Bauer Willi, Video
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Das „Corona“ der Zuckerrüben – bald Zucker aus Brasilien?? (Video)

In den letzten zwei Jahren haben die Infektionen mit dem Vergilbungs-Virus in Zuckerrüben wieder zugenommen. Ergebnis: Erträge sinken. Regional ist die Situation schon dramatisch zu nennen. Grund: die gezielte Bekämpfung des Überträgers mit einer Beize wurde verboten. Wenn es nicht bald wirksame Alternativen gibt, wird es immer wahrscheinlicher, dass die Zuckerproduktion in Deutschland nicht mehr lohnt ist und wir Zucker in Brasilien kaufen müssen. Fabriken müssen schließen und Firmen ihre Mitarbeiter entlassen. Viele andere EU-Länder haben Ausnahmen zugelassen. Auch in Frankreich wurden aktuell die Notfallzulassungen vom Parlament gestattet. Auch in Deutschland drängt die Zeit!

P.S.: Nochmal zur Klarstellung: 90 g für 10.000 qm, für diese Fläche also 180 g Wirkstoff.

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12 Kommentare

  1. Der Brandenburgbauer sagt

    In meinem heutigen Kommentar zum Thema hatte ich ja etwas zur Lobbyarbeit geschrieben. Nachfolgend eine Begebenheit die ich bis heute nicht vergessen habe.
    Als ich glaube im Jahr 2006 die 2020 geschlossene Fabrik der Südzucker in Brottewitz schon einmal mächtig auf der Kippe stand , haben alle Rübenanbauenden Landwirte die diese Fabrik beliefern mit einem Großaufgebot an Menschen und Technik eindrucksvoll versucht das zu verhindern.
    Als ich zu diesem Anlass einen leitenden Mitarbeiter zur Rede gestellt habe, warum denn von seiner Belegschaft fast keiner anwesend sei, hat er mir“ ironisch geantwortet,war damals mein Eindruck “ Jürgen
    Südzucker hat eine sehr starke Lobby in Brüssel,wir machen uns hier keine Sorgen um unsere Zukunft, ihr Landwirte habt diese nicht. Ihr müsst kämpfen wir nicht!

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  2. Friedrich sagt

    Von dieser , die Volkswirtschaft vernichtenden Regierung können wir nicht viel erwarten.
    die betreiben die moralisch-ideologische Politik. Überall nur „Versagen“ für Landwirtschaft und Industrie. Die bekommen keinen Wildschweinezaun an die Grenze zu Polen , die bekommen, die zur Schlachtung anstehenden Schweine nicht weg und auch die überquellenden Ferkelbetriebe werden auch nicht entlastet. Genauso gleichgültig verhalten die sich mit den Rübenkrankheiten , obwohl sie hier nur die Freigabe der Neonics beschließen müßen. Ein Wort der Ministerin und der Käse wäre gegessen. Dann könnte das Saatgut rechtzeitig zur Frühjahrsaussaat behandelt werden. Aber dazu ist natürlich eine Eisenstange im Rücken nötig . Da aber unsere Ministerin einen Bindfaden im Rücken hat , wird das auch nicht funktionieren. So wird es mal wieder Arbeitsplätze in Landwirtschaft und Zuckerindustrie kosten. Der Südzuckerkonzern hat schon „fünf Werke „geschlossen und weitere Werke stehen auf der Liste , auch im Rheinland. Nur weil der Rohstoff Rübe fehlt und das ohne Not. Wir haben nicht nur einen Coronahotspot in Berlin , sondern auch einen Entscheidungshotspot in Berlin bei unserer Regierung. Jetzt wissen wir auch warum die einen tiefen Graben um den Reichstag bauen wollen , weil die Angst vor den Bürgern haben und genau wissen welchen Blödsinn die da verzapfen.

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  3. Oberländer sagt

    Neoniks sind gaaanz pöhse Gifte, daran tuen
    ganz viele Käferlein und Biene Majalein tot
    sterben.🤢
    Das sagen doch schon die Krühninnen in
    der Schule.🤢
    Und das mit den Bienlein und Kindlein und
    Blümlein wissen die ja richtig, die Krühninnen.🤢

    Gegen dieses Krühne Wissen ist jede
    Vernunft machtlos.

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    • Die sollten den Kindern in der Schule mal beibringen, wie so ein Pflanzenschutzmittel entsteht und schonend es eingesetzt ist und was integrierter Pflanzenschutz ist.
      Dann würden sie den Namen „Grüne“ meinetwegen mit Innen (so etwas von überflüssig dran verdienen. auch bei ‚Berufsbezeichnungen, auch verdienen.
      Unechte oder Schowgrüne brauchen wir nicht und als Lehrer für unsere Kinder schon mal nicht!

      _Und endlich öffentlich machen, was ungünstiger für die Umwelt ist, das Neonikoid in der Samenhülle für spezielle Schadinsekten oder ein nachträgliches Breitbrandinsektizid.

      Wenn die Öffentlichkeit mitreden will, muß sie auch aufgeklärt werden, oder sich selber aufklären.

      Und wenn die Grünen oder NGOs was melden wollen, dann sollten sie sich beim Landwirtschafsamt, -kammer oder -ministerium erkundigen.

      Sonst sehe ich alles als Affentheater.

      ‚Wer will das teure Theater?
      Die NGOs?

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  4. Dann sollten sich die Politiker doch mal mehr von den Pflanzenschutzexperten beraten lassen!

    Und die übrige Bevölkerung, die diesbezüglich mitreden will auch.

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  5. Reinhard Seevers sagt

    Die EU produziert mehr Zucker, als sie verbraucht = böse/schlecht
    Zucker ist ungesund = böse/schlecht
    Der Anbau benötigt Pestizide = böse/schlecht
    Die Bauern armer Länder müssen auch etwas anbauen, das kann Zuckerrohr sein = gut
    Die Stickstoffemissionen müssen reduziert werden = gut
    Der Welthandel muss aufrecht erhalten werden (Industriegüter gegen Agrarprodukte) = gut

    Die Konsequenz wird sein = Zuckerrübe weg!

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    • Werden von der Zuckerrübe nicht noch andere Stoffe hergestellt, die man gerade in der Coronazeit braucht?

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    • Bauer Willi sagt

      Kann man für fast jede andere Grand Culture auch so schreiben.
      Die Konsequenz wird sein = (bitte vervollständigen Sie den Halbsatz)

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    • „Die Konsequenz wird sein = Zuckerrübe weg!“

      Der Zucker aus dem (welchem) Ausland, die dann unsere Industriegüter kaufen?

      Also Zuckerrübe aus unserer Fruchtfolge?

      Und dann?
      Stattdessen dann Mais, Raps oder Kartoffeln dahin?

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  6. Der Brandenburgbauer sagt

    Wir sollten nicht nur die Politiker in die Spur bringen, sondern auch den Einfluss der Zuckerindustrie und deren Lobbyverbände besonders die in Brüssel, unter Druck setzen.
    Es ist doch unverantwortlich wieder eine Kulturart zu opfern nur um einige Entusiasten zu befriedigen.

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