Bauer Willi
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Aktive Land- und Forstwirtschaft ist praktizierter Brandschutz

Wenn – wie in diesem Jahr – die Waldbrandgefahr offensichtlich wird, wird viel über Feuerwehren, Löschhubschrauber und Einsatzkräfte berichtet. Doch ein entscheidender Teil der Brandbekämpfung findet lange vor dem ersten Funkenflug statt – direkt auf den Feldern und im Forst.

Waldbrände gibt es aktuell auch in Deutschland: https://www.merkur.de/bayern/regensburg/waldbrand-oberpfalz-ausser-kontrolle-warnung-fenster-tueren-einsatz-strasse-gesperrt-94424522.html

Eine aktiv bewirtschaftete Kulturlandschaft bildet ein natürliches und organisatorisches Schutzschild gegen Großflächenbrände.  Die Land- und Forstwirte sind sehr effektive Akteure im vorbeugenden Brandschutz. Warum ist das so?.

1. Reduzierung der Brandlast

Unbewirtschaftete Flächen neigen dazu, über Jahre hinweg extrem viel Biomasse anzuhäufen. Totholz, dichtes Unterholz und ungemähtes, ausgedörrtes Gras wirken im Ernstfall wie Brandbeschleuniger.

  • Forstwirtschaft: Durch gezielte Durchforstung wird der Totholzanteil kontrolliert und der Abstand zwischen den Baumkronen reguliert. Dies verhindert, dass sich ein Bodenfeuer rasch zu einem unkontrollierbaren Kronenbrand ausweitet. Totholz im Wald war früher ein wertvoller Brennstofflieferant, weshalb kaum Totholz zu finden war.

  • Landwirtschaft: Die Beweidung durch Schaf-, Ziegen- oder Rinderherden hält Freiflächen und Waldränder frei von trockenem Altgras. Diese biologische „Rasenpflege“ entzieht dem Feuer die leicht entzündliche Nahrung. Werden Flächen stillgelegt, folgt dem Grasaufwuchs die Verbuschung, die dem Feuer eine ideale Basis bietet.

2. Infrastruktur: Wege und Wasserförderung

Eine schnelle Erreichbarkeit ist bei der Brandbekämpfung oft entscheidend. Rettungskräfte sind im ländlichen Raum massiv auf die von der Land- und Forstwirtschaft geschaffene Infrastruktur angewiesen:

Element Beitrag zum Brandschutz
Forstwege & Rückewege Breites, befestigtes Wegenetz ermöglicht schwerem Feuerwehrgerät die direkte Zufahrt ins Bestandsinnere.
Wasserentnahmestellen Forstbetriebe unterhalten und pflegen Löschwasserteiche, Zisternen und Speicherbecken in entlegenen Arealen.
Pflege der Ränder Regelmäßiges Freischneiden von Lichtraumprofilen verhindert, dass Wege durch umstürzende Bäume blockiert werden.

3. Schneisen und Wundstreifen als Barrieren

In der Forstwirtschaft werden strategische Brandschneisen und sogenannte Wundstreifen (vegetationsfreie Streifen im Boden) angelegt.

Ein lückenloses, dichtes Kronendach begünstigt das Überspringen von Feuern über kilometerweite Strecken. Durch unterbrechende Schneisen und den Anbau von weniger brennbaren Laubbaumstreifen an Waldrändern entstehen natürliche Riegel im Gelände.

Auch in der Landwirtschaft erfüllen Stoppelfelder nach der Ernte oder gepflügte Brandschutzstreifen entlang von Bahnlinien und Straßen eine wichtige Pufferfunktion. Je kleinparzellierter eine Landschaft ist, umso geringer die Gefahr von Flächenbränden. Auch helfen unterschiedliche Kulturen, einen einmal entstandenen Brand aufzuhalten. Zuckerrüben sind nur schwer entflammbar… 🙂

4. Landwirte als Ersthelfer im Ernstfall

Bricht auf dem Feld oder im Wald ein Feuer aus, sind es häufig lokale Landwirte, die als Erste vor Ort unterstützen können – noch bevor die Feuerwehr ihre Wasserleitungen gelegt hat:

  • Gülle- und Wasserfässer: Moderne Güllefässer fassen oft zwischen 10.000 und 30.000 Liter Wasser und können extrem schnell als mobile Löschreserven an abgelegene Brandherde transportiert werden.

  • Schwere Technik: Mit Grubber, Scheibenegge oder Pflug ziehen Landwirte im Eiltempo Brandschneisen im Ackerboden, um dem Feuer den Brennstoff abzuschneiden.

  • Ortskenntnis: Land- und Forstwirte kennen Topografie, Zuwegungen und Hindernisse in ihrem Revier im Detail und leiten Einsatzkräfte zielgerichtet an.

5. Waldumbau: Zukunftsfähiger Schutz gegen Dürre und Feuer

Reine Nadelholz-Monokulturen tragen aufgrund ihres Harzgehalts und der trockenen Streuschicht ein erhöhtes Brandrisiko. Die moderne Forstwirtschaft setzt seit Jahren verstärkt auf den gezielten Waldumbau hin zu klimaresilienten Mischwäldern.

Laubbäume wie Eichen und Buchen speichern mehr Feuchtigkeit im Bestand, werfen schwerer entzündbares Laub ab und senken so die Flammengeschwindigkeit signifikant.

Fazit

Aktive Land- und Forstwirtschaft ist weit mehr als Ertragsnutzung – sie ist eine essenzielle Säule der öffentlichen Vorsorge. Eine Stilllegung von Flächen ohne Pflegekonzept erhöht das Risiko katastrophaler Wald- und Flächenbrände um ein Vielfaches. Wer Wälder und Felder aktiv bewirtschaftet, schafft Struktur, Erreichbarkeit und Pufferzonen, die im Ernstfall Leben und Natur schützen.

Ich habe ja vor einigen Tagen einen Artikel über Nebenerwerbslandwirte gebracht. Auch diese erbringen die oben genannten Leistungen, ohne dass dafür ein Entgelt anfällt. Von daher ist es bedeutsam, möglichst viele Landwirte „in der Fläche“ zu haben. Je mehr aufhören, je weniger Nachfolger sich finden, umso schneller wird sich die Landflucht fortsetzen. Das hat was mit Agrikultur zu tun. Nicht umsonst heißt Landwirtschaft im Englischen „agriculture“, der Landwirt in Frankreich „agriculteur“ oder in Spanien „agricultor“.

Bildquelle: Das obige Bild hat mir mein Freund Dieter (Demeter) geschickt. Es zeigt Teile seiner Mutterkuhherde, die auf einem Teil der Koppel in einem Waldstück den Boden von brennbarem Material freihält. Was nicht gefressen wird, wird zumindest in den Boden getreten und ist so schwerer entflammbar.

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48 Kommentare

  1. Elisabeth Ertl sagt

    Kürzlich las ich in einer Stadtzeitung: „Die Zukunft der Natur entscheidet sich in den Städten. Immerhin leben bereits 80 Prozent der Menschen hier, inklusive wichtiger Entscheidungsträger … Nämlich, dass der Mensch nicht mehr an der Spitze der Pyramide steht … Die Natur mit ihren eigenen Rechten: In Europa wird diese Denkweise (die ihren Ursprung in indigenen Kulturen hat) oft noch skeptisch betrachtet und als rein symbolischer Akt oder gar als spirituelle Verklärung abgetan. Doch viele sehen die Idee bereits als einen längst überfälligen Paradigmenwechsel oder vergleichen sie gar mit der Entstehung der Menschenrechte … Bereits im Juni gewährte die EU auch eine Bürgerinitiative, die mehr ,Rights for Nature` fordert. Eine Million Unterschriften muss die Initiative nun innerhalb eines Jahres sammeln. Schafft sie es, dann muss sich auch die EU-Kommission mit den Rechten der Natur befassen. “

    Was „indigen“ wirklich bedeutet, beschreibt Hans Haid 1986 in seinem Bildband „Vom alten Leben – Vergehende Existenz- und Arbeitsformen im Alpenbereich“:
    „Die Menschen in den Alpen haben seit Jahrhunderten auf eine spezifische Art gelernt, ihr Leben unter den ständigen Bedrohungen von Muren, Lawinen, Unwettern und Heimsuchungen zu gestalten. Durch ihre ausgeprägte Abhängigkeit von einer drohenden, gefährlichen Natur haben sie es auch verstanden, diese Natur schrittweise mit Erfindungsgabe, List und Zähigkeit für sich zu gewinnen. Nicht ohne Vertrauen auf überirdische Kräfte, auf Götter, Heilige und Mächtige über ihnen“

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  2. Ludwig sagt

    Willi , sehr treffender Aufsatz. Ja , die Landwirtschaft ist multifunktional und damit überall auf dem Lande zum Erhalt der Strukturen im Einsatz. Man merkt es garnicht , aber bei Forstgenossenschaften, Jagdgenossenschaften, Wasserverbänden, Feuerwehren, Sportvereinen, Heimatvereinen, Schützenvereinen, Stadt- und Gemeinderäten, Kreistagen, usw. überall sind Bauern vertreten und bringen sich ein. Ob bei Waldbränden, Überschwemmungen, Einsatz mit Maschinen in Dorf und Nachbarschaft, aber auch überregional z.B. Ersthelfer im Ahrtal bevor unsere schlafende Politik und Verwaltung in die Gänge kam wurde geholfen. Unser schweres Gerät wird eben überall gebraucht wenn es darauf ankommt und meistens kommt das „Danke“ selten und die Bezahlung schon garnicht.
    Nach dem Einsatz belobigen sich Politik und Verwaltung über die gelungene Rettungsaktion und bekommen für den heroischen Einsatz zusätzliche Prämien und Urlaubstage. Der helfende Bauer schaut dann mal wieder in die „Röhre“ und wird natürlich fast nie erwähnt.
    Wir Bauern wissen das inzwichen , daß ein Dank für das Ehrenamt und Hilfe so gut wie nie kommt , sondern manch einer denkt , daß man mal wieder einen Dummen gefunden hat.
    Ich muß für mich als „Eingeheirateter“ feststellen , daß ich über das Ehrenamt sehr schnell von den Kollegen aufgenommen wurde und die Herausforderungen einen selbst auch gestärkt haben. Vor allen Dingen sollte man das immer größer werdende Netzwerk nicht unterschätzen und damit die eigene Beurteilungsstärke gefördert wird. Ohne das Ehrenamt würden die Strukturen auf dem Lande komplett zusammen brechen, denn in den weiter entfernten Verwaltungen muß man ja heute schon froh sein, wenn die Leute dort überhaupt das Dorf kennen , was zu der Stadtverwaltung gehört.

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  3. Elisabeth Ertl sagt

    Als ich studierte, war gerade der Nationalpark Hohe Tauern im Entstehen. Der Grund, warum man dort die bewirtschafteten Außenzonen schuf, waren die schlechten Erfahrungen im Nationalpark Graubünden:

    „Ein erhebliches Problem stellen Brände dar. Nahe beim Hotel Il Fuorn kann man noch heute eine Brandverwüstung aus dem Jahr 1951 sehen, weil sich die einmal zerstörte Humusschicht nur extrem langsam regeneriert. Im Zuge der Bauarbeiten für das Ausgleichsbecken bei Ova Spin brach 1962 ein Waldbrand aus, der nur mit eingeschlagenen Brandschneisen gestoppt werden konnte und noch zehn Tage lang Kleinbrände nach sich zog. Diese Brände haben die nach wie vor diskutierte Frage aufgeworfen, ob man den Park wirklich von jedem menschlichen Eingriff, auch einem bewahrenden, freihalten soll.“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizerischer_Nationalpark

    Heutige Naturschützer behaupten jetzt, die Außenzonen des Nationalparks Hohe Tauern waren bloß ein Kniefall vor den Wirtschaftsinteressen der Bauern. Jetzt ist es ihnen gelungen, wieder einen Teil von Bewirtschaftung freizubekommen, und sie sind stolz auf das Wildnisgebiet:
    https://www.wwf.at/meilenstein-im-naturschutz-salzburger-sulzbachtaeler-offiziell-als-wildnisgebiet-ausgezeichnet/

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  4. evonik sagt

    Wir hatten hier vor 7 Jahren einen kleineren Waldbrand und seit dem frage ich mich, ob die Feuerwehren durch zu viele Vorschriften eingeschränkt sind oder in dem Fall nur der Kommandant unpraktisch reagiert hat:

    Der Brand begann an einem Weg, war ca. 20 m breit und ca. 10 m tief vom Weg in den Wald.
    Als erstes hatte die Feuerwehr der Gemeinde Wasser an der Brandstelle. Die haben dann als Erstes die Glutnester in der verbrannten Stelle gelöscht.
    Ein Ü 80- Bauer ging mit 2 Feuerlöschern vor die Flammen.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ich konnte kein Fehlverhalten der Feuerwehr in Ihrem Beitrag feststellen. Angesichts der Situation würde ich behaupten, dass bei uns die beiden wasserführenden Fahrzeuge ausrücken, ebenso wie die Feuerwehr des Nachbardorfes mit ihrem 3000-Liter-Fahrzeug.
      Falls das Feuer sich ausweitet, wird das Tanklöschfahrzeug aus der Stadt, die 6 km entfernt ist, alarmiert.
      Zunächst werden die Ränder des Feuers gelöst, indem sie nassgespritzt werden, um ein Ausbreiten zu verhindern. Erst wenn das Feuer unter Kontrolle ist, werden Glutnester bekämpft.
      Der Einsatz des 80 Jährigen ist ja lobenswert, aber besser wäre es, er geht nicht in einen Gefahrenbereich.

      • evonik sagt

        Zunächst werden die Ränder des Feuers gelöst, indem sie nassgespritzt werden, um ein Ausbreiten zu verhindern. Erst wenn das Feuer unter Kontrolle ist, werden Glutnester bekämpft.

        Genauso sehe ich das auch. Die haben aber erst die Glutnester bekämpft. Die Brandstelle war ja nur gut 20 m breit. Da hätte ich auf beiden Seiten je einen Angriffstrupp plaziert und befeuchten lassen.

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Die Beschreibung deutet darauf hin, dass sowohl das Personal als auch die Führung der Feuerwehr einen unzureichenden Ausbildungsstand haben. Wie viele Personen sind in der Wehr und wie viele Fahrzeuge gibt es?
          Die Feuerwehr, der ich als Alterskamerad angehöre, verfügt über mehr als 70 aktive Mitglieder und 5 Fahrzeuge. Sie ist bei größeren Bränden im gesamten Kreis mit einem Katastrophenschutzfahrzeug im Einsatz. So wie hier:

          https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/waldbrand-oppenau/vi-AA28I1wQ

  5. Kemetbauer sagt

    Wow @BW,
    welche eine Ehre. Man hat den Eindruck, als würde die EU-Verwaltung hier mitlesen. Auf „agrarheute.com“ steht aktuell ein Artikel zur Brandvermeidung durch das Beweiden mit Rindern und Pferden. Angeblich will die EU umdenken. Wieso umdenken? Hat in dem Laden schon jemals jemand gedacht?

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    • Bauer Willi sagt

      @Kemetbauer
      Natürlich liest die EU-Verwaltung hier mit… Woher sollen die denn sonst mitbekommen, wie die Praxis denkt? 🙂 🙂

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      • Kemetbauer sagt

        @BW
        Wir sind uns vermutlich einig in der Annahme, dass es der Verwaltung schnurzepiep egal ist, was und wie die Praxis denkt. Die wissen vielleicht nicht einmal, dass es eine Praxis gibt.

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  6. Pälzer Buh sagt

    Den Beitrag finde ich gut und wichtig. Der aktivste (und attraktivste) Beitrag zum Feuerschutz, ist die aktiste Bewirtschaftung.
    Allerdings gilt dies hauptsächlich für den eurasischen Bereich.

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  7. Georg Johann Brand sagt

    Danke für den Beitrag, dem ich voll zustimme.
    Man kann, das in einem Satz zusammnfassen:
    Eine grüne Pflanzen brennt nicht !!!.

    Daher ist eie Bewirtschaftung die zu grünen Pflanzen führt, aktiver Brandschutz.
    Dazu gehört auch die schnelle Wiederbegrüngung nach der Ernte,
    Auch Zwischenfruchtanbau ist daber Brandschutz.

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    • Zgnflüstrr sagt

      „Eine grüne Pflanzen brennt nicht !!!.“

      Doch !!11!elf. – Das hat Bauer Christian Lohmeyer heute bemerkt, der bekannte Influencer: Die Waldbrände in Südeuropa kämen gar nicht hauptsächlich von der Hitze, sondern vom vielen vorangegangenen Regen, der eine üppige Vegetation mit viel Blattwachstum gefördert hatte. Die von Bränden oft betroffenen Forstpflanzen (ich würde sagen: Kiefer, Pinie, Eukalyptus?) haben viel brennbares ätherisches Öl in den Nadeln oder Blättern, wodurch sie brennen, ohne völlig trocken zu sein.

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      • Schorsch Summerer sagt

        ABER! Man hat das gewachsene Gras nicht abgeerntet und hat auch die Brandschneisen laut französischen Medien nicht gepflegt. Ebensowenig wurden die Strassenränder rechtzeitig gemäht oder gemulcht und genügend Weidetiere gibt es offenbar auch nicht mehr. Zudem ist der Wald der bei Bordeaux brennt zu grossen Teilen offenbar Naturschutzgebiet. Kommt einem das bekannt vor?

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  8. Frikadellen piet sagt

    moin interessanter Beitrag. das Fazit finde ich sehr gut und könnte mal weiter verbreitet werden! ein guter Zeitpunkt wäre bei wissen vor acht, wenn auch über Waldbrände in Spanien berichtet wird. es wird klar dass die deutsche Landwirtschaft es sehr gut macht! schönen Tag

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    • Werner Knödler sagt

      ist „Wissen vor acht “ nicht eher eine Plattform Klima wandelnde “ Experten „

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      • Inga sagt

        Da kann man soch mal zeigen, wie die Landirtschaft den Klimawandel effektiv entgegen wirkt.

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  9. Kemetbauer sagt

    In jedem Jahr wird berichtet über die Konfliktsituation, wenn Mutterkuhhalter ihren Rindern den Waldrand als Schattenspender anbieten. Die auf den Plan gerufene Forstverwaltung, im Einklang mit den Naturschutzbehörden, untersagen eine solche „Nutzung“. Es muss noch viel mehr und vor allem bis an die Schreibtische der Sesselbrigaden heran brennen, bis die ihre Position überdenken.
    Auf meinem Betrieb gibt es, wie überall hier im Elbtal, zahlreiche Strukturelemente wie Holzungen, Baumreihen, Solitärbäume aber auch Hecken und Buschwerk. Die sie umgebenden Zäune, noch aus DDR-Zeiten, waren baufällig und wurden entfernt. Seitdem nutzen meine Rinder diese Strukturelemente als Schattenspender. Eine Aufforderung das zu unterlassen, habe ich mit der Beantragung von 10 Bauwerken, geplant als Schattenspender, beantwortet. Die Anträge wurden, wie nicht anders von mir erwartet (Landschaftsschutzgebiet), abgelehnt. Ich habe dann gedroht, diese tierschutzwidrigen Umstände den NGOs zu melden. Es ist dann nichts mehr gekommen. Geschadet hat die Nutzung dem Baum- Strauch- und Buschwerk nicht. Schließlich bekommen sie auch mehr Nährstoffe.

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      • Kemetbauer sagt

        @BW
        Alle Gehölze und sonstiges botanisches Geraffel, stehen auf meinen Eigentumsflächen.

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        • Bauer Willi sagt

          @Kemetbauer
          Interessant, dass die Behörde meint, Einfluß auf Ihre Bewirtschaftung nehmen zu können. Schließlich ist Waldhutung ein altes Kulturgut.

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          • Kemetbauer sagt

            @BW
            Ich war erfreut über die Erkenntnis, dass man die NGOs auch gegen die Verwaltung instrumentalisieren kann. Und, NGOs bedeuten auch immer Öffentlichkeit. Genau die jedoch scheut so manche Verwaltung wie der Teufel das Weihwasser.

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    • Bauer Willi sagt

      @RS
      Interessante Statistik. Übrigens soll, so die Information von deren Seite, jeder Brand ab 1 qm verbrannter Fläche gemeldet werden. So kann man eine Statistik auch dramatisch gestalten.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Interessant in den Statistiken ist auch das Verhältnis Nadelbäume zu Laubbäume. 😉

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    • evonik sagt

      An der Graphik Anzahl der Brände/ verbrannte Fläche sieht man, dass bis 2017 anscheinend die Fläche pro Brand geringer war als ab 2018.

      Da wirken sich die Dürren aus. Ich bin immer noch der Meinung, dass der Seehofer zu Zeiten der 10H Regel in Bayern schon gewusst hat was passieren wird.

      Ich bin gespannt, wie lange die Politik die Auswirkungen der Windenergie vertuschen kann. Der Ganteför soll zu Vorträgen bei AfD-Veranstaltungen eingeladen werden. Da holt sich die AfD direkt Kompetenz ins Haus.

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    • Bauer Willi sagt

      @Kemetbauer
      Mein Freund Dieter (Demeter) hat Ihren Kommentar gelesen. Seine Aussage: Angus-Rinder (auf dem Bild) sind – wie Galloway – von Natur aus hornlos.
      Demeter-Bauern dürfen diese Rasse halten, wenn sie katholisch sind…. 🙂
      (Die Rinder, nicht die Landwirte)

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  10. Eckart Grünhagen sagt

    Eine Kleinigkeit möchte ich zum sehr guten Blog-Beitrag ergänzen: Hier im Landkreis Uelzen (Ost-Niedersachsen) spielt die Feldberegnung eine große Rolle. Da Flächenbrände naturgemäß oft in die Beregnungszeit fallen, ist sehr schnell Wasser in ausreichender Menge durch die hervorragend ausgebaute Bewässerungsinfrastruktur in der Nähe des Brandherdes verfügbar.

    Vor einigen Wochen konnte ein durch Brandstiftung entstandener Waldbrand dadurch in kürzester Zeit gelöscht werden.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Würden die Bauern nur Kartoffeln, Zuckerrübern und Gemüse anbauen, gâbe es viel weniger Brände durch Ernte-Maschinen. (Beitrag enthält Spuren von Sarkasmus)🤓

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        • Jürgen Donhauser sagt

          @Stadtmensch, ich finde es nicht besonders taktvoll von Dir diesen Artikel als Gelegenheit zu nutzen um eine erzwungene Querverbindung zu Stallbränden zu konstruieren. Genauso wenig, wenn man brennende Hochhäuser mit toten Menschen in Metropolen anführen würde.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Man könnte sogar eine Analogie zur Klimarettung ziehen, wenn evaluiert würde, aus welchem Grund viele Ställe abbrennen….siehe PV…..aber heee….

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            • Reinhard Seevers sagt

              Funkenschlag am Stromnetz

              Übler Verdacht in Griechenland: Windkraftanlage löste wohl Großbrand aus – zwei Festnahmen
              Eine Feuerfront frisst sich westlich von Athen durch Griechenland. Ausgelöst wurde der Waldbrand offenbar an einer Windkraftanlage. Zwei Männer sind angeklagt.

              Athen – Drei Tage nach dem Ausbruch des Feuers in der griechischen Region Böotien meldet die Abteilung für Brandstiftungsdelikte (DAEE) zwei Festnahmen. Ein Elektroingenieur und ein Bauunternehmer sollen Schuld am Großbrand sein…“

              Auch hier scheint die Klimarettung dem „Waldbrandschutz“ entgegen zu stehen…..aber der Grund bleibt natürlich die Klimakrise! 🤡✊

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              • Kemetbauer sagt

                @RS
                Ja was denn jetzt? An der WKA oder durch die WKA. Oder vielleicht doch einfach nur durch menschliches Fehlverhalten? Hauptsache eine WKA ist irgendwie involviert.
                btw: Es werden AKWs abgeschaltet weil das Kühlwasser fehlt. Ist wohl doch nicht so zuverlässig diese Technik. In Ungarn fehlen jetzt fast 40% Strom. Naja, das liegt natürlich nur daran, dass man Orban abgewählt hatte.
                Schenkelklopf!

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                • evonik sagt

                  Den Nachfolgern der Bücherverbrenner fehlt es an Gelehrsamkeit.
                  Es wird wohl so sein:

                  Mit Windrädern trocknen wir den Kontinent aus. Dann fehlt das Wasser zur Kühlung für (Atom-) Kraftwerke und man muss sie abschalten. Daraus folgern die Bücherverbrenner, dass Atomkraftwerke eine untaugliche Form der Energieerzeugung sind und wollen noch mehr Windenergie entnehmen. Dann wird es noch trockener und im Endeffekt wird Europa zur Wüste.

                  So blöd musst erst mal sein.

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              • sonnenblume sagt

                An anderer Stelle wurde von defekten und alten Stromleitungen geschrieben. Schon in der Nähe einer WKA, aber nicht die WKA selber. Also kann man sich die Ursache aussuchen.

        • Limes sagt

          hinter der Bezahlschranke nicht verwertbar
          ist ein klassischer click baiting Beitrag/Versuch vom Daten Sammler Heise online/Medien
          bei Zustimmung werden Daten abgegriffen und von Datenhaien genutzt

  11. land kathrin sagt

    Wieder einmal ein Super Beitrag von Bauer Willi !!🙏👍 Herzlichen Dank, es gibt noch Menschen mit Verstand 🙏🙏!! Sowas würden wir gerne mal in den Medien hören !!! Vielleicht wird es endlich auch Politik und Verantwortlichen klar, dass regionale Landwirtschaft, Bauern, Vieh- , Alm- und Forstwirtschaft,.. nicht die Ursache unserer – (vorwiegend in den Städten und von praxisfernen Schreibtisch Attentätern verursachten) – Probleme sind 🙈 Allerdings all die guten wahren Beiträge gehörten auf Demonstrationen in Großbuchstaben auf Bannern zu den Menschen in die Städte und vor die Regierungsgebäude getragen ! Denn die Politik hört nur wenn viele laut schreien. Europa schläft trotz verheerender Katastrophen weiter. Wir können auf den Mond fliegen und verschwenden Millionen für sinnlosen Quatsch, aber um unsere Wälder zu schützen sind wir zu blöd !? 🙈😢 Europa quo vadis 🙈.
    „Wenn der Baum geht, geht auch das Wasser“ (Tony Rinaudo, Agrarökonom, Waldmacher).

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  12. Hans Schön sagt

    Dazu fällt mir ein:
    Präsident Donald Trump machte Kalifornien am Donnerstag für seine wütenden Waldbrände verantwortlich und drohte, Bundesgelder zurückzuhalten, indem er seine Angriffe aus früheren Runden katastrophaler Flammen wiederholte.

    „Ich sehe wieder, dass die Waldbrände beginnen“, sagte er bei einer Kundgebung im Swing-State Pennsylvania. „Sie fangen wieder an in Kalifornien. Ich sagte, du musst deine Böden reinigen, du musst deine Wälder reinigen – es gibt viele, viele Jahre von Blättern und gebrochenen Bäumen und sie sind wie, so brennbar, du berührst sie und es geht nach oben. “
    „Ich habe ihnen das jetzt seit drei Jahren gesagt, aber sie wollen nicht zuhören“, sagte Trump am Donnerstag. „‚Die Umwelt, die Umwelt‘, aber sie haben wieder massive Brände.“
    (automatisch übersetzt)
    Soviel zu Totholz und Waldbrand. Wenn jetzt aber Donald Trump der letzte vernünftige Politiker ist, macht mir das wirklich Angst. Offensichtlich ist auf jeden Fall, dass „Umweltschützern“ die Menschen und auch die Natur hier egal sind.
    Ausserdem vermisse ich in allen Diskussionen, dass man nicht über Ursachen von Waldbränden spricht. Das sind nämlich fast ausnahmslos Brandstifter. Das Wetter (nicht das Klima) und die Art der „Waldbewirtschaftung“ verhelfen dem Brandstifer nur zu größerem „Erfolg“.

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  13. Jürgen Donhauser sagt

    Herzlichen Dank Willi für den Beitrag. Mein Sohn ist Gottseidank vom Einsatz aus dem unter deinem Link erwähnten Johannisberg / Freudenberg gesund zurück – 7 Kollegen hatten nicht so viel Glück. Stellenweise waren 300 – 400 Kameraden im Einsatz.

    Wie im Beitrag geschildert, handelt es sich bei diesem Gebiet eben auch um extensive Waldflächen des Staatsforsten mit extrem viel Todholz und Sträuchern. Es ist als FFH-Gebiet und als „Natura 2000“ geschützt. Ich würde mal sagen, nach dieser Brandkatastrophe wäre der Flora und Fauna mehr gedient gewesen, wenn es ordentlich bewirtschaftet worden wäre.

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    • Sonja Dengler sagt

      bei uns hier nennt man das „Bannwald“ (Nähe Heidelberg) – und wenn DAS brennt, dann ist aber wirklich ein Inferno zu erwarten: Alles verbuscht, voller Todholz und trockenes Laub und trockene Blätter, Tannennadeln.
      Es gibt auch keine Sitzbänke mehr in unserem Wald, schon lange nicht mehr, weil man so angeblich den Wald schont und ringsum sind auch keine Weiden mehr angelegt…
      Wir haben schon lange eine Regierung, die zerstörerisch wirkt unter der Maske des angeblich Guten….

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