Bauer Willi
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Sieg der Vernunft!

Heute, Sonntag 13.06.2021, hat die Schweiz die beiden umstrittenen Agrarinitiativen mit einer Mehrheit von über 60% abgelehnt. Noch vor vier Wochen war man von einem Kopf-an-Kopf-Rennen ausgegangen. Die schweizerischen Bauern atmen auf. Wie die Medien berichten, ist ein Grund für dieses Abstimmungsergebnis, dass dem Konsument im Verlauf der Diskussion klar geworden ist, dass sich die ohnehin teuren Lebensmittel noch weiter verteuert hätten. Gedeckt wird diese Aussage dadurch, dass auch das CO2-Gesetz knapp abgelehnt wurde. Auch diese Initiative hätte Mobilität und Wärme verteuert. Es war also nicht nur die Vernunft, die gesiegt hat, sondern auch der Blick in den eigenen Geldbeutel.

Die Stimmbeteiligung lag mit 59% relativ hoch. Besonders auf dem Land wurden die drei Initiativen abgelehnt, in Basel-Stadt wurde den Agrarinitiativen zugestimmt.

Wie die einzelnen Kantone abgestimmt haben, ist in nachfolgendem Link zu sehen.

https://www.20min.ch/story/die-beiden-agrar-vorlagen-haben-schweren-stand-960439148387

Nicht zufrieden mit der Abstimmung der schweizerischen Bürger sind die Grünen. In einer Medienmitteilung schreibt die Partei: “Mit der heutigen Ablehnung der Pestizid- und der Trinkwasser-Initiative hat die Pestizid-Lobby obsiegt. Sie hinterlässt einen Scherbenhaufen in der Schweizer Landwirtschaft.”

https://www.swissinfo.ch/ger/abstimmung-schweiz-pestizide-trinkwasser-agrarinitiativen-13–juni-2021/46686064

Solch eine Verunglimpfung des Bürgerentscheides ist schon bemerkenswert.

Nun darf man gespannt sein, ob diese Abstimmungen auch in Deutschland kommentiert werden. Dafür wäre es nötig, dass die Inhalte möglichst viele Medien und die Politik erreichen.

Vielleicht helft ihr ja mit und teilt diesen Beitrag.

Das war heute ein Sonntag, der seinem Namen alle Ehren gemacht hat. Auch vom Wetter her… 🙂

Euer Bauer Willi

 

 

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38 Kommentare

  1. Brötchen sagt

    Ja stimmt.
    Wenn ich mich mit Leuten ausserhalb der Landwirtschaft unterhalte und wir dann auf die Tierhaltung kommen, wird dann immer gesagt:……” ja wir werden dann auch ein wenig mehr für Lebensmittel bezahlen…..”

    Ich sage dann, das kostet dann mindestens das Doppelte wenn nicht noch mehr.
    Allein in der Tierhaltung das mehr an Platz, den ich neu bauen muss, kostet das fast allein schon. Da ist noch keine Ausrüstung, keine Anlage und auch nicht mehr Arbeit dabei.

    Die Schweizer sind ja gute Rechner und die achten auch darauf, das die Preise auch regional transparent sind (Gemeindeausgaben z.b.)

    Ich denke das haben die meisten dort dann begriffen, das die Konsequenz stark steigende Preise sein werden, da der Ertrag stark sinkt und der Aufwand auch noch steigen wird.
    So dass das ganze unbezahlbar wird.
    Zumal noch andere Kostentreiber dazu kommen.

  2. Christoph aus der Stadt sagt

    Die Grünen wissen schon, weshalb sie von direkter Demokratie, Volks- und Bürgerentscheiden nichts mehr wissen wollen. Bei der Partei, die historisch aus Bürgerinitiativen hervorgergangen ist, war mal das Gegenteil der Fall. Heute, nachdem man sich zu der Partei entwickelt hat, die – mehr wie jede andere Partei – am besten weiß, was gut für uns ist, liegen die Dinge anders. Eine Transformation zur sozialökologischen Klimaschutzgesellschaft lässt sich nun mal am besten erreichen, wenn der Einfluss widerständiger Bevölkerungsgruppen zuverlässig unterbunden wird.

    • Stadtmensch sagt

      “die – mehr wie jede andere Partei – am besten weiß, was gut für uns ist”

      Stimmt! Ich sehe auch keine Notwendigkeit, von einem Energieverbrauch pro Person und Tag von 125 KWh runter zu kommen. Das entspricht einer kontinuierlichen Leistung von 5000W oder zwei bis drei Wasserkochern, die permanent Wasser erhitzen. Wenn man ein richtig fitter Radfahrer ist, schafft man vielleicht kurz 450W mit Muskelkraft.

      Kohle Öl und Gas wirds ewig geben und schließlich gibts ja noch Klimaanlagen wenns zu warm wird. Wissenschaft und Technik werden uns mit synthetischen Proteinen versorgen, wenn hier nix mehr wächst. Außerdem filtern wir demnächst CO2 großtechnisch aus der Luft.
      Wird sich schon jemand drum kümmern, wenns doch brenzlig wird.

      Wie gut es klappt, wenn sich jemand kümmert, haben wir beim “Corona-Management” gelernt.

      Wir gehen eh unter, also lasst uns noch bissel Spaß haben vorher…

    • Christian Bothe sagt

      Das hoffe ich auch! Aber diese duemmlichen Regularien von Deutschland und der EU,was die Effektivität konventioneller LW betrifft,verhindern das! Beispiele dafür gibt’s ja en masse!Diese alle aufzuzählen,würde den Rahmen des Blogs sprengen.Der Hinweis auf die Website ist doch ein klarer Beweis,das die bisherige nachhaltige Entwicklung unserer LW auf Effektivität und Ökonomie der richtige Weg war und ist! Versorgung der Weltbevölkerung mit einmal 9 Milliarden Menschen ist die Aufgabe von Bauern und Landwirten.Dazu gehört im Pflanzenbau auch der Einsatz von PSM,Dünger etc.Glückwunsch an die Schweizer für dieses Votum.Bin gespannt wie und ob die Grünen,BUND u.a.Sektierungen darauf reagieren…

      • Günter sagt

        Europa werden bei der Versorgung der Welt Bevölkerung keine Rolle spielen, weil die Produkte a) am Weltmarkt viel zu teuer sind und b) am Bedarf vorbeigehen.

        • Ferkelhebamme sagt

          Was wollen Sie damit sagen? Dass es vollkommen in Ordnung ist, in Europa die landwirtschaftliche Produktion durch Ökologisierung runterzufahren, Lebensmittel zu verknappen und die Preise noch mehr zu treiben? Die Weltbevölkerung kann und will europäische Lebensmittel sowieso nicht haben?
          China kauft Europa gerade leer (z.B. Getreide, Schweinefleisch), zählen die nicht zur Weltbevölkerung?

          • Günter sagt

            @Ferkelhebamme
            Ich will damit sagen, dass der LEH in Europa die Preise weiter drückt, notfalls mit Erpressung wie ja schon passiert, die Großen
            werden die Preisspirale nach unten weiter mitmachen, und das Land derer kaufen denen die Luft ausgegangen ist. Und die Bauern werden folgen wie eine Schafherde
            und freuen sich dass 2 Bürgerbegehren in der Schweiz abgelehnt wurden, weil die Bevölkerung Angst vor höheren Preisen hatte.

            • Reinhard Seevers sagt

              Den Widerspruch zwischen den Anforderungen an die Erzeuger und dem Vermarktungssystem muss man angehen. Man wird aber sicher kein Einfrieren des Status quo erreichen, Wandel wird es immer geben, das ist ein Naturgesetz.
              Es gibt auch keine Gesetzmäßigkeit, die die Anzahl der Betriebe festlegt…

  3. Obstbäuerin sagt

    Es scheint bei der Abstimmung nicht nur eine Differenz zwischen Stadt und Land zu geben, sondern auch zwischen arm und reich. Von den 39 %, die mit ja gestimmt haben, sind garantiert ein erheblicher Anteil junger Menschen, die sowohl keinerlei finanzielle Verantwortung für sich haben als auch null Ahnung von Landwirtschaft und ökonomischen Zusammenhängen. Wie angenehm, dass eine Mehrheit die richtige Entscheidung getroffen hat.

    • Stadtmensch sagt

      Die bisherigen Ergebnisse “veantwortlicher Politik” sind aus meiner Sicht nicht überzeugend.
      Ich bin aber nur ein kleiner Meckersack mit Luxusproblemen.
      Vielleicht wird einer kritischen Masse in den nächsten Jahrzehnten klar, was verantwortliche Politik bedeutet hätte. Soweit so unkonkret..

      • Inga sagt

        Da sollten die sich mal etwas in den demokratischen Urwald- oder Indianerstämmen absehen.
        Bei denen ist noch Männlein und Weiblein gleich, also natürliche Gleichberechtigung! Sie regeln die ihre Kultur, ohne die Natur zu beschädigen?

        Soziologen forschen doch da für unsere Steuergelder oder nicht?
        Dann wollen wir auch was Nützliches davon haben!

        Wir brauchen kein Politiker, die nach Wunschdenken entscheiden.

        Wunschdenken ohne Hintergrundwissen.
        Dann sehen wir es doch mal als Versuch an, was die Linksgrünen und die NGOs zu wissen glauben, der beweist, dass der Mensch sich mit Gott nicht gleichstellen darf, denn wenn wir nach unserem Wunschdenken geht, dann verderben wir unsere Natur und Kultur!

        • Paulus sagt

          Oh Inga, dort ist nix ist mit Demokratie und Gleichberechtigung, es entscheidet der Dorfälteste. Bei uns wäre das sozusagen ein gewisser Herr Schäuble, der sich sogar
          wieder wählen lassen will.
          Was die Zukunftsfragen unserer Gesellschaft, einschl. technologischer Errungenschaften und Erfordernisse betrifft halte ich ihn für ausgesprochen kompetent. 😉

          Ich hatte hier schon einmal geschrieben, dass ich in ein erlauchtes Gremium berufen wurde, welches sich mit Fragen der Zukunft zu beschäftigen hat. Alles alte Knacker, die junge Leute unterschiedlicher Disziplinen als Referenten bemühen und mit Lesestoff zugeworfen werden. Honoriert werden wir, nebst dem Genuss gewisser Privilegien allerdings nicht schlecht, und ich freue mich wirklich wieder auf reale Zusammenkünfte. Den Sinn und Zweck der Veranstaltung habe ich bis heute, ehrlich gesagt, nicht erkannt. Ich muss dazusagen, es ist die Einrichtung eines französischen Konzerns, da ticken die Uhren etwas anders als bei uns.

          • Stadtmensch sagt

            Vielleicht ist es ja ein Sommeliersgremium Paulus? Da wärest du genau richtig. Frag mal nach Grauburgunder von Pawis…

  4. Ehemaliger Landwirt sagt

    Es ist bezeichnend, dass gerade die urbane Bevölkerung die größten Bedenken gegen synthetische PSM haben, Menschen die Pillen in sich reinwerfen bis der Notarzt kommt und sich mit dem hochgiftigen Botox spritzen lassen, weil die der Meinung sind, dass Millionäre darauf anspringen.

    Übrigens, vor einiger Zeit habe ich geschrieben, dass die Schweizer bei Volksabstimmungen erprobter sind und die Initiative ablehnen.

  5. Karl- E. Viererbe sagt

    So, und jetzt kommt was ganz anderes, Das ist aber genau das gleiche Programm!
    Mit Schrecken beobachte ich, wie die vielen deutschen Kleinbürger ihren Rasen mähen… mit einer Hingabe ohnegleichen….
    ja die Mücken.
    Da braucht man euch keine neue Seuche wünschen, dafür sorgt ihr selbst. Wenn die natürliche Nahrungskette unterbrochen wird, holt ihr euch andere Spezies, mit denen ihr nicht mehr fertig werdet.
    Kannst Du glauben.

    • Thomas Apfel sagt

      Welche Seuche wird durch Rasen mähen erzeugt und welche Spezies holt man sich dadurch?
      Die Piepmätze lieben meinen Rasen (allerdings “artenreich” aus Faulheit: Gänseblümchen Weißklee, Fingerkraut, Gundermann). Die kommen damit viel besser klar, als mit Hochgras.
      Die Gartenrotschwänze nehmen eine Skulptur als “Hochsitz” und fangen jeden Bläuling, der es wagt sich sehen zu lassen. Die Amseln puhlen jeden Morgen erfolgreich Regenwürmer aus dem Rasen. Allerdings belassen ich einen Teil der Fläche bis Ende Juni als Unkrautfelder.
      Da kann man jetzt nicht rangehen (Mückenplage !).
      Was ich damit sagen will: Augen auf in Garten und Natur ! Der Hang zu freien Flächen in unmittelbarer Nähe der Behausungen hat Gründe, z.B. das Reduzieren von Plagegeistern (Zecken+Mücken).
      Es gibt ihn auf allen Kontinenten und schon so lange es Menschen gibt.
      Im Unterschied zu früher, es ist nur mehr Arbeitszeit und Technik verfügbar auch wirklich jede Fläche zu rasieren. Dadurch fehlt, wie in der Landschaft auch oft, der Wechsel unterschiedlicher Stukturen, Hier der sinnvolle Unkrautsaum für Pflanzen und Insektenvielfalt und dort der rasierte Rasen, beides hat seinen Zweck und gefährdet in der Kombination auch keine Tiere oder Menschen.
      Wie gesagt, der “totale Kahlschlag” ist nie gut, das totale Zuwuchern aber auch nicht.

      • Inga sagt

        Der ehemaliger Landwirt meint doch den typisch ordentlichen englischen Rasen,

        der keinerlei Biodiversität zulässt, gegenüber dem Unkrautrasen!

        Der Englische Rasen ha tja das gle4iche Proble4m wir Monokultur in der Zeit!
        Auf dem Acker ist ja Monokultur nur für ein Jahr!

        • Paulus sagt

          Ein original englischer Rasen wird immer begleitet von unterschiedlichen Blühpflanzen und Gehölzarten. Monotone Rasenfläche gibt es dort nicht.

          • Reinhard Seevers sagt

            Ich würde mit Worten wie: “immer”, vorsichtig sein. Das kann immer mal in die Hose gehen. 😎
            Der Innenhof von Cambrigde ist nicht gerade von Blühpflanzen und Gehölzen begleitet….oder der von King´s College, oder oder…😁

          • Inga sagt

            Danke für die Aufklärung.

            Ich meinte den monotonen Rasen der seit den 60igern bei uns modern ist.
            Ich weiß nicht, ob es unserer einheimischen Biodiversität gut tut, wen da Pflanzen zum Auflockern stehen, die hier gar nicht hingehören, bzw. nicht etabliert sind!?!

            • Thomas Apfel sagt

              Garten ist immer auch Gartenkunst und hat zu mindestens bei Parks, schon von der Absicht her nur wenig mit “einheimischer Biodiversität” zu tun. Das (einheimische Biodiversität) ergibt sich in den Rand- und Übergangsbereichen schon immer durch den Mangel an Geld und Arbeitskraft von allein.
              Es ging darum Räume zu gestalten und zu strukturieren. Dabei immer mit dem Wettbewerb um die seltensten fremdländischen Gehölze und Stauden. Die Kernbereiche wurden immer rasiert, weil sie sonst ihre Wirkung als Gestaltungselement verlieren.
              Am Schlosspark Criewen (Sitz des Nationalparkzentrums) am Rande des Biosphärenreservates Untere Oder, kann man sehr schön sehen, wie falsch verstandene Biodiversitätsförderung durch wachsen lassen der Kernrasenflächen, die Struktur der Parkgestaltung ad absurdum führt.
              Gartenkunst ist eben GartenKUNST, und das zuwuchern lassen, wie es gerade in Mode ist, ist ein wenig so, wie das Übermalen eines Gemäldes mit Kalk-Lehmfarbe.

              • Inga sagt

                Aber die Botaniker können doch einen Park auch nach anderen Prioritäten gestalten, oder nicht?
                Nicht der exotischte Baum, sondern der ökologische Baum muss favorisiert werden.

                Die anderen Pflanzen drum rum auch.
                Die Gestaltung ist die Kunst.

                Wir alle müssen ökologisch handeln,nicht nur die Förster und Bauern.

                Ökologisch ist nicht nur verwildern und verunkrauten lassen.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Es scheint so zu sein, dass sie sich mit ihrem Anliegen in einem falschen Block befinden.

      Eine Frage noch, wie heißt das Land, wo sie Wohnen, das wo das Paradies allgegenwärtig ist.

      EL, ohne heiligen Rasen.

  6. Ludwig sagt

    Hier in Deutschland wäre das bei fairer Pressedarstellung genauso gekommen, denn wenn man die Parteien der Mitte , Liberale und Rechte zusammenzählt , dann kommt da auch eine Mehrheit raus. Vielleicht haben unsere Grünen mit dem Baerbockdesaster ihre Höhenflug hinter sich, denn mit weiteren Steuern und Abgaben , so wie in der Schweiz geplant , kann man jetzt in der stark steigenden Inflation keinen Bürger mir erfreuen. Vielleicht kommt jetzt mit der neuen Regierung auch mehr Sachverstand und weniger Ideologie in das Land. Vor einigen Wochen hatte ich mal wieder eine Betriebskontrolle und am erfolgreichen Ende stellten der Prüfer und ich einmütig fest , daß in den letzten zwanzig Jahren außer mehr Papier und Preisverfall nichts an der Tierhaltung geändert hat. Jeder Bauer hat die neuste Technik gekauft , die Leistungen und das Wohlbefinden der Tiere gesteigert , aber die Bürokratie hat das nicht bewirkt , sondern nur Papier produziert und sonst arbeitlose Leute zu Lasten der Bauern einen Job als Prüfer verschafft. Mit brotlosen Beschäftigten schafft man aber kein Wirtschaftswachstum , sondern nur sozialistische Umverteilung. Deshalb halte ich Volksabstimmungen auch für einen guten Weg der weltfremden Politik mal Beine zu machen. In Deutschland haben sich die Parteien den Staat entgegen des Grundgesetzes zur Beute gemacht.

  7. Mark sagt

    Ich will nicht verhehlen dass ich es sehr interessant gefunden hätte, wenn das Ergebnis anders herum ausgefallen wäre. Aber hier ist deutlich geworden, dass trotz massiver Propaganda, der Grüne Moloch aus Grünen, NGO´s und Medien nicht mehrheitsfähig ist. Das ist schon mal beruhigend. Und die bürgerlichen Parteien können die Grüne Farbe, mit denen sie sich permanent anstreichen, im Eimer lassen. Hoffentlich ist dieses Ergbnis ein Anstoß zur Rückkehr der Vernunft!

    • Bauer Willi sagt

      Und ein Beleg dafür, dass es sich lohnt, sich für seine Sache zu engagieren.

    • Nils sagt

      Ich wieß nicht. Abgelehnt wurden ja eigentlich die zu erwartenden Preissteigerungen. Um die Sache ging es ja offenbar nicht. Wären bei eine Initiative “Bessere Arbeitsbedingungen für Alle” ähnliche Preise zu erwarten gewesen, könnte ich mir gut ein ähnliches Ergebnis vorstellen. Schlimm ist ja eigentlich auch, dass viele Leute nicht mehr für Lebensmittel ausgeben wollen, ob jetzt mir Landwirtschaftlichsreform oder nicht.

      • Brigitte Neveling sagt

        Nils,
        ich tendiere zu Deiner Meinung. Speziell die jetzige Generation der 20jährigen haben aber auch so was von wenig Ahnung, was Landwirtschaft leistet, also immer noch unser täglich Brot, weil die meisten mit TV und Smartphone aufwuchsen und die Schulen bestimmt keinen Respekt vor der LW vermitteln. Alle denken nur an einen möglichst billig vollen Bauch. Und bis dato waren Supermarkts Regale ja auch voll.
        Ich sehe das u. A. als Generationenproblem, weil Eltern dieser Generation ihre Kinder bestimmt nicht für die tägliche Nahrungsproduktion in unserem Land sensibilisiert haben, denn sie sollten auf jeden Fall studieren und einen gut bezahlten Job bekommen.
        Es wird spannend in der sich abzeichnenden politischen und weltwirtschaftlichen Krise, auch unter Bezugnahme auf die Klimaentwicklung.
        Danke an junge Landwirte, die Opas oder Vaters Hof weitermachen, einige sogar mit Studium!
        Es heisst: Geschichte wiederholt sich und ich denke wieder an meine Oma(102, 2 Weltkriege) : ihr habt noch nie richtig Hunger gehabt!
        Und noch was ist interessant: statt Aktien kaufen sich jetzt solvente Leute teure Oldtimer und Edelmetalle als Geldanlage.
        Ich kenne einen Entrümpeler, der alte Bauernhöfe auflöst und in dessen Besitz sich mittlerweile alte Porsches und historisches Tafelsilber befindet.
        Erkennst Du den Zusammenhang? 😉
        Mein Tipp an Landwirte: Falls in einer Krise gut gekleidete Geschäftsleute mit Sportwagen auf den Hof kommen und den gegen ein 12monatiges Kartoffel und Gemüseabo eintauschen wollen, nehmt nur Wasserstoffautos, weil Benzin bald nicht mehr bezahlbar ist!
        Power to the Bauer 💪!
        Liebe Grüsse Brigitte
        Ps: hütet Euch vor diesen Immobilienholdings, die scharf auf Eure Ländereien sind!

      • Lieschen Müller sagt

        Ich sehe es auch wie Nils. Abgelehnt wurde die Preissteigerung. Umwelt und Klima sind den meisten dann doch nicht so wichtig. Viele möchten nichts ändern. Man sieht das jetzt auch bei der Pflegereform. Klar sind alle der Meinung, dass Pfleger mehr verdienen, aber das soll der Staat bezahlen und nicht der Einzelne. Schwierig.

        • Bauer Fritz sagt

          Ich bin modern, ich bin für alles, ich will dies, ich will das, ICH will …
          Aber kosten darf es MIR nichts – wo kämen wir denn da hin.
          Mit “Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß” oder “Der Staat (das sind angeblich wir alle) soll bezahlen, aber bitte keine höheren Steuern”, sieht man am besten, wie man ANDEREN gerne alles aufs Auge drückt, solange es einem selbst nicht betrifft oder weh tut.

          Daß es so aber in der realen Realität nicht abspielen wird, hat man in der Schweizer Wählern klar machen können. Und sie haben nachgedacht und die gefühlten Realitäten dann einfach mal beiseite geschoben.

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