Das Portal „Kontrafunk“ hat mich am 18.12.2925 zu den Bauernprotesten befragt. Ich habe Achim Winter rund 10 Minuten Rede und Antwort gestanden. Wenn mich ARD, ZDF oder andere Medien darum gebeten hätten, hätte ich auch diesen zur Verfügung gestanden.
Das Interview beginnt nach etwa 4 Minuten.
https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/politik-und-zeitgeschehen/18-20/18-20-live-2025-12-18
Ich bin gespannt auf die Kommentare. Es handelt sich – wie immer – um meine persönliche Meinung.


Das ist ein schönes, ausgewogenes Interview – besonders gefällt mir, auch Fortschritte in der Politik zu benennen, sowie „Bill-Gates-Mythen“ quantitativ einzuordnen.
„In der Sache“ möchte ich anmerken: In Deutschland ist jede Änderung gerne das personifizierte Böse: (Neuer) Freihandel mit Südamerika ist evil, aber wenn der (tendenzielle) Freihandel mit den USA durch die Trump’schen Zölle kollabiert, dann ist das natürlich auch evil, und wir sorgen uns zurecht.
Mir ist klar, dass die europäischen Bauern nicht der Gewinner von Mercosur wären – aber das rechtfertigt m.E. nicht, die Chance verstreichen zu lassen und China das Feld zu überlassen.
Lâuft doch alles gut…..
https://youtu.be/MY72FAeiY8A?si=LK2YlR1XY3XNq7Vc
Sehr gutes Interview. Dank dafür.
Ihnen und allen Blog-Teilnehmern eine frohe Weihnacht, einen guten Rutsch und ein mercosurfreies 2026,
stets Ihr
Civilitas
Ceterum censeo Europam esse restituendam
moin es ist immer doof wenn ich alle die gleichen Regeln haben auch wenn der Markt der gleiche ist. vor allen Dingen wir Europäer oder an dem Falle dir Deutschen sind die kleinen und müssen in die großen regeln ankämpfen! schönen Samstag
Ja, das ist nun mal so…
BW: Habe mir gerade das ganze Interview im Kontrafunk angehört! Perfekte Darstellung der Situation durch Dr.Kremer-Schillings! Sehe die Situation für die LW ( auch wenn ich nicht mehr aktiv diese gestalte) genauso, insbesondere Vorgaben von Staat und EU oder den Agrarhandel mit der Ukraine und diverser Wettbewerbsverzerrungen! Mal sehen wie es nach den Protesten europäischer Bauern weitergeht für unsere LW.
Am 25. Oktober hat Experte dr. Bauer willi das Ukraine Zuckerproblem abgestritten.
Zitat Expertise B.W.:
„ Bauer Willi
25. Oktober 2025
@AKF
Bitte Fakten. „Ich habe gehört…“ reicht mir als Beleg nicht. Ich habe 25 Jahre in der Zuckerindustrie gearbeitet. „
Zum Glück kommt bei Kontrafunk ein echter Bauer zu Wort, nämlich Anthony Lee. Dies zur Ehrenrettung für den Funk , der nur versehentlich mit Luftpumpen spricht.
@AKF2.0
Sie hatten uns doch versprochen, hier nicht mehr zu trollen. Bleiben Sie doch bitte bei dieser sehr guten Einscheidung.
@AKF 2.0
Nachtrag: Ich habe Ihren Kommentar ja freigegeben, weil Sie sich mit einer neuen Mail-Adresse angemeldet haben. Jetzt meldet mir mein Mail-Postfach, dass Ihre Mail-Adresse nicht existiert. Können Sie dafür eine Erklärung abgeben?
Kontrafunk ist seriöser und sachlicher als ARD , ZdF oder Deutschlandfunk. Die Journalisten vom Kontrafunk müssen um ihre Hörer – mit seriösen Recherchen und auch kritischen Interviews- kämpfen. Sie werden nicht aus Zwangsgebühren bezahlt und sind deshalb ehrgeiziger als satte ÖRR – Journalisten.
Wenn ich französische Nachrichten schaue, wird der Unterschied zwischen betreuten Denken ( Tagesschau) und Trennung von Nachricht und Kommentar sehr deutlich.
C.B.: Mein Sohn und ich bewirtschaften im Börde Kreis jeweils mit eigenem Betrieb.Meine Frau und ich sind vor 23 Jahren hier gestartet, mit Milchvieh.Heute gibt es noch ein paar Holländer die hier Vieh halten und die anderen Kollegen verlassen sich auf die Ausgleichszahlungen.An Willi die Frage, was gehört zum BIP Anteil Landwirtschaft? Auch Landtechnikbranche.Futtermittel-.Verarbeitungs-, Veterinär -,Landhandel-, Chemiebranche usw.
AN: Finde ich natürlich toll, wenn Sie und Ihr Sohn Milchvieh halten und dann noch in der Börde! Wieviel ha bewirtschaften und GV halten Sie?
@A.N.
Meines Wissens wird der BIP für Landwirtschaft aus der Erzeugung von Lebensmitteln berechnet. Der vor- und nachgelagerte Bereich gehört nicht dazu.
Willi hat sehr sachlich und kompetent geantwortet. – Wenn ich aber die Demo in Brüssel gesehen habe , dann muß man zum Ergebnis kommen , daß die Vielzahl der Bauern „Nichts mehr zu verlieren haben“ und gegen jede weitere wirtschaftliche Einschränkung ihr Veto einlegen. Das mit solcher Gewalt dieser wirtschaftliche Druck sich entfaltet hat , ist für deutsche Verhältnisse kaum verständlich. Dabei sollte nicht vergessen werden , daß wir eine Höfeordnung haben und die junge Übernehmergeneration den Hof mit Altenteilsverpflichtungen übernimmt. In den anderen EU-Ländern muß der Hof aber gekauft werden und entsprechend liegen dort hohe Fremdkapitaldienstleistungen auf den Höfen , während bei uns zusätzlich die Altenteiler immer noch überwiegend unendgeldlich ihr Altenteil verdienen. Außerdem haben wir Bauern ja eh den Eindruck , daß uns die EU sowieso nur wirtschaftlich vernichten will. Von Schutz , Hilfe oder Unterstützung merken wir doch nichts , sondern nur von Verordnungen , Kontrollen , usw. . Wenn uns die Politik wirklich helfen wollte , dann würde sie die Rahmenbedingungen schaffen , daß wir ohne die Subventionsabhängigkeit leben und wirtschaften könnten. Das war und ist nicht gewollt, genauso wie mit Industrie und Gewerbe. Diese Staatswirtschaft wird jetzt auf die Spitze getrieben und überall gehen die Bürger auf die Straße. Nachhaltig wird dieses System scheitern und die Demokratie , Rechtsstaatlichkeit und Soziale Marktwirtschaft wieder zum Durchbruch bringen. Das die Politik inzwischen Angst vor den Bürgern hat , konnte man mit der Flucht aus Brüssel von der Leyens am Freitag erleben. Feige sind sie auch noch !
Deutsche Agrarrohstofferzeugung im globalen Kontext kann ohne Stützung nicht funktionieren. Das wäre nur unter einer protektionistischen Maßgabe möglich. DAS wird nicht kommen. Es würde u.a. auch ein völlig anderes Wirtschafts – und Geldsystem erfordern
Das Interview ist wirklich gut. Und es ist phnänomenal, wie Sie, Bauer Willi, immer sachlich und pointiert die Fachthemen einbringen. O Ton von Achim Winter: „Es wurden Verschwörungstheorien entkräftet!“
Allerdings gehe ich davon aus, dass Sie den Betrieb bereits übergeben haben. Dann wäre es m.E. angebracht, dass Sie zumindest in einem Nebensatz zum Ausdruck bringen, dass Sie Landwirt im Ruhestand sind …
„Allerdings gehe ich davon aus, dass Sie den Betrieb bereits übergeben haben. Dann wäre es m.E. angebracht, dass Sie zumindest in einem Nebensatz zum Ausdruck bringen, dass Sie Landwirt im Ruhestand sind …“
Echt jetzt? Kratz anne Birne……
@farmer
Was ändert das an den Aussagen?
Wie wäre die Sprachregelung Ihrer Meinung nach? Soll ich sagen: „Ich war bis im vorigen Jahr noch Bauer. Jetzt habe ich den Betrieb an unseren Sohn weitergegeben. Wir haben aber noch eine Vater-Sohn-GbR. Ich bin also kein richtiger Bauer mehr.“
Würde das Ihr Wohlwollen finden`?
Besser wäre es doch, wenn ich mein Pseudonym in „Ex-Bauer Willi“ ändern würde…
Oh Mann, Sie haben Probleme…
Bei mir öffnet sich das Fenster sofort. Hier noch mal der Link:
https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/politik-und-zeitgeschehen/18-20/18-20-live-2025-12-18
Lieber Bauer Willi
Die Aussage das Deutschland mit der nicht-landwirtschaftlichen Industrie groß geworden ist,halte ich für nicht ganz richtig.
Nach dem 2.Weltkrieg wurde in Nord-und Nordwestdeutschland die Viehhaltung mit der nachgelagerten Verarbeitung aufgebaut die ihresgleichen sucht.
Außerdem sind viele große Landtechnikhersteller in Deutschland durch die Landwirtschaft entstanden.
Leider hat man in den letzten 20 Jahren viele viehhaltende Betriebe zerstört.
@A.N.
Der Anteil der Landwirtschaft am BIP liegt aktuell bei 0,8%. Im Jahr 1970 lag er bei rund 3%. Laut KI lag er im Jahr 1950 bei 7-10%.
AN: Nicht zu vergessen,auch hier im Osten wurde die LW und Verarbeitung nach dem Kriege aufgebaut…
Ich hab’s sogar die KI doppelt nachchecken lassen, aber es ist weit und breit nicht ein solches Audio mit @Willi aufzutreiben. Der oben verlinkte Nachrichtenüberblick enthält jedenfalls kein Interview.
Willi Kremer-Schillings: Die Lage in der Agrarwirtschaft
Es ist weiter untern auf der o.a. Seite!
Ja, es ist weiter unten, sorry.
https://www.tagesspiegel.de/internationales/prioritaten-immer-noch-nicht-verstanden-merz-kritisiert-frankreich-und-italien-wegen-mercosur-abkommen-15061697.html
Das Merz sagt doch, wir sollten nicht so an Kleinigkeiten rummäkeln.
Lula sagt, wenn ihr euch nicht einigt, steigen wir aus (er hat eh schon China als Hauptabnehmer, wartet nur auf die EU, weil diese besser zahlen.😉)
Die französischen und italienischen Bauern holen für ihre Kollegen immer wieder die Kohlen aus dem Feuer und die deutschen schauen zu, wie sie sich dem Rechtsruckverdacht durch Nicht- Aufmucken entziehen können.
Lustichland.
@R.S.
Die Meinung Lulas gibt die Sicht der Brasilianer auf Deutschland wieder. Bei meinem Besuch in Brasilien habe ich nachgefragt, wie man auf Deutschland sieht. Antwort (wörtlich!): „Deutschland ist das Land der Klugscheisser und Besserwisser.“
Und dann ärgert man sich noch über über das 1:7 bei der Fussballweltmeisterschaft…. 🙁
Brasilien spielt aus meiner Sicht ein doppeltes Spiel als BRICS-Mitglied.
Das naive Deutschland und das naive Europa werden wohl erst aufwachen, wenn es zu spät ist.🥳
@R.S.:
Ich finde nicht, dass Brasilien ein doppeltes Spiel spielt. Sie erklären relativ deutlich, dass sie von Europa nicht viel halten. Russland ist ein ganz normaler Handelspartner, China auch. Europa manävriert sich selber aus dem Spiel.
R.S.: “ Die französischen und italienischen Bauern holen für ihre Kollegen immer wieder die Kohlen aus dem Feuer und die deutschen schauen zu, wie sie sich dem Rechtsruckverdacht durch Nicht-aufmucken entziehen können “
Vollkommen richtig erkannt, nur wird sich dieses deutsch- korrekte Verhalten für unsere Bauernverbandshörigen Demonstranten
nicht auszahlen :
Die dieser Tage ergangenen Urteile bis zu Bewährungsstrafen für die Beteiligten der Habeck Aff-fähre und die neuerliche Berichterstattung darüber vor allem in den „Qualitätsmedien “ und die aktuellen Bilder der Bauerndemonstationen die zunehmend mit offensichtlich KI-generierten Clips noch aufgemotzt werden, dürften dafür sorgen, dass eine Meinungsbildung in bewährter Form bezüglich der Landwirtschaft stattfindet.
Das laut Willi offenkundige Desinteresse des ÖRR an fachlichem Hintergrundwissen offenbart die Arroganz dieses zwangsfinanziert en Apparates der sich neutraler Berichterstattung längst weniger verpflichtet sieht als unterirdisch dümmlicher Meinungsmache
(„Die 100“), während alternative Medien, die offenbar das Grundverständnis von gutem Journalismus (Sagen was ist) noch verinnerlichen pauschal als rechts und rechtsextrem verunglimpft werden.