Entzaubert
Vor ein paar Tagen kam ich wieder an meinem Zauberwald vorbei. Der Zauberwald wird gefällt. Die von mir damals geschilderte bäuerliche Idylle verschwindet also. All die kleinen und putzigen Landmaschinen sind auch schon in der Schrottsammlung gelandet. Ich habe mich dann mit dem Eigentümer unterhalten und dabei erfahren, dass sein Vater die kleine Landwirtschaft solange aufrechterhalten hat, wie es halt ging. Er aber hätte schon vor mehr als 30 Jahren einen anderen Beruf erlernt und hat nun den Wald von seinem Vater vererbt bekommen. Nach dem Sturm Frederike „räumt er nun auf“. Darum hat er die alten Maschinen entsorgt und fällt die hiebreifen Bäume. So einfach und nüchtern sind die Geschichten oft, wenn es um Strukturwandel und „Bauernsterben“ geht. Die Weichen dafür, ob ein Bauernhof weiter bewirtschaftet wird oder nicht, werden dann gestellt, wenn die Bauernkinder ihre Berufswahl treffen. Und sehr viele der Hofnachfolger entscheiden sich schon seit Jahren für außerlandwirtschaftliche Berufe. Die Eltern bewirtschaften dann die Höfe halt noch weiter, so lange es geht. Man spricht dann von sogenannten „Auslaufbetrieben“. Die Befürworter der Agrarwende …

