Bauer Willi
Kommentare 75

Der neue Kuhstall und die erneuerbare Energie

Ich habe mich neulich mit meinem Freund Dieter, Biobauer aus Hessen, über erneuerbare Energie wie Photovoltaik und Windenergie unterhalten. Er hatte ein sehr schönen Vergleich, den ich hier wiedergeben möchte, weil er mir gut gefällt:

Ein Bauer baut einen neuen Kuhstall für 100 Milchkühe. Er hat ausgerechnet, dass seinen Flächen dazu ausreichen, seine 100 Kühe zu 100% von diesen Flächen zu versorgen. Er baut also den Kuhstall, allerdings baut er keine Silos, um das Futter, dass im Sommer wächst, für den Winter zu bevorraten.

Was ist die Konsequenz:

Im Frühjahr und Sommer hat er so viel Futter, dass es die Tiere nicht alles fressen können. Da es aber nun mal gewachsen ist, muss es entsorgt werden. Geld dafür bekommt er nicht. Im Herbst und Winter hat er kein Futter. Er will aber seine 100 Kühe füttern und muss deshalb das gesamte Futter zukaufen, denn selbst auf den Weiden ist nichts zu holen.

So verhält es sich auch mit dem Strom aus erneuerbarer Energie. Im Sommer ist so viel da, dass der Strom entsorgt werden muss, im Winter muss er zugekauft werden.

Was nicht hilft: noch mehr Fläche zu pachten….

 

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75 Kommentare

  1. Rolf Sieling sagt

    @thomas
    Das Leben ist schon hart und ungerecht. Möchten Sie jetzt allen Ländern, die in AKW investieren unterstellen das die tatsächlichen Folgekosten nicht bekannt sind? Das ist allen Akteuren sehr wohl bewusst. Trotzdem lag der Preis an der Börse unter 4 Cent/ KWh und die Rechenzentren warten nur darauf. Der Verbraucher wird verschuckelt mit 30cent und Herr Trittin hat die AKW Betreiber auch wieder aus der Verantwortung genommen. Ein großer Teil unseres Stromes wird in Zukunft aus dem Ausland billig eingekauft werden, genauso wie Getreide aus Ukraine, Raps Australien oder Rind Südamerika. Das kann man verurteilen, das Geschäft verhindern leider nicht.

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  2. Daniel sagt

    Schöner Vergleich der nur einen kleinen Haken hat:
    Der Bauer entscheidet selbst, ob er ein Silo baut oder nicht. Für den privaten PV-Betreiber ist das Speichern seines Überschusses über Batteriespeicher möglich aber die praktischste Variante, ein Elektrofahrzeug das bidirektional laden kann, also auch wieder Strom ans Hausnetz (Vehikel to Grid) abgeben kann, wie der neue Renault R5, darf in Deutschland und Österreich so nicht verwendet werden. Da stellen sich die Netzbetreiber quer. In Frankreich aber schon möglich.
    Ist ungefähr so als würde ich dem Bauern vorschreiben seine Silage nur im Wohnhaus zu lagern, wenn ein Silo oder eine Halle um einiges günstiger ist.
    Danke und LG

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    • Bauer Willi sagt

      @Daniel
      Ich möchte ergänzen: kein Bauer mit Nutztieren würde sich trauen, keinen Futter“Speicher“ zu bauen, egal in welcher Form.
      Es wäre doch nicht verkehrt, neue EE-Anlagen nur zu genehmigen, wenn auch ein Speicher verpflichtend mit errichtet wird.

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      • Arnold Krämer sagt

        Der Bau von Mistplatten und Güllelagerbehältern ist gesetzlich vorgeschrieben. Da gibt es kein Ermessen. Nur in in der geforderten Lagerdauer gibt es gewisse Spielräume.

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      • Daniel sagt

        Fakt ist aber, dass der einfachste kompatible Speicher für die EE-Anlagen durch die Netzbetreiber verhindert werden.
        Wäre so, als würden wir Gülleplatten- und Speicher verbieten. Um mal in ihrem Vergleich zu bleiben. Das Problem sind nicht die privaten, die von ihrem eigenen Geld eine nachhaltige Alternative betreiben, sondern, die gewerblichen Netzbetreiber, die jede Alternative zur Abhängigkeit von großen Konzernen unterbinden.
        Fakt ist auch, dass jeder wirtschaftlich und nachhaltig denkende Haushalt, in dem Moment in dem Vehikel to Grid erlaubt wird, einen entsprechendes Fahrzeug, statt eines Teslas, kaufen wird, und den Konzernen die Preisdifferenz zwischen Tag- und Nachtstrom verloren wird.
        Die Technik ist heute da!
        Nur wird sie nicht erlaubt und wir, private wie kleine gewerbliche, werden von den Konzernen, mit ihrer politischen Lobby gegeneinander aufgewiegelt.
        LG

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  3. Rolf Sieling sagt

    Der Atomstrom wird an der Börse noch billiger wie vier Cent werden und immer die Windenergie unterbieten. Er braucht auch keine Südlink, die nochmal dasselbe ansetzt. Bringe ich den Strom in einen Speicher, eventuell sogar langfristig, kostet er danach mindestens 30 Cent. Immer noch ohne Steuer, Netzentgelt und Firmengewinnen. Es sei denn jemand spielt das Spiel mit, kauft umsonst ein und verkauft bei Dunkelflaute. Aber ob das Geschäft für die normalen Investoren offen bleibt?

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    • Thomas Werk sagt

      was für ein Quatsch…. Atomstrom für 4 Cent… ha ha mindestens 40 Cent bestenfalls wenn man mal über die Entsorgung nachdenkt.., die es ja nach wie vor nicht gibt

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  4. Andreas sagt

    Krämer:“ Ihr Betriebsmodell Bio in Form von überwiegender Rohstoffproduktion ohne weitergehende Wertschöpfungskette (das vermute ich bei ihren bisherigen Beiträgen) ist ökonomisch extrem von Subventionen abhängig und viel riskanter als vergleichbare Konvi-Erzeugung.“
    Herr Krämer, sie waren doch landwirtschaftlicher Berater ?
    Wieviel Geld haben sie durch ihre Beratertätigkeit verdient und mit wie viel Geld hat sie der Staat subventioniert ?
    Wenn ein Bauer mit staatlichen Stellen einen Vertrag über die Lieferung einer genau bestimmten Leistung abschließt, bekommt er einen angemessenen Lohn für die gelieferte Leistung und keine Subvention !

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  5. Till sagt

    Genauso, wie ich keinen Bauer kenne – und ich kenne so einige Bauern, immerhin bin ich im hessischen Vogelsberg aufgewachsen – der kein Silo hat, oder, um im Bild zu bleiben, zumindest gar keine Silage macht, so gibt es auch keine Solarpanele oder Windkraftwerke ohne Speicher und Reserve.
    Der Speicher / die Reserve kann sehr weit weg sein (in den Alpen, in Norwegen in Form von Wasserkraft) oder sehr nah dran (als Kohle- oder Gaskraftwerke 100 km weiter), oder in Form der boomenden Batterien, oder in Form von sich ergänzenden Erneuerbaren (Wasser/Wind/Sonne, klassisch Pumpspeicher), aber es gibt sie. Und nein, es sind nicht die französischen Kernkraftwerke, wie behauptet wird, die uns retten, Informieren bitte.
    Was wurde alles behauptet; Blackouts kommen demnächst, die deutsche Wirtschaft bricht zusammen, etc. etc. De Facto 2025: Wind und Sonne sind unschlagbar günstig, die Integration ins europäische Verbundnetz funktioniert und die Dekarbonisierung schreitet voran. Gar nicht so schlecht 🙂
    Dass so eine positive Meinung natürlich nicht so beliebt ist, weil man da nicht Schimpfen kann (über „die Grünen“, oder „die da oben“, oder „die Lobby der Erneuerbaren“ (immerhin, originell :-)), oder „die NGOs“ (dass die mächtig sind, auch interessant 🙂 ).. damit muss man wohl leben. Polemik und Bad News sind halt beliebter.
    Gruss,
    Till

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    • Bauer Willi sagt

      @Till

      Die Kapazität aller deutschen Stromspeicher reicht für 10 Minuten.
      Benennen Sie bitte konkret, welche Kapazitäten andere Speicher haben. Ich vermute, dass Sie das nicht können, sondern nur vermuten

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      • Till sagt

        Lieber Bauer Willi,
        Danke für Ihre Vermutungen. Ich könnte, nach einer Internetrecherche, die Speicherkapazität aller Wasserkraftwerke und Batteriekraftwerke in Europa benennen. Ich bin mir aber nicht sicher, was das bringen soll. Am Ende zählt die Kombination aus Reservekraftwerken und Speichern im sogenannten „CESA“, dem ausgesprochen stabil und zuverlässig laufendem europäischen Verbundnetz. Ein rein deutsches Stromnetz, oder ein rein bayrisches, oder städtisches, würde ich nicht wollen – das wäre teuer und ineffizient.
        Gruss,
        Till

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        • Schmeckt gut sagt

          Was sollen diese Internetrecherchen bringen. Erstens sind es keine nachvollziehbaren Fakten, sondern nur Zusammenstellungen von (Werbe)-Aussagen der Energieerzeuger oder derjenigen, die ihren Weg der „neuen“ Energierezeugung verkaufen wollen. Und zweitens spricht die Realität eine andere Sprache: Spanien hatte schon große Probleme durch die Insellage und Europa trickst sich durch die Belastungen der deutschen „Energiewende“ von Jahr zu Jahr durch, denn der Ausbau von „Spitzenlasterzeugern“ (PV, Windkraft) hat unkontollierte Züge. Die sinnvollen Wasserkraftwerke sind in Norwegen oder in den Bergen. Und der Strom muß über hunderte km dort hingeleitet werden und zurück (spricht jemand über die Durchleitungsverluste bei diesem Transport??). Es ist ein Wahnsinn, wie unsachlich die Diskussion bei diesem aufgeheizten (und so wichtigen) Thema läuft. By the wy: Norwegen und die Alpenländer machen uns vor, wie es geht. Nämlich mit Speichern – sie können es und müssen dem größenwahnsinnigen Deutschland helfen, bei der ideologisch geprägten Energiewende und verdienen dabei viel Geld (das ich ihnen gönne). Ein Irrsinn.

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          • Till sagt

            Hallo Schmeckt gut

            Einige Sachen habe ich jetzt nicht verstanden.

            „Erstens sind es keine nachvollziehbaren Fakten, sondern nur Zusammenstellungen von (Werbe)-Aussagen der Energieerzeuger oder…“ – sind Sie ernsthaft der Ansicht, das alle Aussagen im Internet zu Speichern, Strommengen, etc. von einer grossen Verschwörung verfälscht werden, verstehe ich das richtig? Dann ist es allerdings schwierig, zu diskutieren.
            „Europa trickst sich durch die Belastungen der deutschen „Energiewende“ von Jahr zu Jahr durch“ – inwiefern trickst sich wer da wie durch – das Netz ist stabil wie nie zuvor, ich verstehe nicht recht was Sie meinen.
            Spricht jemand über die Durchleitungsverluste bei diesem Transport?? – auch hier, als ob das Geheimnisse wären. Die Durchleitungsverluste, liegen im einstelligen, maximal niedrig zweistelligen Bereich. Im Verhältnis zu den Verlusten in Verbrennungsmaschinen, in denen die Hälfte der Energie genutzt werden kann, wenn es gut läuft, also sehr überschaubar.
            Norwegen und Alpenländer machen es vor, aber wir sind „grössenwahnsinnig“ weil wir es nicht können – warum genau sind wir „grössenwahnsinnig“, weil wir keine Berge haben um so etwas zu realisieren? Oder weil wir sinnvollerweise die vorhandenen Speicherkapazitäten der Nachbarländer im Verbundnetz mitnutzen, bevor wir eigene, weniger leistungsfähige bauen?

            An einem Punkt gebe ich Ihnen uneingeschränkt Recht:
            „Es ist ein Wahnsinn, wie unsachlich die Diskussion bei diesem aufgeheizten (und so wichtigen) Thema läuft.“ Allerdings, mich irritiert die Wortwahl bei diesem Thema auch immer wieder.

            Schade, dass wir das nicht so rational und unideologisch wie Asien angehen können, in Indien, China, und eigentlich allen aufstrebenden Nationen hat sich der Markt schon längst entschieden, und wir klammern und an Fossile und tlw. sogar noch an Atomkraft.

            Gruss, Till

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            • Christoph aus der Stadt sagt

              In Deutschland hat die Vision eine Energieversorgung nur mit Wind und Sonne bewerkstelligen zu können fast schon religiöse Züge. Das ist die Steigerung von ideologisch. Das sieht man u.A. daran, dass – wie hier in BW – regelmäßig Windkraftanlagen mit großer Begeisterung in Gebieten „ohne“ Wind gebaut werden, nur weil Windkraftprojektierer gefakte Ertragsprognosen vorlegen, die später nur zur Hälfte realisiert werden. Dies ist zwar meist schon vorher bekannt, aber ein fester Glaube lässt sich durch Skeptiker nicht erschüttern. Die Anlagen geraten dann mangels Stromausbeute auch gerne in die Insolvenz (z.B. Straubenhardt, Simmersfeld..), was aber oft völlig lautlos über die Bühne geht. Um sündige Nachrechner auszuhungern, werden Ertragsdaten der Anlagen auch gerne geheim gehalten. Besonders präkär sieht es auch im Freiburger Raum aus, wo bei Windkraft rechnerisch im Durchschnitt 87% Stillstand herrscht.
              Inder und besonders Chinesen sind da in der Tat unideologisch. Sie sehen die „Erneuerbaren“ als Mittel zum Zweck, die man dort installiert, wo es sich wirtschaftlich rechnet und sie und haben auch verstanden, dass diese nur im Mix Sinn ergeben. Im Augenblick noch im Mix mit Kohle und zukünftig zunehmend mit Kernkraftanlagen (23 im Bau, 44 geplant).

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              • Till sagt

                Hallo Christoph,
                Eine kurze Internetrecherche zu Ihren Beispielen ergab: a) Simmersfeld: „Windkraft bei Simmersfeld, Millionen-Spritze für Altensteigs Stadtkasse“ (Schwarzwälder Bote) , b) Straubenhardt: „Windpark Straubenhardt bringt guten Ertrag “ (Badische Neueste Nachrichten).
                Bei China sind Sie falsch informiert worden. Kernenergie machte in China 2024 4.4% am Strommix aus, Sonne und Wind mehr als das dopellte, Wasser mehr als das Dreifache. Weltweit sinkt der Anteil von Kernkraft am Strommix, von dem SMR als Hoffnungsträger hört man auch nichts mehr. Sonne und Wind, darin investiert China massiv.
                Wie vorher schon bei „Herrn Schmeckt Gut“ weiter oben, scheinen dunkle Mächte im Spiel zu sein, welche keine Mühen scheuen, uns anzulügen und die Wahrheit zu vertuschen, von der Würtembergischen Provinz bis nach China.
                Lautlos, ideologisch, kein Wind, gefaked, Skeptiker. geheim gehalten… ein düsteres Weltbild, welches Sie hier ausbreiten.
                Und wenn es viel einfacher wäre, und sich nun einfach nur Wind und Sonne rechnet, auch wenn wir technologisch und gesellschaftlich noch daran arbeiten müssen, auch Dunkelflauten optimal zu überstehen? Könnte das nicht doch vielleicht möglich sein, ohne düstere Verschwörungsmythen? Ich bin da optimistischer, die Untergangsszenarien der Vergangenheit (Ohne Kernkraft gibts Blackouts, wenn die Grünen an der Macht sind geht die Welt unter, wir können ohne russisches Gas nicht überleben) haben mich da bestärkt.
                Gruss,
                Till

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                • Christoph aus der Stadt sagt

                  Wie ich schon geschrieben hatte, Jubelmeldungen finden sich leicht im Netz, Fakten mühsamer. Aber hier mal ein Verlautbarung des Gemeinderats in Baden-Baden zu Straubenhardt und Simmersfeld: „Wir leben in einer der windärmsten Regionen Deutschlands. Die von Baden-Baden aus nächstgelegenen Windindustrieparks Simmersfeld und Straubenhardt laufen beide hoch unwirtschaftlich. Das ehemalige „Leuchtturmprojekt“ Simmersfeld erzielte von Betriebsbeginn 2008 an einen so geringen Ertrag, dass der Betreiber bereits nach vier Jahren 2011 insolvent wurde. Der Stromertrag der Anlagen betrug im Zeitraum 2008 bis 2018 im Schnitt 40.496 MWh pro Jahr. Das ist lediglich 63% der Strommenge, die vorab berechnet wurde, um das Projekt genehmigt zu bekommen. In Straubenhardt sollte alles besser werden, denn dort wurden deutlich höhere und leistungsstärkere „moderne Schwachwindanlagen“ errichtet. Doch auch dort das gleiche katastrophale Ergebnis. Im ersten Betriebsjahr 2018 wurde nur 62% der vom TÜV Süd prognostizierten Strommenge erzeugt. Die Stromerzeugung der 11 Straubenhardter Windkraftanlagen (je 200 Meter hoch) lag damit deutlich unter den gutachterlichen Prognosen. An 55 Prozent aller Jahresstunden wurde dort überhaupt kein Strom erzeugt oder nur äußerst geringe Mengen, bis zu maximal 5,7 Prozent der Nennleistung.“
                  https://cdu-fraktion-baden-baden.de/2021/07/20/windenergienutzung-in-baden-baden-gemeinsame-stellungnahme/

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    • Limes sagt

      „Der Speicher / die Reserve kann sehr weit weg sein (in den Alpen, in Norwegen in Form von Wasserkraft) …“
      Warum in die Ferne sogar bis nach Norwegen schweifen wenn das Gute liegt so nah. Ist der Vogelsberg aufgrund seiner Topographie nicht sehr gut geeignet um dort eine größere Anzahl von Speichern (Wasserkraft) zu bauen. Sind dort schon welche gebaut worden bzw gibt es Initiativen solche in absehbarer Zeit zu bauen? Kann es sein das man sich damit zufrieden gibt wenn diese Eingriffe möglichst weit weg erfolgen und nicht direkt dort vor Ort?

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      • Till sagt

        Hallo Limes

        Ich hätte kein Problem mit Pumpspeicherkraftwerken oder Speicherbecken im Vogelsberg, aber die paarhundert Höhenmeter, das lohnt einfach finanziell nicht. Aber ich bin sehr stolz auf den Vogelsberg, das Repowering nimmt konkrete Formen an, und die Vogelsberger stehen mehrheitlich hinter der Windkraft. Dazu ist diese Region gut geeignet, Solar und Wind kommen dort gut voran. Und vermindert die Eingriffe durch Kohle, Gas und Öl sonstwo auf der Welt.
        Es wird Zeit, dass wir unsere Energieimporte minimieren, schön dass wir uns da einig sind.

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        • Limes sagt

          „im Vogelsberg, aber die paarhundert Höhenmeter, das lohnt einfach finanziell nicht…“
          Wirklich es gibt doch Bsp mit ähnlicher Lage z.B Vianden (Luxemburg) da sind es auch nur ein paarhundert Höhenmeter. In Norwegen und den Alpen oder anderswo fallen ebenfalls Kosten für den Bau an dazu noch die Transportverluste.
          Der weitere Bau von großen PV Anlagen in der Landschaft ist ein erheblicher Eingriff in die Natur und ein Frevel wenn parallel keine Möglichkeiten zur Speicherung geschaffen werden um Energieimporte zu minimieren und unabhängiger zu werden.
          Da sie auch die finanzielle Komponente und Unabhängigkeit von Energieimporten zu Recht betonen noch ein Hinweis zur Einstellung in D. Gas benötigen wir noch wollen aber keine Förderungen obwohl aus unserem Landesgebiet Gas gewonnen wird (Nordsee Grenze Niederlande-D) ähnlich läuft es wohl zukünftig östlich an der Grenze zu Polen mit Öl. Dort will man Felder erschliessen bei uns wohl nicht. Gas und Öl als auch Kohle werden auf absehbare Zeit noch benötigt mit anderen Worten wir importieren Gas und Öl obwohl wir es selber vor Ort gewinnen könnten. Atomstrom werden ebenfalls noch lange importieren ja müssen schon um das europäische Stromnetz am Laufen zu halten. Die seit einiger Zeit praktizierte NIMBY Politik (Not in my backyard) kostet sehr viel Geld bindet Ressourcen und führt im Ergebnis zu hohen Energiekosten.

          In der Summe ist jeder auch noch so kleine Beitrag wichtig um unsere Energieversorgung langfristig verlässlich zu machen. Speicherwerke auch kleine vor Ort gilt übrigens auch für Biogasanlagen vor Ort helfen dabei und dies über einen sehr langen Zeitraum von 100 Jahren oder länger.

      • zmp_nachfahre sagt

        Suchen Sie z.B. mal nach „Pumpspeicherkraftwerk Atdorf“ im Südschwarzwald. Das sollte nun schon seit einigen Jahren laufen, hätte 600m Höhendifferenz gehabt und bis zu 1,4 GW liefern können, insgesamt 13 GWh – wäre das größte in Europa gewesen.
        Trotz einiger Vergünstigungen wäre es anscheinend nicht wirtschaftlich zu betreiben gewesen – mehr als die „paarhundert Höhenmeter“ ist hier in Deutschland eben nicht zu haben.
        Und die ersten, die heftig gegen den Bau von neuen Pumpspeicherkraftwerken protestieren, sind die Grünen!

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    • Peter sagt

      Cool…dann nimm`mal deine Buntstifte und male für uns Kurzsichtige die Ströme von Energie und Geld in eine Karte….hilft vielleicht bei der nächsten Verhandlung (Versuch der Schadensminimierung…) mit dem Energielieferanten.

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      • Till sagt

        Guten Abend
        Ich bin mir nicht so ganz sicher, wie Ihr Kommentar mit „Kommentare werden moderiert. Bitte seid freundlich und rücksichtsvoll! Ihr dürft gerne kritisch sein und kritische Fragen stellen, jedoch bitte in einer konstruktiven Art und Weise.“ vereinbar ist, und was jetzt Ihre Frage an mich ist.
        Gruss

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        • Peter sagt

          Wie finanziert ein landwirtschaftlicher Betrieb sein Pumpspeicherkraftwerk in Norwegen?

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  6. Limes sagt

    Sehr guter und treffender Vergleich.
    Das was gerade abläuft hat gute Tradition in D schliesslich haben wir seit Jahrhunderten Schildbürger unter uns. Die hatten schon vor langer Zeit vergessen in ihr Rathaus Fenster einzubauen und sich dann gewundert das es im Innern dunkel war. Gelöst haben sie es indem sie mit Eimern Licht eingefangen haben und im Rathaus die Eimer leerten. Könnte zur Steigerung der Produktivität der PV Anlagen von modernen Schildbürgern genutzt werden. Die Schildbürger deckten schliesslich das Dach ab so konnten sie wenigstens tagsüber das Rathaus nutzen. Hilft leider bei PV nicht bleibt nur die Eimerlösung
    Auch für mangelndem Wind zum Antrieb der Windräder sind Schildbürger Lösungen möglich. Einfach Wind in Windbeutel oder Luftballon einfangen, auf dem Speicher lagern und bei Flaute entleeren. Bei beiden Lösungen könnten weitere Versiegelungen vermieden werden.
    Natürlich gibt es auch weitere Speicherlösungen aber da müssten die modernen Schildbürger ihre Gewohnheiten und Prioritäten ändern.

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  7. Georg Johann Brand sagt

    Noch 2 Ergänzungen:

    1. Mit dem Energiebedarf in der Landwirtschaft passt die Energielieferung der PV Anlagen sehr gut zusammen, denn sie liefern v.a. zu der Zeit (im Sommer und bei schönem Wetter) in der viel Energie benötigt wird, z. B. für die Einlagerung und Konservierung der Ernte.

    2. auch Pflanzenöle sind lagerfähige Energieträger. Insbesondere für die schweren Abeiten (leistungsstarke Traktoren) sind sie eine gute Lösung, weil sie aufgrund ihrer höheren gravimetrischen Energiedichte den Betrieb mit geringerem Bodendruck ermöglcien als mit Akkus.

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  8. Georg Johann Brand sagt

    Nichts Neues.
    Für fast alle landwirtschaftlichen Produkte könnte man dieses Beispiel aufmachen.

    Ganz stimmt der Vergleich jedoch nicht. Es gibt Erneuerbare Energien die auch im Winter liefern, nämlich z. B. Windräder, Wasserkraft- oder auch die Nutzung der Geothermie.
    Allerdings hat z. B. die Wasserkraft nur ein sehr begrenztes Ausbau-Potential.

    Die noch ausbaufähigen Lastesel sind Wind und PV brauchen einen
    • kurzfristigen Ausgleich im Tagesgang
    • und einen langfristigen im Jahresgang

    Ersteres ist rel. gut lösbar über Batteriespeicher, das Zweite ist schwieriger, denn als Langfristspeicher taugen Batterien nicht.

    Aber auch für die Langfristspeicherung gibt es Lösungen, nicht nur in Form von Wasserstoff. Es gibt auch andere stoffliche Speichermöglichkeiten. Dazu gehört z. B. auch Holz, das fast unbegrenzt lagerfähig ist und dazu gehören auch Biogassubstrate, wie Nawaro, Gülle und anderes.
    Das neue Biogaspaket greift das auch auf und fördert den Umbau der Biogasanlagen zu flexiblen und regelbaren Kraftwerken.
    Und lagerfähige Energieträger sind natürlich auch Kohle und Gas, von denen wir aber aus den bekannten Gründen wegmüssen.

    Alle Lösungen zum Langfristausgleich sind teuer, weil die Kraftwerke für diesen Ausgleich nur kurze Laufzeiten haben. Nämlich immer nur dann, wenn PV und Wind nicht liefern, denn für PV und Wind gilt die Vorrangeinspeisung.

    Das spezifisch deutsche Problem ist, dass wir für diesen Ausgleich auch noch einen höheren Bedarf haben, weil wir uns von den grundlastfähigen Energieerzeugern ganz oder zu schnell verabschiedet haben.
    Andere Länder machen das schlauer. Sie behalten ihre nukleare Grundlast und zunächst auch die fossile, und bauen darauf jetzt die fluktuierende Spitzenlast auf, das ist viel einfacher.

    Beispiele sind China und auch europäische Lander wie Frankreich, Schweiz, Schweden und andere.
    Wir dagegen haben die Grundlast weitestgehend abgeschaltet und haben jetzt einen sehr hohen (und teuren) Bedarf an flexibler Spitzenlast.

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  9. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Wenn es diese Art Erklärung braucht um die Zusammenhänge zu verstehen ist eh alles zu spät. Für die benötigten Speicher dürften die Rohstoffe das Problem sein. Und dann sind auch da die Kosten ….

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  10. Jörg sagt

    Die deutsche Energiewende krankt daran, dass man sie unter hohem politischen und medialen Druck viel zu hektisch vorangetrieben und buchstäblich den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht hat. Was hätte man an Kosten sparen und an Effizienz gewinnen können, wenn
    1. Windkraft und Solarenergie nicht vor, sondern gleichzeitig mit dem Ausbau der nötigen Übertragungsnetze vorangetrieben worden wäre
    2. Im Gleichklang mit der Installation der Erneuerbaren die nötigen Speicherkapazitäten geschaffen worden wären (Elektrolyseure, die mit überschüssigem Strom Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff spalten). Der Wasserstoff hätte direkt zur Stromerzeugung, zur Synthese von synthetischen Kraftstoffen oder in der Stahl- und Chemieindustrie genutzt werden können.
    3. Zur Sicherung einer stabilen Grundlast die Kernkraftwerke nicht abgeschaltet worden wären, die noch vor Fukushima ca. 25% zum deutschen Strommix beigetragen haben.

    Mein Fazit: Wir hätten deutlich billigeren Strom und müssten uns wegen Brownouts und Blackouts weniger Gedanken machen. Höchstwahrscheinlich hätten wir in den vergangenen Jahren seit Fukushima sogar weniger CO2 emittiert als mit unserer verkorksten Energiewende Realität.
    So läuft es leider, wenn die Politik derart grundsätzliche Entscheidungen unter dem Druck von NGO’s und Medien trifft. Leider gibt es auch viele Techniker und Ingenieure, die dabei vielleicht sogar gegen besseres Wissen mitgemacht haben. Zu verlockend sind dann doch die Aussichten auf Aufträge und Gewinne. Die Lobby der Erneuerbaren ist inzwischen viel mächtiger als die vielgeschmähte fossile Lobby oder die in Deutschland praktisch nicht mehr vorhandene Kernkraft Lobby.
    Immerhin sind wir auf der moralisch richtigen Seite. Schliesslich wollen wir ja die Welt vor dem Klimatod retten (Vorsicht:Ironie)

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    • zmp_nachfahre sagt

      Diese Krankheit ist dadurch verursacht, daß Besserwisser als Politiker Entscheidungen in Gebieten treffen, in denen sie nicht einmal ansatzweise Ahnung haben. Und sie sind auch nicht imstande, vorher „ergebnisoffen“ zu überlegen und sich angemessen beraten zu lassen.
      Dann hätten sie (Beipiel Punkt 2) erfahren, daß Speicher im großen Maßstab nicht verfügbar sind und absehbar auch nicht mal eben realisiert werden können. Angefangen beim typischen Wirkungsgrad um die 20% (Strom-> Speicher-> Strom), der bedeutet, daß man fünfmal mehr Windräder etc haben muß als für die direkte Versorgung. Und speziell Elektrolyseure arbeiten noch schlechter oder gar nicht mit wechselhafter Stromversorgung – wie andere großtechnischen Anlagen auch.

  11. zmp_nachfahre sagt

    Eigentlich war das von Anfang an offensichtlich, aber wenn Ideologie vor Realität kommt….
    Wenn man alles im Detail durchrechnet, stellt man auch fest, daß man für die „vollständige Lösung“ (also mit Speicher) einen unglaublich hohen Aufwand haben würde: Rohstoffe (insb. Kupfer und Seltene Erden für Magnete und Batterien), Baumaterialien, neue Trassen für Kabel (jedes Windrad und jede PV-Anlage muß einzeln angeschlossen werden!). Selbst wenn alle Rohstoffe ausreichend verfügbar wären, kommt man auf Kosten, die SEHR weit über denen für entsprechend viele „konventionelle“ Kraftwerke liegen.
    Und im übrigen hat CO2 keinen wesentlichen Einfluß auf das Klima.

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  12. k. land sagt

    was mich an dem ganzen photovoltaik thema stört:
    wieder einmal solls nur die Landwirtschaft richten 👎. wieso werden wiedermal nur wichtige landwirtschaftliche Grünflächen, die wir besser für unser Klima und unsere Lebensmittel verwenden sollten mit photovoltaik zugepflastert ? was ist mit den tausend supermarkt- und bahnhofs parkplätzen, mit den tausend dachern großer Einkaufszentren ?? wieso fangen wir nicht vorher in den städten an bereits zubetonierte, bereits versiegelte flächen mit photovoltaikplatten zu bestücken !?? dann wär der strom auch gleich dort, wo die großen Stromverbraucher sind !! die politik macht sichs wiedermal einfach. die Bauern kann man leichter gängeln als die großen Handelsketten oder Baukonzerne 🙈 wann leisten die Städte endlich mal was für Mutter Erde 🙏🙏🙏???

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    • Kemetbauer sagt

      Noch entscheiden die Flächeneigentümer über die Verwendung ihrer Flächen; und ich hoffe, das bleibt auch so. Wer also, im Rahmen der gebotenen legalen Energieerzeugungsmöglichkeiten, seine Flächen zur Verfügung stellen möchte, der soll das tun. Völlig unabhängig davon, was die Umgebung dazu sagt. Es gibt kein Grundrecht auf eine maximal idyllisierte Landschaft. So viel zu “ ..solls nur die Landwirtschaft richten…“.

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    • T.Nachbar sagt

      Fast ganz Ihrer Meinung, leider kommt dazu, dass mancher Landwirt, aus welchen Gründen auch immer, gern bereit ist, seine Flächen für diese eigentlich der Landwirtschaft völlig entgegengesetzte Nutzung zu verpachten.In diesem Zusammenhang muß ich an die Parolen der Politik zu Corona Zeiten denken, als die Unabhängigkeit in Sachen Lebensmittel durch Förderung der Landwirtschaft gefordert wurde…

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      • Der Brandenburgbauer sagt

        @ T.Nachbar . Oft nicht nachvollziehbar “ völlig entgegen gesetzte Nutzung zu verpachten “ .
        Bei einem Pachtpreis von bis zu
        4000 Euro pro Hektar jährlich, glaube ich schon. Zumal wenn es sich um Böden mit geringer Acker oder Bodenwertzahl handelt
        Verpachtet ist ja nicht verkauft.

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        • T.Nachbar sagt

          Genau das ist das Problem: es gibt die, die darin einen Rettungsanker für Hof und Lebensunterhalt sehen und nachvollziehbar den auch nutzen, und es gibt die, die es eben nicht müssten, aber für die Geld nicht stinkt, und die darum zugreifen, oft dabei ihre früheren Überzeugungen über Bord werfend. Ich schreibe das so drastisch, weil eben dies in unserer Gegend gerade passiert, auf Böden mit hoher Bonität für PV, in völlig gesunden Mischwäldern in Schwachwindbereichen für Windräder. Die erste Gruppe kann man irgendwie verstehen, bei zweiteren wünschte ich mir mehr Haltung und Weitsicht, und es tut weh, wenn man miterlebt, wie anfängliche Geschlossenheit durch entsprechende Geldgebote bröckelt.

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          • Kemetbauer sagt

            Es gilt immer, den Betrieb unter den aktuell gegebenen Bedingungen abzusichern. Da sind frühere „Überzeugungen“ nur noch sekundär von Bedeutung. Der Appell an „höhere Werte“ wird oft von denen ins Spiel gebracht, die ihr Schäfchen im Trockenen haben und Veränderungen in ihrem räumlichen Lebensumfeld nur lästig finden. Der dann oft ins Spiel gebrachte Wertverlust für die eigene Immobilie, ist da ein immer wieder gehörter Einwand. Wo steht denn, dass Immobilienwerte immer nur eine Richtung haben dürfen? Auch immer wieder gern gehört sind Äußerungen nach dem St.-Florians-Prinzip.

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        • Thorens sagt

          „Bei einem Pachtpreis von bis zu
          4000 Euro pro Hektar jährlich, glaube ich schon.“

          Ja, den Pachtpreis zahlt sonst keiner, die Summe ist mit Getreide niemals als DB drin und das Ganze auch noch 20 Jahre garantiert, in einer Situation, in der der Landwirt fürchten muss, dass sich die Bedingungen aufgrund politischer Entscheidungen derart ändern, dass Getreideanbau künftig sowieso defizitär wäre auf den infrage stehenden Flächen. Man darf Idealist sein, schlussendlich aber leben alle vom Geldverdienen.

          Als Pächter von Dachflächen für PV betrachte ich das aber auch von der anderen Seite. Bei 4.000 €/ha Pacht/Freifläche, macht das 0,40 €/qm. Von einer der betriebenen bescheidenen Anlagen, habe ich ungefähre Zahlen im Kopf. Die anteilige Dachfläche beträgt runde 350 qm. Dafür zahle ich jährlich einen Betrag von gut 700,– €. Demnach ca. 2,– €/qm. Zusätzlich besteht bei Dachflächen immer das Risiko, dass sich während der Pachtdauer ein Dichtheitsthema für die Dachfläche ergibt.

          So gesehen halte ich die gezahlten Pachtpreise für Freiflächen-PV für geradezu lächerlich niedrig.

          Und was soll der Bauer tun in Zeiten, in denen der Elektrizität offenbar ein weit höherer Wert beigemessen wird als der Ernährung? Mit dem Strom schwimmen hat noch keinen stehenlassen.

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          • Thomas Bröcker sagt

            Das Ganze hat immer zwei Seiten : Die derzeitigen Strompreise, die beim derzeitigem Stand der Technik, real im Jahreslauf durchschnittlich erzielt werden, liegen eher bei 5 Ct als bei 7-8 Ct. Mit diesen Preisen sind eigentlich Pachten von 4.000,- € schon illusorisch. Die Laufzeiten für Finanzierung von PV-Anlagen sind schon jetzt irrwitzig lang kalkuliert. Werte werden sich durch Nachverhandlungen eher bei 3.500,- €/ha einpegeln.
            Der Boom bei den Freiflächen dürfte fast durch sein, wenn nicht effektive und bezahlbare Langzeitspeicherlösungen gefunden werden.
            Die vielen Projektentwicklerfirmen, die aufgeploppt sind wie die Fensterbauer nach der Wende im Osten, suchen teils schon intensiv nach neuen Geschäftsfeldern. Wer von Denen diese Geschäftsfelder nicht findet, wird genauso schnell verschwunden sein, wie die vielen Fensterbauer im Osten … nachdem alle Fenster eingebaut waren.

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            • MarK sagt

              „Die derzeitigen Strompreise, die beim derzeitigem Stand der Technik, real im Jahreslauf durchschnittlich erzielt werden, liegen eher bei 5 Ct als bei 7-8 Ct. “
              Seit 2 Jahren ist meine PV – Anlage aus der Förderung raus und erzielt nur noch den echten Marktpreis für PV. In der Jahresendabrechnung bezahlte der Abnehmer, in meinem Fall die Stadtwerke, genau 2,01 cent/KWh!!!!! Zu diesem Marktpreis gäbe es keine einzige FreiflächenPV und schon gar keine Flächenpacht. Der Markt spiegelt die Realität wieder und zeigt wie unsinnig solche Projekte wie die 80 ha Anlage in BW (siehe mein Link unten) eigentlich sind und wie dämlich Politiker in völliger Ahnungslosigkeit irgendwelchen Quatsch nachplappern!

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      • Bauer Willi sagt

        @Kemetbauer
        Einem Bekannten hat man eine Jahrespacht von 24.000 € für Batteriespeicher geboten. Pro Hektar und Jahr für 30 Jahre…,

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        • Kemetbauer sagt

          Da muss man dann schauen, wieviel davon übrig bleibt. Wenn mit diesem Einkommen die Gesellschaft mit 42 plus 3 alimentiert wird, ist der Spaß nur noch ein kleiner.

    • Der Brandenburgbauer sagt

      @k. land.
      Moin , das hier geschriebene kann ich voll unterstützen. Es gibt in diesem Land noch viele Reserven um Photovoltaik sinnvoll zu platzieren. Landwirtschaftliche Flächen, wo noch ökonomisch produziert werden kann , sollten für diese Zwecke tabu sein.
      Kommunen sollten ihre Möglichkeiten, bei der Genehmigung von Bauvorhaben , was Supermärkte oder Parkplätze um nur einige zu nennen betrifft , reseluter ausschöpfen. Mit der Konsequenz , entweder ihr baut wie wir es fordern , oder es gibt keine Baugenehmigung. Punkt.

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      • Kemetbauer sagt

        Könnte diese fachlich nicht belegbare Rigorosität evtl. zukünftig dann auch für ldw. Bauvorhaben gelten? Z.B. sie bauen einen Luftwäscher oder es gibt keine Baugenehmigung. Schön, dass in einer Berufsgruppe, die ihre Unabhängigkeit und Freiheit immer so hoch einschätzt, wieder mal der Zwang gegen andere zum Tragen kommt.
        btw: auf welchen ldw. Flächen wird denn in diesem Jahr „ökonomisch produziert“?
        Hier werden aktuell die Getreidequalitäten mit dem Regen „ausgewaschen“. Statt der kalkulierten 240€/t für Back- und E-Weizen, gibt es 185€/t für Futterweizen. Ökonomisch sinnvoll? Im letzten Jahr war es das gleiche Spiel. Für nicht wenige Betrieb sind die regenerativen Energien der letzte Strohhalm. Wenn das hier unbekannt ist, bin ich wohl von privilegierten Berufskollegen umgeben. Oder eher von Außerlandwirtschaftlichen?

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        • Thomas Bröcker sagt

          Das sehe ich ausnahmsweise mal genauso. Wenn ich das Angebot bekomme Flächen für 4.000 € zu verpachten, weil die Energiewende so angegangen wird, tue ich das. Das erreiche ich zur Zeit mit keiner landwirtschaftlichen Kultur und selbst bei gut funktionierenden Sonderkulturen nur mit enormem Kapitalaufwand. Wir haben auch eine nicht unerhebliche Fläche verpachtet, um die schwächelnde Produktion quer zu subventionieren. Die Speicherung und ev. Nutzung vor Ort wird sich entwickeln. Die neuen Server/Rechenzentralen-Standorte für KI u.Ä. haben z.B. Anschlusswerte von 80 MW und mehr. So ein Ding könnten wir nicht mal versorgen. Außerdem sind die Netze der Städte meist für das Einsammeln den Transport großer Energiemengen nicht gut geeignet (Gefahr der Überlastung). Da muss mindestens eine 110 KV-Leitung mit freien Kapazitäten verfügbar sein.

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          • Der Brandenburgbauer sagt

            @ Thomas Bröcker. Moin Thomas , wir sind Mal wieder wie so oft hier bei Willi einer Meinung.

        • Arnold Krämer sagt

          Die Luftwäscher sind bei bestimmten Größenordnungen und Tierarten längst Pflicht. Selbst Nachrüstung ist bei bereits genehmigten BImSchG-Anlagen verordnet.

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          • Kemetbauer sagt

            Ich meinte natürlich „grundsätzlich“. Wie ja auch wohl grundsätzlich auf jeden neuen Supermarkt eine Photovoltaikanlage soll.

        • Der Brandenburgbauer sagt

          @ Kemetbauer . Außerlandwirtschaftlich , triff für mich nicht zu. Wenn sie hier darlegen, das alle Betriebe in dieser Branche, in den letzten Jahren nur noch rote Zahlen schreiben , ist das übertriebene Schwarzmalerei.

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          • Kemetbauer sagt

            „.. für nicht wenige…“ bedeutet nicht „..das alle Betriebe…“! So viel zur Verallgemeinerung.

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        • Arnold Krämer sagt

          @ Kemetbauer
          „Für nicht wenige Betrieb sind die regenerativen Energien der letzte Strohhalm. Wenn das hier unbekannt ist, bin ich wohl von privilegierten Berufskollegen umgeben. Oder eher von Außerlandwirtschaftlichen?“

          Das ist regional und einzelbetrieblich doch sehr unterschiedlich. Ihr Betriebsmodell Bio in Form von überwiegender Rohstoffproduktion ohne weitergehende Wertschöpfungskette (das vermute ich bei ihren bisherigen Beiträgen) ist ökonomisch extrem von Subventionen abhängig und viel riskanter als vergleichbare Konvi-Erzeugung.
          Das Problem staatlicher Subventionierung ist immer – das zeigen die letzten Jahrzehnte – ihre Endlichkeit. Und danach dauert es sehr lange bis wieder „marktwirtschaftliche Ordnung“ einzieht. (Bsp. u.a. Milch, Stärkekartoffeln, Rindfleisch). Aber vielleicht ist das dann auch garnicht mehr gewollt. Viele Anzeichen im Lande deuten auf zunehmende Planwirtschaft hin.

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          • Kemetbauer sagt

            Als die Flächenprämie von ca. 250 auf ca. 150 €/ha/Jahr reduziert wurde, haben viele Betriebsleiter krakelt, sie würden ganz aus der Förderung ausscheiden. Heute wissen wir, dass lediglich 2-3% diesen Schritt tatsächlich vollzogen haben. Ja, die Förderung ist endlich; zumindest die Flächenprämie. Ob, was die Politik jetzt verlauten lässt, es nur um eine Umschichtung der Mittel hin zu Gesellschaftsleistungen geht, bleibt zunächst verschwommen. Ja, ich fahre ein Extensivierungsmanagement mit relativ hohem Fördereinkommen. Sollte die Förderung komplett gestrichen werden, wird entsprechend intensiviert und Fläche jedenfalls hätte ich genug. Flächennutzungskosten fallen bei mir nur kalkulatorisch (Opportunitätskosten) an. Ich kann also abwarten.

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            • Peter sagt

              Ach was…das „System“ erfindet einfach eine Flächennutzungssteuer und mit dieser würde dein Warten extrem verkürzt. Vielleicht ist dann dein Betrieb nur noch ein Baustein im Kombinat BASF. 😉

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          • Peter sagt

            Genau so ist das! …nur planen das „dieses mal“ nicht die Roten Funktionäre, sondern das große Kapital. In dem bemerkenswerten Film „In Time“ wurde Geld durch Lebenszeit ersetzt. Wenn man die Kapitalströme in die immer gleichen „Speicher“ wie im Film die „im Umlauf befindlichen Lebensjahre“ öffentlich machen würde, könnte das die nächste Revolution auslösen…und zwar global!

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        • Joachim Kaiser sagt

          Guten Tag Herr Kemetbauer
          Was Baugenehmigungen in der Landwirtschaft betrifft sind wir schon länger unter dem Druck, entweder du baust so wie das Bauamt, Umweltamt, Veterinäramt usw. und für jeden einzelnen braucht es ein spezielles Gutachten.
          Dagegen haben es Betriebe wie Aldi, Lidl und Co einfacher zumindest Bauen diese alle 10 Jahre wieder an einem anderen Standort in gewissen Gemeinden (Städten).

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  13. Ina Körner sagt

    der Landwirt produziert auch nur einen Teil des Jahres. Und der Mensch isst ganzjährig. Genauso lässt sich das Problem mit der nicht konstanten Produktion der erneuerbaren Energien lösen, wenn man es will.

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    • Joachim Kaiser sagt

      Guten Morgen Frau Körner
      Sehr gut, ihr Kommentar.
      In der Tierwelt gibt es verschiedene Tiere die kommen im Winter ohne Futter aus und die Energie die sie verbrauchen auf ein extremes Minimum reduzieren.
      Vielleicht sollten wir Menschen uns ein Beispiel daran nehmen.

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    • Bauer Willi sagt

      @Ina
      Stimmt. Silos bauen (Speicher).

      Was ich wirklich nicht verstehe: wir reden über Physik und jeder Schüler weiß, dass Strom nach Bedarf produziert wird oder man speichert ihn in irgendeiner Form. Warum um alles in der Welt wird immer nur über einen Ausbau der Produktion geredet, aber nie über den Speicher? Übersetzt: wenn ich Fläche dazu pachte, muss ich auch ein neues Silo bauen. Das ist doch nicht schwer zu verstehen.
      Fazit: kein weiterer Ausbau, bevor nicht die Speicher gebaut sind.

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      • Kemetbauer sagt

        Analog dazu müsste man dann auch über die Verwendung des Abfalls aus der Produktion reden. Zu viel Gülle? Nein, vorher Fläche pachten! Wenn das Verhältnis dann stimmt, @Bauer Willi, wo lassen Sie dann ihr Getreide? Konsequent wäre dann, dass, wer nicht ständig Backweizen und andere lebensmittelfähige pflanzliche Produkte erzeugt, eine Veredlung haben muss.

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      • Ina Körner sagt

        Ja, ganz genau. Speicher sind wichtig. Ich bin Mitglied in einer Energiegenossenschaft. Vor Jahren wurde einer im Rahmen eines Forschungsprojekts eingesetzt. Jetzt kam ein neuer dazu. Wenn es damit gut läuft erhalten weitere Häuser einen.
        Also auf dem Gebiet geht schon was.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Warum haben die den eigentlich dazugehörigen Stromspeicher in dem Video nicht gezeigt, oder habe ich den übersehen?

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      • Limes sagt

        „Warum haben die den eigentlich dazugehörigen Stromspeicher in dem Video nicht gezeigt,…“
        Die Schildbürger handeln völlig logisch sie haben keinen gebaut.
        Derzeit fixe Einspeisevergütung und dies noch langfristig garantiert aber keine Pflicht zur Speicherung von Überschussstrom, den kann man gegebenfalls kostenlos abgeben evtl wird sogar noch für die Abnahme gezahlt! Selbstredend nicht durch den Erzeuger sondern durch Umlage auf die Allgemeinheit. Solange dies so bleibt haben die Investoren leichtes Spiel und kein Risiko, Ergebnis sie können sichere Margen versprechen bzw sehr gute Pachtpreise zahlen. Hinzu kommt noch die Erzählung zur Rechtfertigung ihrer Projekte wir tun was für die Biodiversität. Tolles Geschäftsmodell im Schildbürgerland vergleichbar mit Methoden der Vergangenheit als Müll einfach irgendwo vergraben oder verklappt wurde.

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  14. Hauke Jaacks sagt

    Das ist ein sehr schöner Vergleich.Die Idealisten verstehen das einfach nicht ,das die Politik hier verkehrt plant.Beim Kuhstall wäre es nicht passiert weil dort gleich die Lagerfläche für die Futtervorräte (Silage usw) gefordert wird.Gleiches gilt für die Gülle bzw Mist,Jauche.Also wenn man den Solarstrom und Windenergie durch Umlagen fördert weiter denken.

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  15. Christina sagt

    Der überschüssige Strom muss gespeichert werden!! Eine Möglichkeit wäre, dass mit diesem Überschuss Wasserstoff erzeugt und gespeichert werden könnte. Auch wenn bei der Erzeugung hohe Verluste sind, sparen wir uns, aus dem Ausland den teuren Strom einzukaufen; wir bezahlen das Ausland ja dafür, dass sie unseren Strom nehmen!
    Mein Mann, der als Bauingenieur und Energieberater selbständig tätig ist, und ich hatten heute Morgen genau über dieses Thema beim Spaziergang mit den Hunden diskutiert, als wir erneut festgestellt haben, dass die hier vor Ort aufgestellten Windräder teilweise laufen und das ein oder andere Rad zwischendurch abgeschaltet ist, weil wohl wieder zu viel Strom erzeugt wurde. Wir bezahlen das Ausland im Sommer dafür, dass die unseren zu viel erzeugten Strom kaufen und im Winter kaufen wir den Strom wieder zurück…

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    • Ostendorf , Am Ende mit nur einem "F" sagt

      Moin Christa, Sie haben in ihrer Berechnung einen Fehler, Sie können im Ausland den Atomstrom dennoch billiger einkaufen als in Deutschland aus Wind-Strom Wasserstoff zu erzeugen, und diesen später wieder zu Strom umzuwandeln. Nach der Elektrolyse bleiben grob 20- 25 % der eingesetzte Eiergiemenge übrig, Somit kostet der Wind-Strom nicht 8 Cent sondern ca. 32-40 Cent je KWh. Dabei sind die Abschreibeungskosten der Infrastruktur noch nicht einmal eingerechnet.
      Bei PV-Strom sieht die Berechnung nicht besser aus .

      Wasserstoff ( H2) ist das kleinste Molekül was es gibt, dieses „wandert“ sogar durch die Eisen-Verbindungen eines Stahltank.
      Von der Explosionsgefahr von Knallgas ( Hindenburg oder Fukuschima) möchte ich überhaupt nicht reden.
      Zu meiner Schulzeit haben wir noch Knallgasexperimente im Chemieunterricht durchgeführt.
      Zur Info: ich besitze selber über 1000 PV Module aud meinem Dach und in 1/2 Windraftanlage.

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      • Jörg sagt

        @Ostendorf
        Sie haben recht, Wasserstoff ist das kleinste Molekül und wandert durch viele Sperren hindurch. Allerdings kann es in Rohrleitungen sicher transportiert werden. In der Nachkriegszeit wurde das Stadtgas (Kokereigas), das ca. 50% Wasserstoff enthielt, problemlos durch Leitungen in die Haushalte transportiert. Durch das in grösseren Mengen enthaltene Kohlenmonoxid war es allerdings ziemlich giftig. Beim unkontrollierten Ausströmen in geschlossenen Räumen konnten sich Knallgaskonzentrationen bilden. Das Stadtgas wurde durch das wesentlich harmlosere Erdgas erstetzt, das allerdings auch mit Anteilen Sauerstoff explosive Gemische bilden kann.
        Reiner Wasserstoff ist gefahrlos nutzbar und wird weltweit in riesigen Tonnagen industriell genutzt. Im Kontakt mit einer Zündquelle erfolgt keine Explosion sondern ein heftiges Abbrennen in Form einer Stichflamme.
        Bei der Hindenburg war es auch keine Explosion, sondern ein weitgehend reines
        Abbrennen.
        Wenn es genügend günstigen grünen Wasserstoff gäbe, könnte man ihn vielfältig nutzen. Zum einen in Mischungen mit Erdgas in den vorhandenen Leitungen zum Heizen, in energieintensiven Industrien als Rohstoff und zur Wärmegewinnung, in Kraftwerken zur Stromerzeugung, in der Mobilität in Brennstoffzellen für Schwerlast- und Schiffsverkehr. Wenn er sehr billig wäre, könnte man auch synthetische Kraftstoffe produzieren und den Verbrenner PKW damit betreiben.

    • zmp_nachfahre sagt

      Das passiert auch über den Tagesablauf: Vor allem im Sommer produzieren die PV-Anlagen mittags zu viel Strom und nachts kommt halt nichts. Wenn der Wind uns nicht den Gefallen tut, genau antizyklisch zu wehen, geht es genauso.

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  16. Frikadellen piet 46 sagt

    moin das ganze hört sich so an dass wir es so machen für die Politik es will also totaler Blödsinn! ich hoffe das ganze war ein Scherz

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