Statement
Kommentare 73

Zweifelsfrei…

Es gibt kein Null-Risiko!
Beispiel: viele unsere Lebensmittel enthalten Pflanzengifte, mit denen sie sich selbst vor Fressfeinden schützen. Werden Nüsse verboten, obwohl sie zweifelsfrei Blausäure enthalten? Blausäure ist gesundheitlich bedenklich.

Laufen wir nicht Utopien nach, wenn wir fordern “frei von”?

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73 Kommentare

  1. Als 1931 Geborener habe ich folgedessen viele viele WEIHNACHTEN erlebt, und bei den hohen Zimmerdecken in Plauen hatten wir immer einen entsprechend großen BAUM (unsere Mutter hatte sogar mal eine Kirchen-
    tanne gekauft !), und immer waren die Bäume mit sehr viel sogenanntes Blei-Lametta (jetzt verboten !) geschmückt, und mein Bruder mit Jg. 1925, ich mit Jg. 1931, unser Bruder mit Jg. 1935 und unsere Schwester mit Jg. 1939 leben alle noch !
    Offensichtlich ist dieses wunderbare Blei-Lametta (ich habe auch noch welches in silber und gold) “schuldlos” an mancher MISERE ?

  2. alexis zsipras sagt

    http://www.morgenpost.de/berlin/article207722353/Auffaellige-Glyphosat-Rueckstaende-in-Honig.html

    Aktuell ein amtlich festgestellter Fall, das Glyphosat doch nicht so hamlos ist.

    Ja es ist immer eine Abwägung, ich bin für den sehr eingeschränkten Gebrauch von glyphosathaltigen Mitteln.

    Jetzt der neue Fall, das Phosphordünger undefinierte! Mengen radioaktiver Elemente enthalten kann. Siehe Sendung unser Land von letzter Woche und so summiert sich einiges, was manche Erkrankungen von Mensch und Tier erklärt, obwohl rein von der Fütterung und Hygiene alles übernormal gut ist, wenn man mal die Entwicklung über Jahrzehnte verfolgt.

      • Sabine sagt

        Alexis, sei mir nicht böse, aber genau so eine Meldung, die mir auf die Nerven geht.
        Honigproben also.
        Solche Meldungen werfen bei mir immer mehr Fragen auf, wie sie an Informationen beinhalten.

        • alexis zsipras sagt

          Das ist nicht NABU o.ä. das ist ein amtliches Ergebnis. Das mit den Fragen ist richtig, es hat also vielfältige Wirkungen die es abzuwägen gilt.

          • Sabine sagt

            Ja, schon klar. Gerade deshalb finde ich solche Veröffentlichungen sehr nervig. Wenn die Bild-Zeitung solche Schnipsel-Info veröffentlicht, ist das total in Ordnung, wenn die Umweltschutz-Orgas nur den Teil von Untersuchungen feiern, die in ihr Horn blasen, auch völlig in Ordnung.
            Aber wenn staatliche Institutionen sowas machen, krieg isch Plack.
            Entweder ich warne die Bevölkerung vor Gesundheitsgefährdungen und nenne da Ross und Reiter. Welcher Imker-(Verein), Marke, Sorte, Chargennummer…. what ever, oder ich lasse es.
            Einfach nur zu erklären, dass dieses oder jenes Lebensmittel belastet ist, verunsichert nur und schütz niemanden.

    • Mark sagt

      Da man heute alles nachweisen kann, kann man nicht automatisch von Gefahren sprechen.
      An Euroscheinen kann man Kokain nachweisen, koksen jetzt alle oder sind alle Bürger auf Koks?

      “Der neue Fall”, neu ist das Thema ganz und gar nicht, wird mindestens einmal im Jahr seit fast 20 Jahren drüber berichtet. Klärschlamm ist ähnlich belastet, vielleicht sollte der in Zukunft in Castorbehältern eingelagert werden, mal sehen wer sich dann den Toilettengang noch leisten kann.
      Wie hoch ist eigentlich die natürliche Strahlenbelastung im Schwarzwald? Eigentlich müsste die Region evakuiert werden…

      Sicher ist es richtig, dass man das Thema im Auge behält aber sicher nicht mit irgendwelchen unsachlichen Behauptungen dramatisiert.

      • alexis zsipras sagt

        Klärschlamm ist kein Lebensmittel, wenn für Euch Klärschlamm die gleiche Bedeutung wie ein Lebensmittel hat, na dann ist ja alles klar. Dann habt Ihr Euch den Untergang gut verdient ;). Meinen Glückwunsch!

        • bauerhans sagt

          “Klärschlamm ist kein Lebensmittel”

          ich hatte mal für den nachbarn platt liegenden hafer gedroschen,aus dem 60 bis 80cm lange tomaten wuchsen.
          auf dem feld war klärschlamm “entsorgt” worden.

        • Mark sagt

          Klärschlamm ist Dünger, der entsteht nach dem Essen in der Kläranlage.
          Ist nicht verkehrt erst mal verstehen zu wollen oder zu fragen.

    • Bauer Willi sagt

      Lieber Alexis,
      die Meldungen über radioaktive Düngemittel habe ich schon gelesen, als ich im Studium war. Das ist jetzt 40 Jahre her!!! Daher mit der Bemerkung “jetzt der neue Fall” seeehr, seehr vorsichtig sein. Radioaktivität ist übrigens etwas ganz natürliches! Auch da kommt es auf die Dosis an. Um den Landwirten aber wieder etwas “Böses” anzuhängen, dazu taugt die Meldung allemal.
      Bauer Willi

  3. Gast sagt

    alles klar! Weil Blausäure so verbreitet ist, findet man es auch in Großteilen der Bevölkerung im Urin wieder…

    Aber deutsche Lebensmittel sind ja sicher! Erst gestern hat der inzwischen schwarze BaWü LW Minster Hauck die Ergebnisse des Ökomonitoring 2015 vorgestellt:

    Bei 16% aller konventionellen Gemüseproben fand man Pestizide ÜBER der zulässigen Höchstmenge (ich brauch wohl nicht zu erwähen, bei Biogemüse = 0%)

    Man kann potentielle Gefahren von Pestiziden weiter ignorieren, nur für wen eigentlich? Ein paar Bayer, BASF. Monsanto Aktionäre?

    Wie war das: “Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht. Würde der Städter wissen, was er isst, würde er Bauer werden”.

    Gruss von einem Städter, der Biobauer geworden ist.

    Prost Willi, trinkt weiter munter euer Glyphosat Bier…

    Zum Bericht hier : https://mlr.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mlr/intern/dateien/publikationen/Oekomonitoring_2015_Web.pdf

    • Sabine sagt

      Also so ziemlich jede Rosaceae produziert Cyanwasserstoffe oder cyanogene Glycoside, jedoch holen sich die meisten Leute ihre Portion über den Konsum von Tabak, denn unter den vielen weniger erfreulichen Stoffen, die beim verbrennen von Tabak flüchtig werden, gehört eben auch Blausäure. Man muss also nicht unbedingt Steinobstkerne futtern, einmal beim Kollegen in der Raucherecke stehen reicht völlig.
      Sicher ist die Zahl der Raucher rückgängig, aber wenn man nennenswerte Konzentrationen findet, würd ich mal auf Kippen tippen…. oder abgefackeltes Plastik.
      Wie man es allerdings beim Großteil der Bevölkerung in Urinproben nachweisen kann, hätt ich schon mal gerne gewusst. Ich mein, ich bin bisher noch nicht zum Piss-Test zum Zweck einer solchen Erhebung gebeten worden und soweit ich weiß, wird ohne Verdacht auf Vergiftung auch nicht danach gesucht. Daher können solche Zahlen nicht aus dem anonymen Datenpool des Gesundheitswesen stammen.
      In diesem Sinne: Zeig mir die Mäuse.
      Und überhaupt, das Ökomonitoring… bin ich das mal wieder oder ist die Beprobung bei vielen Produkten …hmm… schmal ausgefallen. Wenn ich von einem der am häufigsten verkauften Tee’s ganze acht Proben ziehe, dann fällt eine einzige Probe mit zu hohen Werten mit 12,5% ins Gewicht. Könnte man daraus dann wirklich schließen, dass 12,5% aller gehandelten Tee’s dieser Sorte zu hoch belastet sind? Ich denke nicht. …. und dann was soll das mit den verschiedenen Probenzahlen bei konventionell und bio, die definitiv nicht auf dem Verhältnis der verschieden großen Marktanteil der beprobten Lebensmittel im jeweiligen gegründet sind. Kommt schon, wer macht sowas? Geht das auch ordentlich?
      Ich mein, ich hab es nur überflogen, wenn ich das noch weiter angucke, motz ich wahrscheinlich noch mehr.
      Das ist so wie 80 Prozent der befragten Bundesbürger ist für die Legalisierung aller Rauschmittel und für die Wiedereinführung der Todesstrafe. Befragt wurden fünf Leute am Hauptbahnhof nachts um Eins und man konnte nur doppelt positiv oder doppelt negativ antworten. Aber Hauptsache man hat’s mal untersucht, oder was?

    • bauerhans sagt

      “Bei 16% aller konventionellen Gemüseproben fand man Pestizide ÜBER der zulässigen Höchstmenge”

      das bedeuted,dass die gemüselieferanten sofort besuch vom vetamt (lebensmittelkontrolle) bekommen und in verbindung mit landwirtschaftsamt/kammer notfalls die betriebe geschlossen werden.

      • Sabine sagt

        Also, mir gehen die EU-Datenbanken ja ziemlich auf den Senkel, aber man kann so ziemlich alles in ihnen finden, was man zu Lebensmittel wissen will.
        Zahlen zugegeben etwas älter… 2012… Aber auf die Schnelle:
        Es wurden über 70 000 Proben gezogen, es wurde nicht zwischen öko und konventionell unterschieden und beanstandet wurden 2,9%. 1,7% der Proben waren so hoch belastet, dass man juristische Schritte gegen die Anbieter unternommen hat. Und nein, sie haben nicht überwiegend Bio-Ware getestet.
        Also 1,7% aller Lebensmittel hört sich für mich plausibler an wie 16% und über 70 000 Proben mögen immer noch nicht repräsentativ sein, aber schon mal ne besser wie die sehr beschränkte Probenzahl des Ökomonitoring.
        Mich machen solche Studien sauer. Es wird immer nur transportiert: Die Wissenschaft hat festgestellt.
        326 Proben pflanzliche Lebensmittel aus ökologischem Anbau in einem Markt wo täglich wie viele Chargen umgesetzt werden? Selbst wenn man ausschließlich Proben von deutschen Bio-Betrieben gezogen hätte, was ja nicht der Fall war, hätte man jeweils eine Charge von 1,4% der deutschen Biohöfe beprobt.
        Das Monitoring zu nennen, finde ich ein klitzekleines bisschen übertrieben.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wie kommt eigentlich Phosphonsäure in Öko-Lebensmittel?

      Umgeht man eine verbotene Phosphonat Spritzung mit einem Phosphonathaltigen Dünger?

  4. Friedrich sagt

    Hallo Huber Fresas. Unsere Schafe verendeten wegen Blausäure in Zwetschensteinen. Also
    vorsicht. Die Laborwerte waren eindeutig !! Die Natur hält viele Gifte bereit . Die Dosis macht die Medizin oder das Gegenteil.

  5. Direktsäer Thomas sagt

    “Solange wir nicht Zweifelsfrei wissen welche Auswirkungen unsere politischen Entscheidungen haben sollten wir diese Entscheidung immer wieder auf den Prüfstand stellen und die Aus- und Nebenwirkungen von Fachleuten beurteilen lassen.
    Sollte wir aber genau das Gegenteil von dem erreicht haben,was wir erreichen wollten, weil wir aus Ideologischen Gründen diesen Fachleuten nicht zugehört haben, dann können wir zumindest sagen:
    Wir haben es aber gut gemeint!! “

  6. Friedrich sagt

    Solange ich nicht weiß ob ich 100 Jahre alt werde, will ich nicht geboren werden ?! Das können sich auch nur die Schwachmaten in Berlin und Brüssel ausdenken und wundern sich jetzt über die Engländer. Persönlich bin ich wegen meiner engl. Verwandtschaft geschockt, aber vielleicht wird es der Beginn einer EU, die nicht von Großkonzernen,
    Lobbyverbänden usw. geführt wird , sondern auch einmal auf die Menschen hört. Diese
    Kommisionsdiktatur muß aufhören. Ständig neue Verordnungen und Gesetze , daß hält keiner aus. Der Knopf muß auf Reset. Die EU hat die Bürger nicht mitgenommen und
    hat heute die Quittung bekommen. Auch in Deutschland hat die Politik bei allem die
    Augen zugemacht ( Banken, VW usw.) . Unsere Behörden ( z.B.Kraftfahrtbundesamt, Amt für Migration) oder Organisationen (ADAC, FIFA) haben auf der ganzen Linie versagt. Bei allen geht es nur ums Geld. Der kleine Mann/Betrieb ist denen egal. Bei uns hieß es immer : Hast du einen Opa , schick ihn nach Europa !

  7. Walter Parthon sagt

    Glexit?
    „Wer weniger Glyphosat schlucken will, muss mehr für Lebensmittel bezahlen“, meint Philip Bethge vom „Spiegel“. Seiner Ansicht nach frustriert die Debatte um Glyphosat den Verbraucher. Dabei könnte der die Sache selbst in die Hand nehmen. Der Verbraucher fühle sich aber ohnmächtig, so Bethge. Dabei sei diese Ohnmacht vor allem bequem. Sie entbinde davon, Verantwortung zu übernehmen.
    Konsequent wäre es, im Supermarkt nur noch zu Bioprodukten zu greifen. Warum nur tun dies so wenige? Warum stellt sich niemand diese Frage?
    Bethge macht den Streit um das Pestizid als „Stellvertreterkrieg um die Zukunft der Landwirtschaft“ aus. Der Widerstand werde so vehement geführt, weil die Gegner eine Agrarwende wollen, den Glexit sozusagen.
    Passend dazu verschärfen grüne EU-Parlamentarier den Ton. Glyphosat stehe für eine Steigerung der Erträge um jeden Preis: “Wir können die massive Verlagerung der Kosten auf die Gesellschaft nicht länger ignorieren, die die industrielle Landwirtschaft verursacht, die auf dem Einsatz von Substanzen wie Glyphosat basiert.“ Also nicht nur Glyphosat, sondern alle Pflanzenschutzmittel. Zahlreiche Organisationen wie Greennpeace, BUND, Nabu, selbst Tierschützer stoßen in dasselbe Horn.
    Man möchte Ihnen zurufen:
    Übernehmt endlich selber Verantwortung, statt diese auf alle anderen zu verschieben! Sorgt dafür, dass Eure Wähler/Mitglieder das kaufen, was Ihr für richtig haltet! Es ist doch möglich, heute schon dem Mittel zu entgehen! Statt unsere Landwirtschaft generell und ohne Nachweis als „toxisch“ zu beschimpfen, macht Nägel mit Köpfen:
    Jetzt!
    Selber!
    Handelt und lamentiert nicht!
    Alles andere ist scheinheilig.
    Die Abstimmung an der Ladenkasse wird täglich geführt, das Ergebnis ist mehrheitlich gegen einen Glexit. Wir sollten auf den Wähler hören.

    • Stadtmensch sagt

      Ist das etwas “unser” Philip? Vom Schreibstil her könnte es passen (immer schön die Verantwortung an den unmündigen Verbraucher delegieren).

      Ich bin ja nur eine landwirtschaftliche Flachzange, aber wenn ich hier (http://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2010/Mertens.pdf) lese, dass die Anwendung von Glyphosat Fusarien begünstigt oder nach neuesten Erkenntnissen das Bodenleben zwar nicht in der Masse aber in der Zusammensetzung stark verändert, würde ich es als Landwirt genau wissen wollen. Vielleicht ist ja die chemische Keule zur Fusarienbekämpfung gar nicht erforderlich, wenn man sich nicht von Agrarchemiekonzernen, sondern von Mikrobiologen oder erfahrenen BIO-Bauern beraten lässt?

      “Auch bei Weizen und Gerste wurden nach Glyphosat-Applikation noch nach 18 Monaten vermehrt Fusarien und eine Zunahme der Schwarzbeinigkeit (eine durch den Pilz Gaeumannomyces graminis verursachte Krankheit) beobachtet (Fernandez et al. 2005, 2007a,b).”

      “Hinzu kommt: Wird die Bodenbedeckung durch Wildkräuter infolge des Total-
      herbizids massiv verändert, wirkt sich dies auf bodenlebende Organismen aus”

      Hinzu kommt die meist monotone Fruchtfolge, die ebenfalls das blanke Gift für den Boden ist.

      Ich kann euren Frust verstehen. Erst hat man euch abhängig von Agrarchemie gemacht und nun, da sich herausstellt dass es immer noch nicht optimal läuft, habt ihr die A…Karte.

      • bauerhans sagt

        mensch stadtmensch,such dir doch mal nen bauern,damit du praktisch lernst!
        fusarium ist nen problem,wenns inner getreideblüte immer regnet,dann sollte man innerhalb von 3 tagen azole anwenden.
        monokultur ist nach CC ausgeschlossen und kein wildkraut überlebt,wenn ich glyphos anwende.
        schwarzbeinigkeit ist auch ein problem feuchter witterung und 100% getreideanbau.

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Autorin
        Dr. Martha Mertens
        ist Diplom-Biologin und Sprecherin des
        Arbeitskreises Bio- und Gentechnologie
        des BUND und des gleichnamigen Arbeits-
        kreises des Bund Naturschutz in Bayern e.V.

        Man könnte auch einen gläubigen Moslem fragen,
        was er von der katholischen Kirche hält.

        • Stadtmensch sagt

          Nein. Wissen ist etwas völlig anderes als Glaube. Und für das Wissen, das Frau Mertens in ihrem Abtract zusammengefasst hat, sprechen Bände (s. Literaturverzeichnis)

      • Direktsäer Thomas sagt

        Den kritischen Agrarbericht sollte man, wie der Name schon sagt, kritisch lesen. Das Ziel, die konventionelle Landwirtschaft in Mißkredit zu bringen bestimmt die Auswahl der Auszüge von Gutachten und Studien.
        Keine Aktion auf dem Acker und dem Grünland ist Nebenwirkungsfrei!!!
        Mit dem mähem von Gras verändere ich die Artenzusammensetzung.
        Wenn ich den Boden umdrehe ( Pflüge) hat das massive Auswirkungen auf die im Boden lebenden Organismen und die Wildkräuter. Und im schlimmsten falle ist nach Starkregen ein Teil der guten Krume weg vom Feld und belastet die Gewässer. Das schlimmste was ich einem Boden antuen kann ist ihn über mehrere Monate unbewachsen zu lassen. ( Herbstfurche)
        Die Agrarchemie hat dafür gesorgt das wir alle genug zu Essen haben.
        Doch jeglicher Pflanzenschutzeinsatz kostet sehr viel Geld. Deshalb gilt aus ökologischem und ökonomischem Gesichtspunkt: Soviel wie nötig aber so wenig wie möglich.
        Grundsätzlich sollten wir nicht über einzelne Wirkstoffe sondern über Systeme in der Landwirtschaft reden und welche Werkzeuge ich dafür brauche.
        Ich begleite gerade als Berater Versuche der Offizialberatung zum Glyphosat- und kompletten Herbizidverzicht in einer erosionmindernden Bewirtschaftung.
        Was jetzt schon sichtbar ist das wir in der Glyphosatfreien und vor allem in der Herbizidfreien Variante es mit deutlichen Ernteerschwernissen zu tun haben werden.
        Der hohe Grünbesatz ( Beikräuter ) ist zwar schön für die Biodiversität hat aber erhebliche Nachteile für die Beerntbarkeit und vor allem die Qualität des Erntegutes.
        Ich weis selber wie schwer es ist die komplexen Zusammenhänge als nicht- Landwirt zu verstehen und selbst als Landwirt ist man immer wieder überrascht .
        Einfache Antworten auf komplexe Fragen sind in der Regel einleuchtend, nachvollziehbar und falsch.
        Unter diesem Gesichtspunkt sollte man sich alle Aktionen der Grünen Liga genauer betrachten. Erklärtes Ziel ist es die konventionelle Landwirtschaft abzuschaffen.
        Kollateralschäden werden billigend in Kauf genommen.

        • Sabine sagt

          Also, ich finde es schon mal gut, dass Du verschiedene Methoden ausprobierst. Ich halte das größte Problem bei der Glyphosat-Geschichte ja, dass sich die richtig hässlichen Unkräuter sich ihr eigenes Roundup-Ready-Zertifikat basteln.
          Die Vids von geplagten Landwirten, die baumgroßen Ameranth in ihren Baumwollfeldern stehen haben, finde ich sehr eindrucksvoll. Ich mein, ich hab nebenan Kuhzungen, die langsam aber sicher von weitem ausschauen wie die kleinen Weihnachtsbäumschen, die man im Topf kaufen kann. Aber so hohen Amaranth, den bekomm ich nicht so hoch, wenn ich es versuche.
          Ich muss ganz ehrlich sagen, dass der Bio-Gedanke zu Beginn sicher gut und richtig war, allerdings weiß ich nicht, ob mir das inzwischen nicht zu ideologisch geworden ist.
          Beides, Bio- und konventioneller Anbau, hat Vor-und Nachteile, beide stoßen an ihre Grenzen, daher fände ich eine gemeinsame Weiterentwicklung “Beyond Organic” sehr sinnvoll.
          Die Dakota-Leute sehen sich wohl auch als ein Weg in die Richtung.
          Allerdings geben die häufig die Spezialisierung als Ackerbetriebe auf und beweiden ihre Zwischenfrüchte nach Plan.
          Ich finde da vieles Interessant, auch das der Einsatz von chemischen Dünger und Pflanzenschutz nach anfänglichen “aufrüsten” oft sehr stark reduziert werden kann. Ich denke, da kann sich noch viel entwickeln, wenn man den Landwirten, auch hier, die Möglichkeit gibt zu experimentieren.
          Blöd ist, wenn, weil es halt auch um Politik und Ideologien geht, eine solche Entwicklung nicht beforscht und befördert wird.
          Dabei fällt mir seit neulich auf, dass ihr Landwirte eigentlich ne ordentliche Kraft sein könntet. Ich könntet eine NGO sein und genau so agieren wie PETA, BUND oder NaBu.
          Dakota meint bei den Sioux übrigens Verbündeter

      • Philip sagt

        “immer schön die Verantwortung an den unmündigen Verbraucher delegieren”
        Ich habe das niemals getan.

      • Bauer Willi sagt

        Lieber Stadtmensch, bisher fand ich Ihre Beiträge ja immer noch irgendwie nachdenkenswert und interessant. So langsam nähern sich diese aber den ideologischen Aussagen eines Bio-Bauern aus dem Schwarzwald.

        Zum fachlichen Teil: Glauben Sie mir: ALLE, aber auch wirklich alle Maßnahmen, die wir Landwirte auf dem Acker anstellen, wirken sich auf bodenlebende Organismen aus. Auch die von Biobauern, eben von allen. Sie wollen aber mit diesem Zitat etwas erreichen und das finde ich ausgesprochen schäbig.
        Glyphosat und Fusariosen in einen Zusammenhang zu bringen ist abenteuerlich: Wenn man die Wirkungsweise des Wirkstoffes kennt und weiß, wo er in die Chemie der Pflanze eingreift.
        Das mit der Arschkarte ist einfach nur niveaulos.
        Bauer Willi

  8. Ich seh das so sagt

    Das Lieblingsgift
    Botox, eines der tödlichsten Nervengifte der Welt findet in den letzten Jahren mehr und mehr Anwendung in der plastischen Chirurgie. Doch welche unerwünschten Nebenwirkungen können die Behandlungen mit dem Toxin haben?
    Ist die Wirkung von Botox ausreichend erforscht?
    Und in welchen medizinischen Bereichen findet der Kampfstoff noch seine Anwendung?
    Jeder kennt Botox, auch Botulinumtoxin, als wirksames Antifalten Mittel. Die Zahl der Eingriffe in Österreich hat sich in den letzten 10 Jahren verfünfzigfach. Doch nur wenig bekannt ist die ganz andere Seite von Botox.
    Botox ist eines der gefährlichsten Gifte der Welt und wird aus diesem Grund auch als Kampfstoff eingesetzt.
    Die tödliche Dosis des Toxins liegt etwa bei einem Zehn-Millionstel Gramm. Mit der Menge Botox, die einem Salzkorn entspricht, könnte man 500.000 Menschen töten. Verwunderlich also, dass gerade ein Gift in unsere Falten injiziert wird.
    (aus: gesund.co.at und anderen Quellen)

    Interessant wäre die Frage an die Bevölkerung: “Was sollte verboten werden: Botox oder NaCl ?”
    Ich nehmen an NaCl würde verlieren.

  9. Sabine sagt

    Das Leben ist gefährlich, keine Frage.
    Ich warte auf den “Beipackzettel” für Lebensmittel. Jede einzelne chemische Verbindung in einem Lebensmittel könnte ja eine Krankheit auslösen oder befördern.
    Das wird ein Spaß, tausende verschiedene chemische Verbindungen isolieren und auf Wirkung und Nebenwirkung testen, auch im Tiermodell.
    Oh, Tierversuche? Damit wird sich das wohl erledigen.
    Soo genau wird man es dann wohl doch nicht wissen wollen, oder?

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