Eigentlich sind es Tage wie jede andere und doch berührt uns der Jahreswechsel von Silvester auf Neujahr mehr als andere Tage auf dem Kalender.
Für viele von uns Bauern war 2025 ein sehr durchwachsenes Jahr: zwar waren regional die Erträge auf dem Acker recht gut, aber die Preise schlecht. Wenn die Butter für 0,99 € verramscht wird, können auch die Milchpreise nicht kostendeckend sein. Bei den Schweinen sind die guten Zeiten auch vorbei. Und wer draußen auf dem Acker steht oder morgens um fünf im Stall, der braucht keinen Wirtschaftsexperten, um zu wissen, wie’s wirklich aussieht und dass das Jahr 2026 aus heutiger Sicht problematisch werden kann.
Man redet viel von „Transformation“ und „nachhaltiger Landwirtschaft“. Klingt gut in Reden und Papieren. Es heißt immer, wir sollen „uns anpassen“. Nur: Anpassen geht nicht, wenn die Regeln ständig geändert werden. Wenn Bauern als Umweltproblem gesehen werden, statt als Teil der Lösung. Wenn Milliarden in Industrieprojekte fließen, aber ein kleiner Hof ums Überleben kämpft. Dann läuft was schief – verdammt schief. Es sieht so aus, als würde sich am Prinzip des Wachsen oder Weichens auch jetzt nichts ändern, was die Stimmung auch nicht gerade verbessert.
Ich bin müde, ja. Aber ich bin nicht hoffnungslos. Weil Hoffnung das Einzige ist, was wir uns nicht nehmen lassen dürfen. Wir produzieren nicht nur Lebensmittel, wir halten unser Land lebendig. Jeder Hof, der aufgibt, ist ein Stück Heimat, das verschwindet. Und irgendwann fragt sich vielleicht auch der Letzte in der Stadt, wer ihn eigentlich noch satt macht.
Für das neue Jahr wünsche ich mir – und uns allen – Politiker mit Rückgrat, Verbraucher mit Herz und Preise mit Verstand. Ich wünsche mir, dass unsere Arbeit wieder Wert bekommt. Wir Bauern sind das Rückgrat dieses Landes. Und das sollten wir 2026 selbstbewusster sagen denn je.
Kommt gut ins neue Jahr. Lasst euch nicht ent-mutigen. Das wünscht euch
Euer Bauer Willi


Ja,
als Rückgrat des Landes, nicht nur in der Gestaltung der Kulturlandschaft, sondern auch als Essensmacher, bzw. Nahrungsmittelerzeuger usw. sollten wir selbstsicherer auftreten.
ich wünsche allen hier einen guten Rutsch ins Jahr 2026!
was es wohl bringen mag!
Hi @Inga
‚als Essensmacher, bzw. Nahrungsmittelerzeuger usw. sollten wir selbstsicherer auftreten.‘
Das glaubst Du wirklich?
Das nächste Erntedankfest findet in unserer Aldi-Filiale statt.
Grüße
Nicolai
das wäre ja dann Hohn.
Wer ist für Hohn verantwortlich?
Mercosur. Wenn die den restlichen Cerrado roden, kann aus der europäischen Kulturlandschaft die ersehnte Wildnis werden, und das Volk hat zugleich noch billigere Lebensmittel, und die Politiker werden wieder gewählt. Nur: Donald Trump hat die Monroe-Doktrin 2.0 ausgerufen. Und in Venezuela fängt er schon an, sich den lateinamerikanischen Subkontinent zu krallen. Dann kann er unserem schönen Mercosur mit seinen Zöllen wieder gehörig in die Suppe spucken. Damit wartet er natürlich, bis wir vom dortigen Essen so abhängig sind wie seinerzeit vom russischen Öl.
Wie sprach kürzlich der Weise David Steindl-Rast? „Ich kann mir nicht vorstellen, wie es in dieser verfahrenen Welt, in der wir heute leben, überhaupt weitergehen kann. Aber ich bin voll Hoffnung, dass es weitergehen wird, weil immer wieder Überraschungen kommen.“
In diesem Sinn allen ein gelassenes zufriedenes Neues Jahr 2026!
Rohstoffabhängigkeit, Energieabhängigkeit, Arbeitskräfteabhängigkeit, …..Elisabeth, Deutschland und Europa haben sich selbst isoliert. Metvosut ist ein letzter Hoffnungsschimmer, Exportmärkte zu erhalten bzw. zu schaffen. Europa muss sich komplett neu erfinden, sonst wird es schlicht verarmen….
Metvosut = Mercosur….scheiß Autokorrektur.
wer will sich der Dummheit aussetzen,
doch nur die, die glauben, Kartoffel werden bei Pfanni produziert und Milch kommt von der lila Kuh oder wächst bei Aldi im Regal.
Wer will schon so dumm sein.
Wo ist der Traktor an dessen Frontlader dieser Text auf einem Papschild steht.
Hi @Inga
Ich denke wir sollten damit aufhören, den Verbraucher belehren zu wollen.
Also lassen wir sie doch in dem Glauben.
Ist auch viel einfacher.
Ich erinnere mich an ein Paar Landwirte die in Berlin am BraBuTor eine Milchaktion gemacht haben.
Die hätten sich lieber die zwei Tage in die Sonne legen sollen.
Es interessiert keinen!
Zudem habe ich eine Hofführung mit Kindergartenkindern gemacht.
Meine Ansage zu der Wärterin: Das sind Kälber, keine Kälbchen und steckt denen nichts in’s Maul.
„Kommt her, hier sind Kälbchen und laß die mal an euren Fingern saugen!“
Tolle Wurst, nie wieder.
Wozu Leuten etwas erklären, was sie nicht wissen wollen?
Grüße
Nicolai
P.S. der Bürgermeister von 24806 Hohn ist Volker Stiefel.
wir sollten einfach weniger Milch pro 🐄 Kuh produzieren 😁! Das geht ganz einfach, nämlich 30-50% weniger Kraftfutter füttern. Das geht wie verrückt, wir machen das seit 30 Jahren. Es rechnet sich richtig gut für uns.
Allen einen guten Rutsch und alles Gute fürs neue Jahr!!
Danke an alle Autoren, Schreiberlinge und natürlich Bauerwilli für die spannenden Themen im vergangenen Jahr. Während Wikipedia, Medien, Politik, viele Lehrer und Staatsangestellte von den Linksgrünverdingsten längst gekapert wurden, kämpfen Bauerwilli und Co Tag für Tag gegen Falschinformationen und -nennen wir es beim Wort- Lügen. Lügner und Betrüger, um Tierhaltung und Landwirtschaft, Industrie und Arbeitsplätze nach und nach zu vernichten.
Auch ich bin manchmal müde, manchmal traurig, entsetzt, fassungslos… das Jahr 2025 hat mir vor Allem eine wichtige Erkenntnis gebracht. Über 50 Jahre musste ich werden, um endlich zu verstehen, dass „die Wahrheit“ und „zu seinen Worten stehen“ nichts mehr zählt. Im Gegenteil, so viele Menschen fühlen sich dazu berufen, mit einer Mischung aus Feigheit, Boshaftigkeit und Dummheit die eigene „gute“ Zukunft aufs Spiel zu setzen.
Ich wünsche Allen gute Gesundheit für Euch und Eure Lieben.
Und immer genug Menschenliebe, Stärke, Humor und Geduld, um niemals Aufzugeben.
Vielen Dank, lieber Willi – für die guten Wünsche und die treffgenauen Anmerkungen zum nächsten Jahr. Wir, meine Familie und ich, wünschen dir, deiner Familie und den geschätzten Mitkommentatoren einen schönen Jahresübergang und, in den nächsten, hoffentlich ruhigeren Tagen, Zeit zum Krafttanken. Und ein „dickes Fell“ für die zu erwartenden Einschläge aus Politik, Administration und Gesellschaft (wie auch immer man diese definiert). Genießt die Stunden mit Freunden und Familie – eine Grundlage für ein dickes Fell 😉
Lieber Willi ..es ist mal wieder Zeit Danke zu sagen für wieder ein Jahr Deines Einsatzes hier für Deinen Blog. Bei vielen hier gehört der Blog zum täglichen Nachschauen und Kommentieren. So kann ein jeder die Vielfalt der Meinungen zu ein und dem selben Thema erleben , denn es gibt eben nicht immer nur den einen Weg zum Ziel. Allen hier einen Guten Rutsch ins Neue Jahr mit viel Gesundheit , Tatkraft und wirtschaftlichen Erfolg.– Es sind Zeiten wo die Familien enger zusammen rücken und gemeinsam versuchen durch das Jahr zu kommen. Bei dieser Politik aus Brüssel und Berlin fällt es schwer das Licht am Ende des Tunnels zu erblicken. Dies betrifft aber nicht nur uns Bauern , sondern alle wirtschaftlich Tätigen im Lande , sodaß wir nicht mehr alleine sind , wie in den letzten Jahrzehnten. Unsere Politik hat keine große Zustimmung mehr und schlägt so gegen alle mit anderer Meinung um sich . Das wird sie aber nicht vor ihrem Abgang schützen , sondern ihn nur noch beschleunigen. Wir Bauern können unter diesen Rahmenbedingungen nur sehr vorsichtig agieren und unser Vermögen zusammenhalten. Gut , wer sein vorhandenes Geld in Vorräte (Dünger , Diesel,Pflanzenschutzmittel, usw.) umgesetzt hat , denn die CO2-Steuern , Inflation , usw. lassen den Kaufwert inflazionieren. Leider muß man schon Dünger und AdBlue früher sich im Einkauf sichern , da die Fa. Pisteritz in Insolvenz gegangen ist und damit Knappheiten entstehen könnten. Die stark erhöhten Insolvenzen und Pleiten werden uns wohl doch in der nächsten Zeit begleiten und für Lieferengpässe sorgen . Deshalb ist Vorsorge anzuraten ! Trotzdem sollten wir den Optimismus beibehalten , denn unsere Vorfahren hatten auch ihre Probleme durch die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts zu kommen. Dagegen haben wir es heute besser. Bemerkenswert ist , daß nahezu alle ldw. Produkte marktmäßig am Boden liegen . Ein Novum und trotzdem sind Nahrungsmittel für den Verbraucher sehr teuer geworden . Kein Wunder , denn die bis zu fünffach höheren Energiepreise , CO2 , usw. lassen das Geld der Bürger knapp werden und so steigt die Staatsquote in unermeßliche Höhen . Gut für Geldempfänger , schlecht für die Erarbeiter !
Was sagten die Klosterbrüder der Zisterzensier und Benediktiner : „Wir helfen gerne , aber am dritten Tage bekommst du den Spaten in die Hand“. Diese Sicht der Dinge sind den jetzigen Verantwortlichen abhanden gekommen. — Bedenke das Ende !?
In Kurzform:
2025: -das war es! ✅
2026: – die Hoffnung stirbt zuletzt, Steigerung ist möglich.
Allen einen guten Rutsch ohne auszurutschen.
Euch allen ein gutes neues Jahr.
Ich wünsche Euch allen einen guten Übertritt ins 27ste Jahr des neuen Jahrtausends.
Grillt gut.
Nicolai
moin alles Gute für das neue Jahr und einen Rutsch in das neue Jahr! ich hoffe, dass wir im neuen Jahr gute Lösungen haben für all die Probleme die es leider in Europa gibt und viel schlimmer in Asien! ich befürchte der Russe geht noch lange nicht Ruhe
aus China wird auch noch rein iges folgen! wir sollten also die Produktionsbedingungen für deutsche Landwirte nicht unnötig sperr machen! viel mehr sollten wir alles ein wenig vereinfachen und den Bezug zur Realität wiederherstellen! guten Rutsch und alles Gute ich freue mich auf das nächste Jahr und bin sehr gespannt
moin ich wünsche auch allen hier in diesem Blog ein frohes neues und hoffe das nicht alles was für Landwirte machen ständig viel interpretiert wird! es ist nämlich ziemlich nervig immer alles gerade zurück oder eher gesagt vernünftig zu erklären. man sollte manchmal den gesunden Menschenverstand einschalten! schönes Tag und schönes Jahr
Herzlich wünsche ich allen Blog-Lesern und natürlich Bauer Willi ein gesegnetes Neues Jahr 2026.
Es wird ganz bestimmt anstrengender werden als 2025 – aber wir haben keinen Grund, uns von den Sorgen beugen zu lassen, denn wir haben noch jede politischem Verwerfungen überstanden. So auch dieses Mal. Wenn die Nacht am dunkelsten ist, beginnt der Morgen 🙂
Dr. Willi ist müde und das ist keine Schande.
Echte Bauern sind nicht selten mit 40 schon fertig, weil man die reale Arbeitsbelastung, Schulden und Bullshit in den Medien und Internet nicht mehr aushält…
Aber natürlich belastet auch die Internet-Trollerrei als akademischer Blogwärter das Gemüt und Sender und Empfänger haben sich den Ruhestand redlich verdient.
Ruhestand kommt von Ruhe, wird oft vergessen.
Mein Vater würde Plattdeutsch sagen:
Dat Internet ist nix foer olle Lue.
R.S. sollte hier das Ruder übernehmen. Dann kann ich mit Klarnamen Posten, weil er vermutlich tolerant ist und gegensätzliche Meinungen nicht als Troll verunglimpft.
Kein Witz: dieser Kommentator nutzt als Mail-Adresse „Arsch-loch@gmx.de“
Die existiert allerdings nicht…
Bauer Willi: Obwohl es nicht wichtig ist, bin ich doch gwunderig: die Mail Adresse von „Richter ohne Gnade“ ist Ars… ( und nicht die vom Seevers ) ?
@Smarti
Herr Seevers heißt Seevers und seine Mailadresse besteht aus Teilen seines Namens. Er tritt auch immer mit diesem Namen auf. Alles fair und in Ordnung.
Der „Richter ohne Gnade“ ist nicht neu. Er/Sie? wechselt Identitäten (und Mail-Adressen) wie andere die Unterwäsche. Eines jedoch ist beständig: die persönlichen Beleidigungen, und Gemeinheiten, die bis in den privaten Bereich gehen und schon etwas pathologisches haben (weshalb ich sie bisher auch gelöscht habe)
Dies nur zur Info, was man als Administrator noch im Hintergrund macht…
Bauer Willi, mein Mann Joachim schreibt ja unter seinem Namen und er hat tatsächlich schon Mails von „unbekannt“ gekriegt, die Sie und Ihre Seite krass schädigen wollten. Ist schon etwas her und leider gelöscht, weil A..loch und etwas krude, wir wollten Ihre Nerven schonen.
Ja, ich bewundere Ihre Geduld und Ausdauer, mir wäre sowas nicht gegeben. Immer häufiger höre ich aber Sätze in Politik oder Medien, die aus Bauer Willi „kopiert“ wurden. Und das ist so toll ! Denke die Seite zieht 2026 an. Ein frohes Neues Jahr !
@Smarti
Von anderen Medien kopiert zu werden macht mich ein wenig stolz. Und auch, von anderen Medien (und Politik) um seine Meinung gefragt zu werden.
Geduld und Ausdauer sind endlich…
Moin @Bauer Willi
„Von anderen Medien kopiert zu werden macht mich ein wenig stolz.“
Von wem ist der Spruch mit den nicht kostendeckenden Milchpreisen.
Er ist faltsch.
Er wird nur gerne nachgeplappert.
Für Details mich fragen.
Grüße
Nicolai
Hallo Smarti,
du glaubst also alles was Dr. Willi sagt und trumpetest ins gleiche Horn ohne meine gelöschten Beiträge zu kennen?
Ich möchte hier nur klarstellen, dass ich so eine beknackte Fake Mailadresse gewählt habe, damit der Beitrag überhaupt rein kommt.
Jetzt benenne ich mich nach dem bekannten Richter aus Hamburg und meine Mail-Adresse ist „Engel-Meinungsfreiheit@web.de“
Ich bin nicht krank wie Willi sagt, sondern verletzt vielleicht. Als Troll bezeichnet zu werden und bei fehlender Waffengleichheit gecancelt zu werden, kann schon mal zu besonderen Reaktionen führen…
Ich betrachte das www als öffentlicher Raum wie ein Bahnhof, wo ich auch zur Hilfe eilen würde wenn jemand verprügelt wird, obwohl es nicht mein Bahnhof ist. Hier wird auf b.w.com natürlich niemand verprügelt aber einige Thesen wie beim Russland Ukrainekrieg bedürfen eine Erweiterung des Horizontes. Dies als Begründung meiner Aktivität.
Es wäre alles vermeidbar gewesen wenn Dr. Willi mich wie ein Landwirt und Kollege betrachtet hätte mit einem klärenden Gespräch in Wort oder Schrift. Aber da war früher wohl zu viel Hass im Spiel.
Wenn dieser Beitrag rein kommt, lasse ich b.w. gern in Ruhe, versprochen. Ein Leben ohne b.w.com ist möglich, das habe ich schon ausprobiert. c-;
Deal?
@Richter-Gnadenlos
Ich weiß nicht wer Sie sind und wo ich, weshalb und wie ein „klärendes Gespräch“ hätte suchen müssen. Sie haben ja immer noch nicht Ihre Identität preisgegeben.
Ich hätte diesen und den vorherigen Kommentar löschen können, was ich nicht getan habe. Und jetzt halten Sie Ihr Versprechen und lassen mich und meine Familie in Ruhe. Ich denke, Sie haben die von Ihnen beabsichtigte Aufmerksamkeit bekommen.
„Ein Internet-Troll ist eine Person, die absichtlich provokante, beleidigende oder irreführende Kommentare postet, um andere online zu verärgern, zu stören oder in emotionale Konflikte zu verwickeln, oft ohne substanzielle Argumente, um Chaos zu stiften und sich daran zu ergötzen. Sie nutzen verschiedene Plattformen wie Foren, soziale Medien und Chats, indem sie Themen verfälschen, persönliche Angriffe starten und sich oft anonym bewegen, wobei das Ignorieren, Melden oder Blockieren die besten Reaktionen sind“
Die angegebene Mail-Adresse existiert (wieder) nicht….
Es ist so schade und mühsam, mit so etwas seine Zeit zu vergeuden.
„Ein Leben ohne b.w.com ist möglich, das habe ich schon ausprobiert. c-;“
Ein solches Leben muss nicht unbedingt schlechter sein. Es ist einfach nur anders.
Sehr geehrter BW,
1. Dank für ’25.
2. Alles Gute für ’26.
3. wrt „ROG“: „Gaa nich‘ ignorier’n“, hätte Vadder gesagt. Empfehlung: Einfach posten lassen, auch wir möchten etwas zum Wundern und Schmunzeln haben.
4. Nun auf ein Neues!
Stets Ihr
C.
Dir, Willi, Deiner Familie und allen anderen Lesern dieses Blogs wünsche ich für das kommende Jahr alles Gute.
Danke für Deinen unermüdlichen Einsatz, Willi, Debatten rund um die Landwirtschaft zu versachlichen, obwohl genau das manchmal auf Social-Media zu Anfeindungen führt. Im nun ablaufenden Jahr habe auch ich die Erfahrung gemacht, dass Personen, Institute oder „gemeinnützige“ Vereine und GmbHs oft unter dem Deckmantel einer Transformation hin zu einem „enkeltauglichen“ Morgen nur dem sachlichen Diskurs über den richtigen Weg in die Zukunft aus dem Weg gehen wollen. Der Korridor des Diskurses soll so eingeengt werden, dass für ThinkTanks, für NGOs oder für Lehrstühle an Universitäten oder FHs möglichst viele Drittmittel von „Politikern ohne Rückgrat“, Philanthropen oder Steuerspar-Stiftungen von erfolgreichen Unternehmen ergattert werden können. Denn das stellt sicher, dass der Diskurs über die Zukunft auch in Zukunft nicht von denen geführt werden wird, von denen man es eigentlich zu erwarten hat.
Ich für meinen Teil bin es in den letzten Jahren gewohnt gewesen, dass meine sachliche Argumentation gegen Beliebigkeit u.a. von Universitätslehrstühlen, Zuchtverbänden oder Zuchtwertschätzstellen oft nicht zu vernunftgetriebenen Antworten führt. Schnell wird man als „Querulant“ bezeichnet, wenn der Gegenseite die sachlichen Argumente fehlen.
Im nun zu Ende gehenden Jahr wendete sich das Blatt allerdings ein wenig:
* Die Rinderzuchtverbände samt Vit suchen nach einem gesichtswahrenden Weg, eine neue Bezeichnung für die sogenannte „Praxisvalidierung“ zu finden, ohne dass es dem Milchviehhalter auffällt, dass dieses Instrument *nichts* mit Validierung, sondern nur mit Marketing zu tun hat.
* Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften von „Umfrage-Wissenschaftlern“ suggerierten in der Vergangenheit Repräsentativität, obwohl die Studienergebnisse *ausschließlich* nur für die Stichprobe gelten können. In den letzten Wochen habe ich die Zeit gefunden, drei peer-reviewte Studien bekannter akademischer Umfrage-Institute von Agrarfakultäten nachzurechnen. Ich warte nun darauf, was die Wissenschafts-Community von meinen Entdeckungen hält.
Es bleibt spannend. Auch 2026.
Baiwa – ein Restrukturierungsfall mit Milliarden Verlusten
Zuckererzeuger (Nordzucker jedenfalls überwiegen in Hand von Landwirten) – Verluste
Weizenpreis – 10 Jahres Tief
Grundsteuer – bis zu 20% mehr für Landwirte
Beiträge zur Berufsgenossenschaft – massiv gestiegen
Beiträge zu Kammer – bis zu 20% mehr, ohne mit der Schulter zu zucken, für Agrarüberwachung des letzten bewirtschafteten Quadratmeters und des letzten Pferdapfels in der Düngebilanz
Auflagen der Behörden – xxx % mehr
Zeit für Anträge, Formulare, Digitale Überwachung, Widersprüche – mindestens 5 Tage mehr
Schweinehaltung – wandert nach Spanien ab
Biogasanlagen – 2/3 machen Verluste
Flächenfraß – wieder höher in 2025
Agrardiesel – massive Kürzungen
Versicherungen – wieder gestiegen
Höfe, die dicht gemacht haben – ca 5000
Höfe, jetzt im Nebenerwerb sind – erstmals über 50 %
Winzer, die am Rande des Ruins stehe – viele
Stimmen, die die Landwirtschaft an den Pranger stellen – sehr viele
Gerichte – urteilen in DE gegen Landwirt völlig anders wie in anderen EU Staaten (z.B. bei Bauernprotesten)
Gerichte – nehmen sich ewig Zeit für Entscheidungen und meine, dass ist alles korrekt.
Polizei – kontrolliert gefühlt immer häufiger gezielt Landwirte
Behörden – ignorieren einen einfach (bei Grenzübernutzung mit Gräben, bei Baumwuchs über die Grenze, …)
Verbraucher, die Bullerbü erträumen aber Ramsch und billig kaufen – immer mehr
Dann man Prosit Neujahr. Es könnte eigentlich nur besser werden. Aber wer weiß.
Ich mache trotzdem weiter. Bibelzitat: „Von jetzt an gilt, solange die Erde besteht: Nie werden aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“
Meine Vorfahren haben warscheinlich genauso ernste Themen gehabt, über die ca. 15 Generationen. Schon deshalb arbeite ich eng mit meinen Söhnen für eine Weiterführung unserer Landwirtschaft.
Alles erdenklich Gute für 2026 für Sie und Ihre Familie,verbunden mit einem DANKE für Ihre Arbeit, für das weiter geben von Informationen und das wir alle optimistisch bleiben.Viele Grüße aus Thüringen
Ich wünsche Ihnen, lieber Willi, Ihrer Familie und allen anderen hier auf dem Blog alles erdenklich Gute für das neue Jahr, dass alle gesund bleiben und 2026 ein erfolgreiches Jahr werden wird!
Jedes Jahr wünsche ich mir zum Jahreswechsel, dass niemand aus meiner Familie, meine Tiere, meine Familie von uns gehen muss. Und ich wünsche mir auch für dieses Jahr mehr Hoffnung und die ganze Situation im Land wieder besser wird! Auch wir in der Baubranche haben zu kämpfen, wir kennen viele Leute aus der Industrie, die in diesem Jahr ihren Arbeitsplatz verloren haben. Selbst bei uns in Marburg sollen aus bekannten Pharmaunternehmen Hunderte von Leuten entlassen werden. Wo führt das alles hin, frage ich mich oft?!
Meine Mama hat immer gesagt „Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue …“ Bisher habe ich immer daran festgehalten!
Allen einen guten Rutsch 🎆
Christina: Dem kann man eigentlich nichts mehr hinzufügen, was Sie dem Blogbetreiber BW und allen Bloggern wünschen!
Wir im Erzgebirge, meiner Heimat sagen: „a nei gahr!“ CB
Guten morgen,
Ja Hoffnung ist gut und unverzichtbar. Realitätssinn und klare Entscheidungen sind auch wichtig und bei großen Entscheidungen auch unverzichtbar.
Und Vertrauen, in die Märkte, in die Politik, in die Gesellschaft brauchen wir auch. Ich glaube an Vertrauen mangelt es bei uns Landwirten und in großen Teilen der Wirtschaft am meisten. Hoffnung ist uns mit in die Wiege gelegt worden.
Mal gucken wie es 2026 weiter geht. Ein ist aber sicher, weiter geht’s immer, irgendwie…
Guten Rutsch!
Ja,
Hoffnung und Geborgenheit ist uns mit in die Wiege gelegt worden.
Übrigens, numerologisch war 2025 das Neuner-Jahr, denn 2+0+2+5 ergibt in der Quersumme 9. Ein voller Neuner ist so gut wie ein Nuller. Zudem hatte der Heiligabend am 24.12.2025 die Quersummen 6,3,9, was die Solfeggio-Frequenzen ideal widerspiegelt und in der Summe selbst die perfekte Neun zeigt.
Das Jahr 2026 hingegen ist ein Einser-Jahr, denn: 2+0+2+6=10, 1+0=1. Erfreulich daher, dass der Jahresbeginn gleich auf den 1.1.2026 fällt, denn dreimal die Eins kann ja nur gutgehen. Aber man denkt, man hätte die volle Eins, dabei sind es tatsächlich drei. Drei Einsen: eins, eins und in der Quersumme der Jahreszahl noch mal eins. Trotzdem sind es drei, und es ist eine Drei zum Jahresbeginn, keine Eins.
Und das sagt einem keiner. Ich versuche das hier gerade.
https://youtu.be/lPOdvUUw6dc?feature=shared
🥳
@Ex-Baumschuler
Beginnen nicht relativ viele Jahre mit dem 1.1.?
Ich frage ja nur….😉😎
Das mag sein, aber die Jahreszahl ist sehr selten. Das letzte Jahr 2026 lässt sich tausende von Jahren vor der Zeitrechnung rekonstruieren, und davor gab’s wahrscheinlich überhaupt noch keins.
……“und davor gab’s wahrscheinlich überhaupt noch keins.“
Was ja logisch ist? Nach dem Julianischen oder chinesischen Kalender ist diese merkwürdige Zahlenmystik dann wohl auch nicht irgendwie von Belang, oder?
🤗