Bauer Willi
Kommentare 29

Das Land schafft Verbindung…

Das Land schafft Verbindung…über das Radio. Weil das täglich gehört wird. Und oft über Stunden. Das nutzt die Initiative “Heimische Landwirtschaft”.

Seit 2011 gibt es den Zusammenschluss von Landwirten, die stolz auf ihren Beruf sind und der Gesellschaft zeigen wollen, wie Landwirtschaft heute funktioniert. Fast 1.500 Mitgliedsbetriebe und mehr als 100 Fördermitglieder aus ganz Deutschland zeigen als Botschafter ihren Einsatz für die heimische Landwirtschaft. Diese Zahl lässt sich noch steigern. Wenn jetzt jedes Mitglied von LsV Original und LsV Deutschland auch Mitglied von “Heimische Landwirtschaft” wird, dürfte das Geld auch für Fernseh-Spots reichen. An einem Strang ziehen, in die gleiche Richtung ziehen und etwas Konstruktives leisten, das wäre jetzt angesagt.

Und wenn dann noch der DBV und alle seine Landesverbände mitmachen… (Man wird ja noch träumen dürfen)

Bisher haben sich große und kleine, konventionell und ökologisch wirtschaftende Höfe aus ganz Deutschland der Initiative angeschlossen, um gemeinsam Öffentlichkeitsarbeit für die Branche gestalten. Und die ist tatsächlich verbandsneutral…

„Heimische Landwirtschaft“ setzt vor allem auf das Medium Radio. Mit gezielten Spots dort und in den sozialen Medien wirbt die Initiative für Regionalität und Vielfalt landwirtschaftlicher Produkte. Unter dem Motto „Vertrauen in die Heimische Landwirtschaft“ wird die Arbeit der Landwirte in den Radiospots transparent und verständlich dargestellt. Ziel ist es, die Leistungen der Landwirte für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen und Vertrauen zwischen Verbrauchern und Bauern zu schaffen.

Aktuell informiert „Heimische Landwirtschaft“ zur Corona-Pandemie und rückt den Themenschwerpunkt „Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln“ auf www.heimischelandwirtschaft.de, in den sozialen Medien, beim Radiosender „ffn“ und erstmals auch im Fernsehen (MDR) in den Vordergrund.

Gesteuert werden die Inhalte und Kampagnen aus Erfurt. Die fast 1.500 Mitglieder können aus einem großen Portfolio an Materialien wählen, um zu zeigen, wie wichtig ihnen die regionale Produktion ist. Schilder für den Hofladen, ein Online-Einkaufsführer sowie Werbemittel und Banner für das Feld zählen dazu.

„Wer seine Felder nach guter fachlicher Praxis bewirtschaftet, sich verantwortungsvoll und umweltbewusst verhält, seine Tiere anständig behandelt und seinen Betrieb gesetzeskonform führt“, darf Mitglied werden: Das ist der Verhaltenskodex, den sich die Initiative „Heimische Landwirtschaft“ auferlegt hat.

Klar, dass ich schon seit vielen Jahren Mitglied bin.

Und jetzt: Keine Ausreden mehr. Mitmachen. Jetzt.

Euer Bauer Willi

(Aufrufe 3.616 gesamt, 1 heute)

29 Kommentare

  1. Ullrich sagt

    Ich habe eine jahrhunderte alte Zollstation zu der auch ein Teich gehörte, wurde
    1963 im Zuge der Flurbereinigung zugeschüttet.
    Eine Oase für Tiere auf weiter Flur
    Ich halte Bienen die immer wieder von unwissenden Landwirten geschädigt werden.

    • Bauer Willi sagt

      Woher wissen Sie, dass die Bienen von „unwissenden Landwirten“ geschädigt wurden? Wie sieht der Schaden aus?

      • Reinhard Seevers sagt

        Ist gerade in der Sendung Terra x wieder bestätigt worden, dass die Landwirtschaft Schuld ist…..

    • firedragon sagt

      Vielleicht ist Maik Reichel und/oder Herr v. Canstein hier irgendwo, dann könnten sich die Herren Imker austauschen ?!

  2. kreichel sagt

    was heute noch nicht ist kann aber dank corona Krise ganz schnell voran getrieben werden. es gibt viele Faktoren die vertikal gardening interessant erscheinen lassen und die Produktion von ich dagegen jetzt mal kunsteiweiß aus einem bioreaktor nimmt fahrt auf dafür braucht man nicht mal Insekten. die einzige Krux an der Geschichte ist das durch solche anbauarten die Abhängigkeit durch Konzerne sich verschärfen wird. das heißt die kleinteilige lokale Landwirtschaft kann durchaus zu einem abweichenden erzeugungsmix der nahrungsversorgung beitragen, wenn die Bevölkerung versteht warum das für sie gut ist produzierende Bauern zu haben im eigenen Land und dazu muss die Landwirtschaft sagen können was sie besser machen kann und will…

  3. Ina sagt

    Also, wenn alle so Radio und Fernsehen konsumieren, wie ich, ist das rausgeschmissen Geld. “Zutexten” statt Dialog und gemeinsames Arbeiten an den Empfehlungen der Zukunftskommission halte ich persönlich für konstruktiver.

  4. kreichel sagt

    hallo.
    erkennbar machen warum die heimische Landwirtschaft für Deutschland unverzichtbar ist wäre oberstes Gebot.
    warum?
    weil die Bereitschaft über tierische Eiweiße aus dem bioreaktor zu sprechen zunimmt. jedes landwirtschaftliche Produkt im Regal erst einmal austauschbar ist und es auch möglich ist Gemüse bei vertikal gardening auf nährsubstrat in hallen zu kultivieren…
    wer gewinnt den Wettlauf der bauer oder die komplett industrielle Fertigung von Lebensmitteln.

    • Thomas Apfel sagt

      Bislang werden in dem System “Vertikal Gardening” nur überflüssige und hippe Kräuter und Salate erzeugt. Kostendeckend produziert da noch Keiner. Bei tierischen Eiweißen aus Insekten sieht es da schon anders aus. Wenn es gelänge mit den von Ihnen genannten industriellen Wegen mehr Nahrungsmittel kostengünstig zu produzieren, könnte das den Intensivierungsdruck aus der Freiland-Landwirtschaft nehmen. Wenn das Klima sich tatsächlich in dem Maße ändert wie von vorhergesagt, bleibt gar keine andere Möglichkeit als nach solchen Methoden zu suchen. Wasser kann schneller zum begrenzenden Faktor werden, als und Bauer im Freiland lieb ist.

  5. hugo sagt

    Hallo Bauer Willi,

    Es ist ein Anfang mehr noch nicht. Wenn ich mir die Homepage so durchlese finde ich nur allgemeine Formulierungen aber keine genaueren Vorgaben.
    Z.B. wird auf einen Verhaltenskodex hingewiesen den ich aber nirgends finde.
    Der unbedarfte Konsument sucht hier exakte Vorgabe was diese Bauern besser machen als die EU-Mindestvorgabe verlangt, ansonst klingt alles wie Werbung, deren Vorgaben nicht unbedingt eingehalten werden müssen. Besser machen heist auch geprüft, zertifiziert so wie Demeter oder Heumilch klare Vorgaben machen.
    Ich glaube nicht das der Konsument hier animiert wird solange es keine klaren Vorgaben gibt die man mit anderen Produkten vergleichen kann. Dann bleibt dem Konsumenten wieder nur der Preis als Kriterium “weil ja eh alle das gleiche machen”.
    Leider steht die Landwirtschaft an sehr vielen unterschiedlichen Fronten als Buhmann da. D.h. je exakter die Vorgaben formuliert sind umso eher ist der Konsument bereit etwas zu glauben.
    Hoffen wir das Ihr Traum wahr wird.

    • kreichel sagt

      Tja. Diese Initiative lebt nicht von luft und liebe. Die Radio spots sind durchaus gut. Aber eine Initiative kann auch nicht vorgeben was jetzt heimische Landwirtschaft in allen Regionen Deutschlands zu sein hat. Dazu würde es einen starken Landwirtschaftlichen Verband benötigen der sich sagen traut. Schweinekastration so, Standards Schweine Haltung so, Milchproduktion so, etc. … Das alles übergangsfrist 20keine Ahnung und dann sind Rahmen geschaffen die dafür sorgen würden das deutsche Landwirtschaft sich von der Masse der importierten Ware absetzen kann. Aber dafür bringt keiner den Mut und die Kraft auf. Niemand möchte Schuld haben am Untergang der Landwirtschaft. Lieber schaut man beim Siechtum zu…

    • Inga sagt

      Das ist ja so theoretisch, wie
      Erdbeeren sind bei EDEKA besser als bei REWE

      das ist der größte Blödsinn den ich gehört habe.
      Ob es Kunden gibt, die das glauben.
      So einen Vergleich kann man mit Waschpulver oder Zigaretten machen die in einer Fabrik ohne Umwelteinflüsse hergestellt werden, die immer gleichbleibende Qualität.

      Aber die Erdbeeren sind so gut, wie der Boden, der Bauer und das Klima war, wo sie gewachsen sind. Deswegen sind sie unter verschiedenen Umwelteinflüssen entstanden und werden immer verschiedenen Qualitäten haben. Man könnte sich höchstens nach der Sorte richten,
      Ich glaube bei Wein ist das auch so.
      also kann man die Früchte im Feld nicht so standardisieren wie die tote Materie Waschpulver, Auto oder Zigarette.

      Zumal es ja auch Boden- und Klimaunterschiede und verschiedene Vegetationszonen gibt!

      Dann hat REWE oder EDEKA eben diesen Wein mit dem Namen aus der oder der Region.

      Wie will man das mit der Herstellung von toter Materie unter Dach und Fach vergleichen?

      Wie will man da extakte Vorgaben formulieren?

      Verschiedne Levels gibt es ja….

      • Reinhard Seevers sagt

        Inga, das machen die Niederländer und Belgier doch schon in ähnlicher Form mit z.B. Tomaten auf Substrat in Gewächshäusern…..geschmacksneutral, aber alle gleich.

    • Bauer Willi sagt

      Sie haben einen Link geteilt. Da kann man die Erklärung lesen: Logistik und Verteilung funktionieren nicht. Und: es geht um die USA, nicht um Deutschland.

      Was hat Ihr Kommentar mit dem Thema zu tun?

      • deutsche landwirte sollten wieder für den bedarf in deutschland produzieren und nicht für grosskonzerne, die wie bisher, auch in die usa exportieren!

        • Obstbäuerin sagt

          Ich weiß nicht, ob überhaupt Obst und Gemüse exportiert wird und wenn dann sehr geringe Mengen. Wir müssen mehr als 60% importieren, fan von Willi.

        • Bauer Willi sagt

          @fan
          Ich schäme mich ein wenig, dass Sie ein Fan von mir sind. Bauern produzieren und verkaufen an Genossenschaften, Molkereien, Schlachtbetriebe. Ob und wohin die exportieren, unterliegt nicht dem Einfluss der Produzenten. Aber noch einmal die Frage: Was haben Ihre Bemerkungen mit dem Thema zu tun?

    • Inga sagt

      Man kann es ja auch aus unserer globalen Welt von überall her einführen, sogar Erdbeeren an Weihnachten!

      Wie das unserem Globus gefällt, ist ja egal!

    • Bauer Willi sagt

      Was wollen Sie mit dem Kommentar ausdrücken? Was hat das mit dem Artikel zu tun? Verstehe es nicht.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Stimmt,
      für was brauchen wir die Bauern noch, es gibt doch allen im Supermarkt, gell?

      • bauerhans sagt

        in meinem dorf gibts zwei discounter,aber nur noch einen vollerwerbsbauern.
        an den zwei discountern hatte sich ein bauer aus der nachbargemeinde “gesund gestossen”.
        das finde ich ungerecht.

        • Inga sagt

          Ach, der Bauer aus der Nachbargemeide, betreibt aus monetären Gründen keinen landw. Betrieb mehr?

          Und der aus Eurem Dorf muß massenhaft und billig herstellen, damit es als Produkte in den beiden Discountern noch billiger angeboten angeboten werden kann?

  6. Ferkelhebamme sagt

    Hier gibt es eine ähnliche Kampagne, für die der WLV kräftig die Werbetrommel rührt:
    https://www.magdochjeder.de/jetzt-unterstuetzer-werden/

    Die sind aber noch längst nicht so weit und die obige Kampagne „Heimische Landwirtschaft“ finde ich persönlich vielsagender, selbsterklärender und noch sympathischer. Auch die vielen Werbemittel sind eine tolle Sache.

  7. Ein Privatier sagt

    Sehr sympathisch!

    Bei der Suche nach den “Schlüsselwörtern” Bio und Öko gab es NULL Treffer!

    Das macht mir Hoffnung …

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