Bauer Willi
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Von Wildbienen und Eh-da-Flächen

Werner begeistert sich seit langem für Wildbienen. Und das merkt man seinem Text auch an.

  • Allgemeines zu mir:

Ich, 1958 geboren, mit Plattdeutsch auf einem Kotten aufgewachsen.

Das ganze Kleinvieh, Schottkaninchen, Huhn und Gans, Großvieh, Schweine, Kühe und der Bulle Hans, alle unter einem Dach.

Na ja, war auch ein angebauter Schoppen am Haus. Stand ein Porsche drin. Ihr wisst schon.

Stundenlang beim Heublasen auf dem Balken mit der Leiter an dem Schwenker gestanden. Schwarz wie ein Schimpanse. Als Kleinkind, kauend auf trockenem Kuhfladen, von Mutter beschrien.

Mit allen zusammen im Zinkfass gebadet, anschließend die Wäsche drin vorweichen.

Sonntags immer ein Gedeck mehr für vielleicht kommende Gäste. Die hatten wir auch fast jeden Sonntag.

Später Helfersyndrom auf Natur, dann auf spezielle Tierchen, Hummeln, Wildbienen.

Schnauze voll vom Schnauze halten!

Dennoch, ich bin nie Landwirt gewesen, aber ich bin auch nicht so weit weg davon wie viele andere Menschen. Ich habe nie die Verantwortung gespürt, die ein Landwirt spürt, ja beinahe erdrückt.

Habe nie so stark das Gefühl gehabt, mich für Fehler rechtfertigen zu müssen in die ich hineinkonsumiert, hineinpolitisiert und hineingeschoben worden bin.

Ständig werden Vorwürfe hin und her posaunt. Das muss ein Ende haben!

Ohne die Landwirtschaft bekommen wir eine positive Veränderung in der Biodiversität nicht hin!

Dazu braucht es Aufklärung, Verständnis, klare politische Vorgaben, gezielte Förderung, Ehrlichkeit, Entgegenkommen und Kritikfähigkeit auf beiden Seiten.

Aber, Kritik darf Kritiker nicht gleich zu Bauernbashern machen. Darf umweltbewusste Andersdenker nicht zu Ökospinnern machen.

Da muss auch der Landwirt noch einmal über sein bisheriges Verhalten schauen. Ganz besonders aber der Konsument und die Politiker europaweit.

Wenn der Konsument nicht bereit ist, für nachhaltige Landwirtschaft zu bezahlen, dann müssen an den Grenzen, für Waren von nicht nachhaltig erzeugten Lebensmitteln, Steuern erhoben werden.

Wenn der Landwirt nicht bereit ist, nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben, dann muss es Nachteile für ihn geben.

Wenn die Politiker nicht bereit sind, eine nachhaltige Landwirtschaft konsequent zu fördern, dann müssen sie abgewählt werden.

In anderen Ländern, wie in den Niederlanden, geht die Honorierung der Landwirtschaft schon ganz gut. Da ist der Naturschutz so etwas wie ein Produkt des Landwirtes, was er verkaufen kann. Toll!

Und mal ehrlich, es geht einem doch das Herz auf, wenn man auf Naturflächen schaut. Wenn man sich inmitten dieses wunderbaren Zyklus befindet und das als Landwirt auch noch mitgestalten kann. Nennt mir einen Landwirt, dem das egal ist!

Das ist dann der Anfang einer positiven Veränderung und ein Weg, weg von der Selbstverständlichkeit billiger Lebensmittel.

So, wer noch mehr über mich wissen will, geht auf meine Seite wildbienennisthilfe.de unter „Wer bin ich und wenn ja warum“.

 

  • Eh-da-Flächen:

„Eh-da-Flächen“ ist der Name für eine schon in 2012 begonnene Studie über Flächen in Agrarlandschaften und im Siedlungsbereich. http://eh-da-flaechen.de/files/ifa-potenzialstudie.pdf  Autoren waren Dipl.-Geogr. Mark Deubert, Dipl. Ing. La-Pla. Klaus Ullrich, Dr. Matthias Trapp.

Die Forscher haben innerhalb von abgegrenzten Gebieten herauszufinden versucht, wo Flächen zur Verfügung stehen, die eh da sind und vielleicht für die Schaffung von naturnahen Flächen geeignet sind. Auf der Seite http://eh-da-flaechen.de/index.php heißt es dann, das sind: Offenlandflächen in Agrarlandschaften und in Siedlungsbereichen, die weder einer landwirtschaftlichen noch einer naturschutzfachlichen Nutzung unterliegen.

Dem einen oder anderen Landwirt ist das sicher auch schon bekannt. Einige haben vielleicht auch schon danach gehandelt. In meiner Gegend bin ich allerdings bei keinem fündig geworden. Niemand wusste etwas darüber. Das muss sich ändern, denn durch die immer größer gewordenen landwirtschaftlichen Maschinen werden die Flächen für eine effiziente Bearbeitung auch immer größer. Es bleiben dadurch aber auch immer mehr kleinere Flächen über, die mit den großen Maschinen nicht sinnvoll beackert werden können. Das sind Eh-da-Flächen die für die Biodiversität genutzt werden können.

  • Eh-da-Flächen und die Wildbienen:

Die Eh-da-Flächen-Studie hat mich als Wildbienenschützer aber auf die noch kleineren Flächen gebracht, die im bäuerlichen Umfeld zu finden sind. Ob es direkt an der Einfahrt zum Acker, in kleinsten Randflächen der Wiese, in Ecken, an Hecken, unter Bäumen, an Scheunen zu finden ist oder da, wo eh meist nichts wächst, weil der Boden zu sandig ist. Ja, das sind auch Eh-da-Flächen.

Und um die werbe ich hier ganz besonders zum Schutze der bodennistenden Wildbienen, die ca. 75% der Wildbienen ausmachen und stark bedroht sind. Diese Flächen sind Ruhezonen, Rückzugsgebiete und Nistzonen für Wildbienen. Auch andere Insekten finden hier ein neues Zuhause. Wenn man weiß, wie diese Flächen aussehen sollten, findet man sie plötzlich auch.Wenn man weiß, wie man diese so erhalten kann, dass sie wertvoll für die Biodiversität sind, handelt man auch richtig und zerstört diese nicht durch gutgewolltes Handeln. Wenn man dann noch Geduld hat und der Natur eine Chance gibt, dann entsteht dort ein neuer Lebensraum speziell für die Kleinen und Unscheinbaren.

Dieser zündet im „Erschaffer“ vielleicht einen Funken Stolz. Landwirte, werdet stolz auf diese Lebensräume! Integriert das Kleine in das große Ziel!

Mein Ziel ist es, dass alle Landwirte verstehen, dass die Lebensräume auf den Eh-da-Flächen sehr wichtig sind um diese dann langfristig, mit den richtigen Maßnahmen zu schützen und zu erhalten.

  • Wie mach ich das mit Eh-da-Flächen?

Schaut euch um wo solche Kleinstflächen bei euch sind.

Haltet diese Flächen nutzungsfrei und begeht oder befahrt sie nicht.

Lasst und haltet sie offen, indem ihr ab und zu mal schaut, ob da was wächst. In dem Fall wäre es sehr gut wenn ihr noch Energie genug hättet und kurz Hand anlegt. Vielleicht findet ihr ja auch gleichgesinnte Helfer aus dem nachbarschaftlichen Umfeld, die diese Arbeit für euch gerne übernehmen. Das verbindet den Verbraucher gleichzeitig auch wieder positiv mit dem Landwirt.

Ergänzt die Flächen durch Tot-Morschholz, Steinhaufen, vielleicht sogar mit Wasserstellen.

Legt mit Blühsamen in der Nähe kleine Nahrungsflächen für die Wildbienen an. Das können auch nur ein oder zwei Quadratmeter sein. Am Besten in unmittelbarer Nähe an diese Eh-da-Flächen, da einige Wildbienen nur maximal 200-300m weit fliegen können und sonst viel zu viel Energie und Zeit für die Suche benötigen. Auch Honigbienen konzentrieren sich dann nicht so sehr auf diese kleinen Blühflächen.

Hängt oberirdische, kleine Wildbienennisthilfen an mehreren Stellen auf. Kauft nicht die üblichen Insektenhotels. Diese bieten keinen nachhaltigen Wildbienenschutz wenn sie dann doch von Wildbienen angenommen werden. Denn angenommen ist noch lange nicht durchgekommen. Hierzu gerne die Seite von Werner David besuchen:

https://www.naturgartenfreude.de/wildbienen/nisthilfen/, oder natürlich meine: https://wildbienennisthilfe.de/

Andere Insekten fördert man besser am Boden als in einem Insektenhotel.

Lasst Brombeeren, abgestorbene Holunder und andere markhaltige Sträucher stehen oder hängt 40 cm lange markhaltige Hohlstängel senkrecht, voneinander entfernt auf.

In diesen Stengeln befinden sich dann möglicherweise Eier für die zukünftige Wildbienengeneration im nächsten Jahr. Werden die beseitigt, stirbt eine Generation aus!

Zeigt es der Öffentlichkeit, dass ihr für einen Wandel bereit seid und handelt sichtbar zukunftsweisend.

Klärt auf, über Top-Agrar hinaus. Nicht mit Werbesätzen an oder auf den Feldern, die für „Gegner“ ein gefundenes Fressen sind, indem sie ein Wortspiel daraus machen und sich bestätigt fühlen, dass vielleicht nicht immer mit offenen Karten gespielt worden ist. Beispiel: „Ohne uns werden sie nicht satt“, ergänzt durch „Wir machen doch nur die Felder platt“. (Selber in Kommentaren gelesen.)

Diese Form der Aufklärung geht nach hinten los. Echte Aufklärung ist Umfangreicher, beginnt beim Bauern am Hof und in der überregionalen Presse.

Was die anderen, größeren Eh-da-Flächen angeht, also die, die auf den Ländereien vielleicht noch in Ecken zu finden sind, bitte düngt diese nicht. Haltet sie so mager wie nur eben möglich.

Lasst die Kräuter kommen, die auf fettem Boden keine Chance haben.

Mäht die Fläche einmal im Jahr und, wenn möglich, tragt das Mahdgut ab, damit keine Nachdüngung entsteht. Damit es schneller geht, ist auch eine Mahdgutübertragung am Anfang sinnvoll. Bitte vorher erkundigen!

Vielleicht seht ihr ja die Zaunrübe und damit auch die oligolektischen Wildbienenarten wie die Zaunrüben-Sandbiene, den Klatschmohn und die Mohn-Mauerbiene, der Natterkopf und die Natterkopfbiene. Diese Wildbienen können nur mit den vorher genannten Pflanzen überleben. Das nennt man dann Oligolektie.

Aber auch die Zweifarbige Schneckenhaus-Mauerbiene, die Blattschneiderbiene oder die Dreizahn-Mauerbiene und weitere finden dann wieder eine Heimat.

So schaffen wir gemeinsam vernetzte, naturnahe Flächen, mit denen auch ein Genaustausch der Insekten wieder möglich wird.

Bauern, lasst mich und die Wildbienen nicht im Stich!

Ihr macht es nicht nur für die Wildbienen, auch für die Zukunft eurer Kinder und für den Stolz eurer Familie.

Werner Meyknecht, Ringstraße 13, 49509 Recke

Blühkorridore bis zum Horizont!

wildbienennisthilfe.de

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175 Kommentare

  1. Etwas noch, weil es mir wichtig erscheint:

    Aufmerksam machen möchte ich auch darauf, dass es in meinem Umfeld Menschen gibt, die für eine nachhaltige Landwirtschaft stehen und diese auch öffentlich verbal unterstützen.
    Von diesen Menschen gibt es noch eine Vielzahl in unterschiedlicher Couleur.

    Die Ausagen/Themen dort, sind es Wert diskutiert zu werden.
    Wurden sie hier sicher auch schon oft.

    Ich finde, dass Menschen die offen für die nachhaltigen Landwirte einstehen, dabei aber den Ökologiegedanken auch offen aussprechen, gewertschätzt werden sollten.

    Hier eine Aktuelle Aussage von heute:

    „Kai Behncke: „Hätten wir einen Wunsch frei, dann würden wir uns eine finanzgewichtige Förderung einer umweltfreundlich ausgerichteten Landwirtschaft wünschen – als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das könnte das Insektensterben eindämmen – und damit auch das rasant fortschreitende Aussterben vieler anderer Tierarten. Es ist falsch, Landwirte für ihr Wirtschaften an den Pranger zu stellen, wenn gleichzeitig nach billigen Nahrungsmitteln gerufen wird. Eine milliardenschwere Unterstützung der Landwirte – ausgerichtet an einem langfristig-nachhaltigem Umstellungs- und Handlungskonzept, wäre angesichts der Herkulesaufgabe des Artensterbens absolut angemessen.“

    https://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/

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    • Ein privatier sagt

      Von derartig moralinverseuchten Ausgrenzungsaufforderungen krieg ich Bauchgrimmen.

      „Ich finde, dass Menschen die offen für die nachhaltigen Landwirte einstehen, dabei aber den Ökologiegedanken auch offen aussprechen, gewertschätzt werden sollten.“

      Und wie sieht es mit der Wertschätzung gegenüber den anderen Landwirten aus? Sollten die verachtet werden?

      2+
    • Thomas Apfel sagt

      Auch hier steckt wieder das falsche Konzept der Extensivierung der Produktionsflächen hinter dem Spruch von Kai Behnke. Nachhaltigkeit ist ein ausgelutschter Begriff, der dringend einer verbindlichen Definition bedarf, eher differenziert für den jeweils speziellen Zusammenhang, als allgemein. Nachhaltig ist in Bezug auf landwirtschaftliche Bodennutzung, wenn der erzielbare Naturalertrag von möglichst wenig unerwünschten Stoffeintrag in Boden, Luft und Umgebung begleitet ist und der Boden die Fähigkeit diesen Ertrag langfristig zu bringen erhalten bleibt. Es ist nachhaltig die Möglichkeiten der Intensivierung zu nutzen, schon um andere Flächen für den Artenerhalt frei zu bekommen.
      Die Hotspot- Fläche auf meinem Betrieb ist eigentlich eher zufällig entstanden. Das ist eine sandige Senke (3,5 ha mit AZ 22) die mit Obst nicht genutzt werden kann und für andere Nutzungen zu trocken und im Zuschnitt zu ungünstig ist. Wir haben vor 15 Jahren die restlichen Pflaumenbäume, die dort standen gerodet und seitdem 1 mal im Jahr gemulcht. Die Fläche grenzt an einen Graben und einen kleinen Teich und ist auf der einen Seite von 12 ha Intensivobst (Apfel) begrenzt, ansonsten rundrum von Wald. Vor ca. 5 Jahren, als die Diskussionen ums Insektensterben aufflammten, haben wir mal genauer hingesehen. )95 krautige Pflanzenarten, rund 40 Tagfalterarten und jede Menge Wildbienenarten, nebst Zauneidechsen und ca. 60 Vogelarten. Da ist nix angesät worden, das ist von allein entstanden. Deshalb sehe ich das krampfhafte Anlegen von möglichst bunten Blühstreifen eher kritisch. Die Natur in unseren Breiten stellt nicht das ganze Jahr Blüten zur Verfügung. Diese großflächigen „Blumenbeete“ sind eher Nutzbienenfutter. Es ist viel sinnvoller solche Flächen sich in gewissem Umfang selbst zu überlassen und nur partiell und gelegentlich der Verbuschung und Verwaldung Einhalt zu gebieten (und da reicht mulchen aus, ein paar Schafe oder Zicken machens auch, müssen nur ab und an ersetzt werden, wenn der Wolf „geerntet“ hat)).

      6+
      • Das was Sie da beschrieben haben, beschreibt doch eingentlich im Kern auch das, was ich mit den Eh-da-Flächen erreichen möchte.

        Kai Behnke legt Blühflächen an, um einen Korridor zu schaffen in dem ein Genaustausch und auch Artenwanderung wieder möglich ist.
        Einige Wildbienen schaffen eben nur 200-300 Meter.
        Klar geht das auch anders, aber so geht es deutlich schneller, mit gleichzeitiger Aufklärung der Bevölkerung.
        Mag auch sein, das aus Sicht der Landwirtschaft nicht alle Aussagen positiv aufgenommen werden.
        Aber die Grundrichtung ist doch voll in Ordnung.
        Jeder so wie er kann!

        Mir zum Beispiel geht es unter Anderem auch darum „Blühkorridore und Ruhezonen bis zum Horizont“ zu schaffen und ich währe froh, irgendwann einmal mit meinem Projekt und seinem Korridor zusammen zu Treffen.

        Solange der Begriff Nachhaltigkeit nicht klar definiert ist, wird er von der Öffentlichkeit im Allgemeinen für diese Zwecke genutzt.
        Absolut Recht haben Sie mit der Differenzierung dieses Begriffes.
        Der Begriff ist viel zu allgemein.
        Da muss es Definitionsmöglichkeiten geben, die es ermöglichen, diese für eine bessere Ausrichtung, den Gegebenheiten entsprechend zu nutzen.

        Übrigens, ich bin von der Fläche, die da bei Ihnen entstanden ist, sehr beeindruckt.
        Danke für den Beitrag.

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    • Arnold Krämer sagt

      „…..eine milliardenschwere Unterstützung der Landwirtschaft…… wäre absolut angemessen“
      Warum eigentlich?

      Landwirtschaft sollte man da seitens des Staates unterstützen, wo es keine nenneswerten Produktionsalternativen gibt, also absolute Grünlandstandorte, und dann noch einmal zusätzlich, wo man den technischen Fortschritt beim Grünland nicht voll nutzen kann, also in Gebirgsregionen. Und ansonsten sollte man die Landwirte in Ruhe lassen!! Der Sektor ist mittlerweile völlig überreguliert, überkontrolliert und wird zwischen unterschiedlichen Interessengruppen (Wasserproduzenten, Umweltschützer, Tierschützer, auf Wiederwahl bedachte Politiker und anderen mehr) schon jetzt aufgerieben.

      5+
  2. Ostbauer sagt

    Wie heißt es doch so schön: „Jedem Tierchen sein Pläsierchen“.
    Interessante Anregungen. Manchmal macht man ja auch unbewusst bewusst was richtig.
    Solche „ehda Flächen“(konnte mit dem Begriff bis dato gar nichts anfangen) haben wir hier tief im Osten zur genüge.Viele Kleinstflächen werden auch so „bewirtschaftet“. Bei anderen steht eine andere Kreatur im Vordergrund der Erhaltung. Da gibt es auch Zielkonflikte.
    Beispiel: Wir haben eine Brachfläche die wir laut EU-Richtlinie bis spätestens 15.11. gemulcht haben müssen; mich regt es jedesmal auf, wenn ich sehe, wie so 15-20 Fasane genervt das Weite suchen. (2,5 ha)
    Wenn man selber tut ,was man machen kann (ökonomisch), ist meiner Meinung nach schon viel gewonnen.
    Ich muss nicht den letzten Zentimeter zum Weg hin abpflügen und wir mulchen auch keine Straßenränder. Meine Meinung ist: es muss nicht wie auf einem Schachbrett aussehen, es reicht ,wenn die pflegende Hand zu erkennen ist.
    Ein Problem mit Bienen habe ich jedoch, vielleicht kann mir da ja Jemand weiterhelfen.
    Wir haben seit ca 25 Jahren Mauerbienen in unserem Kälberstall und haben sie auch bewusst „geduldet“ (friedliche Gesellen). Mit der Weile haben sie ca. 2 m2 ausgehöhlt; irgendwann fällt mir die Mauer ein!!

    3+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „irgendwann fällt mir die Mauer ein!!“

      DDR Beton? 😉

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    • Lieber Obstbauer,

      na das hört sich ja fast nach einer heilen Welt an.
      Es wäre wirklich klasse, wenn jeder nicht nur ökonomisch, sonder auch ökologisch, also ökonologisch denken und Handeln würde. Hab ich hier her: http://www.oekonologie.de/

      Von diesen, warscheinlich zu Mau-r-erbienen mutierten Mauerfressern hätte ich gerne einmal ein Foto. Auch von dem Loch.
      Das ist ja eine beinahe unglaubliche Geschichte.
      Wenn da mal nicht ein Anderer seine Pfoten im Spiel hat.
      Toll. Bitte machen Sie einmal Fotos und senden die an info@wildbienennisthilfe.de
      Danke.

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      • Ostbauer sagt

        N`abend Herr Meyknecht,
        es ist ja nicht so, dass sie ein Loch gemacht hätten.
        Wie gesagt, wurde der Stall 1908 erbaut. Dem entsprechend sind die Fugen fast nur aus Sand. Inzwischen sind so viele Fugen „leer“, das man die einzelnen Ziegel herausziehen kann. Ich vermute mal, das es auch einen Zwischenraum gibt wo sich die Bienen aufhalten. Wenn man jetzt neu verfugen würde, wäre die Population ; glaube ich , tot!

        2+
          • Ostbauer sagt

            Könnte aber ein paar Tage dauern, haben im Moment etwas viel zu tun.

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            • Thomas Apfel sagt

              Ich habe auch so eine Scheune ähnlichen Baujahrs mit den beschriebenen ausgefressenen Stellen im Mauerwerk. Bei mir sind das aber Vögel, vor allem Bluthänflinge, die ich ständig beim Fugen auspicken beobachte ??

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  3. Friedrich sagt

    @ Thomas Apfel.

    Die Grünen behaupten doch immer was und die Schlagzeile ist raus. Wenn dann wissenschaftliche Daten später kommen , die dann die Sachlage darstellen , kommt von den Grünen die nächste Behauptungsschlagzeile. So geht das schon seit dem Waldsterben. Inzwischen glauben das immer weniger Leute . Leider haben die Grünen schon die Verwaltungen und die Ministerien unterwandert. Das kann man immer beim Bundesumweltamt , oder dem Umweltministerium (Flasbart als Staatsekretär) usw. sehen , woher der ideologische Wind weht. Mit der Coronakrise wird deren Durchdringung schlechter und die wirtschaftlichen Dinge stehen jetzt im Vordergrund. Leider hat man das Agrarpaket noch durchgedrückt. Diese ganze grüne Ideologieregierungspolitik wird uns mit der kommenden Wirtschaftskrise noch teuer zu stehen kommen. Völlig falsch gesetzte Schwerpunkte in der Vergangenheit fordern jetzt ihren Tribut in Form von Wohlstandsverlusten durch Arbeitslosigkeit , Währungskatastrophe , Wirtschaftseinbrüchen usw. . Corona ist jetzt der Beschleuniger , aber in der nächsten Zeit hätte sich diese zu erwartende Lage doch entwickelt. Armes Deutschald .

    4+
    • Ein Privatier sagt

      „(…) Völlig falsch gesetzte Schwerpunkte in der Vergangenheit fordern jetzt ihren Tribut in Form von Wohlstandsverlusten durch Arbeitslosigkeit , Währungskatastrophe , Wirtschaftseinbrüchen usw. . Corona ist jetzt der Beschleuniger , aber in der nächsten Zeit hätte sich diese zu erwartende Lage doch entwickelt. Armes Deutschald.“

      Die sich hier tummelnden wohlstandsverwahrlosten Wohlstandshasser werden sich bei den zu erwartenden „Wohlstandsverlusten“ freuen.

      Corona ist, was die Politiker draus machen.

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      • Stadtmensch sagt

        Meine Oma hat mindestens drei Währungsreformen und einen Krieg miterlebt. Die Arbeitslosenquote ging max. bis 16%. Alle anderen werden dringend in dem Maße gebraucht, dass der Laden läuft und alle was auf den Teller bekommen. Die Einzigen die bei solchen Turbulenzen das Flattern bekommen, sind Leute, die meinen Geld für sich arbeiten lassen zu können. Aber die „Administration“ hat dazu gelernt und das Schwundgeld wieder entdeckt. Als nächstes kommen die Produktionsmittel dran und dann die Arbeitskraft. Die drei Sachen (Geld, Land, Arbeit) hätte man nicht zur Ware machen dürfen. Führt immer zu Arbeit als Selbstzweck, Bedarfsweckung und Blasenökonomie…

        0
        • Ostbauer sagt

          Meine Großeltern haben sogar zwei Weltkriege und den ganzen Ramsch danach mitgemacht.
          Ich kann mich ja ansonsten mit manchen deiner Gedankengänge anfreunden, aber deine Schlussfolgerung daraus heißt Kommunismus. NeinDanke !!!

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          • Stadtmensch sagt

            Mir schwebt eher eine „Schöne Neue Welt“ vor, solange es dabei eine Nische für „Wohlstandshasser“ gibt.
            😉

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Stadtmensch,
              wenn sie tatsächlich Softwareentwickler sind, dann sollten sie nicht rum jammern. Unsere Söhne haben diesen Beruf und ich weiß was da verdient wird.

              Ps: Ich Weiß, Joe Kaeser und Robert Lewandowski verdienen mehr. 😉

              1+
              • Stadtmensch sagt

                Hoffen wir mal, dass ihre Söhne nie ins Grübeln kommen sondern immer schön träumen und streben. Sonst trollen die bald auch durch Foren und klauen den Mitmenschen die Zeit mit ihrem Weltschmerz.

                1+
                • Brötchen sagt

                  @Stadtmensch, wenn ich richtig schlussfolgere, wenn Deine Oma einen WK mitgemacht hat, dann ist Deine Oma, die Generation meiner Mutter und Du bist eine Generation nach mir.
                  Da passt das Bild doch ganz gut was ich so von Dir habe.
                  Du bist so ein Wendekind nicht Fisch nicht Fleisch.
                  Erklärt sich vieles.

                  1+
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Stadtmensch

                  Als Vater ist man zufrieden, wenn die Kinder in ihrem Wunschberuf arbeiten können und zufrieden sind.

                  Nicht Glück macht zufrieden,
                  sondern Zufriedenheit macht glücklich!

                  4+
            • Reinhard Seevers sagt

              Hat er denn seine tägliche Ration Soma schon genommen? 🙂

              1+
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Mein lieber Stadtmensch,
          reich bin ich bestimmt nicht, aber das Geld, das wir für unser Alter angespart haben, das möchten wir gerne behalten.
          Es sei denn, der Stadtmensch ist mit 415 Euro Lohn auch zufrieden, dann können wir nochmal darüber reden.

          1+
        • Ein Privatier sagt

          Mit anderen Worten,
          Sie sind noch grün hinter den Ohren, denn Sie haben noch gar nichts erlebt.
          Sie sind bloß ein wohlstandsverwahrloster Wohlstandshasser.

          Stadtmensch

          6. Mai 2020

          Meine Oma hat mindestens drei Währungsreformen und einen Krieg miterlebt. Die Arbeitslosenquote ging max. bis 16%. Alle anderen werden dringend in dem Maße gebraucht, dass der Laden läuft und alle was auf den Teller bekommen. Die Einzigen die bei solchen Turbulenzen das Flattern bekommen, sind Leute, die meinen Geld für sich arbeiten lassen zu können. Aber die „Administration“ hat dazu gelernt und das Schwundgeld wieder entdeckt. Als nächstes kommen die Produktionsmittel dran und dann die Arbeitskraft. Die drei Sachen (Geld, Land, Arbeit) hätte man nicht zur Ware machen dürfen. Führt immer zu Arbeit als Selbstzweck, Bedarfsweckung und Blasenökonomie…

          0
          • Brötchen sagt

            @Privatier

            „Die Einzigen die bei solchen Turbulenzen das Flattern bekommen, sind Leute, die meinen Geld für sich arbeiten lassen zu können.“

            Die Aussage ist falsch, die werden als Sieger aus dem Szenario rausgehen, das verkennt er.

            1+
        • Arnold Krämer sagt

          Allen, die hier jetzt bei den Erklärungsversuchen für das sind, was „die“ Menschen antreibt, empfehle ich die Veröffentlichungen von S. Reiss zu den 16 „Lebensmotiven“. Da wird deutlich, dass alle monokausalen Erklärungsversuche (auch hier aktuell im Blog) ins Leere laufen.

          0
          • Reinhard Seevers sagt

            Und ich empfehle Andreas Reckwitz: „Die Gesellschaft der Singularitäten“

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            • Brötchen sagt

              Jetzt zieht ihr die Bücher aus dem Schrank! 🙂 find ich feige 🙂

              2+
              • Arnold Krämer sagt

                @Brötchen, ……für mehr reicht die Zeit im Moment nicht, aber jeder kann sich über Google ja schnell einen Überblick verschaffen und dann entscheiden, ob er seinen eigenen Gedanken zum Thema einem anderen Ansatz „aussetzen“ will.

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                • Brötchen sagt

                  Ich habe so einen Ausspruch von meinem Prof….den hatte ich gefragt, so als junger Naiver Jüngling, warum die Menschen immer die gleichen Fehler in der Geschichte machen, wir könnten doch einfach das gesammelte Geschichtswissen nehmen und uns daraus eine bessere Welt schaffen. (letzteren Teil habe ich nicht so zu ihm gesagt)

                  Antwort: der Mensch lernt hauptsächlich durch eigene Erfahrung, an gelesenes Wissen ist da nur bedingt hilfreich. Deshalb die menschl. Entwickl. spiralförmig nach oben, optimistisch betrachtet, pessimistisch kreisförmig ;)…kommen immer am gleichen Punkt raus. Die Fahrzeuge sehen etwas anders aus….die Frauen haben andere Gewänder und Frisuren aber sonst….

                  1+
                • Reinhard Seevers sagt

                  Brötchen, ist wie mit der Rezension des Buches, das Willi vorstellt. Ohne es gelesen zu haben, ist es schwierig, sich eine Meinung zu bilden.

                  Ich kann dir aber auch noch erhellende Literatur empfehlen, die den Lebenssinn hinterfragen helfen:
                  “ Denken hilft zwar, nützt aber nichts“ von Dan Ariely und
                  “ Das Beste, was wir tun können, ist nichts“ von Björn Kern

                  So Long! 😀👍

                  0
                • Brötchen sagt

                  @R. danke für Deine Mühe….

                  ich hoffe das ich die Phase mit den Büchern, was Du so empfiehlst, erfolgreich überwunden habe…spiralförmig nach oben und nicht kreisförmig 😉

                  Habe die Ehre!

                  1+
                • Thomas Apfel sagt

                  Dazu passt auch: „Die Zeit bewegt sich seitwärts“
                  (F. J. Degenhardt)

                  1+
                • firedragon sagt

                  Kann mir mal einer von Euch verraten, wann man die Bücher alle lesen soll…gibt es dazu bitte noch ein „Paralellleben“ für mich, welches sich nur mit Lesen beschäftigt, das andere kann dann beruhigt weiter arbeiten …;-)

                  2+
                • Reinhard Seevers sagt

                  Feuerdrache, arbeiten wird immer total überbewertet….Geldverdienen reicht aus. 🙂 Und wenn der Anspruch ganz tief angesetzt wird, so ganz ohne materieller Befriedigungswut, dann genügt auch ganz wenig….
                  🙂

                  1+
                • firedragon sagt

                  Herr Seevers,
                  nur Luft und Liebe mag ja mal ganz gut sein, nur alleine davon überleben wollen … weiß nicht, wie lange das möglich ist – bis 4 Tage oder so ?

                  1+
  4. Thomas Apfel sagt

    Ich will vorausschicken, dass ich auch seit Jahren in der Förderung von Wildbienen und Artenschutz im Obstbau unterwegs bin. Trotzdem finde ich es interessant, dass das Deutsche Institut für integrative Biodiversität in TopAgrar eine Richtigstellung zu Fehlinterpretationen ihrer Meta Studie zur weltweiten Veränderung der Insektenmasse veröffentlicht hat. Mit der erstaunlichen Feststellung, dass weltweit Landinsekten etwas abgenommen (9 %), Süßwasserinsekten aber zugenommen haben (+11 %). Für Deutschland wird mit 19 % Abnahme der weltweit und auch für Europa schlechteste Platz konstatiert. Aber was denn nun 75 % (BMU, NABU BUND) der Masse oder 19 %. Da haben wohl die Insekten in den letzten 60 Jahren in vorauseilender Reaktion auf den Aktionismus der letzten 10 Jahre ihre Situation einfach rückwirkend verbessert?
    1. sind Meta Studien bekanntermaßen keine eigenen Untersuchungen sondern ein Evaluieren vorhandener Studien. Die waren in Deutschland im weltweiten Vergleich extrem tendenziös in ihrer Auswertung und (unzulässigen) Extrapolation. Erstaunlich, dass trotzdem „nur 19% Abnahme“ bei den Landinsekten herauskommt.
    2. finde ich es ermutigend, dass Wissenschaftler tendenziöse Fehlinterpretationen dieser Art (75 % Abnahme) beginnen richtig zu stellen.
    In Bezug auf die Eh-da-Flächen finde ich es selbstverständlich trotzdem richtig alles zu tun was möglich ist. Und auch insgesamt muss intensive Landnutzung auf der einen Seite durch extensive Flächenanteile auf der anderen Seite kompensiert werden, und da ist durch einfache Strukturmaßnahmen viel möglich und muss nicht der ganze deutsche Landwirtschaftsladen auf BIO umgestellt werden. Ansonsten dokumentiert diese Stellungnahme der Instituts für integrative Biodiversität nur ein weiteres Mal : „Wir wissen, dass wir (fast) nichts wissen“ !!!

    9+
    • Lieber Thomas Apfel,

      Danke für diese erleuchtenden Worte.

      Ich bin kein Wissenschaftler und ehrlich, ich vertraue diesen ganzen Studien nur bedingt.
      Es ist aber wichtig, dass sich Menschen wie Sie genauer mit dem Thema auseinandersetzen.
      Mich reibt das meistens nur auf.
      Ich will was machen, wenn ich selbst erkenne, dass es so nicht weitergeht.
      Für politische Entscheider sind diese fachlichen Einschätzungen, Hochrechnungen sicher wichtig. Ok.

      Toll finde ich auch, dass Sie sich schon so lange um die Artenvielfalt kümmern.
      Dabei geht es nicht nur um die Besteubung, sondern auch ums Überleben.
      Wenn die Kleinstinsekten nicht da sind, haben die Prädatoren nix zu beißen und die Mikroorganismen keine Reste zum Umsetzen in Biomasse.

      Aber was meiner Meinung nach auch unterbewertet wird, ist die Welt unter der Erdoberfläche, die Pilze im Besonderen.
      Da bin ich nun wirklich kein Fachmann, nicht einmal richtig belesen.
      Dennoch, gerade in der Landwirtschaft, sollte man da noch mehr draufschauen.
      Nun, wird ja vielleicht auch gemacht, nur ich weiß es eben nicht.

      Neulich habe ich gelesen, dass ein Landwirt durch schonende Bodenbearbeitung und damit der Erhaltung der Mykorrhizen eine Ertragssteigerung erreichte.
      Gering zwar, aber dennoch finde ich das interessant und weist vielleicht alternative Wege auf.
      Spannend auf jeden Fall.

      2+
    • fingerphilosoph sagt

      Ich nehme mal an, Insekten und anderes Viechzeug fühlt sich da wohler, wo es auf der Welt nicht ganz so perfekt zugeht, wo es immer noch ein bisschen Original-Schmutz und Original-Chaos und eben echte alte, vor sich hin gammelnde Gemäuer und ungepflegte Ecken gibt. Wie hier in Frankreich beispielsweise, wo man offener zum Verfall steht und ihn nicht versteckt.

      Diese Ecken mit künstlichem Schmutz und künstlichem Chaos als Eh-da-Flächen oder mit teuer subventionierten Blühstreifen bewusst zu gestalten, damit man wieder mehr Insekten hat, scheint mir Teil eines Perfektionswahns zu sein, der zu seiner Vollendung auch dem Nicht-Perfekten seinen perfekt abgezirkelten Winkel einzuräumen versucht.

      Wenn ich eine Wildbiene wäre, dann würde ich mich vor allem da wohl fühlen, wo man mich nicht ständig zählt und beobachtet und fotografiert und Artikel über mich schreibt.

      1+
      • Die Kritik ist angekommen!

        Wenn der Eindruck entstanden ist, dass ich die Eh-da-Flächen bewusst gestalten möchte, mit künstlichem Schmutz und Chaos versehen möchte, dann gebe ich Ihnen sogar Recht.
        Wo haben Sie das in so deutlicher Form in meinem Artikel gelesen oder hineininterpretiert?

        Mir ging es um die Bewahrung dieser „Original-Schmutz und Original-Chaos“- Flächen und das speziell für die bodennistenden Wildbienen.
        Diese Flächen müssen offen bleiben.
        Sie wurden in den vergangenen Zeiten auch durch die Beweidung offen gehalten, aber die Zeiten, was die Viehhaltung angeht, haben sich geändert.
        Daher ist es wichtig, diese Flächen zu bewahren.

        Was ist Ihrer Meinung nach nun an dem Artikel im Grundsatz falsch?
        Warum torpedieren Sie eine an sich richtige Richtung zur Sensibilisierung auf solche Flächen.
        Motivation es besser zu machen, sollte auch Ihr Antrieb sein.
        LG

        1+
        • fingerphilosoph sagt

          Lesen Sie mal diesen Artikel hier, dann verstehen Sie vielleicht, worauf meine Kritik abzielt:

          https://www.heise.de/tp/features/Mit-einer-Tasse-Kaffee-die-Welt-retten-3366072.html

          Was de facto passiert, ist, dass der Mensch, der es „besser“ machen will, eben dadurch dem Kapitalismus neue Geschäftsfelder eröffnet, und dazu gehört derzeit vor allem der Naturschutz.

          Der Kapitalismus braucht zwingend Idealisten und Revolutionäre, damit er sich weiter ausbreiten und immer neue, bislang noch nicht kommerzialisierte Bereiche wie in diesem Fall Insekten oder Wildbienen erschließen und kommerzialisieren kann.

          Um die Menschen zu sensibilisieren, wie Sie sagen, werden eine Menge Artikel und Bücher geschrieben und verkauft, Insekten-Blumensamen gezüchtet und verkauft, Insekten-Hotels und Bastelanleitungen für Insekten-Wellnessparadiese verscherbelt, Wildbienen-Führungen angeboten, Spendengelder eingesammelt, Schutzgebiete ausgewiesen, eingezäunt und bepflanzt, und im Endeffekt ist das alles ein großes Geschäft, das vielen Menschen ihren Lebensunterhalt einbringt, während sich die Wildbiene ganz unbemerkt in eine Zoo-Biene oder eine Reservats-Biene verwandelt. Eine Zoo-oder Reservats-Biene ist wie die Zuchtbiene ein Nutztier für den Menschen, wobei es teilweise auf die Bestäubungstätigkeit ankommt, aber viel mehr noch darauf, dem Menschen ein wohliges Bienenschützer-Gefühl zu vermitteln.

          Mir verursacht dieser als „Bessermachen“ getarnte grüne Kapitalismus inzwischen ziemliches Unbehagen, deshalb torpediere ich ihn.

          4+
          • Brötchen sagt

            Was willst Du dann haben?

            Feudalismus
            Absolutismus
            Sozialismus
            Kommunismus
            Gottesstaat
            Anarchismus

            ?

            2+
            • firedragon sagt

              Wie wär’s mit einigmaßen ehrlichem Kapitalismus, ohne Verdummung, Täuschung und überbordenden Emotionen…

              1+
              • Brötchen sagt

                Bin ich großer Anhänger von.

                Wüßte auch nichts anderes, aber vielleicht hat ja der Große Philosoph aus der Grande Nation was zu bieten?

                1+
            • fingerphilosoph sagt

              Brötchen, ich will in einer Welt leben, wo ich darauf vertrauen kann, dass Du Deinen Laden schon schmeißen wirst, ohne dass ich oder irgendwelche Bienenschützer Dir ständig Ratschläge geben oder Dir gar mit Vorschriften kommen müssen. Ich will glauben können, dass Du es mindestens genausogut kannst wie ich, ohne dass ich mich in Deinen Laden einmischen und was an Dir „verbessern“ muss. Und wenn Du mir dann von Dir aus was von Deinem Laden erzählst, höre ich mir das gern an und gucke, ob ich was von Dir „klauen“ bzw. übernehmen kann.

              Umgekehrt gilt das auch: Ich wünsche mir, dass Du darauf vertraust, dass ich meinen Laden schon schmeißen werde. Oder dass es Dir wenigstens egal ist, was ich tue. Und genauso will ich es den Bienen überlassen, dass die wiederum ihren Laden schmeißen. Das alles geht ganz ohne hinten einen -ismus.

              Und der Rest ist dolce vita.

              Hinter all diesem Schützen, Bessermachen, Belehren, Sensibilisieren und sonstigem Aktivismus steht vor allem eines: mangelndes Vertrauen in die Anderen. Ich will mir dieses Vertrauen in die Fähigkeiten der Anderen bewahren, auch wenn mir nicht alles gefällt, was diese Anderen so treiben und tun.
              Aber ich habe auch nicht den Anspruch, dass mir alles gefallen muss.

              6+
              • Reinhard Seevers sagt

                Zitat: „Hinter all diesem Schützen, Bessermachen, Belehren, Sensibilisieren und sonstigem Aktivismus steht vor allem eines: mangelndes Vertrauen in die Anderen.“

                Aber genau das Misstrauen ist doch die Triebfeder und der Grund für unsere Diskussionen….Misstrauen wird sogar demokratisch eingefordert. Nennt sich dann nur harmloser kritische Betrachtung der Umstände.

                0
                • Brötchen sagt

                  Reinhard nicht nur Misstrauen, die ganze Palette der menschl. Verhaltensweisen.
                  Hass, Gier, Neid, Missgunst, Sorglosigkeit, Faulheit, Völlerei, Dummheit, Arroganz……

                  Steht alles schon in dem schlauen Buch mit dem Kreutz drauf. Haben die vor 2000 Jahren schon gewusst, sicher auch schon die alten Ägypter.

                  1+
                • Brötchen sagt

                  Übrigens der Sozialismus wusste das und für den Kommunismus war ein neuer Mensch notwendig.
                  Deshalb mußte der erzogen werden, für das Paradies und auf das Einzelschicksal konnte da keine Rücksicht genommen werden.
                  Ist leider gescheitert, weil die Menschen trotzdem Menschen geblieben sind, vielleicht haben die etwas mehr gewusst als die alten Ägypter, aber im Grunde sind das immer die Menschen mit dem ganzen Spektrum geblieben….und werden es auch immer bleiben.
                  Deshalb brauchen die Menschen Motivation irgendeiner Art und sie es Alkohol, Weiber und Fussball, oder Klamotten, Schuhe und Urlaub.

                  1+
          • Reinhard Seevers sagt

            Die Ursachen liegen tiefer. Wenn man sich die Publikation
            „Deutsche Heimat: Nationale Konzeption und regionale Praxis von Naturschutz, Landschaftsgestaltung und Kulturpolitik in Westfalen-Lippe und Thüringen (1900-1960) (Forschungen zur Regionalgeschichte) (Deutsch) Gebundene Ausgabe – 17. Mai 2004“
            anschaut, dann wird einem deutlich, dass die Angst die „Heimat“ zu verlieren uralt ist, und das Bemühen zur Rettung dergleichen mit Hilfe des Naturschutzes ebenfalls. In Zeiten absoluter Unsicherheit (globale Effekte) in Verbindung mit der Überalterung der Gesellschaft (Rückbesinnung) kommt es zu einer Überkompensation, eine Vervielfältigung der Interessen und seiner Partner (jung und alt ziehen an einem Strang, dem der Natur/Heimat)
            Es wird auch weitergehen, weil die Natur, die Heimat den Preis zahlen muss für die materielle Befriedigungskultur. Man muss nur aufpassen, dass man nicht „Schuldige“ ausmacht, die lediglich ein kleiner Teil der Lösung sind.

            1+
            • Brötchen sagt

              “ Man muss nur aufpassen, dass man nicht „Schuldige“ ausmacht, die lediglich ein kleiner Teil der Lösung sind.“

              oder die eher eigentlich die „Löser“ sind.

              Dieter Wischmeyer meinte heute früh „Traumschiff Deutschland“ und Tim Mälzer musste weinen, weil seine Leute die Miete nicht mehr bezahlen können.

              1+
          • Stadtmensch sagt

            Steht ja extra auf seiner Homepage: „Der Bau von Nisthilfen kann es nicht sein“. Besser ist, „natürliche“ (also auch durch Nutzung entstandene) Habitate zu erkennen und wenn möglich zu erhalten. Das ist einfach die Kür für Leute, die mit der Kulturlandschaft arbeiten. Das ist, wie du schon richtig feststellst, ein Streben nach Perfektion oder die Lust an der Erkenntnis, wie etwa beim Lesen von Büchern über die Antike. Ein Unding, dass solche Bücher schnöde Handelsware sind…oder?

            1+
            • Brötchen sagt

              Stadtmensch muss ich Dir sicher nicht erzählen,
              Du brauchst für die entsprechenden Spezialisten ein Habitat, also Umweltbedingungen incl. der Pflanzen.

              So dann gibt es welche die wissen das und welche die wissen das nicht.

              Dann kannste versuchen, den der das nicht weiß zu überzeugen, nun hat der aber wieder anders gerichtete Interessen, meinetwegen, die auch existenzbedrohend für den sind.

              Nun mußte versuchen das irgendwie abzuwägen. Dabei flunkert der ein oder andere über seine wirklichen Verhältnisse. Ja und dann einigen die sich vielleicht sogar und da entsteht wirklich ein tolles Biotop für die rückwärtsfliegende Senfbiene. Die hat aber keine Lust und läßt sich ewig nicht blicken. Ja und dann geht das ganze von vorne los.

              1+
              • firedragon sagt

                … rückwärtsfliegende Senfbiene… was es nicht alles bei Dir gibt… bei uns soll es ja die Elwetritsche geben, zu bestimmen Zeiten und nur Nachts kann man die wohl auch zu Gesicht bekommen… ganz ein scheues Tierchen.

                0
            • fingerphilosoph sagt

              Diese Lust an der Erkenntnis degradiert das zu Erkennende zum reinen Objekt und genau da setzt der Kapitalismus an. Wer nach Erkenntnis giert, kann nicht warten, bis das zu Erkennende sich offenbart. Er muss es erforschen, auch wenn er es dabei zerstört. Okay, das ist jetzt sehr philosophisch, um nicht zu sagen abgehoben und weltfremd, aber andererseits gab es auch immer mal Philosophen die mit ihrer Lust an der Erkenntnis erstmal ihre eigene Lust an der Erkenntnis hinterfragen. Letztendlich geht es bei dieser Lust an der Erkenntnis darum, sich selbst zu erkennen, nicht darum, Wildbienenpopulationen zu zählen oder Wildtiere mit irgendwelchen Sendern zu versehen, um noch mehr Daten zu sammeln.
              Dass man die Ergüsse des menschlichen Geistes, ob antik oder nicht, in Produkte des Kapitalismus verwandelt, ist zu verschmerzen, denn dabei kann man nicht so viel kaputt machen 🙂

              0
              • Reinhard Seevers sagt

                Ja, sehr schön philosophisch….:-)
                Ist doch merkwürdig, dass sich die Menschen nicht darüber echauffieren, dass seit einigen Wochen 650 Satteliten den Sternehimmel aufmischen. Wenn man Abends zu den Sternen blickt und die Satteliten lautlos, paarweise durchs All schweben, dann muss man sich schon wundern, dass der Kapitalismus es geschafft hat, dass das Sternenbild sich ändert, ohne dass die Menscheit den Elon kreuzigt oder verbrennt…..aber Bienen retten, das funkt. …ok, war OT 🙂

                1+
                • Stadtmensch sagt

                  Um den Weltraumschrott muss er sich ja nicht kümmern. Der nimmt immer dann zu, wenn mal ein paar Trümmer zusammenstoßen. Irgendwann kannst du keine Satelliten mehr nutzen. Der Elon kann sich doch einen Obelisken hinstellen. Wie vergleichbare Typen früher – und entspannen…

                  0
                • firedragon sagt

                  Herr Seevers,
                  kann man aus einem Stallgebäude ein 2qm großes fast Loch „entnehmen“, das entstandene Loch wieder ausmauern und das fast Loch vorne dran wieder anbringen?

                  0
                • fingerphilosoph sagt

                  Bienen retten funkt ebenso wie Plastiktüten durch selbstgenähte Stoffsäckchen zu ersetzen: das verschafft manchen Menschen ein gutes Gewissen, ohne dass irgendjemand sich selbst noch das System wirklich ändern muss. In zweihundert Jahren wird in den Geschichtsbüchern vielleicht von „säkularem Ablasshandel“ die Rede sein.

                  Auf Satelliten zu verzichten würde hingegen heißen, dass der Junkie Mensch sich selbst Restriktionen auferlegt, was den ausufernden Konsum seiner heißgeliebten Techno-Drogen angeht. Meiner Einschätzung nach ist der Mensch zu einem solchen Schritt schlicht nicht fähig. Es muss erst eine neue Technologie auftauchen, die Satelliten veraltet erscheinen lässt. Wenn man glaubt, die Dinger nicht mehr zu brauchen, werden manche Menschen Anti-Satelliten-Vereine gründen, die Verschmutzung des Sternenhimmels bitter beklagen und eventuell ein neues Weltuntergangsszenarium entwerfen, dergestalt, dass uns demnächst der Himmel auf den Kopf fällt. Beim Teutates!

                  2+
              • Stadtmensch sagt

                @fingerphilosoph, du hättest du mal lieber dein Philosophiestudium zu Ende gebracht, dann würdest du auch nicht so viel Metaphysik von dir geben: „warten, bis sich das zu Erkennende offenbart“ oder „das Objekt wird entzaubert“. Die Freude am Wissenserwerb ist einigen höher organisierten Zellhaufen inhärent. Oder Meinst du, die Himmelsscheibe von Nebra wäre nicht geeignet gewesen, den optimalen Saatzeitpunkt zu bestimmen? Was ist bei dieser Spielerei kaputt gegangen? Da Vinci konnte auch die Pathologie erfinden, ohne am lebenden Individuum zu schnippeln.

                2+
                • fingerphilosoph sagt

                  Zwischen der Freude am Wissenserwerb und der Freude am Erwerb von Konsumgütern gibt es keinen so großen Unterschied, wie manche Stadtmenschen sich offenbar einreden wollen. In beiden Fällen ist jeweils Gier die Antriebskraft. Denn auch Neugier ist Gier, wie der Name schon sagt. Wie Du sicher weißt, wird das kapitalistische System nun mal von Gier angetrieben und aufrecht erhalten. Wer also Gier gut heißt und sei es in Form von Neugier – sorry, ich meine natürlich „Freude am Wissenserwerb“ -, sollte schon auch bereit sein, die Konsequenzen zu tragen und entsprechend den Kapitalismus akzeptieren.
                  Falls Du es noch nicht gemerkt hast, führt Wissenserwerb in der Folgephase zwangsläufig zu neuen Konsumgütern, beispielsweise können auf einmal Eh-da-Ecken vermarktet werden, Humusbakterien oder Blühstreifen-Samen.

                  0
          • Seppi sagt

            Schon mal drüber nachgedacht, dass sich ohne diesen „Grünen Kapitalismus“ die Situation für unsere Wildtiere und Pflanzen nur immer noch mehr verschlechtert, weil freiwillig die wenigsten bereit sind, das zu tun oder zu lassen was, den Ansprüchen und Bedürfnissen der Arten entspricht?

            0
            • firedragon sagt

              Seppi,
              schon mal nachgedacht, was Du schreibst ?
              Was meinst Du, was alles bspw. in oder von Luzernen lebt. Dass Insekten nicht nur Blühstreifen benötigen, sondern auch Viehscheisse und die offenen Flächen, die bpsw. Kühe schaffen, gerne genutzt werden. Dass, wenn die kleinen Viehhalter aus den Dörfern verschwinden, auch Wiesen verschwinden (Verbuschung/Verwaldung). Und dann kommen so Belesene daher und erklären einem die Welt, weil der kleine LW (oder auch der große) ja von Natur und Kreislauf so gar keine Ahnnug hat …

              3+
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Was tun sie, was den Ansprüchen und Bedürfnissen der Arten entspricht?

              Mal im Block von Bauer Willi zu schreiben, ist sowas von dürftig.

              Der grüne „Kapitalismus“ führt dazu, dann immer mehr Betreiben die Stalltüren für immer schließen.

              0
            • fingerphilosoph sagt

              @ Seppi
              Das ganze Handeln der Menschen ist doch darauf ausgerichtet, immer mehr Menschen auf diesem Planeten unterzubringen, die immer älter werden. Vegan werden sollen wir ja vor allem deshalb, damit nicht nur acht, sondern zehn Milliarden Menschen diesen Planeten bewohnen können. Der Mensch besiedelt allein aufgrund seiner schieren Masse jeden nur möglichen Lebensraum, und das geht logischerweise nur, wo er die anderen Arten verdrängt, es sei denn, die anderen Arten tragen dazu bei, ihn zu ernähren oder ihm sonstwie nützlich zu sein. Das ist alles, was den Menschen interessiert. Alles andere ist Heuchelei.

              Bleiben Sie mir also vom Leib mit den Ansprüchen und Bedürfnissen der Arten. Darum geht es gar nicht. Die Ansprüche und Bedürfnisse der Arten werden von den grünen Kapitalisten nur vorgeschoben, damit sie auf diese Weise ihre eigenen, von Romantik und Disney geprägten Vorstellungen einer kleinbäuerlich-heilen Welt durchsetzen und den Rest der Menschen dazu zwingen können, nach diesen Vorstellungen zu leben. Es geht den Grünen überhaupt nicht um das Wohl und Wehe der Arten, denn sonst müssten sie sich ohne Wenn und Aber auch für die sogenannten „Schädlinge“ einsetzen, was sie wohlweislich aber nicht tun. Das führt im Endeffekt zu der absolut schizophrenen Einstellung, dass die Grünen den Bauern den Einsatz von Pestiziden verbieten, während sie gleichzeitig in der Hand das Insektenspray halten, um sich vor Zecken, Motten oder Bettwanzen zu schützen.

              4+
              • Brötchen sagt

                „Das ganze Handeln der Menschen ist doch darauf ausgerichtet, immer mehr Menschen auf diesem Planeten unterzubringen, die immer älter werden. Vegan werden sollen wir ja vor allem deshalb, damit nicht nur acht, sondern zehn Milliarden Menschen diesen Planeten bewohnen können. Der Mensch besiedelt allein aufgrund seiner schieren Masse jeden nur möglichen Lebensraum, und das geht logischerweise nur, wo er die anderen Arten verdrängt, es sei denn, die anderen Arten tragen dazu bei, ihn zu ernähren oder ihm sonstwie nützlich zu sein. Das ist alles, was den Menschen interessiert. Alles andere ist Heuchelei.“

                stark vereinfachte Sichtweise mit Aluhutcharakter

                Das einzelne Individuum hat das nicht als Ziel ausgegeben, das ist das Ergebnis von globalen Mechanismen.
                Sogar gegenläufige Mechanismen wie Bevölkerungsabnahme da erzeugt Bevölkerungszunahme woanders..

                D. würde ohne erzwungene Zuwanderung auf 60 Mio Einwohner schrumpfen in 20 – 30 Jahren.

                Meines Erachtens nicht das Ergebnis einer bewussten Agenda, sondern das Ergebnis einer unbeherrschbaren Dynamik.
                ala Zauberlehrling von Goethe

                Ließe sich aber bei bestimmten Weichenstellungen ändern.

                Z.B. gibt es in Europa Naturschutzgebiete oder Nationalparks ohne Ende, wo auch kaum Menschen unterwegs sind.

                0
                • Reinhard Seevers sagt

                  Zitat Brötchen:“…stark vereinfachte Sichtweise mit Aluhutcharaktert:“

                  Genau, das machen wir doch alle hier. Jeder nach seiner Facon. Ich glaube, dass der homo oeconomicus nur das materielle Befriedigungsziel kennt, und dass daraus alle Unbilden entstehen. So lange es keine Alternative zur materiellen Befriedigung gibt, wird die Umweltzerstörung weitergehen, so oder so.
                  Wir (unsere Gesellschaft) wartet sehnsüchtig wieder ins Urlaubsparadies fliegen zu können und die Menschen in den Slums der Welt würden gerne genug Nahrung und Einkommen generieren, um zu überleben….so oder so, jeder trägt dazu bei, mal mehr mal weniger.

                  0
                • Brötchen sagt

                  @Reinhard

                  muss ich widersprechen..

                  „Genau, das machen wir doch alle hier. Jeder nach seiner Facon. Ich glaube, dass der homo oeconomicus nur das materielle Befriedigungsziel kennt, und dass daraus alle Unbilden entstehen.“

                  das ist vermischt mit vielen anderen Dingen, fahre mal einen Kleinwagen und beobachte andere Verkehrsteilnehmer und dann steige in einen dicken anderen .

                  Das materielle ist nur das Mittel zum Zweck, das ist nur das vorgeschobene…dahinter steht das andere.

                  Deshalb sind reiche Menschen, oft sehr unglücklich.

                  0
                • Reinhard Seevers sagt

                  Brötchen, du siehst es aus einer „Macht-Perspektive“, so verstehe ich deinen Wink mit dem großen Auto. Ich sehe das anders. Jeder sucht nach materieller Befriedigung. Der eine kauft sich jeden Monat ein neues handy, der andere fährt dreimal im Jahr auf Kreuzfahrt. Der Dritte fährt einmal am Wochenende mit seinem neuen E-bike usw. Einige möchten sicher eine Machtposition ausüben, aber alle suchen nach einer Befriedigung eines Bedürfnisses. Dieses Bedürfnis definiert jeder für sich anders. Da ist auch Neid und Größenwahn dabei, und auch Missgunst und Spaßhaben….

                  0
                • Brötchen sagt

                  @Reinhard nach außen hin, sieht das so aus.

                  Es ist aus eigener Sicht extrem schwierig sich einzugestehen, was wirklich die Triebfeder ist, warum man bestimmte Dinge macht.
                  Aus eigenem Erleben habe ich für manche Erkenntnisse Jahrzehnte gebraucht, mir bestimmte Dinge einzugestehen.

                  0
                • Thomas Apfel sagt

                  Brötchen, das Zitat von Fipfil. sagt doch an keiner Stelle, dass irgendeine „Verschwörung oder „Weltregierung“ dahintersteht, wieso also Aluhut?
                  Ich verstehe das Zitat: „Das ganze Handeln des Menschen ist darauf ausgerichtet…“ als Einordnung. Letztlich sind wir ein Spezies wie alle Staatenbildenden Spezies. Wir (als Spezie) versuchen alles uns mögliche zu tun uns maximal zu vermehren (und zwar wie Heuschrecken und andere Arten: „Halt ist erst, wenn alles weggefressen ist.“) und kommen dadurch wie andere Arten in ihrer Ausbreitung auch mit den Ansprüchen unserer Nachbarn (Biotope ,Arten) in Konkurrenz. Das ist nicht Aluhut, das ist nüchterne Einordnung in den Gesamtkontext belebter Natur. Wir ( und zwar unabhängig davon was der Einzelne tut oder denkt) verhalten uns als Art nicht anders als andere Arten, nur sehr viel „effektiver“ in der Gestaltung der Umgebung nach unseren Bedürfnissen.

                  2+
                • Reinhard Seevers sagt

                  So sehe ich es auch Thomas. Leider ist die „Effektivität“ in der Umsetzung der Veränderung bei einer Gesellschaftsform mit unseren Werteverständnis = Konsum um des Konsums Willen wohl an erster Stelle. Das System erhält sich nur durch weitere Veränderung der Umgebung, aufgrund von materieller Befriedigung, am Laufen….und nun sucht man Händeringend nach Schuldigen, um etwas zu verändern, wovon man nicht weiß was man verändern möchte.

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                • Brötchen sagt

                  @Thomas

                  stark vereinfachte Sichtweisen sind immer schwierig…

                  „Das ganze Handeln des Menschen ist darauf ausgerichtet…“
                  Du hast es ja selbst geschrieben….das Handeln des Menschen wie Insekten vereinfachen.

                  Vereinfachungen sind immer nur Krücken zum Denken und müssen nicht immer richtig sein.

                  Das sind nur Denkmodelle und davon kann es unendlich viele geben 😉
                  Versuche es mal mit Philosopie…

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                • Brötchen sagt

                  @Reinhard

                  „mit unseren Werteverständnis = Konsum um des Konsums Willen wohl an erster Stelle. “

                  sicher ist das der Hauptpunkt der unlösbar erscheint.

                  Wie gesagt, ich sagte es ja schon. D. würde fast austerben, gäb es keine Zuwanderung und es würden Flächen frei werden. Meines Erachtens wäre es dann auch denkbar, das der Ressourcenverbrauch dann auch sinkt.
                  Insektenvölker sterben ja auch aus und schrumpfen auf ein extremes Minimum und explodieren dann wieder.

                  F.P. hat ja einen eher pessimistischen Grundansatz, ich habe einen eher optimistischen Grundansatz, vielleicht auch aus der schlechten Erfahrung im mitteldt. Chemie und Industriegürtel.

                  Gute Sendung gestern in Arte

                  hat auch was mit Lw. zu tun…

                  https://www.arte.tv/de/videos/078702-010-F/geo-reportage-japan-leben-am-fuss-des-vulkans/

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                • fingerphilosoph sagt

                  @Brötchen

                  Wie soll ein Lebewesen, das nicht in der Lage ist, sein eigenes Leben zu planen und sich selbst zu beherrschen, das globale Geschehen planen und beherrschen? Insofern hast Du mit dem Zauberlehrling-Vergleich ganz Recht. Da wir selbst Getriebene sind, die weder den Überblick haben noch sich selbst beherrschen können, kannst Du das mit den Weichenstellungen aber vergessen.

                  Ich glaube nicht, dass es Naturschutzgebiete zum Wohle der anderen Arten gibt. Die sind zu unserem eigenen Wohle. Sie dienen der Besänftigung der Ängste, die aus dem Wissen entstehen, dass wir im globalen Maßstab dabei sind, die Natur zu zerstören.

                  Mit dem Aluhut hast Du auch Recht. Denn angenommen, es gäbe Außerirdische, die uns seit 100.000 Jahren beobachten: denen würde sich das globale Geschehen so darstellen, wie ich es skizziert habe: Dass wir unserer Vermehrung und dem Streben nach Unsterblichkeit alles andere opfern.

                  Dem Streben nach Unsterblichkeit opfern wir letztendlich aber auch unsere Vermehrung. Die Alten am Leben zu erhalten ist uns wichtiger als die Jungen. Wenn durch den wirtschaftlichen Lockdown nächstes Jahr in Afrika 10 Millionen mehr Kinder verhungern, kräht doch kein Hahn danach.

                  Jede Wette, dass es bei Corona diesen Lockdown nicht gegeben hätte, wenn die betroffene Altersgruppe die 0-10jährigen statt der 80plus gewesen wären. Jede Wette, dass wir die Kinder ohne Gewissensbisse von allen anderen isoliert hätten, was wir uns bei den Alten verbieten und stattdessen lieber die gesamte Bevölkerung einsperren.

                  1+
                • Reinhard Seevers sagt

                  Zitat Filosoph: „Jede Wette, dass es bei Corona diesen Lockdown nicht gegeben hätte, wenn die betroffene Altersgruppe die 0-10jährigen statt der 80plus gewesen wären. Jede Wette, dass wir die Kinder ohne Gewissensbisse von allen anderen isoliert hätten, was wir uns bei den Alten verbieten und stattdessen lieber die gesamte Bevölkerung einsperren.“

                  Gewagte These….leider nicht beweisbar, nur spekulativ ….Gott sei Dank!

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                • Brötchen sagt

                  @FP danke für Deine Antwort
                  „Wie soll ein Lebewesen, das nicht in der Lage ist, sein eigenes Leben zu planen und sich selbst zu beherrschen, das globale Geschehen planen und beherrschen?“

                  Das erstere würde ich jetzt nicht als unmöglich feststellen.

                  Das Problem ist, wir haben zur Zeit kein Regulativ, was globale Entwicklungen koordiniert.

                  Sehe da zur Zeit auch kein wirklich Ansatz, der funktionieren könnte. Eigentlich nur den „lernen durch Schmerz“

                  „Jede Wette, dass es bei Corona diesen Lockdown nicht gegeben hätte, wenn die betroffene Altersgruppe die 0-10jährigen statt der 80plus gewesen wären. Jede Wette, dass wir die Kinder ohne Gewissensbisse von allen anderen isoliert hätten, was wir uns bei den Alten verbieten und stattdessen lieber die gesamte Bevölkerung einsperren.“

                  Das ist in der westl. Zivilisation so, der alte DDR Staat hat eher die Jungen bevorzugt in bestimmten Bereichen, weil die begriffen haben, das Kinder immer Zukunft bedeuten.

                  Die Gesellschaft jetzt ist höchst neurotisch und auf eine gewisse Weise krank, hat sich aber bisher immer wieder selbstreguliert, wenn auch mit Verlusten.

                  Deshalb bin ich eher optimistisch.
                  Verfolge auch Japan sehr interessiert weil, da ist das so eine Mischung zwischen extremer Konformität und Anarchie..

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              • firedragon sagt

                fingerphilosoph,
                es gibt keine kleinbäuerliche-heile Welt (Definition?) und wenn es diese geben sollte, so wird sie mitnichten gewünscht.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  ….Feurdrache, ich glaube, du hast den Kontext nicht verstanden, kann das sein?

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                • firedragon sagt

                  Seevers, ich verstehe verdammt gut, lesen Sie mich mal bitte mit dem nötigen Sarkasmus…

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                • Reinhard Seevers sagt

                  …ok, dann ist es wohl dem Internet geschuldet, dass ich es falsch interpretiert habe….Grins! Augenzwinker! Winke Winke

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                • firedragon sagt

                  Herr Seevers, Teletubby steht Ihnen nicht.

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              • Karl Timme sagt

                Die Mücken nicht zu vergessen, dafür wird dann auch schon mal Großflächig aus der Luft Pestizide versprüht!

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      • Schorsch Summerer sagt

        Was hat sich denn in den letzten Jahren im Vergleich zu den 80ern geändert?
        Strassenränder und Böschungen wurden von Bauern extensiv 1 – 2 mal im Jahr gemäht. Heute wird gemulcht und gesaugt auf Teufel komm raus. Auch ich habe zu der Zeit noch mit Gabel und Rechen das Zeug per Hand aufgeladen. Ich will aber auch nicht dahin zurück!
        Seit den 80 ern werden die Weiden nach jedem Durchgang abgeraspelt und die Dunghaufen verteilt. Mit dem Mulcher natürlich, sofern überhaupt noch Rinder auf der Weide sind. Ja wir Bauern sind da auch nicht unschuldig.
        Ich musste als Bub immer um den Stall und die anderen Gebäude mit der Sense alles abmähen und weil das so eine Scheissarbeit war machte ich es maximal 2 mal im Jahr. Oft genug musste ich vor Erdwespen bei dieser Arbeit flüchten. Heute gibt es dafür einen Rasenmäher. Den kannte ich damals noch gar nicht.
        Die Einführung von „Ivomec“ zur Parasitenbekämpfung bei Rindern fällt in diesen Zeitraum. Wer will darauf verzichten?
        Wir mähen deutlich öfter und früher als damals, dieses Jahr war der erste Schnitt am 24.04., bei uns hat es rechtzeitig geregnet. Das spart uns eine Menge Kraftfutter und erspart uns den Ärger mit ausgemähten Rehkitzen und den sich dafür zuständig fühlenden Tierschützern. Die Kitze sind noch nicht auf der Welt gewesen.
        Der Autoverkehr hat in einem nicht für möglich gehaltenen Maß zugenommen.
        Die Bautätigkeit für die Gesellschaft. Alles wird mit Beton und Teer zugedeckt und das „Gebäudebegleitgrün“ ist meist für die Insekten nutzlos und wird pflegeleicht gehalten bzw mit dem Rasenmäher/roboter abgeraspelt.
        Ein Umdenken findet praktisch nicht statt. Man will ja schliesslich geniessen und auch in den Urlaub fahren.
        Es ist eigentlich ein Problem der gesamten Gesellschaft die dieses Problem praktischerweise auf uns die Landwirte abladen will. Dass wir von der Landnutzung leben und über den Umweg der Nahrungsmittelversorgung auch die Gesellschaft wird dabei ausgeblendet.
        Der Beitrag erhabt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit!

        5+
        • Da gebe ich Ihnen Recht!
          Er ist nich vollständig.
          Wie auch bei so einem Thema.

          Es ist ein Gesellschaftsproblem! Absolut richtig.
          Verantwortungsvolle, nicht interessengemeinschaftsgeleitete Wagenlenker sehe ich leider kaum!
          Meist welche die vorne angespannt sind und Scheuklappen aufhaben.
          Wie soll das alles gelingen?

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        • Brötchen sagt

          Im Trockenjahr 2018 hat mir ein Kollege erzählt, da hat er die Jungrinder mit am Strassenrand gekoppelt. Früher waren da ja immer Ziegen usw. angepflockt, manchmal.
          Da geht aber nur da, wo sich wirklich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, bzw. die Kinder Schulfrei bekommen, wenn ein Auto vorbei kommt.

          Strassenränder kurz halten, ist ja auch ein Sicherheitsproblem.
          Bin gerade letztens wieder an einem Wildschwein vorbei gefahren, das ganz ruhig zwischen einer Aufforstungsfläche und dem Straßenrand stand ca. 1,5 m – 2 m . War so die normale Zeit wie die meisten zur Arbeit fahren 6 Uhr.
          Man hat das extrem schlecht gesehen und da fledern Motoradfahrer mit 120 vorbei.

          Gut einen Toten und einen schweren Unfall gab es ja schon, aber das ahnen die nicht, in welcher Gefahr sie schweben.

          1+
      • Inga sagt

        Geanu,
        früher wurden zum Bauen nur Naturmaterialien benutzt.

        Dort fühlen sich Mensch und Tier wohl.

        Also findet man sie auch in zerfallen alten zerfallnen Gebäuden.
        Bestimmt auch Möbeln, wie z.B. der Holzwurm.

        Auf Abfallhalten mit modernen Kurstoffmöbeln sind sie nicht anzufinden!

        1+
  5. Karl Timme sagt

    Sorry das ich immer so spät komme. Morgen letzte Stripptillflächen bearbeiten, erfordern einen gewissen Vorlauf. In Niedersachsen haben wir ENNI, Düngemeldung vor Anwendung online.

    Ein toller Beitrag, eine sehr gute Idee mit den Eh-da Flächen! Was das Agieren der Kommunen und der Straßenverwaltung angeht, bedarf es Politischer Entscheidungen. Wenn dann in den Leistungsverzeichnissen bei der Europaweiten Ausschreibung die Anforderung der Maschine genau beschrieben ist, muss nicht mehr nach dem Fabrikat der Augenblicklichen Maschine gefragt werden!

    Ich finde es gut das Sie nicht wie die Spendensammelvereine die Biene Maja hervorholen, sie sind zwar emotional unterwegs aber sachlich. Ich hatte in der Vergangenheit verschiedene Gespräche mit Vertretern der Nutzbienenhaltung (Neuer Begriff?). Diese haben Ihre Darstellung des Bienenschwunds (der Bestand der Honigbienen ist gestiegen, der Bestand der Wildbienen ist gesunken) bestätigt. Haben aber auch betont das die Forderungen der NGOs hier keine Abhilfe schaffen.

    2+
    • Herzlichen Dank für die freundlichen Worte Herr Timme,

      was die Machinen angeht, habe ich im letzten Jahr viel recherchiert, mich mit Forschungs- und Fördervereinen zu dem Thema auseinandergesetzt.
      Aber auf die Idee, mal direkt in die Ausschreibungen zu schauen, bin ich nicht gekommen.
      Sie meinen hoffentlich dieses Portal?
      https://www.deutsches-ausschreibungsblatt.de/da/service/europaweite-ausschreibungen/#c6053
      Hier komme ich nur weiter wenn ich Kunde werde und monatlich 34,50€ bezahle.
      Hmm!
      Oder meinen Sie ein anderes Portal?
      Ich hätte mir gerne einmal fertige Maschinen angesehen, daher meine Frage.
      Sorry.

      Ich kann gar nicht anders als emotional.:-(
      Das regt aber meine Sinne an und fördert die Energie für meinen ehrenamtlichen Schutz der Wildbienen.
      Es macht vieles aber nicht einfacher!

      Apropos Schutz.
      Bin mir nicht sicher, ob Sie das sind, der diesen Link schon an anderer Stelle gepostet hat.
      http://www.gemeinde-hohne.de/index.php?id=166
      Könnte stundenlang zuschauen.

      Das der Bestand der Honigbienen gestiegen ist, ganz besonders nach der Veröffentlichung der Krefelder Studie, liegt bestimmt auch daran, dass viele hinter dem Begriff Biene die Honigbiene sehen und in einem übertriebenen Aktionismus zum Imker geworden sind.
      Siehe Berlin.
      Daher versuche ich in der Öffentlichkeit nicht mehr das Wort Biene zu benutzen, sondern trenne bewusst in Wildbienen und Honigbiene, um auch noch einmal darauf hinzudeuten, dass es in Deutschland grob etwa 560 Wildbienenarten gibt, aber, auch grob, nur eine Honigbiene.
      Ich mag es zum Beispiel gar nicht, und das sehe ich pragmatisch, dass an kleineren Blühflächen die ich angelegt habe oder durch mein Engagement angelegt wurden, das dort ein Imker seine Beute, oder sogar Beuten abstellt.
      — Ja Imker, ich weiß schon was jetzt kommt, daher ja pragmatisch —
      In einer Beute können in der Jahreshochzeit 40000-80000 Honigbienen auf Nahrungssuche gehen. Dies multipliziert mit der Anzahl der Beuten, die normal (manchmal auch unnormal) an Flächen aufgestellt werden, verdeutlicht den Nahrungsdruck, dem die anderen Insekten sehr wahrscheinlich ausgesetzt sind.

      Ja, die Honigbiene fliegt, wenn Trachtpflanzen da sind, eher dahin.
      Aber eben nur wenn die da sind und auch nicht immer.
      Da kann sich jeder an seinen Fingern ausmahlen, was das für eine „alleinerziehende Wildbienenmami bedeutet.
      Sie sucht länger nach Nektar und Pollen, verbraucht mehr Energie, kann vielleicht nicht genug Nistzellen anlegen und die Parasiten haben alle Zeit der Welt um ihr Ei ins gemachte Nest zu legen.
      Dazu kommt noch, dass die Honigbiene ein Flugkoter ist und somit möglicherweise (keine Belege dazu, darum wieder pragmatisch) Krankheitserreger auf die Wildbienen überträgt. (Nosema apis, DWV, …) und das ganz besonders, wenn die Beuten direkt an so einer Wildblumenfläche stehen.

      Bitte liebe Imker, versteht meine Bedenken.
      Ihr kämpft für Eure Honigbienen, habt eine große Lobby hinter Euch, Forschungsergebnisse noch und nöcher, darum gesteht mir zu, dass ich alles versuche, jede einzelne Zelle der Wildbienen durchzubekommen.
      Da Ihr ohnehin schon viel, manchmal auch indirekt, für die Insekten allgemein tut, lasst uns nicht jedesmal aneinandergeraten, wenn es um den Nahrungsdruck durch Honigbienen geht.
      Ich versuche zu optimieren, Ihr ebenfalls.
      Mit Rücksicht und Fokus auf die Wildbienen bitte ich darum, gemeinsame Lösungen zu finden.
      Herzlichen Dank noch einmal an Herrn Timme.
      Sorry für den Schlenker. 🙂

      2+
      • Karl Timme sagt

        Herr Meyknecht, ja sie haben mich gefunden.
        Zu dem Ausschreibungslink, gibt es die Möglichkeit des kostenfreien, wenn auch eingeschränktem Zugang:

        https://www.deutsches-ausschreibungsblatt.de/auftraege-suchen/aktuelle-auftraege/login-registrierung/registrierung-basis/ >>>Kostenfreie Registrierung<<<<

        Mit Ihrem „Schlenker“ haben sie mein Interesse geweckt. Faulbrut, Varroamilbe die größten Geiseln der Honigbienen (vor allem bei unbedarften Hobbyimkern), Wie sieht es hier bei den Wildbienen aus. Die Europäischen Wildbienen haben doch keine Natürliche Abwehr im Vergleich zu Ihren Asiatischen Verwandten?

        Und es ist nur eine Frage der Zeit bis auch diese Gefahr in Europa auftaucht:

        http://www.tagesschau.de/ausland/riesenhornissen-usa-101.html

        Da wollen wir mal hoffen, das die Wildbienen zumindest vor diesem Fressfeind sicher sind.
        Störche machen da nicht unbedingt einen Unterschied, habe diese fleißig Insekten sammeln gesehen, gestern erst wieder.

        1+
        • Ja Karl Timme,

          das mit den Wildbienenkrankheiten ist immer so ne Sache.
          Da werden Hummeln massenweise für den Versand gezüchtet mit dem Hinweis die nie aus dem Gewächshaus zu lassen. Stand auf einem Karton, den ich selber in der Hand hatte.
          Und trotzdem waren sie draußen. „Konnte ich nicht übers Herz bringen, die zu verbrennen“
          Auch Kokons werden fleißig von sogenannten Wildbienenschützern aus dem Ausland eingekauft.
          Da muss man sich nicht mehr wundern.

          Viel Glück mie den Langbeinern.

          0
  6. Andreas Märker sagt

    Hallo Willi, dein Bericht mir aus der Seele spricht. Auch wir denken schon lange so. Wo wir vorher wohnten hatten wir ein Tierparadies gestaltet. Kleine Teiche mit Bachlauf und viel Wildnis wachsen lassen. Molche, Frösche, Kröten, Libellen, Wildbienen, Hummelnester, zwei Igelburgen und jedes Jahr junge. Es summte und brummte und war herrlich zu beobachten. Dies auf knapp 400m². Leider waren wir dadurch in der Wüstensiedlung aus versiegelten Gärten sehr verpönt. Und Teufelszeug im Vorgarten, so wurde das sogenannte Unkraut genannt brachte die Menschen dazu uns nicht mehr zu grüßen. Ziemlich bewusstlos so meinch einer. Jetzt wohnen wir auf einem Bauernhof und haben kleine simple Bienenhotels gebaut. Die Zimmer werden täglich voller. Da wir auch künstlerisch tätig sind starten wir jetzt ein Projekt Kunst für Käfer KK. Jeder kann mitmachen und Kunst- oder Sachspenden in Form von Hartholz, Schilf, Bambus, Holzbohrer und mehr abgeben. Aber alles soll selbstgemachtes sein. Verkaufte Kunst soll dann in weitere wachsene Projekte investiert werden. Mal schauen was sich alles entwickelt in der Neuzeit. Es ist 11 Uhr 53. Zeitumstellung und aus der Bewusstlosigkeit erwachen ist jetzt gefordert. Eh da Land ist schön sagte die kleine Biene. Lass uns da hingehen, sagte die Hummel. Lieben Gruß und bleibt fit wünscht Familie Märker

    3+
    • Lieber Andreas Märker,

      herzlichen Dank für Ihr Lob.
      Es war mir in meinem Artikel wichtig, Menschen für diese Eh-da-Flächen zu sensibilisieren.
      Das haben Sie wunderbar, schon in früheren Zeiten und auch jetzt noch, umgesetzt.
      Prima!
      Zu Ihrem Projekt KK kann ich leider noch nichts finden. Vielleicht helfen Sie mir da noch einmal.

      Ich bitte Sie aber inständig, egal was für ein Kunstwerk Sie da in Verbindung mit der Natur schaffen wollen, den Fokus unbedingt auf das Durchkommen der Insekten zu legen.
      Es geht nicht darum, das irgendwelche Löcher von Wildbienen angenommen werden!
      Die Larven müssen sich vollständig und gesund entwickeln können.
      Und sie müssen im nächsten Jahr heil wieder aus Ihrem „Kunstwerk“ in die Natur gelangen können.
      Auch der Aufstellungsort solcher Kunstwerke ist dann zwingend vorgegeben!
      Anhand der Aufzählung der möglichen Sachspenden gehe ich beinahe davon aus, dass Sie „Insektenhotels“ oder Wildbinennisthilfen kunstvoll bauen wollen.
      Daher konnte ich mit dem Namen KK Kunst für Käfer nichts anfangen.

      Insekten wie Käfer unterstützt man am Besten mit einem der üblichen Insektenhotels wie sie im Baumarkt zu finden sind oder gigantistisch überall rumstehen, aber nur (!!), wenn man diese dann in den feuchten Dreck schmeißt.
      Dann können die Insekten was damit anfangen.
      Alles andere ist meist nur eine Gewissensberuhigung der Aktionisten.

      Schauen Sie bitte vorher auf diese Seite:
      https://www.naturgartenfreude.de/wildbienen/nisthilfen/

      Huch, da isser wieder mit mir durchgegangen. Sorry.
      Dennoch ein ehrliches Dankeschön für Ihre Bemühungen im Artenschutz!
      Ihr Werner Meyknecht

      2+
      • Andreas Märker sagt

        Hallo Willi, nee da haben wir uns missverstanden. Wir möchten keine Kunstprojekte in die Natur setzen. Schon gar nicht mit Lebewesen. Unser Gedankengang ist es Selbstproduktionen, mit Kreativität gepaart, anzubieten. Kreativität ist Kunst. Dann im Tausch oder Verkauf anzubieten um Materialien für weitere Projekte im Artenschutz zu realisieren. Erst Bienen Häuser, dann Land – daraus folgt Wildnis, dann alte Hof Häuser mit Land und Wald – daraus folgt Permakultur, optimal mit Obstwiesen. Aber erst einmal klein für die kleinen Anfangen. Dafür suchen wir gleichgesinnte.
        Wir haben mit Jugendlichen, meist schwerfälligen oder Straftaten anfälliger, Projekte für den NABU abgewickelt. Kam bei allen Beteiligten super an, hat die Politiker aber nur kurzfristig interessiert und wurde auf dem Höhepunkt aufgegeben. Bienenhotels, Nisthilfen und Heide – Flächenschutz sowie diversen Artenschutz. Nach dem Motto : „Schwitzen statt sitzen“. Tolles Projekt aber für die Wirtschaft und Industriegesteuerte Politik, na ja. Das kennen die meisten von euch ja. Freie Marktwirtschaft. Was sagen die Hühner dazu. Die lachen. Planwirtschaft und der Kapitalismus hat die Spitze erreicht. Weiter geht es nicht. Jetzt hör ich lieber mal auf. Liebe Grüße an alle da draußen und denkt drüber nach. Wir leben alle zusammen auf einer Kugel. Egal welche Farbe ob dick oder dünn oder groß oder klein ob Frau oder Mann. Überlegt mal was das Wort Religion überhaupt bedeutet. Grün ist auch nicht mehr so farblich wie früher. Und so weiter. So Ende jetzt aber. Macht es Gut.
        Eh da Land ist schön schöner sagt die kleine Biene, komm lass uns doch mal da hinfliegen brummt die große Hummel…..

        1+
        • Hallo, da muss ich jetzt doch den Willi in Schutz nehmen!

          Der hat mir nur ermöglicht, meinen Gedanken zu den Eh-da-Flächen in seinem Block zu veröffentlichen.

          ICH habe Sie dann wohl nicht richtig verstanden.
          Aber, ich habe schon so viele Nisthilfen gesehen, wo die Kunst einzug gehalten hat und dadurch unbrauchbar geworden sind, oder noch schlimmer, dass die Wildbiene diese in gutem Glauben annimmt, die „Kinderchen“ aber im nächsten Jahr das Licht der Welt nicht mehr erblickt haben!

          Daher reagiere ich in solchen Fällen allergisch!
          Sorry!

          1+
    • Andreas Märker sagt

      Hallo Willi, nee da haben wir uns missverstanden. Wir möchten keine Kunstprojekte in die Natur setzen. Schon gar nicht mit Lebewesen. Unser Gedankengang ist es Selbstproduktionen, mit Kreativität gepaart, anzubieten. Kreativität ist Kunst. Dann im Tausch oder Verkauf anzubieten um Materialien für weitere Projekte im Artenschutz zu realisieren. Erst Bienen Häuser, dann Land – daraus folgt Wildnis, dann alte Hof Häuser mit Land und Wald – daraus folgt Permakultur, optimal mit Obstwiesen. Aber erst einmal klein für die kleinen Anfangen. Dafür suchen wir gleichgesinnte.
      Wir haben mit Jugendlichen, meist schwerfälligen oder Straftaten anfälliger, Projekte für den NABU abgewickelt. Kam bei allen Beteiligten super an, hat die Politiker aber nur kurzfristig interessiert und wurde auf dem Höhepunkt aufgegeben. Bienenhotels, Nisthilfen und Heide – Flächenschutz sowie diversen Artenschutz. Nach dem Motto : „Schwitzen statt sitzen“. Tolles Projekt aber für die Wirtschaft und Industriegesteuerte Politik, na ja. Das kennen die meisten von euch ja. Freie Marktwirtschaft. Was sagen die Hühner dazu. Die lachen. Planwirtschaft und der Kapitalismus hat die Spitze erreicht. Weiter geht es nicht. Jetzt hör ich lieber mal auf. Liebe Grüße an alle da draußen und denkt drüber nach. Wir leben alle zusammen auf einer Kugel. Egal welche Farbe ob dick oder dünn oder groß oder klein ob Frau oder Mann. Überlegt mal was das Wort Religion überhaupt bedeutet. Grün ist auch nicht mehr so farblich wie früher. Und so weiter. So Ende jetzt aber. Macht es Gut.
      Eh da Land ist schön schöner sagt die kleine Biene, komm lass uns doch mal da hinfliegen brummt die große Hummel…..

      1+
  7. bob der bongmeister sagt

    Danke für diesen wundervollen Beitrag,. Das Potential dieser „Eh-da-Flächen“ ist deutlich unterschätzt. Halte ich für deutlich sinnvoller die zu schützen und über Jahre abzumagern als wertvolles Ackerland mit oft fremden „Blühmischungen“ einzusäen. Mit Sonnenblume, Silphie & co. die oft eingesät werden fördert man nur die ohnehin schon häufigen Insekten.

    Die Leute machen die Landwirtschaft verantwortlich und wollen vor der haustür oft nur Kies und englischen Rasen. Straßenränder, Privatgärten, Grünanlagen und Brachen müssen auch Teil der lösung sein.

    Daneben ist auch der positive Nutzen von Hecken und Saumzonen auf Ertrag, Erosionsminderung und Atenvielfalt immens: https://www.landwirtschaft-bw.info/pb/,Lru/3650826_3651464_2304248_2311955#Bedeutung

    11+
    • Ich muss mich für dieses außerodentlich beruhigende Kompliment bedanken.
      Mir fällt ein schwerer Stein vom Herzen.
      Es ist nicht leicht, mit so einem Anliegen wie ich es habe, in so einer großen Fangemeinde des Bauern Willi, sich zu „outen“.
      Was wurde hier schon heftigst, ich weiß gar nicht wie ich das schreiben soll, ge…..!

      Ich habe lange gezweifelt, ob ich mir das antue.
      Jetzt bin ich sicher, dass es auf jeden Fall den Versuch wert war!
      Ihnen einen von Herzen kommenden Dank und bleiben Sie gesund.

      6+
  8. Paulus sagt

    Ihr missionarisches Engagement und ihre salbungsvollen Worte in allen Ehren, werter Herr Werner Meyknecht. Das hätte selbst ein abgedrehter katholischer Pfaffe nicht besser rüberbringen können. Ich bin zwar kein Bauer, aber keine Angst, auch ich lasse sie in Sachen Wildbienen nicht im Stich. Versprochen!
    Was die Zukunft unserer Kinder, speziell meiner Tochter betrifft, mache ich mir allerdings ganz andere Sorgen. Da kommen irgendwelche Wildbienen, Zauneidechsen, Juchtenkäfer und sonstige Krabbeltiere nun wirklich an letzter Stelle.
    Also, eine Nummer kleiner hätte es auch getan, dann wird man auch ernst genommen.

    PS. Die Sache mit den ungenutzten eh-da-Flächen finde ich gut. Es funktioniert zumindest im urbanen Bereich aber ganz und gar nicht. Sobald eine Fläche nicht gepflegt wird, dient sie als Müllkippe. Hat wohl etwas mit der Broken Windows- Theorie zu tun. Gut, den Insekten wird es egal sein. Unser Stadtmensch ist auf dem Gebiet ja engagiert und kann wahrscheinlich mehr dazu sagen.

    7+
    • Stadtmensch sagt

      Was nu? Entspricht die „Anlegerfantasie“ nicht der Realität oder warum so schlecht gelaunt? Erst geht die Zauneidechse, dann der Mensch (jedenfalls wenn er sich nicht möglichst schnell durch Züchtung oder technische Hilfsmittel an seine gemachte tote Nutzwelt anpasst).

      2+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Reichen auch Mauereidechsen, da habe ich derzeit eine Überbevölkerung.

        4+
    • Ha, das mit dem Pfaffen hat mich mächtig zum Grinsen gebracht. Tolle Metapher!
      Wenn Sie die erste Fassung gelesen hätten, da war noch mehr Herzblut drin.
      Ich hoffe aber, dass man an dem Artikel erkennt wie wichtig es mir damit ist.
      Was das Ernstnehmen angeht, da haben Sie mich tatsächlich mit getroffen.
      ……

      Klar hat man die Kinder zunächst im Focus.
      Habe ich auch.
      Dennoch hoffe ich auf Einsicht, die vielleicht langfristig auch unseren Kindern hilft.

      Und ja, ich gebe Ihnen Recht. Flächen in der Stadt müllen zu. Ich nehme zum Wandern meistens eine Tasche für solche Konsumexkremente mit, um zu verhindern, dass die „Scheiben“ nicht weiter eingeschlagen werden.
      Dauert keinen Tag, dann liegt wieder was da.

      2+
  9. Obstbäuerin sagt

    Wir haben einen Sandweg, der von landwirtschaftlichen Maschinen viel genutzt wird und dennoch haben sich tausende Sandbienen dort angesiedelt. Da ist Loch an Loch. Sieht aus wie ein Lochmuster auf dem Boden. Ich fahr nachher mal hin und schau nach, ob es in diesem Jahr auch so ist. Übrigens haben unsere gehörnten Mauerbienen in den Anlagen schon wieder über 90% der Röhren belegt.

    6+
      • Obstbäuerin sagt

        Ich war gerade draußen und sehr verwundert, dass gar keine Löcher mehr zu sehen sind aber mein Mann hat besser aufgepasst. Die Sandbienen sind Anfang April aktiv und schon wieder verschwunden. Es waren aber in diesem Jahr nicht so viele wie 2019.

        3+
        • Ja, das hängt natürlich auch von der Art ab.
          Manche haben sogar im gleichen Jahr eine zweite Generation.
          In dieser Tabelle kann man die Flugzeiten, also die Lebenszeit grob ablesen.
          Einfach mal mit der Taste STRG und F im Text nach Andrena suchen.
          Sandbienen bezeichnet man als Andrena-Arten.
          http://www.wildbienen.de/wba-kale.htm
          Viel Freude damit.

          4+
      • Obstbäuerin sagt

        Von 2019 habe ich Bauer Willi Fotos geschickt, Werner Meyknecht. Von diesem Jahr habe ich noch keine.

        4+
        • Was für grandiose Bilder. Hammer. Das habe ich selbst noch nicht so gesehen.
          Klasse!
          Wenn Sie erlauben, würde ich die tatsächlich gerne in meinen Wildbienenvorträgen mit Quellangabe nutzen.
          Schreiben Sie mir doch kurz an info@wildbienennisthilfe.de.
          Ich würde mich sehr freuen.
          Die Wildbiene kann man leider nicht so gut erkennen.
          Da würde ich mir kein Urteil erlauben.

          Herzlichen Dank

          1+
  10. Ein Privatier sagt

    Es kommt immer darauf an, wie die Bauern mit den Umweltschützern umgehen.

    Die haben Umweltschützer lange Jahre – vielfach immer noch – als die „Deppen“ hingestellt, die angeblich von Landwirtschaft keine Ahnung haben und nicht anderes tun, als die Natur sich wahllos selbst zu überlassen und Biodünger zu verteilen.

    Anschließend lieferten die alle ihre Waren bei ALDI & Co ab.

    1+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Es kommt immer darauf an, wie die die selbsternannten Umweltschützer meinen, wie man mit Landwirtschaft seinen Lebensunterhalt noch verdienen kann. Darauf reagieren die Bauern

      Die Bauern haben Umweltschützer lange Jahre, immer noch – als Menschen angesehen, die von Landwirtschaft keine Ahnung haben , oder böswillig die Bauern beschimpfen.

      „Anschließend lieferten die alle ihre Waren bei ALDI & Co ab.“

      Stimmt nicht ganz, Landwirte liefen ihre Ware nicht bei Aldi ab, richtig ist dass die Lebensmittel, die man bei ALDI kaufen kann, von Landwirten stammen, aber nur, weil die wenigsten im BIO Laden kaufen.

      3+
      • Ein Privatier sagt

        Bauern sind also immer Opfer und Umweltschützer immer Täter.

        Und ALDI & Co. sind sowieso das Allerletzte, wo nur verachtenswerte Menschen arbeiten und einkaufen.

        0
        • Die Ironie und das „immer“ sind hier nicht zielführend und konstruktiv.
          Bitte schau nach vorne und versuche Lösungen zu finden, die aktuell von möglichst vielen akzeptiert werden.
          LG

          0
          • Ein Privatier sagt

            Das „immer“ habe ich von Ehemaliger Landwirt als Kontextualisierung übernommen, mit dem Ziel, konstruktive Dekonstruktion generalisierender Aussagen zu betreiben.
            Ich schaue nicht nur nach vorne, sondern auch zurück.
            Außerdem bin ich frei, potentiell in alle Richtungen zu denken.

            Und ich frage mich, welche Bedeutung das Wort „zielführend“ bzw. Ziel bei Ihnen hat.

            Fühlen Sie sich vielleicht auch verpflichtet, die Welt zu retten?

            1+
            • Stadtmensch sagt

              Stellen sie sich mal vor, alle würden ihre Zeit mit konstruktiver Dekonstruktion verbringen. Da gibts dann tatsächlich keine Richtung mehr, sondern nur noch bewusstloses Gefresse (so wie jetzt eigentlich). Deshalb hab ich immer was übrig für Nicht-Zyniker (es werden leider immer weniger).

              @Werner Meyknecht: Danke für ihr Engagement.

              3+
              • Ein Privatier sagt

                Stellen Sie sich mal vor, alle würden ‚immer‘ so denken wie Sie.
                Dann hätten wir das kapitalismusfreie sozialistische Paradies und die Welt wäre gerettet.
                Alles könnte so einfach sein …

                N’est-ce pas?


                Apropos „Israel“:
                Sie sollten sich zukünftig verleumderische Insinuierungen sparen.

                0
                • Reinhard Seevers sagt

                  Insinuierungen……Israel…..Verleumdung……
                  Was geht´n hier ab?
                  Privatier, du bist uns intellektuell so weit überlegen, dass man dich nicht mehr versteht.

                  3+
            • Ach komm, das „immer“ hat er ja von Dir sinngemäß übernommen.
              Bitte entschuldige.
              Dein Satz ist mir schon zu kompliziert. Verstehe ich nicht richtig.
              Und, warum dieses Sticheln in Richtung Weltverbesserer?
              Mein Ziel habe ich doch klar in dem Artikel beschrieben.

              Ok, ich nehme jetzt einmal einen Stein aus der Mauer und versuche Sie besser zu verstehen.
              Fangen wir noch mal von vorne an.

              Bitte lassen Sie uns konstruktiv diskutieren!
              Herzlichen Dank.

              0
              • Reinhard Seevers sagt

                Das „Sich – Missverstehen“ ist auch dem System dieses blogs geschuldet. Es geht häufig der direkte Bezug verloren. Deshalb gibt es auch so oft trubble und Wasserglasstürme. 🙂

                1+
              • Ein Privatier sagt

                Warum ich gegen Weltverbesserer stichele

                Weil z.B. das Wort ‚Weltrettung‘ zuallererst nur ein Wort ist, dass schnell geschrieben und ausgesprochen ist!

                Muss es immer gleich „die Welt“ sein, um die es geht?

                Geht es nicht auch ein bisschen kleiner, weniger emotional, weniger paranoid, weniger neurotisch, wirklichkeitsnaher, realer, praktikabler und rationaler?

                Und seit Jahrzehnten ständig diese mittelalterlich apokalyptischen Szenarien, die die Aufklärung entweder missbrauchen oder ganz vermissen lassen.
                Der Untergang der Menschheit, ja, der gesamten Welt an Kälte, Hitze, Klima, Gentechnik, CO2, CH4, Atomkraft und Pandemien … die alternativlosen, apodiktischen Haltungen, insbesondere bei den sogenannten Umweltschützern, den Weltrettern, den Weltverbesserern und Politikern und
                Nichtregierungsorganisationen.

                Ich habe heute nicht umsonst das Wort „Hybris“ benutzt.
                Und die Griechen hatten damals auch gute Gründe, dieses Wort und seinen Sinn und seine Bedeutung zu kreieren.

                Nehmen Sie es nicht persönlich.


                Übrigens:
                Die Bienen in meinem Garten lieben Borretsch. Und das ist sehr schön anzusehen und anzuhören.

                3+
                • firedragon sagt

                  Privatier,
                  haste Rosmarin? Lass den blühen… wird sehr gerne besucht – mit „dem Welt retten“, geb‘ ich Dir mal recht. Mache jeder was kleines, kommt man schon einen großen Schritt weiter…

                  3+
                • Ehrlich &Ein Privatier, ich krieg das nicht in meinen Schädel rein, was Du mir da alles sagen willst.
                  Sorry!
                  Diese ganzen Dinge die Du da schreibst machen das, was Du eigentlich wohl damit sagen willst, nicht verständlicher.
                  Für mich ist das zu hoch!
                  Soviel noch.
                  Du hast sicher an meinem Artikel hier oben gemerkt, dass ich kein globaler Weltverbesserer sein möchte.
                  Verbessern möchte ich schon, aber fokussiert auf die Wildbienen.

                  Aber ich freue mich, dass Du Borretsch im Garten hast, Du und auch die Wildbienen Freude daran haben.

                  2+
              • Ein Privatier sagt

                @Werner Mayenknecht

                Das „immer“ habe ich tatsächlich von Ehemaliger Landwirt übernommen.

                Hier ist ein Teil des Kommentars, der VOR meinen Kommentaren geschrieben wurde, in welchen ich mich auf den Kommentar von Ehemaliger Landwirt bezog.

                Schauen Sie selbst nach, wenn Sie es nicht glauben.

                Darüber hinaus würde es mich freuen, wenn Sie sich zu meiner Antwort auf Ihre Frage äußerten.

                Ehemaliger Landwirt

                5. Mai 2020

                „Aber, Kritik darf Kritiker nicht gleich zu Bauernbashern machen. Darf umweltbewusste Andersdenker nicht zu Ökospinnern machen.

                Da muss auch der Landwirt noch einmal über sein bisheriges Verhalten schauen. Ganz besonders aber der Konsument und die Politiker europaweit.“

                Es kommt immer darauf an, wie die selbsternannten Umweltschützer mit den Bauern umgehen. (…)“

                0
                • Ich glaube Ihnen. Alles gut.

                  Helfen Sie mir bitte bei der Antwort von Ihnen, die ich noch nicht kommentiert haben soll.
                  Das will ich gerne machen, finde aber tatsächlich den Zusammenhang nicht mehr.
                  Bitte geben Sie mir einen Hinweis zum Suchen.
                  Danke.

                  0
              • Ein Privatier sagt

                Meine Antwort beginnt so:

                Ein Privatier

                5. Mai 2020

                Warum ich gegen Weltverbesserer stichele

                0
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ Privatier

              Mein Vater pflegte immer zu sagen,

              halte andere nicht für blöder, als du selber bist.

              2+
  11. Ehemaliger Landwirt sagt

    „Aber, Kritik darf Kritiker nicht gleich zu Bauernbashern machen. Darf umweltbewusste Andersdenker nicht zu Ökospinnern machen.

    Da muss auch der Landwirt noch einmal über sein bisheriges Verhalten schauen. Ganz besonders aber der Konsument und die Politiker europaweit.“

    Es kommt immer darauf an, wie die selbsternannten Umweltschützer mit den Bauern umgehen.

    Die haben Bauern lange Jahre – vielfach immer noch – als die „Deppen“ hingestellt, die angeblich von Landwirtschaft keine Ahnung haben und nicht anderes tun, als Wahllos PSM zu verspritzen und Dünger zu verteilen.

    Anschließend gingen die alle zu ALDI & Co zum Einkaufen.

    Übrigens, was macht hoffnungslos, das geschilderte von Herrn Seevers, oder ihren Artikel, unter dem sie ihren Kommentar abgegeben haben?

    2+
    • Also, ich bin ja auch so ein „selbsternannter Umweltschützer“, Wildbienschützer um es genauer zu formulieren.
      In meinen Wildbienenvorträgen prangere ich unser aller Konsumverhalten an, meines eingeschlossen.
      Versuche auf die Situation der Wildbienen aufmerksam zu machen und deren Lebensbedingungen dadurch zu verbessern.
      Ebenso versuche ich, die Landwirte, unabhängig von all dem Gezeter, trotzdem mitzunehmen.

      Ohne die Landwirte und deren landwirtschaftlichen Flächen bekommen wir keine Verbesserung für die nachfolgenden Generationen hin.
      Ich, wir, erleben diese positive Veränderung eh nicht mehr.
      Mir jedenfalls läuft schlicht die Zeit weg.
      Dennoch versuche ich es.

      Ich habe bei Bauer Willi anfangs aufmerksam mitgelesen und den geäußerten Unmut der Landwirte deutlich wahrgenommen. Verstehe ihn auch, aber ich würde es besser finden, wenn Mauern dadurch nicht fester werden, sondern das es jederzeit die Möglichkeit geben sollte, mal einige Steine herauszunehmen um den „Anderen“ dann mal wieder neu wahrzunehmen, in den konstruktiven Dialog zu kommen.

      So, und was die Hoffnungslosigkeit angeht, da habe ich Dussel nicht geantwortet, sondern kommentiert.
      Ich stehe noch auf Kriegsfuß mit diesem Teil hier.
      Darum steht das jetzt ziemlich deplatziert da rum.
      Sorry!

      1+
      • Christian Bothe sagt

        @Meyknecht,denke das ist keine so schlechte Einschätzung von Ihnen und Sie sind einer derjenigen,welcher nicht von vorherein verbal auf dem Konv-Bauer herumhackt und ihn für alle Umweltschäden verantwortlich macht…Klingt erst einmal recht positiv dieser Beitrag.

        5+
      • Reinhard Seevers sagt

        Ich finde die Verantwortung der Landwirtschaft wird überintepretiert. Es gibt zunehmend weniger Landwirte, aber zunehmend mehr Nichtlandwirte. Ich muss nur die Gärten der Menschen anschauen, um unendlich viele eh-da-Flächen zu erkennen, die aber entweder zugekiest, zu gepflastert oder mit Unkrautfreiem Grün versehen sind…..das ist nunmal die Mehrheit der Bevölkerung. Bei abnehmender Landwirtezahl, erhöht sich der Druck auf die verbleibenden, die Welt zu retten.

        2+
        • Ein Privatier sagt

          Genosse Seevers,
          kennen Sie das Wort „Hybris“?

          „Bei abnehmender Landwirtezahl, erhöht sich der Druck auf die verbleibenden, die Welt zu retten.“

          1+
          • Reinhard Seevers sagt

            Nennt sich Logik oder Konzentration des Faktischen….Privatier.

            0
            • Ein Privatier sagt

              Nö, Hybris ist, wenn Menschen sich faktisch wie Götter aufführen.

              0
              • Reinhard Seevers sagt

                Er hat den Sarkasmus in meinem Satz nicht erkannt….so what.

                1+
                • Ein Privatier sagt

                  Wir beide haben uns ja bereits gegenseitig Freibriefe ausgestellt … das Internet … die fehlenden Markierungen …

                  0
              • Inga sagt

                und so fühlen sich viele, schon allein weil sie glauben mal mitreden zu dürfen!

                0
        • Brötchen sagt

          Ich hatte ja letztens was über die Sendung hier geschrieben….

          https://www.ardmediathek.de/swr/player/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzEyMzM5MDk/nattheim-gemeinschaft-leben

          mal sehen ob der lange Link durchgeht, bei den Luftaufnahmen sieht man, wieviel Fläche da versiegelt wurde.

          Der eigentliche Verursacher sind eigentlich Gemeinde, Städte und der Verkehrswegebau. Die versiegeln und zerstören ne Menge.
          Es gibt auch Ausnahmen bei uns haben sie die Leerflächen schön vielfältig mit Sträuchern bepflanzt.

          0
          • Die „eigentlichen Verursacher“ zu benennen macht hoffentlich nicht frei von der Ursachensuche bei sich selbst!

            Aber es ist schon allgemein richtig, dass die Flächen weniger werden.
            Daher auch mein Appell an die Landwirte.
            Die haben noch die Möglichkeit positiv einzuwirken.

            0
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Wer eine Reise tut, kann was erzählen.
            Besonders wer die Reise mit einem Doppelstockbus macht und oben sitzt.
            Da kann man sehen, wie die Landschaft verbaut ist.

            Bis vor kurzem wurde die Nahverdichtung propagandiert, jetzt im Zeichen von Carona will man wieder davon abgehen und die Städte noch mehr Richtung Land, mit viel Freiflächen erweitern.

            Wer ist dann Schuld, wenn die Schmetterlinge ausbleiben?

            0
        • Völlig richtig.
          So war das auch nicht gemeint!
          Die Verantwortung liegt beim Konsumenten.
          Sein Handeln verändert die Kette und damit auch die Auswirkungen.

          Ich wollte mit meinem Artikel ausschließlich die Landwirte auf diese besonderen Flächen aufmerksam machen und sie dafür sensibilisieren.

          Was da in den Gärten passiert ist echt fürchterlich.
          Das zeigt deutlich wie schei….al es vielen ist.
          Dennoch bleibe ich dran so lange ich kann.
          Resignation wegen Hoffnungslosigkeit ist keine Alternative!
          LG

          1+
      • Ein Privatier sagt

        „In meinen Wildbienenvorträgen prangere ich unser aller Konsumverhalten an, meines eingeschlossen.“

        Wat mutt, dat mutt.

        1+
      • Ein Privatier sagt

        „Ebenso versuche ich, die Landwirte, unabhängig von all dem Gezeter, trotzdem mitzunehmen.

        Ohne die Landwirte und deren landwirtschaftlichen Flächen bekommen wir keine Verbesserung für die nachfolgenden Generationen hin.“

        Das muss Sie eine Menge Überwindung gekostet haben.

        0
        • Nee, gar nicht!
          Ich sage das offen in meinen Wildbienenvorträgen bei denen auch Landwirte interessiert zugehört haben.
          Und das können die sicher bestätigen, sollte einer von denen hier mitlesen.

          0
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        @Werner Meyknecht

        Mit den selbsternannten Umweltschützer, waren nicht sie explizit gemeint, sondern allgemein.

        Nehmen wir mal das Volksbegehren in Bayern, da meinte man, man muss den Streuobstbau unter Schutz stellen, was zur Folge hatte, das viele die Bäume gerodet hatten, was zu wüsten Beschimpfungen geführt hat.

        Keiner von selbsternannten Umweltschützern hat denen geholfen, weder beim Pflanzen, noch bei der Pflege. Auf einmal waren die nicht mehr welche die Bäume gepflanzt haben, sonder die Bösen, deshalb muss die Bäume unter Schutz stellen.

        Oder das Volksbegehren in BW, wo man meinte, in einem Drittel der Flächen meinte, den Pflanzenschutz ganz verbieten zu müssen. In dem Volksbegehren stand zwar, dass mit einer Sondergenehmigung des Regierungpräsidiums der Einsatz möglich wäre, nicht nur die Bauern waren der Meinung, nein, auch die Fachbehörden sagten klar und Deutlich, es ist nicht machbar.

        Trotzdem meinten die selbsternannten Umweltschützer sagen zu müssen, die Bauern können nicht lesen.

        Mit solchen Menschen will ich nicht zu tun haben, solche Menschen sind nicht diskussionsfähig. Das gute daran ist, dass ich mit denen nicht sprechen muss.

        So und jetzt kommen wir zu meiner Frau, die hat einen Blumen und Kräuter garten und ist in Besitz von bis zu 400 verschiedenen Kräutern. Dementsprechend gibt es auch jede Menge Insekten, die auf spezielle Pflanzen angewiesen sind.

        3+
  12. Schorsch Summerer sagt

    Ich bin gester durch eine Nachbargemeinde gefahren. Und was sehe Ich? Der Gemeindebauhof hat am Siedlungsrand damit begonnen die Strassenböschungen und Strassenränder fein säuberlich niederzumulchen und mähen. natürlich mit Staubsauger. Also nix mit Ehda-Flächen.

    0
    • Brötchen sagt

      machen die immer bei mir!

      Gerade wenn es schön wächst! und ich was für das Karnickel oder Schafe abmähen könnte, kommt die Straßenbehörde und macht da Kleinholz draus.

      Muss ich die woche noch schnell ne Mahd machen…Danke für die Erinnerung

      0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Bei uns lässt Straßenmeisterei bis in den November alles stehen, da daneben noch die mit Makadam befestigten Radwege verlaufen, ist die Wirkung auf die Natur mehr oder wenigen wirkungslos, weil die Individuen sich kaum austauchen können.

      0
      • Brötchen sagt

        Ehemaliger, wenn sie sonst nichts auf die Reihe kriegen, aber das schaffen sie.

        Ich mach mal Fotos… vorher und nachher….

        Ich hatte mal bei uns gesehen schon länger her, da war ein plattgefahrener Igel, da haben die gerade Striche gezogen und über den Igel den Strich drüber…..

        0
    • Reinhard Seevers sagt

      …die saugen alles auf? Wo bleiben die mit dem Dreck? Ist doch auch jede Menge Plastik drinne. Ich finde es immer wieder auschlussreich, wenn die Kommunen und Straßenverwaltungen die Straßenränder und Gräben mulchen und im Gras enthaltenes Plastik jedes Jahr kleiner schreddern….und dann fließt alles in den nächsten Vorfluter, dann in den nächsten Fluss und ab ins Meer. Dann kommt es als Vorwurf zurück in unsere Fernseher und die Kinder gehen auf die Straße und die Politik streichelt die Köpfe der jungen Generation und sagt ihnen, dass sie sehr verantwortlich handeln :-)….schon schizophren diese Gesellschaft oder?

      0
      • Auch darüber habe ich mit den Kommunen hier bei mir gesprochen.
        Es ist wohl so, dass tatsächlich der Abraum/Abschnitt direkt am Straßenrand als Sondermüll zu behandeln ist und entsprechend entsorgt werden muss.
        Das ist das Eine.
        Das Andere ist das Mulchen, von dem hier doch einige Kommunen wieder weg gehen, da natürlich beinahe alles an Insekten dadurch mitgeschräddert wird.
        Auch die in der Krautschicht nistenden Hummeln.

        Es wird gemäht, bleibt aber liegen.
        Schade eigentlich, da nur auf einem mageren Boden eine Pflanzenvielfalt entstehen kann, die speziellen Wildbienen nützlich ist.
        Aber gut, auch da bin ich dran und habe schon konkrete Vorschläge für eine Verbesserung der Maschinen.
        Wird nur gerade etwas viel mit meinen Aktionen.

        Die Schizophrenie unseres Verhaltens ist auch so’n Ding, was mich hoffnungslos macht.
        Da bin ich ganz bei Dir.

        0
        • Reinhard Seevers sagt

          Hatte mich auch schon mal mit dem Thema Straßenrandbearbeitung beschäftigt. Man müsste eigentlich das Gras auf ca. 10-15cm abmähen und einsammeln. So hätte man wenig bis gar keinen Müll drin. Die Mahd magert langsam aus, der Müll könnte ausgekämmt oder gesaugt werden….aber das Ganze hat zu wenig marktwirtschaftliches Potential, um umgesetzt zu werden. Da muss man erst politischen Druck her.

          1+
          • Ja, das ist ein wichtiges Thema! Da sollten die Fachleute hier gerne einmal Vorschläge machen, wie man das maschinell besser machen kann.

            10-15cm abmähen ist ok.
            Auskämmen würde zum falschen Zeitpunkt die Hummelbrut und andere zerstören.
            Absaugen zieht alles rein und macht Brei draus.
            Dann lieber 10-15cm mähen und liegen lassen.

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            • Stadtmensch sagt

              Vielleicht bringt es was, ein paar passende Umwelt- und Ökoverbände für das Thema zu sensibilisieren. Die haben doch manchmal einen Draht zur Verwaltung (Grünflächenamt usw.). War ja sowieso der Plan: Nabu und Co unterwandern ;-). Wenn da mit relativ einfachen Mitteln (Schnittzeitpunkt, Witterung) Verbesserungen erreichbar sind, rennt man bestimmt offene Türen ein. Vielleicht muss man ja den „Sauger“ nicht auf höchste Stufe stellen, wenn man nur bei Trockenheit mäht.

              1+
              • Reinhard Seevers sagt

                Ich hab das mal in Holland gesehen, die Mähen und nehmen es mit einer pickup plus Förderkette auf. Die kann man ja so in der Höhe verstellen, dass sie erst ab 10cm aufnimmt. Dann wäre aber wenigstens der Aufwuchs weg und eine gewisse Magerung setzt ein.

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                • Stadtmensch sagt

                  Ja, Mähbalken mit „Fangkorb“ und flexible Förderschnecke. Dann kann man das Mähgut auch müllfrei kompostieren. Der Müll wird dann händisch rausgesammelt und die Kosten der bräsigen Gesellschaft aufgetischt. Oder auf die Straße kehren. Wie soll sonst ein Lerneffekt oder „Soziale Kontrolle“ als Korrektiv wirksam werden?
                  @Privatier: habe gerade soziale Kontrolle gesagt 🙂

                  1+
                • Paulus sagt

                  Ich weiß gar nicht was ihr mit irgendwelchen Mähbalken, Müllauskämmern, flexiblen Förderschnecken und sonstigem Kram wollt. Der Stadtmensch, der mich schon mal zu den Kommunisten rüber ziehen wollte, hatte ein ganz einfaches Mittel, nennt sich Umerziehung.
                  Also, die Erziehungsmethode für ertappte Männer = ein Wochenende mit Claudia Roth oder so. Ska Keller oder diese was weiß ich was Wiener wären auch nicht schlecht, Die Drohung allein dürfte reichen, da wirft keiner mehr eine Kippe weg.
                  Für die Frauen fällt mir spontan nichts ein, aber ich ahne schon was jetzt kommt.

                  2+
                • Hat jemand konkrete Adressen oder Links zu den Firmen, die diese Maschinen bauen?

                  &Stadtmensch, auch der Mähbalken mit Fangkorb und Förderschnecke interessiert mich. Gibt’s da schon was?

                  &Alle, ich bin dankbar über Hinweise zu diesen Maschinen die nicht mulchen, keine Nachbearbeitung machen und wo das Mahdgut auch noch aufgenommen werden kann und alles in einem Arbeitsgang. (Ja, viel verlangt!)
                  Bitte schickt Eure grauen Zellen auf die Suche.
                  Besten Dank.

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                • Sorry Paulus.
                  Das hatte sich mit meiner Bitte überschnitten.

                  Ich hatte oben nur kurz erwähnt, warum das Abtragen wichtig ist.

                  —„Es wird gemäht, bleibt aber liegen.
                  Schade eigentlich, da nur auf einem mageren Boden eine Pflanzenvielfalt entstehen kann, die speziellen Wildbienen nützlich ist.
                  Aber gut, auch da bin ich dran und habe schon konkrete Vorschläge für eine Verbesserung der Maschinen.“—

                  An Straßenrändern halte ich das auch für vergebene Liebesmühe.
                  Da gebe ich dem ehemaligen Landwirt recht, da tatsächlich gerade im Frühjahr viele Hummelköniginnen dann dem Verkehr zum Opfer fallen.
                  Und das sind die Erzeugerinnen vieler neuer Hummelköniginnen. Also absolut schützenswert!

                  Aber schon in der Böschung macht es durchaus Sinn.
                  Es gibt jedoch noch deutlich mehr kommunale Flächen, die durch das Abtragen mager gehalten werden können.
                  Das währe ein echter Gewinn!

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                • Stadtmensch sagt

                  @Paulus: Barbara Kirchner würde ich dir empfehlen. Damit du mal auf Kurs kommst mit deinem „Frauenbild“. 🙂
                  Wir haben verloren. Da hilft auch kein DMAX.

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                • Paulus sagt

                  Stadtmensch, mein Frauenbild ist schon in Ordnung und bedarf weder einer Korrektur noch einer Belehrung.
                  Bei den von mir genannten Damen musst du allerdings noch mind. 20 Ziegen drauflegen um sie los zu werden. Die Kosten für ein paar Ziegen und den Hinflug in eine entfernte Region bekomme ich auf dem Wege des Sponsorings innerhalb einer Stunde zusammen. Garantiert! Zur Not würde ich es auch selbst bezahlen.
                  Es findet sich leider keiner der diese Weiber nimmt und uns von ihnen befreit. Die Jungs in Anatolien und sonst wo sind schließlich auch nicht auf den Kopf gefallen.

                  1+
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @Meyknecht

              Wenn parallel zur Straße ein Radweg verläuftund derRadweg auch mit einer Bitumendecke versehen ist, die heizen sich im Sommer so hoch, das ein Austausch der Käfer usw. nicht mehr möglich ist, es handelt sich um eine Insellage.
              Dazu kommt noch der Verkehr und die starke Verwirbelung durch die KFZ. Es soll mir niemand sagen, dass die förderlich wäre für die fliegenden Insekten.

              Ein Abmähen in normaler höhe ist besser, als Mulchen.

              Auch wenn ich ihnen geantwortet habe, ein Fachmann bin ich nicht, beobachte nur die Natur seit 50 Jahren.

              1+
    • Schorsch Summerer sagt

      Mulchen scheint ein hochansteckender Virus zu sein (Mulchtrackrona?). Der Mulcher von der Autobahnmeisterei ist auch an den Böschungen unterwegs.

      1+
      • bauerhans sagt

        hier setzt die gemeinde zweimal den saugmulcher ein,verschenckt aber tütchen mit blühmischungen.
        unsere crowdfunding aktion bei startnext ist dieses jahr ein reinfall,null spenden,null kommentare.
        alles corona oder was.

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  13. Reinhard Seevers sagt

    Köstlich…ist mir ein wenig zu pathetisch aber dennoch….
    Dazu fällt mir eine Geschichte ein, die ich vor 2 Wochen erlebt habe. Eine Bekannte hatte zum Kaffee eingeladen. Besagte Dame hatte mit ihrem Partner vor Kurzem von ihrem Rasen(3000m²) ein Stück abgezweigt, um es als Hochbeet herzurichten.
    Die beiden hatten bis dahin noch nie in ihrem Leben (60+) einen Gemüsegarten angelegt, so dass etliche grundsätzliche Fragen aufkamen, die mich sehr amüsierten.
    Da saßen wir so beim Kaffee und Kuchen, als ein merkwürdiges schwarzes Insekt den Boden der Terrasse betrat. Helle Aufregung, was das denn wohl sei……Niemand der Anwesenden, auch der 88 jährige Vater der Bekannten hatten je ein solches Insekt gesehen. Ich google mal und siehe da, es war der „schwarz-blaue Ölkäfer“.
    Nachdem wir die Seite intensiv gelesen hatten und dort stand, dass das Insekt als Schadinsekt u.a. Blattsalat frisst und als Fortpflanzung die Solitärbienen nutzt, sprang besagte Dame auf und zertrümmerte das Insekt des Jahres 2020, das auf der Liste der bedrohten Arten steht, mit einem Stein. Nach intensiver Suche fand sie weitere. Sie sah ihr gerade bereitetes Beet und die lieben Bienchen als bedroht an…..Ich konnte nichts mehr sagen über so viel Naturverständnis.

    4+

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