Bauer Willi
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Risiko!!

Wir haben heute Mittag mit der Raps-Aussaat begonnen. In der Nacht hat es satte 5 (fünf) Millimeter geregnet, vor zwei Tagen 2 mm. Es staubt jetzt nicht mehr so arg.

Wir säen in die Weizenstoppeln, die wir vor etwa 10 Tagen gegrubbert (d.h. auf ca. 10 cm gelockert) haben. Obwohl kein Regen gefallen ist, ist der Ausfallweizen aufgelaufen. Noch einmal grubbern wollten wir nicht, weil dann die wenige Bodenfeuchte gleich wieder weggewesen wäre. Das heißt, dass wir das neu auflaufende Ausfallgetreide dann chemisch (also mit einem „Pestizid“)  beseitigen müssen. Das haben wir bisher noch nie gemacht, aber besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Das ist eben Praxis!

Übrigens: Pflügen ist für uns keine Alternative, weil wir dann den staubtrockenen Boden nach oben geholt und das unverrottete Stroh nach unten gebracht hätten. Bei unserer Mulchsaat haben die Regenwürmer wieder was zu tun. Wenn es denn mal regnet…

Warum Risiko? Die Bodenfeuchte könnte soeben ausreichen, um den Raps zum Keimen zu bringen. Wenn dann aber kein weiterer Regen fällt und sich erneut ein Hochdruckgebiet mit höheren Temperaturen und ohne Niederschlag festsetzt (leider sind die Prognosen so), wird der gekeimte Raps vertrocknen. Wenn das passiert, ist es für eine erneute Saat zu spät. Einen Plan B, was wir dann machen, haben wir derzeit noch nicht. So eine Situation haben wir in den von mir übersehbaren Jahren noch nicht gehabt. Also müssen wir das Risiko eingehen. Nichts zu tun ist keine Option.

Kein Raps, kein Bienenfutter im Frühjahr. Wenn es dann wieder ein „Bienensterben“ geben sollte, lag es nicht an uns. Wir haben unser Bestes gegeben. (Zumal die Zahl der Honigbienen ohnehin immer weiter zunimmt, aber das nur am Rande).

Wie sieht es bei euch aus? Wenn ihr einen Kommentar schreibt, bitte die ersten zwei Zahlen der Postleitzahl dazu oder den Ort. Ich denke, das Thema interessiert die Praktiker hier sehr.

Euer Bauer Willi

 

(Aufrufe 1.363 gesamt, 1 heute)

8 Kommentare

  1. Blitzableiter sagt

    Stoppelbearbeitung mit KSE nach WG, danach gegrubbert ca. 25 cm, letztes Wochenende ca. 30 mm Regen 😀 , diese Woche wird dann der Raps gesät

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  2. Stefan sagt

    2 liter Regen seit der Weizenernte hier im Landkreis diepholz PLZ 27 ….. aber ohne Plan B heute Guelle, morgen pfluegen und donnerstag den Raps rein. Und dann mal gucken was passiert 😮

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  3. Bernd sagt

    Haben heute mit der Rapsaussaat begonnen. Vorfrucht Triticale,1x Stoppelbearbeitung,letzten Freitag Gülle gefahren und direkt 25cm tief gegrubbert. Bedingungen sind wieder Erwartend ganz okay,wenn es jetzt am Mittwoch noch etwas regnet, kann es klappen.
    PLZ 46

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  4. Markus sagt

    Raps fällt dieses Jahr bei uns weg. Hat neben der Trockenheit aber noch weitere Gründe.
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  5. Gabler Michael sagt

    Bin noch am warten mit dem raps saen.
    Hatten am wochenende 3mm regen, sonst nix. Hoffe auch auf mittwoch dass der regen kommt. Bisher 1x flach gegrubbert. Werde morgen das zweite mal grubbern. Aussat Ende dieser anfang naechster Woche.
    Bei mir ist allgemein noch nicht viel raps gesaet. Win teil saet gar keinen. Steigt um auf gerste.
    plz96

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  6. Bauer Hubert sagt

    Heute Raps gedrillt .Nach Gerste einmal flach und einmal tief Gegrubbert.
    Pflügen geht nicht. Heute Nacht 1.2 mm Regen. Hoffentlich kommt Mittwoch etwes mehr
    sonst wird das nix.
    plz54

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  7. Friedrich sagt

    In Südhannover ist die gleiche Situation. Nur wenige Pflügen, aber das große Rapsdrillen ist hier noch nicht ausgebrochen , weil der Regen fehlt. Wir grubbern gerade die Zwischenfruchtflächen 26 cm durch und hoffen , daß der Regen die Saatschicht genügend gefeuchtet, wenn er denn kommt ? Unter- und Oberboden sind gleich trocken, also ist es egal ob man tief oder flach grubbert. Von Jan. bis heute haben wir 300 mm , von Mais bis heute 90 mm Regen bekommen. Die mullige Lehmbodenerde schiebt sich teilweise vor der Walze am Grubber her. Aus dem bewölkten Himmel kommt leider kein Regen raus.

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