Bauer Willi
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Bauern retten?

Die Sendung SWR odysso ist mir bisher nicht dadurch aufgefallen, dass Verständnis für Bauern aufgebracht hätten. Ich muss meine Meinung revidieren, auch wenn in diesem Beitrag stellenweise in die andere Richtung übertrieben wird. 8 Minuten, die es lohnt, anzuschauen.

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58 Kommentare

  1. Inga sagt

    @ Thomas,
    Verständlich, überall sind Bienen, auch in der augeräimten, bez. flugbereinigten Landschaft, aber da gibt es eventuell auch noch ein paar “e da Flächen “, wo Unkraut blühen kann oder man sät da Wildblumen an. Ich dachte ja nur, das in unwirtlichern Gegenden die grossen Maschinen nicht so hinpassen, dann sollte man die den Bienen und der Biodiversität überlassen und die großen Feldern mit Fruchtbaren Boden dann zur Intensivlandwirtschaft, denn was da mehr gehrntet wird, braucht man ja nicht von den schiefen Hängen mit weniger Bodenqualität, aber teuren Maschinen zu holen.
    Wir haben auch so Äcker wie Bauer Willi, aber die waren früher auch schon, so, nur mit kleineren Parzellen. Da ist kein Baum und Strauch weggemacht worden. Da hat man nur die Grundstücke getauscht, so vergrößert und rund um den Hof zusammengelegt.
    Also hatten da Bienen vorher auch nicht viel zu tun. Raps wurde bei uns erst in den 80igern Heimisch.
    Jetzt stehen da mehr Bäume als früher, weil da welche zum Windschutz der Höfe mit ihren Flachdächern angepflanzt wurden.
    Es fliesst aber noch ein Graben quer da durch, der ist auch mit Wildpflanzen und teilweise mit Hecken umsäumt. Zur Nachbargemeinde hin ist unser Feld noch mit einer Hecke, die wahrscheinlich schon immer als Gemarkungsgrenze galt, Thomas!

    • Reinhard Seevers sagt

      Inga, ich kann dieses klein-klein Diskutieren nicht mehr hören….wenn man sich einmal als einziges Beispiel Montana anschaut, das etwa so groß ist, wie Deutschland, wo dreiviertel des Landes Farm- und Ranchland sind und wo innerhalb von 300km² nicht ein Baum steht, dann frage ich mich, was soll diese dümmliche Dauerdiskussion um Biodiversität in einem dichtbesiedelten Industrieland, das vorwiegend seinen Wohlstand aus der Herstellung von Gütern schöpft, deren Rohstoffe aus aller Welt hergekarrt werden müssen und als Produkte wieder weggekarrt werden müsssen….lasst euch doch nicht immer weiter verarschen.

      • Inga sagt

        Aber Reinhard, denk an die letzte Flut oder andere, die der Klimawandel eventuell verursacht hat.
        In Montana das ist eine gewachsene steppenartige Landschaft, wie anderswo in der Welt auch.
        Und wenn wir nun Umweltschutzprojekte entwickeln und Gerätschaften dagegen herstellen können, dann sind wir doch da auch Marktführer drin, und unsere VWs und andere Autofirmen stellen E-Modelle her. Die werden Weltweit vermarktet.
        Und die Technik unserer Biogasanlagen auch.
        In den Fotovolaiktechniken sind ja die Chinesen vorne. In IT auch.

  2. Thomas Apfel sagt

    Inga, ich hatte kürzlich bei der Einschulung meiner jüngsten Enkelin ein Gespräch mit einer Imkerin aus Sachsen: OT.: ” Es kann doch nicht sein, dass nur auf den schlechten Böden Blühstreifen gemacht werden. Wir haben auch Bienen in Sachsen, und die dürfen nicht verhungern und müssen auch mit Blühstreifen bedacht werden !”
    Hat halt jeder seine eigene Sicht auf die Dinge, meist nicht über den eigenen “Futtertrog” hinaus.

    • Thomas Apfel sagt

      Warum das jetzt hier oben steht ist mir unklar. Ich hatte eigentlich viel weiter unten auf Inga geantwortet.

      • Brötchen sagt

        Thomas, die System merkt sich die Position, wenn du anfängst zu schreiben.
        Wenn jemand anderes in Zeit schreibt und abschickt ändert sich die Beitragsreihenfolge, so dass “Deine” Position ungültig ist. Dann positioniert das System Deinen Beitrag ganz oben.

  3. Thomas Apfel sagt

    Aus meiner Sicht werden in dem Beitrag (warum auch immer) auch schon wieder falsche Bilder transportiert. Wenn die Kameraden und Kamerad:Innen sich in dem Beitrag beteuern, unter einer Million Schulden ginge nix mehr, dann hat das mit dem gezeigten Kaffeetisch, den Gebäudefragmenten und dem 70- iger Jahre Johnnie ganz sicher nichts zu tun. Für solch einen Beitrag muss dann schon ein moderner Betrieb, bei dem eine Verschuldung von einer Million und mehr nachvollziehbar ist, gezeigt werden. Aber da hat der Sender, haben die Macher schon wieder Angst sich zu sehr auf die Seite von “Massentierhaltung” und “Agrarindustrie” zu schlagen. Ich weiß nicht, was für Betriebe die Leute, die in dem Beitrag zu Wort kommen, haben. Diese Diskrepanz zwischen den Bildern und den (richtigen) Aussagen entwertet den Beitrag leider, weil wieder nicht die Wirklichkeit gezeigt wird. Es geht eben nicht primär um die Erhaltung von Museumslandwirtschaft, sondern das Überleben eigentlich moderner, leistungsfähiger Betriebe und die gibts ja wohl auch im BW zur Genüge.

    • Reinhard Seevers sagt

      Genauso empfinde ich auch, Thomas.
      Mit einer anderen Tonspur unterlegt, hätte es auch ein Beitrag aus der österreichischen Lebensmittelwerbung sein können…ähnliche Akteure und Kulissen.

    • Arnold Krämer sagt

      100% Zustimmung!
      Das Fernsehen versucht bei sehr vielen/fast allen Themen (Landwirtschaft gehört dazu, aktuell auch Afghanistan) Betroffenheit zu erzeugen. Das passt ins Bild. In D gibt es einen regelrechten “Betroffenheitskult”.
      Der Beitrag über die BW-Landwirte gehört in jedem Fall auch in diese “Schublade”. Über die Wirkung beim Zuschauer und die übrigen Adressaten (u.a. auch Politiker) bin ich mir nicht im Klaren, außer dass eben Betroffenheit “erzielt” wird.

    • Inga sagt

      es geht auch um die Erhaltung der Museumslandschaft,
      die sichert doch eher die Biodiversität!

      In buckligen, schiefen Wiesen und Felder mit viel ehda-Flachen und Büschen dazwischen da ist biologisch viel mehr los,
      als in einer Flurgereinigten Gegend mit großen Äckern, passend für die großen Maschinen!

      Aber wenn da keine Zukunft mehr für die Landwirtschaft ist und die nächste Generation will da nicht mehr einsteigen, was wird dann daraus?
      Ob die NGOs sich auch mal darum kümmern?

      SAgen sie dann auch die Bauern müssen, anstatt sollten?

  4. Bauherr sagt

    @Krämer
    100% Zustimmung 100 Punkte

    Nun ist LsV wieder gut und nicht radikal wie hier behauptet wurde?
    Verweis: „eine Frage der Haltung“ bauerwilli und Unterzeichner.

  5. Reinhard Seevers sagt

    Nicht einmal in diesem Fachforum ist man sich einig, was und wen man erhalten oder fördern möchte oder sollte. Welche Form der Landwirtschaft in welchen Größenordnungen, welche Produkte oder welche Methoden?
    Man weiß lediglich auf allen Seiten, was man nicht möchte…..und man weiß, dass der andere einen sowieso nie verstehen wird, und dass Politik nicht wirklich helfen kann und wird, und dass der Verbraucher nicht Schuld ist, aber eine Verantwortung hat, dass die EU nicht hilfreich ist, aber ohne sie nichts geht….usw.
    Also, wer soll was so ändern, dass es gut wird?

    • firedragon sagt

      Herr Seevers,
      ich glaube dieser Satz “… und man weiß, dass der andere einen sowieso nie verstehen wird …” trifft nicht zu. Die Menschen haben ja ihren Verstand und können Dinge, wenn man sie erklärt, verstehen. Jeder wendet das Verstandene nur eben anders an.

      • Reinhard Seevers sagt

        Ich habe verstanden, verstehe aber nicht, was dann verstanden bedeutet, wenn es anders verwendet wird. 😎
        Spaß beiseite, aber ich werde nie verstehen, wozu man die Streuobstwiese als Bauer in den Himmel lobt, wenn man das Obst auch technisch einfacher anbauen kann,….oder habe ich da jetzt etwas falsch verstanden?

        • firedragon sagt

          Herr Seevers,
          ich ZBspl käme nie auf den Gedanken, eine Streuobstwiese anzulegen … das ist mein Fazit aus dem Verstehen.

        • Arnold Krämer sagt

          Herr Seevers, Sie kennen das Grundproblem der Kommunikation noch nicht: Es lautet:
          1. Gesagt bedeutet nicht gehört
          2. Gehört bedeutet nicht verstanden
          3. Verstanden bedeutet nicht einverstanden
          4. Einverstanden bedeutet nicht angewendet
          5. Angewendet bedeutet nicht beibehalten

          Der kritische Punkt liegt im Übergang von 3 nach 4, und teilweie auch von 4 nach 5, weil wir alle ein Stück weit gefangen sind in unseren Gewohnheiten. Dazu zum Schluss noch ein Spruch:
          “Gewohnheiten sind unser Schicksal”

          • Reinhard Seevers sagt

            Naja, eigentlich ist mit der ZK-L doch alles als gesagt, verstanden und einverstanden deklariert. Von allen beteiligten Seiten, wie schwarz auf weiß zu lesen ist.
            Jetzt geht es an die Anwendung und deren Beibehaltung….die Grundlagen sind also geschaffen, oder nicht? 😁

            • Arnold Krämer sagt

              Die landw. Basis ist ja schon nicht einverstanden und ich glaube auch die Politiker, die letztlich das viele Geld über viele Jahre für die Umsetzung der ZKL-Ideeen und des Borchert-Plans bewilligen sollen, werden nicht einverstanden sein.

              Insofern gibt es nur bedrucktes Papier und vieles worüber man sich die “Köppe” heiß reden kann.

          • firedragon sagt

            Wenn ich Herrn Seevers Bspl mit der Streuobstwiese nehme und die Pkt. 3-5 anschaue…
            Es kann mir jemand von seiner Streupbstwiese vorschwärmen, wie toll das Obst ist, die Solawi das pflückt, die Schafe dort alles sauber halten und dies das Paradies auf Erden ist.
            Dann ist es dort so.
            Ich werde auf den Wiesen kein Obst anpflanzen, dann mühselig für eine Solawi werben und mir noch Schafe anschaffen, weil das für unseren Betrieb ein Zeitaufwand bedeutet, den wir nicht stemmen können.
            Auf unseren Wiesen stellen wir Heu her, auch für Pferdehalter. Angenommen, wir müssten Obstbäume mittendrin pflanzen, bekäme ich das Heu nicht los. Die Gefahr von gärigem Obst und Ästen im Heu ist zu groß, das wollen die Pferdehalter nicht. Außerdem zahlt mir keiner mehr Geld, nur weil ich so schön Slalom fahren kann, was auch noch dazu käme.

            • Inga sagt

              und würde dich auch beim Grasmähen und Heubergen stören,

              so ein paar Obstbäume mittendrin!

            • Thomas Apfel sagt

              Selbst für Streuobstanbau gibt es Gegenden und Lösungen in und mit denen damit Geld verdient wird und auch ordentlich Hektarerträge erreicht werden. Das durfte ich mir freundlicherweise im letzten Herbst ansehen. Das sind i.d.R. aber hängige Flächen, die sonst wenig genutzt werden können. Der eigentliche Schwachsinn ist die Neuerstellung von Streuobstwiesen in ungeeigneten Gebieten wegen der behaupteten Biodiversität.
              Ab und an mache ich sowas im Nebenjob. Aber bitteschön auf fremden Flächen und im Auftrag. Streuobst ist eine der teuersten Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen, mit dem Erstellen kann man durchaus auch Geld verdienen. Meist ist nach 5 Jahren Entwicklungspflege Schluss mit lustig und das Ganze entwickelt sich wieder rückwärts. Derzeit habe ich ein Objekt, da sind 7 “Eidechsenhabitate” ( 3X 5 m) vorgesehen. Mit Eidechsen wird bei allen Bauvorhaben hier ein Heidentheater gemacht. Jetzt musste der Auftraggeber aus einer andern Baustelle Eidechsen umsiedeln. Der NABU hatte erst 30, dann 50 Eidechsen vermutet. Es waren dann viel mehr und die haben in aller Eile zwei “Habitate” in die Streuobstwiese geknallt (8 X 15 m mit Bauschutt, Sand und Wurzelstubben – sieht aus wie wilde Deponie) um die Viecher irgendwie unterzubringen.
              Die Diskussion um die “zu vielen” Eidechsen ist mit “Geheimhaltung” belegt. Es gibt selbige hier bei uns (auch bei mir auf dem Hof) längst wieder in großer Zahl. Und ich denke, das ist inzwischen bei vielen angeblich bedrohten Tierarten so. Die Natur schreibt oft ganz andere Geschichten, als Medien und die Nabuten uns weismachen wollen.

              • firedragon sagt

                🙂 Den Bauschutt für Eidechsen haben die bei uns auch auf einer Ausgleichsfläche wg. Flurbereinigung abgekippt. Wir nennen das Eidechsenzwinger.
                Auf unserem Hofgelände haben wir eine recht große Population Eidechsen, muss man aufpassen, dass man nicht drüber fährt.

                Beim Thema Streuobstwiese stimme ich Ihnen, Herr Apfel, zu.

              • sonnenblume sagt

                Es gab doch gestern noch eine Meldung, dass dieses Getier immer weniger wird und man dringend was tun muss. Mag jetzt nicht nachsehen wo es gemeldet wurde. Das paßt doch mal wieder nicht zusammen.

                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Vieles passt nicht zusammen.
                  Man will um jeden Preis die Legende vom Artensterben aufrecht erhalten. Auf einem Rebgrundstück, das ich seit 8 Jahren verpachtet habe, gab es jede Menge Mauereidechsen (ohne eine Mauer); obwohl der pöööse Winzer unter den Stöcken Glyphosat gespritzt hat.
                  Bei Stuttgart 21 hat man Eidechsen umgesiedelt, Kosten 3 Millionen Euro, nach der Umsiedlung waren noch zwei vorhanden, folglich kostete jede 1,5 Millionen Euro.
                  Gerne wäre ich den Stuttgartern behilflich, würde jede für 100.000 verkaufen.🤣

            • Paulus sagt

              @ firedragon, was die Pferde betrifft ist es nicht ganz so schlimm wie du es beschreibst. Gäriges Obst und Äste sind für die kein Problem, eher für die Pferdebesitzer. Der Atlas meiner Eltern, ein Rückepferd, stand auf einer Appelwiese und fraß auch Äpfel die nicht mehr so toll waren, aus dem Heu suchte er sich gerade mal das Beste heraus.
              Mein ehem. Turnierpferd verhielt sich auch nicht anders. Der Wallach mochte übrigens sehr gerne Bananen – die gelten ja auch nicht gerade als Pferdefutter.
              Was unseren ehem. Hund betrifft wurde er schon mal als blutrünstiger Jagdhund bezeichnet. (Wohlgemerkt eine harmlose Brandlbracke)
              Der war Gemüsefreak, und mit dem Dosenfutter konntest du dem kaum kommen.

              • firedragon sagt

                Paulus,
                es kommt ja auch immer auf die Menge an, was so ein Pferd frisst und auf die Empfindlichkeit von so ‘nem Tier, auch die des Halters.
                An einer Wiese steht ZBspl eine Pappel (die hatte ich hier mal erwähnt) und wie das eben mit Pappeln so ist, verlieren die Blätter, Zweige, Äste und manchmal sogar ihre eine Hälfte. Hälften und Äste kann ich in meinen Maschinen nicht gebrauchen und die Zweige/Blätter möchten die Pferdehalter nicht im Heu.
                Wir hatten auch mal eine Streuobstwiese zur Heugewinnung in Bewirtschaftung – kannst mir glauben Paulus, ich weiß schon was ich unseren Kunden verkaufen kann und was nicht.

                • sonnenblume sagt

                  Pappel ist doch so eine Sache. Das Laub riecht schnell moderich. Oder ist das nur im Herbst so?

                • Lady sagt

                  Alles richtig, Drachen.
                  Ich bin da auch eine “empfindliche” Halterin. 😀 Und kaufe ja auch deswegen meine Heu zu. Um wirklich die gewünschte Qualität zu bekommen. Und der Lieferant weiß auch ganz genau, was wir Pferdehalter haben möchten. Das ist ein Betriebszweig und der läuft auch ganz gut.
                  Äste, die ich nicht bestellt habe, haben im Heu nichts zu suchen. 😉 Und ansonsten ist alles, was Schimmel begünstigen könnte, auch nicht willkommen. Mag sein, dass das bei massenhaft Äpfeln der Fall wäre.
                  Pappeln mögen meine übrigens auch nicht.Ich muss auch den Nachwuchs immer wegmähen, sie gehen da nicht ran.
                  Keine Probleme gibt es, wenn mal ein Apfelbaum auf der Koppel steht, die Tiere fressen da schon mit Bedacht.
                  Und im Alten Land wachsen nicht nur viele Obstbäume , sondern da werden auch viele Hannoveraner groß. Früher durchaus gemeinsam😀

        • Inga sagt

          Sträuobstwiesen sind Biotope.

          Vielleicht hat sie der Bauer selber angelegt, vielleicht ist er stolz auf seine Arbeit und die guten Sorten, die da drauf stehen.

          Ein Außenstehender kann das nicht so verstehen!

          Aber es geht dochum die Höfe, die seit vielen hunderte Jahre lang in die Ökologie eingebettet waren u. sind und jetzt müssen die alle für wenig Geld (keinen Industrielohn) arbeiten und wenn sie modernisieren wollen, dann aber zu Industriepreise bezahlen, da freut sich die Bank!
          Diese billigen Rohstoffpreise, von Mehl, Milch, Eiern und Schlachttieren passen nicht zu den Industriepreisen.

          Die Verarbeiter
          zu Brot und Kuchen,
          Quark, Sahne und Butter
          oder
          Fleisch und Wurst
          verdienen mehr, weil sie werden nach Tarif bezahlt
          der Unternehmer kann das in den Preis des Endproduktes einpreisen.
          Dann kommen die Produkte zum LEH.

          Der schlägt nochmal drauf!
          Deswegen sterben unsere Höfe, das geht auf die Ökologie!
          Und unsere Dörfer auch!

    • Ferkelhebamme sagt

      In 9 Jahren. Und von einheimisch war nie die Rede. In Brasilien sind Außenklimaställe Standard…

  6. firedragon sagt

    Bauer retten ?
    Ich weiß ja nicht wie es anderen Betrieben geht – ich, als Betrieb, will nicht gerettet werden.
    In erster Linie will ich als Betrieb standort- und wettergerecht arbeiten können ohne unflexible Bürokratie. Es entbehrt jeder Sinnhaftigkeit, Auflagen nach Datum erfüllen zu müssen, wenn die Natur das Datum konsequent missachtet.

  7. Arnold Krämer sagt

    Diejenigen, die die Landwirtschaft jahrelang “kaputtgeschrieben” bzw. “kaputtgesendet” haben, merken jetzt vielfach, wozu sie beigetragen haben bzw. noch beitragen und werden vorsichtiger und differenzierter in ihren Aussagen. Ich habe da immer einen Redakteur der NOZ, die in Norddeutschland eine relativ weite Verbreitung hat, als “Paradebeispiel” vor Augen. Aber die Gesetze und die zugehörigen Stimmungen (z. B. gegen Schweinefleisch) sind gemacht und es geht weiter, weil Politiker und Wähler die Wirkungen ihres Handelns nicht (mehr) verstehen bzw. noch garnicht verstanden haben. Damit geht auch das Sterben vieler Betriebe weiter. Leider!

    • Inga sagt

      Dann müssen die sich mal dahinter klemmen!

      Die Politiker und die Journalisten wenigstens, die müssen was davon verstehen, was sie reden.
      Das muß in ein Gesetz geschrieben werden.

      Wenn Großstädter davon keine Ahnung haben ist ja nicht schlimm,
      dann ist es eher ethisch verwerflich so irgendwelche Behauptungen gegen die Bauern aufzustellen, nur weil es Mode ist!

      Eben ethisch verwerflich!

  8. Ehemaliger Landwirt sagt

    Das was seitens der Landwirtschaft immer gesagt wurde, ist eingetroffen. Viel Grundstücke werden nicht mehr gepflegt, weil die Eigentümer am Freitagnachmittag lieber mit dem Filius spazieren gehen, als Landwirtschaft betreiben, eine Landwirtschaft wo die Maschinenhersteller Geld verdienen und der Grundbesitzer noch Geld zuschießen muss.
    Und wenn dann noch der viel gescholtene Bauernhof, bzw. der Sohnemann keine Lust verspürt, den “Deppen” der Nation zu spielen, dann holt sich die Natur die Natur zurück.

    Und jetzt wo die “Natur” ersichtlich ist, merken die meisten, dass sie diese Natur eigentlich gar nicht wollen.

    Ist diese Entwicklung aufzuhalten, ich bin mir sicher, dass diese Entwicklung nicht aufzuhalten ist, weil die NGOs und damit die Politik es eigentlich nicht will.

    • Brötchen sagt

      Ehemaliger,

      es hat immer Gegenbewegungen gegeben. Wenn das Pendel zu sehr in eine Richtung ausschlägt, dann schlägt es meist in die andere Richtung zurück.

      Und es ginge ja noch ein Zacken effektiver, wenn man wollte und könnte!
      Solche Treckerchen wie in dem Film haben bei uns die Hobby- und Spaßbauern, aber kein prof. Landwirt kann mit solchen Spielzeugen noch irgendwas bekleistern.
      Der Sprung von sagen wird 1000 auf 3000 ha oder so, ist dann einfach nur ne leichte Skalierung..einfach ein großer Mähdrescher mehr….

      Mit jeder Aktion der NGO und mehr Auflagen werden die betriebe größer…….kommt eben noch mehr Mais……geht für alles…kannste füttern, kannste Biogas machen, kannste Bier brauen, kannste Zucker draus machen, kannste Schnaps brennen, kannste ….

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Das Nummernschild des Treckers, ist von der Region Schwäbisch Gmünd.
        Du kannst diese Region nicht mit der euren vergleichen, weil diese Region die Größe nicht hergibt. Außerdem befindet sich auf vielen Feldern der vielgepriesene Streuobstbau, der ist unter “Denkmalschutz” und wenn Opa und Oma nicht mehr Allradtauglich ist, ist ist für die Bewirtschaftung niemand mehr da.

        Vor kurzem war der Neid vom Reichtum der Winzer Grenzenlos, doch jetzt muss die Bevölkerung erkennen, dass nur noch maschinengerechte Weinberge noch bewirtschaftet werden. Die Gastronomen sehen inzwischen die Entwicklung mit großer Sorge.

        • Brötchen sagt

          “Die Gastronomen sehen inzwischen die Entwicklung mit großer Sorge.”

          Habe ich kein Mitleid, die wollen meist nur Image und Produkte abgreifen, fördern tun die nix oder investieren.
          Für den Weinbau sicher relevanter als andere Branchen..

          Bei uns gibt es auch kleinteilige Flächen, extrem große Schläge auch nur wo rel. guter Boden ist…..

          Die Entwicklung wird eben zu Produktionsmethoden gehen, die recht AK sparend sind und das kann überall unterschiedl. aussehen.

          Hobbyanbau wird vielleicht auch noch mehr zunehmen…

          • Arnold Krämer sagt

            “Die Entwicklung wird eben zu Produktionsmethoden gehen, die recht AK sparend sind und das kann überall unterschiedl. aussehen.”

            Die Prozesse werden beschleunigt durch die Politik, die die Mindestlöhne immer weiter nach oben treibt bzw. nach oben treiben will (SPD-Wahlkampf-Versprechen 12 € Mindestlohn) und gleichzeitig in der Tierhaltung (die für westdeutsche Familienbetriebe oft essentiell ist für ihre wirtschaftliche Existenz) Vorschriften verordnet bzw. anstrebt, die immer mehr Arbeitskräfte erfordern (z.B. Ferkelkastration, Stroheinstreu, Auslaufhaltungen usw.)

            • Reinhard Seevers sagt

              Das passiert in vielen Branchen, nicht nur in der Landwirtschaft. Die Digitalisierung wird hunderttausende einfache Arbeiter auf die Straße spülen. Die Mär von der großen Transformation begleitet von der Digitalisierung wird uns als Fortsetzung der Kapitalisierung von Arbeit auf die Füße fallen.

                • Reinhard Seevers sagt

                  …das kann aber heftig schmerzen, wenn das Teil direkt an der Kante der Kappe aufschlägt und die Kappe nach innen umkrempelt…auweia! 😫

        • Inga sagt

          Weil der Wein dann teurer werden würde?
          Nicht wegen der teuren Erntemaschinen, (die können ja auch die nicht mehr geländegängigen oder allradtauglichen Oma und Opa Bezahlen)
          wegen der Verknappung des Weines?
          Wieviel% macht das aus?

          Brötchen,
          zwischen großflächigen Ackerbau wie bei Bauer Wili
          und
          kleinflächigen Obstbau, wie bei dem Ehemaligen, eventuell noch an Hängen,
          kann man nicht miteinander vergleichen!

          Wenn man die Obstweisen umbrechen würde und Getreide da anbauen würde, welcher Mähdrescher würde das ernten können?
          Gibt es noch den Hangmähdrescher von JD, Ehemaliger?

          • Brötchen sagt

            “Wenn man die Obstweisen umbrechen würde und Getreide da anbauen würde, welcher Mähdrescher würde das ernten können?”

            Inga dann macht das niemand…..entweder Schafe oder eben eine Nutzung, die machbar und wirtschaftl. darstellbar ist.

            Und es ist nicht so, dass die neuen Maschinen noch größer werden. Die selbstfahrenden Robotertraktoren sind eher klein. (Schwerpunkt auch sehr niedrig)
            Wenn ein Markt da ist, wird es dafür auch Maschinen geben.

            • Inga sagt

              Danke, haben ja andere Firmen dann auch gebaut!
              Aber die Mähdrescher sind dann auch teurer, oder,
              und da wächst bestimmt auch weniger als auf Bauer Willis Flächen, oder?

              Wie soll sich der Bezahlt machen?
              Am besten diese Flächen in für die Biodiversität Ruhe lassen,
              und bessere Standorte für Intensivlandwirtschaft nutzen, die bräuchten weder Ackerrand- noch Blühstreifen!

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Im Weinland Baden wird nur noch 40% des Weines aus heimischer Produktion (Deutschland) getrunken.

            Die alle wollen jedoch eine gepflegte Landschaft und einen Weinbau, bei dem der Pflanzenschutz nur noch aus Salbeitee besteht.

  9. Jochen Böhrer sagt

    Die Aussage, man müsse am Weltmarkt bestehen, teile ich ich nicht. Und wird auch in der Sendung richtig widerlegt. Wir müssen GEGEN den Weltmarkt bestehen KÖNNEN!

  10. Reinhard Seevers sagt

    In Afghanistan hat die Politik die Bauern auch im Stich gelassen. Die haben aber mit dem Mohnanbau wenigstens eine lukrative Alternative erhalten! ☝️

  11. Brötchen sagt

    Ich habe auch festgestellt, das die Beiträge plötzlich ausgewogener werden…sogar mit Diagrammen und Zahlen…..war im RBB über Tierhaltung

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