Bauer Willi
Kommentare 86

Der Schweinepreis und ein ehrbarer Kaufmann

Kurz nach Bekanntwerden des ersten ASP-Falls in Deutschland (Kadaver eines Wildschweins) stürzte die Börse für Schweinefleisch um 20 Cent ab. Zu diesem Zeitpunkt lagen noch keine Informationen aus China vor. Am Markt für Schweinefleisch hatte sich also noch nichts verändert. Stunden später gaben die Einkäufer des LEH bekannt, dass sie an der Preissenkung partizipieren wollen.

Nicht so die Firma Fuss. Sie friert die Notierung bis auf weiteres auf dem Preisniveau vor ASP ein. Auf Nachfrage teilte mir Herr Knauer (Fa. Fuss) mit, dass auch die Halsbacher Qualitätsfleisch GmbH seinem Beispiel folgen und ebenso die Notierung eingefroren haben.

Hier der Kundenbrief im Original.  Kundenbrief wg ASP und Notierung 

Schickt ihn an Politiker, NGO, Handelshäuser, Verbände etc. damit dieses Beispiel eines ehrbaren Kaufmanns Schule macht.

Wir warten auf die Antwort von ALDI, LIDL, REWE und Edeka. Sie werden sicher nachziehen. Oder wollen die sich an der Not der Landwirte bereichern?

 

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86 Kommentare

  1. Reinhard Seevers sagt

    „Lidl-Gründer Dieter Schwarz ist einer neuen Aufstellung der „Welt am Sonntag“ zufolge der reichste Deutsche. Nach Angaben der Zeitung verfügt der 80 Jahre alte Gründer von Lidl und Kaufland über ein geschätztes Vermögen von 41,8 Milliarden Euro. Die Schwarz-Gruppe ist mit einem Umsatz von 113,3 Milliarden Euro zugleich das größte Familienunternehmen des Landes.“

    Schau , schau……

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    • firedragon sagt

      Der Artikel ist etwas missglückt. Und die Überschrift sehr reißerisch aufgemacht.
      Der unbedarfte Leser schafft es einfach nicht, zwischen ASP und einer möglichen, nicht korrekten Schweinehaltung, zu unterscheiden.
      Das sind zwei Themen, die nicht miteinander vermischt gehören.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Lt. Bildunterschrift bin ich ein schlechter Mensch.
      Das behauptet ein Mensch, dessen größte Verantwortung im Leben aus Pinguine-Beobachten bestand.
      Schönen Dank auch.
      Irgendwo ist von Wutsnobismus die Rede, das trifft es ganz gut.

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      • firedragon sagt

        Ferkelhebamme, ihr seid reine Ferkelerzeuger, ohne Masttiere?
        Die Durocs, die ihr habt, züchtet und mästet ihr die selbst?

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        • Ferkelhebamme sagt

          Ungefähr die Hälfte unserer Ferkel mästen wir selbst, und ein paar Durocs als Liebhaberei

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            • Ferkelhebamme sagt

              Nicht, das man von leben könnte, dafür fehlt hier das Klientel. Aber wir werden jetzt den Automaten eines Kollegen versuchsweise mit Wurst bestücken. Mal sehen, wie es angenommen wird.

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                • Ferkelhebamme sagt

                  Danke dir 🙂. Das wursten selbst überlassen wir aber lieber dem Fachmann 😉

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  2. Oberländer sagt

    Tja die Einen sind auf die eine Art anständig
    ein anderer aus Großostheim bietet seinen Kunden
    ASP freies Fleisch aus Spanien an 🤢

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    • Ferkelhebamme sagt

      Dieser Fleischhandel ist gerade mit einer Stellungnahme zurückgerudert. Gab wohl etwas Gegenwind. Werbung für „ASP- UND seuchenfreies Schweinefleisch aus Spanien“ zu machen ist aber auch selten dämlich.

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  3. Friedrich sagt

    Wieviel „Ehrbare Kaufleute “ gibt es denn heute noch ? Gibt es denn noch die Möglichkeit ein
    „Ehrbarer Kaufmann “ zu sein , wenn die Politik das Insolvenzrecht außer Kraft setzt und jeder gesunde Betrieb noch ums Überleben kämpft , weil die Zombieunternehmen keinen Platz für die guten Betriebe machen. Mit der Nullzinspolitik sind die , für die Wirtschaft nötigen Pleiten , außer Kraft gesetzt worden. Normalerweise sind es 2% statt 0,4% der sterbenden Betriebe im Jahr. In den letzten zehn Jahren haben sich so 16% kaputte Betriebe (Zombies) angehäuft . Mit dem ausgesetzten Insolvenzrecht steigt die Zombierate an , sodaß man jetzt von 300.000 Betrieben zum 1.10. , 500.000 zum 1.1. und 800.000 zum 1.4.2021 ausgeht . Je nachdem wie die Politik sich entscheidet. Aus meiner Sicht ist die Aussetzung des Insolvenzrechts für unser Gemeinwesen ein Verbrechen. Aber was soll man von einer Regierung halten ,die sich über EU-Verträge hinwegsetzt und von Wirtschaft keine Ahnung hat ???

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    • Paulus sagt

      Friedrich, die Aussetzung der Insolvenzmeldepflicht war oder ist auch nach meiner Auffassung nicht sehr klug. Damit wurden etliche Probleme nur nach hinten geschoben.
      Unsere Vorzeigeunternehmen wie z.B. ZF, Schaeffler, Conti usw. planen Entlassungen und Betriebsschließungen in großem Umfang, während gleichzeitig eine große Anzahl schwacher Markteilnehmer vorübergehend geschützt werden. Mir ist schleierhaft was die Koalitionsparteien damit verhindern wollen. Ich fürchte, das wird gerade der CDU im Wahljahr 21 noch böse auf die Füße fallen.
      Einen Trost hätte ich noch. Die von mir präferierte FDP scheint ebenfalls dem Untergang geweiht zu sein. Mit Politologen und Juristen die sich eher in Selbstdarstellung statt in sachlicher Wirtschaftspolitik üben ist es aussichtslos.

      PS. Ein schönes Beispiel noch dafür wie die CDU den Grünen hinterherhechelt. Nachdem Frau Baerbock von der Kollegin Merz von Thyssenkrupp, die eher als Buchhalterin statt als Visionärin bekannt ist, über die Möglichkeiten grünen Stahl herzustellen informiert wurde, schwärmte sie von der Zukunft der Stahlindustrie, ohne es verstanden zu haben.
      Damit war diese tragische Figur namens Altmaier gezwungen die deutsche Stahlindustrie zur Schlüsselindustrie zu erklären und ebenfalls von grünem Stahl zu schwärmen.
      Was beide nicht realisiert haben ist, dass es, bevor in D grüner Stahl produziert wird, gar keinen deutschen Stahl mehr geben wird.

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      • Bauer Willi sagt

        Neben der staatlichen Insolvenzverschleppung kommt ja noch das Kurzarbeitergeld hinzu.
        Meine Prognose: Im Mai 2021 etwa 6 Mio. Arbeitslose.

        Und heute verkündet Ursula von der Leyen, dass sie weitere Schlüsselindustrien in Europa vor die Wand fahren will.

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  4. Arnold Krämer sagt

    Ist ja lieb und nett von der Firma Fuss GmbH. Entscheidend ist dann doch, ob die Mäster, die von einer solchen Entschiedung (wielange?) profitieren, diesen Vorteil auch an ihre Ferkellieferanten (wenn sie selbst keine Ferkel erzeugen), weitergeben.

    Üblicherweise entlasten sich in der Wertschöpfungskette Lebensmittel alle Unternehmen wirtschaftlich immer über den Einkauf, wobei die Gewinnmargen des LEH sich bei niedrigen Erzeugerpreisen für Landwirte erhöhen und umgekehrt.
    Gekniffene sind in der aktuellen Situation mal wieder die Ferkelerzeuger, die ohnehin schon besonders unter der Regelungswut der Politiker zu leiden haben.
    Die Betriebsaufgaben in diesem Sektor werden sich jetzt noch einmal beschleunigen.

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    • sonnenblume sagt

      Vielleicht bewahrt die zeitliche Abfolge der Ereignisse aber den ein oder anderen Ferkelerzeuger vor tiefroten Zahlen.

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    • Stadtmensch sagt

      „unter der Regelungswut der Politiker zu leiden“

      Der Staat, die Gesellschaft, macht mit ihren Bemühungen, die kapitalistischen Transformationen zu moderieren, eventuell genau so viel möglich wie unmöglich.

      Der Markt hat (im Verbund mit staatlich geförderter) Wissenschaft und Technik die Angebotselastizität (eben hier bei der Schweinefleischproduktion) bis an Grenzen ausgedehnt und kann diesen ziemlich dynamisch folgen. Selbst wenn alle Produktionsauflagen wegfielen, würde es für die Produzenten nur eine kurzzeitige Entlastung bringen. Danach müssten wir eben mit Schweinehochhäusern und Schweinestädten für die Verarbeitung leben und würden uns über die Fussballklubs der verblieben zwei Großmäster aufregen. Wir könnten eine ausgefeilte Futter- Fleisch- und Gülle-Logistik bestaunen, die sicher viel Platz, Energie, und Material bräuchte…
      Eventuell könnten wir auch beispiellose „Keulungsmaßnahmen“ wegen Seuchenausbreitung bequem in Foren kommentieren.

      Beschäftigungseffekte wird es kaum haben, denn es ist ja Rationalisierung. Also Wegrationalisierung menschlicher Arbeit. Die „Wohlstandssteigernde Wirkung“ (mehr Körpermasse) findet in den Regionen statt, wo der Markt noch was aufnehmen kann. Das ist nicht hier in D.

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      • Arnold Krämer sagt

        1. „Der Staat, die Gesellschaft, macht mit ihren Bemühungen, die kapitalistischen Transformationen zu moderieren, eventuell genau so viel möglich wie unmöglich“.

        Ja, er hat in der Viehhaltung viel möglich gemacht und macht jetzt viel unmnöglich, weil die Deutschen zur Übertreibung neigen, Maß und Mitte schnell aus dem Auge verlieren.

        2. „Beschäftigungseffekte wird es kaum haben, denn es ist ja Rationalisierung.“

        Die Rationalisierung in der Schweinehaltung haben wir hinter uns. Vor ca. 35 Jahren haben wir noch mit 25 bis 30 Arbeitsstunden pro Sau und Jahr gerechnet, dann waren es nur noch 10 bis 12 Stunden. Weniger geht nicht, weil ein Mindestmaß an menschlicher Betreuung jedes Tier braucht. Und die Stundenzahlen gehen bereits wieder nach oben durch den Wegfall der betäubungslosen Kastration, durch das Verbot des Schwänzekupierens sowie durch Stroheinstreu und Strohfuttergaben (Letztere bisher nicht umfassend vorgeschrieben).

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          • Stadtmensch sagt

            Wieso? Was hab ich denn falsch gedeutelt?
            Es steht doch sogar in den letzten beiden grünen Sätzen deiner verlinkten Verbands-Postille: der Staat soll schleunigts dafür sorgen, dass hier in diesem dicht besiedelten Industrieland nicht mehr so hohe Pachtpreise bezahlt werden müssen und dass niemand mehr kontrollieren soll, wieviel Ammoniak aus den Ställen entweicht, Ringelschwänze sollen ab, Schnäbel gekürzt, Sauen fixiert sein (ok, das steht da nicht, aber gemeint ist es wohl so?).
            …Sonst hat man keine Chance, gegen Produktionsstandorte außerhalb der EU (die z.B. mit Geld Institutioneller Anleger aus der EU?), auf Stand der Technik gebracht werden.

            Das soll der Weg sein? Schweden hat glaub ich viel höhere „Tierwohl-Standards“ und produziert immer noch. Wie machen die das?

            Also ich habe nichts gegen gut begründete Kritik an ganz bestimmten Regelungen. Werden ja hier im Blog immer mal wieder gebracht. Die entsprechenden Korrekturen werden aber irgendwelche globalen Gewichtsverlagerungen nicht aufhalten. Womit wir wieder bei der Protektionismus-Debatte landen. Wie will man das richtige Maß Protektionismus geregelt kriegen? Die Regler kosten auch Geld…

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            • Arnold Krämer sagt

              Die Schweden haben die Haltungsvorschriften massiv verschärft und daraufhin knapp die Hälfte der Eigenproduktion verloren. Die weitgehend unveränderte Nachfrage wird mit Importfleisch bedient.
              Dasgleiche wird in D passieren, aber wir können uns ja alles leisten. Vielleicht ist der Fehlbedarf aber auch anteilig nicht so hoch, weil die Schweinefleischesser in D immer älter und immer weniger werden und gleichzeitig die medialen Umerziehungskampagnen auch ihre Wirkung zeigen.

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              • Stadtmensch sagt

                „Im Jahr 2014 erreichte der Niedergang der Produktion einen Höhepunkt. Daraufhin folgte eine konzertierte Aktion aller an der Schweineproduktion Beteiligten in Schweden. Neben den Landwirten waren das auch die Behörden und Verbände, die ihre Kräfte bündelten. Seit dieser Zeit steigen die Schweinezahlen wieder. Ein zentraler Punkt ist die Bewerbung von Fleisch aus schwedischer Herkunft. Das Verbraucherinteresse wurde zunehmend geweckt und das etwas teurere Fleisch findet wieder den Weg zum Konsumenten.“

                https://www.agrarheute.com/tier/schwein/schweden-vorreiter-sachen-tierwohl-565336

                Hierzulande zieht man es vor, Schützer*Innen zu diffamieren. Jeder wie ers für richtig hält…

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                • Arnold Krämer sagt

                  Was in Schweden, Österreich, Italien funktioniert bei der Werbung für einheimische Produkte wird in D nie funktionieren bei dem nationalen Selbsthass und dem Selbstbild gerade auch derjenigen, die zu den großen Kritikern der hiesigen Ldw. gehören.

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                • brötchen sagt

                  Stadtmensch, Du diffamierst und arbeitest mit Unterstellungen.
                  Jedenfalls bei den letzten Postings.
                  Ich war schon in Schweden, die machen einiges sehr gut und man kann sich da auch einiges abgucken.
                  Die haben auch 1000 der Sauenanlagen.

                  Man kann das aber mit D. nicht vergleichen.

                  meine Prognose, in 10 Jahren sind wir auf dem gleichen Stand.

                  Das entscheidende ist aber, das ist ein Weg, wo es kein zurück mehr gibt!

                  Export ist dann gestorben und damit die Wertschöpfung hauptsächlich in NRW und NS, sind sind ca. 2 Mrd Euro plus die Arbeitsplätze.
                  So richtig gut mit „kaufe schwedisch“ funktioniert dort auch nur auf dem papier und manche Umweltregelungen und auch Haltungsvorschriften werden da nicht so streng ausgelegt, wie bei uns.

                  Da sieht man auch fast nur Volvo.
                  Die haben kaum Transitverkehr und die ländl. Regionen sind sehr arm, wenn man genau hinsieht.

                  Deswegen hängen die sich da viel mehr rein und halten zusammen.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Stadtmensch, ich dachte du hättest Plumpe gelesen….nicht verstanden?
                  Ich habe Kunden, die würden sofort umbauen für ideologieorientierte Tierhaltung. Aber jede ökonomische Vernunft blockiert Investitionen für einen Abschreibungszeitraum von 20Jahren ohne Aussicht auf Amortisation und Rechtssicherheit. Da hilft es einfach nicht, ständig Bauern für ihre Dummheit anzuprangern….ist unmöglich.

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                • bauerhans sagt

                  wir haben keinen König,deshalb klappt das auch nicht mit dem umbau der landwirtschaft.
                  wir sollten Prinz Charles anheuern!

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                • Stadtmensch sagt

                  @Arnold Krämer
                  Das verstehe ich nicht. Selbsthass würde ich jetzt eher beim „Fleischproll“ vermuten, der sein vermeintliches „zu kurz gekommen sein“ am Nutztier abreagiert, weil es ja die einzige Kreatur ist, die noch unter ihm steht oder weil er einfach stumpf und empfindungslos ist.

                  @brötchen
                  Sorry

                  @Reinhard
                  Der Kapitalismus als Unterschichtenprojekt und die lange Tradition paternalistischer Einflussnahme darauf seitens der Obrigkeit (für mich die beste Erkenntnis aus W. Plumpe).

                  @bauerhans
                  braucht man dafür einen König oder einen „richtig“ indoktrinierten Verbraucher?

                  OT (Paternalismus):

                  War gestern beim Elternabend. Die Uni will wie schon seit vielen Jahren mal wieder die Beweglichkeit der Kinder messen: der Trend zeigt kontinuierlich nach unten.

                  Soll man (die Obrigkeit) jetzt eingreifen? Von selbst klappts ja nicht und führt sicher ins Verderben.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  „Fleischproll“? Ich würde eher dem „ökobasieten Mitbürger“ eine moralische Überlegenheitstendenz zuschreiben. Er übernimmt gleich zwei paternalistische Bereiche, die der Obrigkeit und die des Glaubensvertreters. Der „Normalbürger“ ist in seinem Stand weiter runtergerutscht, in die neue Unterschicht…..ließ Mal Andreas Reckwitz.

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                • Arnold Krämer sagt

                  @Stadtmensch
                  Ich hatte von nationalem Selbsthass gesprochen, ansonsten herrscht individuell grenzenlose Selbstverliebtheit.
                  @ R. Seevers
                  Bei einigen Schweinebauern ist tatsächlich Geld genug vorhanden. Die Unberechenbarkeit der Politik hindert diese daran, zu investieren.

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                • „Ein zentraler Punkt ist die Bewerbung von Fleisch aus schwedischer Herkunft. Das Verbraucherinteresse wurde zunehmend geweckt und das etwas teurere Fleisch findet wieder den Weg zum Konsumenten.“

                  ach deswegen werden die weniger edlen Teile nach China ausgeliefert, oder Stadtmensch?

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    • lieb und nett ist hier gar nichts gemeint sondern es geht hier darum ein Zeichen zu setzen.
      Letzendlich muss jeder für Sich selbs entscheiden was er für ein gutes Lebenmittel ausgibt und nur so kann ein umdenken generiert werden.
      Wir für unseren Teil könne und wollen die ASP nicht auf dem Rücken der Landwirte austragen. Deshalb die Entscheidung bei der „normalen“ eh schon viel zu tiefen Notierung zu bleiben.
      Die „großen“ der Branche behalten den Preisabschlag meist oder in Teilen für sich und rechtfertigen das in den fehlenden Verkäufen des sogenannten 5. Vieltels.
      Letztendlich aber leider sehr schwer zu erklären wäre die einzig richtige entscheidung gewesen die Notierung um 20ct anzuheben und auf den Endverbraucher umzulegen was bei Preissteigerungen meist recht schnell geschieht.
      Ich für meinen Teil glaube das die Verbraucher bereit sind 20-50ct pro kg mehr auszugeben.
      Wir als kleiner regionaler Fleischhändler tun uns da auch leichter solche entscheidungen zu treffen da wir nicht vom Export leben und uns Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben haben.
      Die Entscheidung fiel mir leicht den ohne unsere Bauern kann ich kein Fleich mehr verkaufen. Und nur wer sich ansatzweise in unserer Brance ein wenig auskennt, weiss das 1,27€/kg Schlachtgewicht sich nicht rechnen.
      Und um eure Bedenken auszuräumen wie lange… so lange bis die Notierung wieder an die Schlachtzahlen und die Nachfrage angepasst ist.

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      • Ferkelhebamme sagt

        Ich könnte Sie knuddeln für das Signal, dass sie setzen.
        Habe heute unsere frisch geborenen Ferkel angeschaut und gedacht: „Eigentlich müsste ich euch allen einen vor den Kopf geben.“
        Und das in einer Wohlstandsgesellschaft, die sich den Aufschlag dicke leisten könnte.
        Wir Ferkelerzeuger brauchen die Produktion,wie hier gefordert wurde, auch garnicht herunterfahren, wir haben nur einen Selbstversorgungsgrad mit Ferkeln von 60% in Deutschland, Tendenz stark sinkend.
        Wir bräuchten gerade jetzt die Wertschätzung der Verbraucher und des Handels für deutsche Ferkel! Oder weiter billig, billig, billig? Diese Entscheidung wird jetzt weitreichende Konsequenzen haben

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        • Die bedenken hatte ich schon lange.

          als ich nach 1990 mit unserem Viehhändler darüber diskutierte, meinte der,
          in der ehemaligen DDR gibt es noch genügend Betriebe, die in einem ganz anderen Maßstab züchten als wir hier!

          Dann lernte ich eine Agraringenieurin bei Bitterfeld als E-mailfreundin kennen, sie betreute einen Sauenstall von 2000 Sauen!

          Später war sie in der Wissenschaft der uni Magdeburg!
          Hatte das auch mit der Wiedervereinigung zu tun?

          Und nun?

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          • Ferkelhebamme sagt

            QS ist überflüssig wie ein Kropf, erst Recht, da sie ab 2021 auch ausländische Ferkel anerkennen wollen, die nicht nach deutschem Recht kastriert/gehalten wurden. Das wäre mal ein echtes Qualitätsmerkmal gewesen.
            Wir führen schon Gespräche mit unseren Abnehmern, wie eine Geschäftsbeziehung ohne QS aussehen könnte.

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    • Paulus sagt

      Arnold Krämer, da die Bauern ja ebenfalls ehrbare Kaufleute sind und sich untereinander ausgesprochen kollegial verhalten habe ich keine Zweifel, dass die Mäster den genannten Vorteil auch an ihre Ferkelerzeuger weitergeben. 🙂
      Dieses Mitteilungsschreiben der Fa. Fuss ist das Papier nicht wert auf dem es geschrieben wurde. Wenn sie 20 Schweine von ihren Vertragsbauern kaufen und schlachten lassen und gleichzeitig 2.000 von Großschlachtereien als „Handelsware“ kaufen und zerlegen können sie gut stinken.
      Auf jeden Fall ist es eine halbwegs gelungene, allerdings auch sehr durchschaubare Aktion.

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        • Arnold Krämer sagt

          In der Vergangenheit haben Mäster und Viehhandel Krisen dieser Art gerne billigend in Kauf genommen, um kleine Betriebe und Einheiten in der Ferkelerzeugung loszuwerden. Das hat ja auch bisher „ganz gut“ geklappt. Aber es gibt nicht mehr so ganz viele „Kleine“, die man loswerden möchte oder „müsste“. Die Mäster sind längst abhängig von Großbetrieben im Osten, in Dänemark und den Niederlanden und die alte, auch finanzielle Rollenverteilung durch die Überwälzung des ökonomischen Drucks Richtung Ferkelerzeuger funktioniert nicht mehr so richtig.
          In den Schreiben von Fuß und Ulmer schwingt die Angst um den Verlust der Rohstoffbasis mit, und das zu Recht, weil auch unabhängig vom weiteren Pestgeschehen viele Betriebsaufgaben in der Sauenhaltung ins Haus stehen.

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          • Ferkelhebamme sagt

            Das BMEL hat heute stolz verkündet, dass Sauenhalter jetzt die Förderungen (bis zu 40%) zum Tierwohlumbau (ohne Bestandsvergrößerung!) beantragen können. Voraussetzung: die Bauarbeiten müssen bis Ende 2021 fertig gestellt sein.
            Dumm, dass Baurecht und BIMSchG noch nicht angepasst sind, sprich: es gibt keine Baugenehmigung. Außerdem immer noch keine Planungssicherheit, so wurde in der Tierschutznutztierhaltungsverordnung leider die konkrete Größenvorgabe für Abferkelställe vergessen. Ups. Dazu die derzeitige Situation.
            Ist das Inkompetenz oder Absicht?

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            • Arnold Krämer sagt

              Vor allem Inkompetenz, die Behörden beherrschen die politisch geschaffene und behördlich auf die Spitze getriebene Komplexität der eigenen Rechtswirklichkeit nicht mehr. Regierende, Verwaltende und Regierte sind mittlerweile hoffnungslos überfordert.

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              • sonnenblume sagt

                Wann wird es jemandem aus diesen Gremien auffallen, dass es so nicht weiter gehen kann? Welche Schlüsse wird man daraus ziehen und wie die Weichen neu stellen? Die Arbeit in Ministerien und Behörden ist doch kein Sandkastenspiel. Wo bleibt das Verantwortungsbewustsein dem Volk und den Betrieben gegenüber? Jeder Betriebsleiter muss sein Handeln sehr genau bedenken und Auswirkungen für die Zukunft abschätzen. Wieviel mehr sind solche Überlegungen doch in diesen Häusern notwendig.

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              • Paulus sagt

                @Ferkelhebamme und @Arnold Krämer, warum geht es schneller eine Automobilfabrik in BB in Rekordzeit aus dem Boden zu stampfen als eine Genehmigung für einen simplen Schweinestall zu bekommen? Ich sage es euch. Bei Tesla waren Profis am Werk!
                Das hatte mit der Anzahl der möglichen Arbeitsplätze erst mal gar nichts zu tun, sondern vielmehr mit dem Durchsetzungsvermögen des Investors unter Zuhilfenahme prominenter Anwaltskanzleien.
                Wäre ich Facharchitekt für Stallbauten würde ich als erstes mit kompetenten Juristen eine Gesellschaft gründen um diesem Schwachsinn ein Ende zu bereiten. Glaubt doch
                mal nicht, dass eine Baugenehmigungsbehörde da nicht in die Knie gehen würde. Jetzt sage ich noch woran es bei den Bauern scheitert: Fähige Leute kosten nun mal Geld, das ist halt so.

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                • firedragon sagt

                  Wo steckt Herr Seevers ?….wenn man ’se braucht, einfach nicht aufzutreiben …

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Es ist heute fast normal, bei Genehmigungsverfahren im BimmSchG mit Fachanwälten zu arbeiten…..bei Tesla ist es die Politik und das Geld des Investors, das es ermöglicht alle Bedenken zu entkräften, oder mit Geld zu kompensieren. Da ist der einzelne Landw. Betrieb eben auf verlorenen Posten.

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                • Brötchen sagt

                  Paulus die haben noch keine endgültige Genehmigung.

                  Die gehen voll ins Risiko. Das ist der Unterschied, musk wagt was.
                  Man muss auch bedenken durch den Kohleausstieg ist woidke in der Bredouille, weil Wertschöpfung und Arbeitsplätze wegfallen. Tesla ist da eine einmalige Chance, deswegen ist er da auch Recht risikofreudig.

                  Irgendwo hat er Mal gesagt, es gibt jede Woche Besprechungen mit Tesla über das Bauprojekt.

                  Tesla hat ja durch das space x Programm nachgewiesen, dass er echt was hinbekommt. Nicht nur mit Tesla.

                  Wenn das mit Tesla klappt, dann hat er echt was vorzuweisen und das kann einen sogeffekt haben.

                  Und Tesla ist wahrscheinlich froh ein bein in der EU zu haben, weil in den USA braut sich was zusammen.

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                • Brötchen sagt

                  Nachtrag: Tesla hat oberste Priorität in der Politik bei uns, die lesen denen jeden Wunsch von den Augen ab.
                  Die sind gerannt wie die Kaninchen, dass das klappt und das er nicht zurück zieht. Weil die Chance kriegen die ni wieder, von der Politik. Es sind wohl schon Verkehrsanbindungen neu geplant, Bahnanschluss, Autobahnabfahrt sowieso usw.
                  Es gibt ja für den Kohleausstieg ein paar Mrd., Aber das Geld ist schnell alle, es muss was mit Innovationspotential her und da ist Tesla schon eine Bank. Jedenfalls bis jetzt, Risiko ist auch dabei.
                  Es gibt wohl auch schon Absprachen mit VW. Musk war wohl ohne aufsehen in Wolfsburg.

                  Meines Wissens läuft es mit Anwälten nicht so viel.

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                • Thomas Apfel sagt

                  Guten Morgen Paulus,
                  Der BER ist der Gegenbeweis. Viel Geld, viel Anwälte und eine überforderte Baubehörde können Projekte leicht zur Farce werden lassen. Vor allem wenn die öffentliche Hand der Investor ist und sich derart abzocken lässt. Bei Tesla hat die Baumafia scheinbar weniger Zugang.

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                • Arnold Krämer sagt

                  Der Unterschied: Tesla ist politisch gewollt, neue Stallbauten sind es in aller Regel nicht. Sobald man die recht niedrigen Grenzen des reinen Baurechts verlässt und das Bundes-Immissionschutzgesetz zur Anwendung kommt, gibt es viele Ansätze, um den Bauwilligen Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Und die Behörden sind sehr kreativ, wenn die Vorgaben von oben (auch auf Landkreisebene) entsprechend sind. Und man weiß ja, dass Volkes Meinung hinter einem steht.

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                • firedragon sagt

                  So Paulus, jetzt hast’e ein paar Aussagen.
                  Die Mühlen mahlen schneller und effektiver für einen, wenn das geplante Bauprojekt Geld in die klammen Kommunen spült (ersten) und wenn es die Politik mehrheitlich ins Grüne (oder bessere) Licht rückt (zweiten).
                  Und ja Paulus, der ganze Zirkus kostet Geld, Zeit und Nerven.

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                • bauerhans sagt

                  bei uns,wo die spd „absolutistisch regiert“,hatte einer seinen stallbau mit dem bürgermeister vereinbart,was voll nach hinten losging,weil gelogen und getrickst worden war.
                  ein verdammt teurer stall ist das geworden.

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                • Ferkelhebamme sagt

                  Paulus, ich könnte dir bezüglich Stallbau eine never-ending-story erzählen, du kämst aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus, dafür reicht hier der Platz aber nicht. Wie schon mal erwähnt kämpfen wir seit zwölf (12!) Jahren für ein Konzept des geschlossenen Systems auf einer Hofstelle mit der Stallbau-Verhinderungsbehörde unseres Kreises. Derweil wurde innerhalb eines (1!) Jahres in unserem Ort mit Unterstützung des Bürgermeisters ein Amazon-Logistikzentrum aus dem Boden gestampft.
                  Baurecht ist in der Rechtschutz nicht mit drin, und nachdem wir Unsummen für Gutachten ausgeben mussten, saß ein guter Anwalt einfach nicht mehr dran. Die Anwälte der Kammer haben uns unterstützt, haben aber nicht genügend Biss. Also kämpfen wir mit sehr viel persönlichem Einsatz, einem kampfbereiten Architekten, dessen trockenen Zynismus ich liebe, Beharrlichkeit und nicht zuletzt Bauernschläue. In der Zeit haben wir acht Baudezernenten und den Bauamtsleiter der Stadt geschafft, 90 % davon fachliche Nulpen.
                  Der Kreis-Bearbeiter traut sich nur noch im Beisein seines Chefs mit uns zu sprechen und versucht alles in seiner Macht stehende um dieses Bauvorhaben zu verhindern. Erst über Nachforderung von Gutachten, bzw. deren Ergänzungen, wo nachher sich der Gutachter persönlich bei dem Herren gemeldet hat und ihn durch die Blume gefragt hat, ob er noch alle Leuchten auf dem Christbaum hat, sowas hätte er noch nie erlebt, von fehlenden rechtlichen Grundlagen mal ganz zu schweigen. Aber es ist halt eine Behörde. Auch alle anderen Behörden müssen Stellungnahmen abgeben, und da diese Sachbearbeiter ja alle eine Daseinsberechtigung haben wollen, haben sie alle was zu kacken, obwohl vom Vorgänger schon genehmigt. neueste, aber noch harmlose Beispiele: Zufahrt: von Strassen-NRW vor vier Jahren genehmigt verlangt der neue Sacbearbeiter jetzt ein riesiges Sichtdreieck, wonach wir unseren ganzen Garten plätten müssten. Die Umweltbehörde bemängelt die geplanten Baumanpflanzungen, die der vorherige Sachbearbeiter genau so verlangt hat. Der Kreisveterinär, der Stellung zum Tierschutz nehmen muss, sieht dort keine Bedenken, aber durch die Größe der Gesamtanlage bedenken bei den Immissionen. Als Tierarzt, wohlgemerkt. Nach einem Anruf, ob er das Amt gewechselt hat, hat er das schnell korrigiert. Respekt vor den Behörden ist uns schnell verloren gegangen, wer da kuscht hat schnell verloren.
                  Letztes Schmankerl: wir haben es jetzt bis zur öffentlichen Bekanntmachung geschafft, die aber nicht schon in den Sommerferien veröffentlicht werden konnte. Begründung: da liest das ja keiner…
                  Und jetzt schaffen vllt. Corona und ASP, was die Behörden nicht geschafft haben, der ganze zermürbende Kampf für welche Zukunft?

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            • sonnenblume sagt

              Zuerst müssen sich Union und SPD über die Tierwohldefinition und Details wie Ersatzneubauten einigen. Dann kommt die Änderung im Baurecht. Bis man bei den Themen eine Einigung gefunden hat, ist 2021 um und die Frist für die Förderung abgelaufen. Was da in Berlin abgeht, das mag verstehen wer will. Man kann das ganze Theater, incl. Akteure doch nicht mehr ernst nehmen.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Da wird Julia wohl auf ihrer Kohle sitzen bleiben….Schuld für das Nichtabrufen haben dann die ? na…..genau die Schweinequäler.
              Haste heute bereits eine Nachfrage zum Umbau einer Sauenanlage…..ohne konkrete rechtliche Vorgaben , keine Chance bis Ende März eine Baugenehmigung zu erhalten, schon gar nicht für BimSch- Betriebe….

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      • Bauer Willi sagt

        @Paulus
        Ich finde den Kommentar ziemlich schäbig. Bitte den Kommentar von Herrn Knauer, Fa. Fuss, weiter oben lesen. Und ihm dann direkt antworten, wenn Du den Mut dazu hast.

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  5. bauerhans sagt

    bauern produzieren unflexibel unelastisch,können die produktion nicht steuern.
    der schweinefleischverbrauch geht seit jahren kontinuierlich zurück.
    die produktionsauflagen,besonders der ferkelerzeuger,steigen exorbitant,die kosten dafür,können nicht über den preis reingeholt werden.
    die grossen des leh geben konditionen und preise vor,die nur die grossen schlachter erfüllen können.
    der viehhandel kauft zu unterschiedlichen preisen,wer viel anzubieten hat,bekommt zuschläge und andersrum.
    kleine schlachter orientieren sich daran.
    die fa.fuss ist eine ausnahme,wahrscheinlich,weil sie in ihrem örtlichen markt gut aufgestellt ist.

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  6. Brötchen sagt

    Nein kann man nicht runterfahren, auch nicht in einem Monat.

    Ja es ist eine Katastrophe, wie befürchtet, wenn das kommt.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Was machen dann z.B. Gesellschaften wie die Bolart GmbH mit ihren 65000Stallplätzen? Bestimmt nicht leerstehen lassen…..

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        • Brötchen sagt

          Jetzt ernsthaft, er muss sich schon Gedanken machen, wie er seine Tiere absetzt und wie er Kosten spart, da läuft schon einiges auf.

          Und wie die weitere Strategie ist, das ist immer pokern.

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  7. Brötchen sagt

    Herr Oberländer!

    Ich finde Ihre Sicht schon etwas sehr stark vereinfacht.
    Wie ist die Situation.

    Es sind jetzt plötzlich Überschüsse da, dafür kann jetzt niemand was kurzfristig.

    Was nutzt es, wenn einige wenige Betriebe einen höheren Preis bekommen, schön für die Betriebe, ich gönne denen das und die ehrbare Sicht des Fleischabnehmers finde ich sehr gut!

    Bloß der Preis hat doch auch eine Steuerungs- und Signalfunktion. Es steht doch jedem frei mehr zu bezahlen!

    Wenn man für ein Ferkel nur noch die Hälfte bekommt, ist für mich das Signal….halt, der Markt ist absolut zu und das Signal an alle, fahrt eure Produktion runter, so schnell es geht und im Rahmen was machbar ist.

    Der Vereinigungspreis wird meines Wissens von den Akteuren am Markt ausgehandelt und der soll ein Signal- und Orientierungspreis sein.

    Wichtig sind jetzt Markt entlastende Massnahmen, wie Einlagerungsprämien und vielleicht auch Sonderangebote.
    Und wie gesagt, das die Produzenten ihre Produktion drosseln, bis wieder eine Verbesserung der Lage in Sicht ist.
    Würden jetzt alle so weiter produzieren, verschiebt sich das Problem nur weiter in die Zukunft und es wird noch schlimmer. So bitter und hart das ist, es ist eben Realität.

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    • sonnenblume sagt

      Wir können die Produktion drosseln. Aber gerade bein Ferkelerzeuger dauert das. Was mich dann eher stört, sind die fortlaufenden Importe. Sicher gibt es Verträge mit ausländischen Anbieterndie eingehalten werden müssen. Aber wir beobachten immer wieder, dass bei sehr schwachem Deutschen Markt, – unsere Mäster bleiben trotz Vertrag auf ihren Tieren sitzen, – die Importe unverändert weiterlaufen.

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  8. Oberländer sagt

    Ich bin mir sicher das der LEH lieber schweigend vom Elend
    der Schweinehalter profitiert.
    Der LEH füllt lieber die Taschen von Nabu, BUND und Konsorten
    als den Bauern mehr als unbedingt notwendig zu lassen.

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    • Günter sagt

      Der LEH füllt ausser den eigenen Taschen überhaupt niemand anderen die Taschen.
      NABU, Bund und Konsorten sind auch nicht Schuld an den Preisen.
      Das Problem ist, dass die Erzeuger zuwenig Einigkeit und Gleichklang bei
      ihren Anliegen zeigen.
      Es genügt halt nicht mehr mit möglichst großen Schleppern durch
      Deutschland zu touren.
      Die Unfähigkeit der Politik mit den Lebensmittelerzeugern umzugehen und das
      A….kriechen der Verbandsoberen ist das eigentliche Dilemma.
      Ein Beispiel nur, wie kann es sein dass Nichtlandwirte bei den Förderungsgelder für Flächen ganz vorne sind?
      Für jemanden der sich nicht auskennt damit hat dies natürlich einen ganz fatalen Eindruck.
      Wie heißt es so schön, der Fisch stinkt vom Kopf her.

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    • Ostbauer sagt

      Es sind vier weitere infizierte Schweine außerhalb der Kernzone gefunden worden. Das wird haarig die Sache noch in den Griff zu bekommen.
      Die Schlachthöfe tun sich schwer überhaupt noch Tiere aus Brandenburg zu schlachten.
      Innerhalb von ein paar Tagen kann man die Produktion ja auch nicht runterfahren.
      Dazu kommt noch absolutes Betretungsverbot auf knapp 30000 ha. Mais nicht ernten, nicht bestellen, keineDüngung usw. Es ist eine Katastrophe!

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        • Sie kam ja immer wieder mal, nur an verschiedenen Standorten!
          Weil das Wissen da ist, wie man si an der Verbreitung hindert.

          Bundesweit wütete die Seuche zuletzt Mitte der neunziger Jahre, seither gab es immer wieder vereinzelte Fälle. Bei der Schweinepest 1997 in den Niederlanden wurden mehr als zwölf Millionen Schweine getötet.

          Am 1. März 2006 ergab ein Test bei der Untersuchung auf Schweinepest erstmals seit den neunziger Jahren kein eindeutig negatives Ergebnis in einem Mastbetrieb in Haltern im Landkreis Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen. Weitere Untersuchungen erhärteten den Verdacht auf Schweinepest. Am 3. März 2006 wurde der Ausbruch der KSP offiziell bestätigt, in dessen Verlauf nach Ausbreitung auf weiteren Höfen, unter anderem im Kreis Borken, auf Anordnung der EU mehr als 92.000 Schweine gekeult wurden.

          In der Ausgabe der Rhein-Zeitung vom 10. Februar 2009 Nr. 34 wurde berichtet, dass der erste Schweinepestfall bei einem Wildschwein rechts des Rheins in Rheinland-Pfalz aufgetreten war. Laboruntersuchungen bestätigten, dass sich ein toter Frischling, der in der Verbandsgemeinde Wissen (Kreis Altenkirchen) gefunden wurde, mit dem ESP-Virus (Europäischer Schweinepest-Virus) infiziert hatte. Damit werden künftig der Kreis Altenkirchen sowie auch der Kreis Neuwied und Teile des Westerwaldkreises vom Landesuntersuchungsamt Koblenz als gefährdete Bezirke ausgewiesen.

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