Bauer Willi
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Reden wir miteinander – Dialog satt am Valentinstag

Meine Güte, waren das zwei Wochen! Viel geschlafen habe ich nicht, aber so eine Resonanz auf den Brief  „Lieber Verbraucher“ erlebt man wohl im Leben nur einmal. Mittlerweile über 240.000 Zugriffe allein auf unserer Internet-Seite, geschätzte 3.000.000 Facebook-User, auf Twitter und WhatsApp, unzählige Vervielfältigungen in Online-Portalen, Anrufe von Radio und Fernsehen. Und tolle Kommentare. Für alles ganz herzlichen Dank, besonders für die kritischen Stimmen.

Landwirtschaft ist eben nicht einfach zu erklären und so habe ich es mit dem Artikel „Lieber Verbraucher“ wohl ein wenig wie Pippi Langstrumpf gemacht: „ich mach mir die Welt widde widde wie sie mir gefällt“.

Und jetzt stehen wir doch irgendwie ein wenig ratlos voreinander. Ihr Verbraucher fragt uns, wie es denn nun weitergehen soll? Was ihr tun könnt? Da habe ich wieder an Pippi Langstrumpf gedacht und mir überlegt, wie sich die Wege der Lebensmittel entwickelt haben. Hier das stark vereinfachte Ergebnis anhand eines modernen, weit verbreiteten Lebensmittel: Pizza Salami

ganz-frueher-frueher-jetzt

Ich denke, es bedarf keiner weiteren Erklärung, oder? Man nennt das Ganze auch arbeitsteilige Wirtschaft. Mit jedem Schritt weiter zurück werden die Lebensmittel ursprünglicher, unverfälschter, ehrlicher. Auch der Carbon Footprint (das was an Kohlendioxid emittiert wird), wird immer weniger. Und der Abfall! Weil weniger Verpackung! Eigentlich erschreckend einfach, oder? Und es ist für Jeden was dabei. Jeder muss sich nur einmal entscheiden, welchen Weg er gehen will. Braucht danach keine Etiketten studieren, nicht groß was von Zusatzstoffen wissen, keine E-Nummer auswendig lernen und kann den Bauern oder die Verkäuferin fragen, wo es herkommt und wie es gemacht wird. Gut, das mit dem eigenen Garten ist in der Stadt schwer realisierbar (urban farming). Immer zum Bauern zu fahren ist zeitaufwändig. Aber wieder zu einem richtigen Handwerks-Bäcker oder Handwerks-Metzger zu gehen und eben nicht alles auf einer Tour im Supermarkt zu kaufen: Geht doch? (Übrigens: ich bin nicht von irgendeiner Innung gekauft worden, habe ich mir ganz allein ausgedacht)

Viele haben gefragt, wie sie vernünftiger, bewusster einkaufen können, uns Bauern zumindest moralisch unterstützen können. Hier kommt mein Vorschlag:

Dialog satt: Beim Bauern Einkaufen und fragen

Am Samstag, dem 14. Februar, nehmt ihr eure Kinder, Freunde, Bekannte, Verwandte an die Hand und geht/fahrt zum nächsten Hofladen. Es gibt viele Portale dazu. Hier ein Beispiel: www.dein-bauernladen.de. Dort kauft ihr das ein, was ihr für die Woche braucht. Und, ganz wichtig: ihr fragt dem Bauern ein Loch in den Bauch. Was er macht, wie er es macht und wie er sein Image in der Öffentlichkeit einschätzt. Es spielt keine Rolle, ob das ein Biohof oder ein konventioneller Betrieb ist. Hauptsache Bauer.

Wem das zu aufwändig ist: geht zum nächsten echten Handwerks-Bäcker, zum Handwerks-Metzger oder auf den Wochenmarkt und macht das gleiche. Fragt, woher es kommt, wie es hergestellt wurde.

Wir werden ab kommenden Samstag eine neue Seite unter www.bauerwilli.com aufmachen und fragen: Wie war´s? Unter „Kommentar“ könnt ihr eure Erlebnisse hineinschreiben. Oder ihr antwortet auf www.facebook.com/derbauerwilli. Oder ihr stellt ein Selfie ein, natürlich mit dem Bauern, dem Bäcker, dem Metzger, der Marktfrau/mann drauf! Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wir Bauern wollen wirklich wissen, wie es war! Übrigens: der 14. Februar ist Valentinstag, der Tag der Liebenden. Ab heute ist es auch der Tag des Dialogs. Dialog satt zwischen Landwirt und Verbraucher. Und umgekehrt.

Euer Bauer Willi

P.S.: Weitersagen! Mal sehen, ob die Discounter und Supermärkte was von der Aktion merken…

Die Macht des Verbrauchers…zeigt sie!

(Aufrufe 6.345 gesamt, 1 heute)

96 Kommentare

  1. Alois Wohlfahrt sagt

    Hallo zusammen,

    Bauer Willi und ich haben diese Seite aufgebaut um einen realen Dialog zwischen Verbrauchern und Landwirten zu ermöglichen. Um auch die Vielfältigkeit der Landwirtschaft und die Kompetenz der Landwirte in der Öffentlichkeit in den Fokus zu bringen.

    Leider ist bei diesem Beitrag die Diskussion weitab vom eigentlichen Thema in ideologischen Auseinandersetzungen und Unterstellungen von einzelnen Landwirten abgegleitet. Unser mehrfacher Aufruf zum gegenseitigen Respekt und Toleranz ist leider ignoiert worden.

    Daher habe ich mich heute mit Bauer Willi besprochen und wir kamen zur Überzeugung einen Schlußstrich zu ziehen und die unversöhnlichen Streithähne von der weiteren Diskussion auszuschließen.

    Ich bedaure sehr, dass ich diesen Schritt tun musste. Ich glaube nach wie vor, dass wir uns jede Meinung sagen können, wenn wir respektvoll miteinander umgehen. In diesem Falle jedoch wurden die Grenzen deutlich überschritten.

    Das heisst aber nicht, dass wir die Diskussion zu diesem Artikel und Thema generell beenden wollen.

    Herzliche Grüße aus dem Allgäu
    Alois

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  4. Matthias Rackwitz sagt

    Warum wird in der „arbeitsteiligen Gesellschaft“ der Schweinemäster als Bauer bezeichnet und nicht als Mitarbeiter der Schweineindustrie ?

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      • Bauer Hubert sagt

        Hallo Alois Wohlfahrt,

        glauben Sie, dass das Problem gelöst ist, in dem Sie die Antwortfunktion für die entsprechenden Beiträge deaktivieren?

        Biobauer Andreas hat schwere Vorwürfe in den Raum gestellt, ohne diese zu begründen. Sie sollten ihm die Chance geben, diese zu untermauern.
        Schließlich hat er ja in seinem vorigen Kommentar Vorschläge in den Raum gestellt, welche alle in Summe (wohlgemerkt global angewendet) Mensch, Tier und Umwelt erheblichen Schaden zufügen würden.

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        • Alois Wohlfahrt sagt

          Hmh, verstehe ich jetzt nicht. Ich habe keine Antwortfunktion deaktiviert.
          Ich möchte, dass diskutiert wird und Dialog stattfindet.
          Schwere Geschütze sind nicht so erwünscht. Eher leichte, bewegliche und lernfähige Kavallerie.

          Alois

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          • Bauer Hubert sagt

            Hallo Alois, für mich ist dieses Thema abgehakt. Biobauer Andreas bedient sich der Methoden von „wir-haben-es-satt“. Wenn der Dialog die Ebene der Tatsachen verlässt, und in ideologisch motivierten Anschuldigungen endet, endet gleichzeitig auch mein Engagement. Randgruppen kann man nur helfen, wenn von beiden Seiten eine Dialogbereitschaft zugelassen wird. Das sehe ich bei Bernhards Blog teilweise bei Miserior gegeben – der Rest baut weiter auf Lügen – leider auch die Bioverbände, die sich mit ihrer Teilnahme gegen neun von zehn Biobauern stellen.

            Hier noch (in diesem Fall) zum technischen Fehler
            … bei den Kommentaren:
            15.02.15 @ 21:55
            15.02.15 @ 16:08
            15.02.15 @ 15:22
            15.02.15 @ 17:31

            fehlt (zumindest bei mir) der Antwort-Button

            Hubert

            1+
            • Alois Wohlfahrt sagt

              Hallo Hubert, die fehlenden Antwortbuttons hatte ich noch nicht gesehen.
              Das war die Grundeinstellung der maximalen Verschachtelung von Kommentaren.
              Ich habe den Wert höher gesetzt und jetzt sind die Antwortbuttons wieder da.

              Alois

              0
              • Bauer Hubert sagt

                Hallo Alois,

                wenn ich so betrachte, was hier abgeht, wäre es glaub klüger, den Wert zu reduzieren. Biobauer Andreas gelingt es nicht einmal, die Absicht von Bündnis90/Die Grünen, Linkspartei und Tierschutzpartei, sowie WHES richtig einzuordnen.
                Ich tu mir schwer, jemandem schlechte Absicht zu unterstellen – aber hier wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben. Eine Weiterführung des Dialogs macht unter diesen Umständen keinen Sinn. Als ich glaubte, er sollte sich zum jeweiligen Beitrag äußern können, glaubte ich noch an das Gute in ihm.

                Hubert

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                • Biobauer Andreas sagt

                  alles klar Hubert, ich bin so strohdoof, dass ich nicht kapiert habe, dass Grüne und BUND alle Bauern ruinieren wollen und daher habe ich nur schlechte Absichten… Ja, es wäre zu begrüssen, wenn Du hier keinen „Dialog“ mehr führen würdest, dann könnte man sich wieder um die Belange der Verbraucher kümmern

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            • Biobauer Andreas sagt

              Zu „Bauer Hubert“

              würden wir hier Religion diskutieren, wäre Hubert ein Hassprediger. Eines seiner sehr häufig benutzten Worte sind „Lügen“, wie nachzulesen war, lügen seiner Meinung nach z.B. alle grünen Politker.

              Er beleidigt die hier kommentierenden Verbraucher „vielleicht sollten Sie mal den Alu-Hut abnehmen, und Ihren Kommentar nochmal lesen?“ (// 14.02.15 @ 12:37)

              Allein die Tatsache, dass ich mich „Biobauer“ nenne (wohl weil ich es bin) provoziert ihn, meine Nähe zu den Grünen macht ihn wütend (wenn ich mich jetzt oute: bei der letzten Wahl habe ich die „Tierschutzpartei“ und davor „Die Linken“ gewählt, muss ich mir Sorgen machen, dass er keinen Herzkasper bekommt).

              Aber ich bediene mich „Methoden von Wir-haben-es-satt“? Ich kann selber denken, ich halte keine der über 80 Organisationen die WHES veranstaltet haben für eine terroristische Vereinigung, die jeweils üble Methoden anwenden.

              Und dennoch übe ich Geduld (das lernt man als Biobauer von der Natur) und antworte wieder, versuche sachlich zu bleiben (was mir nicht immer gelingt, wir Schwaben neigen zu Zynismus und Sarkasmus).

              Hubert schreibt „Biobauer Andreas, man sollte verbinden, nicht spalten!“

              warum tut er es dann ständig? Er ist es, der allerlei polemische Phrasen über Bioanbau verbreitet und das leider ungefragt.

              Ich denke, ich bin mir mit Willi und Alois einig (bei allem was uns „agrarpolitisch“ trennt), diese Seite ist gedacht für einen Dialog mit Verbrauchern und nicht als Streitplattform um Meinungen bzw. Daten und Fakten zwischen Bauern unterschiedlicher Betriebsausrichtung. Wir können das gerne machen, uns Studien um die Ohren hauen, doch was gibt das für ein Bild von Bauern für die Verbraucher?

              Und weil Bauer Hubert einfach nicht aufhört ungefragt zweifelhafte Aussagen zu machen, kann man nicht alles unkommentiert stehen lassen, gerade weil Verbraucher mitlesen. Die Beispiele:

              Hubert: „Du weißt ganz genau, dass Biolandwirtschaft nur in Verbindung mit Wiederkäuern auf Grünland ökologisch vertretbar ist.“

              Ungeachtet was er mit ökologisch vertretbar meint, ist es falsch! Viehloser ökologischer Ackerbau funktioniert nachhaltig und ist nicht nur vertretbar, sondern hochgradig sinnvoll. Zustimmen kann ich, dass man Kulturlandschaften mit Dauergrünland, wie z.B. Schwarzwald und Allgäu nur über Wiederkäuer erhalten kann, dabei macht es wiederum keinen Sinn, die Tiere mit Kraftfutter zusätzlich zu füttern.

              Hubert: „Du weiß ganz genau, dass jedes Biokorn mit einem Mehrfachen an CO2-Ausstoß belegt ist“

              Völlig daneben! Zunächst bindet jede Pflanze, auch der Halm von Getreide beim wachsen CO2. Bei der Produktion/Kultivierung fällt CO2 an, bei angenommener identischer Anbautechnik (Schlepper etc.) kommt beim konv. Anbau der CO2 Ausstoss bei der Erzeugung des mineral. Düngers und der PSM, die verwendet werden, noch obendrauf.

              Hubert: „und in der Regel minderer Qualiät ist“

              In der Regel, hiesse > 50%. Biogetreide hat oft höhere Qualitäten, da der Ertrag geringer ist (Masse statt Klasse). Ich baue seit 12 Jahren Biogetreide an und hatte noch nie Qualitätseinbussen durch Pilze o.ä. und auch keine Ernten, die nicht backfähig waren. Ob jetzt Glyphosatrückstände auf grossen Teilen von konv. Getreide ein besonders Qualitätsmerkmal sind? Glyphosat im Urin der Städter stammt nicht davon, dass sie den überflüssigen Pflanzenschutz für ihren (oftmals nicht vorhanden) Kleingarten trinken.

              Hubert: „und du weißt auch, dass mit einem flächendeckenden Biolandbau die Weltbevölkerung innerhalb kürzester Zeit halbiert würde.“

              Da verweise ich auf das Buch „Food Crash“, man mag den Ausführungen des (nach Huberts Meinung nur lügenden“) Felix Löwenstein nicht folgen, aber Seite 304-314 sind zahlreiche Quellen angegeben, die zu wissenschaftlichen Studien führen. Wenn natürlich Hubert behauptet die WHO, FAO, Universitäten usw. seien alle grün unterwandert und würden auch lügen, ist ihm einfach nicht zu helfen.

              Hubert: „Du weißt auch um den erheblich schlechteren Gesundheits-Zustand von Biotieren.“

              Wenn man mal als ein Indiz für gute Gesundheit das Abgangsalter von Kühen betrachtet ist das auch falsch. Biokühe werden im Schnitt ein Jahr länger genutzt. Hauptabgangsursachen sind nicht Leistung oder Zucht, sondern immer Krankheiten. Daher das genaue Gegenteil ist richtig!

              Hubert „Wir können nur die beste Form der Landbewirtschaftung der Welt und aller Zeiten weiter betreiben.“

              Da stimme ich Hubert aber mal zu, frage aber: für wen oder was die beste? Für die Weltbevölkerung? kurzfristig oder nachhaltig? oder für seinen Geldbeutel, für unsere Agrarindustrie, für unseren Wohlstand, der auf Export basiert. Für mich (und viele andere) steht völlig ausser Frage, die einzige nachhaltige und dauerhafte Form der Landbewirtschaftung, und damit die auch die beste, ist und bleibt der ökologische Landbau.

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              • Alois Wohlfahrt sagt

                Oh Mann 🙁

                Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, hier einen Dialog von Landwirten mit Verbrauchern hinzubekommen.
                Aber mittlerweile „kloppen“ sich irgendwie nur noch einige, wenige Landwirte hier.
                Wie das auf die Verbraucher wirkt, kann ich mir denken.
                „Wenn zwei sich streiten, dann ….“

                Bei allem Engagement, ich nehme wahr, es geht hier langsam nur noch um’s persönliche Rechthaben oder auch um’s Beleidigtsein.
                Wenn wir 1000 Bauern haben, dann haben wir 1000 Lösungen, weil jeder Landwirt seine Verantwortung für seinen Betrieb und seine Familie und seinen Hof wahrnimmt. Und das ist gut so. Das ist auch eine Stärke der Bäuerlichkeit als Geisteshaltung. Aber problematisch wird es, wenn ich meine individuelle Lösungen und Ansichten allen anderen überstülpe und sie als Gesetz oder Religion verkünde.
                Weil wenn wir uns gegenseitig als „Hassprediger“ oder „Lügner“ bezeichnen, sind wir genau auf dem Weg zum ideologischen Grabenkampf.
                Wir können auch nicht von hier aus gleich die Welt retten.
                Aber wir können das tun, was in unserer Verantwortung liegt.
                Dazu gehört auch die Verantwortung für einen möglichen Dialog. Nehmt bitte diese Verantwortung wahr.

                Alois

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                • JosefHo sagt

                  Lieber Alois Wohlfahrt,

                  wohl war, und tragisch ist es auch, aber leider spiegelt es oft auch die Realität wider.
                  Was mich daran stört ist diese immer inflationäre Verwendung des Begriffes „Ideologie“.
                  Es wird einer ökologischeren Ansicht, als die des DBV immer schnell eine abwertende Idoelogie beigemessen, und die Leute haben „weder Ahnung noch Verstand“. Grüne Politikier werden gefühlt 10 mal häufiger persönlich Angegriffen als der Inhalt ihrer Politik, tendenz steigend.
                  Dabei sind meines Erachtens die Landwirte noch nie so weit von der Mitte der Gesellschaft entfernt gewesen wie in diesem Moment, beide Seiten fühlen sich unverstanden, und kennen sich in der anderen Welt nicht genügend aus.
                  Der männliche Landwirt von heute schickt seine Frau oder Mutter zum Einkaufen, und findet es nicht beschämend, nicht-kochen zu können. Er hat ja “ wichtigeres “ zu tun.
                  Ein Rollenbild aus den 50ern.
                  Ich finde auch hier!! gibt es erheblichen Entwicklungsbedarf.
                  MfG.

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                • Bauer Willi sagt

                  Sehr geehrter Herr Josef Ho,
                  Da Sie es offensichtlich nicht verstehen wollen, dass wir diese Seite als Möglichkeit zum Dialog mit dem Verbraucher verstehen, möchte ich Alois bitten, Sie von weiteren Kommentaren auszuschließen. Das ist seine und meine Seite und die lassen wir uns von seitenweisen Monologen einzelner Personen nicht kaputt machen. Adieu.
                  Bauer Willi

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                • Heinz Deselaers sagt

                  Lieber Alois.
                  Ich kann Dir nur zustimmen wir wollen nicht einen Schlagabtausch der fanatischen Produktionarten.Wir sollten das zahrte Pflänzchen was unser aller Bauer Willi gesät
                  hat unterstützend begleiten denn seine Art und Idee finde auch ich toll weil auf
                  der Ebene Produzent und Verbraucher toll aufklärende Gespräche führen können.
                  Ich habe da auch noch eine Bitte an die ewigen Besserwisser (bitte aus allen Lägern)
                  doch sich in der Form nicht an diesem Frage – Antwort Spiel zu beteiligen.
                  Ich bin sicher die unser Thema interessiert brauchen diese extremen Poltergeister egal von welcher Seite sie sind nicht sie schaden dem zarten Pflänzchen „WILLI „“HDV

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              • Birgit Sauter sagt

                Andreas,
                wir haben Fleckvieh und Holsteins. Die Fleckvieh könnte ich tatsächlich auch ohne Kraftfutter halten. Bei den Holsteins ist dies aber nicht möglich.

                Ich vergleiche die beiden Rassen gerne mit Sportlern (meine Erklärung soll auch als Dialog zum Verbraucher gedacht sein).
                Die Holsteins sind eher vergleichbar mit Spitzensportlern. Ankommen um jeden Preis. Wenn sie das genetische Potential haben, dann geben sie einfach die Milch und wenn sie nicht entsprechend ihrer Leistung gefüttert werden, dann werden sie krank.
                Fleckvieh sind da doch noch eher eine Zweinutzungsrasse und sie sind für mich so der Breitengradsportler. Einfach gemütlich vor sich hin marschieren.

                Deshalb sind auch auf reinen Weidebetrieben und Lagen mit weniger guten Standorten eher Fleckvieh zu Hause. Dort passen Holsteins einfach eher weniger hin.

                Und das ist für mich das wichtigste am ganzen Dialog:
                Aufzuzeigen, dass es nicht DEN Betrieb gibt. Es spielen ganz viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Zum Beispiel die Lage des Betriebes hinsichtlich Bodenbeschaffenheit und Klima. Und da wäre es in meinen Augen Ressourcenverschwendung wenn man auf guten Ackerböden „nur“ z.B. Weidehaltung machen würde.

                Biobauer Andreas. Ich respektiere was Du machst. Es passt zu DIR und DEINER betrieblichen Lage.
                Es würde aber nicht zu MIR und MEINER betrieblichen Lage passen. Genauso wenig wie es zu vielen anderen Landwirten passen würde.

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              • Bauer Willi sagt

                Hallo Andreas,
                das Maß ist voll. Genau so wie Josef Ho und Bauer Hubert bist Du ab sofort von der weiteren Diskussion ausgeschlossen. Tut mir leid, aber wir haben euch mehrfach die gelbe Karte gezeigt. Das ist jetzt die rote Karte.
                Adieu
                Bauer Willi

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          • JosefHo sagt

            Ok, dann bringen wir mal kurz Bauer Huberts „“Tatsachen““ unkommentiert auf den Tisch:
            „Jedes Ökokorn hat einen mehrfach hohen Carbon Footprint als konv.“
            „Wenn es nur Ökolandbau gäbe, wäre die Weltbevölkerung in kürze halbiert“
            „Biotiere sind in einem erheblich schlechteren Gesundheitszustand“
            und jetzt kommt Bauer Huberts knaller!:
            „einer grünen Landwirtschaftspolitik ausgesetzt zu sein, fühlt sich mindestens so schlimm an wie als Kind missbraucht zu werden“

            alles obig nachlesbar!!
            Ich plädiere für die Einführung einer Niveauuntergrenze,
            mfG. JosefHo

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            • Bauer Hubert sagt

              Josef, gibts daran was auszusetzen?

              Öko-Ackerbau hat eben den doppelten Aufwand. Man braucht 2ha, um den Ertrag von einem zu erzeugen, und hat dann noch meist viel schlechtere Qualität. Das macht ja auch den Preisunterschied. Schonmal versucht, Biogetreide auf dem konv. Markt ohne Zertifikat zu verkaufen? Jeder Landhändler wird dich zur nächsten Biogasanlage verweisen.
              Und dass flächendeckender Ökolandbau eine Halbierung der Bevölkerung zur Folge hätte, willst du ja nicht wirklich anzweifeln, oder wie möchtest der Hausfrau im Laden erklären, dass sie sich plötzlich mit der Hälfte aubzufinden hat?
              Das geht nur über die vorherige Beeinflussung mit Biosprossen
              Und dass Biotiere in einem schlechten Gesundheitszustand sind – ist doch wirklich nicht neu. Hier zusammengefasst und mit weiterführenden Links:
              http://www.animal-health-online.de/gross/2013/08/24/fakten-belegen-schlechten-gesundheitsstatus-bei-bio-tieren/26214/
              Und der nächste Punkt: Auch dass grüne Agrarpolitik menschenverachtend, tierquälerisch und umweltschädlich ist, dürfte dir doch auch nicht entgangen sein?
              Um das in die Bevölkerung zu transportieren wurde der Posten der Bundesagrarlügners geschaffen. Friedrich Ostendorff zieht fröhlich durch die Welt, um wohl vorbereitet und in Kenntnis der vollen Wahrheit unkundige Menschen zu belügen: http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.bad-duerrheim-horrorszenario-schockt-zuhoerer.3b5bf5fb-0b6c-4743-800a-8ac2c62f9916.html

              Hier noch Weiterführendes insebesondere auch die Fussnoten sind zu beachten: http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/000919

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              • Bauer Willi sagt

                Sehr geehrter Bauer Hubert,
                genau so wie bei Josef Ho und Biobauer Andreas wurde jetzt das Maß des Erträglichen überschritten. Dies ist die Seite von Alois und mir und jetzt ist auch für Sie Schluss. Wir haben mehrfach die gelbe Karte gezückt. Jetzt ist sie dunkelrot.
                Adieu
                Bauer Willi

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              • JosefHo sagt

                Lieber Bauer Hubert,
                ich möchte auch Ihnen keine Links um die Ohren hauen, aber ja, ich habe etwas auszusetzen. Ich beantworte jetzt auch nur den ersten Teil mit der CO²Bilanz des Getreides. Dieses soll dann Beispielhaft für das Aushebeln der übrigen Fakten (Ostendorf ausgenommen) sein.
                Konventionell erntet man doppelt so viel Getreide wie die Bio Kollegen? Ist der CO² Fußabdruck deshalb auch halb so tief ?
                Erstmal einfach nachzuvollziehen, denn 10t Weizen/ha besteht ja Hauptsächlich aus Kohlenstoff und dieser wurde vorwiegend aus der Luft gewonnen.
                Pflügen, Säen und Pflegeüberfahrten sowie Mähdrescherfahrt müssen bei beiden vorgenommen werden, und ist vergleichbar hoch. Der Biobauer düngt mit Vorfruchteffekt, und Stalldung , der konventionelle macht eine Grunddüngung mit Gülle, danach kommt mehrfach Mineraldünger. Die CO² Bilanz beim künstlich, sehr energieaufwendigen Mineraldünger ist schon mal ein erster Minuspunkt für konv. Hinzu kommt noch die Fertigungsenergie der Spritzmittel, und bei 10T fährt man ja schon eine intensivere Strategie mit Fungizid+ evtl. Insektizid.
                Berechnungen haben aber häufig ergeben, dass der konv. CO² Abdruck bis dahin immer noch günstiger ist als Bio, weil alle Faktoren durch den Mehrertrag (der selten beim doppelten liegt) kompensiert werden.
                Jetzt kommt aber ein sehr wichtiger, aber m. E. sehr wenig kommunizierter Faktor dazu: Gemäß dem Johan Heinrich vThünen schen Gesetz des abnehmenden Ertragszuwachses braucht jede dt Mehrertrag einen progressiv höherwerdenden Stickstoffdüngungsaufwand, die Stickstoffeffizienz nimmt damit ab, und es bleibt dadurch auch mehr Stickstoff (zT.in Nitratform) im Boden. Dieser führt unter gewissen Umständen (Sauerstoffabschluss+Temp+C-Verbindung) zu einer Distickstoffmonoxid-bildung (Lachgas), diese gast aus und ist damit pro Gramm ca. um das 300fache Klimaschädlicher als CO². Lachgas muss nicht zwangsläufig entstehen, es hängt stark von den Boden und Witterungsbedingungen ab. So kann es durchaus immer noch sein, dass der konv. Fußabdruck besser ist, aber auch, bei ungünstigen Begebenheiten, zB. 100 mal ungüstiger. Man weiß zur Zeit noch nicht so viel genaueres darüber, aber es lässt sich erkennen und auch messen, dass der Ökolandbauvon seinem Prinzip der stofflichen Faktorausnutzung keineswegs ungünstiger ist, Ökolandbau ist zwar in der Flächenproduktivität niedriger, aber in der Faktoreffizienz (zB. N-Kreislauf) besser (höher), und in der Anfälligkeit möglicher Emissionen deutlich geringer.
                Aber innerhalb des Ökolandbaues gibt es auch große Schwankungen , da sind die Viehstarken Kreislauf wirtschaftenden Betriebe oder mögliche Kooperationsbetriebe deutlich Output-stärker als zB: Bioveganer Landbau, die „Cut and Carry“ Variarnte der Düngung verschlechtert die Faktoreffizienz gegenüber die der Tierhaltung.
                Wir sprechen aber gerade lediglich über ein einziges Kriterium in der ökologischen Prozessqualität.
                So viel zum Carbon Footprint, ich habe versucht sehr wichtigen, aber auch trockenen Stoff sehr kurz und anschaulich darzustellen, und dennoch ist und bleibt es ein sehr oberflächlicher Abriss, aber eines sollte schnell klar sein, es gibt hier kein SchwarzWeiß!
                Mal sehen was sie, lieber Hubert, jetzt zu „giften“ haben!?, hoffentlich nichts!
                ich jedenfalls, wünsche ihnen einen schönen Tag

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                • Bauer Hubert sagt

                  Lieber Josef Ho, es gibt doch nichts zu „giften“. Es reicht, doch, wenn jeder ehrlich ist – und das möchte man auch vom gegenüber erwarten. Ich wusste übrigens, dass jemand versuchen wird, meine Ausführungen mit der „Lachgasnummer“ zu durchkreuzen. Eine sehr theoretische Sache, die irgendwann mal erfunden wurde, aber außerhalb des Labors nie bestätigt werden konnte.
                  Vorfrucht-Düngung ist ökologischer Unsinn, weil dadurch noch mehr Energie zulasten der Hauptfrucht verbraucht wird. Ich halte mich da lieber an Zwischenfrüchte, und ernte jedes Jahr. Natürlich auch Gülle, und ein bisschen mineralisches N zur Ertragssicherung und Qualitätsverbesserung.
                  Man könnte darüber noch seitenweise debattieren – ich würde mich freuen, es wäre auch interessant, aber es sprengt meinen Zeitrahmen. Ich muss jetzt wieder raus. Ich wünsch noch nen schönen Tag, und versuche heute, oder morgen Abend den Abschnitt nochmal wieder zu finden.

                  Besten Gruß, Hubert

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    • Biobauer Andreas sagt

      momentan ist eine der wenigen Definitionen im BauGB zu finden, die sagt: Landwirt ist, der seine Tiere überwiegend von eigenen Flächen füttert. Das gilt aber nur für Bauanträge, aber nicht z.B. für Agrarprämien.

      Wenn wir mit der Agrarwende durchsetzen, dass jeder, der mehr als 2 GV/ha Tiere hält den Status „Landwirt“ verliert und damit auch die Rechte für Subventionen u.ä. dann wäre sehr viel gewonnen.

      Anständige Bauern sollten diese Regelung mit unterstützen, die meisten dackeln allerdings der DBV Position hinterher, nach dem Motto: „wir lassen uns nicht maßregeln“ und befördern somit selbst den Untergang ihrer mehrheitlich familiär geführten Betriebe.

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      • Bauer Ernst sagt

        Danke,
        da gehör ich ja zu den anständigen Bauern, mit 1,9 GV/ha.
        Da darf ich jetzt auch was zu den Agrarprämien sagen, die Biobauern bekommen doppelt so hohe Ausgleichszahlungen wie der normale Bauer, was würde nun passieren wenn es diese Subventionen nicht mehr gäbe.
        Die Pachtpreise würden sinken, auf ungünstigen Standorten würde der Anbau eingeschränkt, die Erträge würden auf alle Fälle in ganz Europa sinken, die Preise würden solange steigen bis auch die Erträge wieder steigen.
        Die Preise sowohl für Bio- und auch konventionelle Produkte würden auf einem wesentlich höherem Niveau stark schwanken, davon müssen wir ausgehen, ob der Verbraucher das will??
        Eine generelle 2 GV Grenze würde natürlich auch die Pachtpreise nach oben treiben, hohe Verpachtpreise verleiten wiederum viele Landwirte den Hof zu verpachten, der Trend zur Agrarindustrie wird verstärktl

        Eine Agrarwende ist es natürlich trotzdem.

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        • Biobauer Andreas sagt

          Wie Du selbst weisst, sind es nicht die Biobauern die Pachtpreise in die Höhe treiben sondern die Biogasler. Ein Grund warum viele Biobauern rückumstellen, ist weil sie z.T. langjährige Pachtflächen an Biogasler verlieren.

          Abschaffung aller Subventionen würde Bioanbau rasch beenden, es sei denn man würde im Gegenzug die Umweltbelastungen der konv. Landwirtschaft besteuern, durch Stickstoff-, Pestitidsteuern, Abgaben für Antiobiotika und CO2 und gleichzeitig gegen Artensterben Schlaggrössen begrenzen und weite Fruchtfolgen vorschreiben und zugleich Mais auf 20% Betriebsflächen begrenzen. Dann wäre Bio wieder etwas teurer im Vergleich zu konv., aber die Bürger hätten mehr Geld, das die Steuern für Agrarsubventionen wegfallen. Konzerne wie KTG Agrar würden ihr Geschäftsmodell verlieren.

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          • Bauer Hubert sagt

            Biobauer Andreas, man sollte verbinden, nicht spalten!

            Du weißt ganz genau, dass Biolandwirtschaft nur in Verbindung mit Wiederkäuern auf Grünland ökologisch vertretbar ist.
            Du weiß ganz genau, dass jedes Biokorn mit einem Mehrfachen an CO2-Ausstoß belegt ist, und in der Regel minderer Qualiät ist, und du weißt auch, dass mit einem flächendeckenden Biolandbau die Weltbevölkerung innerhalb kürzester Zeit halbiert würde. Du weißt auch um den erheblich schlechteren Gesundheits-Zustand von Biotieren. Nur in Verbindung mit Wiederkäuern ist Biolandbau keine ökologische Katastrophe. Und mit Verlaub: Deine Vorschläge wären nicht nur eine humanitäre, sondern auch eine ökologische Katastrophe.

            Bio ist Lifestyle für einen niedrigen einstelligen Prozentsatz an Verbrauchern. Mehr kann, und mehr darf es auch nicht werden. Ein Vergleich mit „Porsche“ fällt mir dazu ein….. Es kann auch nicht jeder mit dem Porsche zur Arbeit fahren: Niedriger Fahrkomfort bedeutet nicht zwangsläufig einen ökologischen Vorteil!

            Ich weiß, der Vergleich hinkt, denn Landwirtschaft ist in der Regel immer ein ökologischer Vorteil, Bio wie konventionell, und ein Auto ist immer ein ökologischer Nachteil, ganz egal wie sparsam und effizient es ist.

            Egal wie gut wir sind – solange Kreuzfahrten, Urlaubsflüge, Gemüseimporte per Flugzeug, Kriege etc…. die Luft unnötig verpesten, können wir die Welt nicht „retten“
            Wir können nur die beste Form der Landbewirtschaftung der Welt und aller Zeiten weiter betreiben.

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            • Alois Wohlfahrt sagt

              Hallo Bauer Hubert,
              darf ich Dir hier mal einen Tipp geben?
              Ich tu es einfach.

              Überdenke mal, ob Du mit der Art und Weise eines Pfarrers, der seinen Schäfchen harte Urteile verkündet, den Schäfchen, der Sache und Dir einen Gefallen tust?
              Was meinst Du, wieviele Leute sind schon aus der Kirche hinausgepredigt worden?
              Und kamen nie wieder zurück.

              Du hast sehr gute Kenntnisse und Dein Engagement ist hier bemerkenswert. Jedoch schneidest Du Dich vom Dialog selbst ab, wenn Du meinst Du kannst Biolandbau oder Personen kraft Deiner Erkenntnis zur ökologischen Katastrophe erklären.

              Es gibt zwischen Himmel und Erde wesentlich mehr Wahrheiten, als Prinz Felix zu Ökostein und Monsanto verkünden. Irgendwo dazwischen müssen wir als praktische Landwirte überleben. Das ist für mich das zentrale Thema. Wir sind hier angetreten solche Wege zu suchen. Du bist herzlich eingeladen auch ein Scout zu sein und ich glaube auch, dass Du das Zeug dazu hast. Aber die musst deine Schafe führen können und nicht mit dem Stock nach ihnen schlagen. Da laufen sie sonst davon.

              Herzliche Grüße aus dem Allgäu
              Alois

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          • Biobauer Andreas sagt

            es ist schlicht unerträglich, welche Lügen Bauer Hubert hier verbreiten darf, da platzt mir echt der Kragen. Ich antworte nichts dazu, sondern zitiere Hermann Hesse:

            „Wer die Wahheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer aber die Wahrheit kennt und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.“

            schönen Sonntag allen anderen noch!

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          • JosefHo sagt

            Lieber BauerHubert,
            wenn sie das mit der Landwirtschaft so genau glauben zu wissen, entgegne ich ihnen mit JWvGoethe:
            „einseitige Bildung ist keine Bildung“
            sie sollten sich wirklich mit dem intellektuellen Fundament der ökolgischen Wirtschaftsweise befassen, dann werden sich die von Ihnen genannten Thesen von selbst entkräften und sie kommen in Zukunft vllt. auch weniger verbittert herüber.

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      • Birgit Sauter sagt

        Das liegt aber auch daran, dass viele Flächen in der Hand von vielen Privatpersonen sind. Alles Bauern, die irgendwann einmal aufgehört haben.
        Sollen die nun alle enteignet werden?
        Und ja ich bin froh mit jeder Flächzusammenlegung, wenn die Fläche größer wird und einfacher und effektiver zu bewirtschaften wird.

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    • Birgit Sauter sagt

      Was ist die genaue Definition von Bauer?
      Unsere Gesellschaft hat sich in allen Bereichen verändert. Warum wird es der Landwirtschaft immer als negativ angerechnet, dass sie sich auch weiterentwickelt hat?

      Warum ist es schlecht, wenn sich jemand auf die Schweinezucht spezialisiert und seine gesamten Kräfte dort gezielt einsetzt?

      Unser Betriebsschwerpunkt liegt zum Beispiel im Ackerbau. So viele Tiere wie wir selber füttern könnten wollen wir gar nicht haben und sind deshalb froh, dass wir anderen Landwirten unser „übriges“ Futter verkaufen können.

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  5. Matthias W. sagt

    Hallo Bauer Willi,
    hier ein Beispiel, dass man als Bauer sowohl (konventionell) als auch (biologisch) vermarkten kann:
    http://bauernhof-kitz.de/
    Durch attraktive Produkte, intensive Kommunikation und gute Betreuung ist die Kundenbindung sehr gut. War ein Prozess über fast zwei Jahrzehnte…

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    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Mathias,
      da hast Du Recht. Direktvermarktung ist nicht automatisch eine Bio-Sache.
      Wichtig sind die Menschen dahinter und vor allem Regionalität oder einfach Nähe.
      Hier ein sehr gutes Beispiel aus meiner Nachbarschaft: http://youtu.be/KGMmzwaT3e0

      Alois

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      • Matthias W. sagt

        Hallo Alois,
        sehr schönes Beispiel! Wie sagt der Bauer Kögel zurecht: „ein zufriedener Kunde ist das Beste, was man haben kann“. Der betreibt seinen Betrieb mit Motivation und Fachwissen, toll! Die Endverbraucher können ihm vertrauen.

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      • Matthias W. sagt

        Hallo Matthias Rackwitz,
        der Betrieb ist konventionell geführt, hat aber vor Jahrzehnten voll auf Endverbraucher-Wünsche reagiert. Deshalb bietet er heute die selbst produzierten Waren PLUS zusätzlich auch entsprechend gelabelte Bio-Waren an. Hier geht es also nicht um „Purismus“ oder weltanschauliche Motive sondern um die Befriedigung der KUNDENWÜNSCHE. Deshalb funktioniert hier auch sowohl als auch – ohne Berührungsängste…Die Kunden fühlen sich fair bedient und danken es durch Langfrist-Bindung.

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    • Birgit Sauter sagt

      Als Landwirt muss ich mich aber entscheiden. Ich kann nur meinen gesamten Betrieb biologisch bewirtschaften.

      Ich kann nicht sagen, ich baue Kartoffeln biologisch an und mein Getreide konventionell.
      Das ist gesetzlich nicht möglich.

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      • Matthias W. sagt

        Hallo Frau Sauter,
        der Betrieb hat nicht den Anspruch, „biologisch“ zu produzieren – entsprechend der Bio-Label. Er PRODUZIERT konventionell Lebensmittel nach bestem Wissen und Handwerk und VERMARKTET im Bauernmarkt beide Warenangebote. Das geht sehr wohl und ist auch gesetzlich zulässig. Für Puristen natürlich kaum fassbar.

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      • Biobauer Andreas sagt

        das ist falsch, nach Eu Bio VO ist eine Teilumstellung möglich. Meist wird der ein Bereich aber z.B. als GbR organisiert. Verbände lassen das nicht zu.

        In der zurzeit diksutierten Totalrevision der EU Bio VO sollte die Teilumstellung abgeschafft werden, allerdings werden die Verbände diese neue BIO VO aus anderen Gründen verhindern:

        Info http://www.umweltinstitut.org/fileadmin/Mediapool/Downloads/07_FAQ/Lebensmittel/vergleich_richtlinien.pdf

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  6. barbara blum sagt

    hallo lieber bauer willi und biobauer andreas!
    gern hier auch nochmal:
    ich bin sehr berührt und froh, welche öffentliche diskussion – nach Ihrem zutreffenden und stilistisch wundervollem appell, bauer willi – sich hier endlich einmal entfaltet!!
    .. und hoffe zu gern, dass die einschätzung von biobauer andreas unten zutrifft, wenn er sagt, dass die agrarwende von unten kommen wird!! meine einschätzung aufgrund längerer erfahrung ist nämlich, dass sich “von offizieller Seite” (und das sind ganz schön viele menschen in entscheidenden jobs) nichts verändern wird und man von dort keine veränderung der negativen entwicklung – sei es Ihre wirtschaftliche situation, bauer willi, oder die der tiere und pflanzen im feld – erwarten darf, so traurig und zum verzweifeln es auch ist.
    ich möchte ihnen, bauer willi, liebend gern mut machen… für einen umstieg hin zum ökolandwirt wie biobauer andreas. da kann ich zwar nicht aus eigener erfahrung reden, und “nur” meinen beifall dann ganz laut klatschen für Ihren mut zu risiko und zu veränderung – leider weiß ich aus eigener erfahrung (job), wie es unserer natur in den ackerlandschaften geht, welche arten gerade hier bei uns im rheinland aussterben. und es geht nicht um schuldzuweisungen – die zwänge des konventionellen landwirtschaftssystems sind leider bekannt.

    genau deshalb möchte ich Ihnen gaaanz viiiel mut machen für eine naturverträgliche und unsere natürlichen lebensgrundlagen respektierende landwirtschaft… damit Ihnen Ihr hof und Ihr land in einem guten zustand lange erhalten bleibt, damit Sie für uns alle gesunde lebensmittel ohne chemie zu einem den aufwand respektierenden preis produzieren können (den ja inzwischen viele menschen bereit sind zu zahlen) – und wir alle mit den uns hier lebenden tieren im einklang existieren können. bitte rechnen Sie nochmal, vielleicht mal zusammen mit biobauer andreas?
    es braucht wieder respekt – für arbeit, für die natur – ihn gilt es wiederzuentdecken in diesen zeiten!
    in dem sinne – danke 🙂

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    • Kirsten Wosnitza sagt

      Lieber Willi, Du solltest als allererstes unsere eigenen Berufskollegen dazu aufrufen, von nun an nicht mehr im Discounter zu kaufen. Ansonsten wird es unglaubwürdig mit dem Valentinstag… Bin gespannt auf die Resonanz.

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      • Was ist schlecht daran, im Discounter einzukaufen? Hier geht es um Dialog – und DER ist im Discounter nun mal (leider) nicht möglich. Wollte man darauf hinaus, daß „alle Leute in Hofläden“ einkaufen, wäre das weder aus Sicht der Umwelt noch aus Sicht des Verbrauchers sinnvoll.

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  7. Ludwig Knab sagt

    Sehr geehrter Herr Bauer,
    dass die Verbraucher die Preise bestimmen, ist von Ihnen total überbewertet. Wenn die Geschäfte für 1 kg Kartoffeln 5 Euro verlangen, müssten wir sie doch auch bezahlen. Schuld ist für mich, das so viele Konzerne durch Fusionierung immer größer werden und hier den Herstellern von Waren unter Preisdruck setzen.. Und momentan nimmt das weltweit kein Ende, bis Monopolstellung besteht und dann wird es für alle noch schlimmer. Die Politik bzw. Kartellämter versagen hier vollkommen und dann hat spätesten die Politik gar nichts mehr zu sagen, ist doch heute schon sehr abhängig von den Großkonzernen. Ein Beispiel sind die Autokonzerne, hier wird bei den Kfz ein viel zu überteuerter Preis bezahlt, aber der Verbraucher hat hier keinen Einfluss. Natürlich ist die Geiz ist Geil-Mentalität schon sehr ausgeprägt bei uns Deutschen. Aber bei den Landwirten ist es doch auch nicht anders:
    – Subventionen durch EU, Rabatte beim Autokauf, billiger Strom, günstige Versicherungen um nur einige Beispiele zu nennen, hier halten auch die Landwirte die Hände offen und jeder andere Normalverbraucher hat diese Vergünstigungen nicht.
    Und die meisten Landwirte haben ihre Dächer mit Photovoltaikanlagen vollgepflastert,ist auch eine indirekte Subvention und wenn Sie diese mit Darlehn finanzieren, dann bekommen sie auch einen günstigeren Zins als der Otto-Normalverbraucher. Bitte also die Kirche im Dorf lassen. Ich bin von einer landwirtschaftlich geprägten Ortschaft und habe zum Beispiel Verwandte, die einen neuen Stall gebaut haben.

    Ich bin auch dafür, dass landwirtschaftliche Produkte teurer sein dürfen, vor allem wenn diese Produkte einigermassen natürlich erzeugt sind, ganz ohne künstliche, chemische Mittel wird man in unserer heutigen Zeit nicht mehr sein können.

    Grüße

    Ludwig

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    • Johannes Borgard sagt

      Um was geht es den eigentlich?!

      Bäuerinnen und Bauern, ob konventionell oder bio, gemüseanbauend oder tierhaltend; sind nach der historischen Betrachtung und nach der deren inneren Einstellung, in unserer Gesellschaft NaturschützerInnen und TierschützerInnen.

      Über Generationen prägte diese Einstellung das Bauernsein. Dabei wird hingenommen, dass dieser Job mehr Opfer fordert, als jede andere Arbeit in Verwaltung oder Industrie.

      Zunehmend entwickelt sich eine Agraindustrie, die für den normalen Bauern keinen Platz mehr lässt. Massenproduktion unter dem Preisdiktat der Lebensmittelkonzerne wird, zu immer niedrigeren Preisen gefordert. Der Weltmarkt durch Handelsbörsen und Lebensmittelkonzerne entscheiden, was und wo wer was anbaut und was er dafür an Entlohnung bekommt. Dies wird durch die EU in jeder nur erdenklich grotesken Weise unterstützt und gefördert und weltweit erheblicher Schaden angerichtet.

      Die Landwirtschaft in Europa braucht eine Zukunft, jenseits von Lebensmittel-Massenproduktion und EU-Normen.

      Dem Bauern bleibt nur der Weg des Verkauf seiner Produkte über die wenigen Lebensmittelkonzerne zum Verbraucher. Es zählt nur noch der Profit in der Vermarktung der Produkte. Der Bauern erhält immer weniger Entlohnung für seine Produkte und seine Arbeit. Im bleibt nur der Weg in die Massenproduktion um selbst überleben zu können , wenn der Verbraucher nicht umdenkt.

      Die Zahl der Betriebe mit 100 Hektar und mehr nimmt immer mehr zu. Ca. 35.200 landwirtschafte Betriebe bewirtschaften 57 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland. Tierhaltung erfolgt in immer größer werdenden Betrieben.
      Dabei wird es hingenommen dass
      • In immer mehr Tierfabriken der Tierschutz vernachlässigt
      • gefährliche Antibiotikaresistenzen in der Massentierhaltung entstehen
      • Bauernhöfe sterben,
      • die Vielfalt der Flächen durch vielseitigen wechselnden Pflanzenanbau veröden“.
      • mehr Pestizide weltweit die tierische Artenvielfalt rapide abnehmen lässt.
      • die Spekulation mit Lebensmitteln und Land den Hunger in der Welt fördert.

      Lebensmittelproduktion wird zunehmend zur Spekulation von Investoren und weltweit agierenden Handelsbörsen.
      Mit Umsetzung der TTIP (Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA) werden die Daumenschrauben der hiesigen Landwirte durch die Freigabe des Importes von Argraprodukten weiter an angezogen.

      Hauptsache billige Produkte und jederzeit alles kaufen können.
      Dieser Weg hat längerfristig gesehen einen sehr hohen Preis.

      Der Verbraucher hat es in der Hand, ob er diesen Weg stoppen will.

      Daher ist es nur richtig, die Bauern damit zu unterstützen, dass ihre Produkte ohne Lebensmittelkonzerne den kurzen Weg zum Verbraucher finden können.

      Hierzu auch
      Wir haben es satt unter http://www.wir-haben-es-satt.de/start/home/

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      • Diese „Agrarindustrie“ hat sich allerdings als Folge der Verstädterung auch entwickeln müssen. Bambi-Landwirtschaft wie vor 50 oder 100 Jahren gibt es nur dann, wenn auch die Städte(r) wieder auf ihre Bequemlichkeit verzichten und a) wieder ein erheblich größerer Anteil der Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeitet und b)die Ver- und Ent!sorgung der Massenmenschenhaltung vollkommen anders geregelt wird.

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      • Bauer Hubert sagt

        Herr Bogard,

        vielleicht sollten Sie mal den Alu-Hut abnehmen, und Ihren Kommentar nochmal lesen?

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    • Axel Kröger sagt

      Warum hat in unserer 3500-Seelengemeinde der letzte Bäcker aufgehört?
      Wie können sich in der gleichen Gemeinde 3 Supermärkte halten?
      Und zwei Strassenbäcker, die aber gar nicht selbst backen, sondern aus Großbetrieben beliefert werden?
      Warum kann ich beim Hofladen eines Landwirts nur an 2 Nachmittagen und am Samstag Vormittag einkaufen?
      Weshalb kann ich meine Kinder nicht mehr mit dem Korb und der Kanne zum Bauern schicken, um frische Eier und Milch zu holen?
      Wie können sich hier 2 Autowaschstrassen amortisieren, aber keine Metzgerei?
      Warum stehen die Felder voller Mais, Raps und Zuckerrüben?
      Warum stehen im Wald überwiegend schnellwachsende Fichten?
      Warum essen wir täglich Wurst, von der wir nicht wissen woher sie wirklich kommt und was genau drin ist?
      Warum fahren wir mit dem Auto zum 3km entfernten Supermarkt und gehen gegen Monatsgebühr wöchentlich ins Fitnessstudio?
      Warum bauen wir Häuser, die viel zu groß sind, die viel zu viel Energie verbrauchen?
      Warum fliegen wir für netto 4 Urlaubstage um die halbe Welt?
      Wie schützen wir uns vor Übergewicht und unterversorgtem Immunsystem?
      Warum vergleichen wir nachhaltige Produkte preislich mit Massenprodukten, die es eigentlich gar nicht geben dürfte?
      Warum erheben wir uns als Rasse „Mensch“ über die Vielfalt der Schöpfung?
      Tausendmillionen Fragen ohne Antworten.
      Ich versuche, zugegeben manchmal mehr, manchmal weniger, nachzudenken und erst dann zu handeln. Wo seid Ihr, die Ihr ähnlich unterwegs seid? Wir sollten uns kennenlernen! Bald! Sehr bald und sehr viele!

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  8. Liebes Team.
    Hut ab, Ihre Ideen und Ihr Engagement beeindrucken mich. Ich bin wie Sie und viele der Leserinnen und Leser professionell in der Landwirtschaft unterwegs, aber keine Landwirtin, sondern Journalistin, Trainerin und Coach. Die Kommentare spiegeln, was ich in vielen Diskussionen und Seminaren erlebe: das Bedürfnis der Verbraucher mitzureden und mitzugestalten, ohne aber das nötige Hintergrundwissen zu haben. Und die Landwirtschaft ist eben ein verflixt komplexes Thema. Viele Verbraucher mögen sich nicht auf Diskussionen einlassen, die die eigene Haltung infrage stellen würden. Ähnlich erlebe ich das bei Landwirten. Sie überraschen und stoßen mit Ihren Ideen die Diskussion an. Wo sich Haltungen aneinander reiben, entsteht Bewegung im System. Und das bringt Veränderung, besser gesagt: viele kleine Veränderungen. Bleibt so authentisch und transparent – das schlägt jedes professionelle Redaktionsteam 😉 Alles Gute, Christine

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  9. Auch in Deutschland fallen immer mehr Bio-Betrugsfälle auf. So haben die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2014 viermal so viele schwerwiegende Verstöße gegen die Öko-Vorschriften wie im Jahr zuvor festgestellt, wie auf einer Tagung des Landesüberwachungsamts für den Agrarbereich (LALLF) in Tellow (Kreis Rostock) berichtet wurde.

    http://www.animal-health-online.de/lme/2015/02/08/bio-branche-von-kriminellen-unterwandert-seit-jahren-betrug-mit-italienischem-bio-getreide/8545/

    Berater Dirk

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    • An Biobauer Andreas,
      natuerlich kann ich auch serioes …
      Wie waers mit folgender Quelle:
      http://www.oeko-junglandwirte-tagung.de/files/7013/8365/2580/Vortrag_Sundrum_Tierhaltung_kompr.pdf
      Insbesondere
      – Folie 17, hier irrt Sundrum leider, a) o,75qm, b) Vollspalten in der Regel ganzflaechig unter 15% Schlitzanteil, und damit als Liegebereich ausgelegt.
      – Folie 18 und 20 beachten …
      – Folie 21 Schweine ohne Befund: Oeko=19% und Konventionell = 24%
      – Folie 25: Keine relevanten Unterschiede in der Tiergesundheit zwischen Oeko und Konventionell, d.h. bei Schweinen wie bei Rindern …

      Berater Dirk

      PS: Ich will keine Graeben aufreisen, zumal ich auch Biobetriebe berate,
      die mehr fachlich begruendeten Tierschutz machen moechten,
      damit sie doch mit Ihrem Hof Ihre Familie in Deutschland ernaehren koennen.
      Aber wenn Jemand Bio hochlobt, muss man leider mal ein paar Fakten in Erinnerung bringen …

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      • Bauer Willi sagt

        Sehr geehrter Herr Hesse, sehr geehrter Herr Fendt,
        diese Seite ist eigentlich dazu gedacht, den Dialog zwischen allen Landwirten und allen Verbrauchern zu führen. Sie benutzen sie seit Tagen, hier ideologische Grabenkämpfe zu führen. Bitte ein wenig mehr Disziplin, sonst wird der Administrator dafür sorgen 🙁
        Bauer Willi

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        • Sehr geehrter Herr Bauer Willi,

          1) Sie haben das Fass durch Ihren letzten Beitrag aufgemacht.

          2) Ich fuehre keinen ideologischen Grabenkampf,
          sondern berichte ueber Fakten die Verbraucher wissen sollten,
          wenn Sie sich zwischen den Angeboten im Discounter und in der Direktvermarktung entscheiden sollen.

          Nun bin ich mal auf die Admin-Reaktion gespannt …

          Berater Dirk

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    • Biobauer Andreas sagt

      Lieber Willi,
      „Berater“ Dirk Hesse verbreitet hier seit Tagen unerträgliche Unwahrheiten über Bioanbau. Frage ich ihn nach Beispielen zu Kälbersterblichkeit, kommt er mit Schweinen daher.

      Das ist unseriös und mehr werde ich zu Dirk Hesse nicht mehr schreiben.

      Das letzte: Gerade die Aufdeckung von Bio-Betrugsfällen zeigt ja, dass die Biokontrolle i.a.R. gut funktioniert und letztlich was Bio aberkannt wird, wird dann konventionell verkauft.

      Bekannterweise bin ich einer der heftigsten Kritiker von mangelnder Transparenz bei Bio und war einer der ersten die Bio Hühnerbaron Tiemann kritisierte. Und hoffe Naturland trennt sich wirlich langfristig von ihm.

      Ebenso unerverständlich bleibt mir, wie ein überführter Biobetrüger weiterhin Beauftragter des DBV für Bioanbau bleiben kann.

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      • Sehr geehrter Biobauer Andreas,
        wenn ich Fakten von Albert Sundrum zu Schweinen und Kuehen wiedergebe, dann sind das „unertraegliche Unwahrheiten“?
        Was wohl Albert Sundrum dazu sagen wuerde?
        Ich treff ihn wahrscheinlich morgen, soll ich ihn mal fragen?

        Die allermeisten Bio-Skandale wurden von Bio-Kontroll-Instituten uebersehen,
        und von konventionellen Kontrolleuren aufgedeckt.

        Was sicher auch eine relevante Info ist, fuer die die sich zwischen dem Kauf im Discounter, im Direktverkauf oder auf dem Biobetrieb entscheiden wollen, oder?

        Berater Dirk

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  10. Birgit Sauter sagt

    Lieber Verbraucher, Liebe Verbraucherin
    Am 14. Februar bin ich vielleicht gar nicht zu Hause und kann auch keine Fragen beantworten. Deshalb ist es gut, dass es das Internet gibt und man sich auch dort einen Dialog liefern kann.
    Bei unserer derzeitigen betrieblichen und familiären Situation wäre eine Direktvermarktung nicht sinnvoll. Deshalb vermarkten wir unsere erzeugten Produkte auf „klassische“ Art.
    Die Milch wird von unserer Molkerei zweitägig abgeholt. Dazu gibt es auch einen Vertrag und die Molkerei verpflichtet sich unsere Milch immer abzunehmen und zu vermarkten. Es handelt sich um eine Molkereigenossenschaft, d.h. die Bauern sind die eigentlichen Eigentümer der Molkerei und jeder der will kann und darf sich in verschiedenen Gremien einbringen.
    Momentan vermarktet unsere Molkerei die Milch als Markenprodukt (Butter, Joghurt, Trinkmilch) über verschiedene Handelsketten. Die Butter wird momentan auch bei Aldi (vielleicht auch andere Discounter, da bin ich überfragt) als No-name-Billigbutter verkauft. Gerne würde ich verramscht schreiben, da sie schlicht und einfach unter ihrem Wert verkauft wird. Aber die Qualität des Rohstoffes ist genauso gut wie die des Markenproduktes.
    Eine weitere Vermarktung unserer Milch geschieht über die Lieferverträge mit Mondez (Milka). Die restliche Milch wird dann als Milchpulver verarbeitet. Über dessen Verbleib bin ich allerdings nicht informiert.
    Unsere Kälber bekommen übrigens Vollmilch und wir vermarkten nur was übrig bleibt. Also trinkt niemand unseren Kälbern die Milch weg.

    Beim Fleisch sieht es ähnlich aus. Früher hatten wir noch einige Mastschweine. Ein kleiner Teil, die schönsten Tiere, wurden über einen regionalen Schlachter vermarktet. Die restlichen Tiere kamen auf den Schlachthof und wurden dort je nach Klassifizierung weiterverkauft. Über den regionalen Schlachter konnte aber immer nur ein kleiner Teil vermarktet werden.
    Bei den Schlachtkühen sieht es ähnlich aus. Es sind immer nur einzelne Tiere, die über den regionalen Schlachter vermarktet werden können.
    Aber auch hier werden alle Tiere genau gleich gehalten und versorgt – ob sie nun beim regionalen Schlachter landen oder im Supermarkt oder beim Discounter.

    Beim Getreide ist es wieder ähnlich. Ein kleiner Teil kann über regionale Mühlen vermarktet werden. Der größere Teil geht wieder an größere Mühlen und Händler.

    Unser Mais kommt in verschiedene Biogasanlagen und liefert Strom für einige Wohngebiete, Schwimmbäder und Schulen.

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  11. Susanne Günther sagt

    Und wer redet am Tag der Liebenden mit uns? Wir verkaufen unsere Erzeugnisse über den Landhandel und über Erzeugergemeinschaften. Kaufen kann man unsere Produkte dann im Supermarkt, wie die der meisten Bauern. Dafür brauchen wir auf unserem Hof aber auch keine Parkplätze für die ganzen großen Geländewagen und SUVs am Wochenende. Wir hätten auch eine Menge zu erzählen und zu zeigen. Und ein Boykott der Discounter und Supermärkte ist auch ein Boykott der Lebensmittel, die wir produziert haben, und die sind genauso hochwertig wie die aus dem Hofladen – nur halt ohne Kuschelfaktor.

    Es wäre schön, wenn beim nächsten Aktionstag genauso wie beim nächsten Tag der offenen Höfe nicht nur Direktvermarkter mit Romantik-Bonus sondern vor allem auch große moderne Betriebe, die den „state of the art“ der heutigen Landwirtschaft repräsentieren, zum Zuge kommen würden.

    Beste Grüße

    Susanne

    0
    • Ich glaube, das war so nicht gemeint. Deswegen fiel mir auch noch ein, daß man selbstverständlich auch jeden Bauern, den man IRGENDWO trifft, fragen kann und soll. Nur sind eben Hofläden und Wochenmärkte eine Schnittstelle (eine der ganz ganz wenigen, die es überhaupt noch gibt), die jeder kennt und finden kann.

      Es gibt auch die Aktion http://www.einsichten-tierhaltung.de/ , es gibt Adressen auf Stallbesuch.de , bei fragdenlandwirt sind viele Betriebe gelistet, und zB entlang der niedersächsischen Milchstraße auch.

      Jedes Gespräch zählt,. wo auch immer!

      0
    • Hey, stell doch, wenn Du magst, gleich DEINE Adresse dazu 🙂
      Mehr Einladungen als hier kannst Du so schnell nicht verschicken 😀 😀

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    • Vroni sagt

      Hallo Susanne,

      teile doch einfach eine kleine kleine Beschreibung deines Betriebs mit uns. Ich denke grade für das Thema „woher kommen die Lebensmittel, die ich bequem im Supermarkt kaufe“ sind doch Einblicke in Betriebe wie den euren noch aussagekräftiger, als das Gespräch mit dem reinen Direktvermarkter.

      Ich habe in den letzten Tagen hier viel rumgelesen und einige meiner Einstellungen zum Thema Bio/konventionelle Landwirtschaft revidiert bzw. bin grade dabei umzudenken. Für mich war konventionelle Landwirtschaft bislang gleichgesetzt mit Einsatz von Pestiziden und nicht artgerechter Massentierhaltung.

      Wir kaufen zwar in vielerlei Hinsicht schon bewusst ein, aber in vielerlei Hinsicht auch wieder ganz unbedacht. Es wurde ja von Vielen schon Vieles geschrieben und angesprochen; für mich ist eines der Hauptprobleme (nicht nur beim Lebensmittelkonsum) die Intransparenz des ganzen Systems, z.B. lückenhafte Deklaration von Inhaltsstoffen, irreführende Produktbezeichnungen, selbst erfundene Öko-Labels… Es ist oftmals schwierig bis unmöglich, sich schnell und unkompliziert mit echten Fakten zu einem Produkt zu informieren.

      In Bezug auf Lebensmittel würde ich mir vor allem auch noch ein bisschen mehr Einblick bzgl. der Produktionskosten wünschen, damit ich eben besser abschätzen kann, ob der Preis unter Dumping, realistisch oder überzogen einzuordnen ist. Ein Beispiel: Bei „unserer“ Biokiste kostet ein Brathähnchen aus Zweinutzungshaltung 18,90/kg und die Brustfilets 49,90/kg. Das ist schon echt happig. Die „normalen“ Biohähnchen kosten 11,90/kg bzw. die Brustfilets je nach Anbieter 29,90 oder 37,90/kg. Ich hab jetzt nicht im Kopf, was konventionelles Hähnchenfleisch kostet. Verursachen Zweinutzungshühner wirklich soviel mehr Kosten?

      Vielen Dank für diese Seite und die wertvollen Informationen, die von vielen Kommentatoren hier zusammengetragen werden!

      Viele Grüße,
      Vroni

      P.S. Und wenn der Willi nicht so plakativ und „einseitig“ schreiben würde, sondern selber gleich alle möglichen Aspekte und Gegenargumente liefern würde, wäre es nicht so ein guter Denkanstoß und noch viel weniger Anreiz zu einer lebhaften Diskussion

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      • Biobauer Andreas sagt

        Liebe Vroni,
        darf ich zusätzlich zu Susanne antworten? Gerade im Biobereich haben wir sehr anspruchsvolle Kunden und daher begrüsse ich die Aufklärung von Bauer Willi auch.

        Jeder hätte gerne möglichst günstige Bioeier (19 ct bei Aldi) aber keiner will bei Bio Ställe mit 24.000 Hennen (was nicht unüblich ist).

        In kleinen Einheiten kostet mit Erzeugung und Vertrieb ein Bio-Ei eben ca. 40 ct.
        Was aber fast keiner (bezahlen) will, sind Preise für Biogeflügel.

        Daher wurden bei Bio die Bruderhähne auch 40 Jahre unbemerkt geschreddert. In Zuge von Tierwohl ändert es sich gerade. Unsere Kollegen lassen zu ihren 300 Bioland Hennen die Hähne aufziehen und haben sehr grosse Probleme diese überhaupt loszubekommen. Die grossen Erzeuger der Bruderhahn Initiative können die Hähne nur über Babykost Hersteller Holle/Hipp überhaupt loswerden. Mein Kollege schreibt „Wir verkaufen unsere Hühner für 7,50€/kg und die Bruderhähne für 9,90€/kg. Ohne Gewinnerzielungsabsicht müsste ein Bruderhahn aber ca. 17€/kg kosten – die Differenz versuchen wir über den Hänsel&Gretel Eiersoli in Höhe von 2 Cent zu erlösen.“

        Ähnlich sieht es bei Milch aus. Jeder will günstige Biomilch im Laden aber kaum einer isst das dazugehörige Biorindfleisch. Und so werden einfach 80% aller Bullenkälber von Biomilchviehhöfen in die konventionelle Mast verkauft und dort mit billigem konv. Milchaustauscher aufgezogen, Hauptsache man kann viel nachgefragte Biomilch abliefern.

        Fragt man Demeter oder Bioland nach Zahlen, stösst man auf Schweigen, dass an die Mafia erinnert (Omerta).

        Du hast vollkommen Rechtm wir brauchen Transparenz, wir müssen draufschreiben, was drin ist und wie es erzeugt wurde, wieviele Tiere wie gehalten werden. Und zu allererst müssen das die Bioverbände machen, denn sie haben den Anspruch, das bessere System zu ein.

        Daher setze ich mich für grundsätzliche Transparenz ein, egal bio oder konventionell.
        Gruss vom Biobauer Andreas

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        • Vroni sagt

          Liebe Brigitta vielen Dank für den Link und

          Lieber Andreas,

          vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Dann ist der hohe Preis für den Bruderhahn ja tatsächlich angemessen bzw. eigentlich zu niedrig und ich muss mir zumindest keine Gedanken machen, einen Nobel-Bio-Sonderaufschlag zu bezahlen, wenn wir uns mal so ein Hähnchen für fast 40 Euro leisten.

          Ich freue mich weiterhin auf erhellende Momente und Informationen und werde sicherlich auch noch die ein oder andere Frage stellen.

          Einen guten Start in die Woche!

          Viele Grüße,
          Vroni

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    • Krick sagt

      Und wer redet am Tag der Liebenden mit uns?

      Susanne, die meisten Direktvermarkter produzieren ja ohnehin nicht nur für den eigenen Hofladen, sondern auch für den Großhandel. Anders wären die Mengen ja gar nicht absetzbar. So kenne ich es zumindest aus meinem Umfeld. Das heißt, es sind identische Produkte, nur anders verpackt. Für den Verbraucher ist das leider meist nicht nachvollziehbar. Genau so wie das Markenprodukt und das No Name-Produkt häufug gleich sind. Also werde ich am Tag der Liebenden zwar mit euch nicht reden, aber eure Produkte werden bei mir auf dem Tisch stehen 🙂

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  12. Krick sagt

    Ist doch eigentlich ne gute Idee, z.B. mit der Familie mal einen Ausflug zu einem Direktvermarkter oder ins bauernhofcafe zu machen anstatt zum gelben M. und sich dann ein eigenes Bild zu machen. Als nicht mehr oder weniger sehe ich diese Aktion hier. Ein Weg von vielen in den Dialog. Und wer am nächsten Tag wieder im Discounter kauft, muss wahrlich auch kein schlechtes Gewissen haben. Aber vielleicht bringt man etwas mehr Wertschätzung gegenüber den Lebensmitteln auf.

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    • Bauer Willi sagt

      Bingo. Du hast es verstanden. Genau so. Ein EIGENES Bild machen. Den ganz persönlichen Dialog führen. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn er dann unter der Woche beim Discounter ans Nachdenken kommt…. Wäre ja nicht verkehrt!
      Bauer Willi

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  13. Ich versteh gar nicht, was das ganze Gehacke hier soll? Ziel ist doch, das Wissen, das während eines langen Weges bis zum Verbraucher verloren gegangen ist, wieder nachzuvollziehen und zu verbreiten. Und das kann man im Discounter nun mal nicht erfragen, vollkommen EGAL wie die Lebensmittel da sind oder eingeschätzt werden!!

    Wer also Gelegenheit hat, einen (irgendeinen!!) Landwirt direkt zu fragen, soll das doch tun – wozu heißt das Ganze denn bitte Frag Den Landwirt? Ob das nun im Hofladen passiert, oder auf dem Bauernmarkt, auf dem Feldweg oder weil man irgendwo ein Auto mit Bauernaufkleber sieht ist auch vollkommen egal, aber im Normalfall trifft man aufgrund der oben aufgemalten Kette beim Einkauf hochwertigster Spitzenprodukte im LEH nun mal keine Bauern die man fragen könnte?!

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  14. Jochen Böhrer sagt

    Nana.. Willi.. nicht so empfindlich. Wer sich mit Vornamen in die Öffemtlichkeit begibt, wird automatisch geduzt. Da hattest doch seither kein Problem damit. Soll aber nicht Thema meines Beitrags sein. Ich weiß nicht, wie es anderswo ist.. aber hier bei mir gibt es so gut wie keinen selbstschlachtenden Dorfmetzger mehr und nur noch ganz wenige Bäcker. Die Gründe bei den Metzgern sind bekannt.. obwohl sie wesentlich teurer waren als die Discounter und die Läden auch ganz gut liefen, haben sie die Kosten und Vorschriften und Gebühren an den Rand der Wirtschaftlichkeit gebracht.. Es ist halt ein Unterschied, ob man die aufwändigen EU-Vorschriften nun für 7 Schweine in der Woche einhalten muß oder für 700. Und ob man mit 5 Leuten Personal jetzt 7 Schweine und 1 Rind zerlegtm verwurstet und über dei Bedientheke reicht oder ob die gleiche Arbeit von 2 Leuten gemacht wird. Über die Qualität des Produktes sagt ein niedriger Preis nichts aus.. nur über die Effizienz der Produktion und der Vermarktung. Und die mit 700 Schlachtungen/Woche haben mittlerweile auch das Handtuch geworfen. Und das in einem Landkreis mit über 400000 Einwohnern und einer Bevölkerungsdichte von fast 500/quadratkilometer. Ähnlich mit den Bäckern. Es sind hauptsächlich nur noch größere Filialbäckereien. Angesichts der Preise sollte man meinen, die verdienen sich dumm und duppelig. SO sieht es in Wirklichkeit aus: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.insolvenzantrag-baecker-lang-kaempft-ums-ueberleben.b304ebdf-3373-4006-879b-b4c637200648.html Und in einen solches Haifischbecken sollen sich die Landwirte mit Hofläden stürzen? Sollen die 70 Mio von 80 Mio versorgen, denen selbst die handwerklichen Großbäcker noch zu teuer sind? Hier bei uns im Speckgürtel von Stuttgart stehen die Hofläden mittlerweile in Konkurrenz zueinander. Das Potential ist völlig ausgeschöpft und ich schätze ganz großzügig, dass sie zwischen 1 und 1,5% des Gesamtnahrungsmittelmarktes abdecken. Erfolgreich sind sie nur, indem Altenteiler und Kinder mitarbeiten.

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  15. ina müller sagt

    Lieber Willi, deinen heutigen apell an die Verbraucher verstehe ich nicht! Soll hier u.a. unterstellt werden, dass Wochenmarkt- oder Ab-Hofprodukte eine höhere Qualität aufweisen, als dieselben Produkte im LEH? Oder das regionaler Einkauf nachhaltiger als der Einkauf global gehandelten Produkten sei? Beides wäre falsch!
    Auch die Behauptung, das ein Einkauf beim Erzeuger weniger Treibhausgase erzeuge, kann so nicht stehen bleiben, bzw. ist wissenschaftlich längst widerlegt. Leider ist das Gegenteil der Fall ….
    Kritisch hinterfragen sollte man auch, für wieviel Landwirte tatsächlich eine hofverkauf lohnt?

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      • Ina müller sagt

        Hallo Willi, das habe ich schon verstanden nur habe ich die Angst, dass diese Landwirte nicht unbedingt die Masse der Betriebe repräsentieren, denen diese Internetseite ein Gesicht geben sollte? Auch habe ich die Angst, dass man keine Verlaufsform (regional, hofverkauf) bewerben sollte, die bei wissenschaftlicher Betrachtung die von dir unterstellten Vorteile nicht halten kann. Unschätzbar und nicht mit Geld zu bewerten dagegen ist der vertrauensbonus und der Dialog.

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  16. Lieber Willi,

    jetzt habe ich es satt!

    In jedem Supermarkt gibt es guenstige und gesunde Lebensmittel.
    Ich mache gern meine Tour durch den Supermarkt.
    Wir alle sollten froh sein, das sich Menschen, deren Geldbeutel nicht so dick ist,
    in jedem Supermarkt mit gesunden und guenstigen Lebensmitteln versorgen kann!

    Die Masse der Bauern erzeugt Lebensmittel in Massen, damit Massen von Menschen sich guenstig und gesund ernaehren koennen.

    Und damit Liebende sich am Valentinstag nicht nur ein paar Lebensmittel,
    sondern auch fuer Ihre Liebste noch ein paar Blumen leisten koennen.

    Mit massenhaften Gruessen
    Dirk Hesse

    0
    • Biobauer Andreas sagt

      Vielleicht ist es dich eine Alternative am Valentinstag die hoch mit Pestiziden belasteten Blumen wegzulassen (mal nachlesen und welche üblen Bedingungen Rosen angebaut werden http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/rosen-aus-kenia-ostafrikas-gefaehrliche-blueten-1939203.html )

      Und dann mal die hochverarbeiteten Supermarktangebote weglassen und stattdessen bei (Bio-)Bauer auf dem Markt regionales Gemüse, je nach Lust lecker Käse und meinetwegen ein hochwertiges kleines Stückchen Weiderind holen und dann für die Liebste daheim kochen…

      eben Klasse statt Masse
      so grüsst der Biobauer Andreas

      0
        • Biobauer Andreas sagt

          und die Erde ist eine Scheibe….
          doch wirklich eine absolut qualifizierte und wissenschaftlich belegte Quelle hast DU da gefunden, Scientologie, Zeugen Jehovas und IS argumentieren ähnlich fundiert. Dirk Hesse, das ist wirklich unter Deinem Niveau, wollen wir das Satz für Satz hier!! ausdiskutieren?

          0
          • Lieber Biobauer Andreas,

            vielen Dank, das Du so zielgenau auf das schmale Brett gesprungen bist!

            Und jetzt dreh Dich einmal rum,
            pruefe doch mal auf welchem Niveau sich Deine Aussagen befanden,
            vor allem in Ihrer Generalitaet?
            Berater Dirk

            0
          • Biobauer Andreas sagt

            Dirk Hesse, die Aussage wie kritisch konv. Rosenanbau im Ausland ist, bleibt unbestreitbar gültig und anstatt Rosen und – je nach Geldbeutel, die Liebste zum Edelitaliener oder in die Pizz-Pozzerei um die Ecke – einzuladen, halte ich auch die Idee mal regional hochwertig zu kochen für charmant.

            Und darin eine Generalität zu sehen ist: engstirnig.

            Weite Deinen Horizont, rät dem Berater Dirk der Biobauer Andreas und das kostenlos!

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          • Lieber Biobauer Andreas,

            ich habe bereits vor langer Zeit meinen Horizont so erweitert,

            das ich Biobauern die Nutztiere halten helfen kann,

            dank den 1,5 Seiten Ausnahmeregelungen in der EU-Oekoverordnung,

            mit Ihrer BioTierHaltung Geld zu verdienen,

            da sie ansonsten (Infolge massiver Gesundheitsprobleme und Tierverluste)
            keine Chance haetten in Deutschland fuer Deutsche Bio-Kunden zu produzieren.
            Berater Dirk

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          • Biobauer Andreas sagt

            Also ein Werbestratege bist Du Dirk Hesse wohl sicher nicht, Du gibst hier deine Beraterseite als Link an und kommst mit einem sehr seltsamen Humor, den ich nicht verstehen mag, bzgl. der Urgeschmack Seite daher. Wenn es ernst gemeint war, noch schlimmer!

            Und jetzt behauptest Du, ohne Deine Beratung, bzw. ohne Ausnahmen von der EU BIO, (auf welchen Punkt sich Deine Aussage bezieht, bleibt unklar!) könnten Bio Tierhalter kein Geld verdienen, hätten Biotierhalter massive Gesundheistprobleme (die Halter oder die Tiere?) und signifikant mehr Verluste als konv. Bauern?

            Da hätte ich gerne, wenn ich das wünschen darf, fundierte wissenschaftliche Quellen im Bereich Rinderhaltung!

            Wieder rate ich Dir kostenlos: höre auf billig zu pauschalieren, den Rat weniger überheblich zu sein, kann ich mir wohl sparen.

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      • Im text zur Sendung kann ich leider keine Bestaetigung fuer „genau so ist es“ finden.

        Im Uberigen:
        Der Preis von 2,49€ sagt mir genauso wenig wie 1.700Tonnen Antibiotika.
        Da muesste ich erst mal wissen, wie hoch die Produktionskosten fuer den Haehnchenhalter waren?
        Und damit ist die Aussage von Willi fuer mich leider genauso wertlos, um nicht zu schreiben haltlos, wie die zu 1.700 Tonnen Antibiotika!
        Gruss
        Berater Dirk

        0
  17. Müller Renate sagt

    Wer berufstätig ist kann allerdings seine Bedarf nicht ausschliesslich bei Direktvermarktern decken.
    Meine Kartoffeln und Eier kaufe ich beim Direktvermarkter, da er rund um die Uhr geöffnet hat und gerade auf meiner Strecke liegt.
    Für alles andere bin ich sehr froh, dass ich im Disounter einkaufen kann, der für mich günstig in der Mittagspause erreichbar ist.

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    • Bauer Willi sagt

      Liebe Renate, dann verpasst Du aber den Dialog (zwei Menschen unterhalten sich). Oder frag mal die Dame an der Kasse beim Discounter, wo die Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden. Du wirst in ein verständnisloses Gesicht blicken. Ist denn auch kein Bäcker/Metzger in der Nähe? Nicht mal für einen Tag? Das wäre schade….
      Bauer Willi

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      • Lieber Willi,
        wenn ich die freundliche Dame morgen beim Baecker frage,
        ob Sie mir sagen kann
        auf welchem Feld der Weizen fuer das Broetchen angebaut wurde,
        was glaubst haben wir dann fuer einen Dialog?
        Gruss Dirk

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        • Bauer Willi sagt

          Sehr geehrter Herr Hesse
          1. kann ich mich nicht erinnern, dass ich Ihnen das „Du“ angeboten habe
          2. haben Sie natürlich recht, dass die Verkäuferin nicht weiß, wo der Weizen gewachsen ist. Sie weiß aber wie die Brötchen gemacht wurden, zumindest wenn es ein Handwerks-Bäcker ist.
          Was aber bei mir ankommt, ist dass Sie den ständigen Versuch unternehmen, mich zu provozieren. Da muss ich Sie enttäuschen. Sollten Sie jedoch sachliche Themen ansprechen, werde ich mir gerne weiter mit Ihnen unterhalten wollen. Diese Form und der Stil des Dialogs gefällt mir nicht.
          Bauer Willi

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      • Müller Renate sagt

        Lieber Willi, darum geht es doch gar nicht. Natürlich ist auch ein Bäcker oder ein Metzger in der Nähe. Dort kaufe ich auch gerne ein.
        Aber da ich berufstätig bin, bin ich einfach froh, dass ich im Discounter oder im größeren Supermarkt alles an einem Platz kaufen kann. Dazu nutze ich sehr gerne meine Mittagspause um abends dafür mehr Zeit für meine Kinder zu haben.
        Würde ich meinen kompletten Bedarf über den Direktvermarkter, Wochenmarkt usw. decken müssen, dann wäre ich grob überschlagen jeden Tag unterwegs und hätte ca. 200 km auf dem Tacho.

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  18. Biobauer Andreas sagt

    Lieber Willi,
    ich werde ja doch noch ein grosser Fan Deiner Ideen. Ich informiere meine Bio Kollegen, wir direktvermarktenden Bauern im Landkreis Waldshut haben sich nämlich in einem eigenen Verein organisiert http://www.bio-wt.de und ich denke, alle werden mitmachen!
    Vielleicht schafft ihr es bis nächste Woche noch einen Flyer zu machen?

    So ich muss ins Bett, morgen früh raus, erst den Schnee im Hof freiräumen, damit ich mit den Hänger auf den Markt fahren kann, zuvor werden die Tiere im Stall versorgt und danach die Kunden auf dem Markt
    Biobauer Andreas

    0
    • Bauer Willi sagt

      Das mit dem Flyer ist keine schlechte Idee. Können wir aber nur online stellen mangels Finanzierung. Dann kann es sich aber jeder selbst ausdrucken. Danke, auch dass Du die Idee gut findest. Was meinst Du, sollen wir auch die Bioverbände anschreiben? Oder kannst Du das für uns machen? Mail mit Verknüpfung, ist ja heute relativ einfach.
      Bauer Willi

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