Jürg Vollmer ist selbstständiger Agrarjournalist in der Schweiz, der sich kritisch mit allem auseinandersetzt, was rund um die Agrarbranche passiert. Ich habe seinen Newsletter abonniert, weil ich seine Texte für sehr lesenswert halte, auch wenn sie nicht jedem (Landwirt) gefallen könnten. Aber wer kann das schon.
Im nachfolgenden Text geht es um Bauernbashing, Klima und Verbandspolitik. Und das in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
https://open.substack.com/pub/juergvollmer/p/trockenheit-bauern-bashing?
Wie ist euer Kommentar? Hat er die Situation richtig beschrieben?


Wenn ein Artikel mit „Klimaschutz“ und „Klimakrise“ beginnt, ist er doch von vorneherein auf dem falschen Gleis!
Auch wenn das dann nachher versöhnlich wird – wieso muß man sich an diesen Milliarden-Popanz anhängen?
Will man die Klimajünger besänftigen? Die, die keine Ahnung haben, aber alles besser wissen, von Physik bis Agronomie?
Wer von denen, die jetzt allen möglichen Unfug fordern, erinnert sich noch an das Wetter im Mai 2026? Da war es kühl und naß und die Klimajünger ruhig, weil es nicht zu ihrem Glauben gepaßt hat.
Mühsam, aber in jedem Falle sinnvoll ist es meines Erachtens, die „Normalos“ aufzuklären (sie sind die Mehrheit!), sie zum Nachdenken anzuregen wie es Bauer Willi tut – statt über jedes Stöckchen zu springen, das irgendwelche Aktivisten hinhalten.
Jede politische Gruppierung benötigt ein Feinbild.
Leider schließen sich Menschen nur bei Bedrohung zusammen.
Die Umweltschutzbewegung hat frühzeitig erkannt,
dass sich der „Bauer“ hervorragend dafür eignet.
Alle politischen Richtungen erzeugen solche Pseudo Feindbilder.
Nationalisten bekämpfen den „Ausländer“.
Sozialisten den „Polizisten“.
Christen bekämpften die „Hexe“
und Ökologisten eben den „Bauern“.
Psychologisch immer die gleiche Methode.
Die Kämpfe waren immer geeignet,
zusätzliche und unnötige Probleme hervorzurufen.
Spätere Generationen können das im Rückblick klar sehen,
aber in der Getriebenheit ist es offenbar nicht zu erkennen.
Die fingierte Bedrohung wird geglaubt.
Erst wenn dieser unsinnige Kampf aufhört,
können die politischen Richtungen zu
menschlicher Weiterentwicklung beitragen,
denn sie alle haben ja auch wahre und echte Aufgaben.
Erst wenn das Feindbild überwunden ist,
erst wenn der Feind zum Freund wird,
beginnt die Lösung der Probleme.
Der oben erwähnte Artikel erkennt das immerhin ansatzweise,
wenn auch nicht durchgängig.
Das kann in einer Umgebung, die sich „Food-Revolution“ nennt auch kaum geschehen.
Revolution dient der Zerstörung, verhindert Evolution.
Solange Revolutioniert wird, gehts also zuerst mal rückwärts.
Sagt ja schon der Name.
Für eine Food Evolution braucht es den positiven Blick,
denn wer wird die Food Evolution stemmen?
Wer stemmt die nie endende und wichtige Food Evolution seit Generationen?
Natürlich die Landwirtschaft!
Die richtige Frage wäre also nicht: Was machen die Bauern falsch?
Die richtige Frage lautet: Was zum Kuckuck habt ihr gegen die Bauern?
Ich lade Sie gerne ein, die Reportagen und Praxistipps von «Food Revolution» (Ernährungswende) zu lesen – für eine gesunde, ressourcenschonende Ernährung mit mehr pflanzlichen und regional erzeugten Lebensmitteln – für gesunde Böden, artgerechte Tierhaltung und besseres Klima.
Sie werden in den mittlerweile über 100 Beiträgen keinen einzigen finden, in dem gefragt wird, was die Landwirte falsch machen. Im Gegenteil.
…..“Food Revolution» (Ernährungswende) zu lesen – für eine gesunde, ressourcenschonende Ernährung mit mehr pflanzlichen und regional erzeugten Lebensmitteln – für gesunde Böden, artgerechte Tierhaltung und besseres Klima…..“
Das moralische Perpetuum Mobile zur Erreichung des Himmelreiches….. 🦄
Ist nicht gegen den Verfasser gewendet, sondern gegen die gesellschaftliche Sinnsuche des Individuums.
„Eine Revolution ist eine plötzliche, radikale und grundlegende Veränderung eines Systems, einer Gesellschaft oder einer Struktur.“
…wenn das irgendein „Verfasser“ für mein Essen formuliert, dann ist er „nicht mein Freund“…und wenn das, wovon ich ausgehe, noch mehr „Esser“ so sehen, führt das logisch zur Konterrevolution. Also sollte der Verfasser einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen, als Texte mit Zwietrachtpontential zu verfassen.
…potential…
Wie schon erwähnt: Ich lade Sie gerne ein, die über 100 Reportagen und Praxistipps von «Food Revolution» (englisch für Ernährungswende) zu lesen:
https://www.food-revolution.info
Lesen hilft gegen Vorurteile.
Ich bin mal drei Beiträge durchflogen…..ich erkenne weder Neues, noch Revolutionäres. Wer einen Stall plant und schon vor dem Bezug davon ausgeht, dass er wohl 40% weniger Tiere einstallen wird, weil es EIN trockenes Jahr gegeben hat, der hätte in der Planungsphase ja eigentlich schon die Reißleine ziehen müssen.
Und die Fermentation von Kohl als revolutionäre Zukunftsvision zu titulieren ist schon dreist. Beim Bier genauso.
Die ganze Geschichte läuft auf eine Idealisierung einer regionalen Problematik raus. Natürlich muss jeder in seinem Beritt für Lösungen suchen, das ist die Arbeit von Bauern seit Jahrhunderten. Hat aber nichts revolutionäres…..das ist ausschließlich der Förderung von Aufmerksamkeit geschuldet. Meine Meinung
Schön, dass Sie eine Meinung haben. Die lasse ich Ihnen gerne.
Danke, dass ist sehr großmütig von Ihnen.☝️
Ich habe keine Vorurteile! …nur eine gefestigte eigene Meinung und genügend Lebenserfahrung. Solange nicht St. Moritz, Aspen und der Yellowstone Club in Montana der Natur zurückgegeben sind, möchte ich auch nicht und von niemendem gewendet werden! 😁
analog zu dem verlinkten Beitrag meine Gedanken und die fünf alternativen wichtigen Fragen zu alternativen Demos oder anderen Veranstaltungen (in Klammer Fragen zu Bauern Demos)
1. (Warum protestieren Bauern im Sommer nicht gegen den Klimawandel?) Warum finden Demos in Städten häufig im Sommer statt?
Weil dann Ferien sind und es im Winter zu kalt ist. Bei diversen Demos stellt sich die Frage ist das nur reine Selbstdarstellung bzw worum geht es eigentlich konkret. Bei einigen Demos nehmen sich die Teilnehmer das „Recht auf frei“ weil es aus ihrer Sicht richtig da es vermeintlich wichtig ist.
2. (Vertreten Bauernverbände alle Landwirte?) Vertreten diese „Protestierenden“ alle Bevölkerungsgruppen bzw die Gesamtheit der Bevölkerung?
Nein die Teilnehmer der meisten sogenannten oft selbsternannten Sommerdemos verfolgen eigene spezielle Interessen auch wirtschaftlicher Art ihrer Lobbygruppen, Verbände und Parteien.
3. (Trägt die Landwirtschaft zur Klimakrise bei?) Tragen andere Demos zur Klimakrise bei.
Ja, alle Demos und große Menschenansammelungen verursachen Treibhausgasemissionen und belastet Böden, Gewässer und Biodiversität denn die Teilnehmer kommen oft nicht fussläufig aus dem näheren Umfeld sondern reisen teils sogar von weit her an mit Auto, Bahn, Bus, Flugzeug… Finden diese in der Nähe von Parks oder Grünanlagen statt kommt es regelmässig zu Schäden wie Punkteinträgen von Nährstoffen in Boden, Gewässer inkl Einfluss auf die Biodiveristät. Bei großen Veranstaltungen werden zudem häufig große Geräte wie LKW, Busse etc angetrieben mit fossilen Rohstoffen eingesetzt dies führt selbstverständlich zu weiteren Treihausgasemmissionen. Veranstaltungen finden auch bei Dürren, Starkregen und anderen Folgen der Klimaerhitzung statt. Absagen sind mir nicht bekannt.
4. (Warum schadet Bauern-Bashing dem Klimaschutz?) Warum schadet sogenanntes Demo Bashing dem Klimaschutz?
Pauschales Demo Bashing verschärft die Wahrscheinlichkeit der Einschränkung der freien Meinungsäusserung und erschwert ein gedeihliches Zusammenleben. Gefördert werden radikale Entwicklungen bis hin zu stringenten unsinnigen Forderungen nach immer mehr neuen Gesetzen, Regelungen des Lebens im kleinsten Detail bis hin zur Unterstützung von Autokraten aller Art.
5. (Wer muss die Agrar- und Ernährungswende bezahlen?) Wer muß die Forderungen von Demonstraten und/oder extensiv Feiernden bezahlen?
Die Kosten müßen alle tragen durch höhere Preise, Steuern und Abgaben unabhängig davon ob sie die Forderungen oder die Veranstaltung für sinnvoll oder unsinnig halten.
zum Verständnis Beispiele aus dem Sommer Feiern mim Park bzw mit grossem Gerät
https://www.ravetheplanet.com/events/rave-the-planet-parade-2026/
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/csd-koeln-sicherheit-100.html
https://www.holifestival.com/deine-stadt/hamburg/
Das wirklich Gute an dem Artikel sind die Zwischenüberschriften. Dazwischen wird aber auch viel Falsches und Dummes geschrieben.
. moin ich bin total begeistert! Wahnsinn es geht voran
Das Bauernbashing, Ärztebashing, Mutter-und Vaterbashing, Bürgerbashing usw. ist alles Teil eines fehlgesteuerten Systems – unsere Tage zeichnen sich dadurch aus, dass es plötzlich sichtbar wird, weil es nicht mehr im stillen Winkel passiert, sondern öffentlich die totale Vernichtung vorangetrieben wird von allem, was nicht links ist, von allem was nicht sozialistisch ist, von allem, das nicht woke ist, von allem, das nicht mitschwimmen will, die Liste ist beliebig erweiterbar.
Meine (angenehme) Überraschung aus dem Weg heraus: schauen Sie mal auf instagram, da ist erstaunlich viel Widerstand. Erstaunlich viel gewaltloser Widerstand, der genau auf den Punkt bringt, was wir so nicht länger hinnehmen sollten. Es lohnt sich, da mal reinzuschauen und vielleicht fällt dem einen oder anderen Bauern ja auch gute Widerstands-Ideen ein. Schauen Sie mal rein, ich staune und freue mich darüber, dass nicht alle Menschen in unserem Land stoisch hinnehmen, was man ihnen antut – vieles davon ist sehr gut gemacht, manches unverständlich, aber doch genug richtig Gutes.
Nicht aufgeben, kämpfen und nach dem Weg suchen.
„schaut mal bei Instagram…“
Sonja, ich geb auf. Ich schaffe es nicht, so verquer zu denken, wie ein Truther, oder Flatearther oder eine Sonja…..nicht möglich.🫤
Für die Eigentümer der Medien- und Kommunikationsplattformen (Tech Bros) läuft es gut: die verwirrten Monaden, die dort fast ihre gesamte Aufmerksamkeit spendieren, werden zu willigen Vollstreckern einer reaktionären Wende hin zu Techno Feudalismus, Tributökonomie und männlichen Machtprojektionen. Wohlan…
Kurze Ergänzung zum Deutschen Bauernverband: Neben den ordentlichen Mitgliedern hat der Deutsche Bauernverband auch assoziierte Mitglieder. Dies sind 44 Verbände und Organisationen, die bei der Wahl des Bauernverbandspräsidenten mitwählen und die an der inhaltlichen Arbeit des DBV ohne Einschränkung mitwirken.
Es sind die z.B.:
Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V., Bundesverband Deutscher Saatguterzeuger e.V., DER AGRARHANDEL – Bundesverband Agrarhandel und Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. ,
Was auch interessant ist, im DBV sind keine Milchbauern, aber die gesamte Molkereistruktur vertreten:
Bundesverband der Privaten Milchwirtschaft e.V., Milchindustrie-Verband e.V., Zentralverband Deutscher Milchwirtschaftler e.V.
Es sollte deshalb niemand behaupten, dass der Bauernverband nicht seine Mitglieder vertritt !
Wieso sind im Bauernverband keine Milchbauern vertreten ?
Wenn ich nicht Mitglied gewesen wäre, hätte ich ja auch nicht austreten können !
Ja, was soll man sagen?
Wir Landwirte können mit unserem Wissen die Klimabewegung auch nicht erreichen.
Warum? weil keiner hinhört wenn wir über Bodenschutz ,Grundwasserschutz, Hochwasserschutz, Tierschutz , Umbau zu Mischwäldern , usw. aus unserer Sicht beitragen wollen.
Die Deutungshoheit ist uns in den letzten Jahrzehnten abhanden gekommen.
NgO`s und Politik haben übernommen, geben eine Studie nach der anderen in Auftrag ,
und erzählen uns dann teilweise , was wir schon immer wissen. zb. das Humusaufbau aktiver Boden, Grundwasser und Hochwasserschutz ist.
Egal , ist jetzt so.
Diese Themen leben jedenfalls vom MACHEN, nicht vom SCHNACKEN.
Wir haben zu viele Schnacker in der Gesellschaft , die nur von ANDEREN fordern, und somit ihren Beitrag zum Klimaschutz beigetragen haben.
@Rathje Clasen
Ihre negative Einstellung teile ich nicht. Wenn ich sie teilen würde, würde ich sofort aufhören zu bloggen. (plus Facebook, Instagram, Twitter, YouTube, aber davon bekommt ihr ja nichts mit)
@BW
Nehmen Sie das jetzt bitte nicht persönlich aber für mich steigt die Wertschätzung für eine Person, wenn sie auf all diesen Darstellungsplattformen nicht vertreten ist.
Ich wollt’s nicht sagen…..🤗
@Kemetbauer und @Seevers
Doch, ich nehme das sehr persönlich. Es ist nämlich meine Zeit, die ich dafür aufbringe, Menschen außerhalb der Blase Ansichten über Landwirtschaft zu vermitteln.
Deshalb habe ich auch zwei Bücher geschrieben und halte Vorträge. Ich empfinde Ihre Kommentare beleidigend.
Lieber Willi. Lies bitte genau, was die beiden geschrieben haben.
Was ist daran beleidigend, wenn die Wertschätzung für dich bei ,sagen wir mal, 100 und für mich bei 110 liegt?
Die Wertschätzung für dich und deinen Blog kannst du daran ermessen, wie oft, eifrig und ausführlich sie hier kommentieren.
@AK
Für die beiden Kommentatoren gilt der lateinische Satz:
„Si tacuisses philosophus mansisses“
Ich werde auch diese Bemerkungen überleben., wundere mich aber trotzdem.
@kemetbauer
Bauer Willi erreicht z. B. über Facebook wesentlich mehr Menschen als über diesen Blog.
Meine Frau (facebook-Konsumentin“) hat mir gerade berichtet, dass mein heutiger Beitrag, der hier kaum diskutiert wurde, auf facebook dagegen sehr viele Likes und auch viele fachliche Kommentare bekommen hat.
Wer auch nur ein ganz klein wenig bewirken will in einer medial übersättigten Gesellschaft, braucht Ausdauer und Reichweite. Bauer Willi kann beides aufweisen. Deshalb unterstütze ich ihn..
„Wer auch nur ein ganz klein wenig bewirken will in einer medial übersättigten Gesellschaft, braucht Ausdauer und Reichweite. Bauer Willi kann beides aufweisen.“
Wie kann die Wirkung denn verifiziert und quantifiziert werden? Ich meine, welche direkte Auswirkung hat dieser mediale Erfolg für DIE Landwirtschaft? Es ist alles ganz toll, und wir sind auch stolz auf die Resonanz, aber hat es irgendeinen Betrieb gerettet? Hat sich irgendetwas verbessert? Ich habe das Gefühl, dass das „drüber sprechen“ bereits als Erfolg gewertet wird.
Ernsthaft…..ohne sich beleidigt zu fühlen, bitte!
Ich kann mir vorstellen, dass der eine oder andere Landwirt, der hier mitgelesen oder vielleicht sogar mit diskutiert hat, neue Aspekte gewinnen konnte und motiviert wurde, im Betrieb Änderungen vorzunehmen bis hin zur zügigen Betriebsaufgabe, um Vermögen zu retten.
So wenig wie Wirkung auf DIE Landwirtschaft messbar ist, so wenig ist auch der Einfluss einzelner NGO’s bis hin zum Bauernverband auf die Entscheider in den Parlamenten messbar. Was hat z. B. die Vorgängerregierung veranlasst, die Beschlüsse zur Dieselrückvergütung zu korrigieren?
Naja, die negativen Auswirkungen der NGOs auf Politik ist wohl unverkennbar. Die ist sogar direkt und vor der Haustür spürbar, durch Initiativen, die Stallbauten verhindern, Bauern nach einem Stallbrand anzeigen oder wie im Beispiel Geestland-Geflügel offen gegen Verarbeiter vorgehen. Vom Tierschutz ganz zu schweigen.
Solche direkten Auswirkungen können maximal Direktvermarkter vorweisen, aus positiver Sicht.
„Wie kann die Wirkung denn verifiziert und quantifiziert werden? Ich meine, welche direkte Auswirkung hat dieser mediale Erfolg für DIE Landwirtschaft?“
zur Landwirtschaft habe ich keine Daten gefunden. Jedoch gibt es enorme Anstrengungen aller Parteien. Hoffentlich sind die Wähler nicht so naiv und folgen denen unreflektiert mit den meisten likes und/oder Erzählungen bzw Bildchen neudeutsch stories.
https://de.statista.com/infografik/7616/fans-der-parteien-in-den-sozialen-netzwerken/
@AK
Mit Verlaub Herr Krämer aber die Welt der „likes“ und „follower“ ist mir suspekt. Ich bevorzuge die direkte „Konfrontation“ in der mir die Reaktion des Gegenüber, auf meine Aussage, direkt vermittelt wird. Kein Geeiere und Lavieren sondern Nachvollziehbarkeit oder Ablehnung sind meine Ziele. Der mich jetzt liken würde, ist schon 2 Minuten später, aufgrund einer gegensätzlichen getexteten Meinung, bereit, auch diese zu liken. Zwei likes für komplett diametrale Darstellungen. Welchen Wert sollen die haben? Was bedeutet das like von einem mir unbekannten, evtl. komplett verpeilten user auf irgendeiner Darstellungsplattform? Gar nichts!
btw: Ca. 4% des gesamten Energieverbrauchs wird für diese Form des „Meinungsaustausches“ verschwendet. Die einzigen Zeitgenossen die davon profitieren, sind die Betreiber dieser Plattformen. Sie geben jedem user das Gefühl, dass seine Meinung wichtig ist. Dass dabei auch noch Daten der user gesammelt werden, scheint für viele kein Problem zu sein. Völlig irre Welt!
Mir auch. Deshalb kam die Info auch von meiner Frau.
Das ist keine negative Einstellung, im Gegenteil.
Ich möchte die Leistungen und das Wissen der Landwirte in dieses Themenfeld einbinden .
Ich werde komisch , wenn NGOs von uns Landwirten immer nur fordern , nicht hinhören und Spenden sammeln.
Das ist kein Umweltschutz, sondern moderner Ablasshandel.
So ganz unrecht hat Rathje m.M. nicht … Es wird ja meist viel geredet und gemeckert, aber getan wird nix.
Es wird ja auch nicht gesehen, wenn sich jmd abrackert und schafft, Leistungen werden leider nicht oft anerkannt und wertgeschätzt. Und ich kann auch Willi gut verstehen, der mit so viel Herzblut diesen Blog betreibt und auf vieles aufmerksam macht.
Ich möchte Willi nicht kritisieren, das ist vielleicht falsch verstanden worden .
Ich glaube, Willi und ich sind auf einer Welle.
Danke für den Artikel.
Nicht vergessen sollte man, dass die Verantwortung für vieles was man im Klima- und Umweltschutz von der Landwirtschaft erwartet täglich um mehr als 50 Hektar von der freien Natur in die Siedlungsräume „wandert“. Und das wird durch den Flächenbedarf für Freiflächen PV , Windräder und die Vernässung von Moorböden, noch weiter zunehmen
@GJB
Schon 2012, als noch jeden Tag mehr als 70ha versiegelt wurden, initiierte G. Sonnleitner eine Petition gegen diesen Flächenfraß. Damit erregte er viel Aufmerksamkeit. Es war wahrscheinlich auch die letzte positive Aktion des DBV. In der Zwischenzeit haben sich viele Berufskollegen an der Flächenveredlung gesundgestoßen; warum auch nicht? Trotz dieses Flächenverlustes produzieren wir heute offensichtlich immer noch zu viel. Zu diesem Schluss muss man kommen, wenn man sich das Preisniveau auf der Erzeugerseite anschaut.
Man kann nicht zu viel produzieren. Wenn Bedarf, Vermarktung und Preisspielchen Mengenverhältnisse ausnutzen, dann wird Erzeugung zum Glücksspiel.
Im Sozialismus gäbe es Mangel, welches dann auch wieder auf dem Rücken des Erzeugers abgeladen wird.
Jetzt stellt sich doch die Frage, welche Instrumente es bedürfte, eine sinnvolle Steuerung von Erzeugung und Erlös zu etablieren.
@RS
Diese Mechanismen gibt es längst. Lediglich ihre Reihenfolge ist flexibel. Nachfrage und Angebot. Oder doch Angebot und Nachfrage? Was bewirkt was? Die Beziehung der beiden Faktoren zueinander jedenfalls bewirkt den Preis. Störfaktoren jetzt mal außen vor gelassen. Sämtliche Versuche einer Steuerung haben, jedenfalls im Agrarsektor, bisher versagt.
Wenn man von der offenen Flanke „EU- Außenschutz“ einmal absieht, gibt es nur eine Möglichkeit: Der Erfassungshandel (wichtig bei Getreide und Raps) sowie die Verarbeitungsunternehmen (u. a. Schlachthöfe, Molkereien) müssen Verträge mit den Urproduzenten machen über Mengen, die sie glauben zu vernünftigen Preisen (für die Landwirte) verarbeiten und vermarkten zu können. In Teilbereichen der Urproduktion (Industriekartoffeln, Masthähnchen, Mastputen) scheint es ja zu funktionieren.
Alles was darüer hinaus geht, weil die Ernte so toll war oder die Kühe soviel Milch gaben, muss dann ggfls am Spotmarkt untergebracht werden.
Da ist zu viel „Glauben“ `drin…also doch wieder Sozialismus🤮
Kapitalistisches Wirtschaften ist immer „Glauben und Hoffen“, konkret, dass sich eine Investition über Jahre bezahlt macht, in der Landwirtschaft, dass die Aussaat gelingt und die Ernte gut wird.
Das hat doch mit Sozialismus nichts zu tun.
Ich hatte gerade „Glauben“ (…und von mir aus auch…Hoffen) vom Sozialismus abgegrenzt…nicht verstanden? Im Kapitalismus scheitern oder bestehen…im Sozialismus mitschwimmen…
„Das bedeutet nicht, dass die Landwirtschaft von jeder Kritik ausgenommen werden muss. Sie verursacht Treibhausgas-Emissionen, belastet Böden und Gewässer und trägt Mitverantwortung für den Verlust der Biodiversität.“
Ich finde es interessant, dass man solche Relativierungen fast immer an den Anfang eines Beitrages stellt, das ist mir schon hâufig aufgefallen. Soll damit erreicht werden, dass Kritiker der derzeitigen Agrarwirtschaft den Beitrag wenigstens bis zu Ende lesen?
Im gesamten Text steht nichts darüber, wofür die Landwirtschaft steht: für unser tâglich Brot.
Die Komplexität des Systems Agrarwirtschaft ist nicht von den Bauern geschaffen, sie ist die Folge globaler ökonomischer und gesellschaftlicher Veränderung, der sich die Bauern immer angepasst haben und anpassen mussten. Wenn sich die Zahl der Urproduzenten stetig verringert, dann muss sich die „Gegenseite“ langsam daran machen, zu evaluieren, ob ihr Anspruch an das eigene Leben und Handeln nicht doch auf ihn selbst zurückfällt oder zurückfallen könnte.
@RS
Können Sie sich vorstellen, Ihre Kommentare mal nicht mit dem „Haar in der Suppe“ zu beginnen? Und vielleicht auch positive Aspekte zu berücksichtigen? Denn die finden sich in dem Artikel reihenweise.
Übrigens schreibt ein Agrarjournalist nicht nur für Bauern….
Aber ich hab ja gesagt, dass der Artikel nicht jedem gefallen wird. Von daher „schulterzuck“
Entschuldigung für meine Meinung! Kommt nicht wieder vor….🥴