Bauer Willi
Kommentare 129

Die gute Botschaft!

Es gibt sie noch: Journalisten, die reflektieren und ihre Leser daran teilhaben lassen. Die sauber recherchieren, hinterfragen und nicht werten. Ein sehr lesenswerter Artikel für Bauern und Bürger. Vielen Dank an Jens Voss.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/nachdenken-ueber-die-landwirtschaft-aid-1.6720513

Bildquelle: Facebook

(Aufrufe 833 gesamt, 1 heute)
0

129 Kommentare

  1. Gephard sagt

    Im Artikel steckt in der Tat wenig konkrete Wertung. Aber dank der geschickt gestellten suggestiven Fragen, lässt er nur eine Schlussfolgerung zu. Keinen Wunder, dass euch der Artikel gefällt, bläst er doch in euer Horn. Ansonsten ist der Text so einseitig wie ihr es gerne der Gegenseite vorwerft. Nun gut, es ist ein Meinungsstück, da gehört eine konkrete Position zum Stilmittel. Aber handwerklich ist der nicht besser als viele andere. Es wirkt auf mich etwas verlogen, die handwerkliche Güte des Artikels zu loben, aber sich dann doch eigentlich eher über den Inhalt gefreut zu haben, der die eigene Meinung widerspiegelt. Die Freude kann ich ja gut verstehe, aber sagt es auch so, wie ihr empfindet.

    0
  2. Zenzi sagt

    In dem Artikel wird u.A. das Wachstum in der Landwirtschaft dargestellt. Beispiele mit Weizenertrag, Kartoffeln und Eiern folgen. Weiter wird auch richtig dargestellt, dass der Hunger in der Welt weniger mit Missernten zusammenhängt als vielmehr durch Kriege und Korruption bestimmt wird. Wie seht ihr eure Zukunft mit der Landwirtschaft? Seit ihr eigentlich auch auf Wachstum aus (Noch mehr Ertrag aus dem Tier, dem Feld?) oder könntet ihr auch mit einer Konsolidierung und Qualitätssteigerung leben? Vielleicht wäre da ein Lösungsdenkansatz.

    0
    • Andreas Schmid sagt

      Die Qualitätssteigerung läuft seit Jahren völlig unbemerkt vom Verbraucher. Bei unserer Molkerei wurden gerade erst die Qualitätsmerkmale nach oben geschraubt. Das Wachstum ist nur möglich, wenn ein anderer Bauer seinen Laden dicht macht. Von der freiwerdenden Fläche werden zuerst Straßen, Industrie, Siedlungen und Naturschutzgebiete bedient. Wenn dabei etwas übrig bleibt kann das für Wachstum Einzelner verwendet werden. Wobei wir jetzt bei dem warum des aufhörens sind. Die meisten, und es sind gerade verdammt viele, hören in naher Zukunft auf, weil dermaßen unsachlich, pauschal und massiv auf die Bauern eingedroschen wird. Das hat GP zumindest im letzten Satz von ihrer Agrarwende kapiert. Ob das aber reicht wage ich zu bezweifeln.

      +2
      • Stadtmensch sagt

        Der Hauptgrund fürs Aufhören ist der Zwang, die Produktionskosten zu senken, um vom Ertrag der verkauften Erzeugnisse seinen Betrieb weiter führen zu können. Dafür ist viel Kapital erforderlich (neue Technik, moderne Ställe). Das Tempo geben hier die Betriebe vor, die diese Investitionen stemmen können. Nicht der Verbraucher, der nur billig kauft! Zum Kuckuck nochmal! Der Verbraucher zahlt jeden Preis (bis zum letzten Hemd) für Lebensmittel – wenn er muss.
        Ein weiterer Grund ist die Möglichkeit, die Flächen zu verpachten und\oder Landwirtschaft im Nebenerwerb zu betreiben. Wir können jetzt diskutieren, ob wir „die Welt ernähren“ müssen, oder ob wir (weil wir es uns als Gesellschaft leisten können) eine ökologische Intensivierung probieren (F. Löwenstein). Genau so wie wir eine Energiewende probieren, weil „wir“ es uns leisten können. Weil wir „Exportweltmeister“ bzw. „Außenhandelsüberschussweltmeister“ sind. Weil hier (bei der Bewirtschaftung von 80% der Fläche unseres Landes) investieren sollten. Hier liegen enorme Potentiale zur (Enerie)Effizienzsteigerung brach. Ich versteh nicht, wie ich als Salonkommunist euch die Volkswirtschaft erklären muss?!

        0
        • Mark sagt

          “ Ich versteh nicht, wie ich als Salonkommunist euch die Volkswirtschaft erklären muss?!“ Hat doch niemand von Dir verlangt, oder?

          0
        • Martin Gork sagt

          „Unsere“ Energiewende ist doch ein Paradebeispiel für unsachliche, grüne Politik.
          Leisten müssen es die kleinen, wer Geld hat, der verdient daran.
          In diesem „Wendeboom“ gehen dann auch noch die Windkrafthersteller in Deutschland pleite.
          Die größten Probleme sind noch gar nicht wirklich angepackt worden, so gibt es heute Geld für erneuerbare Energie, die am besten gar nicht produziert wird.

          Ähnliches soll für die Landwirtschaft die Zukunft sein?
          Geld für das vernichten von in Generationen geschaffenen und erhaltenen Ackerflächen, damit dort Unkraut wächst und Lebensmittel importiert werden?

          0
          • Stadtmensch sagt

            >>so gibt es heute Geld für erneuerbare Energie, die am besten gar nicht produziert wird

            Wir wollen ein liberales Land bleiben (dicke SUV fahren, Häuschen auf den Acker bauen). Niemand (außer ich) will hier Vorschriften machen – ok.
            Warum müssen wir aber gleichzeitig auf die Entwicklung der Technologie zur Gewinnung regenerativer Energie verzichten? Das funktioniert nicht von Anfang an – da muss (genau wie bei der Kernenergienutzung) der Staat ordentlich zubuttern. Ein (Aktionärsklub wie Tennet) wird dieses Risiko nicht alleine tragen können und wollen.
            Wir dürfen auch nicht vergessen, dass ein beträchtlicher Anteil der Kosten der Energiewende als Pacht für z.B. Landbesitzer (meist Bauern?) fällig ist. Die dann davon wieder irgendwas bezahlen (das Geld bleibt in der Wirtschaft – alles ist gut).

            0
            • Martin Gork sagt

              Niemand muss und sollte darauf verzichten müssen.
              Aber momentan zeigt Deutschland wie eine Energiewende nicht gemacht werden sollte.

              Ja und viele Landwirte profitieren von dieser Wende, ich unter anderem auch und das nicht schlecht. Aber der arme Arbeiter muss dafür hart arbeiten und zahlt die EEG aus seiner Tasche.
              Eine saftige Strompreiserhöhung ist für Mai angekündigt, wieder ein mal.

              Und dann sind wir auch gleich wieder bei Ihrer Aussage „Verwüstung des Planeten“, was passiert denn gerade in ganz Deutschland? Riesige Windparks werden gebaut, die Landschaften zerspargelt und in China produziert man radioaktiven Abfall in enormen Massen, damit Generatoren für deutsche Windräder gebaut werden können.
              Dann die Südlink, hier werden landwirtschaftliche Flächen ebenso für lange Zeit zerstört,

              Das große Problem der deutschen, die sind vielfach zu leichtgläubig und lassen sich von Ideologien und Untergangsfantasien beeinflussen.

              Diese einseitige und beengte Sicht kommt in der Regel von Weltenrettern mit sehr, sehr beschränkter Betrachtung dieser Ideen, wer sich dagegen ausspricht ist dann entweder Ignorant oder von der Industrie gekauft…
              Leider wird von einer gewissen Gemeinschaft so jedes Thema behandelt und Kritik oder Bedenken passen nicht in dieses Glaubensbild oder in die PR-Kampagnen. Anschließend kann man die Probleme dann ja wieder gleich anderen in die Schuhe schieben, Biogas-Mais.
              In wenigen Jahren wird das beim Thema Windräder nicht anders aussehen, denn die möglichen Folgen sind benannt und bekannt. Und auch da wird dann die Landwirtschaft wieder eine Mitschuld bekommen, die hat ja schließlich die Flächen zur Verfügung gestellt.
              Win win für die Grünen, NGOs und andere Weltenwender.

              0
            • Stadtmensch sagt

              Eure Empathie für den „kleinen Mann“ nehme ich euch nicht ab, sonst würdet ihr euch nicht über den sog. „Denkzettel“ for sog. linke Parteien (Saarlandwahl) freuen. Die Verspargelung der Landschaft kann man als rein ästhetischen Aspekt abtun (an Autos bzw Blechlawinen haben wir uns auch gewöhnt). Natürlich hat der weitere Ausbau Grenzen (derzeit nicht genügend Pufferspeicher, dichte Besiedlung usw.). Ich bin für die Energiewende schon aus dem Grund, weil hier massig Forschungs- und Beschäftigungspotential drinsteckt (diesmal sogar mit Aussicht auf Erfolg, denn man ist lernfähig). Also ohne bitteres Erwachen wie bisher, nach Absolvierung von technologischem Fortschritt…

              0
            • bauerhans sagt

              „„Denkzettel“ for sog. linke Parteien (Saarlandwahl)“

              der „kleine mann“ wählt weder grün noch links.

              +1
            • Martin Gork sagt

              „Beschäftigungspotenzial“, daher wird gerade in dem erneutem Boom die Werke in Deutschland dicht gemacht?
              Wo steckt das Potenzial, in Deutschland ja anscheinend nicht, die Forschung haben wir hier, wie auch bei Photovoltaik, mit viel Geld unterstützt, wenn es darum geht dieses Geld wieder zu verdienen, dann wiederholt sich das immer wieder, verdient wird wo anders.

              Und die Linke hat antworten auf die Probleme der Arbeiter?
              Darüber kann man trefflich Streiten, ich halte vieles von denen für Unfug und würde dem Arbeiter mehr schaden.

              Und zur Verspargelung, nein die Ästhetik ist nur ein kleiner Teilaspekt, Vögel haben darunter sehr stark zu leiden, ob nun abgeschreckt oder eben geschreddert.
              Das kann man dann in ein paar Jahren wieder sehr gut anderen in die Schuhe schieben mit großen Kampagnen.
              Welche gravierenden Probleme bringt die Südlink für die Umwelt? Jemals daran gedacht, dass diese Probleme schafft? Anscheinend auch nicht.

              Man merkt Ihnen an, dass Sie zwar an die Weltenrettung glauben aber eben zu vieles nicht beachten. Darin liegt das wesentlich Problem, ob nun Energiewende, Agrarwende oder sonstige Wenden, allein der Wunsch nach Verbesserung reicht eben nicht!

              0
  3. Friedrich sagt

    @Bürgin. Für den Anfang holzt du hier ja kräftig rum. Warst hier wohl noch nicht ? Will das auch nicht weiter kritisieren , aber dir eine Empfehlung geben. Fang mal ab April 2016 an die Themen hier zu lesen , dann ersparst du uns vieles zu wiederholen. Unser Willi hat nun soviele Themen hier bearbeitet , daß du dich erst einmal kundig machen solltest. Es gibt ja schließlich nicht nur die NGO-ARD oder GRÜNEN-Wahrheit ! Zu deiner Aussage mit der Kontrolle kann ich dir sagen , daß unser Schweine- und Ackerbaubetrieb in den letzten 13 Jahren 56 mal kontrolliert wurde. Unter dreimal im Jahr eine Kontrolle hatte ich noch nicht. Sechs verschiedene Organisationen oder Ämter kommen zu mir. 1. CC-Kontrolle LK Niedersachsen, 2. Veterinäramt, 3. Q+S Kontrolle , 4. ISO 9000 , 5. Tiergesundheitsamt, 6. LAVES (Landesamt für Verbraucherschutz). Also mehr geht nun wirklich nicht. Das grenzt schon an Staatsterror, oder ? Wenn man nur halb soviel in den Krankenhäusern , Altenheimen , Schulen oder Kindergärten kontrolliert würde. Außerdem kann ich dir noch verraten daß ich eine zweijährige Intensivberatung vom BML freiwillig mitgemacht habe. Also mangelnden Einsatz kannst du uns nicht vorwerfen. Auf grund der absolut einseitigen Berichterstattung lasse ich aber keine Medienvertreter mehr in meinen Stall. Neulich hatte ich erst Kirchenleute bei mir.
    Auch der Kindergarten oder die Schule meiner Kinder waren auch schon hier. Will damit sagen , daß eine sachbezogene Darstellung meines Betriebes aber gewünscht ist. Für reißerische Dinge wir aber nicht zur Verfügung stehen.

    +3
  4. Paulus sagt

    Dieser Blog ist aufgrund der entsetzlichen übergroßen und nichtsagenden Symbole nur schwer lesbar und somit nicht interessant.
    Könnt ihr das nicht mal unterbinden. Wenn es an Facebook liegt, dann schaltet diesen elenden Scheiß doch endlich mal ab.

    +1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.