Bauer Willi
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Bericht vom Acker

Da es heute warm war und auch noch einige Tage warm bleiben soll, haben wir heute den Raps behandelt, damit der Stängel standfester bleibt. Jetzt geht es weiter mit Herbizid und Halmstabilisator im Winterweizen. Die erste Düngergabe ist drauf.

Auf einem Nachbar-Feld wurde die Saatbeet-Bereitung für Petersilie mit der Kreiselegge durchgeführt. Es handelt sich um Mulchsaat nach Senf, vor einigen Wochen wurde Champost (Champignonerde) aufgebracht und mit der Scheibenegge flach eingearbeitet. Einen Tag später wird gesät. Übrigens: der Schlepper hat eine Luftdruckregelanlage und fährt auf dem Acker mit 1,0 Bar. Sieht man gut an den Reifen, und erst recht, wenn er die Kreiselegge aushebt. Nein, das ist nicht unser Trecker… und nein, wir säen keine 10 Hektar Petersilie…

Für Zuckerrüben warten wir – wie jedes Jahr – noch auf den organischen Dünger. Ganz so eilig haben wir es nicht mit der Saat, denn zu Ostern soll es wieder kalt werden.

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18 Kommentare

  1. Gerhard sagt

    Tja, im Märzen der Bauer hieß früher. Bei mir kommen Morgen 2 Hektar weiße Lupinen in den Boden. Sind dann meine ersten Erfahrungen damit. Die Impfung mit den Knöllchen Bakterien habe ich heute schon gemacht. Immer mal was neues ausprobieren. Bin gespannt wie sich das Experiment über das Jahr entwickelt.

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  2. Paulus sagt

    @ Bauer Willi, als Laie fände ich es interessant, in deiner Sendereihe demnächst zu erfahren wie die Ernte der Petersilie vonstatten geht. Übrigens auch was danach kommt.

    PS. Es ist schon irre, da lebt man sozusagen mittendrin in der rheinischen LW und muss sich trotzdem auf YouTube oder so informieren. Andererseits – wann begegnet man schon mal einem Bauern? Wenn mir zufällig mal einer entgegenkommt werde ich den Teufel tun und ihn anhalten um dumme Fragen zu stellen.

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    • firedragon sagt

      Paulus … wann begegnet man schon mal einem Bauern ?… so wie Du hier schreibst, wohnst Du keinen Steinwurf von „Bauer Willi“ entfernt … …

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        • Paulus sagt

          Inga, ich bewege mich vorzugsweise in besten handgenähten englischen Schuhen, und
          meine Gattin schlurft auch nicht gerade in Holzschuhen herum. Da möchte man sich nun wirklich nicht schmutzig machen.
          Mit Gummistiefeln kann man sich schon gar nicht mehr sehen lassen, dafür hat ein gewisser Bauer Willi mit seiner unglücklichen Mitmachaktion gesorgt.

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          • Inga sagt

            noch nie etwas von

            Latzhose und Abendkleid

            gehört?

            Man hat beides.

            Bein Rüben- oder Petersiliesäen zuschauen braucht man keine Gummistiefel, da reichen einfache Wanderschuhe, außer es ist richtig matschig von Regen!
            Das sind doch keine dummen Fragen, die ein Berufsfremder stel6tl, oder?

            Was hat de4nn Bauer Willi gegen Gummistiefel?

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      • Paulus sagt

        @firedragon, ich gehe davon aus, dass ein Bauer etwas besseres zu tun hat als seine Zeit mit einem spazieren gehenden und dumm fragenden Rentner zu vergeuden. Damit meine ich jetzt meine Wenigkeit. Von daher würde ich auch niemals einen Feldweg blockieren und schon gar nicht auf irgendwelchen Rechten meinerseits bestehen.

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    • Inga sagt

      Man könnte sich ja blamieren,

      Aber gerade die Sonderkultur Petersilie ist interessant,
      Wie lange dauert die Vegetationszeit,
      Tut ihre Wurzel dem Boden gut, wie baut man sie in die Fruchtfolge ein?

      Wie wird sie vermarktet?

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  3. Meyer sagt

    Das Rheinland ist aber in diesem Jahr spät mit der Rübeneinsaat dran. Hier , um die Zuckerfabrik Nordstemmen läuft die Rübendrillerei auf Hochtouren. Unterdurchschnittliche Regenmengen machen das möglich. Euer Petersilienacker wäre aber auch reif zum Rübendrillen. In diesem Jahr werden die Zuckersilos im August wohl leer sein , aber trotzdem sind die Weißzuckerpreise auf keinem Preishoch. Die Kanppheit gilt auch beim Schweinefleisch. Trotzdem gehen die Erzeugerpreise nicht richtig hoch. Ist es politischer oder LEH-Monopoldruck der sich hier auswirkt ? Irgendwie erscheinen mir hier die Marktkräfte nicht mehr zu wirken. Auch die politische Einflußnahme auf das EU-UTP-Gesetz in Berlin lassen nichts gutes für uns Bauern erwarten. Teilweise wird das ganze zu Lasten von uns Bauern auf den Kopf gestellt und wird nur als Feigenblatt gegenüber uns Bauern verkauft. Wird Zeit , daß diese Leute abgewählt werden.

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  4. Bauherr sagt

    Interessanter Bericht. Wie vielfältig die Landwirtschaft doch ist…
    Nach meinem Bauchgefühl dürften 10 ha Petersilie für NRW reichen?

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