Bauer Willi
Kommentare 77

Der Horror-Katalog

Der nachfolgende Artikel liest sich wie ein Stück aus dem Tollhaus.

https://www.agrarheute.com/politik/50-prozent-weniger-pflanzenschutz-eu-gesetz-590108

Was steht drin?

  • Reduktion der Pflanzenschutzmittel bis 2030 um 50% soll Gesetz werden. Referenzjahre 2015-2017 (mir ist nicht klar, ob Wirkstoffmenge, Produktmenge oder….)
  • Nationale Ziele dürfen um 5% nach oben oder unten abweichen (in Bulgarien herrschen andere Verhältnisse als in den Niederlanden oder Deutschland, die Zahlen gelten aber für alle gleich)
  • Jeder Landwirt soll jede Pflanzenschutz-Maßnahme in einem elektronischen Register erfassen. Mit Begründung und Nennung des Namens des Beraters (mir fehlen die Worte. Sind wir in Nordkorea oder in Europa?)
  • Die Staaten müssen einen jährlichen Fortschrittsbericht über den Rückgang an Pflanzenschutzmitteln an die EU melden. Veröffentlichung im Internet. (Wozu soll die Veröffentlichung dienen? Selbst Schulnoten werden nicht öffentlich gemacht!)
  • Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in “sensiblen Gebieten” wird verboten. Gilt zum Beispiel für Natura 2000-Gebiete. Und für städtische Grünanlagen. (Bin gespannt, was man dann macht, wenn sich die Bevölkerung beschwert. Auch ja, Ausnahmen sind möglich)
  • Wenn Spritzungen mit Ausnahmegenehmigung durchgeführt werden sollen, muss der Anwender vorher am Feldrand Schilder aufstellen. (Leute, ist das euer Ernst? Was soll denn da drauf stehen? Wisst ihr überhaupt, wie man sich da als Landwirt fühlt?)
  • Die Prinzipien des integrierten Pflanzenschutzes (IPM) müssen strikt eingehalten werden. (Das ist nun etwas, womit ich kein Problem habe. Und auch nie hatte!)
  • Diese Verordnung soll nicht mehr (wie bisher üblich) in nationales Recht umgesetzt werden sondern gilt unmittelbar.  (Die Kommission will die Mitgliedsstaaten “an die Kandare nehmen”, sie haben zu spuren)

Und bei top agrar ist folgendes zu lesen:

  • “Der Auswirkungen ihrer Pläne ist sich die EU-Kommission durchaus bewusst. In einem kurzen Kapitel zu den Folgen der Pflanzenschutz-Verordnung nennen die Autoren mögliche Folgen: Steigende Lebensmittelpreise, steigende Produktionskosten, steigende Lebensmittelimporte aus Drittstaaten.” (Ich werde den Eindruck nicht los, dass die gesamte europäische Landwirtschaft vor die Wand gefahren werden soll. Und gleichzeitig die Abhängigkeit aus Drittstaaten mit schlechteren Produktionsbedingungen bewusst herbeigeführt werden soll. Cui bono?)

https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/50-weniger-pflanzenschutz-die-eu-kommission-macht-ernst-12847343.html

Sehr gerne würde ich erfahren, wie sich unsere berufsständischen Vertretungen zu diesem Horror-Katalog stellen. Wie passt das alles zu den Aussagen der Mitglieder der Zukunftskommission?

 

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77 Kommentare

  1. Klemens Minn sagt

    Ein zusätzlicher Baustein den kleinen Familienbetrieben den Garaus zu machen. Mit zusätzlichem bürokratischem Aufwand erhöht man die Belastungen besonders bei denen, die diese Aufgaben nebenher erledigen müssen.
    In Großbetrieben engagiert man effizient arbeitende Mitarbeiter, die sich speziell um diese Fragen kümmern. Die Kosten hierfür sind natürlich auch lästig, aber kalkulierbar.

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  2. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Leider hat eine Vielzahl der Beamtenschaft innerhalb der EU-Kommission augenscheinlich noch immer nicht gerafft, wofür wir einen beachtlichen Flächenanteil künftig ganz dringend benötigen werden; ob man das nun billigt oder auch nicht!!! – Grüner Wasserstoff u.a., ein gewaltiges Bedarfsfeld…

    Zu folgerichtigen Abbildungen in die Zukunft ist eine solches Beamtenpersonal vollkommen außerstande, das stellt man selbstgefällig sehr eindrucksvoll unter Beweis. Nun, diese Besserwisser-Protagonisten konnten die tatsächliche Inflation nicht einmal zwei Monate im voraus realistisch einordnen, im Umfeld von Corona unterliegen wir nur noch einer bloßen Schätzometrie, …und im wichtigsten Sektor, unserer Nahrungsmittelgrundversorgung lässt man sich jetzt ebenfalls bewusst auf ein solches Harakiri ein!?

    Dem Landwirt verordnet man die „FROSTARBEIT“ auf der Fläche – was aber, wenn diese „gesetzlich festgeschriebenen“ Frosttage ausbleiben!? Unsere Altvorderen drehen sich in ihren Gräbern um…

    Keine drei Tage kann man Wetterprognosen vorhersagen, die EU-Kommission aber weiß Prognosen über Jahrzehnte hinweg in Stein zu meißeln; welche fatal grandiose Selbstüberschätzung!!!

    Beispiel „Olympia“ in China: Eine Woche lang durften die Zuschauer Olympische Spiele verfolgen, die ausschließlich auf Kunstschnee stattfanden, das komplette Umfeld war grün. Seit zwei Tagen nun dort Schnee in solchen Mengen, dass man mit diesen kaum umzugehen vermag. Das hat niemand vorausgesehen!?

    Für unseren Pflanzenschutz jedenfalls von enormer Bedeutung ist nach wie vor das Wetter. Gebt uns also ein „taugliches Besteck“ in die Hand, damit wir richtig(!?) handeln können, um dabei DIE(!) Mengen und Qualitäten PER VERORDNUNG auch produzieren zu können. Ihnen gelingt schließlich jede Quadratur des Kreises! Wenn‘s Essen knapp wird, kann die Bevölkerung behelfsmäßig auf massenweise Papier in den Amtsstuben zurückgreifen. Bon appétit!

    Eine vorausschauende Planbarkeit dahingehend stützt sich heute nicht mehr auf die gute fachliche Praxis, sondern allenfalls wohl einzig auf Simulations-Prognosemodelle an komplett verstaubten Schreibtischen. Erst im Nachgang wird man realisieren können, dass sich ANDERE(!!!) damit eine extrem blutige Nase einholen müssen. Am besten zieht man frühzeitig schon vorher die Reißleine…

    Die Gaspreise zeigen derzeit sehr anschaulich, dass alles, was ins Minimum gerät, Geld kostet, viel Geld. Das lässt sich nicht stoppen. Das ist kein Markt – das ist Realität. – Wann wird demnach der Mensch wieder zum Tier!?

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  3. Thomas Bröcker sagt

    Bei uns in der Regionalprawda war Gestern ein zweiseitiges Interview mit Steffi Lemke.
    Da wird einem klar, dass die “drei Damen vom Grill” das Sagen haben. Frau Lemke hat fast die Hälfte des Interviews erklärt was die Landwirtschaft falsch macht und was sich ändern muss. Die Vita von Frau Lemke erwähnt ein Landwirtschaftsstudium mit der FR. Tierproduktion an der HUB. Sie ist aber sofort nach dem Abschluss in die Politik gewechselt (seit 1993 im Bundestag). Dreißig Jahre grüne Dogmatik hat in ihrem Kopf Spuren hinterlassen. Die Kernsätze stehen fest und da wird auch nicht mehr nach links und rechts geschaut.

    Ophelia Nick und Sylvia Bender sind die anderen zwei Eckpfeiler des Trios mit den selben Dogmen im Kopf. Das ist 100 % Öko-Landbau-Lobbyismus. Der Ötzi hat da gar nichts zu sagen und will das auch nicht. Wir haben kein Landwirtschaftsministerium, sondern ein Bio-Umwelt-Ökoministerium mit Ötzi als Appendix. Die ziehen das Ding mit dem Narrenschiff und mit voller Fahrt aufs Riff durch bis zum bitteren Ende.

    Da hilft nur knallharter Widerstand, das muss vor allem Herrn Ruckwied klargemacht werden, der sich mit dem Spruch “Vegan eröffnet auch neue Perspektiven für die Landwirtschaft” direkt bei Frau Lemke angebiedert hat.

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    • Bauer Willi sagt

      Ich bin ja beim Widerstand dabei. Aber wie bekommen wir Gehör? Kartoffeln vor dem Kanzleramt pflanzen?
      Ernsthaft: 15 Figuren von der “Letzten Generation” mischen die Sozialen Medien auf.
      Irgendwas machen wir falsch…

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      • Smarti sagt

        Medienkampagne mit dem Thema: den dt. Bauern den Beruf verbieten, aber gleichzeitig das Essen aus …. stehlen. Und dann wunderst Du dich, warum “Ali mit seiner Familie” bei uns Asyl beantragt… mit Zahlen unterlegt. ( Halbierung der Tierbestände hat zur Folge dass…. halbierung der Insektizide hat zur Folge dass

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      • evo.... sagt

        Von solchen Leuten mal Beweise für ihre Aussagen verlangen und irgendwann zahlen lassen, wenn Leute wegen Ernährungsfehlern krank werden:

        https://utopia.de/

        Die gehören zum Medienimperium der SPD. Ökotest gehört auch der SPD.
        Die empfehlen mir dauernd vegane Ernährung. Ich glaube aber nicht daran, sondern halte die Pflanzenzüchtung für ein größeres Problem als ein paar Pestizidrückstände.

        Als Konvi mal nicht mehr mit Bios zusammenarbeiten.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Wer nicht zur materiellen Erzeugung beitragen kann, der muss u.U. sein Einkommen durch Sprechblasen und deren mediale Verbreitung erwirtschaften. Wenn der Bürger und Verbraucher die Medienschaffenden, Künstler und Kunstsschaffenden mal links liegen lassen würde, würden die Vorgenannten verhungern…..
          Sie überleben dadurch, dass sie ihr Handeln als wichtig für Geist und Seele vermarkten. Wer ihnen nicht zuhört und zuschaut, wird nie das ewige Leben erhalten.

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        • Smarti sagt

          Konvi und Bio gegeneinander aufhetzen – sicher nicht ! Es sind fast nie die Biobauern, die gegen Konvi hetzen sondern die “ich habe eine Forderung aber null Ahnung-Leute”. Nach dieser Theorie müsste man nämlich auch “klein gegen gross” und “jung gegen alt ( Junglandwirteprämie, Deckelung…).
          Der Biolandwirt mit 2000 ha und einem leistungsstarken Mulcher melkt nicht mehr.

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          • evo.... sagt

            Ich denke Konkurrenz zwischen Bio und Konvi würde den ländlichen Raum fördern.
            Die Bios kollaborieren mit den Leuten, die Konvi in den Dreck ziehen und dann gehört schon ein gehöriges Maß an Naivität dazu mit denen zusammen zu arbeiten.

            Wenn der Bio nett zum Konvi ist, dann wird oftmals die Spekulation auf dessen Flächen dahinter stehen.

            Der Gesellschaft sollte man auch mal bewusst machen, das in einigen Kz´s Demeter- Höfe betrieben wurden. Und unser Staat schiebt solchen Bauern noch einen Haufen Geld nüber .

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            • Bauer Willi sagt

              Verbreiten Sie keine Verschwörungstheorien. Ich finde den Kommentar etwas “daneben”

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              • Reinhard Seevers sagt

                Ich finde den Kommentar auch nicht passend, dennoch stimmt die Beziehung zwischen Antroposophie und NS- Diktatur sowie die Verwirklichung von Bio-Dyn. LW in Dachau.
                Die Diskussion hilft nur nicht weiter, sie endet in einer neuen Ideologisierung.

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                • Andreas sagt

                  Dann dürfte euch auch bekannt sein, dass der Deutsche Bauernverband der offizielle Rechtsnachfolger vom Reichsnährstand ist. Der DBV hat alle Liegenschaften des Reichsnährstand geerbt, genauso wie das undemokratische Wahlsystem, wo die Mitglieder nur die Ortsobmänner und sonst nicht wählen können.
                  Die chemischen Pflanzen- und Insektenvernichtungsmittel wurden am Anfang auf den Anlagen produziert, auf denen vorher die Chemischen Kampfstoffe produziert wurden.
                  Der Stickstoffdünger wurde analog dazu auf den Anlagen produziert wo vorher Schießpulver erzeugt wurde. Die Anlagen und die Fachleute waren schon mal da, da konnten Hoechst, Bayer und BASF gleich wieder gut verdienen.
                  Also nicht mit Steinen werfen, wenn man im Glashaus sitzt !!!

                • Bauer Fritz sagt

                  @andreas
                  Was sie da von sich geben ist faktenbefreiter Schwachsinn. Wenn sie schon sonst nichts über historische Grundlagen wissen, sollten sie wenigsten zuerst Wikipedia oder dergleichen zu Rate ziehen. Wie fast jede bäuerliche Organisation liegen die Anfänge schon in den Zeiten der Bauernbefreiung.
                  Eine offizielle Rechtsnachfolge des/der Reichsnährstände konnte es auch rein juristisch nicht geben, da diese durch die Alliierten aufgelöst wurden.

                  Andere (gern gesehene) Überbleibsel aus der Zeit können sie aktuell hier nachlesen: https://www.focus.de/archiv/politik/05-02-2022/
                  Wenn sie wieder mal Steine werfen wollen ….

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  4. Ehemaliger Landwirt sagt

    Die EU will ja auch 30 Millionen Häuser mit Syropor einpacken, da wirkt die Forderung nach einer 50% Veringerung von PSM gerade als lächerlich wenig.
    Wir leben in einem Irrenaus.
    Wenn Gott ein Volk strafen will, nimmt er den Damen und Herren den Verstand.

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    • “Die Staaten müssen einen jährlichen Fortschrittsbericht über den Rückgang an Pflanzenschutzmitteln an die EU melden. Veröffentlichung im Internet.
      (Wozu soll die Veröffentlichung dienen? Selbst Schulnoten werden nicht öffentlich gemacht!)”

      Nur
      Kontrolle über Kontrolle
      es gibt doch viele die sich gar nicht dafür interessieren, sonst wüßten sie, dass in den letzten 50 Jahren der Pflanzenschutz Fortschritte da hinsichtlich gemacht hat.

      Viel4eicht gibt es dafür auch irgendwo ein4e Liste,

      sind die “3 Damen vom Grill” zu faul die zu lesen?
      Können die die überhaupt verstehen?
      Oder kennen die nur Machtgebaren?
      Wissen die überhaupt was Demokratie ist?

      Ob uns der Chem vor denen schützt?

      Solen die doch erstmals ihr Putz-, Wachmittel-, Medianten- und umweltschädlchen Kosmetik- u. Parfümverbrauch für die Öffentlichkeit dokumentieren.

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  5. Jann Petersen sagt

    Es geht um die Minimierung des Risikos nicht dercwirkstoffmenge pauschal. So ist auch das zurückrudern des NABU in Sachen glyphosat zu erklären. Auch die ” Alternativen ” bei Raps oder rübenbeize unterlaufen dieses Ziel.
    Nordkorea oder China? – Bitte dringend Bauern Blatt sh lesen, Jubiläumsausgabe , Artikel zur schönen neuen Welt. 1984 lässt grüßen. Dort ist von Freiheit durch Überwachung die rede und von Erziehung zu guten !!! Staatsbürgern. Wie man sowas veröffentlichen kann als bv ist mir ein Rätsel….

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  6. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Putin,Biden und Xi Jinping spielen gerade Krieg und Deutsche wollen die Welt retten.
    Ziemlich abgehoben das ganze,alles wird teurer und mangels Masse werden alle wieder auf dem Boden der Tatsachen ankommen oder auch hart aufschlagen.
    Warum wird eigentlich gerade son Theater um die Wahl des Bundespräsidenten gemacht!

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    • Walter sagt

      Eine sehr gute Einschätzung !
      Frage was hat der Amerika mit seiner Überheblichkeit in Europa verloren ?
      Frage was glauben wir denn wo auf der Welt Politik gemacht wird und wer die Lebensmittel für Milliarden Menschen produziert .
      Frage ist es für uns Landwirte noch wichtig welche Schwachköpfe uns regieren ?
      Vielleicht wäre ein Konflikt mal geeignet
      den Menschen bewusst zu machen wie wichtig essen ist .
      Jetzt kommen die Rechnungen für Strom für Gas für Kraftstoff die Stimmung wird kippen in England brennt schon der Kessel.
      Es kommt der Tag wo die Arbeit der Leistungsträger wieder geschätzt wird .
      Eine Bitte nicht so viel bieten
      lassen ! Die Leute die uns kontrollieren wollen sollen sich anmelden und fragt sie mal ob es Ihnen nicht zu blöd Berufskollegen zu kontaktieren . Für so einen Job muss man doch nicht Studieren . Können ja mal ne Schicht mit Melken oder Silo abdecken .
      Grüße aus M V

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  7. Ferkelhebamme sagt

    Umsetzen-sofort! In Kombination mit fehlendem Dünger und dem Einmarsch des Russen in die Ukraine gibt das ein Lehrstück par excellence. Getreide ist sowieso gerade knapp und teuer, die Ackerbauern werden es überleben.

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    • Bauer Fritz sagt

      Was Sri-Lanka nicht konnte (mit der in jeder Hinsicht tollen Beraterin Vanadana Shiva), muß Deutschland jedenfalls schaffen. Jetzt erst recht wo Greenpeace eine Regierungsorganisation des Außenministeriums ist.
      Gestern haben die richtigen Agrarexperten (Kindergärtnerinnen, Schauspieler, Sozialarbeiter …) ja gezeigt wohin die Agrarwende geht: Kartoffelanbau im Februar (https://twitter.com/Gert_Woellmann/status/1492497652969316354).

      Aktivisten an die Macht (und am besten Kinder auch gleich): https://www.salonkolumnisten.com/aktivisten-an-der-macht/

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      • Thomas Bröcker sagt

        Schöner Artikel! Bei dem Trio Infernale im Umwelt- und Landwirtschafts-Vernichtungsministerium könnte das in Deutschland ähnlich laufen.

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        • Smarti sagt

          Wenn es denn nur Deutschland beträfe, aber die wollen ja die ganze EU in die grüne Weltrettung mit einbeziehen… und dann wird es so richtig knapp, nicht nur bei den Tomaten im Winter.
          Die Regierung kann wohl diesem “wir retten alle Lebensmittel und damit die Welt dazu” nicht zustimmen, denn dann wären alle Mindesthaltbarkeitsdaten ungültig, ebenso die Einhaltung der Kühlketten und die ganzen Lebensmittelkontrollen ( denn wenn ein Produkt nicht weggeworfen werden darf, ist es ja automatisch “nie” verdorben.

          • Das kann man mit einer guten Planung umgehem, indem mAn rationell haushaltet.
            Jemand der alles im Griff hat,wie eine Haushälterin früher, der schmeißt nichts weg, weil es viel zu teuer ist. Oder weil er Respekt vor Gottes Kreatur ist, aus denen ja die Lebensmittel entstehen.
            Eine Hausfrau wirdschaftet so, das hat Priorität.
            Sie kann zubereiten und auf verschiedene Art haltbar machen.
            Warum soll das den modernen Menschen nicht gelingen. Gerade wo es noch bessere und energiesparende Methoden gibt.
            Wor können zum Mond fliegen, da werden wir das auch können!

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  8. Ludwig sagt

    R.Seevers@
    Mit dem fehlenden N-Dünger läuft jetzt der erste Versuch. Wenn die Regale vielleicht auch nicht leer bleiben , aber dafür wird der Verbraucherpreis lt. Prof. Sinn zwischen 10 – 30 % hochgehen. Hohe Energiepreise und Verbraucherpreise sind der Zündfunke für soziale Unzufriedenheit . Hoffen wir , daß es nicht noch schlimmer kommt. Jedenfalls wird die Inflation nicht weniger.

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    • Die Pflanzen brauchen N, haben das die Politiker nicht begriffen.
      Wissen die das nicht?
      Irgendjemand kann doch die optimale Menge pro Stsndort ermitteln.

      Vielleicht weiss auch jemand, wie es bei mangenlten N mit der Bodenqualtät aussieht?

  9. Reinhard Seevers sagt

    Hätte man der Autoindustrie vor 25 Jahren vorgeschrieben, Autos mit max.. 3 Zylinder und nicht mehr als 100PS herzustellen, dann hätten wir in diesem Land weniger CO²-Probleme. Da aber die Autoindustrie der Motor unseres Wohlstandes ist, lässt man sie gewähren und opfert lieber die wenigen Bauern. Das haben alle politischen Akteure verinnerlicht.

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    • Smarti sagt

      Ich finde es auch “mutig” von den dt. Autoherstellern, fast nur noch grosse Protzautos zu entwickeln…

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      • Christian Bothe sagt

        Smarti.Sind doch tolle FHZ und lassen sich gut verkaufen. Wer es eben braucht, soll es sich kaufen. Für mich kein Thema, bin PKW Fan! Ist eben Marktwirtschaft und der Bedarf ist da und zwar weltweit! Auch die E-Spielereien werden daran kaum etwas ändern…

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      • Echt unattraktiv
        völlig aus der Mode.
        Ist das bei der Bevölkerung und Autokäufer auch schon angekommen?

    • Christian Bothe sagt

      @R.S.Das stimmt so nicht! Die s.g. Downsizing 3Zylinder behalten sich abgasmaessig kaum anders wie moderne 4 oder 6 Zylinder als Benziner oder Diesel! Die technische Entwicklung der Abgassysteme und Verbräuche/100km sind enorm zurückgegangen, insbesondere bei Diesel und ad-blue (NOx etc.).Sicherlich spielen da Vorgaben auch eine Rolle und der Einsatz von Biokraftstoffen sowieso. Soweit zum Vergleich der unsinnigen Vorgaben für unsere LW ,und der Autoindustrie( bin halt ein Autofan wie Sie sehen).

      • Reinhard Seevers sagt

        Christian, ein Kommilitone hatte 1984 eine Audi 80E, B2, der benötigte bei guter Fahrweise 5,0Liter Benzin…..nun erzähl mir Mal, was die 35Jahre gemacht haben, wenn der SUV heute noch 10Liter braucht. Mein Mitleid hällt sich in Grenzen

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        • Christian Bothe sagt

          R.S.Mein 6Zylinder PKW braucht auch nur 5,5 l DK auf 100km, und das mit kaum NOx Ausstoß und CO2! Das hat Ihr Kommilitone kaum hinbekommen, weil es keinen bleifreien Sprit gab und Katalysatorentechnik, E10 ,B7 auch nicht…Also wurde doch einiges getan, abgesehen von den Zweitaktern in der DDR…Sollten unseren Disput aber beenden, R.Servers. Gehört doch nicht so richtig zu B.Willi’s Thema.

          • Christian Bothe sagt

            Zusammenfassend noch einmal.Für mich haben die Autoindustrie und unsere LW absolut nichts gemeinsames am Hut,was die Entwicklung beider Wirtschaftsarten und Darstellung in der Öffentlichkeit betrifft. Die werden nämlich auch von der EU „gebeutelt“ mit unsinnigen Abgasvorschriften, der E-Mobilität usw. Das wären dann sogar Gemeinsamkeiten zu unserem Metier, auch wenn diese sich in der Vergangenheit dumm und dämlich verdient haben…

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            • Jan Schmedes sagt

              Da gibt es doch noch etwas: Trotz aller Marktfreiheiten, die in der EU herrschen, und aller Beteuerungen, es darf keine Marktbeschränkungen geben. Es gibt aus Umweltschutzgründen eine Importbeschränkung für PKWs mit fehlender aktueller Abgasnorm in die EU. Das wäre ein Weg, wie die europ. LWS geschützt werden könnte, vor Importen von Produkten, die mit anderen Produktionsnormen aus dem Ausland importiert werden. Hier wäre ein Hebel möglich, die heimische Landwirtschaft trotz hiesigem Ordnungsrecht vor dem billig produziertem Lebensmittel aus dem Ausland zu schützen. Man muss es nur wollen.

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        • Bauer Willi sagt

          Wir waren heute in der Eifel. Mit unserem 2.0 l-Touran, 140 PS, Baujahr 2009. Auf der Rückfahrt (Berg runter, Rückenwind, habe ich für die 100 km laut Anzeige 4,9 l Diesel verbraucht. Auf der Hinfahrt (starker Gegenwind, waren es 6,5 l)
          Wirklich: was haben die Ingenieure in den 13 Jahren gemacht?

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          • Christian Bothe sagt

            B.Willi.Habe ich doch R.S. erklärt, B.Willi.Vergleichen Sie mal einen heutigen Van von VW mit ihrem von 2009.Da geht Ihnen bestimmt ein Licht auf!Was hat sich in 13 Jahren LW getan, könnte ich jetzt provokatorisch fragen, denn bis dahin hatte sich einiges in der LW seit 1990 getan! Ich denke es ist ein ganz schlechter Vergleich! Übrigens ohne Sprit lässt sich auch kein 2,0l Fhz.betreiben…

          • Thorens sagt

            …die Autos wurden immer schwerer, mit immer mehr Gimmicks. Ich könnte mir vorstellen, dass der Verbrauch je kg Fahrzeugmasse weiter zurückgegangen ist. Auch die ganzen Abgasreinigungsbauteile dürften das ihre zur Gewichtszunahme beigetragen haben.

            Ein Golf 1 hat um die 800 kg gewogen. Der aktuelle Golf wiegt zwischen 1250 und 1600 kg je nach Ausstattung, ist aber auch etwas größer. Innen auch?

            Obere Mittelklasse, wie E-Klasse, Audi A 6 usw., gern mit Allrad und allerlei Goodies, mit deutlich breiteren Reifen als noch vor 20/30 Jahren (Rollwiderstand), wiegen heute kaum unter 2 t.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Das rechtfertigt ja alles….mehr Spaß, dafür mehr Ressourcen und dann einfach den Verbrauch auf die Tonnage runterbrechen.😄
              Deshalb kann man ja auch jede Ressourcenverschwendung neuerdings auf Spaßbedürfnis wegen Stressbewältigungsstrategie rechtfertigen. Wir sind so gestresst und müssen deshalb soviel Spaß haben und in der Welt herumreisen und große Autos fahren oder auf Kreuzfahrt gehen.

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              • Was haben früher die Leute gegen Stress gemacht?
                In der Naturmehr relaxen u. spazieren gehen und sie mehr achten?
                Sich über Blumen und Singvägel freuen?
                Mein Freund den Baum umarmen, denn der gibt seelisch Kraft!

                Die brauchten keinen SUV und keine Kreuzfahrt.

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              • Thorensa sagt

                @ Seevers:
                Um den Spaß geht es zwar bisweilen auch, neben dem Komfort, doch auch aufgrund etlicher gesetzlicher Vorgaben haben die Fahrzeuge einiges an zusätzlichem Balast heute mitzuschleppen.

                “Mehr Spaß, mehr Ressourcen…” – dabei fällt mir mein Lieblingsbeispiel aus Automotive ein:
                Seit 2016 muss jeder Neuwagen per Gesetz über eine Reifendruckkontollanzeige verfügen, weil ein Kraftfahrer heutzutage anscheinend nicht mehr dazu in der Lage ist, sich selbst um die Verkehrssicherheit seines Fahrzeugs kümmern zu können. Die Geräte gab es ja schon vorher, haben sich aber wohl nicht so recht verkauft. Was macht da der Konzern mit Verbindung über seinen Verband nach ganz oben? Es wird das verantwortliche Ministerium angesprochen, diesem dargelegt, was falscher Reifendruck für die Verkehrssicherheit und die Umwelt bedeutet, dort leuchtet das ein, wird in eine Gesetz gegossen und schon ist der Absatz dieser Systeme gesichert.

                Die Sendeeinheiten in den Reifen beziehen ihre Energie aus jeweils einer Batterie (!). Nach etwa 4 – 6 Jahren sind diese Batterien erschöpft und die ganze Einheit fliegt auf den Müll. Bei zwei Radsätzen je Auto (Sommer-/Winterreifen) sind das acht Einheiten je Fahrzeug. Der Wechsel kostet irgendwo zwischen 80,– und 100,– €/Einheit.

                Für mich ist das ein Paradebeispiel dafür, wie mit den Argumenten Umwelt-/Klimaschutz und Sicherheit wirklich jeder Mist eingeführt werden kann, um dessen Absatz anzuschieben, was ja wieder Arbeitsplätze und Wertschöpfung sichert. Im Falle der Reifendruckkontrollsysteme bin ich mir nicht sicher, ob es der Umwelt nicht vielleicht besser täte, es gäbe sie überhaupt nicht.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Seh ich genauso Thorens,
                  eine gute Lobbyaktion war auch die Herabsetzung der Staubsauger-Leistung. Da konnte die Branche mal so richtig viele neue Staubsauger verkaufen. Ich habe seitdem 2 Filterlose Modelle gekauft, die beide nicht saugen, sondern nur über den Teppich rutschen. Im Gegenzug verkauft man zus. Elektrogeräte oder die Nutzung vervielfältigt sich.
                  Wir lassen uns entmündigen und verblöden.

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    • “Da aber die Autoindustrie der Motor unseres Wohlstandes ist, lässt man sie gewähren und opfert lieber die wenigen Bauern. ”

      Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Automobilindustrie und Landwirtschaft.
      Die Landwirtschaft sollte eher den Schulterschluss zum übrigen Mittelstand suchen. Da gibt es durchaus ähnliche Probleme.

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      • Smarti sagt

        Volle Zustimmung, für Selbständige und Arbeitnehmer dreht sich das Hamsterrad des Wahnsinns immer schneller…

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      • Reinhard Seevers sagt

        Die Autoindustrie ist ein produzierender Wirtschaftszweig, der immer dem Primat der Beschäftigung unterliegt. Landwirtschaft ist ein Rohstofferzeuger für die Nahrungsmittelindustrie. Agrarrohstoffe können von überall importiert werden.
        Wir haben doch die Slogans von VW und Mercedes erlebt, die der Landwirtschaft einen höheren CO 2 Ausstoß zugeordnet haben.
        Wer meint, die beiden Bereiche unterlägen den gleichen Problemen, der scheint nicht zu erkennen, was die Lage betrifft.

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      • Wenn die Autokunden den ehrlichen Preis für die Nahrungsmittel sus der Natur zahlen müssten, hätten sie nicht so viel Geld für ein Auto.
        Wenn sich die Mitarbeiter der Autofabrik mehr um Nahrungsmittelbeschaffung kümmern müssten, könnten sie nicht so viel Kraft in die Autoproduktion stecken.
        Also übernimmt die Nahrungsmittelproduktion eben die Landwirtschaft.
        So ist unsere Nation eine der Aurohersteller geworden, weil unsere Landwirtschaft sie entlastet und somit ein wichtiger Pfeiler unserer Volkswirtschaft ist.
        Ja, und dadurch Motor unseres Friedens ist, wie unten von Peter Offermann zu lesen ist.

    • Peter Offermann sagt

      Die Bauern sind aber der Motor des Friedens. Solange die Befölkerung satt ist, ist alles im grünen Bereich. Aber wehe wenn nicht…

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    • Picard sagt

      Herr Seevers, Ihr Spruch ist toll, gelernt haben Sie nichts draus. Ja wenn die Autoindustrie vor 25 Jahren gezwungen worden wäre 3 Zylinder und 1l/100km Verbrauch zu bauen, hätten wir die heute. Anstatt Skandale. Und bei all dem Gelese hier wird mir schlecht: Wenn die Regierung eine massive Reduzierung der synthetischen Hilfsstoffe im Landbau will, so sollte es uns ein Ansporn sein dies zu erreichen. Ich erinnere an Kennedy, der einst sagte man solle nicht fragen was der Staat für einen selbst machen kann, sondern was du für deinen Staat machen kannst.

      • Reinhard Seevers sagt

        Man sollte in der Lage sein, zu differenzieren, zwischen global agierenden Konzernen und Familiengeführten Einzelunternehmen, die sich in Abhängigkeiten von LEH, NGOs und Politik befinden. Wer nicht mehr merkt, wer ihn steuert und manipuliert, der fordert eben die Abschaffung seiner Lebensgrundlagen. Picard, ich glaube, hier muss wer anders etwas lernen….😉

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      • Peter sagt

        Wenn man so an das Thema heran will, sollte zunächst geklärt werden, wer oder was der Staat überhaupt noch ist. Sicherlich nicht die ganzen parlamentarischen Selbstbedienungsläden und deren nachgeordnete Behörden! Ich kenne ihre Motivation nicht, aber für mich ist der Wille der Regierung, insbesondere der aktuellen, noch lange kein Ansporn, wofür auch immer.

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      • Thomas Bröcker sagt

        Das setzt voraus, Monsieur Picard, dass die Annahme es würde zu viel gedüngt und gespritzt richtig wäre. Das ist sie aber nicht. Niemand schmeißt teuren Dünger auf den Acker, wenn er nichts bringt. Gerade um die Boden angepasste Düngung wird enorm viel geforscht und entwickelt. Bei den Autos ist das Ganze ein “Spaßfaktor, weil mich ein 3 l Lupo genauso von A nach B bringt, wie ein Porsche Cayenne. Das ist bei der Landwirtschaft anders, da gibts bei Öko-Umstellung dann nur ein Drittel im besten Fall die Hälfte zu essen. Wäre interessant, wen aus ihren Familien die Menschhzeitsreduzierer auf die “Kann weg Liste” setzen würden.

        Fakt ist, dass in Bezug auf Speicherfähigkeit von Wasser entsprechen viel getan werden kann. Die Nährstoffspeicherung ist hingegen zuallererst an den Tongehalt gekoppelt.

        Unter Nutzung aller Möglichkeiten wie Krumenvertiefung, Regenerativer Landwirtschaft, Mineralischer Düngung, Pflanzenschutz und Tierhaltung sowie LANDSCHAFTSGESTALTUNG bleibt die Landwirtschaft produktiv und nachhaltig.

        Extensivierung als Allheilmittel ist nicht nachhaltig und zudem menschenverachtend.

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  10. Also Kollegen, wir haben jetzt noch rund ein halbes Jahr Zeit bis die ersten Früchte für 2023 ausgesät werden. Jeder kann sich schon einmal Gedanken machen, wie die Anbauplanung ohne Brotgetreide aussehen kann. Jetzt müssen wir ernst machen, sonst werden wir nur noch verarscht. Ohne leere Regale wird sich nichts, aber auch gar nichts ändern. Packen wir´s an.

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  11. Ludwig sagt

    Die EU ist nicht demokratisch. Wir kommen dem chinesischen System immer näher. Bisher hatten wir fast DDR 2.0 , aber jetzt geht es in die Diktatur. Die Brüsseler Kommission ist nicht gewählt. Wo ist hier der Datenschutz oder die Freie Berufsausübung ? Nachdem die Einschränkung der Grundrechte durch die Coroanpolitik gut geklappt hat , meint man wohl das ganze jetzt auf alles ausdehnen zu können. Das wird das Ende der EU sein. Ungarn denkt schon über den Austritt nach. Der Euro läutet schon die letzte Zeit für sich ein und wenn Deutschland nicht mehr zahlen kann , dann ist die EU bei der heutigen Aufstellung eh am Ende. In Deutschland macht sich jetzt das fehlende Geld im Inland überall bemerkbar. Stornierung der Neuwagenkäufe in ungekanntem Ausmaß, unbefahrbare Brücken überall (Sauerlandlinie 60 Brücken ), schlechte Straßen , Energieknappheit mit dem Hang zum Blackout, Abwanderung von hochqualifizierten Fachkräften und Industrie , usw. . – Wenn ich das jetzt für die Ernährung aus der bäuerlichen Sicht sehe , dann hat allein der fehlende Stickstoffdünger wahnsinnige Auswirkungen auf die Verbraucherpreise. Kleinere Ernten, reduzierung der Tierproduktion usw. werden die Verbraucherpreise kräftig steigen lassen. Wenn ich dann noch von der EU die Pflanzenschutzmittelreduzierung höre , dann ist das Faß an Inkompetenz voll. Weniger Pflanzenschutz heist noch weniger Wettbewerbsfähigkeit und mehr Kraftstoffeinsatz. Wobei der Pflanzenschutzeinsatz erheblich besser für die Klimabilanz ist , als der CO2 erhöhende Dieseleinsatz. Das kann ich bei meinem Bionachbarn auf dem Acker immer sehen. Ein Profi ! Aber der Dieselverbrauch ist mehr als doppelt so hoch wie bei uns. Während wir möglichst mulchen , wird dort , um das Unkraut im Griff zu behalten permanent gegrubbert, 1 – 2 mal im Jahr gepflügt , gestriegelt , gehackt usw. . Die Klimabilanz (CO2-Bilanz) per geernteter Menge muß doppelt so hoch sein wie in einem konv. Betrieb. Wenn die EU das umsetzt , dann wird der Dieseleinsatz in der Landwirtschaft kräftig steigen. Das ist dann auch nicht wieder recht.

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  12. Reinhard Seevers sagt

    “Eigentlich müsste die gesamte Landwirtschaft in Generalstreik gehen oder zu mindestens mal ein Jahr tatsächlich kein Brotgetreide anbauen.”

    Eigentlich……..Eigentlich?

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    • Franz Kinker sagt

      Da bin ich bei dir Reinhard. Erst wenn Lebensmittel-Ladenregale eine gewisse Zeit leer bleiben ändert sich die Gesetzeslage und die Wertschätzung der Landwirtschaft. Solange wir brav wie Schafe all das über uns ergehen lassen, toben sich die Bürokraten weiter in unserer Branche aus.

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      • Das stimmt!!!

        Alle mal ein Jahr stilllegen ?
        Die Ställe leer stehen lassen?
        Wie teuer ist das?
        Wo soll das Verarbeitende Gewerbe die Rohstoffe herbekommen und ihre Mitarbeiter bezahlen?
        Und wie werden die Arbeitsplätze im LEH gehalten?

        Geht nicht hängt alles mit allem zusammen.

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    • Thomas Bröcker sagt

      Die entscheidende Frage ist doch, wie man das hinkriegt ohne wirtschaftlich baden zu gehen.
      Genau das macht das relativierende “eigentlich” aus. Um das durchzuziehen müsste die Streikkasse schon sehr gut gefüllt sein – dafür ist selbst der größte Jackpot im Lotto zu klein.

      Selbst das “Schau ins Feld” ist im Ackerbau schwer umzusetzen. Ein Rapsbestand mit fast Totalausfall durch Glanzkäfer ist z.B. vom Laien kaum zu erkennen. Beim Obst geht das super, da sieht man richtig was, nur ist das Obst aus verschiedenen Gründen meist eingezäunt.

      Aber, ganz ehrlich, JETZT wäre nochmal der Zeitpunkt mit Beschilderung solcher Flächen UND einer Neuauflage der “Grünen Kreuze” Aufmerksamkeit zu erzielen. Und zwar über alle landwirtschaftlichen Interessenvertretungen und mit finanzieller und/oder materieller Unterstützung der vor- und nachgelagerten Bereiche!

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      • Bauer Willi sagt

        Würden die #GrüneKreuze wirklich aufgestellt? Ich weiß nicht, ob man noch mal mobilisieren kann…

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        • Letzte Hoffnung sagt

          Ich hab auch sehr lange gekämpft, hab alles mitgemacht… Grüne Kreuze, Bonn, Berlin, viel Aufklärung vor Ort, Demos vorm Aldi…
          Halte es auch immer noch für richtig, bei all dem mitgemacht zu haben…ABER wir lassen uns dann doch immer wieder von n paar warmen Worten und leeren Versprechungen einlullen!!! Zudem wurden unsere Anstöße nie von unserem Interessenverband aufgenommen und mal richtig Druck aufgebaut, stattdessen geht Herr Rudwiek lieber auf Kuschelkurs!!! Was macht der überhaupt noch da oben, unfassbar!!!!
          Das einzige was meiner Meinung nach noch helfen könnte, aber wofür wir wahrscheinlich zu viele sind um unter einen Hut zu kommen wäre… WIR haben doch alle in der Staatlichen Ausbildung gelernt was für Tiere und Pflanzen das beste ist… und keiner von uns schmeißt in dieser Zeit auch nur 1 € zu viel für Pflanzenschutz oder Antibiotika oder oder raus… und jeder will das es den Tieren gut geht, denn nur dann kann man Geld damit verdienen…und jeder will das auch seine Nachkommen noch auf dem Acker wirtschaften kann, also wird er ihn mit allen Möglichkeiten pflegen…

          Um auf den Punkt zu kommen…
          Wir müssten einfach mal ne Zeit lang unsere eigenen Vorschriften machen, nach besten Wissen und gewissen für Pflanze und Tiere und danach arbeiten… ALLE…GEMEINSAM!!!
          Bei einer Kontrolle müssen gleich 5 Kollegen mit auf n Hof stehen um zu diskutieren…
          Wie lange wollen wir uns noch versklaven lassen??? Wir sind doch nicht dumm!!!

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          • Smarti sagt

            Letzte Hoffnung, ich kann Ihre Argumente nachvollziehen, aber aus eigener schlechter Erfahrung kann ich nur davor warnen. Wenn 5 Kollegen da stehen, dann stehen in Kürze auch 50 Beamte dabei…keine Chance.
            Weniger, viel weniger ernten und verkaufen und abwarten. Aber keinesfalls gegen irgendwelche ( und seien es noch so dämliche ) Gesetze verstossen. “Die warten nur darauf”.

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  13. Tauschhandel wird die Währung der Zukunft. Sie werden kommen und wollen. Ich werde mir gut überlegen, mit wem ich dann noch tauschen werde.

    Man könnte Corona verbieten, dann hätte man Ruhe.

    Man könnte den Menschen verbieten weniger auszuatmen und so die Emmissionen senken.

    Man könnte diejenigen zur Haftung zwingen, die Gesetze bis zur Rechtskraft bringen.

    Man könnte das Antidiskriminierungsgesetz um den Beruf erweitern.

    Man kann der Kuh das fressen abgewöhnen. Mann sollte sich dann aber nicht wundern wenn sie stirbt.

    Man könnte auch mal den Verstand benutzen.

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  14. Christian Bothe sagt

    Wozu sind wir noch in der EU mal provokatorisch gefragt???Selbstbestimmung scheint mittlerweile ein Fremdwort…Glückwunsch an England oder (Ungarn), wo es die LW noch schwer hat, aber die Wirtschaft Zuwächse verzeichnet. Muss denn unsere LW diesen ganzen regulatorischen Blödsinn ertragen? Was sind das für „Fachleute“ und der DBV und Copa sollten sich mal positionieren!

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    • Thorens sagt

      Es scheint sich leider allmählich herauszustellen, dass die Briten Recht hatten, als sie sich dem Euro verweigerten und auch mit ihrem Austritt.

      Was ist wohl von einer Organisation zu halten, die es offenbar zulässt, dass sich Abgeordnete als gewählte Volksvertreter, vorzugsweise freitags, als Sitzungsteilnehmer morgens einschreiben, damit auch die Tagungspauschale fällig wird, draußen aber den Fahrdienst warten lassen, der sie nach der Einschreibung unmittelbar zum Flugplatz bringt, weil ja daheim der Wahlkreis auf einen wartet? Solche Abgeordnete lassen sich also von Steuermitteln der Wähler dafür bezahlen, dass sie ihre Vertretung dieser Wähler in der entsprechenden Parlamentsdebatte vorsätzlich nicht wahrnehmen. Das ist lange bekannt, wird aber offenbar weiterhin so praktiziert.

      Der Angestellte, der morgens die Stechuhr drückt, um anschließend wieder nach Hause zu fahren, riskiert zumindest eine Abmahnung wenn nicht gleich den Job.

      Wer es noch nicht kennt: https://www.google.de/books/edition/Herr_Sonneborn_geht_nach_Br%C3%BCssel/erZ2DwAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&printsec=frontcover

      Mich lässt dieser Zirkus immer öfter sprachlos zurück.

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  15. Marian E. Finger sagt

    Für mich hört sich das so an, als wären da in Brüssel Lobbyisten am Werk, die Pflanzenschutzmittel bspw. auf m-RNA- Basis durchsetzen wollen. Die kann man ja recht schnell entwickeln und langwierige Tests im Labor oder im Freiland sind offenbar auch nicht nötig. Weil diese m-RNA-Pflanzenschutzmittel wahrscheinlich auch nicht besser wirken als Impfungen, muss man die chemischen Pflanzenschutzmittel vorher verbieten, damit sich sämtliche Landwirte auf die m-RNA-PSM stürzen, wenn sie dann auf den Markt geworfen werden. Und das ist ja offenbar der Trick bei m-RNA-Technologie: Die wirkt nur, wenn alle und zwar wirklich alle die anwenden, nicht nur einmal oder zweimal, nein dreimal oder alle drei Monate oder …
    Da darf keiner aus der Reihe tanzen und was Anderes machen. Der wäre dann nämlich ein Querdenker und Rechtsradikaler.
    Da sind wieder mal Milliarden zu verdienen und das ominöse BIP wächst ins Unermessliche.

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    • Thomas Bröcker sagt

      Das soll gegen Kartoffelkäfer ja schon erprobt sein. Es erschließt sich mir aber nicht ganz, wie die dsRNA Teilchen ihre Wirkung entfalten, wenn sie über die Nahrung (z.B. Pflanze) in den Käfer kommt. Wie wird die Schwelle aus der Verdauung heraus überwunden und wie kommt die RNA in die Zelle, um ihre Wirkung zu entfalten? Vielleicht eine Altersfrage – aber mir kommt das ein wenig wie “Zauberlehrling” oder Dr. Frankenstein vor. Dazu kommt, dass ein solches Verfahren biologische Kampfstoffe aller Art möglich macht. Wenn es machbar ist, wird diese Technologie aber, so sicher wie das Amen in der Kirche, kommen.

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      • Marian E. Finger sagt

        Ich vermute eher, es wird ein Organismus (Virus, Bakterium, Pilz, Milbe) mit einer entsprechend manipulierten m-RNA auf den Kartoffelkäfer losgelassen. Vielleicht kann man bspw. die Varroa-Milbe so verändern, dass sie nicht mehr der Honigbiene, sondern dem Kartoffelkäfer den Garaus macht. Oder man verändert die Nahrungspflanze so, dass sie während des Fressvorgangs ein Toxin entfaltet, das den Kartoffelkäfer eliminiert. Die m-RNA muss ja nicht unbedingt in die Zelle des Kartoffelkäfers, sondern in die Zelle des Kartoffelkäfer-Eliminierers. Das ist ein weites Feld, um es mit Theodor Fontane zu sagen.

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        • Das wäre dann trotzdem ein Eingrff in die Natur,
          Denn wer weiß, was dabei bei der Kartoffelpflanze noch umgeschaltet wird, wenn sie Gift- oder unangenehme Duftstoffe produziert, wenn sie vom Kartoffelkäfer gebissen wird.

          Ich denke die Technik von mRNA muss noch weiter erforscht werden und wird es ja auch weiter, weil schon für die Krebsbehandlung anfangen würde.
          Aber mit den vielen Prüfungen vor der Zulassung.
          Wir werden sehen!

  16. Zukunft Landwirtschaft – Modell 5 Keine Zukunft
    Jedenfalls ist das mein spontaner Eindruck .

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  17. Smarti sagt

    Wie kommt man als Staat unauffällig an Landwirtschaftsland ? So.
    Wer kann: aussitzen, was sind schon 20 Jahre im Lebenslauf eines Landwirtschaftsbetriebes. Aussitzen lässte es sich leichter, wenn man Gras-Biobetrieb ist…. allerdings, eine EU, die solche Gesetze verabschieden kann, kann die nicht auch morgen beschliessen, dass Biolandwirtschaft nicht mehr höher subventioniert wird, weil Konvi ja jetzt auch schon
    “Halb-Bio” ist ? Ausserdem ist “halbieren” immer die nette Umschreibung für “kann weg”.

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  18. Thomas Bröcker sagt

    Die haben absolut noch nicht geschnallt, dass Biodiversität nur MIT Pflanzenschutz geht.
    Ein großer Bio-Betrieb bei mir in der Nähe hat mittlerweile sauberere Äcker als die Konvis. Die Schläge sind so groß wie irgend möglich und ohne Blüh-(Unkraut) -streifen.
    Da wird alles weggestriegelt, gehackt und gepflügt. Raps und Rüben macht der natürlich nicht.

    Es muss endlich mit dem Geschwätz aufgeräumt werden, dass die Naturschutzgebiete vom Pflanzenschutz beeinflusst werden. Ich habe die Öko-Flächen im direkten Vergleich zu meinen IP Flächen. Wenn es einen Unterschied in der Biodiversität gibt, dann zu Gunsten von IP. Die Spritzungen haben nach 5m (und das in Raumkulturen) keine Wirkung mehr. Wir müssen die “Schau ins Feld Aktionen” mit unbehandelten Teilflächen an Straßenrändern so weit wie möglich flächendeckend umsetzen und am besten in jede solche beschilderte Schaufläche wieder ein Grünes Kreuz stellen.

    Denen ist auch nicht klar, dass die Bauern ihre Pflanzenschutzentscheidungen aus ihrer Qualifikation heraus selber treffen. Ich brauche dazu die Beratung (bei uns bislang durchs Pflanzenschutzamt gut abgesichert) um überhaupt noch irgendwie ein Mittel aus der dünnen Palette zu finden, das noch halbwegs wirkt. Von Strategien zur Resistenzbekämpfung ganz zu schweigen.

    Europaweit einheitliche Regeln finde ich im Grundsatz gut. Nur im entscheidenden Falle steht dem bei uns immer noch das UBA mit seinen Sonderrechten im Wege. Zwei neue Insektizide, die den Wegfall der Neonics teilweise kompensieren könnten, sind außerhalb Deutschlands (auch in Österreich) zugelassen und verfügbar, bei uns zieht das UBA die VETO-Karte.

    Es wird mit den PSM ja auch zunehmend wie beim Dünger – es ist kaum Ware verfügbar. Keine Firma produziert in diese unsichere Lage hinein und kein Händler legt sich Ware auf Reserve. Bin gespannt, wie die Warenverfügbarkeit ist, wenn alle auf die Bio-Mittel zurückgreifen wollen. Eigentlich müsste die gesamte Landwirtschaft in Generalstreik gehen oder zu mindestens mal ein Jahr tatsächlich kein Brotgetreide anbauen.

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