Bauer Willi
Kommentare 27

Agrardebatten

Es gibt einen Blog, auf dem Agrarthemen wissenschaftlich diskutiert werden. Nun ja, die Zahl der Diskussionsteilnehmer ist „übersichtlich“, aber die Artikel sind gut geschrieben, vielleicht für manch einen etwas zu wissenschaftlich. Wie hier, wenn es um Hühner geht:

Ist bei Bio alles besser? – Ergebnisse einer Hot Spot Analyse zur ökologischen Geflügelhaltung

Ein tolles Interview hat Susanne Günther (Schillipaeppa) mit Prof. von Tiedemann über Insekten und Gesetze geführt:

Kann das Insektenschutzgesetz Insekten schützen? 

Blättert mal was auf der Seite, seht euch auch die Autoren an. Es gibt einiges Interessantes zu entdecken. Und vielleicht lasst ihr ja auch einen Kommentar da…

..nach Lösungen suchen …Horizont erweitern…. Brücken bauen…

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27 Kommentare

  1. Jochen Böhrer sagt

    Tiedemann ist 65 und wird deshalb noch geduldet. Ein*e Mann/Frau mit seiner Kompetenz wird nicht nachkommen. Neueinstellungen im Professorenkollegium müssen eine Gesinnungsprüfung durchlaufen.

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  2. Ludwig sagt

    Wenn wir nun jetzt und in der Vergangenheit immer wieder feststellen , daß diese gesamten Aussagen nur Ideologie sind und nichts mit der Realität zu tun haben , dann muß man doch mal über das Ziel dieser Leute nachdenken? Was hier betrieben wird und das hat sich jetzt auch mit Corona klar sichtbar gemacht , daß man die Wirtschaft doch regelrecht vernichten will und die Coronamaßnahmen immer weiter verlängert. Jeder Familienvater würde immer erst seine Familie schützen/impfen, oder ? Statt dessen exportieren wir 50% des Impfstoffes in die Welt. Was hier abläuft ist doch reine Wirtschaftsvernichtung , Währungsverfall und Energieknappheit. Will man unser Wirtschaftssytem vernichten und nach Herrn Schwab den Great Reset umsetzen , wonach keiner mehr Eigentum haben soll ? Das wäre dann die Umsetzung des Sozialismus , also eine andere Gesellschaftsform. Das müßte einmal stärker betrachtet werden und jeder mit seiner Stimme bei der Bundestagswahl entsprechend bedenken.

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  3. Abhängige Forschung, das Ausmaß, wie sehr Hochschulen von Drittmitteln abhängig sind, ist wirklich gruselig …
    https://www.goettinger-tageblatt.de/Campus/Goettingen/Von-Unternehmen-finanziert

    „An der Universität Göttingen unterstützt die Bayer CropScience AG ein Projekt zu Nutzpflanzen mit rund 141 000 Euro.“

    Aber wenn auf dem Blog Autoren sind, die auch gern von Bayer zitiert werden, ist ja alles gut. Ein Herr Qaim zum Beispiel:
    https://www.bayer.com/de/de/hsdf-kann-oekolandbau-die-welt-ernaehren

    Der hier ist von der Uni Göttingen direkt bei Bayer reingefallen, Zufälle gibt’s:
    https://de.linkedin.com/in/claas-peters-90ab25207

    Verantwortlich für die oben genannte Seite ist ein Achim Spiller. Das ist der hier:
    https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/kontroverse-diskussion-der-goettinger-agrarstudenten-mit-prof-spiller-9565177.html

    Reicht das an Faktencheck?!

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    • Bauer Willi sagt

      Nein, es reicht nicht. Was wollen Sie mit den Links zum Ausdruck bringen?
      Ich habe in meinem Berufsleben an der Uni und beim zwei Unternehmen gearbeitet, die Auftragsforschung bezahlt haben. Was istbdaran verwerflich?

      Womit verdienen Sie eigentlich Ihr Geld?

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    • Thomas Apfel sagt

      Nur mal ein Beispiel Herr Suhr,
      Ich habe auf einer Veranstaltung mit Studenten (Biologie) des Herrn Dr. Randolf Menzel (der Bienen mit Kamereas versehen hat) gestritten. Die Untersuchungen von R. Menzel haben ja wesentlich zu den Antipathien gegen Neonic´s beigetragen.
      Meine Frage, wie genau die im Feld real mögliche Dosis, die eine Biene aufnehmen kann, bestimmt wird, konnte keiner beantworten. Ebenso nicht die Frage, wie die Dosis zur Behandlung der Bienen für die nachfolgenden Untersuchungen bemessen, und eben real dosiert wird (die Neonic´s wurden Futter (Zuckerwasser) zugesetzt). Die Antwort war betretenes Schweigen.
      Den selben Eindruck habe ich bei Prof. Dr. Matthias Liess. Er tat gesten beim MDR die Aussage auf: ..“ in der Landschaft wirken Pestizide viel stärker, als im Labor“ …., ohne irgendeine Untersuchung zu zitieren, anzufügen, oder eigene Solche vorzustellen.
      Dass das Gegenteil der Fall ist, ist higegen aus tausenden Untersuchungen nachvollziehbar.
      In der Regel treten die behaupteten Einflüsse auf Nichtzielflächen nicht ein (sihe altes Land).
      Da würde mich dann bei Prof. Liess die Beantwortung derselben Frage interessieren: Wie erfolgt die praxisnahe Dosierung der Kontermination seiner Versuchsrinnen und wer kontrolliert das ???
      Im Übrigen finanziert Bayer eine Vielzahl von Feldstudien zum Einfluss der Pflnzenschutzmittel. Die sind sogar dazu verpflichtet ! Was das jetzt mit den Studien unabhängiger Wissenschaftler zu tun hat, erschließt sich mir nicht, zumal ich die zu großen Teilen auch persönlich kenne und deren Untersuchugsergebnisse mit meinen Beobachtungen aus 40 Jahren praktischer Pflanzenschutzanwendungen decken.

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      • Stadtmensch sagt

        Trotzdem, wenn eine Firma (Bayer) Lehrstühle sponsert, quasi allein forscht und die Deutungshoheit über die eigenen Feldversuche hat, gibts keinen Anreiz für alternative Ansätze oder Einsparung von PSM.

        In Dänemark, Frankreich, Schweden konnte man allein mit einer PSM-Abgabe, die Aufwandsmengen stark reduzieren. Also da scheint einiges zu gehen wenn man sparen muss:
        https://www.ufz.de/export/data/global/86986_Zusammenfassung_Gutachten.pdf

        Also ich hab jetzt keine Angst, dass sich permanent akkumulierende PSM Rückstände in Zukunft Entwicklungsmöglichkeiten einschränken, aber immer nur auf ausgetretenen Pfaden latschen führt zu Pfadabhängigkeit in viel größerem Umfang.

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        • Bauer Willi sagt

          @Stadtmensch
          Ich habe meine Diplomarbeit über die technische Anwendungsform eines bestimmten Herbizides gemacht. Es ging um Unterblattspritzung in Zuckerrüben, die damals noch völlig neu war.

          Der Hersteller hat dem Lehrstuhl für diese Auftragsforschung Geld bezahlt. Die Ergebnisse sind öffentlich verfügbar. (Hat sich übrigens nicht durchgesetzt). Der Lehrstuhl hätte diese Forschung ohne Drittmittel nicht gemacht.

          Wo ist das Problem?

          Die Frage geht auch an unseren Berufs-Linken Suhr.

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          • Stadtmensch sagt

            Ich bin ja nur Hobby-Prediger und kann mich daher nicht pauschal für oder gegen was auch immer entscheiden.
            Mein Problem ist eher, dass wer die Kapelle zahlt, auch die Musik aussuchen darf. Deshalb befassen sich wohl viele angehende Ingenieure nicht mit Mobilitätswende, sondern mit den wenig aussichtsreichen Versuchen, das bisherige Konzept des Individualverkehrs auf die Verschwendung von regenerativer Energie umzustellen.

            Klar. Es gibt gleichermaßen endlos Beispiele für Markt- als auch für Staatsversagen. In England hat die Bahnprivatisierung gar nicht funktioniert in Japan sorgt sie dafür, dass Züge nicht mit mehr als 6s Verspätung unterwegs sind. In Kanada und anderen Ungunstregionen wächst das Brotgetreide für die Welt, was vermutlich ohne Chemie nicht möglich wäre.

            Schwierige Sache oder eben „First World Problems“…

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            • Bauer Willi sagt

              Ich wollte eigentlich nur zum Ausdruck bringen, dass die Forschung von Drittmittel profitiert. Solange es nicht nur Drittmittel sind, ist auch alles in Ordnung.
              Nicht jeder, der mal bei einer Pflanzenschutzmittel-Firma gearbeitet hat, ist ein Verbrecher. Siehe „Chemie-Willi“ 🙂
              (Den Link müssen Sie selber raussuchen. Ich bekomme immer Pickel beim lesen des TAZ-Artikels)

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        • Thomas Apfel sagt

          Als der dänische Leiter der Studie dei Ergebnisse vorgestellt hat, war ich persönlich dabei (Fachgespräch „Bunte Landschaften“ in der Bundestagsfraktion der Grünnen 2017).
          Das Fazit war kurz zusammengefasst folgendes: Die Ziele einer echten Einsparung sind nicht erreicht worden, vor allem, weil auf unwirksamere Mittel mit höherer Aufwandmenge ausgewichen wurde. (Damals ist in Dänemark, den Mitteln ein unterschiedliches „Umweltgefährdungspotential“ zugeordnet worden). Letztlich haben die Maßhahmen bestimmte Kulturen zurückgedrängt und die Landwirte finanziell teils bis zur Betriebsaufgabe belastet, ohne ein erkennbares Ergebnis für Einsparung, Artenvielfalt oder Umweltbelastung erzielt zu haben.
          Die Reaktion der Vertreter des UFZ in dieser Veranstaltung war: „Ja genau, und deshalb machen wir das nach dem gleichen Muster“, applaudiert von der „Giftexpertin“ des BUND und allen anwesenden NGO´s.
          Da biste hinterher nur noch entsetzt !!!

          Im Übrigen, wo ist das Problem, Bayer verabschiedet sich doch gerade quasi von dem Geschäft mit chemisch synth. PSM in Deutschland. Und, dass die „eingefahrenen Gleise nicht verlassen werden“ ist der blanke Unsinn. Die Neben- und Neugleise haben nur noch keine tatsächliche sichere „Befahrbarkeit“ unter Beweis gestellt. Bei Versuchen und Tests jedweder Art zu biologischen sinnvollen Alternativen sind wir immer dabei, nur waren die Ergebnisse meist bescheiden.
          Und ich werde ganz sicher nicht, wie das UFZ, sagen: und genau deshalb machen wir das so ! Ganz einfach weil das mein Untergang wäre.

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  4. Arnold Krämer sagt

    Der „Wissenschaftsbetrieb“ heute ist vielfach unwissenschaftlich, weil es oft nur darum geht, Lehrstühle zu finanzieren, Geld zu verdienen, Macht und Einfluss zu gewinnen.
    Ein persönliches Gespräch mit einer Autorin der „Geflügelstudie“ zeigt, dass Engagement, Interesse, Motivation bei den meist jungen Akteuren solcher Studien schon vorhanden sind. Vieles bleibt aber oberflächlich , weil die Breite und Tiefe der Themen (Komplexität und Vielschichtigkeit) nicht erkannt wird/werden kann. Dafür können Zeitmangel, Geldmangel, ideologische Scheuklappen u. a. m. verantwortlich sein. Ich bin aber nicht Teil des „Wissenschaftsbetriebs“, um das umfassend beurteilen zu können. Ich sehe und höre eigentlich immer nur das, was einige exponierte Vertreter der Agrarwissenschaft (z. B. Prof. Grethe, Prof. Spiller, Prof. Balman, Prof. Taube) im öffentlichen Diskurs verlautbaren. Un manches/vieles macht mißtrauisch.

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    • Bauer Willi sagt

      Exakt diese vier Namen höre ich auch immer nur, wenn es um Agrar geht. Gibt es denn sonst keine aufrechten Wissenschaftler mehr, die sich äußern können? Oder wollen die nicht? Was ist der Grund?

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      • Arnold Krämer sagt

        Ich kann natürlich auch noch mehr Namen aufzählen auch aus dem Bereich der Tierproduktion. Die sind aber offensichtlich medial nicht so „angesagt“.

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      • Christian Bothe sagt

        Einfach mal agrarfakten.de besuchen.Diese Wissenschaftler sind unabhängig und kommen ohne Industrie aus,um LW in ihren vielen Facetten darzustellen…Habe heute gerade auch mal wieder Prof.Ederer bei einer Diskussion mit t-online News zitiert. Es ging wieder einmal um pupsende MK…

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  5. Thomas Apfel sagt

    Prof. v. Tiedemann bring es wieder auf den Punkt: Es geht darum den zunehmenden Abstand zwischen den Öko-Erträgen und denen der klassischen LW zu verringern. Der Weg geht also aus Sicht der Öko-Strategen nicht über die schwierige Intensivierung der Öko-Landwirtschaft, sondern über die Beschränkung und Diffamierung der Toolbox der klassischen Landwirtschaft. Das ist genau das, was einen als Landwirt so fassungsos macht, dass Teile der Wissenschaft und die Medien sich einem ideeologisch determinierten Ziel unterordnen.
    Es ist genau das, was wir bei uns beobachten: Die Schädlingspopulationen UND die der Nützlinge nehmen eher zu als ab.
    Das ö. r. Fernsehen schürt im Moment die Angst vor dem Pflanzenschutz in einem Maße, das über den neutralen Informationsauftrag weit hinaus geht. Da werden von Frau Slomka
    die längst widerlegten Frames von der Handbestäubung in China und die unzulässige Extrapolation der Krefeld-Studie zur besten Sendezeit immer wieder in die Runde geworfen.
    Gestern bei mdr wissen behaupten Umweltforscher des UFZ die Wirkung von Pflanzenschutzmitteln in der Natur sei viel stärker, als Untersuchungen im Labor zeigen.
    Die Behauptung wird durch nichts belegt, weil es in Wahrheit auch genau anders herum .ist: Die Praxisanwendungen zeigen nie die über Versuche ermittelten Schädigungen.
    Es geht hier ausschließlich darum, die Zulasssungsverfahren so zu komplizieren, dass quasi nichts mehr über diese Schwelle kommt.
    UND DAS ALLES NUR UM EINEM NACHGEWIESEN NICHT BESSEREN VON DOGMATIK GEPRÄGTEM ANBAVERFAHREN VORTEILE AUF DEM MARKT ZU VERSCHAFFEN. Das ist finsterstes Mittelalter !!!

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    • Reinhard Seevers sagt

      Na, Thomas, hier hat ein Lobbywisssenschaftler wieder einmal die Agrarchemie und die agrarindustrielle Landwirtschaft reingewaschen….würde die Gegenseite sagen. (Spaß)

      Im Ernst, die Gräben sind so tief, dass weder Politik, noch NGOs diese Sichtweise auch nur annähernd mittragen würden, glaube ich.
      Wie gesagt, ich bin Berufspessimist!

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      • Thomas Apfel sagt

        Reinhard, es ist der Umstand, dass die praktischen Erfahrungen und die Beobachtungen der Landwirte als Landnutzer durch die Position von A .v. Tiedemann bestätigt werden. Das nährt natürlich auch immer den Verdacht, dass einem das gefällt, weil es Balsam für „die eigene gequälte Seele“ der Landwirte ist.

        Fakt ist aber (und das wird seit 50 Jahren intensiv verfolgt und dokumentiert), dass im intensiv von Pflanzenschutzmaßnahmen betroffen Intensiv-Obstanbau des Alten Landes nach der Theorie überhaupt keine Vögel, Insekten und vor allem aquatischen Lebewesen mehr da sein dürften. Das Alte Land ist als „Sondergebiet“ mit intensiver Beobachtungsauflage eingestuft, weil in Folge der Dichte an Gräben und sonstigen Gewässern quasi keine Abstandsauflage eingehalten werden kann.

        Trotzdem ist es eins der agrarisch genutzten Gebiete Deutschland mit der absolut höchsten Artenvielfalt und Individuenanzahl an Getier und Pflanzen. Das Gleiche gilt für das von intensivem Pflanzenschutz im Obst- und Weinbau geprägte Bodenseegebiet.

        Es ist IMMER die Landschaftsstruktur, die die für die jeweilige Gegend typische Artenvielfalt und Menge an Wildpflanzen, Insekten und Vögeln bestimmt.

        NUR diese Erkenntnis und Änderungen in diesem Bereich werden den Insekten etwas nützen. Mehr Bodenbearbeitung, mehr Wald und weniger Vieh sind kontraproduktiv !

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        • Arnold Krämer sagt

          Noch ein schönes Beispiel: Südtirol zwischen Meran und Bozen und weiter Richtung Salurn. Da dürfte einen nichts mehr „zwicken“. Ich mache dort auch andere Erfahrungen.

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        • Mark sagt

          @T.A.
          „Fakt ist aber (und das wird seit 50 Jahren intensiv verfolgt und dokumentiert), dass im intensiv von Pflanzenschutzmaßnahmen betroffen Intensiv-Obstanbau des Alten Landes nach der Theorie überhaupt keine Vögel, Insekten und vor allem aquatischen Lebewesen mehr da sein dürften“ Es gibt eine aktuelle Studie der Uni Koblenz, in der behautpet wird, dass moderne Insektizide eine erhöhte Toxizität (TAT) gegenüber aquatischen Insekten aufweisen würden. Ich habe dies gerade in den von Willi hier eingestellten agradebatten-blog kommentiert.

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          • Schorsch Summerer sagt

            Dieses Thema ist aber offensichtlich sehr komplex. So sind die Neonicotinoide zwar giftiger aber vor allem als Beizung extrem zielgerichtet einsetzbar. Wenn also wie jetzt die Neonicbeizung verboten wird dann werden sehr viel mehr Phyretroide eingesetzt die eben NICHT nur zielgerichtet auf die Schädlinge wirken sondern auch die Nichtzielarten beeinträchtigen. Also warum verbietet man dann ausgerechnet die Beizungen? Weil man Ursache und Wirkung nicht richtig beurteilt ( so lassen sich mehr Spendengelder und öffentliche Aufregung erzeugen?)?
            Die Glyphosatdebatte ist doch auch unter dem selben Licht zu sehen. Dieses Wochenende bekamen mal wieder sehr viele Häuser „Besuch“ von Überschwemmungswasser und dem mittransportierten Ackerboden. Was glauben die Leute eigentlich was passiert wenn die Direktsaat nur mehr eingeschränkt möglich ist. Wir sollen ja auch mehr Gemüse und anderes Grünzeugs essen. Dazu müssen diese Pflanzen aber auch angebaut werden. Selbstverständlich auf Ackerböden !

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        • Bauer Willi sagt

          Vom Bodensee-Obstbau weiß ich aus erster Hand, dass dort die Wildbienenarten massiv zugenommen haben. Man hat in dem ohnehin kleinstrukturierten Gebiet immer wieder Kleinflächen mit besonderen Ansaaten, auf denen sich die Arten wohlfühlen. Und Hummeln nicht vergessen, die sollen ja wesentlich fleißiger sein als die „fleissigen Bienen“… (Weiß Thomas Apfel da genaueres?)

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    • Schmeckt gut sagt

      Und der ganz große „Spaß“ beginnt, wenn die „Freunde“ dieser Kampagnen sich gegen die Ökobauern stellen. Die „Pestizidfreiheit“ von Lebensmitteln wird NIE den Ansprüchen dieser „Freunde“ genügen und sie werden auch dem Ökoanbau vor die Füße fallen. Es geht um die vielen Millionen Spendengelder der gut gläubigen Mitbürger.

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      • Thomas Apfel sagt

        Bei den „Machern“ der Öko-Aktionspläne der Länder sind (auf mehrfache Nachfrage meinerseits) die Bio-Pestizide explizit von der Verbots- und Reduktionsstrategie ausgenommen. Gefährlich für die Marktabgrenzungsstrategie der Bio-Verbände wird lediglich, dass jetzt in den Vordergrund rückt, dass sich die Verfahren der klassischen Landwirtschaft von denen der produktiven Bio-Intensivlandwirtschaft kaum unterscheiden.
        Und nichts braucht die Umsetzung der Öko-Aktionspläne mehr, als eine Intensivierung des Bio-Anbaus. Das wird von den Akteuren der Erarbeitung solcher Pläne in einem Maße ausgeblendet, dass man sich schon fragt, ob die Fähigkeit zum logischen Denken in diesem Teil der Gesellschaft völlig abhanden gekommen ist.

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        • Karl Timme sagt

          „Bei den „Machern“ der Öko-Aktionspläne der Länder sind (auf mehrfache Nachfrage meinerseits) die Bio-Pestizide explizit von der Verbots- und Reduktionsstrategie ausgenommen. Gefährlich für die Marktabgrenzungsstrategie der Bio-Verbände wird lediglich, dass jetzt in den Vordergrund rückt, dass sich die Verfahren der klassischen Landwirtschaft von denen der produktiven Bio-Intensivlandwirtschaft kaum unterscheiden.“

          Hier liegt zur Zeit die Problematik der GAP-Trilogverhandlungen, die Gleichbehandlung der Konvi mit den Bio.
          Bringt ja dann keinen Vorteil mehr für die Bio-Fraktion.

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