Bauer Willi
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Borlaug, Bosch und Greta

Kennen Sie Norman Borlaug? Oder Fritz Haber und Carl Bosch? Was ist mit Ingo Potrykus und Peter Beyer? Aber wer kennt nicht Greta Thunberg!

Norman Borlaug hat sehr viel für die Menschheit geleistet, weil er Weizensorten züchtete, die wesentlich höhere Erträge erzielten als die bis dahin angebauten Sorten. Innerhalb von 20 Jahren versechsfachte sich der Ertrag, weil die neuen Weizensorten kürzer waren und nicht mehr so anfällig gegen bestimmte Krankheiten.In seinem Nachruf war nicht von ungefähr die Rede von „Brot für die Welt“. Manche reden sogar davon, dass er eine Milliarde Menschen vor dem Hungertod bewahrte.

https://www.zeit.de/wissen/2009-9/nachruf-norman-borlaug

Fritz Haber und Carl Bosch waren die Entdecker der Ammoniak-Synthese aus dem Stickstoff der Luft. Der „Kunstdünger“ war geboren. Um die Bedeutung dieser Entdeckung einschätzen zu können, sollten Sie sich die nachfolgende Grafik ansehen.

https://ourworldindata.org/grapher/world-population-with-and-without-fertilizer

Ohne „Kunstdünger“ wäre es unmöglich, die Hälfte der Weltbevölkerung (Stand 2015) mit ausreichend Nahrung zu versorgen. Das Umweltbundesamt schreibt zum gleichen Thema folgendes:

Im Baustein „Reaktiver Stickstoff“ des UBA-Umweltatlas erfahren Sie, was reaktiver Stickstoff ist, wie er entsteht und warum er in Deutschland zu schwerwiegenden Problemen für Umwelt und Gesundheit führt. Außerdem zeigen wir Ihnen, was die Politik unternimmt, um die Situation zu verbessern, und geben Ihnen Tipps, wie Sie selbst Ihren Stickstoff-Fußabdruck verkleinern können.

https://www.umweltbundesamt.de/umweltatlas/reaktiver-stickstoff/verursacher/energiewirtschaft-industrie/was-ist-das-haber-bosch-verfahren

Eine staatliche Behörde sollte in der Lage sein, fachlich sauber zu berichten.

Ingo Potrykus und Peter Beyer waren die Züchter, die vor über 20 Jahren den „Golden Rice“ züchteten, der deutlich mehr Provitamin A (Beta-Carotin) enthält als herkömmlicher Reis und dadurch etwas gelber gefärbt (golden) ist.  Sie benutzten dafür gentechnische Methoden. Nach Schätzungen der WHO leiden weltweit rund 190 Millionen Kinder im Vorschulalter an Vitamin A-Mangel, der zur Erblindung führen kann. Von Gentechnik-Gegnern lange erbittert bekämpft, bauten Kleinbauern auf den Philippinen schließlich 2022 erstmals Goldenen Reis an – auf 40 Hektar. Knapp 70 Tonnen wurden geerntet und vor allem an Kinder verteilt.Im April 2024 hat ein philippinisches Gericht nach einer Klage durch Greenpeace erneut die Zulassung ausgesetzt.

Aber nicht nur Greenpeace, sondern auch die Kirchen wettern gegen die Grüne Gentechnik. Hier hat eine Praktikantin von „Brot für die Welt“ einen Professor befragt.

https://www.brot-fuer-die-welt.de/blog/2025-warum-goldener-reis-keine-probleme-loest/

Zitat: Die gesundheitliche Bewertung gentechnisch veränderter Pflanzen ist derzeit schwierig, da es nur wenige unabhängige Studien gibt. Die starke Lobby der Befürworter von Gentechnik in Industrie und Agrarwissenschaft erschwert es, neutrale Forschung zu betreiben. Bislang gibt es keine gesicherten Beweise darüber, ob gentechnisch veränderte Pflanzen langfristig gesundheitlich unbedenklich sind oder nicht. Insgesamt sollten bei der Anwendung solcher Verfahren jedoch die Kosten und Nutzen sorgfältig abgewogen werden. Denn mögliche Nebeneffekte sind oft schwer zuzuordnen, was die gesundheitliche Bewertung zusätzlich erschwert. 

Seine Aussage ist völlig neben der Realität, weil gentechnisch veränderte Pflanzen seit Jahrzehnten von Millionen von Menschen ohne jegliche Nebenwirkungen verzehrt werden.

Kommen wir zu Greta Thunberg: Was hat diese junge Dame zum Wohl der Menschheit geleistet?

 

 

 

 

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82 Kommentare

  1. Promberger Konrad sagt

    Greta Thunberg gehört zu den Hexenjägern des 21 Jahrhunderts. Es müssen Schuldige
    gefunden werden, weil wir das verbrannt haben was sich unter der Erdkruste angesammelt h
    hat. Würden sie noch leben, müssten die Herren Diesel und Otto auf die Streckbank.
    Wenn wir wirklich einen babylinoschen Turm (Klimawandeln) gebaut haben, hilft nur
    Gottvertrauen das es wieder Wissenschaftler und Techniker gibt die das Ganze wie beim
    Ozonloch lösen.

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  2. Andreas sagt

    Der studierte Pflanzenphysiologe Norman Borlaug hat tatsächlich eine Menge dazu beigetragen, dass die Weizenerträge enorm anstiegen. In den Entwicklungsländern verdreifachten sich die Erträge. Für seine Verdienste im Kampf gegen den Welthunger wurde Borlaug 1970 mit dem Friedensnobelpreis geehrt
    Um diese Leistungssteigerung zu erreichen, kreuzte er Varietäten, die gegen den Getreiderostpilz resistent waren und reichlich Körner trugen, mit kurzhalmigen Sorten: Die hielten das Gewicht schwerer Ähren besser aus. Zudem testete er Weizenpflanzen unter verschiedenen klimatischen und geografischen Bedingungen und wählte die flexibelsten aus.
    Norman Borlaug hat diese Ertragssteigerungen ausschließlich über Kreuzungszüchtung mit Hilfe des Züchterprivilegs erreicht.
    Einen wesentlichen Unterschied macht hier die Frage „Sortenschutz oder Patent?“ für die Pflanzenzüchtung: Selbst während der Laufzeit des Sortenschutzes durften Züchter geschützte Sorten als Grundlage für weitere Züchtungsarbeiten verwenden. Dies ist das sogenannte „Züchterprivileg“, das dazu beitragen sollte, die zügige Entwicklung immer besserer Sorten zu gewährleisten.
    In Zukunft wird es durch die Gentechnik bei den Nutzpflanzen nur noch Patente geben und kein Züchter wie Norman Borlaug darf diese Pflanzen einfach so kreuzen und so neue ertragreichere Sorten entwickeln

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    • wolfgang nellen sagt

      die Patentfrage ist m.W. für die „Neue Gentechnik“ noch nicht geklärt. Aber ich sehe das Problem sehr wohl.
      Allerdings: für die Anti-Gentechnik-Lobby war der Patentschutz bisher kein wirkliches Argument. Beim Golden Rice hat Greenpeace viele hundert Millionen investiert, um ein Produkt zu verhindern, auf das es keine restriktiven Patente gibt.

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      • Thomas Bröcker sagt

        Das ist eine Entwicklung, die sich schon deutlich abzeichnet. Das wird über Patente für einzelne Sorten hinausgehen. Der eine Weg ist, die Eigenschaften bekannter Sorten Konzern- oder Interessengruppen-intern stark zu verbessern, dieses Material aber nur in der eigenen vertikalen Wertschöpfung einzusetzen. Das Zeugs ist dann einfach besser als gleich/ähnlich lautendes frei erhältliches Material und wird über Vermarktungslabel (Driscoll u. Ä. z.B.) exclusiv vermarktet. Die Verbesserung der Eigenschaften über Genschere ist in der Methodik an der Pflanze nicht nachweisbar.
        Dieser Weg ist eigentlich für kleine Züchter und Erzeuger viel kritischer zu sehen, als z.B. die sich gegenwärtig wechselweise aus den Regalen schießenden viel zu vielen Clubsorten. Das unterläuft dann im Übrigen ohne viel öffentlichen Protest effektiv das „Züchterprivileg“.

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        • wolfgang nellen sagt

          @ Thomas Bröcker:
          erlaube mir etwas bösartige Ironie:
          Müssen wir gesetzlich verhindern, dass „Konzerne die Eigenschaften bekannter Sorten stark verbessern“?
          Eh die was daran verdienen, sollen wir auf solche „starken Verbesserungen“ lieber alle verzichten?
          Eine Welt ohne Patente ist nett, aber eine Illusion. Wer macht dann die Innovationen? Auch nit dem neuen EU-Recht wird es noch immer so sein, dass die Kosten für die Zulassung die Kosten für die Entwicklung drastisch überschreiten. Entwicklung ist teuer, Zulassung ist seeehr teuer und dauert zusätzlich Jahre (Zeit ist Geld!).
          Ich glaube nicht (meine Meinung!), dass wir uns in Deutschland/EU „Sorgen“ um Patente machen müssen: wir haben zwar noch eine exzellente Grundlagenforschung (die zum größten Teil aus Steuern finanziert wird). Wenn es um Anwendung (und Geldverdienen) geht, werden die Arbeiten ins Ausland verlegt.
          Die „Zivilgesellschaft“ (NGOs) wird durch entsprechende Kampagnen schon dafür sorgen, dass diese Produkte dann bei uns nicht auf den Markt kommen. Dann verzichten wir auch so „freiwillig“ auf die „starken Verbesserungen“.

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          • Thomas Bröcker sagt

            W.N. Es gibt dabei kein „Wir“. Es sei denn, die vertikalen Großstrukturen sind das „Wir“. Die haben davon finanzielle Vorteile am Markt, zu denen den kleineren Strukturen der Zugang verwehrt ist und die damit vom Markt verschwinden. Es sei denn, sie generieren, wie die Bio-Wirtschaft, Marktabgrenzungserzählungen, die von einer zahlungsfähigen Klientel verinnerlicht werden.
            Aber sei´s wie es ist, es muß mir nicht gefallen, kommt aber so sicher wie das Amen in der Kirche genau so: Erst verschwinden die kleinen Regionalstrukturen im Konvi-Bereich und dann auch im Bio-Bereich, weil mit dem beschriebenen Konzept können beide Schienen bedient werden.

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            • Thomas Bröcker sagt

              ALDI beräumt sein Sortiment gerade von vielen Regionalmarken, weil es einfacher ist mit einem etwas engeren aber einheitlichen Portfolio Kosten zu sparen und Regalplätze im Umsatz zu optimieren.

            • wolfgang nellen sagt

              ich stimme dir weitgehend zu – aber liegt das an Gentechnik-Patenten?
              Die Kartoffeln aus Marokko und die Tomaten aus Spanien sind nicht patentiert.
              Die inländische Landwirtschaft ist schon jetzt aus verschiedenen Gründen nicht konkurrenzfähig, obwohl sie es vermutlich sein könnte. Ich mache mir schon etwas Sorgen um Selbstversorgung und Abhängigkeiten.

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              • Peter sagt

                na sowas…: „Sachsen:
                Auch in Sachsen hat es im Vergleich zur Vorwoche keine nennenswerten Preisveränderungen gegeben. „Die Preise sind momen­tan so schlecht, dass etwa deut­sche Kol­le­gen ihr Getreide oder Kar­tof­feln in Bio­gas­an­la­gen fah­ren. Pol­ni­sche Kol­le­gen ver­feu­ern sogar ihr Getreide, das für die mensch­li­che Ernäh­rung pro­du­ziert wurde, um über­haupt noch etwas zu ver­die­nen. Man weiß gar nicht mehr, was man anbauen soll. Die Erlöse rei­chen hin­ten und vorne nicht. Eigent­lich ist es rei­ner Selbst­mord, Acker­bau zu betrei­ben. Wir machen es nur noch, weil wir das Stroh für die Tiere brau­chen“, sagt Patrick Rückert, Geschäftsführer der Großdrebnitzer Agrarbetriebsgesellschaft.“

                https://www.freshplaza.de/article/9825897/fruhkartoffelimporte-aus-agypten-und-marokko-erganzten-das-sortiment/

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Schaut man in dem Link auf die Lage in den unterschiedlichen Bundesländern, ist eine große Diskrepanz zu erkennen. M. Ea. liegt es u.a. an dem Vorhandensein von guter oder schlechter Verarbeitungsindustrie. Der Transport ist zu teuer, deshalb hat u.B SH auch so schlechte Karten bei den Kartoffelpreisen….die Elbe ist auch im 21. Jahrhundert immer noch eine imaginäre Grenze.

      • Andreas sagt

        Das kann ich gerne belegen: Die Entwicklungen, die sich derzeit im Bereich der
        Biopatentierung andeuten, könnten jedoch:
        • Hindernisse für die Nutzung tier- und pflanzen-genetischer Ressourcen für die Erzeugung
        von Nahrungsmitteln und anderen landwirtschaftlichen Produkten erzeugen;
        • die Forschungsanstrengungen teilweise von der Verbesserung genetischer Ressourcen hin
        zur Erzeugung von Patentansprüchen verlagern sowie
        • die Bandbreite der genutzten Agrobiodiversität vermindern und damit zur genetischen
        Erosion beizutragen.
        Quelle: https://www.bmleh.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ministerium/Beiraete/biodiversitaet/Gutachten-Biopatente.pdf?__blob=publicationFile&v=2

        Wo ist Ihr Beweis für die Bebaupung, dass Norman Borlaug, Fritz Haber, Carl Bosch, Ingo Potrykus und Peter Beyer mit 23 Jahren mehr geleistet haben als Greta Thunberg

        • wolfgang nellen sagt

          Verstehe ich nicht.
          der gesamte Genpool steht (u.a. in nationalen und internationalen Samenbanken) zur Verfügung. Was eventuell behindert würde, wären neue Eigenschaften durch Gene aus anderen Organismen oder durch synthetische Gene – die will aber in Deutschland eh keiner.
          Was soll eine Firma erreichen, wenn sie statt Verbesserungen nur auf Patentansprüche setzt? Bauern können sich ihr Saatgut aussuchen,
          Sorten verschwinden vom Markt (aber nicht aus dem nutzbaren Genpool!). Sie werden durch neue Sorten ersetzt, die dem Bauern (und den Verbrauchern) Vorteile bringen. Sonst würden sie nicht angebaut und verkauft.
          Selbst wenn die Bandbreite der genutzten Agrobiodiversität vermindert würde (was ich nicht sehe), bedeutet das keine genetische Erosion. Der Genpool steht zur Verfügung und es steht jedem frei, alte Sorten anzubauen.

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  3. Werner Knödler sagt

    Norman Borlaug, Fritz Haber , Carl Bosch , Ingo Potrykus und Peter Beyer auf der einen Seite Wissenschaftler die großartige Leistungen vollbracht haben .
    Auf der anderen Seite die Wohstandsverwahrlosung , Greenpiss und Konsorten die sich des Kindsmissbrauchs an Greta Thunberg schuldig gemacht haben !

    Mein Englisch ist schlecht , ich weis .

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  4. Alfons Nünning sagt

    Ina Körner.Im alter von 23 Jahren sollte jeder eine abgeschlossene Ausbildung haben, mindestens eine Fremdsprache sprechen und in die Kranken-und Rentenversicherung einzahlen.

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  5. Otto Loewl sagt

    Hallo Willi.
    sehr guter Artikel. Du hast den Nagel auf
    den Kopf getroffen.
    Mehr gibt es da nicht zu sagen.

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  6. firedragon sagt

    Herr Dr. Kremer-Schillings,

    Was soll das, wollen Sie auf den Bekanntheitsgrad den eine Greta Thunbgerg hat, hinaus ? Und weiter ?
    Obige „alte weiße Männer“ waren/sind Chemiker, Biologen, Wissenschaftler, mehr oder weniger den Regierenden verpflichtet.
    Wir leben im Zeitalter von „social media“. Wer gepusht wird, erlebt einen Höhenflug und bei Fehlverhalten schmerzhafte Abstürze. Heutzutage ist es, dem Algorithmus sei Dank, jedem möglich einen hohen Bekanntheitsgrad zu erlangen, ohne etwas „für“ die Menschheit getan zu haben.
    Die Jugentliche Greta Thunberg hat durch ihre Präsens, den damaligen (hauptsächlich) Jugentlichen etwas mit auf den Weg gegeben – auf die Umwelt zu achten, vielleicht wahrzunehmen, dass Recoucen endlich sind. Ob diese Mahnungen von ihr nachhaltig in den Gedächtnissen haften bleiben – wer weiß. Und wer weiß schon, was sie mit 40, 50 oder 60 Jahren „für“ die Menschheit erfunden/entwickelt haben wird ?
    Ich bin sicherlich kein Fan von Greta Thunberg, aber Herr Dr. Kremer-Schillings, sie gehört nicht mit diesen Männern verglichen, das ist unfair.

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    • Bauer Willi sagt

      @firedragon
      Siehe Antwort auf Marian. Habe jetzt erst gesehen, dass der Tenor ihres Kommentar ähnlich ist.

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  7. Marian E. Finger sagt

    Ach, komm, Willi, so ein billiger Artikel entspricht doch nicht deinem Stil ! Oder probierst du gerade aus, was Dr. Finger in dem vom Stadtmenschen verlinkten Interview darstellt, nämlich wie man Leute verbal manipuliert? Willst du gucken, ob du die Kommentatoren auf deiner Seite dazu bringen kannst, mal so richtig kleingeistig über die Greta Thunberg herzuziehen? Aber wozu?

    Aber falls du es mit deiner Polemik ernst meinst: Borlaug war etwa 48 Jahre, Ingo Potrykus 41 Jahre, Carl Bosch 36 Jahre und Fritz Haber auch mindestens 41 Jahre, als sie ihre jeweiligen Entdeckungen machten. Da hat die Greta mit ihren 23 Jahren also noch ein bisschen Zeit. Fritz Haber ist außerdem als „Vater des Gaskrieges“ in die Menschheitsgeschichte eingegangen, hat er doch als Erster Giftgas als Massenvernichtungswaffe eingesetzt. Eben ein echter Wohltäter der Menschheit. Sarkasmus off.

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    • Bauer Willi sagt

      @Marian

      Weshalb ich Greta mit in die Reihe aufgenommen habe: Kaum einer kennt die obigen Namen. Das sehe ich an den Kommentaren bei Facebook. Einige haben schon mal Haber/Bosch gehört, können die Namen aber nicht zuordnen. Deshalb wollte ich an sie erinnern, weil sie wegweisende Erfindungen gemacht haben.

      Jeder kennt Greta. Deshalb die ernstgemeinte Frage: Warum ist das so? (Das sie sich selbst mittlerweile disqualifiziert hat, ist nicht mein Thema)

      Es ist schon irgendwie merkwürdig, dass man mir bei vielen Texten erst einmal schlechte Absichten unterstellt…kann ich aber aushalten…

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      • Rößle Rudolf sagt

        Hallo Willi
        Dann war es von Dir aber unglücklich formuliert.
        Was hat Greta schon für die Menschheit getan impliziert ihre Bedeutungslosigkeit für Dich
        So habe ich es zumindest gelesen
        Dabei Greta und Netzausbau
        Es gibt viele Ecken in Deutschland wo regenerativer Ausbau nicht möglich ist. Einige Dachflächen wären voll, doch es wird keine Einspeisung erlaubt. Dann wird wieder argumentiert mit Insel Lösungen, die eigentlich schlecht umsetzbar sind
        Es gibt noch viel zu tun
        E-Auto schon im Kopf
        Und zum Thema Bevölkerungswachstum und Flächenverbrauch sind die Schritte zumindest im jetzigen Zeitalter doch noch sehr gering
        Liebe Grüße Rudolf

      • Marian E. Finger sagt

        Willi, wenn es in deinem Artikel nur darum gehen würde, Leute, die eine weltverändernde Erfindung/Entdeckung gemacht haben, mit Leuten zu vergleichen, die weltweit bekannt sind, warum nimmst du dann ausgerechnet Greta Thunberg und nicht Taylor Swift, Donald Trump, die Simpsons oder Prinz Harry als Beispiel? Ich glaube schon, dass ich nicht ganz falsch liege, wenn ich den Artikel so interpretiere, wie ich das getan habe und immer noch tue.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ich glaube hier wird versucht, etwas zu konstruieren, was nicht besteht. Das Beispiel mit der Greta, ist doch keine abschließende Nennung. Ich verstehe es als Beispiel für eine Vielzahl von Menschen, vorwiegend junge Mädels, die sich medial inszenieren, eine opportune Meinung einer Gruppe Gleichgesinnter zu skalieren, und sich dann daran mit Ruhm, Einfluss und Geld zu laben.
          Es ist für mich auch nur Populismus. Ihre Popularität speist sich aber nicht durch ihr Handeln im Sinne von bleibenden Taten, sondern nur durch mediale Präsens ihres Daseins. So wie auch viele selbsternannte Künstler.

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        • Bauer Willi sagt

          @Marian
          Du hast natürlich recht. Ich hätte auch die Simpsons nehmen können…
          Zufrieden?

  8. Pälzer Buh sagt

    Ich habe es schon öfters gesagt, und tue es immer wieder und wieder, bis es auch der letzte Versteht.

    Was man sagen kann ist folgendes, ein Zitat aus der Bibel, Matthäus 7,16-20 :“An Ihren Taten soll man Sie erkennen!“
    Das schmiere ich gerade den Kirchenoberhäupter immer wieder gerne auf Ihr Brot (für die Welt).
    Den Rest erspare mir, das geht zu sehr auf die Pumpe.

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    • Ina Körner sagt

      für er die Menschheit geleistet…. meine ich. Man sollte dabei sein, seinen Weg zu finden. Ausbildung gehört ganz unbedingt dazu.

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    • wolfgang nellen sagt

      Doch, Thunberg hat etwas „geleistet“. Sie hat eine Lobby (!) massiv und weltweit gestützt und gestärkt, die eine wissenschaftsfeindliche und, wie sich jetzt deutlich zeigt, menschenverachtende Gefahr darstellt. Dass sie in späteren Jahren Beiträge wie Potrykus, Borlaugh oder auch Doudna leisten wird, möchte ich bezweifeln. Sie hat ihren Weg gefunden: als emotionale „Influencerin“ (besser „Gehirnwäscherin“). Dabei wird sie bleiben (oder irgendwann vergessen werden). Etwas anderes hat sie nicht gelernt.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Man kommt zunehmend ans Grübeln, wenn man die demographisch bedingten Zunahmen der Versterbenden aus der Generation 1930+
        und deren Lebendleistungen betrachtet und die ins Verhältnis der femininen aktuellen Aktivistinnen stellt. Es ist mir jetzt mehrmals aufgefallen welch großartige Leistung Menschen, die als Kriegsflüchtlinge im Westen ankamen durch die Gründung von Familie mit mind. 2-5 Kindern sich eine Existenz aufbauten, die Kulturellen heute selbstverständlichen Einrichtungen schufen, eine Gemeinschaft Vereine gründeten, schufteten an Wochenenden, ihre Häuser zum Teil allein auf Eigenleistung erbauten, neben der normalen Arbeit…..und heute laufen junge Mädels durch die Welt und machen einen auf mimimi, ohne je etwas geleistet zu haben.
        Heute in der Regionalprawda schreibt eine junge weiblich gelesene Volontärin über ihr Arbeit und dessen Infragestellung, welche sie auf ihr Geschlecht und ihre Jugend bezieht und als ungerecht ansieht. Früher war weniger Mimi und es hieß „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“.

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  9. Lieschen Müller sagt

    Ich finde es gut, dass Greta Thunberg auf die Folgen des Klimawandels hingewiesen hat. Es war ihr ein wichtiges Thema, und sie hat sich dafür eingesetzt. Leider konnte sie nicht ausreichend Mitstreiter gewinnen. Der Herr Borlaug war ja auch nicht der einzige Pflanzenforscher, sondern er hatte eben Erfolg.

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    • Bauer Willi sagt

      @Lieschen Müller
      Stimmt. Sie hat auf die Folgen des Klimawandels hingewiesen. Das haben viele vor ihr auch schon. Sie hat es allerdings zu einer weltweiten Berühmtheit gemacht.

      Borlaug kennt niemand, er hat die Grüne Revolution in Gang gebracht, die es ermöglicht hat, dass Milliarden Menschen satt werden konnten. Warum ist er nicht berühmt?

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      • Lieschen Müller sagt

        Vielleicht müsste sich Hollywood dessen mal annehmen? Am Ende haben viele Menschen dazu beigetragen, dass die Menschheit heute da ist, wo sie ist. Impfkampagnen, Demokratie, aber auch Computertechnik. Da kennt man auch nicht alle Namen. Über den „Vater der Atombombe“ gab es doch auch einen interessanten Film. Aber da habe ich den Namen auch schon wieder vergessen. Ich denke, Greta ist jetzt bekannt, in 20 Jahren ist es vielleicht schon ganz anders. Selbst solche Namen wie Ghandi oder Nelson Mandela fangen an zu verschwinden. Für unsere Generation undenkbar.

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    • Thorens sagt

      „…in der Antarktis den Klimawandel angeschaut…“

      Wäre sie da weggeblieben, dann wäre der Klimawandel dort vielleicht ein wenig weniger schlimm. Oder ist sie etwa da hingerudert?

      Mir gehen all die dermaßen auf den Kittel, die für sich selbst eine schöne Ausrede dafür parat haben, das tun zu können, was sie aller Welt am liebsten gern verbieten wollen. Und andere feiern solche Personen dafür. Da passt es ins Bild, wenn der Bürger auf magere Zeiten eingestimmt wird, während Abgeordnete sich Ihr Salär im selben Atemzug fürstlich erhöhen.

      Diese Gesellschaft ist zum Scheitern verurteilt, ich habe persönlich keine Hoffnung mehr.

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      • Christian Bothe sagt

        Mir reicht’s schon, wenn die Journaille die “Abnehmisitis”von einer Lang täglich in den Medien mit Bild und Kommentar publiziert…
        Hat zwar nichts mit dem Tagesthema zu tun oder doch? In beiden Fällen wird CO2 freigesetzt…

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        • Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

          Hart aber fair Moderator Luis Klamroth ist der Lebensgefährte dieser Klimaaktivistin. Jetzt weiss ich was ich seit Plasbergs Abgang spürte, diese Sendung ist nicht mehr das wie früher und begeht eine Themaverfehlung. Sie sollte heissen „Hart und einseitig“. Obwohl ich diesen Hintergrund nicht wusste schaute ich mir die Sendung mit Klamroth nicht mehr lange an. Es ging viel an Spannung und vor allem Qualität verloren. Die Richtung der ARD geht damit weiter stramm nach links.

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  10. Elisabeth Ertl sagt

    Ich lass mich ideologisch eben nicht festlegen, weder von den Agrarwendern noch von jenen, die ständig auf Biolandwirtschaft und jede kritisch Stimme einschlagen. Vorlage hat nicht gentechnisch gezüchtet
    ,

  11. Sonja Dengler sagt

    Genau! Ohne die BASF und ihre Erfinder in den Labors wäre die Zeit nach dem 2.WK für uns sehr viel böser ausgegangen: erstmals verhungerten hier keine Menschen mehr. Und heute behandelt man BASF und die, die dort arbeiten, als wären sie Gift – das Gift unserer Zeit ist aber ganz klar eine Mischung aus: unerträglichen Politikern, gehorsamen Medien und Richtern, Zentraldiktatur aus Brüssel und solche Hilfstruppen wie z.B. Greta Thunberg und staatlich geförderte NGOs. Und das Unerträglichste an Thunberg
    ist: dass sie immer noch einen auf „ich bin ein kleines Mädchen“ macht, dabei handelt sie bösartig oder lässt sich zumindest als Galionsfigur vor den bösartigen Karren spannen, der aus freien Menschen wieder Sklaven machen soll. So nüchtern ist die Sache und so nüchtern müssen wir uns wehren.

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    • Stadtmench sagt

      Frau Dengler, Sie sind ein schönes Beispiel dafür, dass die moralische Weiterentwicklung des Menschen schlicht unmöglich ist. Wir bleiben gierige Raubaffen. Schluss aus Ende!

      Kennen Sie die Geschichte der BASF seit WK1?

      Mit Ihnen ist auch keine „Heilung“ oder „Rückbesinnung“ auf anthropologisch gut dokumentierte Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau möglich, die durch evolutionäre gesellschaftliche Anpassungsstrategien im Zuge der Sesshaftwerdung u.a. in Form von monotheistischen Religionen zerstört wurde.

      Fällt Ihnen nicht auf, was das Statement:

      „Kommen wir zu Greta Thunberg: Was hat diese junge Dame zum Wohl der Menschheit geleistet?“

      für ein Armutszeugnis ist?

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      • Bauer Willi sagt

        @Stadtmensch, Ihre urbane Sicht (fast hätte ich „Arroganz“ geschrieben) in allen Ehren, aber wie lautet Ihre Antwort auf die Frage? Es ist nämlich kein Statement…
        Kommt da was?

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      • Limes sagt

        über die Ausdrucksweise von Frau Dengler kann man unterschiedlicher Meinung sein aber @Stadtmensch nur damit ich ihren Kommentar
        „Sie sind ein schönes Beispiel dafür, dass die moralische Weiterentwicklung des Menschen schlicht unmöglich ist. Wir bleiben gierige Raubaffen. Schluss aus Ende!“
        verstehe. Welche moralischen Grundwerte glauben Sie denn mit ihrem Kommentar zu vermitteln.
        Sie bezeichnen sich offensichtlich als „giergiger Raubaffe“ damit kann ich nichts anfangen also wenn sie solche Sprachgebilde verwenden dann bitte etwas genauer besser statt „Wir“ schreiben ich @Stadtmensch bin ein gieriger Raubaffe.

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        • Stadtmensch sagt

          Da ich gerade keine Zeit habe, delegiere ich an das digitalisierte statistische moralische Mittelmaß:

          „Die Bezeichnung des Menschen als „gieriger Raubaffe“ ist eine provokante, polemische Metapher, die vor allem in kritischen, ökologischen oder philosophischen Debatten auftaucht. Sie verbindet zwei zentrale Vorwürfe:

          – Biologische Nähe zum Affen → Der Mensch ist ein evolutionsbiologisch hochentwickelter Primat, aber mit ähnlichen Instinkten wie andere Tiere.
          – Gier als zerstörerischer Trieb → Im Gegensatz zu anderen Tieren hat der Mensch jedoch eine ungebremste, selbstzerstörerische Habgier entwickelt, die Ökosysteme, andere Arten und sogar die eigene Zukunft bedroht.“

          Dazu das Mindset eines typischen Vertreters der weißen, arrivierten, ökonomischen Influenzer vergangener Tage:

          Milton Friedman:
          „Well, first of all, tell me: Is there really any society that doesn’t run on greed? Do you think Russia doesn’t run on greed? Do you think China doesn’t run on greed? What is greed? Of course none of us are greedy, it’s only the other fellow who’s greedy. The world runs on individuals pursuing their separate interests.

          Darauf ein Michael Friedmann

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    • Inga sagt

      Ja,
      die Bauern haben die neue Technik auch von BASF angewendet und so ihre Erträge gesteigert, damit wir auch genügend Nahrungsmittel für die Ostflüchtlinge nach dem WK2 hier in der neuen BRD hatten.

      Wissen das die Enkel der Ostfküchtlinge nicht mehr?

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  12. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    „Kommen wir zu Greta Thunberg: Was hat diese junge Dame zum Wohl der Menschheit geleistet?“
    Wenn das die Frage ist: Genauso viel oder wenig wie Herbert Grönemeyer, Eckhard von Hirschhausen oder Phillip Amthor!

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  13. Christian Bothe sagt

    Wieder eine sehr gute und interessante Auswahl der Themen von Bauer Willi! Alles das Genannte ist wichtig für die Ernaehrung unserer Weltbevölkerung! Die grüne Genetik, die mineralische Düngung, Züchtung sowieso, auch wenn irgendwelche Professoren und das UBA andere Auffassungen haben oder haben müssen…Nur mal so:Das Haber-Bosch Verfahren war in der Schule Bestandteil des Chemieunterrichtes( NH3 Synthese usw.).Trotz hohen Energieaufwandes heute noch wichtig! Zu Thunberg äußere ich mich nicht weiter…

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  14. Elisabeth Ertl sagt

    „…gentechnisch veränderte Pflanzen seit Jahrzehnten von Mullionen von Menschen ohne jegliche Nebenwirkungen verzehrt …“
    Nun, das stimmt aber eindeutig nicht! Weizenunverträglichkeit ist mittlerweile ein sehr weit verbreitetes Problem. Viele Ärzte raten, auf bestimmte urtümlichere Dinkelsorten umzusteigen. Man kann ja gerne argumentieren, dass es besser ist, mit Bauchweh zu leben, als zu verhungern.
    Was mich in diesem Blog aber wirklich sehr stört: Dass man sich einerseits darüber beklagt, dass Ahnungslose sich anmaßen, agrarpolitische Entscheidungen zu beeinflussen, dass man dann aber als medizinische ahnungslos Statements zur Gesundheit abgibt.

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    • Bauer Willi sagt

      @Elisabeth
      „Weizenunverträglichkeit ist mittlerweile ein sehr weit verbreitetes Problem.“
      Im Wesentlichen liegt dies an der industriellen Weiterverarbeitung, bei der viele Zusatzstoffe in den Backprozess gegeben werden, die „früher“ nicht eingesetzt wurden. Das hat mit der Züchtung nichts zu tun. Sobald man den Teigen längere Zeit gibt und auf Backhilfsmittel verzichtet, verschwindet auch das Problem.

      Von allen Weizenarten hat Dinkel mit den höchsten Glutengehalt! Das zum Thema: Dinkel ist ja soo gesund. Und gerne noch einmal: es gibt keine wissenschaftliche Belege, dass gentechnisch veränderte Pflanzen Probleme in der Ernährung machen. Auch das ist ein Narrativ, das offensichtlich unausrottbar ist. Das ärgert mich in diesem Blog: das Behauptungen aufgestellt werden, die nicht belegbar sind.

      Du darfst mich gerne medizinisch ahnungslos nennen, aber das sind die Fakten. Die Uni Hohenheim hat dazu viele Versuche angestellt. Prof. Longin ist da eine gute Referenz. Ich bin mit ihm in Verbindung und haben schon mehrfach telefoniert.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Hinzu kommt noch die ubiquitäre mediale Verbreitung von unzähligen auf Nahrung zurück zuführenden Unverträglichkeiten, die es auch schon früher gegeben hat, die aber hingenommen oder ignoriert wurden. Oma hat schon geklagt, sie vertrage dies oder jenes nicht. Dann hat sie dies oder das einfach nicht mehr gegessen und ist nicht mit jedem Zipperlein zum Arzt gegangen. Und Medien, die von derlei profitieren gab es auch nicht.
        Mimimi all überall.

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        • Inga sagt

          ganz richtig.
          Damit müssen wir uns auseinandersetzen und mit dem Dilemma der Medien, die es ja aus ganz anderen Gründen verbreiten.

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      • Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

        Mein Enkel ist Lebensmittelchemiker lieber Willi und der gibt dir in allen Punkten recht. Gerade die Gentechnik würde versuchen, die Teile des Erbgutes bei Weizen herauszuschneiden (CRISP/Cas) . Die schädlichen Gliadine sollen dabei eliminiert werden. Gentechnik ist aber nicht noch nicht erlaubt. Das Problem dürfte derzeit in der konventionellen Hochleistungszüchtung liegen

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        • evonik sagt

          Das Problem dürfte derzeit in der konventionellen Hochleistungszüchtung liegen

          Das trifft doch genau meine Meinung. Aber nicht nur konventionell, die besonders gesunden Sorten der Bio-Bauern betrifft das genauso. Wahrscheinlich noch schlimmer!
          Prof. Ganten beschreibt am Beispiel des Selleries , dass hochgezüchtete Sorten, wenn sie mit Fungiziden oder Pestiziden gespritzt werden, weniger der problematischen Verbindungen entwickeln.
          Ich verlasse mich auch nicht auf den Prof. Longin, denn der ist Teil des Staatsapparates und wird das Lied seines Arbeitgebers singen.

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          • Bauer Willi sagt

            @Evonik
            „Prof. Longin ist Teil des Staatsapparates“. Das erklärt natürlich alles…

            Erkären Sie mir dann noch, warum die Sorten der Bio-Bauern gesünder sind? Können Sie das belegen oder sagen Sie das einfach mal so?

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            • evonik sagt

              Da scheint es ein Missverständnis zu geben:

              Ich wollte ausdrücken, dass Bio- Sorten mehr von den problematischen Stoffen enthalten.
              Es geht um natürliche Pestizide und davon produzieren Pflanzen weniger wenn sie gegen Feinde ( durch z.B. Pestizide) geschützt werden.

              Nach Ganten:

              Sellerie produziert u. a. Psoralen um sich gegen Feinde zu wehren. Das macht er nur, wenn er von Schädlingen angegriffen wird. Wenn die Feinde anders vernichtet werden, wird einfach weniger Psoralen produziert.
              Nun gibt es Leute die auf Psoralen mit Problemen (Haut) reagieren und die deshalb bei Sellerie die konventionelle Variante wählen sollten.

              Es ist zu erwarten, dass der Prozess auch bei anderen natürlichen Giften und anderen Lebensmitteln auftritt.

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      • Inga sagt

        ja,
        es liegt an der langen Teigführung, wo das Mehl, der Teig für uns verträglich ausreifen kann.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Sill ich jetzt den Ärzten (nicht nur meinem Hausarzt, sondern auch anderen Ärzten in meinem Zmfeld) und deren Erfahrungen misstrauen? Da geht es nicht nur um Gluten, und es geht auch nicht nur um industriell gebackenes Brot, sondern auch um die selbstgemachte Einbrennsuppe.
        whttps://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Weizenunvertraeglichkeit-Was-steckt-dahinter,weizenunvertraeglichkeit100.htm
        („…steht noch viel Forschungsarbeit aus …“)
        Ich habe auch nichts gegen Cripr/Cas. Vielleicht gelingt es ja auf diesem Weg, jene problematischen Inhaltsstoffe, die herkömmliche Züchtsmethpden gineingezüxhtet haben, wieder heraus zu züchten.

    • schmeckt gut sagt

      Elizabeth, warum fällst du immer wieder auf das Gelaber von den „Agrarwendern“ herein? Dinkel ist genausowenig glutenfrei, wie „alte“ Weizensorten und deshalb (fast) genauso unverträglich, wie neue Weizensorten. Den Unterschied macht meiner Meinung nach, ob das Brot vom Industriebäcker kommt oder vom Handwerksbäcker bei Nutzung von Sauerteig. Und mal ganz ehrlich: gibt es gentechnisch veränderte (neue) Weizensorten in der EU? Ich denke eher nicht. Das sieht in der Ukraine ganz anders aus, von wo wir ja etliche Mio. to an Getreide importieren. Dort gelten andere Regeln und die hochproffesionellen Kollegen dort nutzen alle Register in diesen Krisenzeiten. Und wer nutzt zur Herstellung von Brotteig eher günstige Rohstoffe? Der Handwerksbäcker oder die Backindustrie? Nur mal so zum Nachdenken. Ist eine These. Ob es wirklich so ist?

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Ich lass mich ideologisch eben nicht festlegen, weder von den Agrarwendern noch von jenen, die ständig auf Biolandwirtschaft und jede kritisch Stimme einschlagen.
        ,

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          • Bauer Willi sagt

            @Elisabeth
            Ich will mich mit Dir nicht streiten, aber Prof. Longin arbeitet seit vielen Jahren mit Bäckern und Ernährungswissenschaftlern zum Thema Getreide und Backqualität zusammen. Hier nur ein Beispiel für seine Forschung
            https://www.uni-hohenheim.de/uploads/media/Dinkel_Backtest_01.pdf

            Dein Hausarzt in Ehren, aber so viel Ahnung wie Prof. Longin kann er nicht haben. Ich kenne keinen Forscher in Deutschland vom Kaliber Prof. Longin, der Agronomie und Qualität von Backwaren so umfassend untersucht.

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    • Holger sagt

      Hallo Elizabeth…Lustig dass du gerade Weizen als Argument gegen Gentechnik verwendest, da gerade Weizen eine der wenigen Kulturpflanze ist bei der Gentechnik fast nicht genutzt wird (ok, kürzlich wurde ein trocken-toleranter Weizen in Südamerika zugelassen..meine Wissens ist das aber die erste Sorte die wirklichin den Markt gegangen ist). Also hat die erhöhte Gluten-unverträglichkeit definitiv nichts mit Gentechnik zu tun….

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      • Bergamasca sagt

        Zumal Zöliakie nichts Neues ist, sondern vermutlich schon seit Beginn des Ackerbaus mit der neolithischen Revolution entstand, erste Beschreibungen der Krankheit sollen aus dem 2. Jahrundert n. Chr. stammen.
        Den gefühlten und vielleicht auch realen Anstieg der Prävalenz nun auf Hochleistungszüchtungen zurückzuführen, gehört wohl in die Ecke der Verschwörungstheorien. Viel wahrscheinlicher ist, dass das Immunsystem des modernen westlichen Menschen aufgrund der zahlreichen bekannten Faktoren (Bewegungsmangel, Hygienefimmel, Überernährung mit zu viel hochverarbeiteten Lebensmitteln) zunehmend funktionsuntüchtig „gezüchtet“ wird.
        Ein Bekannter, der Gastroenterologe ist, meinte zu dem Thema nur lakonisch: „Ich wünschte, alle Krankheiten wären so einfach zu managen wie Zöliakie“. Das ist natürlich nicht als Affront gegen Betroffene zu verstehen.

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    • Kemetbauer sagt

      @EE
      Landwirte sind doch geborene Omnipotenzen. Die wissen alles und geben jedem einen Rat. H. D. Hüsch hat mal gesagt: „Der Rheinländer weiß nichts, kann aber alles erklären“. Vielleicht trifft das auch auf viele Landwirte zu?.

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    • wolfgang nellen sagt

      Hui, das ist ein sehr interessanter Beitrag!
      Was ist „gentechnisch verändert“? Im landläufigen Sinne gibt es „gentechnisch verändertes“ Getreide erst seit kurzer Zeit – in Deutschland gar nicht (es müsste auch gekennzeichnet werden).
      Im juristischen Sinne: die EU hat festgelegt, dass Mutagenesezüchtung „Gentechnik“ ist. Demnach ist auch der größte Teil unseres Getreides „gentechnisch verändert“. Gleichzeitig hat die EU eine Ausnahmeregel beschlossen, nach der Gentechnik aus der Mutagenesezüchtung „nicht so schlimm“ ist und nicht gekennzeichnet werden muss. (Einen wissenschaftlichen Beleg für dieses „nicht so schlimm“ gibt es nicht.)
      Wenn es gesundheitliche Effekte des modernen Getreides gibt, dann beruhen sie auf der Mutagenese- und Kreuzungszüchtung, nicht auf Gentechnik im landläufigen Sinne.
      2014 hat das BMBF den Bericht „25 Jahre BMBF Forschungsprogramme zur biologischen Sicherheitsforschung“ herausgegeben (https://www.pflanzenforschung.de/application/files/9915/7355/9023/Biologische_Sicherheitsforschung.pdf). Die Schlussfolgerung: es sind keine Risiken der Gentechnik bekannt, die höher sind als bei konventioneller Züchtung“. Daran hat sich auch nach 37 Jahren nichts geändert.

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  15. evonik sagt

    Einen Nobelpreis hätte auch derdiedas Erfindes des Sauerkrauts verdient:

    https://www.welt.de/vermischtes/video69eaef1e79eaea7df39dea00/sauerkraut-boom-in-den-usa-es-ueberfordert-unseren-darm-wenn-wir-es-nicht-gewohnt-sind.html

    Zur Pflanzenzüchtung kennt ihr ja meine Meinung:

    Je gesünder wir die Pflanzen züchten, desto unverträglicher werden sie für die Leute.

    https://ourworldindata.org/grapher/world-population-with-and-without-fertilizer

    Darf ich diesen Zusammenhang als kausal sehen, oder ist das eine Korrelation?

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    • Bauer Willi sagt

      @evonik
      Vielen Dank für Ihre Meinung. Ich halte mich gerne an die Fakten.

      Zum letzten Satz: es ist eine Kausalität.

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  16. Rößle Rudolf sagt

    Lieber Willi
    Zumindest ist sie ein Gegenpol
    Zerstörer sind am Werke
    sie tun was ihnen gefällt
    es fällt
    viel zu viel fällt
    die Wut nach Krieg
    schrillt mir in den Ohren
    Nein meine Söhne gebe ich nicht
    Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land

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  17. Ex-Baumschuler sagt

    Frau Thunberg hat sich für die humanitäre Versorgung der Bevölkerung von Gaza eingesetzt. Sie hatte versucht, mit einem Segelboot Lebensmittel rüberzuschmuggeln, wurde aber dabei erwischt.

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