Bauer Willi
Kommentare 26

Aktuelle Fakten über den Wald

Wir lesen ja, daß wir unbedingt mehr Wälder brauchen in Europa. Darum soll auch renaturiert werden. Doch wie steht es tatsächlich um die Waldfläche?

Diese Statistik zeigt, daß Europa der waldreichste Kontinent ist !!! Und nicht nur das: die Waldflächen haben hier in den letzten 30 Jahren sogar zugenommen !!!

Infografik: Wie entwickeln sich die weltweiten Wälder? | Statista

Auch in Deutschland gibt es mehr Wald:

https://de.statista.com/infografik/13293/waldflaeche-in-den-bundeslaendern/

Ok, NRW hat sich da nicht mit Ruhm bekleckert. Und das Niedersachsen und Thüringen beim Flächenzuwachs so weit vorne liegt, hätte ich auch nicht gedacht.

Warum wir Zuwachs an Flächen haben? Das sagt der Autor dazu:

“Den Luxus geschützter Wälder können sich vor allem reiche Länder leisten, weil sie Nahrungsmittel und pflanzliche Rohstoffe importieren.”

Danke an Bauer Fritz für den Hinweis und die Links.

 

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26 Kommentare

  1. Alberto Guidorzi sagt

    Hier die italienischen Daten: Vor 100 Jahren betrug die landwirtschaftliche Fläche 24 Millionen Hektar, heute bewirtschaften wir nur noch 12 Millionen Hektar. Da es sich bei vielen der 12 Millionen nicht mehr bewirtschafteten Gebiete um Gebirgsgebiete im Apennin und in den Alpen handelt, bedeutet dies, dass sie sich alle in Wälder verwandelt haben. Der Teil der 12 Millionen verlassenen Menschen, die in der Ebene liegen, wurde allesamt urbanisiert. Die Landwirtschaft hat also ihren Teil dazu beigetragen. Diejenigen, die das nicht getan haben, sind die heutigen Ökologen, die die wilde Urbanisierung akzeptiert haben.

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  2. Christian Bothe sagt

    Noch mal zum Wald an sich! Bin ja wohnhaft in Thüringen aber aufgewachsen im Westerzgebirge in Sachsen. Da ich öfters in der Heimat bin, kann ich mit Fug und Recht sagen,das die Fichtenwälder am Fuße des Fichtelberges/ Richtung Vogtland in einem sehr guten Zustand sind und das selbst nach Kyrill 2007 ! Zu DDR-Zeiten hatten wir massiv Probleme mit Schadstoffeinträgen aus der Tschechei und die Wälder sahen schlecht aus! Borkenkäfer usw. sind kaum ein Thema im Vergleich zu Thüringen und dem Harz! Sicher trägt die natürliche „Konstruktion“ des Erzgebirges nämlich die einer Pultscholle dazu bei,das genügend Feuchtigkeit im Boden war und ist, bedingt auch durch lange Winter. Leider wollen der grüne Umweltminister von Sachsen und Berlin‘s grüne Pharisäer den Wald mit Windmühlen zerstören! Dagegen gibt‘s natürlich massiven Protest, welchen auch ich unterstütze! In Thüringen haben wir es ja bis dato geschafft diesen Unsinn und Umweltfrevel zu verhindern!

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    • Dieter Hanselmann sagt

      Hoffentlich sind Sie nicht auch einer,
      der eigenartigerweise nur beim Thema Windkraft sein Herz für Vögel, Landschaftsbild usw. entdeckt, Ich kenne nämlich viele “Windkraftallergiker”, denen Natur- und Umweltschutz außerhalb der Windkraftfrage
      schnurzwurst ist. Und diese Leute mag ich besonders..

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      • Reinhard Seevers sagt

        …so wie diejenigen, die über alle möglichen Fehlbarkeiten der Landwirtschaft Bescheid wissen und gleichzeitig zweimal im Jahr in Urlaub fliegen oder die Kreuzfahrten nutzen?
        Die Leute mag ich auch nicht besonders.

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  3. Mathias Mindrup sagt

    Aus dem Diagramm über die Entwicklung der Waldflächen in Deutschland
    geht deutlich hervor, dass die Waldfläche zwischen 2016 und 2021 um
    52800 ha gewachsen ist.
    Auch für den Kontinent Europa stieg die Waldfläche innerhalb von
    30 Jahren um 2,3% an.
    Von Entwaldung kann da eigentlich keine Rede sein.
    Aber es sieht wohl so aus, dass EU-Politik und EU-Bürokraten das nicht zur
    Kenntnis genommen haben.
    Sie “arbeiten” offensichtlich mit Hochdruck an weiterer überflüssiger Bürokratie.

    Siehe Link zu Top Agrar (leider hinter Paywall)
    https://www.topagrar.com/rind/news/rinderhalter-muessen-entwaldungsfreie-produktion-nachweisen-20001581.html

    Auszug aus dem Artikel:
    “Die EUDR (EU Deforestation Regulation), setzt sich zum Ziel, den Beitrag der Europäischen Union zur Verringerung der weltweiten Entwaldung beizutragen. Zu diesem Zweck knüpft die EU die Vermarktung von Produkten aus sieben entwaldungsrelevanten Rohstoffen (Rinder, Kakao, Kaffee, Ölpalme, Kautschuk, Soja und Holz) an Sorgfaltspflichten, die über die zwingende Abgabe einer Sorgfaltserklärung vor der Vermarktung belegt werden sollen. Ohne diesen Nachweis ist eine Vermarktung, beispielsweise von lebenden Rindern oder deren Fleisch, auf dem EU-Markt nicht möglich.”

    Und:
    “Deutsche Rinderhalter sind gemäß den Definitionen der Verordnung die „Erstinverkehrbringer“ lebender Rinder. Sie gelten somit als Marktteilnehmer, die den vollen Sorgfaltspflichten gemäß der EUDR unterliegen. Da es sich bei lebenden Rindern um ein entwaldungsrelevantes Produkt handelt, muss vor dem Verkauf eines lebenden Tieres eine Sorgfaltserklärung abgegeben werden. Teil dieser Sorgfaltserklärung ist die Angabe der geografischen Koordinaten (Längen- und Breitengrade) eines jeden Ortes, an dem die Tiere vorübergehend oder dauerhaft gehalten wurden. Ein immenser Dokumentationsaufwand.
    Ein funktionierendes EU-Informationssystem gibt es bisher auch noch nicht.” (!!!)

    Weiterer Link:
    https://www.topagrar.com/rind/news/geokoordinaten-fuer-jedes-rind-a-20003062.html

    Auch hier ein Auszug aus dem Artikel:
    “Rinder sind “Risikoprodukt”
    Da es sich bei lebenden Rindern gemäß des Anhangs der EUDR um ein Risikoprodukt handelt, müssen Landwirte vor dem Verkauf eine Sorgfaltserklärung abgeben. Teil dieser ist die Angabe der geografischen Koordinaten (Längen- und Breitengrade) eines jeden Ortes, an dem die Tiere vorübergehend oder dauerhaft gehalten wurden. „Das ist ein immenser Dokumentationsaufwand. Ein funktionierendes EU-Informationssystem gibt es bisher noch nicht“, beschreibt Tobias Fier vom Verband der Fleischwirtschaft die Situation.

    Nach der Verordnung müssen künftig alle Rinderhalter ihre Daten in das Informationssystem der europäischen Kommission melden. Das System zeigt Überschneidungen zu den Daten bei der HI-Tier, erklärt Schöneboom-Ernst. „Gemäß der EUDR bekommt wahrscheinlich jedes Rind eine Referenznummer“, so die Referentin. Diese könnte in der vorhandenen HIT-Datenbank neben der Ohrmarkennummer stehen. Zusätzlich müssten die Geokoordinaten der Stallungen und Weiden des Betriebes einmalig eingearbeitet werden. Dann fehlt noch ein Kästchen für „Legalität“, welches Landwirte ankreuzen müssen, sagt die DBV-Referentin. „Über eine Verknüpfung von HIT zum EU-Informationssystem, das zukünftig die EUDR-Informationen aufzeichnen soll, könnte die Übermittlung der notwendigen Sorgfaltserklärungen technisch automatisiert werden. Dadurch ließe sich die Zusatzbelastung für die Landwirte niedrig halten“, meint auch Fier.”

    Und noch ein Link:
    https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/in-deutschland-waechst-kein-regenwald-dafuer-aber-die-verwaltung-20004030.html

    Auch hier der Auszug aus dem Artikel:

    “59 Stellen für Überwachung und Verwaltung (!!!)
    Wie viele das am Ende sein werden, kann momentan noch nicht einmal das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) sagen. In ihrer Antwort auf eine schriftliche Frage des agrarpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, teilt die Parlamentarische Staatssekretärin im BMEL, Claudia Müller, allerdings mit, dass ab dem Jahr 2024 insgesamt 59 Vollzeitäquivalente (VZÄ) für die Durchführung der Verordnung eingesetzt werden.
    Das BMEL hat die Aufgabe an die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) übertragen. Für diese Aufgabe wurde zum 1.6.2024 eine eigene Unterabteilung gegründet mit aktuell 59 Vollzeitstellen. Davon sind 21 Stellen dem höheren Dienst, 37 Stellen dem gehobenen Dienst und eine Stelle dem mittleren Dienst zugeordnet.

    Rund 3,5 Mio. € an jährlichen Personalkosten (!!!)

    Die Unionsfraktion hat auf dieser Grundlage die Kosten durchgerechnet. Eine Stelle im höheren Dienst einer nachgeordneten Bundesbehörde (hD) (Durchschnitt A-Besoldung) kostete 2022 pro Jahr: 81.500 €. Eine Stelle im gehobenen Dienst (gD) kostete 2022 pro Jahr: 60.900 €. Eine Stelle im mittleren Dienst (mD) kostete 2022 pro Jahr im Schnitt 46.700 € Personalkosten. In Zahlen macht das 1.7 Mio. € (hD), 2.3 Mio. € + 46.700 (mD), also in Summe rund 4,0 Mio. €. Die Union rechnet aber “nur” mit mindestens 3.5 Mio. € an Personalkosten pro Jahr, da vom BMEL befristet sechs Vollzeitstellen des gehobenen und höheren Dienstes an die BLE übertragen wurden, die ohnehin schon verplante Posten darstellen.”

    Reden Politikerinnen und Politiker eigentlich nicht immer von Bürokratieabbau?

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  4. Marian E. Finger sagt

    Da müssen wir Russland aber erst mal fragen, ob wir deren Waldbestand überhaupt noch Europa zuschlagen dürfen, so wie wir mit denen gerade umgehen.

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  5. Udo sagt

    Flächen, auf denen Nahrundmittel oder Biogas-Mais wächst, binden langfristig ja nicht wirklich den Pflanzendünger CO2, außer das, was im Humuszuwachs langfristig gebunden wird. Früher oder später werden die Produkte ge(geg|fr)essen oder verrotten. Damit isses wieder in der Luft. Wald bindet da doch eine Menge mehr in der Aufwuchsphase (solange er nicht umfällt) der baut auch mehr Humus auf, wenn der nicht degradiert oder entfernt wird. In der Terminalphase ist der Wald gibt der Wald dann soviel CO2 ab, wie er aufnimmt, baut evtl. noch Humus auf. Dann ist es wichtig, dass die dicken Stämme geerntet werden und aber nicht zu Brennholz oder Papier werden, sondern zu Häusern. Dann bleibt das CO2 nämlich drin.
    Und, wer hat das schon 2000 Jahre so gemacht?? Genau. Die Europäer! Kann man jetzt noch überall sehen. Stabkirchen, Fachwerk,…
    Also Kopf hoch. Oh, vergessen, der Stolzmonat ist ja vorbei 😉

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    • Christian Bothe sagt

      Ein ha Mais assimiliert das CO2 von 60000km Autofahrt! Doch nicht schlecht oder?

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      • Arndt Fraatz sagt

        …bis das COx 4 Monate später dem Fressen des nach Silagefutters durch Kühe ausgepupst wird. Wald bindet durch alte Wälder und Holzprodukte deutlich länger CO2

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        • Reinhard Seevers sagt

          Wald kann bloß keiner essen….aber egal, ist eh alles bullshit. Wer sich auf diese Diskussionen einlässt ist der Verblödung anheim gefallen.🤗

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        • Christian Bothe sagt

          Fraatz: Und das CH4 unserer MK wurde wieder in CO2 und H2O umgewandelt, damit für die Gruenmasseproduktion in Wald und Feld wirksam…

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        • Bauer Willi sagt

          @arndt fraaz
          Falsch. Es wird im Wesentlichen gerülpst. Und ob 4 Monate oder 4 Jahre ist schnurz: es bleibt ein Kreislauf.

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      • Stadtmensch sagt

        “Ein ha Mais assimiliert das CO2 von 60000 km Autofahrt”

        fehlt da evtl. eine “0”? Ist aber auch egal, denn im Mais wird es ja nur relativ kurz “gepuffert”.

        CO2-Assimilation 1ha Mais bei besten Wachstumsbedingungen:

        * Tägliche CO2-Assimilation: 80 g CO2/m² × 10.000 m² = 800.000 g CO2 pro Hektar und Tag
        * Über eine Wachstumsperiode von 120 Tagen: 800.000 g × 120 Tage = 96.000.000 g CO2 = 96 Tonnen CO2

        CO2-Emission Pkw in D:

        Für einen Benziner
        142 g/km × 60.000 km = 8.520.000 g CO2 = 8,52 Tonnen CO2

        Für einen Diesel:
        159 g/km × 60.000 km = 9.540.000 g CO2 = 9,54 Tonnen CO2

        kommen noch 30% Energieverlust bis zum fertigen Treibstoff hinzu.

        Also für einen Diesel:
        9,54 Tonnen × 1,3 = 12,40 Tonnen CO2

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    • Frank sagt

      Ich würde ja nicht gar so einseitig was vom historischen Holzstolz erzählen.
      Mit was haben die Europäer vor 2000 Jahren und auch zur Zeit des Fachwerks geheizt? Woraus haben die die Holzkohle gemacht, die in Mengen verbraucht wurde?

      Ist ja etwas sinnfrei wenn man nun sein Leben auf die CO2-Bindung der Mittel zum Leben ausrichtet. Dahin, zu diesem Leben, wollen nichtmal die größten Klugscheißer, wetten?
      Und nebenher noch Lebensmittel neben Holz stellen, als die Apfel-Birne-Nummer abziehen?
      Man kann den Kreislauf vermutlich etwas beeinflussen, aber nach ca. 100 Jahren ist in der Natur so ziemlich alles durch, für mehr Wirkung muss man CO2 stofflich anders binden (CO2-Mineralisierung) .

  6. Frikadellen piet 45 sagt

    hallo ich habe mal gehört dass der Wald am besten ist wenn noch viel Gewächs im Wald wächst und nicht nur eine Sorte von Bäumen schön in einer Reihe alleine wächst
    dann fühlen sich auch viele Tiere im Wald sehr wohl und vor allen Dingen können auch Kinder dort gut spielen müssen aber aufpassen falls sich dort auch der Wolf aufhält

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  7. Sonja Dengler sagt

    Es ist schon lange sichtbar: die Fotos der NASA aus dem Weltall zeigen ganz deutlich, dass die Erde grüner geworden ist 🙂
    Ob sich die Wirklichkeit noch durchsetzt gegen Ideologie?

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    • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war sagt

      Und die Fotos zeigen auch das die Eismassen der Pole zunehmen. Da hat der Eisbär auf der Scholle aber Glück!

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      • zmp_nachfahre sagt

        …und da sich die Eisbären ganz prächtig vermehren, brauchen sie den Platz auch!
        (Ihre Anzahl hängt allerdings mehr davon ab, wie viele geschossen werden, als von der Eisfläche.)
        Das ändert natürlich nichts an ihrer Gefährdung durch den Klimawandel: je mehr Eisbären es gibt, desto mehr können aussterben… 😉

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  8. Reinhard Seevers sagt

    Kein Wunder, dass Wald zunimmt, wenn bei jeder Baumaßnahme im Außenbereich Kompensationen auch in Form von Aufforstungen vorgenommen werden. Das geht wiederum von Eigentumsflächen der produzierenden Betriebe aus, nicht vom Stadtbewohner, der sich daran erfreuen darf und kann.

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    • Arnold Krämer sagt

      Der ursprüngliche Gedanke beim Gesetzgeber war auch, dass durch die Kompensation die Inanspruchnahme von Land für Baumaßnahmen zurückgehen würde. Das ist nicht eingetreten. Im Gegenteil eigentlich. In Niedersachsen ist sehr viel im Außenbereich gebaut worden, deshalb der starke Zuwachs an Waldflächen im Bundesland.

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      • Inga sagt

        Ach es ist eigentlich geplant, im Außenbereich weniger zu bauen, damit die Acker- und Waldflächen nicht gemindert werden?
        Aber in Niedersachsen gibt es doch %tual mehr davon als anderswo, oder?

        Aber der Wald soll doch auch geschont werden, weil er so wertvoll für unsere Ökologie ist, oder?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ja Inga, das ist eine selbst gebaute Falle. Du musst mit einem Stall zu Wald (Niedersächsisches Waldgesetz = Wald ist Wald ab 1000m²) den notwendigen Abstand halten. Wenn du nun Kompensationsmaßnahmen in Form einer Aufforstung vornimmst, die in der Nähe eines anderen Stalles liegt, kann es passieren, dass bei einer Planung des anderen Betriebes, dieser entweder keine Genehmigung bekommt, oder zus. Wald kompensieren muss. Das ist ein Naturschutzrechtliches perpetuum mobile.

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    • Hauke Jaacks sagt

      So ist es hier im Umland Hamburg auch es wird als Ausgleich aufgeforstet.Förster sind schliesslich Halbgötter in Grün und können die Politik immer wieder überzeugen das hier Flächen umgewidmet werden, obwohl sie vorher der Lebensmittel Produktion gedient haben.Somit auch Co2 gebunden haben bzw Sauerstoff produziert haben.

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