Bauer Willi
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Eigener Strom ist Goldes wert

Ich habe gestern mit Friedrich telefoniert, der sich, mehr als ich, Gedanken um die Stromversorgung macht. Dass dies nicht ganz unberechtigt ist, zeigt dieser Artikel der FAZ.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-energie-und-umwelt/energiewende-vorbeugung-von-engpaessen-in-der-stromversorgung-17421678.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Friedrich plant derzeit, ein Notstromaggregat anzuschaffen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: es wird von einem Trecker angetrieben (ca. 2 PS pro 1 Kw) oder hat einen eigenen Dieselmotor. In jedem Fall wird also fossile Energie eingesetzt. Wir hatten bei unserem Einsatz im Hochwasser-Gebiet ein kleines Notstromaggregat (auf Basis Benzin) dabei, dass uns sehr gute Dienste erwiesen hat. Wir werden uns jetzt wohl auch ein (deutlich größeres) Gerät für den Betrieb zulegen. Das Wichtigste ist, dass die Heizung läuft, dass die Hebeanlage für die Fäkalien funktioniert, dass wir kochen können und dass die Tiefkühltruhen nicht auftauen. Wenn es gut läuft, können wir auch mal eine Waschmaschine betreiben. Bei vier Generationen und drei Haushalten sind wir so auf einen Blackout vorbereitet.

Irgendwie finde ich die Entwicklung im Energiebereich besorgniserregend. Der Stromverbrauch steigt ständig, die Kraftwerke, die die Grundversorgung sicherstellen, werden abgeschaltet, gleichzeitig wird viel Geld in die staatliche Förderung von Elektro-Mobilität gesteckt, obwohl eigentlich jeder weiß, dass dies nicht die Zukunft sein wird. Wir haben mit den höchsten Strompreis und importieren Strom, der aus Kohle- und Atomkraftwerken stammt. Wir machen uns abhängiger vom Ausland.

Und irgendwie erinnert mich das an die Landwirtschaft. Wir planen, hier die Produktion herunterzufahren und importieren Lebensmittel dann aus Ländern, in denen die Standards deutlich niedriger liegen als bei uns. Wir machen uns abhängiger vom Ausland.

Meine Frage: Bin ich der Einzige, der das nicht versteht? Oder bin ich einfach zu blöd? Sagt es mir, ganz ehrlich…

Euer Bauer Willi

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77 Kommentare

  1. fingerphilosoph sagt

    Weitermachen wie bisher ist bei den schwindenden Erdölreserven echt nicht drin, und Kohle eignet sich ja auch nur in Form von Strom als Treibstoff. Ganz unabhängig von Klima- und Naturdiskussionen hat der Mensch also tatsächlich ein Energieproblem. Insofern ist die Energiewende nicht reiner, aus der Luft gegriffener Humbug.

    Mit Energie aus Erneuerbaren kann der derzeitige technologische Standard und Wohlstand allerdings nichtaufrecht erhalten werden, zudem geht der Umbau ja viel zu langsam voran. Am Gesamtenergieverbrauch nimmt der Anteil seit Jahren pro Jahr um etwa 1% zu und ist jetzt bei etwa 18% angelangt. Das heißt, 82% der Energie stammt immer noch von fossilen Energieträgern oder Atomkraft. Deshalb wird man früher oder später zur Atomkraft zurückkehren, wahrscheinlich dann, wenn man die ganzen schönen Landschaften mit Windparks und PV-Anlagen zerstört hat.

    Was das Stromnetz angeht, so ist es nicht dafür ausgelegt, dass sowohl Heizung als auch Verkehr mit drangehängt werden. Mit Windparks, PV-Anlagen oder AKWs ist es nicht getan, auch das gesamte Stromnetz muss um- und ausgebaut werden. Von Tankstellen für E-Autos ganz zu schweigen. Und da liegt gewaltig Vieles im Argen.

    Man muss in absehbarer Zukunft also nicht nur mit Blackouts rechnen, sondern auch damit, dass Strom früher oder später den Haushalten zugeteilt wird und nicht mehr dauernd zur Verfügung steht, wie wir das bis jetzt gewohnt sind. Wohl dem, der dann seinen eigenen Strom machen kann.

    • Reinhard Seevers sagt

      Die Energiefrage ist eine Wohlstandsfrage. Weniger Energie zu verbrauchen und gleichzeitig neue Quellen aufzutun oder/und zu nutzen, ist eine Mammutaufgabe, die viel Zeit benötigt.
      Wenn das E-bike die Menschen auch zu mehr Bewegung animiert, erzeugt es gleichzeitig neue Energieverbräuche. Man muss sich irgendwann entscheiden, ob Bequemlichkeit nur mit Technologie möglich ist, und/oder ob man auch andere Alternativen denken kann.
      Wenn die bitcoin-Kultur zunimmt, verursacht auch diese neue Verbräuche, die vorher nicht da waren. Wie sollen Menschen Energie sparen, wenn das Kapital dazu geradezu animiert?

    • Christian Bothe sagt

      Lese gerade:von 244,4 Milliarden to foerderfaehigrs Erdöl geht man aus.Das reicht noch sehr sehr lange!Dazu Erdöl aus Fracking,Oelsand und unerschlossene Gebiete in Russland.Geht man davon aus,das man im Mix mit Biokraftstoffen und synthetischen Kraftstoffen die Erdölressourcen weniger in Anspruch nimmt,dürfte Erdöl nicht das Problem sein,wenn es gebraucht wird!Allerdings tut das ja der CO2 Bilanz scheinbar nicht so gut?

    • Paulus sagt

      @Fi-phil, schön das du auch mal aufgewacht bist und uns mit deiner philosophischen Weisheit beglückst. Es gibt den Entwurf eines Stromglättungsgesetzes, den Minister Altmaier (vor der Wahl) schnell wieder verschwinden lassen musste. Es wird wahrscheinlich genau auf das hinauslaufen was du geschildert hast.
      Vor meinem geistigen Auge versuche ich mir gerade vorzustellen wie in einem 10-stöckigem Wohngebäude auf jedem Balkon ein kleines Notstromaggregat aus dem Baumarkt knattert.

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Die Dinger laufen mit Benzin, das gibt jede Menge CO2 Steuer.😉

      • Reinhard Seevers sagt

        Wenn sich das Volk in dem 10 stöckigen Haus einig wäre, würden sie sich gemeinsam einen Notstromeinspeisepunkt inkl. Ladestation kaufen, und für den Ernstfall einen ordentlichen Generator vorhalten. Da aber die Bewohner, wie das gesamte Volk reagieren, wird es wohl auf die individuellen Balkonlösungen hinauslaufen…..blödes Volk eben.

    • Thomas Apfel sagt

      Eigentlich ist das mit der Atomkraft das klassische Beispiel, wie man mit ideologisch gesteuerter Politik Dinge gegen die Wand fährt. Die Forschungen zur Verbesserung der Technologie (“Schneller Brüter”) als Brückenfunktion zur Kernfusion wurden eingestellt, weil NGO´s und Bürgerbewegungen massiv und erfolgreich an einem Zerrbild gearbeitet haben. Kommt einem in Bezug auf den Feldzug gegen die Landwirtschaft irgendwie bekannt vor. Die einzige Alternative beim Umstieg auf erneuerbare Energie, wäre mind. 50 % Energieeinsparung. Danach siehts nun gar nicht aus !! Es gibt sicherlich eine ganze Menge Einsparpotential auf der einen Seite, das aber durch neue Verbräuche auf der anderen Seite überkompensiert wird. Das Dumme ist halt, dass weder Eisen sich überreden lässt schon bei 300 Grad zu schmelzen, noch Zement bei Backofen-Temperaturen hergestellt werden kann. Diese beiden Stoffe sind aber neben den Nahrungsmitteln elementar für den Bau der Ameisenhaufen, die wir Städte nennen, weil der Mensch eben zuerst Wasser, Luft, Nahrung und ein Dach über dem Kopf braucht. Die ganzen elektronischen Konsum-Spielerchen sind verzichtbar – haben sich in unserem Bewusstsein aber als unverzichtbar verankert. Aber mit “billigem Brot” und Spielen hält man das Volk ja schon ein par tausend Jahre relativ erfolgreich ruhig. Das wird sich wohl zu meinen “Lebzeiten” nicht mehr ändern.

  2. Paulus sagt

    “…gleichzeitig wird viel Geld in die staatliche Förderung von Elektro-Mobilität gesteckt, obwohl eigentlich jeder weiß, dass dies nicht die Zukunft sein wird.”
    Was soll denn sonst die Zukunft sein? Selbst die Wasserstofftechnologien dienen überwiegend zur Erzeugung elektrischer Energie, Umwandlungsverluste hin oder her.
    Jetzt bin ich mal gespannt auf die qualifizierte Aussage eines Bauern was den nun die Zukunft ist. Kernenergie gilt nicht, das Thema ist abgehakt.

      • Paulus sagt

        @Bauer Willi, solche Eintagsfliegen gibt es immer mal wieder, genauso wie die “Batterie des Monats”. Es lohnt sich nicht noch weiter darauf einzugehen. 😉

      • Christian Bothe sagt

        Ich oute mich hier als Autofan und langweile hoffentlich nicht.Zwei Sachen habe ich noch: trotz E-„Fimmel“ von VW-Diess planen sie in Südamerika,Südafrika auf Basis von Methanol (gibt’s in Brasilien schon ewig) weiter Verbrenner anzubieten …Andere deutsche Konzerne auch!Desweiteren investieren Porsche und Siemens in Chile in eine riesige Produktionsanlage zur Herstellung von E-Fuels! Warum wohl? Und der Diess redet bei Lanz von der vorrangigen Entwicklung von E-Mobilität als Antrieb der Zukunft.Hoffentlich verballert er als Konzern mit staatlicher Beteiligung nicht sinnlos weiteres Geld für E-Autos,trotz guter momeGewinne momentan…

    • Christian Bothe sagt

      AKW abgehakt,glaube ich nicht???Emissionsfreier kann kaum ein anderes Kraftwerk arbeiten…Was die E-Mobilität betrifft, ein Kommentar von mir an eine renommierte Zeitschrift:
      Sehr geehrter H.Schmidtutz,
      ich lese gerade Ihren Artikel mit Interview ,und finde Dudenhöffers Standpunkt dazu ziemlich daneben! Wie kann man diesen Umweltfrevel der E-Mobile favorisieren? Allein die Rohstoffgewinnung von Lithium,Cobalt und tausende Liter Trinkwasser/ Batterieeinheit verursachen ein Bauernhofsterben in Südamerika und Afrika!!Biokraftstoffe,Rapsöl und E-Fuels,Re-Fuels sind für mich als studierter Dipl.Agr.Ing. die Zukunft. In der Übergangsphase ein Mix mit fossilen Kraftstoffen( E5-E85,B7-B30 usf.) und die CO2 Belastung mit oder ohne Green Deal der EU(und nur der…) sinkt!Das ist die Chance für die Weiterentwicklung von 100 Jahren Verbrenner und den Erhalt tausender von Arbeitsplätzen!Zur Fehleinschätzung von Dudenhöffer in den USA und Amerika u.a.äußere ich mich lieber nicht…E-Mobile auf dem Trans/Canada Highway…??.Übrigens noch eine kleine Ergänzung von mir 1ha Mais assimiliert CO2 von 60000km Autofahrt!Diese ganze E-Mobilität ist eine Fehlentwicklung wie die vorschnelle Merkel‘sche Energiewende sowieso und Fachleute wie Reitzle u.a.sehen das ebenso,und ich befürchte VW Diess versenkt den Konzern! Das ist meine Meinung zu Dudenhöffer und seinem Glaubensbekenntnis.
      Grüße nach Bayern und schönes WE!
      Dipl.Agr.Ing.
      Christian Bothe
      07548 Gera/Thüringen

      Von meinem iPhone gesendet

      • Reinhard Seevers sagt

        Zitat Bothe: “Übrigens noch eine kleine Ergänzung von mir 1ha Mais assimiliert CO2 von 60000km Autofahrt.”

        Das CO2 ist doch nicht weg, es wird nur vorübergehend in der Pflanze gespeichert und bei der Nutzung wieder freigegeben….oder seh ich da was falsch?
        Die Pflanze würde auch ohne Auto-CO2 wachsen, oder nicht?

        • Christian Bothe sagt

          R.S. Ist halt dann die Frage was man aus dem Mais macht?Biogas,Futter,Bioäthanol und deren Bewertung…Heutzutage wird ja jeder Vorgang in der Volkswirtschaft und LW in Carbonisierungseinheiten oder Decarbonisierungseinheiten umgerechnet.Das kann man ja in alle Richtungen treiben. Nichtsdestotrotz ist die LW der einzig verbrauchende Sektor von CO2 und mit einem entsprechenden CO2 Fußabdruck…

      • Inga sagt

        Und das wird mit unseren Steuergelder gefördert.

        Die Landwirte sollten doch auch Energiewirte werden.
        Durch Biogasanlagen, Rapsöl, und Ethanol aus Zucker und Getreide.
        Warum machen wir das nicht?
        Warum so ein Grosser Umweg über E-Autos.
        Wenn wir mal genügend Strom aus den regenerativen Quellen haben, bzw., dann könnten Wir E-Autos fahren.

      • Paulus sagt

        @Christian Bothe, ich bin ja auch ein Befürworter der Kernkraft – aber bitte vergiss es! In Deutschland wird es kein neues AKW mehr geben.
        Als ich studierte gab es an jeder techn. Uni diesen Experimentalreaktor von Siemens.
        Der hatte zwar nur eine Wärmeleistung von sagenhaften 3 Watt, aber da wurde der Umgang mit einer Neutronenquelle und deren Nutzung gelehrt. Im nuklearen Bereich wird heute fast ausschließlich gelehrt wie die AKW zurückzubauen sind.
        Bei den ehemaligen großen Playern wie Siemens, Interatom, Westinghouse und wie sie alle heißen kannst du schon seit ewigen Zeiten kein AKW mehr bestellen. Die F&E wurde eingestellt. Dafür freuen sich die letzten Betreiber, die vorzeitig abschalten müssen, über einen Ausgleich für Nichtleistung in Milliardenhöhe. Ist immerhin gut für die Bilanzen. Ähnlich ist es bei der Braunkohle, da stehen so ca. drei bis vier Milliarden im Raum, nur im Rheinland.

        PS. über die Vergütung von Nichtleistungen könnte ich ein großes Fass aufmachen, dann käme ich mit einiger Wahrscheinlichkeit sogar in die Nähe der Landwirtschaft.

        • Christian Bothe sagt

          Stimmt eben nicht so ganz,wenn man über die Grenzen nach Übersee und China schaut. Bill Gates spricht von der Kernkraft in der Zukunft und AKWs neuester Bauart in Amerika und China(37 AKWs in den letzten 10 Jahren,17 weitere im Bau)experimentiert mit einem neuen Reaktor in der Wüste( ohne Wasserkühlung Pressemeldung gestern…).Abgesehen von Russland,Polen und Frankreich usw.!Bin überzeugt,das diese Geschichte in der BRD noch nicht beendet ist…

  3. Ehemaliger Landwirt sagt

    Zum 31.12.2022 läuft die Förderung meiner ersten PV Anlage aus. Das ist der Zeitpunkt wo ich mir einen Speicher anschaffe. Deshalb muss ich eh die Drähte im Schaltkasten um klemmen und werde eine Trennung und eine Einspeisung einbauen lassen um ein Notstrom am Trecker betreiben zu können.

    Ich gehöre auch zu den blöden, wo meinen, dass EE nicht ausreicht.

    El, alter “weißer Mann”😉

    • Inga sagt

      Mein Sohn will den gewonnenen Strom dann selber nutzen, der will auch etwas umdrehen oder umklemmen.
      Schön, wenn es heutzutage schon Speichermöglichkeiten gibt.
      Aber für den Trecker müsste dann immer Diesel da sein.

    • Schorsch Summerer sagt

      PV und Batterie habe ich bereits. Ich komme zumindest im Sommer weitgehend ohne Stromzukauf aus sondern speise 50 bis 70% des erzeugten Stroms ein. Trotz schlechtem Wetter. Spannend und ernüchternd ist der Winter.
      Die Batterie ermöglicht auch einen autarken Notbetrieb zumindest für das Melken. Eine Noteinspeisungsmöglichkeit sollte trotzdem vorhanden sein.

  4. Meyer sagt

    @Stadtmensch. Die Wärmeberechnung kann ich wohl glauben , aber wer hat das denn ?Als ich unser neues Haus gebaut habe war die Entscheidung mit Strom mit 20.000 Euro Mehrpreis als eine Gasheizung doch klar. Die Entscheidung ging zur Gasheizung. Habe gerade meine Heizkostenabrechnung mit Warmwasser bekommen. Ich zahle für beides im Monat 46 Euro/Monat für Gas und das bei 130 m2. Wie soll jemand da mit Strom klarkommen. Habe aber zwei Warmwasserkollektoren auf dem Dach und brauche so von April bis Oktober fast kein Gas. Alles mit Strom zu machen gibt doch die Netzinfrastruktur garnicht her. Da sind die Warmwasserkollektoren doch einfacher. Außerdem ist ein Energiemix bei Katastrophen doch immer besser.

        • Reinhard Seevers sagt

          Ich würde es Politikversagen nennen, schließlich sind es Politiker gewesen, die dem Markt den Vorzug gaben…und diese Politiker sind gewählt worden, von Bürgern.
          Also ist es ein von der Gesellschaft gemeinschaftlich verursachtes Desaster, der aber wie du sagst, auf der Marktgläubigkeit beruht.

        • Lady sagt

          “Eindeutig Marktversagen! 😉”

          Völlig richtig, Stadtmensch, “der Markt” kann einfach kein Wetter. Es ist schlicht unverschämt, einen solchen Wintereinbruch nach Texas zu schicken. Versager! Anders wirst du das sicher nicht gemeint haben 😉

          Wir haben hier die gleiche Situation wie beim Hochwasser. Da wird ein Naturereignis instrumentalisiert. Für die einen sind die Erneuerbaren “schuld”, für andere ist es “der Markt”. Beides ist Unsinn.
          Die Besonderheit in Texas ist die Abkopplung der Stromnetze vom Rest der USA. Und das hat sich hier gerächt. Da haben wir es wieder 😉: Bestimmt waren es alte weiße Männer, die bereits 1935 der Meinung waren, das sie es autark besser können.
          Nicht alle Städte haben dabei mitgemacht, hier gab es auch kein Problem.

          Die Entwicklung im Energiebereich macht mir allerdings auch Sorge. Vom Ausland waren wir immer abhängig, das macht mir keine Sorge. Ob die Abhängigkeit steigt, weiß ich übrigens gar nicht so genau. Aber insgesamt wirkt das Ganze auf mich wenig durchdacht. Ich würde als Energieversorger übrigens lieber etwas anderes machen. Da ist sie dann wieder die Ähnlichkeit zur Landwirtschaft…

  5. Bauherr sagt

    Wir werden in diesem Leben sicher kein Freunde mehr, aber 100% Zustimmung.
    Es macht einem wirklich Angst, wie in Deutschland entschieden wird.

  6. Franz sagt

    Damit nicht genug, auch werden bald Windkraftanlagen und Biogasanlage vom Netz gehen da sie nicht mehr gewollt sind oder es keine wirtschaftlich tragfähige Regelung gibt.

    • Inga sagt

      Wer sagt denn , dass sie nicht mehr gewollt sind?

      Weil auf Ackerflächen keine Nahrungsmittel mehr angebaut werden könnten?

      Früher wurden sogar Faserpflanzen Textilien auf dem Acker angebaut?
      Es wäre auch schön, wenn wir Plastikersatz auf dem Acker anbauen könnten, oder?
      Also dürfen wir auch Energiepflanzen auf dem Acker anbauen.

      Besser als vom Öl, Gas oder dem Ausland abhängig zu machen!

      Auf irgendwelche Kritiker , die nur kritisieren um sich wichtig zu machen, dürfen wir nicht hören.

  7. Friedrich sagt

    Da wir in Europa ein vernetztes Stromnetz haben , muß man die rd. 14 Fastblackouts als Bedrohung für uns alle ansehen. Überall werden Kraftwerke ,aber vor allem bei uns ,abgestellt. In diesem Jahr stehen Grundremmingen (Bayern) und Grohnde (Niedersachsen) an. Schon im letzten Jahr haben die Fachleute (Bundesnetzgesellschaft, Energiekonzerne) festgestellt , daß kein Kraftwerk mehr abgestellt werden darf , weil man sonst die Stromversorgung nicht mehr garantieren könne. Während man früher max. 100 Eingriffe ins Stromnetz machen mußte , sind es heute rd. 6000 im Jahr. Ein Fehler und die Katastrophe ist da . Das ist dann schlimmer wie die Überschwemmungskatastrophe im Rheinland. Auch wenn wir ganz Deutschland mit Windrädern und PV ausstatten , wird , wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint die Versorgungssicherheit nicht gewährleistet werden können. Neben der “Grünen Energie” brauchen wir Konstantkraftwerke , die diese Ausfallphasen überbrücken. Ein Kraftwerk zu bauen dauert rd. vier Jahre und wir haben noch nicht einmal eins in Planung , wollen aber E-Mobilität und die Häuser auch mit Strom heizen. Zur Zeit haben wir rd. 75 GW Konstantkraftwerke und damit fast 10 GW schon abgestellt . Wenn wir über Elektro sprechen oder wollen , dann brauchen wir eine Konstantleistung von mind. 150 GW und dann für die Erweiterung bis zu 300 GW.Selbst wenn wir alle Süddächer und ganz Deutschland einschll. Nord-und Ostsee mit Windrädern vollstellen können wir das nicht erreichen. Unsere Politik ist in eine selbstgebaute Falle gelaufen. So sieht keine Realpolitik aus, sondern nur moralische Ideologiepolitik um an der Macht zu bleiben. Die Defizite lassen sich z.Zt. gerade im Rheinland beobachten. Mit einem flächendeckenden ‘Stromausfall über mehrere Tage würde unsere Politik und Verwaltung nicht fertig. Dann wäre wieder der Bürger gefordert zur Selbsthilfe wie wir gerade bei der Planlosigkeit erleben können.
    Deshalb kann jedem nur geraten werden selbst Vorsorge zu treffen. Einfach mal Blackout eingeben oder mal bei Amt für Katastrophenschutz nachschauen.

    • Stadtmensch sagt

      “und die Häuser auch mit Strom heizen”

      Kein Problem. Hab hier eine Rechnung ohne Warmwasser für ein Bestandsgebäude: Nur Dach und Kellerdecke gedämmt. Heizlast 8,3 KW (berechnet), 5 KW (über 10 Jahre gemessen) bei 0 °C (kälter wirds im Schnitt eh nicht). Mit Wärmepumpe hat man also in dem Lastfall 1,1 KW, die man elektrisch aufwenden muss. Energiekosten pro Heizperiode sinken dabei leicht gegenüber Gas. Wenn jetzt noch mit Innendämmung (damit man solare Gewinne nutzen kann) gearbeitet wird, sinkt der Verbrauch bei der klassischen Vollziegelwand (40cm dick bei 90% der Bestandsgeäude) bei 6cm um bis 50%. Also warum nicht? “Wärmewende” ist überhaupt kein Ding!

      • Brötchen sagt

        Die 1,1 KW hören sich ja gut an, wenn denn bei -25 °c und Ostwind, um 14 Uhr noch 100 Watt anliegen würden.
        Irgendjemand hat doch hier Angst vor Extremwetter und das über 4 Wochen, dann kannste den ganzen Heizungskram verschrotten.
        Und dann haste aber so richtig gespart.

        Alles schon erlebt, als wir sparen wollten. Sprang bloss keine Frostsicherung an.

          • Brötchen sagt

            Ja schon sehe ich auch nicht als Problem, ich sehe nur den kontinentalen Osten, wo es mal richtig knackig werden kann, in beide Richtungen.

            Bin gerade von Radtour zurück und meine Gefährten sind fast gestorben, weil die so Hitze, die dir alle Feuchtigkeit rauszieht, eben nicht kennen..wie wir sie hier haben….dabei hatte ich viel weniger drauf als die…

            “Ein massives Gebäude puffert auch ein paar Tage.”

            ich habe das in meinem Hühnerstall ungeheizt, ist dieses Jahr auch das Wasser eingefroren, die Kälte kriecht da langsam rein und nutzt jede Brücke und mit einmal ist Schluss. Obwohl die Leitung isoliert ist, recht dick, es aber Stellen gibt, wo das nicht so ist.

            Wie gesagt 1,1 KW und PV fände ich geil, wenn das ginge……wäre auch nicht viel Aufwand

          • Brötchen sagt

            Ich gucke immer auf youtube von einem Dt. Videos aus Japan, der dort schon länger lebt.
            Ist mir bekannt.

    • Brötchen sagt

      Zitat eines Kommentators:
      “Gut das der Tagesspiegel noch eine andere Meinung eingeholt hat. Wo man sich sehr höflich zur Qualität dieser Studie geäußert hat.”

    • Reinhard Seevers sagt

      Zitat aus dem Bericht:”
      Wichtig dabei sei, dass das Potenzial für erneuerbare Energien in allen Regionen vorhanden sei. Es werde bisher nur sehr ungleich genutzt, sagt DIW-Forschungsdirektor für internationale Infrastrukturpolitik und Industrieökonomie, Christian von Hirschhausen.

      Dazu: Sein Bruder ist der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen.

      Jetzt weiß ich auch, warum dieses Land auf dem Niveau ist, auf dem es ist! 😎😎Die beiden sitzen wahrscheinlich abends zusammen beim Rotwein und denken sich aus, wie man dieses Land am schnellsten gegen die Wand fährt.

      • Christian Bothe sagt

        Diese Dame und ihre Auffassungen sind mir auch ein Graus…War die nicht mal bei Shell im Marketing oder verwechsle ich da was?

    • Christoph aus der Stadt sagt

      Das deutsche Energiewende-Modell ist lupenreine Planwirtschaft. Und ein wesentliches Element der staatlichen Planwirtschaft ist eine straffe Steuerung der Außendarstellung mithilfe von Erfolgsmeldungen und Studien, die Bedenken zerstreuen und die Überlegenheit des Projekts preisen. Frau Kemfert fällt hier sozusagen die Rolle der Chefpropagandistin zu. Hier in Baden-Württemberg: Praktisch nie wurde über die zahlreichen Insolvenzen von Windparks berichtet. Man stolpert höchstens darüber, wenn man im Netz auf Protokolle von Gemeinderatssitzungen stößt oder bestenfalls in der untergeordneten Regionalpresse. Jüngstes Beispiel der neue hochmoderne Windpark in Straubenhardt, der aufgrund übertriebener Ertragsvoraussagen insolvent ging. Auch kann ich mich nicht erinnern, dass Frau Kemfert unser jüngst aufgerüstetes Ölkraftwerk in Marbach als wichtigen “Baustein” der Energiewende gepriesen hat, dessen 70 Millionen Literöltank ständig aber diskret vom Neckar aus nachbetankt wird (siehe Link). Auch die zunehmende, aber gern verschwiegene Abhängigkeit Baden-Württembergs von Importen des verteufelten Atomstroms aus Frankreich, erinnert doch ein wenig an die planwirtschaftlichen Rekorde der glorreichen Computerindustrie der DDR, die auf Importen vom gleichsam verteufelten Klassenfeind aufgebaut war.
      https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.energieversorgung-im-land-enbw-baut-neues-kraftwerk-im-kreis-ludwigsburg.c5ab8105-272e-4dd1-8552-6cb86680e5fb.html

  8. Christian Bothe sagt

    Eine richtige Einschätzung Bauer Willi! Für mich ist die Merkel’sche Energie genauso falsch wie die publizierte Agrarwende! AKWs und Kohlekraftwerke abzuschalten auf Termin wird sich noch negativ auf die Volkswirtschaft und LW auswirken (Blackout…).Dazu noch der Schwachsinn mit den E-Mobilen! Anstatt einen vernünftigen Mix aus konventioneller und renewable Energiegewinnung zu produzieren unter dem Aspekt einer bedarfsgerechten Versorgung baut man auf diesen „Windmüll“ und PV Anlagen auf LN!!!Ich denke,was die AKWs betrifft,gibt’s eine Neuorientierung nach der Wahl und dem Abdanken von Merkel.Wie B.W.schon sagte,ziemlich vergleichbar mit der Foodproduktion und der Entwicklung in unserer „gewendeten“LW.Unseren Landwirten kann ich nur empfehlen NS – Geräte bereitzuhalten. Das hatte ich in meinem VEG auch in der Hinterhand und habe das im Winter 1978/79 dringend gebraucht,um 420 MK zu melken…

  9. Smarti sagt

    Der Schachzug der Regierung ist genial ( nur doof dass Landwirte auf der falschen Seite sitzen ). Mit nur einem Zug “rettet” sie fast im Alleingang die Menschheit, indem sie die Agrarwende mit Vollgas vollzieht. Diese Vorbildfunktion macht sehr viele ( teils laute und junge Wähler ) richtig glücklich und das ist ja schliesslich die Hauptsache. Zusätzlich sichert Deutschland sich gegen kommende Schadenersatzzahlungen ab, weil “man” ja sooo viel gegen den Klimawandel und für den Umweltschutz tut.
    Da die Agrarwende die Tierhaltung und auch generell den Anbau/ Ertrag von Lebensmitteln im Land deutlich reduziert, kann mehr Nahrung importiert werden. Gut so, denn so kann auch mehr Industrieware exportiert werden. Toll für das Industriegewerbe und gut für das Steuersäckel.
    “Leider” packen das die dummen Bauern nicht – oder sie sind zu faul um gratis weiter zu ackern – aber das macht ja nichts, sie haben was – was jeder will…. Land.
    In nicht allzu ferner Zeit kann der “Restlandwirt” dann wählen, ob er sein Land gleich an die Kapitalgesellschaft veritickt oder noch ein paar Jahre damit wartet. Unterdessen mit seinen Kindern um den Hof kämpft und dann zuschauen darf, wie der Staat sein Land “in Besitz nimmt” – weil die dummen Bauern einfach keine gescheite Nahrungmittelversorgung mehr hinkriegen.
    Ich fahre sehr gerne Kajak. Bildlich gesprochen fühlen wir uns so: der Fluss führt immer mehr Wasser und wird deshalb schneller – wir wissen, dass irgendwann Stromschnellen kommen. Nur nicht so genau wann. Sollen wir das Kajak umdrehen und gegen den Strom paddeln ? ( Konventionell bleiben, Tiere behalten ). Dann kommt unweigerlich der Zusammenbruch, Burnout oder finanzieller Ruin.
    Oder mit dem Fluss so langsam wie möglich mitfahren ( Bio, Tiere reduzieren, Nebenerwerbe erschliessen oder den Betrieb verkleinern ) trotzdem kommen irgendwann die Stromschnellen – aber vielleicht kann man die ja auch überleben ?
    Oder ans Ufer und raus aus dem Wasser… Betrieb auslaufen lassen. Die Kinder schmeissen wir jetzt raus… da paddelt es sich doch gleich viel entspannter. Zur Not können wir schwimmen ( jeder von uns hat noch einen anderen Beruf).
    Eigentlich müssten alle Kajaks eine Kette bilden und dann ans Ufer. Kajaks sind leicht, die kann man auch mal ein oder zwei Jahre auf dem Land transportieren. Dann kann uns der Wasserfall mal :).

    Ganz ehrlich, ich verstehe das auch nicht – aber uns ist halt einfach nicht zu erklären, dass Lebensmittel unwichtig sind. Wir sind halt ein bisschen doof.

  10. Brötchen sagt

    Nein Willi!

    Wahrscheinlich sind wir alle eben nicht geeignet das zu verstehen.

    Oder die endgültige Konsequenz spricht niemand aus und alle wissen es.

    (nun wird Reinhard S. gleich kommen und den absoluten Verzicht anmahnen, hat er Recht, das würde es bedeuten)

    Vielleicht zieht ja auch einer noch, die große Technologie aus dem Ärmel.

    Stadtmensch hat ja das Konzept von Frau Kempfert verlinkt…..das ist die Zukunft.

    Darf man fragen, mit welchem Notstromaggregat ihr zufrieden seid?

    Ich hatte ja jetzt im Urlaub Diskussionen zum Thema mit Leuten aus dem anderen Landesteil.
    Irgendwie kommen mir diese zu dem Thema “gehirngewaschen” vor.
    Diskussion ganz ganz schwierig.
    Oder ich bin total irre….

    Wie gesagt, ich habe noch nirgendwo ein überzeugendes Konzept gesehen, vielleicht weiß ja Stadtmensch, wo das steht und kann das kurz erläutern.

    • Brötchen sagt

      Habe nachgelesen, das Konzept der Machbarkeit beruht:

      ” Überall werden anteilig
      Batteriespeicher, Elektrolyseure und Wasserstoffturbinen
      gebaut, um genügend Flexibilität zu gewährleisten.”

      Wo kann man die besichtigen und gibt es dafür schon Datenblätter mit techn. Parametern und betriebswirtschaftl. Berechnungen als Datenblatt?

      z.B. Arbeit/Leistungsstunden unter x % Last

      • Brötchen sagt

        für Brandenburg rechnen die Autoren mit 1,6 GW Batteriekapazität, würde für alle Einwohner reichen.

        Glaube gerade diese Woche ist ein Batteriecontainer in Ostbrandenburg abgebrannt.

        • Brötchen sagt

          hier steht verklausuliert, dass die Industrie (Lw)Priorität ganz hinten hat….

          ” Der Großteil der Stromerzeugung kommt aus den Windrädern an Land und wird durch Einspeisemengen von PV-Anlagen mittags ergänzt. Wenn die Winderzeugung niedrig ist, wird die Nachfrage, wenn möglich, verschoben und auf der Erzeugungsseite durch Batteriespeicher, Wasserstoffturbinen sowie Importen aus den Nachbarländern unterstützt. Während die Einspeisung der Windenergie hoch ist, werden alle möglichen zu bedienenden Nachfragen gedeckt (zum Beispiel für die Elektromobilität oder in der Industrie) und Batterien geladen, um so einen Puffer zu schaffen. In diesen Stunden wird auch ein Teil des produzierten Stroms in die Nachbarländer exportiert.”

          Mobilität ist dann auch nur ein “kann”

          Liest sich eher wie Gutenachtgeschichte für Klein Fritzchen, aber nicht wie ein seriöses Konzept.

          • Brötchen sagt

            Mobilität bedeutet ja auch, das ein Monteur kommt oder Ersatzteile transportiert werden…

            Gute wäre, die Kontrolleure, müssten auch mit Fahrrad kommen…..;)

            • Inga sagt

              Bei Postboten geht das,
              Aber Monteure mit schweren Ersatzteile aus der Nachbarstadt?

              • Brötchen sagt

                Inga heute kommt kein Ersatzteil aus der Nachbarstadt….das kommt aus 600 km Entfernung….

                Wir haben doch Think Tanks wie Frau Kemfert, ich bin da völlig beruhigt und entspannt, die werden das alles durchdacht haben.

                • Inga sagt

                  Kommt das Ersatzhteil von 600km zum Monteur in der Nachbarstadt oder zu mir Kunde des Monteurs??

                • Inga sagt

                  Ein Bekannte von meinen Schwiegereltern,
                  hat wohl mit Führerschein 1 noch schnell mit Firmenwagen ein Paket vielleicht auch Ersatzteil oder was noch schnell nach Feierabend zur Post gebracht, damit es heute noch wegging und morgen beim Kunden war.
                  Muß wohl in den 50igern gewesen sein.

                  Er ist angehalten worden,
                  danach ist es wohl nochmal passiert,
                  dann durfte er sein Leben lang kein Autoführerschein mehr machen.
                  Das Familienauto für seine Frau!

                  Gut,
                  die 50igerwaren noch Aufbaujahre,
                  haben heutzutage die Arbeitnehmer auch noch so ein Enthusiasmus wie früher?

                  Oder haben die dafür die Paketdienste erfunden?
                  Ich dachte wir wollten CO2 sparen!

                  Hat das eine Denkfabrik verboten?

                  Und wer sagt der Denkfabrik was sie denken soll, wer lenkt das Ergebnis zu wessen Gunsten?
                  Wen das unser Rektor, der alte Weiße Mann von früher wüßte!

          • Brötchen sagt

            Dankä…….ja solche Berichte kommen ja laufend…..der Wille ist ja da, aber der Glaube fehlt, aber wenn Du es sagst, glaube ich es mal….:)

            aber so ne 1,6 GW Batterie hat schon was…..;)

    • Reinhard Seevers sagt

      Die Frau Kempfert hat da eine schöne “eigene” Tabelle aufgeführt, die da lautet:
      “Regionale Verteilung Erzeugungs- und Speicheranlagen im Szenario “integriert”.

      Darin führt sie die nötigen erforderlichen, und anscheinend auch umsetzbaren Erzeugungsformen für die einzelnen Bundesländer auf.
      Für Bayern hat sie bei Windkraft 39,8 Giga-Watt angenommen. Installiert sind derzeit 2,5 GW.
      Bei der PV- Versorgung geht sie von 67,1 GW aus, erzeugt werden derzeit 12,5GW.
      Niedersachsen als Deutscher Meister bei Windkraft hat gerade mal 11,5GW installiert….entweder ich verstehe die Tabelle nicht, oder die Frau denkt anders.

      Insgesamt wird in Deutschland bis 2020 mit 64 GW installierter Winkraftstrom gerechnet.

      Na dann fröhliches Installieren….das Volk wird sich melden, ob der Akzeptanz. Und dann wird man einen Schuldigen suchen, aus welchem Grund die Welt nicht gerettet werden kann und bei uns die Lichter ausgehen.😎

      • Brötchen sagt

        Reinhard bei mir steht z.B. genug und es würde reichen….
        Windkraft und PV…

        Sind aber nur 5000 Einwohner..

        Ich habe das alles aus dem Märchenbuch von Frau Kemfert….

        Aber indirekt sagt das “Konzept”…..kümmert euch selber, sonst seid ihr verlassen…

        • Brötchen sagt

          Achso……Augen auf bei der Wahl ! fragt das alles die Kandidaten!

          Was sind die Ziele, bis wann soll das ungesetzt sein und was kostet……

      • Brötchen sagt

        Reinhard so wie ich das rausgelesen habe, besteht die “Leistung” von dem Bericht darin, das sie mit GIS geguckt haben, was man bauen könnte.
        Alles andere sind feste Annahmen die sie irgendwo rausgesucht hat, als Bestätigung, die sowieso keiner nachprüft.

        Ganz dürfte Quellen.

        Wer an den Quatsch glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen.

        • Stadtmensch sagt

          ” das sie mit GIS geguckt haben, was man bauen könnte”

          Genau. Dafür sind die da. Die gucken was gehen könnte und wenn die Realität eher in Richtung Weltkrieg mit China geht ist es eben so.

          Kann man nicht erwarten vom Marktsubjekt, dass es sich vergegenwärtigt, dass 5 KW permanent für seinen Lebensstil erforderlich sind.

          Müssen sich die Kindlein eben mit den Klimaflüchtlingen rumärgern. Ach was, das wird schon viel eher passieren. Parallel dazu schlagen erratisch Tornados, Dürren, Starkregen, Überschwemmungen ein…

          Genießt jeden Tag. Besser wirds nimmer…

          • firedragon sagt

            Stadtmensch,
            ist jetzt egal welcher Bereich – man kann erst etwas abschaffen, wenn ein anderer funktionierender Istzustand vorhanden ist !

            Man kann nicht eine funktionierende Energienequelle abschalten, ohne sofort eine gleich starke und zuverlässige Quelle parat zu haben … mit “könnte” kann man gar nichts !

              • Brötchen sagt

                “Seit 20 Jahren spricht man von THG-Einsparung.
                Irgendwann ist mal gut:”

                Ach die machen sowieso von allein zu….wie ich von unseren Kraftwerken (lausitz) weiß, die die Schweden abgestoßen haben, nachdem der Rahm abgeschöpft wurde…….lohnt sich das ganze sowieso nicht mehr……auch allein mit der Perspektive, ist da in den nächsten Jahren Schluss.
                Also auch vor dem Termin Kohlekommission.

                Weil ich jetzt in der Region jede Woche bin und mir eine Zeitung kaufe…..letztens war die Schlagzeile, das ein substantieller Anteil der jungen Leute wegziehen will, sehen keine Perspektive mehr. Dabei ist schon der größte Teil weg.

                Der Kollege “gehirngewaschen” hat sich lustig darüber gemacht, das man in den Dörfern am Tage niemanden sieht, kennt er aus seiner Gegend nicht.

                Tja…..

                • Brötchen sagt

                  Übrigens in den Regionen, wo Dich die Armut anguckt und Du in den Dörfern kaum jemand siehst, die wären schon heute um den Faktor 10 energieautark und 100 % erneuerbar…….

                  paradox ……nicht

                • Stadtmensch sagt

                  Ja, kann man hier auch sehen:
                  https://www.deutschlandfunkkultur.de/wie-amerikas-aermste-gemeinde-ums-ueberleben-kaempft.3720.de.html?dram:article_id=459422

                  Wieso lassen sich die Leutchen so gehen? Haben doch alle Grundstücke und Häuser und Gärten? Da kann man sich doch mit regelmäßigen Transferzahlungen eine gemütliche Subsistenz einrichten?

                  Die Armut guckt mich hier übrigens auch täglich an. U.a. deshalb bin ich ja auch zum Meckersack geworden, obwohls mich gar nicht betrifft (vorerst). Ökonomen da oben sehen das nicht, wenn sie ihre Tortendiagramme auswerten…

              • Reinhard Seevers sagt

                Find ich auch gut, dass in Hamburg 1600 Megawatt weggeschaltet werden….dafür werden in China 74000 Megawatt neu geplant. Insofern hat natürlich unser Anteil einen erheblichen Einfluss auf die Handlung anderer Länder und auch eine erhebliche Wirkung, das verstehe ich…😁

                • Stadtmensch sagt

                  Abwarten. Die brauchen alle Kühlwasser. Wo soll das herkommen, wenn aus dem Hochgebirge nichts mehr nachfließt. Chinesen sind irre. Muss dabei immer an die Spatzen denken, wenn du weißt was ich meine…

                  Dagegen war unsere “Professorenschlachtung” doch ein Kinderstreich…

                • Brötchen sagt

                  Letzens hatte ich gelesen, das die Chinesen auch von der Kohle etwas abrücken und stark auf Windkraft und Solar setzen wollen, mit einer Abpufferung durch mobile und kleine Kernkraftreaktoren, dezentral positioniert. Die sollen beliebig skalierbar und rel. ungefährlich sein.

                  In etwa Frau Kemferts dezentrales Konzept.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Stadtmensch, mir geht es lediglich darum, die andauernde Endzeitstimmung, die hyperventilierenden Katastrophenmelder und die Hochgeschwindigkeitsänderungsforderungen abzumildern.
                  Es kann sich meinetwegen alles ändern, aber bitte mit Maß und mit Ruhe, ohne ständige Schuldzuweisungen und dumme Ankündigungen. Wenn man die Gesellschaft mitnehmen will, was man ja muss, dann muss man bei der ohnehin exorbitanten Geschwindigkeit die herrscht, etwas behutsamer vorgehen, sonst folgen die Menschen nicht, sondern blockieren. Und die Gefahr sehe ich auf uns zukommen. Jeder weiß, wie die Welt gerettet werden kann und muss, aber die Autobahnen sind nach wie vor voll, die Ferienflieger ebenfalls.

          • Reinhard Seevers sagt

            Stadtmensch, wenn man es von allen Seiten ernst meinen würde, dann würde man parallel bereits stringente Maßnahmen zur Einsparung angehen.
            Hier ein praktischer Vorschlag zur Weltrettung:
            Z.B. Zahlungsmittelbasierte Freischaltungen für die Nutzung von Energieeinheiten und Wasserversorgung, Lebensmittelkarten bezogen auf den individuellen Bedarf nach ärtzlichem Attest, Fahrgenehmigungen für PKW nur nach Schema – gerade Zahlen ungerade Zahlen…..usw.

            Sieht dann so aus: Wenn du morgens duschen möchtest, musst du erstmal 1€ in den Zähler einspeisen, dann wird die Dusche in einem zeitlich begrenztem Intervall freigeschaltet, warm oder kalt bedingt mehr oder weniger Kohle.
            Wenn du Kaffeetrinken möchtest, musst du den Zähler erneut aktivieren, um die Maschine zum Laufen zu bringen, nach Fertigstellung wird der Strom weggeschaltet…Licht bleibt mit einem Pauschalbetrag den ganzen Tag möglich.
            Wenn du mit dem Auto zum Einkaufen fahren möchtest, musst du schauen, welcher Tag es ist, evtl. mit dem Nachbarn mitfahren. Beim Einkauf wird dein Chip im Arm mit deinen ärtzlich ermittelten Daten gescannt und dir ein angepasster Warenkorb zusammengestellt, der natürlich variiert zum letzten Einkauf, damit du Abwechslung hast…..
            Das Entgelt wird direkt vom Lohn abgezogen, Mittellose erhalten ALG-Chipkarten für vorgenannte Leistungen.
            So kann der Staat deinen individuellen Verbrauch steuern und du musst dir keinen Kopp machen! Super Idee oder?😁

            • Stadtmensch sagt

              Das ist noch der Gutfall, den du beschreibst. Da es offensichtlich noch funktionierende Abrechnungs- und Verwaltungsstrukturen gibt.

              Energie muss auch jetzt schon pro Verbrauchseinheit bezahlt werden. Die Abrechnung muss man nicht neu erfinden, nur neu parametrieren.

              Das mit der “Sharing-Economy” ist gut und ausbaufähig. Das mit “direkt vom Lohn abgezogen und ALG-Chipkarten” ist bereits in Arbeit und kein Problem aus meiner Sicht.

              Aufgezwungene gesunde Lebensweise wird es höchstens im Rahmen der Beitragserhebung bei Krankenkassen geben. Freiheit kostet dann eben extra.

              Wirtschaftlicher oder besser fürs BIP ist allerdings allgemeines Siechtum. Also Tabak- und Alkoholsteuern, damit einhergehend sozialverträgliches Frühableben (Entlastung der Rentenkasse)

    • firedragon sagt

      Du bist nicht “irre”
      Im Westen sind nicht alle “gehingewaschen” … die LW in meinem Umfeld jedenfalls nicht … jetzt in der Ernte unterhält man sich am Ackerrand … die getroffenen politischen Entscheidungen sind nicht nachvollziehbar, aber es ist kaum möglich dem etwas entgegen zu setzten. Oder wir sind tatsächlich alle zu blöd.
      Ich kenne jemanden aus dem AKW Bereich, der reist in der ganzen Welt umher und kennt die maroden Dinger im Ausland. Er ist fassungslos, über die Abschaltung der deutschen AKW’s … ist immer interessant sich mit ihm zu unterhalten … sehr vergleichbar mit der LW und das ist erschreckend.

  11. Heinrich Steggemann sagt

    Wir besitzen seit 2004 ein eigenes schleppergetriebenes Notstromaggregat. Beim Schneechaos 2005 im Münsterland hat es gute Dienste geleistet. Unser Heizöltank muss aus Altersgründen stillgelegt werden. Neue doppelwandige Tanks habe ich letzte Tage bestellt incl. einem zusätzlichem Tank für Schlepperdiesel. Mein Ziel ist in Zukunft immer mindestens die halbe maximale Lagerkapazität als Vorrat zu haben. Im Futterbereich für unseren Sauenbetrieb tüftele ich noch an einer Strategie. Die grossen Mischfutterwerke können mich jedenfalls bei einem grossflächigem Blackout nicht beliefern. Habe dieses Frühjahr mehrere Telefonate mit meinen Lieferanten geführt. Ein kleiner mich beliefernder Landhändler könnte mich sehr wahrscheinlich noch mit Notrationen vermahlen durch eine dieselbetriebene CCM Mühle vom Lohnunternehmer versorgen, da er Getreide im Flachlager lagert.
    Warte aktuell noch auf einen Rückruf vom Lieferanten unserer 2004 in Betrieb genommenen kleinen flüssiggasbetriebenen Kraftwärmekopplung. Mein Ziel ist die Ergänzung mit Photovoltaik und Batteriespeicher um einen Inselbetrieb zu ermöglichen. Bin gespannt ob dies mit der alten Technik möglich ist und ob Mitte dieses Jahres die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen wurden.
    Durch den technischen Fortschritt und die Arbeitsteilung werden wir jedes Jahr schleichend
    krisenanfälliger.

    • sonnenblume sagt

      Das Schneechaos hat uns gezeigt, dass eine Möglichkeit zur Selbstversorgung zwingend nötig ist. Seit der Zeit haben wir einen fest installierten Generator, der den ganzen Betrieb, incl. Mahltechnik usw., am Laufen hält. Das mag zwar überdimensioniert erscheinen, bringt aber sehr viel Sicherheit.

  12. Monika Riedmüller sagt

    Ich habe tatsächlich die gleichen Befürchtungen. Schon weil durch die Pandemie offensichtlich wurde, dass in D die einfachsten Dinge nicht mehr produziert werden sondern die Abhängigkeit funktionierender Transportwege gezeigt hat. Die hohen Standards in D vergraulen Handwerk und Industrie, dafür kaufen wir Trasch.

    • Inga sagt

      Und die Förderung für E- Autos ist auch zu kurz gedacht!

      Hat das menschliche Hirn die Folgenabschätzung verlernt? Von wem wird sie unterdrückt?

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