Bauer Willi
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Sonntagsarbeit…

Nicht nur im Herbst gibt es eine Reihe von Feldarbeiten, die stark witterungsabhängig sind. Je nach Situation ist auch die Arbeitserledigung am Sonntag notwendig. Josef Schuhbauer von „Moderner Landwirt“ hat dazu einen Beitrag verfasst, in dem auch die juristische Seite beleuchtet wird.

https://moderner-landwirt.de/verbotene-feldarbeiten-am-sonntag-zwei-landwirten-in-eichstaett-droht-bussgeld-bescheid/

Zwei Landwirten in Bayern droht nun ein Bußgeldbescheid, obwohl laut Aussage der Landwirte niemand geschädigt oder belästigt wurde.

 

 

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69 Kommentare

  1. Ich halte einen freien Sonntag für sehr wichtig, sowohl für die Erholung als auch für die Zeit mit Familie und Freunden sowie für das Widmen von Hobbys. Es ist notwendig, ein Gleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben zu finden. Aber es ist absolut falsch, jemanden zu verurteilen, der in diesem Moment das Bedürfnis verspürt hat, sich anders zu verhalten, insbesondere wenn dies niemandem schadet. Landwirtschaft ist sehr spezifisch, und die Menschen scheinen nicht zu verstehen, dass Familien davon leben und davon abhängen, ob die Arbeit erledigt wird oder nicht. An manchen Tagen war das aufgrund höherer Gewalt nicht möglich. Regeln müssen nicht immer blind befolgt werden; es gibt immer Ausnahmen!

    • Reinhard sagt

      Wir haben im Rottal schon sehr viel Sonntagsarbeit, welche meiner Meinung nach, zu einem Großteil aufschiebbar wäre.
      Ich finde, es sollen wirklich nur unaufschiebbare Arbeiten erledigt werden (z.B. Heuernte).
      Ackern, Güllefahren oder Maisbrauen, muss an Sonn-Feiertagen keiner.
      Hier sollte die Polizei viel öfter kontrollieren und auch Bußgelder verhängen. Wer ohne Sonntag nicht fertig wird, hat einfach zu viele Felder…

      • Georg Alois Meier sagt

        Der liebe Reinhard ist so ein typischer Denunziantendeutscher, die Polizei hat er gern als Werkzeug zur Durchsetzung seiner Ansichten.
        Alle sollen sich gefälligst nach ihm richten, und was ihm nicht passt, soll dann die Polizei regeln!
        Was war oder ist denn der liebe Reinhard von Beruf?
        Ist er ein wetterunabhängiger Büroberufler?
        Ist er vom Staat (also vom Steuerzahler) bezahlt?
        Hat er was zu befürchten, wenn es die Ernte verregnet?

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        • Reinhard sagt

          Der liebe Georg scheint kein allzu großer Denker zu sein!
          Nein, ich bin nicht vom Staat bezahlt, erhalte nicht 50% meines Einkommens vom Staat als Subventionen, um überleben zu können. Betreibe keine Zombiefirma, welche am staatlichen Tropf hängt, sondern bin ganz normaler Arbeitnehmer.
          Es muss sich keiner nach mir, sondern nach der Allgemeinheit richten. Für was gibt es ein Ordnungsamt, wenn dann doch wieder jeder macht was er will?
          Die Polizei sorgt für Recht und Ordnung, für dies sind sie ja schließlich da oder?
          Mal überlegen

      • Smarti sagt

        Reinhard, gerade auch Gülle ausbringen ist eine nervenaufreibende Sache. Äcker und Wiesen müssen gerade „frei“ sein- also das Gras frisch gemäht und die Ackerfrüchte im richtigen Alter oder weg, dann darf der Boden nicht zu nass sein, aber auch nicht zu trocken… möglichst bald darauf hat es zu regnen – aber nicht zu heftig- , damit die Gülle im Grünland gut eingeregnet wird und die Güllewürste nicht das Grünfutter verschmutzen (Krankheitsgefahr ! ). Die neuen Gülleausbringevorschriften ( Schleppschlauch, gleich unterpflügen aufm Acker) bedingen mehrere Arbeitskräfte gleichzeitig und meist Lohnarbeit, weil sich normale Betriebe keine so teuren und viel zu wenig eingesetzten Spezialmaschinen leisten können. Also muss der Boden befahrbar, Menschen und Maschinen Zeit haben, freie Flächen, genug Gülleflächen… – das Gras wächst bei gutem Wetter schon nach einer Woche zu hoch… da sind die Wochentage echt das letzte Problem ! Gerade im Herbst muss zudem der ganze Güllekeller leer gemacht werden, denn über den Winter darf man nicht mehr fahren. Und im Frühling derselbe Stress nochmal, damit das Lager nicht überläuft. Ach ja, direkt nach dem Ausbringen muss die Gülle auf dem Acker untergefahren werden, auch das ist eine neuere Vorschrift. Und wenn für Montag Regen angesagt ist, dann wird Sonntags gearbeitet – anders geht es gar nicht.

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        • Smarti sagt

          Immer mehr Landwirte arbeiten unter der Woche auswärts und am Wochenende für den Betrieb. Die arbeiten nicht für lustig am Sonntag, sondern weil es wirtschaftlich gerade nicht anders zu lösen ist. Und zum Dank jagen Sie diesen Landwirten die Polizei auf den Pelz ?

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          • Reinhard sagt

            Erstens habe ich noch niemandem die Polizei geschickt, sondern lediglich erwähnt, dass diese kontrollieren sollen, ob die Arbeiten wirklich unaufschiebbar sind.
            Zweitens bin ich keinem Landwirt zum Dank verpflichtet. Für die jährlichen Subventionen bedankt sich nämlich auch kein Bauer bei den Steuerzahlern…

            Drittens ist jeder selbst verantwortlich, wieviel er arbeitet. Ich persönlich kann auch keinen Zweitjob mehr annehmen da ich es zeitlich niemals stemmen könnte und Arbeiten wie Rasenmähen auf den Sonntag verschieben müsste.
            Wären aus Ihrer Sicht dann auch meine Nachbarn schuld, wenn sie sich beschweren, da sie ja meine Lärmbelästigung dulden müssten?

            • Inga sagt

              Man Kann Rasenmähen nicht mit der Großen Ernte ,
              der wetterabhängigen Getreideernte vergleichen.

              Auch Vollerwerbslandwirte müssen das machen.

              Aber sie mit ihrer 40 Std.-Woche und geregelter Arbeitszeit können das ja nicht verstehen.

              Das Leben und Arbeiten eines Bauern spielt in der Natur statt und ist deswegen mühsamer , weil man sich danach richten muß.

              Es ist für ihn mehr, als nur Geld verdienen.

              Das haben Schreibtischtäter nicht nötig.
              Und können sich auch nicht vorstellen, dass es für den Nebenerwebsbauern eine Berufung ist, der Natur zu dienen.

              • Reinhard sagt

                Noch einmal, bei Erntetätigkeiten oder wirklich unaufschiebbaren Arbeiten, haben die allermeisten Leute kein Problem. Im Gegenteil, auch ich würde nicht wollen, dass ein Bauer sein Heu verschimmeln lässt, wenn es nur noch Sonntags schön ist. Deshalb gibt es im übrigen auch die Unaufschiebbarkeitsregelung.
                Mal Hand aufs Herz, wie viele Arbeiten werden Sonn- oder Feiertags gemacht, nur weil es den Bauern gerade „besser passt“?

        • Reinhard sagt

          Darum habe ja geschrieben, unaufschiebbare Arbeiten…
          Man kann aber in aller Regel auch am Samstag Gülle fahren… Ganz, ganz selten funktioniert es nicht, da gebe ich Dir Recht

  2. Wolfsfeind sagt

    warum nimmt die Polizei so ein Blödsinn eigentlich an? Es reicht doch Sonntags nur wichtiges zu erledigen. Ist es also Langeweile oder Autorität heraushängen lassen
    Unsere Polizei war noch nie wegen so was unterwegs hoffe ich

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  3. Georg Alois Meier sagt

    Ich bin seit dreißig Jahren als Flugzeugfuehrer unterwegs und ich hatte im
    Schnitt der Jahre hoechstens 10 Wochenenden im Jahr frei, Pfingsten und Weihnachten in dieser Zeit nur fünfmal.
    Ich beobachte speziell den Ackerbau mit grossem Interesse aus der Luft und freu‘ mich immer sehr, wenn ich am Sommer-Sonntagnachmittag Mähdrescher bei der Getreideernte, Traktoren und Lastwagen bei der Abfuhr, Maeher, Zetter und Schwader, Pressen und Ladewagen bei der Heu- und
    Strohernte sehe!
    Es wird GEERNTET! Vorräte für Mensch und Tier eingefahren! Und selbstverständlich muss, um eine Ernte ueberhaupt entstehen zu lassen, Bodenbearbeiting, Saat und Pflege bei dafür geeignetem Wetter erfolgen! Da ist es absolut und in jeder Hinsicht egal, ob da
    Sonn- oder Feiertag ist, ob es 1400 Uhr Nachmittag oder Mitternacht ist!
    Ernten, Vorräte schaffen, das ist hundert – und tausendmal wichtiger als ein ungestörter Sonntag für Leute, die aus der Stadt auf’s Land gezogen sind, weil sie nach einem oft unproduktiven Leben in
    Verwaltungsberufen, in Behörden etc.
    jetzt „Ruhe“ auf dem Land suchen!
    Sollen sie doch in der Stadt bleiben!
    Man braucht diese Leute tatsächlich nicht auf dem Land.
    Und wenn sie den letzten Landwirt vergrault haben, dann sollen alle diese oekohipster-
    veganwoken, gendernden Innenstadtkommunisten halt den Kitt aus den Fenstern und die schon auf’s Land gezogenen Pensionisten die Steinchen aus ihren Schottergaerten fressen…….

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    • Inga sagt

      richtige Einstellung
      Und wenn die mal im Altersheim leben, sind sie froh, dass das auch welche he Sonntags arbeiten um sie zu versorgen.
      Auch wenn der Speisewagen laut quietscht und eiert.

      Damit Sie satt werden.

      • Reinhard sagt

        Dies sind zwei Paar Stiefel. Es gibt allgemeine Tätigkeiten, welche an Sonn/Feiertagen gemacht werden MÜSSEN (z.B. Feuerwehr, Notdienst).
        Es gibt auch landwirtschaftliche Tätigkeiten, welche an Sonn/Feiertagen gemacht werden müssen (z.B. Heuernte). Alles was jedoch an Werktagen gemacht werden kann (z.B. Ackern), soll auch an Werktagen gemacht werden.
        Wer ständig den Sonntag braucht um fertig zu werden, hat zu viele Felder… Und, es gibt auch noch andere Leute außer Landwirte…

  4. Rudolf Rößle sagt

    Wir versuchen Sonntagsarbeit zu vermeiden, da wir den Tag mit anderen Dinge verbringen möchten. Allerdings haben wir dieses Jahr auch sonntags Gülle gefahren, da wir eine Güllegemeinschaft haben und am Montag schon wieder Regen angesagt war. Mit zunehmenden Leihmaschinen und Lohnunternehmertum, werden die Zeitfenster immer enger, um die Maschinen zum geeigneten Zeitpunkt einsetzen zu können.

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  5. Paul Werner sagt

    Die Freizeitaktivitäten mancher Mitbürger können viel störender sein als die LW. Wir haben früher in Köln am Stadtwald gewohnt, eigentlich eine sehr gute Wohngegend. Gegenüber waren etliche Tennisplätze – in der Saison hörte man ganztägig dieses Plopp Plopp, bis zum Wahnsinn. Ausserhalb der Saison gab es (immer Sonntags) entweder einen Firmenlauf, einen Nikolauslauf oder sonstigen Quatsch, immer mit einem Ansager und unerträglicher Lautstärke. Heute wohnen wir an der Peripherie, in unmittelbarer Nähe zur LW. Wenn die Bauern Sonntags aufs Feld fahren stört das überhaupt nicht.

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    • Danny sagt

      Das Stimmt! Bei uns fliegt an jedem Sonntag wenn schönes Wetter ist, ein Unternehmer mit seinem Motorflugzeug Stundenlang über die Dörfer und macht Kunstflüge! Das ist manchmal lauter als ein Maishäcksler!

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  6. Ehemaliger Landwirt sagt

    Bei uns in der Rheinebene wird häufig auch am Sonntag gearbeitet, nicht allein witterungsbedingt, sondern weil bei vielen Nebenerwerbslandwirten, mit 60 Hektar, werktags die Zeit nicht ausreicht.

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  7. Heinrich Tillmann sagt

    Ein Spruch meiner Großmutter war:“ Sonntagsarbeit gerät nicht „
    ( Die schon oben genannten Unvermeidbaren ) ausgenommen .
    Das hatte nicht nur was mit Religion zutun .24/7 mussten selbst Sklaven im alten Rom nicht arbeiten

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    • Na klar, die durften dann in den Circus Maximus. Nicht unbedingt zum Wagenrennen, aber immer nach dem Motto: Mittendrin, statt nur dabei!

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  8. Ehemaliger Landwirt sagt

    Meine Frau hat 45 Jahre lang, an jeden 2 Sonntag gearbeitet,
    komischerweise hat das niemand kritisiert.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        In der Woche hatte meine Frau 2 Tage frei, das stimmt, da dufte sie Hausarbeit erledigen.
        Samstags war mir egal, da hatte ich nicht frei, aber glaube mir, für das Familienleben war es nicht förderlich, wenn sie um 5: 30 aus dem Haus ging und gegen 14.00 oder nach der Spätschicht um 21:30 nach Hause kam.

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        • Gerhard G. sagt

          Welcher Mensch arbeitet mit Begeisterung und ohne Anlass am Sonntag?
          Jeder Betrieb hat auch andere Arbeiten zu erledigen: Buchführung, evtl. USt- Anmeldungen, Rechnungswesen, Disponieren, Wartung und Reparatur der Maschinen und Gebäude. Alles Zeitaufwändig. Und weil ja vieles vom Wetter abhängt und erledigt werden muss, ist Sonntagsarbeit notwendig. Schöner wäre es mal Ruhe zu haben. Die sich darüber aufregen, können gerne mal zum Landwirt, Winter oder Obst- und Gemüsebauern gehen und ihre Hilfe anbieten um Wissen über die Problematik zu erlangen . Auch als Ruheständler. Beschweren tuen sich eh jene, die keine Ahnung haben. Der Blick über den Tellerrand ist halt mit Mühe und Neugier verbunden. Vorurteile haben nur andere.

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        • M.H. sagt

          Das war einmal. Die Zeiten sind leider vorbei, als es hieß: …das machen wir, wenn es regnet…

          Bei uns sind auch viele Bauern/Winzer am Sonntag im Feld/Wingert, weil sie unter der Woche Geld verdienen gehen. Und es werden immer mehr.

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  9. Jürgen Donhauser sagt

    Bin gerade ((11:15) Uhr von der Arbeit aus dem Krankenhaus heim – hätte ich wohl dann besser auch bleiben lassen. Unvorstellbar wie manche Menschen heute ticken!

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        In meiner Jugend hatte der Pfarrer bestimmt, ob wir sonntags Heu machen durften.
        Da herrschte noch Ordnung in der Bude.😉😊

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  10. Pälzer Buh sagt

    Heute morgen 5 Uhr 30, der Traubenvollernter parkt im hinteren Garten bei uns bei laufendem Motor, Treffpunkt. Dann kommt eine Stimme aus dem Fenster, (2 Häuser dazwischen) Neubürger im Dorf! Diese rief:“ Heute ist Sonntag, Sie wolle doch noch ausschlafen, Sie habe eine anstrengende 40Std Woche hinter sich!“ Ich lachte Sie aus und sagte:“ Diese 40Std habe ich schon in 2 Tagen Voll. Aber wenn Sie ehe schon wach sind, dürfen Sie gerne mithelfen.“ Der Traubenvollernter hat daraufhin seine Motorleistung auf halbe Leistung hochgefahren, 1-2min lang. Abfahrt in die hinter uns liegenden Weinberge. Um 6.30 Uhr wird bei laufendem Motor abgeladen, und die Presse macht ihren Job. Den Neuen Wein, bei mir kann diese sich erstmal abschmicken. Im übrigen Sie besitzt das Grüne Parteibuch….

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    • Pälzer Buh sagt

      firedragon könnte hierzu ein ganzes Buch schreiben, was das Thema „Neubürger“ betrifft. In dem Dorf geht echt der Punk ab.

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      • Ist die betreffe Frau Neubürgerin oder schon lange hier etabliert?

        Dann ist es nur eine Städterin, die auf dem Dorf lebt, um das Dorfleben zu genießen.

        Diese Beispiele hatten wir schon öfter hier.
        Landmaschinenkrach gehören eben zum Dorfleben dazu.

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        • Pälzer Buh sagt

          Ein Ehepaar, beide Hirnkrank … . Ich mach meinen Job, fertig.
          Dass beste zum Schluss:
          Diese haben 3 (junge) Hunde aus dem Tierheim und werden neuerdings der Umwelt zuliebe Vegan ernährt. Mal schauen was Tierarzt dazu sagt.

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      • firedragon sagt

        Ja, könnte ich.
        Im Gegensatz zu Dir, Pälzer Buh, reagiere ich nicht mehr auf das Gestänkere – zum einen Ohr rein, zum anderen raus. Ich erkläre nix mehr und ich rechtfertige meine Arbeit auch nicht mehr. So viel zu „in dem Dorf geht echt der Punk ab“. Für die Menschen hier ist mir mein Atem mittlerweile zu kostbar.

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        • Stadtmensch sagt

          „ist mir mein Atem mittlerweile zu kostbar“

          Dein Buch würde ich gern mal lesen 😉

          Bei uns stehen manchmal Hinweistafeln an den Feldern: „Hier sehen sie einen Bereich (Vergleichsfläche) der nicht für\gegen XYZ behandelt wurde.“

          In dem Bereich sieht man dann eine Vegetation, die sich stark vom restlichen Acker unterscheidet. Falls Nutzpflanzen erkennbar sind, sind sie vom Wuchs her viel kleiner.
          Je weiter hoch ins Gebirge man kommt, um so mehr tauchen Emotionen in solchen Hinweistafeln auf. Erzer halt…achselzuck…

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          • firedragon sagt

            „… Dein Buch würde ich gern mal lesen 😉…“, ne Stadtmensch. Dieses Schleudertrauma, verursacht durch Kopfschütteln, erspare ich besser der Menschheit.

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        • Pälzer Buh sagt

          Da es das halbe Unterdorf und die ganze Nachbarschaft mit denen im Klinsch liegt und nun mit uns, hält mich nichts mehr. Die nächste Walpurgisnacht kommt bestimmt… . In jedem Mann steckt immer noch ein Kind.

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        • Pälzer Buh sagt

          Manchmal wünschte ich mir, eine genauso ruhige Ausstrahlung wie Dir und Deinem Partner zu besitzen.

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    • Stadtmensch sagt

      Ich glaube es gibt in diesem Land keinen Ort, an dem man nicht vom Geräusch des Verbrennungsmotors molestiert wird. Grausam!

      Bei mir gehts 4:30 Uhr mit dem ersten Bus los. Türknall und roooooaaaaaaarrrrrrrrrrr – ab die Post zur nächsten Haltestelle. 10 Minuten-Takt. Dann, meistens 5:10 Uhr, der erste Nachbar mit seinem riesen Ford-Pickup (5000 Liter Hubraum mindestens): 5 Minuten nagelnagelnagelnagel, dann drooooaaaaarblubblubblubblubblubb – ab irgendwohin. Ab dann schwillt auch der Berufsverkehr an. Hin und wieder legt ab 6:30 Uhr der andere Nachbar mit einem altem Takraf-Gabelstapler los. (Mischgebiet – Pech gehabt). Zum Glück bin ich da eh schon fast ausgehfertig…

      Sonntags so ab 4 Uhr (dann haben sich die letzten Party-Poeple verzogen) ist die ruhigste Zeit in der Woche. Dann komme ich aus meinem Schneckenhaus und krieche ein bisschen herum. Das reicht dann auch schon, um die nächste Woche zu ertragen.

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      • Reinhard Seevers sagt

        ……und wenn man direkt an der Bahnlinie Ruhrpott – Bremen wohnt bekommt man ca. alle 10 min einen Durchzug…..🥳 Nachts ab 3:30 nur Guterzüge entsprechender Qualität. Aber ist natürlich nicht vergleichbar mit der temporären Ruhestörung auf der heimischen Terrasse durch lärmende Landmännerinnen.🤗

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Ein Schulkamerad (Berufsschule) wohne direkt neben der Rheintalbahn. Wenn die Güterzüge vorbeirauschten, war man froh, wenn die tanzenden Teller im Schrank nicht herausflogen..

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      • Seltsam, aber ich habe Wohnungen guten innerstädtischen Lagen in zwei Großstädten, die recht unbelästigt vom Straßenlärm sind, einmal gibt mal gerade so ein ganz dezentes urbanes Grundrauschen, am anderen Ort ist es geradezu ruhig.
        Wenn ich bei der Schwiegermutter in der Kleinstadt übernachte, ist der sporadisch anfallende Lärm deutlich störender.
        Vielleicht ist es das, was die Städter auf dem Dorf so fertig macht, Ruhe mit unerwarteten Geräuschspitzen.

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  11. Christian Bothe sagt

    Das kotzt mich an, wenn ich so etwas lese! Entschuldigung für meine derbe Formulierung am Sonntag! Aber es geht um LW und da gibt es keine Feiertage, wenn es Vegetation und Ernte erfordern, in der Viehwirtschaft sowieso nicht! Einfach unterirdisch so eine Anzeige, ich würde mit allen Mitteln dagegen vorgehen!

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  12. Reinhard Seevers sagt

    Leute, back to the roots! Ackern mit Pferden, ist leise, langsam, nachhaltig, ökologisch….die Zukunft!
    Ich freu mich drauf!😎🙏

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    • Auch back to the roots und zu Zeiten des Ackerns mit Pferden hatten man schon was gegen Arbeit am Sonntag. Tag des Herrn und so ….

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  13. Elisabeth Ertl sagt

    In unsere Gegend kam das Christentum erstmals im 3. Jahrhundert. Zuerst wurden die Christen verfolgt (Heiliger Florian), dann wurde es Staatsreligion, und es gab in Kärnten die ersten Bistümer.
    Nachhaltig war diese Christianisierung nicht. Es war ein Stadtchristentum, welches großen Wert legte auf arbeitsfreie Zeiten: Sonntag, Gebetszeiten, Gemeinschaftszeiten. Die Leute am Land konnten die Vorgaben nicht erfüllen und blieben bei ihren alten Göttern. Bei uns in der Nähe steht ein alter Altar des norisch-römischen Gottes Jupiter Uxlemitanus.
    Als die Völkerwanderung das römische Reich zerschlug, war spätestens mit den Awaren das Christentum wieder Geschichte.
    Dann kamen die asketischen Iroschotten und gingen zu den Menschen am Land, lehrten sie nachhaltige Landwirtschaft, die in Generationen denkt. Ihnen verdankt die Kirche bis heute ihre Existenz.

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  14. Frikadellen piet 45 sagt

    schönen Sonntag schön dass es da auch wieder mal ein Gesetz gibt was das Ganze regelt nur wer das kontrolliert aber das ja auch sonntags oder

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    • Frikadellen piet 45 sagt

      als Jugendlicher fand ich jetzt schon mal doof sonntags die Bullen zu füttern wenn ich abends vorher feiern war

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  15. Klemens Minn sagt

    In christlich geprägten Regionen und ich denke auch im Arbeitsrecht generell war / ist bei Sonntagsarbeit der Nachweis von Dringlichkeit erforderlich. Das Vieh muss gefüttert und betreut werden, die Ernte verdirbt wenn nicht unverzüglich geerntet, etc. oder die Anlage läuft 7*24 kontinuierlich, die Gäste würden (ver)hungern.

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    • zmp_nachfahre sagt

      …die Gäste…
      Also der Wirt darf am Sonntag arbeiten, damit seine Kundschaft den Ruhetag feiern kann; dito heute die Lieferdienste für Essen aller Art.
      Polizei, Feuerwehr, Ärzte fallen eher unter Dringlichkeit – aber Montags morgens muß die Zeitung da sein, da fragt auch keiner, wann dafür gearbeitet werden mußte.
      Bei meinen Großeltern auf dem Dorf gingen die Frauen extra in die Frühmesse, damit Mittags, wenn die übrigen aus dem Hauptgottesdienst kamen, das Sonntagsessen auf dem Tisch stand – natürlich dem Festtag entsprechend umfangreich.

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