Bauer Willi
Kommentare 42

Ein Bild sagt vieles…

Ein Bild sagt vieles, aber nicht alles. Es zeigt einen möglichen Zeitstrahl für 2022.

Das Original ist noch viel aussagekräftiger:  Ukrainine_Crisis-009

Hier die Quelle: https://bureauom.com/cases/

Mehr ist dazu nicht zu sagen. Richtig kritisch wird es erst 2023, wenn der Krieg noch länger dauert. Und danach sieht es derzeit aus.

Ich kann die Ruhe in der derzeitigen Regierung nicht nachvollziehen. Die Folgen, die jetzt bereits absehbar sind, werden meines Erachtens vollkommen falsch eingeschätzt.

 

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42 Kommentare

  1. Andreas sagt

    Ich war heute beim REWE und habe nach dem Mehl geschaut.
    Das konventionelle Weizenmehl 630 war pro 1 kg um 0,40 Euro teuerer
    als das Bio Dinkelmehl 630.
    Wer seine tägliche Dosis Glyphosat braucht, muss jetzt tief in seine Tasche greifen.
    Das Bio-Michleistungsfutter wird zur Zeit in großen Mengen
    von den Milchbauern gekauft, die von der Molkerei Zuschläge
    für “Ohne Gentechnik” bekommen.

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Das Bio-Michleistungsfutter wird zur Zeit in großen Mengen
      von den Milchbauern gekauft, die von der Molkerei Zuschläge
      für “Ohne Gentechnik” bekommen.”

      Andreas Märchenstunde! 😉👍💪

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      • Inga sagt

        Das glaube ich.
        Wenn die Molkerei für die Milch überdurchschnittlich bezahlt und genfreies (also ohne Genverändertes) Soja drin ist.

        Da hat die Molkerei auch das Recht zu kontrollieren und seinen Kunden ein sicheres Gefühl geben.
        Die bezahlen bestimmt gerne dafür!
        Vielleicht werden sie von der treuen Kundschaft belohnt.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Das nenn ich mal Prima als Verbraucher, da wir nur Dinkelmehl verwenden.

      Frage: Wie kann der BIO Bauer so billig liefern, ach so, der spart die 12 bis 15 Euro Glyphosatkosten je Hektar, verbraucht jedoch jede Menge Diesel, oder schüttet ihr etwa das knappe Rapsöl in den Tank?

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    • Schwachsinn. Bio Milchviehfutter wird vor allem in Osteuropa (Tschernobyl) erzeugt. Dass von da ncihts mehr kommt -logisch. Jetzt kein Streit Bio-Konv anfangen. Aber die Nähe von Wir haben es satt zu terroristischen Vereinigungen wie Attac und Greenpeace reicht für cih zu sagen: der biobauer ist verdammt scheisse ! Und noch mal Mund aufnmachen udn es hagelt Anzeigen !!! Gruß, ein konventioneller !

  2. Stefan Nieberg sagt

    Mir wird hier zu viel Panik geschoben.

    Ob es so kommt wie im obigen Zeitstrahl dargestellt ist doch sehr fraglich. Das wurde nämlich bedeuten, das die Menschen keinerlei Innovation haben und sich nichts ändert. Das ist doch wohl sehr unwahrscheinlich.
    Die Länder, die jetzt befürchten zu wenig Lebensmittel importieren zu können, haben doch den gleichen Fehler gemacht wie wir mit dem Energiebezug. Dort gekauft, wo es am billigsten ist und die eigene Produktion vernachlässigt. Wir müssen uns beim Energiebezug und der Erzeugung umstellen und die Länder die Lebensmittel importieren müssen sich beim Bezug und der Eigenproduktion von Nahrungsmitteln auch umstellen.
    Das tut finanziell weh, ist aber unumgänglich, auch im Hinblick auf die Zukunft, hier wie dort.

    80 Jahre Frieden und Globalisierung haben manche Blickrichtung verstellt……

  3. Ludwig sagt

    Dumm bleibt dumm , da helfen keine Pillen. So sprechen Kinder in ihren Reihen. Leider gilt das auch für unsere verantwortlichen Politiker. Die Exportmengen aus der Ukraine werden jetzt täglich nach unten eingeschätzt , weil sich das Saatzeitfenster schließt und damit auch keine Ernte aus den brachliegenden Flächen kommen kann. Auch für die Einsaat 2022 im Herbst sieht es schlecht aus , weil die Russen massenweise Minen auf die Felder abgeworfen haben und ohne Räumung wird es da auch keine Einsaat im Herbst geben. Fraglich ist natürlich auch ob im Herbst genügend Saatgut , Diesel, Personal, LKWs usw. einsatzbereit sind. Die Katastrophe für die Ukraine wäre natürlich wenn kein Hafenverladeplatz mehr zur Verfügung stehen würde. Hoffen wir also , daß Odessa unbeschädigt und in unkrainischer Hand bleibt , denn sonst bekommen die ihr Getreide usw. auch kaum exportiert. Viele offene Fragen also, die entschlossenes Handeln unserer verantwortlichen Politiker erfordern würden , aber unsere Regierung ist wohl eher im Stillstand oder Auflösung , als zackig in der Entscheidung. Habeck versucht Gas zu bekommen , egal was , hauptsache bekommen. Also auch Frackinggas, obwohl wir hier in Deutschland auf Gasvorkommen sitzen , die uns mehr als 20 Jahre komplett ohne Zukauf unterhalten könnten. Das wäre dann natürlich Frackinggas und dann ist es doch egal ob wir zukaufen oder selbst aus der Erde holen , hauptsache “Haben ” !

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    • Inga sagt

      20 Jahre,
      das würde sich ja lohnen, ich dachte, das wäre so wenig, das lohnt sich nicht, oder die Umweltschutzgründe wiegen mehr!

  4. Reinhard Seevers sagt

    Weltrettung geht mit Hilfe von greenwashing
    Wenn wir schon nicht mit Weizen die Welt retten können, dann mit Agroforst…..da denkt man die Blödheit ist an ihrer Grenze angekommen, da setzen sie noch einen drauf.
    Aus TA:
    “Anpflanzung wird von Naturland Partner Nero mitfinanziert
    Genau diese natürliche Vielfalt will Christian Warnke auf seinem Betrieb in Sachsen-Anhalt wieder neu schaffen. Gemeinsam mit Projektentwicklerin Dr. Uta Mitsch plant er auf einer 120 ha großen, bislang völlig strukturlosen Ackerfläche die Anlage eines der größten Agroforstprojekte in Deutschland. Das Problem ist die Finanzierung: Bei der Neuanlage von Gehölzsysteme entstehen hohe Kosten, Erträge werden dagegen höchstens in ferner Zukunft erreicht. Gesponsored wird die Idee nun vom Augsburger BBQ-Unternehmen Nero.”
    😬

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    • Thomas Bröcker sagt

      Ich habe schon mehrere Agroforstprojekte auf Papier und in Natura gesehen. Da werden für die Gehölze utopische Erträge hergerechnet. Ein solches Projekt wies auf sandigem Boden
      Erträge an essbarer Biomasse von 45 to/ha aus. Die haben da Baum- und Strauchzahlen auf der Fläche versteckt, die nicht einmal in meinen intensiven Apfelanlagen zu Stande bringe.
      Da verdient dann nur die Baumschule und der Projektentwickler.
      Wenn man das Ganze als Holzerzeugung kombiniert mit Windschutz betreibt, kann das gerade z.B. in ausgeräumten Landschaften (Bernburg, Anhalt Zerbst z.B.) sinnvoll sein.
      Windschutz/ Holzerzeugung dann aber 3- reihig und mit 120 m Reihenabstand bzw. Feldbreite. Da könnte der Windschutzeffekt den Ertragsverlust durch den Flächenverlust durchaus ausgleichen. Ob das dann noch Agroforst heißen darf ist allerdings die Frage.

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  5. Sabine sagt

    Bei aller Liebe Willi, aber wir müssen als Deutsche nicht nur lernen, dass wir die Welt nicht nicht durch unsere Energiepolitik retten, sondern wir sie genau so wenig mit unserem Weizen retten werden. Länder, nicht nur in Nordafrika, exportieren auch landwirtschaftliche Güter, nur halt andere. Die berühmten ägyptischen Bio-Frühkartoffeln zum Beispiel, die hier jedes Jahr auftauchen, kommen auch wirklich aus Ägypten. In Ägypten ist aber traditionell eher Weizen die Grundlage für die Ernährung in Form von Brot und Weizengrieß.
    So wie wir im “großen Frieden” eine Abhängigkeit für russisches Gasimporte und eine Exportstrategie für Autos und Co. entwickelt haben, haben viele andere Länder ihre Chance in einer Exportstrategie für bestimmte Agrarprodukte gesehen und müssen jetzt entdecken, dass diese Ausrichtungen unter den sich nun sehr rasch veränderten Bedingungen nicht wirklich clever waren. Zwar importiert …. bleiben wir bei Ägypten…. man dort ca. 5 Mio. t Weizen, exportiert aber alleine 1,2 Mio. t Orangen.
    So wenig hier in den letzten 40 Jahren ein echter Anreiz da war Energieautark zu werden, so wenig Anlass hatten viele Länder eine Landwirtschaft aufzubauen, die ihre Bevölkerung ernährt. Im Zweifel konnte man billiger und risiko-ärmer importieren.
    Neben verheerenden Umweltkatastrophen, Korruption und Kriegen, an denen wir in Europa nicht immer ganz unschuldig sind, ist die Entscheidung vieler Länder ihre heimische Landwirtschaft und die dafür benötigte Infrastruktur zu vernachlässigt und man setzte auf einige wenige Exportfrüchte zu setzen, immer wieder ein Problem. Über Jahrzehnte machte es z.B. für viele Bauern in Afrika überhaupt keinen Sinn den traditionellen Hirseanbau auszuweiten und zu modernisieren, denn selbst bei größter Anstrengung war die Hirse nicht konkurrenzfähig mit dem viel ertragreicheren Hochleistungszüchtungen bei Weizen oder Reis, die auf dem Weltmarkt zur Verfügung standen. Das führte unter anderem dazu, dass in vielen afrikanischen und arabischen Ländern sich die Ernährungsgewohnheiten änderten. Dass in der arabischen Küche z.B. Reis – der niemals nie dort wachsen kann – sich als Grundlage für die meisten Gerichte durchsetzte hat was damit zu tun, dass Reis seit sehr langer Zeit preiswert importiert werden konnte. In afrikanischen Ländern ist Weizen oft erst in den letzten Jahrzehnten in die Küche eingezogen, weil er oft viel billiger war als die traditionellen Feldfrüchte. Oft gibt es für die Exportfrüchte wie z.B. Zitrusfrüchte aufwendige Lagerhallen und ausgeklügelte Transportketten, aber die Hirse wird noch in Mieten unter freiem Himmel gelagert wie vor 100 Jahren mit dem Ergebnis, dass die Hälfte von Mäusen und Vögeln gefressen wird, bevor sie irgendwohin gelangen kann. Manchmal wird z.B. Soja mit modernsten Methoden angebaut, aber eine Möglichkeit Soja zu prozessieren und für die Menschen dort als Nahrung nutzbar zu machen, gibt es schlicht nicht.
    Und da muss man dann auch mal festhalten, dass auch arme Länder ein Recht haben ihre Wirtschaft so auszurichten, wie sie es für richtig halten.

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    • Bauer Willi sagt

      Liebe Sabine
      ich verstehe nicht, was Du mit deinem Kommentar zum Ausdruck bringen willst.

      Mein einziges Plädoyer ist: lasst uns im kommenden Jahr alle Möglichkeiten nutzen, auf allen Flächen Lebensmittel zu produzieren. Wer weiß denn, ob wir in Deutschland bei Getreide überhaupt eine Vollversorgung haben werden? Ich weiß es nicht, aber Özdemir und Rukwied scheinen es zu wissen. Verfügen beide über hellseherische Fähigkeiten?

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Rukwied und Özdemir verfügen wahrscheinlich über das weitaus bessere Netztwerk einer digitalen Ausstattung – LW findet doch mittlerweile nicht mehr auf dem Acker sondern in erster Linie auf unseren Bildschirmen statt… Meint man zumindest!?

        Man arbeitet übereifrig daran, dass man nur vom Draufschauen satt wird.

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      • Sabine sagt

        Da sind wir dann wieder beieinander. Ich glaube auch, dass da die Inventuren, Hochrechnungen und Notpläne ähnlich erstaunlich sind, wie die des Katastrophenschutzes für Hochwasserstände an der Ahr. Doof, dass weder Unwetter noch Diktatoren einen Antrag stellen, bevor sie einem das Haus abreißen. Hätte uns Russland angegriffen, hätte es niemand mitbekommen, weil unsere Notfall-Sirenen immer noch nicht funktionieren. Da können wir echt froh sein, dass da Polen noch zwischen ist.

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    • Lieschen Müller sagt

      Am Wochenende habe ich dazu eine Sendung auf dem Deutschlandfunk gehört: die ägyptischen Bauern hatten keine Möglichkeiten ihren Weizen-Überschuss sinnvoll zu verkaufen. Und ja, gleichzeitig werden Kartoffeln und Frühlingszwiebeln (!) aus Ägypten exportiert.

          • Inga sagt

            Dann haben die ja noch etwas Weizen, den sie dann nur gescheit lagern müssen.
            Wenn die Regierung das nicht kapiert, dann müssen die Bauern eben welche in Genossenschaft bauen.

            Warum würden da Backwaren aus Ukrainischer Herkunft subventioniert?
            Steckt da auch eine Internationale Nahrungsmittelindustrie hinter?

            • Sabine sagt

              In vielen Ländern ist der Brotpreis festgelegt. War ja bis vor Kurzem sogar in Frankreich noch so. Eigentlich ist das die einfachste Art der Sozialpolitik, statt Sozialämter, Bedürftigkeitsermittlung….. einfach das Brot billig machen. Nachteil ist, dass es gerade in instabilen Ländern auch eine Einladung für korrupte Beamte und Händler sich die Taschen voll zu machen. In vielen Ländern ist es liegt es weder an den Bauern noch am Weltmarkt, dass die Menschen hungern, es ist viel häufiger die Korruption und fragwürdigen politischen Entscheidungen. Beispiele wie Ägypten wo der Ankaufpreis für Getreide im Land so niedrig ist, dass die Bauern es einfach nicht anbauen, weil sie damit kein Geld verdienen und dann die Politik einfach die Anbauquoten bestimmen und Zwangsabgaben durchsetzen, zeigt schwierig sich viele Länder mit dem freien Markt tun. Und bevor wir da jetzt den “FacePalm” machen, die EU mit ihren Milchquoten war da nicht so weit weg.

    • Inga sagt

      Entweder müssen die zurück zum Hirseanbau und -verwendung (was für deren Ökologie vielleicht auch besser ist), um den fehlenden Weizen vom Weltmarkt, der zum grössten %Teil aus der Ukraine stammt zu kompensieren, oder wir Deutschen und andere Europäer müssen es tun.

  6. Günter sagt

    Was soll hier falsch eingeschätzt werden?
    Sonntags nachmittag bin ich immer mit meinem Hund unterwegs, auf diesem Weg habe ich einen wunderbaren Blick auf die Brennerautobahn sowie auf die erste Raststätte nach dem Brenner. Es ist alles wie immer, auf der Raststätte stehen 5 Tiertransporter auf der Südspur, voll mit was weiß ich für Tiere, meist ostdeutsche oder holländische Kennzeichen, die Transporter sind mittlerweile so verschlossen, man kann den Inhalt nur erahnen.
    Auf der Autobahn selbst ist Stau wie immer, Kennzeichen meist Deutsch und das Fahrzeug überwiegend SUV und hochwertig. Also alles wie immer zu Beginn der Osterferien.
    Bei uns herrscht in einigen Tälern mittlerweile Wassernotstand, ist aber egal, lt. Tourismusbranche sind die Wellnesshotels mit ihren Pools gut gebucht.
    Was sagt der Tourismusbeauftragte: Er ist froh dass es endlich keine Einschränkungen mehr für die Deutschen Touristen gibt.
    Liebe Freunde hier im Blog, warum sollte die Regierung etwas unternehmen?
    Es ist alles wie immer. Die Tiertransporter werden weiterfahren zu den Mittelmeerhäfen, dort werden die überlebenden Tiere geschlachtet und teuer in die Hungergebiete verkauft. So läufts.
    Manchmal kommen auch Menschen übers Mittelmeer zurück, das interessiert aber in D auch niemanden, die überlebenden Menschen werden ja in Süditalien von der Bevölkerung versorgt.
    Warum also sollte sich die Politk einmischen.
    Und auch manche hier im Blog: Die pflegen ihre Feindbilder, haben eine Sprache drauf, dass einem Angst und Bange wird, also auch hier alles wie immer. Es wird erst anders werden, wenn sich die Leute Lebensmittelkarten abholen müssen und der SUV keinen Sprit mehr bekommt. Und das war auch schon immer so.

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Die Tiertransporter werden weiterfahren zu den Mittelmeerhäfen, dort werden die überlebenden Tiere geschlachtet und teuer in die Hungergebiete verkauft. So läufts.”

      “Und auch manche hier im Blog: Die pflegen ihre Feindbilder, haben eine Sprache drauf, dass einem Angst und Bange wird, also auch hier alles wie immer.”

      Stimmt Günter! 🙋‍♂️🥴

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Sie sollten den Menschen in Nordafrika mal beibringen, dass man die Tiere auch im Herkunftsland schlachten und das Fleisch im Kühlcontainern transportieren kann.
      Ich fürchte aber, dass auch ein Günter daran scheitert.

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    • Bauer Willi sagt

      Aber Günter, auch wenn Du in vielen Dingen richtig liegst: sollen wir alles laufen lassen? Dann kann ich den Blog hier einstellen…

      • Reinhard Seevers sagt

        Günter weiß evtl. nicht, dass in den LKW die Kälber für das Saltimboca oder die Schweinchen für den dann reimportierten Parmaschinken drin sind…er meint wohl, dass alle LKW nur Tiere für den Export in moslemische Länder beinhalten, die Vieh eben nur lebend kaufen.. Hat er reingeschaut? 😎
        Ich habe mit Dr. Abshoff in den 80er Jahren eine Berechnung der Belüftung von Tiertransportschiffen besprochen. Die Australier hatten einen riesigen Rindertransporter mit 20000 Rindern nach Saudi Arabien geschickt. Auf der langen heißen Reise waren etliche Rinder in den oberen Decks an Hitzestress gestorben.
        Die Saudis haben die komplette Ladung nicht angenommen, das Schiff durfte wieder ablegen, Geld gab es keines….

        • Günter sagt

          Lieber Herr Seevers,
          Ich bin seit langer Zeit auch Mitglied im Transitforum Tirol, ich kann schon beurteilen wohin die Reise der Tiertransporter geht.
          Die 80er Jahre sind mit heute nicht mehr vergleichbar.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Wenn es aber darum geht, die ganze Gesellschaft zu mobilisieren, jetzt das Nötige zu tun, braucht man dafür ein positives Zukunftsbild – oder mehrere, die im Parlament diskutieren – ein oder mehrere Bilder, in denen sich der Einzelne einordnen kann und die ihn/sie motivieren, den eigenen Beitrag zu leisten. Aber mit diesem Gedanken bin ich ja gestern bei den meisten hier durchgefallen: weil angeblich der Mensch halt einmal nach Geld und Wohlstand giert.
        Wenn ich als Otto Normalbürger immer nur höre: für den Klimaschutz ist es ohnehin zu spät, in nächsten Jahr werden Viele verhungern, die Flüchtlinge werden uns überrennen,
        dann kann ich ja wirklich nichts Weiseres mehr tun, als das Leben in vollen Zügen genießen, so lange es noch geht.
        Ich bin davon überzeugt, dass der Geist die Materie formt und nicht umgekehrt: Gedanken werden Worte, Worte werden Taten, Taten werden Wirklichkeit. Der beste Beweis ist Cem Özdemir.

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Ihre Kritik kann ich so leider nicht im Raum stehen lassen:

          Vielleicht sollte man grundlegend zunächst einmal darüber diskutieren, was im eigentlichen unter dem Sammelbegriff “Wohlstand” in der heutigen Zeit prinzipiell zu listen ist.

          Einzig und allein das ganze mit Geld, Geld und nochmals Geld zu übertiteln, ist nach meinem Dafürhalten erheblich zu kurz gesprungen. Hieraus resultierte ganz offensichtlich auch Ihre heftige Kritik meiner Person gegenüber am gestrigen Tage.

          Seitenweise Abhandlungen hierüber zu schreiben sprengte tatsächlich den Rahmen, ich sehe allerdings die dringende Notwendigkeit, zunächst Grundsätzliches vorzugeben, um auf einer Ebene sachlich diskutieren zu können.

          Der von Ihnen genannte Cem Özdemir -von Amts wegen muss er sich dieser Kritik stellen- ist übrigens wirklich ein sehr gutes Paradebeispiel: Nach mehr als drei Monaten hat er das Wesentliche in seinem ministerialen Umfeld noch immer nicht an sich herangelassen, während er das einstudiert freundliche Lächeln in sämtliche Kameras allerdings sofort beherrschte, mit den versteckt falschen Sprechzetteln im stylisch korrekten Jacket…

          Übrigens: Unsere Frau Lemke in ihrem BMU-zwischen Sie und Ozdemir passt dem Vernehmen nach kein Blatt- beabsichtigt jetzt in Bälde die Holzverbrennung zu untersagen, selbst in Kleinfeuerungsanlagen. Als ausgewiesener Vegetarier kann Cem Özdemir damit seinen eigenen Speiseplan natürlich reichhaltig erweitern. – Bon appétit!

          Gespannt dürfen wir alle sein, ob nun sinnigerweise sofort im Nachgang per Dekret auch die Saharastaubbelastung verboten wird; die Emissionen aus der Holzverbrennung von denen der der Saharastaubbelastung generell zu unterscheiden und damit entsprechend zu bewerten, wird bei der derzeitigen Feinstaubmessung jedenfalls nicht gelingen. Sollte man dies tatsächlich aber suggerieren wollen, so setzt man schlichtweg -sehr vorsichtig formuliert- auf die Einfalt der hierbei kritisch beobachtenden Bevölkerungsmassen…

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          • Reinhard Seevers sagt

            Nee Andreas, wir machen die Rosenzucht und Afrika die Ernährungsschlacht. so haben wir für alle Gutes getan…..China hilft derweil mit Kapital dabei, weil wir unser “Brot für die Welt” nur virtuell leisten können:

            “Die meisten afrikanischen Länder brauchen die Investitionen
            Die Schlussfolgerungen der Untersuchung sind eindeutig: Chinas landwirtschaftliches Engagement in Afrika ist weit davon entfernt, einen substantiellen Beitrag zur Ernährungssicherung in China selbst zu leisten. Die vielfältigen chinesischen Initiativen, von Geflügelhöfen in Ghana über den Bau von Bewässerungsanlagen in Moçambique bis zur Kaffeeplantage in Kenia, könnten aber mittelfristig dazu beitragen, brachliegende Potentiale der afrikanischen Landwirtschaft zu wecken.

            Nach der Studie von Gunasekara, Cai und Newth ist nämlich von den allermeisten afrikanischen Ländern nicht zu erwarten, dass es ihnen aus eigener Kraft gelingen wird, den nötigen Fortschritt in der Landwirtschaft herbeizuführen und Infrastrukturlücken zu schließen. Für dringend notwendige Investitionen fehlt das heimische Kapital und Knowhow. Auch die internationale Entwicklungshilfe unterstützt Agrarinvestitionen nur noch in geringem Maß. Kommerzielle Investitionen aus dem Ausland – also auch aus China – werden deshalb unabdingbar sein, um Afrikas landwirtschaftliches Potential zu erschließen, die Lebensmittelversorgung der wachsenden afrikanischen Bevölkerung zu verbessern und Voraussetzungen für die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents zu schaffen.”
            https://blogs.faz.net/fazit/2015/12/09/china-bestellt-afrikas-aecker-6966/

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Ich weiß gar nicht, wie Du drauf kommst, dass das mein Leitbild ist. Auf meinem Grund gibt es jede Menge Hecke

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        • Inga sagt

          “Wenn ich als Otto Normalbürger immer nur höre: für den Klimaschutz ist es ohnehin zu spät, in nächsten Jahr werden Viele verhungern, die Flüchtlinge werden uns überrennen,
          dann kann ich ja wirklich nichts Weiseres mehr tun, als das Leben in vollen Zügen genießen, so lange es noch geht.”

          Kann der Otto Normalverbraucher nicht selbstständig denken?
          Müssen sich die Bauern für ihn den Kopf zerbrechen?

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    • Ferkelhebamme sagt

      “meist ostdeutsche oder holländische Kennzeichen, die Transporter sind mittlerweile so verschlossen, man kann den Inhalt nur erahnen.”
      Richtig. Geschlossen gegen die Kälte: holländische oder ostdeutsche Ferkel

  7. Reinhard Seevers sagt

    Ach komm Willi, nicht immer alles so negativ sehen….. Krise? Welche Krise?

    “Bereits seit Freitag landet in Palma eine Maschine nach der anderen, der Airport Son Sant Joan war am Wochenende brechend voll – und fest in deutscher Hand.”

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    • Thomas Bröcker sagt

      Mir ist was aufgefallen (Anderen sicher auch): Gestern und Vorgestern durfte der Mecklenburger Vertreter der freien Bauern in den Hauptnachrichten ganz deutlich und ohne nachtretende Kommentare der Moderatorin zu Gehör bringen, dass das 30 % Bio-Ziel mindestens genauso fragwürdig ist wie die Stilllegung der 4%, da die Erträge sich auf den Bio- Flächen mindestens halbieren.
      Höre ich da ein gewisses Umdenken in den Medien, oder war das nur ein Zufall???

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