Bauer Willi
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Bio-Kompost

Wenn die Felder jetzt wieder geräumt sind, könnte Kompost ausgebracht werden. Viele Landwirte scheuen das aber, weil die sogenannte „Bio“-Tonne einiges mehr enthält als nur organischen Abfall.

Hier ein gut gemachter „Werbefilm“ für guten Kompost. Von der Mülltonne bis auf den Acker. Und er zeigt auch, mit welchen technischen Raffinessen heute Plastik aus dem Kompost entfernt werden kann.

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27 Kommentare

  1. Bauerhans feind sagt

    Kommentar gelöscht. Bitte halten Sie sich an die Spielregeln. (Administrator)

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  2. Paulus sagt

    Ist nur leider völliger Chickenshit! Auf nahezu jeder Verpackung sind so viele Bio-und sonstige Zertifikate und Label zu finden, dass dort keiner mehr durchblickt. Das betrifft doch nicht nur Großwohnanlagen, sondern auch die Bewohner eines EFH am Stadtrand oder auf dem Dorf. Bevor man sich 15 Min. mittels Lesebrille, Lupe und eines Handbuches bedient, landet der Müll genau da wo er hingehört – in der RMVA. Wenn ich sechs verpackte Strauchtomaten kaufe muss ich streng genommen drei oder gar vier Entsorgungswege einhalten, das ist doch mehr als bescheuert!

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    • Kompost Kompositum sagt

      Ich dachte schon, mein Supermarkt wäre teilweise etwas abstrus beim Verpacken von Obst und Gemüse, aber vier Entsorgungswege? Das ist nochmal ganz eine andere Hausnummer. Mein Supermarkt hat Tomaten lose, in so Pappschälchen und in Pappschälchen mit Plaste drum. Aber in keinem der Fälle war es bisher schwierig, Bio- von Restmüll zu trennen: Miteinander verschweißt waren eigentlich bloß Pappe und Plastik (die landen dann bei mir auch gemeinsam im Restmüll). Biomüll ließ sich immer problemlos aussortieren, da brauchte ich eigentlich bloß die Verpackung einmal umdrehen und etwas schütteln, dann war das sortenrein getrennt.

      Probleme mit Biomüll gab es eigentlich immer nur, wenn irgendwelche Nachbarn die glorreiche Idee hatten, Ihre Tomatenreste in einer Plastiktüte einzuschlagen und dann diese Mischung in die Biotonne zu werfen.

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      • Paulus sagt

        Von wg. Mülltrennung. Als Städte wie z.B. Palermo oder Neapel drohten in ihren Müllbergen zu ersticken, wurde der Shit mit etlichen Güterzügen nach Köln und Leverkusen transportiert um ihn dort in den überdimensionierten Anlagen zu verbrennen.
        Ich unterstelle den Italienern ja nichts böses, aber Mülltrennung war dort ganz gewiss kein Thema. Und jetzt soll ausgerechnet ich damit anfangen? Also, alles was ich nicht auf dem eigenen Kompost haben will geht in ein und die gleiche Tonne und somit zur RMVA. Auf der Deponie „Vereinigte Ville“ bei Köln gibt es übrigens eine beeindruckende Anlage zur Aufbereitung der Rostasche. Die Menge der verwertbaren Reststoffe (aus der Asche) ist beachtlich, auch wenn es sich dabei nur um Metall handelt.
        Ich empfehle außerdem, nur mal so zum Scherz, sich bei den für die örtliche Abfallwirtschaft Zuständigen zu erkundigen, wo man denn das Einpackpapier von der Käse- oder Fleischtheke entsorgen soll. Und wenn ihr sie erst richtig verwirren wollt, könnt ihr mit den Brottüten aus Papier noch einen drauflegen.
        Also, es gibt Papier, imprägniertes Papier und Papier als Verbundstoff. Nur mal so als Beispiel.

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    • Gephard sagt

      Mag ja alles sein, aber es ist dennoch ganz leicht, zumindest den Biomüll vernünftig zu trennen. Oder ist es für Menschen doch schwerer als ich annehme, Plastik zu erkennen? Ich vermute hinter den Fehlwürfen sowieso eher Bequemlichkeit (Plastiktüten sauen auch nach 10 Tagen nicht durch) oder Mythenglauben wie: Das kommt doch hinterher eh wieder alles in eine Tonne. Ich kenne auch Leute, die sich regelrecht vor Biomüll ekeln und wenn’s ihnen zu heftig ist, gleich den ganzen Eimer mit entsorgen und sich dann einen neuen kaufen.

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      • Karl Timme sagt

        Hier ein Bericht unseres Storchenbeaufrtagten zum Thema Biomüll / Biokompost und Storchenaufzucht.

        Die Frage ist: Wo finden Storcheneltern diese Gummiringe, die sie als vermeintliche Regenwürmer oder Schlangen an ihre Jungen verfüttern ? Da sich die geschilderten Fälle bei Nestern im Einzugsbereich der Deponie Wolfsburg bzw. sogar in ihr ereignet haben, liegt es nahe, hier anzusetzen. Nun entsorgt ja normalerweise niemand Gummibänder, und schon gar nicht in größeren Mengen. Eine mögliche Spur zeigen uns Untersuchungen zu diesem Thema in Rheinland Pfalz. Es wird nachgewiesen, dass dort von Gemüsegroßhandlungen bzw. Warenhausketten nicht verkaufte Ware von Landwirten geschreddert und als Dünger untergepflügt wird, darunter auch viele mit Gummiringen zusammengebundene Sorten, wie Porreestangen, Radieschen u.a. Nicht dabei zerstört werden die Gummiringe, die dann von den Störchen aufgesammelt werden.

        Auf unsere Region übertragen könnte es heißen: Nicht gebrauchte Ware – auch die mit Gummiringen – wird als Biomüll entsorgt und vor allem auf Deponien kompostiert. Dort finden die Störche außer vielem gut Freßbaren leider auch die übriggebliebenen Gummiringe – und verfüttern auch sie an ihre Jungen. Der Ansatz, hier Abhilfe zu schaffen, liegt dann folglich beim Gemüsegroßhandel, den Kaufhausketten und Direktvermarktern, dass sie ihre nicht mehr gebrauchten, mit Gummiringen versehenen Gemüsebestände vor der Entsorgung von den Gummiringen befreien. Es lohnt sich sicher, dieser Spur weiter nachzugehen.

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  3. Besonders viel Plastik findet sich meistens in den Städten und dort in Mehrfamilienhäusern. Baden-Württemberg hat jetzt ein Konzept entwickelt, mit dem sogar in sozialen Brennpunkten der Plastikanteil deutlich gesenkt wurde: Besserer Bioabfall in Großwohnanlagen.

    „Die Ergebnisse der Pilotphase fließen nun in eine Arbeitsmappe ein und stehen ab dem Frühjahr allen interessierten Stadt- und Landkreisen sowie Hausverwaltungen zur Verfügung. Dazu gibt es Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit. Aktuell stehen bereits sechs Tutorials für richtiges Sammeln und Entsorgen von Bioabfall auf der Website des Ministeriums zur Verfügung.“

    https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/abfall-und-kreislaufwirtschaft/abfallstroeme/abfallarten-und-ihre-entsorgung/bio-und-gruenabfaelle/modellprojekt-biotonne-richtig-nutzen/

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    • Mark sagt

      „Dazu gibt es Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit.“ Also noch mehr Müll….. BULLSHITJOBS BAUCHEN ARBEIT

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  4. Ehemaliger Landwirt sagt

    In unserem Kreis gibt es keine Biotonne, der Biomüll wird in einer mechanischen Anlage aussortiert. Daher dürfen keine Medikamente in die Restmülltonne.
    Ob sich alle daranhalten?

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    • Reinhard Seevers sagt

      Den Zusammenhang versteh ich jetzt nicht…..Medikamente dürfen in keine Tonne, weder in braune, schwarze, blaue oder gelbe….

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      • kritischer_Leser sagt

        Man erkennt spaßig gemeinte Beiträge einfach nicht, wenn man sie nicht mit einem entsprechenden Hinweis versieht!!!

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    • Inga sagt

      Ehemaliger in unseren Kreisen (von Bauern mit Misthaufen auf dem Hof ) oder Eurem Landkreis?

      Aber sehe schon der Landkreis ist gemeint.

      In unserem Landkreis kann man sich als Misthaufenbezitzer von der Biomülltonne befreien lassen.

      Aber den Biomüll von der benachbarten Großstadt will auch keiner in unseren Kreisen auf dem Acker haben, wer weiß was die alles da rein schmeißen. Zigarettenkippen u. restliche Soße vom Mittagstisch in Gefriertüten und so.

      Wenn die modernen Menschen aus der Großstadt dann eben keine Beziehung zur Natur kennt, sich nicht vorstellen kann, wie der gemeinsam (Apfelschalen eher wie Zweige aus der Hecke) verrottetet, dann passiert halt so etwas.

      Da muß eine andere Stratege her!

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  5. Reinhard Seevers sagt

    Sehr schön, wenn nicht die paternalistische Richtung heißen würde: Bioabfall wird zu Bio-Lebensmittel vom Biohof……:-(

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  6. bauerhans sagt

    es wird speziell von der französischen firma Carbios SA daran geforscht,bakterien für die „plastikverdauung“ im grossen stil einzusetzen.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Die Quadratur dieses Kreises wird in naher Zukunft wohl kaum gelingen:

      Würde es tatsächlich gelingen, eine Form von Lebewesen zu kreieren, die imstande sind, sich auf Basis von Plastiken zu ernähren, ist man sich dieser weitreichenden Konsequenzen wohl nicht bewusst.

      Gerade die Langlebigkeit solcher Materialien stellt das Erfolgskonzept eben eines gigantischen Industriezweiges dar.

      Warum sonst setzt sich „Bio-Plastik“ bislang nicht rasant nachhaltig durch!?

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      • Obstbäuerin sagt

        Weil es in seiner Konsistenz unangenehm ist und in der Praxis auch nicht so kompostiert werden kann, wie es in den Laborversuchen behauptet wurde. Der Unterschied zwischen Behauptung und Realität, wie er im Bio-Bereich oft anzutreffen ist.

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