Bauer Willi
Kommentare 55

Eine Frage von Stil und Anstand

Freitag Abend:

Nachdem ich am Dienstag abend in Münster vor Landwirten über das “Dilemma der Essensmacher” gesprochen habe, am Mittwoch in Köln beim Dialog-Forum Fleisch bei den anwesenden Vertretern der Fleischindustrie mit einem Impulsreferat (Über das Image der Fleischindustrie) und anschließender Podiumsdiskussion für etwas Aufregung sorgte und Donnerstag abend am Tag der Milch in Varel (Ostfriesland) versucht habe, rund 1.000 Milchbauern Mut zu machen, sich mit den Bürgern und Verbraucher in den Dialog zu begeben, habe ich jetzt Zeit gefunden, die 392 Kommentare auf die zwei Artikel zu “Gentechnikfreier Milch” und “Videoüberwachung” zu lesen. Auch weil mich außerhalb des Blogs mehrere Mails erreicht haben, die den Stil der Kommentare zum Inhalt hatten, hier mal eine kleine Auswahl: 

  • Liberalen-Logik kotzt mich an
  • asozial und verlogen
  • grob verharmlosend
  • schräg-unrichtige Behauptungen
  • Vorruheständler und Nebenerwerbslandwirt
  • bewusst irreführend
  • Arschloch
  • Fakten bewusst beiseite lassend
  • Bauer Willis üble Stimmungsmache
  • Bauer Willi will weitermachen zum Schaden aller
  • hat gegen Honorar einen Vortrag bei Westfleisch gehalten, das sagt doch alles
  • ich lasse mir meine Meinung nicht von Bauer Willi diktieren

Es ist nicht so, dass diese Kommentare bei mir nichts auslösen, denn auch ich reagiere auf persönliche Beleidigungen wie jeder andere auch. Ich halte das für durchaus normal und jedem Leser dieser Zeilen wird es wohl ähnlich ergehen.

Was ich und auch Alois jedoch nicht gut finden – und  deshalb melde ich mich jetzt zu Wort – ist der Stil, der mittlerweile auf unserem Blog normal zu werden droht.  Von Facebook ist man solche verbalen Entgleisungen gewohnt. Leider.

Zu einigen Inhalten der Kommentare ein paar kurze Erläuterungen:

  • Ich bin Nebenerwerbslandwirt (konventionell) und Vorruheständler.
  • Ich habe in der Zuckerindustrie gearbeitet.
  • Ich nehme für meine Vorträge Honorare, die zu 100% an Alois gehen, damit er die Kosten für seine Aufwendungen davon bezahlen kann.
  • Die Inhalte meiner Vorträge entscheide ich alleine. Wer damit nicht einverstanden ist, muss sich einen anderen Referenten suchen.
  • Ich vertrete immer meine persönliche Meinung.

Aus persönlichen Gesprächen und den Abonnenten unseres Wochenrückblickes wissen Alois und ich, dass unser Blog von Journalisten, Politikern, Verbänden, Vereinen, Ministerien, NGO´s, Wissenschaftlern, Handelshäusern (auch LEH) und anderen interessanten Menschen und Persönlichkeiten gelesen wird. Nur wenige davon kommentieren auch mit, sondern beobachten unsere Themen und verwenden Teile davon in ihrer Arbeit. Zum Teil werden Beiträge auch in voller Länge übernommen. Darauf sind wir stolz, weil es dazu beiträgt, den Dialog in die Breite zu bringen. Das ist und bleibt unser Ziel.

Für unseren Blog, den wir beide betreiben, wünschen wir uns für die Zukunft, dass wir über heftig über Dinge und Ansichten streiten, ohne jedoch persönlich verletzend zu werden.

Euer Bauer Willi  

 

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55 Kommentare

  1. Gephard sagt

    Menschen, die was bewegen, habe einfach keine Zeit, Kommentare zu schreiben. Zumal es dabei immer auch um mehr als die Sache. Kommentare sind öffentlich, bringen Präsenz und Beachtung. Das sind die häufigsten Beweggründe, warum Menschen im Netz kommentieren. Und natürlich: (Selbst-)Bestärkung und Anerkennung.

    Nein, ich nehme mich da nicht raus.

  2. Lieselotte Muh sagt

    Lieber Bauer Willi, lieber Alois,
    Vielen Dank für für die auf diesem Blog geleistete Arbeit, für Denkanstöße und Kritik.
    Bitte weitermachen!

  3. Paulus sagt

    Ehrlich gesagt verstehe ich Willis Klagen nur bedingt. Als ehem. leitender MA der Zuckerindustrie, Vortragsreisender im eigenen und im Interesse der LW, gleichzeitig mit eigener durchaus großflächiger Landwirtschaft und auch noch einer bestimmten Partei zugehörig, bietet er nun mal Angriffsflächen. Gelegentliche persönliche Angriffe weiß die sogen. Community nach meiner Wahrnehmung aber durchaus zu deuten und distanziert sich auch davon. Aber wie das so ist, wenn man Ehrlichkeit und Offenheit erwartet muss man auch schon mal was schlucken.

    Zu Anfang meiner beruflichen Karriere war ich geprägter „Harzburger“ genauso wie meine damaligen Vorgesetzten auch. Als ich in meiner Probezeit entgegen der Lehrmeinung, sowohl von meinen Vorgesetzten als auch von meinen Mitarbeitern offene und gnadenlose Kritik an dem Tun und Handeln des Einzelnen forderte, gerieten einige in Schnappatmung und ich war so gut wie unehrenhaft entlassen. Das Einfordern von Kritik, ob berechtigt oder nicht und der daraus resultierende Prozess der stetigen Verbesserung führte indes zum Erfolg. Erstaunlicherweise hat sich bis heute nichts daran geändert.
    Dazu muss man gar nicht mal besonders robust sein sondern nur offen und ehrlich miteinander umgehen. Wenn mich jemand als Arschloch bezeichnet, haben er oder sie sicher Gründe, ich möchte aber wissen welche? Und schon kann ein für beide Seiten durchaus fruchtbarer Dialog entstehen.
    Ich hoffe, dass wir uns hier noch länger kontrovers austauschen bzw. streiten können.
    Und ja, ich schieße auch schon mal über das Ziel hinaus.
    Insofern würde ich so einen „Daumen runter Button“ auch zu meiner eigenen Erkenntnis und ggf. Disziplinierung durchaus begrüßen.

  4. Zuckerkranker sagt

    “Hat gegen Honorar Vortrag bei Westfleisch…”

    Das ist doch nur eine Feststellung. Wer Sie das alls Beleidigung empfinden, haben Sie ein schlechtes Gewissen. Verständlich, weil Westfleisch eine Genossenschaft ist (Bauerngeld )

    Ich bitte Sie inständig aufzuhören. Wir Bauern sind nicht so wie Sie. Wir leiden unter den Vorgängen im Schlachthof in Belgien und auch in Bayern.
    Es ist wichtig, dass die Leser das wissen

    • Ich seh das so sagt

      Wie ihr Leiden unter den Vorgängen in Belgien und Bayern damit zusammenhängt, wenn ein Westfale bei einer Genossenschaft (bei der sie vielleicht Mitglied sind oder auch nicht – geht ja nicht hervor aus ihrem Post) einen bezahlten Vortrag hält (den sie vielleicht gar gehört haben oder auch nicht – geht auch nicht hervor), erschließt sich mir zumindest nicht. Außer sie glauben, wenn er den Vortrag gratis gemacht hätte, würden sie mehr für ihre Schweine bezahlt bekommen. Vor allem nehmen sie keine Bezug, über welchen Inhalt des Vortrages sie sich aufregen (müssen), weil sie ja meinen, die Tatsache alleine, daß dort jemand einen Vortrag hält sagt ja schon alles.

      Alternativ könnten sie ja auch Westfleisch ihre Meinung sagen, schreiben oder anbieten dort selbst einen Vortrag halten zu wollen oder Referenten vorschlagen, die sie dort hören wollen. Und was sagt dann das alles, wenn diese einen Vortrag halten (vermutlich auch bezahlt) ?

      • Zuckerkranker sagt

        Es zeichnet Sie aus, wenn Sie offen zugeben, Dinge nicht zu verstehen. Macht nicht jeder, z. B. Im Unterricht in der Schule…

        Ich erkläre:
        Bauer Willi hat sich wohl klar gegen Kameras auf Schlachthöfen positioniert. Wenn er von der Westfleisch “bezahlt wird”, hat das ein Geschmaeckle .

        So sind wir Bauern nicht…

        • Alois Wohlfahrt sagt

          Was soll das?
          > Bauer Willi hat sich wohl klar gegen Kameras auf Schlachthöfen positioniert. Wenn er von der Westfleisch „bezahlt wird“, hat das ein Geschmaeckle .
          Bauer Willi hat dieses Thema “Video-Überwachung” zur Diskussion gestellt. In keinem Wort haben wir uns dagegen ausgesprochen. Sie sollten eigentlich dankbar sein, dass wir den Dialog suchen und auch solche kritische Themen hier im Blog angehen. Uns ein “Geschmäckle” zu unterstellen ist nicht fair!
          Alois

        • Bauer Willi sagt

          @Zuckerkranker
          Dann noch mal deutlicher: Westfleisch hat seine Bauern zu einer Veranstaltung eingeladen. Vor diesen Bauern habe ich einen Vortrag gehalten mit dem Titel “Das Dilemma der Essensmacher”. Inhalt des Vortrages war das Anspruchsdenken der Bürger einerseits und ihr Kaufverhalten als Konsumenten andererseits. Zu diesem Dilemma gehört auch, dass wir Bauern nicht so sind, wie wir dargestellt werden. (was übrigens auch nicht immer stimmt, aber wir Bauern neigen auch nicht unbedingt zu übermäßiger Selbstkritik)
          Ich verstehe nicht, warum sie mich ausgrenzen, denn ich bin auch Bauer. Bezüglich der Kameras habe ich keine Wertung abgegeben sondern den Text zur Diskussion gestellt. Sollte ich Ihre Zweifel bezüglich Lobbyismus noch nicht ausgeräumt haben, dürfen Sie diese gerne noch einmal konkretisieren.
          Bauer Willi

          • Zuckerkranker sagt

            Ich grenze Sie aus? Ich habe eine Bitte geäußert.

            Ihre Berichterstattung zu den Kameras war aus meiner Sicht tendenzoes, weil Sie als Abschreckung ein Phantom aufgeblasen haben mit Kameras in Ställen,die niemand gefordert hat. Ich denke, so bringt man Bauern auf Kurs, wie es zu lesen ist.

            Sagen Sie, ob Sie Kameras auf deutschen Schlachthöfen wollen oder nicht.

            Bin gespannt, wann Sie mich ausgrenzen wie schon oben gefordert.

            P.S.:
            Zuckerluege war also auch nur so zur Diskussion gestellt?

            • Sandra Harms sagt

              Lieber Zuckerkranker
              mal drüber nachgedacht das eine videoüberwachung am arbeitsplatz gewisse probleme mit sich bringt? und das besonders wenns öffentlich zu sehen sein soll?
              Videoüberwachung am arbeitsplatz ist arbeitsrechtlich arg bedenklich bezüglich der möglichen leistungsüberwachung der mitarbeiter… wenns dann öffentlich wird, kommt der datenschutz und die persönlichkeitsrechte der arbeitnehmer/innen mit dazu…
              also wer ein wenig drüber nachdenkt, welche gesetze,regeln und dinge die zum guten ton gehören da alle mit reinspielen, wird zu dem ergebnis kommen, das eine videoüberwachung gesetzlich nahezu ausgeschlossen ist, auch wenns darum geht damit etwas gute zu bewirken,dinge zu verhindern,etwas zu verbessern…
              um auf diese erkenntnis zu kommen, brauch ich nicht studiert zu haben, brauch ich keine 60 jahre lebenserfahrung wie willi sie hat, nein, mir reicht logisches denken ! und das kann ich jedem heissestens empfelen !

            • Zuckerkranker sagt

              Frau Harms, wenn die Kameras so utopisch sind, warum hat dann Bauer Willi das Thema auf Ställe ausgeweitet?

              Mann kann sich Kameras auf Schlachthöfen sparen, wenn der rechtmäßige Eigentümer (Bauer) sich um eine ordnungsgemäßer Schlachtung kümmert oder nur an gute Schlachter liefert.

              Das Thema hier ist Anstand und Stil. Hier wird sich mehr über scharfe Kommentare empört als über Schweine die lebend in einen Bruehkessel geworfen werden .

              Aber ich bin sicher zu empfindlich?
              Das lässt mir keine Ruhe und ich kann nicht über Datenschutz am Arbeitsplatz nachdenken.

            • Bauer Willi sagt

              @Zuckerkranker
              Sind Sie damit einverstanden, dass wir beide Meinungen einfach so nebeneinander stehen lassen? Ich möchte Sie nicht provozieren und möchte auch nicht provoziert werden.
              Bauer Willi

            • Sandra Harms sagt

              lieber zuckerkranker
              wenns um kameras in ställen geht, ist die sache vom landwirt und evtl seiner seiner familie und/oder seiner miarbeiter, also ein überschaubarer kreis von leuten, mit denen sich das abstimmen lässt. bei einem großunternehmen ist eine völlig andere grundlage über die man spricht. zu ihrem ansatz ” rechtmäßige Eigentümer (Bauer) sich um eine ordnungsgemäßer Schlachtung kümmert oder nur an gute Schlachter liefert.” gibt es einige dinge zu sagen, 1. kann und darf ein landwirt nicht mal eben so in einen schlachthof, da es dort gewisse hygenie vorschriften, notwendige gesundheits ateste notwendig sind, und noch einige andere dinge mehr. 2. gehöhren die tiere dem landwirt nicht mehr, in der regel sogar schon in dem moment wo sie ein viehhändler abholt… folglich dem landwirt die schuld zuweisen, oder von ihm vordern guck doch mal nach was dort passiert,liefer dahin wo alles ok ist, ist in meinen augen arg vermessen.
              Dann möchte ich jedem einfach mal nahe legen mal einmal bischen über den tellerrand zu schauen, gut es wurden tiere schlecht behandelt, das darf nicht sein und daran ist auch nichts aber auch garnichts gutes dran zu finden! Aber machen wir ruhig weiter, mit Sandra´s kleiner horrorshow ! wer hat sich schon mal drüber gedanken gemacht welche ursachen es wohl hat, das in riesigen fabriken am fließband geschlachtet wird, und nicht mehr beim metzger um die ecke, und welche ursachen das wohl hat…Warum die leute in so einer schlachtfabrik wohl so gehandelt haben und warum wohl? die hintergründe interessieren nicht, hauptsache auf die bauern eindreschen, hat sich irgendjemand mal gefragt, wie es wohl ist wenn in manchen kulturkreisen zugeht wenn dort tiere durch schächten einen langsamen und grausamen tod erleiden…und warum zeigen uns die medien das nicht mal??? und wenn wir schon mal dort sind, frag ich mich, warum berichten die medien nicht mal drüber wie kinder an ihren geschlechtsteilen grausamst verstümmelt werden.. warum zeigt man nie die bilder der kleinen mädchen denen man untenrum alles weggeschnitten hat und sie dann zugenäht wurden, was ist mit den jungs denen man als babys oder im kindesalter ihre vorhaut abtrennt…. wo sind da die medien mit ihrer ach so geilen berichterstattung….?Wo bleibt dort die forderung nach kamera überwachung?
              Frag mal Google,schaut euch den film “wüstenblume” an, lest mal berichte von frauen die das erlebt haben und dann denkt mal drüber nach ob man sich wegen ein paar schweinen und rindern noch eschophieren muss, fragt euch ob es nichts wichtigeres auf der welt gibt als über tierrechte zu palavern und zu lamentieren,solange kinder brutalst verstümmelt werden! Ich finde dieses “scheinheilige aus den augen aus dem sinn” Verhalten der allermeisten und allen vorran der medien einfach nur zum kotzen, es sind immer und immer wider die selben leute die lauthals nach mehr tierwohl schreien, dann aber entweder billig im discounter kaufen oder in der premium klasse hochpreisig dabei aber vergessen das es immer jemanden gibt der auf gewisse dinge eben angewiesen ist, wie eben niedriege preise im discounter, die dem sozial schwachen auch mal ein stück fleisch auf dem teller ermöglichen, und das genau das eben nur geht wenn man nicht zimperlich ist, aber es ist einfach zu viel verlangt das man sich mal gedanken macht, jenseits seines eigenen tellerrandes… Einfacher ist es über ein nicht vorhandenes “geschmäckle” zu reden, das ist sicher.
              zum thema gute sitten um das es eigentlich geht, ja der ein oder andere sollte mal über seine ausdrucksweise nachdenken und an sich arbeiten, sich vorher mal informieren bevor er oder sie los plappert.

            • Zuckerkranker sagt

              Frau Harms, ich bin gebeten worden alle Meinungen nebeneinander stehen zu lassen. Das ist ja auch selbstverständlich und es ist wohl noch nie gelungen jemanden zu über zeugen.

              Die kritische Phase ist die Betäubung bis zum abbluten und Herzstillstand. Für grosse Schlachter gibt es die Möglichkeit die Blutmenge zu erfassen und wenn die im Verhältnis zum Gewicht des Schweines zu geringen ist, stoppt das Band.

              Es wird wohl so laufen,dass kleine Schlachter mehr Probleme bekommen als Grosse wo viele Tierärzte rum laufen. Deshalb wäre der Videobeweis für Kleine eine Chance Qualität nachzuweisen.

              Die Mehrheit wird aber so denken wie Sie und wir über lassen es PETA mit dem Filmen.

              Ihre Mensch\Tiervergleiche bekommen der Landwirtschaft nicht gut und darauf lasse ich mich nicht ein.
              Verblüfft haben Sie mich aber.

            • Sandra Harms sagt

              Gutes stichwort lieber zuckerkranker !!!
              Die Mehrheit !!!
              Genau die mehrheit, die daran schuld ist mit ihrem kaufverhalten das es so gut wie keine handwerklichen metzger und bäcker mehr gibt… und die paar die es noch gibt, halten irgendwie durch bis zur rente und dann ist da auch schluss… da kann peta soviel filmen wie sie wollen, die grünen vordern und verbieten, die ngo´s mord und brand schimpfen, die tierrechtler petitionen beginnen, die netzfrauen nebst campackt einen trauerchoral anstimmen, what ever, ändern wird sich wenig bis garnichts egal wer rum heult,solange es bei der mehrheit nicht klick sagt, nur dann ist es für die einstmalige vielfalt die wir hatten längst zu spät…

        • Ich seh das so sagt

          Wie immer sie das sehen oder subjektiv bewerten. Für vieles gilt aber:
          Besser es hat ein Gschmäckle, als es ist geschmacklos.
          Auch bei Diskussionen.

    • bauerhans sagt

      ich leide nicht unter vorgängen auf belgischen oder bayrischen schlachthöfen,weil ich weiss,dass unsere hier von den veterinären überwacht wird.
      wer das in zweifel zieht,soll das machen.

      • Zuckerkranker sagt

        Über setzt:
        Er leidet nicht unter Belgien und Bayern, weil HIER die Behörden so gut aufpassen.
        Demzufolge gehört Bayern nicht zu Deutschland.
        Endlich!

  5. Ich seh das so sagt

    Hallo Willi, hallo Alois
    Da Willi in der Zuckerbranche gearbeitet hat, scheinen manche Beitragsschreiber davon auszugehen, daß er/ihr mit der Bauer Willi Seite genauso viel Kohle macht wie Zuckerberg. 🙂

    Persönlich sind für mich Facebook und Co. von Beginn an keine Sozialen Medien gewesen. Ein typischer Fehlkonnex von “social” mit dem was im dt. Sprachgebrauch bei “sozial” mitschwingt. In der Umgangssprache bedeutet „sozial“ aber den Bezug einer Person auf eine oder mehrere andere Personen; dies schließt die Fähigkeit mit ein, sich für andere zu interessieren und sich einzufühlen. Aber es bedeutet auch, anderen zu helfen und eigene Interessen zurückzustellen. Im Wort schwingen auch Schattierungen mit, so etwa, gegenüber Untergebenen großmütig oder leutselig zu sein, gegenüber Unterlegenen ritterlich, gegenüber Gleich- und Nichtgleichgestellten hilfsbereit, höflich, taktvoll und verantwortungsbewusst. Und auf jeden Fall bedeutet es mit anderen mit einem Mindestmaß an Respekt umzugehen (Sprüche aus der Vor-Sozial-Media-Zeit: Was du nicht willst das man dir tu, das füg auch keinem andern zu. Wie man in den Wald hineinruft, so hallt es zurück).
    Da diese Medien all das nur in seltenen Fällen sind, in zu vielen Fällen dies aber nur vorgeben oder vortäuschen halte ich sie für zutiefst Asoziales.

    Ihr habt den großen Vorteil bei eurem Blog, daß ihr die Regeln bestimmen könnt. Wie in einem Fußballspiel können “Gegner” (entgegengesetzte Meinungen, Ansichten, Weltanschauungen …) aufeinandertreffen. Da geht es auch zur Sache und selbst die besten Spieler begehen Fouls. Sie spielen aber nach Regeln, sie erweisen sich Respekt beim Abspielen der Hymnen, sie grüßen sich. Es sind aber die Schiedsrichter, die verwarnen, gelbe und auch rote Karten verteilen. Und wer meint sogar die Schiedsrichter foulen oder beschimpfen zu müssen, wird meist überhaupt ausgeschlossen (aus dem Spiel, aus dem Club, aus dem Verband).

    Das alles gilt es auch auf eurer Seite aufrecht zu erhalten: zum Selbstschutz, zur Hygiene, zur Wahrung eines Gesprächsklimas, zur Sicherung der Integrität der Seite.
    Wer sich mit sowas nicht abfinden kann oder will, kann ja weiter bei Facebook sich (ungeahndet) auskotzen – dem sind sicher auch Daumen-runter Buttons wurscht.

    Ich würde mir auch wünschen, daß ihr keine dickere Haut bekommt, als man – altersbedingt – ohnehin bekommt. Es könnte zu Lasten der Aufgewecktheit, der Empathie, des Interesses, des Spaßes und der Lockerheit gehen. Und mir täte das leid.

    Mein Wunsch: Krönchen richten, weitermachen 🙂
    Euer Fan aus Österreich

  6. Friedrich sagt

    Willi und Alois . Ihr habt uns Bauern eine Stimme gegeben. Das unseren ideologischen Gegnern das nicht paßt ist doch klar. Die konnten vor Euch ja alles behaupten und keiner sprach dagegen. Auch unsere Politiker sind dem ideologischen Mainstream gefolgt. Von diesen Geistern wurde nichts hinterfragt .!! Wollen doch alle so schlau sein.- Ihr habt auch mit Eurer Landstimme erreicht , daß das weite Land wieder mehr Beachtung bekommt. Selbst die ” Stadtgläubige” SPD hat das jetzt sogar erkannt. Mit Eurer Entlarfung von Unwahrheiten , speziell bei den GRÜNEN , geht bei diesen Leuten die Wählerschaft weg. Auch die NGOs werden vorsichtiger mit ihren einseitigen Behauptungen , die nur dem Ziel der Spendenoptimierung dienen. Kann garnicht verstehen , daß Leute, die mit Stalleinbrüchen prahlen, auch noch “Gemeinnützig” sind.
    Das sollte doch auch einmal hinterfragt werden ,Herr Maas ??!!, oder ? Ohne Euch kamen die Stalleinbrecher auch ohne Strafe davon . Das ändert sich aber gerade. Die ersten Strafen sind per Gericht ausgesprochen. Jetzt muß nur noch das “Öffentlich Rechtliche Fernsehen” zur sachlichen Berichterstattung gebracht werden , oder sitzen da lauter NGO-Leute ??
    Willi und Alois macht weiter so , wie bisher. Wir Bauern mit unseren Familien brauchen Euch !! Habt Dank für Eure Arbeit !!

    • Meier Jakob sagt

      Damit sprichst du mir und auch vielen anderen Landwirten aus der Seele. Das gehörte sich auch mal gesagt.

  7. AdT sagt

    Ich weiß gar nicht, was ich hier mache. Macht aber Spaß! Toi toi toi.
    (“Daumen runter” fände ich auch gut und machte mich härter.)

  8. Zenzi sagt

    Hallo Willi, – “aaarmer schwarzer Kater”….
    das hier ein “rauer” Ton herrschen kann, hab ich sofort bemerkt. Unterstellungen, Verallgemeinerungen und oft wenig sachdienliche Argumentationsergüsse spiegeln leider das Denken wider, wie es in der Gesellschaft weit verbreitet ist. “Sozial Media” und damit die Möglichkeit seinen Überzeugungen freien Lauf zu lassen, steht allen offen, doch leider ist weder eine echte “Streitkultur” noch sind die Grundsätze des Debattierens in der Gesellschaft verankert. Mediation und die “Kunst” des einvernehmlichen Klären eines Problems wird schon in den Schulen angewandt, was ich sehr sinnvoll finde und sich mancher hier eine Scheibe von den Grundsätzen abschneiden könnte.

    Vielleicht sollten sich ein paar Schreiberlinge mal überlegen, ob sie die harschen Formulierungen und verbalen Angriffe dem Gegenüber auch ins Gesicht sagen würden.
    Es besteht ja grundsätzlich keine Notwendigkeit hier reinzuschiessen, denn unterbrochen, wie oft im realen Leben, wird man hier nicht.

    In diesem Sinn eine gute Weiterentwicklung für den Blog und Alois besten Dank für die Arbeit. Wie ihr das mit dem Geld macht, ist euer Bier.

    Danke auch für die Möglichkeit 4 min (!) das Geschriebene nochmal durchzulesen zu können.
    Ich bin so altmodisch und verbesser sogar meine Schreibfehler oder eine durchgegangene Unterstellung…

    Daumen-runter-Button wünsch ich mir trotzdem! Überlegt euch das mal.
    Miese Kommentare sollten genauso bewertet werten können wie Gute.

    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Zenzi,
      den “Daumen-runter-Button” habe ich auf dem Schirm. Ich muss dazu aber noch Plug-Ins (so heissen die technischen Erweiterungen) testen. Ich bitte aber um Geduld, denn die nächsten 14 Tage bin ich nicht so viel verfügbar…
      Alois

    • Bauer Willi sagt

      Hallo Zenzi
      es geht nicht um den “armen schwarzen Kater” sondern darum, dass die Kultur dieses Blogs nicht verkommt. Und deshalb dieser Artikel zur “Netz-Hygiene”. 😉

      Bauer Willi

      • Zenzi sagt

        Na also Willi, das hättest du mir nun nicht erklären müssen. Nichts anderes sagt mein Beitrag. Wenn du den “aaarmen schwarzen Kater ” nicht verstanden hast, dann wünsch ich mir auch noch einen “Ironie-Button”. 😉

  9. Mark sagt

    Hallo Alois und Willi, macht weiter so. Zwei Dinge solltet ihr berücksichtigen. 1. Take it easy 2. Niemand muss everybodys darling sein.

  10. Ehemaliger Landwirt sagt

    >>ich lasse mir meine Meinung nicht von Bauer Willi diktieren<<

    Der selben Meinung bin ich auch, weil ich auch mal eine andere Meinung habe, ich lasse mich auch nicht von meiner Meinung abbringen, dass Essen mit Fleisch besser schmeckt, als Vegane Kost.

    Willi & Alois,
    in eurem Forum mischen welche mit, die versuchen nicht nur ihre fehlende fachliche Kompetenz mit markigen Sprüchen zu vertuschen, sondern gehen auch von völlig falschen Gewinnvorstellungen aus.

    Beim Bereich Zuckerlüge, bin ich bei weitem nicht bei mancher Bewertung einverstanden, denn Zucker an sich macht nicht krank, zu viel Zucker kann schon krank machen.

    Habe bei der Diskussion den Eindruck, dass User eine private Abrechnung betreiben.

    Bauer Willi. du solltest wieder dein dickes Fell vom Anfang wieder zulegen, nur wenn seitens der Landwirtschaft dem Verbraucher dem Verbraucher die Situation nahegelegt wird, besteht die Chance, noch einige der sogenannten Familienbetriebe zu retten.

    Macht weiter so, es gibt genügend die eure Arbeit schätzen.

  11. Gurkenhobel sagt

    Moin Willi,

    ihr beiden und eure Arbeit seid wichtig! Kontroverse Reaktionen zeigen, dass hier etwas bewegt wird, und das ist auch gut so, allerdings finde ich persönliche Angriffe sehr schade und wenig konstruktiv. Das ist leider ein inzwischen weit verbreitetes Phänomen der “Diskussionskultur” in Online-Foren, wo sich der “Täter” hinter seiner Anonymität versteckt und selbst die untersten Schubladen an persönlichen Beleidigungen aufgezogen werden.
    Ich kenne aus meinem beruflichen Umfeld (Zuckerrübenzüchtung) sehr viele Menschen, für die Bauer Willi inzwischen tägliche Pflichtlektüre mit hohem Unterhaltungs- und Informationswert ist, die unsere Arbeit beeinflusst. So weit habt ihr es gebracht! Chapeau! Weitermachen, und… Danke!

  12. Bauer Willi und Alois,
    ich kann bestimmt nicht immer eure Meinung teilen, trotzdem ist es gut das immer wieder jemand diverse Themen anspricht um aus einer nachfolgenden Diskussion raus zu hören wie die allgemeine Stimmung ist, um sich vielleicht auch mal sein eigenes Bild von einer Sache zu überdenken……
    Last euch bitte nicht von irgendwelchen Verbalen Entgleisungen entmutigen…..
    Ihr macht einen guten Job und jeder der es besser kann, kann es ja gerne besser machen…..

    Gruß Klaus Weber

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