Durch einen Zufall habe ich von dem Portal „Agrarkommunikation.de“ erfahren.
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Wenn man oben auf der Seite den Button YouTube anklickt, landet man auf der Seite DLG- Landwirtschaft, die etwas über 700 Abonnenten hat. Gleiches passiert, wenn bei Facebook nachsieht. Hier ist es DLG. e.V. , die auf diesem Portal immerhin 5.800 Follower hat. Die gleichen Inhalte werden auch auf Instagram geteilt.
Doch zurück zu „Agrarkommunikation.de“
Das Portal ist untergliedert in
- Öffentlichkeitsarbeit
- Initativen
- Agenturen
- Toolbox
- Blog
Bei Initiativen findet man regionale und überregionale Portale, wie z.B. Dialog Milch oder Die bayerischen Bauern. Manche dieser Initiativen sind sehr bekannt, andere weniger.
Bei Agenturen werden kommerzielle Agenturen angezeigt, deren Schwerpunkt Landwirtschaft im weitesten Sinne ist. Durchaus hilfreich, wenn man selber in Werbung für den eigenen Hof und/oder eigene Produkte machen will.
Sehr interessant und für den Praktiker hilfreich finde ich die Toolbox. Da lohnt es sich wirklich mal zu stöbern. Gut finde ich zum Beispiel die Einwurfzettel (siehe „Downloads“) zu diversen Themen, die man ausdrucken und beim MItbürger in den Briefkasten werfen kann.
Im Blog werden aktuelle Themen aufgegriffen. Im März geht es um Pflanzenschutz und wie man als Landwirt auf Kritik reagieren kann. https://agrarkommunikation.de/kritik-am-pflanzenschutz/
Die meisten Argumente, die dort aufgeführt werden, dürften bekannt sein. Da hätte ich mir etwas mehr Kreativität gewünscht, denn einen Gegner des chemischen Pflanzenschutzes wird man damit wohl kaum überzeugen.
Fazit: Wer als Landwirt in die Öffentlichkeitsarbeit einsteigen will, findet hier einige hilfreiche Instrumente, Beispiele und Kontakte. Reinschauen lohnt sich also. Allerdings macht das Portal den Eindruck, dass es sehr statisch ist und nur selten mit neuen Inhalten gefüllt wird. Gerade ein Blog lebt ja davon, dass er in kurzen Abständen mit neuen Themen den Leser für sich interessiert. Ob da eine Frequenz von drei Monaten ausreicht? Ich persönlich habe da andere Erfahrungen…


Zu der Zeit – als ich Chef Willi´s Buch mit dem grünen Kreuz gelesen habe- habe ich ihm empfohlen es in urbanes Deutsch „übersetzten“ zu lassen.
Ähnlich geht es mir mit den …..agenturen. Ich befürchte, dass die Kommunikation zu bäuerlich wird, wenn die Betreiber landwirtschaftlichen Hintergrund haben.
Agrarkommunikation ist der vergebliche Versuch einer gesellschaftlichen/wirtschaftsaktiven Kleingruppe, politisches Handeln noch ein klein wenig so zu beeinflussen, dass man nicht ökonomisch völlig „unter die Räder gerät“.
Kein Wirtschaftssektor in D wurde und wird nach wie vor so massiv und umfassend mit tatsächlichen oder vermeintlichen gesellschaftlichen (Mehrheits-) Forderungen konfrontiert wie die Landwirtschaft.
Die Forderungen nach Sicherheit, Gerechtigkeit und Beachtung hoher moralischer Standards finden sich in vielen, nahezu allen konkreten gesetzlichen Bestimmungen der EU und des Bundes wieder.
Regelungen z. B. zum Pflanzenschutz, zur Düngung, zur Züchtung, zum Brandschutz bei Wirtschaftsgebäuden resultieren aus extremen und teilweise überzogenem Sicherheitsdenken. Das Gerechtigkeits- und Moralempfinden vieler Menschen wird von Medien und den meisten politischen Parteien gern aufgegriffen und konkretisiert sich z. B. in Vorschriften zum Tierschutz, zu Lieferketten, zum Klimaschutz.
Die politischen Aktivitäten münden in gesetzlichen Vorschriften, die doppelte Wirkung entfalten. Auf der einen Seite sind sie Erfolgserlebnisse bestimmter gesellschaftlicher, mehr oder weniger großer Gruppen, die weitere Forderungen nach sich ziehen. Das hört nie auf, solange man als Gesellschaft nicht am Boden liegt.
Auf der anderen Seite erhöhen sie immer die Kosten (nicht nur ökonomisch) der adressierten Landwirte und ihrer Familien, denen oft nichts anderes übrigbleibt als aufzuhören, weil sie nicht mehr wettbewerbsfähig sind oder sich keine Nische erarbeiten können, die es vereinzelt immer noch gibt, wenn staatlicherseits Sonderwege verordnet werden.
Die Spaltung der Gesellschaft ist ein Produkt politischen Handelns, weil einerseits vielen und immer mehr Kleingruppen im Staat durch gestzliche Mikrosteuerung (Klein-Klein) Kosten zugemutet bzw. aufoktroyiert werden. Andererseits werden gesellschaftliche Gruppen befriedigt, ohne dass diese kurz- und mittelfristig dafür einen Preis zu zahlen hätten.
Die Summe der betroffenen Kleingruppen ist aber mittlerweile sehr groß, was sich z. B. in den Wahlerfolgen der AfD wiederspiegelt.
Das Ende ist aber abzusehen.
sehr gute Beschreibung der Zustände in Deutschland
„vergeblich“ klingt deprimierend, wurde aber von mir bewusst nicht mit „vermutlich“ eingeschränkt, weil ja ein Ende der Entwicklung nicht in Sicht ist. Gerade eben sind z.B. die Dokumentationspflichten im Pflanzenschutz durch EU-Vorgaben wieder massiv verschärft worden (ohne das man Details wirklich kontrollieren könnte).
Ich spare mir hier weitere Beispiele.
Was denn nun, ist ein „Ende der Entwicklung“ „abzusehen“ oder „nicht in Sicht“? Worum geht’s denn überhaupt?
Jetzt hat @Willi meinen anderen Nicknamen auch automatisch freigeschaltet, vermutlich über die selbe Emailadresse. Das war jetzt aber ein Versehen von mir. Ihr sprecht immer noch mit dem originalen Ex-Baumschuler, selbe Nummer.
Ja,
das macht ja so richtig viel Spass, der mächtigen facetenreichen Landwirtschaft, auch Umweltgestalter so viel Vorschriften vom Schreibtisch aus zu machen.
moin dann bin ich mal gespannt ob damit die Bevölkerung erreicht und überzeugt wird dass wir alles sehr gut machen. schönen Samstag
Überschrift: „Kritik am Pflanzenschutz – wie Landwirte souverän reagieren können“
Echt jetzt? Eine Diskussion um Sinn und Unsinn der Pflanzenschutzmaßnahme mit einer Karen am Feldrand? Ich würde meinen Job machen und gut isses…..ohne schlechtes Gewissen oder Rechtfertigungsdruck. Jede weitere Auseinandersetzung, Diskussion, Aufklärung etc. kann am Stammtisch im Nabu-Stuhlkreis oder hier im blog stattfinden.
😎🦄🐷
Aber wenn man die Verbraucher oder Mitmenschen mit ins Boot holen will?
Und nicht mehr von denen angefeindet werden möchte, weil man doch ein Teil der Gesellschaft ist.
Ist schon bedenklich, wenn man heutzutage PR-Profis braucht, um den gepflegten Umgang miteiander zu üben.
Etwas angestaubt zwar aber immer noch hörenswert. Vielleicht auch in Bezug auf die Kommunikation landwirtschaftlicher Themen:
Demokratie – Die polarisierte Gesellschaft: Eine herbeigeredete Debatte? Aus der Reihe „Aus Kultur- und Sozialwissenschaft“, Dlf.
Der Soziologe hatte nach wissenschaftlichen Maßstäben herausgefunden, dass die Gesellschaft an sich nicht in unversöhnliche Lager zerfallen ist, sondern immer nur Kleingruppen.
Nur diese Kleingruppen haben dann doch wieder genügend „Schnittmengen“, dass sich die unversönlichen Lager der Gesellschaft zeigen.
Wie immer wenn Religion ins Spiel kommt, kann man alles Versuche, sich mit Rationalität auf einen Nenner zu bringen, fahren lassen.
Ich will mich nicht lustig oder wichtig machen mit dem traurigen Einzelschicksal, aber es zeigt doch deutlich, wie sehr man sich verrennen kann bei seinen Grundüberzeugungen:
In der Regionalprawda diese Woche:
„Mutter stillt Kinder fast zu Tode“
Kurz:
„Die Mutter (Veganerin, gelernte Krankenschwester) lehnte Schulmedizin und konventionelle Ernährungsempfehlungen ab.
Die Zwillinge wurden über ein Jahr lang nur gestillt, ohne Beikost oder zusätzliche Nährstoffe.
Die Kinder waren bei ihrer Einlieferung in ärztliche Behandlung lebensbedrohlich unterernährt (ca. 4,5 kg Gewicht mit 13 Monaten).
Die Eltern folgten einem alternativen Weltbild und vertrauten auf einen angeblichen Wunderheiler Ryke Geerd Hamer.
Die Kinder werden im August vier Jahre alt und sind Pflegefälle. Eines hat gerade Laufen gelernt“
– Tolle Idee eigentlich: Kommunikationsstrategien speziell für Friesen, und zwar für beide: Nordfriesen und Ostfriesen.
– Alice für die Heimat, alles für das Land der Friesen, All-in 4 Germoney!
– In den späten 1990-er Jahren übrigens gab’s an der gartenbauwiss. Fakultät der Leibniz-Uni Hannover ein Novum im Naturwissenschaftsbetrieb, als die Leitung sich dafür entschied, den fachfremden Bereich der Kommunikationswiss. zentral zu etablieren, neben den Wirtschaftswissenschaften. Die beiden zust. Profs beäugten sich stets argwöhnisch, wobei der Komm.-Prof. sich nichts anmerken ließ und Konflikte wie so ein harmloser (und sogar noch amüsierter) Hans-guck-in-Luft mit seinem leichten Schritt irgendwie herumtänzelte.
Der Prof., Michael Giesecke, tat immer so, als würde ihn alles nichts angehen, obwohl er mit seinen dafür ausgebildeten Mitarbeitern zuvor Konfliktsituationen ausgelöst hatte, besonders in den T-Labs, den Trainingslaboratorien, die immer grenzwertig stressig, aber sicherlich in dutzenden von Fällen auch traumatisch waren und zu vielen Studienabbrüchen geführt haben wird.
Giesecke hatte Sprachwissenschaft, Linguistik und NLP Practitioning gelernt, u.a. bei Niklas Luhmann und der aufstrebenden NLP-Szene um St. Gallen. Und der hatte ein Lehrprogramm entwickelt, das er „selbstreferenzielle Kommunikationswiss.“ nannte. Selbstreferenziell daran war, dass es eigentlich keinen Lehrplan, kein Curriculum gab, nach Prüfungen keine Noten, nach Konflikttrainings keine Nachbesprechungen, keine Hilfestellungen, keine guten Worte, keine Escape-Möglichkeiten, keine festen Regeln.
Die Studenten wurden ohne Anleitung und Hilfe in prof. geschaffene Konflikte hereingeworfen. Das war das das Selbstreferenzielle daran, am eigenen Leib zu lernen oder daran zu verrecken (z.B. das Studium abzubrechen).
Ich selbst war verzweifelt und wollte nur wissen, was da vor sich geht und wie so was geschehen konnte. Meine eigene Verarbeitung der Traumas bestand darin, monatelang dutzende Fachbücher zu lesen und hunderte, alle ausgeliehen, zu sichten. Das lief damals noch über Print / Literaturverzeichnis / Uni-Bibliothek / Karteikästen.
Na ja, was haben wir aus dem abgebrochenen Studium der experimentellen Kommunikationswissenschaften gelernt?
– Also, meine Kommunikationsfähigkeiten hatten sich nicht verbessert, bei unverändert schizoider Persönlichkeitsstruktur. Für einen Berater muss eine gewisse Nerdigkeit aber kein Nachteil sein, denn immerhin waren alle meine Gartenbau-Kunden sehr glücklich und in der IT-Branche habe ich es mit Rotweinflecken auf dem Hemd in die oberen Etagen geschafft.
Mein Kumpel dagegen war erst Pfannen- und dann Finanzberater (mit 1,4 Mio-Insolvenzverfahren jetzt endlich), und hat schon bei Dieter Bohlen vorgespielt (war aber abgeblitzt). Also, wenn einer kommunizieren kann, dann der. Da kann man sich das Studium gleich sparen.
Aber nun, was habe ich noch gelernt in den Komm-wiss.? Eigentlich nichts, aber ich bin ein harter Hund geworden.
– Was meint Ihr? Schreibt’s bitte mal gerne unten in die Kommentare.
P.S.: Den Beitrag hatte ich gestern entworfen und wollte ihn – wie fast immer – eigentlich nicht abschicken. Aber nun haben wir den Salat, z.B. in Form von mir selbst, und das lässt sich ja nicht dauerhaft ignorieren.
Die Mädels hatten geheult, die Jungs waren wütend, und reihenweise Studienabbrecher. Wenn er will, kann der Typ bei mir zum Halsumdrehen vorbeikommen. Soll er mal mosern.
Übrigens war der Kommunikationsprofessor Dr. Michael Giesecke an der ganzen gartenbauwissenschaftlichen Fakultät der Leibniz-Universität der erste und einzige, der keinen Kaffee trank. In seinem ebenerdigen Büro mit Fenstern direkt am Garten (das lässt sich heute noch geolokalisieren und wohl sogar besichtigen) trank er statt dem üblichen Pröll-Kaffee nämlich Jasmin-Tee in feinen Porzellantassen und schmunzelte sich mit seinen hübschen wissenschaftlichen Hilfskräften einen darauf, dass er mit kaum Anstrengung so schnell besser gestellt war als die anderen mühsam etablierten Professoren, die sich da nur an überholten Theorien aufrieben. Er dachte viel freier.
Ein gepflegter Umgang, sollte von beiden Seiten kommen.
Als ich noch Reben bewirtschaftete, saß ich nicht immer nur auf dem Trecker, deshalb bin ich öfter angesprochen worden. Eine sachliche Diskussion vor Ort, bringt mehr, als in irgendeinem Forum, in dem nur noch wild um sich geschlagen wird.
Das ist ja schön, es hat aber Null Einfluss auf die öffentliche Diskussion, der Politik oder NGOs.
@R.S.
Damit fängt es aber an. Es könnte ja sein, dass einer der Diskussionspartner am Feldrand ein Meinungsbildner ist. Oder die Person kennt einen Meinungsbildner…
Die erste Frage war immer: Wer hat die besten Weine, mein Ort, oder der vom Nachbarort?
Meine Antwort war: Schaut nach oben, wir haben dieselbe Sonne, aber bevor ihr bei den Kollegen vom Nachbarort kauft, probiert zuerst mal unseren.
Diese Worte, waren ein Beginn für sachliche Gespräche.
Es muss an der Konfession liegen, ich kann dem nicht folgen. Dem ersten Konjunktiv müsste dann ja ein zweiter folgen, in dem man hofft, dass der erste einen Einfluss auf den zweiten haben „könnte, würde, hätte“. Für so viel Optimismus fehlt mir wirklich der Glaube.
@RS ja das mit „könnte, würde, hätte“ gilt dann wohl auch für ihre Kommentare hier im blog denn:
Könnte sein wenn jemand ihre Kommentare liest, würde er sich die Mühe machen das aufzunehmen und zu glauben was sie ihm sagen wollen. Der Leser hätte sich allerdings auch die Mühe machen müßen all die unbekannten irrelevanten Autoren ob in Buch oder google Filmchen Form die teilweise skurrile Theorien verbreiten zu konsumieren und hätte sie auch ernst nehmen müßen.
Die meisten Leser könnten allerdings auch sehr schnell zur Erkenntnis gelangen würden sie die Zeit für diese Kommentare anderweitig nutzen, hätten sie in dieser Zeit etwas sinnvolles leisten können.
Es herrscht Meinungs- und Glaubensfreiheit…..glaubt, was ihr wollt. Gibt es denn eine Evaluation der bereits seit Jahren stattfindenden achso positivistisch agierenden Darstellung des Agrarbereiches? Geht es der Branche damit bereits besser? Niemand kritisiert individuelle Maßnahmen, sie haben aber keinen Einfluss aufs Grundsätzliche.
Wo sind die Erfolge?
Wenn die Direktvermarktung meines Bruders auch nach fast 20Jahren immer noch gut lâuft, hângt das sicher auch mit den persönlichen Gesprächen und Situationen zusammen. Die Kunden kommen aber zuerst wegen der Waren. Wenn die Generation der größten Gruppe der Kunden demnächst mit Rollatoren unterwegs ist, wird diese wegbrechen und es die Konsequenzen werden folgen.
Ihr seht nie das ganze Bild, behaupte ich mal.
@RS
ja wir haben wenig Einfluss auf die öffentlichen Diskussionen von Politik und NGO´s , da sie hinter veschlossen Türen über unsere Existenz falschen und
sowieso meist andere Interressen verfolgen, weil wir nur ein kleiner Teil der Bevölkerung bzw. Wirtschaftsleistung darstellen und somit ihre Prügelknaben sind. Politik geht ja immer nach den Mehrheitsprinz(ip)?
Eine positives Auftreten bei unserer täglichen Arbeit in der Landschaft kann aber beim Verbraucher welcher Urlauber, Spaziergänger, Landschaftsgenießer, Wanderer ist schon was bewirken und er kann Multiplikator sein falls er einen Meinungsbildner kennnt wie Willi es geschrieben hat.
Ich arbeite am Bodensee mitten in der Urlaubsregion im Obst-u.Weinbau.
tagtäglich werden wir mit Verbrauchern bzw. Kunden bei der Arbeit
konfrontiert und das meist nur positiv. Streit gibt es meist nur mit eiligen MTB-Radfahren die auf Privatgrund einem die Vorfahrt nehmen und die EU noch keine Sanktionsregelung gefunden hat.
Viele Kollegen Vermieten selbst Gästezimmer oder Ferienwohnungen.
Tagestouristen begegne ich an einer Wahlfahrtskirche wo ich beim mutigen
Traktorfahren am Steilhang sehr oft gefilmt oder fotografiert werde.
Ich sehe zu 95 % nur freundliche Gesichter und ich lächle zurück und winke den Kindern zu. Manchmal sind es soviele, das ich mich fast wie in einem Zoo fühle, aber lieber lebendig bestaunt vor Touristen als gequält von der Politik und NGo`s und schon gar nicht abgeschossen, ausgetopft ins Museum gestellt.
Wenn mich Leute anhalten and fragen was ich tue, erkläre ich es ihnen
kurz auch wenn diese nur nach dem Weg fragen.
Wir Vermarkten auch einen Großteil des Weines selber in der Region und fast
alle Winzer bieten dazu dazu Weinbergsführungen oder Events auf den Höfen an wo auch sachliche Fragen zum Anbau und Pflanzenschutz beantwortet
werden. Im Obstbau gibt es natürlich auch genügend Aktivitäten und Imagearbeit und weitere Biodiversität die sichtbar ist.
Ich finde diese Art der Imagepflege sehr wichtig.
Stallgeruch lässt sich zwar schlechter vermarkten als Wein oder Obst ,
aber es gibt einige Agrarinflurenzer(innen) welche sehr erfolgreich
in den sozialen Medien mit Videos das Hofleben in fast allen Lagen
täglich gratis zugänglich machen und die Vorgänge oft besser erklären als
manche schwerfälligen Brancheninstitutionen oder Verbände.
Wein, Bodensee, Urlaubsregion…da sind Konfliktpotentiale der Landwirtschaft wie die in der Politik und Öffentlichkeit diskutierten wohl kaum relevant, und leichter zu entkommen.
https://www.waffenvombodensee.com/ …relevanter?!
@Reinhart
es gibt natürlich auch bei uns kein Entkommen von der Politik und der öffentlichen Diskussion und wir haben hier auch enormes
Konfliktpotenzial und negative Entwicklungen und Defizite
dadurch in der Nachhaltigkeit was Du ansprichst mit dem Hofladen deines Bruders.
Es gibt auch Verluste von blühender Landschaft bzw. Dauerkulturen. Der Mindestlohn und der gewolllte Rückgang des Verzehrs von Alkoholischen Getränken wie Wein,Bier , Destillaten,Spiritiuosen bereitet uns große Sorge.
Wir Versuchen aber die aussterbenden älteren Kunden durch unsere Events und Aufklärung durch jüngere zu ersetzen und haben damit zumindest in Teilen Erfolg damit.
Gerade anhand gerodeter oder extensiv bewirtschafter Kulturen können wir dem Verbraucher erklären wie sich die Kulturlandschft negativ entwickelt wenn unsere Arbeit vor
Ort nicht wertgeschätzt wird oder anderes ausländisches konsumimiert wird.
Viele Politiker machen auch hier Urlaub und wir weisen diese auch diplomatisch auf unsere Probleme gerade beim Bauen und Umnutzung im Aussenbereich hin.
Waffen bzw. Rüstung vom Bodensee sind natürlich auch ein Thema. 3 Km von mir baut eine schweizer Firma demmächst Radpanzer und ein Kollege darf nicht Ausssiedeln hier im Ort nicht Aussiedeln mangels Privillegierung (angeblich zu wenig ha)
2 weiter dürfen im Außenbereich keine Besenwirtschaft betreiben
auch wegen Privellegierung und Schutzgebieten.
Einer von Ihnen und Nachbar von mir hat deswegen Suizid begangen obwohl oder gerade weil er gute Kontakte zur Politik
hatte bleibt bisher offen.
Obwohl hier gefühlt jeder 3. Arbeitnehmer sein Geld direkt oder indirekt in
der Rüstungsinstrie verdient motiviert es mich täglich nicht Teil dieser Kriegsmachinerie zu sein und hoffe das mein Arbeitsplatz welcher teilweise direkt neben einem Rüstungsbetrieb liegt nicht durch Terroranschläge oder Bombenangriffe zerstört wird.
Die größte Gefahr sehe ich aber auch in der innerdeutschen und EU Umweltpolitik. PSM- Reduktion ist in Sonderkulturen nicht
möglich. Das Bioversitätsgesetz in BaWÄ hat uns den PSM Einsatz
in den Schutzgebieten erheblich erschwert.
Das EU PSM- Verbot in Schutzgebieten konnte vorläufig abgewendet werden weil es enorme Auswirkungen auch auf das Landschaftsbild gehabt hätte.
Ein neuer Anlauf wird kommen, dann kann ich ja gleich zwischen 2 neuen Arbeitgebern in der Rüstungsindustrie wählen.
An die Front lasse ich mich und meine Kinder nicht vom
vom Club der Unfähigen schicken !
Nachdem aber der Dünger knapp wird, die Ernten geringer Ausfallen und die Transporte teuerer werden oder nicht möglich sind wegen Treibstoffmangel sehe ich die Arbeiter der benachbarten Rüstungsindustrie eher bei uns in den Reben Unkraut hacken und Zwischenfrüchte anbauen als umgekehrt.
@RS
Etwas überspitzt gefragt, warum leben Sie überhaupt noch? Ihre Miesepetrigkeit zieht sich durch fast alle Ihre Kommentare. Ja, wir Landwirte müssen dicke Bretter bohren, um zu einem realistischen Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit kommen zu können. Wer damit überfordert ist, der sollte einfach stillschweigen statt immer wieder eine miese Stimmung zu verbreiten. Da fällt mir gerade ein, dass Sie ja überhaupt kein Landwirt sind. Woher haben Sie denn all Ihr „Insiderwissen“, aus dem Sie Ihre stets negativen Schlussfolgerungen ziehen?