich. Körnermais wird es in unserer Region in diesem Jahr nicht geben.

Sehr kritisch wird es für Kartoffeln. Dort, wo nicht beregnet werden kann, brechen die Bestände jetzt zusammen. Hatten sie bisher nur gewelkt, so trocknen die Blätter jetzt aus. Wir haben in der vorigen Woche im Garten Kartoffeln für den eigenen Gebrauch geerntet und konnten nur mit Mühe mit der Grabgabel den Damm öffnen. Die Kartoffeln hatten sicherlich eine Temperatur von über 30 Grad. Wie sich das auf die Lagerung auswirkt bleibt abzuwarten. Zur Ernte von Speise- oder Industriekartoffeln ist es aber noch zu früh, weil die notwendige Größe noch nicht erreicht ist. Wer will schon Pommes frites essen, die nur 3 cm lang sind? Viele Landwirte haben, um eine Sicherheit beim Preis zu haben, einen Vertrag gemacht. Wer den Ertrag mit der vereinbarten Menge und Qualität nicht aus eigenem Anbau erfüllen kann, muss für Ersatz sorgen.

Für den Obst- und Gemüsebau ist die jetzige Situation ebenfalls schwierig. Allerdings können die Gemüsebauer in der Regel beregnen. Alles andere wäre ein zu großes Risiko. Aber teuer wird es trotzdem. Überhaupt Beregnung. Wer kann, besorgt sich eine Beregnungsmaschine vom Nachbarn und legt eine Leitung zum nächsten Hydranten. Das Wasser kostet  aus dem Hydranten bei uns 2 € pro Kubikmeter. Wenn man ein Feld von 10 Hektar (100.000 qm)  mit 30 l pro Quadratmeter beregnet, benötigt man 3.000 Kubikmeter….

Das Grünland müsste bei uns Gelbland heißen, denn grün ist auf den Wiesen und Weiden nichts mehr. Das sieht man auch am Rasen, den ich seit mindestens 5 Wochen nicht mehr gemäht habe. Denn was sollte ich da mähen? Heu?

Warum es jetzt kritisch wird? Der Wetterbericht sagt für unsere Region für die nächsten 2 Wochen weiter keinen Niederschlag voraus. Denkbar wäre, dass das stabile Hoch auch bis Ende August oder auch bis in den September anhält. Was das für Zuckerrüben, Kartoffeln, Mais, Grünland, Obst und Gemüse bedeutet, kann sich jeder ausmalen. Von massiven Mindererträgen bis zum Totalausfall ist alles drin.

Greta Thunberg würde jetzt sagen: „Ich will, dass ihr in Panik geratet“. Doch so sind wir Landwirte nicht gestrickt. Ich erinnere mich an Jahre wie 1976 und 2003, die ähnlich dramatisch waren. Damals hat die Bundeswehr Futter für die Tiere von Süddeutschland nach Norddeutschland gefahren, weil dort die Weiden völlig vertrocknet waren. Dieses Jahr könnte die umgekehrte Richtung notwendig werden, denn jetzt wächst es im Norden gut und im Süden ist es trocken.

Ich habe mich bemüht, möglichst sachlich zu berichten. Ich muss aber zugeben, dass ich für die nächsten Wochen ein ungutes Gefühl habe.

 

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96 Kommentare

    • Kemetbauer sagt

      @F
      Das hatte ich bei der Berichterstattung im RBB auch gedacht. Aber, die Kunst (Kultur) ist allen Begrenzungen enthoben.

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      • Ferkelhebamme sagt

        Die Volksbühne wird mit mehr als 20 Millionen EUR bezuschusst! Die Kosten des Pools mit 300.000 EUR beziffert. Das in Zeiten, in denen Landwirten die Zuschüsse wegen Sparmaßnahmen drastisch gekürzt und gestrichen werden und es für viele gerade um die pure Existenz geht. Wundert da einen noch die Stimmung im Land?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Kunst und Kultur sind sakrosankt, das hatten wir ja schon hâufig diskutiert. Wer sich die Kommentare unter den Berichten in der BZ oder dem Spiegel etc. anschaut, dem wird eindrücklich klar gemacht, dass jede Kritik an dem Spaß als „rechte Hetze“ tituliert wird. Die Kulturszene, die ausschließlich mit hohen Steuermitteln überlebensfahig ist, hat sich seine Legitimation durch Abgrenzung nach „rechts“ dauerhaft gesichert.

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          • Ferkelhebamme sagt

            Ein Pool ist weder Kunst noch Kultur und schafft auch keine Besucher ins Theater. Mit dem Geld hätte man vielen Kulturschaffenden ein Jahreseinkommen sichern können. Ich hoffe, die laufen jetzt selber mal Sturm.
            Hmm, wie sieht’s eigentlich mit Kulturland aus, bzw. einer gepflegten Kultur auf dem Land? Wo kann man Anträge stellen? Frage für einen Freund.
            Da ich durch die Bauernproteste schon in die rechte Ecke diffamiert wurde, juckt mich das persönlich nicht mehr. Auch eine sehr bedauernswerte und besorgniserregende Entwicklung

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            • Reinhard Seevers sagt

              Der Pool ist als Protestaktion gegen den Verfall der Berliner-Infrastruktur u.a. der Schwimmbäder und Schulen gedacht…..dient also als kulturelle Handlung fürs Volk. 😉
              Wer das nicht versteht ist dumm …..ääh, sorry, rechts! ☝️👉

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              • Limes sagt

                Dit is Berlin wa das selbst ernannte Zentrum für politische Schönheit wa
                maximale Dekandenz gepaart mit enormer Selbstverliebtheit das ist mit Sicherheit kein Vorbild fürs Volk ausserhalb dieser abartigen Stadt

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                • Kemetbauer sagt

                  @L
                  Mit Verlaub aber der letzte Satz ist ziemlicher Unfug. Wann waren Sie zuletzt in Berlin?
                  Das breite kulturelle Angebot sucht sicher seinesgleichen. Man muss sich nicht mit den politischen und sozialen Gegebenheiten identifizieren und man kann sich trotzdem amüsieren. Leben allerdings möchte ich dort nicht.
                  Mein Wohnort liegt mittig zwischen HH und B. Nach HH allerdings zieht mich nichts; es ist mir zu versnobt.

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  1. Pälzer Buh sagt

    „Das Wasser kostet aus dem Hydranten bei uns 2 € pro Kubikmeter. Wenn man ein Feld von 10 Hektar (100.000 qm) mit 30 l pro Quadratmeter beregnet, benötigt man 3.000 Kubikmeter….“
    Bis auf zwei Bundesländer zahlen Wir alle zusätzlich noch den „Wasser Cent“ je m³. Kommt der Regen nicht kostenlos vom Himmel???
    Ist eine Zisterne eine Lösung??? Diese Frage richtet sich auch an RS.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Zisternen sind gem. Wasserrecht erstmal genehmigungspflichtig. Als zweites muss man sich dann fragen, welches Wasser welcher Flächen aufgefangen werden soll und daraus leitet sich dann das Volumen ab. Nun muss man die Lagerungsform wählen, was wiederum mit GELD zu tun hat…..die 3000qbm in Form eines Erdbeckens dürften inkl. aller Nebenleistungen ca. 90000€ betragen. Jetzt kann man ja selbst entscheiden, ob sich das für den Betrieb rechnet oder nicht.

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  2. Elisabeth Ertl sagt

    Ganz Österreich ist trocken.
    https://klimaportal.geosphere.at/klimamonitoring/?view=fullscreen&param=rr&period=period-y-2026&ref=1
    Nur im Westen gab es zuletzt ein paar Unwetter – mit Murenabgängen.
    Für eine Viehzüchterregion ist das eine einzige Katastrophe. Der Almabtrieb ist im Gang, die Tiere fressen schon das Winterfutter. Man versucht, die Rinderhaltung zu retten mit dem Silieren von Körnermais im Südosten. Aber die Notschlachtungen haben trotzdem bereits begonnen, der Preis für Rindfleisch wird in den Keller sinken.
    Wir werden unsere Lämmer statt im Oktober schon jetzt schlachten, und ein paar Muttertiere dazu.

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    • Zgnflüstrr sagt

      Die Mutterschafe brauche ich jetzt leider auch nicht, aber was sollen denn die Lammkoteletts kosten?

  3. firedragon sagt

    Verheerende Hagelunwetter in ganz Deutschland: Über 50 Millionen Euro Schaden innerhalb von 48 Stunden – VEREINIGTE HAGEL: Mit der Nr.1 auf Nummer sicher gehen https://share.google/8u0Ruv5QjNWyYj1zi

    Die Südpfalz erlebt gerade eine sehr trockene Phase. Wiesen sind als solche kaum noch erkennbar. Die Rüben ‚machen rückwärts‘, Körnermais versucht sich auf günstigen Standorten zu halten, was mit jedem Tag schwieriger für die Pflanzen wird.
    Unsere Flächen befinden sich in einem Korridor, wir sehen die Gewitter sich aufbauen und können beobachten, wie sie sich nördlich am Pfälzer Wald entlanghsngeln. Oder sich nach Süden Richtung Schwarzwald orientieren.
    Letzten Monat entlud sich regional stark begrenzt ein Unwetter.

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  4. Ludwig sagt

    Heute mähen hier die letzten Betriebe ihren Weizen. Allgemein wird hier von 10 – 15% weniger Ertrag zum Vorjahr gesprochen, aber das Vorjahr war ein Spitzenjahr , sodaß der jetzige Ertrag als durchschnittlich mit rd. 95 dt/ha besprochen werden kann. Mai 109 mm , Juni 52 mm, Juli 40 mm und bis jetzt August 8 mm, also rd. 209 mm in dieser Zeit , also kein Grund zur Klage. Für uns sind das im Süden alles Katastrophenmeldungen die zu Preisexplosionen führen müßten , aber bisher ausbleiben. Besonders natürlich der Futtermangel für die Rindviehbetriebe wird langfristige Folgen haben. Die Spekulanten drücken jetzt die Kurse runter um ihre Kontrakte ohne Zuzahlung glatt zu stellen. Später werden sie dann auf steigende Kurse setzen und abkassieren. Das ganze ist von der Versorgungsseite her natürlich tödlich für die Importländer , wenn mit Spekulation der Hunger ausglöst wird. Natürlich spielt auch der Ukrainische Beschuß der Getreideschiffe eine Rolle und dazu auch der fehlende Dünger in Asien und Afrika. Als Fazit kann man nur sagen , daß auch die kommende Ernte unter Düngermangel leiden wird, denn wenn seit März 2026 rd. 25% des N-Düngers nicht mehr produziert werden , dann hat das auch Auswirkungen auf die Ernte 2027. Während der Maispreis steigt bleibt der Weizenpreis erstmals niedriger als Mais. Der fehlende Mais kann aber nur mit Weizen substituiert werden , also kaum verständlich der niedrige Weizenpreis. Die Händler sprechen von viel Weizenvorrat ,aber nach meinen Marktberichten ist die Welternte 70 – 100 Mill. Tonnen niedriger und wird dadurch logistische Verteilungsprobleme mit sich bringen. EL Nino und Welttrockenheit lassen alle Vorräte schmelzen . Die alten Ägypter wußten schon warum sie Vorratslager angelegt haben und hier meint man mit Markt alles regeln zu können.Auch beim Zucker zeigen sich die welteiten niedrigen Ernten. Überall ist wegen unwirtschaftlich zu wenig Lagerraum geschaffen worden , obwohl von rd. 20% Rentabilität gesprochen werden kann. Nicht jedes Jahr aber alle 3 – 6 Jahre dann kracht es auf dem Konto nach oben. In diesem Jahr ist mal wieder “ Just in Time “ vorbei. Jetzt geht es ums „Haben“. Unter diesen Bedingungen wird es Regierungen wegen fehlender Vorsorge an den Kragen gehen, so wie es in der Geschichte immer war , wenn Hunger in der Bevölkerung war. Da hilft es nichts zu sagen ,“ wenn das Brot fehlt , dann sollen sie doch Kuchen essen“.(kurz vor der Revolution in Frankreich). Auch bei uns wird man sich Versorgungsgedanken machen müßen und nicht ein weiter so bei der Bauernvernichtung betreiben können. Bisher dachte ich das erst Weihnachten das Blatt sich wendet , doch mit der jetzigen Lage wird es in den nächsten Wochen sich wenden. Nicht nur Landwirtschaft , sondern auch Energie, Gewerbe und Industrie setzen die Ampel auf „Rot“. Bin sehr auf die nächsten Monate gespannt, denn dann helfen keine Ausreden mehr , sondern Tatkraft, aber die ist natürlich von Berlin und Brüssel nicht zu erwarten.

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  5. Stadtmensch sagt

    Hat schon mal jemand mikroporöse Schläuche (Kapillarschläuche) bei Kartoffelanbau probiert? Falls es im Kleinen funktioniert, könnte man sich Technik überlegen, die ein solches Bewässerungssystem nach dem Legen der Kartoffeln irgendwie mit Schlitzverfahren von einer Haspel verlegt und vor der Ernte wieder aufrollt. Man merkt, ich hab keine Ahnung, aber ich darf das, denn ich bin ein Stadtmensch 😉

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    • evonik sagt

      Das wurde vor 10 Jahren schon angeboten. Ich könnte mir aber aus eigener Erfahrung vorstellen, dass es schlecht funktioniert.

      Ich habe 2018 Angst gehabt, dass ich von meinem samenfesten Gemüse wegen der Trockenheit nicht mal Samen bekomme. Deswegen habe ich mir solche Schläuche ans alte Güllefass gebaut.
      Auffällig war, dass sich die Schmetterlinge auf die Schläuche und nassen Stellen stürzten. Und dann sind die Schläuche auch relativ schnell verstopft.

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    • Bauer Willi sagt

      @Stadtmensch
      Bei den Erlösen, die man mit Kartoffeln erlösen kann, erübrigt sich diese Lösung. Tröpfchenbewässerung bei Spargel oder Erdbeeren rechnet sich nur knapp

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  6. Georg Johann Brand sagt

    Hitze und Trockenheit muss man auseinanderhalten.

    Die Hitze, insbesondere die zunehmende Anzahl heißer Tage, ist m. E. eine klare Folge des Klimawandels.

    Die Trockenheit ist dagegen zunächst mal eine Folge ausgebliebener Niederschläge.
    Welchen Anteil daran der Klimawandel hat ist so klar nicht, denn der lineare Trend der Niederschläge ist immer noch steigend.

    Allerdings muss man wohl feststellen, dass sich die Verteilung der Niederschläge ändert. Die Winterscheinen werden milder und nässer und die Sommer zeigen immer häufiger längere Phasen mit wenig Niederschlägen.

    Wichtiger daher wassersparende Bewirtschaftung und der Anbau von Arten und Sorten mit hoher Streßtoleranz und Trockenheitsverträglichkeit.
    Die Pflanzenzüchtung ist dazu besonders gefordert.

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    • evonik sagt

      so klar nicht, denn der lineare Trend der Niederschläge ist immer noch steigend.

      So ist es durch den Klimawandel auch zu erwarten! Das habe ich vor 25 Jahren schon behauptet. Europa ist von Meeren umgeben und wenn die Temperaturen steigen verdunstet mehr Wasser und das kommt als Regen wieder runter.

      Hitze und Dürren kommen von unseren Maßnahmen.

      Der Weltklimarat sagt ja auch , dass durch den Klimawandel die Welt feuchter werden müsste.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        So einfach ist es nicht, denn durch den Klimawandel verschieben sich die Zonen. Die Passatwinde reichen im Sommer jetzt weiter nach Norden, und dort sinkt dann die Luft zu Boden, wobei sie sich erwärmt und trockener wird. So war es immer schon im Mittelmeerraum, und jetzt haben wir dieses sommertrockene Klima eben in Mitteleuropa. Die Niederschläge finden anderswo statt. Außerdem wird der Golfstrom schwächer und kühleres Wasser verdunstet weniger.

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      • Kemetbauer sagt

        @e
        Wir müssen nur den Begriff „Niederschläge“, zumindest während des Sommers, neu definieren. Landregen und ähnliche Regenereignisse scheinen eher der Vergangenheit anzugehören. In der noch laufenden Vegetationsperiode fielen bisher 75% der Niederschläge in Extremwitterungsereignissen. 40 mm in einer Stunde sind da keine Besonderheit mehr. Dazu kommt eine sich ausprägende Lokalität der Niederschlagsereignisse. Was nützen uns solche Niederschläge? In der Summe mag das für die Pflanzenproduktion erfreulich sein. Wenn hier der Aufwuchs durch Hagel und Erosion ausfällt und daneben die Pflanzen vertrocknen, ist keinen geholfen. Genau das scheint aber ein Zukunftsszenarium zu sein.

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  7. land kathrin sagt

    Vergleiche von früheren Dürreperioden sind meiner Meinung nach falsch, denn sie übersehen meist ein wichtiges Detail:
    DÜRRE – REGEN (also lange Perioden ohne Regen) von früher ist etwas anderes als DÜRRE – REGEN + HITZE von heute. Früher war Dürre mit 30 Grad, heute ist Dürre mit 40, 41 Grad . 🙏🙏

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  8. Gerhard sagt

    Nun, bei uns hier an der Grenze Unterfranken – Mittelfranken ganz in der Nähe von Kitzingen haben wir im Moment Steppenwetter. Häufig 30 Grad plus x und Regen wenn überhaupt dann nur in Hömipatischen Dosen.

    Vorgestern war hier ein Maissorten Versuch. Er war recht überschaubar und das ist wörtlich zu nehmen. Viele Maisschläge sind nicht mal einen halben Meter hoch. Die ersten Schläge wurden schon vor 14 Tagen geerntet. Zuckerrüben stehen dem Mais in nichts nach.

    Bei Gesprächen mit Kollegen sah man tiefe Sorgenfalten vorallem bei jenen die einen Stall voll Kühen haben. Nur 40 Prozent beim ersten Grünlandschnitt. Seitdem kommt von den Wiesen nichts mehr. Und der Mais ist eine Katastrophe.
    Die Getreiderträge waren noch so eingermassen passabel.

    Hier mal eine Zusammenstellung der Niederschläge im Vergleich von meinem Ort:
    Betrachten man den Zeitraum von 1 März bis 30 Juni, der Zeitraum der für Getreide relevant ist, dann war nur ein Jahr trockener als 2026. Und Zwar 1976
    1976 – 121 Liter
    2026 – 123 Liter
    Die Jahre 1911, 1946 und 2003 sind erst auf Paltz 8 bis 10.

    Schaut man aber den Zeitraum von 1 Mai bis 30 August an, als Vegetationszeit für Wiesen und Hackfrüchten, gibt es ein völlig anderes Bild. Hier tauchen dann die ganzen üblichen Verdächtigen auf. Hier mal Platz 1 bis 8

    1911 – 123 Liter
    1947 – 140 Liter
    2015 – 143 Liter
    2022 – 144 Liter
    2003 – 145 Liter
    1952 – 155 Liter
    2018 – 161 Liter
    1976 – 165 Liter

    Und 2026. Aktuell sind es 97. Der August fehlt ja noch. Und wenn man den Wetterbericht so anschaut, könnte der Wert von 1911 unterschritten werden.

    Schönen Tag noch
    Gerhard

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    • MarK sagt

      Schöne Auflistung der Trockeenjahre, sie zeigt dass 50% der Trockenjahre in den 2000er Jahren liegen.
      Fakt ist, dass der erforderiche Regen nur über flächendeckenden Landregen kommen kann. Diese Landeregen können fast ausschließlich über Tiefdrucksysteme vom Atlanik aus nordwestlicher Richtung nach Mitteleuropa gelangen. Aus Südwesten kommen die Hitze und allenfalls ein paar schwere Gewitter, aus dem Osten kommt trockene Festlandsluft.
      Nun haben wir es immer öfter mit sogenannten Omega-Wetterlagen zu tun, d.h. über Mitteleuropa liegt ein Hoch fest, es bewegt sich nicht von der Stelle. Die Atlantiktiefs aus Nordwesten rennen vergebilch gegen das Hoch an, schaffen aber keinen Durchbruch. Woran kann das liegen. Bilden die CO2 – Moleküle diese vertsärkte Omega Lage?? Wohl kaum. Viel nahe liegender ist es, sich mal die Verteilung der Windräder in Europa anzu schauen. die stehen gehäuft zu tausenden im Nordwesten und stellen sich quasi den Tiefdrucksystemen in den Weg. Windräder entziehen der Atmosphäre Bewegungsenergie, dadurch schaffen diese den Durchbruch durch das „Omega“ immer weniger, sie verlieren an Kraft und regnen im Atlantik oder der frazösichen Westküste ab (siehe Angan dieses Jahres 42 Tage Dauerregen). Die Folge ist dass die Omega – Wetterlagen immer stabiler und langandauerder werden. Es stellt sich die Frage, ob man mit Windenergie wirklich das Klima „schützt“ oder ob man nicht genau das Gegenteil damit erreicht. Die Klimawissenschaft klammert diese These in ihren „Forschungen bisher kategorisch aus – warum wohl?

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      • sonnenblume sagt

        Das Thema sollte man genauer ansehen. Herrn Ganteför hat es schon einmal angesprochen und eine Studie in den Niederlanden beleuchtet ebenfalls diese Problematik. Aber damit tritt man ins Wespennest.

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      • sonnenblume sagt

        Eine Beobachtung direkt am Windrad. Das Gerät produziert enorme Abwärme. Offiziel sind das Werte die man vernachlässigen kann im Vergleich zum Vorteil dieser Stromerzeugung. Dann die Windfahnen im Windschatten der Räder. Auch das hat keine große Auswirkung. Der Wind ist immer gleich. Bei einem Rad mag das alles keine große Auswirkung haben, aber in Summe aller Räder? Das Kleinklima im direkten Umfeld der Räder verändert sich in jedem Fall. Das kann man nicht wegdiskutieren. Das kann man am Wuchs der Pflanzen erkennen.

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        • Stadtmensch sagt

          „Offiziel sind das Werte die man vernachlässigen kann im Vergleich zum Vorteil dieser Stromerzeugung.“

          Letztlich wird jede gewonnene KWh aus fossilen Quellen zu einem ZUSÄTZLICHEN Wärmeeintrag ins aktuelle Klimasystem. Ist wie ein geheizter Ofen im Gewächshaus. Je stärker der Treibhauseffekt wirkt (Wasser in der Atmosphäre) um so stärker fällt das ins Gewicht

          Dazu ein Beispiel (KI weiß alles ;-):

          Beispielrechnung für einen Benzin-Pkw:

          100 kWh Erdölenergie (aus dem Boden)
          ↓ Gewinnung & Transport: 15% Verlust → 85 kWh
          ↓ Raffination: 12% Verlust → 75 kWh
          ↓ Transport zur Tankstelle: 3% Verlust → 73 kWh
          ↓ Motor (22% Wirkungsgrad): 78% Verlust → 16 kWh
          ↓ Getriebe & Antriebsstrang (90% Wirkungsgrad): 10% Verlust → 14,4 kWh
          ↓ Fahrwiderstände (50% Effizienz): 50% Verlust → 7,2 kWh

          ➡️ Nur ~7% der ursprünglichen Energie bewegen das Auto!

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          • Reinhard Seevers sagt

            So und nun die Gegenrechnung mit dem E-Auto welches mit Windstrom fährt……kann energetisch ja nicht ganz viel besser werden, weil Kohlenstoff als Teil der Berechnung nicht vorkommt. 😉

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          • evonik sagt

            Gibt es solche Daten auch für Windstrom?

            Von der entnommenen Windenergie werden ja bereits am Windrad um die 50 % in Wärme umgewandelt und es kommen weiter Verluste dazu.

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          • sonnenblume sagt

            Wird die Zugrichtung von Regengebieten durch Windparks beeinflusst? Das ist meine Frage. Das Erhebungen, 50 m Höhenunterschied reichen schon, und Bebauung die Niederschlaghäufigkeit und Menge beeinflusen können, ist doch nicht neu. Zumindest im Kleinen gesehen. Aber wie sieht es im Großen aus? Können wir den Einfluss gesichert ausschließen, oder gibt es doch berechtigte Bedenken?

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            • Stadtmensch sagt

              Kann man mit dem derzeitigen Ausbau (global wenige Terrawattstunden) gesichert ausschließen. Habe dazu auf die Schnelle ein paar Hinweise gefunden (leider keine Zeit gerade):

              Baidya Roy & Traiteur 2010, sowie PNAS‑Studie „The influence of large‑scale wind power on global climate“ (Adams & Keith u. a.)

              Axel Kleidon / Max‑Planck‑Institut für Biogeochemie
              https://www.bgc-jena.mpg.de/5364096/tech_report27.pdf

              Zitat KI:
              „NOAA‑nahe und andere Grenzschicht‑Modelle kommen zum selben Schluss: Windparks beeinflussen die Grenzschicht‑Dynamik und lokale/regional begrenzte Flüsse, aber nicht die großräumige Wetterlage im Sinne von Zugbahnen von Tiefdruckgebieten oder der Häufigkeit bestimmter Blocking‑Muster.“

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              • sonnenblume sagt

                Nach Zitat KI: Es werden lokal/ regional begrenzte Flüsse beeinflusst. Damit ist also eine Auswirkung nicht gänzlich ausgeschlossen. Lassen wir jetzt die großräumige Wetterlage mal außen vor. Wenn man schon auf Grund von geografischen Gegebenheiten in einem problematischen Gebiet arbeitet, dann verstärken WKA die Situation noch. Das kann in einem schwierigen Jahr wie wir es jetzt haben schon entscheidend sein.
                Dann bleibt noch die Frage, Was soll man unter Lokal / Regional verstehen. Welche Größe ist gemeint? 50, 200, 500 km oder mehr?

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              • sonnenblume sagt

                Noch ein Gedanke. Hier grenzt ein Windpark an den Nächsten. Wenn jetzt jeder Park sein Eigenleben bezüglich Auswirkung hat, dann kann man doch davon ausgehen, dass zumindest hier im Umkreis von fast 100 – 300 km kein geregelter Durchfluss von Tiefdruckgebieten – Regen – , stattfinden kann.

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                • Christian Berger sagt

                  Ach herrje… Ein Windpark kratzt eine Wolke in 2000 Meter Höhe genauso wenig wie es eine 12 km hohe Gewitterwolke interessiert, ob irgendwo ein Tümpel oder ein Fluss in ihrer Zugbahn liegt.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Wie war das nochmal mit dem Flügelschlag eines Schmetterlings, der am anderen Ende der Erde einen Orkan auslöst! 🤓
                  Ja, ja, jeder legt sich seine Welt so zurecht, wie es ihm gefällt. Ich auch…….😉

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                • sonnenblume sagt

                  Wenn sich die Gewitterwolke an keinem Tümpel, Fluss oder Windrad stört, wieso regnet sie dann vor unserem Hügel 20 mm mehr ab wie bei uns? Dann sollten die 20 m Höhenunterschied auch keine Rolle spielen. Und das sind Werte die nicht erst seit Gestern bekannt sind. Es gibt bestimmte Muster in den Zugbahnen die seit Generationen beobachtet wurden. Aber gefühlt schwächen sich die Regengebiete in diesen Bahnen schneller ab und lösen ich eher auf. Das mag als subjektive Beobachtung erscheinen, aber die Messwerte sind zumindest opjektiv.

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                • sonnenblume sagt

                  Im Grunde spielen diese Gedanken auch keine Rolle mehr. Der Zubau an Windrädern ist hier in vollem Gang. Jeder noch nicht genutzte qm ist mit den neuen Plänen von Land und Stadt zur Bebauung freigegeben. Wir werden damit leben müssen. So oder so. Wie sagte ein Ratsmitglied, Fläche im Außenbereich ist einem Industriegebiet gleich zu setzen. Die Stdt verdient mit und das nicht schlecht.

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                • Stadtmensch sagt

                  „Wie sagte ein Ratsmitglied, Fläche im Außenbereich ist einem Industriegebiet gleich zu setzen.“

                  Grausam! Aber siehs mal so: Die Schwarz-Gruppe braucht Strom für ihr Rechenzentrum, damit ich dann aus der KI vorlesen kann.

                  Vorschlag: Noch mehr Technik wird helfen. Wir bauen einfach überall riesige Zisternen und leiten das Oberflächenwasser von Melioration und versiegelter Fläche da rein und wenn Spanien sein fossiles Wasser als Gemüse exportiert und verbraucht hat, sind wir das neue Almeria! Das Klima dürfte dann ungefähr ähnlich sein.

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                • sonnenblume sagt

                  Und dafür haben wir dann Anlagen der neuesten Generation mit zweifachen Abstand der Anlagenhöhe am Haus stehen. Solche Entscheidungen kann man nur treffen wenn man selber davon nicht betroffen ist.

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              • Limes sagt

                „Kann man mit dem derzeitigen Ausbau (global wenige Terrawattstunden) gesichert ausschließen.“
                Ach was @ Stadtmensch was sie so alles gesichert ausschliessen können!
                Gesichert sind die von ihnen erwähnten Studien/Daten 15 Jahre alt und in den letzten 15 Jahren ist einiges passiert. Gesichert ausschließen kann die Effekte niemand oder er ist Windmühlen Gläubiger bzw Lobbyist.
                Achherje es ist erstaunlich wie schnell möglich Nebeneffekte verharmlost werden bzw nicht ernstgenommen werden.

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  9. Frikadellen piet sagt

    moin ich habe jetzt den Beitrag gelesen. mich würde jetzt als Ökonom interessieren was das Maximum war und ob das jetzt das Minimum ist! das ganze interessiert mich um zu sehen wo der Mittelwert liegt. sehr interessant wäre auch das langjährige Mittel, um zu wissen ob wir uns wirklich Gedanken machen müssen, oder ob das Maximum so gut ist das wie die weiterhin überleben wird?! schönen Tag und munter bleiben

    interessant wäre auch wann endlich der Regen kommt

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    • Zgnflüstrr sagt

      Die meisten anderen Ökonomen interessieren sich zuerst mal für Optimum, Grenznutzen und Opportunitätskosten der Investitionen. Aber was sagt denn der Wirtschaftsminister dazu? Der müsste ja auch vom Fach sein. Will der da Beihilfen geben oder irgendwas mit Chemtrails machen? In China wäre so eine Dürre wahrscheinlich schon längst behoben.

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      • Reinhard Seevers sagt

        „In China wäre so eine Dürre wahrscheinlich schon längst behoben.“
        Genau da sind sie dran….als unser Vorbild!☝️

        „In der Gobi- und Kubuqi-Wüste in China baut China riesige Solarparks wie die „Grüne Solar-Mauer“, die sauberen Strom liefern, die Wüstenbildung stoppen und neue Ökosysteme fördern.“
        Wir schaffen das…..auch!

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  10. MarK sagt

    Ich habe heute einen neuen Regenmesser bestellt: der kann Tropfen zählen und gibt die Regenmenge in 1000stel mm an. Eine Invetition in die Zukunft….

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  11. Schorsch Summerer sagt

    So schlimm wie dort ist es bei uns bei weitem nicht gewesen. Wir sind es auch mehr oder weniger gewohnt dass es mal über 50l an einem halben Tag regnet. Aber schon interessant was die Natur einem für Schauspiele liefern kann. Dieses Wochenende fahren wir übrigen ziemlich in die Nähe von Rathen. Familie besuchen. Das Unwetter dort muss sich auf einem Gebiet 1 mal 1 km abgespielt haben. Sonst war nichts. Östlich dresden hat es an dem tag 1mm geregnet, 10 km auf der anderen Seite waren es 70mm!

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  12. Limes sagt

    „Wer den Ertrag mit der vereinbarten Menge und Qualität nicht aus eigenem Anbau erfüllen kann, muss für Ersatz sorgen.“
    Gäbe es denn nicht die Möglichkeit höhere Gewalt (force majeur) für Landwirte in den betroffenen Regionen geltend zu machen.
    force majeur in D wahrscheinlich nur möglich falls im Vertrag enthalten. Wenn nicht heute möglich da z.B kein Vertragsbestandteil dann evtl in zukünftigen Verträgen aufnehmen.

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    • Bauer Willi sagt

      @Limes

      Hier gilt Force majeur: „Force majeure“ (höhere Gewalt) gilt, wenn ein unvorhersehbares, von außen kommendes und mit zumutbaren Mitteln nicht abwendbares Ereignis die Erfüllung eines Vertrages unmöglich macht.“

      Unvorhersehbar trifft nicht zu und abzuwenden ist es ja auch. Durch Beregnung. Ob die wirtschaftlich sinnvoll ist, interessiert den Käufer nicht.

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      • Limes sagt

        nicht jeder Betrieb kann beregnen. deshalb ist ein Totalausfall bei Betrieben ohne Beregnung in solchen jahren sehr wahrscheinlich.
        Der Rahmen für force majeure muß vorher vertraglich geregelt werden. Aussergewöhnliche Naturereignisse wie die derzeitge Dürre könnten in den Verträgen definiert werden z.B über Niederschlagszahlen. Der Aufkäufer könnte dies dann in seinen Verträgen mit Verarbeitern oder Einkäufern übernehmen. Ist natürlich aufwendig.
        Setzt natürlich auch voraus der Verkäufer der Rohstoffe (Landwirt) findet einen Käufer der diese Vertragsform akzeptiert. Eine Genossenschaft als Käufer könnte dies wohl eher realisieren als andere Betriebsformen.

        https://www.mtrlegal.com/wiki/force-majeure-klausel/

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    • Reinhard Seevers sagt

      „Verband warnt vor niedrigster Ernte seit der Wiedervereinigung.“

      Solche Überschriften finde ich einfach merkwürdig, unabhängig vom Thema liest man solche Sätze immer wieder. Eine Warnung wovor? Warnen kann man doch nur vor etwas, was einen angreift oder in Gefahr bringen könnte und dem man sich mit irgendwelchen Mitteln oder Handlungen entgegenstellen kann oder könnte. Was soll der Satz denn nun bewirken: Schützt die Rüben vor Sonne? Kauft schon mal Zucker ein? Die Medien müssen langsam mal beginnen ihre Arbeit zu hinterfragen oder ihre Ausbildung in Frage zu stellen, finde ich.

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  13. Kemetbauer sagt

    1976, 2003, 2018, 2026,….Jahreszahlen mit einem markanten Witterungsverlauf. Während diese Zahlen für Trockenheit stehen, gab es dazwischen auch Jahre in denen die Ernte abgesoffen war. Es ist auch eine Tendenz zu stark regional ausgeprägtem Wettergeschehen zu erkennen. Hier ein Unwetter und nur 5 km entfernt ist davon nichts zu spüren. In der Grünlandwirtschaft ist das alles halb so wild. Irgendwann kommt der Regen und alles ist wieder grün. Man muss sich allerdings auf größere Reserven bei der Beweidung einstellen. Ganz anders ist die Situation im Marktfruchtbau. Im letzten Jahr war es bis zur Ernte ziemlich trocken und während der Ernte veränderte sich das Wetter sich grundlegend. Wer konnte, der trocknete. Alle anderen mussten die Ernte vom Feld stehlen. Geringe Qualitäten waren die Folge des Niederschlags. Dafür gab es Kartoffeln ohne Ende. Das krasse Gegenteil zu heute.
    Auf agrarheute.com wurde der „Jahrhundertsommer 1976“ beleuchtet und mit aktueller Trockenheit und Hitze verglichen. Vergleicht man ihn mit 2003 und 2018, dann war es lediglich ein sehr warmer Sommer. In der Erinnerung verklärt sich so manches zu einer Extremerscheinung.
    Hier steht fast nur noch der Raps. Man hofft wohl auf ein Unwetter mit Abrechnung über die Versicherung. Eine Ernte lohnt bei den oft geringen Erträgen hier kaum. Im nächsten Jahr wird man hier wohl fast gar keinen Raps mehr sehen. Dafür explodiert der Sonnenblumenanbau. Der Mais hatte gut losgelegt. Jetzt verharrt er bei Längen von 1 bis 2m. Die Blätter rollen und vielen Pflanzen fehlen die Kolben. Der ZR-Anbau ist hier zum Erliegen gekommen. Verhaltene Erträge, schlechte Preise, schlechte Erntebedingungen und eine sehr unsichere Vermarktungsperspektive, haben zum Rauswurf aus der Fruchtfolge geführt. Einzig das Strohaufkommen ist in diesem Jahr besonders hoch. Leider sind die Betriebe hier nicht auf eine eigene Gewinnung mit Vermarktung im Winter eingestellt.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ich erinnere 1976 erheblich problematischer, als 2018 oder 2026. Das hat auch mit der. regionalität zu tun. Oder wer hat im Süden des Landes den Orkan 1972, das Feuer 1975, die Sturmfluten 1 und 2 1976 (höher als 1962), die Schneekatastrophe 1978/79 auf dem Radar? Je nach Betroffenheit speichert man etwas mehr oder weniger heftig ab.

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      • Bauer Willi sagt

        @RS
        Die Situation im südlichen Rheinland und Rheinland-Pfalz ist vergleichbar mit 1976. Nördlich davon sieht es besser aus. Raum Hannover hatte im genannten Zeitraum 60 mm statt unserer 10 mm.

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        • evonik sagt

          Wir hatten jetzt innerhalb einer Woche gut 20 mm auf 2 mal verteilt. Der Regen kommt hier immer aus Südwest. Das Mittelmeer ist aufgeheizt, Auf Mallorca soll die Wassertemperatur teilweise bis über 31 Grad betragen und unser Regen kommt wohl von dort.
          Für Regen aus Südwest ist die Kölner Bucht ungünstig gelegen. Davor liegen Hunsrück. Westerwald, Taunus und Eifel an der LUV- Seite.

          https://diercke.de/content/deutschland-landschaften-978-3-14-100800-5-52-1-1

          Mein Mais steht ganz passabel: 3 m +/- 50 cm. Ich bin jedenfalls froh, dass er mit dem Bio-Mais auf der anderen Seite des Weges mithalten kann.

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          • sonnenblume sagt

            Seit Anfang Juni haben wir hier genau 7 mm Niederschlag bekommen. Einmal im Juli 5mm und am vergangenen WE genau 2 mm. Ab Mitte August sind jetzt einmalig 3-5 mm bei 50% Niederschlagswahrscheinlichkeit gemeldet. Wenn der Regen dann aus “ Westen “ kommt und mit viel Glück bekommen wir vielleicht auch was ab.

            • evonik sagt

              Wenn ich jetzt in Erinnerung hätte wo Du herkommst würde ich mir mal Gedanken machen.

              Wir hatten in den letzten Jahren immer ein trockenes kaltes Frühjahr. Bis es ans Dreschen geht (ca. Mitte Juli), dann gibt es wieder ein bisschen Regen. Mein Verdacht ist eben, dass zu der Zeit das Mittelmeer aufgeheizt ist, viel Wasser verdunstet und durch die südwestliche Luftströmung Wasser bis zu uns gelangt. Der Süden Bayerns hat Pech, weil bei südwestlicher Luftströmung die Alpen im Weg sind.

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              • sonnenblume sagt

                Westliches Münsterland. Nahe Niederlande. Die geringsten Erhebungen reichen aus die Zugbahn von Regen und Gewitter zu steuern. Regen aus Südwesten teilt sich in der Regel ab dem Sauerland, spätestens über dem Ruhrgebiet. Kommt er aus Westen kommen schon ganz geringe Erhebungen zum tragen. Manchmal kann man es nicht nachvollziehen.

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              • Stephan Becker sagt

                „Der Süden Bayerns hat Pech, weil bei südwestlicher Luftströmung die Alpen im Weg sind.“
                Nö, hat er nicht, genausowenig wie die Kölner Bucht.

                Die Werte stammen alle von Meteostat.net:
                Juli 2026:
                Köln 14,7 mm
                FFM-Flughafen 9,4 mm
                Freiburg 11 mm
                Freising/München Flughafen 74,3 mm
                Passau 25,6 mm

                August 2026 bis 09.08.:
                Köln 3 mm
                FFM-Flughafen 5,4 mm
                Freiburg 1,6 mm
                Freising/München Flughafen 1,9 mm
                Passau 0 mm

                Ich wusste dass ich mir diese Arbeit machen konnte, weil ich mir regelmäßig den Regenradarfilm bei „wetterdienst.de“ anschaue:
                wetterdienst.de/Deutschlandwetter/Niederschlagsradar/Radarfilm/

                Wer bis jetzt Pech hat, das ist der Frankfurter Raum. Dort waren in den letzten zwein Monaten zudem immer wieder auch die Höchstwerte der Temperatur in Deutschland zu finden, wie praktisch immer die gesamte Oberrheinebene, im Mittelrheintal und im Niederrhein bzw. Rheinland.
                Etwas südöstlich von Frankfurt bzw. südlich von Wiesbaden ist ein Gebiet, in dem mindestens keine neuen Wohnhäuser gebaut werden dürfen, aber das schon seit etlichen Jahren wegen des geringen Niederschlags bzw. der problematischen Trinkwasserversorgung. Ob dort überhaupt Gebäude neu errichtet werden dürfen, weiß ich derzeit nicht.

                • Stephan Becker sagt

                  Pardon, ich meinte südwestlich von Frankfurt NICHT südöstlich von Frankfurt.

      • Kemetbauer sagt

        @RS
        Ich bewerte extreme Wettersituationen immer nur vor dem Hintergrund der möglichen Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Alles andere ist für mich nebensächlich. Zumal die Auswirkungen vieler Wetterextreme auch mit der Unfähigkeit der Folgenabschätzung für das eigene Hab und Gut zusammenhängen. Warum z.B. muss im Ahrtal alles wieder wie zuvor aufgebaut werden? Dort wo die Versicherungen keine Elementarschädenversicherung anbieten, würde ich nicht siedeln wollen. Bleibt auch die Frage, ob die Allgemeinheit weiterhin für diese „Heimatverbundenheit“ zahlen muss.

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        • Limes sagt

          „Warum z.B. muss im Ahrtal alles wieder wie zuvor aufgebaut werden?“
          Interessante Argumentation. Dazu fallen mir aus den letzten 30 Jahre spontan noch folgende vergleichbare Ereignisse ein:
          Elbe 2002, 2013 die Städte z.B Dresden, Meißen,, Magdeburg sind immer noch besiedelt. Hamburg wurde nach 1962 wieder aufgebaut, der Fischmarkt wird regelmässig geflutet letztmals 2026
          Mulde Hochwasser 2002, 2013 die gefluteten Städte und betroffene Infrastruktur wurden wieder aufgebaut
          Donau insbesondere Passau waren 2002 bzw 2013 ebenfalls stark betroffen.
          Oderflut 1997 und 2010
          Städte an Rhein, Mosel ob Köln, Koblenz, Trier mit regelmässigen Überflutungen besonders stark 1993, 1995
          Spinnt man den Gedanken „ob die Allgemeinheit weiterhin für diese „Heimatverbundenheit“ zahlen muss.“ etwas weiter und denkt bis zum Ende dann stellt sich die Frage warum gibt es eigentlich einen Länderfinanzausgleich der durch die Gruppe der Steuerzahler finanziert wird. Die Empfänger der Geldpakete argumentieren doch auch ständig mit „Heimatverbundheiten“ oder? Im Grunde genommen ist der Länderfianzausgleich ja auch eine Art Elementarversicherung in die sogar zwangsweise alle Steuerpflichtigen ungefragt einzahlen müßen.

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          • Lieschen Müller sagt

            Das ist eine sehr gute Argumentation. Man kann selbst in Deutschland keinen Platz für 80 Mio Menschen finden, wo niemals eine Naturkatastrophe stattfinden wird. Dafür können wir ja „ausgleichen“. Einzelne Fehler werden behoben, z.B. wenn wirklich Eigenheime an der falschen Stelle gebaut worden.

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          • Kemetbauer sagt

            @L
            Was machen wir denn nach 2030? Der LFA, eigentlich eine falsche Bezeichnung, läuft zum 31.12.2030 aus. Wenn dann innerhalb von 5 Jahren keine neue Regelung erzielt werden kann, ist er endgültig Geschichte.
            Der sogen. LFA ist ein Steuerausgleich auf der Basis der Umsatzsteuer. D.h., die Länder zahlen überhaupt nicht in den LFA ein, sondern bekommen einfach nur, nach einem bestimmten Schlüssel berechnet, vom Staat unterschiedliche Erstattungen aus dem Umsatzsteueraufkommen.
            Und ja, wir sind mal wieder beim Solidaritätsprinzip. Leider ist es so, dass dieses Prinzip heute oft ad absurdum geführt wird. Alle sollen auch für das Fehlverhalten einiger weniger Zeitgenossen zahlen. Krankenkasse, Pflegekasse, BG, Steuern u.v.a.m. würden nicht funktionieren, wenn nicht ein Teil der betroffenen Gruppe überproportional zur Kasse gebeten würde.

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            • Limes sagt

              „läuft zum 31.12.2030 aus. Wenn dann innerhalb von 5 Jahren keine neue Regelung erzielt werden kann,..“ also könnte das bis 2035 noch so weitergehen mit dem LFA.
              „D.h., die Länder zahlen überhaupt nicht in den LFA ein, sondern bekommen einfach nur, nach einem bestimmten Schlüssel berechnet, vom Staat unterschiedliche Erstattungen aus dem Umsatzsteueraufkommen.“
              @Kemetbauer Herrlich und grotesk wie sie sich winden. Evtl leben sie in einer Region die vom LFA seit Jahren profitiert und sich wünscht dies soll so weitergehen.
              Fakt ist alle Steuerzahler finanzieren den LFA aber entzogen wird das Geld den Menschen in den Bundesländern sowie den dortigen Städten und Dörfern die einzahlen. Die benötigen das Geld doch selber und könnten damit z.B in sinnvolle Projekte vor Ort wie z.B Schutz ihrer Heimat vor Überschwemmungen, bessere Infrastruktur, Integrationsprojekte, Schulen etc verwenden.

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              • Kemetbauer sagt

                @L
                Sie raffen es nicht. Der „LFA“ wird aus der Konsumsteuer (Umsatzsteuer) bestritten. Nicht nur alle Steuerzahler sondern alle, die irgendwie konsumieren, zahlen dafür. Auch die NRW-ler, die in Bayern Urlaub machen. Angeblich ist Bayern ja Urlaubsland Nr. 2 in D. Da kommen dann auch noch MV-ler, NDS-ler, SH-ler, BBG-ler, ST-ler und all die anderen dazu. Es ist also keine besondere bayerische Wirtschaftsleistung, die da angezapft wird. Der Staat könnte auch sagen, die Umsatzsteuer ist eine Bundessteuer und die Länder gehen leer aus. Jetzt klar?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Also ich muss auf alle Honorare Umsatzsteuer zahlen. Und ZUSÄTZLICH zahle ich noch Umsatzsteuer auf alle Konsumprodukte. Wenn es so definiert würde, wie du schreibst, würde es ja keinen LFA geben müssen. Denkblockade Kemet?

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                • Kemetbauer sagt

                  @RS
                  Umsatzsteuer müssen alle für fast alle Waren/Dienstleistungen zahlen. Als Gewerbetreibender hat man allerdings die Möglichkeit, für nicht privat geleistete Zahlungen (Betriebskosten), die MwSt zurückzubekommen. Die Umsatzsteuer steht dem Staat zu. Es ist allerdings gesetzlich geregelt, dass, z.B. zur Herstellung gleicher Lebensbedingungen innerhalb der Republik, der Staat zu sorgen hat. Deshalb erstattet er, nach einem Schlüssel, einen Teil der Umsatzsteuer an die Länder zurück. Dort wo die Lebensbedingungen eh schon hervorragend sind, kommt natürlich auch relativ weniger Kohle an.
                  Denkblockade aufgehoben?
                  btw: Der größte Kräher, wenn es um ein vorzeitiges Ende des LFA geht, hat, als damaliger bayerischer Finanzminister unter der Regierung Drehofer, mitgestrickt an der letzten Reform des LFA. Irgendwie fallen immer mehr relativ junge Menschen der Vergesslichkeit anheim.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Kemet, du musst mir nicht die Welt erklären, sag einfach „Entschuldigung“, hab mich vertan und gut isses.😉
                  Es ist doch ganz menschlich, wenn Bürger eines wohlhabenderen Bundeslandes sich daran stören, verblödete Politik und dessen Folgewirkungen in z.B. Berlin, mit zu finanzieren.
                  Genauso, wie sich Steuerzahler oder Versicherte ârgern, wenn Neubürger ohne Staatszugehörigkeit und ohne je eingezahlt zu haben, Leistungen aus dem Solidaritätssystem erhalten.
                  Wie kann man das NICHT verstehen?

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                • Kemetbauer sagt

                  @RS
                  Mir ging es eigentlich um die sachliche Darstellung aber, sei´s drum.
                  Dass ich kein Freund von übertriebener Solidarität bin, dürfte klar sein.
                  Vielleicht wird mein Bundesland nach dem 06.09. ja auch ein Geberland.
                  Prust! (aber ganz groß)

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                • Limes sagt

                  „Der Staat könnte auch sagen, die Umsatzsteuer ist eine Bundessteuer und die Länder gehen leer aus. Jetzt klar?“
                  @K wieder so ein Ablenkungsmanöver für einen Sachverhalt der ja offensichtlich ist. Selbstvertändlich wird das Geld über Steuern in diesem Fall der Umsatzsteuer eingesammelt. Entscheidend ist was geschieht mit diesem Geld und wie wird es verteilt. Da haben wir schon länger den Zustand einige Bundesländer erhalten überpropotional viel mehr als andere und einige erhalten sogar weniger als sie einzahlen. Der Ausgangspunkt unserer Diskussion war ihr Kommentar „Bleibt auch die Frage, ob die Allgemeinheit weiterhin für diese „Heimatverbundenheit“ zahlen muss.“ Weitergedacht müßen andere für ihre „Heimatverbundenheit“ zahlen denn offensichtlich gehören sie zu den Profiteuren und dies regelmässig schon über Jahre. Dies soll sich in den nächsten 10 Jahren nicht ändern das ist schon kurios. Wissen oder wie sie es ausdrücken haben sie schon gerafft die Verwendung dieser Gelder ist nicht zweckgebunden. Dann lieber zweckgebunden über einen bestimmten Zeitraum Gelder für betroffene Regionen z.B Aufbau Ahrtal oder ähnliche Regionen als noch jahrelang weiter Geld mit der Giesskanne verteilen.

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                • Kemetbauer sagt

                  @L
                  Das Prinzip „Gießkanne“ kennen wir ja auch von der 1. Säule der Agrarförderung. Da vermisse ich allerdings die Kritik.

          • zmp_nachfahre sagt

            Vielleicht gibt es ja doch den einen oder anderen kleinen Lerneffekt, den man umsetzen kann.
            In Bonn-Beuel z.B. liegt typischerweise der Boden des Wohnbereichs etwa auf 1m Höhe, darunter ist vollgefliester Keller. Allerdings ist das Hochwasser am Rhein eher mit Ansage und regelmäßig.
            An der Ahr könnte man den ja wohl vorsätzlich (wegen der Fische) entfernten Hochwasserschutz wieder einbauen und vor allem das Warnsystem unabhängig vom Befinden irgendwelcher Politiker machen. Vielleicht sogar kritische Stellen vernünftig umbauen?
            Wer dort sein Häuschen gebaut hat, wird halt nicht so einfach sagen „na gut, dann baue ich eben anderswo ein neues…“

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      • sonnenblume sagt

        R. Seevers, man darf 1959 nicht vergessen. Ich erinnere, dass wir im Sommer für Kühe und Rinder Reststoffe aus den Brauerreien bekommen haben. Es wurde mit Tankwagen geliefert. Hackfrüchte für die Winterversorgung waren von schlechter Qualität und sind über den Winter in der Miete vollendens verdorben. Zu der Zeit gab es zudem noch keinen Landesweiten Güteraustausch. Also musste der Tierbestand der Futtermenge angepasst werden.

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      • Christian Bothe sagt

        RS: Dem kann ich nur beipflichten! Hatte es ja schon mal erwähnt wie sich das Wetter 1976 in der Ostthüringer Region dargestellte. Hatte ja Verantwortung für 1500 GV,420 MK,600 Merinos und kaum Futter. Habe dann Silage im Bezirk Potsdam und im Grenzgebiet zu Bayern gekauft und täglich transportiert! Problematisch war es, das die Mastbullen um die Bezirksstadt Gera aufgestallt waren ( 6 Ortsteile ),was die Versorgung schwierig gestaltete. Ammonisierte Strohpellets waren da eine willkommene Nahrungsergänzung. Irgendwie haben wir es überstanden, wenn auch mit Einbußen( Kosten) insbesondere was die Milchleistung unserer SMR Kühe betraf.

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          • Christian Bothe sagt

            Ergänzt noch dazu: Aufgrund von Trockenheit auch in anderen Jahren hat man zu DDR Zeiten die LPG, VEG verpflichtet Wasserreservoirs anzulegen! Leider wurden diese nach der Wende( Eigentumsproblematik) fast alle ( in meiner Region) trockengelegt! Auch Beregnung wurde zurückgefahren! Selbst aus dem Fluss(Weiße Elster) wurden mittels Meliorationsbau Pumpstationen gebaut, um Wasser auf die Felder zu pumpen! Ziel war es hier dann eine große Rindermast ( 18000 MB) mit dem Futteraufwuchs ( Silage) der Region versorgen zu können. Das war einmal und ziemlich weitsichtig…

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  14. Frikadellen piet sagt

    moin oh Mann das hört sich schlimm an habe nur türüberschrift gelesen, den Rest Peter! schönen Donnerstag

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  15. Zgnflüstrr sagt

    In der prallen Sonne soll man aber auch nicht gießen, weil die Wassertröpfchen auf den Blättern wie Brenngläser wirken.

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    • Christian Berger sagt

      Nein, das ist ein Gerücht, das sich leider hartnäckig hält.

      Es gibt aber genug andere gute Gründe, um nicht gerade in der größten Hitze (die übrigens nicht mittags herrscht, sondern um 17, 18 Uhr) zu bewässern.

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  16. land kathrin sagt

    Was mich bei uns in Südtirol beim Wetter am meisten nervt, sind die bescheuerten „Schönwetter“ Wetterberichte. Es regnet wochenlang nicht, es ist viel zu heiss, Wälder, Wiesen, Tiere,… alles hat Durst 😢, und anstatt, dass man im Radio mal hören würde „leider immer noch kein Regen in Sicht“, trällern sie bei jedem Wetterbericht gebetsmühlenartig „heute wieder strahlend schönes, traumhaftes Wetter“ 🙈 … sind die blind ? oder was bitte ist daran „traumhaft“ wenn alles verdorrt ?

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    • Liesel sagt

      Das ist halt das Touristenwetter. Der Tourismusindustrie wird es gefallen. Die Bauern fallen da leider hinten runter.

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  17. Schorsch Summerer sagt

    Bei uns hat es um 19.30 einen downburst gegeben, einen plötzlichen Wolkenbruch mit Sturm. Sowas hast du noch nicht gesehen. Wieviel es war, ich hab noch nicht nachgesehen. 5 km östlich hat es gehagelt und in Rosenheim 10 km weg und etwas westlich keinen Tropfen! Nördlich von Rosenheim Richtung Mühldorf ist es auch verdorrt.

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    • Schorsch Summerer sagt

      Es waren 11 liter. Möglicherweise aber auch mehr. Es hat den Regenmesser von der Seite getroffen und da misst er nichts.
      Downburst, wie soll ich das beschreiben … Es war den ganzen Tag sonnig und schwülheiss. Abends die Meldung dass der Einlass zum Festivalgelände in Rosenheim für die BR Radltour um eine Stunde verschoben ist. Meine Frau und meine Schwester sind hin und wollten den Michel Patrick Kelly hören. Verschoben denken wir uns und sehen bei der Melkstandtür raus. So ein Blödsinn. Aber um 19.30 war ich also allein im Melkstand und schaue nochmals raus da steht die grosse Frontladerschaufel. Plötzlich tropf tropf tropf, wo kommt das den her? Und auf einmal ist es als ob man von allen Seiten von Wasserkanonen beschossen wird. Das Wasser jagt quer durch den wegen der Hitze rundum geöffneten Stall. Halbe Stunde später bin ich noch in den Pool und die Feuerwehr ist offenbar los um die Autobahn von Bäumen zu befreien.

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      • Lieschen Müller sagt

        Ja, lokal verheerende Unwetter. Hattet ihr das in Sachsen gelesen? Jetzt die Woche 2x das Phänomen Downburst, leider auch ein Todesopfer.
        In der Zeitung stand auch, dass die Alpenhütten kein Wasser mehr haben.

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        • Stephan Becker sagt

          @Lieschen Müller
          In bestimmten Orten im Südschwarzwald wie St. Peter und Hofsgrund am Schauinsland sollen ab ca. dem 20. August Tanklaster von Badenova die Trinkwasserversorgung übernehmen, wenn bis dahin kein Regen fällt. Ich weiß jetzt nicht ob auch für das Vieh oder nicht, aber wahrscheinlich schon. Das Wasser kommt wohl jeweils aus Freiburg, weil die dort die Grundwasserleiter der Oberrheinebene anzapfen können.

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