Bauer Willi
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Danke, Frau Klöckner!

Video von der Pressekonferenz nach dem Sondertreffen der Agrar- und Umweltminister mit einigen bemerkenswerten und – aus meiner Sicht – guten und treffenden Aussagen von Frau Klöckner.

https://www.pscp.tv/w/1ZkKzLRjYVWJv

Bei aller Kritik gehört es sich, auch ein Lob auszusprechen, wenn die Worte richtig gewählt sind. Meiner persönlichen Meinung nach vertritt Frau Klöckner die Landwirte nach außen oft besser als so mancher Verbandsfunktionär. So auch in dieser Rede und der anschließenden Diskussion.

Die wesentlichen Punkte kommen ab Minute 4:30. Es geht um „Farm to fork“, es geht um die Wettbewerbsfähigkeit der kleineren Betriebe, es geht um „Green Deal“, um Biodiversität, um Ernährungssouveränität und um den „Sport, die Landwirte für alle verantwortlich zu machen“.  Und es geht um Folgenabschätzung bei dem, was man an Forderungen aufstellt. So zum Beispiel beim Markt für Bio, denn eine höhere Bio-Quote bringt nichts, wenn nicht auch der Absatz gefördert wird. Es geht um Zielkonflikte, die immer wieder auftauchen und die nicht aufgelöst werden.

Und schließlich geht es um Geld: „Die Landwirtschaft kann kein Steinbruch sein für Wünsche anderer“.

Und jetzt könnt ihr mich kritisieren, weil mir die Rede von Frau Klöckner gefällt. Aber bitte hört vorher, was die Ministerin sagt. Dumpfe Parolen interessieren mich nicht, davon habe ich in letzter Zeit schon zu viele gehört.

Ein frohes Pfingstfest wünscht euch

Bauer Willi

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58 Kommentare

  1. Egal sagt

    @Ruheständler
    Ich habe überhaupt kein Interesse hier die brotlosen Debatten zu füttern.
    Klare Worte sind unerwünscht und wer Klartext spricht ist ein Troll….
    Ich will nur noch mal darlegen was mich gestern so empört hat:
    Bauer Willi ist damals mit dem Treffen mit Klöckner tausenden Bauern in den Rücken gefallen. Gestern das gleiche. Große Demo im Münster und aktuell Mahnwache dort. Junge Aktive Bauern gehen bis an ihre Grenze und sollten unterstützt werden.
    Hier passiert das Gegenteil.
    Bitte keine Hinweise auf Unterschiede zwischen Schulze und Klöckner. Die gibt es nicht. Worte hin oder her.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Die jungen aktiven Bauern in Münster suchen den Dialog, dazu muss man dem Gegenüber auch zuhören. Darum sind dort phrasendreschende Zornigel genauso unerwünscht wie hier. Am besten noch durch tumbes Bölken in eine vorgehaltene Fernsehkamera in Sekunden zerstören, was der LSV bis jetzt erreicht hat.

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      • Egal sagt

        Liebe Ferkelhebamme, „Zornigel“ , „tumbes Bölken…“ , da zeigen die Finger stark in die eigene Richtung.
        Warum gehen Sie mit den Dialog Suchenden Graswurzlern nicht nach Münster und bringen das alles in richtige Bahnen?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Bist du eigentlich autorisiert vom Revolutionskommitee ? Oder bist eher der Schwurbelbeauftragte? 😀

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        • Schmeckt gut sagt

          „egal“, bei den lautesten Schreiern von LsV habe ich den Eindruck, dass sie garnicht wahrnehmen, wie naiv sie auf die Fallen des politischen Gegners hereinfallen. Ach, ich vergaß, es geht ja um Befindlichkeiten, wenn man sich den Kindergarten im Moment anschaut. Leute, reißt euch zusammen. Bringt gute Strategien, Argumente und innovative Lösungsvorschläge in die Öffentlichkeit und keinen Streit. Unnötiger Zank ist einfach nur idiotisch.

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          • Egal sagt

            Ich bin nicht beim LsV organisiert oder sonst wo. Ich vertrete die Interessen meiner Kinder , die Vorzüge eines Hofes genießen sollen.
            Ich fand nur die Demo am Donnerstag sehr gut, die ja offenkundig bei Klöckner gewirkt hat.
            Wir haben im internationalen Vergleich hohe Standards in der Landwirtschaft und somit eigentlich keine Probleme zu lösen wie Sie falsch ausführen.
            Wenn Ursula von der L. Den Greendeal unbedingt will, sollte man EU weit einen Probelauf machen z.b. Mit der Kartoffel. Ein Jahr EU weit kein Dünger und Pflanzenschutz in Kartoffeln.
            Man braucht das Ergebnis nicht verraten aber dann ist der Deal schnell erledigt wenn es Nudeln/Reis zur Currywurst gibt.
            Biodiversität=Hunger. So einfach ist das erklärt.

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  2. Ferkelhebamme sagt

    Folgeabschätzung, Wertschöpfung, Wertschätzung, Fairness.
    Große Worte, die bei den Entscheidungen zur neuen Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung hoffentlich auch Berücksichtigung finden werden. Momentan sieht es nicht danach aus. Was da vor allem auf die Sauenhalter zukommt ist finanziell nicht zu stemmen und wird den eh schon gewaltigen Strukturbruch sehr stark beschleunigen. Dabei können wir die deutschen Mastställe schon lange nicht mehr selber füllen. Was, wenn da kein Nachschub mehr aus dem Ausland kommt?
    Die Ställe, die geschlossen wurden und werden, schließen für immer. Und das sind nicht die Mega-Anlagen.

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    • Ein Privatier sagt

      „Zweck des EU-Haushalts ist nicht die Umverteilung von Wohlstand; vielmehr stehen die Interessen der EU-Bürger/innen in ihrer Gesamtheit im Mittelpunkt.“

      Diese Formulierung muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Dann merkt man vielleicht, was das Wort „Gesamtheit“ in diesem Zusammenhang bedeutet. Auf den Einzelnen wird in der kollektiven Gesamtheit keine Rücksicht genommen. Und Ungleichheiten werden nivelliert. Aber in Brüssel werden diejenigen residieren, die gleicher sind als die, die aus Brüssel als „Gesamtheit“ begriffen werden.

      https://europa.eu/european-union/about-eu/countries/member-countries/germany_de

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      • Ein Privatier sagt

        … die aus Brüssel als Teil* der „Gesamtheit“ begriffen werden.

        *ehemalige Individuen bzw. „Bürger“ von Nationen.

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    • Berthold Lauer sagt

      Ein Leserbriefschreiber unserer Tageszeitung hat dafür (und offensichtlich für die meisten anderen Probleme rund um Landwirtschaft) ein einfaches Rezept.
      Zitat: „Seit vielen Jahren werden kleine, regionale Schlachthöfe geschlossen und durch Mega-Schlachthöfe ersetzt. (…) Die Fleischbarone umgehen Tarifverträge und beschäftigen mithilfe von Subunternehmen ausländische Arbeiter für einen Hungerlohn. (…) Was die Politik seit Jahren in Deutschland ermöglicht, wird durch die Corona-Krise unerträglich. Warum kann man nicht die Tiere mästen, wo Futter wächst und die Gülle auf die Felder ausgebracht werden kann? In ländlich geprägten Staaten wie Rumänien wäre dies sinnvoll, und die Menschen dort hätten ein sicheres Einkommen.“ Zitat Ende.
      Auslagern!! So einfach könnte es sein! Und wir könnten dann in Deutschland ein landwirtschaftsfreies, tierhaltungsfreies, güllefreies und problemfreies Insektenparadies schaffen! Sarkasmus Ende.

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  3. Berthold Lauer sagt

    Ja, auch ich fand’s gut, nur wer erfährt davon? Wer veröffentlicht es? Und wo? In der Tageszeitung? Auf der Titelseite?
    Ein Satz von Frau Schulze erreicht zur Zeit doch mehr Aufmerksamkeit als eine 45-minuetige Pressekonferenz von Julia Klöckner und dieser Satz kommt garantiert auf die Titelseite!

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  4. Burkhard Schön sagt

    Bei der Diskussion hier und auch anderswo frage ich mich häufig: Was erwarten wir eigentlich von Frau Klöckner ? Die Rede von der hier die Rede ist war positiv auf uns Landwirte eingestellt. Wäre ein Frontalangriff gegen die gesamte Landwirtschaft a`la Künast und Schulze besser gewesen ? Ich will jetzt nicht unbedingt Mitleid für Frau Klöckner bewirken, aber für die Landwirtschaft zu sprechen bedeutet sich ausserhalb des Mainstreams zu bewegen, sie muß auch die anderen Regierungsmitglieder und am Ende auch den urban geprägten Bundestag für sich gewinnen… das ist nun mal Demokratie auch wenn es manchmal wie Dämokratie (nicht von dämonisch sondern von dämlich) aussieht. Last but not least will sie auch wiedergewählt werden und da stellen wir als Landwirte nicht gerade die größte Wählergruppe dar. Von daher reicht es nun mal nicht aus „nur“ die Landwirte auf Ihre Seite zu ziehen. Wenn Frau Klöckner die Maximalforderungen der Landwirte erfüllen wollte, wäre sie schnell weg vom Fenster… ob es dann besser wäre ? Von daher denke ich, ist es ein Zeichen einer guten Kinderstube und des Anstandes auch mal „Danke“ zu sagen. Muß nicht jeder mitmachen aber andere dafür zu kritisieren oder dies als egoistische Anbiederung abzutun … fällt mir jetzt nicht ein wie ich das bezeichnen soll.

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    • Inga sagt

      Sie hat doch erklärt,
      dass die urbane Bevölkerung nicht gegen, sondern mit den Landwirten denken, sich mit ihnen solidarisieren muß, wenn sie Ökologische Ziele erreichen will!

      Auch beim Tierwohl und Insektenschutz ist es wichtig!

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  5. Arnold Krämer sagt

    Ich habe mir (auch gegen den Rat von „Egal“) die Zeit genommen, das komplette Video anzuschauen und anzuhören. Danach sind mir keine Dankbarkeits- sondern eher Mitleids-Gedanken gekommen, zeigen die Ausführungen von Frau Klöckner doch das ganze Dilemma der deutschen und europäischen Agrar- und Ernährungspolitik.
    Nur einige (von vielen möglichen) Stichworte dazu:
    1. Massive, teilweise unauflösbare Zielkonflikte auf nahezu allen Ebenen (Produktion, Verarbeitung, Vermarktung, Konsum, Umwelt)
    2. Akteure mit sehr unterschiedlichen Interessen und Gestaltungsmöglichkeiten, Mitgliedstaaten der EU, Deutschland, Bundesländer, NGO‘s (z.B. Hinweis von Frau Klöckner ab Minute 3.30: Deutschland wird in Brüssel vertreten durch die Bundesregierung; sie muss dies besonders betonen, weil sie weiß, dass sich auch die grünen Agrar- und Umweltminister der BL direkt an die EU-Kommission wenden)
    3. Das jahrzehntelange Ausblenden der Rolle und der Verantwortung der Verarbeiter von Agrarrohstoffen für die Einkommen der landw. Urproduzenten. („Wir produzieren Lebensmittel“, so extrem verkürzend immer wieder der Bauernverband). Interessant in diesem Zusammenhang der Hinweis von Frau Klöckner etwa ab Minute 10.15, dass auch die Öko-Urproduktion auf Öko-Verarbeitungsunternehmen angewiesen ist und dass hier entsprechende Defizite vorhanden sein könnten.
    4. Die Vielzahl von Strategien (Ackerbau, Biodiversität, Tierwohl, farm-to fork) die formuliert werden, aber kaum noch vermittelt werden können, weil es einfach zu viel ist und die Landwirte, von denen man vorgibt sie erhalten und fördern zu wollen, nicht mehr aufnahmefähig sind. Und wer soll sie vor Ort noch vermitteln? Gleichzeitig die wiederholte Aussage vieler agrarpolitischer Akteure: “Wir müssen die Bauern mitnehmen“.

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    • Schmeckt gut sagt

      Jap, genau so und das ist nicht „egal“. Die Rede war okay und eine kleine „Wiedergutmachung“ für die „Bienenaussagen“. Wenn ich allerdings die zukünftigen Ansprüche an die Bauern sehe, wird mir Angst und Bange. Wir schaffen es ja jetzt schon nicht mehr alle bürokratischen „Formulierungen“ abzuarbeiten. Es sitzen auf Bürostühlen der Landes-, Bundes- und EU-ebene viel zu viele Verschlimmbesserer, die genau wissen, wie „gute“ Landwirtschaft funktioniert, aber keinen Finger krumm machen für die echten Probleme in Erzeugung und Vermarktung. Landwirtschaft heißt Schweiß, Leiden(schaft), Geduld, Beobachtung und der Zwang zu richtigen Entscheidungen. Sonst gehen schnell die Lichter aus. Digitalisierung und das Öffnen immer neuer Geldbeutel mit immer neuen Anforderungen helfen da nur bedingt. Das Abarbeiten und Formulieren der wirklichen Probleme hilft. Keine Worte mehr, wir fordern „Anpacken“

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      • Inga sagt

        Hoffentlich wird die zu genüge in Massenmedien übertragen,
        so dass es zum Zeitgeist wird,

        sich mit der Landwirtschaft zu solidarisieren!

        Verständnis für die Höfe und ihren Familien aufbringen, sich mehr für sie interessiert!

        Offen sein für Natur zur Kultur!

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      • firedragon sagt

        Schmeckt gut,
        „Wiedergutmachung“ für die „Bienenrede“?
        Es braucht keine Wiedergutmachung, es braucht eine Richtigstellung und Eingeständnis von Fehlern – nennt sich Rückrad.

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    • Egal sagt

      Herr Krämer, Sie wie fast immer Recht. Ich habe es vorgezogen Essen zu gehen statt Klöckner zu hören. Ich glaube mein Tag war besser als Ihrer.
      Was ärgerlich ist, dass immer wie hier jetzt quer geschossen wird. LsV hat erfolgreich demonstriert und hier wird das als „dumpfe Parolen“ abqualifizieret.
      Klöckner und Schulze sind Einerlei. Beide müssen weg wie man den Green Deal fachlich ablehnen muss.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Egal, man kann den Beitrag wahrnehmen und dennoch Essen gehen, hab ich geschafft. Im Übrigen werden hier Meinungen geäußert und nicht geschossen, schon gar nicht quer.

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      • Arnold Krämer sagt

        @Egal. Ich war mit meiner Frau auch beim Lieblingsitaliener, nachdem ich den Text formuliert hatte. Was der restliche Tag noch bringt, warten wir’s ab. Für eine Wertung, so wie Sie das gemacht haben, ist es noch zu früh.

        Und was politische Veränderungen angeht, bin ich ziemlich pessimistisch. Krieg oder Revolution wollen wir sicherlich alle nicht, und Geldmangel scheint es für die Politik auch nicht mehr zu geben, so wie die Mrd-Programme verkündet werden. Politikerrücktritte und -entlassungen bringen nichts bis wenig. Der Politikbetrieb genügt sich ein Stück weit selbst, und wird sich aus Gründen der Selbsterhaltung auch kaum selbst beschränken wollen. Dabei wäre das für die Agrarpolitik aktuell das Dringendste und Wichtigste.

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  6. Mark sagt

    Aller Euphorie zum Trotz:
    1. J.Klöckner ist keine gute Rednerin. Sie beginnt Sätze und führt sie nicht zu Ende, verschachtelt Sätze inneinander und verliert dabei häufig den Faden.
    2. Wirkt häufig unsicher, was auf mangelndes Fachwissen zurückzuführen ist. Peinlich wird es dann, wenn sie Fachbegriffe verwendet, die sie nicht erklären kann („Fachleute wissen was das bedeutet“).
    3. In der PK hat sie sicherlich einige gute Passagen vorgetragen. Allerdinges muss man aufpassen, was sie beabsichtigt. Sie will die Landwirte „mitnehmen“. Das geht am besten, wenn man sie einlullt. Das kann sie, wie man an den Kommentaren hier sieht.
    4. Letzendlich rennt auch sie dem BMU und Frau Schulze hinterher. Deren Wahrheiten sieht sie als gesetzt! „Wer das Insektensterben leugnet, ist nicht von dieser Welt“. Damit gießt sie Wasser auf die Mühlen des BMU/UBA/NGO und verhindert, dass das Thema ideologiefrei aufgearbeitet wird, ähnliches gilt für die „Nitrarprobematik“!
    Ob ich dafür danke sagen muss weiss ich nicht.

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    • Ein Privatier sagt

      „1. J.Klöckner ist keine gute Rednerin. Sie beginnt Sätze und führt sie nicht zu Ende, verschachtelt Sätze inneinander und verliert dabei häufig den Faden.“

      Keine gute Rednerin?
      Daran erkennt man eine meisterliche Adeptin Merkels, die es versteht, planwirtschaftliche Ziele zu erreichen!

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      • Mark sagt

        Eine meisterliche Adeptin ist J.K. sicherlich nicht, allenfalls eine Poseurin.

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      • Mark sagt

        @Willi

        Wäre schön, wenn Du mir sagst, was an den anderen Punkten falsch ist, dann nehme ich sie sofort zurück.

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        • Bauer Willi sagt

          1. Halte ich es für relativ irrelevant, ob man gut reden kann oder ob man das, was man sagt, mit Überzeugung sagt. Diesen Eindruck hinterlässt sie bei mir.
          2. Hat Sie in dieser Pressekonferenz Dinge nicht noch einmal ausgeführt, weil diese allgemein bekannt sind. Mag sein, dass sie da zuviel voraussetzt.
          4. Muss sie bei dem was sie sagt, leider auch darauf achten, ob das in der Koalition nicht zu größerem Ärger führt. Das Agrarpaket ist – meiner Meinung nach – nur durch Druck von Merkel möglich gewesen.

          Politik ist nun mal auf Mehrheiten angewiesen. Sagen was man denkt, kann man ungestraft nur hier im Blog. 🙂
          Siehe „Egal“.

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          • Mark sagt

            In Punkt 4 stimme ich Dir zu, bei den anderen nicht.
            Natürlich stimmt auch Deine Aussage zum Blog. 🙂

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    • Paulus sagt

      @ Mark
      Selbstverständlich rennt Frau Klöckner ihrer Kontrahentin, der Genossin Schulze hinterher. Während Genossin Schulze auf einem getunten Besen reitet, gefällt sich Frau Klöckner indem sie Hochzeitfotos mit einer Blume hinter dem Ohr veröffentlicht.
      Es scheint ein Unterschied zwischen Landwirtschaft und Wirtschaft zu bestehen.
      Unser derzeitiger Minister für Wirtschaft hat es sich für alle Zeiten mit ebendieser
      verschissen. Den pinkelt auf gut deutsch kein Hund mehr an. Das ist einmalig in der Geschichte der Republik.
      Frau Klöckner hat es da schon einfacher, ein paar freundliche Worte und schon schmelzen manche Bauern dahin.
      Ich bin nach wie vor der Meinung, Frau Klöckner macht einen eher undankbaren Job und empfinde es auch als unanständig sie auf eine ehem. Weinkönigin zu reduzieren.
      Nur, sie steht für alles Mögliche, auch was die Verbraucher und deren Ernährung betrifft und ist mit ihrem Amt zweifelsfrei überfordert. In Bullshit Castle haben sich zu viele Schwachbelichtete eingenistet, denen es nicht um die Sache sondern ausschließlich um die eigene politische Karriere geht.

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      • firedragon sagt

        Guten Abend Paulus,
        mir ging ein Bild durch den Kopf, weil Du den Hund erwähnt hast und das Dahinschmelzen mancher Bauern.
        Ich stellte mir die LW als geprügelten Hund vor.
        Der eine Hund ist verwundert über die unerwartet zärtliche Hand, die sein Haupt streichelt, zieht den Kopf ein und wedelt mit der Rute.
        Ein anderer Hund wiederum, sieht in der Hand weitere drohende Schläge auf sich zukommen und er beißt einfach nur noch um sich.
        Politiker sein, ist sicher nicht einfach. Es wäre allerdings hilfreich zu wissen, woran man ist. Wage Aussagen und Zielsetzungen, die einen eher ratlos dastehen lassen und keine realistisch gangbaren und verlässliche Wege aufzeigen, bringen der LW nicht wirklich was.

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  7. Ein Privatier sagt

    #FarmToFork
    #GreenDeal

    Are you sure that she’s addressing German farmers?

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    • Inga sagt

      Verdenglischen ist doch Mode!

      Deswegen kann man dazu nichts sagen, ist das nicht auch ein Thema in der ganzen EU?

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      • Ein Privatier sagt

        Dieses in der EU ubiquitär vorkommende „Verdenglischen“ ist mehr als nur eine Mode.
        Erstens dauert es für eine Mode schon viel zu lange, während es zunehmend intensiviert wird, und zweitens verraten Ausdrücke wie „climate change“, „global warmig“, „political correctness“, „bio-diversity“, „One world“, „multiculturalism“, „gender“, „World Health Organization“, „Green Deal“, „Farm to fork“, „Farm to table“, „Greenpeace“, „No borders“ usw. ihre politische Herkunft und auch ihre politischen Ziele.

        Gleichzeitig werden zum Beispiel Wörter wie „Volk“, „Nation“ und „Deutsche“ absichtlich in den braunen Dreck getreten, was übrigens auch keine Mode ist.

        Als die Franzosen vor etwa 30 Jahren anfingen, sich gegen die Verdenglischung der französischen Sprache bzw. Kultur zu wehren, ging ein ernstgemeinter, aber künstlicher Aufschrei der typisch linken Empörung durch die Massenmedien.

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        • Inga sagt

          warum das?
          Können sich die Franzosen dahinsichtlich mehr erlauben, als wir deutsche?

          Dürfen die mehr Nationastolz haben?

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          • Ein Privatier sagt

            Die fragen nicht um Erlaubnis.
            Die sind nämlich ein bisschen erwachsener als wir.

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          • Paulus sagt

            Inga, ich erinnere mich an einen Presseball in Köln. Als, auch welchen Gründen auch immer, die Marseillaise erklang standen meine Frau und ein weiterer Franzose auf, meine Gattin grüßte kurz militärisch und beide standen stramm. Erst mal war Ruhe, dann standen nach und nach sehr prominente Leute auf, die kamen nicht aus der rechten Ecke und klatschten Beifall.

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            • Inga sagt

              das muß wohl daran liegen,
              dass sie eine ganz andere Vorgeschichte haben als wir, oder?

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              • Reinhard Seevers sagt

                Nationalstolz muss man ja nicht mit dem Singen der Nationalhymne und der Hand auf dem Herzen zelebrieren. Schaut man sich die USA an, dann würde man meinen, dass Nationalismus unweigerlich in Mord und Totschlag endet, weil man ja definieren muss, wer dazu gehört und wer nicht. ….hat Harari übrigens auch so gedeutet in seinen 21 Lektionen des 21. Jahrhundert. Ebenso gefährlich, wie religiöser Extremismus. Wers braucht kann ja eine Fahne im Garten hissen und jeden Morgen die Nationalhymne trällern…..

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                • firedragon sagt

                  Muss man nicht … wird beim Fußball durchaus gemacht – ist normal, warum also in anderen Bereichen nicht auch…

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Wenn es zu einem psychologischen Druckmittel wird, und derjenige, der sich nicht zu Hymne oder Fahne erhebt, gedisst wird, dann ist der Nationalismus und seine Reliquien eher der Dolchstoß der Menschlichkeit und der Freiheit….wenn es unverkrampft und freiwillig daherkommt, ist es mir egal.
                  Sobald man mir signalisiert, dass es von mir doch gerne gesehen würde, schalte ich auf Abwehr.

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                • firedragon sagt

                  Es sollte alles unverkrampft und freiwillig sein…

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  8. Erhard Kunz sagt

    Ich habe das Zitat von den Bienen im Weizen und Wein von der offiziellen Seite des BME bei facebook mit # BME und #JuliaKlöckner kommentiert und etwa 3 Stunden später war diese Seite beim BME nicht mehr verfügbar. Immerhin scheint man nochmal darüber nachgedacht zu haben.

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  9. Friedrich sagt

    Frohe Pfingsten an Euch alle hier.
    Die Rede von Frau Klöckner erinnert mich an Willis Auftritt bei der CDU-Fraktion im Bundestag. Langsam kommt die Ministerin dahin und Corona läst grüßen , daß die Ernährung ja doch wohl wichtiger ist , als die flächendeckenden blühenden Insektenfelder.
    Deutschland wird nicht die Welt retten. Das müßen sich die Ideologen mal hinter die Ohren schreiben. Es muß immer zwischen Ökologie und Ökonomie abgewogen werden. –Leider bringen unsere Medien nichts über Südamerika , denn dort kann man sehen wie wichtig das Essen ist. Dort tobt ein Kampf ums Essen. Da werden Farmen angegriffen , Silos geöffnet, um essbares zu bekommen. Dort tobt der Mob für Essen. So weit wollen wir es ja wohl nicht kommen lassen, oder ? Die derzeitige Trockenheit läßt die Importländer überall Vorräte anlegen , um Hungerrevolten vorzubeugen. — Frau Klöckner hat die Lage wohl erkannt , nachdem sie drei Jahre gelernt hat und sich so langsam von dem Ideologieeinpeitscher im Umweltministerium Flasbarth entfernt. Leider wollen Frau Schulze ( BMU ) und ihre Ideologen die ernste Lage nicht sehen und beharren auf ihre Sicht der Dinge. Dabei spielt es bei ihr auch keine Rolle mit den perfidesten Aussagen (Corona haben die Bauern Schuld) die Leute auf uns zu hetzen. Das ist eine Hassaussage , die mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden kann ? wenn es Politiker betrifft.
    — Kann nur die LSV-Leute weiter ermuntern immer wieder die Schlepper auf die Straße zu rufen , denn die Medien und Politik nehmen uns sonst nicht ernst. Durch das dritte Dürrejahr in folge ist auf den Höfen die Lage „Brandernst“.

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  10. Burkhard Schön sagt

    Natürlich muß man abwarten was aus alldem wird was Sie dort angesprochen hat ! Aber ich kann mich nicht erinnern jemals so eine Empathie für die Landwirtschaft in einer Rede eines Landwirtschaftsministers(in) gehört zu haben. Würde mich deshalb dem „DANKE“ von Bauer Willi anschliessen.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Dem stimme ich voll zu! Evtl. hat sie auch gemerkt, dass ihre Rede zu den Bienen falsch war und die Reden nun lieber von ihr selbst bestimmt werden sollten?

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  11. Egal sagt

    Einen Text der mit „Danke Klöckner “ beginnt darf und muss nicht gelesen werden. Bauer Willi handelt gerade ein Kaffeekränzchen mit ihr aus und er benutzt euch nur.
    Schmeißt eine Wurst auf den Grill und redet mit vertrauenswürdigen Menschen statt diese Parolen zu konsumieren

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    • Burkhard Schön sagt

      Mit persönlichen Angriffen kommt man natürlich viel weiter! Unsachlicher Kommentar… muß man nicht lesen !

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      • Bauer Willi sagt

        Es ist zu vermuten, dass es sich immer wieder um den gleichen Troll handelt, der auf diese Art und Weise versucht, an Aufmerksamkeit zu kommen.

        Sein Name ist Programm: Egal

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        • Egal sagt

          Gut, dass es Ihnen nicht um Aufmerksamkeit geht in den letzten Jahren…. Mir geht es um die Landwirtschaft, deren Zukunft nicht durch naive Populisten, die bei Klöckner am Rockzipfel hängen, gefährdet werden darf. Frohe Pfingsten, euer Troll

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            • Inga sagt

              Die Bauern haben auch mehr zu fordern, als ein Handwerksunternehmen, z.B. Metzger,

              denn ein Bauernhof

              ((wenn man ihn mit einem Gemischtbetrieb von früher vergleicht, heutzutage ist es auf mehrere Höfe, die sich spezialisiert haben verteilt), aber im Amt oder Kammer sitzt dazu noch je ein Sachbearbeiter, oder?)

              hat ja so viel Aufgaben, dass er mehr Forderungen an die Politik hat!
              Nicht nur die vielen Betriebszweige, sondern auch die Sorge um die Ökologie und Ökonomie!

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      EGAL?

      Nein,
      es ist nicht egal auf welchem Gleis der Zug abfährt.
      Der Zug nach Nirgendwo fährt am Bahnsteig 99 ab.

      Es fährt ein Zug nach Nirgendwo
      Mit dir allein als Passagier
      Mit jeder Stunde, die vergeht
      Führt er dich weiter weg von hier.

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