Bauer Willi
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Brüssel – Einigung bei der GAP

Im sogenannten Trilog wurde in Brüssel Einigung über die Gemeinsame Agrarpolitik erzielt. So kommentieren es die landwirtschaftlichen Medien:

https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/eu-agrarreform-durchbruch-im-gap-trilog-12601825.html?utm_source=Maileon&utm_medium=email&utm_campaign=2021+top+EILMELDUNG+39&utm_content=https%3A%2F%2Fwww.topagrar.com%2Fmanagement-und-politik%2Fnews%2Feu-agrarreform-durchbruch-im-gap-trilog-12601825.html

Eine gute Zusammenfassung, was vereinbart wurde, findet ihr hier:

https://www.agrarheute.com/politik/agrarreform-eu-unterhaendler-erzielen-offenbar-durchbruch-582725?utm_campaign=ah-mo-fr-nl&utm_source=ah-nl&utm_medium=newsletter-link&utm_term=2021-06-25

https://www.agrarzeitung.de/nachrichten/politik/gap-trilog-einigung-ueber-gruene-architektur-96385?utm_source=%2Fmeta%2Fnewsletter%2Fnewsletter&utm_medium=newsletter&utm_campaign=nl4344-abonnent&utm_term=f737146ce78cd0cf3286b76ac2692608

Ich habe es erst kurz überfliegen können. Bin deshalb gespannt auf eure Kommentare.

 

 

 

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8 Kommentare

  1. Ostbauer sagt

    Obwohl der Trilog der EU den Rahmen für die nächsten Jahre vorgibt, gibt es hier kaum eine Stellungnahme aus der Landwirtschaft. Entweder hält man die EU nicht für wichtig oder man hat aufgegeben. Leider ist es nun mal der einzig gemeinsame Haushalt der EU.
    Ich würde mir auch wünschen, dass sich die EU mehr um eine gemeinsame Außen- und Verteidigungspolitk kümmert. Wenn`s dann ganz gut läuft noch um eine gemeinsame Sozialpolitk. Die Idee der Montanunion war ja nicht verkehrt.(aber dabei sollte es auch bleiben)
    Gerade bei der facettenreichen Landwirtschaft mit ihren unterschiedlichsten Standorten und Vermarktungsmöglichkeiten, stößt dieses “alles über einen Kamm scheren” sehr schnell an seine Grenzen.
    Deshalb bin ich für eine Renationalisierung der Landwirtschaft; auch bis hin zu den Konsequenzen für Im- und Export.
    Irgendwie zieht es sich wie ein roter Faden durch die Kommentare, dass man die Landwirtschaft nicht einfach den freien Kräften des Marktes überlassen kann.
    Das sehe ich auch so!
    Es hätte zudem den Vorteil, dass eine politische Korrektur sehr viel schneller wirken würde!

    • Reinhard Seevers sagt

      Eine Renationalisierung hätte genau den gegenteiligen Effekt. Standards würden in diesem Land hoch gehalten, andere würden eher zurückkehren zu eigenen, für ihre Landwirtschaft positivere Anforderungen.
      Sieht man doch sogar innerhalb dieser Republik, dass sich die Länder nicht an die Werte anderer Bundesländer halten. Der DBV hütet sich, Gerechtigkeit und Gleichheit zum Nachteil eines Teiles seiner Mitglieder zu fordern.

      • Ostbauer sagt

        Und wo siehst Du jetzt das Negative für die Landwirtschaft?
        Genau diese kleinteiligen Maßnahmen bringen ja den heute so erhofften und auch messbaren Erfolg.

        • Reinhard Seevers sagt

          Wenn die Dänen ihre Schweinehaltung unter geringeren Auflagen umsetzen und die Schweine exportieren könne, dann haben sie auf dem deutschen Markt Vorteile. Genau das, was auch für alles Fleisch gilt, was aus dem außereuropäischen Ausland reinkommt.
          Man muss also mit jedem einzelnen Land verhandeln über die Bedingungen zum Import….das ist ein Rückschritt.

          • Ostbauer sagt

            Irgendwo hab ich die letzten Tage was gelesen; man sollte die Landwirtschaft nicht komplett dem Markt überlassen, also sprich Systemwechsel. 🙂
            Nicht mehr und nicht weniger fordere ich ein.
            Dreimal lieber bilaterale Verhandlungen, als solch ein Moloch wie die EU- Landwirtschaft; ist in meinen Augen auch kein Rückschritt, sondern ein Achten auf die komplexen Strukturen in der Landwirtschaft eines jeden Landes.
            Wenn wir nun schon für alles verantwortlich sein sollen, dann ist es doch nur konsequent, dass sich der weitere Handel dem auch unterordnet, sprich unverhandelbar! Also: Mercusor für Autos und Maschinenbau ist dann nicht mehr. Es ist eben alles eine Frage der Prioritäten.
            Nationale Auflagen in der Landwirtschaft und gleichzeitiger Handel zu freien Weltmarktbedingungen führen über kurz oder lang unweigerlich zur Abschaffung der Selben!

            • Stadtmensch sagt

              “Es ist eben alles eine Frage der Prioritäten.”

              Die Prio ist ganz klar: Industriegüter-Export und Import von Rohstoffen und Energie. Wir importieren also Bauxit aus Afrika und verarbeiten es hier zu Alu für irgendwelche Q8-Audis. Natürlich mit Windstrom wegen CO2-Neutralität, statt es gleich in Afrika mit Sonnenenergie zu machen.
              Egal, das haben sich studierte Volkswirtschaftler ausgedacht.

              Dem muss sich die “Spielzeuglandwirtschaft” unterorden.
              Vorrang haben neue Siedlungsgebiete für EFHs, Freizeit- und Gewerbeparks. Landwirte können ihre Höfe zu Tagungszentren oder noblen Seniorenresidenzen für betreutes Wohnen umbauen.
              Dafür gibt es einen Markt. Das ist vernünftig. Market rulez!

  2. Michael sagt

    Reichlich Spielraum für die Mitgliedsstaaten, um der Landwirtschaft durch nationale Alleingänge ihre Wertschätzung auszudrücken und öffentliche Leistungen anzuerkennen;)
    Aber schon 1 Cent Milchpreis oder 1 € im Weizenpreis machen einen größeren Unterschied als ein paar % mehr oder weniger in der ersten Säule. Und hier kann ich mich maßlos ärgern, wenn ich darüber nachdenke, wieviel Wertschöpfung der heimischen Landwirtschaft entgeht durch die Untätigkeit der Politik bei Importen unterhalb unserer Standards, bei der Konzentration im LEH, oder durch populistische, nationale Alleingänge- siehe Insektenschutzpaket.

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