Monate: Februar 2015

Reden wir miteinander – Dialog satt am Valentinstag

Meine Güte, waren das zwei Wochen! Viel geschlafen habe ich nicht, aber so eine Resonanz auf den Brief  „Lieber Verbraucher“ erlebt man wohl im Leben nur einmal. Mittlerweile über 240.000 Zugriffe allein auf unserer Internet-Seite, geschätzte 3.000.000 Facebook-User, auf Twitter und WhatsApp, unzählige Vervielfältigungen in Online-Portalen, Anrufe von Radio und Fernsehen. Und tolle Kommentare. Für alles ganz herzlichen Dank, besonders für die kritischen Stimmen. Landwirtschaft ist eben nicht einfach zu erklären und so habe ich es mit dem Artikel „Lieber Verbraucher“ wohl ein wenig wie Pippi Langstrumpf gemacht: „ich mach mir die Welt widde widde wie sie mir gefällt“. Und jetzt stehen wir doch irgendwie ein wenig ratlos voreinander. Ihr Verbraucher fragt uns, wie es denn nun weitergehen soll? Was ihr tun könnt? Da habe ich wieder an Pippi Langstrumpf gedacht und mir überlegt, wie sich die Wege der Lebensmittel entwickelt haben. Hier das stark vereinfachte Ergebnis anhand eines modernen, weit verbreiteten Lebensmittel: Pizza Salami Ich denke, es bedarf keiner weiteren Erklärung, oder? Man nennt das Ganze auch arbeitsteilige Wirtschaft. Mit jedem Schritt weiter zurück …

Kära konsument, i dag har jag fått nog…

Das schwedische Landwirtschaftsportal www.lantbruk.com hat den Artikel „Lieber Verbraucher“ nun auch in schwedischer Sprache veröffentlicht. Bauer Willi’s Vetter Peter, der in Schweden lebt, hat den Text übersetzt. Vielen Dank Peter. 🙂 Käre konsument Idag har jag fått nog. På morgonen fick jag se grannens avräkning för pommes frites potatis levererat utanför det vanliga kontraktet: en last om 25 ton betalades med 250 €. För den som inte kan räkna är det 1 cent per kilo! Och vad ni betalar för ett kilo djupfrusta pommes frites vet ni. Någon fyller sina fickor ordentligt. Sedan såg ja på nätet MATIF priserna för spannmål och raps. Och läste att priset för konstgödsel har kraftigt gått upp. Konsekvensen för mig är att det kommer att fattas 25 % på årets resultat. Om det räcker! Men jag har fått nog! Därför beslöt jag mig att skriva detta brev till dig, konsumenten! Billigt Du, käre konsument, vill bara ha ett: billigt! Men sen ska du också ställa krav! Livsmedlen skall vara genfria, glutenfria, laktosfria, kolesterinfria, kalorifattiga (eller helst kalorifria?), och om …

Gut miteinander leben

 Brief einer Verbraucherin an FragdenLandwirt Lieber Bauer Willi – Danke für die Replik zum Echo auf “Liebe Verbraucher”. Dieser Dialog ist dringend notwendig und allen Bauern, die hier ihre Zeit dafür geben, vielen herzlichen Dank. Als Verbraucher hab ich schon einiges gelernt und mich von ein, zwei Dingen gedanklich getrennt – bei anderen (intensive Tierhaltung z.B.) da wird’s schwieriger, aber auch hier will ich erst recht im Gespräch bleiben. Wenn wir uns gegenseitig aufmerksam zuhören bzw lesen, dann kann’s klappen. Und ich habe schon den Anspruch, die Welt verbessern zu wollen. Nicht die ganze, nicht über Nacht – aber man muss tun was man kann mit dem was man hat. Ein Wort von Verbraucherseite zum Thema “ich kann es mir nicht leisten, bin Leistungsempfänger etc pp” – das ist, mit Verlaub, in 98% der Fälle eine Ausrede. Ich komme aus einem Ballungsgebiet mit Städten, wo die H4-Quote an die Erwerbstätigenquote heranreicht – das ist eine Tatsache und nicht wertend gemeint! Die Gründe, warum ein Mensch “zum Amt” muss sind vielfältig und keiner geht da gerne …

Englische Übersetzung – Dear Consumer

Die amerikanische Juristin Erin Covert bot uns an den Beitrag „Lieber Verbraucher“ ins Englische zu übersetzen, wenn sie ihn auf ihrem eigenen Blog veröffentlichen dürfe. Willi stimmt zu und Erin übersetzte prompt.  Das ist doch praktische transatlantische Zusammenarbeit. 🙂  Erin publiziert auf http://ag-hag.org/ und auf Twitter @theaghag. Die original englische Version veröffentlichte sie unter http://ag-hag.org/farmer-willi/ Dazugehöriger Artikel: Farmers and Consumers find a place to vent.   This article was originally published on January 19, 2015 by “Farmer Willi” at the website Ask the Farmer, http://fragdenlandwirt.com/lieber-verbraucher/, and translated from German with the author’s permission by Erin Covert. DEAR CONSUMER I’m completely fed up today. This morning I caught a glimpse of my neighbor’s invoice for french-fry potatoes outside of his normal contract. 1 truckload = 25 tons = 250 euros [US $282]. For those of you who can’t do math, that is 1 cent per kilogram [1.12 cents per 2.2 pounds]! And you all know what a kilo of frozen french fries costs. Someone’s stuffing his pockets with that. Then I saw the 2015 MATIF prices …