Ich gebe zu, dass ich von Mooren keine Ahnung habe. Ich lese aber immer wieder, dass die Vernässung von Mooren im Sinne des Klimaschutzes ist. Deshalb hat die Bundesregierung ein Programm aufgestellt, in dem 1,75 Milliarden € für die Vernässung von 90.000 ha Moorflächen bereitgestellt werden. Dies entspricht einer Fläche von 30 x 30 km. Aktuell liegt die jährliche durchschnittliche Vernässungsrate bei 2.000 Hektar
https://www.bundesumweltministerium.de/pressemitteilung/neues-foerderprogramm-leitet-trendwende-ein-im-umgang-mit-mooren-in-deutschland
Im nachfolgenden Artikel wird erläutert, dass die Flächen weiter bewirtschaftet werden können. Als alternative Nutzung werden Paludi-Kulturen genannt oder die Haltung von Wasserbüffeln mit dem Verkauf des Fleisches.
Hier ein Zitat aus dem Artikel: „Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer lobt das Konzept von „Klimaschutz als Geschäftsmodell“: „Sei es der Anbau von Schilf als Baustoff für Dächer oder Fleisch aus der Haltung von Wasserbüffeln – hier liegen neue Einkommenschancen für unsere Höfe. Auch innovative Nutzungsformen wie Moor-Photovoltaik sind möglich.“
Aus Rainer Sicht ganz wichtig: „Moorschutz geht nur gemeinsam mit den Betrieben. Daher sehe ich es als Aufgabe der Politik, Angebote zu machen, mit denen sich Klimaschutz für die Landwirte rechnet. Genau dafür steht die Palu-Förderrichtlinie. Attraktiver, freiwilliger Moorbodenschutz, der sich am Ende auf dem Betriebskonto bemerkbar macht.“
Meine Frage: Wie soll das in der Praxis funktionieren? Wenn ein Landwirt freiwillig mit 10 Hektar teilnehmen wird, so lässt sich diese Fläche ja kaum vernässen, ohne dass die Nachbarflächen auch beeinflusst werden.
Übrigens: wenn man 1.750.000.000 durch 90.000 teilt erhält man 19.444…


Wiedervernässung sieht zwar schön aus,
ist aber fürs Klima erstmal kontraproduktiv
wegen Methan.
Das Moor schluckt CO2 ja auch nicht aus dem Stehgreif.
Es lagert natürlich wie alle Naturflächen
weniger CO2 pro Jahr aus der Atmosphäre ein
wie ein normal bewirtschafteter konventioneller Acker.
Mit dem zusätzlichen Methan würde das wiedervernässte Moor
zum Klimakiller.
Weltweit, vor allem in den Tropen,
nimmt die vermoorte Fläche eher zu.
Genau das verschlechtert die Methanbilanz.
Für die Treibhausgas Freisetzung relevant ist aber eine zu tiefe
Entwässerung, um die volle Befahrbarkeit sicherzustellen.
Damit werden dort vorhandene tiefe Humusschichten
der Demineralisation ausgesetzt.
Das setzt CO2 frei.
Für das Klima wäre es am besten,
den Grundwasserspiegel moderat anzuheben,
bis man gerade noch normal wirtschaften kann.
Weniger CO2 aus dem Untergrund,
aber die absolut klimapositiven Effekte
einer leistungsfähigen Landwirtschaft obendrauf.
Auf einer Fläche die mit sowas beaufschlagt wird, würde ich keinen Finger mehr rühren.
Das mit Paludi Kulturen wird das gleiche Nullsummenspiel wie man es schon x-mal gesehen
hat. Die Module auf den Dächern die über den Eigenverbrauch hinausgehen sind jetzt ???
Wir hatten ein Abgeordneten der hat seine hochgeschätzte Braunviehmilchkuhherde
im Zeitraum der Kontigentierung gegen eine Mutterkuhherde von der Insel getauscht,weil
er keine Melker mehr bezahlen wollte. In einer Diskussion wegen der Fleischpreise bezeichnete er Fleckviehbullen sals künftiges Hundefutter. Seine Herde wurde Jahre später
als eine der ersten gekeult (BSE).
Hier ist sehr gut erklärt, womit man als Bauer im Zuge der renaturierung rechnen muss:
https://stmk.lko.at/renaturierung-fragen-und-antworten+2400+4062937
Kann die Umsetzung freiwillig erfolgen oder wird sie verpflichtend vorgeschrieben?
In der Verordnung ist nicht festgehalten, dass die Maßnahmen auf freiwilliger Basis erfolgen sollen und dass allfällige Einbußen, Bewirtschaftungseinschränkungen etc. auch entschädigt werden müssen. Eine Ausnahme stellt hier das Thema der Wiedervernässung von landwirtschaftlichen Nutzflächen dar. Hier ist die Freiwilligkeit verankert. Werden bestimmte Maßnahmen zur Erreichung der Ziele nicht gesetzt, könnten sie allerdings zukünftig als Grundvoraussetzung für den Erhalt von Fördermitteln jeglicher Art vorgeschrieben und damit Teil der sogenannten Glöz-Bestimmungen in der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) werden.
Müssen Wälder außer Nutzung gestellt werden?
Die Mitgliedsstaaten können einen bestimmten Totholzanteil für manche Regionen oder Waldgesellschaften in ihren Wiederherstellungsplänen vorschreiben. Es können aber auch andere Maßnahmen gewählt werden. Beispielsweise soll die Maßnahme „Entstehung heimischer Altwälder und reifer Bestände durch die Aufgabe der Holzernte“ umgesetzt werden. De facto heißt das, dass in bestimmten Regionen der Staat Österreich einen hohen Totholzanteil sicherstellen muss.
Drohen Flächenstilllegungen oder Enteignungen?
Es ist keine automatische Enteignung zur Erreichung der Zielvorgaben vorgesehen. In der Verordnung ist nicht festgehalten, dass die Maßnahmen auf freiwilliger Basis erfolgen sollen und dass allfällige Einbußen, Bewirtschaftungseinschränkungen etc. auch entschädigt werden müssen. Eine Ausnahme stellt hier das Thema der Wiedervernässung dar. Eines der Ziele in der Verordnung ist, dass Landschaftsteile, die bisher produktiv genutzt werden, künftig anders oder gar nicht genutzt beziehungsweise bewirtschaftet werden. Die Summe der Maßnahmen könnte je nach Ausgestaltung des nationalen Plans eine sehr große Einschränkung für einen Land- und Forstbetrieb bedeuten.
Meiner Meinung nach gibt es noch einen Aspekt zu betrachten der hier noch nicht angesprochen wurde.
In den zukünftig wieder Vernässten Gebieten wird man über kurz oder lang wieder Bekanntschaft mit der Malaria machen.
War in Deutschland vor dem Trockenlegen der Moore durchaus Heimisch. Wenn dann die „neuen“ Moore auf die höheren Temperaturen treffen dürfte das ein Paradies der Insekten sein.
Siehe den alt Armen am Rhein oder die Übergangsflächen am Chiemsee um mal 2 Beispiele zu nennen.
Hier noch was zur Info:
https://background.tagesspiegel.de/agrar-und-ernaehrung/briefing/agora-agrar-beziffert-uebergangspraemien-fuer-die-wiedervernaessung-von-mooren
Danke. Hier der Link mit der Empfehlung von Agora Agrar: Finanzieller Ausgleich zwischen 800 bis 2.000 € pro Hektar und Jahr für Vernässung.
https://www.agora-agrar.de/aktuelles/studie-beziffert-kosten-fuer-wiedervernaessungspraemien-in-den-fuenf-moorreichsten-bundeslaendern
Ja, stimmt: Natürlich werden Nachbarhöfe mit vernässt, die gar nicht am Moorprogrammn teilnehmen. Und: Nach der Vernässung geht der CO2-Ausstoß zwar schlagartig zurück, aber andererseits steigt der Methan-Ausstoß sprunghaft an. Das Thema ist nicht so einfach, wie es gerne dargestellt wird.
https://open.spotify.com/episode/5r3UdJlI8lfcvl3AwVrygc?si=2aa40b094eb24a0d
Aber wenn man schon immer gesagt hat, dass Reisfelder Methan ausstoßen, warum sollten das auch Torfmoore nicht tun?
Es wird von irgendwelchen Gescheitlingen alles kompliziert, dabei ist es einfach: Seit 200 Jahren geht man der Erde an die Substanz, indem man Energie, die in Millionen Jahren angesammelt wurde, in einer Geschwindigkeit freisetzt, die im erdgeschichtlichen Zeitraffer sich wie eine gewaltige Explosion ausnimmt, welche die Klimaabläufe hoffnungslos destabilisiert. Wenn man das nicht mehr will, muss man diese Explosion stoppen. Punkt.
Die Prozesse der Biosphäre soll man in diesem Zusammenhang einfach in Ruhe lassen, das ist doch eine ganz andere Baustelle! Diejenigen, die Moore wiedervernässen wollen, hätten das auch gewollt, wenn es keinen anthropogenen Klimawandel gäbe. Deren Ideal ist eine menschenleere Wildnis, in der nur sie sich exklusiv aufhalten dürfen – mit irgendwelchen Forschungstools und Proviant aus dem städtischen Bioladen.
https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/umwelt/satellitendaten-zeigen-die-zehn-groessten-methanquelle-der-welt-13379847/bild
Deutschland ist, wie so häufig die dominierende Quelle mit dem größten Minderungseffekt…augenscheinlich….für Blinde jedenfalls sichtbar.
Hab mich mit diesen Renaturierungsfritzen immer wieder auseinandergesetzt:
Die Staaten müssen im September ihre Projekte der EU melden. Und wer dann in so einem Projektgebiet liegt, der muss mitmachen, ob Förderungsnehmer oder nicht, Profi oder Hobbylandwirt. Es gilt Verschlechterungsverbot, dass heißt, jegliche Intensivierung ist verboten, Extensivierung vorgeschrieben. Das geht so weit, dass ich als Hobbylandwirtin ohne Förderungen mit 4 ha Extensivfläche fragen gehen muss, ob ich ein Wiesenstück umgraben und einen Erdäpfelacker anlegen darf. Da wird dann behördlich vorgeschrieben, ob und vor allem wo ich umgraben darf, damit die vorhandene Biodiversität erhalten bleibt bzw. im Idealfall noch verbessert wird. Und es wäre nicht klug, das ohne fragen zu tun, höre ich, denn ab Projektbegonn werde auch ich vom Satelliten überwacht.
Daher wird den Bauern geraten, sich schon im Vorfeld in diese Planungen einzubringen und freiwillig geeignete Vorschläge zu machen, damit nicht nachher über sie drübergefahren wird.
Die wenigsten Bauern habe sich berufen gesehen, den Initiatoren des Gesetzes, die sich gegen die Bauern durchgesetzt haben, zu erklären, wie das jetzt gehen soll. Aber hier sind die Berichte der Bauern, die in Österreich bei den Planungsarbeiten mitgemacht haben und, wie man sagt, modellhaft gezeigt haben, wie es gehen kann:
https://www.youtube.com/watch?v=uLLBjn5VED8
Mit der Freiwilligkeit wird also herumgeeiert:
In Österreich heißt es auf Nachfrage:
1) Die meisten Bauern sind schon jetzt mit irgendeiner Fläche im ÖPUL drinnen, weil das gefördert wird. Also sind wir zuversichtlich, dass auch bei der Renaturierungsplanung genügend Bauern freiwillig mitmachen werden.
Und wenn nicht?
2) Die Fördergelder (weniger als bisher!) werden ja demnächst neu verteilt, und da werden halt denen, die nicht mitmachen, die Förderungen gestrichen, denn die Gesellschaft ist nicht mehr bereit, die reine Lebensmittelproduktion zu fördern, sondern nur noch die ökologischen Leistungen. Das Renaturierungsgesetz war ja der Wunsch der gesellschaftlichen Mehrheit.
https://www.youtube.com/watch?v=2Jd9TrHG7BU
Hab gefragt, ob ich als Hobbybäuerin ohne Gewinn, aber bisher auch ohne Förderungen finanziell unterstützt werde, wenn ich in einem Projektgebiet zu liegen komme und Auflagen zu erfüllen habe.
Antwort: von Staat und EU nicht, aber ich kann ja private Naturschutzvereine fragen, die haben oft für sowas Geld übrig.
Und was ist, wenn ich alt bin, die Arbeit nicht mehr leisten kann und die Fläche mit den vielen Arbeitsauflagen mir auch niemand freiwillig abkauft?
Antwort: Kein Problem, dann soll ich die Fläche einfach verwildern lassen, das ist jederzeit erlaubt bzw. als Idealfall sogar erwünscht.
Eine naive Frage in die Runde:
Wird bei einer Wiedervernässung von Mooren nicht erst einmal das Klima stärker belastet?
Organische Masse unter Luftabschluss produziert Methan, dass ja bekanntermaßen zwar eine kürzere Haltbarkeit in der Atmosphäre hat, aber stärker klimaverändernd Wirkung hat.
Wäre es dann nicht sinnvoller die trockengelegten Moore intensiv zu nutzen, um dann die gewonnene Biomasse zu ernten, zu verwerten um CO2 zu binden?
Die Menschheit hat scheinbar das Bestreben das Rad immer wieder neu zu erfinden und mit dem Diskutieren immer wieder vorne anzufangen.
Eine Antwort gibt’s hier:
https://eike-klima-energie.eu/2023/02/27/renaturierung-wiedervernaessung-meliorierter-moore-ein-kontraproduktives-klimaschutz-narrativ/
Einen ähnlichen Artikel hat der Autor auch schon 2013 veröffentlicht!
https://www.gruenlandzentrum.org/https-www-gruenlandzentrum-org-wp-content-uploads-2022-10-faktencheck_digital-2-pdf/
guckst du……
JD: Wiederhole mich! Einfach mal die Dtudie von Dr.agr.Chudy lesen( mein Literaturhinweis weiter unten)! Da gibt‘s viele Antworten zum Thema an sich!
Bei uns im Landkreis war schon davon die Rede das für den
Moorschutz 5 – 7 neue Verwaltungsstellen
geschaffen werden sollen .
Ich denke das erklärt schon fast alles !
@SS, ganz ähnlich geht es mit der verbreiteten Wiederansiedelung des Bibers?!?
Sie sagen, der Biber ist eine Schlüsselart bei der Renaturierung. Wo der Vorrang hat, funktioniert die Vernässung ganz von selber.
Die Trockenlegung von Mooren und Sümpfen zählt zu den großen Kulturleistungen des Menschen. Nun soll das Rad der Geschichte wieder zurückgedreht werden. „Moorwiedervernässung“ lautet der Schlachtruf. Dabei geht es nur darum, wie viele Tonnen CO2 man „einsparen“ kann, um die Welt vor dem von den Klimajüngern beschworenen Hitzetod der Erde zu bewahren.
Erst im Zuge großer Meliorationskampagnen, die bis ins 20. Jahrhundert andauerten, gelang es, viele Sumpf- und Moorgebiete urbar zu machen, um dort zumindest Weidewirtschaft zu betreiben. Die Trockenlegung von Mooren und Sümpfen zählt zu den großen Kulturleistungen des Menschen in allen Teilen der Welt. Erst im Zuge großer Meliorationskampagnen, die bis ins 20. Jahrhundert andauerten, gelang es, viele Sumpf- und Moorgebiete urbar zu machen, um dort zumindest Weidewirtschaft zu betreiben. Die Trockenlegung von Mooren und Sümpfen zählt zu den großen Kulturleistungen des Menschen in allen Teilen der Welt.
Das viel kritisierte „Klima-Urteil“ des Bundesverfassungsgerichtes machte sich ein unwahrscheinliches Katastrophen-Szenario des IPCC („Weltklimarat“) zu eigen und ging von einer Erwärmung von über drei Grad Celsius bis ins Jahr 2100 als „wahrscheinlich“ aus. Jetzt kassierten 44 Autoren des IPCC das Extrem-Szenario (RCP-Szenarios 8.5). Die Klima-Vorgaben des BVerfG sind damit ebenfalls unglaubwürdig.
Bei uns soll das Moor wiedervernässt werden und in anderen Ländern der Erde wird dafür Wald gerodet und die Moore entwässert um diese Flächen zu ersetzen. Was ist da schon gross gewonnen. Auch hier wird nicht bis zum Ende gedacht. Ganz in der Nähe wurde bereits eine grössere Moorfläche wiedervernässt. Was man (die Damen und Herren der Wissenschaft! die Anwohner warnten genau vor diesen Folgen) dabei nicht bedacht hatte, Moore die bereits mit Wasser gefüllt sind nehmen nur noch begrenzt Wasser auf wenn es stark regnet. Ist das nicht überraschend? So kam es wie es kommen musste. Millionenschäden in den Anwohnerhäusern da das Moor mehrmals bei Regen unglaubliche Wassermengen ausspuckte die alles überschwemmten. Ich kenne das auch von unserer Filze. Wenn es tagelang regnet beginnt die auf einmal riesige Wassermengen auszuspucken und dann sind die tiefen Keller voll. Jetzt wills jedenfalls auf einmal keiner gewesen sein und man versucht irgendwie das Wasserproblem zu lösen indem man es für viel Geld eindeicht.
@SS, ganz ähnlich geht es mit der verbreiteten Wiederansiedelung des Bibers?!?
Das Thema Klimakatastrophe ist erledigt
Das Argument, dass wir auf eine Klimakatastrophe zusteuern, wenn wir nicht gegensteuern ( mit Deindustrialisierung und Wohlstandsverlust), zieht nicht mehr. Damit ist das Fundament für die Moorvernässung mit Belastung von Landwirtschaft und Steuerzahler auch erledigt. Wer weiter Moorvernässung zum Klimaschutz fordert, hat nicht mitbekommen, dass selbst der Weltklimarat IPCC das Thema Klimakrise abgeblasen hat und nur noch mit höchstens 1 Grad mehr bis Ende des Jahrhunderts rechnet. Deshalb hat auch die US-Umweltbehörde EPA CO2 von einer Klimagefährdung freigesprochen.
Zum Nachlesen (Beitrag von Prof. Vahrenholt von heute in den Klimanachrichten)
https://klimanachrichten.de/
Fritz Vahrenholt: Der Weltklimarat sagt, die Klimakatastrophe findet nicht statt
@Ludger Laurenz
Auch wenn ich dafür jetzt gesteinigt werde: ich halte Ihre Aussagen für gewagt. Eine Veränderung des Klimas stellt wohl jeder fest. Die Zahlen der Wetterstationen zeigen eine schnelle Erwärmung. Ein Zusammenhang mit der Industrialisierung liegt sehr nahe. Ein weiterer Anstieg der Temperaturen wäre für bestimmte Regionen auf der Welt sehr kritisch zu sehen.
Ich stimme Ihnen zu, dass der Begriff „Katastrophe“ nicht dazu angetan ist, etwas zu ändern. In eine Katastrophe kann man sich nur ergeben. Ich halte es aber für sinnvoll, alles zu tun, auf das sich verändernde Klima angemessen (!) zu reagieren.
Ich leugne nicht die Klimaerwärmung. Die aktuelle Warmphase ist global als auch in Deutschland nicht ungewöhnlich. In den letzten 10000 Jahren waren die Alpen schon 7 x praktisch eisfrei. Die aktuelle Erwärmung in Europa kann ich ebenso gut mit natürlichen Ozean- und Sonnenzyklen erklären. Hinzu kommt der anthropogen verursachte städtische Heizeffekt, der nichts mit CO2 zu tun hat. Eine Verdoppelung der CO2-Konzentration ist keine Katastrophe, mögliche Nachteile werden durch Vorteile wie global! höhere Ernteerträge ausgeglichen.
Nein. Die aktuellen Temperaturen lassen sich nicht mit natürlichen Schwankungen erklären. Maßgeblich sind die steigenden Temperaturen der Ozeanoberfläche.
Warum organisieren sie dann eine Reise mit Farm Tours?
Ich verstehe diese Ideologie schon lange nicht mehr. Das IPPC , also die UNO-Organisation hat die Klimakatastrophe wegen übertriebener und falschen Ansätzen der Berechnungen abgesagt. Zu viele Wissenschaftler haben die Berechnungen oder auch Wunschvorstellungen
als ohne Grundlage widerlegt. Deshalb heute erheblich weniger gefährlich eingeschätzt . Jetzt soll die Temperatur nicht mehr um 6/8 Grad steigen , sondern max. um um 2/3 Grad in 100 Jahren. Federführend für die früheren Annahmen war wohl das Potsdam-Institut in Berlin. Als ich deren Aussagen vor vielen Jahren im Fernsehen hörte habe ich den Fernseher abgestellt , da mehr Wunschdenken und Ideologie .Auch passt das nicht mit meinen Wetteraufzeichnungen seit 1970 zusammen. Genaueres ist heute im TE-Wecker und Kontrafunk zu hören. Inzwischen ist auch die CO2 -Geschichte wegen neuen Erkenntnissen auf realistischen Ebenen gelandet. Damit müßen in der EU und Deutschland alle Gesetze und Verordnungen , sowie das Grundgesetz wieder auf die Realität zurückgeführt werden !
Ideologie und Panikmache war gestern , Realität ist heute ! Heizungsgesetz , CO2-Steuern und vieles mehr ist abzuschaffen !
Für mich absoluter Schwachsinn, diese Moorwiedervernässung in vielen Gebieten( von Ausnahmen abgesehen)! Ich erinnere an an ein Gutachten von Dr.agr.Chudy( denke BW hat diese mal gelesen?). Leider ist er voriges Jahr verstorben…Wenn ich bedenke, das wir zu DDR -Zeiten mit Meliorationsmassnahmen solche Flächen urbar gemacht haben( Wische u.a.),und das mit Investionen in Größenordnungen,habe ich mit solchen landwirtschaftlich unsinnigen Entwicklungen Riesenprobleme! Viele Bauern nutzen ja solche Flächen als LN, Weidefläche etc. Auch das unser thueringer „tapferes Schneiderlein“, heute Umweltminister Schneider solche Fehlentwicklungen unterstützt, zeugt von wenig Fachwissen! Woher auch? Das der LW-Minister das auch als eine positive Entwicklung sieht, ist auch nicht im Sinne einer stabilen Entwicklung unserer momentan stark gebeutelten LW…
@CB
Ich bewirtschafte meinen Betrieb in einer Wische. Ja, in den 50/60er Jahren sind erhebliche Entwässerungsvorhaben realisiert worden. Heute haben viele dieser Gräben fast keine Funktion mehr. Sie entziehen dem Boden das Wasser weil die Wehre nicht mehr funktionieren. Hier ist mittlerweile eher die Wasserknappheit als der Überschuss das Problem. Die Unterhaltung der Gräben wird zu teuer, sodass die beteiligten Institutionen darüber nachdenken, Gräben in erheblichem Umfang sich selbst zu überlassen. Ich habe nun damit begonnen, einige Teilstücke zu verfüllen, bevor sie komplett verstrauchen und aus der Nutzung fallen. Die Zeiten ändern sich und damit wohl auch die Bedingungen, unter denen man wirtschaften muss.
Wir bewirtschaften unser Grünland komplett auf Niedermoor; mit teilweise Moormächtigkeiten von bis zu 12 m. Auch wir hatten Ende der 70iger, Anfang der 80iger eine intensive Komplexmelioration au ca 2000 ha mit den erwähnten Begleiterscheinungen. Degradierung hoch 10.
In Zusammenarbeit mit dem zuständigen Wasser-und Bodenverband , der finanziellen Förderung durch das Land Brandenburg und der Einigkeit der bewirtschaftenden Betriebe, haben wir ab 2006 angefangen, die Staue instandzusetzen, und viele neue Staue gebaut um das Wasser in der Landschaft zuhalten. Die erhoffte Wirkung kam so nach 10 Jahren.
Wir fahren seit Jahren Wasserstände von teilweise 20-30 cm unter Flur was bei Anpassung der Grassorten und ein wenig Umstellung der Technik auch eine Bewirtschaftung für Milchviehbetriebe ermöglicht. Wassermangel ist seit dem die absolute Ausnahme.
So sieht für mich aktiver Moorschutz aus.
Alles was darüber hinaus geht, kann man vielleicht kleinteilig-punktuell machen.
Großflächige Vernässungen sind aus meiner eine der weiteren Utopien, welche die Politik aufgesessen ist.
-Komplette Überstauung macht das Land wertlos für die Landwirtschaft.
-Erhöhte Methanwerte über Jahre
-Unerwünschte Nebenwirkungen auf die vorhandene Infrastruktur weil so ein Moorkörper eben unberechenbar ist.
– Freiwilligkeit(welche ja propagiert wird) wird grandios scheitern(Alternative Enteignung)
-Paludikultur ist der grüne Wasserstoff der Landwirtschaft; auf längere Zeit nicht marktfähig.
-Büffelfleisch und Moor-PV sind das E-Auto der Landwirtschaft; da wo es hin passt kann es funktionieren, aber nie flächendübergreifend.
Lasst uns doch einfach das verbessernde,praktikable möglich machen, bevor wir Maximalziele auf Teufel komm raus mit Geld was wir nicht haben zum Fenster raus werfen.
Hier ist die komplette Studie hinterlegt…
Eike Klima…
Renaturierung (Wiedervernässung) meliorierter Moore – ein kontraproduktives „Klimaschutz“-Narrativ
Gepostet von Admin | Feb. 27, 2023 | Klima | 7
Ich sitze hier selber mit 60 ha Moor…und die Sache mit der Vernässung trifft mich ziemlich. zum Glück bin ich alt…kann dann den Laden zumachen und gucken was passiert. Das ist aber bestimmt nicht im Sinne meiner Vorfahren gewesen.
was man ehrlcherweise sagen muss…seit ich mich erinnern kann…ca 50 Jahre…ist das Moor doch ganz schön zusammengegangen. die Tonrohre die mein Opa zum entwässern/trockenlegen eingebudelt hat(ca. 1meter tief)….habe ich nun oft in den erntemaschinen….soweit ist das Moor weg….
aber wie eben schon gesagt wurde….staut man die Gräben auf, dann funktionieren hier schon die Kläranlagen der Häuser nicht mehr, weil das Wasser dann REIN…und nicht rausläuft. des weiteren habe ich noch kein Wasser gefunden, was bergauf läuft. wir haben hier ca. 0Meter NN….aber schon 10 Kilometer weiter liegen die Betriebe bei über 5 Meter höhe….
zu den Paludikulturen….da muss doch erstmal ein Markt für gefunden werden…
Wasserbüffel und das Fleisch verkaufen?..
ob das zur Einkaufsmentalität meiner Mitbürger passt?
Wir hatte neulich eine Versammlung zu dem Thema eben von den Drehstulakrobaten ausgeführt/angeleiert.
Die Aussagen:
Moorvernässung wird im Grundbuch eingetragen (keine Ahnung warum)
Macht mit…dann dürft ihr noch etwas dazu sagen beim gestalten, sonst wird euch alles übergestülpt
was ausserdem an einem tollen Projekt in der Nähe von Aurich gezeigt wurde…rund um die ca. 100 ha vernässten Böden wurde auch gleich noch eben ein Vogelschutzgebiet umzugebastelt….was DAS für das Grünland heisst brauch ich hier wohl niemandem zu sagen
Grundbucheintragung soll vermutlich eine ähnliche Funktion wie die Sprengung der Kraftwerke haben: daß bloß ja keiner auf die Idee kommt, diese überaus weisen Maßnahmen rückgängig zu machen!
Jepp, und man verringert dadurch den Wert der Fläche, was die Spaßkassen freuen wird. Zudem haben andere Emitenten später das Nachsehen, weil ihnen eine höherwertige Naturschutzfläche gegenüberstehen kann.
„Die untere Naturschutzbehörde kann nur beschränkte persönliche Dienstbarkeiten und Reallasten akzeptieren, die in Abteilung III (Grundschulden, Hypotheken) an erster Rangstelle im Grundbuch eingetragen sind. “
Tja, damit ist dann der erste Platz schon mal besetzt. Der Staat ist Eigentümer und der Landwirt lediglich „Be-Nutzer“ der Flächen. Das wird immer deutlicher.
Ich hatte den Beitrag ja schon einmal verlinkt, ist aber nicht so wirklich wahrgenommen worden.
https://youtu.be/4pi2DfE6gIE?is=oXxcqPdgn9U5aeuC
Wenn wir uns dazu hinreißen lassen, unser Land vor dem bösen Russen zu sichern, dann sollen Moore die russischen Panzer aufhalten. Daraus hat sogar der NABU eine gute Idee gemacht. So könnte mehr Geld ins System, Deutschland wäre resilienter aufgestellt, die Bauern könnten Geld generieren, die Natur eäre wieder intakt, und die russischen Drohnen könnten tolle Landschaftsaufnahmen machen…..kannste dir noch ausdenken.
@R.S,
Ich habe erst einmal geschaut, ob das kein Aprilscherz war. War es nicht…
Kein Aprilscherz. Bei der Entwicklung des Kpz Leopard war auch die Fähigkeit Wälder nicht nur auf Wege zu durchqueren (Ardennen 2. WK) ein Prüfkriterium. Habe selber ausgewachsene Eichen mit Kpz Leo gefällt.
Das aufhalten durch Moor hingegen klappt sehr gut (einschließlich ebenerdiges aussteigen aus dem Turm).
1,75 Mrd, Euro? hier,xxx Mrd Euro da.
Politiker können nicht NEIN sagen. Ihr Selbstverständnis besteht darin, „Wohltaten“ zu versprechen und „fremdes“ Geld zu verteilen. Das ist ihr und unser aller Problem.
Nicht nur die Nachbarflächen werden beeinflusst, auch Siedlungen als Oberlieger von vernässten Gebieten . Da faulen Häuser von unten weg.
Das merkst natürlich nicht als Drehstuhlpilot im
Ministerium in Berlin.