Bauer Willi, Medien
Kommentare 103

Und noch mal Glyphosat…

Die Tageszeitung „Rheinische Post“ hat mich gebeten, einen Artikel über die Anwendung von Glyphosat aus meiner persönlichen Sicht zu schreiben. So ein Angebot bekommt man nicht jeden Tag.  Klar, dass das auch zur Widerrede auffordert. Deshalb bitte unbedingt auch die Kommentare lesen.

http://www.rp-online.de/nrw/panorama/neusser-landwirt-haelt-plaedoyer-fuer-glyphosat-aid-1.6188069

RP-Glyphosat

(Aufrufe 2.578 gesamt, 1 heute)
0

103 Kommentare

  1. Schmeckt gut sagt

    @H.G.Felser. Vielen Dank für die gute Diskussionsvorlage – die persönlichen Angriffe, gegen wen auch immer, blende ich jetzt einfach mal aus 🙂 . Ich finde den Einwand, dass Biozide grundsätzlich abzulehnen sind sehr spannend. Wir haben in und mit der Landwirtschaft das Problem, dass oft gesundheitliche Gefahren im Bereich Hygiene und Verderb auftreten (Befall mit Pilzen, Bakterien, Viren, biologischen und pflanzeneigenen Giftstoffen). Alle, die Landwirtschaft betreffenden Gesetze und Verordnungen laufen darauf hinaus, die Verbraucher der von uns erzeugten Nahrungsmittel vor eben diesen Gefahren zu schützen – auch die Gesetze zur Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, denn hier findet eine Abwägung zwischen Gefahren der Anwendung/unvermeidlichen Rückständen und Chancen der Gefahrenabwehr durch Gesunderhaltung statt. Wenn Sie nun Biozide im Allgemeinen verteufeln, gehören wirklich alle Biozide dazu – nicht nur PSM. Was ist mit Waschmitteln, Desinfektionmitteln, Hygieneartikeln (die Anwendung dieser Mittel ist eigentlich immer Pflicht bei der Lebensmittelerzeugung), Insektenabwehrmittel (Autan….), Alkohol (hervoragende Wirkung gegen viele Viren), Säuren, Kosmetika, Sonnenschutzmittel… – natürlich auch PSM. Wollen sie alle diese Stoffen verbieten, womöglich auch noch Kernseife? Finde ich Klasse, denn dann hat sich die Diskussion über Geburtenkontrolle, Bevölkerungszuwachs… definitiv schlagartig erledigt. Auch die davon betroffene Industrie wird begeistert sein. Ich denke , umsetzbare Vorschläge würden uns in Deutschland sehr viel weiter bringen.

    2
    • bauerhans sagt

      herr felser ist hotelfachmann.
      seine aussagen sind emotional,egoistisch und aggressiv.
      ähnlich dozierte eva herman am 16.12.17 bei youtube.

      0
      • Schmeckt gut sagt

        Na, das trifft sich ja gut. Umso gespannter können wir also auf die „aggressiven“ und innovativen Lösungsvorschläge von Herrn Felser zum Verbot von allen Bioziden sein. Die Hotelbranche ist schließlich genauso auf wirksame Biozide angewiesen, wie die Landwirtschaft. Wie kann es also gelingen, auf diese Stoffe zu verzichten?

        0
    • Hans-Günter Felser sagt

      Danke, Schmeckt gut, für den versöhnlichen Einsatz. 😉 Es ist kein generelles Bauern-Bashing, das möchte ich ganz klar herausstellen. Es sind einige Wenige, die den guten Ruf der anderen versauen. Und das müsste eher sogar aus den eigenen Reihen der Bauernschaft kommen, dass es Grenzen gibt, die z.T. auch bereits in vielen Landstrichen seit Langem überschritten wurden. Ein „in dem Punkt hat er ja Recht“ wäre schon ein Entgegegenkommen, mit dem ich allerdings an dieser Stelle auch nicht rechne. Ich kann mich auch in Nöte und Ängste so mancher Bauern hineindenken, ich selber kaufe bei „meinen“ Bauern Obst und Gemüse gerne ab Hof, für den Liter Milch zahle ich 1 Euro, was ich voll in Ordnung finde. Ich würde lieber die Bauern unterstützen, die z.B. Subventionen für die Erhaltung der Natur bekommen sollten, dass sie nicht gezwungen sind, zu Dumpingpreisen wertgeminderte Lebensmittel zu erzeugen, sich selber zu schaden an Leib und Seele, weil sie den Bedürfnissen der Tiere nicht gerecht werden können. Da würde ich gerne helfen, eine vernünftige Politik einzuschlagen. Also erstmal „Peace“ -gerne sogar. 🙂 Gut, einverstanden, grundsätzlich sind Hygienemaßnahmen nicht zu verteufeln, da, wo sie angebracht sind. Was den Einsatz von Kosmetika, Waschmitteln, etc. angeht, sollte Jeder verantwortungsvoll entscheiden, welche Menge und welches Ausmaß nötig ist – aber auch da wird auch in Privathaushalten einiges im Argen liegen. Auch da gibt es ja Gesetze, inwieweit die Anwendung finden oder kontrolliert werden, kann sich ja jeder selber ausmalen. Auch weiß ich, dass es nahezu utopisch ist, an den Verstand und das Gewissen aller zu appelieren und zu erwarten, dass da überall was zündet und ein kollektives Verantwortungsgefühl sich einstellt. Ihre Persiflage ist dennoch erheiterungsspendend angekommen. 🙂 Dialog ist immer gut, wenn aufeinander eingegangen wird.

      0
  2. Der Streit um Glyphosat ist doch nichts anderes als ein reiner „Stellvertreterkrieg“. Im Grund geht es gar nicht um das Zeug. Sondern um den Zusammenprall zweier unvereinbarer Ideologien. Die eine Ideologie besagt: Das Heil des Menschen liegt im wissenschaftlich-technischen Fortschritt. Die andere Ideologie besagt: Das Heil des Menschen liegt in der Rückkehr in den Schoss der Natur, die für ihre Kinder sorgt.

    In einem dialektischen Prozess bildet sich aus These und Antithese schließlich die Synthese. Man darf gespannt sein, ob das in diesem Fall auch funktioniert.

    Ich persönlich glaube nicht daran. Weil diejenigen, die den Erhalt der Natur predigen, gar nicht die Natur meinen, wie sie ist, sondern eine Naturidylle bzw. Naturkulisse, in der die Natur dem Menschen nicht zu nahe kommen darf. Im Einklang mit der Natur zu leben, würde nämlich bedeuten Hunger, Kälte, Parasiten und Schmutz in Kauf zu nehmen. Eine geringere Lebenserwartung. Verzicht auf Bequemlichkeit. Dazu ist von den Naturschützern keiner bereit. Stattdessen plädieren sie ja fürs bedingungslose Grundeinkommen, also für noch mehr Schlaraffenland. Die Naturschützer plädieren für das Recht aufs Rund-um-Versorgtwerden ohne eigene Anstrengung. Dieses Recht hat jedoch nur das Kind.

    Ich glaube aber auch nicht an den wissenschafltich-technischen Fortschritt. Über die ganzen 10.000 Jahre hat unser auf LW beruhendes System nur funktioniert, weil es sich auf Kosten der Natur ausdehnen konnte. Weil es sich Natur einverleiben und in Kulturland umwandeln konnte. Weil es Kontinente gab, die man erobern, Regenwälder, die man abholzen, Mienen, die man ausbeuten konnte.

    Wie der Kapitalismus funktioniert dieses ganze System der LW nur mit Wachstum. Das Geldsystem ist nichts anderes als ein Spiegel dieser Wachstumswirtschaft. Und gleichzeitig eine Erweiterung des Systems in eine Welt virtueller Werte (Papiergeld) hinein. Dasselbe gilt für die Digitalisierung. Das ist Wachstum in virtuelle Welten hinein, weil das Wachstum in der realen Welt nun an ihr Ende kommt. So wie der Körper des Menschen das Wachstum eines Tumors begrenzt, so begrenzt der Planet unser menschliches Wachstum. Und ja, unser menschliches Wachstumsverhalten hat durchaus Ähnlichkeit mit einem Tumorwachstum. Auch ein Tumor nutzt Fremdenergie und immer mehr Fremdenergie, um sich auszubreiten.

    Immer mehr Fremdenergie zu benutzen, unterscheidet sich gar nicht so sehr von der Anspruchshaltung des Rundum-Versorgtwerden ohne eigene Anstrengung.

    Meiner Ansicht nach prallen zwei nur vordergründig unvereinbare Ideologien aufeinander, die sich im Grunde sehr ähnlich sind, von denen aber keine richtig ist. Also kann auch die Synthese nicht funktionieren.

    Wie wäre es statt sinnlose Stellvertreterkriege über Glyphosat zu führen, mit einer Neu-Bewertung unserer gesamten Technosphäre auf der Basis von Energie? Wieviel Fremdenergie brauchen wir für welche Prozesse? Wieviel Energie verbraucht bspw. die Herstellung eines Stoffes auf Molekularstruktur wie Glyphosat, wobei die Gewinnung der Rohstoffe und Herstellung der Chemiefabrik miteinkalkuliert werden muss. Und entsprechend allmählich den Ausstieg aus der Nutzung von Fremdenergie vorbereiten, bspw. über eine Besteuerung der Fremdenergie statt der menschlichen Arbeitskraft. Wie wäre es damit, wenn wir Menschen uns mal drauf einlassen würden, uns aus eigener Energie heraus zu erhalten statt immer nur auf Kosten der anderen?

    Wir könnten uns nämlich auch fragen, woher wir eigentlich das Recht nehmen, andere Lebewesen wie Tiere und Pflanzen so umzugestalten, dass sie ausschließlich für uns und unsere Zwecke da sind. Anders: Wie begründen wir Züchtung oder Gentechnik? Nur damit, dass wir es können? Indem wir uns auf einen von uns selbst erfundenen Gott berufen? Mit der Notwendigkeit, immer mehr Menschen zu ernähren, weil der Planet ausschließlich für Menschen da ist?

    2
    • Brötchen sagt

      @fingerphilosoph die lw. ist noch gar nicht so naturentfernt, wie sie vermuten. der Landwirt kann auch heute nur mit der Natur arbeiten, jede abgehobenheit wird sofort bestraft. Bsp. tiergesundheit, ich kann nur krankmachende Erreger verdrängen, ist einer weg, kommt ein neuer. Tierhaltung ist ein ständiger Kampf gegen Erreger! es ist ein gleichgewichtssystem in einer Blackbox. dreht man an einer Schraube dreht man ein Vielfaches in der Box mit. Land ist nicht vermehrbar und kann in der fruchtbarkeit nur in Grenzen verbessert werden. Land ist nicht mobil auch vom Eigentum nur in Grenzen. die molekulargenetik kann schon einiges, ist aber auch erst am Anfang. die lw verdient viel zu wenig Geld, sodass alle high tech Anwendungen meist nur abfallprodukte der Medizin. meist auch viel zu teuer! ich bin der Meinung wir lw müssen die lw definieren, die wir wollen! dem entgegen steht die vermeintliche Globalisierung, die hat viele Vorteile aber auch Nachteile. ein grosser Markt ist z.b. nicht offen, China. Trump z.b.stellt die richtigen Fragen! teilweise. ein abgeschotteter Markt ist wirtschaftl. schwierig zu händeln. die Schweiz geht z.b. auch wieder von der Abschottung weg. ich denke, das ruckelt sich wieder.

      1
      • Landwirtschaft bedeutet die Übertragung technisch-maschineller Methoden auf die Natur, die selber nicht nach technisch-maschinellen Methoden funktioniert. Würde die Natur tatsächlich nach wissenschaftlich-technischen Kriterien funktionieren, wie das heute allgemein „geglaubt“ wird, könnte man die Frage, ob zuerst das Huhn oder das Ei da war, beantworten. Kann man aber nicht.

        0
  3. Zitat „Wenn ich jetzt die neuen, jungen Rapspflanzen beseitige, ist dies eine Form der biologischen Schädlingsbekämpfung, weil die Vermehrung unterbunden wird.“

    Hier haste aber bischen gepatzt. Biologische Schädlingsbekämpfung ist das gezielte einbringen von Viren oder Nützlingen um Schädlinge zu dezimieren und beruht auf der Grundlage, dass die Schädlinge massenhaft natürliche Feinde vorgesetzt bekommen.

    Wurde mir jedenfalls mal so erklärt, von einen der es eigentlich wissen müsste 🙂

    Oder war das doch falsch?

    Was du machst wäre dann vielleicht biologischer Pflanzenschutz.
    Was würde denn passieren wenn sich der Rübenschädling ausbreitet? Ist die Ernte futsch, oder müsstest du massenhaft anderes Gift spritzen?

    2
    • Bauer Willi sagt

      Hallo Rebecca
      jetzt werden wir aber sehr feinsinnig…Es ist so, dass die Nematoden aus den Larven schlüpfen und die jungen Rapspflanzen befallen. Nach einer Temperatursumme von 280 Grad (Tagesdurchschnitt) werden die Rapspflanzen beseitigt und so den Nematoden die Nahrungsgrundlage entzogen. Zurück in die Larven können sie nicht mehr…Den Rest kannst Du Dir denken.
      Falls man das Beseitigen mit dem Grubber macht und einige Pflanzen übrig bleiben, vermehren sich die Nematoden. Bei den Rüben können sie dann wieder zuschlagen, setzen sich an die Wurzel und saugen daran. Das mindert den Ertrag. So, und jetzt entscheide Du, was das ist 🙂 Und schreib es mir!!!
      Bauer Willi

      3
    • Sabine sagt

      Die Auflösung vieler Wander- und auch anderer Schafherden, hat also nix damit zu tun, dass der Wollpreis seit Jahrzehnten unterirdisch ist und der Druchschnitts-Deutsche keinen blassen Schimmer hat, wie man ein Lämmchen anständig zubereitet und die, die es können, dann doch lieber – in Chemiefaser und Baumwolle gekleidet – das Neuseelandlamm für kleineres Geld kauft?
      Das verblüfft mich. Mal davon ab, dass Schafskäse erst neulich in deutschen Supermärkten aufgetaucht und dies wohl auch mehr den Käufern mit Migrationshintergrund geschuldet ist.
      Ich dachte, dass u.a. unsere einheimischen Schätze auf vier Beinen wie Skudde, Rauwolliges Pommernschaft, Heidschnucken, Coburger Fuchs, die deutschen Merinos (Fleisch und Langwollig) etc die Rote Liste seit Jahrzehnten bevölkern, weil sie einfach nicht auf dem Weltmarkt nicht mithalten, in Deutschland schlicht nicht geschätzt werden und sich somit das dazu gehörige Fachpersonal einen anderen Job suchen musste.
      Oh, und fragt mal den nächsten Schafbesitzer, was er von dem Satz: „Der tut nix, der will nur spielen“ hält.
      Also mein Nachbar die Straße runter wechselt bei dem Satz mehrfach die Farbe.

      3
      • Andreas sagt

        Ich habe kein Problem mit ihm. Nur mit dem was er manchmal sagt. Wo ist er nun?
        Gesperrt? Durch Bauer Willi perfide rausgemobbt?

        0
      • Inga sagt

        Ser will ich wohl einen neuen Schlepper kaufen, ich dachte das könnte der sich finanziell gar nicht leisten!?!

        😉

        0
        • Jochen Böhrer sagt

          Nein.. der bringt vermutlich gerade den Erntekundendienst zur Verzweiflung, weil die ihm nicht sagen können, wie er seinen Dinkel durch den drescher würgen kann, damit im Korntank nicht zuviel Fremdbesatz ankommt.

          0
  4. Realitätsverweigerung ist eine tolle Sache die, wie es scheint, einigen Zeitgenossen hilft sich besser zu fühlen. Ich würde mich natürlich auch über eine Landwirtschaft ohne Glyphosat und Co. freuen und vielleicht wird dies ja auch kommen – Dank noch modernerer Technik – aber bis dahin wollen über 7 Mrd Menschen ernährt werden. Eine Umstellung auf ökologische Landwirtschaft benötigt halt ihre Zeit und ein Umdenken der Konsumenten – das muss man auch als noch so euphorischer Biofreund einsehen.

    Ich kritisiere auch viele Dinge die falsch laufen – aber nicht blind! Eine Kritik sollte, meiner Meinung nach, mit einer Lösungsidee verbunden sein. Was wäre denn wohl die Lösungsidee der Kommentatoren unter dem Zeitungsartikel? Vielleicht die Aufteilung der Felder in 1x1m Stücke um Monokulturen zu verhindern am besten noch als Permakultur mit EM gedüngt – Unkraut und Schädlingsbekämpfung ist dann ja nicht nötig…
    Oder wie wäre es mit einer starken Dezimierung der Menschheit? Das würde wahrscheinlich sogar funktionieren. Neee – dumme Idee, wer würde dann noch bleiben um Kommentare zu schreiben?

    8
    • Bauer Willi sagt

      Hallo Sascha,
      das ist es auch, was mich daran am meisten ärgert. Kritisieren, ohne Lösungsvorschläge zu machen.
      Bauer Willi

      5
    • Christina Hoffmann sagt

      Ja klar… Die deutschen Bauern tragen maßgeblich zur Ernährung von 7 Milliarden Menschen bei.
      Ich denke nicht, dass der Ausfall der deutschen Landwirtschaft außerhalb Deutschlands groß auffallen würde.

      2
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Weltweit würde sich der Ausfall der deutschen Landwirtschaft kaum Auswirkungen haben, ein Ausfall der europäischen Landwirtschaft schon, der europäische Verbraucher würde sich in dem Fall wundern.

        Dennoch würde der Handel die Preise erhöhen, wenn die deutsche Landwirtschaft eingestellt würde.

        Aber was genau wollen sie mit ihrem Posting uns sagen?

        Wollen sie vor ihrer Haustüre nur Wald?

        3
      • Ulrich Pfeffer sagt

        Es reicht wenn es in Europa auffällt. Deutschland hat mit die höchsten Flächenerträge der Welt bei gleichzeitig sehr geringen schädlichen Umwelteinflüssen ( auf Grund sehr strikter Überwachung durch die Behörden) und das ist dem hervorragenden Ausbildungsstand der Deutschen Landwirte geschuldet. Unter anderem auch durch laufende NachschulungsPFLICHTEN und Kontrollen der Pflanzenschutzgeräte ( ähnlich TÜV) Das gibt’s in nicht vielen Ländern dieser Welt.

        4
      • Ich versuche Probleme global zu sehen. Was würde es uns denn bringen wenn wir hier in Deutschland unsere Landwirtschaft so ändern würden, dass wir zwar eine hervorragende Ökobilanz erreichen (und einigen verklärten Idealen entsprechen) würden, aber noch mehr importieren müssten z.B. aus China.
        Nach dem Prinzip „Hauptsache der Wähler fühlt sich gut – die Wahrheit liegt wo anders und interessiert eh keinen“.
        Ich sehe mich selbst im Biobereich aber ich bin Realist genug um zu sehen, dass derartige Veränderungen ihre Zeit brauchen.

        3
  5. Thomas sagt

    Die Kommentare sind der Hammer.
    Ich hätte nicht gedacht das es so schlimm ist!
    Mir fehlen da echt die Worte….
    Ich vermute mal am Nivo der Kommentare erkennt man den Bildungsstand der Schreiber.
    Bei so viel Ideologie macht es keinen Sinn.

    2
  6. Öko-Sepp sagt

    Ich verstehe den Schwenker auf Bio nicht – die Frage müsste
    lauten: Alternativen für die konvent. Landwirtschaft ohne Glyphosat.
    Dennoch kann ich mir nicht verkneifen:
    – jeder Bio-Betrieb hat die 3-Jahre-Umstellung überlebt
    – Umstellungsware ist z.T (je nach Frucht) fast preisgleich mit Bio-Ware
    – Es gibt (je nach Bundesland) Umstellungsprämie
    – die Erträge sind in den Anfang/Umstellungsjahren am höchsten.

    Die Landwirtschaft hat mit dem Thema Glyphosat und z.B. Anbindehaltung
    wieder mal eine Chance verpasst: das Thema aktiv annehmen und eigene
    Lösungen aufzeigen, offensiv publizieren. Es bleibt der fade Nachgeschmack,
    das „machen-wir-schon-seit-40-Jahren-Syndrom“.

    7
    • Bauer Willi sagt

      Hallo Sepp
      all das weiß ich. Drum habe ich ja am Schluss auch was geschrieben, was Du vielleicht überlesen hast. Lese doch einfach noch mal die letzten Sätze…Was die verpasste Chance angeht, gebe ich Dir sogar recht. Wir müssen eigene Lösungen aufzeigen und publizieren.
      Bauer Willi

      2
  7. Friedrich sagt

    Lieber Willi , genauso wie von dir dargestellt machen es die meisten Betriebe. Da wir aber auf keiner Insel leben und Getreide ex- und importiert wird, ist es schwierig alles genau zu kontrollieren. Eins steht jedoch fest , je höher der wirtschaftliche Druck , desto eher wird Glyphosat eingesetzt , da es billiger ist , als die Bodenbearbeitung. Unsere Verbraucher müßen halt entscheiden mehr für Nahrungsmittel auszugeben und weniger für Autos, <Urlaub und Freizeit. Aber an der Supermarktkasse wurde das ja schon entschieden. Also was soll die ständige Kritik.

    3
  8. Köhler Stefan sagt

    Danke für diesen Bericht. Es ist aber erschreckend was darauf für Kommentare geschrieben wurden. Zeigt es doch das sehr viel, ja viel zu viel, Ideologie durch die NGO´s in die Diskussion gebracht wurde. Sollte man sich nicht einmal Gedanken machen die GEmeinnützigkeit solcher Organisationen in Frage zu stellen? Es kann doch nicht sein, dass Bürger durch Spenden ihr Gewissen beruhigen und dann Untersuchungen von e.V.´s gemacht werden (Stichwort Muttermilch) die wissenschaftlich völlig daneben sind. Das hat doch Nichts mit gemeinnützigkeit zu tun. Und Glyphosat ist nur ein Thema neben den vielen anderen. Kein „steuersenkendes“ Geld für NGO´s dann gibt es weniger Volksverdummung.

    3
  9. bauerhans sagt

    selbst unsere kanzlerin hatte sich heute (22.8.16) positiv zu glyphosat geäussert.
    weil sie physikerin ist oder ist das dem kommenden wahlkampf geschuldet…..

    2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.