Bauer Willi
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Der Vulkanausbruch

Eine Reportage aus der Zukunft

Mittlerweile hat sich das Weltklima wieder einigermaßen normalisiert. Was war geschehen? Nachdem im April 20xx der Tambora auf Indonesien wieder einmal kurz ausgebrochen war, rechnete niemand damit, dass kurze Zeit später eine gewaltige Explosion fast den halben Berg in Stücke riss und über einen Monat lang nie dagewesene Mengen an Asche ausstieß. Diese Aschewolken reichten bis in 12.000 m Höhe und verteilten sich von dort um den gesamten Erdball. Wenige Tage nach der Eruption kam der gesamte Flugverkehr weltweit zum Erliegen. Wenig später brachen auch die Börsen ein, weil die Versorgung wichtiger Industrien nicht mehr gesichert werden konnte.

Auch in den Supermarktregalen war die plötzliche Verknappung der Versorgung zu spüren. Weil nun Regalplätze leer blieben, begannen die Menschen, Lebensmittel zu horten. Vor den Geschäften bildeten sich innerhalb weniger Tage lange Schlangen, teilweise nahmen die Menschen Urlaub, um sich einen Vorrat anzulegen.

Doch das war erst der Anfang. Durch die Aschewolke, die den gesamten Erdball umspannte, wurden die Tage zunehmend kälter. Im Juni setzte dann auf der Nordhalbkugel Dauerregen ein, der eine Ernte unmöglich machte. Kartoffeln brachen unter dem Pilzdruck zusammen, Getreide, Raps, Mais und andere Kulturen verfaulten auf dem Acker und konnten nicht geerntet werden, weil der Boden für die Ernte zu nass war. Die Läger blieben leer und um die noch vorhandenen Reserven entbrannte ein erbitterter Kampf. Nahezu alle Regierungen riefen den Notstand aus. Lebensmittel wurden rationiert, was aber nicht verhindern konnte, dass es trotz des Einsatzes von Soldaten zu Plünderungen kam. Exporte wurden verboten weil niemand absehen konnte, wann sich die Lage wieder normalisieren würde. Der normale Alltag bestand jetzt vorwiegend aus der Beschaffung von Nahrung.

Anfang Oktober setzte dann Schneefall ein, weil der Aschestaub dazu eine ideale Grundlage schuf. Durch die reduzierte Sonneneinstrahlung fielen die Temperaturen weltweit und erreichten neue Minus-Rekorde. Flüsse froren komplett zu und es war kein Schiffsverkehr mehr möglich. Getreide- und Ölmühlen standen innerhalb kurzer Zeit ohne Rohstoff da. Aber auch wenn die Logistik noch funktioniert hätte: niemand war mehr bereit, von seinen letzten verbliebenen Vorräten abzugeben. Der Welthandel brach total zusammen, jeder war nun auf sich gestellt. Doch auch im Frühjahr des darauf folgenden Jahres wurde es nicht besser. Erst Anfang Mai tauten die Böden wieder auf. Der viele Regen und Schnee hatte einiges von der Asche wieder aus der Atmosphäre gewaschen, so dass die Temperaturen wieder leicht anstiegen. Durch den Ausfall der Ernte im Jahr zuvor gab es aber nun kein Saatgut mehr, das man hätte aussäen können. Viele Äcker blieben leer, allerdings hatten einige Landwirte in weiser Voraussicht noch Saatgut versteckt und so dem staatlichen Zugriff entzogen. Die Menschheit konnte langsam wieder aufatmen.

Die große Hungersnot hatte Folgen. Weltweit starben im ersten Jahr nach dem Vulkanausbruch über 2 Milliarden Menschen, die meisten davon in den Ballungsgebieten rund um den Erdball, aber auch in Regionen, die sich zuvor schon stark von Importen abhängig gemacht hatten. In den nächsten Jahren starben an Nahrungsmittelverknappung, Seuchen und kriegerischen Auseinandersetzungen weitere 1,8 Milliarden Menschen. Die Menschheit hatte sich halbiert. Auch viele Tiere waren aus Mangel an Futter verhungert. Viele Arten starben aus, weil sie von verzweifelten Menschen gefangen und verzehrt wurden.

Dieser Text ist eine Fiktion. Die Folgen des Ausbruchs des Tambora von 1816 kann man in den Links unten nachlesen. Er hatte ähnliche Auswirkungen. Damals, vor 200 Jahren,  lebte aber lediglich 1 (eine) Milliarde Menschen auf unserem Globus. Wollen wir alle hoffen, dass ein solches Szenario so schnell nicht noch einmal eintritt. Ich wünsche es mir nicht.

Euer Bauer Willi

http://www.deutschlandfunk.de/der-ausbruch-des-tambora-der-vulkan-der-den-winter-brachte.676.de.html?dram:article_id=316704

https://www.dwd.de/DE/leistungen/besondereereignisse/verschiedenes/20170727_tambora_1816_global.pdf?__blob=publicationFile&v=5

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48 Kommentare

  1. bauerhans sagt

    die wahrscheinlichkeit,bei der täglichen teilnahme im öffentlichen verkehr,verletzt zu werden,ist wesentlich höher.

  2. Ottmar Ilchmann sagt

    Naturkatastrophen kann und wird es immer geben. Allerdings sind unsere heutigen hochtechnisierten Systeme unglaublich anfällig und total vernetzt, so dass die Auswirkungen viel gravierender wären als z.B. 1816. Schützen können wir und dagegen wohl kaum, jedenfalls nicht als Gesellschaft, höchstens als Einzelner, der eine gewisse Autarkie anstrebt.

  3. AdT sagt

    Vulkanausbrüche sollten unter Strafe gestellt werden, und Angriffe von Aliens gleich mit, jedenfalls wenn die Arten ausrotten. Könnte ja sonst jeder kommen. Für Stromausfall habe ich eine Kerze in der Schublade, aber wahrscheinlich fehlt wieder das Feuerzeug seit der letzten Party…

  4. Friedrich sagt

    Hallo Leute , wundere mich , daß hier nicht viel kommt , aber über Glyphosat und andere Nebensächlichkeiten ohne Ende diskutiert wird. Bei solchen Katatrophen gehts wirklich ins Eingemachte . Da ist Handeln , Moral und Mitmenschlichkeit gefragt. Allein ein Stromblackuot würde uns schon an die Grenzen bringen. Jeder kann mal bei den Preppern,
    das sind Katastrophenvordenker , nachlesen . Dort gibt es Schecklisten für Notfälle. Wir Bauern würden dann mit unseren Getreide-und Viehvorräten unter Polizeischutz gestellt, um Plünderungen vorzubeugen. Es würde für uns alle fürchterliche Einschränkungen geben.
    Da wäre dann nichts mehr mit Malle und Co.

    • Es regiert doch die lineare Kurzsichtigkeit, siehe Thema Klimawandel, anstatt sich mit zyklischer Weitsicht zu beschäftigen. Dass sich Geschichte nicht wiederholt, sondern reimt, ist zwar EIN abgedroschener Satz, aber er hat nichts von seiner Brisanz verloren.

    • bauerhans sagt

      “Da ist Handeln , Moral und Mitmenschlichkeit gefragt.”

      der mensch ist emotional,egoistisch und aggressiv!

    • Mark sagt

      Vulkanismus hat herzlich wenig mit der Sonnenaktivität respektive solaren Einflusses zu tun. Vulkanismus steht in engem Zusammenhang mit der Plattentektonik und hat deshalb globalen Einfluss auf das Klimageschehen bei der Evolution der Erde. Vereinfacht lassen sich verschiedene Erscheinungsformen des Vulkanismus nennen.
      Vulkanismus beim Auseinanderdriften von Kontinentalplatten:
      Dabei bilden sich wachsende Schwächezonen, in die kontinuierlich hauptsächlich basaltisches Magma aus dem Oberen Erdmantel eindringt und sich langgestreckte Basaltgebirge kontinuierlich aufbauen (z. B. Mittelatlantischer Rücken, der fast von der Arktis bis in die Antarktis verläuft und stetig wächst). Beim Erstarren dieser riesigen Mengen von Lavagesteinen werden große Mengen von vulkanischen Gasen einschließlich CO2 frei. Parallel dazu verlaufen häufig Tiefseerinnen. Dieser Gesamtprozess führt nicht nur kontinuierlich zu erheblichen Verschiebungen von Gesteinsmassen sowie fortdauernden Veränderungen der Erdachse, sondern auch zum Austritt von Gasen, die sich in die Hydrosphäre und Atmosphäre verteilen.
      Das Gasgemisch besteht aus Wasserdampf (H2O), Schwefeldioxid (SO2), Kohlendioxid (CO2), Schwefelwasserstoff (H2S), Salzsäure (HCl) und Fluorwasserstoff (HF) aber auch in geringeren Mengen Edelgase, Kohlenmonoxid, Methan und Wasserstoff und reichert sich in den Ozeanen an.
      Vulkanismus beim Aufeinanderprallen von Kontinentalplatten:
      Dabei finden entweder Überschiebungen statt, bei denen entlang einer Subduktionszone die (chemisch) dichtere unter die weniger dichte Gesteinsplatte geschoben wird, oder es kommt zu einer Kollision, bei der eine oder beide Platten in den Randbereichen gefaltet werden. Davor bilden sich Tiefseerinnen (z. B. Marianengraben) und darüber oder dahinter vulkanische Feuerbögen (z.B. Aleuten, Antillen). Letztere heißen Inselbögen, weil nur die Spitzen der Vulkane über den Meeresspiegel herausragen. Einer davon ist der zirkumpazifische Feuerring, der den Westen des Pazifiks von drei Seiten umgibt. Mindestens zwei Drittel aller im Holozän (Beginn vor ca. 12.000 Jahren) ausgebrochenen Vulkane sind dort zu finden. Starke Erdbeben treten dort entlang dieses Ringes zur Entspannung der Erdkruste auf, die zusätzlich zu weiteren Massenverschiebungen und zur Vergasung der Ozeane führen.
      Vulkanismus innerhalb von hauptsächlich ozeanischen Platten:
      Seamounts entstehen an den divergierenden Plattengrenzen einer ozeanischen Platte im Rahmen des Hot-Spot-Vulkanismus aber auch insbesondere auf Scher- und Schwächezonen innerhalb der Pazifischen Platte. Durch ihre Bewegung in Richtung der Subduktionszone verlieren häufig die Vulkane (Guyots) den Kontakt zu ihrer Magma-Quelle. Die Magmaförderung erlischt in diesem Fall. In anderen Fällen kann sie nur ruhen und wird insbesondere im südwestlichen Teil der Platte wieder aktiv und bildet die bekannten Vulkan-Korallen-Atolle. Zum Thema Meeresspiegelschwankungen insbesondere bei Vulkan-Korallen-Atollen gilt: Es gibt nur einen globalen Meeresspiegel, der global den ständigen Schwankungen der Sonneneinstrahlung mit schwankenden Temperaturen und des Meeresbodens als Folge von Plattenverschiebungen und vulkanischen Aktivitäten ausgesetzt ist. Wenn sich der örtliche Meeresspiegel bei Vulkan-Korallen-Atollen verändert, liegt dies dort zusätzlich am langsamen Absinken des mächtigen Ergussgestein-Blocks (über einem Magmaherd), aus dem heute nur einige Vulkanspitzen herausragen und auch der die Basis für die Korallenriffe und Lagunen bildet. Wenn der Magmaherd darunter tot ist, gibt es keine zusätzliche lokale Erhöhung des gesamten Atolls, wenn der Vulkan schläft, dann ist mit zukünftigen Aktivitäten zu rechnen und es muss mit einem Wachsen des Atolls gerechnet werden, ohne zu wissen, wann das passieren wird. Das Ergebnis dieser natürlichen Entwicklung ist, dass es keine lokale Nulllinie für Vulkan-Atolle geben kann, auf die man sich beziehen kann: Denn dort treten kontinuierlich zusätzlich zu den globalen Ursachen für Schwankungen des Klimas und des Meeresspiegels lokale Veränderungen des Abstandes des Meeresboden zur Oberfläche als Folge der Plattentektonik und des Vulkanismu

      • fingerphilosoph sagt

        @ Mark

        Glaubst du eigentlich im Ernst, was du da behauptest oder referierst du Angelesenes?

        Das Alter der Erde wird mit 4.600 Millionen (!) Jahre angegeben. Ihr Durchmesser beträgt 12.700 km und ein paar Zerquetschte.

        Hast du mal ausprobiert, wie schnell der Inhalt einer Thermoskanne abkühlt, wenn sie einen Riss hat? Oder wie schnell ein Zimmer auskühlt, wenns da eine Kälteschleuse hat? Fast so schnell, als wäre gar kein Mantel drum.

        Bei dem Alter und all den Rissen und der Winzigkeit des Planeten dürfte der Erdkern schon längst nicht mehr glutflüssig sein. Da erzählen die sogenannten Wissenschaftler uns eine Story, die hinten und vorne nicht zusammenpasst.

        • Paulus sagt

          @Fingerphilosoph
          Ich hab zwar keine Ahnung von Geologie aber dein Vortrag scheint mir nicht schlüssig.
          Wie ist denn das Phänomen der Plattentektonik anders zu erklären, als das sich diese auf einer flüssigen, zumindest viskosen und somit heißen Masse bewegen? Ich hab da so im Hinterkopf, dass je nach Tiefe Temperaturen von 1.000 – 6.000 Kelvin vermutet werden. Ist ja schon ganz ordentlich und gem. des 2. Hauptsatzes der Thermodynamik müsste es an den Rissoberflächen der Thermoskanne Erde verdammt heiß werden. Kommt außer bei punktuellen eruptiven Ausbrüchen aber nicht vor. Bei Letzteren ergießt sich etwas durchaus Flüssiges, bzw. so ein Zeug mit relativ geringer Viskosität. Das Gasförmige mit den darin transportierten festen Partikeln lassen wir jetzt mal außer Acht. Und jetzt?
          Ich frag ja nur mal so ganz unschuldig als interessierter Laie. (eindimensional denkend) 🙂

        • Mark sagt

          “Das Alter der Erde wird mit 4.600 Millionen (!) Jahre angegeben. Ihr Durchmesser beträgt 12.700 km und ein paar Zerquetschte. ” Hast Du dies selbst eruiert oder referierts Du angelesenes. Eigentlich egal, ich leg noch mal nach:
          Einer der zwanzig Supervulkane befindet sich unter der 150 km² großen Caldera Campi Flegrei, in der Neapel und die Phlegräischen Felder (Pompeji) liegen. Die darunter liegende riesige Magmakammer, speist auch den benachbarten Vesuv und nach neuesten Ergebnissen auch den Ätna (L. De Siena et al, 2017, 3*). Neueste seismische Untersuchungsmethoden haben erstmals Belege für die Existenz einer heißen Magmazone in 4 km Tiefe unter der der Stadt Pozzuoli südlich von Neapel nachgewiesen. Die beträchtlichen ’sogenannten Meeresspiegelschwankungen‘ in diesem Gebiet sind seit 2000 Jahren hinlänglich bekannt – deshalb nur der Hinweis: in den Jahren 1970 und 1983 war die Aktivität so stark, dass der Hafen von Pozzuoli nicht weniger als 3 Meter angehoben wurde.

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Vor 39.000 Jahren, zu Zeiten der Neandertaler, hatte der Supervulkan eine Super-Eruption. Was damals geschah, klingt nach Apokalypse. 300 Milliarden Kubikmeter Lava und Asche wurden ausgespuckt. „Der Himmel über Europa verdunkelte sich, Asche flog bis nach Sibirien, ein vulkanischer Winter brach aus.“ Er war einer der Gründe dafür, dass die Neandertaler ausstarben.

            https://www.berliner-zeitung.de/panorama/pozzuoli-in-italien-erwacht-ein-supervulkan–25954788

            • fingerphilosoph sagt

              @ Mark

              In der Diskussion ging es ursprünglich darum, ob die Aktivitäten der Sonne einen Einfluss auf Vulkanismus und Erdbeben haben können, nicht darum, dass es Vulkane und entsprechend Magmakammern gibt. Das hat niemand bestritten.

              Ich habe nur die gängigen Stories über den glutflüssigen, auch in 4,6 Milliarden Jahren nie abkühlenden Erdkern in Frage gestellt und das wird ja wohl erlaubt sein, um so mehr, wenn man weiß, dass es fast in jedem Jahr irgendwo einen Vulkanausbruch gibt und dass es erdgeschichtlich Phasen gegeben hat, in denen die Vulkanaktivitäten über punktuelle Nadelstiche weit hinausgingen. Vor 540 Millionen Jahren lag, was heute Deutschland ist, bspw. auf zwei verschiedenen Kontinenten südlich des Äquators, auf Baltica und auf Gondwana.

              Zum Vergleich: die Sonne hat einen Durchmesser von 1,4 Millionen Kilometern und vereinigt 99,9% der gesamten Masse unseres Sonnensystems auf sich. Trotzdem geht man davon aus, dass in sieben Milliarden Jahren der Wasserstoff alle ist. Dann wird noch eine Weile Helium verbrannt, dann ist finito. Während der Winzling Erde seinen glutflüssigen Kern auf geradezu magische Weise bewahrt, obwohl Jahr für Jahr fleißig Glut und Asche gespukt wird. Und das seit 4,6 Milliarden Jahren.

              Die Erklärung, dass auf einer angeblich nie abkühlenden glutflüssigen Masse Platten herumschwimmen, reicht hinten und vorne nicht aus.

              Deshalb kann man schon mal nach anderen Erklärungen suchen und über galaktische oder solare Einflüsse nachdenken. Finde ich zumindest.

            • fred huber sagt

              hallo fingerphilosoph!
              es gibt ja auch noch die gezeitenwirkung die von sonne und Mond auf die erde wirken, und den natürlichen radioaktiven zerfall der die erde von innen heizt…

              io, ein Mond von Jupiter, eruptiert immer noch Lava, obwohl viel kleiner als die erde, weil er von seinem planeten durchgeknetet wird.
              hier ein nettes Video vom lesch, als er noch cool war:
              https://www.youtube.com/watch?v=OCfrfjfchi8

            • Brötchen sagt

              die Erde kann ja nur Wärme über Strahlung in den Weltraum abgeben. davor liegt ja eine dicke Gesteinsschicht und die Atmosphäre. Fingerphilosoph, das haben Physiker schon vor langer Zeit berechnet, das würde ich nicht anzweifeln. nur bestimmte Strahlung kann über das Vakuum im Weltraum Energie übertragen. Glaube die von der Sonne ist sehr kurzwellig, die Wärmestrahlung ist ja eher langwellig, die die Erde abstrahlen könnte. Mal ein philosophisches Denkmodell, wenn die Erde sehr viel Wärme abstrahlen würde, dann wäre es in einer Raumstation sehr warm. Umgekehrt muss ein Raumstation nicht viel geheizt werden. Glaube das ist kein grosses Problem. Übrigens ausgetretene Lava bleibt sehr lange warm.

            • Mark sagt

              @f….ph
              “Dann wird noch eine Weile Helium verbrannt, dann ist finito.” Na ja, so einfach ist es dann auch wieder nicht. Kurz vor der Heliumphase verwandelt sich die Sonne in einen “roten Riesen”, welcher dann in der Tat die Erdkruste in eine rießigen Lavasee verwandelt. Da hat dann die Sonne tatsächlich eine Einfluß auf das was wir irdischen Vulkanismus nennen, aber nicht in den nächsten 25 Jahren. Nach der Heliumverbrennung ist übrigens noch nicht finito, da kommt dann noch die Phase des weissen Zwergs mit 11,975 Mrd Jahren und daran anschliessend noch die Phase des schwarzen Zwerges mit ca. 1,357 Mrd Jahren. Erst dann ist voraussichtlich finito. Wir haben also noch ein bischen Zeit …

  5. Schon der erste Satz ist EIN Griff ins Klo: ”Mittlerweile hat sich das Weltklima wieder einigermaßen normalisiert.”

    Was, bitteschön, ist ein normales Klima? So etwas wie ein normales Genom? Der einzige Fakt, den es geben kann, ist, dass es nichts Normales geben kann – es sei denn, etwas wird mit viel Fremdenergie dazu gezwungen, sich in EINE Norm pressen zu lassen.

  6. Altbauer Jochen sagt

    Vorsorgliches Denken ist uns doch allenthalben
    abgekommen auch und gerade bei den politisch Verantwortlichen.
    Es mangelt bei vielen Dingen an notwendiger Weitsicht !
    Seitdem die Menschen im Sommer/Herbst keine Vorräte
    mehr anlegen müssen um über den Winter zu kommen
    denkt doch keiner mehr daran das es Notzeiten geben könnte
    -durch welche Ursachen auch immer.
    Gott möge uns vor solchen bewahren, aber allein darauf verlassen
    sollten wir uns nicht.

  7. bauerhans sagt

    in einem börsenforum wird gerade darüber diskutiert,ob TRUMP der bösewicht ist,der den knopf drückt oder PUTIN……………
    liegts am wetter??

    • Bauer Willi sagt

      Diese Frage überrascht mich.
      Die Antwort: Dass wir Menschen bei Naturereignissen, die wir nicht beeinflussen können, ganz klein sind. Ich habe mir das beim Verfassen dieses Textes selbst klar gemacht. Von daher etwas zum Nachdenken, ohne eine bestimmte Botschaft.
      Wenn ein solches oder ähnliches Szenario eintreten sollte, werden unsere heutigen Probleme auf einmal nebensächlich. Die Anzahl der Kommentare zeigt, dass wir das gerne verdrängen, weil es uns Angst macht.
      Bauer Willi

  8. Friedrich sagt

    Auch uns kann so etwas so oder in anderer Form wiederfahren. Deshalb ist Vorsorge in jedweder Form wichtig. Eine gewisse Weitsicht gibt es hier aber kaum . Das kann man an der planerischen Kurzsichtigkeit bei unserer Bundeswehr z. Zt. genau sehen. Jeder male sich einmal einen Stromblackout aus . Kein Geldautomat ,Tankstelle, Supermarkt, Lebensmittelproduktion usw. usw. würde mehr funktionieren. Nach zwei Tagen läge hier alles am Boden. Auch die Kühlschränke wären leer. Die Gefriertruhen aufgetaut. Kann nur jedem raten ein Notstromaggregat vorzuhalten , natürlich mit entspr. Treibstoff dafür.
    In solch einer Situation sind wir Bauern wieder gefragt, aber erst dann wird man unseren Nutzen wieder erkennen. Zur Zeit leiden wir unter Leuten , die um das “Goldene Kalb” tanzen und nicht an die Zukunft denken.

    • Paulus sagt

      Friedrich, ohne die Wichtigkeit der Bauern in Abrede zu stellen, vermute ich, dass Selbige in einem solchen Fall als Letzte gefragt sind. Es werden eher die Techniker sein die es irgendwie richten müssen.
      Ich wollte auch schon mal so ein Notstromaggregat kaufen. Bei näherer Betrachtung stellte es sich als Schwachsinn heraus, außer für eine kurzzeitige Überbrückung, das schafft man aber auch anders.
      Ich habe mir das mögliche Szenario eines Blackouts mal beim Mittagessen mit einem sogen. Risk Manager der Versicherungswirtschaft schildern lassen. Hörte sich nicht gut an. Wenn alle anderen um mich herum im Dunklen sitzen, möchte ich jedenfalls nicht als einziger das Licht anhaben. Ab einem Tag x müsstest Du dich als Besitzer deiner Güter ernsthaft verteidigen, was ich weder dir, noch der hier versammelten Community rein mentalitätsmäßig zutraue.
      Was deinen Beitrag weiter oben betrifft, diese sogen. Prepper sind Spinner, ziemlich einfältige Spinner.

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Wer mehr als eine Geis im Stall hat, für den ist ein Notstromaggregat zwingend notwendig.

      • AdT sagt

        Ich habe Urlaub. Dann wird von der Substanz gelebt, das können Bauern ja angeblich schon sehr gut. Ich kannte auch so einen Weltuntergangsspinner, der, glaube ich, Prepper war. Jedenfalls war er ein Fetter und hatte Diabetes. Wie er das preppte, weiß ich nicht, das Thema hängte er nicht an die große Glocke. Hat sich aber auch erledigt. Herzinfarkt. Können die Erben nun reichlich Linsensuppe und Kekse essen sowie an Drehtaschenlampen drehen und herumleuchten. Ganz netzautark. Irgendwann braucht man diese vielleicht ganz dringend, als Tauschgut für Zigaretten. Wenn sie nicht schon längst gegen Zigaretten eingetauscht sind.

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Auch wenn ich mich nicht besonders auf solch ein Szenario vorbeireitet habe, eine Notheizung habe ich noch und Kochen geht auch noch.

          Kommt noch Wasser aus dem Hahn, lange nicht, denn der Brunnen liegt in der Rheinebene, habe noch das Glück ein Bach in der Nähe zu haben, kann ihn als Toilette benutzen mit Wasserspülung. 😉

          Das Telefon geht auch nicht und jetzt wo ich dringend einem Notarzt brauche, ist noch der Akku von Handy leer. Wie gut, dass ich noch ein Auto habe, dann kann mich noch meine Frau in das Krankenhaus fahren, die haben eine Notstromversorgung.

          Ich würde ihnen Empfehlen das nicht so sehr in das lächerliche zu ziehen, bevor sie das Video nicht bis zum Schluss angesehen zu haben.

          https://www.youtube.com/watch?v=jfKeGHqrip8

          • AdT sagt

            Ernsthafte Aussage: Man kann sich nicht auf alles vorbereiten, da würde man die Ressourcen falsch einsetzen und auch gedanklich nicht mitten im Leben sein können. Aber man sollte die Dinge immer so präpariert haben, dass man jederzeit gehen kann. Damit meine ich nicht nur Ordnung in den Beziehungen, sondern auch in den Unterlagen.

            Und was den Zeitpunkt des Gehens betrifft, sollte man nicht seinen Angehörigen zumuten, über ihn entscheiden zu müssen (Stichwort Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht).

            Wer preppt, überschätzt meistens die eigene Dauer und Widerstandskraft und unterschätzt die Dauer und Widerstandskraft der Ordnung um ihn herum. Genug mit diesen fast nur noch bekloppten Themen hier beschäftigt.

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