Bauer Willi
Kommentare 61

Elf Jahre Bauer Willi – Zeit, einen Gang runterzuschalten

Am nachfolgenden Text habe ich seit langem gearbeitet. Ich habe ihn immer wieder umformuliert, Zeilen gestrichen, andere ergänzt. Vermutlich ist er immer noch nicht ganz fertig, aber er muss jetzt raus. 

Liebe Freunde, Wegbegleiter und treue Leser,

alles hat seine Zeit. Am 12. Januar 2015, also vor genau elf Jahren habe ich den ersten Beitrag auf diesem Blog veröffentlicht. Mein Ziel war es immer, Brücken zu bauen – zwischen der Landwirtschaft und den Verbrauchern, zwischen Stall und Supermarkt.

Nach über einem Jahrzehnt intensiver Debatten und wunderbarer Begegnungen habe ich mich entschlossen, das Projekt „Bauer Willi“ in seiner bisherigen Form nicht weiterzuführen. Elf Jahre sind in der digitalen Welt eine Ewigkeit, und ich merke, dass es Zeit ist, einen Gang runterzuschalten.

Ein Rückblick voller Dankbarkeit

Wenn ich heute zurückblicke, bin ich stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben. Der Blog und seine vielen Kommentatoren haben der Landwirtschaft ein Gesicht und eine Stimme gegeben und hitzige Debatten durch echte Einblicke geerdet. Dass heute etwas anders über die Arbeit auf dem Acker und im Stall gesprochen wird, ist auch ein Verdienst dieser Community. Dass anders mit den Landwirten gesprochen wird, war aber auch das Ergebnis der „Grünen Kreuze“, die letztendlich 2019 zur großen Bauerndemo in Berlin geführt haben, auch wenn sich dadurch nichts Grundlegendes für die Essensmacher (Ackerbauern, Viehhalter, Obstbauern, Winzer etc.) verbessert hat. Immerhin war es einem Versuch wert.

https://www.tagesschau.de/inland/bauernproteste-109.html

Warum ich jetzt den Fuß vom Gas nehme

Ich will ehrlich zu euch sein: Die ständige Präsenz, die Auswahl der Themen und nicht zuletzt die Administration mit all ihren – auch technischen und finanziellen Herausforderungen –  kosten Kraft. Ich spüre eine geistige Erschöpfung – eine Müdigkeit, die mir sagt, dass meine Akkus für den täglichen digitalen Schlagabtausch eine Pause brauchen. Ich werde auch dünnhäutiger, vor allem wenn die Kommentare unsachlich, aggressiv oder zynisch werden. Ich weiß, dass sollte ich aushalten. Ich habe das auch über ein Jahrzehnt getan. Aber ich kann und ich will das nicht mehr. Um authentisch zu bleiben, muss man wissen, wann der Punkt erreicht ist, die Tastatur beiseitezuschieben und erst einmal tief durchzuatmen. Und dieser Punkt ist jetzt.

Das Schreiben für den Blog fühlt sich momentan eher nach Arbeit als nach Leidenschaft an. Vieles ist bereits gesagt, eine Wiederholung nicht notwendig und langweilt eher als dass es neue Aspekte bringt.

Zudem ist Zeit ein begrenztes Gut – Zeit für den Hof, für die Familie und für mich selbst. Diese Zeit möchte ich mir nun nehmen, um wieder mehr Kraft und neue Inspiration zu sammeln.

Aus aktuellem Anlass an dieser Stelle ein persönlicher Gruß: Den Kommentatoren, die aktuell gesundheitliche Sorgen und Beeinträchtigungen haben, wünsche ich von Herzen, dass sie bald wieder zu neuem Lebensmut finden. Das ist leichter gesagt als getan. Meine Gedanken sind bei ihnen. In solchen Situationen wird mir klar, wie schnell sich alles ändern kann und wie dankbar und demütig wir jeden Tag sein müss(t)en.

Kein Abschied, sondern ein Formatwechsel

Ich verschwinde jedoch nicht von der Bildfläche. Mein Herz schlägt weiterhin für den Dialog, nur verlagere ich meinen Schwerpunkt:

  • Persönliche Begegnung: Ich werde weiterhin gerne Vorträge halten, an Podiumsdiskussionen teilnehmen oder in sonstiger Weise Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft machen. Sprechen Sie mich an.

  • Meine Bücher: Wer tiefer in meine Gedanken eintauchen möchte, findet in „Sauerei“ und „Satt und unzufrieden“ alles, was mich bewegt. Und wer weiß, vielleicht habe ich bald wieder Lust auf ein drittes Buch.

  • Das Archiv bleibt: Die mittlerweile 3.987 Artikel (in 4015 Tagen!) und über 180.000 Kommentare bleiben als Nachschlagewerk online, solange die Finanzierung (bisher nahezu ausschließlich durch meine Vorträge und nur ganz wenigen, privaten Spenden) gesichert ist. Es ist ein Stück Zeitgeschichte, das weiterhin als Argumentationshilfe dienen soll.

Ich sage „Auf Wiedersehen“

Ich danke euch von Herzen für eure Treue. Dieser Blog war und ist Ort des echten Dialogs. Ich werde ab jetzt die Taktzahl deutlich verringern. Vermutlich einmal in der Woche. Vielleicht zum Wochenende, mal sehen. Ich will mich nicht wieder selbst unter Druck setzen.

Es ist also kein „Lebewohl“, sondern ein „Wir hören voneinander“ – nur eben nicht mehr täglich sondern dann, wenn es Wichtiges zu sagen gibt. Und es meinen Ansprüchen genügt. Denn auch das war zum Schluß nicht mehr der Fall.

Wer mich erreichen will, findet meine Kontaktdaten (Impressum) und das Kontaktformular (Ihre Nachricht) im Blog.

Vorerst alles Gute,

Euer Bauer Willi

Hinweis: Das Titelbild wurde von einer KI geschaffen und existiert nicht in der Wirklichkeit


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61 Kommentare

  1. Ludwig sagt

    Lieber Willi, wir, die wir gleich alt sind und fast gleichzeitig unsere Höfe an die „Junge Generation“ übergeben haben, merken , daß wir uns zurückziehen müßen um noch einige Jahre bei altersgerechter Gesundheit durchleben zu können. Du hast bei mir im Verein deinen Vortrag gehalten . Deine „Grünen Kreuze “ stehen auch noch heute bei mir auf dem Acker. Die werde ich auch noch jedes Jahr wieder aufstellen. Ich denke , daß wir unsere Zeit genutzt haben , um die Höfe verbessert zu haben , aber auch die Öffentlichkeit mit deinem Blog und unseren Kommentaren informiert zu haben. Damit haben wir die uns gesetzte Generationenpflicht erfüllt und können uns jetzt auf Kinder und Großkinder konzentrieren. Auch die Ehrenämter sind fast alle in jüngere Hände gelegt , sodaß auch dort es weiter gehen kann. Jetzt haben wir nur noch wenig Pflichten und können „machen was wir wollen“ , aber wenn die Familie ruft sind wir da. Jetzt bleibt mir nur Danke zu sagen für deinen Einsatz für uns alle. Normalerweise hättest du das Bundesverdienstkreuz verdient , aber in Berlin vergibt man das ja nur an „Seinesgleichen“und nicht an die aktiven Mitbürger die sich für das Gemeinwohl einsetzen. Wir werden weiterhin in Verbindung bleiben und ich werde Dir weiterhin Infos zusenden.

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    • Ex-Baumschuler sagt

      „Normalerweise hättest du das Bundesverdienstkreuz verdient , aber in Berlin vergibt man das ja nur an ‚Seinesgleichen‘ und nicht an …“

      Das wirkt wie Fressneid, wenn man nicht an den Töpfen sitzt. – Helmut Schmidt und Inge Meysel dagegen hatten den Verdienstorden abgelehnt, weil sie nicht „Auszeichnungen fremder Herren“ annehmen wollten. Das waren aber auch noch bessere Zeiten damals.

      Zuletzt wurden vom Steinmeier übrigens mittels Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet (Okt. 2025, zwei Orden): ein Weltklasse-Fußballspieler und eine großartige Schauspielerin. Da können Kandidaten wie Selenskiy oder Bauer Willi sich erst mal in der dritten Reihe aufstellen.

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  2. Andreas sagt

    Im Grunde ist es völlig konsequent, dass Bauer Willi seinen Agrarblog gerade jetzt beendet.
    Er hat ja wirklich alles erreicht, wofür er und seine Mitstreiter 11 Jahre lang gekämpft haben:
    Die Stilllegung von 4 % der Ackerfläche konnte verhindert werden. Die Ampel ist weg, Özdemir Baerbock und Habeck sind Geschichte. Die Förderung vom Agrardiesel kommt wieder zurück und der Green Deal ist auch so gut wie gestorben und wird demnächst beerdigt. Auch bei seinem größten Herzensprojekt, der Freigabe des Anbaus von Gentechniksaatguts in Europa durch die EU-Gremien konnte Bauer Willi jetzt einen großartigen Erfolg verbuchen.
    Sehr lobenswert ist, dass die Beiträge im Forum nicht gelöscht werden, sondern weiter zum Nachlesen bereitstehen. Vielen Dank dafür.

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    • Reinhard Seevers sagt

      „Er hat ja wirklich alles erreicht, wofür er und seine Mitstreiter 11 Jahre lang gekämpft haben:“

      Wow, das alles haben WIR gemeinsam erreicht?
      Ich wusste ja schon immer, dass Ihnen ein gewisser Sinn für Realität fehlt….aber dass es so arg bestellt ist.😀

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    • Bauer Willi sagt

      @Andreas
      Ich werde jetzt nicht nachtreten.
      Und bevor Sie jubeln: Ich höre nicht auf! Ich trete nur kürzer.

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    • Inga sagt

      der Agrardiesel wird durch due Rückvergütung nicht gefördert.

      Nicht aufmerksm genug gelesen und kapiert?

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  3. Nicolai Asmussen sagt

    Moin
    Auf ararheute klingt es anders.

    „ausgebloggt, die Gründe für das Aus“

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  4. Diatryma sagt

    Ich hatte und habe als interessierte Außenstehende nicht viel Ahnung von Landwirtschaft, aber dank dieses Blogs doch ein kleines bisschen mehr. Vielen Dank fürs Schreiben und eine gute Zeit!
    Die Berliner Bürodrohne 🙂

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  5. Civilitas sagt

    Pardon, Nachtrag.

    Leider erst jetzt habe ich in der e-Ausgabe des SPIEGEL (ein früher ernst zu nehmendes Mitteilungsblättchen von der Hamburger Relotius-Spitze) die heutige Kolumne des Herrn Blome entdeckt (ein wackerer Verfechter des Kurses, der unser Land dorthin gebracht hat, wo es jetzt ist).

    Die Überschrift sagt alles: „Mercosur-Abkommen. So blind können nur Bauern sein.“

    Einmal abgesehen von der impliziten Unverschämtheit – der dann folgende Polit-Erguss beweist, dass eine öffentlichkeitswirksame Stimme wie die von BW eigentlich unverzichtbar ist.

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  6. Civilitas sagt

    Danke!

    Hoffe sehr, dass es weitergeht.

    Stets Ihr
    C.

    P.S.: Herzlichen Dank auch an alle Kommentatoren, die ich ohne BW niemals hätte kennenlernen können. Nach Lektüre von Blog und Kommentaren fühl(t)e ich mich jedesmal klüger als zuvor. Welch ein Unterschied zu, hm, also sagen wir mal, natürlich ohne Werturteil und nur beispielsweise, der Tagesschau…

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    • Civilitas sagt

      Pardon, Nachtrag.

      Leider erst jetzt habe ich in der e-Ausgabe des SPIEGEL (ein früher ernst zu nehmendes Mitteilungsblättchen von der Hamburger Relotius-Spitze) die heutige Kolumne des Herrn Blome entdeckt (ein wackerer Verfechter des Kurses, der unser Land dorthin gebracht hat, wo es jetzt ist).

      Die Überschrift sagt alles: „Mercosur-Abkommen. So blind können nur Bauern sein.“

      Einmal abgesehen von der impliziten Unverschämtheit – der dann folgende Polit-Erguss beweist, dass eine öffentlichkeitswirksame Stimme wie die von BW eigentlich unverzichtbar ist.

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  7. F. Schütze sagt

    Lieber Willi,

    ich habe Ihren Blog erst spät entdeckt, aber viel davon profitiert. Ganz aufgeben will und muß ich anscheinend die Hoffnung nicht, den einen oder anderen Post- von Ihnen geschrieben oder verlinkt – auf dieser Seite zu finden – also danke für alles, und alles Gute für Ihre Pläne. Und bleibe Sie gesund, und Ihre Lieben auch.

    Ich bleibe dran!

    F. Schütze

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  8. Frikadellen piet 47 sagt

    moin ich habe immer gerne deine Beiträge gelesen und dann später meinen Eltern berichtet! meinen Kommentar habe ich mir dann immer gut überlegt niedergeschrieben. es ist doch sehr erstaunlich was für ein Blödsinn über die Landwirtschaft geschrieben wird der in der Regel unkommentiert bleibt! schön dass du mit deinen Beiträgen etwas Klarheit in die Angelegenheit gebraucht hast das wird leider ein bisschen fehlen aber ich glaube und hoffe dass viele Leser deine Homepage gemerkt haben, dass sie nicht hin Blödsinn der über die Landschaft geschrieben wird glauben dürfen. Pia und deiner Familie wünschen wir alles Gute vielleicht trifft man sich mal in der Zukunft zufällig

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  9. Franz Kinker sagt

    Lieber Willi, ich muss immer wieder den Hut ziehen vor dieser Leistung, die du über all die Jahre erbracht hast. Täglich neue Themen liefern, recherchieren, unangenehme Kommentare verkraften. Ich hätte so eine Belastung auf Dauer nicht ausgehalten. Als treuer Leser deines Blogs musste ich vergangenes Jahr auch die Reissleine ziehen. Ich brauchte Abstand von diesen überwiegend negativen landwirtschaftlichen Nachrichten. Deine Entscheidung kann ich absolut nachvollziehen. Geniesse deine neue Freiheit im Kreise deiner Familie. Herzliche Grüsse von Irmi und Franz

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    • Bauer Willi sagt

      Lieber Franz
      So ist es. Irgendwann ist der Akku leer. Und wie beim Handy braucht es eine Weile, bis er wieder aufgeladen ist. Aber die Zeit wird kommen.
      Als Rheinländer bleibe ich Optimist und werde weiter für die Landwirtschaft (in jeder Form) arbeiten. Aber eben etwas reduziert. So habe ich es mir jedenfalls vorgenommen.

      Grüße auch an Irmi und die ganze Familie
      Dein Willi

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  10. Joachim Diesner sagt

    Vielen Dank lieber Willi für die anregenden Diskussionen und dass Du immer authentisch geblieben bist. Herzliche Grüße vom „Agrarsozi“ aus Hessen!

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    • Bauer Willi sagt

      Lieber Joachim
      Auch Sozi´s sind Menschen. Und als Rheinländer bin ich tolerant. Wir haben sogar eine konfessionsverschiedene Ehe (ich habe den richtigen Glauben) 🙂

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  11. Dietmar Gross sagt

    Auch von mir danke für das ehrenamtliche Engagement für eine praxisorientierte Auseinandersetzung um die Belange der Landwirtschaft!

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  12. Jürgen Donhauser sagt

    Lieber Willi, herzlichen Dank für Dein informatives Wirken! Du hast mein/unser Wissen durch viele Beiträge all die Jahre vermehrt.
    Mir persönlich hast Du durch deinen Blog einen Entwicklungsschub ermöglicht. Zu Beginn lernten wir uns kennen über meinen Artikel „Schuldbekenntnis eines Landwirts“, den Du dann auf deinen Blog veröffentlichtest. Daraus entwickelte sich eine Freundschaft und ein bereichernder Austausch. Dir habe ich es zu verdanken den Mut gefasst zu haben ebenfalls als Speaker unterwegs zu sein, und nicht nur zu rein landwirtschaftlichen Themen, sondern auch als Coach für Kollegen mit Burnout.
    Danke Willi für die guten Gespräche, danke für deine Ratschläge und Ermunterungen. Danke, dass Du nur kürzer trittst und nicht ganz aufhörst. Wir sehen uns! 🫶🏻

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    • Bauer Willi sagt

      Lieber Jürgen
      ich höre nie auf. Ich mache nur etwas langsamer. Ich bin ja nicht mehr so ein junger Hüpfer wie Du….

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  13. Joachim Pehle sagt

    Das Internet wird nochmals leerer!
    Schade,- aber nachvollziehbar.
    Von Herzen Danke!

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  14. Nicolai Asmussen sagt

    Moin
    „einen Gang runterschalten“ bedeutet für mich, daß es langsamer geht, man dafür aber mehr Zugkraft hat.
    Grüße
    Nicolai

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  15. Elisabeth Ertl sagt

    Auch von mir herzlichen Dank! Ich habe viel gelernt, konnte Vieles besser einordnen. Ich kann das Leisertreten sehr gut verstehen. Ich habe meinen Newsletter an die Freunde in der Stadt auch schon weitgehend aufgegeben. Es zermürbt, wenn die große Entwicklung in eine ganz andere Richtung geht als die eigene Überzeugung. Vieles wird die Politik und die breite Öffentlichkeit erst viel später verstehen. Dann wird es in mancher Hinsicht zu spät sein, aber das, was dann noch zu retten ist, das wird von denen profitieren, die schon lang vorher die geistigen Grundlagen geschaffen haben.
    Nochmals vielen Dank und eine schöne Zeit!

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  16. zmp_nachfahre sagt

    Lieber Bauer Will,
    ganz herzlichen Dank für Ihre Arbeit, Ihren Blog und Ihre Bücher!
    Als Sohn eines Diplomlandwirtes (mit nach dem Krieg aufgegebenen Familienbetrieb) habe ich hier viel gelernt, was sonst fein säuberlich versteckt wird. Mein Vater hat sich immer für Marktwirtschaft (in welcher Facette auch immer für eine gegebene Situation) und die dafür notwendige Transparenz eingesetzt. Er wäre entsetzt über die Bürokratiemonster – ob mit oder ohne Sternchen – die heute alles im Griff haben.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Max, mach dir mal lieber um deinen eigenen Humus Gedanken…..viel Mist soll ja helfen.

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  17. Sonnenblume sagt

    Lieber Bauer Willi,
    danke für das Engagement und die Ausdauer. Ich habe sehr viel gelernt, sei es fachlich, als auch bei gesellschaftlichen und politischen Themen. Durch die Kommentare der Mitschreiber hier, konnte ich oft eine bessere Einordnung der Themen finden, besonders zur Einschätzung zu Berichten in der Fach- und allgemeinen Presse. Das wird mir neben der alltäglichen Lektüre sehr fehlen.
    Nochmals vielen, vielen Dank und alles Gute für die Zukunft.

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      • Inga sagt

        Es war ca. 1990.
        in unserem Bundesland standen wohl Landtagswahlen an.
        Deswegen lud uns die etablierte Partei, die auf Bauernstimmen zählten ein.

        In der Kulturhalle trafen wir uns, da fingen die beiden Parteianhänger an.

        Beide stellten sich uns vor
        und machten uns vor, als ob sie schon immer landwirtschaftlich interessiert waren.
        Da sie auf dem Dorf gross geworden sind und immer gerne beim Nachbarn Ziegen gestreichelt hätten.

        Kann man mit dem Wissen Landwirtschaftsminister werden.

        Die richtigen Landwirte mit z.T. über 100ha wussten gar nicht was sie sagen sollten.
        die konnten bestimmt nicht begreifen, dass die Politik einer Volkspatei sich so blamieren kann. Man hat doch Vertrauen in die Politik, oder?

        Ich ärgere mich heute noch, dass ich nicht gefragt habe, ob sie auch wissen, wie die Landwirtschaft in die Politik und unserer Volkswirtschaft integriert ist .

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        • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

          Sie haben Vertrauen in die Politik? Ich nicht!

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  18. schmeckt gut sagt

    Lieber Willi, vielen Dank für die vielen Stunden, die wir in und an deinem Blog verbringen konnten. Und deine Präsenz auf so vielen Veranstaltungen. Dein Einsatz ist nicht ohne „Folgen“ geblieben, denn dieser hat die Tür nach Berlin für viele lw Themen geöffnet und wird von sehr vielen Politikern und Entscheidern regelmäßig/unregelmäßig gelesen. Das ist m.M. nach auch ein Grund für die vielen Angriffe auch persönlicher Art. In der Politik wird mit harten Bandagen vorgegangen, insbesondere aus der „Umwelt“fraktion. Toleranz predigen, aber nicht leben schafft Misstrauen. Und da hast du definitiv gegen gehalten. Du bleibst uns ja erhalten und das ist die gute Nachricht. PS: die Entscheidung, kürzer zu treten kann ich sehr gut nachvollziehen. Alles Gute

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    • Inga sagt

      ja,

      Danke für diesen blog und thematisieten der Landwirtschaft in weiteren Medien.

      Endlich sind wir Bauern nicht mehr so allein mit znseten Sorgen.

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  19. Christina sagt

    Lieber Willi,
    auch von mir alles Liebe und Gute und ein dickes Dankeschön und Lob für Ihre Arbeit hier auf dem Blog. Ich habe hier verdammt viel gelernt, Dinge rund um die Landwirtschaft besser verstanden (und manches auch nicht!), habe immer gerne mitgelesen, manchmal auch kommentiert, oft den Kopf geschüttelt, wenn es mal ruppig, unsachlich und auch unverschämt zuging, mich geärgert über den ein oder anderen Kommentar und mich gefreut, wenn wieder ein neuer Beitrag zu lesen war. Kommt mir vor wie ne Ewigkeit, wann ich hier zum ersten Mal aufm Blog war.. Irgendwann habe ich Ihr Buch „Satt und unzufrieden“ in die Finger bekommen; das hat mir dann zwar ein bisschen heile Welt aus meinem Bullerbü-Leben genommen, aber es liegt seitdem auf einem meiner Bücherstapel ganz oben, und wartet immer noch darauf, von Ihnen signiert zu werden. Ich habe Sie leider nie getroffen!
    Ich wünsche Ihnen ganz viel Zeit für die Familie, für Sie selbst und für Dinge, die Sie immer machen wollten! Es wird Zeit, auch mal loszulassen und an sich zu denken!
    Aber so ganz wollen wir Sie ja auch nicht gehen lassen!! Also bis bald …

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  20. MarK sagt

    Lieber Willi (persönlich bekann),

    Dein heutiger Artikel löst zweierlei Gefühle bei mir aus. Zum einen große Dankbarkeit und Respekt für Deine Arbeit. Zum andern aber auch große Trauer, dass es in Zukunft keinen Blog „Bauer Willi“ mehr geben soll. Für mich war der tägliche Blick in den Blog ein genauso wichtiges Ritual wie das tägliche Zeitunglesen. Der überwiegend gesittete Umgang und das hohe Niveau der Kommentatoren machen diesen Blog einzigartig. Viel zu schade, um ihn einfach auszuknipsen!!! Deshalb mein dringender Wunsch: es sollte doch möglich sein, dass dieses Format in Absprache mit Willi von dritten, am besten von erfahrenen Kommentatoren hier in ähnlicher Weise weitergeführt wird!!! Mir würden hier auch schon ein paar Namen einfallen. EIn Versuch wäre es auf jeden Fall wert!

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    • Bauer Willi sagt

      @MarK
      ich höre nicht auf, ich trete nur kürzer. Die bisherige Schlagzahl reduzieren, damit es weitergehen kann.

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  21. Glenn Mahlstedt sagt

    Sehr geehrter Herr Dr. Kremer-Schillings,
    herzlichen Dank für Ihre Zeit und Mühe. Im gut einem Jahrzehnt passiert eine Menge. Zugleich ist Landwirtschaft ein so vielfältiger Bereich, dass ständig irgendetwas für einen Bericht oder eine Diskussion Taugliches geschieht. Nach meiner Meinung schärft sich eben diese Meinung besonders gut im Gespräch mit Anderen – oder eben im Verfolgen von Diskussionen. Im Zweifel weiß man nachher halt genauer, welches Argument überhaupt nicht überzeugt.
    So kommt es, dass Ihr Blog ein Jahrzehnt lang eine (mehr oder weniger) Konstante meines Internetkonsums war.
    Insofern herzlichen Dank für viele anregende Beiträge und dadurch initiierte Auseinandersetzungen. Sollten Sie den Blog nun mehr oder weniger beenden, wird eine Lücke entstehen.
    Ihnen und Ihrer Familie alles Gute,
    Glenn Mahlstedt

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  22. Thomas Bröcker sagt

    Danke für die lange Zeit, in der Sie diesen Blog aufrecht erhalten haben. Ich habe viel Neues über die verschiedenen Strukturen und Blickwinkel gelernt. Danke, dass Sie den Zugang auf das Archiv offen halten. Den allmorgendlichen Blick in den Blog werde ich vermissen.

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  23. Hauke Jaacks sagt

    Moin aus dem Norden.Einfach schade aber ich kann ihre Beweggründe nachvollziehen und wünsche alles erdenklich Gutes für die Zukunft.Die tägliche Komunite wird mir fehlen.Es wurden mir auch oft Blickwinkel aufgezeigt die ich vorher so nicht gesehen habe. Auch die Kommentatoren werden mir fehlen.Man muss nicht immer einer Meinung sein .Es geht um die Landwirtschaft in all ihren Faceten

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  24. Martin Krinn sagt

    Lieber Willi,
    ich wünsche einen gesunden Unruhestand.
    Ich bin auf Anderes gespannt.
    Und Danke fürs Archiv.

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  25. k. land sagt

    Von Herzen sagen wir DANKE aus Südtirol🙏🙏🙏💚

    Für die vielen interessanten Artikel, die viele Arbeit, das Herzblut und die Zeit und Kraft, die Du in „Bauer Willi“ gesteckt hast.🙏🙏

    Für ein neues Buch wünsch ich Dir Kraft und Sponsoren. Interessantes Thema wäre eine Art Bild-Text Chronik-Buch über verschwundene Höfe – was gestern da war und heute weg ist, bzw.
    was jetzt dort ist, wo früher ein Hof war. Titel könnte sein:

    „Spurensuche“ – Verschwundene Bauernhöfe….

    Es ist seit Jahren ein trauriger Umbruch, die Politik schert sich nicht drum, einer sollte es wenigstens dokumentieren. Wenn schon Millionen Höfe verschwinden, sollte wenigstens eine Buchdokumentation darüber da sein – was schreibt, das bleibt….

    Und Du könntest, nachdem Du Dich erholt hast und bis Du soweit bist, für dieses Buch, einen Spendenaufruf machen, Spendenkonto angeben.🙏

    Alles Gute Dir, und wenn Du mal nach Südtirol kommst, komm uns besuchen 🙏😊🤗

    Alles Gute Dir „Bauer Willi“
    liebe Grüße
    K.

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  26. Christian Bothe sagt

    Auch für mich als Ossi und studierter Dipl.Agr.Ing.mit einer ganz anderen Karriere und Verantwortung in der LW,waren und sind die Beiträge von Dr.Willi-Kremers informativ und lehrreich trotz manchmal unterschiedlicher Auffassung insbesondere auch zu politischen Fragen der Zeitgeschichte! Die beiden Bücher habe ich natürlich, und sogar schon an Landwirte vor Ort verschenkt! Ich hoffe und wünsche, das Sie die Kraft finden den Blog weiter mit Kompetenz gestalten…Vielleicht gibt’s doch einen 3.Band?

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  27. Heidrun sagt

    Lieber Bauer Willi,

    vielen herzlichen Dank für Ihre Zeit, Ihr Engagement und die kleine Aussicht auf weitere Einblicke in das heutige Handwerk meiner Vorfahren.

    Es würde mich freuen Terminhinweise zu lesen, denn ich als Nur-Hobby-Mini-Nutzgärtnerin würde sie gerne rund um Bonn mal hören – vielleicht bei der Uni Bonn mit ihrem für mich nicht hundert Prozent nachvollziehbarem Agroforsttrip?

    Bleiben Sie gesund und munter und ein toller Opa!

    Liebe Grüße aus Siegburg

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  28. Nina Dumont sagt

    Herr Dr. Kremer-Schillings,

    danke für Ihr Engagement und Ihre Zeit.

    Ihr Blog war/ist oft Hilfestellung, durch Ihre Beiträge.
    Die vielen schriftlichen Gespräche und Gedankenoffenlegungen von fleißigen Schreibern, helfen verschiedene Sichtweisen auf die Landwirtschaft einzunehmen.

    Danke, an Euch alle, die diesem Blog Leben einhauchen.

    Mein Respekt!🎩

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  29. Bergamasca sagt

    Danke für alles, lieber Bauer Willi. Ihr Blog hatte und hat von allen deutschsprachigen Agrarblogs wohl die größte Strahlkraft. Er wird mir fehlen. Sie haben mit Ihrer Arbeit viel bewirkt und dürfen nun auch erhobenen Hauptes kürzertreten. Meinen höchsten Respekt und alles, alles Gute!

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  30. Franz Lettner sagt

    Guten Tag Hr. Kremer-Schillings,
    2x durfte ich Ihren Ausführungen „live“ folgen, unzählige male bin ich Ihnen online gefolgt, fast jedes mal ein Gefühl, dass man nicht alleine ist mit seinen Gedanken in der zunehmend wirren (Online)Welt. Das tat gut und dafür sage ich Ihnen damit auch mal Danke.
    Herzlichen Gruß aus Oberösterreich
    Franz

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  31. Dr. Angelika Halama sagt

    Lieber Bauer Willi, sehr geehrter Herr Dr. Kremer.Schillings,
    danke für Ihre langjährige Arbeit, die auch mir viele neue Aspekte gezeigt hat. Auf dem Land aufgewachsen, aber nicht aus einer Bauernfamilie stammend, stand ich den Landwirten immer positiv gegenüber, aber viele Zusammenhänge im heutigen Agrarbetrieb erst durch Sie kennen gelernt. Ich wünsche Ihnen genug Muße, um sich zu regenerieren und ausreichend Zeit für sich und Ihre Familie zu haben. Der schwäbische Schriftsteller Thaddäus Troll sagte einmal „Faulheit ist der Humus des Geistes“. Auch wenn ich mir Faulheit bei Ihnen nicht vorstellen kann: Humusbildung ist wünschenswert. Alles Gute!

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