Bauer Willi
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Eine Politikerin mit Niveau … geht

Dr. Kirsten Tackmann sitzt für die Partei „Die Linken“ im Bundestag. Nun hat sie erklärt, dass Sie bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr kandidieren wird.  Da ich Frau Tackmann persönlich kenne, habe ich ihr einen Brief geschrieben. Die Antwort darauf ist bemerkenswert und hat mich sehr beeindruckt.

Hier zuerst mein Brief an sie:

Liebe Frau Tackmann…       

       .. wir sind uns zwar nur einmal persönlich begegnet, dennoch haben Sie auf mich einen nachhaltigen (was für ein modisches Wort) Eindruck hinterlassen. Zwar bin ich nicht unbedingt ein Anhänger Ihrer Partei, aber das, was Sie persönlich zu den Themen der Landwirtschaft beisteuern, ist immer von fachlich hohem Wissen und menschlichem Engagement geprägt.

Eine solche Stimme darf nicht verloren gehen. Ich habe über top agrar davon erfahren, dass Sie 2021 nicht mehr antreten wollen. Bitte überlegen Sie das noch einmal. Das Alter können Sie nicht vorschieben, denn 59 ist das beste Alter und ich muss es als 65jähriger wissen.

Vielleicht finden Sie ja Gelegenheit, mir zu antworten. Wenn Sie einverstanden wären, würde ich mit Ihnen auch gerne wieder ein Interview führen und Sie nach den Gründen für Ihre hoffentlich vorläufige Entscheidung fragen.  Wegen Corona könnte das wohl nur schriftlich sein.

So sah das letzte Interview aus:  https://www.bauerwilli.com/frau-tackmann-linke-hat-eine-gute-idee/

In der Hoffnung auf eine Antwort verbleibe ich

Mit freundlichen Grüßen

Bauer Willi        

 

Lieber Bauer Willi,

danke für die freundlichen Worte. Mein Entschluss steht allerdings fest und er ist sehr lange und gründlich überlegt. Die Ursachen sind sehr vielfältig und jede einzelne wäre kein Grund gewesen, mich nicht erneut für eine Kandidatur zu bewerben. Aber in der Gesamtsicht passen sich die Puzzle-Teile so zusammen, dass ich mich so entschieden habe.

Wenn es nur um die Befriedigung meiner Eitelkeit ginge, wäre das anders gewesen, denn es berührt mich schon, wie viele diese Entscheidung bedauern und zumindest sagen oder schreiben, dass sie mich vermissen werden, weil sie meine Arbeit schätzen. Gleichzeitig zeigt mir ja auch Ihre Zuschrift, dass es mir nicht gelungen ist, diese Wertschätzung für meine Person auf meine Partei und Fraktion zu übertragen. Auch das mag wiederum sehr viele Gründe haben, aber ich gehöre zu den Abgeordneten, die eben nicht aus persönlichem Geltungsdrang in die Politik gegangen sind, sondern weil sie was verändern wollen. Und dazu gehört nun mal eine Veränderung von Mehrheiten. Und das ist mehr als eine Veränderung der Debatten, die mir hier und da sicher gelungen ist. Aber diese 15 Jahre Parlament bis hierher waren eben auch sehr anstrengend, da ja immer auch mit Mehrfachbelastungen und Funktionen auf Landes- und kommunaler Ebene verbunden, deshalb ist das Lebensalter kein Grund, aber das gefühlte.

Dabei ist mir natürlich vollkommen bewusst und das sollten gerade wir Abgeordneten nie vergessen: es gibt sehr viele Menschen, gerade in den sozialen Bereichen aber auch in der Landwirtschaft, die unter sehr hohen Belastungen arbeiten und trotzdem oft nicht wissen, ob das Geld für sich und die Familie bis zum Ende des Monats reicht. Das ist schwer und absolut inakzeptabel und zeigt den Fehler im System. Und wenn man das Gefühl hat, alles irgendwie schon vielfach und immer wieder gesagt zu haben und sich im Hamsterrad zu drehen ohne voranzukommen, fängt man an zu überlegen, ob die Balance zwischen Aufwand und Nutzen noch stimmt, ob der Verzicht, den man der Familie, dem Freundeskreis etc zugemutet hat, weiter angemessen ist. Und ich habe mir immer geschworen, dass ich sofort gehe, wenn ich mir solche Fragen ernsthaft stelle. Denn für mich war und ist dieses Mandat immer Berufung gewesen und das geht im Modus Dienst nach Vorschrift nicht.

Lange Rede, kurzer Sinn. Der Friedhof ist voll mit Leuten, die sich für unersetzlich gehalten haben und ich wollte lieber gehen, wenn es die eine oder der andere noch bereuen und nicht alle aufatmen, weil ich endlich den Weg frei mache.

Aber noch ist ja deutlich über ein Jahr Mandatszeit übrig, also heißt es weiter die Ärmel hochkrempeln und kämpfen, damit man den Staffelstab ruhigen Gewissens weitergeben kann – was immer die Nächsten dann damit anfangen werden.

Und natürlich stehe ich solange jederzeit für ein Interview zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

Kirsten Tackmann

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47 Kommentare

  1. Lady sagt

    Also ich habe mich sehr bemüht, das „Niveau“ von Frau Dr. Tackmann zu finden. Ok ja, die Antwort auf dein Schreiben , Willi, hatte Niveau.
    Aber ansonsten habe ich zum Thema Landwirtschaft bei ihr wenig finden können, was mich angesprochen hat. Völlig unabhängig davon, dass ich eben die Linke nicht leiden kann.
    Ich habe mir auch das letzte Interview angehört. Was war da die tolle Idee von ihr?
    Ich möchte ehrlich gesagt auch nicht, dass eine Partei , die nicht klar hinter einer marktwirtschaftlichen Ordnung steht, sich um das Kartellrecht „kümmert“. Das geht schief.Ebenso die Ansätze zur Besteuerung einer Substanz oder die Schnüffelei bei den Eigentumsverhältnissen oder die Haltung zu PSM.

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    • Stadtmensch sagt

      „Ich möchte ehrlich gesagt auch nicht, dass eine Partei , die nicht klar hinter einer marktwirtschaftlichen Ordnung steht, sich um das Kartellrecht „kümmert“. Das geht schief.“

      Wie gut alles funktioniert, in der besten Demokratie die man für Geld kaufen kann, sehen wir ja täglich:
      https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/bundeskartellamt-entgehen-128-millionen-clemens-toennies-entkommt-durch-die-wurstluecke/14711730.html

      Der 2,3 fache Milliardär und Cum-Ex Trickser Clemens Tönnies sollte uns ein Vorbild sein, wie jeder „es schaffen“ kann in der Marktwirtschaft. Aber ok, wählt sie doch eure kleinen Marktwirtschaftspolitiker (solche wie diesen Nichmalvolljurist-aber-Geld-für-Mandantenbetreuung-bekommender-Philipp-Amthor). Lächerlich! Genau wie dieser Laschet. Dem fällt auch nix besseres ein, als den Arbeitsmigranten die Schuld für die Corona-Infektion zu geben. Brav! Aus ihm kann noch was werden. So blöd ist er nicht, sich mit der Wirtschaft anzulegen. Also mit den Milliardären.

      Ich kann gut verstehen, wenn jemand mit einem intakten moralischen Kompass unter diesen Bedingungen das Handtuch wirft. Also, alles Gute Frau Tackmann! Früher dachten einige, dass nach dem Fressen die Moral käme, aber heh; in der Marktwirtschaft ist das doch pure Ideologie. Moral ist einfach nicht wettbewerbsfähig. Ich frage mich, wieso dieses komische Merkmal nicht schon längst aus der weiteren Evolution ausgeschlossen wurde. Naja, vielleicht klappt es s ja diesmal. Dann haben wir bald totale Marktwirtschaft und totalen Wohlstand. Ich kanns kaum erwarten!

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      • Obstbäuerin sagt

        „…Ich kann gut verstehen, wenn jemand mit einem intakten moralischen Kompass unter diesen Bedingungen das Handtuch wirft….“ Stadtmensch, natürlich kann mann alle Pflanzenschutzmittel verbieten aber moralisch ist das eher nicht, wenn deshalb noch mehr Menschen hungern müssen. Die Globalisierung und die Welt der offenen Grenzen lässt nicht nur Viren schneller um die Welt kursieren, sondern auch schädliche Insekten und bakterielle Pflanzenkrankheiten. Der Feuerbrand kam schon vor etlichen Jahren aus Amerika zu uns und befällt bei günstiger Witterung nicht nur Birnbäume und Quitten. Wir hatten vor 8 Jahren einen Feuerbrandbefall in unseren Apfelanlagen und konnten das Schlimmste nur durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verhindern. Die Panik- und Angstmache derer, die von den realen Bedingungen unter denen wir Nahrungsmittel produzieren, keine Ahnung haben, führen bei den Verbrauchern zu solchen Äußerungen: „…Wissen sie, von mir aus dürften sie weiter Müsli von Getreide essen, das mit Sikkation „gereift“ ist…
        Pflanzenschutz ist eine systemunabhängige Notwendigkeit, wenn die Weltbevölkerung ausreichend mit Nahrungsmitteln versorgt werden soll. Das kann man auch daran erkennen, dass sich die ökologische Sparte zwar offiziell von chemischen „Pestizide“ distanziert, ihre sogenannten biologischen „Pestizide“ jedoch aus chemisch behandelten Kulturen in Afrika holt.

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  2. Ostbauer sagt

    Ich kann Bauer Willi da nur zustimmen; es ist schade, dass wieder landwirtschaftlicher Fachverstand unser höchstes Haus verlässt!
    Auch ich habe meine Probleme mit der Historie, aber auch bestimmten aktuell politischen Ansichten der Partei „Die Linke“.
    Jedoch habe ich persönlich Frau Tackmann in mehreren Gesprächsrunden zu landwirtschaftlichen Problemen stets interessiert und lösungsorientiert erlebt.
    Da sie ja „selten“ in Regierungsverantwortung war, ist es naturgemäß schwer Mehrheiten zu gewinnen. Aber, „steter Tropfen hölt den Stein“. In manchen richtigen und wichtigen Punkten findet auch langsam ein Umdenken bei den Regierenden statt( siehe Share Deals).
    Ich wünsche ihr für die Zukunft jedenfalls alles Gute !!

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  3. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, ich komme erst jetzt dazu die Kommentare zu lesen und bin enttäuscht.
    Sowas von daneben, was das heutige Thema in einen Blog bei Willi bei den Meinungen betrifft, habe ich glaube noch nie erlebt.
    Als ich mir heute früh die Seite angesehen habe, war mir klar das wird keine einfache Sache.
    Für mich stand die Frage : Wer geht zu erst in die Spur und bestimmt die Richtung der Meinungen ????. Die Ahnung das geht heute daneben, gibt mir bis Dato jetzt Recht-Schade.
    Schade auch um Willis Mühe für die Erarbeitung des heutigen Beitrages.
    21.6.20///// 15.50Uhr

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    • Obstbäuerin sagt

      Wie wäre es, Brandenburgbauer, wenn Du auch mal was zum Thema sagst?

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      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin, würde ich gern. Aber ihr habt das Thema heute in eine Ecke verfrachtet die mir offen gesagt überhaupt nicht gefällt.
        Ich weiße noch einmal darauf hin: Willi reißt sich auf deutsch gesagt den “ Arsch“ auf und ihr reagiert mit wie der letzte “ Moikaner“

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        • Obstbäuerin sagt

          Hallo Brandenburgbauer, wenn ich anderer Meinung bin, werde ich das auch äußern, dafür ist eine Diskussionsplattform doch da. Ich habe mich schon mehrfach über die Landwirtschsftspolitik der Linken geärgert und ich habe dafür gute Gründe.

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    • Ein Privatier sagt

      Habe ich Sie in irgendeiner Weise daran gehindert, einen anderen Aspekt von Bauer Willis Beitrag zu besprechen?

      Ein dick aufgetragener Tipp:
      Entlasten Sie sich und lesen Sie einfach grundsätzlich nicht, was ich schreibe.

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      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin, würde ich ja gern. Aber „SIE““ Sind wie Herr Seevers !!!. Ich habe zu alles hier im Blog eine Meinung, obwohl ich ich Null – Ahnung habe.
        Wie hat einnmal Altkanzler Schröder gesagt. Pasta.

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        • Ein Privatier sagt

          Ihren Güllekommentar werde ich mir an jedem 7. Oktober übers Bett hängen, Sie ferngelenkt ulkiger Rechtschreibgnom.

          Der Brandenburgbauer

          21. Juni 2020

          Moin, würde ich ja gern. Aber „SIE““ Sind wie Herr Seevers !!!. Ich habe zu alles hier im Blog eine Meinung, obwohl ich ich Null – Ahnung habe.
          Wie hat einnmal Altkanzler Schröder gesagt. Pasta.

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        • bauerhans sagt

          Schröder hatte „BASTA“ gesagt und „Hol mir mal ne flasche bier!“

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            • Ein Privatier sagt

              https://www.youtube.com/watch?v=0H4WGCL–TA

              Hartz-IV
              Interessant ist auch Schröders Verhältnis zu dem berühmten Peter Hartz, nach dem das Hartz-Konzept benannt wurde.
              Die geben sich noch nicht einmal Mühe zu verschleiern, wie sehr sie das gewöhnliche Volk verachten.

              Wikipedia, Peter Hartz, „Veruntreuung von Firmengeldern“
              „Am 7. Oktober 2005 gab die Staatsanwaltschaft Braunschweig an, ein Ermittlungsverfahren gegen Hartz wegen Verdachts der Untreue einzuleiten. Am 15. November 2006 wurde gegen Peter Hartz in Braunschweig das Strafverfahren wegen Untreue als VW-Vorstand in 44 Fällen eröffnet.“

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  4. Ich nochmal!

    Bin erst gut zwei Jahre bei der LINKEN wegen deren Agrarpolitik vor allem, weil ich es leid war, wie es immer hieß, Kinder von Bäuerinnen und Bauern werden gemobbt. Man steht mit dem Rücken an der Wand, dann wird man auch noch gedisst … das geht gar nicht. Und weil ich die Ursache im LEH vor allem sehe, bin ich zur LINKEN, alle anderen ignorieren Handel und marktwirtschaftliche Ursachen.

    Hier ein unvollständiger Abriß von Bundestagsanträgen der LINKEN, die es ohne Kirsten Tackmann kaum gegeben hätte:

    April 2019: GAP und Insekten, Landwirtschaft zum Verbündeten
    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/093/1909344.pdf

    Zitat:
    … Politik muss deshalb zwingend für Rahmenbedingungen sorgen, damit notwendiges Handeln nicht zum existenziellen Risiko für diese Betriebe wird. Die Landwirtschaft muss zum Verbündeten werden. Um die Artenvielfalt insgesamt und die Insektenvielfalt insbesondere zu erhalten und zu bewahren, braucht es eine Ökologisierung der Landwirtschaft und eine Sicherung der Lebensräume. Eine starke, in die Gesellschaft eingebundene und gemeinwohlorientierte Landwirtschaft braucht aber auch regionale Produktions-, Verarbeitungs- und Vermarktungsketten. Erzeugerinnen- und Erzeugerpreise müssen auch dann kostendeckend sein, wenn nachhaltig produziert wird. Ein strukturelles Umdenken in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) hin zu einer sozial-ökologischen Landwirtschaft, die nachhaltig produziert und mit guten beruflichen Rahmenbedingungen den Ländlichen Raum stärkt, wird dringend benötigt. …
    Abgelehnt von CDU/CSU, SPD, FDP, AfD, Zustimmung GRÜNE:
    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/136/1913656.pdf

    Bereits 2012: Gemeinsame Agrarpolitik sozial und ökologisch ausrichten auch mit Blick auf den Klimawandel
    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/083/1708378.pdf

    Zitat:
    … In den vergangenen Förderperioden wurde die GAP immer stärker auf Wettbewerbsfähigkeit in einem globalisierten Weltagrarmarkt ausgerichtet, der von den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) geprägt ist. Soziale und ökologische Leistungen wurden und werden kaum honoriert. Gleichzeitig sind damit Landwirtinnen und Landwirte einem Markt ausgeliefert, auf dem die Durchsetzung ihrer Interessen gegen andere, stark konzentrierte Strukturen in der Wertschöpfungskette schwierig ist. Sie haben oft keine Chance, sich gegen Dünge- und Pflanzenschutzmittelkonzerne, Verarbeitungsindustrie oder Lebensmittelkonzerne zu behaupten. Zugleich geraten Agrarrohstoffe und landwirtschaftlicher Boden im Zuge der weltweiten Finanzmarktkrise in den Blick von nichtlandwirtschaftlichem Kapital. Die deregulierten Märkte wurden zu weit geöffneten Scheunentoren für Spekulationen mit Lebensmitteln und Böden. Das hat zu oft nicht kostendeckenden, stark schwankenden Erzeugerpreisen und von Agrarbetrieben kaum zu finanzierenden Bodenpreissteigerungen beigetragen. Der Wechsel von der Lebensmittelerzeugung hin zur lukrativeren, weil politisch geförderten Biomasse- und Energieerzeugung verstärkt diese Entwicklung. Hinzu kommen deutlich gestiegene Ernterisiken infolge des Klimawandels …
    abgelehnt von CDU/CSU, FDP, SPD, GRÜNEN: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/089/1708913.pdf

    Gegen Bodenspekulation
    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/018/1901853.pdf
    Abgelehnt von der Koalition: https://www.agrarheute.com/politik/koalition-lehnt-linken-antrag-bodenmarkt-transparenz-ab-550257

    Keine großflächige Landnahme von Spekulanten mit Land und Agrarproduktion in den Ländern des Südens
    2010: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/035/1703541.pdf
    Ablehnung von Union, SPD und FDP: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/048/1704820.pdf

    Steuerfreie Risikoausgleichsrücklage
    2012: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/100/1710099.pdf
    Und das war die ablehnende Reaktion ALLER anderen Parteien im Bundestag damals inkl. Grüne und FDP:
    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/113/1711381.pdf

    2014: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/034/1803415.pdf
    auch abgelehnt u.a. von Grünen: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/047/1804729.pdf

    2018: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/012/1901298.pdf
    Überwiesen gegen den Wunsch der LINKEN in den Finanzausschuß als federführenden Ausschuß, Ausschuß für Ernährung und Landwirtschaft nur sekundär

    Der FdP ist es dann 2018 auch eingefallen:
    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/042/1904218.pdf
    Wurde aber abgesetzt von der Tagesordnung, weil es zeitgleich zur Eröffnung der Internationalen Grünen Woche angesetzt wurde (Zufälle gibt’s … stattdessen wollte die FDP dann lieber über Tierwohl sprechen als nächstes):
    https://www.agrarheute.com/management/betriebsfuehrung/gute-chancen-fuer-steuerfreie-ruecklagen-550950

    Düngegesetz, Saatgutverkehrsgesetz und Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch
    2012 abgelehnter Änderungsantrag der LINKEN; LINKE vermissen den Aspekt des Bodenerhalts:
    https://www.linksfraktion.de/nc/parlament/reden/detail/rede-zur-aenderung-des-duenge-saatgutverkehrs-des-lebensmittel-und-futtermittelgesetzes/
    Originalentwurf: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/082/1708205.pdf

    Rettung einheimischer Rebsorten durch Erhaltungsanbau
    2011: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/078/1707845.pdf

    Weidetierprämie (mit Grünen zusammen)
    2018: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/016/1901691.pdf

    Tiertransporte verringern
    2011: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/069/1706913.pdf
    abgelehnt von CDU/CSU und FDP, SPD enthalten, GRÜNE Zustimmung: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/080/1708028.pdf

    Antibiotika in Tierhaltung reduzieren
    2012 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/083/1708348.pdf
    abgelehnt von CDU/CSU und FDP, Zustimmung SPD und GRÜNE: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/099/1709972.pdf

    Lehren aus Dioxin-Skandal ziehen
    2011: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/053/1705377.pdf

    Geschlechtergerechtigkeit bei der Agrarförderung
    2011: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/054/1705477.pdf

    Weltagrarbericht als Grundlage der Agrar- und Entwicklungspolitik
    2010: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/035/1703542.pdf

    Agrarwissenschaften auf höhere Anforderungen ausrichten
    2011: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/045/1704531.pdf
    Abgelehnt von CDU und FDP, Enthaltung von SPD und GRÜNEN: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/139/1713998.pdf

    Soforthilfe für deutsche Forstwirtschaft
    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/113/1911301.pdf
    Grüne enthalten sich, bis auf die AfD alle anderen dagegen (bei der AfD paßt das Agrarprogramm jedoch nicht zum Wirtschaftsprogramm, sollte man ergänzen)

    Naturgemäße Waldbewirtschaftung im Interesse des Waldes und der Forstleute
    2019: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/111/1911104.pdf
    2010: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/017/1701743.pdf

    Agroforstsysteme unterstützen, keine Gentechnik im Wald, forstwirtschaftliche Vereinigungen stärken
    2008: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/090/1609075.pdf

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    • Obstbäuerin sagt

      ….Nach Auffassung der Bundesregierung ist „Die Gemeinsame Agrarpolitik
      (GAP) […] generell geschlechtsneutral gehalten“ (Antwort auf die Kleine
      Anfrage der Fraktion DIE LINKE., Bundestagsdrucksache 17/2879). Sie wirkt
      damit aber nicht geschlechtsneutral, sondern verfestigt die diskriminierenden
      Ungleichgewichte zu Gunsten der Männer. Die Agrarpolitik wird überwiegend
      technisch-formal gesehen. Geschlechtsspezifische, d. h. Frauen benachteiligende Auswirkungen werden so weder wahrgenommen noch korrigiert. Während im Europäischen Sozialfonds (ESF) die Umsetzung von Gender Budgeting (geschlechtergerechte Haushaltsführung) breit diskutiert und umgesetzt
      wird, bleibt dieser Politikansatz im Agrarbereich trotz formaler Festschreibung
      EU-weit überwiegend und in Deutschland nahezu völlig unberücksichtigt….
      Da kann ich als Frau nur sagen: angesichts der fachlichen und politischen Probleme unseren Bereich betreffend, ist der Gender-Kram aber sowas von überflüssig.

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      • Ein Privatier sagt

        Der Genderkram ist nur ein weiteres Mittel, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu zerstören – divide et impera.

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  5. Inga sagt

    Gute links-linke Agrapolitik,

    Steuern erhöhen, Mieten runter, damit sich jeder direkt beim Bauern frische, deswegen vieleicht teuerer Agrarprodukte, eventuell in Bio kaufen kann.

    So kann man sich auch als Sozialhilfeempfänger teures Fleisch kaufen!

    Und die Bauern bekommen ehrliches Geld für ihre Produkte, die ihren wahren Wert widerspiegeln.

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  6. Obstbäuerin sagt

    https://www.youtube.com/watch?v=RAMAjHj3Sl0
    „Deutscher Bundestag 11.03.2020
    Antrag
    der Abgeordneten Dr. Kirsten Tackmann u.a. Ein weltweites Verbot hochgefährlicher Pflanzenschutzmittel würde nicht nur hunderttausende Vergiftungen, sondern auch Zehntausende von Todesfällen pro Jahr verhindern. Daher ist es dringend an der Zeit, endlich die Forderungen nach einem schrittweisen Verbot hochgefährlicher Pflanzenschutzmittel und deren Ersatz durch nicht-chemische und agrarökologische Maßnahmen durchzusetzen – zum Schutz aller Menschen und der Bienen weltweit.“
    Zu diesen hochgefährlichen Pflanzenschutzmitteln zählen natürlich Glyphosat, alle Neonikotinoide und weitere wichtige Insektizide und Fungizide. Auch ich habe an Kirsten Tackmann geschrieben aber für eine Antwort war ich wohl zu popelig. Außerdem habe ich ihre Einstellung zu Pflanzenschutzmitteln kritisiert. Aus meiner Sicht unterscheidet sich ihre Haltung gegenüber der konventionellen Landwirtschaft kaum von den Grünen, dem Nabu und dem BUND.

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    • Ein Privatier sagt

      Ab etwa 00:28 greift sie „chemische Pflanzenschutzmittel“ an.
      Ich habe den Verdacht, dass sie nicht wirklich verstanden hat, dass alle Pflanzenschutzmittel der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft letzendlich auch chemisch sind, obwohl sie ausgebildete Chemielaborantin ist.

      „Pflanzenschutzmittel (PSM) sind – umgangssprachlich ausgedrückt – Schädlings- und Unkrautbekämpfungsmittel, die überwiegend zum Schutz von Nutzpflanzen ausgebracht werden. Die EU-Pflanzenschutzmittelverordnung, Artikel 2 definiert sie als chemische oder biologische Wirkstoffe und „Gemische“ (gemäß REACH-Verordnung), die dazu bestimmt sind, (…)“

      „Ein Pflanzenschutzwirkstoff[1] ist ein Wirkstoff, der bei Nutzpflanzen zur Heilung, Linderung von oder Vorbeugung gegen Krankheiten oder Schädlingsbefall dient. Mehrere hundert verschiedene Wirkstoffe sind gegen Nutzpflanzen schadenden biologischen Organismen (z. B. Insekten, Pilze, andere Pflanzen) als Pestizide staatlich positiv geprüft und zur Anwendung zugelassen. Zubereitungen, die neben dem Pflanzenschutzwirkstoff Additive enthalten, welche die Wirkung verbessern bzw. die Anwendung erleichtern, nennt man Pflanzenschutzmittel. Diese Mittel dürfen in der Landwirtschaft nur mit Sachkundenachweis Pflanzenschutz erworben und angewendet werden.“

      https://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenschutzmittel

      „Kirsten Tackmann (* 24. September 1960 als Kirsten Kohl in Schmalkalden, Bezirk Suhl, DDR) ist eine deutsche Politikerin (Die Linke). Sie ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages.

      Leben und Beruf
      Nach dem Besuch der POS Georg Schumann in Berlin-Lichtenberg absolvierte Kirsten Tackmann von 1977 bis 1980 eine Ausbildung zur Chemielaborantin mit Abitur beim VEB Berlin-Chemie. Anschließend begann sie ein Studium der Veterinärmedizin an der Humboldt-Universität zu Berlin, welches sie 1986 mit der Approbation als Tierärztin beendete.“

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      • Inga sagt

        Sie meint:
        “ Ein weltweites Verbot hochgefährlicher Pflanzenschutzmittel würde nicht nur hunderttausende Vergiftungen, sondern auch Zehntausende von Todesfällen pro Jahr verhindern.“

        bestimmt weltweit

        So,
        damit könnte sie z.B. auch meinen, dass die PSM, die hier für zu toxisch angesehen werden und vielleicht auch sind (siehe z.B.das Kontaktmittel DDT) verboten (nicht mehr zugelassen) sind, als alte Bestände bei dem Hersteller noch in die 3 Welt, wo vielleicht noch kein Pflanzenschutzmittelgesetz besteht weiter vertrieben und angewendet wird. Deshalb sterben da auch so viele Leute dran.

        So und wenn das die Politiker nicht wissen,
        aber irgendwelche Behauptungen zu dem Thema aufstellen,
        dann sind sie für mich untragbar und als Politiker fehl am Platz.
        Weil sie eine Ehrliche Haut ist, geht sie vielleicht deswegen, kann sein
        anstatt sich erst einmal zu dem Thema richtig zu informieren!

        Als die Glyphosatdebatte war, da haben auch viele Leute auf Südamerika hingewiesen, wo sogar Feldwege, Straßen Kindergarten- und Schulhöfe von Hubschraubern aus mit gespitzt wurden.

        Wollen wir Bauern uns hier das annehmen?
        Verlangen das die Politiker von uns?
        Wirklich?
        Sind die so armselig?

        Ein ehrlihcer Politiker mach sich da schlau, zumal es einen staatlichen PSDienst gibt!

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    • Moin!

      Pflanzenschutzmittel sind vorzugsweise doch nicht einzusetzen im Idealfall, oder? Kritik ist schon richtig, wichtig ist jedoch, einen konstruktiven Gegenvorschlag zu machen. Und ja, das kann auch bedeuten, daß man in seiner Produktionsweise was umstellen muß, dann aber muß man dafür einstehen, daß man bei der Umstellung gefördert wird.

      Oder ist es nicht gut, daß auch PCBs, sowas wie Lindan und Co. verboten wurden?

      Das hier ist frisch jüngst publiziert worden am 3. Juni:

      https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/tackmann-kostendeckende-erzeugerpreise-sind-systemrelevant-12077723.html

      Und als Obstbauer hier zahlreiche Infovideos, die wirklich sehr empfehlenswert sind:
      https://www.youtube.com/watch?v=OwjyJEKHSc4

      (dahinter finde Sie noch haufenweise mehr)

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      • Ein Privatier sagt

        Ein Medikament, das wirkt, hat auch Nebenwirkungen.

        Es gibt weder das perfekte Medikament noch das perfekte Pflanzenschutzmittel.

        Die Grünen gehen vom „Idealfall“ aus und haben es somit leicht, immer und überall Nebenwirkungen – egal wie gering! – festzustellen.

        Noch die geringsten Nebenwirkungen werden überproportional stark aufgeblasen und – voilà! – fertig ist Bild vom Bauern als Ausbringer chemischer Kampfstoffe.

        Und weil es immer nachweisbare Nebenwirkungen geben wird, werden die Grünen niemals aufhören, anständige Menschen zu terrorisieren.

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        • Stadtmensch sagt

          Wissen sie, von mir aus dürften sie weiter Müsli von Getreide essen, das mit Sikkation „gereift“ ist. Sie haben ja großes Vertrauen in funktionierenden Verbraucherschutz, der durch eigenverantwortliches Handeln freier Unternehmer mehr als gewährleistet ist. Hören sie einfach nicht auf die paar Angsthasen und profitieren sie still, wenn die doch mal ein Haar in der Suppe gefunden haben. Wir hatten hier letztens einen Beitrag zur Wirkung eines Zeckenmittels für Hunde über vereinzelte Hundehaare auf Jungvögel. Hätte man nie gedacht, wie wirksam diese offensichtlich sehr geringe Dosis doch sein kann. Dem nachgegangen war eine NGO. Ein paar alberne Freaks, die sich für so etwas überflüssigerweise interessieren.

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          • Thomas Apfel sagt

            Pflanzenschutz ist Phytomedizin und sichert das Überleben der Menschheit. Das hat wie in der Human- oder Tiermedizin nichts. aber auch gar nichts mit dem jeweiligen politischen System zu tun.
            Selbst wenn Sie lieber Stadtmensch im Kommunismus oder sonst einem politischen Paradies auf Erden angekommen sind, ist das den Viren, Bakterien, Pilzen und Insekten scheißegal. Weil die sich einfach nicht für Wertvorstellungen und Moral, sondern NUR fürs Fressen interessieren.
            Und tut doch verdammt noch mal nicht immer so, als wären die Bauern und auch die Entwickler von „Pflanzen-Medikamenten“ auf Stillstand getrimmte Volldeppen. Alles ist ständig in Bewegung und selbst in den „windstillen Zeiten der Stagnation“ zu DDR Zeiten wurde verantwortlich an Pflanzenschutzthemen geforscht und weiterentwickelt.

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  7. Christian Bothe sagt

    @Privatier,weiß zwar nicht, was das alles mit Tackmann zu tun hat(SED…),finde aber ihre Entscheidung gut und richtig.Zu den fachlichen Seiten der Dame äußere ich mich nicht, da sie oftmals auch unsere LW nicht richtig einordnen konnte und das 15 Jahre lang, obwohl sie als Ossi (wie ich) an der Humboldt-Uni studiert hat…

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    • bauerhans sagt

      „…obwohl sie als Ossi (wie ich) an der Humboldt-Uni studiert hat…“

      ich hab/hatte persönlichen kontakt zu 3 studierten landwirten,die in Halle,in Berlin und Witzenhausen (vorm krieg) studiert hatten.
      die trauern/trauerten ihrer DDR nach und sind/waren gesellschaftlich abgestürzt.

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      • Christian Bothe sagt

        @bauerhans,da haben die eben etwas falsch gemacht…Waren vielleicht nicht in der Partei?Manchmal beschleicht mich bei den Diskussionen um Preise schon das Gefühl man will das Festpreisgefüge(Staat)der DDR wieder? Die Grünen tun dafür ja auch einiges(Ökodiktatur).

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    • Ein Privatier sagt

      Ich bin mir sicher, dass Sie einfach leugnen werden, dass Die Linke die mehrfach umbenannte SED darstellt, aber ich probiere trotzdem, Sie auf den tatsächlichen Weg zur Erkenntnis der Wahrheit über diese Partei zu bringen.
      Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass es sich ausschließlich um Zitate von Wikipedia, die tendenziell links ausgerichtet sind, handelt.
      Seine Sie mutig, Herr Bothe … sapere aude!

      „Rechtlich gesehen sind SED, PDS, Linkspartei und Die Linke dieselbe juristische Person.“

      „Die Linke entstand am 16. Juni 2007 durch Verschmelzung[10] der SPD-Abspaltung WASG und der Linkspartei.PDS. Letztere ging im Juni 2005 durch Umbenennung aus der SED-Nachfolgepartei PDS hervor, (…)“

      „Die Geschichte und die Vergangenheit dieser zwei Parteien und ihrer Vorgängerorganisationen bis zu ihrer Verschmelzung ist Bestandteil der Geschichte der Partei Die Linke. Die politischen Wurzeln reichen über SED, PDS bzw. SPD hinaus bis zur KPD, VKPD, USPD, Spartakusbund, SDAP, ADAV und der deutschen Arbeiterbewegung.“

      https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Linke

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      • Christian Bothe sagt

        @privatier,geht doch irgendwie am Thema von heute vorbei!Schreibe es aber trotzdem als Antwort zu Ihrem Statement.Nicht nur die sozialistische Demokratie hat einiges falsch gemacht sondern auch die bürgerliche Demokratie der Neuzeit zeigt uns täglich(auch menschenverachtende)Probleme.

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        • Ein Privatier sagt

          @bothe
          Nein, es geht nicht irgendwie am Thema vorbei, da ich mich auf eines der Themen beziehe, die in Bauer Willis Beitrag vorhanden sind:
          „Gleichzeitig zeigt mir ja auch Ihre Zuschrift, dass es mir nicht gelungen ist, diese Wertschätzung für meine Person auf meine Partei und Fraktion zu übertragen. Auch das mag wiederum sehr viele Gründe haben, (…)“


          „Nicht nur die sozialistische Demokratie hat einiges falsch gemacht sondern auch die bürgerliche Demokratie der Neuzeit zeigt uns täglich(auch menschenverachtende)Probleme.“

          Noch lässt „bürgerliche Demokratie“ ihre Bürger frei ein- und ausreisen.
          Weder wurden noch werden Ausreisewillige an den Grenzen der deutschen „bürgerlichen Demokratie“ nicht erschossen, wenn sie der „bürgerlichen Demokratie“ den Rücken kehren wollen.
          Wenn der Sozialismus wieder einkehrt, dann könnte das aber wieder eintreten, weswegen ich gegen den Sozialismus eintrete.

          Was für „menschenverachtende Probleme“ der „bürgerlichen Demokratie“ relativieren die an der Mauer Erschossenen und die Tatsache, dass Millionen Genossen in und von der „sozialistischen Demokratie“ an der Ausreise unter Todesdrohung gehindert wurden?

          Kennen Sie das Stockholm-Syndrom?
          „Unter dem Stockholm-Syndrom versteht man ein psychologisches Phänomen, bei dem Opfer von Geiselnahmen ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen. Dies kann dazu führen, dass das Opfer mit den Tätern sympathisiert und mit ihnen kooperiert. (…)“

          Ich finde, man könnte es auch DDR-Syndrom nennen.

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          • Christian Bothe sagt

            @privatier,wie war es mit der „bürgerlichen“Treuhand und den Menschen???Zum Thema Mauertote habe ich auch keine andere Meinung und ob‘s den Schiessbefehl gab, weiß ich auch nicht.Auf jeden Fall war es nicht richtig und nicht verfassungskonform.Trotzdem denke ich, das die Linken von heute nicht mehr viel mit der SED am Hut haben, genauso wenig wie die Blockparteien der DDR, die in der CDU,FDP u.a.integriert sind. Ich selbst als Katholik war und bin nie in einer Partei gewesen, und man konnte auch ohne Partei in der DDR Karriere machen, um dieses Vorurteil zu entkräften( als Wessi weiß man das eben nicht so genau).

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            • Ein Privatier sagt

              Dass am „Antifaschistischen Schutzwall“ Menschen erschossen wurden, weil sie die DDR verlassen wollten, haben Sie aber doch irgendwann erfahren, oder?

              Dass es für Millionen gewöhnlicher DDR-Bürger keineswegs möglich war, ohne Weiteres in den Westen zu gelangen, ist Ihnen doch auch nicht völlig neu, oder?

              Das Relativieren von Fakten ist auch eine Technik des Leugnens, um kognitive Dissonanz zu vermeiden.

              „Kognitive Dissonanz bezeichnet in der Sozialpsychologie einen als unangenehm empfundenen Gefühlszustand. Er entsteht dadurch, dass ein Mensch unvereinbare Kognitionen hat (Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten). Kognitionen sind mentale Ereignisse, die mit einer Bewertung verbunden sind. Zwischen diesen Kognitionen können Konflikte („Dissonanzen“) entstehen.“

              https://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz

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            • Ein Privatier sagt

              @bothe

              Zitate von Honecker und Mielke et al.

              „Gegen Verräter und Grenzverletzer ist die Schußwaffe anzuwenden. Es sind solche Maßnahmen zu treffen, daß Verbrecher in der 100-m-Sperrzone gestellt werden können. Beobachtungs- und Schußfeld ist in der Sperrzone zu schaffen.“

              „Wer unsere Grenze nicht respektiert, der bekommt die Kugel zu spüren.“

              „Es muss angestrebt werden, dass Grenzdurchbrüche überhaupt nicht zugelassen werden […] überall muss ein einwandfreies Schussfeld gewährleistet werden […] nach wie vor muss bei Grenzdurchbruchsversuchen von der Schusswaffe rücksichtslos Gebrauch gemacht werden, und es sind die Genossen, die die Schusswaffe erfolgreich angewandt haben, zu belobigen.“

              „Stärker anzuerziehen ist der unversöhnliche Haß auf den Imperialismus, seine Söldner und alle antisozialistischen Elemente. Die Haltung zum Grenzverletzer als Feind des Sozialismus und jedes Grenzsoldaten ist konsequent zu entwickeln.“

              „(…) Zögern Sie nicht mit der Anwendung der Schußwaffe, auch dann nicht, wenn die Grenzdurchbrüche mit Frauen und Kindern erfolgen, was sich die Verräter schon oft zunutze gemacht haben. (,,,)“

              „Ich will überhaupt mal was sagen, Genossen. Wenn man schon schießt, dann muß man es eben so machen, daß nicht noch der Betreffende wegkommt, sondern dann muß er eben da bleiben bei uns. Was ist das denn für eine Sache, was ist denn das, 70 Schuß loszuballern, und der rennt nach drüben, und die machen eine Riesenkampagne. Da haben sie recht. Mensch, wenn einer so mies schießt, sollen sie eine Kampagne machen.“

              https://de.wikipedia.org/wiki/Schie%C3%9Fbefehl

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              • Christian Bothe sagt

                @privatier,habe ersteres nie geleugnet,wenn Sie meinen Beitrag exakt lesen.Verstehe also nicht warum Sie sich so echauffieren!Was ist aber mit den schwarzen Mitbürgern in Amerika, wo es keinen Schiessbefehl gibt, aber eine bürgerliche Demokratie?Was ist mit dem Überstülpen von Demokratien in den arabischen Ländern und den daraus folgenden Instabilitäten ganzer Regionen?Aber ich hoffe Sie fallen nicht vom Glauben ab, meine Familie waren zu DDR – Zeiten sogar in Finnland und Jugoslawien.Wir sollten unseren Disput beenden, weil’s andere Blogger langweilt, und uns wieder der LW zu wenden wie von B.Willi angedacht!

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                • Ein Privatier sagt

                  Nun, Ihre Kommentare „exakt“ zu lesen ist ein bisschen durch Ihren Satzbau und Ihre eigenwillige Zeichensetzung erschwert.

                  Schwarze in den USA sind nicht unsere Mitbürger.
                  Wissen Sie eigentlich, dass Schwarze, die weniger als 14% der Gesamtbevölkerung ausmachen, für deutlich mehr als 40% aller schweren Verbrechen verantwortlich sind?
                  Wissen Sie, dass die mit Abstand meisten Schwarzen von Schwarzen getötet werden?
                  Wissen Sie, dass ein Weißer eine zehnmal höhere Chance hat, von einem Schwarzen geschädigt zu werden als umgekehrt?
                  Wissen Sie, dass etwa 50% der in der Statistik geführten Opfer von Schusswaffen Selbstmörder sind?

                  Schauen Sie mal in die online einsehbaren Daten des FBI zur Kriminalstatistik.

                  Die Versuche, islamischen Ländern die Demokratie überzustülpen, sind unter diesem Aspekt selbstverständlich kompletter Schwachsinn gewesen, da der Islam Aufklärung, Individualität, Gleichheit vor dem Recht, Meinungs- und Religionsfreiheit, Rationales Denken und friedliche Kooperation mit Ungläubigen prinzipiell ablehnt.

                  Andere „Blogger“ werden von uns nicht aktiv tangiert.
                  Die, die sich langweilen, langweilen sich. Verstehen Sie? Die langweilen SICH …

                  Trotzdem vielen Dank für Ihre Antworten.
                  Mir hat unser kleines Geplänkel gefallen!

                  Ich wünsche noch einen sonnigen Restsonntag.

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        • Ein Privatier sagt

          Moin,

          die Gnade der späten, späteren und spätesten Geburt gilt vielleicht für LINKE, aber nicht für DEUTSCHE, die ihr DEUTSCHLAND und ihre DEUTSCHEN Mitbürger nicht hassen.

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  8. Ein Privatier sagt

    „(…) Gleichzeitig zeigt mir ja auch Ihre Zuschrift, dass es mir nicht gelungen ist, diese Wertschätzung für meine Person auf meine Partei und Fraktion zu übertragen. Auch das mag wiederum sehr viele Gründe haben, (…) Der Friedhof ist voll mit Leuten, die sich für unersetzlich gehalten haben und ich wollte lieber gehen, wenn es die eine oder der andere noch bereuen und nicht alle aufatmen, weil ich endlich den Weg frei mache. (…) “

    Es gibt eben Menschen, die einfach nicht vergessen können, was die Sozialisten der SED alias Die Linke mit ihnen gemacht hat:

    “ Weit über 100 000 Bürger der DDR versuchten zwischen 1961 und 1988 über die innerdeutsche Grenze oder über die Berliner Mauer zu fliehen. Weit mehr als 600 von ihnen wurden zwischen 1961 und 1989 von Grenzsoldaten der DDR erschossen oder starben bei Fluchtversuchen. Sie ertranken in Gewässern, erlitten tödliche Unfälle oder begingen Selbstmord bei ihrer Entdeckung.

    Allein an der Berliner Mauer wurden zwischen 1961 und 1989 mindestens 140 Menschen getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben: 100 DDR-Flüchtlinge, die beim dem Versuch die Grenzanlagen zu überwinden, erschossen wurden, verunglückten oder sich das Leben nahmen. 30 Menschen aus Ost und West ohne Fluchtabsichten, die erschossen wurden oder verunglückten; 8 im Dienst getötete DDR-Grenzsoldaten, die durch Fahnenflüchtige, Kameraden, einen Flüchtling, einen Fluchthelfer oder einen West-Berliner Polizisten getötet wurden.

    Darüber hinaus verstarben mindestens 251 Reisende aus Ost und West vor, während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen. Ungezählt sind die Menschen, die aus Kummer und Verzweiflung über die Auswirkungen des Mauerbaus auf ihr Leben starben.“

    https://www.berlin.de/mauer/geschichte/mauertote/

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    • Historisch mal ein bißchen Aufklärung:

      Die SED war ein erzwungener Zusammenschluß von SPD und Kommunistischer Partei.
      Aus der SED wurde nach Mauerfall die PDS.
      Nach Gerhard Schröders CDU-/FDP-Kurs haben sich SPD-Linke zur WASG abgespalten.
      WASG und SED sind zur LINKEN geworden.

      Das ist quasi mehr SPD als alles andere.

      Die nervigen Betonköpfe nerven überall. Das sind Fundis bei der LINKEN, aber auch ein Herr Kemmerich läßt sich gern von Nazis wählen und die CDU-Jugend grölt Wehrmachtslieder in Berlin, während Öko-Nazis auf Anastasia machen.

      Was Sie machen, nennt sich Whataboutism.

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      • Ein Privatier sagt

        Moin,

        eine juristisch-historische Tatsache:
        „Rechtlich gesehen sind SED, PDS, Linkspartei und Die Linke dieselbe juristische Person.“

        „Nazis“?
        Good lord, have you got any idea what kind of bs you are talking?

        Schauen Sie sich mal an, wie die Israelis die Bedeutuing des Wortes „Nazi“ definieren. Tun Sie sich den Gefallen, lernen Sie etwas über Geschichte und rationales Denken.

        Früher, als Sie noch ein Kind waren, hat man sorgfältig zwischen Konservativen, Rechten, Neonazis und Nazis und anderen Richtungen unterschieden.

        Selbst Parteilosen ließ man eine Chance zur Artikulation. Heute heißt es wieder:“Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!“

        Mit zunehmend fehlender Bildung, hat dummes Geschwätz überall ungeahnte Ausmaße erreicht. Ganz besonders in der Politik.

        Falls Sie es noch nicht wussten:
        Das Wort „Nazi“ bedeutet „National-SOZIALIST“.

        Whataboutthat Commieboy?

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