Bauer Willi
Kommentare 161

Der NABU und die staatliche Zuwendungen

Mich hat interessiert, wie viel Geld der NABU aus Steuergelder (und anderen Quellen) bekommt.

In nachfolgender Bundestagsdrucksache 19/4069 aus 2018 sind die Zuwendungen aufgelistet, die aus der Staatskasse an den NABU gezahlt wurden. (Ab Seite 8)

NABU Staatliche Zuwendungen

In der überwiegenden Zahl der Fälle erfolgten die Zahlungen vom Bundesumweltministerium (BMU). Beamteter Staatssekretär ist dort Jochen Flasbarth, der von 1992 bis 2003 Präsident des NABU war.

Hier mal einige Beispiele für die Verwendung:

  • Rund 1,9 Mio € für: Weltnaturerbe Westkaukasus-Klimaschutz durch nachhaltige Waldbewirtschaftung und dezentrale Nutzung erneuerbarer Energieressourcen in der neu zu schaffenden Pufferzone
  • Rund 2,9 Mio € für: Klimaschutz und Erhaltung von Primärwäldern – Managementmodell am Beispiel Wildkaffeewälder Äthiopiens
  • Rund 13,8 Mio € für Naturschutzschutzgroßprojekt „Untere Havelniederung zwischen Pritzerbe und Gnevsdorf in den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt“

Wie der NABU sich mit Firmen arrangiert, kann man auf seiner Homepage sehen: https://www.nabu.de/spenden-und-mitmachen/fuer-unternehmen/kooperationspartner/index.html

So findet man unter dem Buchstaben “R” Firmen wie Remondis (Abfallentsorgung), REWE (Lebensmittelkonzern) und Ritex (Kondomhersteller).

Dann ist dann noch Volkswagen Leasing, Ikea, Schwartau, Erdal Rex….

Nur für die Abteilung Unternehmenskooperationen arbeiten in der Zentrale des NABU in Berlin 5 Personen. https://www.nabu.de/spenden-und-mitmachen/fuer-unternehmen/23576.html 

Aber es scheint sich zu lohnen. So weist der NABU-Jahresbericht-2018 in den letzten Jahren einen konstanten Geldzufluss von Firmen von rund 3,5 Mio aus. Man muss aber schon etwas suchen, bis man die Zahl findet.

Insgesamt sind es wohl so um die 200 Personen, die in der Charitestr. 3, in Sichtweite des Reichstages, hauptberuflich arbeiten. Wer Berlin kennt, weiß dass das sicherlich keine billige Immobilie ist…

“Testament für die Natur”

Dann noch für alle, nicht nur für die, die einer Risikogruppe angehören, der Tipp, sein Vermögen – gerne auch Immobilien – dem NABU zu vermachen.

https://www.nabu.de/spenden-und-mitmachen/testamente/index.html

Karen Pehla-Gamber freut sich auf vertrauliche und unverbindliche Gespräche. Und: “Verstorbene Erblasser werden im NABU Jahresbericht und auf Wunsch in der NABU Gedenkinstallation geehrt”.

 

 

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161 Kommentare

  1. Schorsch Summerer sagt

    Grüss euch,
    das passt jetzt zwar nicht ganz zur Abkassiererei des NABU ist aber vielleicht interessant weil es das gespaltene Verhältnis der Bevölkerung zu den Vorgängen in der Natur aufzeigt.
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/schwarzstorch-sterben-im-live-stream-loest-shitstorm-aus-a-37858fcd-b660-4f18-8723-53d3d0e9ff89
    Das selbe Verhalten kennt man übrigens auch von Nagetieren die bei Gefahr den eigenen Nachwuchs auffressen und sich dann ein anderes Nest suchen oder bauen oder von Löwen die bei einem Patriarchenwechsel den nachwuchs des Vorgänger töten. Kater machen das manchmal übrigens auch. Für so manchen Tierliebhaber unerträglich.

    Schönen Gruss aus dem heute nassen Süden.

    • firedragon sagt

      Danke Herr Summerer,
      für den eingestellten Artikel, war mir neu, dass Störche die gesamte Brut töten (Einzeltiere, ja). So wie ich es lese, in der Futtersituation das einzig Richtige. Sofern man Tieren ausser Instinkt, noch so etwas wie Weitsicht zuschreiben kann.
      Natur wird von zu vielen Menschen verklärt wahrgenommen – Natur kennt keine Rücksicht.

  2. Elisabeth Ertl sagt

    Jedenfalls einmal Dank an Bauer Willi für die Recherche! War sicher einiges an Arbeit und ein Anfang, den NGOs den Glorienschein zu nehmen. NGOs haben ja zweifellos weiterhin ihre Daseinsberechtigung, aber sind nicht mehr als die übrigen Player in der demokratischen Auseinandersetzung auch: Vertreter ihrer eigenen Interessen und keine übergeordneten moralische Instanzen, als welche sie oft gesehen werden.

  3. Mark sagt

    Hier im Blog habe ich schon mal das Rebhuhnschutzprojekt Schmidener Feld (nahe Stuttgart) erwähnt. Die regionale Presse berichtet heute darüber. Im Projekt leben derzeit 18 Rebhuhnbrutpaare. Am Projekt beteiligt sind der NABU – Ortsverein und der NABU-Landesverband, mit im Boot ist die Stadt Fellbach, der Landkreis (vermutlich mit 2 Geschäftsbereichen), der Landschaftserhaltungsverband, der Landesjagdverband, das Ganze wird koordiniert von einem Planungsbüro. Gefördert wird das Megaprojekt von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg. Fast vergessen, zwei Landwirte machen die Arbeit.. Über die Kosten ist nichts zu erfahren. Über die Verhältismässigkeit solcher Massnahmen darf sich jetzt jeder selbst seine Gedanken machen….

  4. firedragon sagt

    Ist Euch das eigentlich aufgefallen :
    “Für die Jahre xyz – xyz sind die Angaben möglicherweise nicht vollständig, da die Informationen z. T. nicht elektronisch erfasst wurden und die entsprechenden Akten nicht mehr vorliegen.”
    Der Satz stammt aus einem Staatspapier! – stelle mir vor, wir würden diesen Satz beim E-Antrag, Finanzamt oder egal wo nutzen…oh weh.

  5. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, Anmerkung in eigener Sache. Als ich vor vielen Jahren in Willis Blog, durch den Hinweiß des ehemaligen Chefredakteurs, der im Osten sehr beliebten Bauernzeitung
    eingestiegen bin, war das Niveau der Kommentatoren noch ein anderes. Heutzutage, sind die Kommentare vieler Bloger mit soviel extrem hochwissendschaftlichen Beiträgen gepflastert
    das man als normal denkender Mensch kaum noch eine reale Chance hat sich zu artikulieren. Mal einen kleinen Denkfehler verzeihen geht überhaupt nicht. Man wird sofort als Luser abgestraft.
    In mir reift immer mehr die Entscheidung, mich kommendatorisch hier auszuklinken und den vielen …. das freie Feld zu überlassen.

    • firedragon sagt

      Brandenburgbauer,
      wieso habe ich geahnt, dass Du die Art der Beiträge monierst – bitte verstehe mich nicht falsch, ich verstehe teilweise auch nur Bahnhof, nutze “Lexika” – ich nehme die Sprachwahl hier mittlerweile schon als Weiterbildung wahr.
      Ich darf Dich erinnern, Du hast auch mal moniert, dass der Blog zu einer “Plauderstube” mutiert, hatte Dir auch nicht gefallen.
      Ich glaube, wegen eines Denkfehlers ist hier noch keiner als Loser hingestellt worden. Falls Du dabei an jemanden bestimmten denken solltest, der kann nicht anders.

      • Stadtmensch sagt

        Das ist noch gar nichts. Ich hab hier mal Loser mit zwei o geschrieben. Da gabs aber eins vom Tom Taylor auf den Deckel. 😉
        Naja. Er als Native-Speaker hats natürlich sofort gemerkt.
        Und heute extra aus Bosheit wollte ich mal schrub statt schrieb schreiben. Die Foristen verstehen keinen Spaß. Gute n8.

        • firedragon sagt

          Stadtmensch,
          manche tun sich eben schwer mit dem Humor, Dir ebenfalls ne gute 8.

        • Ein Privatier sagt

          So, so … keinen Spaß …
          Dass ich das Wort “verschruben” kreiert habe, ist ein klarer Hinweis darauf, dass ich den Ball zurückgespielt habe …

    • Christian Bothe sagt

      @Brandenburgbauer,machen Sie das nicht!Sehen Sie, man kann es auch so sehen, wer sich in seinem täglichen Umfeld nicht „wissenschaftlich“artikulieren kann oder darf, versucht es halt hier im Blog!!Nehmen Sie es nicht so wichtig und bleiben Sie dabei. Eine Vielzahl von Meinungen machen den Blog von B.Willi ja erst interessant, ob „wissenschaftlich“ oder nicht…

      • Der Brandenburgbauer sagt

        @Christian Bothe. Danke für Deine moralische Unterstützung.
        Aber ich bleibe bei meiner Entscheidung. In Willis Blog ist meine Meinung nicht mehr den Umständen entsprechend akzeptabel.

        • firedragon sagt

          Brandenburgbauer,
          alle Meinungen werden akzeptiert… sogar mein Blödsinn.

        • Obstbäuerin sagt

          Warum bist du denn so dünnhäutig, Brandenburgbauer? Wir hatten doch schon immer mal wieder einen Blogger dabei, der dem einen oder anderen nicht so lag. Ich kann mich erinnern, dass mir da auch mal was passiert ist, was nicht so schön war. Auch Paulus hat mich manchmal geärgert und doch freue ich mich, wenn er wieder hier mitbloggt. Sei kein Frosch, mach ne kleine Pause und dann bist Du wieder dabei.

    • Inga sagt

      Aber Brandenburger,
      wir haben doch alle nach Wissenschaftler und Fakten gerufen.

      Das ist doch gut, besonders, wenn wir normalen Bauern es aus der Praxis heraus bestätigen können, oder?

    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Die Diskussionen, die hier vom Stapel gelassen werden, sind sehr breit aufgestellt.

      Wer aber der Zeit vorauseilt, hat es natürlich sehr schwer, sich argumentativ durchsetzen zu können, nicht nur hier auf Willis Blog, auch anderweitig trifft man bisweilen auf die breite Front von Widerständen.

      Sehr viele im zeitlichen Verlauf gefällig wohlgeformt zurechtgeschliffene Kieselsteine empfinden Ecken und Kanten nun einmal als äußerst unangenehm. Man muss wohl damit entspannt umzugehen lernen, dass hierauf selbstredend sofort also das Schleifen einsetzt. – Wider den Mainstream ist schon immer sehr anstrengend, …aber nicht unbedingt von Erfolglosigkeit geprägt.

      Vielleicht ist das dem einen oder anderen auch Ansporn, nicht verzagen zu wollen. 🙂

    • sonnenblume sagt

      Hallo Brandenburgbauer,
      das Leben ist ewiges Lernen. Jede neue Generation artikuliert sich anders als die vorherige. Schau mal wie sich der Ausbildungsstand in den vergangenen fünfzig Jahren gewandelt hat. Das ist auch gut so und wir können immer nur von einander lernen. Warum sollten sich “hochwissenschaftliche Beiträge” nicht mit langjährigen, bodenständischen Erfahrungen ergänzen lassen? Denkfehler können auch den größten Wissenschaftlern passieren.
      Kommentare sind um des Inhaltes willen wichtig. Jeder hat seine eigene Ausdrucksweise und die muss akzeptiert werden.
      Ich gebe es hier einmal ganz ehrlich zu, auch mir fällt es oft schwer, meine Gedanken richtig ” zu Papier ” zu bringen. Früher war man dumm, heute heißt das Legastenie.
      Das bleibt ewig belastend und man fühlt sich eingeengt seine Meinung, zumindest schriftlich, kund zu tun.
      Heute wird doch überall Tolleranz gefordert und die sollten wir in diesem Fall in Anspruch nehmen.
      Freundliche Grüße sonnenblume

      • Reinhard Seevers sagt

        Zitat Sonnenblume: ” Jede neue Generation artikuliert sich anders als die vorherige.”

        Genau Sonneblume! Meine Kiddis hätten hier gesagt: Wat für ne Muschi, heul nich rum!
        🙂

        • firedragon sagt

          Was??? Ich tick’ schon aus, wenn meine mit “ey Alter…” daher kommen.

    • Ferkelhebamme sagt

      BB, das Wissen hinter intellektuellem Geschwätz ist oft fußballfeldweit, aber nur spatentief.
      Deshalb braucht es auch die Macher, nicht nur die Schnacker.

      • Stadtmensch sagt

        “Ein Experte weiß immer mehr über immer weniger, bis er am Ende von nichts alles weiß.”
        😉

    • Moin!

      Ja, wenn man Brücken bauen und die Dialog suchen will, muß es auch für alle Seiten verständlich sein. Ich weiß nicht, ob Willi die Kapazitäten hätte, das auch noch wahren, aber ich teile Ihre Kritik auch. Was mußte ich mir alles anlesen, um überhaupt irgendwie mitdiskutieren zu können. Und gerade diejenigen, die aus der Praxis mit sehr konkreten Problemen kommen, sind eher an Problemlösung und Austausch interessiert, weniger an Theorie.

      Wichtig ist jedoch: Mitreden! Sonst ändert sich nie was. Als oller Veganer muß ich anderen Veganern auch immer was von Stoffkreisläufen beipulen, über Weideland und Ackerland diskutieren usw. Aber nur so wird’s was im Miteinander! Kritisch in alle Richtungen, aber nicht persönlich angreifend werden, sondern sachlich bleiben. Und sich selbst dann auch mal auf die Finger hauen, wenn man mal zu emotional reagiert und jemanden persönlich angegriffen hat.

      Facebook und Co. machen uns wütend genug, von der Politik ganz zu schweigen 😉

      • firedragon sagt

        Herr Suhr,
        hätte ich ja nicht gedacht, daß mir so schnelll ein Veganer “über den Weg läuft”.
        Kann ich Sie was fragen ?
        Können Sie mir kurz erklären, was für Sie der Begriff vegan bedeutet ?
        Muß vegan auch gleich bio sein ?
        Wie sieht es es mit Insekten aus, die (bei egal welcher LW) bei Lebensmittelherstellung sterben (gewollt oder ungewollt) ?

    • Günter sagt

      Laß es Dir gut gehen Brandenburgbauer,
      allzeit a gmahte Wiesn, wie man bei ins sogt
      Viele Grüße aus Südtirol Günter

    • Karl Timme sagt

      Brandenburgbauer,
      bleib uns erhalten! Eine landläufige Artikulation fehlt hier tatsächlich von Zeit zu Zeit. Der Anspruch von Willi’s Blog ist der Dialog. Ist es der Dialog derjenigen, die im Elfenbeiturm sitzen und nur über die Probleme der anderen schwadronieren, oder ist der Dialog mit den Menschen die auf Fakten und Wahrheit hoffen? Wenn dann aber eine Sprache gesprochen wird, die eine gewisse Abgehobenheit dokumentieren soll, oder soll sie nur fehlende Argumente ersetzen, ist ein Dialog schon gar nicht auf Augenhöhe möglich.
      Das ist allerdings auch das große Problem im Dialog mit dem Verbraucher. Der Erzeuger, Landwirt steckt in seinem Fachwissen, das auch nur so von Fachbegriffen strotzt, fest und kann sich eigentlich mit dem Verbraucher der sich auf der Nullebene befindet nicht austauschen. Fallstricke für viele Mißverständnisse, da sind die Erklärungen der NGO (NRO) einfach und leicht verständlich, nach dem Muster schwarz-weiß.
      Ja nicht nur der NABU auch die anderen NGO’s verfolgen harte wirtschaftliche Interessen!
      Was dort zum Teil in den Satzungen steht ist nur um die Steuerlichen Vorteile in Anspruch zu nehmen. Den NABU auf regional Ebene und in seinem Ursprung Gegr. 1899 nehme ich hier einmal aus.
      Die Inflation der übrigen NGO’s in diese Richtung haben nur das Geschäftsmodell im Sinn.

  6. Frank Philip Gröhl sagt

    Bin zufällig über diese Webseite “gestolpert” und finde es sehr interessant, was hier geschrieben wird.
    Seit Jahren engagiere ich mich im Rhein-Main Gebiet für das Miteinander von Landwirtschaft, Jägern, Kommunen und Verbänden mit mäßigem Erfolg. Ich lasse jedoch nicht locker und versuche immer wieder Brücken zu bauen, um gemeinsam die Qualität der Agrarprodukte und parallel die biologische Vielfalt in Deutschland zu erhalten.
    Wir sollten versuchen nicht immer die “grossen Schlagzeilen” der Bundespolitik anzuschauen. Dort wird polemisiert, s/w gemalt, an den Pranger gestellt – das hilft vielleicht noch beim Lobbyismus (Gelder bewilligt bekommen, Gesetzesinitiativen anstossen, usw.), aber vor Ort MÜSSEN wir uns verständigen, Streitgespräche führen, Kompromisse erarbeiten – so ist Welt nunmal, kompliziert und sehr aufwändig in der Gestaltung, wie unsere Demokratie.
    Wenn wir die Bereitschaft verlieren miteinander über Lösungen zu reden – und da meine ich immer lokal, vor der eigenen Haustür – enden wir so, wie die Amerikaner es gerade erleben… nur einer sagt die Wahrheit, alle anderen sind Lügner und Staatsfeinde…
    Ich engagiere mich mit dem NABU vor Ort und baue ständig neue, konstruktive Verbindungen auf. Oft ist es kraftanstrengend und scheinbar sinnlos, weil sich augenscheinlich (noch) nichts bewegt. Aber der Bewusstseinswandel (auf allen Seiten) setzt trotzdem ein… Ich bin zuversichtlich, dass mündige Bürger es schaffen durch diese Agrarkrise zu kommen – am Ende sind alle im gleichen Boot.

    • Stadtmensch sagt

      “enden wir so, wie die Amerikaner es gerade erleben”
      Mein Reden…

      Ab und zu muss man eben Dampf ablassen. Wie schrub ein Mitforist weiter unten: “von denen lass ich mir den schönen Regen nicht verderben”

      Das ist so authentisch! Da sieht man doch milde über alle Polemik hinweg 😉

    • Ein Privatier sagt

      Wer sagt denn in Amerika die Wahrheit? Und wer sind die Lügner und Staatsfeinde?

    • Ostbauer sagt

      @FPG
      Kaum einer der Kommentartoren würde anzweifeln,dass es auf unterer Ebene vor Ort fruchtbringende Zusammenarbeit gibt. Wir machen es seit Jahren so und es gibt genug positive Beispiele hier im Blog. Wenn es nicht so wäre, müsste man ja total verzweifeln.
      Zur nachhaltigen Verdickung der Halspartie trägt die totale Diskrepanz der Zusammenarbeit mit den Leuten vor Ort und den medialen Ergüssen ihre Führungsebene bei.

    • Christian Bothe sagt

      @Gröhl.Sehr nett formuliert.Weiss bloß nicht was Sie mit Agrarkrise meinen?

  7. Friedrich sagt

    Der NABU und andere NGOs sind der verlängerte Arm der linksgrünen Politik zum Umbau unseres Staatswesens. Die Klima-und Umweltpolitik wird nur als Angstmachargument genutzt. So lassen sich Spenden und Wähler gewinnen. Ein Freund von mir will rd. 290 Mill.Euro an staatl. Unterstützung festgestellt haben. Dafür wurde extra das “Amt für politische Bildung” wieder von der SPD ins Leben gerufen. Die Gelder sollen, so kaum merkbar, in die NGOs fließen. Auch das Familienministerium soll hier sehr hilfreich sein. Auch soll es für Demonstranten, die mit Bussen zu Demos gefahren werden , Handgelder geben. So wird Meinung manipuliert. — Wenn ich so in meine Umgebung schaue , dann kauft der NABU Land und legt Wildacker oder Wald an. Pachtet Wiesen und Weiden und läßt dort Büffel grasen. Allein der Stall für die rd. dreißig Büffel muß schon eine Million gekostet haben. Das Geld kommt von Bund,Ländern und Gemeinden. Auch die Bingolotterie zahlt. — Wenn man sich oben die Spenderliste anschaut , dann weis man , daß die Firmen sich frei gekauft haben. So hat man seine Ruhe und kann schön weiter seinen umweltschädigen Geschäften nachgehen. Wir Bauern werden also deshalb immer als die Schuldigen hingestellt , weil wir nicht zahlen !!! Alle Anderen freuen sich einen Schuldigen zu haben und bleiben schön still. — Nun hat uns unsere politische Klasse in das größte Wirtschaftsdesaster der letzten 70 Jahre geführt. Das wird Konsequenzen haben , denn die Steuerzahler dürfen nicht noch höher belastet werden . Jedes Jahr verlassen jetzt schon per Saldo rd. 100.000 gut ausgebildete Mitbürger das Land und suchen eine neue Perspektive im Ausland. Ein Auswanderer zahlt überdurchschnittlich viel Steuern und Abgaben. Wenn wir das nicht stoppen , gehen uns irgendwann die Spitzenkräfte aus. Die Ideologiepolitk muß sich in Zukunft in Sach- und Realpolitik umsteuern , sonst gehen hier die Lichter für Wohlstand und Wirtschaft aus.

    • Ein privatier sagt

      “Jedes Jahr verlassen jetzt schon per Saldo rd. 100.000 gut ausgebildete Mitbürger das Land und suchen eine neue Perspektive im Ausland.”

      Das ist richtig, aber gleichzeitig werden von unserer vorausschauend zukunftsorientierten Regierung mehr Fachkräfte aus dem Ausland angeworben, als verloren gehen.
      Und wer weiß, vielleicht kommen viele der Auswanderer zurück, wenn die dereinst prosperierende Wirtschaft durch den kulturellen Wandel höhere Löhne als heutzutage an die verloren geglaubten Söhne und Töchter wird zahlen können.

  8. M.V. sagt

    Ich habe noch nie einen Biolandwirt ohne Maschienentechnik gesehen!!!
    Merkt ihr konventionellen Landwirte eigentlich nicht, das die Industrie…für Landmaschienen, Melktechnik, Stalltechnik, Düngemittel, Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung und noch viele mehr…euch schon lange die Möglichkeit genommen haben frei zu entscheiden?
    Die BioLandwirtschaft kippt uns nicht jedes Jahr Millionen Tonnen von Gülle und Spritzmittel aufs Land.
    Wenn ich heute Landwirt wäre könnte ich nicht mehr ruhig schlafen bei dem, was ich der Umwelt an tun muß um die Banken bedienen zu können…und was bleibt dann noch für mich zum Leben?

    • Reinhard Seevers sagt

      M.V., Zitat: “und was bleibt dann noch für mich zum Leben?”

      Ernsthaft? Solche Sätze können nur von einem Extremisten oder einem pathologisch Angstbestztem Bürger kommen…..unglaublich.

    • Ein Privatier sagt

      Ihr Paradies existiert in jedem Drittweltland. Dort gibt es fast nur unabhängige “Biolandwirte”, weil es dort nur wenig “Maschienentechnik” gibt.

    • Berthold Lauer sagt

      Wenn du kein Landwirt bist, woher weist du denn wer uns wie die Möglichkeit zur freien Entscheidung nimmt? Woher weist du, dass BioLandwirtschaft keine Gülle und keine Spritzmittel ausbringt( ich kenne auch keinen konventionellen Kollegen, der “auskippt”!!) Woher willst du wissen, was uns manchmal den Schlaf raubt??? Woher hast du deine Informationen?? Hast du dich schon mal mit auch nur einem einzigen Landwirt richtig unterhalten??
      Ich könnte ruhiger schlafen, wenn ich wüßte, dass nicht so viele Autodidakten glauben würden, sie müssten uns Landwirtschaft lehren!!

    • Schmeckt gut sagt

      Stalltechnik und Melktechnik zu erwähnen finde ich niedlich. Da glaubt doch tatsächlich jemand, die Bauern sind so blöd, ihre Kühe mit den Händen zu melken und die artgerechte Haltung ihrer Tiere ohne Technik in den Ställen schaffen zu können. Mann oder Frau, wachen sie auf, wir sind nur noch 250Tsd in ganz Deutschland. Jeder ernährt laut Statistik 150 Menschen. Träume helfen nicht, nur anpacken.

    • Inga sagt

      Aber dann gibt es keine Billiglebensmittel mehr, MV!
      Sie würden dann knapper und viel teurer und wie reagieren die Menschen in der Großstadt dann darauf?

  9. Mark sagt

    “Das Geschäftsmodell insbesondere des NABU, als Mitglieder stärkste NGO im Naturschutzbereich, ist völlig identisch mit dem bewährten Modell der Christlichen Kirchen.” Es geht viel weiter: Die klassischen Medien stehen durch den Siegeszug der social media massiv unter Druck. Daher setzen auch diese verstärkt auf Panik als Geschäftsmodell, geau wie die angesprochenen NGO´s. Daraus entstand eine verhängisvolle, weil überaus erfolgreiche Symbiose zwischen NGO´s und Medien. Das Verhängnisvolle daran ist, dass sich diese Symbiose ausdehnt und wächst wie ein Krebsgeschwür. Im Grunde sind dieser Symbiose mittlerweile alle politischen Parteien erlegen, ebenso geraten immer größere Teile der Wissenschaften (zuerst die aus dem Bereich Umwelt und Klima) in den Sog dieser unheilvollen Symbiose. Eine Beschreibung dessen, wo dieses Ganze hinführen wird, ist allerdings die Aufgabe eines Philosophen, das bin ich nicht

    • Stadtmensch sagt

      “Eine Beschreibung dessen, wo dieses Ganze hinführen wird, ist allerdings die Aufgabe eines Philosophen, das bin ich nicht ”

      fingerphilosoph, dein Einsatz!

      Erklär ihnen, warum sie im aktuellen Wirtschafssystem nach und nach unter die Räder kommen. Die Großen fressen die Kleinen. So läuft das und es schafft Wohlstand wie wir gelernt haben. Solange sie vor der unheimlichen, unheilvollen Allianz aus NGO und Politik bibbern, können sie nicht klar denken!

      Ich sehe nur eine Lösung: wir deindusrialisieren: keine Bullshitjobs, kein internationaler Tausch von Industriegütern gegen Agrarprodukte, keine Wucherpachten (wo soll es herkommen), Klimaziele erreicht, Autarkie und viel gesunde Betätigung an frischer Luft. Ich bin dabei.

      • Ostbauer sagt

        Interessante These.
        Nur; was machst Du mit den milliarden Menschen, die einen Bullshitjob haben,vielleicht so wie Du?

      • Ein Privatier sagt

        “(…) Die Großen fressen die Kleinen. So läuft das und es schafft Wohlstand wie wir gelernt haben. (…)”

        Unter Stalin, dem größten aller Großen, wurde auch für alle Überlebenden Wohlstand geschaffen, wie wir gelernt haben.

        • Stadtmensch sagt

          Immer diese allgemeinen Andeutungen. Nach Wolf Schneider “Deutsch für junge Profis” muss man der rechten Hirnhälfte auch was anbieten. Die ist für das Konkrete zuständig. Nochmal…

      • Arnold Krämer sagt

        “Die Großen fressen die Kleinen”. FALSCH!
        Die Starken fressen die Schwachen, das gilt insbesondere für den Agrarbereich, weil in diesem Sektor niemand systemrelevant ist. Deshalb hat einer meiner Lieblingsautoren, Fredmund Malik, St. Gallen völlig recht, wenn er sagt: “Ein Unternehmen muss nicht groß sein, ein Unternehmen muss stark sein”.

        Das Problem, was wir wirtschaftspolitisch haben, ist die Tatsache, dass bestimmte Unternehmen ab einer gewissen Größe (und mit einem gewissen Einfluss) für systemrelevant erkärt werden und nicht pleite gehen dürfen, folglich in Krisenzeiten vom Staat gerettet werden. Aktuell TUI, Lufthansa, 2008 die Banken. Das bedeutet letztlich, dass die Selbstheilungskräfte, die dem kapitalistischen System eigentlich innewohnen, immer mehr geschwächt werden. Zur vertiefenden Lektüre empfehle ich hierzu das Buch von Werner Plumpe “Das kalte Herz – Kapitalismus: Die Geschichte einer andauernden Revolution”.

        • Reinhard Seevers sagt

          @ A. Krämer ….”weil in diesem Sektor niemand systemrelevant ist. ”

          Das meine etliche, anders identifiziert zu haben…
          Ich sehe es, wie Sie!

        • firedragon sagt

          Frage könnte ja auch heißen : welche Relevanz hat der Einzelne im (welchem auch immer) System… keine.
          Es ist immer der Zusammenhalt/Zusammenschluß von vielen Einzelnen, mit einer klaren Zielvorgabe.
          Wenn es dann noch gelingt, diese Einzelnen in die richtige Position zu rücken, dann erst wird es spannend und das “Spiel” kann beginnen, nach den eigenen aufgestellten Regeln.

      • Inga sagt

        Das Dilemma, dass der Fingerphilosoph bei uns lösen sollen bei ist doch:

        “Die klassischen Medien stehen durch den Siegeszug der social media massiv unter Druck. Daher setzen auch diese verstärkt auf Panik als Geschäftsmodell, genau wie die angesprochenen NGO´s. Daraus entstand eine verhängnisvolle, weil überaus erfolgreiche Symbiose zwischen NGO´s und Medien. ”
        und eventuell der Politik.

        Es muß nicht mehr nach den NGOs und Massenmedien diskutiert entschieden werden,
        sondern nach wissenschaftl. Fakten, Tatsachen und Praxis.

        Das muß den Zeitgeist beeinflussen, dann gibt es auch weniger Umweltsünden, denke ich!

        Wollen wir unseren Zeitgeist von der Laune der NGOs und Massenmedien beeinflussen lassen?

    • fingerphilosoph sagt

      Die NGO sind im Rahmen des dialektischen Prozesses notwendig, der im Endeffekt die Durchsetzung selbst lernender und damit zunehmend autonom werdender Technologien vorantreibt. Die Industrien inklusive der Agrarindustrie werden im Rahmen desselben Prozesses zu sogenannten “smarten” Industrien umgebaut, die Ressourcen noch im Bereich von Nanopartikeln sinnvoll auszubeuten wissen, als Beispiel sei die Milligramm genaue Düngung von Kulturpflanzen genannt, aber auch die Nutzung von Lagerstätten, deren Ausbeutung sich mit den bisherigen Techniken nicht lohnen, oder die Gewinnung von Gold und anderen Elementen aus dem Meerwasser. Computergesteuertes Recycling kommt dem Perpetuum mobile nahe.

      Menschen spielen in diesen “smarten” Prozessen immer weniger eine Rolle, weil ihr Sensorium versagt, an ihre Stelle treten selbst lernende Roboter als weit zuverlässigere, berechenbarere und kostengünstigere Mitarbeiter. Auch im Dienstleistungsbereich und in der Verwaltung ersetzen zunehmend schlaue Systeme zunehmend den Menschen.

      Natürlich gilt das auch für die Landwirtschaft. Arnold Krämer irrt sich, wenn er glaubt, dass künftig wieder eine Menge Menschen zum Ausmisten, Melken, Rübenhacken usw. benötigt werden. Das wird nicht passieren, weil a) zu viele Menschen in Städten wohnen, die mangels Fläche nicht wieder aufs Land umsiedeln können und b) weil die Arbeitskraft des Roboters der des Menschen in vielerlei Hinsicht vorzuziehen ist, vor allem preisgünstiger sein wird. Der Besitz von Ackerland wird sich deshalb in den Händen einiger weniger Investoren konzentrieren, die mit Hilfe smarter Technologien wie selbstlernender Roboter, Drohnen usw. durchaus die von den NGO gewünschte idyllische kleinteilig bunte Landwirtschaft umsetzen können. Die Energiequelle, um all die Roboter zu betreiben, wird die Sonne sein, die an einem Tag soviel Energie bereitstellt, wie die gesamte Menschheit derzeit in einem ganzen Jahr verbraucht.

      Was den Menschen betrifft, gibt es mehrere Möglichkeiten. Er kann sich selbst neu erfinden, sich auf die faule Haut legen oder neue Tätigkeitsfelder erschließen. Vielleicht hat er im Rahmen der Evolution seine Schuldigkeit getan und tritt ab wie anno dazumal die Dinosaurier. Vielleicht wird er auch unsterblich, wenn denn erst mal auf Zellebene Nanoroboter seine kaputten Zellen reparieren. Einmal unsterblich geworden, wird er sich schließlich zu Tode langweilen und damit weiterhin den Widerspruch verkörpern, als der er in die Welt gestellt ist.

      • Reinhard Seevers sagt

        Fingerfilosof, vorher musst du den Menschen noch eine Alternative zur materiellen Befriedigungsform anbieten.. …evtl. werden sich die Gelangweilten oder Benachteiligten nehmen, was sie möchten. Ohne sinnlosen Konsum ist es schwierig, eine Masse von Menschen ruhig zu stellen….sie kennen schlicht keine Alternative.

      • Arnold Krämer sagt

        Ich glaube nicht immer das, was ich schreibe, oder was manche meinen, was ich gemeint haben könnte.
        Ich sehe mich gelegentlich genauso als Inputgeber wie Bauer Willi (nur ein paar Stufen niedriger.

        • Arnold Krämer sagt

          …..im übrigen bin ich eher bei Ihrer Vision und der Ergänzung durch Herrn Seevers.

      • Ein Privatier sagt

        @fingerphilosoph

        Nennen Sie mir die drei Autoren, die Ihre Gedankenwelt aktuell am stärksten beeinflussen, und ich nenne Ihnen dann ein bis zwei Antidote.

      • Mark sagt

        @f…ph
        Ton logon hekastou lambanonta tês ousias. Man lernt nie aus. Danke für Deine sonntäglichen Bemühungen.

      • brötchen sagt

        “Deep learning hat zwar in den letzten Jahren bemerkenswerte Fortschritte erzielt, allerdings sind die Erwartungen in Bezug darauf, was auf diesem Gebiet im kommenden Jahrzehnt erreicht werden kann, viel zu hoch gesteckt. Auch wenn weltbewegende Anwendungen wie selbstfahrende Autos schon in greifbarer Nähe sind, werden viele andere wahrscheinlich noch lange unerreicht blieben, wie etwa glaubwürdige Sprachdialogsysteme, Übersetzungen zwischen beliebigen Sprachen oder das Verständnis natürlicher Sprachen auf menschlichem Niveau…”

        KI ist Nonsens, so in etwa hat er sich auch ausgedrückt…

        Wie das ganze funktioniert ist schon faszinierend, aber man braucht Rechenleistung.

        Zitiert aus “Deep learning mit Phyton und Keras” Francios Chollet maßgeblicher Entwickler von Keras und Tensorflow > Google

        Hat mich überrascht das der das so sieht.

  10. Moin und gut recherchiert!

    Daß Organisationen sich um finanzielle Mittel bemühen (Fund Raising), kann man niemandem übel nehmen. Doch das Ausmaß ist schon erschreckend. Umgekehrt werden Organisationen, die unliebsam sind (Attac, Campact) durch Aberkennung der Gemeinnützigkeit auch mundtot gemacht, um die andere Seite der Medaille zu zeigen.

    Jedoch schadet es erheblich der Glaubwürdigkeit, wenn Umweltorganisationen scheinbar auch noch dazu beitragen, daß die Konzerne, die nicht selten in der Kritik stehen wegen sozial-ökologischer Fragen, sich so auch noch ein bißchen Greenwashing leisten.

    Natürlich kann man so etwas auch auf Bauernverband, Parteien und Co. übertragen. Lobbyorganisationen wie Forum Moderne Landwirtschaft, Sprachrohr für Bayer und Co., oder die Verflechtungen eines Herrn Röring. Mit seinem Hof in Lütjensee greift Günther Fielmann über 600.000 € Ausgleichszahlungen jährlich ab. Klaus Kliem, ehemaliger BV-Präsident in Thüringen, hat seine Flächen an ALDI verhökert, usw.

    Doch es zeigt, wir sitzen alle im Glashaus und wirklich objektiv ist niemand.

    Das bedeutet jedoch, daß auch niemand wirlich Interesse daran zu haben scheint, Brücken zu bauen. In Niedersachsen bin ich einer der Kritiker am Gesetzesentwurf zum Volksbegehren Artenvielfalt, da wirkt es so, als hätte sich der NABU von Grünen vereinnahmen lassen 🙁 Da gefällt mir die Position vom BUND besser, der zwar das Ziel Artenvielfalt unterstützt, aber unparteiisch bleiben möchte.

    Ich persönlich habe auch ein Problem damit, wenn man bei den Kooperationspartnern REWE (gerade der LEH, ich sag Abgreifen von 40% der Wertschöpfung; Bauern nicht mal 14%) oder Vonovia (Mietwucher) sehen muß. Alnatura sollte lieber Geld in die Hand nehmen, um einen Betriebsrat zu unterstützen. Und bei Remondis sollte mal man zum Thema Müll-Mafia recherchieren, wenn Verbrennung auch Recycling heißt, Mikroplastik aus vermeintlichen Biofolienbeuteln, die im Acker landen, etc.

    Neulich habe ich REWE-Werbung mit NABU drin gesehen. Ich frage mich, ob REWE das gute Öko-Image bekommt oder die Landwirte, die diese Produkte zu verantworten haben? Zitat vom REWE-Manager Heim seinerzeit: „Vor allem jüngere Leute und Familien mit Kindern, aber auch höhere Einkommensgruppen lassen sich damit (Anm.: Bio) ansprechen. All das sind interessante Zielgruppen.“

    Abschließend möchte ich jedoch ergänzen, daß der Bauernverband genauso wenig für alle Landwirte spricht wie der NABU für all seine Mitglieder. Deswegen glaube ich fest daran, daß Erzeuger und Verbraucher einfach mehr miteinander sprechen müssen ohne ihre vermeintlichen Vertreter dazwischen. Es bräuchte eine Art Moderator, der das Vertrauen aller Interessengruppen genießt. Und ich bin überzeugt, daß die wenigsten Mitglieder diese Verflechtungen kennen, sondern aus Idealismus mitmachen, dafür kenne ich zu viele vom NABU, die einfach nur eine bessere Welt gestalten möchten.

    • Obstbäuerin sagt

      Wer jetzt noch glaubt, dass sich diese Strukturen an der Basis durch ein nettes Gespräch ändern lassen könnten, ist reichlich naiv. Dieser Nabu-Konzern ist durchstrukturiert bis ins letzte Mitglied, die wissen sogar was sie in welcher Situation sagen sollen.

  11. Arnold Krämer sagt

    Auf (sehr) lange Sicht wird sich das Problem von alleine lösen. NABU und andere in gleicher Richtung arbeitende Nichtregierungsorganisationen betreiben die Deindustrialisierung Deutschlands allen voran des Agrarsektors. Dann werden zukünftig wieder eine Menge Menschen zum Ausmisten, Melken, Rüben hacken, Kartoffeln auflesen und so weiter benötigt, um satt zu werden. Dass die meisten Menschen einschließlich der aktiven und auch nicht mehr aktiven Landwirte da so schnell nicht wieder hin wollen ist verständlich, weil zumindest die älteren froh sind, die Plackerei hinter sich zu haben. Die Arbeitsweisen von vor 60 Jahren kennen die urbanen Aktivisten aber nicht, weil sie und ihre Eltern durch die ungeheuren Produktivitätsfortschritte im Agrarsektor und in den anderen Bereichen der Realwirtschaft in die Lage versetzt wurden, sich in den vielen modernen Bullshitjobs (alimentiert auch durch den landwirtschaftlichen Steuerzahler) einzurichten.

    • Reinhard Seevers sagt

      Ich glaube nicht, dass das im Zeitalter der Technisierung stattfinden wird…..ein zurück zur Handarbeit wird es nicht geben. Eher im Gegenteil, die technischen Einrichtungen zur Abwehr von Eindringlingen werden erhöht…..damit die Nahrungserzeugung weiterhin kostengünstig und sicher stattfinden kann.
      3000 Mastschweine mit dem Eimer füttern? Viel Spaß! 🙂

      • Arnold Krämer sagt

        solche Einheiten und Strukturen sollen zerschlagen werden. Dafür kämpfen E.Niemann und AbL. Darum geht es doch auch bei den alljährlichen WHES-Demonstrationen in Berlin.

        • Reinhard Seevers sagt

          Ja, das möchten sie….das werden sie aber nicht schaffen. Dafür müssten sie das politische und wirtschaftliche System dieses Landes ändern. Die erhöhten gesetzlichen Anforderungen treffen alle Betriebe, deswegen wird man aus der Sicht der “Gegner” die Abschaffung nicht umsetzen können. Auch der kleine Maststall bekommt in der Nähe von Wohnbauung, FFH oder Golfplatz keine Genehmigung. Deshalb lohnt es sich auch für den “Kleinen” nicht mehr in Tierhaltung zu investieren und die “Großen” übernehmen und suchen Wege zur Umsetzung, was ihnen in der Regel auch gelingt, und wenn sie bis zum Verwaltungsgericht ziehen müssen, was der “Kleine” niemals tun wird. NOCH leben wir in einem Rechtsstaat, noch sind Gesetze für alle gleich. Ich will nicht in Abrede stellen, dass sich das irgendwann auch ändern könnte.

        • sonnenblume sagt

          Ja, man kämpft für die kleinen Strukturen. Aber sind diese Menschen wirklich so naiv an einen Erfolg zu glauben? Oder haben sie selber dabei ganz andere Vorstellungen im Hinterkopf, bzw. werden von Leuten vorgeschickt die eine Systemänderung im Visier haben und Abl und WEHS nur als ahnungsloses Aushängeschild nehmen.
          Das sollte uns nicht wundern.

          • Arnold Krämer sagt

            Ja und nein. Für den Bereich der Schweineproduktion ist man schon ein ganzes Stück weit voran gekommen. Kastenstandsurteil, Kastration etc. Die treibenden Kräfte sind Systemveränderer, die immer „nützliche Idioten“ brauchen.

          • Reinhard Seevers sagt

            Es ist doch eigentlich offensichtlich, dass die Exportnation ihren Wohlstand auf dem Rücken der Bauern erhalten möchte…..
            Alle Bemühungen, die Welt zu retten sind ein Alibi, das eigene Handeln und damit den eigenen Wohlstand, zu erhalten.
            Die Industrie muss nur dauerhaft Geld ins System fließen lassen, die Arbeit wird von selbst erledigt. So erhalten die einen ihren Apparat am Laufen und der ehrenamtlich Agierende hat ein sauberes Gewissen, er fühlt sich sogar moralisch auf der höchsten Stufe: Wohlstand erhalten durch Natur- und Artenschutz! Der Kreis schließt sich.
            Übrigens: Urlaub in Europa wieder möglich! Merkts was?

            • sonnenblume sagt

              Es wundert mich immer wieder, dass unsere Gesellschaft, die angeblich ja bestens informiert und urteilsfähig ist, das Spiel nicht durchschaut. Sie will es wohl nicht sehen. Könnte persönlich unbequem werden. Lieber läßt man sich wissentlich für Dumm verkaufen.

        • Ottmar Ilchmann sagt

          Was ist los, Herr Krämer, schlecht geschlafen? Sie waren auch schon mal lockerer. Und der Erkenntnisgewinn, der mit Ihrer Pensionierung einherging, ist scheints auch wieder verloren gegangen.
          Die AbL kämpft primär FÜR etwas: Für den Erhalt möglichst vieler bäuerlicher Betriebe unterschiedlicher Strukturen, für Vielfalt von Höfen und Bewirtschaftungsformen. Für bessere Honorierung von Umwelt-, Klima- und Tierwohlleistungen von Bäuerinnen und Bauern, z.B. durch Marktdifferenzierung und gerechtere Verteilung von Direktzahlungen und Fördergeldern und, ja, auch gegen Vergesellschaftung der Kollateralschäden und Kosten bestimmter Produktionsformen, zu deren Etablierung Sie im Emsland Jahrzehnte lang eifrig beigetragen haben.

          • Reinhard Seevers sagt

            Herr Ilchmann, wer mit dem Begriff “Vergesellschaftung von Kollateralschäden” als Landwirt hantiert, und sich bei whes engagiert, dem würde ich nicht die Hand reichen, ganz ehrlich.

              • Reinhard Seevers sagt

                Weil solche Aussagen nichtssagend, populistisch und anbiedernd gegenüber einer Gruppe von Menschen sind, die meinen die Deutungshoheit zu besitzen. Niemand spricht von der Vergesellschaftung der gesamten Umweltschäden aller Handlungen der Gesellschaft.
                Vom Autofahren über das Fliegen bis zum Großevent für Spaßzwecke.
                Denjenigen der dafür sorgt, dass der Verursachende überhaupt leben kann, dies vorzuhalten, ist in meinen Augen nur dumm.

          • Bauer Willi sagt

            Was davon wurde bisher erreicht?
            – Erhalt möglichst vieler bäuerlicher Betriebe unterschiedlicher Strukturen?
            – Vielfalt von Höfen und Bewirtschaftungsformen?
            – bessere Honorierung von Umwelt-, Klima- und Tierwohlleistungen von Bäuerinnen und Bauern?
            – gerechtere Verteilung von Direktzahlungen und Fördergeldern?

            Sind das nicht nur Sprechblasen? Und sind das Alleinstellungsmerkmale der AbL?

            • Ottmar Ilchmann sagt

              Das sind keine Sprechblasen, Willi! Und wenn davon wenig erreicht wurde, liegt das an denjenigen, die sich dafür einsetzen, oder an denen, die dagegenhalten? Und wer außer der AbL setzt sich dafür ein, etwa der Bauernverband? Für gerechtere Verteilung der Direktzahlungen zum Beispiel?

              • Ostbauer sagt

                Tja; dazu müsste man mal definieren was gerecht ist.
                Anderen etwas wegnehmen oder bestimmten Strukturen etwas zusätzlich gewähren? Im Moment prügeln sich alle um den gleichen Topf.

              • Obstbäuerin sagt

                Ich bin überzeugt davon, Herr Illchmann, dass die unter 10% Bauern, die bei ihrer gerechten Verteilung dann überdimensional mehr Gelder bekommen, das sehr begrüßen. Die restlichen 90%, denen das Geld entzogen wird, finden das eher nicht so gerecht. Zumal sie diejenigen sind, die 95% der Nahrungsmittel produzieren und sich stark für die Biodiversität engagieren, obwohl es keinen wirklichen wissenschaftlichen Nachweis für den Rückgang der Artenvielfalt und Biomasse der Insekten gibt.

                • Ottmar Ilchmann sagt

                  Hallo Obstbäuerin, im Moment bekommen 20 % der Betriebe 80 % der Zahlungen. Bei einer Umverteilung würde ein Großteil der 80 % kleineren Betriebe profitieren, je nachdem, nach welchen Kriterien man da vorgeht. Stichwort Eco Schemes im aktuellen GAP-Reformvorschlag.

              • Arnold Krämer sagt

                Eine gerechte Verteilung von Direktzahlungen an Landwirte wird es nie geben können, weil die Vielfalt von Strukturen und Verhältnissen kein Gesetzgeber “gerecht” abbilden kann.
                Jetzt sind mind. 85% der EU-Gelder (in D 100%) an die Fläche (Faktor Boden) gebunden. Das hat u.a. etwas mit Handelsvereinbarungen zu tun. Durch die hohen Pachtanteile und die extreme Transparenz der Zahlungen profitieren neben den wirtschaftenden Bodenbesitzern auch überall in Deutschland davon die Verpächter. Das Ganze ist also im Prinzip eine allgemeine Förderung des ländl. Raums. Punkt!!
                Den Faktor Arbeit heranzuziehen für die Verteilung würde im Einzelfall ähnliche “Ungerechtigkeiten” und noch viel mehr Bürokratie hervorrufen.
                Deshalb: Steuergeld nur noch für Grünlandregionen (dort wo es wenig Alternativen landw. Erzeugung gibt, z. B. für Ostfriesland) und zusätzlich für Bergregionen, wo der Arbeit sparende technische Fortschritt bei weitem nicht so genutzt werden kann wie in der Ebene. Punkt!!

                Aber mit einem solchen Modell wären längst nicht soviele Kontrolleure (überwiegend Bullshit-Jobs, ohne die Menschen disqualifizieren zu wollen) zu beschäftigen wie das heute schon der Fall ist und bei einer massiven Ausweitung der 2. Säule in der GAP-Förderung erst recht der Fall wäre. Nochmal Punkt!!

                • Thomas Apfel sagt

                  Ich weiß nicht, ob sie es nicht verstehen wollen oder nicht verstehen können Herr Ilchmann ?:
                  Die Vorschläge die Betriebsprämie nur noch für “echte ÖVF Flächen” zu zahlen trifft vor allem Betriebe, die eine hohe Wertschöpfung je Hektar haben und trotzdem gerade so mit der gesamten Wertschöpfung klar kommen, weil sie zu klein sind und zu wenig Fläche haben. 20 % der Fläche aus der Produktion zunehmen um dafür dann die gleiche Prämie wie derzeit zu bekommen juckt die Großbetriebe ohne Viehhaltung schon wegen der geringen Wertschöpfung je Hektar am wenigsten.
                  Am stärksten betroffen sind bauerliche Misch-und Ackerbaubetriebe unter 150 ha.
                  Am stärksten profitieren würden reine Bio-Betriebe und das weiß die AbL.

          • Arnold Krämer sagt

            Herr Ilchmann!
            Sie schreiben: “Die AbL kämpft primär FÜR etwas:”….
            Genau das habe ich auch geschrieben.
            Auf meine sachliche Feststellung werden Sie wie auch bei anderen Gelegenheiten persönlich. Das lässt für mich nur den Schluss zu: “Was trifft, trifft zu!”.
            Ja, ich habe 30 Jahre eifrig zur Entwicklung der Landwirtschaft im Emsland beigetragen, weil Bildung und Beratung mein(e) Beruf(ung) waren. Mein Beitrag war aber gering, weil für die Entwicklung von landwirtschaftlichen Betrieben im Nordwesten die Vorbildwirkung unter Berufskollegen, die Impulse durch den nachgelagerten Sektor (hier z.B. Bau der Geflügelschlachterei Rothkötter) und massive Anreize des Staates (EEG, Biogas) die entscheidenden Faktoren waren und sind.

            Die Landwirtschaft im Emsland kann durchaus als Zugpferd für übrige Wirtschaftssektoren im Emsland bezeichnet werden. Davon hat die Region Ostfriesland, in der Sie zuhause sind, auch profitiert. Und vermutlich haben Sie (jetzt werde ich auch persönlich) vom Besuch eines katholischen Gymnasiums im angrenzenden Papenburg (dort wo die schicken Kreuzfahrtschiffe gebaut wurden) auch profitiert.

            Im nördlichen Emsland wie auch in Ostfriesland gab es vor ca 35 Jahren im Winter immer Arbeitslosenquoten von über 20 %.
            Das Emsland hatte in den letzten Jahren stabil Arbeitslosenquoten von 3-4 % (Vollbeschäfigung). Und die großen Arbeitgeber im Agrarsektor wie Tönnies und Rothkötter in Sögel und Haren benötigen Arbeitskräfte aus dem osteuropäischen Ausland. Überigens waren die dortigen Corana-Testungen der letzten zwei Wochen allesamt negativ. Und im “bösen” agrarindustriellen Clopppenburg (auch in Ihrer Nachbarschaft) hat es nicht einen Corona-Toten gegeben. Aber ich schweife ab.

            • Ottmar Ilchmann sagt

              Das Problem ist eben, lieber Herr Krämer, das ihre Feststellungen nicht sachlich sind! Deshalb ärgere ich mich, denn Sie waren schon mal weiter.
              Nur zur Richtigstellung: Die Schule, die ich besucht habe, war ein staatliches Gymnasium, kein katholisches. Was Sie meinen, ist vielleicht die Marienschule, ein Mädchengymnasium in Ordensträgerschaft. Und zu meiner Schulzeit baute die Meyerwerft keinesfalls schicke Kreuzfahrtschiffe, sondern Schafstransporter. Ob die Tatsache, dass es im Kreis Cloppenburg bisher keinen Corona-Todesfall gab, an der fortgeschrittenen Agrarindustrialisierung liegt, entzieht sich meiner Kenntnis.

        • Inga sagt

          Sollen wieder denn Ställe mit 100 bis 300 Schweinen gefördert werden? Die könnte man ja mit entsprechender Entmistungsanlage auf Stroh einstallen!?!

          Aber das muß sich dann im Abnehmerpreis niederschlagen!

          • Reinhard Seevers sagt

            Wir bauen auch Schweineställe für 1000Plätze auf Stroh. Inga, Größe ist lediglich durch Emissionen und Kapital begrenzt…….und NRW z.B. fördert das sogar….mehr Stroh = mehr Förderung.

          • Arnold Krämer sagt

            wir brauchen bei Zinssätzen von unter 2% keine öffentliche Förderung für Ställe. Die Landwirte brauchen Rechtssicherheit für landw. Bauen und Marktimpulse. Beides ist für Schweinehaltung aktuell nicht gegeben. Und die Nischen der Schweinevermarktung sind schnell gefüllt, von denen, die aufmerksam, flexibel und – wie gesagt – schnell sind.
            Der Staat sorgt fast immer für Fehlanreize

            • Reinhard Seevers sagt

              Dennoch nehmen die Kollegen die 30% AFP-Mittel gerne mit. Mitnahmeeffekte gab und gibt es immer……..es handelt sich in allen Fällen um Direktvermarktung und/oder bio.

              • Arnold Krämer sagt

                Die öffentlichkeit. Investitionsförderung in Niedersachsen war eigentlich immer eine Förderung der Bauwirtschaft, der Siedlungsgesellschaften und der Architekten.

                • Reinhard Seevers sagt

                  …..seit 20Jahren auch der der freien Betreuer.
                  Außerdem haben Gutachter jedweder Coleur, ebenfalls profitiert. Und es gab nicht wenige Ringberater, die die Parole Ausgaben: bauen nur mit Förderung! Und jeder weitergeleitete Kunde an bestimmte Betreuer generierte einen Bonus, usw.usw….

                • Bauer Willi sagt

                  @Arnold Krämer @Reinhard Seevers

                  Braucht man für einen Schweinestall einen Architekten? Die greifen das Geld aber auch überall ab…:-) … Unmöglich… 😉
                  Ernsthaft: Bauern treffen Entscheidungen auch ohne jedliche Förderungen. Unglaublich, aber wahr, Herr Seevers.
                  Im Übrigen kenne ich keine Sparte, die staatlich angebotene Mittel nicht gerne in Anspruch nimmt.

                  Wenn ich sehe, wer die Corona-Hilfe beantragt und bekommen hat, werde ich wütend. Hoffentlich müssen die das nicht nur zurückzahlen sondern auch noch Strafe zahlen. Wegen der Moral (falls noch jemand weiß, was das ist)

                • Reinhard Seevers sagt

                  Zitat Willi: “Ernsthaft: Bauern treffen Entscheidungen auch ohne jedliche Förderungen. Unglaublich, aber wahr, Herr Seevers.”

                  Ernsthaft: 95% aller Milchviehställe der letzten 35 Jahre in Niedersachsen sind mit Fördermittel gebaut worden.
                  Unglaublich aber wahr.
                  Ich weiß auch nicht, was daran jetzt unredlich sein sollte. Investitionsförderung ist bei hohen Kosten pro Produktionseinheit doch eine wirkliche Hilfe.

      • Inga sagt

        Man kann Schweine weiterhin mit digital gesteuerter Automatik füttern.
        Das wird die Ökologie kaum beeinflussen.

        Nur der Erlös des Schweinepreises muß mit dem Industriepreis der Futterautomatenanlage zusammenpassen, denn sonst nutzt man die Landwirte und auch die Tiere (Platzmangel) aus, wie die Billigarbeiter aus Polen oder Rumänien.
        Wollen wir das?

        Selbstverständlich ist der Verbraucher am Tierwohl durch den vermehrten Zugriff der Fleischerzeugnisse mit Billigpreis verantwortlich.

        • Reinhard Seevers sagt

          Zitat Inga: “Selbstverständlich ist der Verbraucher am Tierwohl durch den vermehrten Zugriff der Fleischerzeugnisse mit Billigpreis verantwortlich.”

          Solche Sätze bringen mich zur Weißglut. Warum? Billigfleisch ist alles in diesem Land nach Recht und Gesetz produzierte Fleisch, was nicht einer anderen Form unterliegt (Bio, Naturland, Demeter etc. <5%)
          Der Verbraucher macht nichts falsch und auch die Bauern nicht. Hier werden zwei Gruppen gegeneinander ausgespielt.

            • sonnenblume sagt

              Ostbauer, da kann man sehen, wie festverwurzelt diese Begriffe schon sind. Man rackert sich jeden Tag für´s Tierwohl, im wortwörtlichen Sinn, ab und trodzdem bleibt es Billigware.
              Unglaublich!

              • Ostbauer sagt

                Wie würdest Du denn 15€ für ein 3 Wochen altes HF- Bullenkalb bezeichnen; aukömmlich??
                Mir ging`s darum klarzustellen: Jedes in Deutschland produzierte kg Fleisch, entspricht höchstem Standard.

                • sonnenblume sagt

                  Teile Deine Meinung absolut. Das trifft doch für alle Tierhalter zu. Gleich, ob Schwein, Rindvieh oder anderes.
                  Die Bevölkerung sollte sich mal Produktionsweisen weltweit ansehen und ein Jahr davon leben. Dann könnten wir vielleicht mal wieder vernünftig mit einander reden. Oder tagtäglich erleben, wie fremde Menschen die eigenen Abfälle aus der Küche nach noch essbaren Resten durchwühlen. Dann wird man beschähmt und bescheiden als Deutscher.

                • sonnenblume sagt

                  Wenn ich diese Szenen wieder vor Augen habe, dann kommt mir die Verzweiflung ob der Überheblichkeit in unserem Land.

                • sonnenblume sagt

                  Wenn ich schon dabei bin. Hier haben nur noch die ältesten von uns den Kampf um´s Essen kennen gelernt. Andere mußten und müssen auch heute noch sparsam leben. Aber was ” echte Armut ” bedeutet, dass kennen wir hier nicht.

          • Inga sagt

            Ja schon,
            es geht nach nur um das Tierwohl, oder gehört das mit zum Spiel?

            Sind die wirklich in zu engen Ställen, obwohl sie sich da wohl fühlen?

            Also wie meinst du dass, das nichts falsch gemacht wird, Natürlich ist alles nach Recht und Gesetz.

            Oder steckt die Stalleinrichutgnsindustrie und Banken dahinter, damit die mehr Umsatz machen?

            Die Bauern können ja zahlen, die haben auch Geld und Eigentum (brauchen es aber um ihren Beruf auszuüben), das sie beleihen können genug!
            Das ist auch ein Art Enteignung!

            • Reinhard Seevers sagt

              Etwas verwirrend Inga, sorry.
              Die Stalleinrichter richten sich immer an die rechtlichen Vorgaben. Der Maßstab ist die Tierschutznutztierhaltungsverordnung. Wenn ein Gericht die Maße aus der Verordnung als nicht Tierschutzgerecht identifiziert, dann ist der Gesetzgeber evtl. (Stelle ich grundsätzlich aber in Frage) in der Pflicht dies zu ändern. Das ist im Moment der Fall. Wenn sich aber die Politik nicht einigen kann und deshalb sich nichts bewegt.

          • Inga sagt

            Lieber Herr Seevers,

            gell du bist echter Städter und hast auch nicht die “Sauerei” von Bauer Willi gelesen!

            Nach Gesetz ist ja auch alles in Ordnung, aber man hat festgestellt das man da was ändern muss, wenn wir Umwelt, Tier und Mensch nicht ausnutzen wollen. Wie es jetzt im Moment nach Recht und Gesetz ist, kann es nicht bleiben, wenn der Bauer nicht der Dumme bleiben soll! Das ist doch echt unsozial, oder?

            Und da wird eben nach der Politik gerufen, die muß entscheiden und anders fordern und fördern, damit wir aus dem unsozialen und unökologischen Kreislauf rauskommen.
            Bauern und Verbraucher sind nicht alleine Schuld, das ist so ein Zusammenspiel, das sich von alleine hochgeschaukelt hat und auch gesetzeskonform ist, dass da was geändert werden muß!
            Der jüngste Skandal (Ausnutzung von Menschen, die für Billigfleisch für Billiglohn arbeiten und in ungesunden Unterkünften wohnen müssen) bei Westfleisch hat es auch gezeigt!

  12. Thomas Apfel sagt

    Das Geschäftsmodell insbesondere des NABU, als Mitglieder stärkste NGO im Naturschutzbereich, ist völlig identisch mit dem bewährten Modell der Christlichen Kirchen.
    Es wird die Hölle beschworen und angedroht und der Himmel versprochen. Selbst das alte Modell des Ablaßhandels hat hier Pate gestanden. Mit dem Geld der “reuigen Sünder” werden Paläste und “Priesterstrukturen” aufgebaut, die “Gottesdienste” werden von den “Laienpredigern” der Medienwelt organisiert und abgehalten.
    Und wie bei den Kirchen wird die Arbeit an der Basis von “willigen Jüngern der Sekte” kostenlos bis kostengünstig erledigt. Das Eintreiben der Ablaßgelder wird auch gleich von der Basis kostengünstig übernommen.
    Das macht es Einem ja auch so schwer vor Ort die Zusammenarbeit mit den guten und aktiven Mitgliedern zu verweigern. Trotzdem setzt sich bei mir immer mehr die Erkenntnis durch, daß man eigentlich jede Zusammenarbeit konsequent ablehnen muss.
    Da habe ich aber dann wieder das Problem, dass ich den Aktivitäten der “Freien Bauern” zustimme, deren Blut und Boden Rhetorik aber nicht ertrage.

    • Reinhard Seevers sagt

      Konsequenz: Alle nicht ertragswürdigen Getreidefelder nach Abreife zeitgleich bundesweit anzünden!
      (Zynismus, ist kein Aufruf zur Straftat!) …..hat mal ein Kollege auf einem Betrieb in einem Nebensatz angedeutet; Diese Klitsche sollte man warm abbrechen. Zwei Tage später brannte der Hof und der Bauer sagte der Polizei, der Mann hätte ihm dazu geraten. 🙂

    • bauerhans sagt

      sagte mir ein wiedereinrichter 1990:
      meine kinder gehen jetzt in die “christenstunde”,schliesslich hat die kirche hier auch 40ha zu verpachten.

    • Arnold Krämer sagt

      …. eine völlige Identität gibt es nicht, T.A. weil u.a. die Agressivität der Werbung, das Verunglimpfen des “Gegners” fehlt. Die deutschen Bischöfe, Marx und Bedford-Strohm haben vor ein paar Jahren in Jerusalem beim Besuch des Tempelbergs sogar ihre Identität durch das Ablegen ihrer Kreuze geleugnet.
      Ansonsten gibt es durchaus Parallelen, insbesondere wenn Sie früher (Kirche) mit heute (NRO’s) vergleichen, da stimme ich zu.

  13. Willi Halbgewachs sagt

    Der Beitrag enthält einen Fehler, Flasbarth war nicht bis 2013 NABU-Präsident.
    >>Von 1992 bis 2003 war er hauptamtlicher Präsident des Naturschutzbunds Deutschland (NABU), nachdem er bereits seit 1989 das Amt des NABU-Vizepräsidenten innehatte. <<
    Quelle:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Jochen_Flasbarth

  14. bauerhans sagt

    der obstbauer hier hatte mal wieder 4000€ pro ha agrarknete bekommen.
    er ist der liebling der politik und auch mit den ngo verbandelt.

  15. Reinhard Seevers sagt

    Die Frage ist wiederum, was man aus der Offenlegung meint, schließen zu können. Der NABU hat gerade die Volksinitiative Artenvielfalt Niedersachsen ins Leben gerufen. Das ist für die Gesellschaft ohne Probleme unterstützenswert. Warum sollte sie sich dem auch nicht anschließen. Ob da nun irgendwelche ökonomischen Verflechtungen vorhanden sind, das interessiert wenig, weil das Ziel des NABU positiv besetzt ist, und auf Unzulänglichkeiten einer Minderheit basiert, die man sogar benennen kann, was man auch tut.
    Es wird auf die Gretchenfrage zulaufen: Kooperieren oder Kapitulieren.

    • Elisabeth Ertl sagt

      Ausgegeben wird das Geld vor allem für Propaganda, denn arbeiten müssen dann sowieso andere, z. B. die Bauern. Wer das Geld hat, die großen Medien zu bespielen, der hat die Gesellschaft politisch auf seiner Seite. Dagegen ist man machtlos. Mit fundierter Information allein erreicht man nur eine Minderheit.

      • Reinhard Seevers sagt

        Richtig Elisabeth, das haben wir ja auch schon häufig diskutiert, dass die Landwirtschaft nicht ohne Geld seine Taten und Handlungen medial so verkaufen kann, wie es notwendig wäre. Aber das Thema versinkt immer wieder, weil dieses Geld fehlt oder DIE Landwirtschaft nicht in der Lage und Willens ist, dieses Geld zu investieren. Das wiederum basiert auf der Inhomogenität der Branche, der unterschiedlichen Interessen und den Abhängigkeiten bei wirtschaftlichen und politischen Entscheidungsträgern. Was soll also passieren, dass die Sicht auf die Landwirtschaft eine andere, bessere werden soll?
        Und daraus folgt die Frage, ob dadurch Gesetze und Auflagen zurückgenommen werden oder zukünftig weniger werden?….eher nicht.

        • Elisabeth Ertl sagt

          Ich halte vor allem diese Spaltung bio/konventionell für anachronistisch, aber nicht, weil es die Aufgabe von Landwirten ist, einig zu sein, sondern weil es die Aufgabe der Politik wäre, mit dem Ziel nachhaltige Versorgungssicherheit auf unabhängige Wissenschafter zu hören statt auf NGOs. Und dafür wäre die Zeit durchaus reif. Die Frage ist nur, wie bekommt man Leute wie Prof. Kunz oder Prof. von Tiedemann auf jenen medialen Thron, auf dem beispielsweise Herr Drosten gerade sitzt. Der ist nicht mit Geld dorthin gekommen. Aber wer hätte noch vor kurzem gedacht, dass das Volk willens und in der Lage ist, so jemandem regelmäßig 45 Minuten zuzuhören? Wahrscheinlich brauchen wir dafür erst eine Lebensmittelkrise.
          Natürlich hat Österreich beispielsweise landschaftliche Voraussetzungen, die für einen hohen Bioanteil nach dem Muster der 70er und 80er Jahre ideal sind. Aber schaut man in die reinen Ackerbaugebiete in den Alpen- und Karpatenvorländern, ist der Anteil auch nicht höher als anderswo. Die Voraussetzungen sind heute anders als vor 30, 40 Jahren, und das heutige Bio hat mit den ursprünglichen Beweggründen nichts mehr zu tun.
          Der Konsument stößt sich an den Preisunterschieden – und ehrlich, wer ist schon ein Idealist? – und an der für ihn als Laien schwer durchschaubaren Kennzeichnung. Wir brauchen einheitliche Richtlinien für alle Landwirte, auch einheitliche Löhne in der ganzen EU und entsprechende Vorgaben bzw. Zölle für alles, was von außen kommt. Diese Richtlinien können im Sinne der Biodiversität durchaus strenger sein als sie jetzt für Konvi sind. Denn wenn sie für alle gelten, dann kosten die Nahrungsmittel eben das, was sie dann nun einmal kosten. Dann hört sich der Preiskampf weitgehend auf. Und wer dann meint, Idylle sei wichtiger als Vollversorgung, der muss sich sein Konzept halt selber finanzieren.

          • Ein Privatier sagt

            “Ich halte vor allem diese Spaltung bio/konventionell für anachronistisch, (…)”
            Das halte ich für einen sehr wichtigen Gedanken!

    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Es wäre nicht so, dass es aus Reihen der Bauern noch keine Signale zur Kooperation gegeben hätte im Sinne des großen Ganzen; demgegenüber hat sich wohl aber WER strikt verweigert!? Es darf nun geraten werden, welche Seite vornehmlich ihrerseits das „laute“ Schweigen im Walde präferierte! – WARUM wohl!?

      Kapitulieren ist dennoch keine Option für den Bauernstand, diese Variante sollte man generell schon im vorhinein kategorisch aufschließen.

      Herr Seevers, auch Sie wissen doch aus obersten berufenen Munden – wir Landwirte sind mittlerweile mit dem Prädikat „systemrelevant“ geadelt, da steckt man doch jetzt wirklich nicht den Kopf in den Sand! 🙂

      …Jetzt erst recht, selbst wenn NABU & Co. uns Bauern gerne als gesellschaftlichen Störfaktor zu kommunizieren wissen in teilweise schon extrem boshaften audiovisuellen Verleumdungsattacken übersatt.

      Eine Randnotiz hierzu vielleicht noch:

    • Moin!

      O-Ton aus der AbL: Man hat Angst, daß das Volksbegehren den „Niedersächsischen Weg“ torpediert, von CDU und Co. noch als Vorlage genutzt werden könnte, um alles bisher Erreichte zwischen Landvolk, Regierung und Umweltorganisationen zu zerstören. Denn das Eckpunktepapier in BaWü hat das Volksbegehren dort ausgehebelt. Und hier versprechen sich die GRÜNEN vom Volksbegehren mehr Stimmen an der Wahlurne, so mein Eindruck. Sie haben den Gesetzestext quasi selbst geschrieben.

      Ich habe den Gesetzesentwurf hinter dem Volksbegehren gelesen und bin einer der Kritiker. Enteignung durch die Hintertür (wir haben wir viele Entwässerungsgräben, mit stillgelegten Randsteifen ist das ein enormer Flächenverlust), die Naturschutzbehörde bekommt viel zu viel Einfluß, ohne von der Materie wirklich Ahnung zu haben (z.B. ökonomisch), aufgrund des Kopplungsverbotes fehlen marktwirtschaftliche Aspekte ganz, die Ausgleichszahlungen sollen im Rahmen des Landeshaushaltes beschlossen werden (also vage) u.v.m.

      Die Diskussionen in der LINKEN sind heftig. Wir haben es eingangs (bis jetzt) unterstützt, weil mehr Artenvielfalt wichtig ist. Doch während manch einer eher Bündnisse schmieden möchte mit den dahinterstehenden Organisatíon, diskutieren andere über die Sache selbst und kritisieren es, daß man da nur einem Etikett hinterherläuft, man merkt auch einen Dissens zwischen Stadt und Land, mußte ich leider feststellen 🙁 Bei dem Gesetzestext hätte man auch einfach das Kommunalwahlprogramm der Grünen von der letzten Wahl anschauen müssen. Der Pressekontakt vom Volksbegehren ist identisch zum Pressekontakt der GRÜNEN Niedersachsen (Heike Köhn, selbe Telephonnummer, etc.).

      Die GRÜNE-Fraktionsvorsitzende hier in der Gemeinde ist selbst NABU-Mitglied. Gefühlt wurde hier der NABU schon zu sehr von den GRÜNEN vereinnahmt, da finde ich die Haltung vom BUND deutlich besser. Zum Volksbegehren wurde geäußert, daß dieses hinfällig wäre, wenn sich Regierung, Bauern und Umweltorganisationen auf einen guten Weg einigen könnten. Für die geht es nicht um Stimmenfang, sondern um die Sache. Umweltorganisation ist eben nicht gleich Umweltorganisation!

      Treiber des Volksbegehrens ist auf Seiten der GRÜNEN ein Hanso Janßen, der auch schon von einer AbL-Demo ausgeladen wurde (ich habe den Infoflyer für die AbL-Demo letztes Jahr in Oldenburg gemacht). Die wollten gegen Agrarindustrie demonstrieren, Hanso Janßen hat es beworben als Demo gegen Nitrat und Grundwasserverschmutzung. Man macht Wahlkampf auf dem Rücken der Landwirte – Brückenbauen und Dialog gehen anders! (Fairerweise auch hier ergänzt: LsV hat den vom Landvolk mit ausgehandelten Niedersächsischen Weg auch torpediert, die wollen einfach nur so weitermachen, so mein Eindruck, da erlebt man eher eine Radikalisierung mit Drohungen wie „noch reden wir, wir können auch anders“.)

      Doch im Kern ist hier die AbL wirklich eine gute Leitlinie, für Bauern und Umweltbewußte. Aktuell ist das Thema Böden bei denen auf der Agenda weit oben als ein Beispiel. Würde ich einen Mediator suchen, einen Moderator zwischen den Interessengruppen, würde ich aktuell die AbL empfehlen. Ottmar Ilchmann ist super im Thema, als Milchbauer auch vom Markt hart getroffen, er steht unaufgeregt Rede und Antwort (auch wenn er gern mal Spitzen gegen Veganer raushaut, aber darüber kann ich als Veganer auch weghören 😀 ). Und auch nach innen erlebe ich sehr selbstkritische Kommentare und Diskussionen, Parteizugehörigkeiten spielen da auch keine Rolle.

  16. Ein Privatier sagt

    Der wohlstandsverwahrloste Wohlstands- und Massenmenschenhasser Michael Moore, der mit und im Kapitalismus stinkreich und fett geworden ist, hat vor ein paar Monaten einen Film veröffentlicht, der einige fundamentale Lügen der sogennanten Umweltschützer entlarvt.
    Ein Film der vom NABU ganz sicher mit dem Prädikat “Nicht hilfreich” ausgezeichnet wurde …

    Moore wird momentan von seinen Umweltschutzgenossen gehasst.

    Hier ein Link zur deutschen Version des Films. (Den Film gibt es auch auf Englisch mit deutschen Untertiteln.)
    https://www.youtube.com/watch?v=A2-t4qe2Yrk

    Bon appétit!

    • Ottmar Ilchmann sagt

      Was für eine ekelhafte Wortwahl zur Charakterisierung von Michael Moore! Zum Fremdschämen.

      • Ein Privatier sagt

        Ich schäme mich nicht, den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben.

        Der Mann ist als Kapitalist im und durch den Kapitalismus stinkreich und fett geworden, während er gleichzeitig den Kapitalismus und die Massen an Menschen verachtet und bekämpft. So einen nenne ich mindestens einen wohlstandverwahrlosten Wohlstandshasser.

        Habe Sie sich den Film Ihres Genossen überhaupt angeschaut?

  17. Ferkelhebamme sagt

    Interessant wären auch die Verflechtungen mit den anderen großen Vereinen zu erfahren.
    Es war doch schon sehr offensichtlich, dass sich zur Katastrophe im Dithmarscher Speicherkoog keiner von den Tierschützern zu Wort gemeldet hat.

    • sonnenblume sagt

      Eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus. Mangelnde Fürsorge hat es auch schon in anderen Fällen gegeben, extreme Verwurmung usw.. Auch da keine Kommentare.

  18. Mark sagt

    Allein die Nabu-Geschäftstelle Baden-Württemberg hat 38 hauptamtliche Mitarbeiter, hinzu kommen Nabu_Fachzentren, Beziksverbände und Ortsvereine. Nabu, Bund, Greenpeace, etc. sind Ökokonzerne, deren Geschäftsmodell die Panik ist. Man stelle sich vor, es stellt sich heraus, dass das Arten- und Insektensterben gar nicht existent ist, dass Grund- und Oberflächenwasser in ordentlichem Zustand ist, die konventionelle Landwirtschaft in hohem Masse umweltverträglich ist und und das Klima sich innerhalb einer natürlichen Variabilität bewegt. Der Konzern wäre pleite. Die geballte Kompetenz der Mitarbeiter wird dies jedoch mit allem Mitteln zu verhindern wissen, schliesslich geht es ausschliesslich um ihre Existenz..

    • Moin!

      Härtere Polizeigesetze? Basiert auf Angst.
      Ausländer raus und Obergrenze? Basiert auf Angst.
      Niedrigere Löhne in Kauf nehmen statt Hartz IV zu fallen? Basiert auf Angst.
      Mehr Rüstung und Überwachung statt Sozialstaat? Basiert auf Angst.
      Danke Agrarchemie und Gentechnik müßte man nicht hungern? Basiert auf Angst.
      Beim Arbeitgeber nicht aufmucken? Angst.
      Sich vom LEH über den Tisch ziehen lassen als Erzeuger? Angst.
      Usw.

      Es ist immer dasselbe Prinzip, welches von jedem bedient wird.

      Doch bitte nicht alle Organisationen in einen Topf werfen. Beim NABU habe ich das Gefühl, es wären viele GRÜNE. Bei BUND, Greenpeace, WWF und Co. sehe ich es differenzierter.

      Bedenken Sie auch, daß diese Organisationen eher ein Phänomen der Neuzeit sind, sprich erst ist was schiefgelaufen, dann kamen die Bürgerbewegungen. Das ist an sich auch gut, Menschen, die wieder für eine Sache einstehen. Die Frage ist: Wie kann man es miteinander in konstruktive Bahnen lenken.

      1% Bevölkerungsanteil, den die Bauern heute noch ausmachen, scheint auch der CDU nicht mehr zu reichen, so will ich es mal salopp formulieren. Und trotzdem findet ein Herr Rukwied das Tausendefache Höfesterben und den so genannten Strukturwandel ganz natürlich. Und die Angst vor dem eigenen Verlust läßt Bauern nicht selten gegeneinander in Konkurrenz treten, siehe Unterbietungswettkampf MIlchkrise.

      • Ein Privatier sagt

        Apropos “differenzierter”

        “Härtere Polizeigesetze? Basiert auf Angst.
        Ausländer raus und Obergrenze? Basiert auf Angst.
        Niedrigere Löhne in Kauf nehmen statt Hartz IV zu fallen? Basiert auf Angst.
        Mehr Rüstung und Überwachung statt Sozialstaat? Basiert auf Angst.
        Danke Agrarchemie und Gentechnik müßte man nicht hungern? Basiert auf Angst.
        Beim Arbeitgeber nicht aufmucken? Angst.
        Sich vom LEH über den Tisch ziehen lassen als Erzeuger? Angst.
        Usw.

        Es ist immer dasselbe Prinzip, welches von jedem bedient wird.
        Doch bitte nicht alle Organisationen in einen Topf werfen. Beim NABU habe ich das Gefühl, es wären viele GRÜNE. Bei BUND, Greenpeace, WWF und Co. sehe ich es differenzierter. (…)”

        Machen Sie es sich nicht zu einfach, wenn Sie die Menschen pathologisieren und aufgrund des ihnen unterstellten Beweggrundes – “Angst” – “in einen Topf werfen”?

  19. Oberländer sagt

    Schwere Kost für Sonntag-morgen,
    aber wundern tut sich darüber glaube ich niemand.
    Filz in Vollendung , das Wort mit K am Anfang will ich heute
    nicht schreiben . Und den schönen Regen las ich mir dadurch
    auch nicht vermiesen.
    Allen einen schönen Sonntag

    • sonnenblume sagt

      In der Rangliste beim Wort mit K ist Deutschland auch ziemlich oben dabei. Einerseits müsste man als Bürger viel mehr von den Verflechtungen wissen. Andererseits würden wir sicher den Glauben an die Nation und den Menschen verlieren.

  20. Stadtmensch sagt

    Ist doch alles schön transparent. Bekommt einer mit ein paar Klicks raus. Falls Bauer Willi ein Interview möchte, in dem der Nabu dann Stellung beziehen soll zu seinen “Verflechtungen”, wird er es sicher bekommen. Nicht so bei den Protagonisten im Agrarbereich: ab Minute 27
    https://www.youtube.com/watch?v=3yxZekvV89M
    Für die präsentierten Fakten mussten zwei Doks an der Uni Bremen lange recherchieren. Da scheint man nicht so leicht durchs Gestrüpp zu kommen. Was ist eigentlich besonders anstößig daran, mit Kondomherstellern zu kooperieren. Passt das nicht in das konstruierte Weltbild der RKK?

    Primärwälder im Kaukasus. Geht gar nicht. Das machen die bestimmt nur für Gesinnungsgenossen, damit die dort schön wandern können. Ja, nee, klar…

    • Schmeckt gut sagt

      Lieber Stadtmensch, uns Bauern wird in der öffentlichen Kritik an allen möglichen und unmöglichen Stellen und/oder gleichzeitig und alternativ (zur Steigerung der Aufmerksamkeit in den Medien) verwerfliche Verflechtungen, Geldzahlungen und “Subventionszahlungen” mit/von landwirtschaftlichen und industriellen Institutionen vorgeworfen. Teilweise ist dies wirklich an den Haaren herbeigezogen, weil diese “Verflechtungen” einfach zum wirtschaftlichen Handeln gehören. Und jetzt sollen wir (hier BW) die Klappe halten, weil wir auf ähnliche, verwerfliche 😉 Verflechtungen bei den Naturschutzverbänden stoßen? Auch diese Entwicklungen sind aus Sicht der Naturschutzverbände natürlich dringend notwendig, um die durch die LW arg gebeutelte Natur zu schützen. Unser Eindruck ist allerdings, dass hier extrem aggressiv und ohne Rücksicht auf die Folgen vorgegangen wird. Und darauf dürfen wir selbstverständlich hinweisen. Danke, Bauer Willi.

    • sonnenblume sagt

      Das ist alles ja nicht neu. Was ekelerregend ist, ist die Art und Weise wie sich der NABU ansonsten darstellt, als der Saubermann der Nation.
      Die Geschichte mit dem Nachlass haben sie sich hübsch von den Kirchen abgeschaut. Aber schaut man sich zu den Weihnachtsfeiertagen die Hauswurfsendungen an, soviel Vermögen wie man da vererben könnte, hat kein Mensch.
      Es leben viel zu viele gut und bequem von dem Geld von wenigen. Das jetzt auf die staatl. Zuwendungen bezogen. Sind doch Steuern die da verteilt werden.
      Aber sie sind wirklich Weltmeister darin, ihre Ideen emotional und glaubhaft an den Mann und die Frau zubringen.
      Deshalb kommen wir mit nüchternen, faktenbasiertem Informationen auch nicht wirklich zum Ziel.

      • Stadtmensch sagt

        Habe ein Pöstchen in der Industrie. Meine Arbeit und mein Bedarf an Tauschwaren wird besteuert. Habe kein Problem damit. Arbeit macht das Leben süß und Müßiggang beherrschen die Wenigsten.

        • bauerhans sagt

          “….und Müßiggang beherrschen die Wenigsten.”

          konstruktiven müssiggang!

        • Ein Privatier sagt

          Erst zukünftig wird Ihr Pöstchen ein rotgüldenes … zur Sonne, zur Freiheit, zum Licht …

  21. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, vieles was hier durch Willi rescherschiert wurde war mir bisher nicht bekannt.
    Das das BMU den NABU besonders großzügig unterstützt wird schon seine Gründe haben.
    Herr Flasbarth braucht diesen Verein ja jetzt besonders, um seinen erhofften Karrieresprung
    in Richtung UNO endlich vollziehen zu können.
    Über vieles was hier zum Vorschein kommt kann ich nur mit dem Kopf schütteln, nicht nachvollziehbar.

  22. knuffel61 sagt

    Diese Art der Verpflechtungen ziehen sich durch alle Politischen Lager, Filz wäre wohl die bessere Bezeichnung.
    Sind solche Bevorzugungen und Bindungen nicht untersagt, also illegal??
    Das ist einer der Gründe warum eigentlich nur noch das geringere Übel gewählt wird,.
    Der NABU ist ein Verein zur Unterbringung von Adademikern. Diese sind zu großen Teilen weit weg von der Realität, muscheln in Ihren Büros und Diskusionskreisen rum, während die Tiere in Ihrer Obhut jämmerlich verrecken. Zur Krönung wird dann noch Hilfe abgelehnt.
    Jeder normale Bürger würde für so eine Sauerrei an den Pranger gestellt werden, diese Vögel nicht. Warum? Weil sie einfluss in den höchsten Kreisen der Regierung haben.

    • Reinhard Seevers sagt

      Mit der gleichen Rhetorik hacken NGOs und Verbände auf der Nutztierhaltung herum. Vielleicht sollte man sich langsam was Neues einfallen lassen, denn DEN Kampf verliert man.

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