Bauer Willi
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Bin ich ein Lobbyist?

Da stellt sich erst einmal die Frage, wie Lobbyismus definiert ist. Die Bundeszentrale für politische Bildung meint dazu (etwas verkürzt), „dass es Interessensgruppen sind, die versuchen, auf politische Entscheidungune Einfluss zu nehmen“

https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/17800/lobbyismus/

Ähnlich klingt das bei Wikipedia, dort findet man auch dieses bemerkenswerten Satz:

„Lobbying ist ein Aspekt des öffentlichen politischen Entscheidungsprozesses in Demokratien und ist nicht per se eine unmoralische Praxis. Das Herantragen von Interessen an Entscheidungsträger gehört zum Wesensmerkmal parlamentarischer Demokratie[4] und lässt sich dem intermediären Bereich zwischen Bürger und Staat[5] zuordnen. Um Entscheidungen im Gesamtinteresse der Gesellschaft treffen zu können, müssen Politiker sich über hochkomplexe Fragestellungen und Inhalte informieren. Dabei sind sie auf gut aufbereitete Informationen und Argumente verschiedener Interessengruppen angewiesen.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Lobbyismus

Doch auch auf die Gefahren wird hingewiesen. So wundert es nicht, dass der Verein „Lobbycontrol“ ein „Lobbypedia“ ins Leben gerufen und dort schreibt:

„Zu einer Gefahr für die Demokratie kann Lobbyismus werden, wenn Akteure mit mehr finanziellen Mitteln deswegen auch mehr Einfluss auf politische Entscheidungen haben. So können eklatante Machtungleichgewichte entstehen. Strukturell benachteiligt sind dann etwa Umwelt-, Klima- oder Verbraucherschutzinteressen gegenüber Profitinteressen aus Industrie und Wirtschaft.“

https://lobbypedia.de/wiki/Lobbyismus

Es lohnt sich, das Portal von Lobbypedia weiter zu studieren, denn es wird dort deutlich, dass der Verein Lobbycontrol selbst Lobbyarbeit betreigt. Oder wie sonst ist dieser Satz zu verstehen:

Auch zivilgesellschaftliche Organisationen, etwa NGOs, versuchen, politische Entscheidungen zu beeinflussen und treten dabei für spezifische Interessen wie beispielsweise besseren Umwelt- oder Klimaschutz ein. Sie unterscheiden sich von den meisten anderen Lobbyakteuren, denn sie sind gemeinwohl- und nicht profitorientiert.“

Doch zurück zur Frage in der Überschrift: natürlich bin ich ein Lobbyist, weil ich „versuche, auf politische Entscheidungen Einfluss zu nehmen“. Wenn wir hier kontrovers diskutieren, so stossen verschiedene Interessen aufeinander. Folglich sind auch die Kommentatoren in diesem Blog Lobbyisten.

 

 

 

 

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50 Kommentare

  1. K.T. sagt

    Bauer Willi ist weder Bauer noch Lobbyist. Es fehlt ihm jeden Bezug zum Leben auf dem Hof und weiß nicht wo der Schuh drückt.
    Vom aktuellen Schweinepreisskandal weiß er Nix und selbst von PSM hat er keine Ahnung.

    Ein Sesselfurzer mit Rente von P&L und viel Zeit. Zum Glück wenig Reichweite …

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    • Bauer Willi sagt

      @K.T.
      Da ist er wieder, mein „Freund“ aus Westfalen, der unter ständig wechselnden Mail-Adressen sinnbefreite Beleidigungen von sich gibt.
      „Dont feed the Troll“

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    • peter sagt

      Hart und unfair!…möglicherweise aus der Fraktion „satt und unzufrieden“…da ist viel Luft nach oben…gib` „uns mal noch biss`l input…

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  2. Limes sagt

    ein Verein der sich Lobbycontrol nennt ist für mich dubios denn mit control maßen sie sich an Lobby Arbeit bewerten zu können. Und in der Tat tun sie es auch. Differenzieren zwischen den „bösen Lobbyisten“ und den „guten Lobbyisten“. Besonders deutlich wird dies in dem Satz: „Auch zivilgesellschaftliche Organisationen, etwa NGOs….. Sie unterscheiden sich von den meisten anderen Lobbyakteuren, denn sie sind gemeinwohl- und nicht profitorientiert.“ Dann orakelt dieser control Verein von Gefahren für die Demokratie, Machtungleichgewichten und strukturellen Nachteilen. Völliger Unsinn kleine Gruppen mit entsprechenden Anwälten bremsen heute auch größere Unternehmen aus, wirken massiv in den politischen Raum auf allen Ebenen bis zur Gemeinde, verhindern bzw verzögern sinnvolle Projekte zum Wohle aller bis zum Sankt Nimmerleinstag (Bsp Stuttgart 21…),….

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  3. Peter Schubert sagt

    „alle Kommentatoren sind auch Lobbyisten“
    Ist es nicht etwas untauglich, dass beliebige Internetkommentare irgendwelche Interessen an Entscheidungsträger herantragen oder so zu versuchen auf politische Entscheidungen Einfluss zu nehmen? Scheint so, dass der Lobbyist das „ihr aber auch“ bemüht, um sich besser zu fühlen als Lobbyist
    Das ist unnötig, Interessenvertretung ist nun mal legitim, solange sie im legalen Rahmen verläuft.

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    • Schmeckt gut sagt

      Hääh, verstehe ich nicht. Alle Interessen, die an einen Mandatsträger herangetragen werden sind zunächst einmal legitim und zu berücksichtigen. Bei verfassungsfeindlichen, kriminellen, … Anliegen ist die Sache klar. Es gibt auch Sachlagen, da ist es nicht so klar, aber hier wird das Büro des Mandatsträgers schon aufpassen und den „Quatsch“ raussieben. Und mal ne blöde Frage? Wie sollen Internetkommentare durch Mandatsträger wahrgenommen werden? Diese haben eh kaum eine Chance, dort anzukommen. Der Blog von BW ist hier vielleicht eine Ausnahme, denn hier lesen einige Mandatsträger ab und zu mit 😉

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  4. Elisabeth Ertl sagt

    Hab gerade ein Interview mit Allan Savory gesehen. Was ich verstanden habe: Dieser ganze Lobbyismus wird uns nicht retten, so lange niemand anfängt, das zu managen, was eigentlich alle Bürger sich unter einem guten Leben vorstellen, und worüber es selten Uneinigkeit gibt.
    https://www.youtube.com/watch?v=QcwW1e-xB0I&t=4368s

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    • Arnold Krämer sagt

      Viele ( die meisten ?) Politiker heute verstehen sich selbst als Lobbyisten und Vertreter bestimmter gesellschaftlicher Gruppen ( oft auch Minderheiten). Für das Wohl „des deutschen oder österreichischen Volkes“ arbeitet doch kaum noch einer. Deshalb wird das nichts in absehbarer Zeit, befürchte ich.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Genau das kritisiert ja Allan Savory: dass es den Politikern heute in erster LInie darum geht, die eigene Partei zu finanzieren, an zweiter Stelle geht es darum, stärker zu werden, also mehr Wählerstimmen zu erlangen, an dritter Stelle geht es darum, an der Macht zu bleiben. Erst an vierter Stelle kommt dann einmal das Wohl des Volkes. Dasselbe ist es mit den Institutionen, z.B. den NGOs: Es geht ihnen an erster Stelle ums Geld, dann geht es ihnen darum, Unterstützer ihrer speziellen Ideen zu finden, mit viel Glück kommen dann vielleicht einmal Interessen der BürgerInnen. Und wir müssen darum kämpfen, dass sich das ändert, dass das Wohl des Volkes wieder an die erste Stelle tritt.
        In diesem Sinn fand ich eure Zukunftskommission Landwirtschaft genial. Auch Savory ist der Meinung, wenn es beispielsweise darum geht, wie Gesellschaft sich die Landwirtschaft, die uns ja alle betrifft, von der wir alle leben, in Zukunft vorstellt, dann dürfen auch die Bauern nur in jener Stärke vertreten sein, die ihrem Anteil an der Bevölkerung entspricht, sonst hat der Rest der Gesellschaft keine Chance mehr, die Entscheidungen mitzutragen. Wenn das Ziel dann klar ist, dann muss es in der Folge natürlich sofort darum gehen, wie die Landwirte die Maßnahmen finanziell abgegolten bekommen. Auch das ist im Fall ZKL geschehen, eine unabhängige Expertenkommission hat eine realistische Summe genannt, und alle haben dem zugestimmt.
        Gescheitert ist die Sache einzig an den Politikern, die eben das Ergebnis, somit das Gemeinwohl ignoriert haben. Mag ja sein, dass der Staat nicht genug Geld hatte, um die Summe aufzubringen, dann muss man es eben jene zahlen lassen, die von der ZKL vertreten wurden, die Bürger über die Lebensmittelpreise, die eben dann vom Staat entsprechend zu lenken sind. Wer in der Lage ist, einen solchen Konsens zustandezubringen, der ist auch bereit, zu bezahlen. In irgendeiner Form zahlt sowieso immer der Bürger, entweder direkt oder über seine Steuern.
        Nur hätte das in Zeiten wie diesen vorausgesetzt, dass auch das Thema Arm-Reich-Schere in einer Zukunftskommission behandelt wird. Da stünden die Chancen auf Konsens ebenso gut wie in der ZKL, schließlich existiert bereits eine politische Bewegung „Tax Me Now“, die von Superreichen ins Leben gerufen wurde: https://www.taxmenow.eu/
        Aber auch die wird von der Politik ignoriert.
        Und das sind die Dinge, die wir uns jetzt nicht mehr gefallen lassen dürfen.
        Es ist keine Lösung, auf den Bauernverband loszugehen, weil er an der ZKL teilgenommen und dem Ergebnis zugestimmt hat, das ist die falsche Richtung, der falsche Adressat, ein Schritt zurück. Es war die Ampel, die es verbockt hat.

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      • Kemetbauer sagt

        Definieren Sie bitte einmal „Wohl des Volkes“.
        Es müsste eigentlich die Summe der Einzelwohle sein. Diese sind aber nicht selten diametral zueinander. Eine aktuelle Studie belegt zwar, dass Geld, wenn man genügend davon hat, an Bedeutung verliert, trotzdem würden über 80% der Bevölkerung gern mehr davon haben, um sich unabhängiger und freier fühlen zu können. Höhere Entgelte jedoch kollidieren mit geringen Preisen für Konsumgüter und Dienstleistungen, die natürlich jeder möglichst billig für sich in Anspruch nehmen möchte. Ich fürchte, das mit dem „Wohl des Volkes“ wird wohl nichts werde. Also möge jeder zunächst mal für das eigene Wohl sorgen. So, wie die Politiker es uns vormachen.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          „Es müsste eigentlich die Summe der Einzelwohle sein. Diese sind aber nicht selten diametral zueinander.“
          Genau das wurde von der ZKL widerlegt. Und auch Allan Savory will die Aufmerksamkeit seiner Hörer und Leser auf dieses Faktum lenken. Das ist es, was die Menschheit jetzt zu lernen hat: im Grunde sind wir uns einig darüber, wie eine gute Zukunft für alle nur aussehen kann. Da gibt es dann nur noch ausnahmsweise Saboteure. In den USA fand er einen, der meinte, das Ziel können nur erreicht werden, wenn sich alle zum Christentum bekehren. Dem musste er sagen: Dir kann man leider nicht helfen, du hast nur noch eine Perspektive: Krieg: Entweder du bringst die um, die sich dir nicht anschließen, oder du wirst umgebracht.
          Aber wenn der Konsens-Punkt einmal gefunden ist, dann darf es im Sinne der Erreichung dieses Zieles auch keine Kompromisse mehr geben.
          Die Spaltung ist etwas, was sich von oben nach unten durchpaust. Nach dem Krieg haben alle ehemaligen Kontrahenten einander die Hand gereicht und gemeinsam die Demokratie aufgebaut: Da gab es über alle unterschiedlichen weltanschaulichen Positionen hinweg die Ebene, als Menschen am gleichen Ziel zu arbeiten. Wie Josef Riegler erzählt, hat man da auf den anderen als Menschen immer Rücksicht genommen. Wenn einer von der anderen Partei krank war, hat man eine Entscheidung verschoben, anstatt aus dem veränderten Stimmgewicht politischen Profit zu schlagen. So lange Politik so funktioniert hat, ging es aufwärts.
          Der Bruch kam in Österreich mit Jörg Haider, der das Ad-personam-Element in die politische Diskussion eingeführt hat. Seither betreibt die Politik Spaltung. Und die Medien haben entdeckt, dass Bad News Good News sind und Cash bringen. Jetzt findet man eine Diskussion umso besser, je diametraler die Positionen auseinander sind. Es geht nicht mehr um den Wettbewerb von Ideen im Sinne der Erreichung eines gemeinsamen Zieles. Es geht um den Unterhaltungswert des Gladiatorenkampfes. Wohin das führt, sieht man in Amerika: am Ende herrschen die Verbrecher.
          Bruno Kreisky hat sicherlich auch viel verbockt, vor allem, weil nicht mit Geld umgehen konnte. Aber sein Hauptziel war genial: die Demokratisierung der ganzen Gesellschaft. Leider war er da seiner Zeit voaus, man hat ihn damals nicht verstanden. Aber genau darum ginge es heute.

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          • Kemetbauer sagt

            @E.E.
            Sie sollten die rosa Brille gelegentlich absetzen. Der Kampf um den eigenen Vorteil, bzw. um den Vorteil der eigenen Sippe, ist in uns angelegt. Trotz der zwischenzeitlich stattgefunden habenden Entwicklung, ist diese Handlungsanleitung immer noch präsent. Vielleicht hat sie sogar unsere evolutionäre Entwicklung erst ermöglicht. Die Menschen haben ständig um Vorteile gerungen. Darwin’s „survival of the fittest“ lässt grüßen. Das ZKL hat lediglich Strategien für die Zukunftsbewältigung in der Landwirtschaft festgelegt. Das dürfte kaum gesellschaftliche Auswirkungen haben.
            Wahrscheinlich haben Sie die Optimalform von Demokratie verinnerlicht. Schauen Sie Sich in der aktuellen Welt um und bewerten Sie das, was sie an Demokratieabsurditäten sehen. Haben wir jenseits des Teiches noch eine Demokratie? Haben wir in Frankreich noch eine Demokratie oder ist es eher eine Regierung der Straße? Der Begriff „Demokratie“ wird heute inflationär verwendet. Für mich hat er, ohne konkrete Beschreibung seiner Ausformung, keine positive Bedeutung mehr. Ich erinnere einfach an den „lupenreinen Demokraten“ von Schröders Gnaden.

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            • Kemetbauer sagt

              Hier in D. wählt das Wahlvolk seinen Untergang ja nun seit geraumer Zeit selbst. Vielleicht wäre es sinnvoll, sich den Wahlen komplett zu verweigern. Stets das kleinere Übel zu wählen, ist jedenfalls keine Option.
              Auch müssen wir unterscheiden zwischen Lobbyismus und Interessenvertretung. Ich kann meine Interessen durch eigenes Handeln sehr gut vertreten. Da braucht es keine Bevorteiligung durch andere. Lobbyismus allerdings ist das Einschalten von z.B. Mandatsträgern zu meinem Vorteil. Das kann nur funktionieren, wenn sich Gruppen mit gleichen/ähnlichen Interessen zusammenschließen oder wenn, vielleicht aufgrund von wirtschaftlicher Bedeutung, Druck auf Entscheider ausgeübt werden kann. Dass die deutsche Landwirtschaft keine wirksame Lobby hat, ist von großem Nachteil.

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          • Marian E. Finger sagt

            „… im Grunde sind wir uns einig darüber, wie eine gute Zukunft für alle nur aussehen kann …“

            Wie denn?

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Das kann nie einer allein, sondern eben nur ein Kollektiv beantworten. Die ZKL hat es für den Bereich Landwirtschaft in Deutschland formuliert – hier nachzulesen:
              https://www.bundesumweltministerium.de/download/abschlussbericht-der-zukunftskommission-landwirtschaft
              Und die Politik hat diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung gemacht. Weil Politiker aufgehört haben, dem Gemeinwohl zu dienen. Dank solcher Persönlichkeiten wie Jörg Haider, Herbert Kickl, Alice Weidel, Björn Höcke etc. ist – dem Zugzwang dieser Zerstörer folgend – die ganze politische Kaste zu einer eigenen Lobby geworden, der es um Zugang zum Futtertrog, sprich Geld, und dem Erhalt der eigenen Macht geht, und um sonst nichts mehr. Nur zu diesem Zweck erzählt man dem Volk, was es hören will. Dabei sind die wenigsten dieser Politiker unbedingt schlechte Menschen. Mir tun sie vielmehr leid, wenn ich mir überlege, welche Spannungen die aushalten müssen. Ich möchte nicht in ihrer Haut stecken.
              Aber kurz nach der Wende ist ein Grundkonsens der Demokratie auf den Müll gekippt worden: dass es Wichtigeres gibt als das Geld, auch wenn letzteres die wichtigste Nebensache ist. Wie es Franz Vranitzky dann zu diesem Zeitpunkt formuliert hat: „Wer Visionen hat, gehört zum Arzt“.
              Und die ganzen Ossis haben die längste Zeit geglaubt, sie sind auf dem richtigen Dampfer, wenn sie punkto Neoliberalismus noch päpstlicher sind als der Papst. Sie wollten die neoliberalen Musterschüler sein, während wir im Westen im Grunde unseres Herzens schon gewusst haben, dass das schiefgehen muss. Und entsprechend enttäuscht, maßlos enttäuscht sind die Ossis jetzt.

              • evonik sagt

                Frau verfolgen Sie doch mal die Stammbäume von Haider, Kickl, Weidel ,Höcke etc.! Vorfahren von denen war bestimmt an der Kreuzigung von Jesus Christus beteiligt.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  @kemetbauer:
                  Es stimmt schon, dass die Ossis, bevor sie Musterschüler wurden, von den Wessis in diesem Sinn betrogen worden sind. Mir war das schon damals sehr peinlich.
                  Ich fürchte, die Personaldecke ist mittlerweile wirklich sehr dünn. Oder hätten Sie Gesundheitsminister sein wollen während der Pandemie? Und wer unter solchen Bedingungen die besten politischen Chancen hat, sieht man an Trump und Musk etc.
                  Das Volk ist deswegen gegen Landwirtschaftsförderung, weil es nicht mitreden kann bzw. weil es die Erfahrung gemacht hat, dass die Ergebnisse der ZKL, wo alle Gruppen mitreden konnten, mit Füßen getreten werden. Da waren zunächst die Bauern sauer, weil man sie abzockt. Und wenn man das jetzt den Konsumenten umhängt, die uns die Förderung neiden, dann hat die Politik erreicht, was sie wollte: Divide et impera!

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Sorry, hätte einen Stock tiefer hingehört

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                Es ist schon etwas schwierig, wenn Sie, wenn es um politische und gesellschaftliche Zu- und Umstände geht, ständig zwischen Deutschland und Österreich hin und her springen. Bleiben wir einfach bei Deutschland.
                Es waren nicht die „Ossis“, die sich als neoliberale Musterschüler darstellen wollten. Es war viel mehr die westliche Politdekadenz, die mal zeigen wollte, was man aus einen „verlotterten“ Staat, mit westlicher Wirtschaftspotenz, alles machen kann. „Blühende Landschaften“ ist da ein Stichwort.
                In auch dieser Diskussion hat man bisweilen den Eindruck, als hätten sich unser Politaktivisten in die Positionen geputscht. Nein, das Wahlvolk hat sie, obwohl es das besser hätten wissen müssen, in den Sattel gehoben. Wie kann es sein, dass z.B. ein Herr Spahn, der bekanntlich gegen den fachmännischen Rat Hunderte von Millionen in den Sand gesetzt hat, politisch reaktiviert wird? Ist die Personaldecke so dünn, dass man Leute mit einem Makel wieder in die Öffentlichkeit schickt? Oder ist man meilenweit entfernt von Ehre und Anstand?
                Wenn man, ganz unvoreingenommen, beliebige Zeitgenossen nach Gemeinwohlbestrebungen und der Förderung von Landwirtschaft fragen würde, würden viele sagen, dass man beide Aspekte nicht unter einen Hut bekommen kann. Die Förderung der Landwirtschaft dient nicht dem Gemeinwohl, sagten zuletzt über 40% der Befragten. So klar und eindeutig, scheint das Bild vom Gemeinwohl wohl doch nicht zu sein.
                btw: Zu Beginn der Bauernproteste, war die Sympathie für die Landwirtschaft noch wesentlich größer.

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            • Elisabeth Ertl sagt

              ZKL – Bericht: “ … Mittel- und langfristig dürften damit auf die
              Bürger:innen höhere Kosten für ihre Ernährung zukommen.
              Einerseits muss die Transformation deswegen für einkommensschwache verbrauchergruppen sozialpolitisch flankiert
              werden. Andererseits stehen diesen Mehrkosten vermiedene Gesundheitskosten durch gesündere Ernährung ebenso gegenüber wie ersparte staatliche Aufwendungen durch die verringerung oder
              Internalisierung negativer umweltexternalitäten
              der Agrarproduktion … „

              • Kemetbauer sagt

                Da ich zu einem erheblichen Teil Selbsteinkäufer für den täglichen Bedarf bin, kann ich auf den Parkplätzen der Konsumtempel immer mal wieder Sozialstudien anstellen. Entweder kaufe ich zufällig immer dort ein wenn gerade die Reichen sich dort eingestellt haben oder es gibt fast keine „Armen“ mehr. Jedenfalls ist mein Auto immer eines der wenigen älteren. Und nein, diese Konsumtempel liegen so, dass man sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem ÖPNV nur sehr schlecht erreichen kann. Und nein, ich kaufe nicht nur zur typischen Einkaufsstunde für Rentner ein. „Sozialpolitische Flankierung“ ist auch so eine charmante Umschreibung für Alimentierung. Mach ich mich als Steuerzahler eigentlich mitschuldig, wenn auch mit meinen Steuergeldern die Flankierten zum Nikotin- und Alkoholkonsum befähigt werden?

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            • Marian E. Finger sagt

              Wenn wir angeblich einig darüber sind, wie eine gute Zukunft für alle aussieht, kann das auch ein Einzelner beantworten. Und ist es wirklich ein Grundkonsens der Demokratie, dass es Wichtigeres gibt als Geld? Was denn? Zeigen nicht gerade die demokratischen Systeme, dass es für die Menschen tatsächlich nichts Wichtigeres als Geld gibt?
              Ich selber weiß nicht, wie eine gute Zukunft für alle aussehen soll, obwohl ich mir darüber schon viele Gedanken gemacht hab, deshalb möchte ich nicht mit einem Verweises auf eine Spezialkommission abgespeist werden. Mich würde eine konkrete Antwort interessieren.

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              • Elisabeth Ertl sagt

                Ich habe noch eine Zeit erlebt, wo beileibe nicht alle politischen Ziele, die verfolgt wurden, Geld kosteten – viele natürlich schon auch. Aber die gesetzliche Festschreibung der Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Ehe und jene der künstlerischen Freiheit beispielsweise kosteten damals kein Geld, auch nicht die Öffnung der Wälder für die Erholung. Das hat man damals so gemanaged, dass wir in der Schule ganz intensiv instruiert wurden, was man im Wald darf und was nicht. Und die Kinder waren damals noch nicht wohlstandsverwahrlost und nahmen das ernst. Auch das kostete nichts, es fand einfach im Rahmen des ganz normalen Unterrichts statt, dazu brauchte man keine teuren externen Freizeitpädagogen oder gar Sozialarbeiter oder so. Die Erwachsenen wurden im Fernsehen informiert und instruiert. Auch das kostete nichts zusätzlich, es ging einfach um die tägliche Programmgestaltung. Erst seit Beginn der 1990er Jahre gibt es bei wirklich JEDER politischen Reformidee irgendjemanden, der da gleich die Hand aufhält und daraus ein neues Business macht. Ich bin mit dem Naturschutz aufgewachsen. Mein Onkel war Hauptschuldirektor und Biologielehrer. Für den war es Ehrensache, sich in der Freizeit für Naturschutz einzusetzen, in den Ferien entsprechende Kinderlager zu organisieren, wo wir die geschützten Tiere und Pflanzen auswendig lernten etc. Den hat niemand extra bezahlt. Da gab es noch kein hochtrabendes NGO – Budget. Seit da überall das Geld mitmischt, funktioniert gar nichts mehr.
                Dass es nichts Wichtigeres als Geld gibt, diese Überzeugung hat sich erst in den letzten 30 Jahren eingeschlichen, es war Gehirnwäsche.
                Nein, ich maße mir nicht an, allein zu wissen, wie die Zukunft sein soll. Der inhaltliche Erfolg der Spezialkommission beweist, dass ein Kollektiv das finden kann, also wäre es auch bei einer übergeordneten Themensetzung möglich.

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              • Elisabeth Ertl sagt

                Und die großen Proponenten des Neoliberalismus, die Amerikaner, die werden bald merken: wenn die Demokratie kaputt ist, kannst du für Geld keine neue kaufen. Dann musst du bereit sein, sie mit deinem Blut zu bezahlen, wenn das überhaupt noch möglich ist.

              • Lady sagt

                „Ich selber weiß nicht, wie eine gute Zukunft für alle aussehen soll, obwohl ich mir darüber schon viele Gedanken gemacht hab “

                Das glaube ich dir sofort! Ich finde es auch ziemlich anmaßend, über die Zukunft aller urteilen zu wollen.
                Für eine Mehrheit hier im Land – vor allem für diejenigen, die sich als liberal-konservativ einstufen – ist das Modell der bürgerlichen Gesellschaft mit den Grundüberzeugungen der westlichen Demokratie das Erfolgsmodell der Vergangenheit und auch der Zukunft. Damit verbunden ist eine klare Absage an die kollektivistischen Ideen der linken und rechten Rändern, die in einem klaren Widerspruch dazu stehen.
                Die Story, dass Marktwirtschaft fußend auf individueller Freiheit, Pluralismus, Wettbewerb irgendwie spaltend bis zerstörerisch wirkt, hat zwar bei nicht wenigen Menschen verfangen, richtiger wird sie dadurch aber nicht.

                Elisabeth :
                „die ( ..Preise ) eben dann vom Staat entsprechend zu lenken sind.“

                Das ist eben die komplett falsche Richtung, Elisabeth. Und zwar sowohl betriebswirtschaftlich als auch volkswirtschaftlich. In einer marktwirtschaftlichen Ordnung müsste dann auch die Menge festgelegt werden. Und dann kann ich als Unternehmer mein Unternehmen einstellen. Und aus volkswirtschaftlicher Sicht ist der Preismechanismus in funktionieren Märkten eh das Herzstück, Und dafür muss der Staat sorgen und nicht irgendwelchen Allmachtsfantasien nachlaufen.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Lady, ich bin 1956 geboren. Bei uns in Österreich waren die Lebensmittelpreise bis zum EU – Beitritt 1995 staatlich reguliert, obwohl wir keineswegs kommunistisch, sondern eine wirtschaftlich erfolgreiche soziale Marktwirtschaft waren. Die Grundnahrungsmittel waren preislich gestützt, damit sie sich alle leisten können, der Rest war vergleichsweise teuer. Den Bauern ging es damals viel besser. Ich weiß also, dass das sehr wohl funktionieren kann. Erst mit dem EU – Beitritt, besser gesagt mit der WTO und der Globalisierung wurde das verboten.
                  Ich bin davon überzeugt, dass man Landwirtschaft nicht in einen Topf werfen darf mit anderen Wirtschaftsbranchen: Du kannst eine Textilfabrik im Waldviertel abbauen und in Bangladesh wieder aufbauen, weil dort die Produktionskosten niedriger sind. Aber du kannst die Börde nicht auf einen Tieflader packen und nach Äthiopien auslagern. Landwirtschaft muss überall nachhaltig funktionieren. So ähnlich hat es hier bei Bauer Willi auch schon einmal Prof. Matthias Binswanger gesagt.

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                • Marian E. Finger sagt

                  Die bürgerliche Gesellschaft mit den Überzeugungen der Demokratie war ein Erfolgsmodell der Vergangenheit, ob sie eins der Zukunft ist wage ich zu bezweifeln. Eine Voraussetzung für das Funktionieren der bürgerlichen Gesellschaft war die Bindung der Finanz- an die Realwirtschaft. Diese Bindung wurde gelöst. Hinter allem zusätzlichen „Wohlstand“ und „Wirtschaftswachstum“ seit den 00er-Jahren steht diese Entkopplung. Die Geldmenge ist ins Uferlose angestiegen, die Realwirtschaft nicht. In Wirklichkeit wird der Großteil der Leute seit Jahren ärmer. Arbeiten reicht heute nicht mehr hin, um sich ein Haus leisten zu können. Heute ist Wohlstand ans Erben geknüpft.

                  Wir sind mitten drin in einem gewaltigen Umbruch der Arbeitswelt. Das zeigt sich u.a. daran, dass es überhaupt keine „Arbeiterklasse“ mehr gibt. Der Arbeiter hat politisch keine Bedeutung mehr. Weil die SPD ihr eigentliches Thema, den Arbeiter, verloren hat, musste sie so grün wie die Grünen werden. Die Auslagerung der Produktion nach Bangladesch oder China ist ja nur ein Teil des Problems, der Verlust der Arbeitsplätze durch Industrieroboter ein anderer.

                  Dasselbe passiert nun mit den Erwerbstätigen im Dienstleistungsgewerbe, die aufgrund neuer Technologien wie KI peu à peu ihre Jobs verlieren und ebenfalls in der Bedeutungslosigkeit versinken. Hier sehe ich gerade zu, wie sich der Beruf des Kassierers allmählich in Luft auflöst.

                  Die Arbeiter, die ihre Jobs verloren haben, konnten noch Dienstleister werden, aber wenn jetzt auch die Dienstleister ihre Jobs verlieren, hat ein Großteil der Bevölkerung überhaupt kein politisches Gewicht mehr. Was an Jobs wahrscheinlich übrig bleibt, sind Pflegeberufe. Aber wenn die eine Hälfte der Bevölkerung (die Jungen) die andere Hälfte (die Alten) pflegen soll, muss das Geld dafür ja irgendwoher kommen. Das Steuermodell der bürgerlichen Gesellschaft funktioniert da nicht mehr.

                  Elisabeth hat, wenn ich es recht weiß, schon ein paarmal vorgeschlagen, dass die Leute dann halt wieder in der Landwirtschaft arbeiten sollen, aber die LW ist größtenteils ja schon technisiert und wird auch digitalisiert werden.

                  Wenn die Leute sich nur noch mit irgendwelchen befristeten Praktika oder kargen Renten durchschlagen, woher sollen sie das Geld haben, um nachhaltig und personalintensiv erzeugte Lebensmittel zu bezahlen? Die Marktwirtschaft funktioniert doch schon seit Jahren nicht mehr.

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  5. Ludwig sagt

    Ich sehe das nicht Willi. Du stellst hier im Blog Themen zur Diskussion und wir Teilnehmer
    geben hier unsere Meinung , unser Erleben , usw. zum Besten. Damit kann sich jeder , auch ohne hier einen Kommentar abzugeben , eine Meinung bilden. Auch Politiker , die ja keine Fachahnung haben , können sich hier Informationen holen. Schön wäre es natürlich , wenn diese Politiker selbst hier einmal etwas einstellen würden und wir dann dazu unsere Meinung abgeben könnten. Das hat dann so etwas wie Basisdemokratie. Leider haben wir das von unserer Politik hier noch nicht erlebt , zeigt aber auch die ahnungslose Abgehobenheit dieser Leute. Von Wirtschaft haben die , wie man ja täglich erleben kann, sowieso keine Ahnung , denn sonst würden sie nicht Entscheidungen fällen , die hier unseren deutschen Wirtschaftsstandort vernichten wird. Gerade das zeigt , daß man über die Köpfe des Volkes hinweg entscheidet und wir keine Rolle mehr spielen. Da kann man verstehen , daß unsere Mitmenschen in den ostdeutschen Bundesländern das nicht noch einmal erleben wollen , aber merken wir das in Westdeutschland ?

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  6. Paul Werner sagt

    Naja, Bauer Willi bezeichnet sich zwar als Lobbyist; gleichzeitig verunglimpft er die Verbraucher aufs Übelste. Ich denke nur mal an seinen Vortrag vom 18.12.24. „Ich bin Bauer“
    Sein Verbraucherbashing kommt auch bei den O&G-Bauern mit Direktvertrieb (Hofläden, Marktstände und Gastronomie) hier nicht gut an, die würden sich solche Entgleisungen nie erlauben. Die sind völlig anders drauf und auf BW angesprochen verziehen sie nur das Gesicht.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ein Bauer, der Verbraucher darauf hinweist, dass man nicht nur den Anbau von Biolebensmitteln fordern, sondern auch kaufen muss, ist keine Verunglimpfung, sondern ein Hinweis.

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      • Inga sagt

        Genau,

        Ob für manche Verbraucher

        ans Gewissen appellieren

        gleich eine Beleidigung ist?

        Weil sie da mal ihren Grips anstrengen müssen?

        Sind die noch in der Trotzphase ???

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      • Kemetbauer sagt

        Den Verbraucher gibt es nicht. Es ist ein sehr heterogene Gruppe mit den verschiedensten Ansichten und Konsumabsichten. Allgemein gehaltene Vorwürfe sind da nicht angebracht. Deshalb sollte man, wenn es z.B. um die Sozialschizophrenie geht, sehr differenziert argumentieren. Andererseits dürfen mehr als 80% der Konsumenten diesen Vorwurf auf sich beziehen.

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    • Jürgen Donhauser sagt

      @Paul Werner
      Wir sind auch Direktvermarkter (Donhauser-Hof) und verziehen bei Bauer Willi ganz und gar nicht das Gesicht – im Gegenteil! Diese Plattform ist sachlich so genial, dass ich immer wieder Kunden darauf verweise.

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    • Bauer Willi sagt

      @Paul Werner
      Vielen Dank, dass mir das mal jemand nach über 10 Jahren Blog sagt.

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    • Inga sagt

      hat er nicht bewiesen, dass Bauern und Vwrbrauer gegenüber dem Handel, LEH in einem Boot sitzen?

      Deswegen ist doch die Direktvermarktung eine echte Alternative.

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  7. Frikadellen piet 46 sagt

    moin egal wie es definiert ist du bringst die Landwirtschaft in ein realistisches Bild. man kann nur sagen dass du die Wahrheit über unser Tun und Handeln erzählst. egal wie es definiert ist du machst es gut!

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  8. Rathje Clasen sagt

    Wenn ich unserem Kommunalpolitiker auf irgendeinen Sachverhalt hinweise, und Tips zum Thema gebe , ist das Lobbyarbeit.
    Manchmal geschieht das in Eigeninteresse zb.
    Zum Thema Bürokratie in der Landwirtschaft.
    Manchmal aus Allgemeininteresse , zb. brennen aktuell die Straßenlampen im Juli abends um 20.30 Uhr. Das ist Schwachsinn, und kostet der Allgemeinheit nur Steuergeld.

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  9. Alberto Guidorzi sagt

    Es erfordert viel Mut, NGOs wie Greenpeace oder den WWF als „gemeinnützig“ zu bezeichnen. Sie sind echte multinationale Konzerne und verhalten sich auch so. Bedenken Sie, dass sie Stiftungen nutzen, die Spendengelder verwenden. Dieses Instrument ermöglicht es Stiftungen, Spenden von Interessengruppen zu erhalten und diese dann den von den Spendern angegebenen Empfängerorganisationen zuzuweisen. Warum überweisen Spender die Gelder nicht direkt an die Organisation, die sie unterstützen möchten? Weil die Stiftungen die vollständige Anonymität ihrer Spendengelder garantieren (die steuerlich absetzbar bleiben).

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  10. Sonja Dengler sagt

    Wir wollen doch unseren Kindern, Enkeln, allen Nachkommen. ein gutes, freies Leben ermöglich, in dem sie ihren Platz suchen und finden können.
    Also: SIND wir Lobbyisten bis zu unserem letzten Atemzug – auch dann noch, wenn finanziell viel mächtigere Lobbyisten gegen uns arbeiten 🙂

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  11. Martin Koch sagt

    Nicht zu vergessen, Bauer Willi.
    Die Lobbyisten sind finanziell unterfüttert und verbandelt. Ein ganz undurchsichtige Sache.

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  12. Arnold Krämer sagt

    Bei politischen Entscheidungen geht es eigentlich immer um Güterabwägung, immer um die Berücksichtigung unterschiedliche Ziele und die Beachtung mehr oder weniger starker Zielkonflikte. Nicht immer und überall sind Politiker und der unterstützende Beamtenapparat bereit und in der Lage, alle wesentlichen Aspekte für eine angemessene Entscheidungsfindung zu erkennen und zu beachten. Insofern ist Lobbyarbeit nicht nur interessengeleitet sondern ein Stück weit auch unbedingt notwendige fachliche Unterstützung.

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    • Bauer Willi sagt

      @A.K
      Ein guter Grund für politische Entscheidungsträger diesen Blog zu lesen! 😉😎

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    • Dr. W. Ebersbach sagt

      Wenn Fachleute vor Ort sind bzw.es welche gibt was ja leider nicht immer der Fall ist.Und NGOS ohne finanzielle Interessen gibt es nicht.

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