Bauer Willi
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Nitrat und Glyphosat – ran an die Presse

Genervt durch die Meldungen über Nitrat und Glyphosat im Wasser hat ein hat ein Landwirt in Ostfriesland letztes Jahr sein Drainagewasser von der LUFA auf diese beiden Stoffe hin untersuchen lassen. Das Ergebnis war mehr als erfreulich; in der ersten Probe vom 24.02.2016 wurde folgendes festgestellt:

NO3-N 6,84 mg/l DIN EN ISO 13395 D28
NO3 30,28 mg/l DIN EN ISO 13395 D28
Glyphosat < 0,050 µg/l DIN 38407, F 36
AMPA < 0,050 µg/l DIN 38407, F 36

 

Die zweite Probe , am 25.05 wurde im Beisein der lokalen Presse gezogen. Ein durchaus mutiger Schritt, denn das Ergebnis war nicht vorhersehbar. Es brachte diese Werte zu Tage:

NO3-N 3,32 mg/l DIN EN ISO 13395 D28
NO3 14,70 mg/l DIN EN ISO 13395 D28
Glyphosat < 0,050 µg/l DIN 38407, F 36
AMPA < 0,050 µg/l DIN 38407, F 36

Der gesetzlich festgeschriebene Nitrathöchstwert für Trinkwasser liegt bei 50 mg/l, Glyphosat und das Abbaumetabolit AMPA waren nicht nachweisbar!

Die Drainage lag in etwa 1m Tiefe, 4 Wochen vor der 2. Probenahme wurde vor der Aussaat Glyphosat angewendet, direkt nach der Aussaat 100 kg/ha Stickstoff in Form von Harnstoff ausgebracht. Auch gab es ausreichend Niederschlag.

Hier der Aufruf des Landwirts, den wir gerne weitergeben:

“Diesem Beispiel sollten Landwirte, Interessenvertretungen usw. folgen! Ob aus Drainagen, Beregnungsbrunnen oder Hofbrunnen, nehmt jetzt die 1.Probe und lasst sie auf diese Parameter untersuchen!

Dann, Mitte Mai, nehmt ihr die 2.Probe, ladet dazu eure lokale Presse ein ! Händigt dem oder den Reportern auch eine Probe zur eigenen Untersuchung aus, das schafft Vertrauen.

Je mehr Untersuchungsergebnisse zu Stande kommen, desto besser! Gemeinsam gehen wir so der negativen Berichterstattung lokal entgegen, eure Ergebnisse sind jederzeit reproduzierbar, belastbar , schaffen Fakten und sind Grundlage für die erneute Diskussion über die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland!”

Wir haben zwar bei uns im Betrieb keine Drainage, aber ich werde aus unserem Hofbrunnen jetzt eine Probe nehmen und eine zweite im Mai. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt. Und ob ich auch eine Journalisten dazu bekomme, der darüber berichtet…

Euer Bauer Willi

 

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55 Kommentare

  1. Malte Scholl sagt

    In dem oben dargestellten Bodenprofil sehe ich irgendwie kein Humusanteil? Kann mir jemand erklären, wieso?

    • Bauer Willi sagt

      Eine ausführliche Antwort finden Sie bei Stadtmensch. Humus in Ackerböden kann man in der Regel nicht sehen, den muss man messen. Ein Lößlehm ist halt keine Blumenerde…Aber viel fruchtbarer.
      Bauer Willi

    • Martin Gork sagt

      Welchen Humus meinen Sie genau?
      Nährhumus, Dauerhumus…

      Ein Sack Torf aus dem Moor wird dauerhaft auch kein bisschen mehr an Humus bringen, zum Blumenanpflanzen reicht es aber.

    • Stadtmensch sagt

      Man kann auch 60kg Ertrag auf 1m² Steinwolle mit Nährlösung erzielen. Humus ist nicht das Problem für den Ertrag. Wohl aber für die Pflanzengesundheit, wenn man auf Chemie verzichten will. Ich weiß selbst, dass es sehr unterschiedliche Bodenarten gibt. Ich vermisse den “Lebendverbau”, Myzelfäden, Wurzelmasse, die das “Krümelzeug” zusammen halten. Die Fachbegriffe habe ich nicht aus der Google-Academy, sondern aus Sekera, “Gesunder und kranker Boden”. Untergruppern von organischem Material ist wohl auch nicht optimal.
      Ihr könnt euch aufplustern wie ihr wollt, mit der Meinung, dass die “Moderne Landwirtschaft” die Böden überstrapaziert, stehe ich nicht alleine da.

  2. Robbie sagt

    Um Glyphosatrückstände im Grundwasser nachzuweisen, können sich die Landwirte und Pressemitarbeiter einfach an die 6000 lokalen Wasserwerke wenden, denn die messen die Rückstände regelmäßig.

    Und die Wasserwerke sind es auch, die jedes Jahr mit mehr Aufwand, Nitrate und 100 andere landwirtschaftliche Pestizide soweit aus dem Trinkwasser filtern müssen, damit sie die gesetzlichen Höchstmengen einhalten.

    Diese Pestizid Filterungen kosten übrigens jedes Jahr 1,5 Mrd. Euro.

 Bernhard Röhrle vom Wasserverband erklärt hier, dass 1 Liter Glyphosat, das den Bauern vielleicht 5 € kostet, die Wasserwerke hingegen 50.000€ kostet, um diesen einen Liter wieder aus dem Trinkwasser zu entfernen:


    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.hoechstwerte-bei-duenger-rueckstaenden-kampf-ums-trinkwasser.59b8aed3-bf60-484d-b92d-7b240f89e6db.html



    Selbst das seit Jahren verbotene Atrazin ist noch in sehr hohen Mengen im Trinkwasser zu finden, wie Hans Weinzierl vom Zweckverband Wasserversorgung in Rottenburg in dieser BR Reportage erklärt:

    https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=mk9Mxx0tePI

    Ein weiterer Hinweis sollte uns zu denken geben, dass es sogar 50 Mrd Euro kosten würde, wenn man alle Pestizide wieder komplett aus dem Trinkwasser mit Aktivkohle und Ozon entfernen würde, wie Peter Röhrig, vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. hier erklärt:


    https://web.de/magazine/gesundheit/kosten-lebensmittel-30638436



    Aktuelle Berechnungen sagen voraus, dass in den nächsten Jahren, die Wasserpreise aufgrund der Pestizidrückstände um 60% steigen werden, was eine Steigerung der Trinkwasserkosten für eine 3-köpfige Familie von 217 € auf 352€ pro bedeutet, wie man aktuell im Spiegel nachlesen kann: 


    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/wasser-steigende-preise-durch-nitratverschmutzung-befuerchtet-a-1130705.html


    Und die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen dieser Pestizidcocktails, die wir Mütter, Kindern, Alten und Kranken da trinken, kann niemand vorhersagen oder analysieren. Oder wie es in der Trinkwasserverordnung auf Wikipedia heißt:

    „Später wurde bei den Pflanzenschutzmitteln (PSM) klar, dass eine toxikologische Grenzziehung gar nicht mehr möglich war, weil chronische Toxizitäten und synergetische Wirkungen mehrerer Substanzen nicht ermittelbar sind.“

    
Aber messen sie ruhig, denn wir Verbraucher müssen sowieso die Folgekosten über unsere Gesundheit, EU Strafzahlungen, steigenden Trinkwasserpreisen etc. teuer bezahlen.

    • Martin Gork sagt

      Die Rückstände an Pflanzenschutzmitteln im Grundwasser sind ebenso gesunken, wie der Nitratgehalt.
      Nicht jeder Presseartikel taugt dazu, die realen Gegebenheiten wiederzugeben.

      Steigende Rückstände an Pflanzenschutzmitteln und Nitrat sind überraschenderweise in und an Städten zu beobachten, Dämmungswahn mit maroder Kanalisation sind hier als Ursacher auszumachen.
      Robbie, Sie haben hier nichts neues verlinkt, die Themen sind hier alle schon mal behandelt worden. Ich vermute aber Gegenargumente werden Sie überhaupt nicht interessieren.

      Nitratbericht 2016 – Wie das Umweltministerium die Presse täuscht
      http://www.keckl.de/texte/Nitratbericht%202016%20Presseenten.pdf

      Nervengift auf der Fassade
      http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/biozide-in-fassaden-gifte-bedrohen-mensch-und-umwelt-a-1062999.html

      Mal etwas zum Nachdenken.

      • Robbie sagt

        Sie behaupten: „Die Rückstände an Pflanzenschutzmitteln im Grundwasser sind ebenso gesunken, wie der Nitratgehalt.“


        Das wäre aber ein biologisches Wunder, denn laut dem Industrieverband Agrar ist der Absatz der Pflanzenschutzmittel in Deutschland seit 2005 von ca. 35.000 Tonnen reinem Wirkstoff auf mehr als 46.000t im Jahr 2014 gestiegen.


        Und laut dem Bericht: Grundwasser – Datenauswertung 1989 bis 2013 (Band 23) des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz sind die meisten Pestizidrückstände und Metaboliten im Grundwasser in den letzten 20 Jahren gestiegen! 



        Daher frage ich mich, auf welchen Quellen beruht ihre Behauptung, dass die Pestizidrückstände im Grundwasser sinken?

        Und auch die Nitratbelastungen im Grundwasser sind zwischen 2003 und 2012 gestiegen.

        Denn im Nitratbericht 2012 steht u.a.: „Im Vergleich der Zeiträume 2003-2006 und 2007-2010, ist jedoch insbesondere an vielen küstennahen Stationen der Nordsee wieder eine Zunahme der Nitratkonzentrationen zu verzeichnen.“

        

Und für das Grundwasser steht in dem Bericht:

        „Für die Werte des EUA-Messnetzes gilt in den Überwachungszeiträumen 2008-2010 und 2004-2006, dass sich Nitratbelastungen über die gesamte Fläche der Bundesrepublik verteilen. Es sind zwar regionale Cluster von Messstellen mit einer Überschreitung der Qualitätsnorm von 50 mg/l erkennbar, dennoch lässt sich eine Gefährdung des oberflächennahen Grundwassers nicht grundsätzlich auf wenige Gebiete und Regionen einschränken. Eine Überschreitung der Qualitätsnorm findet sich für den aktuellen Berichtszeitraum an 14,3% der ausgewerteten EUA-Messstellen“

        Im Nitrabericht 2016 steht auch, dass sich die Nitratbelastung des Grundwasser nur geringfügig verbessert hat:

        „Belastungsschwerpunkte mit Messstellen über der Qualitätsnorm von 50 mg/l Nitrat sind deutlich erkennbar. Allerdings sind auch in solchen Regionen deutliche anthropogene Beeinflussungen festzustellen, in denen eine Nitratkonzentration von 25 mg/l häufiger überschritten wird. Auch für das EUA-Messnetz gilt, dass sich die Nitratbelastung des Grundwassers zwischen dem letzten und dem aktuellen Berichtszeitraum nur geringfügige verbessert hat.

        
Das ist auch kein Wunder, denn auch das Gülleaufkommen ist gestiegen: Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer sagt in der Osnabrücker Zeitung, dass in seinem Bundesland das Gülleaufkommen „…von Mitte 2013 bis Mitte 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,6 Millionen auf 59,2 Millionen Tonnen angewachsen.“ ist.



        Zu den über 200 Mrd Liter Gülle, die allein deutsche landwirtschaftliche Nutztiere jedes Jahr produzieren, kommen auch noch jedes Jahr 1,5 Mio. Tonnen Gülle aus den Niederlanden nach Deutschland, vor allem nach NRW, denn die wissen auch nicht wohin mit dem Mist.


        Daher hat der NRW-Nährstoffbericht 2014 ebenfalls einem Anstieg der Nitratbelastung in den letzten 20 Jahren dokumentiert:


        https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/belastungen-des-grundwassers-mit-nitrat-seit-ueber-20-jahren-nicht-gesunken

        Und wenn der aufgeklärte Verbraucher einfach mal nach „Brunnen Nitrat“ googled, bekommt dieser ebenfalls aktuelle Messwerte:

        Z.B. dass ein Brunnen in Habitzheim 130mg Nitrat pro Liter aufweist, oder dass der Brunnen des Gruppenwasserwerks Dieburg seit 25 Jahren schon Nitrawerte über 50mg/l ausweist.

        Auch in den Landkreisen Main-Spessart, Rhön-Grabfeld und Schweinfurt sind viel zu hohe Nitratwerte im Grundwasser festgestellt worden. D.h. in 29 Prozent der dort untersuchten Proben sei eine Nitratkonzentration von und über 50mg gemessen worden.

        Auch in Brunnen in Eßleben, Geldersheim und Sennfeld wurden 284mg, 186mg und 175 Milligramm Nitrat pro Liter gefunden. 


        http://www.br.de/nachrichten/unterfranken/inhalt/nitratbelastung-grundwasser-lkr-schweinfurt-lkr-msp-lkr-rhone-grabfeld-100.html



        „Auch der Förderbrunnen in Sonneborn übertrifft den erlaubten Höchstwert von 50 Milligramm pro Liter. Teilweise seien dort Werte von 60 Milligramm gemessen worden, hieß es jetzt im Betriebsausschuss der Stadt Barntrup.“



        Brunnen in Perleberg hatten mit 72 Milligramm pro Liter (mg/l), in Neuhausen (Ortsteil von Berge) mit 110 mg/l, in Karstädt mit 119 mg/l, in Laaslich (Karstädt) mit 70 mg/l und in Wootz-Kietz (Lenzen) mit 114 mg/l erhöhte Nitrabelastungen.

        
Und das geht noch weiter…



        Was noch hinzukommt, ist, dass der Stickstoffdünger, der jetzt aufs Feld gebracht wird, sich erst in den nächsten 20-30 Jahren im Grundwasser wiederfindet, denn so lange sickert das Nitrat in die tiefen Grundwasservorkommen.

        
http://www.pflanzenforschung.de/de/journal/journalbeitrage/80-jahren-durch-den-boden-stickstoff-bleibt-lange-zeit-10157



        Aber messen sie ruhig weiter, wenn es sie beruhigt, denn meine Familie und mich beruhigt es nicht.

    • Bauer Willi sagt

      Wenn ich es aus persönlichen Gesprächen und Recherchen besser wüsste, würde ich ja Angst bekommen. Deshalb erspare ich es mir auch, mit zahlreichen Links zu antworten. Ich halte mich da lieber an die Aussagen der Wasserwerksbetreiber.
      Bauer Willi

  3. Gephard sagt

    Das sollte doch mal jemand eine Website in die Welt setzen, wo dann alle Messwerte eingetragen und auf einer schönen Karte präsentiert werden.

  4. Andreas Müller sagt

    Am besten gleich die Presse bei der ersten Beprobung einladen. Dann steigt für alle Beteiligten die Spannung und das wäre erfrischend authentisch.

    • Gephard sagt

      Gute Idee. Am besten Selbstzweifel vortäuschen und dass man bei einem Fund sofort auf Glyphosat verzichten wird.

  5. Paulus sagt

    Ist ja alles gut und schön aber für die Qualität des Trinkwassers nicht relevant. Nach meinem Kenntnisstand wird Trinkwasser nicht aus Dränagen sondern aus erheblich tieferen Schichten bzw. Grundwasserkörpern gefördert.
    Die Analyseergebnisse eines Hausbrunnens sind genauso wenig aussagekräftig wie die bekannten Messergebnisse, bei denen nur ein kleiner und mit Höchstwerten belasteter Teil der Messstellen berücksichtigt wurde. Hatten wir alles schon mal.
    Der liebe Willi wird schon eine Praktikantin der RP finden, die demnächst einen schönen Artikel über die Probenahme und Analyseergebnisse seines Brunnens verfasst.

    Ich kann das oberflächige und pseudowissenschaftliche Geseihere in diesem Blog nicht mehr ertragen und verabschiede mich.

    • Der Brandenburgbauer sagt

      Alles was gegen Deine Meinung geht, kannst Du einfach nicht Verkraften. Rückzug, ist die absolut falsche, Reaktion.

      • Paulus sagt

        Ganz im Gegenteil, ich schätze konträre Meinungen und bin dafür sehr dankbar. Es führt bei mir zum Erkenntnisgewinn.

        • Martin Gork sagt

          Und wie kommen Sie dann zu der Erkenntnis, Drainwasser wäre uninteressant?
          Dort lässt sich am ehesten Ablesen, was im Sickerwasser zu finden ist.
          Das auf dem Weg ins Grundwasser da natürlich noch Nitrat abgebaut wird, ist ja auch nichts neues, daher werden die Werte noch niedriger sein.
          Mit wirklicher Studienarbeit fängt man ja erst an, beim JKI ist dazu ein Projekt gestartet, was vermutlich wesentlich sinnvoller ist als 40.000 Brunnen mehrmals jährlich zu untersuchen und dann daraus gerade mal 794 zum Nitratbericht heran zu ziehen.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Gerade aus oberen Wasserschichten entnommenen Proben kann man erkennen, ob zu viel gedüngt wurde. Um zu dieser Erkenntnis braucht es kein Ingenieurstudium.

    • Bauer Willi sagt

      Hallo Paulus
      es geht doch nicht um die letzte wissenschaftliche Genauigkeit! Die Idee finde ich deshalb gut, weil die Bauern die Medien in die Diskussion durch eigenes Handeln mit einbinden und dadurch zeigen, dass sie sich um die Problematik kümmern! Wir wollen ja Dialog und durch solche Aktionen kann der ja auch geführt werden.
      Zur Wissenschaft: wir sind uns hoffentlich einig, dass das, was wir heute oben finden, irgendwann unten (tiefere Grundwasserkörper) ankommt. Von daher sind solche Untersuchungen schon relevant.
      Wenn Sie persönlich das für “oberflächliches Geseihere” halten, ist das für Sie in Ordnung. Andere Kommentatoren sehen das anders.
      Bauer Willi

      • Paulus sagt

        Muss ich jetzt Herr Bauer Willi Kremer-Schillings sagen oder können wir es beim Du belassen? Nur so am Rande.
        Viele Grüße nach Rommerskirchen

          • Bauer Willi sagt

            Von mir aus gerne weiter Du und Bauer Willi. Ob es ein “weiter” gibt, entscheidest Du selbst.. 😉

            Bauer Willi

      • bauerhans sagt

        “wir sind uns hoffentlich einig, dass das, was wir heute oben finden, irgendwann unten (tiefere Grundwasserkörper) ankommt.”

        ich bezweifel aber,dass das was im trinkwasser ankommt,nur aus der landwirtschaft stammt.

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Nein,
          die Abwasserkanäle vieler Kommunen sind Marode und Teile vom Abwasser geht in den Untergrund.

          Dies wird nicht zu Thema gemacht und für die Medien ist es einfacher, die ganze Schuld der Landwirtschaft zu geben. Wer will den Lesern schon mitteilen, dass ein Teil ihrer Notdurft samt Kloreiniger und Waschmitteln im Trinkwasser landet.

          In meiner Gemeinde werden Millionen für die Sanierung der Abwasserkanäle ausgegeben.

          • Andreas Schmid sagt

            Fachleute gehen davon aus, dass 15 bis 20% des Abwassers ungeklärt direkt in das Grundwasser sickert.

          • Martin Gork sagt

            Der Straßenverkehr sollte auch nicht vergessen werden,
            der Anteil ist nicht unerheblich.
            Übrigens sind Niedersachsens negativsten Nitratwerte in Braunschweig zu finden, Nutztierhaltung und Gülle dagegen nicht.

  6. Friedrich sagt

    Eine tolle Idee , aber positive Meldungen werden von unseren voreingenommenen Medienvertretern nicht veröffentlicht . Das müßen wir schon selbst machen. Unsere ” vierte Gewalt” im Staate versagt hier völlig. Auch das ständige Abschreiben von anderen Medien läßt schon tief blicken. Mutige und unabhängige Medienvertreter gibt es auch nur ganz wenige. Wie auch , wenn unsere Regierung bei jeder größeren Entscheidung erst einmal eine Umfrage abhalten läßt , um nicht ins Fettnäpfchen zu treten. In beiden Fällen brauchen wir mehr Leute mit Rückrat ! Gott sei Dank haben wir ja unseren Willi und Alois die das hier ja in die Öffentlichkeit bringen können. Ohne die Beiden wären die Bauerngegner noch viel schlimmer. Durch die falsche Nitratdarstellung vor einem Jahr , mußte durch unsere Beiden die Düngeverordnung neu erstellt werden. Leider wieder falsch. Ich frage mich überhaupt , ob wir auf die 5 % Schreihälse , die einfach gegen alles sind , überhaupt noch Rücksicht nehmen sollten ? Die erwarten von uns immer Kompromisse , sind aber selber dazu nicht bereit. Auch fehlen immer wieder konkrete Zukunftsmodelle über die man diskutieren könnte. Bei allen fällt auf , daß immer nur die Landwirtschaft in Deutschland gemeint ist , obwohl wir in der EU voll eingebunden sind . Die Lösung kann aber immer nur EU-weit sein. Nur die Landwirtschaft ist EU- konform aufgestellt, fast alles andere ist national. Deshalb ist der EU-Etat auch nur mit überwiegend Landwirtschaftsgeldern ausgefüllt. Das sollten unsere ewigen Schlauberger bei aller Kritik nicht vergessen.

  7. Willy Toft sagt

    Es geht um die mediale pauschale Verunglimpfung der Landwirtschaft, mit dem positiven Trend kann die Presse für sich nichts gewinnen. Das ist der eigentliche Skandal!!

  8. Franz Josef Schäfer sagt

    Sehr gute Idee, die Analysewerte des Brunnenwassers zu publizieren. Habe einen Bewässerungsbrunnen niedergebracht (15 m) und messe regelmäßig die Nährstoffgehalte.

  9. bauerhans sagt

    ich überlege im moment,wie ich auf das künftige verbot,organische düngemittel,wegen möglicher bakterieller verunreinigung des tiefbrunnens,im wasserschutzgebiet 2 auszubringen,verbal reagiere,zumal mineralische düngung weiterhin erlaubt ist.
    ein gegengutachten wäre zu teuer.

  10. Schmeckt gut sagt

    Guten Morgen. Die dummen Gedanken sind doch schon lange Realität. Die Qualitätssicherungssysteme verlangen jährliche Brunnenproben. Ganz wichtig. Vor der Probenahme das stehende Wasser im Brunnen lange genug abpumpen. Die Untersuchungsergebnisse sind viel besser als erwartet. Meine Erfahrung 😉

  11. Mark sagt

    Zweischneidiges Schwert
    Einerseits ist dies eine pfiffige Idee, andererseits könnte so etwas den Gesetzgeber auf dumme Gedanken bringen…

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