Bauer Willi
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Dürre in Deutschland – wie ist der aktuelle Stand?

Im Frühjahr ist viel über eine mögliche, weitere Dürre in Deutschland spekuliert worden. Wie sieht es aktuell, am 2. September 2023, aus? (Danke an den DWD und das UFZ für die Bereitstellung der Daten)

Hier die regionale Situation am Flughafen Düsseldorf:

Im Bereich 0 – 60 cm liegt die nutzbare Feldkapazität bei 100% und darüber. Das freut den Ackerbauern.

Für ganz Deutschland zeigt sich folgendes Bild:

Kritisch für das Wachstum ist ein nutzbare Feldkapazität unter 50%, wie sie in weiten Teilen Ostdeutschlands zu finden ist. Dargestellt ist die Summe von 0 – 60 cm. In der am meisten durchwurzelten, oberen Schicht kann es also günstiger aussehen.

Dies ist erkennbar in der folgenden Darstellung des Oberbodens von 0-10 cm. Für die aktuelle Aussaat von Zwischenfrüchten oder Raps müsste die Bodenfeuchte ausreichen.

Wie sieht es im Unterboden aus? Wieviel Bodenfeuchte steht den Wäldern zur Verfügung? Hier die Bodenfeuchte in 190 -200 cm Tiefe:

Im Regenschatten des Harzes findet sich immer noch eine Region, in der es auch im Unterboden sehr trocken ist. Grün und blaue Farben zeigen, dass sich die Situation entspannt hat. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass es im mittleren Bodenbereich ab etwa 100 cm noch eine trockene Zwischenschicht ist.

Für unseren Standort Rommerskirchen lässt sich sagen, dass wir bis zum 2. September morgens 600 mm Regen in der Summe des Jahres 2023 messen konnten (siehe Titelbild). Im gesamten Jahr 2022 hat es 619 mm geregnet, was nur geringfügig weniger als der langjährige Durchschnitt von run 650 mm ist. Alleine in den Monaten Juni, Juli und August hat es 306 mm geregnet und am 1. September schon wieder 24 mm.

Für unseren Standort ist es also ein eher nasses Jahr.

Was machen die Pegel von Gardasee und Bodensee?

Zuerst der Bodensee, wo der Pegel immer noch steigt.

Hier der Gardasee. Aktuell liegt der Pegel leicht über dem langjährigen Durchschnitt.

 

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23 Kommentare

  1. Rudolf Weishaupt sagt

    Vielen Dank für die aufschlussreichen Daten und Grafiken! Wir müssen lernen, zwischen Klima und Wetter zu unterscheiden. Das Wetter mag hier oder da zu trocken oder zu nass sein für Feldpflege, Aussaat oder Ernte. Globale Klimaerwärmung ist eine ganz andere Nummer!

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    • Vorallem müssen wir aufhören, hinter jedem Wetterextremereignis sofort einen apokalyptischen Klimawandel zu sehen!

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  2. Ferkelhebamme sagt

    Das Burning Man Festival in der Wüste Nevadas fällt auch gerade ins Wasser. Die Natur hält sich nicht an Statistiken und Modellrechnungen

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  3. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Der Weizen war trocken und nicht ausgewachsen,aber Qualität sehr bescheiden.
    Der Auszahlungspreis liegt um 175 pro to.
    Raps wird diese Woche gedrillt.

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  4. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Hauptsache die Daten des DWD stimmen auch. Er ist nämlich in Sachen Wetter ganz klar ein Sprachrohr der Regierung. Man sieht das an der Messung der Temperaturen:
    https://eike-klima-energie.eu/2023/06/25/wie-der-dwd-die-deutschlandtemperaturen-durch-seine-stationswechsel-in-den-letzten-30-jahren-waermer-machte/
    Warum wird eigentlich immer von Garda- und Bodensee geredet. Die Wasserstände liegen alle im Bereich langjähriger Schwankungen.

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    • Bauer Willi sagt

      Weil es im Frühjahr Krisenmeldungen gab: „Der Gardasee trocknet aus“ Mit dem Tenor, dass Italien nicht genug Trinkwasser hat.

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    • Björn sagt

      Natürlich, Menschen wie Sie glauben ja auch der menschgemachte Klimawandel sei eine Erfindung der Grünen und die Wirtschaft zu zerstören.
      Aber beim Teil der Bevölkerung dem es so viel an Intelligenz fehlt dass er rechtsradikal wählt ist ja alles möglich.
      Kein Klimaforscher auf dieser Welt, aber auch wirklich kein einziger hat jemals behauptet es würde global eine Dürre geben. Einigkeit herrscht was die Zunahme an Unwettern angeht.

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      • Bauer Willi sagt

        @Björn
        Wo steht, dass er nicht an den menschengemachten Klimawandel glaubt? Sagt er das irgendwo?
        Können Sie Daten liefern, aus denen hervorgeht, dass die Zahl der Unwetter zunimmt? Für Deutschland kann das der DWD nicht feststellen. Stürme haben sogar abgenommen.
        Vielleicht wäre es nicht verkehrt, wenn Sie mit Fakten kommen und weniger mit Meinung. Dieser Blog hat nämlich ein gewisses Niveau und das würde ich gerne beibehalten.

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      • Limes sagt

        “Aber beim Teil der Bevölkerung dem es so viel an Intelligenz fehlt dass er rechtsradikal wählt ist ja alles möglich.”
        @Björn Lese ich solche Sätze frage ich mich warum gibt es Menschen die offensichtlich das Klima (gesellschaftliche Klima) zerstören wollen indem sie ausfallend und unflätig andere ohne diese zu kennen in die rechte Ecke schieben und obendrein noch mangelnde Intelligenz unterstellen.
        Chapeau ein Parade Bsp für “hate speech”

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  5. Frikadellen piet 44 sagt

    schönen guten Morgen also wie so oft hinterm Harz ist es ein wenig zu trocken naja und die Prognose für die Zukunft ist wahrscheinlich diese jedes Jahr noch ungewiss aber eigentlich schön werder Bremen hat gewonnen

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  6. Am 24.8. 40 l Starktegen innerhalb von 30 min auf frisch gesäte Rapsfelder. Danach nochmal 30 l. Die zunächst Superaussaatbedingungen wurden dem Raps zum Verhängns. Alles total verschlämmt, keine Auflaufmöglichkeit für den Raps, wir werden gegen Ende dieser Woche ein zweites mal säen.

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    • Frikadellen piet 44 sagt

      der Regen kommt leider wer will und nicht immer zur rechten Zeit vor allen Dingen nicht in der richtigen Menge und da kann ein grüner daherkommen und noch so viel Photovoltaik oder andere Sachen unternehmen das wird das Klima meiner Meinung nach nicht ändern

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      • Ich sehe gerade im hr

        Stroh statt Styropor

        Ein Vorteil für Landwirtschaft und Umwelt

        Also sehr ökologisch

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        • Reinhard Seevers sagt

          https://www.iso-stroh.net/

          Der Kunde greift nur begrenzt zu…..ist immer noch teurer als andere Dämmstoffe. Und der Kopf aller Beteiligten hat Vorbehalte gegen Stroh. 🤗
          Die diesjährige Qualität bringt die Hersteller an gewisse Grenzen: Schimmelpilze z.B.

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          • Peter sagt

            Deutschland soll sich doch überall zurückentwickeln. Vergessen wir also moderne Baustoffe und bauen wir lieber wieder mit Holz und Stroh. Es waren sicher spannende Zeiten, wo ganze Standtviertel oder Städte abgebrannt sind. Die Versicherungen haben ihre Freude und die Auftragsbücher der Handwerker werden wieder voll…oder?

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            • Hannah sagt

              Du kannst ja mal lesen was die unterschiedlichen Dämmmaterialien so für Brandeigenschaften haben. Stroh brennt natürlich schnell, aber Styropor ist auch ziemlich fies. Stroh ist bez. der Brandeigenschaften in der Summe nicht eindeutig schlechter als andere Dämmstoffe. Da gibt es einige Bewertungskriterien. Mein Haus hat außen eine alte Styropor-Dämmung. Wir haben schon ein paar mal überlegt das zu ändern. Aber bisher haben wir es gelassen, das die Dämmung ihre Arbeit noch tut und wir auf diesem Weg nur eine Menge Müll erzeugen würden. Unser Weg ist das bis zum Ende der Lebensdauer zu nutzen, was uns der Vorgänger hinterlassen hat. Dann kommt aber sicher ein anderer Dämmstoff drauf.

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            • Herrmann Michael sagt

              Wenn Stroh richtig in Platten verpresst ist brennt es nicht es klimmt nur und in jedem Fasatenputz sind Funkezide enthalten.

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