Zum Wochenende zwei Artikel, die mir in den letzten Tagen aufgefallen sind und von Autoren stammen, die ich persönlich kenne. Der erste Artikel „Bauernsterben“ wurde von Prof. Mathias Binswanger verfasst , der an der Fachhochschule St. Gallen im Fach Ökonomie forscht und lehrt.
https://www.derpragmaticus.com/r/bauernsterben
Er erläutert unter anderem, warum es für alle Nahrungsmittelerzeuger nahezu unmöglich ist, kostendeckende Preise gegenüber dem Oligopol der Lebensmittelkonzerne durchzusetzen.
Der zweite Text stammt von Amos Venema, Landwirt in Norddeutschland (und bekannt durch My Kuhtube) den ich im Praktikernetzwerk von Julia Klöckner kennen und schätzen gelernt habe. Hier ein Asuzug aus seinem Text:
„Die Unsicherheit auf der Weltbühne schreit nach mehr nachhaltiger Versorgungssicherheit. Eine Abhängigkeit von Nahrungsmittelimporten fordert das Schicksal geradezu heraus.
Was die Politik anscheinend noch nicht ernst genug nimmt, ist beim Einzelhandel schon längst Realität. Wie sollte man sonst das Zitat des Metro-Chefs Steffen Greubel im Focus vom Dezember 2024 werten: „Wir werden eine Situation in Europa erleben, in der wir darauf achten müssen, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.“
https://www.agrarheute.com/share/1641612
Es stellt sich in beiden Artikeln die grundsätzliche Frage, ob und wie es mit der deutschen und europäischen Landwirtschaft weiter gehen soll. Ist da noch Platz für den bäuerlichen Familienbetrieb? Oder gilt weiterhin: Wachsen oder weichen?


Ein „Freier Bauer“ zum Thema Landwirtschaft bei Schuler:
https://www.youtube.com/watch?v=hyOHO_T_rbc
Statistisches Bundesamt: Erzeugerpreise so stark gefallen, wie seit 11 Jahren nicht mehr, Kosten explodieren gleichzeitig, Verbraucherpreise ändern sich nicht.
Die Macht des Handels in offiziellen Zahlen.
https://www.agrarheute.com/markt/marktfruechte/agrarpreise-stuerzen-dramatisch-ab-preisverfall-milch-schweinen-getreide-641725
Danke Ferkelhebamme.
Und noch einmal: Früher erfuhr man solche Zahlen aus den Nachrichten des ÖRR. Warum muss man als Nichtlandwirt solche Informationen heute gezielt suchen oder zufällig über einen Agrarblog stolpern?
Dass jeder sein unternehmerisches Tun und Risiko abwägen muß kann ich nur zu-
stimmen. Bei der Milch hat man gesehen, dass 1% Marktunterdeckung über ein halbes
Jahr genügen um für Unruhe am Markt und Ruhe und Zufriedenheit beim Bauern sorgen.
Aber dann wird wieder Gas gegeben, damit man die Mehreinnahme doppelt zurückzahlt.
Oder macht man es für den Tierzuchdirektor, damit der auf der nächsten Agrarschau ein
Lob von der Ministerin bekommt.
EU- Binnenmarkt und Weltmarkt stehen als dogmenhafte unverrückbare Monumente da.
Beide sind weder gleich noch fair.
Letzte Woche kam in den Nachrichten dass ein indischer Landarbeiter in Italien von seinem Plantagenbsitzer auf dem Feld nach einer Verletzung liegen gelassen wurde, dass er verblutete.
Also liegt aus einem der beliebtesten Urlaubs und Genussregieonen Blutgemüse in unseren Geschäften.
Hallo Willi
Um die Ernährungssicherheit mache ich mir keine Sorgen solange noch genügend Wasser von oben fällt. Es ist die Wirtschaftlichkeit und die Arbeitszeiten, Arbeitsbedingungen die viele aus der Landwirtschaft treibt oder abhält. Viele Regionen in Osteuropa könnten deutlich mehr produzieren. In Westeuropa bluten zum Teil die Dörfer aus aus bekannten Gründen
es gibt kein Bauer sterben
es gibt nur einen Struktur Wandel
Das größte Problem ist doch die Bürokratie und dass nicht nur in der Landwirtschaft.
über 400 Milliarden € in Deutschland Personalkosten Jährlich im öffentlichen Dienst.
Die Landwirtschaft und alle übrigen Teile der Realwirtschaft haben durch ihre Produktivätssteigerungen massiv Menschen „freigesetzt“, die ihnen in NGO’s und Verwaltungen das Leben schwer machen. Diese haben aber immer noch nicht begriffen, dass sie damit den Ast absägen, auf dem sie sitzen.
@OL
400 Mrd.€/jährliche Personalkosten würde, bei einem Jahreseinkommen von 100.000€ bedeuten, dass wir 4.000.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes hätten. Das ist absurd.
Es ist absurd, dass es lt. ChatGPT 5,5 Mio Beschäftigte sind, dav. 1,1 Millionen öffentliche Verwaltung und 1,7 Millionen in Bildung und Wissenschaft
Es ist gefühlt wie in der ehem. DDR. Es werden Menschen beschäftigt, wo man keine bräuchte, um Arbeitslose zu vermeiden.
Wir haben in unserer Kleinstadt Beauftragte, deren Wirken keine Wirkung zeigt: Gleichstellungsbeauftragte, Tierschutzbeauftragte, Klimaschutzbeauftragte.
Ob die Mädels da sind, oder in Hamburg fâllt ein Spaten um, ist wumpe. Aber sie sind versorgt und das Gewissen ist rein. 🤓
@Keketbauer
Du hast die Lohnnebenkosten wohl vergessen in deine Berechnung einzubeziehen.. dann sind es viel weniger Beschäftigte und die Direktoren und ihre Stellvertreter kosten mehr als deine angenommene Zahl
@Kemetbauer
Du hast die Lohnnebenkosten wohl vergessen in deine Berechnung einzubeziehen.. dann sind es viel weniger Beschäftigte und die Direktoren und ihre Stellvertreter kosten mehr als deine angenommene Zahl
„Bauernsterben: Zwischen Handel und Politik gefangen“ schreibt Biswanger und weist dem Weltmarkt, Handelskonzernen und widersprüchliche Auflagen der Politik SCHULD zu.
Er fällt damit ein massives Werturteil und bringt zum Ausdruck, dass der Landwirt keine Handlungsmöglichkeiten habe, Gefangener sei. Hier ist Aktivismus erkennbar und zumindest fragwürdige Wissenschaftlichkeit.
1. Statt Schuld sollte besser von Verantwortung (rückblickend) gesprochen werden. Die externe Verantwortung für die Agrarstrukturentwicklung (u.a. „Höfesterben“) seitens der Politik ist extrem groß, keine Frage. Politik hatte und hat Einfluss auf die Wirkungen des Weltmarktes für den Binnenmarkt, Einfluss auf die Handelsstrukturen, Einfluss auf die Kostenstrukturen in den Wertschöpfungsketten und vieles andere mehr. Und da ist ohne Frage auch sehr vieles in den letzten 60-70 Jahren falsch gelaufen.
2. Jeder Landwirt hat Freiheitsgrade. Das kommt in extremer Form im Spruch von „Wachsen oder Weichen“ zum Ausdruck. Die Freiheitsgrade sind allerdings mittlerweile sehr, sehr unterschiedlich. Das hat etwas mit Standort, Eigentum, Betriebszweigen, Familie und der Entwicklung in der Vergangenheit zu tun. Der Dreiklang: Markt, Betrieb, Mensch ist entscheidend und ökonomische/betriebswirtschaftliche Gesetzmäßigkeiten sind zu beachten.
3. Auch Binswanger (siehe sein Conclusio) übersieht wieder bewusst, dass zwischen Handelsketten und dem Rohstoffproduzenten Landwirt ein Verarbeiter/Veredler sitzt, der in vielen Bereichen „ausgleichend“ auch im ökonomischen Interesse der Landwirte tätig ist oder zumindest sein könnte.
4. Der Schutz der EU-Landwirtschaft vor Freihandel ist essentiell. Dann darf die EU aber im Gegenzug auch nicht ihre strukturellen Überschüsse auf dem Weltmarkt abladen. Die Zusammenschlüsse der Landwirte in Erzeugergemeinschaften gibt es längst in D gerade auch im aktuell sehr notleidenden Schweinesektor. Diese beseitigen aber nie ein strukturelles Überangebot.
5. Warum nachhaltige Produktivitätssteigerung ein unrealistisches politisches Ziel sein sollte, ist unklar. Produktivitätssteigerung ist in unserer marktwirtschaftlichen Ordnung systemimmanent. Entscheidend ist der gesetzliche, politisch gestaltete Rahmen.
„Produktivitätssteigerung ist in unserer marktwirtschaftlichen Ordnung systemimmanent.“
Sehr schön erkannt. Das führt ja dann gerade zu den sattsam bekannten Symptomen, von drei übrig gebliebenen LEHs, drei übrig gebliebenen Molkereinen, Schlachthöfen, usw.
Nun führt der „Systemzwang“, die andauernde Revolution, eben dazu, dass die frei gewordenen, durch Produktivitätssteigerung (vulgo Kosten pro Wareneinheit) wegautomatisierten Menschen, betteln gehen dürfen. Nicht mehr an das „Wohlstandsversprechen“ durch „harte Arbeit“ glauben. Zornig werden. Kettensäge wählen.
Ein Wirtschaftssystem mit Wachstumszwang funktioniert nur, wenn es wachsen kann (mehr Waren, mehr Dienstleistungen, mehr Rohstoffe, Land, usw). Wenn es nicht wächst kannibalisiert es sich selbst, bis die inneren Widersprüche zum Kollaps führen.
„Civilizations die from suicide, not by murder“ (Arnold J. Toynbee in „A Study of History“)
Aber vielleicht kommt auch alles ganz anders und wir fachen den aktuell schwelenden Dritten Weltkrieg weiter richtig an, dann kann es bald wieder Wachstum geben.
„Aber vielleicht kommt auch alles ganz anders und wir fachen den aktuell schwelenden Dritten Weltkrieg weiter richtig an, dann kann es bald wieder Wachstum geben.“
DAS ist das große Ziel: https://www.ipg-journal.de/rubriken/wirtschaft-und-oekologie/artikel/lohnenswerte-investition-7644/
Erst pumpen wir Geld in die Zerstörung, dann in den Wiederaufbau. Das war von Anfang an das Ziel.👉🥳
@RS
Moin, diese Frau Dr. A. Dienes scheint mir eine recht naive Theoretikerin zu sein, die ernsthaft glaubt dass zB. die korrupten Leute in der Ukraine plötzlich ihrem Staat und dessen Bevölkerung ihre Kraft und Arbeit widmen werden. Nein sie werden erst mal ihre Taschen füllen, dann die ihrer Kinder und dann den „Befreundeten“ helfen. Aus den EU-Ostgebieten erreichen uns doch die Berichte dass bei den Bauern kein Geld ankommt(oder wenig) je weiter weg man von der Stadt/dem Zentrum wohnt desto weniger bis gar nichts. Auch Informationen wie und wo der Bauer Anträge stellen kann bleiben verschollen. Wer Hilfe sucht dem wird ein Mann vermittelt der eine anderen kennt der weis jemand der das mal gemacht hat und weil der es weis bekommt er eine „Gebühr“ für seine Leistung (und alle anderen dazwischen auch).
Das ist kein Märchen das ich da erzähle sondern habe ich etliche Helfer von dort gefragt warum sie ihre Bauernhöfe (die Arbeit dort) von Frau, Oma und Opa machen lassen und in D arbeiten.
„Wachstumszwang“ heißt nicht zwangläufig Kapazitätswachstum. Unternehmen müssen nicht unbedingt groß sein, sie müssen stark sein. Manche scheitern an ihrer Größe, weil die Größe nicht beherrscht wird, weil z. B. die Unternehmenskulturen fusionierter Unternehmen nicht zueinander passen.
Selbst in vergleichsweise kleinen landw. Unternehmen erlebt man ein solches Scheitern, weil die Fußstapfen der Elterngeneration für den Nachfolger zu groß sind.
Das Wachstum großer Industrieunternehmen ist heutzutage meis ein unnatürliches Wachstum, deshalb vielleicht auch ein unnatürliches Wuchern, weil es auf Fusionen und Übernahmen basiert.
Der ungesunde, wuchernde Kapitalismus bereitet den eigenen Untergang vor, weil er Größenordnungen „produziert“, die ihn interessant werden lassen für Verstaatlichungs- Phantasien.
……vielleicht hätte es doch mehr von der Sorte Grupp/Trigema geben sollen? ….wer weiß.🤔
Wie man es auch dreht und wendet (groß oder stark), es läuft auf das Gleiche hinaus: dem Mitbewerber wird das Geschäftsfeld entweder durch Größe oder Stärke entzogen und die Menschen, die einfach nur irgendwo wohnen wollen und ihre arbeitsteilige Aufgabe nach 17 Jahren Schulzeit im Tausch gegen Lebensmittel erfüllen wollen, sind Spielball.
Das macht einen fertig. Was soll das für ein Wohlstand sein? In diesem Umfeld ist für die Aufzucht einer „funktionierenden“ Generation Arbeitsbienchen kein Platz und deshalb gehts wohl wieder in alte Rollenbilder zurück. Aber selbst das klappt nur halb, denn wenn Mutti wieder am Herd steht und die „unproduktiven“ Bevölkerngsteile (Kinder und Alte) versorgt, hat sie dafür nicht genug Raum, denn da wo für den „Ernährer“ gerade die Arbeit ist, kann schon morgen Schluss sein. Nein, nein, der Laden fliegt uns um die Ohren wie nur irgendwas. Nix passt. Niemand ist verantwortlich. Es gibt keinen Sinn in der Evolution und schon gar keine „Entwicklung“ hin zu einem bewusst gestalteten schönen Leben für alle. Wir finden uns in einer Ochlokratie wieder: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/big-tech-wie-kuenstliche-intelligenz-die-demokratie-zerstoert
Der Beitrag ist sehr interessant, raubt einem aber jede Zuversicht. Genau mein Humor…
„Der Beitrag ist sehr interessant, raubt einem aber jede Zuversicht.“
Komm Stadtmensch, frei nach diesem Motto:
„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“
Oder lass uns ein schönes Glas Wein trinken und abwarten, was da kommen mag. 😉
Binswanger schreibt einleitend: „Bis zu 60 Milliarden Euro fließen jedes Jahr als Subventionen in die europäische Landwirtschaft. Trotzdem schreitet das Bauernsterben voran. Schuld daran sind der Weltmarkt, Handelskonzerne und widersprüchliche Auflagen der Politik.“
Die Aussage zu den 60 Mrd ist schlichtweg falsch, irreführend und Stimmungsmache. Ein großer Teil der 60 Milliarden Euro fliesst nicht an landwirtschaftliche Betriebe und Bauern sondern wird von anderen Gruppen abgegriffen, z.B Gelder ausgewiesen für den ländlichen Raum den aber auch städtische Zentren abgreifen, irgendwelche Organisationen die ihre eigenen Interessen nur nicht die der Landwirte verfolgen. Die GAP ist schon lange zum Selbstbedienungsladen und zur Gelddruckmaschine für ausserldw Akteure geworden. Es gibt immer weniger Bauern aber immer mehr Bürokraten und andere Profiteure. Die letzteren haben kein Interesse dies zu ändern sondern fordern immer mehr von der Torte, mokieren sich aber gleichzeitig über die Zuwendungen an Landwirte.
Zustimmung zu Binswangers Aussage: „Die fundamentalen Widersprüche der europäischen Agrarpolitik müssen ernsthaft angegangen werden.“
Alles was nicht direkt ldw Betrieben zu Gute kommt aus dem Milliarden Budget nehmen um Transparenz zu schaffen. Geschickterweise hat man das Budget als gemeinsame Agrarpolitik (GAP) betitelt, ein Schelm der Böses dabei denkt. Damit ist wohl klar es wird sich nichts ändern denn auf das viele Geld und Stellen wollen die ausserldw Akteure nicht verzichten. Achja und der Bauer als Buhmann ist ja auch ganz nützlich.
„Trotz mehrerer EU-Erweiterungen sind die Gesamtausgaben der GAP als Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) der EU von 0,54 % in den 1990er Jahren auf 0,36 % im Jahr 2023 zurückgegangen.“
Da ist es doch gut, dass Geld frei geworden ist zur Erreichung des 3,5%-Zieles für die Aufrüstung….Flugschare zu Schwerter! ✊😎
Sehr gut, Limes !!!
Ihre Hinweise möchte ich noch ergänzen:
1. Viele konkrete Subventionen, die dem Landwirt ausgezahlt werden für Investitionen werden weitgehend durchgereicht an die Stallbaufirmen, die Stalleinrichter, die Landtechnikindustrie. Das ist wie bei der Förderung der E-Autos und der Förderung der Wärmepumpen.
2. Die flächenbezogenen, grundsätzlich einkommenswirksam gedachte Prämienzahlungen der EU sind vermehrt Nachteils- bzw. Kostenausgleich, also NICHT einkommenswirksam.
3. Die EU-Prämien werden über den Pachtpreise an die verpachtenden Landbesitzer im ländlichen Raum durchgereicht, sind also Einkommenstransfer für den ländlichen Raum
4. In bestimmten Produktbereichen und besonders dem Bio-Landbau sind die EU-Prämien eingepreist und eine Subvention für den Verbraucher.
„1. Viele konkrete Subventionen, die dem Landwirt ausgezahlt werden für Investitionen werden weitgehend durchgereicht an die Stallbaufirmen, die Stalleinrichter, die Landtechnikindustrie. “
DAS sehe ich tatsächlich nicht. In der Vergangenheit der Boomjahre traf das zu. Heute sind die Firmen dankbar, wenn sie überhaupt einen lukrativen Auftrag erhalten. Die wenigen Antragstellenden sind für die Firmen kein Grund ihre Angebotspreise anders zu gestalten, als bei den Nicht-Antragstellenden. Häufig ist es sogar so, dass Stallbaufirmen bei geförderten Maßnahmen gar nicht mehr abgeben wollen, weil der Zeitfaktor, der Kontroll- und Nachweisaufwand und die fehlende Flexibilität bei Änderungen das Bauen einfach nur noch nerven.
Prof.Binswanger beschreibt, analysiert und sagt die Politik muss was tun, dazu brauche ich keinen Prof.Ich weiß jetzt immer noch nicht,wer, wann und was tun muss, damit wir in Europa auch in Zukunft noch sicher Nahrungsmittel zu Verfügung haben,am besten mit Beteiligung der Europäischen Bauern.
moin der erste Artikel ist sehr sehr sehr gut! die Situation ist sehr sehr sehr doof! den Artikel sollte man so am besten überall verbreiten, so dass jeder informiert ist! schönen Tag
Auch ich finde die Situation unerträglich, habe aber keinen Lösungsvorschlag. Alle agrarpolitischen Möglichkeiten wurden schon versucht – ohne Erfolg.
1. Außenschutz durch Zölle hatten vor der WTO keinen rechtlichen Bestand.
2. Intervention (staatliche Preisstützung durch Aufkaufen und Einlagerung) führten zu Butterberge und Milchseen).
3. Lieferquoten wurden immer so hoch angesetzt, dass es ja nicht zu einem Mangel durch natürliche Schwankungen führen kann. Damit verpuffte aber auch der Effekt einer wirkungsvollen Mengensteuerung!
4. Direktzahlungen waren in ausreichender Höhe und Verlässlichkeit nicht haltbar. Außerdem wurden zur Rechtfertigung gegenüber dem Steuerzahler immer mehr Verpflichtungen (Cross-Complaience) abverlangt.
5. Verbrauchersensibilisierung scheitert an der Schizophrenie des Verbrauchers. In Umfragen das Bio und Tierwahl wünschen – im Einkaufsverhalten „Geiz ist Geil“ favorisieren.
Ergo: Alles schon durch – ich sehe keinen neuen Ansatz. Dem einzelnen Betriebsleiter bleibt also nur noch: Entweder das Handtuch werfen (Betriebsaufgabe), oder in die vollen gehen (Stückkosten senken durch Intensivierung (Leistungssteigerung) und „Wachsen oder Weichen“.
@JD
Sehr treffend beschrieben!
Der WLV hat in einem Brandbrief zusammengefasst, was es jetzt braucht. Und zwar dringend! Ich kann jeden Satz unterstreichen
-Ein Ende der ruinösen Preispolitik am Mastschweine- und Ferkelmarkt. Wer Qualität und Tierwohl fordert, muss diese auch bezahlen!
-Faire Preisgestaltung auf Augenhöhe, sodass alle Glieder der Wertschöpfungskette angemessen berücksichtigt werden.
-Ein verbindliches Bekenntnis des Lebensmitteleinzelhandels zur deutschen Schweinehaltung – nicht nur in Werbekampagnen, sondern im täglichen Einkauf und einer fairen Preisgestaltung.
-Keine private Lagerhaltung als Notlösung, sondern eine konsequente Erschließung und Sicherung internationaler Exportmärkte.
-Schaffung einer Risikoausgleichsrücklage, damit landwirtschaftliche Betriebe Krisen überstehen und notwendige Investitionen tätigen können.
-Anpassung der nationalen Tierschutzgesetzgebung an das EU-Recht, um Wettbewerbsverzerrungen zulasten deutscher Betriebe endlich zu beenden.
-Verlängerte Umsetzungsfristen für den Neu-/Umbau des Abferkelbereiches sowie des Deckzentrums.
-Eine verpflichtende, transparente Herkunftskennzeichnung, damit Verbraucherinnen und Verbraucher bewusst deutsche Erzeugnisse wählen können.
-Konsequenter Schutz der heimischen Erzeugung vor Importware, die unter niedrigeren Standards produziert wurde.
Ferkelhebamme,davon wird leider gar nichts umgesetzt.
Irgendwann schaukelt sich der Markt wieder frei, weil etliche Betriebe dicht gemacht haben.
War leider immer so , und bleibt so .
Dieses Preistief wird richtig reinhauen, weil wir hier im Land eine politisch gewollte Kostenblase über die Jahre aufgepumpt haben.
Kluger Beitrag! Wenn die Erzeugerpreise nicht endlich kräftig steigen, geht unsere gesamte Landwirtschaft den Bach runter. Da hilft auch Wachsen und Mechanisieren nix. Die Konzerne wissen doch: Je rationeller gewirtschaftet wird, desto mehr können sie die Preise drücken.
https://www.linkedin.com/company/der-spiegel/posts
Auch Prof. Binswanger beschreibt, dass die Wertschöpfung pro Arbeitsstunde in der Landwirtschaft trotz hoher Produktion nicht ausreicht. Wenn ein Landwirt, der oftmals keine 15 Euro mehr pro Stunde verdient, jeden Monat den Tierarzt (200.- Stundenansatz), die Buchhaltung (150.-), die Mechaniker für Melktechnik oder die Landmaschinen (120.-) bezahlen muss, dann ist im Laufe der Jahre auch ein Umsatz von weit über einer halben Mio im Jahr für die Katz. Und weil perspektivisch die Schere nur noch in die falsche Richtung aufgeht, ist ein Bauernsterben eben irgendwann kein Bauernsterben mehr. Sondern die Notbremse, nicht auch noch Land und Hof zu verbrennen. Und ein klein wenig auch der Mittelfinger…
@S
„Und ein klein…..“: In welche Richtung weist denn der Mittelfinger? Gegen den Verbraucher? Gegen die Verarbeiter? Gegen den LEH? Oder gar gegen die Berufskollegen, die sich zu diesem Schritt nicht durchringen können? Jeder der aus freien Stücken aufhört, hat Respekt verdient. Er konserviert das ererbte Vermögen und wahrt so die Möglichkeit, unter grundlegend anderen Bedingungen, evtl. für nachfolgende Generationen eine Wiederaufnahme der ldw. Tätigkeit zu haben. Heute ist das sicher schwer vorstellbar aber wer weiß, was die Zukunft bringt?
Im Fazit von Prof Biswanger klingt die Frage an, wie man die Marktmacht des LEH brechen oder zumindest einschränken könnte . Ich frage mich schon seit einiger Zeit , warum man die Direktvermarktung der lw Betriebe nicht fördert. Hier in den ländlichen Regionen und auch schon in den urbanen Siedlungen fahren Bäcker, Metzger etc. 1bis 2 x in der Woche mit Verkaufswagen durch die Straßen . Warum können sich regional vermarktene lw Betriebe nicht z.b. genossenschaftlich zusammen tun und solche Verkaufswägen bestücken? gehört ein wenig Logistik dazu, aber vielleicht könnte die politische Ebene ein paar Grundstrukturen dazu liefern????
Vielleicht sollte man nicht immer warten, bis der Prophet zum Berg kommt ,sondern mal den Berg zum Propheten tragen??
Wir verkaufen Rohware in großen Mengen, die weiterverarbeitet werden muss, bevor sie verkaufsfertig ist. Die wenigsten Betriebe könnten ihre Ware direkt vermarkten.
Frau Fischer, wenn anstatt des einen Verkaufswagens, den sie kennen, die gleicht Tour plötzlich von 5 Wagen angefahren wird – was wird dann wohl passieren ? Kommen dann automatisch 5 x mehr zahlungskräftige Kunden ?
Löhne und Lohnnebenkosten, Kontrollen und Steuern fressen den grössten Teil des Umsatzes wieder weg. Nur wenn der Wagen „teuer, weil selten“ ist, kann überhaupt etwas erwirtschaftet werden. Aber wie oft sitzt „Opa“ am Steuer, weil er seine Kundschaft seit Jahren kennt. Er arbeitet noch, weil er gerne ein Schwätzchen macht und er so noch eine Aufgabe hat. Wenn er mal nicht mehr kann, dann wird es schwierig – auch die Verkaufstände am Markt haben dieses Problem.
Die von mir beschriebenen Verkaufswägen gibt es hier nirgendwo in Hessen zumindest. Bäcker und Metzger mit ihren Wägen kommen sich nicht ins Gehege und finden immer noch Fahrer/innen dafür. Nur zu den lw Direktvermarktern muss man auf die Höfe fahren: 10 km nach Osten für die Wurst, 20km nach Süden für die Eier, 25 km nach Westen für’s Fleisch etc. etc. wer soll das machen? Ich jedenfalls sehe da Potential 8
„Ich jedenfalls sehe da Potential.“
Vorschlag: machet!
Es gab in unserer Region seit der Nachkriegszeit fahrende Händler. Der letzte, der aufgegeben hat war der Bäcker. Hat aufgrund von Reichtum einfach aufgehört. Komischerweise hat niemand diesen so lukrativen Markt neu aufgemacht, auch kein Startup……wo sind die ganzen klugen jungen engagierten Köpfe? Der dumme Bauer soll es selbst richten? 😁🥳🖕
Gibt es eh:
https://www.youtube.com/watch?v=NVeB18BkobE
https://www.nahgenuss.at/
Funktioniert aber nur als Online-Handel.
Eine Frau hat es einmal anders probiert und ist an mangelnder Nachfrage gescheitert. https://www.markta.at/
Sorry, der Youtube-Linkr in meinem Posting war unbeabsichtigt, stattdessen: https://www.gutesvombauernhof.at/
@EE
Wenn ich Floskeln lesen wie: „Rohstoffe werden am Bauernhof schonend zu hochwertigen Produkten verarbeitet“, muss ich schon lachen. Wo Lebensmittel über die 1. Stufe hinaus verarbeitet werden, ist kein Bauernhof. Das sind gewerbliche Räumlichkeiten und die Verarbeitung, das geben juristische Normen aus dem Lebensmittelrecht vor, ist fast identisch zur industriellen Verarbeitung. In einem unterscheidet sich diese „bäuerliche“ Verarbeitung jedoch sehr von der industriellen, sie ist nämlich sehr viel teurer.
Der Begriff „schonende Verarbeitung“ ist grundsätzlich kein Qualitätskriterium, er soll ein Abgrenzungsattribut darstellen gegen die „schlechte“ Industrieware.
Die gesamte Werbeindustrie bedient sich solcher Floskeln, insofern nichts Ungewöhnliches, find ich.
nicht unbedingt teurer, denn bei Direktvermaktung entfällt der Zwischenhandel, und wenn, dann weiss ich dass es an der richtigen Stelle ankommt!
Jo. Kann nicht jede/r, z.B. schwierig mit Getreide und unmöglich mit Zuckerrüben. Aber viele mehr als heute könnten schon direkt vermarkten.
https://open.spotify.com/episode/2X2V21paF6LbyfW8A8HTIG?si=ta1wGDp7T6iVR2Ht7YtdfA
Da entlarvt sich Farmer Billy als naiver Städter.
@Ursula Fischer
Meine Genossenschaft wird in diesem Jahr 125 Jahre alt. Darüber hinaus kann ich Ihnen hunderte von erfolgreichen Selbstvermarktern benennen. Und Betriebe, die außer der „normalen“ Landwirtschaft eine lukrative Nische gefunden haben. Fängt mit Weideschweinen an, geht über Abo-Gemüsekisten und hört bei der „Kräuteria“ noch nicht auf. Einziges Problem: man kann schwerlich 84 Mio. Menschen dazu bringen, mit Abo-Kisten zu beliefern. Die wollen ein Sortiment, dass der normale Landwirt icht anbieten kann.
Heute habe ich die Abrechnung vom neuen Buchhaltungsunternehmen bezahlt: Über 300.- Euro nur für die Abrechnung für 2 Teilzeitlöhne (je 50 %) für Steuern, KK, Rente usw. für den Monat Juni. Jetzt habe ich mich spontan entschieden, den Angestellten zu künden und ihnen einen Minijob anzubieten (damit sind sie einverstanden, haben wir schon länger besprochen). Diese Minijobs kann ich selber abrechnen, ohne mit einem Bein im Gefängnis zu stehen und mit den dann eingesparten etwa 2000.- Euro jeden Monat lässt sich so manche Rechnung bezahlen. Es ist ein sterben in Raten. Unser Bauernhof wird wohl irgendwann schliessen, obwohl zwei Töchter weiter machen wollen. Das ist aber nicht schlimm, wir können geordnet runter fahren und den schönen Hof weitgehend schuldenfrei übergeben. Egal wie sie sich entscheiden, das passt dann schon.
Welcher Familienbetrieb bekommt bei Zahlungsschwierigkeiten eine Bürgschaft des Landkreises?
https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/rostock-lk/bad-doberan/schweinezucht-in-mv-insolvent-zukunft-von-hunderten-tieren-im-kreis-rostock-ungewiss-LHJMDDZLBJE3FF2JCCYCKOMHFU.html?outputType=valid_amp
Unglaublich oder? Ich denke, dass sie dass bei der Nachfolge-orga von Straathoff, oder bei einer Familiengeführten Anlage nicht gemacht hätten. Muss sich ja anscheinend um die „richtige“ Anlage handeln. 😎
@F
Bei Familienbetrieben geht man auch davon aus, dass sie, mit dem Vermögen im Hintergrund, solche Situationen selbst wuppen können. Wenn das dann nicht mehr geht, hilft auch eine Bürgschaft nicht.
Ach so, und deshalb ist das in Ordnung, oder wie? Bürgschaften vom Landkreis sind wettbewerbsverzerrende Maßnahmen, die das Höfesterben beschleunigen! Wenn, dann ja wohl gleiches Recht für alle. Ich kann morgen ja mal beim Kreis nachfragen…
Familienbetriebe haften mit ihrem Privatvermögen, die großen Anlagen-GmbH nur mit ihren Einlagen. Somit sind die auch ein hoher Risikofaktor für die Wirtschaft: sie melden Insolvenz an (im April 3 weitere große Sauenanlagen im Osten), die Gläubiger bleiben auf ihren Kosten sitzen und wenn sich kein Käufer findet, ist Schicht im Schacht.
Deshalb sind Familienbetriebe in Krisen resilienter, wie Thomas Bröcker auch schon beschreibt, und sichern uns letztendlich die Versorgung.
@Kemetbauer
Lesen Sie noch mal, was Sie geschrieben haben. Und dann denken Sie mal darüber nach, wie das bei einem aktiven Schweinebetrieb ankommt, der gerade 1,40 € /kg bekommt und bei jedem Schwein Geld dazu legt…
@BW
Wie viel Hochpreisphasen hatten die Schweinezüchter und -mäster in den letzten 20 Jahren? Würden Sie sagen, dass es zu einem Zeitpunkt während dieser Zeit, nachhaltig lohnenswert zu sein erschien, mit viel Fremdkapital zu investieren? Meine Ökokollegen mit Schweinen liefern augenblicklich für 1,60 €/kg, bei 56% MFA. Viele von denen haben in den letzten 20 Jahren heftig investiert. Der Markt lief vorübergehend, wie auch im konv. Bereich recht gut. Das reicht aber nicht, um Investitionen zu tätigen und schon mal gar nicht mit viel FK. Ja, es ist hart aber viele Berufskollegen sind leider schlechte Rechner; eben Vollblutbauern. Oder, wie es ein Slogan des DBV sagt: Bauern aus Leidenschaft.
btw: In diesem Thema wurde schon das rechtzeitige Aufhören beschrieben. Es gibt keine Existenzgarantie für ldw. Betriebe. Und der Verbraucher empfindet auch keine Verpflichtung die deutsche Landwirtschaft zu erhalten.
Klingt gut: aufhören, statt Privatvermögen verbrennen.
Mit welchen Folgen für Deutschland?
@F
Mal ganz im Ernst, was interessiert mich D. wenn es um mein Vermögen geht? Was interessiert es 99% der deutschen Gesellschaft, wenn mein Betrieb pleite geht? Meinen Betrieb schleifen für billiges Essen?
Ist so.
Wen es deshalb dringend interessieren sollte? Den Handel und die Politik
Aus heutiger Sicht geht das Höfesterben weiter, doch in der Krise/Katastrophe zeigt sich der ware Wert.Selbst unsere Armeeführung warnt aus Versorgungsgründen vor dem Höfesterben und das ist für unser Gemeinwesen in der Krise von erheblicher Bedeutung . Eine Krise wird kommen , so oder so , aber es wird vorher nicht klingeln. Dann wird sich die Wichtigkeit der Multifunktionalität unserer Bauernhöfe zeigen. Wir haben Traktoren, Grundwasserbrunnen, Notstrom , Diesel ,Tiere, usw. . Die Leistungen der Bauern mit ihren ´Maschinen und persönlichen Einsatz konnten wir im Ahrtal erleben und uns gibt es flächendeckend. Auch kommt hinzu , daß durch die bäuerlichen Netzwerke noch viel mehr Effekte gehoben werden können. Solange die jetzige Krise anhält haben natürlich die großen LEHs und die Geldspekulationspoltik mit den unfähigen Regierenden das Sagen. Das ändert sich aber schlagartig mit der Krise. Sowohl im Ahrtal , als auch beim Stromausfall in Berlin zeigte sich die Unfähigkeit aller Verantwortlichen. Da war es dann der persönliche Einsatz der Bürger vor Ort die diese Krisen in Gemeinschaft bewältigt haben. Die Politk hat sich dann später mit der Diffamierung der Helfer bedankt und später die politischen Krisenversager in sichere Versorgungsposten umgebettet. So sind viele Helfer auf ihren Diesel- und Reparaturkosten sitzen geblieben. Bei Analyse der jetzigen Lage wird das Versagen der Verantwortlichen auch uns erhalten bleiben. Schauen wir auf die nächsten zwei Jahre . Da lauern Versorgungskrisen , Kriege ,Überwachung , usw. auf uns. Deshalb sollte jeder für sich Vorsorge betreiben, denn helfen wird uns keiner. Allein der Irankrieg wird mit der Energie- und Düngerversorgung erhebliche Probleme in der nächsten Zeit nach sich ziehen. Allein die USA haben die kleinste Weizenfläche seit 1877 , in Australien wird rd. 40% weniger Getreide geerntet. Insgesamt sollen es in den Überschußländern rd. 70 Mill. Tonnen weniger sein , aber was ist in Asien , Südamerika , und Afrika ?? Auch die staatlichen Notreserven an Öl werden täglich weniger und bei uns sind die Gaslagerkavernen noch bei beängstigten niedrigen Füllständen.
Landwirte sind Rohstofflieferanten und schaffen keine zusätzliche Wertschöpfung durch Verarbeitung und Veredlung, mit Ausnahme in Hofläden oder Hofmolkereien, in denen bis zur Selbstausbeutung gearbeitet wird, wenn man nicht die passende Größe aufbaut, die auch Fremdarbeitskräfte finanziert. Fazit: Wachsen oder Weichen wird weitergehen und der klassische Familienbetrieb hat ausgedient
Landwirte sind Rohstofflieferanten und schaffen kein zusätzliche Wertschöpfung durch Verarbeitung und Veredlung gelingt, mit Ausnahme in Hofläden oder Hofmolkereien, in denen bis zur Selbstausbeutung gearbeitet wird, wenn man nicht die passende Größe aufbaut, die auch Fremdarbeitskräfte finanziert. Fazit: Wachsen oder Weichen wird weitergehen und der klassische Familienbetrieb hat ausgedient
Moin, natürlich ist es das „Höfesterben“ deren Bauern sterben doch irgendwann und auch Ärzte sterben… sonst wären die Druiden noch da und Methusalix auch.. Ich (ein Bauernbub) erinnere immer wieder daran dass ich als Grundschulkind die Eier in zehner Schachteln im Dorf ausgetragen habe und die haben 2 Mark gekostet (Ende der 60er).. 1978 baute der Vater einen Aufzuchtstall weil da die Mäster noch 4,– DM für das Kilo Lebendgewicht erhalten haben und nach Ferkelerzeugern gesucht wurde… Nach zwanzig (20) Jahren hab ich dann den Stall geleert weil wir in den letzten 5 Jahren nur noch in zwei Jahren Gewinn machen konnten (bei 21,5 Ferkel/Sau/Jahr…, zwischen 35 DM und 130 DM war der Preis gependelt).
Und der Bioanbau geht zurück (vor die Hunde) und warum wohl?? Keiner der „Verbraucher“ ist bereit wesentlich mehr für Lebensmittel auszugeben. Schaut oben auf meine Zahlen und überlegt was die Arbeiter damals vor 45 Jahren verdient haben und was die Bauern für ihre Produkte erhielten. Schönen Sonntag noch.
@MA
„….keiner der Verbraucher…..“, ist unzutreffend. Die Öko-Käufer machen ca. 5% der Verbraucherschaft aus. Daran hat sich und wird sich auch zukünftig nicht viel ändern. Für genau diesen kleinen Kreis können Ökolebensmittel erfolgreich produziert werden. Ein größerer Anteil und hier muss die absurde Zahl 30% angeführt werden, ist Schwchsinn.
@Kemetbauer
Ich wünsche jedem Bio-Bauern, dass Sie Recht behalten. Und sagen Sie bitte jedem Politiker, dass die 30% Bio der Tod für die bisherigen Bio-Bauern sind. Allerdings war das ja auch nur der feuchte Traum der Grünen. Derzeit redet niemand mehr davon.
@BW
Das habe ich gebetsmühlenartig, wann immer man es hören oder eben nicht hören wollte, vorgetragen. Heute gehen mir die Kollegen, die mir damals (2017) heftig widersprochen hatten aus dem Weg. Ich ihnen aber nicht! Ich habe sie schon als die Totengräber des Ökolandbaus bezeichnet und mir viel Ärger eingehandelt. Aber wie lautet noch der Spruch: Was stört es eine alte Eiche………… .
Hallo Bauer Willi.Mathias Binswanger habe ich noch nicht gelesen aber Herr Servers beschreibt die Situation Recht genau.Ich Frage mich ob das was die Gesellschaft und Politik der Wirtschaft in den letzten 30 Jahren angetan haben, sich langsam wieder dem Besseren zuwendet oder ob es gegen die Wand geht.
A.N.
Lesen Sie den Text von Prof. Binswanger. Danach können Sie sich die Antwort vermutlich selbst geben.
Danke Bauer Willi für den interessanten (traurigen) Beitrag. Schade, und eigentlich unverantwortlich, dass Bauern immer nur auf Produktion und Preis reduziert werden 😢. Bauern sind so viel mehr 🙏!! Erhalter von Landschaft, Boden, Grün, Klima,….. in den Ebenen, in den Bergen: ohne Bergbauern gibt es keine Basis für Tourismus, keine Almen, keine Erholungsgebiete für Mensch und Tier. An den Deichen….. keine Landschaftspflege /-Sicherung,, …. 🙏 Ohne Viehwirtschaft gibt es keinen guten natürlichen Dünger…. 🙏Bauern stützen die regionele Wirtschaft, Handwerk, Produkte-, Maschinen-Hersteller, ….. regionale Kaufkraft🙏….
So wie jetzt in der Industrie, bricht die Landwirtschaft ein, lässt man die Landwirtschaft ausbluten (wie es durch schlechte, unverantwortliche, kompetenzlose Politik in Europa seit Jahren passiert) brechen auch Handwerk und Zulieferer ein (s. Bsp. VW). 😔. Zuerst geht der Bauer, dann der Handwerker, dann der Lebensmittel Laden, dann das Gasthaus,… 🙈 und wohin geht die Reise bei dem Bauernsterben und Ausverkauf unserer Böden an Großkonzerne und ausländische Investoren ??🤔 Zentralismus und kommunistische Strukturen, Bauern als Lohnarbeiter für Großkonzerne 🙈🙈???
@K.L.
Das ist leider die falsche Reihenfolge. Wie es jetzt aussieht, geht der Bauer zuletzt. Alle anderen sind schon dem Strukturwandel zum Opfer gefallen. Warum also sollte der Bauer verschont bleiben? Er hat doch mit angesehen, wie die anderen Wirtschaftsbetriebe aufgegeben haben. Oft hat er sogar mitgeholfen. Das Getreide ging nicht mehr an die ortsansässige Mühle sondern zur größeren Genossenschaft. Das Schlachtvieh ging nicht mehr zum örtlichen Metzger, sondern zum Großschlachthof. Lediglich die Milch musste zur örtlichen Molkerei gehen, die dann aber fusionieren musste und sich so auch immer weiter von den Höfen entfernte. Die großen Verarbeitungsbetriebe zahlten oft besser und die kleinen waren dann außen vor. Warum sollte diese Entwicklung vor den Höfen halt machen?
Guten Morgen
Ich weiß nicht, ob der Leh auf die Höfe spekuliert.
Aber ich weiß in meiner Nachbarschaft war ein Hofgut bis 1980 in den Händen von Maggi mit 300 Red Holstein Kühen und Melkkarusel. Elbe war eine der berühmtesten Kühe von dem Hof.
Zu diesem Zeitpunkt war eigentlich noch Geld verdient. Allerdings kam da auch die Milchquote.
Deshalb bin ich nicht der Überzeugung das groß und größer günstiger produziert. Gutes Personal ist nicht billig und billiges Personal ist am Ende auch nicht günstig.
Allen ein schönen Sonntag
@J
Steigende Betriebsgrößen lassen eine Vielzahl an personalsparenden Technisierungen zu. Das beginnt bei den Melkrobotern, die sich Betriebe mit 40 Milchkühen wahrscheinlich nicht leisten können, geht über die Digitalisierung des Ackerbaus bis hin zur Vermarktung/Marktbeobachtung. Die Landwirtschaft der Zukunft ist nicht der große Arbeitgeber, sondern noch stärker der Nutzer des technischen Fortschritts. In diversen Nischen kann das natürlich ganz anders aussehen.
Ich hatte Gestern im Rahmen einer Veranstaltung mit einem Lobbyisten des Bauernbundes Kontakt. Deren Ansichten und Leute sind mir sehr sympathisch aber ihre Forderungen gehen an den realen Entwicklungen komplett vorbei. Die Forderung nach mehr kleinen Bäuerlichen Familienbetrieben ist zwar scheinbar gesellschaftlich gewollt, Nur die in diesem Rahmen erforderlichen höheren Erzeugerpreise sind in den letzten 20 Jahren einfach nicht mehr erreicht worden. Die Abnahme der Anzahl der Betriebe und gleichzeitige Flächenerweiterung der verbleibenden Betriebe ist die logische Folge der Differenz aus ständig steigenden Kosten und seit 25 Jahren aufs ganze gesehen stagnierenden Erzeugerpreisen.
Das mag in einzelnen Branchen jeweils etwas anders aussehen (Geflügel auf der Gewinnerseite … Obst und Gemüse auf der Verliererseite), aufs Ganze gesehen ist der Trend des Rückgangs der Betriebszahlen eine stetige Entwicklung. Was da am „Endpunkt“ für eine Struktur entsteht, ist für mich am Horizont noch nicht wirklich zu erkennen. Fakt ist, dass mit dem Wegfall des „Selbstausbeutungseffekts“ von Familienbetrieben die Stückkosten in Summe eher steigen als fallen werden. Jeder Großbetrieb mit fast ausschließlich Angestellten muss , bei Strafe des ansonstigen Untergangs, Vollkostenrechnung machen.
@TB
Volle Zustimmung!
Es gibt zunehmend Betriebe, u.a. in Dänemark, die den Melkroboter wieder rausschmeißen. Die Abhängigkeit von der Funktionsfähigkeit, die jährlichen Servicekosten, etc. führen dazu, dass größere Bestände zurückkehren zur überschaubaren simplen Handarbeit. Technologie ist gut,aber die hat ihre Grenzen. Es gibt für alle Dinge ein Optimum.
@RS
Das sind wahrscheinlich Demeter-Betriebe.
Mir sind solche Berichte bisher nicht untergekommen. Allerdings gibt es auch ldw. Betriebe die ihre Ackerschlepper abgeschafft haben, um jetzt wieder mit Zugtieren zu arbeiten. Das soll ja gut sein gegen Bodenverdichtungen. In Nischen ist alles möglich.
Sehr witzig…..nein es sind Betriebe, die mehrere Roboter betreiben und die die Abhängigkeit von Technik und Personal nicht mehr ertragen. Wenn man z.B. 9 Roboter betreuen muss, die 24/7 laufen sollen, dann ist das nur mit einem hohen Aufwand umsetzbar und setzt alle Beteiligten unter einen erheblichen physischen und psychischen Druck.
@RS
Wenn ein Betrieb 9 Roboter einsetzt und wir davon ausgehen, dass je Roboter 60 bis 90 Kühe gemolken werden, dann müssen diese Betriebe zukünftig für alternative Melkverfahren wie viele Mitarbeiter bereitstellen? Hier rüsten Milchbetriebe Roboter nach, weil sie keine Mitarbeiter finden. In DK ist das Lohnniveau noch um einiges höher als hier in D. Wie soll das wirtschaftlich gehen?
@Kemetbauer
Mein Freund Dieter, mit dem ich fast wöchentlich Kontakt habe, bewirtschaftet einen Demeter-Betrieb mit 250 Hektar. Sehr erfolgreich. In seinem Mais findet sich nicht ein Unkraut und auch sonst kann man einige seine Felder kaum von konventionellen unterscheiden. O.k. Kleegras und Untersaaten sind bei konventionellen eher weniger vertreten. Ich habe mein Bild von Demeter gründlich revidieren müssen.
@BW
Bei völlig beikrautfreien Beständen, ist dem Betrieb eine zusätzliche Verdachtskontrolle sicher. Im Ökolandbau werden keine Bestände ganz ohne Beikräuter angestrebt. Schließlich wollen wir Begleitfauna und-flora, schon aus Artenschutzgründen, in unseren Kulturen haben. Sie sollen allerdings ohne große wirtschaftliche Auswirkung bleiben.
btw: Sie haben doch sicher auch das Schadschwellenprinzip verinnerlicht. Wie passt ein völlig unkrautfreier ( so bezeichnen Sie es sicher) Bestand zu diesem Prinzip?
@Kemetbauer
Halten Sie mich bitte nicht für blöd… Danke…
(Unser Sohn hat seine Masterarbeit über die Umstellung unseres Betriebes auf Bio geschrieben. Bei Enno Bahrs. Er hat danach nicht umgestellt)
@BW
Das war gar nicht meine Absicht. Allerdings, mit Verlaub, der große Ökolandbaublicker sind Sie auch nicht.
Es steht manches geschrieben, das sich in der Realität anders darstellt. (Prof. C.Bäumer, Uni Gö).
Nicht nur in Dänemark und nicht nur in der Milchviehhaltung geht der Trend wieder Richtung einfache Technik.
Erstens muss mindestens der Betriebsleiter sehr technikaffin sein und Störungen, Reparaturen und Wartungen selbst leisten können, sonst explodieren die Kosten und es kommt zu Zwangs-Stillständen, bis ein Monteur überhaupt Zeit hat.
Zweitens ist es einfacher Mitarbeiter zu finden, die Hebel ziehen können, als komplizierte Computerprogramme bedienen. Zumal die meistens auch nur einsprachig sind.
RS: Kenne hier keinen großen Betrieb, der Melkroboter herausschmeißt! Mein Betrieb(AG) vor Ort mit 280 MK, 2200 ha LN arbeitet mit Lely Technik der neuesten Generation( Entmistung, Fütterung usw.)! Zur Zeit natürlich in der WG Ernte!
Ihr müsst das nicht immer so absolut sehen….sprecht einfach mit Firmen, die Nachtreiberinrichtungen, Futtertischbrücken oder Hubböden einbauen. Ich plane zur Zeit auch nur Ställe mit Melkroboter. Dennoch spielen etliche Betriebe rechnerisch durch, wie es sich rechnet, wenn man anstatt 6 Roboter neu einrichtet oder den vorhandenen Melkstand weiter nutzt. Arbeitskräfte müssen so oder so bleiben, nur müssen die vorh. der neuen Technik gewachsen sein.
@RS
Natürlich geht es beim Roboter um die Entlastung der Arbeitskräfte. Allerdings melden 8 von 10 Betrieben auch einen Rückgang bei der Zellzahl, nach der Umstellung auf den Roboter.
Du musst mir nichts über Robotermelken erzâhken, ich plane seit 25Jahren damit und hab auch schon Beiträge für topagrar-spezial darüber geschrieben….
@RS
Ist der große Kommentator angepisst? Schenkelklopf!
Schon die Begrifflichkeit „Bauernsterben“ ist absurd. Stirbt etwa der Bauer? Nein! Kann ein Betrieb sterben? Nein! Mit „Bauernsterben“ ist eine verbale Emotionalisierungsebene erreicht, die uns zunehmend zum Nachteil gereicht. Kommt mal wieder runter. Das Auslaufen von Betrieben ist eine normale Erscheinung, zumal oft die wirtschaftliche Schieflage der Grund dafür ist. Wer unter den gegebenen Bedingungen nicht mehr klarkommt, sollte den Stecker ziehen. Wir brauchen nicht 240 Tsd. Betriebe. Aber bis zur Sachlichkeit in diesem Thema ist der Weg wohl noch weit. Er wird allerdings, so sieht es augenblicklich aus, durch die EU-Finanzpolitik des nächsten GAP-Zeitraums, wohl heftig verkürzt werden. Die beabsichtigten Maßnahmen würden den Strukturwandel extrem beschleunigen.
Die Aussagen des Metro-Chefs Steffen darf man nicht missverstehen. Er meint nämlich nicht, dass die deutsche Landwirtschaft die Ernährungssicherheit hier in D. gewährleisten soll, sondern das Gebaren des LEH dafür die Garantie ist. Und das bedeutet, noch mehr Druck auf die Landwirtschaft, damit das Volk weiterhin billig ernährt werden kann, ohne dass die Marge leidet.
Dazu passt diese Meldung:
https://www.topagrar.com/markt/news/warum-hat-der-leh-seine-fleischwerbung-zuruckgefahren-20027067.html
Hätte der LEH Interesse am Erhalt der hiesigen Lebensmittelproduktion, würde er gerade jetzt die Werbung für Fleisch massiv erhöhen, damit die Überkapazitäten abfließen. Tut er aber nicht, die Einkaufspreise des Handels sind bodenlos, die Einkaufsmacht grenzenlos, die Verkaufspreise haben sich nicht großartig geändert. Marge zählt, sonst nichts.
Unsere Politik dagegen ist ein Tanker, der viel zu träge ist zum Wenden.
Wir haben mit sehr sichtbaren Protesten gewarnt, die aber als rechts diffamiert wurden und auf Agrardiesel und ungewollten Umweltschutz zusammengedampft wurden.
Es wird wehtun, erst den Bauern (die sind mittendrin, Erzeugerkosten extrem hoch, Erzeugerpreise auf allen Ebenen im Keller), dann der Gesellschaft.
@Kemetbauer
Die Überschrift „Bauernsterben“ stammt von Prof. Binswanger. Nur als Erläuterung, bevor sich hier was Falsches festsetzt… 🙂
BW: “Bauernsterben” klingt ja auch brutal! Ich denke alle wissen wie das der Prof. meint( habe es nicht gelesen) . Bin ja schon immer der Meinung, das insbesondere in der Jetztzeit nur Großbetriebe mit einer vielfältigen Produktion( Urproduktion, Energiegewinnung,Hofmaerkte usw.) den Marktentwicklungen einigermaßen standhalten können.Warum nicht auch Fremdeigentuemer,wenn’s die LW und Arbeitsplätze vor Ort erhält( Denree)? Ist für Familienbetriebe anders, aber auch da werden nicht alle “sterben”. Auch die müssen sich an die Entwicklungen anpassen, und am Markt mit mehr oder weniger Fördermitteln wirtschaften…
@BW
Diese Begrifflichkeit geistert schon länger durch die ldw. Berichterstattung. Wer sie kreiert hat weiß ich nicht. Mir ist sie zu pathetisch.
„Strukturwandel.“
„Produktivität.“
„Marktlogik.“
„Marktmacht.“
– Das klingt alles ziemlich mächtig. Ist das nur gegen Russland gerichtet oder nebenbei auch für die tierärztliche Praxis geeignet?
@Zgnflüstrr
Ich verstehe Ihren Kommentar nicht. Was hat das Thema mit Russland oder einer Tierarztpraxis zu tun?
na, einfach mal die TA-Rechnungen im Milchviehbetrieb vom letzten Jahr analysieren…
@Peter
Jetzt verstehe ich es erst recht nicht…
das wachsen oder weichen ist entstanden,weil wir durch das wachsen unsere Stück kosten senken konnten.Aber wir Milchbauern können in gemäßigten Klimazonen nicht günstig genug produzieren, den jetzt muss in Algerien ein neuer Kuhstall für 250000 Kühe gebaut werden.
Wie ich wiederholt geschrieben habe: Landwirtschaft auf nationaler Ebene kann nicht nach marktwirtschaftlichen Maßstâben funktionieren. Will man eine Zahl x an Betrieben zur nationalen Sicherung der Versorgung am Leben erhalten, so muss die steigende Kostenseite vom Verbraucher/Steuerzahler ausgeglichen werden. Soll der reine Markt entscheiden, muss man mit Wachsen und Weichen leben und dessen Folgen aber auch einpreisen. Resilienz ist dann futsch und Souveränität über die Sicherheit der Erzeugnisse mind. eingeschränkt.
Es wird auch nur ein begrenztes Wachstum zu größeren Einheiten geben, weil die vorliegende Kleinstruktur, deren Lage im Raum, die verkehrliche Erreichbarkeit, die Kosten für die Logistik usw. nur wenig Spielraum zulassen.
Ergo muss sich Politik = Wähler= Gesellschaft lediglich ehrlich machen und sagen, was sie zukünftig möchten…..ganz einfach.👉
@RS
In Ihrer Vorstellung kann das evtl. so sein. Vielleicht sollten Sie sich einfach von der verinnerlichten Größenordnung der ldw. Betriebe trennen. Wir sollten zunächst mal Abschied nehmen von der Vorstellung, dass der Verbraucher für den Erhalt von möglichst vielen ldw. Betrieben verantwortlich ist. Nicht die Anzahl der Betrieb ist Garant für die Versorgungssicherheit, sondern die Effektivität des ldw. Handelns. Und die ist mit zunehmender Betriebsgröße ganz klar vorteilhafter.
vorteilhafter… für wen?
@P
Z.B. für den Ressourcenschutz.
Welche resource willst du mit größeren Betrieben schützen?
@P
Z.B. die Ressource Energie.
Ich schütze mit unserer Betriebsgröße die Sonne-(nenergie) …lustig.
j@K ja mehr Focus auf die Ressource Energie das ist sinnvoll in einem Land dem es an eigener Energie mangelt.
Biogasanlage am besten in Kombination mit Tierhaltung liefert inländische Energie. Focus auf Anbau von Pflanzen die hohe Energiemenge liefern und damit einen Beitrag nicht nur zur Ernährungssicherheit sondern auch zur Energiegewinnung liefern. Das ist sinnvolle Nutzung der kanppen Ressource Land.
Mehr Biogas in die Leitungsrohre das ist das Gebot der Stunde in D.
Kemet, die verbleibenden Betriebsleiter sind ja nicht dümmer, als deren Vorgänger. Wenn in dieser infrastrukturell verdichteten Republik 10 Betriebe wegfallen, dann wird deren Flächenanteil nicht automatisch von einem „produktivsten“ größeren übernommen werden können. Die Effektivität des Handelns hângt auch unmittelbar von der Nutzbarkeit, der Erreichbarkeit etc. ab. Es gibt schon genügend schlaue Dynamikbauern, die mit ihren übergroßen Maschinen durch die Dörfer und Wohnsiedlungen rasen, weil der Druck zur Effektivität sie dazu drängt. Wenn das Essen irgendwann nicht mehr kommt, weil in Übersee Dürre herrscht, oder ein Schiff quer liegt, dann kann man sich ja evtl wieder über Effizienz und Produktivität etc. unterhalten.
@RS
Mit dem Ausscheiden der kleineren Betriebe wird auch die Bewirtschaftung von Splitterflächen drastisch abnehmen. Grenzertragsstandorte werden dann wohl an den Umwelt- und Naturschutz fallen. Gerade diese Erwartung lässt bei den NGOs die Abwehr gegen Großbetriebe schwinden.
Na, Mensch Kemet dann wird doch endlich alles gut…..die dummen Bauern sind weg, die schlauen übrig geblieben. Die NGOs bekommen ihre Naturflächen, die Kommunen endlich die Baulandflächen, die Preise für Lebensmittel bleiben niedrig……bleibt Kemetbauer auch dabei oder wird er sich dem Markt unterwerfen?
@Alfons Nünning
Haben Sie den Text von Mathias Binswanger gelesen? Dort ist zu lesen, was Sie umtreibt.
@AN
Das Megavorhaben in Algerien dient auch nur der Selbstversorgung der eigenen Bevölkerung mit Milchpulver. Was ist daran verwerflich. Selbst das dann verwendete Tiefenwasser für die Futtererzeugung, wird einfach wieder in den Wasserkreislauf eingespeist.
Bei Bauern oder deren Höfen kenne ich mich nicht so aus, aber bei Schweinen kaufe ich nichts, was noch quiekt.
Zaungeflüster, du hast vergessen heute morgen deine Tabletten zu nehmen, kann das sein?😎
@Zgnflüstrr
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