Bauer Willi
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Es gibt auch Zuckerrüben…

Ja, das ist Bio. Und deshalb ist es teuer. Man sehe sich mal die Preise für ein Kilogramm an.

Ahornsirup kommt für gewöhnlich aus Kanada. Datteln sind in Europa auch eher selten. Und Zuckerrohr-Melasse könnte aus Brasilien kommen.

Aber ja, es ist bio. Ich kann das nicht verstehen. Warum muss das aus Übersee kommen?

Ich baue Zuckerrüben an. 1000 g Rübenzucker (Raffinade) kosten so um die 0,70 €/kg. Fast egal ob bei REWE, Edeka, Aldi oder Lidl. Ahornsirup liegt für 1000 ml bei 28 €, Dattelsirup bei schlappen 14 €. Und Zuckerrohr-Melasse ist mit 9,96 €/kg geradezu günstig. Wenn ihr die Preisdifferenz in Prozent ausrechnet, wird euch schwindelig.

Wenn ich Zuckerrüben anbaue, ist das gut für die Fruchtfolge, für das Klima und die Umwelt. Ich muss dafür keinen Regenwald roden. Und die Transportwege sind viel kleiner. “Meine” Zuckerfabrik liegt 30 km entfernt.

Statt Ahorn- oder Dattelsirup könnt ihr doch auch Zuckerrüben-Sirup (“Rübenkraut”) essen. Grafschafter Goldsaft zum Beispiel. Der kommt hier aus der Region, schmeckt gut und ist preislich für jeden erschwinglich. Den gibt es auch im handlichen 5 kg Eimer.

(Das war jetzt der unbezahlte Werbeblock)

Bauer Willi

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68 Kommentare

  1. Thomas Apfel sagt

    Bekanntermaßen werden Bananen zu unglaublich großen Anteilen als Bio-Ware verkauft. Ebenfalls bekanntermaßen werden Bananen-Fruchtstände mit Plastiktüten verhüllt (die nach ihrer Verwendung übrigens in Mittelamerika ganze Fluß- und Kanalsysteme verstopfen).
    Rückstandsproben werden durch die Kontrollorganisationen von den “verhüllten” Bananen und nicht von den Blättern der Stauden genommen. Von der Rückstandsproblematik sind auf Grund des überall gleichen Anbauverfahrens (Tüte) kaum Probleme zu erwarten.
    So kann ich auf den Zertifizierten Flächen unglaubliche Mengen an Ware produzieren, die ich in Wahrheit von den konventionellen Plantagen zur Bio- Verkaufsstruktur karre.
    Stand 2018 macht der Zuckerrübenanbau Bio 0,4 % der in Deutschland insgesamt erzeugten Menge auf 0,6 % der Anbaufläche aus. Warum wohl Herr Kahlert ? Weil die Bauern zu dämlich sind, das Potential zu erkennen ? Oder vielleicht weil das Verhältnis von Ertrag, Preis und Marktaufnahmefähigkeit mehr nicht hergibt ?

    • Kahlert Roland sagt

      Hallo Herr Apfel.

      Zufällig sind mir die Vorgänge in der Zertifizierung bestens bekannt und daher kann ich sicher sagen das Ihre Behauptungen falsch sind. Auch alle Bio-Bananen werden nach mindestens EU-Bio Äquivalent geprüft und dabei ist z.B. immer ein Warenfluss Pflicht, der die Produktionsflächen und das Ertragsniveau besichtigter Bestände den Vermarktungsmengen gegenüberstellt. Dies wird nochmals von Fachreferenten bei der Auswertung des Kontrollberichtes abgeglichen. (Vier Augen Prinzip) Ausserdem werden Probenahmen dem Prüfer von der Zentrale konkret vorgegeben und es werden alle Teile von Plantagenkulturen mit Pestizid Gesamtscreening analysiert. Es müssen auch Recyclingnachweise für die beschriebenen Tüten vorliegen etc. da diese Fruchterzeuger den Global Gap Standard für die Supermärkte brauchen. Ihre ganze Geschichte also nichts weiter als ein hanebüchenes Gerücht. Oder können Sie Beweise für Ihre Behauptungen über Betrug im grossen Stil vorlegen?

      Der Einstieg in den Bio-Rübenanbau war und ist für manche Landwirte nach wie vor interessant. Natürlich ist es nicht ganz einfach, denn je ha werden 200 Handhacke Stunden kalkuliert. Das bremst auch die Neueinsteiger bei der Fläche ein, daher wohl noch der geringe Anteil. Daneben wächst jedoch der Biomarkt seit Jahren und deutscher Zucker ist gesucht. Trotz der Kosten gibt es hier Kollegen die mit regelmässig >800 dt/ha Ertrag traumhafte Deckungsbeiträge erwirtschaften. Dazu müssen halt auch die Betriebsleiterfähigkeit und die nötigen Strukturen gegeben sein. (Management Fremd AK) Jedenfalls solange Feld-Roboter noch so teuer sind, was sich jedoch in nicht allzu ferner Zukunft ändern könnte. Moderne Hacktechnik statt PSM ist das keine Perspektive?

      • Thomas Apfel sagt

        Donnerwetter Herr Kahlert, sind Sie Zertifizierer ? Nicht einmal in Deutschland wird (außer in der Theororie und bei Verdachtsfällen) ein Pestizid-Gesamtscreening durchgeführt. Es wird in der Regel das gehandelte Produkt auf Rückstände untersucht.
        Selbstverständlich habe ich keinen Einblick in die Zertifizierungen in Ekuador und anderswo. Die Zweifel an der durchgehenden Korrektheit stammen nicht von mir sondern wurden z.B. auch in der Sendung “Die Tricks mit Bio und Öko” gestern bei tagesschau 24 geäußert. Sie müssen doch nicht so tun. als gäbe gerade in der Bio-Branche keine Umdeklarierungen in großem Stil, kommt gerade bei Bananen ja auch keiner zu Schaden, da die Ware Rückstandsseitig identisch ist. Das ist bei Öko-Getreide ähnlich. Da auch hier bei konventioneller kaum Rückstände zu erwarten sind, ist die Menge verarbeiteten Bio Getreides in einigen Ländern höher als die gesamte Erzeugung.
        War da nicht vor 2 Jahren was mit Öko-Getreide in Rumänien und Italien in dreistelliger Millionenhöhe ?

        • Kahlert Roland sagt

          Ja ich arbeite schon seit Jahren beruflich in der Öko-Zertifizierung, auch im Ausland und nach Global Gap. Das beschriebene Vorgehen ist bei jeglicher Bioware ein Teil der regelmässigen Kontrolle. Gerade habe ich mir die beschriebene Sendung in der Mediathek angesehen, ich kannte sie vorher nicht. Verschiedene Dinge werden in der Sendung unvollständig oder tendenziös dargestellt, wohl um die Ergebnisse für den Zuschauer aufzupeppen. Zum Beispiel wird die vorgeschriebene eingestreute Auslauffläche für jedes Mastschein – hier zusätzlich 1 m2 nicht erwähnt, Sauen dürfen zum Abferkeln kurz in den Kastenstand etc. Die Haltungsbedingungen der gezeigten Tierhaltung sind jedoch nicht ok und ich würde da ein paar Abweichungen schreiben.

          Um hier aber beim Thema zu bleiben, die gezeigte Situation von Ceres, sowas kommt in China schon vor. Es gibt im Ausland mehr schwarze Schafe als hierzulande. Oft ist dort Korruption mehr verbreitet und die Hemmschwelle niedriger. Das dies aufgezeigt und dokumentiert wird, beweist wie wichtig Kontrollen sind und das diese richtig ansetzen. Wenn es erst nach Jahren entdeckt wird, ist die Frequenz noch zu niedrig, dann wird das auch regionsweise verschärft und optimiert. Wie zum Beispiel in Rumänien, wo nun alle Betriebe und Partien doppelt überwacht werden. Die Vorgaben wie z.B. das auch in Deutschland für Bioproben übliche Gesamtscreening (wie von mir die letzten Jahre beauftragt) werden laufend risikoorientiert angepasst.

          Wie schon im zweiten Post zugestanden, es ist nicht alles perfekt und keine heile Welt. Die Kontrollen sind immer Momentaufnahmen des Betrieben. Es werden jährlich tausende Beanstandungen geschrieben um Mängel wie z.B. in der Tierhaltung zu beheben. Betrugsfälle sind in Deutschland sehr selten, alle paar Jahre einmal in der Presse. Jedoch bei ausländischer Ware ist die Gefahr grösser, obwohl nach deutschem Standard geprüft wird. Verbände wie Demeter, Naturland oder Bioland machen dort noch Zusatzkontrollen und Besuche durch Verbandsberater. Daher ist diese Ware noch sicherer und das Siegel ein Qualitätsnachweis. Regional und Saisonal ist natürlich immer noch am Besten.

          Mir ist aufgefallen das es noch andere Fragen gibt, doch ich denke diese Details sprengen langsam den Rahmen zu diesem Beitrag. Mit meiner Meinung zu dem Post wollte ich keine grosse Debatte auslösen, sondern nur gewisse Aspekte aufzeigen. Ich hoffe es war ausreichend informativ und wünsche noch einen schönen Sonntag allerseits. Gott sei mit euch!

  2. Kahlert Roland sagt

    Lieber Bauer Willi.

    Wollen Sie wirklich sagen, Sie verstehen das nicht? Warum werden denn Bananen gekauft? Bauer Willi hat doch Äpfel im Garten die sind viel billiger. Warum gibts denn überhaupt Bio? Es gibt doch konventionell mit dem selben Nährwert, bei Bauer Willie, billiger.

    Wir haben hier Rapunzel Ware, das ist Demeter Qualität. Das heisst es werden hier die strengsten bekannten Verbands Richtlinien kontrolliert. Nicht nur aus Einsatz von umweltverträglichen Produktionsmitteln sondern auch soziale Standards. Das wird auch im Ausland überwacht, sonst kommt kein Siegel drauf. Die Erzeuger und Ihre Mitarbeiter sollen einen Lohn dafür erhalten, der ein gutes Auskommen ermöglicht und zwar ohne das Allgemeingut zu schädigen. Der Transport ist CO2 neutral etc. Immer mehr Verbrauchern ist das wichtig und sie sind bereit einen höheren Preis dafür zu zahlen. Warum? Weil sie verstanden haben das diese Ware den Preis wert ist. Sie entscheiden sich bewusst dafür, weil sie keine Folgeschäden aus der Produktion vererben wollen. Weil sie verantwortungsvolle Bürger sind und dies für die richtige Art des Lebenswandels halten. Vielleicht mögen Sie die Import Ware auch nur deshalb weil es „saubere“ Ware ist. Für diese faire Lebensart, verzichten Sie vielleicht auf das SUV, den Pauschalurlaub, die Schweinshaxe gratis zum Zuckerrübensaft.

    Warum sollten Sie also Bauer Willie unterstützen? Weils regional ist? Würden Sie dann nicht mit dem Einkaufskorb dafür stimmen, das Pestizide vor Ihrer Haustüre eingesetzt werden? Wie war das mit den Insekten? Dem Grundwasser? Den Allergien? Warum also nicht gleich zum regionalen Bio Rübenzucker greifen?

    Warum sind die Preise für konventionelle Rüben im Keller? Ja richtig, die Quote wurde aufgehoben und die CDU/CSU hat das Mercosur Abkommen unterschrieben. Auch mit billigem Rohrzucker aus Regenwäldern gegen Autos. Im Ausland können die ja noch viel billiger produzieren, mit noch weniger Standards. Und immerhin denkt sich bestimmt mancher Kunde fährt nicht die Spritze und brennt nicht der Wald vor meiner Haustüre!?

    Warum macht also Bauer Willie mit bei dem Globalisierung Irrsinn und setzt nicht auf echte Qualität? Bio-Rüben sind doch sehr gefragt und wäre das nicht sogar eine —nachhaltige- Perspektive? Das verstehe ich wiederum nicht.

    • Bauer Willi sagt

      Unser Sohn hat seine Masterarbeit über die Umstellung unseres Betriebes von konventionell auf bio geschrieben. 104 Seiten, drei Monate Arbeit. Ökonomische Auswertung.
      Er wird nicht umstellen.

      Zu Rapunzel empfehle ich das Studium dieses und anderer Artikel: https://allgaeu-rechtsaussen.de/2020/05/21/rapunzel-chef-hang-zu-irrationalen-und-daher-gefaehrlichen-weltbildern/

      Zu Biorüben könnte ich ein Buch schreiben. Ich beschäftige mich mit dem Thema seit 20 Jahren.

      • Kahlert Roland sagt

        Das Verständnis hängt halt stark von den bedachten Faktoren ab. Natürlich, mag es gute Gründe geben, die mir nicht bekannt sind. Welche sicherlich in dieser Masterarbeit ausführlich behandelt werden. In meiner Region gibt es jedenfalls Betriebe, die vor einigen Jahren umgestellt haben und mit Biorüben sogar sehr grossen Erfolg haben.

        Was den Artikel zu Rapunzel angeht, der Name der Webseite “allgaeu-rechtsaussen“ sagt ja eigentlich schon alles. Sicher, auch Bioproduktion ist nicht über jeden Zweifel erhaben. Es gibt auch hier fragwürdige Entwicklungen. Solche Veröffentlichungen politischer Randgruppen sind aber meiner Ansicht nach keine neutrale Berichterstattung.

        Anstatt die jeweiligen Produkte der vermeintlichen Gegenseite zu bemängeln, könnte man doch auch im Sinne einer zukunftsfähigen, bäuerlichen Landwirtschaft zusammenarbeiten.

        • Obstbäuerin sagt

          …. Vielleicht mögen Sie die Import Ware auch nur deshalb weil es „saubere“ Ware ist. …. Herr Kahlert, hier unterstellen Sie, dass unsere Produkte “unsauber” sind und tun genau das, was sie selber kritisieren. Die Bio-Welt ist nicht die heile Welt, die uns die Medien und NGO´s vorgaukeln. Vor einiger Zeit besuchte ich eine Veranstaltung des Weltladens. Zu Gast war eine Bio-Bananenbäuerin aus Ecuador, die einen Vortrag zu ihrer Produktionsweise und ihrer Genossenschaft hielt. Außer mir war kein Zuhörer, der mit Landwirtschaft zu tun hat, anwesend. Aus dem Vortrag kristallisierten sich folgende Eckdaten 4 ha Bananen in Permamischkultur, 29 Saisonkräfte und 4 Bauernfamilien (Altbauer mit Frau und 3 Söhne mit Familie), die davon gut lebten. Da ich das nicht glauben konnte, habe ich noch mal nachgefragt und die Zahlen wurden bestätigt. Auf den gezeigten Fotos waren große Stapel leere Bananenkartons zu sehen. Bis heute werde ich den Verdacht nicht los, dass neben den 4 ha angemeldeten Bio-Bananen eine größere Plantage Bananen mit konventioneller Produktion bewirtschaftet wird und diese dann als Bio und fair in den Handel gelangen. Auf Nachfrage wurde mir auch bestätigt, dass sich die einheimische Bevölkerung diese Luxus-Bananen nicht leisten kann.

          • Ein Privatier sagt

            Diese ganze Bio-Szene war schon vor 40+ Jahren ungeheuerlich naiv. Denen konnte man jeden Blödsinn erzählen und die haben’s geglaubt, wenn es in die zeitgemäße spirituell-esoterisch-rot-grüne Ideologie gepasst hat.
            Brauner Bio-Zucker in Restequalität war sehr gesund, ziemlich teuer und fast gar nicht schädlich für die Zähne. Alle frisch gekeimten Saaten waren ultragesund und natürlich völlig ungiftig, weil natürlich. Und wer trotzdem allergische Reaktionen bekam, fand die Schuld bei der “Chemie im Essen”.
            Schokolade aus dem Supermarkt war eigentlich dekadent und schädlich, aber gesund, wenn sie fair gehandelt aus Südamerika kam und das Fünffache kostete.
            Mit dem ekelhaften Kaffee und Tee aus dem Bioladen war es genauso. Teuer und schlecht, aber gut zur Unterstützung der linken Rebellen im Hochland und im Urwald.
            Bananen von Chiquita waren imperialistisch und gequetschte Schrottbananen waren revolutionär gut.
            Von Mutter Natur gelieferte Aflatoxine wurden in Kauf genommen, wenn man homöopathische Zuckerkügelchen und die richtige Haltung hatte.

            In den letzten 70 Jahren hat sich die weltweit durchschnittliche Lebenserwartung um etwa 25 Jahre erhöht, trotzdem hören die Rot-Grünen Weltuntergangsneurotiker nicht auf die bevorstehende Apokalypse auch an die Wände der Kinderzimmer zu malen.

            https://www.worldometers.info/demographics/world-demographics/

            • Kahlert Roland sagt

              Herr Privatier, nennen Sie den Lesern doch mal Ihren Namen, damit alle wissen, wer hinter den jeweiligen Aussagen steht. Solange Sie sich hinter Ihrem Pseudonym verstecken, braucht niemand ihre Beiträge hier ernst zu nehmen. Aber ich vermute dann würden sie sich schämen, alle diese verstaubten Klischees und Vorurteile über die Öko-Bewegung aus der Schublade zu packen.

              In ihrer Liste der Schmähungen gibt es überhaupt keine konkrete Tatsache, die gegen die Öko-Landwirtschaft spricht. Hingegen vor 40+ Jahren war DDT noch das meistverwendete Pflanzenschutzmittel und vielleicht sollten Sie mal das Buch Silent Spring lesen. Nicht zuletzt ist die Lebenserwartung gestiegen, weil stark krebserregende Substanzen der Agrochemie verboten wurden. Lesen sie dazu die Liste der 451 besonders gesundheitsschädlichen Pflanzenschutzmittel von Greenpeace.

              Übrigens liebe Obstbäuerin(?), wird DDT, bei uns 1970 verboten, auch heute noch in vielen Ländern wie in Südamerika oder Indien eingesetzt. Lesen Sie dies gern auf Wikipedia nach. Daher besteht schon die Gefahr, das bei Importprodukten diese Mittel verwendet wurden. Dabei ist das nur ein Beispiel, die Liste liesse sich noch lange fortführen von E605 über Atrazin bis zu Neonicotinoiden. Oder wollen Sie uns die jüngsten Vorgänge beim Hühnerhalter Pohlmann oder dem Rinder Grossbetrieb im Unterallgäu erklären?

              Genau diese Diskussion wollte ich vermeiden, man sollte doch aus Vergangenem lernen und den Blick auf eine bessere Zukunft richten. Damit die bäuerliche Landwirtschaft ihren Platz als naturgemäße, allgemeinförderliche Lebensmittelerzeugung behaupten kann, bedarf es eben gewisser Änderungen. Auch Ökolandbau ist noch in Entwicklung, es sollte zum Beispiel die Erträge noch gesteigert werden, der Kupfereinsatz reduziert etc. Es gibt es viele Bereiche wo man als solidarische Bauernschaft voneinander lernen kann. Anstatt Gräben auszuheben und Hass zu sähen, dürfen Sie gerne ihren Vorteil darin suchen, die Früchte unserer Arbeit zu ernten. Indem Sie ausgereifte, umweltfreundliche Methoden übernehmen, die wir in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben.

              Dies möchte ich Ihnen gerne mit auf den Weg geben. Weiters sehe ich keine Veranlassung mit Herrn und Frau Anonymus zu diskutieren.

              • firedragon sagt

                Guten Morgen Herr Kahlert,
                wenn Sie sich etwas Zeit nehmen und einige Beiträge hier im Blog lesen, ist zumindest “Obstbäuerin” erkennbar. Mit dieser Person können Sie durchaus ernst zu nehmende “Gespräche” führen.

              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Das DDT bei uns nicht mehr erlaubt ist, ist Umweltmäßig zu begrüßen. Vergessen sollte man nicht, dass dieses Mittel damals notwendig war und Millionen von Menschen das Leben gerettet hat.

                Soweit mir bekannt, ist DDT wegen Malaria noch in vielen Ländern notwendig zur Malariabekämpfung, oder ist ihnen ein besseres Mittel bekannt?

                Wer Landwirtschaft macht, dem ist bekannt, dass man nicht auf dem Alten stehen bleiben kann, ein ständiger Lernprozess ist obligatorisch.

                Das Hass gegenüber BIO geschürt wird, ist Abstrus, der Bauer wird nach langjähriger Erfahrung (bei mir sind es 58 Jahre) genau nachschauen, was machbar ist, auch in finanzieller Sicht.

                Inzwischen ist es so, dass die Medien von der Heiligsprechung der BIO Landwirtschaft etwas abkommen, nachdem das Landlust Idyll mit den 10 Hühnern auf dem Misthaufen nicht mehr vermittelbar ist.

                In BW lief ein Volksbegehren, nach dem Eckpunktepapier
                braucht der Einsatz von Kupfer nicht reduziert werden.
                Was für einen ev. Erfolg für die Umweltverbände, man bringt es mit BIO in Verbindung und schon sind alle zufrieden.

                Zur Anonymität des EL, mein Klarname war Bauer Willi bekannt, jetzt mache ich in öffentlich:
                Max Mustermann ist mein Name, aber nicht weitersagen. 😉

              • Mark sagt

                @Kahlert
                “keine Veranlassung mit Herrn und Frau Anonymus zu diskutieren” Die Regeln hier sind klar und bewährt, es geht um die Sache, und nicht darum dass sich Personen profilieren. Wem dies nicht passt, kanns ja lassen.
                Zu Ihren Ausführungen kann man feststellen, dass Sie sogar weit mehr verstaubte Klischees bedienen als derjenige, dem Sie das vorwerfen. Ja Sie schrecken noch nicht mal davor zurück, falschen Greenpeacesprech zu verwenden. Das macht Sie unglaubwürdig, auf dieser Basis die solidarische Bauernschaft zu beschwören ist geradezu grotesk.

              • Ein Privatier sagt

                @Hall Monitor K. R.

                Es sind u.a. Typen wie Sie, die mir Angst machen.

                Dass Ihnen die Fähigkeit zu konsistent logischem Denken abgeht, macht die Sache noch unsicherer.

              • Obstbäuerin sagt

                Wenn sie die Methoden im Bio-Obstanbau als ausgereift und umweltfreundlich verkaufen wollen, Herr Kahlert, kann ich nur widersprechen. Ich habe es schon öfter hier geschrieben, ein Bio-Pestizid (Pyrethrine – Nervengift)
                https://oekologischerlandbau.julius-kuehn.de/index.php?menuid=50
                wird in Afrika konventionell, also mit konventionellen Pflanzenschutzmitteln angebaut und dann wir hier so getan, als ob Bio-Äpfel nichts mit chemischen Insektiziden zu tun haben. Weiß ja keiner, dass es nur anders wohin ausgelagert wird. Wenn das der Fortschritt sein soll, lehne ich diesen aus ökologischen Gründen ab.

      • Ein Privatier sagt

        @Bauer Willi

        “Zu Rapunzel empfehle ich das Studium dieses und anderer Artikel: https://allgaeu-rechtsaussen.de/2020/05/21/rapunzel-chef-hang-zu-irrationalen-und-daher-gefaehrlichen-weltbildern/

        Wohl bekomms!

        RETROSPEKTIVE

        Die Neonaziszene im Allgäu kann auf eine lange Tradition zurückblicken. In loser Folge gehen wir in die Retrospektive und berichten über zurückliegende Ereignisse und die einschlägigen, teils verbotenen Organisationen, aus denen die heutige Szene hervorgegangen ist.

        ANTIFA

        Im Allgäu gibt es kaum Gegenwind für rechte Umtriebe. Wenn doch, stehen meist Aktivisten der Antifa dahinter. Sonstige zivilgesellschaftliche Initiativen suchen wir oft vergebens. Was wir finden, dokumentieren wir unter der Rubrik Antifa.

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    • sonnenblume sagt

      Was mir bei allen Argumenten für eine Ernährung in Bio, fair, oder nachhaltig immer fehlt, ist die Berechnung der tatsächlichen Kosten für den Verbraucher. Jeder Mensch braucht, abhängig von seiner Tätigkeit, eine passende Menge an kcal für die Lebenserhaltung. Wie teuer darf Bio dann werden, damit alle mit ihrem Verdienst über die Runden kommen? Die Miete muss bezahlt werden und essen muss man auch den ” ganzen ” Monat.
      Haben Sie Kenntnisse, ob das schon einmal berechnet wurde?
      Ahornsirup fällt dabei unter Luxusartikel.

  3. Paulus sagt

    Als einer, der mit Rübenkraut groß geworden ist, in seiner harten Kindheit immer die 5-Ltr. Blecheimer schleppen musste und bis heute nicht darauf verzichten kann, muss ich Herrn Dr. Kremer-Schillings ausnahmsweise mal zustimmen. Das Zeug ist in der Küche vielseitig verwendbar und wird in seiner Wertigkeit völlig unterschätzt. Was wären z.B. ein Hasenbraten oder ein Wildschweingulasch und vieles andere mehr ohne diese Zutat? Um es in Anlehnung an Loriot auszudrücken: Ein Leben ohne Rübenkraut ist denkbar, aber sinnlos. 🙂

    Obwohl ich immer noch auf die goldene Anstecknadel der Meckenheimer Krautfabrik
    warte füge ich dem Werbeblock noch etwas hinzu. Es gibt diese praktischen 500ml
    Kopfstehflaschen, damit lässt sich das Zeug sauber dosieren, ohne zu kleckern und herumzuschmieren. Ist zwar alles andere als stilvoll wenn so eine scheiß Plastikflasche auf dem Esstisch steht, in dem Fall halte ich es aber ausnahmsweise für verzeihlich.
    Einen weiteren entscheidenden Vorteil möchte ich nicht unerwähnt lassen. Während unsere Pseudo- und Google-Wissenschaftler sich hier über Gensequenzen und ähnliches auslassen, also Dinge von denen sie eh nichts verstehen, muss man sich beim Rübenkraut darüber keine Gedanken machen. Es ist Natur pur, vegan aber irgendwie nicht Bio. Eindeutiges Versagen der Landwirtschaft (was bio betrifft) würde ich sagen.

    • Inga sagt

      Schade das es in Warburg die Biozuckerfabrik nicht mehr gibt!

      Welcher Bauer ist daran Schuld, Paulus?

    • Ein Privatier sagt

      Nach unten tretetn und nach oben schleimen … anders geht’s wohl nicht in Paulus’ Welt.

      “Während unsere Pseudo- und Google-Wissenschaftler sich hier über Gensequenzen und ähnliches auslassen, also Dinge von denen sie eh nichts verstehen, muss man sich beim Rübenkraut darüber keine Gedanken machen.”

      • Stadtmensch sagt

        Paulus hat “Jovialitätsverbot”. Deshalb die klingt es momentan etwas hölzern. Diese Rheinländer…*kopfschüttel*
        😉

        • Ein Privatier sagt

          Paulus ist vermutlich der Typ, der beim alten Milgram “all the way” gegangen wäre. Mit privater Rationalisierung …

    • Stadtmensch sagt

      “Während unsere Pseudo- und Google-Wissenschaftler sich hier über Gensequenzen und ähnliches auslassen, also Dinge von denen sie eh nichts verstehen”

      Unterschätze mal diese populärwissenschaftlichen TV-Sendungen nicht, oder dieses und jenes “gute Buch”: https://www.springer.com/de/book/9783662538685. Damit kann man zumindest hier im Landwirtschaftsblog prima schlaumeiern. Es geht immerhin um die goldene Anstecknadel.

      Achso, an Rübensirup kann ich mich auch noch erinnern. Schmeckt eigentlich besser als dieser süße Ahornsirup. Muss ich doch direkt mal wieder probieren.

    • Lady sagt

      Huhu, lieber Paulus.
      Irgendwie dachte ich mir schon, dass du aus dem Nest gekrochen kommst.
      Es nimmt hier – aus meiner Sicht – ein bisschen Überhand, dass ständig Leute über Dinge dozieren, von denen sie keine Ahnung haben. Und darüberhinaus ständig vom Thema abkommen. Aber nicht wegen einer privaten Plauderei, das wäre ja vollkommen ok.Was etwa Atomkraft mit Gentechnik zu tun hat, bleibt mir ein Rätsel.
      Und genauso ein Rätsel, aber zur Sache, ist für mich die Verwendung von Rübenkraut. 😅
      Egal ob Bio, ob aus dem Rheinland, aus Kanada oder aus Brasilien. Ich habe das Zeug noch nie gegessen…
      Bitte sagt mir,was ich da bisher verpasst habe.

      Ich mag lieber eine Scheibe Schinken auf dem Brot und Apfelmus zum Reibekuchen. Kartoffelpuffer heißt das hier.
      Was macht man sonst damit? Dieser eigenartige Blutkuchen hat mich auch nicht sooo angesprochen….

      • Ein Privatier sagt

        “Aber nicht wegen einer privaten Plauderei, das wäre ja vollkommen ok.Was etwa Atomkraft mit Gentechnik zu tun hat, bleibt mir ein Rätsel.”

        Und das bleibt es auch …

      • firedragon sagt

        Lady,
        magst Du Rindergulasch?
        Fleisch scharf anbraten in ‘nem wirklich guten Glühwein (da sind schon alle Gewürze drin) schmoren, gerne lange. Mit Würzbrot (Lebkuchen) abbinden und Rübensirub dran, etwas salzen, fertig. Schmeckt am nächsten Tag aufgewärmt nochmal so gut.
        Ist natürlich eher was für Herbst und Winter.

      • Ferkelhebamme sagt

        Eigentlich DIE Alternative zu Nutella. Ganz ohne böses Palmöl. Wir haben uns als Kinder allerdings immer schlimm vollgeschmiert und die nähere Umgebung gleich mit.
        Im westfälischen Pumpernickel ist es gleich mit drin. Darauf dann gute Butter und Rübenkraut.
        Schweinkrustenbraten 10 Min vor Ende der Garzeit mit Etwas Rübenkraut einstreichen, die Soße auch mit etwas Rübenkraut aufpeppen. Lecker!
        Und für die Hipster: es gibt sogar ein Thermomix Rezept über Duroc-Krustenbraten mit Rübensirup. Wer Duroc dampfgart statt zu braten oder zu grillen gehört m.E. allerdings gehängt und gevierteilt!

        • Lady sagt

          Danke, Drachen und Ferkelhebamme.

          Beim Krustenbraten nehme ich bisher Honig. Das Rindergulasch klingt sehr gut , wird ausprobiert!
          Nutella mochte ich übrigens noch nie, dafür kann ich gut Fisch zum Frühstück essen.
          Also Willi, ich wollte mich nicht lustig machen.Watt de Buer nich kennt…

          Ist auch OT. Ehemaliger, so eng habe ich das natürlich nicht gemeint. Tatar ist was Feines, auch ohne Reibekuchen!

          • firedragon sagt

            Lady,
            habe ich vergessen – Zwiebel und Wurzelgemüse dazu (was so da ist), wenn Du magst.

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        “Apfelmus zum Reibekuchen.”

        Versuchen sie es mal mit Reibekuchen und Tatar.

        Aber jetzt bin ich wieder vom Thema abgekommen.

    • Bauer Willi sagt

      “Eine Welt ohne Rübenkraut ist denkbar, aber sinnlos”. Schöner kann man es nicht ausdrücken.

      Auch wenn sich da wieder ein paar Nichtwissende und Nicht-Rheinländer lustig machen. Pah!

  4. Friedrich sagt

    Grafschafter Goldsaft im 5 kg-Eimer kostet 2,50 Euro/kg. Ein Schnäppchen gegenüber den obigen Süßungsmitteln. Es ist ein Regionalprodukt und wird aus Zuckerrüben hergestellt.
    Zuckerrüben speichern rd. viermal soviel CO2 und produzieren auch viermal soviel Sauerstoff wie die gleiche Waldfläche. Wir haben immer Stips , Hannoverscher Ausdruck für Rübensaft, auf dem Tisch stehen. Wir kaufen aus unserer Stipsfabrik bei Hannover immer einen Jahresvorrat , weil dort nur in der Herbstsaison verkauft wird. Auch unsere erwachsenen Kinder nehmen immer wieder Kiloweise etwas mit. Die Zuckerrübe ist gut für die Fruchtfolge und den Boden . Ist eine Frühjahrsfrucht , kann Trockenphasen wie der Mais gut überbrücken und ist bei guten Erträgen auch wirtschaftlicher als Getreideanbau. Umweltmäßig ist die Zuckerrübe besser , weil sie weniger Wasser als Zuckerrohr verbraucht. Die Zuckerrübe ist das wirtschaftliche Rückrat in den Ackerbaubetrieben über viele Jahre gewesen und sucht jetzt nach der EU-Agrarreform ihren neuen Platz im freien EU-Markt. Die Grafschafter Rübensaftproduktion ist eine absolute Nische mit einem sehr hohen Marktanteil in Deutschland. Unsere Stipsfabrik hier bei Hannover (Reinholds Rübensaft) ist dagegen eine sehr kleine Anlage.

    • firedragon sagt

      Was immer wieder ernstaunlich ist, wenn man die Preisschilder (diese oder andere) anschaut, einmal wird der Kilopreis angegeben und wenn’s dann an’s “Eingemachte” geht, steht der Grammpreis – muss ich oft den Kopf schütteln.

  5. Ein Privatier sagt

    Wer die Grüne Weltsicht erfolgreich internalisiert hat, weiß, was er/sie/x zu denken und zu reden hat:
    “Wenn ich Zuckerrüben anbaue, ist das gut für die Fruchtfolge, für das Klima und die Umwelt. Ich muss dafür keinen Regenwald roden.”

    Bei der Grünen Nacherziehung wird u.a. folgender Grundsatz freundlich aber nachhaltig eingebimst:
    “Die Aktuelle Regulierung von GVO entspricht teilweise nicht mehr dem wissenschaftlichen Stand – entscheidend ist nicht die Technologie, sondern das Ergebnis.”

    Wahrheitsfälschung (§ 175 GrGB):
    “Wer Grüne Grundwahrheiten leugnet oder verfälscht, oder schlechtgemachte oder verfälschte sich aneignet und in Verkehr bringt, wird mit Grüner Nacherziehung nicht unter zwei Jahren nachhaltig wieder auf den alternativlosen Weg der einzig wahren Weltrettung geführt.”

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Mit Rapunzel bekommt man ein ganz anders Gefühl, wie mit Zuckerrüben-Sirup, klingt einfach hochwertiger. 😉

      Erinnert mich an unserer jüngster Sohn, die Pommes bei Mcdonalds waren einfach besser, als wie Restaurant. 😉

      • Inga sagt

        Was die Werbung alles kann?
        Davon sollten wir uns nicht beeinflussen lassen!

        Auch kleine Söhne nicht, denn deren Väter müssen die aufklären!
        Der Rohrzucker ist ja vermehrt auf unseren Markt gekommen, weil deren Anbauer eine größere Lobby in der Weltzuckerhandel hatten und deswegen unseren Rübenzucker verdrängt haben,auch mit der Behauptung,
        der Rohrzucker wäre gesünder,weil er ist ein Einfachzucker während Rübenzucker 2 fachzucker ist, und deswegen weniger leicht zu verdauen! Oder er hätte weniger Angriff auf unsere Zähne, wegen Karies!

        Mal den Polmer fragen!

      • Inga sagt

        Rapunzel ist doch Feldsalat, Nüsschen,
        Ob es diese Rübenkraut bei den 7 Zergen hinter den 7 Bergen gab?
        Oder bei Rotkäppchen?

        Warum heißt es eigentlich Rübenkraut, es kommt doch aus der Wurzel und nicht aus den Blättern.

  6. Berthold Lauer sagt

    Tja Willi, aber angeben kann ich damit nicht, wenn ich so popeligen Rübensirup im Einkaufswagen liegen habe. Wen interessiert den da Herkunft Transport und Preis?

    • Bauer Willi sagt

      Doch, man kann damit angeben: regional, wenig Food Miles, Vegan. Musst halt viele Modewörter und Anglizismen einbauen 😀

      • Ferkelhebamme sagt

        Steht “Vegan” auf der Packung, löst das bei mir einen negativen Kaufimpuls aus. So allergisch reagiere ich inzwischen darauf.

    • Inga sagt

      Das war doch früher Armeleuteessen, weil er ein Abfallprodukt der Zuckerherstellung war!
      Aber heute kann man als umweltfreundliche und Regionale Alternativfood damit schon angeben!

      Manche haben auch schöne Erinnerungen daran, schön gemütlich in Omas warmen Küche?
      Vielleicht haben die Höhner mal ein Lied davon produziert.
      Mit „Himmel und Eed“ können sie das ja auch!

  7. Günter Reichard sagt

    Die Bauern in Afrika werden von Europa mit Milchpulver zugeschüttet und dort ihrer
    Existenz beraubt:
    https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/der-irrsinn-mit-der-milch-100.html
    Da es in absehbarer Zeit der Automobilindustrie schlecht gehen wird, wird diese drängen,
    das Abkommen mit Südamerika zu radifizieren, das heißt mehr billiges Fleisch nach D.
    Da werden dann wieder eine ganze Anzahl Betriebe über den Jordan gehen.
    Aber immer sind die anderen schuld.
    Darum verstehe ich den Artikel von Bauer Willi nicht? Die meisten hier im Blog wollen
    höher, schneller, weiter, weil sie glauben nur damit überleben zu können, so geht es seit den 60 er Jahren, werden damit immer billiger und verkaufen ihre Seele wenn es sein muss.
    Und der Lebensmittelhandel spielt alle gegeneinander aus.
    Moderne Zeiten eben.

    • Reinhard Seevers sagt

      Reichardt:”Die meisten hier im Blog wollen
      höher, schneller, weiter, weil sie glauben nur damit überleben zu können….”

      Woher wissen Sie, was die meisten wollen?🙄

    • bauerhans sagt

      “Die meisten hier im Blog wollen
      höher, schneller, weiter, weil sie glauben nur damit überleben zu können….”

      viele m ü s s e n ,um nicht den anschluss zu verpassen!

      • Günter Reichard sagt

        viele m ü s s e n ,um nicht den anschluss zu verpassen!
        Vor ca 50 Jahre hat das mein Vater auch schon gemeint….

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Es kommt immer darauf an, wie man sich das Leben so vorstellt.

          Manche sind mit wenig zufrieden, denen reicht es wenn sie viel Arbeit haben, dann brauchen die keinen Urlaub machen. Diese Menschen trifft man meistens auf BIO Höfen an.
          Bauer Willi hat mal geschrieben:

          “Wenn man eine anspruchsvolle Ehefrau hat.”

          Halte die Meinige nicht extrem anspruchsvoll, aber mit Rundreisen in andere Länder ist sie mehr zufrieden zu stellen, als mit der Ruhe eines Almhofes.

          Außerdem wollten wir mal mit dem Klischee aufräumen, dass Bauernfamilien nur aus dem Tal kommen, wenn sie zum Arzt müssen. 😉

          • Reinhard Seevers sagt

            Das System basiert auf dem “mehr” allen Konsums. Ein neues Auto, größer, besser, als das alte; Urlaub, neuen Flachbildfernseher, das 125. Paar Schuhe,
            unbedingt einen Thermomix, eine 3 Zimmerwohnung für den Single usw. usw…..der Anspruch steigt. Suffizienz ist möglich, aber volkswirtschaftlich kaum gewünscht.
            Für den Landwirt geht es aber häufig nicht um mehr, weil man sich mehr gönnen möchte, sondern, weil es häufig existentiell ist.

            • Inga sagt

              Ja so funktioniert unsere Volkswirtschaft,
              und das muß gerade jetzt bei Corona unterbunden werden.
              Schlaue Volkswirtschaftler können da mehr Gerechtigkeit schaffen?

              Die Autoindustrie und die Branche der Landwirtschaft austauschen, weil die Landwirtschaft leistungsfähiger und umweltschützender u. beeinflussender ist?
              Das Auto mit anderen Industrieerzeugnisse ersetzen?

              Die Komiker oder Kabarettisten, eben Künstler fördern? Neulich hat einer von ihnen behauptet, weil er weniger Arbeit im Moment hat, dass seine Branche genau so viel Umsatz in de r Volkswirtschaft macht, wie die Autoindustrie, ob das stimmt?

    • firedragon sagt

      Herr Reichard,
      ich (oder unser Betrieb) gehöre nicht zu Ihren “die meisten” und verkaufe auch keine Seele.
      Der Artikel ist doch ganz einfach zu verstehen. Es gibt aus heimischer Produktion bspw ein Produkt, welches mehr als ebenbürtig mit den genannten Ersatzprodukten mithalten kann (eigentlich wesentlich besser ist).
      Lesen Sie alte Rezepte durch und vergleichen Sie sie mit den Livestylerezepten der heutigen Moderne. Heute werden da Zutaten verlangt, die kenne ich gar nicht, beliest man sich ein wenig, erkennt man, dass einiges durch heimische Lebensmitteln “ersetzt” werden kann.

    • Bauer Willi sagt

      Ich kenne die Redakteurin der Sendung. Und Sie glauben das? Meine Schwester hat vier Jahre in Afrika gelebt. Infos aus erster Hand.

  8. Thomas b. sagt

    Es gibt sie schon längst die Bio Zuckerrüben!
    Ich kann mir gut vorstellen das der Einkaufspreis für den Bio Rohrzucker unter einem euro liegt. Eins verstehe ich nicht Rohrzucker wird doch bestimmt mit dem Schiff nach Europa gebracht? Wird bei dem Transport nicht das gute alte Schweröl verbrannt das ist doch bestimmt kein Bio eher eine kostengünstige Verbrennung von Sondermüll!

    • Reinhard Seevers sagt

      Das erinnert mich an das Spargelessen vor 4 Wochen bei einer Bekannten, die ganz stolz die Beilage “neue Kartoffeln” präsentierte. Ich fragte woher die denn kämen, es gebe doch noch gar keine in der Region: Israel.
      Aber die Dame weiß alles über die böse deutsche Landwirtschaft, insofern.
      Die Dinger schmeckten nach gar nichts…..war nur transportfähiges Wasser.

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