Bauer Willi
Kommentare 84

12 Ergebnisse beim Agrargipfel?

Auf der Seite des BMEL wurden 12 Ergebnisse des Agrargipfels vom 2.12.2019 veröffentlicht. Hier nachzulesen:

https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/2019/244-landwirtschaftsdialog.html

Es scheint mir so, als wären manche Punkte schon vor der Veranstaltung geschrieben worden. Ich habe mir die Punkte mal im Einzelnen angesehen und meinen Senf dazugegeben. Was zum Schluss übrigbleibt, ist recht wenig.

  • Einrichtung einer „Zukunftskommission Landwirtschaft“, die unter Einbindung von Praktikern, Wissenschaftlern und gesellschaftlichen Akteuren, praxistaugliche Wege für eine produktive und ressourcenschonende Landwirtschaft aufzeigen wird. –> Das ist tatsächlich ein neues Ergebnis. Man darf gespannt sein.
  • Im Herbst 2020 wird es ein weiteres Treffen der heutigen Runde im Bundeskanzleramt geben, um bis dahin erreichte Ergebnisse und Fortschritte sowie weiteren Handlungsbedarf zu besprechen. –> Gut, wenn sich die Kanzlerin dafür nochmals Zeit nimmt. Wenn nicht… Koalition etc….
  • Es wird ein Treffen der Bundeskanzlerin und Bundesministerin Julia Klöckner mit dem Handel im Bundeskanzleramt geben. –> das hätte ja schon längst passiert sein können. Kein Ergebnis dieser Runde.
  • Start eines nationalen Dialogforums zur Landwirtschaft durch das Bundesministerium sowie einer Informationskampagne zur besseren gegenseitigen Wertschätzung –> ist bekannt, kein Ergebnis dieser Runde, aber in Ordnung
  • Zum Umbau der Tierhaltung Kommission unter Leitung des früheren Bundeslandwirtschaftsministers Jochen Borchert. –> ist bekannt, kein Ergebnis dieser Runde.
  • Das BMEL wird noch dieses Jahr eine Ackerbaustrategie vorlegen, die Lösungswege für bestehende Zielkonflikte zwischen Ertragssicherung und Umwelt- und Klimaschutz aufzeigt. –> ist bekannt, kein Ergebnis dieser Runde
  • Landwirtschaftsministerium und Umweltministerium werden gemeinsam zu einem Runden Tisch „Landwirtschaft und Insektenschutz“ einladen – die Bauernschaft wird bei den weiteren Schritten wirkungsvoll beteiligt. –> das ist neu. Und eine Forderung der Bauern. Wir wollen gestalten. Warum nicht gleich so?
  • Eins-zu-eins-Umsetzung der UTP-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken, Stärkung der landwirtschaftliche Erzeuger und Lieferanten gegenüber dem Handel. –> das heißt doch nur, dass man eine bestehende Richtlinie umsetzen will. Und das ist doch wohl selbstverständlich!! Kein Ergebnis dieser Runde
  • Auf funktionierende Umweltprogramme soll aufgebaut werden.  Kooperationsmodelle wie in den Niederlanden oder die Ausweitung der nachhaltigen FRANZ-Projekte werden geprüft. Ebenso Konzepte, die die Branche vorlegt, um Insekten- und Biodiversitätsschutz und Landbewirtschaftung weiter zu verzahnen. –> Na endlich! Das 11-Punkte-Papier des BfN ist ja schon ein Jahr alt. Und was heißt „wird geprüft“?
  • Rechtliche Hindernisse für mehr Tierwohl werden angegangen (Baugesetzbuch, TA Luft). –> ist bekannt, kein Ergebnis dieser Runde. Was heißt „wird angegangen“?
  • Die Ratifizierung des Mercosur-Abkommens durch alle Mitgliedstaaten der EU soll wesentlich davon abhängen, dass alle Parteien sich im Geiste des Abkommens verhalten. Die verbindlichen Regeln zu Arbeit, Umwelt und Klima müssen erkennbar eingehalten werden. –> Regeln sollen eingehalten werden? Ja, was denn sonst? Wozu sind Verträge sonst da?
  • Zugehen auf die Kultusministerkonferenz – Schulbücher und Lehrmaterialien sollten die Realität der Landwirtschaft abbilden. –> von uns Bauern schon seit Jahren gefordert, jetzt vom BMEL vorgeschlagen. Egal, Hauptsache es passiert jetzt wirklich!

Wie man sieht, kann man eine Pressemeldung ganz schön „aufblasen“. Wie man den Ängsten, Nöten und Sorgen der Landwirte, die derzeit überall demonstrieren, begegnen will, ist mir schon in Berlin nicht klar geworden. Ich habe immer noch den Eindruck, dass sowohl die Kanzlerin als auch das BMEL noch  nicht kapiert haben, warum die Bauern auf der Straße sind.

 

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84 Kommentare

  1. bauerhans sagt

    im NDR gings gerade um weihnachtsbäume,belastet oder nicht oder besser bio,gibt aber nur 1%,kunstoff 8%.
    und Nadine Henke,die ein 7 jahre altes Kinderbuch über landwirtschaft aus dem Klett Verlag moniert hatte,es gab einen shitstorm.
    KGE hatte es heute bei Hartaberfair wieder mit Glyphosat,ich denke,die hat von der sache null kenntnis.

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  2. Elisabeth Ertl sagt

    Mir fällt auf, dass ein wichtiges Thema nicht vorkommt: das Landgrabbing durch die Konzerne. Das wäre ja für die Politik ja viel einfacher, wenn man als Gegenüber nicht mehr 250.000 Bauern unterschiedlichster Interessen hätte, sondern eine Handvoll Verhandler, die sich als Kartell einig sind und noch dazu Bio billig produzieren. Der Rest kommt aus dem Ausland. Da hat man vom Volk dann seine Ruh. Dass das Dumping irgendwann ins Gegenteil umschlagen wird, ist wurscht, da sind die gegenwärtigen Politiker eh nimmer am Ruder.

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    • Ostbauer sagt

      Liebe Frau Ertl.(Hallo Elisabeth?)
      Das ist hier im Osten ein zweischneidiges Thema. Zum einen befördert es die Konzentration der Flächen. Zum anderen trägt es auch zur Stabilität der bestehenden Unternehmen bei. Wer rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannt hat, profitiert jetzt beim Rating der Banken für seinen Betrieb. Wie gesagt : sehr zwiespältig. Zum einen haben Neueinsteiger kaum eine Chance; auf der anderen Seite bekommt man kaum eine Kreditierung ohne dingliche Sicherheit. Basel hin oder her! Der Knackpunkt ist jedoch der Generationswechsel. Man kann es keinem verübeln, wenn er im Rentenalter „ruhig“in die Zukunft sehen will; aber welche Bank gibt einem Jungbauern mit GUTEM Konzept 5-10 Mio € auf Verdacht?

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Gerne Elisabeth,
        glaub ich schon alles. Für mich persönlich ist es halt eine Horrorvorstellung, wenn ein paar Konzerne praktisch das Leben der Leute in der Hand haben. Um was zu Essen zu kriegen, muss man alles machen, was die wollen. Den Bauern geht es ja jetzt schon so.

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        • Ostbauer sagt

          Jaaa. es bereitetet einem schon manchmal schlaflose Nächte;wenn du so von einem 20.000 ha Betrieb eingekreist wirst. Aber dann denkst du wieder ; die kochen auch nur mit Wasser. Frag der mich doch vor kurzem, ob ich nicht seine Lehrlinge ausbilden kann(sie hätten kein Vieh mehr). Ups.. Erst mal denkt man : Nee, aber ne Nacht drüber geschlafen ,sagst du dir, wo bekommst du solch eine Chance?
          Und was das Essen anbetrifft: Es ist mir relativ egal wer es hestellt; wenn es zu den gleichen Konditionen und unter gleichen Parametern hergestellt wird.
          Dafür sind wir Unternehmer.

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    • Ach, dann könnte Monopol kommen?
      Die dann wirtschaften wie in Sozialismus?

      Was nicht reicht kann ja vom Ausland kommen, denn da verdienen die Konzerne auch dran!

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  3. Berthold Lauer sagt

    Mir geht Willi’s Frage in der Kanzlerinnen-Runde nicht aus dem Kopf. Einerseits ist es so, daß wir durch Verbote und Reglementierungen zunehmend in Richtung Pseudo-Bio gedrängt werden und gleichzeitig durch Umschichtungen und geringere Budgets die finanzielle Unterstützung verlieren, während Teile von Politik und Bevölkerung mit Forderungen nach mehr BIO glauben, alle Probleme lösen zu können. Andererseits befinden wir uns permanent in der Defensive und versuchen zu erklären, warum das nicht funktionieren kann. Warum denken wir nicht darüber nach, den Spieß umzudrehen: Fordern wir doch ein verbindliches Ausstiegsdatum aus der konventionellen LW!! 100% BIO!! Natürlich bei voller Prämie! Dann sollen doch mal Andere erklären, wie das zu finanzieren ist, wie der soziale Frieden gewahrt bleibt, wie Ernährungssicherheit gewährleistet wird oder warum das am Ende vielleicht doch nicht geht! Auf die Argumentationen wäre ich denn doch Mal gespannt!

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    • Ostbauer sagt

      Das ist doch der Punkt. Die meisten ; die allermeisten hier im Blog sind doch vom „Fach“. Wir verlieren uns in „klein ,klein“. Fachlich vollkommen korrekt. So sollte vernünftige Politik gemacht werden. Sollte!!! Aber nochmal : POLITIK MUSS die Rahmenbedingungen vorgeben mit einer Verlässlichkeit von Armortisationsbedingungen. Und mir ist es letztendlich Schei…benweise egal, wie ich meinen Betrieb für die nächste Generation zukunftsfähig mache. Rein in die Kartoffeln; raus aus den Kartoffelln; Das macht auch keine Bank mit.Wenn die Politik sagt : „Ab Morgen für die nächsten 15 Jahre BIO“ Mit der notwendigen Zuverlässigkeit: Ich bin dabei.

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    • Mr Tom sagt

      100% Bio bedeutet 100% Konventionell. Der Eiertanz geht weiter wie bisher, oder glaubt irgendwer, die NGO‘s würden ihr einträgliches Geschäftsmodell aufgeben, wenn plötzlich alle Bio wären?
      Im Grunde erledigen diese Organisationen gemeinsam mit der Politik, wozu wir selbst offenbar nicht in der Lage sind: Die Produktion verknappen.

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  4. Obstbäuerin sagt

    Irgendwie krieg ich das einfach nicht auf die Reihe. Wir haben das Agrarpaket und die Düngeverordnung, die ja nicht verhandelbar ist. Also bleibt das Agrarpaket. Dürfen wir es aufschnüren und neu verhandeln oder sollen wir es nur hübsch dekorieren? Verhandlungen zur Zukunft der Landwirtschaft machen doch nur Sinn, wenn die roten Linien einigermaßen erkennbar sind und vor allem, wenn es eine Faktenbasis gibt, die von allen Seiten anerkannt wird. Das alles sehe ich aber überhaupt nicht, weder beim Insektensterben noch bei den Nitratwerten.

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      • firedragon sagt

        Na wunderbar, dann tummeln sich zukünftig die Landwirte des nächtens auf den Äckern und rauben den Anwohnern am Feldrand die wohlverdiente Nachtruhe.
        Das wird ein Spaß, wir freuen uns jetzt schon drauf.
        So muß eben jeder ein Opfer für die Insekten und die Umwelt erbringen…

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        • Tja, da haben wir es dann im Osten besser. Die Zahl der Anwohner hält sich in engen Grenzen .
          Mich ärgert bei dem Thema immer besonders, dass es nur um „chemische“ Mittel geht. Nicht nur dass der Ausdruck unsinnig ist, auch H2O ist Chemie.
          Und „natürliche“ Wirkstoffe sind doch nicht weniger „wirksam“, sondern wäre der Einsatz dummes Zeug. Und sie haben eben auch Nebenwirkungen, das kann man doch wohl nicht „leugnen“.

          Brötchen, Obstbäuerin, eine Ecke für die Leugner wird in Zukunft nicht reichen.
          „Wir“ brauchen das gesamte Feld, in die Ecke kommen dann die Hysteriker und Weltuntergangspropheten.

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            • ottmarWelker sagt

              Wasser ist ein „besonderer Saft“. Wenn es von den Wolken herunterfällt, sagt man es regnet.
              Der von den Wähler nicht sonderlich geliebte Dr. Erhard Eppler( er stellte sich nur einmal in BW zur Wahl) rief auf einer Friedensdemo über dem Äther dem CSU Parteitag zu: „diese kleine radikale Minderheit“ und nahm die heterogene Friedeensbewegung für die SPD gefangen, damit. Und heute?

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    • Brötchen sagt

      Obstbäuerin, die roten Linien darfst du nicht in Frage stellen, sonst bist du ein Leugner!

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    • Ostbauer sagt

      Wird wahrscheinlich so wie immer laufen. Erst paukt man es auf Biegen und Brechen durch und lässt es 10 Jahre wirken. Wenn sich der beabsichtigte Erfolg dann nicht einstellt, wird ein bischen herumgedoktert. (vielleicht war ja an den Gegenargumenten doch was dran?) Dauert erfahrungsgemäß noch mal 10Jahre. Und wenn dann alles gegen die Wand gefahren ist , wird der Notstand ausgerufen.
      Beispiele gefällig?
      -Wolfsverordnung
      -Biberverordnung
      -Erneuerbare Energien Gesetz

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    • @Obstbäuerin
      Die Verhandlungen zur Zukunft der Landwirtschaft haben nur den einen Sinn, von den derzeitigen Problemen mit der DüngeVO und dem Agrarpaket abzulenken. Die Politik hat schlau gehandelt, das muss man denen lassen. Da gehen die Bauern wegen der DüVO und AP auf die Barrikaden, die Politk lädt sie dann ein, und sie umgarnt die Bauern mit scheinheiligen Komplimenten und tut so würde sie die Bauern wichtig nehmen. Und dann der ultimative Vorschlag: Hey Bauern, jetz lasst mal die DüVO und das andere, das ist eh nicht verhandelbar. Aber ihr dürft eine Zukunftskommission bilden, das ist doch viel viel wichtiger für euch, da könnt ihr vorbringen was ihr wollt (juckt eh keinen), da seid ihr beschäftigt bis zum Sankt Nimmerleinsstag und ihr könnt eure Zukunft selbst bla bla….
      Kurz: man hat die Bauern bei Kanzleringipfel so richtig aufs Kreuz gelegt! Sie habens nur nocht nicht gemerkt!

      11+
      • Nachtrag: Brinkhaus sagt soeben bei „Hart aber fair“: „die Transformation der Landwirtschaft ist auf den Weg gebracht…“ Damit ist klar, dass die Zukunftskommission eine reine Luftnummer ist!

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      • Obstbäuerin sagt

        Ich bin ziemlich sicher, dass die Mehrheit der Bauern inzwischen weiß, wo der Hase langläuft, Mark. Das Problem ist doch, wie man da gegensteuern kann. Was können wir denn noch tun, um aus dem Schlamassel rauszukommen? Wir brauchen neue Ideen oder?!

        2+
        • @Obstbäuerin

          „Was können wir denn noch tun, um aus dem Schlamassel rauszukommen?“ Für die LsV ist es in der Tat eine ganz schwierige Situation, da sie beim Kanzerinnengipfel auf Grund ihrer politischen Unerfahrenheit (kein Vorwurf) Schach Matt gesetzt wurden. Da dem „Ergebnis“ des Gipfels zugestimmt wurde, ist das nachträgliche Stellen weiterer Forderungen oder Bedingungen kaum möglich. Was denkbar wäre, ist dass der Druck der Basis so stark wird, das die LsV-führung gezwungen wäre, diesen DRUCK an die Politik weiter zu geben und letztendlich auch Konsequenzen zieht, in dem sie z.B. aus der Zukunftskommission aussteigt.

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        • fingerphilosoph sagt

          Wenn die KONVIS ihrer PSM geraubt werden, löst sich das Problem vielleicht in absehbarer Zeit von selbst. Ich nehme an, BIO profitiert derzeit noch massiv von den Maßnahmen der KONVIS, die die Schädlinge im Großen Ganzen im Zaum halten. Ist wie beim Impfen: die 5%, die sich nicht impfen lassen, profitieren von den 95% Geimpften dahingehend, dass die Geimpften die Vermehrung der Viren verhindern. Wenn bei den KONVIS die wirksamen PSM nun verboten werden, dürften sich die Schädlinge in kurzer Zeit so vermehren wie man das vom Borkenkäfer in den Waldgebieten kennt.

          Wenn man dann mal sieht, wie sich die Schädlinge wieder vermehren, fällt vielleicht so manche grüne Brille mit rosa Gläsern von der Nase. Langfristig wird der im Vorteil sein, der die Wirklichkeit so sieht, wie sie ist.

          3+
          • Brötchen sagt

            Fingerphilosoph, der Roggen hat kaum Insekten als Schädlinge 😉

            Übrigens haben ja unsere Grünen Weisen die Populationstheorie, das sich ein Gleichgewicht einpendelt, bei Wolf, Borkenkäfer und Mistkäfer 😉

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            • firedragon sagt

              Guten Morgen fingerphilosoph,

              Deine Gedanken nehme ich mal kurz als Anlass, um, anhand eines Beispiels (mal wieder), dem Laien „Bio“ ein Stück näher zu bringen.
              Beispiel :Weinbau
              Alle kennen die deutschen Weinanbaugebiete.
              Mal größer, aber eher verschachtelt. Mal hat ein Bewirtschafter 100 Zeilen am Stück, eher um die 10 oder weniger.
              In der Gemarkung gibt es keine „Ecke Bio“, nein, „Bio“ und Konvi mischen sich eng aneinander gekuschelt durch die Gemarkungen.
              Der, der jetzt schon Eins und Eins zusammen zählen kann, dem brauche ich jetzt schon nichts mehr zu erzählen…
              Aber es gibt leider „Blinde“ und „Taube“, da muss man schon ganz deutlich sagen – selbstverständlich profitieren die angrenzenden Biozeilen von den Konvizeilen.

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            • fingerphilosoph sagt

              Die Grünen Weisen haben Recht. Das Gleichgewicht wird sich einpendeln, wenn sich Weizen, Roggen und Gerste wieder zu Wildgräsern und Rinder, Schafe und Ziegen wieder zu Auerochsen, Wildschafen und Gemsen zurückentwickelt haben. Das Problem, das die Grünen Weisen übersehen, ist ja bloß, dass sich der Mensch dann wieder zum Neandertaler oder Homo erectus zurückentwickeln muss, damit er was zum Essen hat. Obwohl …. vielleicht sind die Grünen ja schon auf diesem Weg … wenn man sich den Anton Hofreiter mal so anguckt … kommt man schon ins Grübeln 🙂

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              • firedragon sagt

                fingerphilosoph,
                da will ich aber nicht hin zurück.
                Nicht weil ich Angst hätte, zu verhungern. Ne, die anderen würden mit Keulen über uns herfallen und uns nehmen, was wir angebaut haben, nur weil die zu blöd sind und keine Ahnung hätten, wie sie sich ernähren sollen.

                1+
              • Paulus sagt

                Fi-phil, der Hofreiter Toni ist im Grunde ein erzkonservativer und wahrlich zivilisierter Mensch. Schließlich trägt er immer korrekt eine Weste unter dem Sakko. Wenn wir schon dabei sind, in Oberammergau sehen die auch nicht viel anders aus.
                Und bitteschön nichts gegen die Neandertaler, ich besuche immer gern die wechselnden Ausstellungen im Neanderthal Museum, staunend über deren kulturelle Fähigkeiten.
                Und @ Firedragon, die haben sich mitnichten gegenseitig mit Keulen totgeschlagen, sondern das getan was man halt auch heute noch so tut wenn man einem anderen Stamm begegnet. Die haben sich schlicht und einfach gepaart, ich hab das auch so gemacht.

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                • firedragon sagt

                  Tja Paulus,
                  wenn’s so einfach wäre, dann hätten wir ja gar keine Probleme auf der Welt …

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                • Paulus sagt

                  firedragon, so einfach ist es in der Tat, OK bis auf Ausnahmen. Um eine Bauerntochter zu freien bedarf es einer gewissen Anzahl an ha. Soweit oder so blöd waren die Neandertaler noch nicht.

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                • bauerhans sagt

                  „Um eine Bauerntochter zu freien“

                  hätte ich zu meiner zeit, eine saubere hose,nicht weste, einen gepflegten haarschnitt und eine sehr demütige verbale zurückhaltung gebraucht.
                  klappte bei mir nicht.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Paulus
                  Liebe vergeht, Hektar besteht 🙂

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                • @Paulus … trägt korrekte Weste unter dem Sakko. Einer von uns trug seinen Anzug tagtäglich mit der Begründung, dass ihm jederzeit ein Maharadscha begegnen könne. In Indien geschah dies tatsächlich ihm und seiner Frau als er noch keinen trug und anschließen war seine Frau weg.

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                • firedragon sagt

                  Paulus,
                  jetzt weiß ich auch, wo das Neandertalmuseum ist, bin gerade am Autobahnhinweisschild vorbei.

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          • @ fingerphilosoph
            Bei der Immunisierung kommt es bei der Durchimpfung auf die Besonderheiten der Krankheit an. Auch ist bei der Zeckenimpfung bei allen drei Impfungen der Schutz beim ersten Mal schon bei etwa 90 % gegeben und nicht einmal ansteckend, daher fast kompletter Schutz bei Einhaltung des Impfplans. Sie diagnostizieren und prophezeien den Bios Polio angesteckt durch wehrlose Konvis. Warum nicht Lungen- oder, viel schlimmer, die Beulenpest mit Streptomyzin heilbar, aber da gibt es nichts zu impfen.
            Dann die Schädlingskalamitäten, nicht nur Borkenkäfer, die vom Nahrungsangebot( nicht Rinden- aber Holzbrüter auch von Bäumen der Bannwälder z. B.) und Überflug auf gesunde), den Prädatoren und als weiterem ökologischen Faktor der PMS Wirksamkeit auch noch umweltabhängig bedingt.
            Sie sollten ihre sehr einfach gestrickte Sicht der Realität Schritt um Schritt annähern. Vorsicht, manche erleiden einen Schock, wenn sie ihre alten fehlerhaften Bilder nicht mehr wie gewohnt erblicken.

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  5. bauerhans sagt

    es handelt sich um Absichtserklärungen!
    dass die politik unwissend ist,glaube ich nicht,sondern die ist durch und durch populistisch.
    die wissen ganz genau,dass sie alle dinge,die sie theoretisch sofort verändern müssten,praktisch gar nicht umsetzen können.

    13+
    • sonnenblume sagt

      Dafür delegieren sie die Dinge an andere und sind somit der Verantwortung enthoben. Einzig die Bewertung und Beurteilung der Entwicklung behält man sich vor.

      6+
  6. @Willi
    Die Ängste, Nöte und Sorgen der Bauern sind den Herrschaften sehr wohl bekannt. Es geht diesen jedoch überhaupt nicht darum, die Probleme der Bauern zu lösen, sondern es geht darum die Bauern wieder „einzufangen“, probates Mittel dazu ist, die Bauern „einzulullen“. Genau dies wurde mit der Kanzlerinrunde erreicht. Die Veranstaltung wurde gezielt so angelegt, dass nur solche „Ergebnisse“ zutage treten können, die man vorher schon festgelgt hat. Der symbolische Akt, das zunächst dem Ruckwied das Wort erteilt wurde, und dieser es dann sofort an die LsV weitergibt, offenbart das abgekartete Spiel. Die Rolle des DBV ist für mich höchst fragwürdig, hat er doch in der Vergangenheit die Aufgabe, die Bauern ruhig zu halten mit Bravour gemeistert. Dies wird er auch diesmal so machen und der LsV wird so gaaaanz langsam das Licht ausgeblasen. Die von Dir mit grün gekennzeichneten Punkt sind ja keine konkreten Ergebnisse, sondern nur „leere Worthülsen“. Als Fazit, was am Ende des Tages herraus kam, bleibt nur: nichts

    16+
  7. Reinhard Seevers sagt

    Das Merkwürdige ist, dass es bereits veröffentlichte Daten zum Methan aus 2013 gibt (Piatkowski und Jentsch), die eine Abnahme des Methans durch Rinder nachwiesen. Das ist alles vom Tisch gewischt, nie wieder aufgetaucht, im Gegenteil, man suchte überall nach Werten, die man den Rindern anlasten kann….das riecht nach einseitiger Einflussnahme. Ich habe vor Jahren auf der Messe in Hannover mit einem Wissenschaftler der UNI Rostock gesprochen, der mir sagte: Unser Auftrag ist, wie viel Methan emitiert wird, nicht ob das relevant oder anrechenbar ist.
    https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-wer-atmet-verstaerkt-den-treibhauseffekt

    2+
    • Brötchen sagt

      „Unser Auftrag ist, wie viel Methan emitiert wird, nicht ob das relevant oder anrechenbar ist.“

      Das ist ja korrekt und Aufgabe von Wissenschaft.
      Nur muss das dann in einem nachfolgendem Schritt eingeordnet werden.

      Da gibt es ja nie Schwarz oder Weiß.

      Deswegen sind die Technokraten mit ihrer TA Luft in einer Sackgasse und werden noch 5 Jahre rumpalavern und nichts wird passieren.

      1+
      • Reinhard Seevers sagt

        Das sehe ich nicht so. Die Fragestellung hätte ja ohne weiteres auf die Relevanz ausgedehnt sein können….ist sie aber bewusst nicht.

        1+
        • Brötchen sagt

          Ja kann man auf die Relevanz ausdehnen, werden die aber nicht haben leisten können oder wollen.
          Müßte man dann fachübergreifend tun.

          Solche fachübergreifenden Denker gibt es heute nur noch selten, die sind alle durch der pol. Korrektheit geopfert.

          Gerade auf Twitter eine Äusserung von M. Häussler gelesen, der „Leugner“ hinter einem gewissen Klientel gewittert hat!

          Es geht nicht mehr um Kritik oder Fachdiskussion, Du wirst heute als Leugner weggemobbt!

          Das war selbst zu Ostzeiten nicht viel schlimmer!

          2+
              • Reinhard Seevers sagt

                „Damit sind Rinder am Klimawandel weniger beteiligt als bislang angenommen.“ ???

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                • Brötchen sagt

                  Ja ist klar.

                  Ich meinte mit Einordnung nicht die Höhe absolut, sondern die Einordnung der Wiederkäuer in den lw. Kreislauf und wirt. Kreislauf.
                  Dazu äussert sich niemand so richtig.

                  So wird z.B. bei Kunstfleisch eine sehr kleine Säule gezeigt, bei Mastrindern ist ein gigantischer Balken gegenübergestellt..
                  Gilt auch für den Wasserverbrauch.

                  Der Kreislauf wird völlig ausgeblendet.
                  Ist ja ebenfalls mit der Wolfsproblematik so.

                  3+
      • ottmarWelker sagt

        Mein Doktorvater sagte einmal bezüglich der Bewertung der Anwendungstechnik bei meiner Promotionsarbeit: “ Der Meister beurteilt das selbst( ich persönlich).“

        1+
  8. Konventioneller sagt

    Hier wird eine deutliche Verbitterung des Autors deutlich. Die CDU hat ein oberstes Ziel-die Partei vor Wahlniederlagen zu schützen.

    Das Sagen und die Macht haben NGO‘s und das Staatsfernsehen. Grüne haben den meisten Einfluss auf Medien.

    Unter diesen Vorgaben ist keine Politikwende zu erwarten.

    Es muss und wird vertrauliche Gespräche zwischen Merkel und LsV und DBV geben.

    Blogger und Vertraulichkeit schließen sich aus.

    Das Leben geht weiter- mit weniger Bauern unter erschwerten Bedingungen

    5+
    • Reinhard Seevers sagt

      Diese Aussagen sprechen doch eindeutig dafür, dass die Landwirtschaft sich dauerhaft medial positionieren muss: positiv, innovativ, menschlich, modern…..
      Nicht das Jammern oder klagen, das Schimpfen oder Einfordern, das positive Signal eines Aufbruchs trotz oder wegen der Politik. Es gibt eine Deutungshoheit auf der gegnerischen Seite, die man brechen kann……durch positive Kampagnen und gute Werbung!

      3+
    • Brötchen sagt

      Zitat aus der Welt: bezogen auf die SPD “ Auf dem Weg zur Politiksekte“

      „Mit dem neuen Programm könne man 15 der angestrebten 30 Prozent erreichen, sagt Hinrich Bonin, Professor an der Leuphana Universität Lüneburg und Delegierter auf dem Parteitag. „Eine Volkspartei muss die Mitte im Auge behalten. Wir haben früher mal Leute aus der Landwirtschaft gehabt, die uns gewählt haben. Wir haben vor allem die Leistungsträger gehabt.“ Für die biete man derzeit „gar nichts“.“

      3+
      • Reinhard Seevers sagt

        1. Die Definition einer Volkspartei ist überflüssig, weil nicht mehr aufrechtzuerhalten.
        2. Es wird neue Wege der Beteiligung an demokratischen Entscheidungen geben.(Bürgerbeteiligungen z.B.)
        3. Die Vielfalt in der Bevölkerung bildet sich in der Parteienlandschaft ab und ist kein Zeichen von Schwäche oder falscher politischer Richtungen.

        1+
    • Bauer Willi sagt

      Nein, keine Verbitterung, sondern nur eine sachliche Analyse. Mit dem Widerkäuen bereits bekannter Slogans wird der Wähler aber mit der Zeit sauer.

      Die CDU wird mit ihrem Verhalten nicht nur die Bauern, sondern auch den ländlichen Raum als Wählerpotential verlieren. Sie marginalisiert sich ebenso, wie es die SPD vorgemacht hat und weiter tut.

      Das könnte mir ja egal sein. Aber man stelle sich mal vor, dass in einigen Jahren die Volksparteien mit über 25% von Grünen und AfD gebildet werden könnten. Das macht mir Angst.

      10+
      • Sabine sagt

        Willi, der Thomas Andresen hat die Idee vom Weissen Blatt ins Spiel gebracht. Ich finde die Idee gut als eine Art Brainstorming unter Bauern. Einfach mal alles aufschreiben und einsenden. Wie sähe für meinen Betrieb die bestmögliche Zukunft aus und was würde mir helfen dort möglichst schnell anzukommen?

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        • Bauer Willi sagt

          Ich weiß, das kursiert jetzt im Netz. Mir hat heute auch schon jemand vier Seiten geschickt, die ich mir mal anschauen soll. Jetzt stell Dir mal vor, ich würde hier öffentlich dazu aufrufen, mir die Gedanken zuzuschicken. Wenn das nur 100 machen, sind das 400 Seiten. Wie will das ein Mensch denn verarbeiten?
          Die Idee ist gut, um seine eigenen Gedanken zu strukturieren. Aber wer heute noch nicht weiß, wohin sich sein Betrieb entwickeln soll und wie er das darstellen will, hat doch schlechte Karten. Wenn am Mittwoch die EU-Kommission tatsächlich entscheidet, den Einsatz von „Pestiziden“ bis 2030 zu halbieren, ist ohnehin jegliche Planung „für die Tonne“. Übrigens auch für Bio-Bauern.

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          • firedragon sagt

            Wäre jetzt auch meine Frage gewesen.
            Sind die Bio’s da aussen vor oder dürfen die dann auch nur noch halbe Aufandmenge spritzen ?

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          • Sabine sagt

            Ich halte es trotzdem nicht für so unumsetzbar.
            Einmal halte ich es für wichtig, weil man ja bei der Planung für seinen Betrieb immer schon die vorhandenen Leitplanken mitdenkt.
            Was ja auch gerade zur Frustration geführt hat.
            Da dachte man, okay, in die Richtung geht jetzt die Politik, darauf stellen wir uns ein, in diese Richtung investieren wir und dann dreht einem die Politik immer wieder die Nase und rennt in alle Himmelsrichtungen davon.
            Da kann es schon schöne Einsichten geben, wenn man sich da mal gedanklich von dem Wust aus Verboten und Verordnungen frei zu machen und zu überlegen, was wäre eigentlich bei uns und für uns das sinnvollste ganz unabhängig, ob uns das wer genehmigt. Das mag jetzt sehr nach Hagedorn und Feentanz klingen, muss es aber nicht unbedingt sein.
            Dann wird bei einem ordentlichen Brainstorm ja auch im Anschluss schön geclustert. Gerade wenn dann von 100 Einsendungen 90 sich z.B. um bodenschonende Bearbeitung Gedanken manchen, hätte man ja schon ein sehr eindeutiges Ergebnis.
            Ich hab den Post samt Kommentaren übrigens mal durch ein total stumpfes Wort-Cluster-Programm gejagt. Dauert keine Minute und nimmt man mal den Monat und die Namen weg, sieht man ganz deutlich: Bauern, Landwirtschaft, Zukunft, Runde und Ergebnis. Womit selbst das dümmst Computerhirn richtig erfasst hat, dass es hier irgendwie um Bauern, ihre Landwirtschaft und ihre Zukunft geht.
            Ich bin jetzt nicht der größte Freund der stumpfen Wortzählerei, weil reicht wenn jemand in einer Rede einmal Kaffer sagt und Kaffer meint, auch wenn er vorher 3000mal Mitbürger gesagt hat. Jedoch kann Clustern nach Begriffen schon sehr weiterhelfen und muss nicht wirklich von einem Mensch im Detail gelesen werden. Das mag sich jetzt sehr technisch und nach sehr viel stumpfsinnigen copypaste anhören, hilft aber bei viel Text eine Gliederung zu finden.

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            • Ostbauer sagt

              Hallo Sabine ,
              Also selbst dein Computer merkt ,worum es in der Landwirtschaft geht. „Ihre“ Landwirtschaft und „Ihre“Zukunft. Ich frage mich ,welche „Analysen die Politik noch braucht?

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          • ottmarWelker sagt

            „Auch auf hinkendem Pferd kann man musterhaft reiten“. Deutsches Sprichwort zum Thema Erfolg und weitere auf. aphorismen.de/zitat//93158

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      • Ostbauer sagt

        Es wird aber leider wahrscheinlich so kommen!
        Wie hat hier jemand so treffend formuliert:
        „Ein hungriges Volk ist schwer zu regieren, ein sattes gar nicht“

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  9. Reinhard Seevers sagt

    Seh ich genauso….viele interpretierbare Worte. Es müssten auch andere Dinge angegangen werden.
    Ich bin schon lange für einen öffentlichen Faktencheck über landw. Daten und Fakten. Denn wenn man sich die Aussagen über Methan, Wasserverbrauch oder Agrarexporte ansieht, die durch die Gegend geistern, dann wird einem schlecht. Es muss doch möglich sein, physikalische und mathematische Werte eindeutig zu definieren, und zu publizieren.
    Am Wochenende war Ursel v. d, Leyen in Äthiopien zum Auftaktbesuch als EU- Kommissionspräsidentin. Der zweite Satz der aus einer Forderung der Medien verlautet wurde war, dass v.d. Leyen dafür sorgen muss, dass billige Agrarexporte aus der EU nach Afrika beendet werden müssten, damit die armen Bauern endlich auskömmliche Preise für ihre Produkte erhalten können. Hier wird wieder der Boden bereitet für den Export von Gütern aus Europa der im Gegenzug lediglich Agrargüter zum Tausch erlaubt. Damit das dem Volk „logisch“ erklärt wird, werden Agrarexporte aus Europa als negativ dargestellt. Wieder wird die Landwirtschaft der Industrie geopfert, jeder kann das sehen, niemand veröffentlicht das Dilemma.

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    • Brötchen sagt

      “ Aussagen über Methan, Wasserverbrauch oder Agrarexporte ansieht, die durch die Gegend geistern, dann wird einem schlecht. “

      Reinhard Seevers, ich sehe da eher schwarz. Ich habe zwei führende Agrarwissenschaftler erlebt, die undifferenziert den NGO- Quatsch nachplappern. Im letzten viertel Jahr war das. Ich war ebenfalls entsetzt.
      Ich kann mir nicht vorstellen, das die Ahnung von LW haben, weiß auch nicht woran das liegt.
      Irgendwie müßte man da mal richtig Gegenwind produzieren.

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      • Brötchen sagt

        Zu den Ergebnissen….

        Das was Technokraten so produzieren können.

        Die lösen keine Probleme, die sind das Problem!

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    • Ottmar Ilchmann sagt

      Wenn es keine Dumpingexporte mehr nach Afrika geben soll, wird dadurch keineswegs die hiesige Landwirtschaft „geopfert“, denn diese Exporte erbringen keine Wertschöpfung, von der die Landwirte hier profitieren. Die einzigen Profiteure sind die großen Verarbeiter (Schlacht- und Molkereikonzerne) und der Handel. Unser Heil liegt nicht im Billigexport.

      6+
      • Reinhard Seevers sagt

        Es ging mir nicht um die Landwirtschaft als Profiteur, sondern um die Industrie und deren Güter: Maschinen und Autos gegen Nahrung aus Afrika.
        Man will die Afrikaner weiter in der Kapitalismusfalle halten. Ein gutes Beispiel ist doch das Modeprodukt Teff, das in Äthiopien seit 5000Jahren als Grundnahrungsmittel dient und nun als Superfood für horrende Preise nach Europa und USA exportiert wird. Man kann im Ausland ein Vielfaches des Preises im Inland erreichen…..warum also nicht exportieren und die Menschen im Land hungern lassen? Das Geld hält alles am Laufen und die Lügen tun ihr Übriges.
        Unser Heil liegt nicht darin nichts landw. zu exportieren….Wohlstand führt zu vermehrtem Handel, Handel ist nur begrenzt steuerbar. Wenn wir uns Spargel aus Peru leisten, Teff aus Äthiopien oder Quinoa aus Chile dann ist das mehr als dekadent, wenn wir doch alles haben oder?

        6+
        • firedragon sagt

          Guten Morgen Herr Seevers,
          entschuldigen Sie bitte meine Unwissenheit, was zum Geier ist Teff?

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        • Paulus sagt

          Naja, das mit dem „mehr als dekadent“ ist so eine Sache. In der Spargelsaison gab es bei Rewe Spargel aus Peru oder Chile, 500 g zu 3,99 € oder so. Nebenan beim Spargelbauern gab es knackfrischen Spargel, 1,0 kg zu 12,nochwas €. Ich war in der Lage den deutschen Spargel zu kaufen, und würde die Käufer des peruanischen Spargels niemals als dekadent bezeichnen.
          Die Geschichte mit den Maschinen stimmt übrigens nicht. Glaubt jemand im Ernst deutsche Maschinenbauer hätten für ihre Hightech-Produkte in Afrika einen nennenswerten Absatzmarkt? Wohlmöglich noch, um im Gegenzug Hirsekolben für Wellensittiche zu importieren? Ich singe jetzt nicht wieder die Arie von meinen eigenen und den eh schon bekannten Erkenntnissen was Afrika betrifft, soweit muss man auch gar nicht fliegen. Es reicht schon zu erleben wenn so eine buntgekleidete Schwadron mit der eigenen Boeing in London oder Paris einfällt, die machen da nur ein wenig Shopping – sind ja überwiegend nur Kleinigkeiten. Genau das ist eine der wesentlichen Ursachen für das afrikanische Elend. Mit europäischen Geflügelresten oder dem Import afrikanischer landwirtschaftlicher Güter hat das herzlich wenig zu tun.
          Und da wir kurz vor Weihnachten sind, spendet alle mal schön für „Brot für die Welt“, „Misereor“ und ähnliche Wohltätigkeitsorganisationen. Den Kindern mit den großen Kulleraugen hilft es verdammt wenig, aber Hauptsache ihr habt euch mal wieder moralisch entlastet. Jetzt hätte ich fast gesagt, ihr dekadenten Arschlöcher; nur gut, dass ich es mir verkneifen konnte.
          Sorry, das musste ich jetzt loswerden.

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          • sonnenblume sagt

            Brot für die Welt und Misereor und ähnliche? So Blauäugig sollte man nicht mehr sein.

            2+
          • „Naja, das mit dem „mehr als dekadent“ ist so eine Sache. In der Spargelsaison gab es bei Rewe Spargel aus Peru oder Chile, 500 g zu 3,99 € oder so. Nebenan beim Spargelbauern gab es knackfrischen Spargel, 1,0 kg zu 12,nochwas €. Ich war in der Lage den deutschen Spargel zu kaufen, und würde die Käufer des peruanischen Spargels niemals als dekadent bezeichnen.“

            Es geht nicht um den Spargel in der Saison, Paulus.
            Spargel aus Peru gibt es jetzt im Handel!!
            Ich muss den nicht haben, aber wer ihn kaufen möchte, soll das gerne machen. Ich finde das auch nicht dekadent. Ich finde es eher überflüssig, den Menschen ständig zu erzählen, was „gut ist und was böse“.

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    • ottmarWelker sagt

      Einen deutschen Doktoranden, den ich zum Ende seiner sieben Jahre dauernden Promotion über Sesbania Arten, zur Mehrfachnutzung als Futter für Tiere, Beschattung und N-Düngerlieferant( andere Arten von Sesbani, wurden am IRRI, Philippinen in Reis ausprobiert) in Äthiopien, hatte bedauerlicherweise kaum eine Veröffentlichung anfertigen können, weil die Hasen die Markierungen der Feldversuche abfrassen und er bei dem Internatinalen Zentrum nur ein schlechtes Versuchafeld bekommen hatte und das Gelände nicht am Computer vermessen war. Sie haben statistisch etwas gescheites errechnet für die Promotion mit Prädikat.Später hat er die Ökoilanz für Flugtransport von Agrargütern von dort nach Deutschland als positiv dargestellt. Wiederum statistisch vermutlich. Die Böden dort sind seit deutschen Untersuchungen aus der Kolonialzeit sehr fruchtbar und ungenutzt.

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  10. Einfacher Bürger sagt

    Solange nicht der eigene “ Fuß“ weh tut merkt doch keiner der Politiker wo oder weshalb der Schuh drückt “ . Viele nichts sagende Reden in die jedermann das raus lesen oder interpretieren kann. Schlussendlich hatten die es so nicht gesagt oder gemeint. Leider!!

    7+
    • Ostbauer sagt

      Du kannst eben einen Politiker nur „Face to Face“ festnageln! Am besten noch medial uterstützt!

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