Bauer Willi
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Agrarkongress – Der große Konsens

Am 18. Januar tagte zum 6. Mal der Agrarkongress des BMU, das jetzt BMUV heißt.

Das Programm findet ihr hier: https://www.bmu-events.de/sites/default/files/gc-event/uploads/11326_programm_deutsch-v5.pdf

Wie man sieht, ein bunter Reigen an Themen und Personen aus Politik, Naturschutz, Verbraucherschutz und auch aus der Landwirtschaft.

Die Zusammenfassung des Kongresses: Alle, aber wirklich alle sind der Meinung, dass die Chancen für die Transformation der Landwirtschaft noch nie so günstig waren wie derzeit. Durch die „grüne“ Führung der beiden wichtigsten Ministerien, dem BMEL und dem BMUV könne Umweltpolitik und Agrarpolitik jetzt erstmals aus einem Guss erfolgen, so die beiden verantwortlichen Minister.

Sowohl die Borchert-Kommission als auch die Zukunftskommission habe die Ziele und die Pfade der Transformation der Landwirtschaft aufgezeigt.  Nun müssten sie von der Politik nur noch angegangen werden. Da waren sich alle einig, auch die Vertreter:innen von Deutschem Bauernverband, Deutschem Landfrauenverband und dem Bund der deutschen Landjugend. Diese gaben lediglich zu bedenken, dass für ein Gelingen der Transformation der Landwirtschaft erhebliche finanzielle Mittel notwendig seien. Da ginge es um mehrere Milliarden Euro. Jedes Jahr.

Einig war man sich auch darin, dass derzeit niemand weiß, wie die Transformation der Landwirtschaft finanziert werden soll. Es wurde auch nicht wirklich thematisiert, obwohl es von den Zuschauern draußen im Netz immer wieder eingefordert wurde.

In Berlin herrschte große Einigkeit. Und das ist doch schon mal ganz nett…

Wie die Reaktion in der Praxis war? Vielleicht fragen die aktiven Teilnehmer des Kongresses mal bei denen da draußen nach…

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68 Kommentare

  1. evo.... sagt

    Ich vermute momentan als größtes Problem für die Menschen und die Insekten die Pflanzenzüchtung.
    Wenn wir die Pflanzen immer gesünder züchten, dann sind da nur die Pflanzen gesund.
    Für die “Esser” der Pflanzen werden sie aber wohl unbekömmlicher. Das Mikrobiom im Darm der Menschen wird zur Zeit ja ein Thema.
    Wegen der Co-Evolution, der Pflanzen und deren ” Verzehrers “ist aber zu erwarten:

    Wenn wir die Pflanzen so züchten, dass sie für Pilze, Insekten Viren und Bakterien immer unbekömmlicher werden, Werden sie wohl auch für, z.B., das Darmbiom der Menschen unverträglicher.

    Ich habe auch noch nie etwas darüber gelesen, wie sich solche hochgezüchteten Pflanzen auf das Bodenleben auswirken. Wenn die Pflanzen für Leben über/auf dem Boden giftiger gezüchtet werden, dann sind auch Auswirkungen auf das Leben im Boden zu erwarten.

    Ansonsten empfehle ich dort wo es geht immer genveränderte Pflanzen von Monsanto, Syngenta, ChemChina,….. zu verzehren. Diese Sorten werden viel sorgfältiger geprüft.
    Sogar Urs Niggli hat ja gesagt, dass die Mutagenese min. genauso gefährlich ist wie Gentechnik.
    Und dann fordere ich einen Test dafür, wie verträglich moderne Züchtungsprodukte für die Menschen sind.

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  2. Aloys sagt

    Nun ja, der Begriff Transformation der Landwirtschaft ist ja schon mal unterstrichen, weil er vermutlich so oft vorkommt. Und genau das ist auffällig, es wird verdächtig oft in allen Bereichen von Transformation gesprochen. Warum nicht Veränderung, Umstellung oder Weiterentwicklung. Also muß damit wohl etwas besonderes gemeint sein mit dem ihr euch alle mal schleunigst beschäftigen solltet und zwar z.B. hier:
    https://vera-lengsfeld.de/2020/12/03/die-offenbarung-des-klaus-schwab-covid-19-the-great-reset/

    • Reinhard Seevers sagt

      Vera die Schizophrene, von ganz links über die Mitte nach ganz rechts.👍😃

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  3. Ostbauer sagt

    Einig waren sich alle nur darin, das und was man “machen” will, über das “wie” hat keiner einen guten Plan.
    Es wird meiner Meinung nach wie immer laufen. Finanziert wird das Ganze rein rechnerisch über MwSt- Erhöhung; schön einfach und EU-konform. Ob irgendwas davon auf den Höfen annkommt ist dann nicht mehr das Promblem der Politik.
    Die anderen Ziele werden mit dem umgesetzt, was sie am Besten können:Ordnungsrecht !
    Fängt doch schon gut an; Die EU akzeptiert die deutsche Modulation der DüVO in keinster Weise und Berlin hat auch schon Zustimmung signalisiert. Heißt dann 50% des Landes sind im “Roten Gebiet”
    Brandenburg überwacht ab nächstes Jahr alle Flächen mit Sentinel 2; alle 5 Tage Überflug und optische Auswertung; was da wieder für Bullshitshop`s geschaffen werden.
    Die Gängelung, Überwachung und Bürokratie hat mit der Weile ein unerträgliches Ausmaß angenommen. Ich komm jetzt schon fasst nicht mehr aus dem Büro raus!
    Für mich steht jedenfalls fest: Jegliche Chance zum Ausstieg aus der Produktion von Nahrungsmitteln auf unseren Flächen zu ergreifen und privatwirtschaftliche Alternativen zu fahren. Ob nun WKA`s, Freiflächenphotovoltaik oder Ausgleichsflächen: Hauptsache nicht mehr so stark von Almosen und der Unfähigkeit der Politk abhängig sein.

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    • Thomas Bröcker sagt

      Diese Politik wir das Landschaftsbild besonders im Osten stark verändern. Ist dann zwar nicht schöner, aber eben anders !

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    • Thomas Bröcker sagt

      Nullacht-fuffzehn-Lösungen gab es in der Landwirtschaft noch nie! Nicht umsonst ist es gerade die Vielfalt der Betriebsformen, die es so schwer macht überhaupt eine einheitliche erkennbare Linie nach außen zu vertreten.
      Diese Linie ist aber erforderlich, wenn es um grundsätzliche politische Entscheidungen geht, die an den Realitäten komplett vorbeigehen.
      Natürlich kann ich auch hier, wie im schottischen Hochland Schafe züchten und Bäume pflanzen – es muss nur im Endeffekt auch Geld dabei rumkommen, die Betriebsmittel und bei uns vor allem die PACHT müssen bezahlt werden. Das kann ich mit ein par Hammeln nicht erwirtschaften. deshalb taugen Einzelbeispiele nicht, um die jetzige Lage zu beschreiben.

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      • Arnold Krämer sagt

        Die Agrarpolitik beschränkte sich in den zurückliegenden Jahrzehnten immer weniger auf sinnvolle, klare Rahmenbedingungen (z. im Steuerrecht, im Baurecht) für alle, weil der Ruf nach dem Staat durch die verschiedenen Interessengruppen (innerhalb und außerhalb des Sektors) so unterschiedlich war, was die Betriebszweige anging. Die Politiker und außerlandw. Interessengruppen arbeiten sich an den Betriebszweigen und Betriebsformen in unterschiedlicher Intensität und unterschiedlichem Ausmaß ab. Gleichzeitig ist die Betroffenheit der Betriebe und Betriebszweige sehr unterschiedlich, was wettbewerbsverzerrende Maßnahmen (Förderung, Düngerecht u.a.) des Staates betrifft. M. E. ist die Situation mittlerweile völlig verfahren. Keiner blickt mehr richtig durch, was Strukturen und Wirkungszusammenhänge angeht. Die “Profiteure” des ganzen Kuddel-Muddels sitzen höchstens im Umfeld der praktischen Landwirtschaft; Steuerberater, Rechtsanwälte, Ing.-Büros, Dienstleister für Antragstellung, Dokumentation etc, wobei diese aber auch immer weniger “durchblicken”.

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        • Thomas Bröcker sagt

          Das triff ja nicht nur auf die LW zu. Heute früh beim “Tankwart meines Vertrauens” stand der Diesel bei 1,73. Da konnte ich es nicht lassen zu sagen: “Da muss ich wohl auch noch nach Slubice (Polen) tanken fahren” – “Das steht dir doch jederzeit frei” – kam die wütende Antwort.
          Draußen kam er dann noch hinterher gelaufen und meinte, er habe in den letzten Monaten 40 % seines Umsatzes verloren.
          Das, was zuerst in Grenzregionen passiert, ist beispielhaft genau das was am Markt passieren wird, wenn wie hier z.B. das Nachbarland ganz andere Wege geht.

          In Polen ist der Diesel im Moment von fast allen Steuer (incl. MwSt) befreit und kostet aktuell 52 Cent weniger als bei uns. Das zieht sich ähnlich durch fast alle Waren und Dienstleistungen.

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        • Stadtmensch sagt

          “M. E. ist die Situation mittlerweile völlig verfahren. Keiner blickt mehr richtig durch, was Strukturen und Wirkungszusammenhänge angeht”

          Sehe ich auch so. Nur noch Vogelperspektive auf Statistik und den internationalen Austausch mit GE (Getreideäquivalenten) nicht richtig berücksichtigt. Anders kann ich mir nicht erklären, dass man meint, hier täglich die Nahrungsgrundlage für 600 Personen entziehen zu können (also nur durch Versiegelung). Jetzt kommt ja noch die Verminderung der Produktivität durch Umstellung auf Bio hinzu. Ich weiß nicht…

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      • Sabine sagt

        Darum ging es da ja, dass es sich am Ende lohnen muss. Die derzeitigen Regeln fordern oft sehr hohen Input. Die Preise, die man für das Mehr an Aufwand erhält, finden oft keinen Niederschlag in verfügbarem Einkommen. Rechnung des ersten Landwirt war recht einfach. Er verliert zwar Weidefläche, wenn er mehr Bäume und Hecken hat, kann aber auf eine Rasse umsteigen, die fleischbetonter ist und die Lämmer direkt als Schlachtlämmer verkaufen, statt wie bisher Lämmer zur Mast weiterzuverkaufen und die Schafe können trotzdem im zeitigen Frühjahr lammen ohne Verluste zu riskieren, um früh auf dem Markt zu sein. Alleine der frühere Graswuchs in den so geschützteren Weiden bringt ihm Geld. Im Sommer verhindern die Hecken und Wäldchen Hitzestress, im Winter verhindern sie Lämmerverluste, im Frühjahr sparen sie Futterkosten. Selbst bei reduzierter Tierzahl ist sein Einkommen nicht gesunken, weil der Gewinn pro Schaf deutlich höher ist und auch bei den Rindern zahlt sich das System aus. Und das bei Leuten auf landwirtschaftlichenen Grenzstandorten, die Uplands, Bacon Beacons, Dartmoor.. das sind keine Standorte, wo man mit intensiver Landwirtschaft weiter kommt, da die Wetter- und Bodenverhältnisse und Lagen das einfach nicht hergeben. Zudem sind das Gebiete, die wichtige Wassereinzugsgebiete sind. Was hier in D kaum wahrgenommen wird, ist dass auch im UK katastrophale Flutereignisse in den Tälern Millionenschäden in den letzten beiden Jahrzehnten angerichtet haben und man deshalb auch über Ordnungsrecht versucht, diese zu minimieren. Intensive Beweidung ist da von der Politik als Verursacher der Fluten ausgemacht worden, wahrscheinlich weil mein niemanden gefunden hat der Mais anbaut. So wie hier in Bayern der böse Mais Fluten verursacht, sind es im UK die bösen Schafe. Ein Freund von dort sagte mir lachend: Klar sind es die Schafe in den Bergen, deren Konsumverhalten hat sich in den letzten 50 Jahren ja auch wahnsinnig geändert. Es liegt ganz sicher nicht daran, dass die Leute in den Tälern anders leben als früher. Die Leute in Cardiff sind ja schon vor Jahrhunderten jedes Jahr nach Spanien geflogen und auf der M4 gab es ja schon in vorchristlicher Zeit den Pendlerstau.

    • Stadtmensch sagt

      Das sieht alles sehr gut aus. Ist aber wohl das Modell für 70 Einwohner pro km². Für unsere Bevölkerungsdichte von 230 pro km² (Tendenz steigend) braucht man “hässliche” Landwirtschaft, um alle satt zu bekommen. Ist natürlich jetzt nur Polemik. 30 Jahre dauert es um sowas wachsen zu lassen und dabei eine Lebenskultur die Schaf, Ziege, und Rind weiter nutzen will. Sehe ich leider momentan nicht. Lassen wir halt die Hanglagen verwildern und schauen zu, wie dort in Zukunft die Schlammlawinen abgehen. Kann man dann wieder zum Staat rennen und Aufbauförderung beantragen….

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  4. Thomas Bröcker sagt

    Gerade aktuell in TopAgrar Interview mit Özdemir und Grethe:
    Es zeichnet sich ab, dass die “Neue Allianz” von Umweltministerium und Landwirtschaftsappendix tatsächlich kein anderes Rezept hat, als die ungeprüften Wunschträume und Dogmen der Grünen Oppositionsvergangenheit umzusetzen:

    1. Allianzen in Brüssel suchen um Milliarden in die zweite Säule zu schieben und “gezielt” einzusetzen (d.h. die Bio-Schiene wird so bedient werden, wie sie es sich erträumt hat)

    2. Zur Finanzierung des Umbaus der Tierhaltung soll die Mehrwertsteuersenkung genutzt werden ( über diesen Weg profitiert nur der Handel – beim Erzeuger kommt nichts an).
    Dass das Problem der notwendigen Kompensation der Anforderungen an die Tierhaltung nicht über die normalen Marktmechanismen geregelt wird, hat sogar Prof. Grethe begriffen – Özdemir scheinbar nicht.

    3. “Die Bauern wollen selbst den Ausstieg aus Glyphosat” – dank der tollen Unterstützung in vorauseilendem Gehorsam durch den DBV entsteht ja tatsächlich dieser Eindruck !

    Diese “Umbaumaßnahmen” werden dem Ländlichen Raum in den nächsten 4 Jahren ein Drittel seiner Wertschöpfung kosten und entsprechen viele Betriebe vom Markt fegen.
    Die Öko-Schiene wird sich dank üppiger Förderungen, deren Begründung mit dem bekannten Lügengebäude erfolgen wird, auf 25 % (der Fläche) um dann am Ausbleiben der erforderlichen Preissteigerungen zu “verrecken”. Nach 4 Jahren bunter Bilder und fröhlich hüpfender Moderatoren des Ganzen, wird ein Scherbenhaufen übrig sein – einfach deshalb, weil weder Markt noch Natur sich nach Dogmen und Wunschträumen richten.

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    • Smarti sagt

      Da hat die “nur Bio kann die Welt retten-Bewegung” ( zu der sich längst nicht alle Biobetriebe zählen wollen ! ) ein Monster geschaffen.
      Ein Monster, dass auch die Biobauern mit einem Haps auffrisst. Wehe, wenn die Gesellschaft merkt, wie man sie verar… und das wird sie.

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    • Arnold Krämer sagt

      Die GRÜNEN “lullen” den Berufsstand ein. Es wird ein böses Erwachen in den ländlichen Räumen auch bei der nicht-landwirtschaftlichen Bevölkerung geben. Was da auf dem Spiel steht, kann man erahnen, wenn man sich vor Augen hält, dass der Agrar- und Ernährungssektor z. B. in Niedersachsen der zweitwichtigste Wirtschaftssektor nach der Automobilindustrie ist.

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      • Mark sagt

        “Die GRÜNEN “lullen” den Berufsstand ein.” Hier sehe ich eine gewisse Ambivalenz. Richtig ist, dass die Grünen ein Stück weit den Berufstand einlullen, so wie sie versuchen, die gesammte Gesellschaft einzulullen. Özedmir behauptet in der Böll-Diskussion(TA-Video) frech, wir haben die Macht, weil wir die Mehrheit hinter uns haben. Sorry, die haben bei der letzten BTW noch nicht mal 15%gerissen, ist das die neue Mehrheit? Die haben die Macht, weil sie frech, lautstark und unglaublich propagandistisch auftreten. Und weil die Gegenseite so schwach ist!! Der DBV lässt sich nicht nur einlullen, sondern er schleimt sich derzeit auf geradezu unerträgliche Weise bei den Grünen ein. So wie er sich immer bei den Machthabenden eingeschleimt hat. Und er “verkauft” seine Mitglieder an diese, so wie er sie immer verkauft hat. Für sein eigenes Überleben! Für die Bauern bedeutet diese Strategie dauerhaftes Siechtum. Die Frage ist tatsächlich, wie lange eine solche Stratgie noch funktioniert und ob ein paar Bauern das Ende derselben noch erleben werden.

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    • Marian E. Finger sagt

      BIO und Klassische Landwirtschaft werden sich in ihren Methoden so weit aneinander angleichen, dass das Eine nicht mehr vom Anderen zu unterscheiden ist. Es werden keine Bullerbü-Höfe entstehen, aber um jeden Hof werden irgendwelche Blühstreifen wuchern mit Drei-Sterne-Insektenhotels dazwischen, während ansonsten die Klassischen Landwirte vom Staat gezwungen werden, etwas “ökologischer” zu wirtschaften und die BIOs von der Ökonomie gezwungen werden, etwas “klassischer” zu wirtschaften. Am Ende dieses Prozesses steht eine klassische Bio-Landwirtschaft oder eine bioklassische Landwirtschaft, und alle, angefangen vom Landwirtschaftsminister über die Bauernverbände bis hinunter zum Nebenerwerbslandwirt werden sich gegenseitig auf die Schultern klopfen und sich in den Himmel loben, weil der Umbau der Landwirtschaft gelungen und die Welt nun gerettet ist, während die Schweine, Kühe und Hühner wahrscheinlich nicht mal merken, dass sie jetzt 20 cm² mehr Platz zur Verfügung haben.

      Das geht eine kleine Weile gut, bis dann ein Habeck oder eine Künast der nächsten Generation den nächsten angeblichen Missbrauch von Tieren und Pflanzen anprangern, vielleicht weil die Tiere in zu dunklen Ställen zu starkem Elektrosmog ausgesetzt sind, und dann wird eine neue Bewegung zum Schutz von Tieren und Natur und eine neue Kampagne gegen die üblen Machenschaften der Landwirtschaft entstehen. Statt biologischen Nahrungsmitteln werden lichtvolle Nahrungsmittel oder energetisch polarisierte Nahrungsmittel von sonnengetränkten Kühen auf den Markt geworfen, und dann beginnt das ganze Spiel von vorne.

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      • Obstbäuerin sagt

        Da muss ich Dir widersprechen, Marian. Die Fördergelder, die für viele konventionelle Landwirte einen großen Anteil ihrer Einnahmen ausmachen, werden in die Bioschiene umgefrachtet, um deren Überleben abzusichern. Gleichzeitig werden den konventionellen Landwirten wichtige Produktionsmittel entzogen (Pflanzenschutz, Dünger usw.) und die Auflagen erhöht. Vielleicht ist es so, wie Du beschrieben hast, für die Betriebe, die übrig bleiben. In der Zwischenzeit gibt es aber ein Gemetzel, da bekommt das mittelalterliche Bauernlegen eine neue Bedeutung.

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      • Thorens sagt

        “…und dann beginnt das ganze Spiel von vorne.”

        Siehe Metzgereien/Schlachtbetriebe.

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      • Schmeckt gut sagt

        Marian, es ist sehr viel einfacher: Wenn klar wird, dass die deutschen Agrarrohstoffe durch die unerfüllbaren Auflagen, nicht mehr den Qualitätsansprüchen der Lebensmittelhändler genügen, bleiben unsere Erzeugnisse auf dem Acker liegen und Ställe werden nicht mehr belegt. Dies Szenario wird sehr schnell um sich greifen und startet mit der Gemüsebranche, denn hier werden schon in 2022 Nährstoffdefizite im Endprodukt sichtbar sein.

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  5. Andi sagt

    Den grünen Minister/innen Özdemir und Lemke sei Dank. Endlich haben wir sie, die eierlegende Wollmilchsau. Naja, ihre Züchtung ist zumindest angedacht. Aber wurde uns dass nicht schon sooft vorgegaukelt und versprochen?

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    • Inga sagt

      Die wissen aber erstmal, dass die Landwirtschaft so vielseitig wie eine Eierlegende Wollmilchsau ist.

      Und daran müssen sie immer und immer wieder festgenagelt werden.

  6. Ludwig sagt

    Wenn das so kommt wie die Berliner Grünen sich das vorstellen , dann ist die Landwirtschaft und der ländliche Raum platt. Arbeitslosigkeit in ganzen Regionen wird dann das Ergebnis .
    Der LSV-Sprecher A. Lee hat es in einem Video auf den Punkt gebracht. Leute tankt eure Schlepper . Es wird wieder demonstriert. Seit über 50 Jahren werkelt die Politik mit immer mehr Steigerung an den Bauern rum und jedes mal wird es verrückter. Jetzt geht es ums Ganze. Die Vorschußlorbeeren haben sich erledigt. Hier wird blindwütig nach Moralideologie Politik gegen die Realitäten betrieben.

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    • Bauer Willi sagt

      Das mit dem Treckerfahren ist jetzt etwas blöd, weil die Verbände von DBV über AbL oder BDM alle mit am Tisch gesessen haben. Wenn jetzt wieder die Trecker fahren, wird von unserer eigenen Interessensvertretung keinerlei Unterstützung kommen, eher das Gegenteil: “schaut mal, die ewig Gestrigen, die nicht kapieren wollen”.

      Wie sagt weiter unten die Obstbäuerin: Wir sitzen in der Falle…

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      • Arnold Krämer sagt

        “Die Transformation scheint zumindest auch ein konservatives Projekt zu sein”.

        Mittlerweile ist das dem Anschein nach wohl so!
        Mit dem Begriff kommt der DBV auch ganz gut klar, gänzlich anders als mit dem Begriff der Agrarwende. Landwirtschaft müsse sich so oder so ständig weiter entwickeln, so sinngemäß Vize Schwarz auf dem Agrarkongress.
        Die offene Frage bleibt, a) wieviel und welche Landwirte mitgehen wollen und überhaupt mitgehen können und b) ob man denen, für die beides zutrifft, überhaupt der Weg dorthin öffnen wird. Da darf man so seine Zweifel haben, weil man seitens der GRÜNEN dort, wo man es gewohnt ist, viel eigenes und auch fremdes Geld in die Hand zu nehmen, die Viehhaltung einerseits drastisch reduzieren und gleichzeitig eine Flächenbindung realisieren will. Die Schweine in den Ställen verstehen das aber wiederum nicht.😢😢

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    • Reinhard Seevers sagt

      Das Geile ist auch der natürlich niedrige Schadinsekten und Pilzdruck…ähnlich dem der Köge in Dithmarschen. Da kann man Dinge tun, die anderswo schlechter möglich sind.

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    • Schmeckt gut sagt

      Na, wenn auch in der ägyptischen Wüste mit Unmengen fossilem Wasser eine bio-dynamische Oase mit Früchten für Moral-Europa statthaft ist, übrigens 1000 ha groß, werden doch ein paar Polderflächen nicht durch die “scharfen” Demeter-Kontrollen fallen? Oder?

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        • Thomas Bröcker sagt

          Stimmt, die bohren 1.000 m in den Untergrund der Wüste um an den Nil zu kommen.
          SEKEM bei Kairo funktioniert tatsächlich mit Nilwasser. Die größeren Erweiterungsflächen liegt in der Libyschen Wüste (derzeit rund 900 ha für Bio Tee und Kräuter für Europa) und zapfen, wie andere ägyptische Projekte auch, den Nubischen Sandstein-Aqifer an.
          Dieser ist der größte tertiäre Süßwasserspeicher der Erde und der Streit um die Nutzung war einer der Hauptanlässe für den Libyenkrieg. Libyen hatte den Speichen angezapft und mit einem riesig dimensionierten Leitungssystem Tripolis und die eigene Landwirtschaft versorgt. Das durch die Zerstörung Libyens gescheiterte libysche Bewässerungsprojekt gemeinsam mit Mali hatte die selbe Wasserquelle. Jetzt wird sie halt von Ägypten genutzt.
          Die Ägypter wollen so 640.000 ha in der Wüste erschließen – übrigens vorrangig für Bio-Gemüseanbau für Europa.
          Der Grundwasserspeicher (auch Sahara Stream genannt) hat eine nutzbare Wasserkapazität, mit der man Deutschland insgesamt 30 m unter Wasser setzen könnte. Trotzdem droht ihm langfristig das gleiche Schicksal wie dem Dakota – Stream, der ist inzwischen nämlich leergepumpt.

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      • Thomas Apfel sagt

        Wo kamen doch gleich die mit multiresistenten Keimen besetzten Bockshornklee-Samen her, die die EHEC – Katastrophe mit über 80 Todesopfern im Raum Lübeck ausgelöst hatten ???

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  7. Obstbäuerin sagt

    Als die Runde mit unserem Bauernverbandsvertreter Schwartz lief, habe ich die Frage gestellt: Wer in dieser Runde vertritt eigentlich die 90% der konventionellen Bauern, die heute schon hochwertige Nahrungsmittel produziert, Biodiversität fördert und produktiv ist? Die Antwort wäre KEINER gewesen. Ich plädiere für den Austritt der Landwirte aus dem Dachverband. Außerdem fordere ich von Politik und Medien den Begriff PESTIZIDE öffentlich zu verbieten (z.B. mit ordnungsrechtlichen Maßnahmen) und dafür Pflanzenschutz zu verwenden. Dafür rege ich eine Petition aller Verbände an, die sich noch für moderne Landwirtschaft einsetzen wollen.

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    • Mark sagt

      Nur aus dem Dachverband kann man nicht austreten, das ist schon schlau gemacht! Es bleiben leider auch nicht viele Verbände übrig, die sich einer solchen Petition (die ich gut finde) anschliessen können. Alle an der ZKL Beteilligten fallen schon mal raus.

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    • Lady sagt

      “Wer in dieser Runde vertritt eigentlich die 90% der konventionellen Bauern…”

      Genau das ist für eher Außenstehende nicht zu begreifen. Warum sitzt da niemand, der die konventionellen Bauern vertritt, inhaltlich ?
      So wirkt es wirklich so wie es hier auch beschrieben wird. (Fast)bedingungslose Kapitulation.
      Und damit ist die Sache gegessen. Da kann die Gesellschaft gar nicht anderer Meinung sein, welcher denn auch?
      Die (nicht gegebene) Finanzierung ist tatsächlich die einzige Chance, dass diese Transformation doch eher nur ein weiteren Ordner im Behörden-Aktenschrank werden wird. Ich wünsch es allen Beteiligten.

      Lustig hingegen finde ich die Einordnung von Biolandbau als “Goldstandard”.
      Das war der größte Flop in der Geld-und Währungspolitik , auch wenn ein paar Unwissende heute noch das Gegenteil behaupten. Auch beim Goldstandard wurden Zusammenhänge behauptet , die gar nicht existieren. Kein Wunder, dass er kurz nach Einführung bereits aufgeweicht worden ist. Um schließlich ganz zu entschwinden.
      In diesem Sinn ist der Vergleich möglicherweise sogar passend.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Warum sollte man sich das so schön “runde Schwarz-Weiß-Bild” nach außen von Konventionellen kunterbunt beflecken lassen, welche vielleicht gar nicht so dumm sein und mit gehörig verbalem Gegenwind aufwarten könnten!?

        Wäre doch zu blöd, jetzt, da man sich schon am großen Ziel angekommen wähnt, nicht wahr!?

        Traute grüne Zweisamkeiten anstelle schauspielerischem Zickenkrieg und schon wird’s auf unseren Verbrauchertellern endlich übersichtlicher…

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    • Andreas sagt

      Super Idee !
      Dann mache ich eine Petition, dass Herbizide, die ja dafür da sind
      Pflanzen zu töten, nicht mehr als “Pflanzenschutzmittel” bezeichnet
      werden dürfen.
      Mal schauen, wer mehr Unterschriften bekommt !

      • Obstbäuerin sagt

        Ich fürchte, bei all der Sorge der Citymenschen um das Pflanzenwohl (nicht um die Ernährungssicherheit) wird es ausgehen wie beim Volksbegehren mit der Haustierbiene.

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      • Reinerstoff sagt

        Solch ein Kommentar outet einen gleich als Außenstehenden,

        denn Herbizide schützen sehr wohl (Nutz)Pflanzen, indem sie andere Pflanzen als Platz- und Lichträuber “töten”!

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      • Limes sagt

        dann bitte bei der Petition auch Hacke und Thermoverfahren (Abflämmen) integieren.
        Hacke = Pflanzen- und Insektentötungsgerät. Klingt sperrig aber es beschreibt das Ergebnis Tod durch Abschneiden der Pflanzenwurzel, Teilung Regenwürmer und Verschütten von Insekten.
        Abflammgeräte = Pflanzen- und Insektengrill

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        • Thorens sagt

          Genau.
          Ich warte auf die Schlagzeile “Genozid auf deutschen Äckern”.

          Wann begreifen die Menschen, dass Landwirtschaft niemals natürlich sein kann und es auch noch nie gewesen ist, seit die Menschheit sesshaft wurde? Seit dem Moment kämpft er gegen die Biodiversität auf den Anbauflächen, um selbst standortfest leben zu können.

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      • Arnold Krämer sagt

        Andreas, Ihr Beispiel zeigt exemplarisch, dass unsere parlamentarische Demokratie an ihre Grenzen stößt, wenn sich die Akteure das Unwissen/die Ängste/die Emotionen der Menschen zunutze machen/machen können, um ihre parteiegoistischen Ziele (= an die Fleischtöpfe des Staates zu kommen) zu verfolgen. Oder geht’s noch um das Gemeinwohl, die Aufgabe, den Menschen zu dienen?

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        • Andreas sagt

          Zitat von Obstbäuerin:
          “Außerdem fordere ich von Politik und Medien den Begriff PESTIZIDE öffentlich zu verbieten ”
          Herr Krämer, glaubt ihr hier wirklich, dass das Verbieten von Wörtern irgend eine Verbesserung bringt.
          Welche Begriffe wollt ihr noch verbieten ?
          Wo soll das enden ?

          • Inga sagt

            Die Journalie führte das Wort PESTIZIDE einst ein, um die Dramatik um die Pflanzenschutzmittel zu verschärfen,

            Um jetzt eine Neutrale Diskussion darum zu führen, sollte man nur neutrale Worte und echte Fachausdrücke dazu benutzen .
            Das fordert der Respekt um das Thema.

            Dann könnte Glyphosat noch eine weitere Chance bekommen, denke ich.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Die Obstbäuerin stellt eine persönliche Forderung auf, Herr Krämer wird persönlich angesprochen, dann werden alle Schreibende als “ihr” adressiert und Ende wird noch gemutmaßt……welchen Unsinn will Andreas noch verfassen?😳

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          • Obstbäuerin sagt

            Ich habe damit auf die ordnungsrechtlichen Forderungen der Grünen angespielt, was die Durchsetzung ihrer Ziele betrifft. Nachzuhören im Agrarkongress, Andreas.

  8. So viel “Friede, Freude, Eierkuchen” habe ich schon lange nicht mehr auf einer BMUV- oder BMEL- Veranstaltung erlebt. Waren die alle “besoffen”, oder hatte Cem vorher Haschisch verteilt?

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  9. Reinhard Seevers sagt

    “Einig war man sich auch darin, dass derzeit niemand weiß, wie die Transformation der Landwirtschaft finanziert werden soll.”

    Naja, stimmt nicht so ganz. Soweit ich mich erinnere hat der Röhrig dazu was gesagt. Auf die Frage hatte Röhrig doch mit einem kleinen Seitenhieb geantwortet, dass ja wohl die vorhandenen externaliserten Kosten nicht allein vom Staat und vom Verbraucher getragen werden könnten….da müsse auch das Verursacherprinzip gelten…..was er damit wohl sagen wollte? 😉

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    • Schmeckt gut sagt

      Die “90 Mrd Euro Umweltschäden” leuchten halt wie eine Sonne auf uns Bauern hernieder. Diesen Heiligenschein werden wir so schnell nicht wieder los.

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  10. Picard sagt

    Frage ist doch auch: wie wird die derzeitige Form der Landwirtschaft finanziert.
    Der Posten würde dann ja mal frei werden.
    Bedingt durch das Rückfahren der tierischen Produktion und die Umstellung auf chemiefreie pflanzliche Produktion wird nochmal ein ganzer Batzen an Geld nicht ins Ausland transferiert. (ja, Soja und N-Dünger sind teuer) So was schlägt sich gleich in der Aussenhandelsbilanz nieder.
    Allerdings müssen die Landwirte dann gesagt bekommen (Schulung ist billiger als nicht-Schulung, sagte schon J.-F. Kennedy) wie sie eine solche neuartige Produktion bewerkstelligen können. Dass es geht, haben manche ja schon bewiesen. Sonst verschlechtert sich die Aussenhandelsbilaz wieder durch Importe von fertigen Lebensmitteln.
    Und dann kommt ja noch der nachgesagte positive gesundheitliche Effekt der “neuen Ernährung” hinzu. Längerfristig spart unser Gesundheitssystem damit bares Geld. Vorausgesetzt die Vegan-Industrie verklappt nicht den allerletzten Müll in ihren Fertiggerichten.
    So und zuguterletzt haben wir momentan eien Mega-Inflation, aber keine Zinserhöhung. Indirekt füllt das den Staatsbeutel für all die schönen linksgerichteten Projekte. Linke haben noch nie was erwirtschaftet, sondern immer von den Tüchtigen abgezockt und dann verbrannt. Schuld sind dann immer die, wo nicht mitgemacht haben bei der Utopie.

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    • Bernhard Hellweg sagt

      Übrigens, durch Rückfahren der tierischen Produktion und Umstellung auf chemiefreie pflanzliche Produktion, müssen wir tierische und pflanzliche Nahrungsmittel aus dem Ausland importieren. Auch mit Schulung bekommt man das nicht hin. Die Naturgesetze stehen dagegen. Wo kommen eigentlich bei so eine Landwirtschaft die Pflanzennährstoffe wie Phosphat, Kalium, Magnesium, Mangan etc.. her?

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      • Inga sagt

        Aus dem Boden und wenn der nicht genügend für die high-tech Pflanze, Kulturpflanze hat, muss nahgedüngt werden.
        Und diese Pflamzennährstoffe werden dann vielleicht auch aus dem Ausland geholt, wenn die Gülle aus den Biogasanlagen oder irgendwelchen Kompostanlagen nicht ausreicht.

    • evo.... sagt

      Erst sollten die mal die Bio-Landwirtschaft zu einem sich selbst tragenden Modell entwickeln:

      Keine Schlachtabfälle aus konventioneller Massentierhaltung mehr auf Bio- Felder.
      Keine Gülle aus der Massentierhaltung mehr auf Bio- Felder.
      Kein gespritztes Kunstdünger-Stroh von Glyphosat-Äckern mehr Bio-Tieren einstreuen.
      Kein konventioneller Mais mehr für den Bio-Biogaser.
      Kein konventionelles Kartoffel-Eiweiß mehr für Bio-Tiere.

      ……..

      Die überzähligen und minderwertigen Schlachttiere nicht mehr den Konventionellen unterschieben.

      Seit Jahrzehnten haben wir immer mehr Bio-Landbau. Trotzdem sind die Insekten weniger geworden. da ist zu vermuten, dass die Bio-Bauern am Insektensterben schuld sind.
      Oder sind andere Faktoren entscheidender?

      Erst wenn mal Bio und Konvi streng getrennt sind, kann man die Leistungsfähigkeit von Bio realistisch beurteilen.

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      • Smarti sagt

        Bio’s sind doch genauso getriebene wie Konvis. Der Eine bekommt viel Geld “damit er uns vergiften kann”, und der Bio “schwimmt in meinem Geld” und verlangt dafür noch viel zu viel für miese Qualität…
        Noch mehr als bei Corona haben Alle eine Meinung und diese wird tagtäglich durch immer dreistere Behauptungen befeuert. Etwas bleibt immer hängen, fair ist schon längst vorbei – warum jetzt noch auf Biolandwirte wütend sein ?
        Wer von den Rednern/ Entscheidern gestern war ein echter (Bio)-Bauer ? Das sind doch studierte “Schützer”, die den ganzen Tag nichts Anderes zu tun haben, als die böse Landwirtschaft zu “ihrem Glück zu zwingen”. Sie wissen den Handel, den Verbraucher, die ganzen NGO’s und die Politik hinter sich…
        Auf die Reaktion bin ich gespannt, wenn die Redner merken, dass bei Bio ohne Tiere nichts mehr geht. Schadenfreude ? Nein, dafür wird viel zu viel zerstört.

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  11. Mark sagt

    Die gestrige Veranstaltung war am Ende des Tages nichts anderes als das öffentliche celebrieren der Gleichschaltung des grünen Öko-Totalitarismus mit der niedergerungenen Landwirtschaft als Trophäe. Dank ZKL und Borchert-Kommission wurde Seitens der berufständischen Vertretung jedweder, auch noch so absurder Vorwurf gegen die Landwirtschaft eingestanden und akzeptiert, im Grunde eine bedingungslose, berufständische Kapitulation. Arten- und Klimaschutz, Tierwohl, Nitrat oder PSM-Einsatz wurden gar nicht mehr diskutiert, sondern die NGO-manitpulierte Mainstreampostitionen wurden als gesetzt und unumstösslich akzeptiert. Leider und tragisch auch von allen berufständischen Vertretern, die diesem Ökospektakel beiwohnten. Dass diese, auf Fakes, Illusionen und Ideologie beruhende Politik, krachend scheitern wird, ist sicher. Mit Diskussionen, Fakten und Argumenten kommt man derzeit gegen diesen Ökotsunamie nicht an. Die Karre muss zunächst mit Vollgas gegen die Wand rasen.

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    • Thomas Bröcker sagt

      Ich kann dieses rotzfreche Gebaren des BÖLW auch nicht mehr ertragen. Diesem “wir zeigen doch das es geht” und “Bio ist der Goldstandard der Landwirtschaft” muss endlich mal etwas entgegen gesetzt werden. Aufs Ganze gesehen erzeugt Bio zu 80 % Viehfutter, auch beim wenigen Getreide, das produziert wird (Qualitätsfragen) . Die “vielfältigen Fruchtfolgen” sind eben nur zu 20 % essbare Erzeugnisse, der Rest wird über Tierhaltung generiert. Es bleibt dabei ( ich habe gerade die aktuelle materielle Erzeugung nachgerechnet): Öko erzeugt insgesamt als System weniger als ein Drittel je Flächeneinheit als die moderne Landwirtschaft. Da hilft es auch nichts, wenn einzelne Fruchtfolgeglieder oder eben Kulturen in den direkten Erträgen 60 oder 70 % der konv. Erzeugung erreichen. Ich habe nicht den Eindruck, dass das Jemand von der Clique auf dem Schirm hat.

      Da war Gestern auch schon zu sehen, dass sich da innerhalb der grünen Szene Gräben auftun zwischen “Viehhaltung muss” und Viehhaltung gehört abgeschafft”. Letzteres würde die Bio-Schiene komplett zerlegen (darauf freue ich mich schon). Vegan kann übrigens die moderne Landwirtschaft viel besser bedienen.

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        • Thomas Bröcker sagt

          Solche Demeterflächen habe ich vor ein par Jahren auch im Rheinland gesehen. Absolut clean. Die hatten sich aber für schwarze Folie entschieden. In beiden Fällen ist die Frage, um welche “Biodiversität” geht es ? Die, den Ackerbauern so angekreideten (zu) sauberen Felder , sehe ich hier genauso. Wo sind hier das Ackerunkraut und die dazugehörigen Insekten!

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          • Reinhard Seevers sagt

            Haaalllo? 400% mehr Insekten wurden gezählt…steht im Text!
            Der Glaube muss hier miteinbezogen werden, schließlich befinden wir uns im “clash of agriculture-culture”!😉

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            • evo.... sagt

              Kommt auf den Ausgangswert an. Wenn der früher großflächig Kartoffeln angebaut hat incl. Abflammen nach Dammformung, Abflammen vor dem Auflauf der Kartoffeln und Abflammen vor der Ernte, werden nicht mehr viel Insekten auf der Fläche gewesen sein.
              Und dann wird es wohl ein paar Jahre dauern, bis sich auf den Flächen wieder Insekten entwickeln.
              Gespritzt wird ja auch immer mal wieder mit Bio-Insektiziden und dann noch häufige mechanische Bodenbearbeitung.
              Bei den schmalen Streifen werden dann wenigstens in manchen Streifen Insekten überleben und dann wandern

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            • Arnold Krämer sagt

              Die Insekten “flüchten” alle aus den Nachbarfeldern, weil dort alles in perfekter niederländischer Reinkultur steht und heranwächst. Ich empfehle allen einen gelegentlichen Polderbesuch zur Anschauung insbesondere im späten Frühjahr, wenn die Tulpen blühen oder auch im Sommer, wenn die Kartoffeln blühen. Wunderbar!

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